Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung mit einem Erkennungsmerkmal
(Primärerkennungsmerkmal) als Teil eines zweiten Erkennungsmerkmals (Sekundärerkennungsmerkmal).
Die Sicherungsvorrichtung dient zur Sicherung einer Verriegelung eines Verriegelungselements
bzw. zur "Steckerpositions-Kontrolle" oder "Connector Position Assurance (CPA)" und
ist zur Sicherung einer Verriegelung eines Steckergehäuses an einem Gegen-Steckergehäuse
einsetzbar. Insbesondere betrifft die Erfindung eine CPA mit erfassbarem Teilelement.
Stand der Technik
[0002] CPAs ("Connector Position Assurance") sollen verhindern, dass sich ein an einem Gegen-Steckergehäuse
verrastetes Steckergehäuse unbeabsichtigt von dem Gegen-Steckergehäuse löst, was beispielsweise
aufgrund von Vibrationen, temperaturbedingter Ausdehnung oder Schrumpfung, das Ziehen
an einem im Steckergehäuse untergebrachten Kabel oder andere mechanische Einwirkungen
passieren kann. Die CPA ist dafür zuständig als letztes zu bedienendes Element den
Stecker mit seinem Gegenstück zu verriegeln. Um hier ein sicheres Verriegeln zu gewährleisten,
wird gefordert, dass der finale Zustand der Verriegelung durch ein scanbares Element
erfasst wird und dieses Element nur lesbar sein darf, wenn die CPA final geschlossen
ist.
Beschreibung der Erfindung
[0003] Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine geeignete Vorrichtung zu schaffen,
mit der zuverlässig erkannt werden kann, ob eine Verriegelung vorliegt oder nicht,
insbesondere für Stecker, bei denen eine CPA-Verriegelung erforderlich ist.
[0004] Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
und den begleitenden Figuren angegeben.
[0005] Durch die Anforderung, dass der Stecker einen hohen Automatisierungsgrad in Herstellung
und Konfektionierung benötigt, ist die Verwendung eines scanbaren Elementes zwingend
notwendig als Kontrollfunktion. Die hier vorgestellte Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung
umfassend ein Anzeigeelement mit einem Erkennungsmerkmal und ein Kontrastelement,
wobei ein Kontrast des Erkennungsmerkmals durch das Kontrastelement verändert wird
und das Anzeigeelement damit als scanbares Element genutzt werden kann, um eine zuverlässige
Kontrolle des Stecker-Herstellungsprozesses zu gewährleisten und ein Scannen des Stecksystems
im zusammengebauten Zustand zu ermöglichen. Die hier vorgestellte Lösung kann auf
verschiedene Stecksysteme angewendet werden und lässt sich leicht von einem Stecksystem
auf ein anderes Stecksystem adaptieren.
[0006] Hauptmerkmal der erfinderischen Lösung ist ein zu erfassendes Element, das sich auf
der CPA befindet und nach Betätigung der CPA erfasst werden kann. Des Weiteren ist
dieses Element in geöffneter Stellung der CPA nicht erfassbar, indem es entweder Teilelement
eines anderen zu erfassenden Elementes ist oder die Konturen manipuliert werden.
[0007] Gemäß einem ersten Aspekt wird die oben beschriebene Aufgabe gelöst durch eine Sicherungsvorrichtung
zur Sicherung einer Verriegelung eines Verriegelungselements, wobei die Sicherungsvorrichtung
Folgendes umfasst: ein Verriegelungselement, das von einer ersten Verriegelungsstellung
in eine zweite Verriegelungsstellung bewegbar ist, wobei das Verriegelungselement
in der zweiten Verriegelungsstellung eine Verriegelung bewirkt; ein Anzeigeelement
mit einem Erkennungsmerkmal zum Anzeigen einer Information; wobei in der ersten Verriegelungsstellung
des Verriegelungselements das Erkennungsmerkmal ein Teil eines zweiten Erkennungsmerkmals
ist, so dass das Erkennungsmerkmal nicht separat erkennbar ist; und wobei in der zweiten
Verriegelungsstellung des Verriegelungselements das Erkennungsmerkmal nicht Teil des
zweiten Erkennungsmerkmals ist, so dass das Erkennungsmerkmal separat erkennbar ist.
[0008] Das Erkennungsmerkmal wird hier auch als Primärerkennungsmerkmal bezeichnet und das
zweite Erkennungsmerkmal als Sekundärerkennungsmerkmal.
[0009] Die Information kann eine beliebige Information darstellen. Insbesondere handelt
es sich dabei um eine Information betreffen eine Verriegelung oder Nicht-Verriegelung
durch das Verriegelungselement. Zusätzlich kann die Information noch weiteres enthalten,
zum Beispiel Anwenderinformation, Seriennummer der Sicherungsvorrichtung oder einzelner
Komponenten der Vorrichtung, Instruktionen an den Nutzer, etc.
[0010] Eine solche Sicherungsvorrichtung bietet den technischen Vorteil, dass ein sicheres
und zuverlässiges Erkennen einer Verriegelung möglich ist. Das Anzeigeelement mit
dem Erkennungsmerkmal lässt sich über ein scanbares Element erfassen, so dass eine
zuverlässige automatische Erkennung der Information und damit einer Stellung des Verriegelungselements
möglich ist. Damit lässt sich insbesondere eine automatische Erfassung des Zustands
von Steckern, bei denen eine CPA-Verriegelung erforderlich ist, durchführen. Die Sicherungsvorrichtung
erfüllt somit die Anforderungen, die an eine CPA-Verriegelung gestellt werden.
[0011] Das Erkennungsmerkmal kann beispielsweise ein Code sein, zum Beispiel ein ein-oder
mehrdimensionaler Code, oder ein Piktogramm oder ein Zeichen.
[0012] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung ist das Erkennungsmerkmal
in beiden Verriegelungsstellungen des Verriegelungselements nicht verdeckt und bleibt
stets sichtbar.
[0013] Dies bietet den technischen Vorteil, dass keine Abdeckung des Anzeigeelements mit
dem Erkennungsmerkmal notwendig ist, um den gewünschten Effekt der Nicht-Erkennbarkeit
zu erzielen. Die Veränderung des Erkennungsmerkmals, indem es Teil eines zweiten Erkennungsmerkmals
wird, reicht bereits aus, um das Erkennungsmerkmal unkenntlich zu machen, so dass
es von einem scanbaren Element nicht mehr separat erfassbar bzw. erkennbar ist. Das
scanbare Element kann dann nur das zweite Erkennungsmerkmal erfassen, nicht aber das
Erkennungsmerkmal als separate Einheit.
[0014] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung wird das Erkennungsmerkmal
beim Bewegen des Verriegelungselements von der ersten Verriegelungsstellung in die
zweite Verriegelungsstellung aus dem zweiten Erkennungsmerkmal herausgeschoben, so
dass das Erkennungsmerkmal in der zweiten Verriegelungsstellung separat erkennbar
ist.
[0015] Dies bietet den technischen Vorteil, dass sich eine Erkennbarkeit des Erkennungsmerkmals
leicht über eine Betätigung des Verriegelungselements steuern lässt. Beim Betätigen
des Verriegelungselements durch Bewegen in die zweite Verriegelungsstellung bewegt
sich das Erkennungsmerkmal aus dem zweiten Erkennungsmerkmal heraus und ist als separates
Merkmal zu erkennen, das nicht mehr Teil des zweiten Erkennungsmerkmals ist, so dass
ein Vorliegen einer Verriegelungswirkung sicher erkannt werden kann.
[0016] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung umgibt das zweite
Erkennungsmerkmal in der ersten Verriegelungsstellung das Erkennungsmerkmal vollständig
oder zumindest teilweise.
[0017] Dies bietet den technischen Vorteil, dass das Erkennungsmerkmal dadurch nicht mehr
als separates Merkmal erkannt werden kann und somit sicher daraus gefolgert werden
kann, dass sich das Verriegelungselement in der ersten Verriegelungsstellung befindet,
somit also keine Verriegelung vorliegt. Auch eine Erweiterung des Randes des Erkennungsmerkmals
reicht bereits aus, dass es nicht mehr separat zu erkennen ist.
[0018] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung weist das Erkennungsmerkmal
Konturen auf, die das Erkennungsmerkmal zu einer Umgebung hin abgrenzen; wobei in
der ersten Verriegelungsstellung die Konturen des Erkennungsmerkmals durch das zweite
Erkennungsmerkmal verschleiert oder unkenntlich sind; und wobei in der zweiten Verriegelungsstellung
die Konturen des Erkennungsmerkmals durch das zweite Erkennungsmerkmal nicht verschleiert
oder unkenntlich sind.
[0019] Dies bietet den technischen Vorteil, dass die Verschleierung der Konturen des Erkennungsmerkmals
dazu führt, dass es nicht mehr separat erkennbar ist, so dass eine Unterscheidbarkeit
der Zustände "Verriegelung" und "Entriegelung" realisierbar wird.
[0020] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung umfasst das
Erkennungsmerkmal einen Code, beispielsweise einen ein- oder mehr-dimensionalen Code;
und das zweite Erkennungsmerkmal umfasst einen zweiten Code, beispielsweise einen
zweiten ein- oder mehr-dimensionalen Code; wobei der Code nicht erkennbar ist, wenn
er ein Teil des zweiten Codes ist.
[0021] Dies bietet den technischen Vorteil, dass auf einfache Weise eine Unterscheidbarkeit
anhand von Codes realisiert werden kann. Dafür geeignete Code, wie zum Beispiel 1D,
2D oder 3D-Codes weisen einen starken Kontrast auf, so dass sie leicht von einem Leseelement
eingelesen werden können.
[0022] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung umfasst das
Erkennungsmerkmal einen ein-dimensionalen oder mehr-dimensionalen Code, beispielsweise
einen Data Matrix Code, DMC oder einen QR-Code oder einen Barcode.
[0023] Der Data Matrix Code ist einer der bekanntesten 2D-Codes und lässt sich für dauerhafte
und robuste Direktbeschriftungen einsetzen. Der DMC ist in der Größe variabel und
lässt somit eine Vielzahl von Symbol-Elementen zu. Auch QR-Codes und Barcodes eignen
sich als Erkennungsmerkmal bzw. zweites Erkennungsmerkmal.
[0024] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung ist das Erkennungsmerkmal
erkennbar, wenn es nicht Teil des zweiten Erkennungsmerkmals ist.
[0025] Dies bietet den technischen Vorteil, dass der Zustand des Verriegelungselements sich
sicher und zuverlässig erkennen lässt, und sich beispielsweise mit einem Lesegerät
oder einem Scanner bestimmen lässt. Damit kann eine automatisierte Montage von Stecksystemen
effizient kontrolliert werden.
[0026] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung ist die Sicherungsvorrichtung
ausgebildet, eine Steckerpositions-Sicherung (CPA) zur Sicherung einer Verriegelung
eines Steckergehäuses an einem Gegen-Steckergehäuse vorzunehmen.
[0027] Dies bietet den technischen Vorteil, dass der Zustand der CPA sich sicher durch ein
scanbares Element erfassen lässt, welches nur dann lesbar ist, wenn die CPA final
geschlossen ist.
[0028] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung umfasst die
Sicherungsvorrichtung ferner: ein Spannelement zum Einspannen des Steckergehäuses
in das Gegen-Steckergehäuse, wobei das Spannelement von einer offenen Spannelementstellung,
in der das Steckergehäuse in das Gegen-Steckergehäuse einführbar ist, in eine geschlossene
Spannelementstellung, in der das Steckergehäuse elektrisch kontaktierend mit dem Gegen-Steckergehäuse
fixiert ist, bewegbar ist; wobei das Verriegelungselement an dem Spannelement angebracht
ist und ausgebildet ist, das Spannelement zu verriegeln oder zu entriegeln. Wie bereits
oben beschrieben, zeigt das Anzeigeelement eine Information an, beispielsweise eine
Information über eine Verriegelung des Spannelements durch das Verriegelungselement.
[0029] Dies bietet den technischen Vorteil, dass das Anzeigeelement zuverlässig eine Information
anzeigt, beispielsweise eine Information betreffend die Verriegelung des Spannelements,
beispielsweise eines Bügels, so dass der Zustand des Spannelements sich zuverlässig
erkennen lässt, beispielsweise mit einem scanbaren Element.
[0030] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung ist das Verriegelungselement
in der geschlossenen Spannelementstellung von der ersten Verriegelungsstellung in
die zweite Verriegelungsstellung bewegbar und ist ausgebildet, in der zweiten Verriegelungsstellung
das Spannelement in der geschlossenen Spannelementstellung zu verriegeln, und in der
ersten Verriegelungsstellung das Spannelement für eine Bewegung in die offene Spannelementstellung
zu entriegeln.
[0031] Dies bietet den technischen Vorteil, dass ein sicheres Verbinden des Steckergehäuses
mit dem Gegen-Steckergehäuse über das Spannelement gewährleistet ist. Die Sicherungsvorrichtung
erfüllt somit die Anforderungen, die an eine CPA-Verriegelung gestellt werden.
[0032] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung sind das Erkennungsmerkmal
und das zweite Erkennungsmerkmal an dem Spannelement angebracht; und eine Bewegung
des Verriegelungselements von der ersten Verriegelungsstellung in die zweite Verriegelungsstellung
schiebt das Erkennungsmerkmal aus dem zweiten Erkennungsmerkmal heraus, so dass das
Erkennungsmerkmal in der zweiten Verriegelungsstellung separat erkennbar ist.
[0033] Dies bietet den technischen Vorteil, dass das Anzeigeelement sicher und robust eine
Information, beispielsweise eine Information betreffend eine Verriegelung, anzeigen
kann. In der ersten Verriegelungsstellung ist das Erkennungsmerkmal durch ein zweites
Erkennungsmerkmal eingeschlossen, so dass es nicht separat erkannt werden kann und
keine Information (z.B. eine Information über eine Verriegelung) erkannt werden kann.
In der zweiten Verriegelungsstellung ist das Erkennungsmerkmal nicht mehr durch das
zweite Erkennungsmerkmal eingeschlossen, so dass es separat erkannt werden kann, zum
Beispiel mit einem scanbaren Element oder auch mit den Augen eines Nutzers..
[0034] Gemäß einem zweiten Aspekt wird die oben beschriebene Aufgabe gelöst durch eine Steckverbindung
mit einem Steckergehäuse und einem Gegen-Steckergehäuse, die über eine Sicherungsvorrichtung
gemäß dem ersten Aspekt miteinander verbunden und gesichert sind.
[0035] Gemäß einem dritten Aspekt wird die oben beschriebene Aufgabe gelöst durch ein Sicherungssystem
umfassend eine Sicherungsvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt und ein Lesegerät, wobei
das Lesegerät ausgebildet ist, das Erkennungsmerkmal des Anzeigeelements zu erfassen,
wenn sich das Verriegelungselement in der zweiten Verriegelungsstellung befindet,
um eine Information zu erkennen, zum Beispiel eine Information über eine Verriegelung.
[0036] Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform des Sicherungssystems ist das Lesegerät
ausgebildet, das Erkennungsmerkmal des Anzeigeelements nur dann zu erfassen, wenn
sich das Verriegelungselement in der zweiten Verriegelungsstellung befindet und nur
in dieser Stellung eine korrekte Verriegelung zu erfassen.
Kurze Figurenbeschreibung
[0037] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und den Figuren
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung der Zustände einer erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung
100;
- Fig. 2a
- eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung 100 gemäß einer Ausführungsform
in der ersten Verriegelungsstellung 111, in der das Erkennungsmerkmal 200 Teil eines
zweiten Erkennungsmerkmals 212 ist;
- Fig. 2b
- eine Darstellung der erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung 100 aus Figur 2a in der
zweiten Verriegelungsstellung 112, in der das Erkennungsmerkmal 200 nicht Teil des
zweiten Erkennungsmerkmals 212 ist;
- Fig. 3a
- eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform, bei der das Erkennungsmerkmal 200
in der ersten Verriegelungsstellung 111 Teil eines zweiten Erkennungsmerkmals 212
ist;
- Fig. 3b
- eine Darstellung der Ausführungsform aus Figur 3a, bei der das Erkennungsmerkmal 200
in der zweiten Verriegelungsstellung 112 nicht Teil des zweiten Erkennungsmerkmals
212 ist;
- Fig. 4a
- eine 3D-Darstellung einer Sicherungsvorrichtung 100 umfassend ein Verriegelungselement
110, ein Anzeigeelement 120 mit Erkennungsmerkmal 200 und ein Spannelement 300 in
geschlossener Spannbügelstellung, bei der sich das Verriegelungselement 110 in der
ersten Verriegelungsstellung 111 befindet; und
- Fig. 4b
- eine 3D-Darstellung der Sicherungsvorrichtung 100 aus Figur 4a, bei der sich das Verriegelungselement
110 in der zweiten Verriegelungsstellung 112 befindet.
[0038] Die Figuren sind lediglich schematische Darstellungen und dienen nur der Erläuterung
der Erfindung. Gleiche oder gleichwirkende Elemente sind durchgängig mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0039] In der folgenden ausführlichen Beschreibung wird auf die beiliegenden Zeichnungen
Bezug genommen, die einen Teil hiervon bilden und in denen als Veranschaulichung spezifische
Ausführungsformen gezeigt sind, in denen die Erfindung ausgeführt werden kann. Es
versteht sich, dass auch andere Ausführungsformen genutzt und strukturelle oder logische
Änderungen vorgenommen werden können, ohne von dem Konzept der vorliegenden Erfindung
abzuweichen. Die folgende ausführliche Beschreibung ist deshalb nicht in einem beschränkenden
Sinne zu verstehen. Ferner versteht es sich, dass die Merkmale der verschiedenen hierin
beschriebenen Ausführungsbeispiele miteinander kombiniert werden können, sofern nicht
spezifisch etwas anderes angegeben ist.
[0040] Die Aspekte und Ausführungsformen werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei gleiche Bezugszeichen sich im Allgemeinen auf gleiche Elemente beziehen. In
der folgenden Beschreibung werden zu Erläuterungszwecken zahlreiche spezifische Details
dargelegt, um ein eingehendes Verständnis von einem oder mehreren Aspekten der Erfindung
zu vermitteln. Für einen Fachmann kann es jedoch offensichtlich sein, dass ein oder
mehrere Aspekte oder Ausführungsformen mit einem geringeren Grad der spezifischen
Details ausgeführt werden können. In anderen Fällen werden bekannte Strukturen und
Elemente in schematischer Form dargestellt, um das Beschreiben von einem oder mehreren
Aspekten oder Ausführungsformen zu erleichtern. Es versteht sich, dass andere Ausführungsformen
genutzt und strukturelle oder logische Änderungen vorgenommen werden können, ohne
von dem Konzept der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
[0041] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung der Zustände einer erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung
100.
[0042] Die Sicherungsvorrichtung 100 dient zur Sicherung einer Verriegelung eines Verriegelungselements
110. Die Sicherungsvorrichtung 100 umfasst ein Verriegelungselement 110 und ein Anzeigeelement
120 mit einem Erkennungsmerkmal 200 (siehe auch Figuren 2a und 2b sowie 3a und 3b).
[0043] Das Verriegelungselement 110 ist von einer ersten Verriegelungsstellung 111 in eine
zweite Verriegelungsstellung 112 bewegbar und bewirkt in der zweiten Verriegelungsstellung
112 eine Verriegelung.
[0044] Das Anzeigeelement 120 mit dem Erkennungsmerkmal 200 (siehe Figuren 2a und 2b sowie
3a und 3b) dient zum Anzeigen einer Information, beispielsweise einer Information
über eine Verriegelung durch das Verriegelungselement 110.
[0045] In der ersten Verriegelungsstellung 111 des Verriegelungselements 110 ist das Erkennungsmerkmal
200 ein Teil eines zweiten Erkennungsmerkmals 212, so dass das Erkennungsmerkmal 200
nicht separat erkennbar ist.
[0046] In der zweiten Verriegelungsstellung 112 des Verriegelungselements 110 ist das Erkennungsmerkmal
200 nicht Teil des zweiten Erkennungsmerkmals 212, so dass das Erkennungsmerkmal 200
separat erkennbar ist (siehe auch Figuren 2a und 2b sowie 3a und 3b).
[0047] Das Erkennungsmerkmal 200 ist in beiden Verriegelungsstellungen 111, 112 des Verriegelungselements
110 nicht verdeckt und bleibt stets sichtbar, wie genauer unten zu den Figuren 2a
und 2b oder 3a und 3b dargestellt.
[0048] Eine beispielhafte Ausführung des Erkennungsmerkmals 200 und des zweiten Erkennungsmerkmals
212 ist in den Figuren 2a und 2b sowie 3a und 3b näher dargestellt und beschrieben.
[0049] Die Figuren 2a und 2b zeigen Darstellungen einer erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung
100 gemäß einer beispielhaften Ausführungsform in der ersten Verriegelungsstellung
(Figur 2a), in der das Erkennungsmerkmal 200 Teil eines zweiten Erkennungsmerkmals
212 ist, und in der zweiten Verriegelungsstellung (Figur 2b), in der das Erkennungsmerkmal
200 nicht Teil des zweiten Erkennungsmerkmals 212 ist.
[0050] Die Sicherungsvorrichtung 100 in Figur 2a und Figur 2b entspricht der oben zu Figur
1 beschriebenen Sicherungsvorrichtung, wobei in Figur 2a und Figur 2b die Struktur
dieser Sicherungsvorrichtung 100 näher dargestellt ist.
[0051] Wie bereits oben zu Figur 1 beschrieben, dient die Sicherungsvorrichtung 100 zur
Sicherung einer Verriegelung eines Verriegelungselements 110. Die Sicherungsvorrichtung
100 umfasst ein Verriegelungselement 110 und ein Anzeigeelement 120 mit Erkennungsmerkmal
200 sowie ein zweites Erkennungsmerkmal 212, wie in den Figuren 2a und 2b dargestellt.
[0052] Das Verriegelungselement 110 ist von einer ersten Verriegelungsstellung 111 in eine
zweite Verriegelungsstellung 112 bewegbar und bewirkt in der zweiten Verriegelungsstellung
112 eine Verriegelung. In Figur 2a ist das Verriegelungselement 110 in der ersten
Verriegelungsstellung 111 dargestellt, in Figur 2b in der zweiten Verriegelungsstellung
112.
[0053] Das Anzeigeelement 120 mit dem Erkennungsmerkmal 200 (siehe Figuren 2a und 2b) dient
zum Anzeigen einer Information, beispielsweise einer Information über eine Verriegelung
durch das Verriegelungselement 110. In den Figuren 2a und 2b ist das Erkennungsmerkmal
als zweidimensionaler Code mit weißen und schwarzen Elementen bzw. Pixeln dargestellt.
Der 2D-Code ist beispielsweise ein DMC.
[0054] Wie bereits oben zu Figur 1 beschrieben ist das Erkennungsmerkmal 200 in der ersten
Verriegelungsstellung 111 des Verriegelungselements 110 ein Teil eines zweiten Erkennungsmerkmals
212, so dass das Erkennungsmerkmal 200 nicht separat erkennbar ist.
[0055] In der zweiten Verriegelungsstellung 112 des Verriegelungselements 110 ist das Erkennungsmerkmal
200 nicht Teil des zweiten Erkennungsmerkmals 212, so dass das Erkennungsmerkmal 200
separat erkennbar ist.
[0056] Das Erkennungsmerkmal 200 ist in beiden Verriegelungsstellungen 111, 112 des Verriegelungselements
110 nicht verdeckt und bleibt stets sichtbar.
[0057] Beim Bewegen des Verriegelungselements 110 von der ersten Verriegelungsstellung 111
(siehe Figur 2a) in die zweite Verriegelungsstellung 112 (siehe Figur 2b) wird das
Erkennungsmerkmal 200 aus dem zweiten Erkennungsmerkmal 212 herausgeschoben, so dass
das Erkennungsmerkmal 200 in der zweiten Verriegelungsstellung 112 (siehe Figur 2b)
separat erkennbar ist.
[0058] Wie aus Figur 2a ersichtlich, umgibt das zweite Erkennungsmerkmal 212 in der ersten
Verriegelungsstellung 111 das Erkennungsmerkmal 200 vollständig. Alternativ kann es
das Erkennungsmerkmal 200 auch teilweise umgeben, beispielsweise nur an einer Seite
oder an einer Ecke.
[0059] Das Erkennungsmerkmal 200 weist Konturen auf, die es zu einer Umgebung hin abgrenzen.
Dabei sind in der ersten Verriegelungsstellung 111 die Konturen des Erkennungsmerkmals
200 durch das zweite Erkennungsmerkmal 212 verschleiert (siehe Figur 2a). In der zweiten
Verriegelungsstellung 112 sind die Konturen des Erkennungsmerkmals 200 durch das zweite
Erkennungsmerkmal 212 nicht verschleiert (siehe Figur 2b), denn es ist aus dem zweiten
Erkennungsmerkmal 212 herausgeschoben und seine Konturen sind dadurch erkennbar geworden.
[0060] In dem Beispiel der Figuren 2a und 2b umfasst das Erkennungsmerkmal 200 einen Code,
beispielsweise einen zwei-dimensionalen Code, wie in den Figuren dargestellt. Das
zweite Erkennungsmerkmal 212 umfasst einen zweiten Code, beispielweise einen zweiten
zwei-dimensionalen Code, wie in den Figuren dargestellt, der unterschiedlich zu dem
zwei-dimensionalen Code des Erkennungsmerkmals 200 sein kann. Der zwei-dimensionale
Code ist nicht erkennbar, wenn er ein Teil des zweiten zwei-dimensionalen Codes ist,
wie in Figur 2a dargestellt.
[0061] Wie in dem Beispiel der Figuren 2a und 2b veranschaulicht, kann das Erkennungsmerkmal
200 bzw. der 2D-Code 200 einen Data Matrix Code, DMC umfassen. Es kann sich beispielsweise
auch um einen Barcode handeln.
[0062] Ein solcher Data Matrix Code besteht beispielsweise aus den folgenden Hauptkomponenten:
- 1) zwei Paare fester durchgehender und unterbrochener Kanten als Begrenzungslinien
(Finder Pattern bzw. Positionsmarker). Die festen Begrenzungslinien dienen zur Abgrenzung.
Sie werden für die Ausrichtung und Entzerrung des Data Matrix Codes verwendet, so
dass jeder Lesewinkel möglich ist.
- 2) eine umlaufende Ruhezone (Quiet Zone). Diese leere Zone umgibt den Data Matrix
Code. Sie enthält keinerlei Informationen oder Muster. Die Breite der Ruhezone beträgt
mindestens eine Spalte bzw. eine Zeile (besser die vierfache Breite bzw. Höhe eines
Moduls) und wird zur Abgrenzung von anderen optischen Bildelementen der Umgebung benötigt.
- 3) die den geschlossenen Kanten gegenüberliegende Ecke. Diese Ecke erlaubt das schnelle
Erkennen der Codeschemata. Beim Codeschema ECC 200 mit einer geraden Anzahl Zeilen
und Spalten ist das Element in der oberen rechten Ecke stets weiß. Bei den anderen
genormten Codeschemata mit einer ungeraden Zeilen- und Spaltenzahl ist das Element
in der oberen rechten Ecke stets schwarz.
- 4) die Ausrichtungsmuster (Alignment Pattern). Diese paarweise Kombination durchgehender
und unterbrochener Linien in beiden Richtungen waagerecht und senkrecht erleichtern
die Bildauswertung. Sie unterteilen große Datenfelder bei Codes mit mindestens 32
Modulen Kantenlänge in gleich große Teile.
- 5) der Datenbereich. Dieser Datenbereich enthält die eigentliche binäre Information
in kodierter Form. Je nach Größe der Matrix definiert sich damit auch die Anzahl der
möglichen Informationen.
[0063] Das Erkennungsmerkmal 200 bzw. der 2D-Code oder der DMC kann erkannt werden, beispielsweise
mit einem Lesegerät gelesen werden, wenn es nicht Teil des zweiten Erkennungsmerkmals
212 bzw. des zweiten 2D-Codes oder des zweiten DMC ist.
[0064] Die Sicherungsvorrichtung 100 kann ausgebildet sein, eine Steckerpositions-Sicherung
(CPA) zur Sicherung einer Verriegelung eines Steckergehäuses 400 an einem Gegen-Steckergehäuse
401 vorzunehmen, wie unten zu Figur 4 näher beschrieben.
[0065] Im Folgenden wird ein Beispiel mit CPA beschrieben, in dem das Erkennungsmerkmal
200 ein DMC ist, der schwarze und weiße Pixel umfasst, wie in den Figuren 2a und 2b
dargestellt.
[0066] Das zu erfassende Element, d.h., das Erkennungsmerkmal 200, in den Figuren 2a und
2b als DMC dargestellt, befindet sich immer auf der CPA und ist immer vollständig
sichtbar. Allerdings ist dieses Element 200 in der ersten Verriegelungsstellung 111
bzw. Stellung 1 ein Teilelement eines größeren zu erfassenden Elementes, d.h. des
zweiten Erkennungsmerkmals 212, oder ist dadurch, dass es ein Teilelement ist, nicht
erfassbar. Nur das größere Element (das zweite erfassbare Element 212) kann, wenn
gewollt, in Stellung 1 erfasst werden und gibt beispielweise den Status "geöffnet"
wieder.
[0067] Nach Betätigen der CPA ist in der zweiten Verriegelungsstellung 112 bzw. Stellung
2 nur der DMC 200 auf der CPA scanbar, da der DMC als Teilelement auch für sich alleine
scanbar ist.
[0068] Mit der Sicherungsvorrichtung 100, wie oben zu den Figuren 1 und 2a und 2b beschrieben,
und einem Lesegerät kann ein Sicherungssystem implementiert werden, das den Zustand
des Verriegelungselements 110 sicher bestimmen und zur weiteren Verarbeitung beispielsweise
an eine Steuerung übertragen kann. Ein solches Sicherungssystem umfasst eine Sicherungsvorrichtung
100 wie oben beschrieben und ein Lesegerät. Das Lesegerät ist dabei ausgebildet, das
Erfassungsmerkmal 200 des Anzeigeelements 120 zu erfassen, wenn sich das Verriegelungselement
110 in der zweiten Verriegelungsstellung befindet, d.h., wenn das Erfassungsmerkmal
200 nicht Teil des zweiten Erfassungsmerkmals 212 ist, um so eine Verriegelung zu
erkennen.
[0069] Das Lesegerät kann dabei ausgebildet sein, das Erfassungsmerkmal 200 nur dann zu
erfassen, wenn sich das Verriegelungselement 110 in der zweiten Verriegelungsstellung
112 befindet und nur in dieser Stellung 112 eine korrekte Verriegelung zu erfassen.
[0070] Das Lesegerät kann die erfassten Informationen, beispielsweise den ausgelesenen 2D-Code
bzw. DMC an eine Steuerung weitergeben, die dann bei fehlerhafter Erfassung einen
Fehler anzeigen kann und entsprechende Schritte ausführen kann, um den Herstellungs-
oder Konfektionierungsprozess zu steuern.
[0071] Die Figuren 3a und 3b zeigen eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform, bei
der das Erkennungsmerkmal 200 in der ersten Verriegelungsstellung 111 Teil eines zweiten
Erkennungsmerkmals 212 ist (Fig. 3a) und bei der das Erkennungsmerkmal 200 in der
zweiten Verriegelungsstellung 112 nicht Teil des zweiten Erkennungsmerkmals 212 ist
(Fig. 3b).
[0072] Die Figuren 3a und 3b zeigen das gleiche Prinzip, wie oben zu den Figuren 2a und
2b dargestellt, als alternatives Konzept.
[0073] Hierbei befindet sich der Kreis 200, der dem Erkennungsmerkmal 200 entspricht, auf
der CPA und ist in Stellung 1, 111 (siehe Figur 3a) Teilelement eines Vierecks, das
dem zweiten Erkennungsmerkmal 212 entspricht. Der Kreis 200 ist in Stellung 1, 111
(Figur 3a) nicht scanbar, da er Bestandteil eines Vierecks, d.h. Teil bzw. Bestandteil
des zweiten Erkennungselements 212 ist. In Stellung 2, 112 (siehe Figur 3b) ist er
erfassbar, da hier die Konturen klar erkennbar sind.
[0074] Die Figuren 4a und 4b zeigen 3D-Darstellungen einer Sicherungsvorrichtung 100 umfassend
ein Verriegelungselement 110, ein Anzeigeelement 120 mit Erkennungsmerkmal 200 und
ein Spannelement 300 in geschlossener Spannbügelstellung. Das Verriegelungselement
110 ist in Figur 4a in der ersten Verriegelungsstellung 111 und in Figur 4b in der
zweiten Verriegelungsstellung 112. Das Verriegelungselement 110 kann zwischen den
beiden Verriegelungsstellungen 111, 112 bewegt werden.
[0075] Die Sicherungsvorrichtung 100 ist ausgebildet, eine Steckerpositions-Sicherung (CPA)
zur Sicherung einer Verriegelung eines Steckergehäuses 400 an einem Gegen-Steckergehäuse
401 vorzunehmen.
[0076] Die Sicherungsvorrichtung 100 umfasst neben den bereits oben beschriebenen Verriegelungselement
110 und Anzeigeelement 120 mit Erkennungsmerkmal 200 sowie zweitem Erkennungsmerkmal
212 auch ein Spannelement 300, beispielsweise einen Spannbügel, zum Einspannen des
Steckergehäuses 400 in das Gegen-Steckergehäuse 401.
[0077] Das Spannelement 300 ist von einer offenen Spannelementstellung, in der das Steckergehäuse
400 in das Gegen-Steckergehäuse 401 einführbar ist, in eine geschlossene Spannelementstellung,
in der das Steckergehäuse 400 elektrisch kontaktierend mit dem Gegen-Steckergehäuse
401 fixiert ist, bewegbar.
[0078] Das Verriegelungselement 110 ist an dem Spannelement 300 angebracht, wie in den Figuren
4a und 4b dargestellt, zum Beispiel an einer Tafel am Spannelement 300, wie in den
Figuren 4a und 4b gezeigt, und ist ausgebildet, das Spannelement 300 zu verriegeln
oder zu entriegeln.
[0079] Das Erkennungsmerkmal 200 des Anzeigeelements 120 zeigt eine Information an, beispielsweise
eine Information über eine Verriegelung des Spannelements 300 durch das Verriegelungselement
110 an. Das Erkennungsmerkmal 200 des Anzeigeelements 120 ist in den Figuren 4a und
4b anhand des bereits zu den Figuren 3a und 3b beschriebenen Kreises beispielhaft
dargestellt. Natürlich kann es auch in anderer Form vorliegen, beispielsweise als
Code wie oben zu den Figuren 2a und 2b beschrieben.
[0080] Das Verriegelungselement 110 ist in der geschlossenen Spannelementstellung von der
ersten Verriegelungsstellung 111 (siehe Figur 4a) in die zweite Verriegelungsstellung
112 (siehe Figur 4a) bewegbar. Das Verriegelungselement 110 ist ausgebildet, in der
zweiten Verriegelungsstellung 112 das Spannelement 300 in der geschlossenen Spannelementstellung
zu verriegeln, und in der ersten Verriegelungsstellung 111 das Spannelement 300 für
eine Bewegung in die offene Spannelementstellung zu entriegeln. In Figur 4a ist eine
Zwischenstellung des Spannbügels 300 dargestellt, das Verriegelungselement 110 befindet
sich somit in der offenen, nicht-verriegelten ersten Verriegelungsstellung 111.
[0081] Das Anzeigeelement 120 mit dem Erkennungsmerkmal 200 ist an dem Spannelement 300
angebracht, zum Beispiel an einer Tafel am Spannelement 300, wie in den Figuren 4a
und 4b dargestellt. Ferner ist das zweite Erkennungsmerkmal 212 ebenfalls an dem Spannelement
300 angebracht, wie in den Figuren 4a und 4b dargestellt.
[0082] Bei einer Bewegung des Verriegelungselements 110 von der ersten Verriegelungsstellung
111 in die zweite Verriegelungsstellung 112 wird das Erkennungsmerkmal 200 aus dem
zweiten Erkennungsmerkmal 212 herausgeschoben bzw. herausbewegt, so dass das Erkennungsmerkmal
200 in der zweiten Verriegelungsstellung 112 separat erkennbar ist (siehe Figur 4b).
[0083] Die Figuren 4a und 4b zeigen somit auch eine Steckverbindung mit einem Steckergehäuse
400 und einem Gegen-Steckergehäuse 401, die über die Sicherungsvorrichtung 100 wie
oben beschrieben miteinander verbunden und gesichert sind.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0084]
- 100
- Sicherungsvorrichtung
- 110
- Verriegelungselement
- 111
- erste Verriegelungsstellung (entriegelt)
- 112
- zweite Verriegelungsstellung (verriegelt)
- 120
- Anzeigeelement
- 200
- Erkennungsmerkmal
- 212
- zweites Erkennungsmerkmal
- 300
- Spannelement bzw. Spannbügel
- 400
- Steckergehäuse
- 401
- Gegen-Steckergehäuse
1. Sicherungsvorrichtung (100) zur Sicherung einer Verriegelung eines Verriegelungselements
(110), wobei die Sicherungsvorrichtung (100) Folgendes umfasst:
ein Verriegelungselement (110), das von einer ersten Verriegelungsstellung (111) in
eine zweite Verriegelungsstellung (112) bewegbar ist, wobei das Verriegelungselement
(110) in der zweiten Verriegelungsstellung (112) eine Verriegelung bewirkt;
ein Anzeigeelement (120) mit einem Erkennungsmerkmal (200) zum Anzeigen einer Information;
wobei in der ersten Verriegelungsstellung (111) des Verriegelungselements (110) das
Erkennungsmerkmal (200) ein Teil eines zweiten Erkennungsmerkmals (212) ist, so dass
das Erkennungsmerkmal (200) nicht separat erkennbar ist; und
wobei in der zweiten Verriegelungsstellung (112) des Verriegelungselements (110) das
Erkennungsmerkmal (200) nicht Teil des zweiten Erkennungsmerkmals (212) ist, so dass
das Erkennungsmerkmal (200) separat erkennbar ist.
2. Sicherungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1,
wobei das Erkennungsmerkmal (200) in beiden Verriegelungsstellungen (111, 112) des
Verriegelungselements (110) nicht verdeckt ist und stets sichtbar bleibt.
3. Sicherungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei das Erkennungsmerkmal (200) beim Bewegen des Verriegelungselements (110) von
der ersten Verriegelungsstellung (111) in die zweite Verriegelungsstellung (112) aus
dem zweiten Erkennungsmerkmal (212) herausgeschoben wird, so dass das Erkennungsmerkmal
(200) in der zweiten Verriegelungsstellung (112) separat erkennbar ist.
4. Sicherungsvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das zweite Erkennungsmerkmal (212) in der ersten Verriegelungsstellung (111)
das Erkennungsmerkmal (200) vollständig oder zumindest teilweise umgibt.
5. Sicherungsvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Erkennungsmerkmal (200) Konturen aufweist, die das Erkennungsmerkmal (200)
zu einer Umgebung hin abgrenzen;
wobei in der ersten Verriegelungsstellung (111) die Konturen des Erkennungsmerkmals
(200) durch das zweite Erkennungsmerkmal (212) verschleiert sind; und
wobei in der zweiten Verriegelungsstellung (112) die Konturen des Erkennungsmerkmals
(200) durch das zweite Erkennungsmerkmal (212) nicht verschleiert sind.
6. Sicherungsvorrichtung (100) nach Anspruch 4 oder 5,
wobei das Erkennungsmerkmal (200) einen Code umfasst;
wobei das zweite Erkennungsmerkmal (212) einen zweiten Code umfasst; und
wobei der Code nicht erkennbar ist, wenn er ein Teil des zweiten Codes ist.
7. Sicherungsvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Erkennungsmerkmal (200) einen eindimensionalen oder mehrdimensionalen Code
umfasst.
8. Sicherungsvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Erkennungsmerkmal (200) erkennbar ist, wenn es nicht Teil des zweiten Erkennungsmerkmals
(212) ist.
9. Sicherungsvorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Sicherungsvorrichtung (100) ausgebildet ist, eine Steckerpositions-Sicherung
(CPA) zur Sicherung einer Verriegelung eines Steckergehäuses (400) an einem Gegen-Steckergehäuse
(401) vorzunehmen.
10. Sicherungsvorrichtung (100) nach Anspruch 9, ferner umfassend:
ein Spannelement (300) zum Einspannen des Steckergehäuses (400) in das Gegen-Steckergehäuse
(401), wobei das Spannelement (300) von einer offenen Spannelementstellung, in der
das Steckergehäuse (400) in das Gegen-Steckergehäuse (401) einführbar ist, in eine
geschlossene Spannelementstellung, in der das Steckergehäuse (400) elektrisch kontaktierend
mit dem Gegen-Steckergehäuse (401) fixiert ist, bewegbar ist; und
wobei das Verriegelungselement (110) an dem Spannelement (300) angebracht ist und
ausgebildet ist, das Spannelement (300) zu verriegeln oder zu entriegeln.
11. Sicherungsvorrichtung (100) nach Anspruch 10,
wobei das Verriegelungselement (110) in der geschlossenen Spannelementstellung von
der ersten Verriegelungsstellung (111) in die zweite Verriegelungsstellung (112) bewegbar
ist und ausgebildet ist, in der zweiten Verriegelungsstellung (112) das Spannelement
(300) in der geschlossenen Spannelementstellung zu verriegeln, und in der ersten Verriegelungsstellung
(111) das Spannelement (300) für eine Bewegung in die offene Spannelementstellung
zu entriegeln.
12. Sicherungsvorrichtung (100) nach Anspruch 10 oder 11,
wobei das Erkennungsmerkmal (200) und das zweite Erkennungsmerkmal (212) an dem Spannelement
(300) angebracht sind;
wobei eine Bewegung des Verriegelungselements (110) von der ersten Verriegelungsstellung
(111) in die zweite Verriegelungsstellung (112) das Erkennungsmerkmal (200) aus dem
zweiten Erkennungsmerkmal (212) herausschiebt, so dass das Erkennungsmerkmal (200)
in der zweiten Verriegelungsstellung (112) separat erkennbar ist.