[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einlegen von Waren bzw. Waren
in Form von Stapeln, Schindeln oder dergleichen in Verpackungsmulden, sowie das zugehörige
Verfahren.
[0002] Es sind verschiedene derartige Vorrichtungen bekannt, die jedoch den Nachteil aufweisen,
daß die Waren, Warenstapel bzw. Warenschindeln nicht akkurat in die Verpackungsmulden
eingebracht werden können. Oftmals liegen die Waren nicht ordnungsgemäß, sondern sind
zur Seite geneigt oder verschoben in die Verpackungsmulden eingebracht. Zudem ist
es wichtig, daß diese als Verpackungsmulden ausgebildeten Einwegverpackungen mit so
wenig Materialaufwand wie möglich gefertigt werden. Dies ist nicht nur aus monetären
Gesichtspunkten, sondern auch aus Sicht des Umweltschutzes wichtig. Aus diesem Grund
werden die Verpackungsmulden sehr eng gefertigt. Hierdurch wird das Einbringen der
Waren erschwert. Es ist daher notwendig, daß die Waren bzw. Warenstapel nicht nur
sehr genau positioniert werden, sondern auch in sich gerade ausgerichtet sind, um
ein einwandfreies und gerades Einlegen zu gewährleisten. Würden die Waren nicht einwandfrei
eingelegt werden, lägen diese im schlimmsten Fall schräg in der Verpackungsmulde und
würden dadurch über den Rand herausragen. Ein automatisches Verschließen der Verpackungsmulde
wäre so nicht mehr gewährleistet und würde zum Verlust der Packung samt Waren führen.
Andererseits verhindern enge Verpackungen ein Verrutschen während des Transportes,
so daß die Ordnung der Waren, zum Beispiel die akkurate Schindelform erhalten bleibt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung vorzuschlagen, bei der zunächst sauber
gebildete Warenstapel bzw. -schindeln auch sauber und genau definiert, vor allem positionsgenau
und gerade, in die Verpackungsmulden abgelegt werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein oder mehrere Abwurfbänder
vorgesehen sind.
[0005] Auf den Abwurfbändern werden vorab gebildete Stapel bzw. Schindeln über der jeweiligen
Verpackungsmulde positioniert und dann in diese hinein abgeworfen.
[0006] Dabei hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn ein oder mehre Abwurfbänder
entweder wenigstens im Wesentlichen parallel oder in einem Abschnitt wenigstens im
Wesentlichen parallel zu der Transportrichtung der Verpackungsmulden angeordnet sind.
[0007] Hierdurch können die Stapel, hiermit sind auch Schindeln umfasst, in die jeweilige
Verpackungsmulde verschoben werden oder in diese hinein fallen.
[0008] Weiterhin hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn das bzw. die Abwurfbänder
oberhalb der Verpackungsmulden angeordnet sind.
[0009] Damit lässt sich die Schwerkraft zum Einbringen der Stapel in die Verpachungsmulden
nutzen.
[0010] Eine erfindungsgemäß sehr vorteilhafte Ausgestaltung liegt auch vor, wenn das bzw.
die Abwurfbänder mehrteilig hintereinander liegend ausgebildet sind.
[0011] Dadurch lassen sich beispielsweise zunächst schräg verlaufende Bänder vorsehen, welche
die Warenstapel zuführen, die dann auf ein wenigstens im Wesentlichen parallel zu
den Verpackungsmulden ausgerichtetes Band übergeben werden, das die schlußendliche
Positionierung und den Abwurf in die Verpackungsmulde übernimmt.
[0012] Äußerst vorteilhaft ist es erfindungsgemäß auch, wenn das wenigstens im Wesentlichen
parallel zu den Verpackungsmulden verlaufende Abwurfband rückziehbar ausgebildet ist.
[0013] Durch das Rückziehen wird den auf dem Abwurfband ruhenden Stapeln die Stütze entzogen.
Diese fallen in die jeweilige Verpackungsmulde.
[0014] Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das Abwurfband bzw. dessen
Tisch derart ausgebildet ist, daß beim Zurückziehen die horizontale Position der Waren
über der Verpackungsmulde wenigstens im Wesentlichen unverändert bleibt.
[0015] Damit wird die Positionierung der Warenstapel erleichtert. Beim Abwerfen wird diese
Position nicht oder zumindest nicht wesentlich verändert.
[0016] Als sehr vorteilhaft hat es sich auch erwiesen, wenn das Abwurfband entweder eine
Steuerung des Antriebes aufweist, der den Stillstand der Waren sicherstellt oder daß
ein Antriebsriemen über gleich große Riemenscheiben für Antrieb und Transportband
verläuft und so der Stillstand sichergestellt ist.
[0017] Beide Varianten sorgen für die Beibehaltung der Position des jeweiligen Warenstapels.
[0018] Eine weitere sehr vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung liegt vor, wenn mindestens
ein Anschlag vorgesehen ist, an dem die Waren auf dem Abwurfband ausgerichtet werden.
[0019] Durch diesen Anshlag wird eine genaue Position des Warenstapels definiert. Zudem
lässt sich der Warenstapel in sich nochmals ausrichten.
[0020] Es hat sich dabei als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der Anschlag hinsichtlich
seiner horizontalen Position verstellbar und/oder bewegbar und hinsichtlich seiner
vertikalen Position bewegbar ausgebildet ist.
[0021] So kann der Anschlag verstellt und seine Position eingestellt werden. Ist der Anschlag
in horizontaler Richtung bewegbar, ist es denkbar, daß dieser wenigstens in einem
gewissen Bereich mit dem Warenstapel mitläuft. Die vertikale Bewegbarkeit sorgt dafür,
daß der Anschlag nur bei Bedarf in den Transportbereich der Warenstapel eingefahren
werden muss. Es ist auch denkbar, daß der Anschlag das Einbringen des Warenstapels
in die jeweilige Verpackungsmulde begleitet, das heisst mit dem Warenstapel beim Fallen
des Warenstapels mit fährt und so den Warenstapel stützt und stabilisiert.
[0022] Erfindungsgemäß ist es sehr vorteilhaft, wenn der Anschlag als Rechen ausgebildet
ist.
[0023] Bei einem Rechen werden die Kontaktbereiche zwischen Anschlag und Warenstapel verringert,
so daß unerwünschte Anhaftungen, die vor allem Bei Käse oder Wurstwaren auftreten
können vermieden werden.
[0024] Weiterhin hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn der Anschlag vor oder hinter
der Ware angeordnet ist.
[0025] Bei einem vor den Warenstapeln angeordneten Anschlag wird der Stapel gegen den Anschlag
gezogen. Bei einem hinter dem Stapel angeordneten Anschlag kann beispielsweise durch
einen kurzen Rückzug des Förderbandes der Warenstapel ausgerichtet werden.
[0026] Äußerst vorteilhaft ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung auch, wenn eine
Ausrichtestation zur Ausrichtung der Waren bzw. Warenstapel vorgesehen ist.
[0027] Hierdurch lassen sich bereits hergestellte Warenstapel auf dem Transportband ausrichten.
Ebenso kann eine Ausrichtung des Warenstapels in sich erfolgen, so daß der Warenstapel
gerade ist und so leicht weiterverarbeitet werden kann.
[0028] Erfindungsgemäß hat es sich auch als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn eine seitliche
Führung zur seitlichen Ausrichtung bzw. Führung der Waren vorgesehen ist.
[0029] Damit wird auch eine seitliche Ausrichtung sichergestellt. Beispielsweise können
mit dem als Abwurfband ausgebildeten Förderband mitlaufende Anschläge vorgesehen sein.
Ein Verziehen der Waren wird so verhindert. Eine etwaige Nachausrichtung ist je nach
Waren denkbar.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es sehr vorteilhaft, wenn ein
Stempel vorgesehen ist, der die Waren in die Verpackungsmulden zu drücken vermag.
[0031] So kann sichergestellt werden, daß der Warenstapel sauber in der jeweiligen Verpackungsmulde
zu liegen kommt und vollständig in diese eingebracht wird. Dies ermöglicht es auch,
daß die Verpackungsmulde extrem eng und ohne wesentlichen Luftspalt um die Warenstapel
gefertigt wird.
[0032] Sehr vorteilhaft ist es auch, wenn das Abwurfband mit mehreren Abschnitten geknickt
oder gewinkelt ausgebildet ist.
[0033] Hierdurch kann eine besonders gute Zuführung der Warenstapel sichergestellt werden.
Das Abwurf- und Transportband kann so an die Maschinengegebenheiten angepasst werden.
[0034] Eine besonders vorteilhafte Variante liegt auch vor, wenn eine Zuführvorrichtung
für Waren auf das jeweilige Abwurfband vorgesehen ist.
[0035] Dadurch wird eine bedarfsgerechte Zurverfügungstellung von Warenstapeln sichergestellt.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es auch sehr vorteilhaft, wenn
unterhalb der Abwurfbänder eine Verpackungsmaschine zur Bereitstellung von Verpackungsmulden,
und deren Weiterverarbeitung vorgesehen ist.
[0037] Damit kann der gesamte Verpackungsprozess inline gestaltet werden, ohne daß große
Transportwege anfallen und/oder das Eingreifen von Bedienpersonal notwendig wäre.
[0038] Sehr vorteilhaft ist es auch, wenn eine Steuereinheit zur Steuerung der Abwurfbänder
vorgesehen ist.
[0039] Die Steuereinheit koordiniert die Vorrichtung. Abwurf, Ausrichtung der Stapel, aber
auch die Geschwindigkeit und Arbeitsweise lässt sich so individuell anpassen.
[0040] Äußerst vorteilhaft ist es auch, wenn die Abwurfbänder getaktet, synchron oder asynchron
zu den Verpackungsmulden angetrieben ausgebildet sind und/oder daß die Verpackungsmulden
getaktet oder kontinuierlich transportiert ausgebildet sind.
[0041] Damit kann die Vorrichtung bzw. deren Arbeitsweise individuell an die jeweiligen
Gegebenheiten, an die zu verpackenden Waren oder andere Begleitumstände angepasst
werden.
[0042] Ein sehr vorteilhaftes Verfahren zum Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt
vor, wenn Waren oder Warenstapel vom Abwurfband in eine Verpackungsmulde vertikal
abgelegt werden.
[0043] Damit werden Waren oder Warenstapel sauber, genau und schnell in eine Verpackungsmulde
eingebracht.
[0044] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels veranschaulicht.
[0045] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Vorrichtung mit einem Abwurfband für Warenstapel und darunter
angeordneten Verpackungsmulden,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf dieselbe Vorrichtung,
- Fig. 3
- ein Schaubild der Vorrichtung,
- Fig. 4
- ein weiteres Schaubild ohne Warenstapel,
- Fig. 5
- ein weiteres Schaubild von der Rückseite der Vorrichtung,
- Fig. 6
- ein Detail-Schaubild des zurückgezogenen Abwurfbandes mit Anschlägen,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht mit zurückgezogenem Abwurfband und ohne Warenstapel,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht mit zurückgezogenem Abwurfband und Warenstapeln, wobei ein Teil
der Warenstapel bereits in Verpackungsmulden eingebracht ist,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht mit Abwurfband und Warenstapeln im Zulauf, wobei ein Teil der Warenstapel
bereits in Verpackungsmulden eingebracht ist,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht mit Abwurfband und Warenstapeln im Zulauf an die Anschläge, wobei
ein Teil der Warenstapel bereits in Verpackungsmulden eingebracht ist,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht mit Abwurfband und Warenstapeln im Zulauf an die Anschläge kurz
vor dem Auftreffen auf die Anschläge,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht mit Abwurfband und an den Anschlägen anliegenden Warenstapeln,
und
- Fig. 13
- eine Seitenansicht mit Abwurfband im Moment des Einbringens eines Warenstapels in
eine Verpackungsmulde.
[0046] Mit 1 ist in Fig. 1 eine Vorrichtung zum Einlegen von Waren bzw. Waren in Form von
Stapeln 2, Schindeln oder dergleichen in Verpackungsmulden 3 bezeichnet.
[0047] Die Stapel 2 werden auf einem Transportband 4 zugeführt und auf ein Abwurfband 5
übergeben. Die Bänder 4 und 5 greifen dabei ineinander, so daß ein nahtloser Transport
sichergestellt ist. Die Transportbänder 4 und 5 sind dabei aus einzelnen Transportriemen
6 aufgebaut, auf denen die Warenstapel 2 ruhen.
[0048] Das Abwurfband 5 ist einziehbar ausgebildet, das heisst es ist in seiner Länge verkürzbar.
[0049] Von oben über das Abwurfband 5 reichend sind Anschläge 7 vorgesehen, die als Rechen
ausgebildet sind und deren horizontale Position verstellbar ist.
[0050] Die Anschläge 7, in diesem Ausführungsbeispiel sind zwei Anschläge 7 dargestellt,
die hintereinander angeordnet sind. Die Anschläge 7 sind zudem in vertikaler Richtung
bewegbar ausgebildet.
[0051] Kommt nun ein Warenstapel 2 auf dem Abwurfband 5 an, läuft dieser gegen einen Anschlag
7 und somit an eine definierte Position.
[0052] Liegt der Warenstapel 2 nun an dieser definierten Position wird das Abwurfband 5
zurückgezogen, so daß dessen Stütze für den Warenstapel 2 entfällt. Der Warenstapel
2 fällt durch Schwerkraft in die Verpackungsmulde 3 hinein.
[0053] Um diese Fallbewegung zu unterstützen kann der Anschlag 7 die Fallbewegung mitmachen
und so den Warenstapel 2 stützen und so ein Wegkippen verhindern. Es wird so sichergestellt,
daß der Warenstapel 2 sauber in der Verpackungsmulde 3 landet und vollständig von
dieser aufgenommen wird.
[0054] Die Fallbewegung kann beispielsweise auch durch einen nicht dargestellten Stempel
unterstützt werden, der den Warenstapel in die Verpackungsmulde 3 hinein drückt.
[0055] In diesem Zusammenhang ist es auch denkbar, daß der Stapel 2 auch horizontal oder
vertikal nach oben in eine Verpackungsmulde 3 durch einen solchen Stempel eingebracht
wird.
[0056] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind, wie oben bereits angeführt, zwei Anschläge
7 hintereinander vorgesehen, so daß gleichtzeitig zwei hintereinander angeordnete
Warenstapel 2 in Verpackungsmulden 3 eingebracht werden können.
[0057] Das Abwurfband 5 wird über einen Antrieb 8 angetrieben. Diese kann entweder so gesteuert
werden, daß die Position des Stapels 2 beim Zurückziehen des Abwurfbandes 5 wenigstens
im wesentlichen konstant bleibt. Es ist aber auch denkbar, daß über eine Anordnung
aus gleich Großen Riemenscheiben 9 und einem Treibriemen 10 dieser Stillstand des
Warenstapels 2 realisiert wird.
[0058] Der Ablauf des Einbringens der Warenstapel 2 in die Verpackungsmulden 3 ist in den
Fig. 10 bis 13 schematisch dargestellt.
[0059] Der Transport der Stapel 2 und der Verpackungsmulden 3 kann getaktet vorgesehen sein.
Das bedeutet, daß beim Einbringen der Stapel 2 in die Verpackungsmulden 3 sowohl Stapel
2 als auch Verpackungsmulde 3 still stehen. Es ist aber auch denkbar, daß die Stapel
2 und die Verpackungsmulden 3 zueinander synchron oder asynchron transportiert werden.
Wesentlich ist, daß Stapel 2 und Verpackungsmulde 3 im Moment des Einbringens des
Stapels 2 übereinander stehen und sind in diesem Moment nicht relativ zueinander bewegen.
[0060] Neben den Warenstapeln 2 kann sowohl im Bereich des Transportbandes 4 als auch im
Bereich des Abwurfbandes 5 eine seitliche Führung 11 vorgesehen sein, die im vorliegenden
Ausführungsbeispiel als mitlaufende Platte ausgebildet ist.
[0061] Andere Führungen 11 sind denkbar. Diese sind auf die jeweilige Waren abzustimmen.
[0062] Gerade im für die Vorrichtung vorgesehenen Einsatzgebiet der Lebensmittelverarbeitung,
das heisst zur Verpackung von aufgeschnittenen Wurst, Fleisch und Käsewaren, muss
darauf geachtet werden, daß die gesamte Vorrichtung gut reinigbar ist. Dies ist auch
bei der Auswahl der Führungen 11 zu berücksichtigen.
[0063] Wenn die Vorrichtung kontinuierlich und nicht getaktet betrieben wird, können die
Anschläge 7 auch mitlaufend ausgebildet sein.
[0064] Zudem können die Anschläge 7 in Abwandlung des Ausführungsbeispiels auch hinter den
Stapeln 2 angeordnet werden. Durch ein leichtes Zurückbewegen der Stapel 2 wird Kontakt
zwischen Stapel 2 und Anschlag 7 hergestellt.
[0065] Abwurfband 5 und Transportband 4 bilden oftmals eine Einheit und werden oftmals gemeinsam
als Abwurfband mit mehreren Abschnitten bezeichnet. Zwischen Abwurfband 5 und Transportband
4 kann ein Winkel oder ein Knick vorgesehen sein.
[0066] Durch nicht dargestellte Zuführvorrichtungen werden die Warenstapel 2 gebildet und
dem Transportband 4 zugeführt. Es ist in diesem Zusammenhang denkbar, daß eine nicht
dargestellt Ausrichtestation vorgesehen ist, die dafür sorgt, daß die Stapel 2 ausgerichtet
auf das Transportband 4 aufgelegt werden und auch in sich ausgerichtet und nicht verschoben,
verdreht oder in sonstiger Art und Weise von der gewünschten graden Ausrichtung abweichend
aufgestapelt sind.
[0067] Die Rückzugsbewegung des Abwurfbandes 5 wird meist so realisierter daß ein Antrieb
einen inneren Tisch, auf dem die eigentlichen Transportriemen oder Bänder gelagert
sind, zurückzieht. Die horizontale Position der Stapel 2 wird durch eine entsprechende
Steuerung des Bandes oder eine mechanische Kopplung, wie oben bereits beschrieben,
sichergestellt.
[0068] Mehrere Stapel 2 können auch nebeneinander auf einem Transportband 4 und Abwurfband
5 angeordnet werden. Entsprechend müssen auch die Verpackungsmulden 3 vorgesehen sein.
[0069] Auch mehrere nebeneinander angeordnete Transportbänder 4 und Abwurfbänder 5 sind
denkbar.
[0070] Ebenso denkbar ist es, daß 2 oder mehr Warenstapel 2 hintereinander angeordnet sind
und gleichzeitig oder sequentiell nacheinander in die Verpackungsmulden 3 eingebracht
werden.
[0071] Die Verpackungsmulden 3 werden in der Regel von einer nicht dargestellten Tiefziehmaschine
zur Verfügung gestellt und direkt nach der Befüllung mit einer Deckelfolie, ebenfalls
nicht dargestellt, verschlossen.
[0072] Wesentlich ist, daß die Verpackung der Warenstapel 2 sicher und schnell und zudem
ohne Bedienereingriff abläuft.
[0073] Gerade in der Lebensmittelverarbeitung sind Bedienereingriffe unerwünscht, da diese
oftmals zu Verunreinigungen der verpackten Waren fürhen und so zu Ausschuß oder zumindest
verkürzter Haltbarkeit führen. Von einer Verlangsamung des Verpackungsprozesses soll
hier nicht einmal die Rede sein.
1. Vorrichtung (1) zum Einlegen von Waren bzw. Waren in Form von Stapeln (2), Schindeln
oder dergleichen in Verpackungsmulden (3), dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Abwurfbänder (5) vorgesehen sind, wobei das bzw. die Abwurfbänder
(5) oberhalb der Verpackungsmulden (2) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehre Abwurfbänder (5) entweder wenigstens im Wesentlichen parallel oder
in einem Abschnitt wenigstens im Wesentlichen parallel zu der Transportrichtung der
Verpackungsmulden (3) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die Abwurfbänder (5, 4) mehrteilig hintereinander liegend ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens im Wesentlichen parallel zu den Verpackungsmulden (3) verlaufende
Abwurfband (5) rückziehbar ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abwurfband (5) bzw. dessen Tisch derart ausgebildet ist, daß beim Zurückziehen
die horizontale Position der Waren über der Verpackungsmulde (3) wenigstens im Wesentlichen
unverändert bleibt.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Antrieb zur Steuerung des Abwurfbandes (4, 5) vorgesehen ist, der direkt oder
indirekt ausgeführt ist und/oder daß das Abwurfband (5) entweder eine Steuerung des
Antriebes (8) aufweist, der den Stillstand der Waren sicherstellt oder daß ein Antriebsriemen
(10) über gleich große Riemenscheiben (9) für Antrieb und Transportband verläuft und
so der Stillstand sichergestellt ist und/oder daß eine Steuereinheit zur Steuerung
der Abwurfbänder (4, 5) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Anschlag (7) vorgesehen ist, an dem die Waren (2) auf dem Abwurfband
(5) ausgerichtet werden, wobei der Anschlag (7) hinsichtlich seiner horizontalen Position
verstellbar und/oder bewegbar und hinsichtlich seiner vertikalen Position bewegbar
ausgebildet sein kann.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (7) als Rechen ausgebildet ist und/oder daß der Anschlag (7) vor oder
hinter der Ware (2) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ausrichtestation zur Ausrichtung der Waren bzw. Warenstapel vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine seitliche Führung (11) zur seitlichen Ausrichtung bzw. Führung der Waren vorgesehen
ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stempel vorgesehen ist, der die Waren (2) in die Verpackungsmulden (3) zu drücken
vermag.
12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abwurfband (4, 5) mit mehreren Abschnitten (4, 5) geknickt oder gewinkelt ausgebildet
ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zuführvorrichtung für Waren auf das jeweilige Abwurfband (4, 5) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Abwurfbänder (5) eine Verpackungsmaschine zur Bereitstellung von Verpackungsmulden
(3), und deren Weiterverarbeitung vorgesehen ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwurfbänder (4, 5) getaktet, synchron oder asynchron zu den Verpackungsmulden
(3) angetrieben ausgebildet sind und/oder daß die Verpackungsmulden (3) getaktet oder
kontinuierlich transportiert ausgebildet sind.
16. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Waren oder Warenstapel (2) vom Abwurfband (5) in eine Verpackungsmulde (3) vertikal
abgelegt werden.