Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Modul für eine Strömungsmaschine.
Stand der Technik
[0002] Bei der Strömungsmaschine kann es sich bspw. um ein Strahltriebwerk handeln, z. B.
um ein Mantelstromtriebwerk. Funktional gliedert sich die Strömungsmaschine in Verdichter,
Brennkammer und Turbine. Etwa im Falle des Strahltriebwerks wird angesaugte Luft vom
Verdichter komprimiert und in der nachgelagerten Brennkammer mit hinzugemischtem Kerosin
verbrannt. Das entstehende Heißgas, eine Mischung aus Verbrennungsgas und Luft, durchströmt
die nachgelagerte Turbine und wird dabei expandiert. Dabei entzieht die Turbine dem
Heißgas anteilig auch Energie, um den Verdichter anzutreiben. Die Turbine und der
Verdichter sind i.d.R. jeweils mehrstufig aufgebaut, wobei eine Stufe jeweils einen
Leit- und einen Laufschaufelkranz aufweist.
[0003] Die vorliegende Erfindung hat ein Modul mit einer Leitschaufelanordnung und einem
Dichtungsträger zum Gegenstand. Die Leitschaufeln der Leitschaufelanordnung erstrecken
sich radial zwischen einer radial äußeren Außenplattform und einer radial inneren
Innenplattform. Der Dichtungsträger ist radial innerhalb dieser Innenplattform angeordnet,
er bildet einen Teil des sogenannten
Inner-Air-Seal (IAS). Der Dichtungsträger hilft Gasverluste zu verringern bzw. vermeiden, was den
Wirkungsgrad der Strömungsmaschine betreffend von Vorteil ist. Es soll ein möglichst
großer Teil bzw. soweit möglich das gesamte Fluid bzw. Gas den Gaskanal der Strömungsmaschine
durchströmen.
Darstellung der Erfindung
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein besonders vorteilhaftes
Modul für eine Strömungsmaschine anzugeben.
[0005] Dies wird erfindungsgemäß mit einem Modul gemäß Anspruch 1 gelöst. Bei diesem sind
der Dichtungsträger und die Leitschaufelanordnung mittels einer ersten und einer zweiten
Dichtungsträgerwand relativ zueinander montiert, wozu die Dichtungsträgerwände miteinander
axial einen Zwischenraum begrenzen, in den die Leitschaufelanordnung von radial außen
mit mindestens einem Führungszapfen eingreift. Dabei ist die zweite Dichtungsträgerwand
mehrstückig zu der ersten Dichtungsträgerwand vorgesehen, also als zuvor gesondertes
Teil mit der ersten Dichtungsträgerwand zusammengesetzt und daran befestigt. Diese
Befestigung ist mit einem Verbindungselement realisiert, wobei ein in dem Zwischenraum
angeordneter Gleitkörper die Dichtungsträgerwände in dem definierten Abstand hält,
sodass diese den Zwischenraum begrenzen.
[0006] Die zweite Dichtungsträgerwand ist zwar über den Gleitkörper und das Verbindungselements
an der ersten Dichtungsträgerwand und damit auch am Dichtungsträger befestigt, dabei
jedoch von der in Axialrichtung weisenden Wandfläche der ersten Dichtungsträgerwand
und auch vom Dichtungsträger selbst beabstandet vorgesehen. Besagte Wandfläche der
ersten Dichtungsträgerwand ist der zweiten Dichtungsträgerwand zugewandt, begrenzt
also in anderen Worten den Zwischenraum in Axialrichtung. Die zweite Dichtungsträgerwand
ist zu dieser Wandfläche und auch zum Dichtungsträger selbst beabstandet, liegt also
in anderen Worten weder an dieser Wandfläche noch am Dichtungsträger selbst an.
[0007] Die Beabstandung kann bspw. dahingehend von Vorteil sein, dass sich damit einerseits
ein axialer Krafteintrag in das Verbindungselement verringern bzw. vermeiden lässt,
was z. B. die Robustheit des mehrteiligen Aufbaus erhöhen bzw. Möglichkeiten zur Gewichtsreduzierung
schaffen kann. Andererseits lässt sich durch die Beabstandung vom Dichtungsträger
ein radialer Krafteintrag in diesen verringern bzw. vermeiden, kann also bspw. einem
Verkippen des Dichtungsträgers vorgebeugt werden.
[0008] Ein solches könnte bspw. durch ein transientes Temperaturverhalten temporär auftreten
und dann mitunter dauerhaft Undichtigkeiten zur Folge haben. Zusammengefasst lässt
sich mit der Beabstandung trotz der zueinander mehrstückigen Dichtungsträgerwände
ein hinsichtlich Robustheit und Dichtigkeit vorteilhafter Aufbau realisieren.
[0009] Die Mehrstückigkeit der Dichtungsträgerwände kann bspw. hinsichtlich der Herstellung
von Vorteil sein, weil etwa zum Vergleich bei zwei monolithisch mit dem Dichtungsträger
ausgebildeten Dichtungsträgerwänden und einer materialabtragenden Herstellung der
Zwischenraum durch einen vergleichsweise tiefen Einstich freigelegt werden müsste.
Unabhängig davon kann die Mehrstückigkeit auch Möglichkeiten bei der Materialwahl
bzw. -stärke eröffnen, kann die zweite Dichtungsträgerwand nämlich z. B. dünner und
insbesondere in Form eines Blechs vorgesehen werden, wird also Spielraum für eine
Gewichtsoptimierung geschaffen. Der Dichtungsträger ist einstückig mit der ersten
Dichtungsträgerwand vorgesehen, was wiederum Stabilität schaffen kann (trotz der zueinander
mehrteiligen Dichtungsträgerwände).
[0010] Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den abhängigen Ansprüchen und der gesamten
Offenbarung, wobei in der Darstellung der Merkmale nicht immer im Einzelnen zwischen
dem Modul und der Strömungsmaschine bzw. entsprechenden Verfahren oder Verwendungen
unterschieden wird. Die Offenbarung ist hinsichtlich sämtlicher Anspruchskategorien
zu lesen.
[0011] Die Angabe "einstückig" meint im Rahmen dieser Offenbarung nicht zerstörungsfrei
auftrennbar, kann also im Allgemeinen bspw. auch zwei in einem Fügeprozess verbundene,
etwa miteinander verschweißte Teile betreffen. Bevorzugt geht die Einstückigkeit jedoch
mit einer monolithischen Ausgestaltung einher, sind die fraglichen Teile, bspw. der
Dichtungsträger und die erste Dichtungsträgerwand (oder bspw. auch eine Dichtungsträgerwand
und ihr Axialabschnitt/Steg, siehe unten), also aus demselben unterbrechungsfrei durchgehenden
Material geformt. In anderen Worten meint "monolithisch" eine integrale Ausgestaltung
ohne Materialgrenze dazwischen.
[0012] Die erste Dichtungsträgerwand und der Dichtungsträger sind miteinander einstückig,
vorzugsweise monolithisch, geformt. Da die zweite Dichtungsträgerwand gesondert angesetzt
wird und der Zwischenraum somit nicht bei der Herstellung des Dichtungsträgers berücksichtigt
werden muss, kann die monolithische Herstellung von Dichtungsträger und erster Dichtungsträgerwand
vereinfacht sein, bspw. durch Guss erfolgen. Der Zwischenraum muss also bspw. nicht
aufwendig materialabtragend eingebracht werden, siehe vorne.
[0013] Generell beziehen sich im Rahmen dieser Offenbarung "axial" bzw. "Axialrichtung"
auf die Längsachse des Moduls, also die Längsachse der Strömungsmaschine. Diese Längsachse
kann bspw. mit einer Rotationsachse zusammenfallen, um welche die der Leitschaufelanordnung
zugeordneten Laufschaufeln im Betrieb rotieren. "Radial" betrifft die dazu senkrechten,
von der Längsachse weg weisenden Radialrichtungen, und der "Umlauf" bzw. die "Umlaufrichtung"
beziehen sich auf eine Drehung um die Längsachse. "Innere" und "äußere" beziehen sich
ohne ausdrücklich gegenteilige Angabe auf die Radialrichtung, "innen" ist also der
Längsachse näher als "außen". Sofern auf einen axialen Schnitt Bezug genommen wird,
betrifft dies eine die Längsachse beinhaltende Schnittebene.
[0014] Der Dichtungsträger kann radial innen bspw. ein Dichtungselement tragen, welches
nach innen zu einer Dichtstruktur, etwa Dichtspitze, hin dichten kann, die im Betrieb
gemeinsam mit der Welle bzw. den Laufschaufeln rotiert. Als Dichtungselement kann
z. B. eine Bürstendichtung oder eine sogenannte Honigwabendichtung bzw. in allgemeinen
Worten ein Einlaufbelag vorgesehen sein. Wie nachstehend im Detail erläutert, kann
die erste Dichtungsträgerwand bevorzugt monolithisch mit dem Dichtungsträger ausgebildet
sein, wobei die beiden in einem Axialschnitt betrachtet dann insbesondere eine T-Form
bilden können (die erste Dichtungsträgerwand also zu den axialen Enden des Dichtungsträgers
beabstandet ist).
[0015] Bei dem Verbindungselement kann es sich im Allgemeinen bspw. auch um eine Schraube
bzw. einen Schraubbolzen handeln, bevorzugt wird es jedoch in Form eines Niets realisiert.
Unabhängig davon können die Dichtungsträgerwände über den Umlauf verteilt mit mehreren
Verbindungselementen (und Gleitkörpern) aneinander befestigt sein, und diese Gleitkörper
können insbesondere eine sog. Speichenzentrierung bilden, siehe unten im Detail. Generell
sind "ein" und "eine" im Rahmen dieser Offenbarung ohne ausdrücklich gegenteilige
Angabe als unbestimmte Artikel und damit immer auch als "mindestens ein" und "mindestens
eine" zu lesen.
[0016] In bevorzugter Ausgestaltung bilden die erste und zweite Dichtungsträgerwand miteinander
eine kontaktlose Labyrinthdichtung und/oder bilden die zweite Dichtungsträgerwand
und der Dichtungsträger miteinander eine kontaktlose Labyrinthdichtung. Die erste
und zweite Dichtungsträgerwand berühren sich dann also nicht ("kontaktlos"), dennoch
kann mit der Labyrinthdichtung eine gute Dichtwirkung erreicht werden, bspw. durch
eine (mehrfache) Umlenkung einer Leckageströmung. Dies lässt sich ganz allgemein durch
einen Überlapp in axialer und/oder radialer Richtung erreichen, es kann also bspw.
in einem axialen Schnitt betrachtet eine achssenkrechte Linie sowohl die erste als
auch die zweite Dichtungsträgerwand durchsetzen und/oder eine achsparallele Linie
sowohl eine Dichtungsträgerwand als auch den Dichtungsträger durchsetzen.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst zumindest eine der Dichtungsträgerwände
einen in Axialrichtung zur anderen Dichtungsträgerwand hervorstehenden Axialabschnitt,
der Teil der kontaktlosen Labyrinthdichtung ist bzw. diese bildet. In einem axialen
Schnitt betrachtet kann der Axialabschnitt einen sich axial erstreckenden Kanal der
Labyrinthdichtung begrenzen. Bevorzugt können sowohl die erste also die zweite Dichtungsträgerwand
mit jeweils einem entsprechenden Axialabschnitt vorgesehen sein, wobei die Axialabschnitte
miteinander den axialen Kanal begrenzen können.
[0018] Soweit im Kontext der Labyrinthdichtung oder nachstehend in Zusammenhang mit dem
radialen Kontakt auf einen "Axialabschnitt" der jeweiligen Dichtungsträgerwand Bezug
genommen wird, ist dieser vorzugsweise einstückig, insbesondere monolithisch, mit
der jeweiligen Dichtungsträgerwand ausgebildet. In einem axialen Schnitt betrachtet
kann der Axialabschnitt in Form eines Stegs vorgesehen sein, bspw. eine in axialer
Richtung größere Erstreckung als in radialer Richtung haben.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist zumindest eine der Dichtungsträgerwände
in einem axialen Schnitt betrachtet mit einer Stufe geformt. Diese Stufe kann die
Labyrinthdichtung mit begrenzen, bspw. gemeinsam mit einem Axialabschnitt der anderen
Dichtungsträgerwand. In dem axialen Schnitt betrachtet kann die vorstehend erwähnte
achssenkrechten Gerade von radial innen nach radial außen bspw. zunächst die Stufe
und dann den Axialabschnitt der anderen Dichtungsträgerwand durchsetzen, bevorzugt
kann sie dann nochmals die Dichtungsträgerwand mit der Stufe durchsetzen. In anderen
Worten kann die Dichtungsträgerwand mit der Stufe zusätzlich einen Axialabschnitt
aufweisen, der gemeinsam mit der Stufe eine axialorientierte U-Form bildet, in welche
die andere Dichtungsträgerwand mit einem Axialabschnitt eingreift.
[0020] Zur Ausbildung der kontaktlosen Labyrinthdichtung zwischen der zweiten Dichtungsträgerwand
und dem Dichtungsträger kann dieser eine sich nach radial erstreckende Flanke haben,
bspw. an einer Stufe oder insbesondere einem sich nach radial außen erhebenden Radialabschnitt.
Diese Flanke kann gemeinsam mit der zweiten Dichtungsträgerwand die Labyrinthdichtung
begrenzen, also einen sich radial erstreckenden Kanal der Labyrinthdichtung. Der Radialabschnitt
kann bevorzugt einstückig, insbesondere monolithisch, mit dem Dichtungsträger vorgesehen
sein, bspw. als sich nach radial außen erhebender Steg.
[0021] Gemäß einer zur kontaktlosen Labyrinthdichtung alternativen Ausführungsform ist die
zweite Dichtungsträgerwand zwar vom Dichtungsträger beabstandet und auch zu der Wandfläche
der ersten Dichtungsträgerwand axial beabstandet, hat sie aber dennoch einen radialen
Kontakt zur ersten Dichtungsträgerwand. "Radialer Kontakt" meint hierbei, dass die
beiden radial gegeneinander gedrückt werden, also bspw. ein radiales Zusammenpressen
den Anpressdruck in der Kontaktfläche erhöht (wohingegen ein radiales Auseinanderziehen
den Anpressdruck in der Kontaktfläche verringern würde).
[0022] In einem axialen Schnitt betrachtet ist die Kontaktfläche, in welcher der radiale
Kontakt besteht, bevorzugt im Wesentlichen achsparallel ausgerichtet, also bspw. um
nicht mehr als 20°, 10° oder 5° zur Längsachse verkippt, bevorzugt tatsächlich achsparallel.
Auch unabhängig von diesen Details besteht aufgrund des radialen Kontakts eine Anlage,
wird die Dichtung also durch einen Passsitz zwischen den Dichtungsträgerwänden erreicht.
Diese können reibschlüssig aneinander anliegen, sind aber z. B. nicht stoffschlüssig
miteinander verbunden, was bspw. mechanische Spannungen reduzieren kann.
[0023] Die zweite Dichtungsträgerwand ist zum Dichtungsträger beabstandet, entsprechend
ist auch der radiale Kontakt im Vergleich zum Dichtungsträger nach radial außen versetzt.
Mit diesem Radialversatz lässt sich trotz der reibschlüssigen Passung ein Kräfteeintrag
in den Dichtungsträger verringern, also bspw. einem Verkippen vorbeugen (siehe vorne).
Bevorzugt umfasst die erste Dichtungsträgerwand einen axial zur zweiten Dichtungsträgerwand
hin vorstehenden Axialabschnitt, insbesondere einstückig/monolithisch damit ausgebildeten
Steg (siehe vorne), welcher den radialen Kontakt mit der zweiten Dichtungsträgerwand
bildet. Der Axialabschnitt ist bezogen auf den Dichtungsträger nach radial außen versetzt.
Im Allgemeinen kann die zweite Dichtungsträgerwand dabei auch radial verkürzt ausgeführt
sein, also mit ihrem radial inneren Ende direkt am Axialabschnitt der ersten Dichtungsträgerwand
anliegen (gewissermaßen aufsitzen).
[0024] In bevorzugter Ausgestaltung weist jedoch auch die zweite Dichtungsträgerwand einen
Axialabschnitt auf, der insbesondere als einstückig/monolithisch damit vorgesehener
Steg ausgebildet sein kann (siehe vorne) und ebenfalls nach radial außen versetzt
ist (bezogen auf den Dichtungsträger). Der Axialabschnitt der zweiten Dichtungsträgerwand
steht zur ersten Dichtungsträgerwand hin hervor und bildet den radialen Kontakt mit
deren Axialabschnitt. Dabei kann der Axialabschnitt der zweiten Dichtungsträgerwand
radial innerhalb oder außerhalb des Axialabschnitts der ersten Dichtungsträgerwand
angeordnet sein, also von radial innen oder radial außen daran anliegen.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform, welche sowohl die kontaktlose Labyrinthdichtung
als auch den radialen Kontakt betreffen kann, ist der Dichtungsträger ausschließlich
durch die erste Dichtungsträgerwand positioniert. In einem axialen Schnitt betrachtet
kann also bspw. eine achsparallele Gerade, die radial außerhalb des Dichtungsträgers
liegt (also nicht mehr den Dichtungsträger durchsetzt), ausschließlich die erste Dichtungsträgerwand
durchsetzen, also nicht die zweite Dichtungsträgerwand. Eine radial weiter außen,
im Bereich des Zwischenraums liegende achsparallele Gerade durchsetzt dann selbstverständlich
beide Dichtungsträgerwände. In anderen Worten kann es radial zwischen Dichtungsträger
und zweiter Dichtungsträgerwand einen Ringraum geben, in dem ausschließlich die erste
Dichtungsträgerwand vorliegt.
[0026] Bevorzugt weist der Dichtungsträger keine sich nach radial außen erstreckenden/erhebenden
Abschnitte auf. In einem axialen Schnitt betrachtet erstrecken sich also bspw. von
der ersten Dichtungsträgerwand abgesehen keine Abschnitte o. ä. vom Dichtungsträger
weg nach radial außen, bilden die beiden also bspw. eine einfache T-Form. In anderen
Worten erhebt sich vom Dichtungsträger weg nach radial außen bevorzugt ausschließlich
die damit einstückige/monolithische erste Dichtungsträgerwand.
[0027] Bezogen auf eine Durchströmung des Gaskanals des Moduls mit dem Arbeitsgas, welches
bspw. die Laufschaufelblätter der Laufschaufelanordnung umströmt, meint "vorne" stromauf
und "hinten" stromab. In bevorzugter Ausgestaltung ist die erste Dichtungsträgerwand
vorne und die zweite Dichtungsträgerwand hinten angeordnet, also die erste Dichtungsträgerwand
stromauf und die zweite stromab. In der vorliegenden Offenbarung wird prinzipiell
auf die erste und zweite Dichtungsträgerwand Bezug genommen, wobei "erste" zugleich
immer auch auf "vordere" und "zweite" auf "hintere" zu lesen ist.
[0028] Im Allgemeinen kann der Gleitkörper bspw. auch monolithisch mit einer der Dichtungsträgerwände
vorgesehen sein, also der ersten oder insbesondere zweiten Dichtungsträgerwand. In
bevorzugter Ausgestaltung ist er jedoch mehrstückig zu den Dichtungsträgerwänden und
durchsetzt ihn das Verbindungselement axial. Letzteres ist auch im Falle einer monolithischen
Ausführung bevorzugt, aber nicht zwingend. Das Verbindungselement, das den mehrstückigen
Gleitkörper durchsetzt, hält diesen radial formschlüssig zwischen den Dichtungsträgerwänden,
und der Gleitkörper wird dann bspw. noch zusätzlich axial geklemmt.
[0029] In bevorzugter Ausgestaltung hat die zweite Dichtungsträgerwand eine geringere Dicke
als die erste Dichtungsträgerwand, wird also die Mehrstückigkeit zur Gewichtsoptimierung
genutzt. Die Dicken werden dabei jeweils in einem axialen Schnitt betrachtet, wobei
im Falle einer über die Erstreckung der jeweiligen Dichtungsträgerwand variierenden
Dicke ein Mittelwert zugrunde gelegt wird.
[0030] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die zweite Dichtungsträgerwand aus einem
Blech gebildet, was eine besonders dünne Ausgestaltung und/oder einfache Herstellung
erlauben kann. Das Blech kann im Allgemeinen in Umlaufrichtung segmentiert, also mehrteilig
vorgesehen sein. Bevorzugt ist jedoch eine in Umlaufrichtung durchgehende, also nicht
geteilte/segmentierte Ausgestaltung.
[0031] Der Führungszapfen, mit dem die Leitschaufelanordnung in den Zwischenraum eingreift,
erstreckt sich von ihrer Innenplattform nach radial innen. Bezogen auf die Umlaufrichtung
liegt der Führungszapfen bevorzugt an dem Gleitkörper an, also umlaufseitig. In bevorzugter
Ausgestaltung umschließt er den Gleitkörper gemeinsam mit einem weiteren Führungszapfen,
der an der in Umlaufrichtung entgegengesetzten Seite des Gleitkörpers anliegt. Dieser
ist also zwischen den Führungszapfen gehalten, was auch als
Tang ("Zange") bezeichnet wird. Die Führungszapfen und der Gleitkörper können noch radial
aneinander gleiten, wobei es umlaufend verteilt mehrere entsprechend gehaltene Gleitkörper
gibt, die Anordnung also eine Speichenzentrierung darstellt.
[0032] Die Erfindung betrifft auch eine Turbine für eine Strömungsmaschine, insbesondere
für ein Flugtriebwerk, die ein vorliegend offenbartes Modul aufweist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0033] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
wobei die einzelnen Merkmale im Rahmen der nebengeordneten Ansprüche auch in anderer
Kombination erfindungswesentlich sein können und auch weiterhin nicht im Einzelnen
zwischen den unterschiedlichen Anspruchskategorien unterschieden wird.
[0034] Im Einzelnen zeigt
- Figur 1
- ein Strahltriebwerk in einem Axialschnitt;
- Figur 2
- ein erstes erfindungsgemäßes Modul mit einer Leitschaufelanordnung und einem Dichtungsträger
in einem Axialschnitt;
- Figur 3
- ein zweites erfindungsgemäßes Modul mit Leitschaufelanordnung und Dichtungsträger;
- Figur 4
- ein drittes erfindungsgemäßes Modul mit Leitschaufelanordnungen und Dichtungsträger;
- Figur 5
- ein viertes erfindungsgemäßes Modul mit Leitschaufelanordnung und Dichtungsträger;
- Figur 6
- ein fünftes erfindungsgemäßes Modul mit Leitschaufelanordnung und Dichtungsträger;
- Figur 7
- ein sechstes erfindungsgemäßes Modul mit Leitschaufelanordnung und Dichtungsträger.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0035] Fig. 1 zeigt eine Strömungsmaschine 1 in schematischer Ansicht, konkret ein Strahltriebwerk.
Die Strömungsmaschine 1 gliedert sich funktional in Verdichter 1a, Brennkammer 1b
und Turbine 1c. Dabei sind sowohl der Verdichter 1a als auch die Turbine 1c jeweils
aus mehreren Stufen aufgebaut, jede Stufe setzt sich aus einem Leit- und einem Laufschaufelkranz
zusammen oder umfasst einen (axial vordersten oder hintersten) Laufschaufelkranz.
Im Falle der Turbine 1c und/oder des Verdichters 1a kann ein Laufschaufelkranz jeweils
stromab des zugeordneten Leitschaufelkranzes angeordnet sein, sofern die betreffende
Stufe einen Leitschaufelkranz umfasst. Im Betrieb rotieren die Laufschaufeln um die
Längsachse 2.
[0036] Fig. 2 zeigt als Modul 20 einen Ausschnitt der Turbine 1c, wiederum in einem Axialschnitt.
Im Detail ist eine Leitschaufelanordnung 21 mit einem Leitschaufelblatt 21a und einer
Innenplattform 21b, sowie einem Führungszapfen 21c zu erkennen. Das Leitschaufelblatt
21a ist radial außen an der Innenplattform 21b angeordnet, der Führungszapfen 21c
erstreckt sich radial innerhalb davon in einen Zwischenraum 22 hinein. Dieser Zwischenraum
22 wird axial zwischen einer ersten, vorderen Dichtungsträgerwand 31 und einer zweiten,
hinteren Dichtungsträgerwand 32 begrenzt. Die erste Dichtungsträgerwand 31 liegt bezogen
auf eine Durchströmung 15 des Moduls 20 stromauf und die zweite Dichtungsträgerwand
32 stromab.
[0037] Die erste Dichtungsträgerwand 31 ist monolithisch mit einem Dichtungsträger 41 ausgebildet,
die beiden können bspw. als Gussteil hergestellt sein. An dem Dichtungsträger 41 ist
radial innen ein Dichtungselement 42 vorgesehen, bspw. eine Honigwabendichtung. Das
Dichtungselement 42 dichtet gegen eine Dichtstruktur 43, die vorliegend nur schematisch
als Kontur dargestellt ist und im Betrieb gemeinsam mit der Welle rotiert.
[0038] Die zweite Dichtungsträgerwand 32 ist mehrstückig zur ersten Dichtungsträgerwand
31 vorgesehen und über ein Verbindungselement 35 daran befestigt, vorliegend einen
Niet. Das Verbindungselement 35 durchsetzt einen Gleitkörper 36, der die Dichtungsträgerwände
31, 32 in dem definierten Axialabstand hält. Bezogen auf eine Axialrichtung 17 hat
die erste Dichtungsträgerwand 31 eine dem Zwischenraum 22 abgewandte Wandfläche 31a,
die vorliegend stromauf weist, sowie eine dem Zwischenraum 22 zugewandte Wandfläche
31b, die vorliegend stromab weist.
[0039] Die zweite Dichtungsträgerwand 32 ist dabei von der Wandfläche 31b der ersten Dichtungsträgerwand
31 in der Axialrichtung 17 beabstandet. Zwischen dem Axialabschnitt 32.1 der zweiten
Dichtungsträgerwand 32, den diese im vorliegenden Beispiel an ihrem radial inneren
Ende bildet, und der ersten Dichtungsträgerwand 31 bzw. Wandfläche 31b besteht also
ein Spalt 24. Dieser ist jedoch vergleichsweise klein und deshalb in der vorliegenden
Darstellung nicht im Detail zu erkennen. Damit lässt sich bspw. ein Krafteintrag in
das Verbindungselement 35 reduzieren, siehe vorne im Detail.
[0040] Ferner ist die zweite Dichtungsträgerwand 32 auch vom Dichtungsträger 41 beabstandet,
also in der Radialrichtung 18 in einem Abstand dazu vorgesehen. Dies kann, wie eingangs
erläutert, bspw. einem Krafteintrag in den Dichtungsträger und damit einem Verkippen
vorbeugen. Dabei bilden die Dichtungsträgerwände 31, 32 miteinander eine kontaktlose
Labyrinthdichtung 25, vorliegend durch den Überlapp zwischen dem Axialabschnitt 32.1
der zweiten Dichtungsträgerwand 32 mit einem Axialabschnitt 31.1 der ersten Dichtungsträgerwand
31. Trotz des Spalts 24 zwischen dem Axialabschnitt 31.1 und der der Dichtungsträgerwand
32 sowie des Spalts 24 zwischen dem Axialabschnitt 32.1 und der ersten Dichtungsträgerwand
31 lässt sich mit der kontaktlosen Labyrinthdichtung 25 durch die Umlenkung der Leckageströmung
eine Relativabdichtung erreichen.
[0041] Figur 3 zeigt eine zu Figur 2 alternative Bauform, wobei in der folgenden Darstellung vorrangig
die Unterschiede betont werden, was auch für alle übrigen Ausführungsformen gilt.
Generell bezeichnen im Rahmen dieser Offenbarung die gleichen Bezugszeichen der gleiche
Teil bzw. Teile mit gleicher Funktion und wird insofern immer auch auf die Beschreibung
der jeweilig anderen Figuren verwiesen. Auch bei der Ausführungsform gemäß Figur 3
ist die zweite Dichtungsträgerwand 32 in der Axialrichtung 17 von der Wandfläche 31b
der ersten Dichtungsträgerwand 31 beabstandet, liegt also zwischen der Wandfläche
31b und dem Axialabschnitt 32.1 der zweiten Dichtungsträgerwand 32 ein Spalt 24 vor
(nicht im Detail dargestellt).
[0042] Gleiches gilt für den Axialabschnitt 31.1 der ersten Dichtungsträgerwand 31 mit und
die zweite Dichtungsträgerwand 32, auch dort liegt ein Spalt 24 vor. Mit den Axialabschnitten
31.1, 32.1 bilden die Dichtungsträgerwände 31, 32 wiederum eine kontaktlose Labyrinthdichtung
25. Da der Axialabschnitt 32.1 im Vergleich zur Variante gemäß Figur 2 weiter nach
radial innen versetzt ist, bildet er zudem mit dem Dichtungsträger 41 eine kontaktlose
Labyrinthdichtung 125, trotz des radialen Spalts 26 dazwischen.
[0043] Bei der Ausführungsform gemäß
Figur 4 ist die erste Dichtungsträgerwand 31 mit einer Stufe 31.2 geformt, also in dem Axialschnitt
betrachtet mit einem axialen Versatz. Diese Stufe 31.2 bildet mit dem Axialabschnitt
32.1 der zweiten Dichtungsträgerwand 32 die kontaktlose Labyrinthdichtung 25. Dabei
ist die erste Dichtungsträgerwand 31 im vorliegenden Beispiel zusätzlich mit einem
Axialabschnitt 31.1 geformt, der gemeinsam mit der Stufe 31.2 eine U-förmige Ausnehmung
bildet, in welche der Axialabschnitt 32.1 eingreift. Trotz der hier der Übersichtlichkeit
halber nicht im einzelnen referenzierten Spalte zwischen den Axialabschnitten 31.1,
32.1 und jeweilig anderen Dichtungsträgerwänden 31, 32 lässt sich damit eine gute
Abdichtung erreichen.
[0044] Auch bei der Ausführungsform gemäß
Figur 5 bilden die Dichtungsträgerwände 31, 32 miteinander eine kontaktlose Labyrinthdichtung
25, und zwar über den Axialabschnitt 32.1 der zweiten Dichtungsträgerwand 32. Ferner
wird ein etwaiger Leckagepfad weiter durch die kontaktlose Labyrinthdichtung 125 zwischen
dem Dichtungsträger 41 und der zweiten Dichtungsträgerwand 32 verlängert. Dazu ist
der Dichtungsträger 41 mit einem Radialabschnitt 41.1 geformt, der sich nach radial
außen erhebt. Der Radialabschnitt 41.1 liegt dabei nicht an der zweiten Dichtungsträgerwand
32 an, weder axial noch radial (Spalte der Übersichtlichkeit halber nicht im Einzelnen
referenziert).
[0045] Die Ausführungsform gemäß
Figur 6 entspricht hinsichtlich des prinzipiellen Aufbaus mit dem Dichtungsträgerwänden 31,
32, die über den Gleitkörper 36 und das Verbindungselement 35 relativ zueinander befestigt
sind, den bisher diskutierten Varianten. Ferner ist auch in diesem Fall, wie in den
Figuren 2-4, sowohl die erste Dichtungsträgerwand 31 als auch die zweite Dichtungsträgerwand
32 jeweils mit einem Axialabschnitt 31.1, 32.1 vorgesehen. Im Unterschied zu den bisher
diskutierten Varianten sind diese Axialabschnitte 31.1, 32.1 jedoch nicht zueinander
beabstandet, sondern in einem radialen Kontakt 65 vorgesehen. Sie liegen also in der
Radialrichtung 18 aneinander an und bilden damit eine Dichtung 66, wobei in der Axialrichtung
17 ein gewisser Relativversatz möglich ist. Damit lässt sich einem axialen Kräfteeintrag
vorbeugen, wobei mit der Anlage zugleich eine Abdichtung geschaffen wird.
[0046] Die Variante gemäß
Figur 7 entspricht in ihrem prinzipiellen Aufbau jener gemäß Figur 6, die Dichtungsträgerwände
31, 32 sind wiederum über einen jeweiligen Axialabschnitt 31.1, 32.1 in radialem Kontakt
65 miteinander. Im Unterschied zu Figur 6 ist die zweite Dichtungsträgerwand in diesem
Fall aus einem Blech vorgesehen und ist der Axialabschnitt 32.1 durch entsprechendes
Umbiegen eines radial inneren Abschnitts erzeugt. Gleiches gilt für die Ausführungsform
gemäß
Figur 8, bei welcher der aus dem Blech gebildete Axialabschnitt 32.1 im Unterschied zu Figur
7 nicht von radial außen, sondern von radial innen an dem Axialabschnitt 31.1 der
ersten Dichtungsträgerwand 31 anliegt.
[0047] Zur Illustration sind in Figur 8 ferner ein vorderes und ein hinteres Dichtblech
81, 82 referenziert, die als zu den Dichtungsträgerwänden 31, 32 mehrstückige Teile
damit zusammengesetzt sind und ebenfalls vom Verbindungselement 35 zusammengehalten
werden. Das vordere Dichtblech 81 bildet gemeinsam mit der Innenplattform 21b und
einer Innenplattform 85 (nur schematisch als Kontur dargestellt) der vorgelagerten
Laufschaufelanordnung eine sogenannte Fischmauldichtung 91, ebenso bildet das hintere
Dichtblech 82 gemeinsam mit der Innenplattform 21b und der Innenplattform 86 (nur
schematisch als Kontur gezeigt) der nachgelagerten Laufschaufelanordnung eine Fischmauldichtung
92. Wenngleich auch in den übrigen Figuren dargestellt, sind die Dichtbleche 81, 82
optional, das Modul 20 kann auch ohne Fischmauldichtung oder alternativ auch nur mit
einem vorderen oder einem hinteren Dichtblech vorgesehen sein.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0048]
| Strömungsmaschine |
1 |
| |
Verdichter |
1a |
| |
Brennkammer |
1b |
| |
Turbine |
1c |
| Längsachse |
2 |
| Durchströmung |
15 |
| Axialrichtung |
17 |
| Radialrichtung |
18 |
| Modul |
20 |
| Leitschaufelanordnung |
21 |
| |
Leitschaufelblatt |
21a |
| |
Innenplattform |
21b |
| |
Führungszapfen |
21c |
| |
Innenplattform |
21b |
| Zwischenraum |
22 |
| Spalt |
24 |
| kontaktlose Labyrinthdichtung |
25 |
| radialer Spalts |
26 |
| erster, vorderer Dichtungsträgerwand |
31 |
| |
abgewandte Wandfläche |
31a |
| |
zugewandte Wandfläche |
31b |
| zweite, hintere Dichtungsträgerwand |
32 |
| |
Axialabschnitt |
32.1 |
| Verbindungselement |
35 |
| Gleitkörper |
36 |
| Dichtungsträger |
41 |
| Dichtungselement |
42 |
| Dichtstruktur |
43 |
| radialer Kontakt |
65 |
| Dichtbleche |
81, 82 |
| Innenplattform |
|
85 |
| Innenplattform |
|
86 |
| Fischmauldichtungen |
|
91, 92 |
| kontaktlose Labyrinthdichtung |
|
125 |
1. Modul (20) für eine Strömungsmaschine (1), mit
einer Leitschaufelanordnung (21),
einem Dichtungsträger (41), der radial innerhalb einer Innenplattform (21b) der Leitschaufelanordnung
(21) angeordnet ist, Dichtungsträgerwänden (31, 32), nämlich einer ersten (31) und
einer zweiten Dichtungsträgerwand (32), und
einem Gleitkörper (36) sowie einem Verbindungselement (35), wobei die erste Dichtungsträgerwand
(32) und der Dichtungsträger (41) einstückig miteinander ausgebildet sind,
und wobei die Dichtungsträgerwände (31, 32) relativ zueinander mehrstückig sind und
die zweite Dichtungsträgerwand (32) über das Verbindungselement (35) an der ersten
Dichtungsträgerwand (31) und dem Dichtungsträger (41) befestigt ist,
wobei der Gleitkörper (36) die Dichtungsträgerwände (31, 32) solchermaßen voneinander
beabstandet hält, dass sie miteinander axial einen Zwischenraum (22) begrenzen, in
welchen die Leitschaufelanordnung (21) mit einem sich nach radial innen erstreckenden
Führungszapfen (21c) eingreift,
wobei die zweite Dichtungsträgerwand (32) von der in Axialrichtung (17) weisenden
Wandfläche (31b) der ersten Dichtungsträgerwand (31) und von dem Dichtungsträger (41)
beabstandet ist.
2. Modul (20) nach Anspruch 1, bei welchem die erste Dichtungsträgerwand (31) und die
zweite Dichtungsträgerwand (32) eine kontaktlose Labyrinthdichtung (25) miteinander
bilden.
3. Modul (20) nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem die zweite Dichtungsträgerwand (32)
und der Dichtungsträger (41) eine kontaktlose Labyrinthdichtung (125) miteinander
bilden.
4. Modul (20) nach Anspruch 2 oder 3, bei welcher die zweite Dichtungsträgerwand (32)
einen in Axialrichtung zu der ersten Dichtungsträgerwand (31) hervorstehenden Axialabschnitt
(32.1) zur Ausbildung der kontaktlosen Labyrinthdichtung (25, 125) umfasst.
5. Modul (20) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei welchem zumindest eine der Dichtungsträgerwände
(31, 32) in einem axialen Schnitt betrachtet zur Ausbildung der kontaktlosen Labyrinthdichtung
(25, 125) mit einer Stufe (31.2) geformt ist.
6. Modul (20) nach Anspruch 1, bei welchem die erste Dichtungsträgerwand (31) einen in
Axialrichtung (17) zur zweiten Dichtungsträgerwand (32) hin vorstehenden Axialabschnitt
(31.1) umfasst, der radial zum Dichtungsträger (41) versetzt ist und durch einen radialen
Kontakt (65) an der zweiten Dichtungsträgerwand (32) mit dieser eine Dichtung (66)
bildet.
7. Modul (20) nach Anspruch 6, bei welchem die zweite Dichtungsträgerwand (32) einen
in Axialrichtung zur ersten Dichtungsträgerwand (31) hin vorstehenden Axialabschnitt
(31.1) umfasst, der radial zum Dichtungsträger (41) versetzt ist und den radialen
Kontakt (65) mit dem Axialabschnitt der ersten Dichtungsträgerwand (31) bildet.
8. Modul (20) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem der Dichtungsträger
(41) ausschließlich durch die erste Dichtungsträgerwand (31) positioniert ist und
in der bestimmungsgemäßen Anordnung ansonsten nach radial außen kontaktfrei zu weiteren
Bauteilen ist und/oder keine weiteren nach radial außen vorstehenden Abschnitte umfasst.
9. Modul (20) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem, bezogen auf eine Durchströmung
(15) des Moduls (20), die erste Dichtungsträgerwand (31) stromauf und die zweite Dichtungsträgerwand
(32) stromab angeordnet ist.
10. Modul (20) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem der Gleitkörper (36)
mehrstückig zu den Dichtungsträgerwänden (31, 32) ist und das Verbindungselement (35)
den Gleitkörper (36) durchsetzt.
11. Modul (20) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem die zweite Dichtungsträgerwand
(32) eine geringere Dicke als die erste Dichtungsträgerwand (31) hat.
12. Modul (20) nach Anspruch 11, bei welchem die zweite Dichtungsträgerwand (32) aus einem
Blech gebildet ist, welches vorzugsweise in Umlaufrichtung unterbrechungsfrei durchgehend
vorgesehen ist.
13. Modul (20) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem die erste Dichtungsträgerwand
(31) monolithisch mit dem Dichtungsträger (41) geformt ist, insbesondere im Querschnitt
eine T-Form mit dem Dichtungsträger (41) bildet.
14. Turbine (1c) für eine Strömungsmaschine (1), insbesondere ein Flugtriebwerk, mit einem
Modul (20) nach einem der vorstehenden Ansprüche.