TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Betätigungseinheit zur Betätigung eines Spülventils
nach Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Betätigungsvorrichtungen für Spülkästen von Toiletten
oder Urinalen bekannt. Beispielsweise offenbart die
EP 1 491 690 eine Betätigungsvorrichtung für ein Ablaufventil eines Spülkastens. Die Betätigungsvorrichtung
umfasst eine Betätigungsplatte, in welcher mindestens eine Betätigungstaste für eine
Spülauslösung gelagert ist. Die Betätigungstaste steht über ein Scharnier mit der
Betätigungsplatte in Verbindung. Bei grossen Kraftanwendungen auf die Betätigungstaste
ergeht der Nachteil, dass der Scharnierbolzen aus der Scharnieraufnahme gedrückt werden
kann.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0003] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung eine Aufgabe zugrunde,
eine Betätigungseinheit anzugeben, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet.
Insbesondere soll eine Betätigungseinheit angegeben werden, deren Betätigungselemente
eine verbesserte Scharnierkonfiguration aufweisen, insbesondere, dass die Scharnierkonfiguration
ein Herausdrücken des Betätigungselements bei einer grösseren Kraftanwendung auf die
Frontfläche des Betätigungselements verhindert.
[0004] Diese und andere Aufgaben löst die Betätigungseinheit für die Betätigung eines Spülventils
nach Anspruch 1. Demgemäss umfasst die Betätigungseinheit eine Lagerplatte und mindestens
ein relativ zur Lagerplatte bewegbares, insbesondere verschwenkbares, Betätigungselement
mit einer Frontfläche und einer Rückfläche. Das mindestens eine Betätigungselement
steht über mindestens ein Scharnier mit der Lagerplatte verschwenkbar in Verbindung.
Das mindestens eine Scharnier weist eine Bolzenaufnahme und einen in der Bolzenaufnahme
um eine Schwenkachse schwenkbar gelagerten Bolzen auf. Die Schwenkachse wird durch
die Mittelachse des Bolzens bzw. durch die Mittelachse der Bolzenaufnahme definiert.
Die Bolzenaufnahme weist einen durchgehenden Durchbruch auf, durch welchen der Bolzen
in eine Richtung quer zur Schwenkachse in die Bolzenaufnahme einsetzbar ist. Die Bolzenaufnahme
weist an mindestens einer der Kanten, welche den Durchbruch begrenzen, eine Rückhaltelasche
auf, welche bei eingesetztem Bolzen einen Anschlag für eine Bewegung des Bolzens aus
der Bolzenaufnahme heraus bereitstellt.
[0005] Durch die Anordnung der Rückhaltelasche ergeht der Vorteil, dass bei einer grossen
Kraftanwendung auf das mindestens eine Betätigungselement, der Bolzen nicht aus der
Bolzenaufnahme heraus gedrückt werden kann. Der Bolzen steht an der Rückhaltelasche
an. Mit anderen Worten gesagt stellt die Rückhaltelasche einen Anschlag für den Bolzen
bereit, so dass dieser nicht aus der Scharnieraufnahme heraus bewegbar ist.
[0006] Vorzugsweise sind pro Betätigungselement mindestens zwei Scharniere angeordnet.
[0007] Die Rückhaltelasche ist derart angeordnet, dass die lichte Weite des Durchbruchs
sich verkleinert. Das heisst, dass die Rückhaltelasche von der Kante, welche den Durchbruch
begrenzt in den Durchbruch hineinragt.
[0008] Vorzugsweise ist die Rückhaltelasche elastisch federnd ausgebildet und/oder elastisch
federnd gelagert, derart, dass die Rückhaltelasche beim Einsetzen des Bolzens in die
Bolzenaufnahme elastisch federnd bewegt wird. Die Form der Rückhaltelasche ist derart,
dass diese nach dem Einsetzen des Bolzens in die Bolzenaufnahme einen Widerstand bzw.
einen Anschlag gegen das Herausdrücken des Bolzens bereitstellt.
[0009] Die elastische Bewegbarkeit ist derart, dass die lichte Weite des Durchbruchs beim
Einsetzen des Bolzens grösser wird und bei eingesetztem Bolzen wieder die ursprüngliche
Lage aufweist.
[0010] Vorzugsweise weist die Rückhaltelasche eine Rückhaltefläche auf, welche derart orientiert
ist, dass diese dem Bolzen bei einer Bewegung aus der Bolzenaufnahme heraus als Anschlag
entgegensteht.
[0011] Vorzugsweise ragt die Rückhaltelasche vom Durchbruch her gesehen in die Bolzenaufnahme
hinein.
[0012] Vorzugsweise erstreckt sich die Rückhaltelasche, in Richtung der Schwenkachse gesehen,
über einen Teilbereich der Länge der Kante bzw. über einen Teilbereich der Länge des
Durchbruchs gesehen. Alternativerweise erstreckt sich die Rückhaltelasche, in Richtung
der Schwenkachse gesehen, über die volle Länge der Kante bzw. über die volle Länge
des Durchbruchs erstreckt.
[0013] Vorzugsweise weist nur eine der beiden Kanten die besagte Rückhaltelasche auf, wobei
die Kante des Durchbruchs gegenüber der Rückhaltelasche vorzugsweise eine konkave
Rundung aufweist.
[0014] Alternativerweise weisen beiden Kanten die besagte Rückhaltelasche auf.
[0015] Vorzugsweise sind die Wandbereiche der Bolzenaufnahme, die sich dem Durchbruch anschliessen,
als elastische Federlaschen ausgebildet, wobei die Wandbereiche von der Lagerplatte
abstehen. Das heisst, dass die Wandbereiche sich elastisch verformen können, wenn
der Bolzen in die Bolzenaufnahme eingesetzt wird. Der Durchbruch bzw. die Kante, welche
dem Durchbruch zugewandt ist, liegt am freien Ende bzw. im Bereich des freien Endes
des jeweiligen Wandbereichs.
[0016] Beim Einsetzen des Bolzens werden die als Federlaschen ausgebildeten Wandbereiche
bezüglich des Bolzens gesehen radial vom Bolzen weg ausfedern. Bei vollständig eingesetztem
Bolzen federn die Federlaschen wieder in die Ursprungslage zurück.
[0017] Vorzugsweise weist der Bolzen mindestens einen zylindrisch ausgebildeten Lagerabschnitt
auf, welcher an der Innenwand, die die Bolzenaufnahme begrenzt, schwenkbar anliegt.
Die Innenwand ist in dem Bereich, in welchem der mindestens eine zylindrisch ausgebildete
Lagerabschnitt anliegt, ebenfalls zylindrisch ausgebildet. Die zylindrische Ausbildung
des Lagerabschnitts und der Innenwand ist vorzugsweise kreiszylindrisch.
[0018] Vorzugsweise weist der Bolzen mindestens einen Rückhalteabschnitt auf, dessen Aussendurchmesser
kleiner als der Aussendurchmesser des Lagerabschnitts ist. Die Rückhaltelasche wirkt
auf den Rückhalteabschnitt, insbesondere wobei die Rückhaltelasche ausschliesslich
auf den Rückhalteabschnitt und nicht auf den Lagerabschnitt wirkt.
[0019] Vorzugsweise ist ein Rückhalteabschnitt zu mindestens einem Lagerabschnitt benachbart
angeordnet. Besonders bevorzugt ist ein Rückhalteabschnitt zwischen zwei Lagerabschnitten
angeordnet. Das heisst, dass sich das Rückhalteelement zwischen zwei Abschnitten der
oben genannten Innenwand hinein erstreckt.
[0020] Vorzugsweise weist der Rückhalteabschnitt einen zylindrischen Querschnitt auf, von
welchem mindestens eine Rippe radial zum zylindrischen Querschnitt absteht. Bevorzugterweise
sind zwei Rippen angeordnet.
[0021] Die Rippen sorgen für eine Versteifung des Querschnitts des Rückhalteabschnitts.
[0022] Vorzugsweise liegt, wenn der Bolzen in der Bolzenaufnahme liegt, mindestens eine
der Rippen bzw. die Rippe im Wesentlichen gegenüber der Rückhaltelasche. Hierdurch
wird bei einer Kraftanwendung die Rippe gegen die Innenwand der Bolzenaufnahme und
der zylindrische Querschnitt gegen das Rückhalteelement gedrückt.
[0023] Vorzugsweise weisen mindestens eine der Rippen und die Rückhaltelasche die gleiche
Länge und/oder die gleiche Position in Richtung der Schwenkachse gesehen auf.
[0024] Vorzugsweise liegt mindestens eine der Rippen bezüglich der Schwenkachse gesehen
gegenüber des Durchbruchs.
[0025] Bevorzugt sind zwei Rippen vorhanden. Die beiden Rippen können in einem Winkel von
75° bis 135°, insbesondere von 80° bis 100°, besonders bevorzugt von 90°, zueinander
stehen. Andere Winkel sind auch denkbar.
[0026] Vorzugsweise weist mindestens eine der Kanten, welche den Durchbruch begrenzen, eine
Einlauffläche auf. Vorzugsweise weist die Rückhaltelasche gegenüber der Bolzenaufnahme
eine Einlauffläche auf. Durch die Anordnung von Einlaufflächen kann das Einsetzen
des Bolzens in die Bolzenaufnahme erleichtert werden.
[0027] Vorzugsweise ist der Bolzen über zwei Lagerlaschen am mindestens einen Betätigungselement
gelagert.
[0028] Vorzugsweise ist die Bolzenaufnahme an der Lagerplatte angeformt und der Bolzen ist
am Betätigungselement angeformt. Alternativ kann die Bolzenaufnahme am Betätigungselement
angeformt und der Bolzen ist an der Lagerplatte angeformt sein.
[0029] Vorzugsweise umfasst die Betätigungseinheit weiterhin ein Rückstellelement, welches
über eine Wirkfläche auf das Betätigungselement wirkt. Mit dem Rückstellelement ist
das mindestens eine Betätigungselement nach erfolgter Betätigung in eine Ausgangslage
zurückbewegbar. Vorzugsweise ist das Rückstellelement in einer Lagerstelle, welche
unterhalb der Scharnieraufnahme liegt, gelagert.
[0030] Vorzugsweise weist die Lagerplatte auf deren Rückseite eine Befestigungsstruktur
auf, mit welcher die Lagerplatte zu einem Befestigungselement, insbesondere einem
Befestigungsrahmen, befestigt werden kann.
[0031] Vorzugsweise weist die Lagerplatte mindestens einen Durchbruch auf, welcher durch
einen Plattenrand begrenzt ist. Das mindestens eine Betätigungselement liegt im mindestens
einen Durchbruch. Bei einer Betätigung ist das Betätigungselement auf der Seite der
Rückseite aus dem Durchbruch hinaus verschwenkbar. Der Federabschnitt ragt mindestens
bereichsweise vom Plattenrand her in die lichte Weite des Durchbruchs ein.
[0032] Die besagte Rückseite der Lagerplatte wird durch den Plattenrand gebildet.
[0033] Eine Anordnung umfasst einen Spülkasten mit einem Spülventil und einem Aktuator,
wobei das mindestens eine Betätigungselement auf den Aktuator wirkt und diesen betätigt.
Der Aktuator kann beispielsweise eine Drückerstange sein, die direkt oder indirekt
auf das Spülventil wirkt. Alternativerweise kann der Aktuator auch ein elektromechanischer
Aktuator, wie ein Motor sein.
[0034] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0035] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der Betätigungseinheit nach einer bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der zusammengesetzten Betätigungseinheit nach Figur 1;
- Fig. 3a
- eine Schnittdarstellung der Figur 1;
- Fig. 3b
- eine Detailansicht der Figur 3a;
- Fig. 4
- eine Detailansicht des Scharnierbolzens;
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung durch das Scharnier der Betätigungseinheit nach den vorhergehenden
Figuren während der Montage;
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung durch das Scharnier der Betätigungseinheit nach den vorhergehenden
Figuren nach erfolgter der Montage;
- Fig. 7
- eine weitere Schnittdarstellung durch das Scharnier der Betätigungseinheit nach den
vorhergehenden Figuren nach erfolgter der Montage;
- Fig. 8
- die Schnittdarstellung nach Figur 6 bei einer Krafteinwirkung auf das Betätigungselement;
und
- Fig. 9
- eine perspektivische Detailansicht der Figuren 6 bis 7.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0036] In den Figuren wird eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Betätigungseinheit
1 gezeigt. Die Betätigungseinheit 1 dient der Betätigung eines Spülventils, welches
in einem Spülkasten angeordnet ist.
[0037] Die Betätigungseinheit 1 umfasst eine Lagerplatte 2 und mindestens ein, hier zwei,
Betätigungselement 3, welche relativ zur Lagerplatte 2 bewegbar sind. Das mindestens
eine Betätigungselement 3 steht über mindestens ein Scharnier 8 mit der Lagerplatte
2 verschwenkbar in Verbindung. Das mindestens eine Betätigungselement 3 kann über
eine Schwenkachse S relativ zur Lagerplatte 2 verschwenkt werden.
[0038] In der Figur 1 wird die Betätigungseinheit 1 vor der Montage des mindestens einen
Betätigungselement 3 gezeigt. Von der Figur 1 kann gut erkannt werden, dass das Scharnier
8 eine Bolzenaufnahme 7 und einen in der Bolzenaufnahme 7 um eine Schwenkachse S schwenkbar
gelagerten Bolzen 8 aufweist. Die Bolzenaufnahme 7 ist hier Teil von der Lagerplatte
2 und der Bolzen 8 ist hier Teil des Betätigungselements 3. In anderen Ausführungsformen
ist es auch möglich, dass die Bolzenaufnahme 7 Teil vom Betätigungselement 3 ist und
dass der Bolzen 8 Teil der Lagerplatte 2 ist. Pro Betätigungselement 3 sind hier zwei
Scharniere 8 angeordnet.
[0039] In der Figur 2 wird die montierte Betätigungseinheit 1 gezeigt, wobei das mindestens
eine Betätigungselement 2 mit dem mindestens einen Scharnier 6 mit der Lagerplatte
2 verbunden ist.
[0040] In der Figur 3a und in der Detailansicht der Figur 3b wird gezeigt, dass die Bolzenaufnahme
7 einen durchgehenden Durchbruch 9 aufweist. Durch diesen durchgehenden Durchbruch
9 kann der Bolzen 8 in die Bolzenaufnahme 7 eingesetzt werden. Der Bolzen 8 wird dabei
entlang des Pfeils P in die Bolzenaufnahme 7 eingesetzt. Die Bolzenaufnahme 7 weist
an mindestens einer der Kanten 10, welche den Durchbruch 9 begrenzen, eine Rückhaltelasche
11 auf. Die Rückhaltelasche 11 ragt dabei im Querschnitt gesehen in den Durchbruch
9 hinein, so dass dessen lichte Weite W verkleinert wird. Weiter ragt die Rückhaltelasche
11 vom Durchbruch 9 her gesehen in die Bolzenaufnahme 7 hinein. Die Rückhaltelasche
11 stellt bei eingesetztem Bolzen 8 einen Anschlag für eine Bewegung des Bolzens 8
aus der Bolzenaufnahme 7 heraus bereit.
[0041] In der gezeigten Ausführungsform weist nur eine der beiden Kanten 10 die besagte
Rückhaltelasche 11 auf. Die andere Kante 10 des Durchbruchs 9 gegenüber der Rückhaltelasche
11 weist hier eine konkave Rundung 13 auf.
[0042] In der Figur 5 wird der Bolzen 8 während des Einsetzens des Bolzens 8 in die Bolzenaufnahme
7 gezeigt. Der Bolzen 8 liegt hier im Durchbruch 9. Die Rückhaltelasche 11 ist elastisch
federnd ausgebildet. Die Wandbereiche 14 der Bolzenaufnahme 7, die sich dem Durchbruch
9 anschliessen, sind hier als elastische Federlaschen 15 ausgebildet. Diese Wandbereiche
14 stehen von der Lagerplatte 2 ab. Die Rückhaltelasche 11 ist hier am vorderen Ende
der Wandbereiche 14 angeordnet. Folglich kann die Rückhaltelasche 11 beim Einsetzen
des Bolzens 8 in die Bolzenaufnahme 7 elastisch federnd bewegt werden. Dies einerseits
relativ zum Wandbereich 14 und andererseits mit dem Wandbereich 14 relativ zur Lagerplatte
2.
[0043] In den Figuren 6 und 7 wird der Bolzen 8 in dem Zustand gezeigt, in welchem der Bolzen
9 vollständig in der Bolzenaufnahme 7 liegt. In der Figur 8 wird schliesslich die
Position gezeigt, welche der Bolzen 8 einnimmt, wenn eine grosse Kraft auf das Betätigungselement
3 ausgeübt wird. Der Bolzen 8 wird dann im Rahmen seines Spiels in der Bolzenaufnahme
7 gegen die Rückhaltelasche 11 gedrückt und die Rückhaltelasche 11 blockiert die weitere
Bewegung des Bolzens 8 aus der Bolzenaufnahme 7 heraus.
[0044] Die Rückhaltelasche 11 weist für den Kontakt mit dem Bolzen 8 bei der erwähnten Kraftweinwirkung
eine Rückhaltefläche 12 auf. Die Rückhaltefläche 12 ist derart orientiert, dass diese
dem Bolzen 8 bei einer Bewegung aus der Bolzenaufnahme 7 heraus als Anschlag entgegenstet.
Vorzugsweise liegt die Rückhaltefläche leicht oberhalb der Schwenkachse S.
[0045] Von der Figur 4 und der Figur 9 wird ersichtlich, dass der Bolzen mindestens einen
Lagerabschnitt 16 und einen Rückhalteabschnitt 18 aufweist. Hier sind zwei Lagerabschnitte
16 angeordnet und der Rückhalteabschnitt 18 liegt zwischen diesen beiden Lagerabschnitten
16. Der Lagerabschnitt 16 ist zylindrisch ausgebildet und liegt an einer die Bolzenaufnahme
begrenzenden Innenwand 17 schwenkbar an. Die Innenwand 17 ist dabei ebenfalls zylindrisch
ausgebildet. Dies wird in der Figur 4 und im Querschnitt der Figur 7 gezeigt, welcher
sich durch den Lagerabschnitt 16 hindurch erstreckt. Der Rückhalteabschnitt 18 weist
einen Aussendurchmesser auf, welcher kleiner ist als der Aussendurchmesser des Lagerabschnitts
16. Dies wird in den Querschnitten der Figuren 5, 6 und 8 gezeigt, welche sich durch
den Rückhalteabschnitt 18 hindurch erstrecken. Die Rückhaltelasche 11 wirkt auf den
Rückhalteabschnitt 18 und kommt hier zwischen den beiden Lagerabschnitt 16 zu liegen.
Der Rückhalteabschnitt 18 ragt dabei zwischen die beiden Lagerabschnitte 16 hinein
und kommt in Kontakt mit dem Rückhalteabschnitt 18. Seitlich kann der Rückhalteabschnitt
18 mit den Ringflächen, die den Durchmessersprung vom Lagerabschnitt 16 auf den Rückhalteabschnitt
18 bilden, in Kontakt sein. In der gezeigten Ausführungsform wirkt die Rückhaltelasche
11 ausschliesslich auf den Rückhalteabschnitt 18 und nicht auf den Lagerabschnitt
16. Die Rückhaltelasche 11 weist vorzugsweise die gleiche Breite in Richtung der Schwenkachse
S gesehen auf, wie der Rückhalteabschnitt 18. Das heisst, dass Rückhaltelasche 11
in den Rückhalteabschnitt 11 radial eingreift und zwischen den beiden Lagerabschnitten
16 liegt und für diese einen Anschlag für eine Bewegung in Richtung der Schwenkachse
S bereitstellt.
[0046] Der Rückhalteabschnitt 18 weist in der gezeigten Ausführungsform einen zylindrischen
Querschnitt auf. Vom zylindrischen Querschnitt steht mindestens eine, hier zwei, Rippe
19 radial zum zylindrischen Querschnitt ab. Die mindestens eine Rippe 19 sorgt für
eine Versteifung des Querschnitts des Rückhalteabschnitts.
[0047] Von den Figuren 6 und 8 wird ersichtlich, dass, wenn der Bolzen in der Bolzenaufnahme
liegt, mindestens eine der Rippen 19 im Wesentlichen gegenüber der Rückhaltelasche
11 liegt. Die andere der Rippen 19 ragt gegenüber des Durchbruchs 9 nach hinten hin
zur Innenwand 17 ab. Die beiden Rippen 19, welche in der bevorzugten Ausführungsform
gezeigt werden, stehen in einem Winkel von 75° bis 135°, insbesondere von 80° bis
100°, besonders bevorzugt von 90°, zueinander.
[0048] Von den Figuren kann weiter erkannt werden, dass mindestens eine der Kanten 10, welche
den Durchbruch 9 begrenzen, eine Einlauffläche 20 aufweist, und dass die Rückhaltelasche
11 gegenüber der Bolzenaufnahme 7 eine Einlauffläche 20 aufweist.
[0049] Vorzugsweise ist der Bolzen 8 über zwei Lagerlaschen 21 am mindestens einen Betätigungselement
gelagert. Die Rückhaltelasche 11 steht, so wie in der Figur 9 gezeigt, von einem Steg
23, welcher das Frontende der Wandbereiche 14 bildet, ab.
[0050] Vorzugsweise umfasst die Betätigungseinheit 1 weiterhin ein Rückstellelement 24,
welches über eine Wirkfläche 25 auf das Betätigungselement wirkt. Mit dem Rückstellelement
24 ist das mindestens eine Betätigungselement 3 nach erfolgter Betätigung in eine
Ausgangslage zurückbewegbar ist. Vorzugsweise ist das Rückstellelement 24 in einer
Lagerstelle 26, welche unterhalb der Bolzenaufnahme 7 liegt, gelagert.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0051]
- 1
- Betätigungseinheit
- 2
- Lagerplatte
- 3
- Betätigungselement
- 4
- Frontfläche
- 5
- Rückfläche
- 6
- Scharnier
- 7
- Bolzenaufnahme
- 8
- Bolzen
- 9
- Durchbruch
- 10
- Kante
- 11
- Rückhaltelasche
- 12
- Rückhaltefläche
- 13
- konkave Rundung
- 14
- Wandbereiche
- 15
- Federlasche
- 16
- zylindrischer Lagerabschnitt
- 17
- Innenwand
- 18
- Rückhalteabschnitt
- 19
- Rippe
- 20
- Einlauffläche
- 21
- Lagerlaschen
- 23
- Steg
- 24
- Rückstellelement
- 25
- Wirkfläche
- 26
- Lagerstelle
- S
- Schwenkachse
- W
- Lichte Weite
- P
- Pfeil
1. Betätigungseinheit (1) für die Betätigung eines Spülventils umfassend
eine Lagerplatte (2), und
mindestens ein relativ zur Lagerplatte (2) bewegbares Betätigungselement (3) mit einer
Frontfläche (4) und einer Rückfläche (5),
wobei das mindestens eine Betätigungselement (3) über mindestens ein Scharnier (6)
mit der Lagerplatte (2) verschwenkbar in Verbindung steht,
wobei das mindestens eine Scharnier (6) eine Bolzenaufnahme (7) und einen in der Bolzenaufnahme
(7) um eine Schwenkachse (S) schwenkbar gelagerten Bolzen (8) aufweist,
wobei die Bolzenaufnahme (7) einen durchgehenden Durchbruch (9) aufweist, durch welchen
der Bolzen (8) in eine Richtung quer zur Schwenkachse (S) in die Bolzenaufnahme (7)
einsetzbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bolzenaufnahme (7) an mindestens einer der Kanten (10), welche den Durchbruch
(9) begrenzen, eine Rückhaltelasche (11) aufweist, welche bei eingesetztem Bolzen
(8) einen Anschlag für eine Bewegung des Bolzens (8) aus der Bolzenaufnahme (7) heraus
bereitstellt.
2. Betätigungseinheit (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltelasche (11) die lichte Weite (W) des Durchbruchs (9) verkleinert.
3. Betätigungseinheit (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltelasche (11) elastisch federnd ausgebildet ist und/oder elastisch federnd
gelagert ist, derart, dass die Rückhaltelasche (11) beim Einsetzen des Bolzens (8)
in die Bolzenaufnahme (7) elastisch federnd bewegt wird.
4. Betätigungseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltelasche (11) eine Rückhaltefläche (12) aufweist, welche derart orientiert
ist, dass diese dem Bolzen (8) bei einer Bewegung aus der Bolzenaufnahme heraus einen
Anschlag entgegensteht.
5. Betätigungseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltelasche (11) vom Durchbruch (9) her gesehen in die Bolzenaufnahme (7)
hinein ragt.
6. Betätigungseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rückhaltelasche (11) über einen Teilbereich der Länge der Kante (10) bzw.
über einen Teilbereich der Länge des Durchbruchs (9) erstreckt; oder dass sich die
Rückhaltelasche (11) über die volle Länge der Kante (10) bzw. über die volle Länge
des Durchbruchs (9) erstreckt.
7. Betätigungseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass nur eine der beiden Kanten (10) die besagte Rückhaltelasche (11) aufweist, wobei
die Kante (10) des Durchbruchs (9) gegenüber der Rückhaltelasche (11) vorzugsweise
eine konkave Rundung (13) aufweist; oder
dass beide Kanten die besagte Rückhaltelasche (11) aufweisen.
8. Betätigungseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbereiche (14) der Bolzenaufnahme (7), die sich dem Durchbruch (9) anschliessen,
als elastische Federlaschen (15) ausgebildet sind, wobei die Wandbereiche (14) von
der Lagerplatte (2) abstehen.
9. Betätigungseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (8) mindestens einen zylindrisch ausgebildeten Lagerabschnitt (16) aufweist,
welcher an der die Bolzenaufnahme (7) begrenzenden Innenwand (17) schwenkbar anliegt,
und dass der Bolzen (8) mindestens einen Rückhalteabschnitt (18) aufweist, dessen
Aussendurchmesser kleiner als der Aussendurchmesser des Lagerabschnitts (16) ist,
wobei die Rückhaltelasche (11) auf den Rückhalteabschnitt (18) wirkt, insbesondere
wobei die Rückhaltelasche (11) ausschliesslich auf den Rückhalteabschnitt (18) und
nicht auf den Lagerabschnitt (16) wirkt.
10. Betätigungseinheit (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Rückhalteabschnitt (18) zu mindestens einem Lagerabschnitt (16) benachbart
angeordnet ist, insbesondere, dass der Rückhalteabschnitt (18) zwischen zwei Lagerabschnitten
(16) angeordnet ist.
11. Betätigungseinheit (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalteabschnitt (18) einen zylindrischen Querschnitt aufweist, von welchem
mindestens eine Rippe (19) radial zum zylindrischen Querschnitt absteht.
12. Betätigungseinheit (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass, wenn der Bolzen in der Bolzenaufnahme liegt, mindestens eine der Rippen (19) im
Wesentlichen gegenüber der Rückhaltelasche (11) liegt; und/oder
dass mindestens eine der Rippen (19) und die Rückhaltelasche (11) die gleiche Länge und/oder
die gleiche Position in Richtung der Schwenkachse gesehen aufweisen; und/oder
dass mindestens eine der Rippen (19) bezüglich der Schwenkachse (S) gesehen gegenüber
des Durchbruchs (9) liegt; und/oder
dass zwei Rippen (19) vorhanden sind, welche in einem Winkel von 75° bis 135°, insbesondere
von 80° bis 100°, besonders bevorzugt von 90°, zueinander stehen.
13. Betätigungseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Kanten (10), welche den Durchbruch (9) begrenzen, eine Einlauffläche
(20) aufweist; und/oder dass die Rückhaltelasche (11) gegenüber der Bolzenaufnahme
(7) eine Einlauffläche (20) aufweist.