(19)
(11) EP 4 464 485 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
20.11.2024  Patentblatt  2024/47

(21) Anmeldenummer: 24174340.0

(22) Anmeldetag:  06.05.2024
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B28B 7/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B28B 7/0064; B28B 7/007
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
GE KH MA MD TN

(30) Priorität: 10.05.2023 DE 102023112231

(71) Anmelder: Reckli GmbH
44628 Herne (DE)

(72) Erfinder:
  • DELKLOCK, Andreas
    45739 Oer-Erkenschwick (DE)
  • KOSJAK, Sven
    45731 Waltrop (DE)
  • HAMMER, Lutz
    44653 Herne (DE)

(74) Vertreter: Moser Götze & Partner Patentanwälte mbB 
Paul-Klinger-Strasse 9
45127 Essen
45127 Essen (DE)

   


(54) MATRIZE ZUR STRUKTURIERUNG VON BAUWERKSFLÄCHEN


(57) Eine Matrize (1) zur Strukturierung von Bauwerksflächen hat eine Strukturierungsschicht (2), mittels der eine Bauwerksfläche mit einer dreidimensionalen Struktur ausgestaltbar ist.
Um die Handhabung der Matrize (1) zu erleichtern, weist die Matrize (1) eine Handhabungseinrichtung (3) auf, mittels der die Matrize (1) halt-, beweg-, heb- und senkbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Matrize zur Strukturierung von Bauwerksflächen, mit einer Strukturierungsschicht, mittels der eine Bauwerksfläche mit einer dreidimensionalen Struktur ausgestaltbar ist.

[0002] Derartige Matrizen kommen zum Einsatz, um beispielsweise große Außenflächen von Bauwerken aller Art mit einer ästhetischen Gestaltung zu versehen. Beim Einsatz derartiger Matrizen wird eine auf der Außenseite der Strukturierungsschicht vorgesehene dreidimensionale Struktur mit Erhebungen und Vertiefungen auf eine Bauwerksfläche übertragen, wobei die Erhebungen und Vertiefungen entsprechend Vertiefungen bzw. Erhebungen an der Bauwerksfläche zur Folge haben.

[0003] Solche Matrizen kommen häufig in Verbindung mit Stützteilen wie Trägerplatten, Schalungsgrundteilen oder Produktionstischen zum Einsatz, wobei diese Matrizen in Bezug auf die genannten Teile bewegt bzw. orientiert werden müssen.

[0004] Ausgehend von dem vorstehend geschilderten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Matrize zur Strukturierung von Bauwerksflächen zur Verfügung zu stellen, die in einfacher Weise eingesetzt werden kann.

[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Matrize mit einer Handhabungseinrichtung versehen ist, mittels der die Matrize halt-, beweg-, heb- und senkbar ist. Die Handhabungseinrichtung ist somit unmittelbar an der Matrize vorgesehen. Die Matrize kann aufgrund des Vorhandenseins der Handhabungseinrichtung mit einem vergleichsweise geringen Aufwand in die gewünschten Orientierungen bzw. Lagen verbracht werden.

[0006] Vorteilhaft ist die Handhabungseinrichtung an einer Kante, vorzugsweise einer Querkante der Matrize bzw. der Strukturierungsschicht der Matrize ausgebildet. Hierdurch ist es möglich, auch beim Abrollen der Matrize, die ggf. in aufgerolltem Zustand zum Einsatzort transportiert wird, die Handhabungseinrichtung vorteilhaft einzusetzen. Hierzu ist diese Handhabungseinrichtung an der im aufgerollten Zustand zugänglichen Querkante der Matrize anzuordnen.

[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, die Handhabungseinrichtung einstückig mit der Matrize bzw. mit der Strukturierungsschicht der Matrize auszubilden.

[0008] Als besonders zweckmäßig hat sich eine Ausgestaltung der Handhabungseinrichtung herausgestellt, bei der die Handhabungseinrichtung als strukturfreier Verlängerungsabschnitt der Matrize bzw. der Strukturierungsschicht der Matrize ausgebildet ist.

[0009] Zur Vereinfachung der Handhabung kann die Handhabungseinrichtung zumindest ein in Längsrichtung des Verlängerungsabschnitts sich erstreckendes Langloch aufweisen, wobei selbstverständlich in vorteilhafter Ausgestaltung die Möglichkeit besteht, die Handhabungseinrichtung mit einer Mehrzahl von gleich beabstandeten Langlöchern zu realisieren.

[0010] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1
eine Prinzipdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Matrize zur Strukturierung von Bauwerksflächen;
Figur 2
den Ausschnitt "A" aus Figur 1; und
Figur 3
eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform der Matrize zur Strukturierung von Bauwerksflächen.


[0011] Zu einer anhand der Figuren 1 bis 3 prinzipiell dargestellten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Matrize 1 zur Strukturierung von Bauwerksflächen gehört eine Strukturierungsschicht 2. Diese Strukturierungsschicht 2 hat, wie sich am besten aus Figur 3 ergibt, in ihrem oberen Bereich eine dreidimensionale Struktur, deren Erhebungen bzw. Vertiefungen als Vertiefungen bzw. Erhebungen auf eine mittels der Matrize 1 auszugestaltende Bauwerksfläche übertragbar sind. Entsprechend kann eine Bauwerksfläche mittels der Matrize 1 bzw. mittels deren Strukturierungsschicht 2 quasi in beliebiger Weise in einer dreidimensionalen Struktur ausgestaltet werden.

[0012] An der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Matrize 1 ist eine Handhabungseinrichtung 3 verwirklicht. Diese Handhabungseinrichtung 3 ist, wie sich dies aus den Figuren 1 bis 3 ergibt, in der dargestellten Ausführungsform der Matrize 1 an einer Querkante 4 der Matrize 1 bzw. deren Strukturierungsschicht 2 vorgesehen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Handhabungseinrichtung 3 in Form eines mit der Matrize 1 bzw. der Strukturierungsschicht 2 einstückigen Verlängerungsabschnitts 5 realisiert, wobei der Verlängerungsabschnitt 5 im dargestellten Ausführungsbeispiel der Matrize 1 ohne Erhebungen bzw. Vertiefungen zur Ausgestaltung der dreidimensionalen Struktur ausgebildet ist. Im Verlängerungsabschnitt 5 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel der Matrize 1 in Längsrichtung des Verlängerungsabschnitts 5 gleich beabstandete Langlöcher 6 ausgebildet. Mittels der Langlöcher 6 kann die Matrize in einfacher Weise händisch bewegt, festgehalten, angehoben und/oder abgesenkt werden. Irgendwelche Beeinträchtigungen oder Störungen der Strukturierungsschicht 2 bzw. der mittels der Strukturierungsschicht 2 realisierten dreidimensionalen Struktur treten bei der Handhabung der Matrize 1 somit nicht auf. Auch beim Abrollen einer ggf. in geeigneter Weise als Rolle angelieferten Matrize 1 können die Langlöcher 6 sehr hilfreich sein.


Ansprüche

1. Matrize zur Strukturierung von Bauwerksflächen, mit einer Strukturierungsschicht (2), mittels der eine Bauwerksfläche mit einer dreidimensionalen Struktur ausgestaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrize (1) eine Handhabungseinrichtung (3) aufweist, mittels der die Matrize (1) halt-, beweg-, heb- und senkbar ist.
 
2. Matrize nach Anspruch 1, deren Handhabungseinrichtung (3) an einer Kante (4) der Matrize (1) bzw. der Strukturierungsschicht (2) der Matrize (1) ausgebildet ist.
 
3. Matrize nach Anspruch 2, deren Handhabungseinrichtung (3) an einer Querkante (4) der Matrize (1) bzw. der Strukturierungsschicht (2) der Matrize (1) angeordnet ist.
 
4. Matrize nach einem der Ansprüche 1 bis 3, deren Handhabungseinrichtung (3) einstückig mit der Matrize (1) bzw. der Strukturierungsschicht (2) der Matrize (1) ausgebildet ist.
 
5. Matrize nach Anspruch 4, deren Handhabungseinrichtung (3) als strukturfreier Verlängerungsabschnitt (5) der Matrize (1) bzw. der Strukturierungsschicht (2) der Matrize (1) ausgebildet ist.
 
6. Matrize nach Anspruch 5, deren Handhabungseinrichtung zumindest ein in Längsrichtung (7) des Verlängerungsabschnitts (5) sich erstreckendes Langloch (6) aufweist.
 
7. Matrize nach Anspruch 6, deren Handhabungseinrichtung (3) eine Mehrzahl von zueinander gleich beabstandeten Langlöchern (6) aufweist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht