[0001] Die Erfindung betrifft eine Prüfkammer, insbesondere Klimakammer zur Konditionierung
von Luft, sowie ein Verfahren zur Konditionierung von Luft in einem gegenüber einer
Umgebung verschließbaren und temperaturgedämmten Prüfraum einer Prüfkammer, insbesondere
Klimakammer, zur Aufnahme von Prüfgut, wobei mittels einer Kühleinrichtung einer Temperiervorrichtung
der Prüfkammer, mit einem Kühlkreislauf mit Kohlenstoffdioxid als einem Kältemittel,
einem Wärmeübertrager im Prüfraum, einem Niederdruckverdichter und einem in einer
Strömungsrichtung des Kältemittels dem Niederdruckverdichter nachfolgenden Hochdruckverdichter,
einem Gaskühler und einem Expansionsventil eine Temperatur in einem Temperaturbereich
von -20°C bis + 180°C innerhalb des Prüfraums ausgebildet wird, wobei die Temperatur
und/oder eine relative Luftfeuchtigkeit in den Prüfraum mittels einer Steuervorrichtung
der Prüfkammer gesteuert und/oder geregelt wird.
[0002] Derartige Prüfkammern werden regelmäßig zur Überprüfung von physikalischen und/oder
chemischen Eigenschaften von Gegenständen, insbesondere Vorrichtungen eingesetzt.
So sind Temperaturprüfschränke oder Klimaprüfschränke bekannt, innerhalb derer Temperaturen
in einem Bereich von -70°C bis +180°C eingestellt werden können. Bei Klimaprüfschränken
können ergänzend gewünschte Klimabedingungen eingestellt werden, denen dann die Vorrichtung
bzw. das Prüfgut über einen definierten Zeitraum ausgesetzt wird. Eine Temperierung
eines das zu prüfende Prüfgut aufnehmendem Prüfraums erfolgt regelmäßig in einem Umluftkanal
innerhalb des Prüfraums. Der Umluftkanal bildet einen Luftbehandlungsraum im Prüfraum
aus, in dem Wärmetauscher zur Erwärmung oder Kühlung der den Umluftkanal bzw. den
Prüfraum durchströmenden Luft angeordnet sind. Dabei saugt ein Lüfter bzw. ein Ventilator
die im Prüfraum befindliche Luft an und leitet sie im Umluftkanal zu den jeweiligen
Wärmetauschern. Das Prüfgut kann so temperiert oder auch einem definierten Temperaturwechsel
ausgesetzt werden. Während eines Prüfinterwalls kann dann beispielsweise eine Temperatur
zwischen einem Temperaturmaximum und einem Temperaturminimum der Prüfkammer wechseln.
Eine derartige Prüfkammer ist beispielweise aus der
EP 0 344 397 A2 bekannt.
[0003] Das in einem Kühlkreislauf eingesetzte Kältemittel sollte ein relativ geringes CO
2-Äquivalent aufweisen, das heißt ein relatives Treibhauspotenzial oder auch Global
Warming Potential (GWP) sollte möglichst gering sein, um eine indirekte Schädigung
der Umwelt durch das Kältemittel bei Freisetzung zu vermeiden. Es ist daher auch bekannt
Kohlenstoffdioxid (CO
2) bzw. Kohlendioxid als Reinstoffkältemittel zu verwenden. Kohlenstoffdioxid ist kostengünstig
erhältlich, nicht brennbar und durch einen GWP von 1 im Wesentlichen umweltneutral.
Kohlenstoffdioxid weist eine Gefriertemperatur bzw. einen Tripelpunkt von -56,6°C
auf, was eine Erzielung von niedrigeren Temperaturen mit Kohlenstoffdioxid alleine
nicht ermöglicht.
[0004] Weiter sind Kühleinrichtungen bekannt, die als sogenannte Boosteranlage ausgeführt
sind. In einem Kühlkreislauf der Kühleinrichtungen ist stets ein Hochdruckverdichter
einem Niederdruckverdichter in Reihe nachgeschaltet, so dass eine stufenweise Verdichtung
des Kältemittels mit dem Niederdruckverdichter und nachfolgend mit dem Hochdruckverdichter
erfolgt. Aufgrund der hohen Anforderungen an eine Temperaturregelung innerhalb des
Temperaturbereichs des Prüfraums kommt es während eines Betriebs der Prüfkammer regelmäßig
zu Schwankungen in einer Lastanforderung. Eine von den Verdichtern und dem Expansionsventil
erzeugte Kälteleistung muss daher stufenlos regelbar sein. Gleichwohl ist es wünschenswert,
dass die Verdichter, wenn es sich beispielsweise um Kompressoren handelt, nicht häufig
eingeschaltet und ausgeschaltet werden, um eine Lebensdauer der Verdichter zu verlängern.
[0005] Da Kohlenstoffdioxid als Kältemittel eine sehr hohe volumetrische Kälteleistung aufweist,
wird selbst bei einem Einsatz von Verdichtern mit sehr wenig Hubvolumenstrom eine
sehr große Kälteleistung durch den Kühlkreislauf bereitgestellt. Darüber hinaus ist
ein Druckbereich von Kühlkreisläufen mit Kohlenstoffdioxid als Kältemittel bei einem
transkritischen Betrieb sehr hoch (bis 120 bar), weshalb die zur Ausbildung des Kühlkreislaufs
erforderlichen Komponenten vergleichsweise teuer sind. Hinzu kommt, dass derartige
Kühlkreisläufe einen komplexen Aufbau aufweisen, was einen großen Bauraum erfordert.
Bisher sind derartige Kühlkreisläufe mit Kohlenstoffdioxid als Kältemittel daher nur
für Anlagen bzw. Prüfkammern mit entsprechend hoher Kälteleitung und damit einem vergleichsweise
großen Prüfraum bzw. großen Geräteabmessungen sinnvoll nutzbar. Eine wirtschaftliche
Nutzung in vergleichsweise kleinen Anlagen bzw. Prüfkammern mit einem kleinen Volumen
eines Prüfraums, beispielsweise mit 25 Litern, ist bisher nicht möglich.
[0006] Weiter besteht aufgrund der sehr hohen Kälteleistung das Problem, dass klimatische
Prüfungen nur eingeschränkt durchgeführt werden können. Hier muss eine definierte
relative Luftfeuchtigkeit und Temperatur in dem Prüfraum ausgebildet werden. Dies
erfordert unter anderem auch eine Entfeuchtung der Luft in dem Prüfraum, wenn beispielsweise
während eines Prüfzyklus die Luft in dem Prüfraum abgekühlt wird. Beim Abkühlen der
Luft ist ein Niederschlag von Kondensat an den Wärmeübertrager, insbesondere aufgrund
der hohen Kälteleistung, nur schwer kontrollierbar, sodass es zu einer ungewollten
Entfeuchtung der Luft im Prüfraum kommen kann. Weiter kann auch eine Entfeuchtung
zu gering sein, wenn beispielsweise im Rahmen eines Prüfzyklus ein nur sehr langsamer,
definierter Temperaturwechsel vorgesehen ist. Mit einer derartigen Kühleinrichtung
ist daher ein klimatischer Prüfzyklus nicht immer mit zufriedenstellender Genauigkeit
durchzuführen. Vom Prüfraum getrennte Einrichtungen zur Konditionierung von Luft,
beispielsweise Anlagen, die einen Luftaustausch im Prüfraum erfordern, sind kostenaufwendig,
energieintensiv und vergrößern die Prüfkammer wesentlich.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Konditionierung
von Luft in einem Prüfraum einer Prüfkammer sowie eine Prüfkammer vorzuschlagen, das
bzw. die eine Durchführung von klimatischen Prüfungen bei einer vergleichsweise kompakten
und technisch einfachen Ausbildung der Prüfkammer ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine
Prüfkammer mit den Merkmalen des Anspruchs 17 gelöst.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Konditionierung von Luft in einem gegenüber
einer Umgebung verschließbaren und temperaturgedämmten Prüfraum einer Prüfkammer,
insbesondere Klimakammer, zur Aufnahme von Prüfgut, wird mittels einer Kühleinreichung
einer Temperiervorrichtung der Prüfkammer, mit einem Kühlkreislauf mit Kohlenstoffdioxid
als einem Kältemittel, einem Wärmeübertrager im Prüfraum, einem Niederdruckverdichter
und einem in einer Strömungsrichtung des Kältemittels dem Niederdruckverdichter nachfolgenden
Hochdruckverdichter, einem Gaskühler und einem Expansionsventil eine Temperatur in
einem Temperaturbereich von - 20°C bis + 180°C innerhalb des Prüfraums ausgebildet,
wobei die Temperatur und/oder eine relative Luftfeuchtigkeit in dem Prüfraum mittels
einer Steuervorrichtung der Prüfkammer gesteuert und/oder geregelt wird, wobei mittels
eines Entfeuchterbypasses des Kühlkreislaufs, mit einem zweiten Expansionsventil und
mit einem zweiten Wärmeübertrager in dem Prüfraum, Luft in dem Prüfraum entfeuchtet
wird.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird durch eine Temperaturisolierung von Seitenwänden,
Bodenwänden und Deckenwänden ein Wärmeaustausch mit einer Umgebung des Prüfraums weitgehend
vermieden. Der Wärmeübertrager ist an den Kühlkreislauf angeschlossen bzw. in diesen
so integriert, dass im Kühlkreislauf zirkulierendes Kältemittel durch den Wärmeübertrager
strömt. Der Wärmeübertrager des Kühlkreislaufs ist innerhalb des Prüfraums bzw. in
einem Luftbehandlungsraum des Prüfraums angeordnet, sodass Luft in den Prüfraum über
den Wärmeübertrager konditioniert bzw. temperiert wird. Der Gaskühler ist ebenso in
den Kühlkreislauf integriert und als ein Wärmeübertrager ausgebildet. Der Gaskühler
ist in den Kühlkreislauf in Strömungsrichtung nachfolgend dem Hochdruckverdichter
angeordnet, wobei das verdichtete Kältemittel, welcher nach der Verdichtung unter
einem hohen Druck steht und im Wesentlichen gasförmig oder dampfförmig bzw. als Nassdampf
vorliegt, in dem Gaskühler bzw. Kondensator kondensieren kann und dann im Wesentlichen
in einem flüssigen Aggregatzustand vorliegt. Auch ist es möglich, dass das gasförmige
Kältemittel in dem Gaskühler nicht kondensiert und den Gaskühler im Wesentlichen in
gasförmigen Zustand wieder verlässt. Der Gaskühler bzw. der betreffende Wärmeübertrager
kann mit Mitteln zur Kühlung des Kältemittels, beispielsweise durch Luft oder Wasser,
ausgestattet sein. Insbesondere kann der Gaskühler als wassergekühlter oder als luftgekühlter
Lamellenrohrwärmeübertrager ausgebildet sein. Der Gaskühler ist dann besonders kompakt
ausbildbar. Das Kältemittel strömt von dem Gaskühler über das Expansionsventil, über
das es durch Expansion in Folge eines Druckabfalls wiederrum gasförmig oder dampfförmig
wird. Dabei durchströmt es den Wärmeübertrager, der dadurch gekühlt wird. Nachfolgend
wird das gasförmige Kältemittel wieder vom dem Niederdruckverdichter und dem Hochdruckverdichter
angesaugt und verdichtet.
[0011] Bei der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass mittels des Entfeuchterbypasses
des Kühlkreislaufs die Luft in dem Prüfraum entfeuchtet wird. Diese Entfeuchtung kann
zu einem bestimmten Zeitpunkt eines durchgeführten Prüfzyklus erfolgen, insbesondere
immer dann, wenn eine Temperatur in dem Prüfraum in einem Bereich von > 0 bis < 100°C
ausgebildet ist. Ist eine Temperatur unterhalb oder oberhalb dieses Bereichs innerhalb
des Prüfraums ausgebildet, kann sich kein Wasser in der flüssigen Phase an dem zweiten
Wärmeübertrager niederschlagen, sodass in diesen Bereichen eine Funktion des Entfeuchterbypasses
nicht gegeben ist. Demnach ist der Kühlkreislauf der Kühleinrichtung so beschaffen,
dass im Rahmen eines Prüfzyklus die Temperatur von -20°C bis +180°C innerhalb des
Prüfraums ausgebildet werden kann, wobei die Entfeuchtung der Luft mittels des Entfeuchterbypasses
nur in einem Teilbereich dieses Temperaturbereichs durchgeführt wird. Die Entfeuchtung
verläuft derart, dass mit dem zweiten Expansionsventil das Kältemittel von einer Hochdruckseite
des Kühlkreislaufs in eine Niederdruckseite des Kühlkreislaufs dosiert wird. Dabei
kommt es zu einer Abkühlung des zweiten Wärmeübertragers, welcher in einer Strömungsrichtung
des Kältemittels nachfolgend im zweiten Expansionsventil in dem Entfeuchterbypass
angeordnet ist. Die Steuervorrichtung kann nun das Kältemittel so über das zweite
Expansionsventil dosieren, dass eine gewünschte Temperaturdifferenz zwischen der Temperatur
der Luft in dem Prüfraum und der Temperatur des zweiten Wärmeübertragers erzielt wird.
Diese Temperaturdifferenz kann dabei so gewählt werden, dass es zu einer Kondensation
von Wasser der Luft des Prüfraums an dem zweiten Wärmeübertrager kommt. Hierdurch
ist es möglich eine gezielte Entfeuchtung der Luft des Prüfraums im Wesentlichen unabhängig
von einer Ausbildung einer Temperatur in dem Prüfraum vorzunehmen. So kann das Expansionsventil
und das zweite Expansionsventil voneinander unabhängig mittels der Steuervorrichtung
gesteuert werden. Eine Absenkung einer Temperatur in dem Prüfraum kann dann beispielsweise
von einer mehr oder weniger starken Entfeuchtung begleitet sein, wodurch eine relative
Luftfeuchtigkeit genauer einstellbar bzw. regelbar wird. Insgesamt kann so mit nur
wenigen Bauteilen ein klimatischer Prüfzyklus wesentlich genauer mit einer kompakt
aufgebauten Prüfkammer durchgeführt werden.
[0012] Der Entfeuchterbypass kann in Strömungsrichtung nach dem Gaskühler und vor dem Expansionsventil
an einer Hochdruckseite des Kühlkreislaufs sowie nach dem Wärmeübertrager und vor
dem Niederdruckverdichter an einer Niederdruckseite des Kühlkreislaufs angeschlossen
sein, wobei über das zweite Expansionsventil Kältemittel von der Hochdruckseite in
die Niederdruckseite dosiert werden kann, derart, dass der zweite Wärmeübertrager
gekühlt wird. Das zweite Expansionsventil kann ein elektronisches Expansionsventil
oder auch ein Magnetventil mit einer nachfolgenden Drosselung, beispielsweise durch
ein Kapillarrohr, Düse oder dergleichen oder ein thermostatisches Expansionsventil
sein. Optional kann auch vorgesehen sein, dass der Entfeuchterbypass in Strömungsrichtung
nach einem eventuell vorhandenen internen Wärmeübertrager, der dem Gaskühler nachfolgt,
angeschlossen sein kann. Der Entfeuchterbypass kann daher mit dem Kühlkreislauf parallel
zu dem Expansionsventil und dem Wärmeübertrager angeschlossen sein. Der Entfeuchterbypass
ist so besonders einfach ausbildbar.
[0013] In den Kühlkreislauf kann ein zweiter Bypass mit zumindest einem dritten Expansionsventil
ausgebildet sein, wobei der zweite Bypass in Strömungsrichtung nach dem Gaskühler
und vor dem Expansionsventil an einer Hochdruckseite des Kühlkreislaufs sowie nach
dem Wärmeübertrager und vor dem Niederdruckverdichter an einer Niederdruckseite des
Kühlkreislaufs angeschlossen sein kann, wobei eine Sauggastemperatur und/oder einer
Sauggasdruck des Kältemittels auf der Niederdruckseite des Kühlkreislaufs vor dem
Niederdruckverdichter derart geregelt werden kann, dass über das dritte Expansionsventil
Kältemittel in die Niederdruckseite dosiert werden kann. Optional kann vorgesehen
sein, dass der zweite Bypass nach einem dem Gaskühler in Strömungsrichtung nachfolgend
einem internen Wärmeübertrager in dem Kühlkreislauf an die Hochdruckseite angeschlossen
ist. Mittels des dritten Expansionsventils kann so die Sauggastemperatur und/oder
der Sauggasdruck vor dem Niederdruckverdichter derart beeinflusst werden, dass sich
eine Verdichtungsendtemperatur des Niederdruckverdichters innerhalb eines für den
Niederdruckverdichter vorgesehenen Betriebsbereiches befindet. So kann eine Sauggastemperatur
des Niederdruckverdichters besonders stark ansteigen, wenn eine Temperatur in dem
Prüfraum von beispielsweise +180°C auf eine niedrigere Temperatur abgesenkt werden
soll. Da sich der Wärmeübertrager im Prüfraum befindet, kann bei besonders hohen Temperaturen
im Prüfraum von beispielsweise +180°C das Kältemittel mit dieser Temperatur aus dem
Wärmeübertrager zu dem Niederdruckverdichter strömen. Bevor das stark überhitzte Kältemittel
dem Niederdruckverdichter zugeführt wird, kann es durch das über das dritte Expansionsventil
dosierte Kältemittel abgekühlt werden.
[0014] In dem Kühlkreislauf kann ein weiterer Bypass mit zumindest einem weiteren Ventil
ausgebildet sein, wobei der weitere Bypass in Strömungsrichtung nach dem Hochdruckverdichter
und vor dem Gaskühler an eine Hochdruckseite des Kühlkreislaufs sowie nach dem Wärmeübertrager
und vor dem Niederdruckverdichter an eine Niederdruckseite des Kühlkreislaufs angeschlossen
sein kann, wobei eine Sauggastemperatur und/oder ein Sauggasdruck des Kältemittels
auf der Niederdruckseite des Kühlkreislaufs vor dem Niederdruckverdichter derart geregelt
werden kann, und/oder eine Druckdifferenz zwischen der Hochdruckseite und der Niederdruckseite
des Kühlkreislaufs derart ausgeglichen werden kann, dass über das weitere Ventil Kältemittel
in die Niederdruckseite dosiert werden kann. Demnach ist der weitere Bypass so ausgebildet,
dass über das weitere Ventil Kältemittel von der Hochdruckseite auf die Niederdruckseite
geleitet werden kann. Das Kältemittel kann dabei überhitzt bzw. gasförmig sein. Ein
Zurückleiten von überhitzten Kältemittel von der Hochdruckseite auf die Niederdruckseite
mittels des weiteren Bypasses ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Kühlkreislauf
in einem Teillast-Betriebszustand betrieben wird. Da dann das Expansionsventil nur
wenig oder selten geöffnet wird, besteht die Gefahr, dass ein Saugdruck vor dem Niederdruckverdichter
zu weit absinkt. Bei der Verwendung von Kohlenstoffdioxid als Kältemittel kann bei
einem Druck unterhalb von 5,16 bar absolut Trockeneis entstehen, welches einen sicheren
Betrieb des Kühlkreislaufes stören und gegebenenfalls den Niederdruckverdichter beschädigen
könnte. Da über den weiteren Bypass unmittelbar nachfolgend dem Hochdruckverdichter
stark überhitztes Kältemittel vor den Niederdruckverdichter geleitet werden kann,
kann wirkungsvoll eine Bildung von Trockeneis verhindert werden. Darüber hinaus ist
es auch möglich, über den weiteren Bypass eine Druckdifferenz zwischen der Hochdruckseite
und der Niederdruckseite des Kühlkreislaufs auszugleichen, beispielsweise wenn die
Kühleinrichtung nicht in Betrieb ist und dann die Gefahr besteht, dass infolge eines
Temperaturausgleichs mit einer Umgebung Kältemittel erwärmt wird und sich ein unerwünscht
hoher Druck in dem Kühlkreislauf einstellt.
[0015] Eine Drehzahl des Hochdruckverdichters und/oder des Niederdruckverdichters kann geregelt
werden. Der Hochdruckverdichter und/oder der Niederdruckverdichter kann jeweils mit
einem Frequenzenumrichter ausgebildet sein, welcher eine Drehzahlanpassung der Verdichter
erlaubt. Durch eine Absenkung der Drehzahl kann ein Massenstrom des Kältemittels in
einem Teillast-Betriebszustand des Kühlkreislaufs weiter verringert und so eine Effizienz
der Kühleinrichtung in diesem Betriebszustand weiter gesteigert werden. Weiter ermöglicht
eine Drehzahlregelung des Niederdruckverdichters ein Anheben und Absenken der Drehzahl
des Niederdruckverdichters durch die Steuervorrichtung derart, dass ein Sauggasdruck
auf einer Niederdruckseite des Kühlkreislaufs veränderbar ist und so in einer gewünschten
Weise angepasst werden kann.
[0016] Während eines Erhöhens oder eines konstanten Haltens der Temperatur im Prüfraum kann
ein Sauggasdruck in einer Niederdruckseite des Kühlkreislaufs vermindert werden, wobei
eine Temperaturdifferenz zwischen dem zweiten Wärmeübertrager und dem Prüfraum erhöht
werden kann. Ein Sauggasdruck in der Niederdruckseite kann beispielsweise über einen
zweiten Bypass in dem Kühlkreislauf, einem weiteren Bypass in dem Kühlkreislauf und/oder
eine regelbare Drehzahl des Niederdruckverdichters, sofern die Kühleinrichtung hierüber
verfügt, in entsprechender Weise ausgebildet werden. Eine Temperaturdifferenz zwischen
dem zweiten Wärmeübertrager und dem Prüfraum wird hier insbesondere dadurch erhöht,
dass eine Verdampfungstemperatur des Kältemittels von dem Sauggasdruck auf der Niederdruckseite
abhängig ist. Eine Verminderung des Sauggasdrucks führt daher zu einer erhöhten Temperaturdifferenz
zwischen dem zweiten Wärmeübertrager und der Temperatur in dem Prüfraum. Dies ist
insbesondere dann von Vorteil, wenn ein gezieltes Entfeuchten der Luft in dem Prüfraum,
beispielsweise bei einer konstanten Temperatur in dem Prüfraum, durchgeführt werden
soll. Insgesamt kann so eine Kälteleistung des Entfeuchterbypasses bzw. des zweiten
Wärmeübertragers vergrößert werden.
[0017] Weiter kann auch eine Temperaturdifferenz zwischen dem Wärmeübertrager und dem Prüfraum
derart erhöht werden, dass Luft in den Prüfraum entfeuchtet werden kann. Neben dem
zweiten Wärmeübertrager bzw. dem Entfeuchterbypass kann der Wärmeübertrager ebenfalls
zum Entfeuchten der Luft in dem Prüfraum genutzt werden. Eine zur Entfeuchtung nutzbare
Kälteleistung kann so maximiert werden, ohne dass es komplexer, zusätzlicher Komponenten
bedarf.
[0018] Während eines Absenkens der Temperatur im Prüfraum kann ein Sauggasdruck in einer
Niederdruckseite des Kühlkreislaufs erhöht werden, wobei eine Temperaturdifferenz
zwischen dem zweiten Wärmeübertrager und dem Prüfraum vermindert werden kann. So kann
vor allem bei kleinen Kühllastanforderungen, bei welchen der Niederdruckverdichter
im Temperaturbetrieb normalerweise den Sauggasdruck so niedrig wie möglich hält, der
Sauggasdruck stark angehoben werden. Dies kann beispielsweise mittels eines zweiten
Bypasses oder einer Regelung einer Drehzahl des Niederdruckverdichters erfolgen. Der
Sauggasdruck kann dann soweit angehoben werden, dass der Sauggasdruck eine Entfeuchtung
ermöglicht, die so weit als möglich minimiert ist. So kann dann der zweite Wärmeübertrager
bei Sauggastemperaturen unter 0°C weniger stark vereisen, wodurch eine Bildung einer
isolierenden Eisschicht auf dem zweiten Wärmeübertrager gänzlich vermieden oder verringert
werden kann. Gleiches betrifft den Wärmeübertrager, der dann ebenfalls durch die erhöhte
Sauggastemperatur weniger stark zum Vereisen neigt. Weiter ist es auch möglich eine
Temperaturdifferenz zwischen dem Wärmeübertrager bzw. dem zweiten Wärmeübertrager
im Prüfraum dadurch zu vermindern, dass eine wirksame Wärmeübertragerfläche des Wärmeübertragers
bzw. des zweiten Wärmeübertragers vergrößert wird. Dies ist jedoch dann nachteilig,
wenn eine hohe Entfeuchterleistung bzw. eine schnelle Entfeuchtung der Luft des Prüfraums
gewünscht ist
[0019] Der Kühlkreislauf kann einen Mitteldruckbypass aufweisen, der in der Strömungsrichtung
nachfolgend dem Gaskühler und vor dem Expansionsventil an einer Hochdruckseite des
Kühlkreislaufs sowie vor dem Hochdruckverdichter und nachfolgend dem Niederdruckverdichter
an eine Mitteldruckseite des Kühlkreislaufs angeschlossen ist, wobei mittels des weiteren
Expansionsventils Kältemittel von der Hochdruckseite in die Mitteldruckseite dosiert
werden kann. Mit dem Mitteldruckbypass kann dann eine sogenannte Zwischendruckeinspritzung
von Kältemittel in eine den Niederdruckverdichter mit dem Hochdruckverdichter verbindenden
Leitung bzw. Mitteldruckseite durchgeführt werden. Das über den Mitteldruckbypass
geleitete Kältemittel kann dann an dieser Stelle dem in dem Kühlkreislauf zirkulierten
Kältemittel beigemischt werden.
[0020] Der Kühlkreislauf kann einen internen Wärmeübertrager aufweisen, der an einer Hochdruckseite
des Kühlkreislaufs in der Strömungsrichtung nachfolgenden Gaskühler und vor dem Expansionsventil
angeschlossen sein kann, wobei der interne Wärmeübertrager mit einem Mitteldruckbypass
des Kühlkreislaufs gekoppelt sein kann, wobei der Mitteldruckbypass in der Strömungsrichtung
nachfolgend dem internen Wärmeübertrager vor dem Gaskühler und vor dem Expansionsventil
an der Hochdruckseite sowie vor dem Hochdruckverdichter und nachfolgend dem Niederdruckverdichter
an einer Mitteldruckseite des Kühlkreislaufs angeschlossen sein kann, wobei mittels
eines weiteren Expansionsventils Kältemittel von der Hochdruckseite über den internen
Wärmeübertrager in die Mitteldruckseite dosiert werden kann. Unmittelbar nachfolgend
dem internen Wärmeübertrager und vor dem Expansionsventil kann folglich der Mitteldruckbypass
mit dem weiteren Expansionsventil am Kreislauf angeschlossen sein. Über das weitere
Expansionsventil kann dann auch Kältemittel, welches den internen Wärmeübertrager
bereits passiert hat, geleitet und expandiert werden. In dem Mitteldruckbypass nachfolgend
dem weiteren Expansionsventil kann ebenfalls der interne Wärmeübertrager angeschlossen
sein. Das am weiteren Expansionsventil expandierte Kältemittel durchströmt den internen
Wärmeübertrager, der dadurch gekühlt wird. Folglich erfolgt eine Kühlung des internen
Wärmeübertragers in der Mitteldruckseite und damit eine Kühlung des Kältemittels in
der Hochdruckseite des internen Wärmeübertragers. Prinzipiell kann jedoch auch der
Mitteldruckbypass in Strömungsrichtung nachfolgend dem Gaskühler und vor dem internen
Wärmeübertrager an den Kühlkreislauf angeschlossen sein, derart, dass das Kältemittel
dann über das weitere Expansionsventil und den internen Wärmeübertrager fließt. Nachfolgend
dem internen Wärmeübertrager kann der Mitteldruckbypass zwischen dem Niederdruckverdichter
und dem Hochdruckverdichter angeschlossen sein, derart, dass das über den Mitteldruckbypass
geleitete Kältemittel an dieser Stelle den in dem Kühlkreislauf zirkulierenden Kältemittel
beigemischt werden kann. Durch die Verwendung des Mitteldruckbypasses mit dem internen
Wärmeübertrager wird es möglich, je nach Kühllastanforderung der Steuervorrichtung,
Kältemittel über den Mitteldruckbypass umzuleiten, sodass weniger Kältemittel über
das Expansionsventil strömt. Gleichzeitig kann das über den Mitteldruckbypass fliesende
Kältemittel mittels des internen Wärmeübertragers dazu genutzt werden das Kältemittel
der Hochdruckseite zu temperieren. Die sehr hohe volumetrische Kälteleistung des Kohlenstoffdioxids
wird so in Strömungsrichtung vor dem Wärmeübertrager abgezweigt und zur Kühlung des
Kältemittels auf der Hochdruckseite genutzt, wenn weniger Kälteleistung im Prüfraum
benötigt wird. Dadurch wird es dann auch möglich den Prüfraum kleiner auszubilden
und den mit Kohlenstoffdioxid betriebenen Kühlkreislauf für kompaktere Prüfkammern
nutzbar zu machen.
[0021] Eine Mitteldruckseite des Kühlkreislaufs vor dem Hochdruckverdichter und nachfolgend
dem Niederdruckverdichter kann an den Gaskühler angeschlossen sein, wobei Kältemittel
von dem Niederdruckverdichter zu dem Hochdruckverdichter über den Gaskühler geleitet
werden kann. Dadurch wird es möglich, dass von dem Niederdruckverdichter verdichtete
und damit erwärmte Kältemittel über den Gaskühler zu kühlen, bevor es zu dem Hochdruckverdichter
gelangt. Dadurch das der Gaskühler zur Kühlung des Kältemittels genutzt werden kann,
ist ein zusätzlicher Wärmeübertrager nicht erforderlich.
[0022] Alternativ kann eine Mitteldruckseite des Kühlkreislaufs vor dem Hochdruckverdichter
und nachfolgenden Niederdruckverdichter an einen Mitteldruckkühler angeschlossen sein,
wobei Kältemittel von dem Niederdruckverdichter zu dem Hochdruckverdichter über den
Mitteldruckkühler geleitet werden kann. Der Mitteldruckkühler kann dann eigens dazu
dienen, dass von dem Niederdruckverdichter verdichtete und damit erwärmte Kältemittel
zu kühlen, bevor es zu dem Hochdruckverdichter gelangt.
[0023] Der Gaskühler und/oder ein Mitteldruckkühler kann mit einer Luftkühlung oder einer
Wasserkühlung ausgebildet sein. Alternativ kann auch eine externe Kühleinrichtung
zur Kühlung des Gaskühlers und/oder Mitteldruckkühlers dienen.
[0024] Der Kühlkreislauf kann in einem thermodynamisch unterkritischen oder transkritischen
Betriebszustand betrieben werden. Je nach Kühllastanforderung innerhalb des Prüfraums
kann der Betriebszustand mittels der Steuervorrichtung entsprechend verändert werden.
Bei dem unterkritischen Betrieb des Kühlkreislaufs erfolgt eine Verflüssigung des
Kältemittels im Gaskühler unterhalb des kritischen Punktes des Kältemittels sowie
eine Entspannung am Expansionsventil und eine Umwandlung in die gasförmige Phase oder
Nassdampf. Zumindest im unterkritischen Betriebszustand kann der Hochdruckverdichter
und der Niederdruckverdichter betrieben werden. Der unterkritische Betriebszustand
des Kühlkreislaufs entspricht einem Teillastbetrieb. Beim transkritischen Betriebszustand
zirkuliert das Kältemittel im Kühlkreislauf im Wesentlichen im gasförmigen Zustand.
D.h. eine Temperaturdifferenz ist soweit vermindert, dass das Kältemittel nicht im
Gaskühler verflüssigt wird. Auch wird im transkritischen Betriebszustand ein Druck
oberhalb des kritischen Punktes des Kältemittels am Gaskühler erreicht. Wenn beispielsweise
eine hohe Kühllastanforderung vorliegt, bzw. eine Abkühlung ausgehend von + 180°C
auf - 20°C erforderlich ist, kann der Kühlkreislauf transkritisch betrieben werden.
Für den Fall, dass eine geringe Kühllastanforderung innerhalb des Prüfraums vorliegt,
beispielsweise wenn eine Temperatur konstant gehalten werden soll, oder niedrige Umgebungstemperaturen
vorliegen, kann der Kühlkreislauf unterkritisch betrieben werden. Dadurch kann insbesondere
bei geringen Kühllastanforderungen eine Effizienzsteigerung im Gegensatz zu ausschließlich
transkritischen Betriebszuständen erzielt werden. Der Wechsel zwischen dem unterkritischen
und dem transkritischen Betriebszustand wird insbesondere durch den Mitteldruckbypass
und den internen Wärmeübertrager möglich.
[0025] Vorteilhaft kann reines Kohlenstoffdioxid als das Kältemittel verwendet werden. Reines
Kohlenstoffdioxid weist einen GWP von 1 auf, ist nicht brennbar, ungefährlich und
kostengünstig erhältlich. Darüber hinaus ist Kohlenstoffdioxid ein Reinstoff bzw.
azeotrop, was die vorteilhafte Durchführung des Verfahrens und dessen Varianten überhaupt
erst ermöglicht. Ein Kältemittel mit zeotropen Verhalten würde hingegen eine Bereitstellung
einer ausreichenden Menge von gasförmigem Kältemittel bei einer sehr geringen Temperaturdifferenz
kaum ermöglichen und somit eine Leistungsregelung des Hochdruckverdichters kaum zulassen.
[0026] Mittels der Temperiervorrichtung kann eine Temperatur in einem Temperaturbereich
von - 40°C bis + 180°C, bevorzugt von - 50°C bis + 180°C, besonders bevorzugt von
- 55°C bis + 180°C, innerhalb des Prüfraums ausgebildet werden.
[0027] Mittels der Temperiervorrichtung kann eine relative Luftfeuchtigkeit in einem Bereich
von 10 % bis 95 %, bevorzugt von 5 % bis 99 %, bei einer Temperatur in einem Temperaturbereich
von +10 °C bis +90°C, bevorzugt von +5 °C bis +98 °C, innerhalb des Prüfraums ausgebildet
werden.
[0028] Die erfindungsgemäße Prüfkammer, insbesondere Klimakammer, zur Konditionierung von
Luft, umfasst einen gegenüber einer Umgebung verschließbaren und temperaturisolierten
Prüfraum zur Aufnahme von Prüfgut, und eine Temperiervorrichtung zur Temperierung
des Prüfraums, wobei mittels der Temperiervorrichtung eine Temperatur in einem Temperaturbereich
von - 20°C bis + 180°C innerhalb des Prüfraums ausbildbar ist, wobei die Temperiervorrichtung
eine Kühleinrichtung mit einem Kühlkreislauf mit Kohlenstoffdioxid als einem Kältemittel,
einem Wärmeübertrager im Prüfraum, einem Niederdruckverdichter und einem in einer
Strömungsrichtung des Kältemittels den Niederdruckverdichter nachfolgenden Hochdruckverdichter,
einem Gaskühler und einem Expansionsventil aufweist, wobei die Prüfkammer eine Steuervorrichtung
zur Steuerung und/oder Regelung der Temperatur und/oder relativen Luftfeuchtigkeit
in dem Prüfraum aufweist, wobei der Kühlkreislauf einen Entfeuchterbypass mit einem
zweiten Expansionsventil und mit einem zweiten Wärmeübertrager in den Prüfraum, zur
Entfeuchtung von Luft in dem Prüfraum, aufweist. Zu den Vorteilen der erfindungsgemäßen
Prüfkammer wird auf die Vorteilsbeschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwiesen.
[0029] Bei vergleichbaren Kühlkreisläufen, die mit Kohlenstoffdioxid als Kältemittel betrieben
werden, wird ein zusätzliches Ventil inkl. Drosselorgan parallel zu dem Expansionsventil
benötigt, um die Kühleinrichtung in dem angegebenen Temperaturbereich betreiben zu
können. Durch die Verwendung des Entfeuchterbypasses kann dieses Ventil bzw. der entsprechende
Leitungsabschnitt des Kühlkreislaufes entfallen, wodurch der Kühlkreislauf einfacher
herstellbar wird. Eine wirksame Fläche des Wärmeübertragers zum Kühlen der Luft in
dem Prüfraum wird dann erhöht, da auch in einem Klimabetrieb der Temperiervorrichtung
ein großer Teil der wirksamen Fläche des Wärmeübertragers zum Kühlen der Luft in dem
Prüfraum verwendet werden kann. Durch die Erhöhung der wirksamen Fläche des Wärmeübertragers
wird eine geringere Temperaturdifferenz zwischen einer Temperatur des Wärmeübertragers
und einer Temperatur der Luft in dem Prüfraum benötigt, um eine vergleichbare Kühlleistung
zu erzielen. Eine Kälteleistung (W) ergibt sich aus dem Produkt einer Fläche (m
2) des Wärmetauschers, einem Wärmeübertragungskoeffizienten (W/m
2∗K) und einer Temperaturdifferenz (K). Eine kleinere Temperaturdifferenz bei größerer,
wirksamer Fläche des Wärmeübertragers führt dazu, dass eine Genauigkeit einer Regelung
verbessert werden kann, weil eine ungewollte Entfeuchtung, beispielsweise durch Kondensat
an einer kalten Fläche des Wärmeübertragers bei einer Taupunktunterschreitung, abnimmt.
In dem Entfeuchterbypasses kann in der Strömungsrichtung nachfolgend dem zweiten Wärmeübertrager
ein Rückschlagventil angeordnet sein. Mittels des Rückschlagventils kann verhindert
werden, dass sich Kältemittel entgegen der Strömungsrichtung in den zweiten Wärmeübertrager
verlagert, wenn das zweite Expansionsventil geschossen ist.
[0030] Der Hochdruckverdichter und der Niederdruckverdichter können mit einem gemeinsamen
Verdichtergehäuse ausgebildet sein. Prinzipiell können der Hochdruckverdichter und
der Niederdruckverdichter auch mit zwei getrennten Verdichtergehäusen ausgebildet
sein. Durch den Einsatz des Niederdruckverdichters und des Hochdruckverdichters in
dem gemeinsamen Verdichtergehäuse wird ein benötigter Bauraum für die Verdichter wesentlich
verkleinert. Die Verdichter können als Rollkolben-, sowie als vollhermetische Hubkolbenverdichter
im Kapselformat ausgebildet sein. Weiter kann in der Strömungsrichtung nachfolgend
dem Hochdruckverdichter in dem Kühlkreislauf ein Ölabscheider verbaut sein. Da in
dem Prüfraum eine Temperatur von bis zu + 180°C erreicht werden kann, wird diese Temperatur
dann über den Wärmeübertrager auch auf das darin enthaltene Kältemittel übertragen.
Dies kann zu einem starken Alterungsprozess des in dem Kühlkreislauf befindlichen
Öls führen, was wiederum zu einer Beschädigung der Verdichter führen kann. Mittels
des Ölabscheiders kann eine Ölmenge innerhalb des Wärmeübertragers möglichst geringgehalten
werden, so dass nur wenig Öl entsprechend hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Eine
Lebensdauer der Verdichter kann so weiter verlängert werden.
[0031] Der Wärmeübertrager und der zweite Wärmeübertrager können mit voneinander separierten
Übertragerkörpern oder einem gemeinsamen Übertragerkörper ausgebildet sein. Unter
einem Übertragerkörper wird hier ein Korpus verstanden, der beispielsweise einteilig
oder mehrteilig ausgebildet sein kann und von dem Kältemittel durchströmt wird. Hierunter
fallen auch Leitungsanordnungen die mit Lamellen zur besseren Wärmeübertragung versehen
sind. Die Lamellen bilden dann zusammen mit der bzw. den Leitungsanordnungen den Übertragerkörper
aus. Der Übertragerkörper weist dann eine zur Wärmeübertragung wirksame Fläche auf.
[0032] Die Temperiervorrichtung kann eine Heizeinrichtung mit einer Heizung und einem Heiz-Wärmeübertrager
in dem Prüfraum aufweisen. Die Heizeinrichtung kann beispielsweise eine elektrische
Widerstandsheizung sein, die den Heiz-Wärmeübertrager beheizt, derart, dass über den
Heiz-Wärmeübertrager eine Temperaturerhöhung im Prüfraum ermöglicht wird. Wenn der
Wärmeübertrager und der Heiz-Wärmeübertrager mittels der Steuervorrichtung zur Kühlung
oder Erwärmung der im Prüfraum umgewälzten Luft gezielt gesteuert bzw. geregelt werden
können, kann mittels der Temperiervorrichtung dann innerhalb des Prüfraums eine Temperatur
in den vorstehend angegebenen Temperaturbereichen ausgebildet werden.
[0033] Weitere Ausführungsformen einer Prüfkammer ergeben sich aus den Merkmalsbeschreibungen
der auf den Verfahrensanspruch 1 rückbezogenen Unteransprüche.
[0034] Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
[0035] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Kühleinrichtung;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Kühleinrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Kühleinrichtung;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform einer Kühleinrichtung;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer fünften Ausführungsform einer Kühleinrichtung.
[0036] Die
Fig. 1 zeigt eine mögliche Ausführungsform einer Kühleinrichtung 10 einer hier nicht dargestellten
Prüfkammer. Die Kühleinrichtung 10 umfasst einen Kühlkreislauf 11 mit Kohlenstoffdioxid
(CO
2) als einem Kältemittel, einem Wärmeübertrager 12, einem Niederdruckverdichter 13,
einem Hochdruckverdichter 14, einem Gaskühler 15 und einem Expansionsventil 16. Der
Gaskühler 15 ist hier in Art eines Wärmeübertragers bzw. Kondensators ausgebildet
und über ein Wärmeträgermedium, wie beispielsweise Luft oder Wasser, gekühlt. Der
Wärmeübertrager 12 ist in einem hier nicht dargestellten Luftbehandlungskanal des
Prüfraumes der Prüfkammer angeordnet, derart, dass Luft im Prüfraum, die über den
Luftbehandlungskanal umgewälzt wird, mittels des Wärmeübertragers 12 gekühlt werden
kann. Weiter weist der Kühlkreislauf 11 eine Niederdruckseite 17, eine Mitteldruckseite
18 und eine Hochdruckseite 19 auf. In der Niederdruckseite 17 ist ein Druck des Kältemittels
vergleichsweise niedriger als in der Mitteldruckseite 18. In der Mitteldruckseite
18 ist ein Druck des Kältemittels vergleichsweise niedriger als in der Hochdruckseite
19.
[0037] Weiter ist in dem Kühlkreislauf 11 ein Entfeuchterbypass 20, mit einem zweiten Expansionsventil
21 und mit einem zweiten Wärmeübertrager 22, welcher sich ebenfalls in dem Prüfraum
befindet, angeordnet. Mittels des zweiten Wärmeübertragers 22 bzw. dem Entfeuchterbypass
20 kann Luft in dem Prüfraum entfeuchtet werden. Die Prüfkammer verfügt hierzu über
eine nicht näher dargestellte Steuervorrichtung, mit der eine Temperatur und/oder
eine relative Luftfeuchtigkeit in dem Prüfraum gesteuert bzw. geregelt werden kann.
Die Steuervorrichtung kann dazu insbesondere das Expansionsventil 16 und das zweite
Expansionsventil 21 betätigen. Dadurch wird es möglich mit der Kühleinrichtung 10
klimatische Prüfungen durchführen, bei denen eine Entfeuchtung bzw. relative Luftfeuchtigkeit
in dem Prüfraum auch bei konstanter oder fallender Temperatur in dem Prüfraum sehr
genau ausgebildet werden kann.
[0038] Der Kühlkreislauf 11 weist weiter in einer Strömungsrichtung des Kältemittels nachfolgend
einen internen Wärmeübertrager 23 und vor dem Expansionsventil 16 einen Mitteldruckbypass
24 auf, der in der Strömungsrichtung nachfolgend dem Niederdruckverdichter 13 und
vor dem Hochdruckverdichter 14 mündet. In dem Mitteldruckbypass 24 ist ein weiteres
Expansionsventil 25 angeordnet. Das weitere Expansionsventil 25 ist dabei in der Strömungsrichtung
vor dem internen Wärmeübertrager 23 angeschlossen. Von dem Gaskühler 15 kann nun im
Wesentlichen flüssiges Kältemittel durch die Hochdruckseite 19 des internen Wärmeübertragers
23 geleitet und bei Bedarf über das weitere Expansionsventil 25 in die Mitteldruckseite
18 des internen Wärmeübertragers 23 dosiert werden. Dabei wird das Kältemittel der
Hochdruckseite 19 so weit unterkühlt, dass am Expansionsventil 16 bzw. dem Wärmeübertrager
12 eine noch niedrigere Temperatur ausgebildet werden kann. Gleichzeitig kann das
über den Mitteldruckbypass 24 strömende Kältemittel dazu benutzt werden, eine Sauggastemperatur
des Hochdruckverdichters 14 vergleichsweise niedrig zu halten.
[0039] Darüber hinaus umfasst der Kühlkreislauf 11 einen zweiten Bypass 26 mit einem dritten
Expansionsventil 27. Der zweite Bypass 26 ist in der Strömungsrichtung des Kältemittels
nachfolgend dem internen Wärmeübertrager 23 und vor dem Expansionsventil 16 sowie
in der Strömungsrichtung nachfolgend dem Wärmeübertrager 14 und vor dem Niederdruckverdichter
13 an den Kühlkreislauf 11 angeschlossen. Mittels des dritten Expansionsventils 27
kann flüssiges Kältemittel auf die Niederdruckseite 17, vorbei an dem Expansionsventil
16 und dem Wärmeüberlager 12, geleitet werden. Dadurch wird es möglich, eine Sauggastemperatur
und/oder einen Sauggasdruck in der Niederdruckseite 17 vor dem Niederdruckverdichter
13 zu regeln.
[0040] Weiter umfasst der Kühlkreislauf 11 einen weiteren Bypass 28 mit einem weiteren Ventil
29, wobei der weitere Bypass 28 in der Strömungsrichtung des Kältemittels nachfolgend
dem Hochdruckverdichter 14 und vor dem Gaskühler 15 sowie in der Strömungsrichtung
nachfolgend dem Wärmeübertrager 12 und vor dem Niederdruckverdichter 13 an dem Kühlkreislauf
11 angeschlossen ist. Mittels des weiteren Bypasses 28 bzw. des weiteren Ventils 29
kann in Abhängigkeit eines Betriebszustandes des Kühlkreislaufes 11 Kältemittel, insbesondere
überhitztes Kältemittel bzw. gasförmiges Kältemittel, von der Hochdruckseite 19 auf
die Niederdruckseite 17 vor den Niederdruckverdichter 13 geleitet werden. Hierdurch
wird es ebenfalls möglich, eine Sauggastemperatur und/oder einen Sauggasdruck der
Niederdruckseite 17 vor dem Niederdruckverdichter 13 zu regeln. Eine Regelung kann
mittels der nicht dargestellten Steuervorrichtung der Prüfkammer und im Kühlkreislauf
11 befindliche Sensoren, insbesondere Druck- und Temperatursensoren, erfolgen.
[0041] Die
Fig. 2 zeigt eine Kühleinrichtung 30 mit einem Kühlkreislauf 31, wobei hier im Unterschied
zu dem Kühlkreislauf aus der
Fig. 1 eine Mitteldruckseite 32 des Kühlkreislaufs 31 vor dem Hochdruckverdichter 14 und
nachfolgend dem Niederdruckverdichter 13 an einen Gaskühler 33 angeschlossen ist.
So kann Kältemittel von dem Niederdruckverdichter 13 zu dem Hochdruckverdichter 14
über den Gaskühler 33 geleitet und dort abgekühlt werden. Der Kühlkreislauf 31 ist
somit nicht mit einem internen Wärmetauscher ausgebildet.
[0042] Die
Fig. 3 zeigt eine Kühleinrichtung 34 mit einem Kühlkreislauf 35 bei dem im Unterschied zum
Kühlkreislauf aus der
Fig. 2 ein Entfeuchterbypass 36 mit einem zweiten Expansionsventil 37, einem zweiten Wärmeübertrager
38 und einem Rückschlagventil 39 ausgebildet ist. Das Rückschlagventil 39 ist in einer
Strömungsrichtung des Kältemittels nachfolgend dem zweiten Wärmeübertrager 38 in dem
Entfeuchterbypass 36 angeordnet. So kann verhindert werden, dass Kältemittel einer
Niederdruckseite 40 des Kühlkreislaufs 31 neben dem Entfeuchterbypass 36 entgegen
einer regulären Strömungsrichtung einfließt und sich in den zweiten Wärmeübertrager
28 verlagert.
[0043] Die
Fig. 4 zeigt eine Kühleinrichtung 41 mit einem Kühlkreislauf 42 bei dem im Unterschied zum
Kühlkreislauf aus der
Fig. 3 ein Gaskühler 43 mit einer Wasserkühlung verwendet wird. Eine Mitteldruckseite 44
ist hier mit einem Mitteldruckkühler 45 ausgebildet, der ebenfalls wassergekühlt ist.
Der Mitteldruckkühler 45 dient zum Kühlen des Kältemittels, welches von dem Niederdruckverdichter
13 zum dem Hochdruckverdichter 14 über die Mitteldruckseite 44 strömt.
[0044] Die
Fig. 5 zeigt eine Kühleinrichtung 46 mit einem Kühlkreislauf 47, wobei der Kühlkreislauf
47 im Unterschied zum Kühlkreislauf aus der
Fig. 4 einen Mitteldruckbypass 48 aufweist. Der Mitteldruckbypass 48 ist in einer Strömungsrichtung
des Kältemittels nachfolgend dem Gaskühler 43 und vor dem Expansionsventil 16 an einer
Hochdruckseite 49 des Kühlkreislaufs 47 sowie vor dem Hochdruckverdichter 14 und nachfolgend
dem Niederdruckverdichter 13 an einer Mitteldruckseite 50 des Kühlkreislaufs 47 angeschlossen.
Mittels eines weiteren Expansionsventils 51 kann Kältemittel von der Hochdruckseite
49 in die Mitteldruckseite 50 dosiert werden.
1. Verfahren zur Konditionierung von Luft in einem gegenüber einer Umgebung verschließbaren
und temperaturisolierten Prüfraum einer Prüfkammer, insbesondere Klimakammer, zur
Aufnahme von Prüfgut, wobei mittels einer Kühleinrichtung (10, 30, 34, 41, 46) einer
Temperiervorrichtung der Prüfkammer, mit einem Kühlkreislauf (11, 31, 35, 42, 47)
mit Kohlenstoffdioxid (CO2) als einem Kältemittel, einem Wärmeübertrager (12) in dem Prüfraum, einem Niederdruckverdichter
(13) und einem in einer Strömungsrichtung des Kältemittels dem Niederdruckverdichter
nachfolgenden Hochdruckverdichter (14), einem Gaskühler (15, 33, 43) und einem Expansionsventil
(16) eine Temperatur in einem Temperaturbereich von -20 °C bis +180 °C innerhalb des
Prüfraums ausgebildet wird, wobei die Temperatur und/oder eine relative Luftfeuchtigkeit
in dem Prüfraum mittels einer Steuervorrichtung der Prüfkammer gesteuert und/oder
geregelt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels eines Entfeuchterbypasses (20, 36) des Kühlkreislaufs, mit einem zweiten
Expansionsventil (21, 37) und mit einem zweiten Wärmeübertrager (22, 38) in dem Prüfraum,
Luft in dem Prüfraum entfeuchtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Entfeuchterbypass (20 36) in Strömungsrichtung nach dem Gaskühler (15, 33, 43)
und vor dem Expansionsventil (16) an eine Hochdruckseite (19, 49) des Kühlkreislaufs
(11, 31, 35, 42, 47) sowie nach dem Wärmeübertrager (12) und vor dem Niederdruckverdichter
(13) an eine Niederdruckseite (17, 40) des Kühlkreislaufs angeschlossen ist, wobei
über das zweite Expansionsventil (21, 37) Kältemittel von der Hochdruckseite in die
Niederdruckseite dosiert wird, derart, dass der zweite Wärmeübertrager (22, 38) gekühlt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Kühlkreislauf (11, 31, 35, 42, 47) ein zweiter Bypass (26) mit zumindest einem
dritten Expansionsventil (27) ausgebildet ist, wobei der zweite Bypass in Strömungsrichtung
nach dem Gaskühler (15, 33, 43) und vor dem Expansionsventil (16) an eine Hochdruckseite
(19, 49) des Kühlkreislaufs sowie nach dem Wärmeübertrager (12) und vor dem Niederdruckverdichter
(13) an eine Niederdruckseite (17, 40) des Kühlkreislaufs angeschlossen ist, wobei
eine Sauggastemperatur und/oder ein Sauggasdruck des Kältemittels auf der Niederdruckseite
des Kühlkreislaufs vor dem Niederdruckverdichter derart geregelt wird, dass über das
dritte Expansionsventil Kältemittel in die Niederdruckseite dosiert wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Kühlkreislauf (11, 31, 35, 42, 47) ein weiterer Bypass (28) mit zumindest
einem weiteren Ventil (29) ausgebildet ist, wobei der weitere Bypass in Strömungsrichtung
nach dem Hochdruckverdichter (14) und vor dem Gaskühler (15) an eine Hochdruckseite
(19, 49) des Kühlkreislaufs sowie nach dem Wärmeübertrager (12) und vor dem Niederdruckverdichter
(13) an eine Niederdruckseite (17, 40) des Kühlkreislaufs angeschlossen ist, wobei
eine Sauggastemperatur und/oder ein Sauggasdruck des Kältemittels auf der Niederdruckseite
des Kühlkreislaufs vor dem Niederdruckverdichter derart geregelt wird, und/oder eine
Druckdifferenz zwischen der Hochdruckseite und der Niederdruckseite des Kühlkreislaufs
derart ausgeglichen wird, dass über das weitere Ventil Kältemittel in die Niederdruckseite
dosiert wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Drehzahl des Hochdruckverdichters (14) und/oder des Niederdruckverdichters (13)
geregelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass während eines Erhöhens oder eines konstanten Haltens der Temperatur im Prüfraum ein
Sauggasdruck in einer Niederdruckseite (17, 40) des Kühlkreislaufs (11, 31, 35, 42,
47) vermindert wird, wobei eine Temperaturdifferenz zwischen dem zweiten Wärmeübertrager
(22, 38) und dem Prüfraum erhöht wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Temperaturdifferenz zwischen dem Wärmeübertrager (12) und dem Prüfraum derart
erhöht wird, dass Luft in dem Prüfraum entfeuchtet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass während eines Absenkens der Temperatur im Prüfraum ein Sauggasdruck in einer Niederdruckseite
(17, 40) des Kühlkreislaufs (11, 31, 35, 42, 47) erhöht wird, wobei eine Temperaturdifferenz
zwischen dem zweiten Wärmeübertrager (22. 38) und dem Prüfraum vermindert wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kühlkreislauf (47) einen Mitteldruckbypass (48) aufweist, der in der Strömungsrichtung
nachfolgend dem Gaskühler (43) und vor dem Expansionsventil (16) an einer Hochdruckseite
(49) des Kühlkreislaufs sowie vor dem Hochdruckverdichter (14) und nachfolgend dem
Niederdruckverdichter (13) an eine Mitteldruckseite (50) des Kühlkreislaufs angeschlossen
ist, wobei mittels eines weiteren Expansionsventils (51) Kältemittel von der Hochdruckseite
in die Mitteldruckseite dosiert wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kühlkreislauf (11) einen internen Wärmeübertrager (23) aufweist, der an einer
Hochdruckseite (19) des Kühlkreislaufs in der Strömungsrichtung nachfolgend dem Gaskühler
(15) und vor dem Expansionsventil (16) angeschlossen ist, wobei der interne Wärmeübertrager
mit einem Mitteldruckbypass (24) des Kühlkreislaufs gekoppelt ist, wobei der Mitteldruckbypass
in der Strömungsrichtung nachfolgend dem internen Wärmeübertrager oder dem Gaskühler
und vor dem Expansionsventil an der Hochdruckseite sowie vor dem Hochdruckverdichter
(14) und nachfolgend dem Niederdruckverdichter (13) an eine Mitteldruckseite (18)
des Kühlkreislaufs angeschlossen ist, wobei mittels eines weiteren Expansionsventils
(25) Kältemittel von der Hochdruckseite über den internen Wärmeübertrager in die Mitteldruckseite
dosiert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mitteldruckseite (32) des Kühlkreislaufs (31, 35) vor dem Hochdruckverdichter
(14) und nachfolgend dem Niederdruckverdichter (13) an den Gaskühler (33) angeschlossen
ist, wobei Kältemittel von dem Niederdruckverdichter zu dem Hochdruckverdichter über
den Gaskühler geleitet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mitteldruckseite (44) des Kühlkreislaufs (42) vor dem Hochdruckverdichter (14)
und nachfolgend dem Niederdruckverdichter (13) an einen Mitteldruckkühler (45) angeschlossen
ist, wobei Kältemittel von dem Niederdruckverdichter zu dem Hochdruckverdichter über
den Mitteldruckkühler geleitet wird.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kühlkreislauf (11, 31, 35, 42, 47) in einem thermodynamisch unterkritischen oder
transkritischen Betriebszustand betrieben wird.
14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass reines Kohlenstoffdioxid (CO2) als das Kältemittel verwendet wird.
15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Temperiervorrichtung eine Temperatur in einem Temperaturbereich von -40
°C bis +180 °C, bevorzugt von -50 °C bis +180 °C, innerhalb des Prüfraums ausgebildet
wird.
16. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Temperiervorrichtung eine relative Luftfeuchtigkeit in einem Bereich
von 10 % bis 95 %, bevorzugt von 5 % bis 99 %, bei einer Temperatur in einem Temperaturbereich
von +10 °C bis +90 °C, bevorzugt von +5 °C bis +98 °C, innerhalb des Prüfraums ausgebildet
wird.
17. Prüfkammer, insbesondere Klimakammer, zur Konditionierung von Luft, umfassend einen
gegenüber einer Umgebung verschließbaren und temperaturisolierten Prüfraum zur Aufnahme
von Prüfgut, und eine Temperiervorrichtung zur Temperierung des Prüfraums, wobei mittels
der Temperiervorrichtung eine Temperatur in einem Temperaturbereich von -20 °C bis
+180 °C innerhalb des Prüfraums ausbildbar ist, wobei die Temperiervorrichtung eine
Kühleinrichtung (10, 30, 34, 41, 46) mit einem Kühlkreislauf (11, 31, 35, 42, 47)
mit Kohlenstoffdioxid als einem Kältemittel, einem Wärmeübertrager (12) in dem Prüfraum,
einem Niederdruckverdichter (13) und einem in einer Strömungsrichtung des Kältemittels
dem Niederdruckverdichter nachfolgenden Hochdruckverdichter (14), einem Gaskühler
(15, 33, 43) und einem Expansionsventil (16) aufweist, wobei die Prüfkammer eine Steuervorrichtung
zur Steuerung und/oder Regelung der Temperatur und/oder relativen Luftfeuchtigkeit
in dem Prüfraum aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kühlkreislauf einen Entfeuchterbypass (20, 36) mit einem zweiten Expansionsventil
(21, 37) und mit einem zweiten Wärmeübertrager (22, 38) in dem Prüfraum, zur Entfeuchtung
von Luft in dem Prüfraum, aufweist.
18. Prüfkammer nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Entfeuchterbypass (36) in der Strömungsrichtung nachfolgend dem zweiten Wärmeübertrager
(38) ein Rückschlagventil (39) angeordnet ist.
19. Prüfkammer nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hochdruckverdichter (14) und der Niederdruckverdichter (13) mit einem gemeinsamen
Verdichtergehäuse ausgebildet sind.
20. Prüfkammer nach einem der Ansprüche 17 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmeübertrager (12) und der zweite Wärmeübertrager (22, 38) mit voneinander
separierten Übertragerkörpern oder einem gemeinsamen Übertragerkörper ausgebildet
sind.
21. Prüfkammer nach einem der Ansprüche 17 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Temperiervorrichtung eine Heizeinrichtung mit einer Heizung und einen Heiz-Wärmeübertrager
in dem Prüfraum aufweist.