[0001] Die Erfindung betrifft ein System mit mindestens einem Haushaltsgerät zum Einbau
in ein Möbel der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art sowie ein Verfahren
zum Betrieb eines Systems.
[0003] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein System mit mindestens einem Haushaltsgerät
zum Einbau in ein Möbel sowie ein Verfahren zum Betrieb eines Systems zu verbessern.
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein System mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das System eine Sicherheitsvorrichtung
aufweist, wobei die Sicherheitsvorrichtung derart ausgebildet ist, dass die Sicherheitsvorrichtung
in einem Sicherungszustand der Sicherheitsvorrichtung, in Abhängigkeit des Vorliegens
mindestens eines vorher festgelegten Betriebszustands des Haushaltsgeräts, eine Überführung
der Tür in deren Schließlage verhindert und/oder eine vollautomatische Überführung
der Tür von deren Schließlage in Richtung von deren Öffnungslage ermöglicht. Die Sicherheitsvorrichtung
wird somit in Abhängigkeit des Vorliegens des mindestens einen vorher festgelegten
Betriebszustands des mindestens einen Haushaltsgeräts vollautomatisch in deren Sicherungszustand
überführt. Ferner wird dieses Problem durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0005] Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass ein System
mit mindestens einem Haushaltsgerät zum Einbau in ein Möbel sowie ein Verfahren zum
Betrieb eines Systems verbessert sind. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des
Systems und des Verfahrens ist es möglich, miteinander konkurrierende Anforderungen
von Möbelherstellern auf der einen Seite und von Haushaltsgeräteherstellern auf der
anderen Seite auszugleichen. Üblicherweise ist es von Möbelherstellern vorgesehen,
dass ein in ein Möbel eingebautes Haushaltsgerät mittels einer Abschaltvorrichtung
an eine Stromversorgung angeschlossen ist. Sobald die Tür des Systems, beispielsweise
eine Möbeltür des Möbels, in deren Schließlage überführt worden ist, wird die Stromzufuhr
zu dem Haushaltsgerät mittels der vorgenannten Abschaltvorrichtung vollautomatisch
unterbrochen, um so beispielsweise das Möbel vor Feuchtigkeit und übermäßiger Wärme
zu schützen. Eine derartige vollautomatische Abschaltung der Stromzufuhr kann aber
für das in dem Möbel eingebaute Haushaltsgerät nachteilig sein, da zum Beispiel in
dem Haushaltsgerät vorhandene Feuchtigkeit nicht nach außen abgeführt werden kann,
sondern in dem Haushaltsgerät selbst kondensiert. Darüber hinaus kann es dadurch auch
zu einer verminderten Sicherheit an dem Haushaltsgerät und damit zu einer Gefahr für
Leib und Leben eines Benutzers des Haushaltsgeräts kommen. Die Erfindung schafft hier
Abhilfe. Mittels der Erfindung ist es nun möglich, die Interessen sowohl der Möbelhersteller
wie auch der Haushaltsgerätehersteller zu berücksichtigen und die vorgenannten Probleme
zu verhindern.
[0006] Grundsätzlich ist das erfindungsgemäße System nach Art, Funktionsweise, Material,
Dimensionierung und Anordnung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar. Beispielsweise
kann es sich bei dem mindestens einen Haushaltsgerät um ein Küchengerät, wie zum Beispiel
ein Gargerät mit einem Garraum, eine Kaffeemaschine oder dergleichen handeln. Denkbar
ist aber auch, dass das mindestens eine Haushaltsgerät als ein Wäschebehandlungsgerät,
wie zum Beispiel eine Waschmaschine, ein Wäschetrockner oder ein Waschtrockner, ausgebildet
ist.
[0007] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass die
Sicherheitsvorrichtung derart ausgebildet und eingerichtet ist, dass die Sicherheitsvorrichtung
in deren Sicherungszustand die Tür in deren Öffnungslage oder in einer zwischen der
Öffnungslage und der Schließlage befindlichen Zwischenlage der Tür mechanisch arretiert,
oder, dass ein Türantrieb des Systems zur automatischen Überführung der Tür von deren
Öffnungslage in deren Schließlage mittels der Sicherheitsvorrichtung in deren Sicherungszustand
derart ansteuerbar ist, dass der Türantrieb deaktiviert ist oder die Tür automatisch
lediglich von der Öffnungslage bis in eine zwischen der Öffnungslage und der Schließlage
befindliche Zwischenlage der Tür überführt. Auf diese Weise ist zum einen eine Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems angegeben, dass für ein System mit einer manuell beweglichen
Tür geeignet ausgebildet ist. Zum anderen ist alternativ dazu eine Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems angegeben, bei der die Tür automatisch, also halbautomatisch
und/oder vollautomatisch bewegbar ist, geeignet ausgebildet ist. Je nach den Erfordernissen
des Einzelfalls wird der Fachmann die geeignete Ausführungsform auswählen.
[0008] Entsprechend sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vor, dass die Sicherheitsvorrichtung in deren Sicherungszustand die Tür in deren Öffnungslage
oder in einer zwischen der Öffnungslage und der Schließlage befindlichen Zwischenlage
der Tür mechanisch arretiert, oder, dass ein Türantrieb des Systems zur automatischen
Überführung der Tür von deren Öffnungslage in deren Schließlage mittels der Sicherheitsvorrichtung
in deren Sicherungszustand derart angesteuert wird, dass der Türantrieb deaktiviert
ist oder die Tür automatisch lediglich von der Öffnungslage bis in eine zwischen der
Öffnungslage und der Schließlage befindliche Zwischenlage der Tür überführt.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass die Sicherheitsvorrichtung derart ausgebildet und eingerichtet ist, dass ein
Türantrieb des Systems zur automatischen Überführung der Tür von deren Schließlage
in deren Öffnungslage oder in eine zwischen der Öffnungslage und der Schließlage befindliche
Zwischenlage der Tür mittels der Sicherheitsvorrichtung in deren Sicherungszustand
zur vorgenannten Überführung der Tür in deren Öffnungslage oder Zwischenlage vollautomatisch
ansteuerbar ist. Hierdurch ist zusätzlich oder alternativ zu der vorgenannten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems eine Ausbildung des erfindungsgemäßen Systems angegeben,
bei der in Abhängigkeit des Vorliegens des Sicherungszustands die Tür vollautomatisch
von deren Schließlage in deren Öffnungslage oder Zwischenlage überführbar ist.
[0010] Entsprechend sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vor, dass ein Türantrieb des Systems zur automatischen Überführung der Tür von deren
Schließlage in deren Öffnungslage oder in eine zwischen der Öffnungslage und der Schließlage
befindliche Zwischenlage der Tür mittels der Sicherheitsvorrichtung in deren Sicherungszustand
zur vorgenannten Überführung der Tür in deren Öffnungslage oder Zwischenlage vollautomatisch
angesteuert wird.
[0011] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass
der vorgenannte mindestens eine Betriebszustand des Haushaltsgeräts als ein Gebläsebetrieb
eines Gebläses des Haushaltsgeräts und/oder als ein Heizbetrieb einer Heizung des
Haushaltsgeräts ausgebildet ist. Auf diese Weise sind zwei für ein Haushaltsgerät
besonders relevante und für den vorgenannten Interessenskonflikt sehr wichtige Betriebszustände
des Haushaltsgeräts angegeben.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass die Sicherheitsvorrichtung und das Haushaltsgerät zwecks vollautomatischer Überführung
der Sicherheitsvorrichtung von einem Ruhezustand der Sicherheitsvorrichtung, in dem
die Tür zwischen deren Öffnungslage und deren Schließlage ungehindert hin und her
bewegbar ist, in deren Sicherungszustand mittels Erkennung des Vorliegens des mindestens
einen vorher festgelegten Betriebszustands des Haushaltsgeräts jeweils eine Kommunikationsschnittstelle
und einen die beiden Kommunikationsschnittstellen signalübertragend verbindenden Kommunikationsweg
zur drahtlosen oder drahtgebundenen Kommunikation miteinander aufweisen, bevorzugt,
dass die Kommunikationsschnittstellen und der Kommunikationsweg derart manipulationssicher
ausgebildet sind, dass eine Einwirken auf diese Kommunikation von außen verhindert
ist. Hierdurch ist eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem mindestens einen
Haushaltsgerät und der Sicherheitsvorrichtung zur Feststellung des Vorliegens des
mindestens einen vorher festgelegten Betriebszustands des mindestens einen Haushaltsgeräts
und damit des Vorliegens des Sicherungszustands der Sicherheitsvorrichtung ermöglicht.
Eine zusätzliche Sensorik der Sicherheitsvorrichtung zur Sensierung des mindestens
einen vorher festgelegten Betriebszustands des mindestsens einen Haushaltsgeräts ist
somit nicht erforderlich.
[0013] Eine zu der vorgenannten Ausführungsform alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Systems sieht vor, dass die Sicherheitsvorrichtung zwecks vollautomatischer Überführung
der Sicherheitsvorrichtung von einem Ruhezustand der Sicherheitsvorrichtung, in dem
die Tür zwischen deren Öffnungslage und deren Schließlage ungehindert hin und her
bewegbar ist, in deren Sicherungszustand mittels Erkennung des Vorliegens des mindestens
einen vorher festgelegten Betriebszustands des mindestens einen Haushaltsgeräts eine
Betriebszustandserkennungseinrichtung aufweist, wobei mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung
zumindest erkennbar ist, ob mindestens einer des mindestens einen Betriebszustands
bei dem Haushaltsgerät vorliegt, bevorzugt, dass mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung
das Vorliegen eines speziellen Betriebszustands des Haushaltsgeräts erkennbar ist.
Auf diese Weise ist es, ohne eine spezielle Anpassung des mindestens einen Haushaltsgeräts
auf das erfindungsgemäße System, möglich, das erfindungsgemäße System mit einer wirkungsvollen
und funktionssicheren Sicherheitsvorrichtung auszustatten, da eine bidirektionale
Kommunikation zwischen dem mindestens einen Haushaltsgerät auf der einen Seite und
der Sicherheitsvorrichtung auf der anderen Seite nicht erforderlich ist. Somit ist
die Manipulationssicherheit des erfindungsgemäßen Systems auf konstruktiv, fertigungstechnisch
und schaltungstechnisch einfache Art wesentlich verbessert. Die bevorzugte Ausführungsform
dieser Weiterbildung hat darüber hinaus den weiteren Vorteil, dass der Sicherungszustand
der Sicherungsvorrichtung in Abhängigkeit des Vorliegens des jeweils speziellen Betriebszustands
des Haushaltsgeräts ausgebildet sein kann.
[0014] Entsprechend sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vor, dass die Sicherheitsvorrichtung zwecks vollautomatischer Überführung der Sicherheitsvorrichtung
von einem Ruhezustand der Sicherheitsvorrichtung, in dem die Tür zwischen deren Öffnungslage
und deren Schließlage ungehindert hin und her bewegbar ist oder automatisch hin und
her bewegt wird, in deren Sicherungszustand mittels Erkennung des Vorliegens des mindestens
einen vorher festgelegten Betriebszustands des mindestens einen Haushaltsgeräts eine
Betriebszustandserkennungseinrichtung aufweist, wobei mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung
zumindest erkannt wird, ob mindestens einer des mindestens einen Betriebszustand bei
dem Haushaltsgerät vorliegt, bevorzugt, dass mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung
das Vorliegen eines speziellen Betriebszustands des Haushaltsgeräts erkannt wird.
[0015] Eine vorteilhafte Weiterbildung der letztgenannten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Systems sieht vor, dass die Betriebszustandserkennungseinrichtung derart ausgebildet
und eingerichtet ist, dass mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung mindestens
eine der nachfolgend genannten Messungen durchführbar ist: Leistungs- und/oder Strommessung
an einer Stromversorgung des mindestens einen Haushaltsgeräts, bevorzugt, dass die
Leistungs- und/oder Strommessung einer Mehrzahl von Haushaltsgeräten voneinander unabhängig
erfolgt, und/oder, dass die Leistungs- und/oder Strommessung als eine Sicherheitselektronik
ausgebildet ist; Temperaturmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Feuchtigkeitsmessung
an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Luftstrommessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät;
Vibrationsmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Helligkeitsmessung an einer
Anzeigeeinheit des mindestens einen Haushaltsgeräts; Texterkennung an einer Anzeigeeinheit
des mindestens einen Haushaltsgeräts. Hierdurch ist eine Vielzahl von messbaren physikalischen
Größen angegeben, die für wesentliche Betriebszustände eines Haushaltsgeräts charakteristisch
sind, so dass mittels der mindestens einen vorgenannten Messung eine sichere Aussage
über das Vorliegen des mindestens einen vorher festgelegten Betriebszustands des mindestens
einen Haushaltsgeräts möglich ist. Beispielsweise kann bei einer Leistungsmessung
eine Leistungsaufnahme des mindestens einen Haushaltsgeräts von kleiner 2 W als für
eine in der Schließlage befindliche Tür unproblematisch eingestuft sein und eine Leistungsaufnahme
des mindestens einen Haushaltsgeräts von größer 10 Weine Überführung der Tür in deren
Schließlage verhindern, wobei eine maximale Leistungsaufnahme pro Haushaltsgerät auf
kleiner oder gleich 3,6 kW begrenzt sein kann.
[0016] Entsprechend sieht eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vor, dass die Betriebszustandserkennungseinrichtung mindestens eine der nachfolgend
genannten Messungen durchführt: Leistungs- und/oder Strommessung an einer Stromversorgung
des mindestens einen Haushaltsgeräts, bevorzugt, dass die Leistungs- und/oder Strommessung
einer Mehrzahl von Haushaltsgeräten voneinander unabhängig erfolgt, und/oder, dass
die Leistungs- und/oder Strommessung als eine Sicherheitselektronik ausgebildet ist;
Temperaturmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Feuchtigkeitsmessung an
dem mindestens einen Haushaltsgerät; Luftstrommessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät;
Vibrationsmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Helligkeitsmessung an einer
Anzeigeeinheit des mindestens einen Haushaltsgeräts; Texterkennung an einer Anzeigeeinheit
des mindestens einen Haushaltsgeräts.
[0017] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass
das System eine Netzanschlussbox zur Stromversorgung des mindestens einen Haushaltsgeräts
aufweist, bevorzugt, dass die Netzanschlussbox zusätzlich zur Stromversorgung eines
Türantriebs der Tür zur automatischen Bewegung der Tür aufweist, besonders bevorzugt,
dass der Türantrieb mittels Sicherheitskleinspannung betreibbar ist. Auf diese Weise
ist die Stromversorgung des mindestens einen Haushaltsgeräts auf konstruktiv und fertigungstechnisch
besonders einfache Art realisierbar. Beispielsweise kann es vorgesehen sein, dass,
bei einer Mehrzahl von Haushaltsgeräten, mehrere der Haushaltsgeräte an einer gemeinsamen
Phase der Stromversorgung angeschlossen sind. Jedoch können die Haushaltsgeräte auch
an jeweils voneinander verschiedenen Phasen der Stromversorgung angeschlossen sein.
Die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung hat den zusätzlichen Vorteil,
dass für den Türantrieb keine separate Netzanschlussbox oder dergleichen erforderlich
ist. Stattdessen kann die Stromversorgung des Türantriebs von der Stromversorgung
eines des mindestens einen Haushaltsgeräts auf dem Fachmann an sich bekannte Art abgenommen
sein. Die besonders bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung hat darüber hinaus
den Vorteil, dass die Sicherheit des Türantriebs weiter dahingehend verbessert ist,
dass eine Berührung von stromführenden Teilen des Türantriebs für einen Benutzer des
Systems ungefährlich ist.
[0018] Eine vorteilhafte Weiterbildung der letztgenannten Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Systems sieht vor, dass die Netzanschlussbox gleichzeitig als Teil der Betriebszustandserkennungseinrichtung
ausgebildet ist, bevorzugt, dass die Netzanschlussbox zur vorgenannten Leistungs-
und/oder Strommessung des mindestens einen Haushaltsgeräts ausgebildet ist. Hierdurch
ist die Betriebszustandserkennungseinrichtung auf konstruktiv, fertigungstechnisch
und schaltungstechnisch besonders einfache Art und Weise realisierbar. Dies gilt insbesondere
für die bevorzugte Ausführungsform dieser Weiterbildung. Beispielsweise kann die Leistung
und/oder der Strom von einer Mehrzahl von Haushaltsgeräten des mindestens einen Haushaltsgeräts
mittels dieser Weiterbildung voneinander unabhängig gemessen werden. Ferner kann das
mindestens eine Haushaltsgerät jeweils mittels eines länderneutralen Zwischenkabels
mit der Netzanschlussbox stromleitend verbunden sein, während die Netzanschlussbox
mit einem länderspezifischen Stromkabel mit einer externen Stromversorgung, also einem
Hausnetz, stromleitend verbunden sein kann.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens in einer teilweisen, geschnittenen Seitenansicht und
- Figur 2
- das Ausführungsbeispiel in einer teilweisen Detailansicht im Bereich der Netzanschlussbox.
[0020] In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens rein exemplarisch dargestellt.
[0021] Das System 2 umfasst ein als Gargerät mit einem Garraum ausgebildetes Haushaltsgerät
4 zum Einbau in ein Möbel 6 mit einem Aufnahmeraum 8 für das Haushaltsgerät 4 und
eine zwischen einer Schließlage und einer Öffnungslage hin und her überführbare Tür
10, wobei eine Aufnahmeraumöffnung 12 des Aufnahmeraums 8 mit dem darin vollständig
angeordneten Haushaltsgerät 4 in der Schließlage der Tür 10 von der Tür 10 vollständig
verdeckt ist und in der Öffnungslage der Tür 10 mittels der Aufnahmeraumöffnung 12
ein Zugriff auf den Aufnahmeraum 8 durch einen nicht dargestellten Benutzer des Systems
2 ermöglicht ist.
[0022] Erfindungsgemäß weist das System 2 eine Sicherheitsvorrichtung 14 auf, wobei die
Sicherheitsvorrichtung 14 derart ausgebildet ist, dass die Sicherheitsvorrichtung
14 in einem in der Fig. 1 dargestellten Sicherungszustand der Sicherheitsvorrichtung
14, in Abhängigkeit des Vorliegens mindestens eines vorher festgelegten Betriebszustands
des Haushaltsgeräts 4, eine Überführung der Tür 10 in deren Schließlage verhindert
und eine vollautomatische Überführung der Tür 10 von deren Schließlage in Richtung
von deren Öffnungslage ermöglicht. Die Tür 10 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
als eine sogenannte Pockettür des Möbels 6 ausgebildet, wobei die Tür 10 in der Öffnungslage
der Tür 10 in einer Aufnahme 11 für die Tür 10 im Wesentlichen verstaubar ist. Jedoch
sind auch Ausführungsformen denkbar, bei denen die Tür beispielsweise als eine Kombinationstür
aus einer Möbeltür und einer mit der Möbeltür mechanisch verbundenen Haushaltsgerätetür
ausgebildet ist. In der nicht dargestellten Schließlage der Tür 10 erstreckt sich
die Tür 10 in der Bildebene der Fig. 1 im Wesentlichen parallel zur Senkrechten. In
der ebenfalls nicht dargestellten Öffnungslage der Tür 10 erstreckt sich die Tür 10
in der Bildebene der Fig. 1 im Wesentlichen parallel zur Horizontalen.
[0023] Die Sicherheitsvorrichtung 14 ist derart ausgebildet und eingerichtet, dass die Sicherheitsvorrichtung
14 in deren Sicherungszustand die Tür 10 in einer zwischen der Öffnungslage und der
Schließlage befindlichen Zwischenlage der Tür 10 mechanisch arretiert, oder, dass
ein nicht dargestellter Türantrieb des Systems 2 zur automatischen
[0024] Überführung der Tür 10 von deren Öffnungslage in deren Schließlage mittels der Sicherheitsvorrichtung
14 in deren Sicherungszustand derart ansteuerbar ist, dass der Türantrieb deaktiviert
ist oder die Tür 10 automatisch lediglich von der Öffnungslage bis in die zwischen
der Öffnungslage und der Schließlage befindliche Zwischenlage der Tür 10 überführt.
Die vorgenannte Zwischenlage ist in der Fig. 1 dargestellt.
[0025] Ferner ist die Sicherheitsvorrichtung 14 derart ausgebildet und eingerichtet, dass
der Türantrieb des Systems 2 zur automatischen Überführung der Tür 10 von deren Schließlage
in deren Öffnungslage oder in die zwischen der Öffnungslage und der Schließlage befindliche
Zwischenlage der Tür 10 mittels der Sicherheitsvorrichtung 14 in deren Sicherungszustand
zur vorgenannten Überführung der Tür 10 in deren Öffnungslage oder Zwischenlage vollautomatisch
ansteuerbar ist.
[0026] Der vorgenannte mindestens eine Betriebszustand des Haushaltsgeräts 4 ist hier als
ein Gebläsebetrieb eines nicht dargestellten Gebläses des Haushaltsgeräts 4 und als
ein Heizbetrieb einer nicht dargestellten Heizung des Haushaltsgeräts 4 ausgebildet.
[0027] Eine erste Variante des erfindungsgemäßen Systems gemäß der vorliegenden Ausführungsform
sieht vor, dass die Sicherheitsvorrichtung 14 und das Haushaltsgerät 4 zwecks vollautomatischer
Überführung der Sicherheitsvorrichtung 14 von einem Ruhezustand der Sicherheitsvorrichtung
14, in dem die Tür 10 zwischen deren Öffnungslage und deren Schließlage ungehindert
hin und her bewegbar ist, in deren Sicherungszustand mittels Erkennung des Vorliegens
des mindestens einen vorher festgelegten Betriebszustands des Haushaltsgeräts 4 jeweils
eine nicht dargestellte Kommunikationsschnittstelle und einen die beiden Kommunikationsschnittstellen
signalübertragend verbindenden, ebenfalls nicht dargestellten Kommunikationsweg zur
drahtlosen oder drahtgebundenen Kommunikation miteinander aufweisen, wobei die Kommunikationsschnittstellen
und der Kommunikationsweg hier derart manipulationssicher ausgebildet sind, dass ein
Einwirken auf diese Kommunikation von außen verhindert ist.
[0028] Alternativ dazu sieht eine zweite Variante des erfindungsgemäßen Systems gemäß der
vorliegenden Ausführungsform vor, dass die Sicherheitsvorrichtung 14 zwecks vollautomatischer
Überführung der Sicherheitsvorrichtung 14 von dem Ruhezustand der Sicherheitsvorrichtung
14, in dem die Tür 10 zwischen deren Öffnungslage und deren Schließlage ungehindert
hin und her bewegbar ist, in deren Sicherungszustand mittels Erkennung des Vorliegens
des mindestens einen vorher festgelegten Betriebszustands des Haushaltsgeräts 4 eine
Betriebszustandserkennungseinrichtung 16 aufweist, wobei mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung
16 zumindest erkennbar ist, ob mindestens einer des mindestens einen Betriebszustands
bei dem Haushaltsgerät 4 vorliegt. Die Betriebszustandserkennungseinrichtung 16 ist
lediglich in der Fig. 2 dargestellt. Denkbar ist aber auch, dass in anderen Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Systems mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung das
Vorliegen eines speziellen Betriebszustands des Haushaltsgeräts erkennbar ist.
[0029] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist es vorgesehen, dass die Betriebszustandserkennungseinrichtung
16 derart ausgebildet und eingerichtet ist, dass mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung
16 mindestens eine der nachfolgend genannten Messungen durchführbar ist: Leistungs-
und/oder Strommessung an einer Stromversorgung des mindestens einen Haushaltsgeräts
4, bevorzugt, dass die Leistungs- und/oder Strommessung einer Mehrzahl von Haushaltsgeräten
voneinander unabhängig erfolgt, und/oder, dass die Leistungs- und/oder Strommessung
als eine Sicherheitselektronik ausgebildet ist; Temperaturmessung an dem mindestens
einen Haushaltsgerät; Feuchtigkeitsmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät;
Luftstrommessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Vibrationsmessung an dem
mindestens einen Haushaltsgerät; Helligkeitsmessung an einer Anzeigeeinheit des mindestens
einen Haushaltsgeräts; Texterkennung an einer Anzeigeeinheit des mindestens einen
Haushaltsgeräts.
[0030] Hierfür weist das System 2 eine Netzanschlussbox 18 zur Stromversorgung des Haushaltsgeräts
4 auf, wobei die Netzanschlussbox 18 zusätzlich zur Stromversorgung des nicht dargestellten
Türantriebs der Tür 10 zur automatischen Bewegung der Tür 10 ausgebildet ist. Bei
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Türantrieb mittels Sicherheitskleinspannung
betreibbar. Die Netzanschlussbox 18 weist insgesamt zwei Steckdosen 20, 22 für die
stromleitende Verbindung von mindestens zwei Haushaltsgeräten, hier dem Haushaltsgerät
4, mit der Netzanschlussbox 18 auf. Für die vorgenannte stromleitende Verbindung des
Haushaltgeräts 4 mit der Netzanschlussbox 18 kann beispielsweise ein nicht dargestelltes
länderneutrales Stromkabel verwendet werden. Dieses Stromkabel ist also für alle Länder,
in die das System 2 geliefert wird, gleich. Die Stromversorgung des Türantriebs ist
hier derart realisiert, dass die stromleitende Verbindung 24 der Netzanschlussbox
18 mit dem Türantrieb der Stromversorgung für das Haushaltsgerät 4 auf dem Fachmann
an sich bekannte Art und Weise innerhalb der Netzanschlussbox 18 abgenommen ist. Die
beiden Steckdosen 20, 22 der Netzanschlussbox 18 sind mit länderspezifischen Stromkabeln
26, 28 mit einer nicht dargestellten externen Stromversorgung, nämlich dem Hausnetz,
stromleitend verbindbar. Die vorgenannten Stromkabel 26, 28 sind also passend zu dem
Land, in das das System 2 geliefert wird, konfektioniert. Die Netzanschlussbox 18
ist außerhalb eines Gehäuses des Möbels 6, nämlich der Aufnahme 11, für die als sogenannte
Pockettür ausgebildete Tür 10 angeordnet. Die Netzanschlussbox 18 kann zum Beispiel
in einem Sockel des Möbels 6 angeordnet sein.
[0031] Die Netzanschlussbox 18 ist gemäß der zweiten Variante des vorliegenden Ausführungsbeispiels
gleichzeitig als Teil der Betriebszustandserkennungseinrichtung 16 ausgebildet, wobei
die Netzanschlussbox 18 zum Beispiel zur vorgenannten Leistungs- und/oder Strommessung
des Haushaltsgeräts 4 geeignet ausgebildet ist.
[0032] Nachfolgend werden die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Systems und das erfindungsgemäße
Verfahren gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel anhand der Fig. 1 und 2 näher
erläutert.
[0033] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist
es vorgesehen, dass die Sicherheitsvorrichtung 14 in dem Sicherungszustand der Sicherheitsvorrichtung
14, in Abhängigkeit des Vorliegens des mindestens einen vorher festgelegten Betriebszustands
des Haushaltsgeräts 4, eine Überführung der Tür 10 in deren Schließlage verhindert
und/oder eine vollautomatische Überführung der Tür 10 von deren Schließlage in Richtung
von deren Öffnungslage ermöglicht. Entsprechend ist das vorliegende Ausführungsbeispiel,
je nach Ausführungsform, einerseits für eine manuell überführbare Tür 10 und/oder
andererseits für eine vollautomatisch überführbare Tür 10 geeignet.
[0034] Entsprechend arretiert die Sicherheitsvorrichtung 14 in deren Sicherungszustand die
Tür 10 in deren Öffnungslage oder in der zwischen der Öffnungslage und der Schließlage
befindlichen Zwischenlage der Tür 10 mechanisch, oder, der nicht dargestellte Türantrieb
des Systems 2 zur automatischen Überführung der Tür 10 von deren Öffnungslage in deren
Schließlage wird mittels der Sicherheitsvorrichtung 14 in deren Sicherungszustand
derart angesteuert, dass der Türantrieb deaktiviert ist oder die Tür 10 automatisch
lediglich von der Öffnungslage bis in die zwischen der Öffnungslage und der Schließlage
befindliche Zwischenlage der Tür 10 überführt.
[0035] Ferner wird der Türantrieb des Systems 2 zur automatischen Überführung der Tür 10
von deren Schließlage in deren Öffnungslage oder in die zwischen der Öffnungslage
und der Schließlage befindliche Zwischenlage der Tür 10, sofern vorhanden, mittels
der Sicherheitsvorrichtung 14 in deren Sicherungszustand zur vorgenannten Überführung
der Tür 10 in deren Öffnungslage oder Zwischenlage vollautomatisch angesteuert.
[0036] Zwecks vollautomatischer Überführung der Sicherheitsvorrichtung 14 von dem Ruhezustand
der Sicherheitsvorrichtung 14, in dem die Tür 10 zwischen deren Öffnungslage und deren
Schließlage ungehindert hin und her bewegbar ist, in deren Sicherungszustand mittels
Erkennung des Vorliegens des mindestens einen vorher festgelegten Betriebszustands
des Haushaltsgeräts 4 weist die Sicherheitsvorrichtung 14 gemäß der zweiten Variante
des Systems 2 die Betriebszustandserkennungseinrichtung 16 auf, wobei mittels der
Betriebszustandserkennungseinrichtung 16 zumindest erkannt wird, ob mindestens einer
des mindestens einen Betriebszustands bei dem Haushaltsgerät 4 vorliegt. In anderen
Ausführungsformen der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung
das Vorliegen eines speziellen Betriebszustands des Haushaltsgeräts erkannt wird.
[0037] Hierfür wird mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung 16 mindestens eine
der nachfolgend genannten Messungen durchgeführt: Leistungs- und/oder Strommessung
an einer Stromversorgung des mindestens einen Haushaltsgeräts 4, bevorzugt, dass die
Leistungs- und/oder Strommessung einer Mehrzahl von Haushaltsgeräten voneinander unabhängig
erfolgt, und/oder, dass die Leistungs- und/oder Strommessung als eine Sicherheitselektronik
ausgebildet ist; Temperaturmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Feuchtigkeitsmessung
an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Luftstrommessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät;
Vibrationsmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Helligkeitsmessung an einer
Anzeigeeinheit des mindestens einen Haushaltsgeräts; Texterkennung an einer Anzeigeeinheit
des mindestens einen Haushaltsgeräts.
[0038] Unabhängig von der verwendeten Variante des Ausführungsbeispiels wird verhindert,
dass die Tür 10, nämlich die als Pockettür ausgebildete Tür 10, geschlossen wird,
obwohl sich das Haushaltsgerät 4 in mindestens einen der oben genannten Betriebszustände
befindet. Das gilt somit für die motorisch betriebene Ausführungsform wie auch für
die manuell betriebene Ausführungsform des vorliegenden Ausführungsbeispiels. Bei
der motorisch betriebenen Ausführungsform reicht es aus, den Türantrieb nicht anzusteuern.
Bei der manuell betriebenen Ausführungsform wird die Tür 10 entweder in deren Öffnungslage
oder in deren Zwischenlage arretiert und erst wieder vollautomatisch freigegeben,
wenn von dem Haushaltsgerät 4 keine Gefährdung mehr für das Haushaltsgerät 4, das
Möbel 6 und insbesondere für den Benutzer des Systems 2 ausgeht.
[0039] Die Tür 10 wird vollautomatisch geöffnet, wenn das Haushaltsgerät 4 hinter der in
der Schließlage befindlichen Tür 10 aktiv wird, also in einen der vorgenannten Betriebszustände
überführt wird. Dies kann durch einen Fernstart des Haushaltsgeräts 4 und/oder durch
eine zeitlich vorher eingestellte Startzeit für die Überführung des Haushaltsgeräts
4 in einen der vorgenannten Betriebszustände geschehen.
[0040] Hierfür muss die Sicherheitsvorrichtung 14 den Gerätestatus des Haushaltsgeräts 4,
also das Vorliegen mindestens eines der vorgenannten Betriebszustände des Haushaltsgeräts
4, kennen. In der ersten Variante des Ausführungsbeispiels erfolgt dies mittels drahtloser
oder drahtgebundener Informationsübertragung zwischen dem Haushaltsgerät 4 auf der
einen Seite und der Sicherheitsvorrichtung 14 auf der anderen Seite. Die Kommunikation
ist bidirektional und erfolgt beispielsweise mittels WLAN, Bluetooth oder einem Datenkabel.
Die Sicherheitsvorrichtung 14 fragt beim Haushaltsgerät 4 an, ob die Tür 10 geschlossen
werden kann. Abhängig von dem Vorliegen mindestens eines der vorgenannten Betriebszustände
des Haushaltsgeräts 4 verweigert das Haushaltsgerät 4 die Freigabe. Anderenfalls,
also wenn keiner der vorgenannten Betriebszustände des Haushaltsgeräts 4 vorliegt,
wird von dem Haushaltsgerät 4 die Freigabe erteilt. Sollte sich das Haushaltsgerät
4 in einem sogenannten Standby-Zustand befinden, wird es auf dem Fachmann an sich
bekannte Art und Weise zunächst aus diesem Standby-Zustand aufgeweckt, um auf die
Anfrage der Sicherheitsvorrichtung 14 zu antworten. Dieser Standby-Zustand wird auch
als Network-Standby bezeichnet. Ein Schließen der Tür 10 ohne die oben genannte Freigabe
des Haushaltsgeräts 4 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht vorgesehen.
Bevor das Haushaltsgerät 4 hinter der geschlossenen Tür 10 aktiv wird, schickt es
der Sicherheitsvorrichtung 14 einen Befehl zum Öffnen der Tür 10. Falls die Sicherheitsvorrichtung
14 diesen Befehl nicht positiv bestätigt, sich die Sicherheitsvorrichtung 14 also
nicht in deren Ruhezustand, sondern in deren Sicherungszustand befindet, wird das
Haushaltsgerät 4 nicht aktiv, nämlich nicht in einen der vorgenannten Betriebszustände
des Haushaltsgeräts 4 überführt. Die Kommunikation erfolgt hier über eine sichere
Verbindung, die nicht gehackt werden kann.
[0041] In der zweiten Variante des Ausführungsbeispiels erfolgt die Feststellung, dass einer
der vorgenannten Betriebszustände des Haushaltsgeräts 4 vorliegt, mittels der oben
erläuterten Messung am Haushaltsgerät 4. Bei dieser Messung handelt es sich zum Beispiel
um eine Leistungs- oder Strommessung an dem Haushaltsgerät 4. Dabei gilt das Folgende:
Von dem Haushaltsgerät 4 in dem vorgenannten Standby-Zustand, mit einer Leistungsaufnahme
von kleiner 2 W, geht keine Gefährdung für das Haushaltsgerät 4, das Möbel 6 oder
für den Benutzer des Systems 2 aus. Sollte die Leistungsaufnahme zwischen 10 W, beispielsweise
bei einem Nachlauf des Gebläses des Haushaltsgeräts 4, und 3,6 kW, beispielsweise
bei einem laufenden Garprozess mit eingeschalter Heizung des Haushaltsgeräts 4, liegen,
gilt das Haushaltsgerät 4 als aktiv, die Sicherheitsvorrichtung 14 wird vollautomatisch
in deren Sicherungszustand überführt und die Sicherheitsvorrichtung 14 verhindert
das Schließen der Tür 10.
[0042] Alternativ oder zusätzlich zu der vorgenannten Leistungs- und/oder Strommessung ist
es denkbar, dass die Temperatur und/oder die Feuchtigkeit und/oder ein Luftstrom und/oder
eine Vibration, jeweils am Haushaltsgerät 4, gemessen werden. Ferner kann alternativ
oder zusätzlich ein Display-Inhalt eines nicht dargestellten Displays des Haushaltsgeräts
4 optisch ausgewertet werden. Das kann beispielsweise mittels eines einfachen Helligkeitssensors
oder mittels einer Kamera zur Texterkennung erfolgen.
[0043] Wenn das Haushaltsgerät 4 hinter der geschlossenen Tür 10 aktiv wird, also mindestens
einer der vorgenannten Betriebszustände des Haushaltsgeräts 4 vorliegt, ist das zum
Beispiel auch über die vorgenannte Leistungsmessung feststellbar. Die Tür 10 wird
dann mittels des Türantriebs vollautomatisch geöffnet, also in deren Zwischenlage
oder in deren Öffnungslage überführt. Dazu kann die Sicherheitsvorrichtung 14 die
Leistungsaufnahme bei geschlossener Tür 10 ständig messen. Denkbar ist aber auch,
dass sich die Sicherheitsvorrichtung 14, analog zu dem Haushaltsgerät 4, in einem
sogenannten Standby-Zustand befindet, wobei die Sicherheitsvorrichtung 14 dann durch
den Stromfluss zu dem Haushaltsgerät 4 aus diesem Standby-Zustand aufgeweckt wird.
Sollte die Tür 10 durch irgendetwas am vollautomatischen Öffnen gehindert sein, kann
es vorgesehen sein, dass das Haushaltsgerät 4 stromlos geschaltet wird, bevor eine
Gefahr für das Haushaltsgerät 4, das Möbel 6 oder den Benutzer des Systems 2 entsteht.
[0044] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Systems 2 und des Verfahrens zum Betrieb
des Systems 2 ist es möglich, miteinander konkurrierende Anforderungen von Möbelherstellern
für das Möbel 6 auf der einen Seite und von Haushaltsgeräteherstellern für das Haushaltsgerät
4 auf der anderen Seite auszugleichen. Üblicherweise ist es von Möbelherstellern vorgesehen,
dass ein in ein Möbel eingebautes Haushaltsgerät mittels einer Abschaltvorrichtung
an eine Stromversorgung angeschlossen ist. Sobald die Tür des Systems, beispielsweise
eine Möbeltür des Möbels, in deren Schließlage überführt worden ist, wird die Stromzufuhr
zu dem Haushaltsgerät mittels der vorgenannten Abschaltvorrichtung vollautomatisch
unterbrochen, um so beispielsweise das Möbel vor Feuchtigkeit und übermäßiger Wärme
zu schützen. Eine derartige vollautomatische Abschaltung der Stromzufuhr kann aber
für das in dem Möbel 6 eingebaute Haushaltsgerät 4 nachteilig sein, da zum Beispiel
in dem Haushaltsgerät 4 vorhandene Feuchtigkeit nicht nach außen abgeführt werden
kann, sondern in dem Haushaltsgerät 4 selbst kondensiert. Darüber hinaus kann es dadurch
auch zu einer verminderten Sicherheit an dem Haushaltsgerät 4 und damit zu einer Gefahr
für Leib und Leben des Benutzers des Haushaltsgeräts 4 kommen. Die Erfindung gemäß
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel schafft hier Abhilfe. Mittels des Systems 2 sowie
des Verfahrens zum Betrieb des Systems 2 ist es nun möglich, die Interessen sowohl
der Möbelhersteller wie auch der Haushaltsgerätehersteller zu berücksichtigen und
die vorgenannten Probleme zu verhindern.
[0045] Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel beschränkt. Siehe
hierzu beispielsweise die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschreibungseinleitung
sowie die in der Beschreibung des konkreten Ausführungsbeispiels genannten optionalen
Merkmale, Ausführungsformen und Varianten. Zum Beispiel ist auch eine Mehrzahl von
Haushaltgeräten in dem Möbel anordenbar, wobei die obigen Ausführungen zu dem Ausführungsbeispiel
analog für derartige Ausführungsformen der Erfindung gelten.
1. System (2), umfassend mindestens ein Haushaltsgerät (4) zum Einbau in ein Möbel (6)
mit einem Aufnahmeraum (8) für das mindestens eine Haushaltsgerät (4) und eine zwischen
einer Schließlage und einer Öffnungslage hin und her überführbare Tür (10),
wobei eine Aufnahmeraumöffnung (12) des Aufnahmeraums (8) mit dem darin vollständig
angeordneten mindestens einem Haushaltsgerät (4) in der Schließlage der Tür (10) von
der Tür (10) vollständig verdeckt ist und in der Öffnungslage der Tür (10) mittels
der Aufnahmeraumöffnung (12) ein Zugriff auf den Aufnahmeraum (8) durch einen Benutzer
des Systems (2) ermöglicht ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das System (2) eine Sicherheitsvorrichtung (14) aufweist,
wobei die Sicherheitsvorrichtung (14) derart ausgebildet ist, dass die Sicherheitsvorrichtung
(14) in einem Sicherungszustand der Sicherheitsvorrichtung (14), in Abhängigkeit des
Vorliegens mindestens eines vorher festgelegten Betriebszustands des Haushaltsgeräts
(4), eine Überführung der Tür (10) in deren Schließlage verhindert und/oder eine vollautomatische
Überführung der Tür (10) von deren Schließlage in Richtung von deren Öffnungslage
ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sicherheitsvorrichtung (14) in deren Sicherungszustand die Tür (10) in einer zwischen
der Öffnungslage und der Schließlage befindlichen Zwischenlage der Tür (10) mechanisch
arretiert,
oder
ein Türantrieb des Systems (2) zur automatischen Überführung der Tür (10) von deren
Öffnungslage in deren Schließlage mittels der Sicherheitsvorrichtung (14) in deren
Sicherungszustand derart ansteuerbar ist, dass die Tür (10) automatisch lediglich
von der Öffnungslage bis in eine zwischen der Öffnungslage und der Schließlage befindliche
Zwischenlage der Tür (10) überführt wird.
2. System (2) nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Sicherheitsvorrichtung (14)
derart ausgebildet und eingerichtet ist, dass ein Türantrieb des Systems (2) zur automatischen
Überführung der Tür (10) von deren Schließlage in deren Öffnungslage oder in eine
zwischen der Öffnungslage und der Schließlage befindliche Zwischenlage der Tür (10)
mittels der Sicherheitsvorrichtung (14) in deren Sicherungszustand zur vorgenannten
Überführung der Tür in deren Öffnungslage oder Zwischenlage vollautomatisch ansteuerbar
ist.
3. System (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der vorgenannte mindestens
eine Betriebszustand des Haushaltsgeräts (4) als ein Gebläsebetrieb eines Gebläses
des Haushaltsgeräts (4) und/oder als ein Heizbetrieb einer Heizung des Haushaltsgeräts
(4) ausgebildet ist.
4. System (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die
Sicherheitsvorrichtung (14) und das Haushaltsgerät (4) zwecks vollautomatischer Überführung
der Sicherheitsvorrichtung (14) von einem Ruhezustand der Sicherheitsvorrichtung (14),
in dem die Tür (10) zwischen deren Öffnungslage und deren Schließlage ungehindert
hin und her bewegbar ist, in deren Sicherungszustand mittels Erkennung des Vorliegens
des mindestens einen vorher festgelegten Betriebszustands des Haushaltsgeräts (4)
jeweils eine Kommunikationsschnittstelle und einen die beiden Kommunikationsschnittstellen
signalübertragend verbindenden Kommunikationsweg zur drahtlosen oder drahtgebundenen
Kommunikation miteinander aufweisen, bevorzugt, dass die Kommunikationsschnittstellen
und der Kommunikationsweg derart manipulationssicher ausgebildet sind, dass ein Einwirken
auf diese Kommunikation von außen verhindert ist.
5. System (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die
Sicherheitsvorrichtung (14) zwecks vollautomatischer Überführung der Sicherheitsvorrichtung
(14) von einem Ruhezustand der Sicherheitsvorrichtung (14), in dem die Tür (10) zwischen
deren Öffnungslage und deren Schließlage ungehindert hin und her bewegbar ist, in
deren Sicherungszustand mittels Erkennung des Vorliegens des mindestens einen vorher
festgelegten Betriebszustands des mindestens einen Haushaltsgeräts (4) eine Betriebszustandserkennungseinrichtung
(16) aufweist, wobei mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung (16) zumindest
erkennbar ist, ob mindestens einer des mindestens einen Betriebszustands bei dem Haushaltsgerät
(4) vorliegt, bevorzugt, dass mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung das
Vorliegen eines speziellen Betriebszustands des Haushaltsgeräts erkennbar ist.
6. System (2) nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die
Betriebszustandserkennungseinrichtung (16) derart ausgebildet und eingerichtet ist,
dass mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung (16) mindestens eine der nachfolgend
genannten Messungen durchführbar ist: Leistungs- und/oder Strommessung an einer Stromversorgung
des mindestens einen Haushaltsgeräts (4), bevorzugt, dass die Leistungs- und/oder
Strommessung einer Mehrzahl von Haushaltsgeräten voneinander unabhängig erfolgt, und/oder,
dass die Leistungs- und/oder Strommessung als eine Sicherheitselektronik ausgebildet
ist; Temperaturmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Feuchtigkeitsmessung
an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Luftstrommessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät;
Vibrationsmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Helligkeitsmessung an einer
Anzeigeeinheit des mindestens einen Haushaltsgeräts; Texterkennung an einer Anzeigeeinheit
des mindestens einen Haushaltsgeräts.
7. System (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das System (2) eine Netzanschlussbox
(18) zur Stromversorgung des mindestens einen Haushaltsgeräts (4) aufweist, bevorzugt,
dass die Netzanschlussbox (18) zusätzlich zur Stromversorgung eines Türantriebs der
Tür (10) zur automatischen Bewegung der Tür (10) ausgebildet ist, besonders bevorzugt,
dass der Türantrieb mittels Sicherheitskleinspannung betreibbar ist.
8. System (2) nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Netzanschlussbox (18) gleichzeitig
als Teil der Betriebszustandserkennungseinrichtung (16) ausgebildet ist, bevorzugt,
dass die Netzanschlussbox (18) zur vorgenannten Leistungs- und/oder Strommessung des
mindestens einen Haushaltsgeräts (4) ausgebildet ist.
9. Verfahren zum Betrieb eines Systems (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wonach
die Sicherheitsvorrichtung (14) in dem Sicherungszustand der Sicherheitsvorrichtung
(14), in Abhängigkeit des Vorliegens mindestens eines vorher festgelegten Betriebszustands
des Haushaltsgeräts (4), eine Überführung der Tür (10) in deren Schließlage verhindert
und/oder eine vollautomatische Überführung der Tür (10) von deren Schließlage in Richtung
von deren Öffnungslage ermöglicht.
10. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Sicherheitsvorrichtung (14) in
deren Sicherungszustand die Tür (10) in deren Öffnungslage oder in einer zwischen
der Öffnungslage und der Schließlage befindlichen Zwischenlage der Tür (10) mechanisch
arretiert, oder, dass ein Türantrieb des Systems (2) zur automatischen Überführung
der Tür (10) von deren Öffnungslage in deren Schließlage mittels der Sicherheitsvorrichtung
(14) in deren Sicherungszustand derart angesteuert wird, dass der Türantrieb deaktiviert
ist oder die Tür (10) automatisch lediglich von der Öffnungslage bis in eine zwischen
der Öffnungslage und der Schließlage befindliche Zwischenlage der Tür (10) überführt.
11. Verfahren nach einem der beiden vorangehenden Ansprüche, wobei ein Türantrieb des
Systems (2) zur automatischen Überführung der Tür (10) von deren Schließlage in deren
Öffnungslage oder in eine zwischen der Öffnungslage und der Schließlage befindliche
Zwischenlage der Tür (10) mittels der Sicherheitsvorrichtung (14) in deren Sicherungszustand
zur vorgenannten Überführung der Tür (10) in deren Öffnungslage oder Zwischenlage
vollautomatisch angesteuert wird.
12. Verfahren nach einem der drei vorangehenden Ansprüche, wobei die
Sicherheitsvorrichtung (14) zwecks vollautomatischer Überführung der Sicherheitsvorrichtung
(14) von einem Ruhezustand der Sicherheitsvorrichtung (14), in dem die Tür (10) zwischen
deren Öffnungslage und deren Schließlage ungehindert hin und her bewegbar ist oder
automatisch hin und her bewegt wird, in deren Sicherungszustand mittels Erkennung
des Vorliegens des mindestens einen vorher festgelegten Betriebszustands des mindestens
einen Haushaltsgeräts (4) eine Betriebszustandserkennungseinrichtung (16) aufweist,
wobei mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung (16) zumindest erkannt wird,
ob mindestens einer des mindestens einen Betriebszustand bei dem Haushaltsgerät (4)
vorliegt, bevorzugt, dass mittels der Betriebszustandserkennungseinrichtung das Vorliegen
eines speziellen Betriebszustands des Haushaltsgeräts erkannt wird.
13. Verfahren nach dem vorangehenden Anspruch 13, wobei die
Betriebszustandserkennungseinrichtung (16) mindestens eine der nachfolgend genannten
Messungen durchführt: Leistungs- und/oder Strommessung an einer Stromversorgung des
mindestens einen Haushaltsgeräts (4), bevorzugt, dass die Leistungs- und/oder Strommessung
einer Mehrzahl von Haushaltsgeräten voneinander unabhängig erfolgt, und/oder, dass
die Leistungs- und/oder Strommessung als eine Sicherheitselektronik ausgebildet ist;
Temperaturmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Feuchtigkeitsmessung an
dem mindestens einen Haushaltsgerät; Luftstrommessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät;
Vibrationsmessung an dem mindestens einen Haushaltsgerät; Helligkeitsmessung an einer
Anzeigeeinheit des mindestens einen Haushaltsgeräts; Texterkennung an einer Anzeigeeinheit
des mindestens einen Haushaltsgeräts.