[0001] Die Erfindung betrifft eine Fahrzeuganordnung für ein Personentransportfahrzeug eines
Fahrtrekonstruktionssystems mit Raumerfassung, wobei die Fahrzeuganordnung in dem
Personentransportfahrzeug installierbar ist, umfassend mindestens einen Beacon, eingerichtet
zum Aussenden eines Beaconsignals. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Personentransportfahrzeug,
eine Datenverarbeitungsvorrichtung, ein Fahrtrekonstruktionssystem und ein Verfahren.
[0002] Personentransportsysteme mit Personentransportfahrzeugen (z.B. Bus, Bahn, Flugzeug,
Wasserfahrzeug etc.) sind aus dem Stand der Technik bekannt. Für eine ordnungsgemäße
Inanspruchnahme einer Transportdienstleitung in einem (öffentlichen) Personentransportsystem
benötigt ein Nutzer in der Regel eine gültige Nutzerberechtigung, die beispielsweise
in Form eines Ticketmediums vorliegend oder darin gespeichert sein kann. Grundsätzlich
sind aus dem Stand der Technik Personentransportsysteme bekannt, bei denen Papiertickets
als Ticketmedien verwendet werden.
[0003] Zur Reduzierung der erforderlichen Infrastruktur in Form von Fahrkartenautomaten
mit Druckerfunktion, Validatoren zur Entwertung von Papiertickets und dergleichen,
aber insbesondere auch zur Erhöhung des Nutzerkomforts, werden im Ticketing vermehrt
die mobilen Endgeräte der Nutzer als Ticketmedien eingesetzt. Auf dem mobilen Endgerät
kann beispielsweise eine auslesbare (digitale) Nutzerberechtigung gespeichert sein,
wie eine Endgerätekennung bzw. Nutzerkennung.
[0004] Beispielhafte und nicht abschließende mobile Endgeräte sind Smartphones, Tablet-Computer,
mobile Spielkonsolen, Laptops, Netbooks, Datenbrillen, Smart-Watches, Smart-Ringe
und ähnliche Wearables. Alternativ kann ein mobiles Endgerät ein dediziertes Ticketing-Gerät
sein, das ausschließlich für eine Ticketing-Anwendung ausgelegt ist.
[0005] Einen besonders hohen Nutzerkomfort versprechen insbesondere Fahrtrekonstruktionssysteme
mit Raumerfassung, bei denen die Anwesenheit eines mobilen Endgeräts bzw. Nutzerendgeräts
in einem zahlungspflichtigen Raum erfasst wird. Dazu gehören beispielsweise CIBO Systeme
(Check-In / Be-Out) oder BIBO Systeme (Be-In / Be-Out), bei denen das Verlassen des
Personentransportfahrzeug insbesondere in automatischer Weise erfasst werden kann.
Bei derartigen Personentransportsystemen wird das mobile Endgerät des Nutzers verwendet,
um insbesondere den Start einer Transportfahrt und das Ende der Transportfahrt zu
detektieren.
[0006] Bei einer Fahrpreisermittlung mittels eines Fahrtrekonstruktionssystems wird (im
Wesentlichen automatisch) ermittelt, ob ein Nutzer (repräsentiert durch sein mobiles
Endgerät), in einem definierten Personentransportfahrzeug eines Personentransportsystems
mitgefahren ist, insbesondere, an welchem Ort (insbesondere Haltestelle) er/sie das
Personentransportfahrzeug betreten und insbesondere wieder verlassen hat, und ob er
seine Fahrt ggf. mit einem anderen Personentransportfahrzeugs des Personentransportsystems
fortgesetzt hat oder nicht. Mit anderen Worten: Es wird eine konkrete Fahrt eines
mobilen Endgeräts (ggf. mit Umsteigen) rekonstruiert, um danach einen Fahrpreis zu
berechnen.
[0007] Insbesondere ist es aus dem Stand der Technik bekannt, die Signale von in dem mobilen
Endgerät vorhandenen Sensoren zu verwenden. Diese Sensoren können beispielsweise sein:
Ortsensoren (also beispielsweise GPS oder vergleichbare Globale Satelliten-Navigationssysteme
(GNSS)), Beschleunigungssensoren (beispielsweise Erschütterungssensoren), Lagesensoren
(beispielsweise Sensoren, die die Lage des mobilen Endgeräts gegenüber der Schwerkraft
bestimmen), Bewegungssensoren (beispielweise Gyrosensoren), Richtungssensoren (beispielweise
ein Kompass, der die Ausrichtung des mobilen Endgeräts gegenüber Erdmagnetfeld bestimmt),
Geräuschsensoren zum Aufzeichnen von Umgebungsgeräuschen, Drucksensoren zum Messen
des Luftdrucks, Temperatursensoren und/oder dergleichen.
[0008] Für eine (spätere) Fahrtrekonstruktion können die Sensordaten, die aus den Signalen
dieser Sensoren generiert werden, aufgezeichnet werden, insbesondere periodisch aufgezeichnet
werden, so dass die Aufzeichnung für jeden verwendeten Sensor eine zeitliche Sensordatenabfolge
ergibt. So kann beispielweise eine zeitliche Abfolge von Ortsdaten (beispielsweise
GPS-Daten) ein Bewegungsmuster des Nutzers ergeben mit Orten, Fahrtgeschwindigkeiten
und/oder Standzeiten (z.B. Haltestellen oder Ampelstopps).
[0009] Die eigentliche Fahrtrekonstruktion kann erfolgen, indem die zeitliche Abfolge der
Sensordaten des mobilen Endgeräts abgeglichen wird mit Referenzdaten (z.B. Erschütterungen,
Geschwindigkeiten), die (generell) einer Fahrt in einem Personentransportfahrzeug
des Personentransportsystems entsprechen, um festzustellen, ob das mobile Endgerät
überhaupt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit das Personentransportsystems genutzt
hat. Ferner kann die zeitliche Abfolge der Sensordaten des mobilen Endgeräts abgeglichen
werden mit den tatsächlichen Betriebsdaten des Personentransportsystems, die eine
tatsächliche zeitliche Abfolge von Positionsdaten konkreter Personentransportfahrzeuge
des Personentransportsystems liefern, um festzustellen, mit welchem konkreten Personentransportfahrzeug
des Personentransportsystems das mobile Endgerät tatsächlich mitgefahren ist.
[0010] Wenn das Fahrtrekonstruktionssystem ein CIBO-System ist bzw. umfasst, dann muss der
Nutzer beim Start der Fahrt eine Handlung an dem mobilen Endgerät ausführen ("Check-In"),
um dem mobilen Endgerät mitzuteilen, dass nun eine Fahrt startet, die insbesondere
später rekonstruiert werden soll. Das Ende der Fahrt wird anhand der aufgezeichneten
Daten automatisch festgestellt ("Be Out"), wenn insbesondere die zeitliche Abfolge
der Positionsdaten des mobilen Endgeräts nicht mehr übereinstimmt mit der zeitlichen
Abfolge der Positionsdaten der für diese Nutzerfahrt in Frage kommenden Personentransportfahrzeuge.
Der nutzerinitiierte Check-In hat den technischen Vorteil, dass das mobile Endgerät
nicht dauerhaft Sensordaten generieren und aufzeichnen muss, um einen Start automatisch
zu bestimmen. Der nutzerinitiierte Check-In hat darüber hinaus den rechtlichen Vorteil,
dass der Nutzer eine Willenserklärung abgibt, indem er ausdrücklich bestätigt, dass
nun eine (zahlungspflichtige) Fahrt startet.
[0011] Wenn das Fahrtrekonstruktionssystem ein BIBO-System ist bzw. umfasst, dann braucht
der Nutzer beim Start keine Handlung an dem mobilen Endgerät ausführen. Der Start
der Fahrt wird anhand der fortlaufend aufgezeichneten Daten automatisch festgestellt
("Be In"), wenn insbesondere die zeitliche Abfolge der Positionsdaten des mobilen
Endgeräts fortdauernd übereinstimmt mit der zeitlichen Abfolge der Positionsdaten
eines Transportfahrzeugs des Personentransportsystems. Das Ende der Fahrt wird anhand
der aufgezeichneten Daten automatisch festgestellt ("Be Out"), wie oben beschrieben.
Wie beschrieben wurde, ist es in diesem Fall erforderlich, das mobile Endgerät zumindest
nahezu dauerhaft Sensordaten generieren und aufzeichnen, um einen Start einer Fahrt
automatisch zu bestimmen. Zudem wird das automatische Bestimmen des Starts in aller
Regel deutlich später erfolgen als der tatsächliche Start der Fahrt.
[0012] Für das beschriebene Ticketing mittels mobilen Endgeräts in einem CIBO Fahrtrekonstruktionssystem
oder BIBO Fahrtrekonstruktionssystemist in der Regel der genaue Standort des mobilen
Endgeräts zumindest zum Zeitpunkt des Starts einer Transportfahrt bzw. des Fahrtantritts
und des Endes der Transportfahrt bzw. des Fahrtendes erforderlich. Es muss daher,
wie oben beschrieben, ermittelt werden, ob die Fahrtstrecke eines Personentransportfahrzeugs
und ein Bewegungsmuster bzw. Bewegungsprofil des mobilen Endgeräts (und damit des
Nutzers des mobilen Endgeräts) übereinstimmen, um insbesondere festzustellen, dass
eine Fahrt (tatsächlich) stattgefunden hat.
[0013] Im Stand der Technik besteht jedoch noch immer das Problem, dass mobile Endgeräte,
insbesondere in Form von Smartphones, ihre eigene Position nicht genau (genug) aufzeichnen.
Insbesondere ist festgestellt worden, dass es bei einer Ortung des (augenblicklichen)
Standorts des mobilen Endgeräts in Innenräumen, bei schneller Fahrt, in Metallzügen
usw. immer wieder zu fehlerhaften Positionsbestimmungen und damit zu einem fehlerhaften
Bewegungsmuster des mobilen Endgeräts kommen kann.
[0014] Zur Reduzierung der Anzahl an fehlerhaft bestimmten Bewegungsmustern von mobilen
Endgeräten kann in einem Fahrtrekonstruktionssystem mindestens ein Beacon (z.B. Bluetooth-basierter
Beacon) installiert sein, vorzugsweise eine Mehrzahl von Beacons. Ein Beacon dient
insbesondere zum Unterstützen des Bestimmens des Standorts eines mobilen Endgeräts.
Ein Beacon ist insbesondere eingerichtet zum Aussenden eines Beaconsignals, das von
in Reichweite befindlichen mobilen Endgeräten empfangbar ist.
[0015] Ein Beacon bzw. ein Sender ist insbesondere einer Haltestelle bzw. Station oder einem
Personentransportfahrzeug fest zugeordnet. Bei einer Haltestelle ist ein Beacon an
einem festen bzw. unbeweglichen Standort montiert, während ein Beacon an bzw. in einem
Personentransportfahrzeug an bzw. in einem mobilen Standort montiert ist. Im Stand
der Technik sendet ein derartiger Beacon periodisch ein Beaconsignal aus, insbesondere
in einem Advertisement-Modus. Ein mobiles Endgerät eines Nutzers empfängt die (insbesondere
periodisch ausgesendeten) Beaconsignale des mindestens einen Beacons. Ein derartiges
Beaconsignal enthält als Dateninhalt stets die Beaconkennung, die von dem mobilen
Endgerät als Endgerätedatensatz zusammen mit der Endgerätekennung des mobilen Endgeräts
an eine entfernt angeordnete Datenverarbeitungsvorrichtung eines Hintergrundsystems
des Fahrtrekonstruktionssystems weitergeleitet wird.
[0016] Die Datenverarbeitungsvorrichtung weist insbesondere ein durch einen Prozessor ausführbares
Fahrtrekonstruktionsmodul auf, das eingerichtet ist zum Rekonstruieren der durchgeführten
Transportfahrt, basierend auf dem mindestens einen empfangenen Endgerätedatensatz
(vorzugsweise einer Mehrzahl von Endgerätedatensätzen) und ggf. einem insbesondere
ebenfalls als Endgerätedatensatz empfangenen Check-in-Datensatz. Ein Fahrpreisbestimmungsmodul
kann anhand der rekonstruierten Fahrt und mindestens einem Tarifmodul einen für die
durchgeführte Fahrt zu entrichtenden Betrag bestimmen.
[0017] Hierbei kann das mindestens eine Tarifdatum nicht nur von dem Start und dem Ende
der Transportortfahrt, also der Ein- und Ausstiegshaltestelle abhängen, sondern zusätzlich
von entfernungs- oder zonenbasierten Prinzipien. Daher kann der Datenverarbeitungsvorrichtung
vorzugsweise eine Information darüber bereitgestellt werden, wann welches Transportfahrzeug
tatsächlich an welcher Station bzw. an welcher Haltestelle gewesen ist. Vorzugsweise
können dem Fahrtrekonstruktionsmodul zum Rekonstruieren einer Transportfahrt insbesondere
folgende Daten bereitgestellt werden:
- Endgerätekennung des mobilen Endgeräts
- Zeitdatum
- Haltestellenkennung
- Ggf. Linienkennung des Personentransportfahrzeug
- Ggf. Fahrzeugkennung des Personentransportfahrzeugs
[0018] Um diese Daten bereitzustellen, ist es aus dem Stand der Technik bekannt, Sensordaten
des mobilen Endgeräts zu verwenden, wie oben beschrieben. Insbesondere können zumindest
Ortsdaten, wie Daten eines GPS-Sensors, und ein Lage- bzw. Bewegungssensordaten, wie
die Daten eines Gyrosensors, verwendet werden. Jedoch ist festgestellt worden, dass
die Sensoren des mobilen Endgeräts die entsprechenden Messgrößen genau (genug) erfassen,
und dass folglich nicht immer hinreichend genaue Sensordaten aufgezeichnet werden.
[0019] Zusätzlich ist es aus dem Stand der Technik bekannt, dass dem Rekonstruktionsmodul
der feste Fahrplan des Personentransportsystems zur Verfügung gestellt wird. Da sich
in der Praxis Personentransportfahrzeuge verspäten oder sogar ausfallen können, führt
auch dies nicht zu einer ausreichenden Zuverlässigkeit bei der Fahrtrekonstruktion.
[0020] Zur Abhilfe ist es aus dem Stand der Technik bekannt, einen dynamischen Fahrplan
von einem externen Betriebsdatenserver (auch als "Datahub" bezeichnet) bereitzustellen.
Neben der Problematik, dass die Daten von einem externen Betriebsdatenserver stammen,
führt auch dies immer wieder zu nicht ausreichend zuverlässigen Fahrtrekonstruktionsergebnissen,
da die Daten des bereitgestellten dynamischen Fahrplans unvollständig und/oder fehlerhaft
sind und zudem in der Praxis regelmäßig verspätet bereitgestellt werden.
[0021] Eine unzuverlässige Fahrtrekonstruktion führt jedoch zu einer unzuverlässigen Fahrpreisberechnung,
die daher in einigen Fällen nicht korrekt sein wird. Hierbei wurde in der bestehenden
Praxis zudem festgestellt, dass ein sogenannter Stationsbeacon bzw. ein Beacon an
einer Haltestelle nicht genau (genug) durch ein mobiles Endgerät erkannt werden kann,
wenn sich das mobile Endgerät innerhalb des Personentransportfahrzeugs befindet. Dies
führt dazu, dass mittels des Stationsbeacons nur der Einstieg und Ausstieg erkannt
werden kann. Jedoch sind in der Regel nicht an allen Stationen bzw. Haltestellen Beacons
vorhanden. Zum Beispiel fehlen diese regelmäßig an kleinen bzw. wenig frequentierten
Bushaltestellen.
[0022] Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit bereitzustellen,
mit der die Nachteile des Stands der Technik zumindest reduziert werden und mit der
insbesondere eine zuverlässigere Transportfahrtrekonstruktion ermöglicht wird.
[0023] Die Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung gelöst durch eine Fahrzeuganordnung
für ein Personentransportfahrzeug eines Fahrtrekonstruktionssystems. Die Fahrzeuganordnung
ist in dem Personentransportfahrzeug installierbar. Die Fahrzeuganordnung umfasst
mindestens ein Beacon. Der mindestens eine Beacon ist eingerichtet zum Aussenden eines
Beaconsignals. Die Fahrzeuganordnung umfasst mindestens ein Bereitstellungsmodul.
Das Bereitstellungsmodul ist eingerichtet zum Bereitstellen zumindest einer augenblicklichen
Haltestelleninformation des Personentransportfahrzeugs. Die Fahrzeuganordnung umfasst
mindestens einen Beaconsignalgenerator. Der Beaconsignalgenerator ist eingerichtet
zum Generieren des Beaconsignals. Das Beaconsignal enthält zumindest eine Beaconkennung
des Beacons und zumindest ein Fahrzeuginformationsdatum. Das Fahrzeuginformationsdatum
basiert zumindest auf der bereitgestellten (augenblicklichen) Haltestelleninformation.
[0024] Indem erfindungsgemäß im Gegensatz zum Stand der Technik eine in einem Personentransportfahrzeug
installierbare Fahrzeuganordnung mit mindestens einem Beacon bereitgestellt wird,
der ein dynamisches Beaconsignal mit veränderlichen Dateninhalt aussendet, enthaltend
stets eine Information über eine augenblickliche Haltestelleninformation des Personentransportfahrzeugs,
werden die Nachteile des Stands der Technik zumindest reduziert, und es wird insbesondere
eine zuverlässigere Fahrtrekonstruktion ermöglicht. Die Datenqualität und die Datenaktualität
können verbessert werden.
[0025] Erfindungsgemäß wird dem mobilen Endgerät insbesondere eine zuverlässige Information
über die augenblickliche Haltestelle zur Verfügung gestellt, an der sich das Personentransportfahrzeug
(augenblicklich) befindet. Diese Informationen können von dem mobilen Endgerät für
ein Rekonstruieren der durchgeführten Fahrt an eine Datenverarbeitungsvorrichtung
eines Hintergrundsystems übertragen werden. In einfacher und insbesondere zuverlässiger
Weise kann insbesondere die Fahrpreisbestimmung für die tatsächlich durchgeführte
Fahrt erfolgen.
[0026] Die Fahrzeuganordnung umfasst mindestens einen Beacon. Insbesondere kann eine Mehrzahl
von Beacons vorgesehen sein. Die Fahrzeuganordnung ist in einem Personentransportfahrzeug
installierbar. Ein Personentransportfahrzeug dient dem Transport von Personen. Vorzugsweise
kann das Personentransportfahrzeug ein Bus oder ein schienengebundenes Fahrzeug sein,
wie eine Bahn. Bei Varianten der Erfindung kann das Personentransportfahrzeug auch
ein anderes Fahrzeug sein, wie ein Wasserfahrzeug, Flugzeug, Seilbahn etc.
[0027] Die Fahrzeuganordnung ist in einem Personentransportfahrzeug installierbar. Dies
meint insbesondere, dass beim bestimmungsgemäßen Betrieb der Fahrzeuganordnung zumindest
der mindestens eine Beacon, das Bereitstellungsmodul und der Beaconsignalgenerator
in dem Personentransportfahrzeug implementiert bzw. installiert sind.
[0028] Das Personentransportfahrzeug ist insbesondere ein Personentransportfahrzeug eines
Fahrtrekonstruktionssystems, also eines eingangs beschriebenen CIBO Personentransportsystems
oder BIBO Personentransportsystems. Insbesondere ist ein derartiges Personentransportsystem
ein öffentliches Personentransportsystem mit einer Vielzahl von Personentransportfahrzeugen.
[0029] Wie bereits beschrieben wurde, umfasst die erfindungsgemäße Fahrzeuganordnung mindestens
einen Beacon bzw. Sender. Ein Beacon ist zum (insbesondere periodischen) Aussenden
eines Beaconsignals eingerichtet. Der Beacon kann bevorzugt ein Hochfrequenz (HF)-Beacon
sein, wie ein UWB (Ultra-Wideband) Transponder, RFID (Radio Frequency Identification)
Beacon, WiFi Beacon oder Bluetooth Beacon. Besonders bevorzugt ist der Beacon ein
BLE Beacon bzw. ein BLE-Sender.
[0030] Der mindestens eine Beacon kann insbesondere in einem Advertising-Modus betrieben
werden. Dies meint, dass der Beacon Advertising-Beaconsignale aussendet, vorzugsweise
BLE-Advertising-Beaconsignale. Ein BLE-Advertising-Beaconsignal kann insbesondere
von nahezu jedem mobilen Endgerät, insbesondere mit einem marktüblichen Betriebssystem
(z.B. Apple iOS, Google Android, Microsoft Windows Mobile, Microsoft Mobile Phone,
Blackberry OS, Symbian OS, Firefox OS, Tizen, Aliyun OS), empfang- und auswertbar
sein. Zudem weist die Bluetooth-Technologie den Vorteil auf, dass die Reichweite (z.B.
auf ca. 10 m) begrenzt ist, so dass mit einer hohen Sicherheit ein Advertising-Beaconsignal
nur von mobilen Endgeräten empfangen wird, die sich ebenfalls in dem zahlungspflichtigen
Raum befinden, also in dem Personentransportfahrzeug.
[0031] Bei anderen Varianten der Erfindung kann das mindestens eine Beaconsignal auch ein
WLAN-Advertising-Signal, RFID-Advertising-Signal oder dergleichen sein.
[0032] Das Beaconsignal enthält eine Beaconkennung des aussendenden Beacons. Eine Beaconkennung
ist insbesondere eine systemweit eindeutige Kennung des aussendenden Beacons. Mit
anderen Worten, der Beacon ist anhand der Beaconkennung eindeutig in dem Fahrtrekonstruktionssystem
identifizierbar.
[0033] Darüber hinaus umfasst die Fahrzeuganordnung mindestens ein Bereitstellungsmodul.
Das Bereitstellungsmodul, insbesondere ein durch einen Prozessor ausführbares Software-Modul,
ist eingerichtet zum Bereitstellen zumindest einer augenblicklichen Haltestelleninformation
des Personentransportfahrzeugs.
[0034] Eine augenblickliche Haltestelleninformation meint insbesondere die Haltestelle,
die augenblicklich von dem Personentransportfahrzeug angefahren wird. Insbesondere
ist erkannt worden, dass zumindest Informationen über die augenblicklich angefahrene
Haltestelle lokal in einem Fahrzeugrechner (z.B. CAD/AVL, OBU oder ähnliches) des
Personentransportfahrzeugs verfügbar sind. Diese Informationen werden z.B. an den
oben erwähnten externen Betriebsdatenserver weitergeleitet und stehen zudem dem Bereitstellungsmodul
zur Verfügung.
[0035] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass diese Informationen über die Haltestelle direkt
an das mobile Endgerät gesendet werden (ohne den Umweg über den externen Betriebsdatenserver).
[0036] Erfindungsgemäß umfasst die Fahrzeuganordnung einen Beaconsignalgenerator, eingerichtet
zum Generieren eines (dynamischen) Beaconsignals mit einem veränderlichen Dateninhalt,
zumindest abhängig von der augenblicklichen Haltestelleninformation. So enthält das
jeweils generierte Beaconsignal zumindest die Beaconkennung des Beacons und zumindest
ein Fahrzeuginformationsdatum, das zumindest auf der bereitgestellten (augenblicklichen)
Haltestelleninformation basiert. Bei Varianten der Erfindung kann das Fahrzeuginformationsdatum
die bereitgestellte Haltestelleninformation sein.
[0037] Eine technische Restriktion kann sein, dass die nutzbare Datenmenge bzw. der maximal
zulässige Dateninhalt (auch als Payload bezeichnet) eines Beaconsignals begrenzt ist.
Insbesondere bei einem Beaconsignal in Form eines bevorzugten Bluetooth-Advertisement-Signal
kann der in diesem Signal (innerhalb eines "Frames") verfügbare Datenmenge kleiner
sein als die Datenmenge, die zur Darstellung der bereitgestellten Haltestelleninformationen
nötig ist. Bei einer Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Beaconsignalgenerator
eingerichtet ist zum Aufteilen der bereitgestellten Haltestelleninformation in eine
Mehrzahl von Informationsteilen. Die Mehrzahl von Informationsteilen können in einer
entsprechenden Mehrzahl von sequentiell generierten und ausgesendeten Beaconsignalen
enthalten sein. Das mobile Endgerät, insbesondere eine auf dem mobilen Endgerät installierte
Fahrtanwendung (so genannte App) kann eingerichtet sein zum Rekonstruieren der Haltestelleninformation
aus der Mehrzahl von Informationsteilen der Mehrzahl von empfangenen Beaconsignalen.
[0038] In der Praxis kann es zu Inkontinuitäten beim Empfangen der Beaconsignale kommen,
so dass relevante Informationen zumindest nicht vollständig an mobile Endgeräte übertragen
werden, wenn eines oder mehrere der Mehrzahl von Beaconsignalen mit einem Informationsteil
nicht empfangen wird/werden. Um die Zuverlässigkeit des Übertragens zumindest der
augenblicklichen Haltestelleninformation zu erhöhen, wird gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeuganordnung vorgeschlagen, die augenblickliche
Haltestelleninformation zu codieren und hierdurch die zu übertragene Datenmenge insbesondere
derart zu reduzieren, dass ein (einzelnes) Beaconsignal die vollständig codierte augenblickliche
Haltestelleninformation als Dateninhalt enthalten kann.
[0039] Insbesondere kann die Fahrzeuganordnung umfassen:
- mindestens einen Codierungsspeicher, eingerichtet zum Speichern einer Codierungstabelle,
enthaltend zumindest jeweilige Zuordnungen zwischen einem jeweiligen Fahrzeuginformationsdatum
und zumindest der jeweiligen Haltestelleninformation,
- wobei der Beaconsignalgenerator einen Codierer umfasst, eingerichtet zum Bestimmen
des Fahrzeuginformationsdatums, das der bereitgestellten Haltestellinformation zugeordnet
ist.
[0040] Der Codierungsspeicher ist ein Datenspeicher, in dem eine Codierungstabelle gespeichert
ist. Insbesondere kann bei einer Variante der Erfindung in einer Codierungstabelle
jeder (möglichen) Haltestelleninformation genau ein Fahrzeuginformationsdatum in Form
ein eines eindeutigen Codes (z.B. eine eindeutige Zeichenfolge) zugeordnet sein. Sämtliche
mögliche Haltestelleninformationen meint insbesondere zumindest sämtliche Haltestellen,
die von dem Personentransportfahrzeug, in der die Fahrzeuganordnung installiert ist,
angefahren werden kann.
[0041] Eine beispielhafte Codierungstabelle ist in der nachfolgenden Tabelle 1 dargestellt.
Tabelle 1
Code bzw. Fahrzeuginformationsdatum |
Haltestelleninformation |
10236 |
Mönchengladbach Hbf |
10237 |
Hardterbroich |
10238 |
Bonnenbroich |
10239 |
Marienplatz |
10240 |
Rheydt Hbf |
··· |
··· |
[0042] Dem Beaconsignalgenerator kann, insbesondere kontinuierlich, von dem Bereitstellungsmodul
(das beispielsweise in dem Fahrzeugrechner integriert sein kann) zumindest die augenblickliche
Haltestelleninformationen bereitgestellt werden. Der Codierer des Beaconsignalgenerators
kann auf den Codierungsspeicher zugreifen, insbesondere auf die Codierungstabelle.
Basierend auf der augenblicklich bereitgestellten Haltestelleninformation kann der
Beaconsignalgenerator den Code bzw. das Fahrzeuginformationsdatum bestimmen, das dieser
Haltestelleninformation (in eindeutiger Weise) zugeordnet ist. Der Beaconsignalgenerator
kann dann ein Beaconsignal generieren, enthaltend das augenblicklich bestimmte Fahrzeuginformationsdatum.
Wenn sich die augenblickliche Haltestelleninformation ändert, ändert sich der Code
und damit der Dateninhalt des ausgesendeten Beaconsignals. In besonders zuverlässiger
Weise kann zumindest die augenblickliche Haltestelleninformation an das mobile Endgerät
mittels jedes Beaconsignals übermittelt werden.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeuganordnung kann
der mindestens eine Beacon eine Beaconrecheneinheit umfassen. Die Beaconrecheneinheit
kann zumindest den Beaconsignalgenerator umfassen. Mit anderen Worten, in dem Beacon
kann insbesondere ein Prozessor mit Speichermittel integriert sein. Der mindestens
eine Prozessor kann eingerichtet sein zum Ausführen des Beaconsignalgenerators, der
in Form eines Softwaremoduls gebildet sein kann. Die Beaconrecheneinheit kann beispielsweise
mit dem Fahrzeugrechner (beispielsweise umfassend das Bereitstellungsmodul) verbunden
sein. In einfacher Weise kann ein Beaconsignalgenerator implementiert werden.
[0044] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeuganordnung kann
die Fahrzeuganordnung umfassen:
- eine Mehrzahl von Beacons, und
- mindestens eine mit der Mehrzahl von Beacons (kommunikativ) verbundene zentrale Recheneinheit,
wobei die zentrale Recheneinheit zumindest den Beaconsignalgenerator umfasst (und
vorzugsweise auch das Bereitstellungsmodul).
[0045] Wie bereits beschrieben wurde, kann eine in einem Personentransportfahrzeug installierbare
Fahrzeuganordnung zwei oder mehr Beacons umfassen. Insbesondere kann die Anzahl an
Beacons einer Fahrzeuganordnung für ein Personentransportfahrzeug so gewählt sein,
dass die Sendereichweiten der (fest in dem Personentransportfahrzeuge montierten)
Beacons den gesamten Innenraum (also den zahlungspflichtigen Raum) des Personentransportfahrzeugs
abdecken. Vorzugsweise kann bei einer Mehrzahl von Beacons die Fahrzeuganordnung eine
zentrale Recheneinheit für die Beacons. Mit anderen Worten, eine zentrale Recheneinheit
mit mindestens einem Prozessor und Speichermittel kann in der Personenfahrzeuganordnung
installiert sein. Der mindestens eine Prozessor kann eingerichtet sein zum Ausführen
des Beaconsignalgenerators, der in Form eines Softwaremoduls gebildet sein kann. Zudem
kann der mindestens eine Prozessor zum Ausführen des Bereitstellungsmoduls eingerichtet
sein, das in Form eines Softwaremoduls gebildet sein kann.
[0046] Über ein internes (drahtloses und/oder drahtgebundenes) Kommunikationsnetz der Fahrzeuganordnung
können die Beacons mit der zentralen Recheneinheit verbunden sein. Der zuvor beschriebene
Beaconsignalgenerator kann dann die Mehrzahl von Beacons derart ansteuern, dass diese
jeweils ein Beaconsignal aussenden, enthaltend das gleiche Fahrzeuginformationsdatum.
Es versteht sich, dass sich die jeweiligen Beaconsignale in der jeweiligen Beaconkennung
unterscheiden können. In effizienter und gleichzeitig zuverlässiger Weise kann die
augenblickliche Haltestelleninformation übermittelt werden.
[0047] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeuganordnung kann
die Fahrzeuganordnung umfassen:
- mindestens einen Validator, eingerichtet zum Validieren eines Ticketmediums,
- wobei der mindestens eine Validator eine interne mit dem mindestens einen Beacon verbundene
Recheneinheit umfasst, wobei die interne Recheneinheit zumindest den Beaconsignalgenerator
umfasst.
[0048] Insbesondere ist erkannt worden, dass ein (an sich bekannter) Validator - eingerichtet
zum Entwerten eines Ticketmediums, beispielsweise durch ein Stempeln eines Papiertickets
oder ein Einlesen einer elektronischen Kennung eines kontaktlosen digitalen Tickets
- zusätzlich ausgerüstet werden kann, um zumindest den Beaconsignalgenerator (in einfacher
Weise) zu implementieren. Mit anderen Worten, in den Validator kann insbesondere ein
Prozessor mit Speichermittel integriert werden. Der mindestens eine Prozessor kann
eingerichtet sein zum Ausführen des Beaconsignalgenerators, der in Form eines Softwaremoduls
gebildet sein kann. Die interne Speichereinheit kann beispielsweise mit dem Fahrzeugrechner
(beispielsweise umfassend das Bereitstellungsmodul) verbunden sein.
[0049] Vorzugsweise kann der zusätzlich ausgerüstete Validator zudem den mindestens einen
Beacon umfassen. Mit anderen Worten, der Beacon kann in das Validatorgehäuse integriert
werden. Eine Montierung nur einer Vorrichtung (nämlich des erfindungsgemäß ausgerüsteten
Validators) kann erfolgen. In kompakter Weise kann eine Fahrzeuganordnung bereitgestellt
werden.
[0050] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeuganordnung
kann das Bereitstellungsmodul eingerichtet sein zum Bereitstellen mindestens einer
(weiteren) (augenblicklichen) Fahrzeuginformation.
[0051] Die mindestens eine Fahrzeuginformation kann ausgewählt sein aus der Gruppe, umfassend:
- Fahrzeugkennung,
- (augenblickliches) Fahrzeugzeitdatum,
- Fahrzeuglinienkennung,
- Fahrzeugbetreiberkennung,
- Beaconposition im Fahrzeug, und
- Umlaufdatum.
[0052] Eine Fahrzeugkennung ist insbesondere eine systemweit eindeutige Kennung des jeweiligen
Personentransportfahrzeug eines Fahrtrekonstruktionssystems. Mit anderen Worten, das
Personentransportfahrzeug ist anhand der Fahrzeugkennung eindeutig in dem Fahrtrekonstruktionssystem
identifizierbar.
[0053] Das Fahrzeugzeitdatum ist insbesondere die augenblickliche Zeit (insbesondere ein
Zeitstempel mit Datumsangabe und sekundengenauer Zeitangabe) einer Fahrzeuguhr des
Personentransportfahrzeugs. Vorzugsweise können die jeweiligen Fahrzeuguhren der jeweiligen
Personentransportfahrzeuge mit einer zentralen Systemuhr (beispielsweise der Datenverarbeitungsvorrichtung)
synchronisiert sein.
[0054] Eine Fahrzeuglinienkennung ist insbesondere eine systemweit eindeutige Kennung der
Fahrzeuglinie. Eine Fahrzeuglinie ist insbesondere die Verbindung mehrerer verteilt
angeordneter Haltestellen, die insbesondere regelmäßig durch ein Personentransportfahrzeug
angefahren bzw. bedient werden.
[0055] Eine Fahrzeugbetreiberkennung ist insbesondere eine systemweit eindeutige Kennung
des Betreibers des Personentransportfahrzeugs. Insbesondere dann, wenn in dem Fahrtrekonstruktionssystem
zwei oder mehr unterschiedliche Betreiber vorhanden sind, kann eine Fahrzeugbetreiberkennung
bereitgestellt werden.
[0056] Die Beaconposition eines Beacons im Fahrzeug ist insbesondere eine Angabe darüber,
welcher Teilbereich des Personentransportfahrzeugs durch die Sendereichweite des Beacons
abgedeckt wird. Beispielsweise kann ein erster Beacon (oder eine erste Gruppe von
Beacons) einen ersten Teilbereich, der mit einem ersten Tarifdatum (z.B. 1. Klasse
Tarifdatum) verknüpft ist bzw. einem definierten ersten Klasseabteil entspricht, mit
der Sendereichweite des ersten Beacons (oder der ersten Gruppe von Beacons) abdecken.
Ein zweiter Beacon (oder eine zweite Gruppe von Beacons) kann einen zweiten Teilbereich
mit der Sendereichweite des zweiten Beacons (oder der zweiten Gruppe von Beacons)
abdecken, der mit einem zweiten sich von dem ersten Tarifdatum unterscheidenden Tarifdatum
(z.B. 2. Klasse Tarifdatum) verknüpft ist bzw. einem definierten zweiten Klasseabteil
entspricht, das sich von dem definierten ersten Klasseabteil unterscheidet.
[0057] Ein Umlaufdatum ist insbesondere eine natürliche Zahl und kann insbesondere n-te
Fahrt einer Linie an einem Tag angeben. Eine entsprechende Fahrzeuginformation kann
insbesondere dann relevant sein, wenn zu definierten Umläufen andere Streckenvarianten
durch die genannte Linie bedient werden.
[0058] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeuganordnung kann
der Beaconsignalgenerator eingerichtet sein zum Generieren des Beaconsignals. Das
Beaconsignal kann zumindest die Beaconkennung und das zumindest eine Fahrzeuginformationsdatum
enthalten, zumindest basierend auf der bereitgestellten Haltestelleninformation und
der bereitgestellten mindestens einen Fahrzeuginformation. Beispielsweise können zumindest
zwei Fahrzeuginformationsdaten in dem Beaconsignal enthalten sein. Ein erstes Fahrzeuginformationsdatum
kann insbesondere die augenblickliche Haltestelleninformation repräsentieren und/oder
abbilden und ein zweites Fahrzeuginformationsdatum die mindestens eine (weitere) Fahrzeuginformation.
Beispielsweise kann für jede weitere Fahrzeuginformation ein entsprechendes Fahrzeuginformationsdatum
in dem Beaconsignal enthalten sein. Wie beschrieben, können entsprechende Informationen
bei Varianten der Erfindung auch auf eine Mehrzahl von insbesondere sequentiell ausgesendeten
Beaconsignalen durch den Beaconsignalgenerator aufgeteilt werden.
[0059] Wie bereits beschrieben wurde, kann jedoch in einem Beaconsignal der verfügbare Dateninhalt
nicht ausreichend sein, um sämtliche Informationen als uncodierte Information, die
vorzugsweise übertragen werden sollen, in ein Beaconsignal als Payload zu integrieren.
Um dennoch in einem (einzelnen) Beaconsignal sämtliche zu übertragende Informationsdaten
einfügen zu können, kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sein,
sämtliche dieser Informationsdaten zu codieren. Insbesondere wird eine Codierung derart
gewählt, dass die zu übertragene Datenmenge der genannten Informationsdaten reduziert
wird, so dass die codierten Daten in ein einzelnes Beaconsignal als Dateninhalt eingefügt
werden können. Beispielsweise kann für jede weitere (zu übertragene) Fahrzeuginformation
eine vorhandene Codierungstabelle entsprechend ergänzt werden, oder es kann eine weitere
Codierungstabelle in dem Codierungsspeicher gespeichert sein. Mit anderen Worten,
es können eine oder mehr Codierungstabellen vorgesehen sein, auf die der Codierer
zugreifen kann. Insbesondere kann jede weitere Codierungstabelle analog zu der zuvor
beschriebenen Codierungstabelle gebildet und aufgebaut sein.
[0060] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahrzeuganordnung
kann die Codierungstabelle zumindest jeweilige Zuordnungen zwischen einem jeweiligen
Fahrzeuginformationsdatum und zumindest der jeweiligen Haltestelleninformation sowie
mindestens einer (weiteren) (augenblicklichen) Fahrzeuginformation enthalten. Der
Beaconsignalgenerator kann einen Codierer umfassen. Der Codierer kann eingerichtet
sein zum Bestimmen des Fahrzeuginformationsdatums, das der bereitgestellten Haltestellinformation
und der bereitgestellten mindestens einen Fahrzeuginformation zugeordnet ist. Wenn
eine Mehrzahl von Fahrzeuginformationen bereitgestellt werden, kann der Codierer eingerichtet
sein zum Bestimmen des Fahrzeuginformationsdatums, das der bereitgestellten Haltestellinformation
und der Mehrzahl von bereitgestellten mindestens einen Fahrzeuginformation zugeordnet
ist. Das Fahrzeuginformationsdatum ist insbesondere ein eindeutiger Code (z.B. Zeichenkette),
mit dem die genannten Informationen für eine Übertragung codiert werden. Insbesondere
kann sichergestellt werden, beispielsweise durch die Datenverarbeitungsvorrichtung,
dass Codes nicht doppelt vergeben werden, sondern immer eindeutig sind.
[0061] Wenn in einem Fall eine augenblickliche Haltestelleninformation und zusätzlich eine
Fahrzeuginformation (z.B. in Form einer Fahrzeuglinienkennung) bereitgestellt werden,
kann jeder (möglichen) Kombination von Haltestelleninformation und Fahrzeuginformation
genau ein Fahrzeuginformationsdatum bzw. ein Code zugeordnet sein. In entsprechender
Weise kann bei zwei oder mehr (weiteren) bereitgestellten Fahrzeuginformationen verfahren
werden. Die zu übertragene Datenmenge kann durch eine entsprechende Codierungstabelle
signifikant reduziert werden. In zuverlässiger Weise kann eine Mehrzahl an augenblicklichen
und veränderlichen Informationsdaten übertragen werden.
[0062] Eine beispielhafte weitere Codierungstabelle ist in der nachfolgenden Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2
Code bzw. Fahrzeuginformationsdatum |
Haltestelleninformation |
Fahrzeuglinienkennung |
10236 |
Mönchengladbach Hbf |
006 |
10237 |
Mönchengladbach Hbf |
013 |
10238 |
Mönchengladbach Hbf |
015 |
10239 |
Hardterbroich |
006 |
10240 |
Mönchengladbach Hbf |
008 |
··· |
··· |
··· |
[0063] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Personentransportfahrzeug. Das Personentransportfahrzeug
umfasst eine in dem Personentransportfahrzeug installierte und zuvor beschriebene
Fahrzeuganordnung. Das Personentransportfahrzeug ist insbesondere Teil eines zuvor
beschriebenen Fahrtrekonstruktionssystems.
[0064] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist eine Datenverarbeitungsvorrichtung für ein
Fahrtrekonstruktionssystem. Die Datenverarbeitungsvorrichtung umfasst mindestens ein
Empfangsmodul. Das mindestens eine Empfangsmodul ist eingerichtet zum Empfangen eines
ersten Endgerätedatensatzes von einem mobilen Endgerät. Der erste Endgerätedatensatz
enthält zumindest eine Endgerätekennung des mobilen Endgeräts, ein Fahrzeuginformationsdatum
eines durch das mobile Endgerät empfangenen Beaconsignals und eine Beaconkennung des
durch das mobile Endgerät empfangenen Beaconsignals. Die Datenverarbeitungsvorrichtung
umfasst mindestens ein Fahrtrekonstruktionsmodul. Das mindestens eine Fahrtrekonstruktionsmodul
ist eingerichtet zum Rekonstruieren einer durchgeführten Fahrt, basierend zumindest
auf dem erhaltenen ersten Endgerätedatensatz.
[0065] Die genannten Module der Datenverarbeitungsvorrichtung können Hardware- und/oder
Software-Komponenten umfassen. Die Datenverarbeitungsvorrichtung kann beispielsweise
mindestens einen Speicher mit Programmanweisungen eines Computerprogramms (z.B. des
erfindungsgemäßen Computerprogramms) und mindestens einen Prozessor, ausgebildet zum
Ausführen von Programmanweisungen aus dem mindestens einen Speicher, umfassen. Dementsprechend
soll gemäß der Erfindung auch zumindest eine Datenverarbeitungsvorrichtung als offenbart
verstanden werden, die zumindest einen Prozessor und zumindest einen Speicher mit
Programmanweisungen umfasst, wobei der zumindest eine Speicher und die Programmanweisungen
eingerichtet sind, gemeinsam mit dem zumindest einen Prozessor, die Datenverarbeitungsvorrichtung
zu veranlassen, das Verfahren gemäß der Erfindung auszuführen und/oder zu steuern.
[0066] Vorzugsweise kann die Datenverarbeitungsvorrichtung ein Hintergrundsystem bilden
bzw. durch einen Server oder durch mehrere (verteilt angeordnete) Server und/oder
ein Cloudsystem gebildet sein.
[0067] Wie beschrieben wurde, können mittels eines Beaconsignals zumindest eine Beaconkennung
und ein Fahrzeuginformationsdatum ausgesendet und insbesondere übermittelt werden.
Ein mobiles Endgerät, insbesondere unter Steuerung einer durch einen Prozessor des
mobilen Endgeräts ausführbaren (Software-)Fahrtanwendung, kann insbesondere bei Erhalt
eines derartigen Beaconsignals einen ersten Endgerätedatensatz generieren. Der generierte
Endgerätedatensatz kann die empfangene Beaconkennung, das Fahrzeuginformationsdatum
und eine Endgerätekennung des mobilen Endgeräts enthalten, das den ersten Endgerätedatensatz
generiert.
[0068] Eine Endgerätekennung ist insbesondere eine systemweit eindeutige Kennung des mobilen
Endgeräts bzw. des Nutzers des mobilen Endgeräts. Mit anderen Worten, das mobile Endgerät
ist eindeutig anhand der Endgerätekennung identifizierbar.
[0069] Der generierte erste Endgerätedatensatz kann durch das mobile Endgerät ausgesendet
werden. Mit anderen Worten, das Empfangsmodul der Datenverarbeitungsvorrichtung kann
den ersten Endgerätedatensatz, insbesondere eine Mehrzahl von sequenziell (beispielsweise
periodisch) durch das mobile Endgerät ausgesendeten ersten Endgerätedatensätzen empfangen.
[0070] Darüber hinaus umfasst die Datenverarbeitungsvorrichtung ein Fahrtrekonstruktionsmodul
zum Rekonstruieren einer durch den Nutzer des mobilen Endgeräts durchgeführten Fahrt.
Das Rekonstruieren basiert vorzugsweise auf einer Mehrzahl von ersten Endgerätedatensätzen,
die von dem mobilen Endgerät (zeitlich nacheinander) über das Empfangsmodul empfangen
wurde. Zusätzlich kann bei einem CIBO-System ein Check-in-Datensatz bei der Rekonstruktion
berücksichtigt werden.
[0071] Insbesondere kann das Fahrtrekonstruktionsmodul aufgrund der in den ersten Endgerätedatensätzen
enthaltenden Fahrzeuginformationsdaten, die zumindest die tatsächlich angefahrenen
Haltestellen repräsentieren, (in besonders zuverlässiger Weise) die durchgeführte
Fahrt rekonstruieren.
[0072] Vorzugsweise enthält jeder erste Endgerätedatensatz, der von einem mobilen Endgerät
ausgesendet wird, ein Zeitdatum. Das jeweilige Zeitdatum kann bereits in dem Beaconsignal
(in Form des beschriebenen Fahrzeugzeitdatum) enthalten sein. Insbesondere kann der
Beaconsignalgenerator eingerichtet sein zum Hinzufügen des Zeitdatums, das im Wesentlichen
dem Generierungszeitpunkt und/oder dem Versendezeitpunkt eines jeweiligen Beaconsignals
entsprechen kann. Beispielsweise kann der Beaconsignalgenerator das Zeitdatum in Form
des augenblicklichen Fahrzeugzeitdatum anhand der Fahrzeuguhr des Personentransportfahrzeugs
und/oder der Fahrzeuganordnung bestimmen.
[0073] Das jeweilige Zeitdatum kann gemäß einer weiteren Variante der Erfindung auch erst
durch das mobile Endgerät als Endgerätezeitdatum hinzugefügt werden, insbesondere
unter Steuerung der Fahrtanwendung. Das Zeitdatum kann insbesondere dem Generierungszeitpunkt
und/oder dem Versendezeitpunkt eines jeweiligen ersten Endgerätedatensatz entsprechen.
Die Fahrtanwendung kann das Zeitdatum beispielsweise anhand einer Endgeräteuhr des
mobilen Endgeräts bestimmen.
[0074] Es versteht sich, dass ein erster Endgerätedatensatz auch beide Zeitdaten (Fahrzeugzeitdatum
und Endgerätezeitdatum) enthalten kann.
[0075] Mittels des Zeitdatums können die genannte Datensätze in eine (zeitlich) chronologische
Reihenfolge gebracht werden. Aus den jeweils bestimmten chronologisch vorliegenden
Haltestelleninformation der jeweiligen Datensätze kann dann in zuverlässiger Weise
die durchgeführte Fahrt (insbesondere in Form einer Haltestellenkette) rekonstruiert
werden.
[0076] Insbesondere enthält der erste Endgerätedatensatz mit dem frühesten Zeitdatum (insbesondere
für den Fall, das kein Check-in-Datensatz vorhanden ist) das Fahrzeuginformationsdatum
mit der Haltestelle, an dem der Nutzer das Personentransportfahrzeug betreten hat,
also die Fahrt begonnen hat. Mit anderen Worten, dieser Datensatz enthält die Starthaltestelle.
Insbesondere enthält der erste Endgerätedatensatz mit dem spätesten Zeitdatum das
Fahrzeuginformationsdatum mit der Haltestelle, an dem der Nutzer das Personentransportfahrzeug
verlassen hat, also die Fahrt beendet hat. Mit anderen Worten, dieser Datensatz enthält
die Endhaltestelle. In zuverlässiger Weise wird die Fahrt rekonstruiert und insbesondere
ein Start und/oder ein Ende der Fahrt detektiert.
[0077] Basierend auf der rekonstruierten Fahrt und mindestens einem Tarifdatum kann ein
optionales Fahrpreisbestimmungsmodul der Datenverarbeitungsvorrichtung (in insbesondere
bekannter Weise) den Fahrpreis für die durchgeführte Fahrt (in besonders zuverlässiger
Weise) bestimmen. Dann kann dem Nutzer des mobilen Endgeräts, der anhand der Endgerätekennung
identifizierbar ist, die durchgeführte Fahrt (in bekannter Weise) in Rechnung gestellt
werden. Beispielsweise können die hierfür benötigten Daten in einen Nutzerkonto in
der Datenverarbeitungsvorrichtung gespeichert sein.
[0078] Insbesondere für den Fall, dass das Fahrzeuginformationsdatum die augenblickliche
Haltestelleninformation ist, kann durch das Rekonstruktionsmodul in einfacher Weise
die durchgeführte Fahrt rekonstruiert werden.
[0079] Wie beschrieben wurde, kann vorzugsweise das Fahrzeuginformationsdatum ein Code sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Datenverarbeitungsvorrichtung kann die
Datenverarbeitungsvorrichtung umfassen:
- mindestens einen Decodierungsspeicher, eingerichtet zum Speichern einer Decodierungstabelle,
enthaltend zumindest Zuordnungen zwischen einem jeweiligen Fahrzeuginformationsdatum
und zumindest einer jeweiligen Haltestelleninformation,
- wobei das Fahrtrekonstruktionsmodul einen Decodierer umfasst, eingerichtet zum Bestimmen
der Haltestelleninformation, die dem erhaltenen Fahrzeuginformationsdatum zugeordnet
ist, basierend auf der gespeicherten Decodierungstabelle.
[0080] Der Decodierungsspeicher ist ein Datenspeicher, in dem eine Decodierungstabelle gespeichert
ist. Insbesondere kann bei einer Variante der Erfindung in einer Decodierungstabelle
jeder (möglichen) Haltestelleninformation genau ein Fahrzeuginformationsdatum in Form
ein eines eindeutigen Codes (z.B. eine eindeutige Zeichenfolge) zugeordnet sein. Sämtliche
mögliche Haltestelleninformationen meint insbesondere zumindest sämtliche Haltestellen,
die von den Personentransportfahrzeugen des Fahrtrekonstruktionssystems angefahren
werden können. Eine Decodierungstabelle kann beispielsweise der Tabelle 1 oder 2 entsprechen.
Wenn mehr als eine Codierungstabelle vorgesehen ist, kann eine entsprechende Anzahl
an Decodierungstabellen vorgesehen sein.
[0081] Ein Decodierer kann zum Decodieren des empfangenen Codes auf die Decodierungstabelle
zugreifen und zumindest die Haltestelleninformation (vorzugsweise mindestens eine
(weitere zuvor beschriebene) Fahrzeuginformation) bestimmen, die dem empfangenen Code
bzw. dem empfangenen Fahrzeuginformationsdatum zugeordnet ist. In zuverlässiger Weise
kann zumindest die Haltestelleninformation in der Datenverarbeitungsvorrichtung bestimmt
werden.
[0082] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Fahrtrekonstruktionssystem, insbesondere
ein CIBO-System und/oder ein BIBO-System. Das Fahrtrekonstruktionssystem umfasst mindestens
eine Fahrzeuganordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 8. Das Fahrtrekonstruktionssystem
umfasst mindestens einen Decodierungsspeicher, eingerichtet zum Speichern einer Decodierungstabelle,
enthaltend zumindest Zuordnungen zwischen einem jeweiligen Fahrzeuginformationsdatum
und zumindest einer jeweiligen Haltestelleninformation. Das Fahrtrekonstruktionssystem
umfasst mindestens einen Decodierer, eingerichtet zum Bestimmen der Haltestelleninformation,
die dem erhaltenen Fahrzeuginformationsdatum zugeordnet ist, basierend auf der gespeicherten
Decodierungstabelle. Das Fahrtrekonstruktionssystem umfasst mindestens ein Fahrtrekonstruktionsmodul
einer Datenverarbeitungsvorrichtung, eingerichtet zum Rekonstruieren einer durchgeführten
Fahrt, basierend zumindest auf der bestimmten Haltestelleninformation.
[0083] Insbesondere kann das Fahrtrekonstruktionssystem eine Mehrzahl von Fahrzeuganordnungen
umfassen, die in einer entsprechenden Mehrzahl von Personentransportfahrzeugen installiert
sein können. Insbesondere umfasst das Fahrtrekonstruktionssystem mindestens ein Personentransportfahrzeug
mit mindestens einer darin installierten Fahrzeuganordnung. Darüber hinaus umfasst
das Fahrtrekonstruktionssystem eine Datenverarbeitungsvorrichtung, umfassend zumindest
ein Rekonstruktionsmodul.
[0084] Gemäß einer Ausführungsform des Fahrtrekonstruktionssystems kann - wie zuvor beschrieben
- die Datenverarbeitungsvorrichtung umfassen:
- mindestens ein Empfangsmodul, eingerichtet zum Empfangen eines ersten Endgerätedatensatzes
von einem mobilen Endgerät,
- wobei der erste Endgerätedatensatz zumindest eine Endgerätekennung des mobilen Endgeräts,
ein Fahrzeuginformationsdatum eines durch das mobile Endgerät empfangenen Beaconsignals
und eine Beaconkennung des durch das mobile Endgerät empfangenen Beaconsignals enthält
- mindestens einen Decodierungsspeicher, eingerichtet zum Speichern einer Decodierungstabelle,
enthaltend zumindest Zuordnungen zwischen einem jeweiligen Fahrzeuginformationsdatum
und zumindest einer jeweiligen Haltestelleninformation,
- wobei das Fahrtrekonstruktionsmodul einen Decodierer umfasst, eingerichtet zum Bestimmen
der Haltestelleninformation, die dem erhaltenen Fahrzeuginformationsdatum zugeordnet
ist, basierend auf der gespeicherten Decodierungstabelle.
[0085] Insbesondere kann das Fahrtrekonstruktionssystem gemäß einer weiteren Ausführungsform
das mindestens eine mobile Endgerät umfassen. Wie beschrieben wurde, kann das mobile
Endgerät, insbesondere unter Steuerung einer darauf installierten Fahrtanwendung,
den mindestens einen ersten Endgerätedatensatz generieren und aussenden, wie beschrieben
wurde.
[0086] Insbesondere gemäß einer alternativen (aber auch zusätzlich vorgesehenen) Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Fahrtrekonstruktionssystems kann das Fahrtrekonstruktionssystem
umfassen:
- mindestens ein mobiles Endgerät mit einem Empfangsmodul, eingerichtet zum Empfangen
des mindestens einen Beaconsignals,
- wobei das mobile Endgerät den Decodierungsspeicher und den Decodierer umfasst, und
- wobei das das mobile Endgerät ein Sendemodul umfasst, eingerichtet zum Aussenden eines
zweiten Endgerätedatensatzes, enthaltend zumindest eine Endgerätekennung des mobilen
Endgeräts, die bestimmte Haltestelleninformation des durch das mobile Endgerät empfangenen
Beaconsignals und die Beaconkennung des durch das mobile Endgerät empfangenen Beaconsignals.
[0087] Insbesondere kann der zuvor beschriebene mindestens eine Decodierungsspeicher und
der zuvor beschriebene mindestens eine Decodierer in der Datenverarbeitungsvorrichtung
und/oder in dem mobilen Endgerät implementiert sein. Insbesondere kann der Decodierer
ein durch einen Prozessor des mobilen Endgeräts ausführbares Softwaremodul der Fahrtanwendung
sein. Der Decodierer arbeitet insbesondere in der vorbeschriebenen Weise.
[0088] In diesem Fall kann ein Sendemodul des mobilen Endgeräts, z.B. unter Steuerung der
Fahrtanwendung, einen zweiten Endgerätedatensatz aussenden, insbesondere an ein Empfangsmodul
der Datenverarbeitungsvorrichtung übertragen. Ein zweiter Endgerätedatensatz enthält
zumindest (insbesondere anstelle eines Codes für die Haltestelleninformation) die
bereits decodierte Haltestelleninformation sowie die Endgerätekennung und die Beaconkennung.
Insbesondere kann mindestens eine (weitere) decodierte Fahrzeuginformation in einem
zweiten Endgerätedatensatz enthalten sein.
[0089] Ein Codierungstabelle oder eine Decodierungstabelle kann aktualisiert werden, insbesondere
wenn sich die darin enthaltenden Daten geändert haben oder weitere Daten hinzugekommen
sind (z.B. Haltestellen hinzu gekommen oder entfallen sind).
[0090] Ein noch weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren, insbesondere ein computerimplementiertes
Verfahren. Das Verfahren umfasst:
- Aussenden, durch einen Beacon einer in einem Personentransportfahrzeug installierten
Fahrzeuganordnung für ein Personentransportfahrzeug, eines Beaconsignals, enthaltend
zumindest eine Beaconkennung des Beacons und zumindest ein Fahrzeuginformationsdatum,
das zumindest auf einer augenblicklichen Haltestelleninformation des Personentransportfahrzeugs
basiert,
- Bestimmen, durch einen Decodierer, der Haltestelleninformation, die dem erhaltenen
Fahrzeuginformationsdatum zugeordnet ist, basierend auf einer gespeicherten Decodierungstabelle,
enthaltend zumindest Zuordnungen zwischen einem jeweiligen Fahrzeuginformationsdatum
und zumindest einer jeweiligen Haltestelleninformation, und
- Rekonstruieren, durch mindestens ein Fahrtrekonstruktionsmodul einer Datenverarbeitungsvorrichtung,
einer durchgeführten Fahrt, basierend zumindest auf der bestimmten Haltestelleninformation.
[0091] Das Verfahren kann insbesondere zum Betreiben eines zuvor beschriebenen Fahrtrekonstruktionssystems
dienen.
[0092] Es sei angemerkt, dass durch die Begriffe "erster", "zweiter" etc. anmeldungsgemäß
keine Reihenfolge festgelegt ist, sondern dass die genannten Begriffe lediglich als
Bezeichner von unterschiedlichen Elementen und/oder Schritten dienen.
[0093] Wie bereits beschrieben wurde, kann ein zuvor beschriebenes Modul, eine Vorrichtung
etc. zumindest teilweise Hardwareelemente (z.B. Prozessor, Speichermittel etc.) und/oder
zumindest teilweise Softwareelemente (z.B. ausführbaren Code) umfassen.
[0094] Die Merkmale der Fahrzeuganordnungen, Datenverarbeitungsvorrichtungen, Personentransportfahrzeuge,
Fahrtrekonstruktionssysteme und (computerimplementierte) Verfahren sind frei miteinander
kombinierbar. Insbesondere können Merkmale der Beschreibung und/oder der abhängigen
Ansprüche, auch unter vollständiger oder teilweiser Umgehung von Merkmalen der unabhängigen
Ansprüche, in Alleinstellung oder frei miteinander kombiniert eigenständig erfinderisch
sein.
[0095] Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Fahrzeuganordnung,
die erfindungsgemäße Datenverarbeitungsvorrichtung, das erfindungsgemäße Personentransportfahrzeug,
das erfindungsgemäße Fahrtrekonstruktionssystem und das erfindungsgemäße (computerimplementierte)
Verfahren auszugestalten und weiterzuentwickeln. Hierzu sei einerseits verwiesen auf
die den unabhängigen Patentansprüchen nachgeordneten Patentansprüche, andererseits
auf die Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung. In
der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Fahrzeuganordnung gemäß
der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Fahrtrekonstruktionssystems
gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem weiteren Ausführungsbeispiel einer Fahrzeuganordnung
gemäß der vorliegenden Erfindung und einem Ausführungsbeispiel einer Datenverarbeitungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Fahrtrekonstruktionssystems
gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem weiteren Ausführungsbeispiel einer Fahrzeuganordnung
und einem weiteren Ausführungsbeispiel einer Datenverarbeitungsvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung, und
- Fig. 4
- ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0096] Ähnliche Bezugszeichen bezeichnen nachfolgend ähnliche Elemente.
[0097] Die Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Fahrzeuganordnung
100 gemäß der vorliegenden Erfindung. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist
die Fahrzeuganordnung 100 in einem installierten Zustand dargestellt und insbesondere
in einem Personentransportfahrzeug 102 installiert, beispielsweise eines (nicht gezeigten)
Fahrtrekonstruktionssystems. Lediglich beispielhaft ist das Personentransportfahrzeug
102 vorliegend ein Bus. Bei anderen Varianten der Erfindung kann das mindestens eine
Personentransportfahrzeug eines Fahrtrekonstruktionssystems alternativ oder zusätzlich
eine Bahn, ein Wasserfahrzeug, ein Flugzeug, eine Seilbahn etc. sein.
[0098] Das Personentransportfahrzeug 102 kann über mindestens einen Zugangsbereich 120 verfügen,
über den ein Nutzer das Personentransportfahrzeug 102 betreten und/oder verlassen
kann, also einen zahlungspflichtigen Raum betreten und/oder verlassen kann. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst das Personentransportfahrzeug 102 in dem
Zugangsbereich 120 einen Validator 116.
[0099] Der Validator 116 ist insbesondere eingerichtet zum Entwerten eines Ticketmediums
, beispielsweise durch ein Stempeln eine Papiertickets oder durch ein Einlesen einer
elektronischen Kennung eines kontaktlosen digitalen Tickets.
[0100] Die Fahrzeuganordnung 100 umfasst mindestens einen Beacon 104, 106. Beispielhaft
umfasst die Fahrzeuganordnung 100 vorliegend drei Beacon 104, 106. Hierbei ist ein
Beacon 106 beispielhaft in dem Validator 116 integriert. Ein Beacon 104, 106, vorzugsweise
ein BLE-Beacon, ist eingerichtet zum Aussenden eines Beaconsignals. Erfindungsgemäß
ist ein Beacon 104, 106 einer Fahrzeuganordnung 100 zum Aussenden eines dynamischen
Beaconsignals bzw. eines Beaconsignals mit dynamischen bzw. veränderlichen Dateninhalt
eingerichtet. So kann ein Beacon vorzugsweise periodisch Beaconsignale aussenden,
deren Dateninhalt sich über die Zeit ändert, insbesondere zumindest abhängig von der
augenblicklichen Haltestelleninformation bzw. Haltestelle, die durch das Personenfahrzeug
tatsächlich und augenblicklich angefahren wird.
[0101] Um dynamische Beaconsignale zu versenden, umfasst die Fahrzeuganordnung mindestens
ein Bereitstellungsmodul 110 und mindestens einen Beaconsignalgenerator 112. Das Bereitstellungsmodul
110 und der Beaconsignalgenerator 112 können insbesondere als durch einen Prozessor
einer Recheneinheit ausführbare Softwaremodule ausgeführt sein. Beispielsweise ist
vorliegend ein mit der Mehrzahl von Beacons 104, 106 über ein internes (drahtloses
und/oder drahtgebundenes) Kommunikationsnetz 114 verbundene zentrale Recheneinheit
108 (mit mindestens einem Prozessor und Speichermitteln) vorgesehen. Das Bereitstellungsmodul
110 und der Beaconsignalgenerator 112 können in der zentralen Recheneinheit 108 implementiert
sein. Beispielsweise kann die zentrale Recheneinheit 108 durch den Fahrzeugrechner
(CAD/AVL, OBU oder ähnliches) des Personentransportfahrzeugs 102 gebildet oder darin
integriert sein.
[0102] Bei weiteren Varianten der Erfindung kann alternativ oder zusätzlich ein Beacon,
vorzugsweise jeder Beacon, eine Beaconrecheneinheit umfassen, wobei zumindest der
Beaconsignalgenerator in der Beaconrecheneinheit implementiert sein kann. Bei noch
weiteren Varianten der Erfindung kann alternativ oder zusätzlich ein Beacon, vorzugsweise
jeder Beacon, ein in einem Validator integriert sein und der Beaconsignalgenerator
in einer internen Recheneinheit des Validators implementiert sein, die mit dem Beacon
verbunden sein kann.
[0103] Das Bereitstellungsmodul 110 ist eingerichtet zum Bereitstellen zumindest einer augenblicklichen
Haltestelleninformation des Personentransportfahrzeugs 102. Insbesondere sind zumindest
Informationen über die augenblickliche Haltestelle bzw. Haltestelleninformation lokal
in dem Fahrzeugrechner (CAD/AVL, OBU oder ähnliches) des Personentransportfahrzeugs
102 verfügbar, so dass das Bereitstellungsmodul 110 dem Beaconsignalgenerator 112
zumindest die augenblickliche Haltestelleninformation (im Wesentlichen kontinuierlich)
bereitstellen kann.
[0104] Der Beaconsignalgenerator 112 ist eingerichtet zum Generieren des Beaconsignals,
enthaltend zumindest eine Beaconkennung des Beacons 104, 106 und zumindest ein Fahrzeuginformationsdatum,
das zumindest auf der bereitgestellten Haltestelleninformation basiert. Beispielsweise
kann das Fahrzeuginformationsdatum die bereitgestellte Haltestelleninformation sein,
ein Teil der bereitgestellten Haltestelleninformation oder ein eindeutiger Code, der
die Haltestelleninformation repräsentiert.
[0105] Ein (nicht gezeigtes) mobiles Endgerät, eingerichtet als Teil eines Fahrtrekonstruktionssystems,
kann insbesondere im Rahmen des Erfassens seiner Sensordaten (wie insbesondere in
dem einleitenden Teil beschrieben wurde) auch mindestens ein Beaconsignal von mindesten
einem Beacon 104, 106 empfangen, wobei der Dateninhalt des Beaconsignals erfindungsgemäß
zumindest abhängig ist von der augenblicklichen Haltestelleninformation bzw. Haltestelle,
die durch das Personenfahrzeug tatsächlich und augenblicklich angefahren wird. Aus
den Dateninhalten der empfangene Beaconsignale kann das mobile Endgerät Endgerätedatensätze
generieren, aus denen bei der Fahrtrekonstruktion erfindungsgemäß geschlossen werden
kann auf die Haltenstelle(n), an denen sich das Endgerät im Laufe der Fahrt befunden
hat.
[0106] Die Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Fahrtrekonstruktionssystems
230 gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem weiteren Ausführungsbeispiel einer
Fahrzeuganordnung 200 gemäß der vorliegenden Erfindung und einem Ausführungsbeispiel
einer Datenverarbeitungsvorrichtung 234 gemäß der vorliegenden Erfindung. Zur Vermeidung
von Wiederholungen werden nachfolgend im Wesentlichen nur die Unterschiede zu dem
vorherigen Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 1.
[0107] Das Fahrtrekonstruktionssystem 230 kann ein CIBO-System oder ein BIBO-System sein.
Es versteht sich, dass die Systeme miteinander kombiniert werden können und/oder zusätzlich
weitere Ticketing-Verfahren in dem Fahrtrekonstruktionssystem 230 einsetzbar sind,
wie die zusätzliche Nutzung von herkömmlichen Papiertickets oder digitalen Tickets.
[0108] Die Fahrzeuganordnung 200 umfasst mindestens einen zuvor beschriebenen Beacon 204,
mindestens ein zuvor beschriebenes Bereitstellungsmodul 210 und einen Beaconsignalgenerator
212. Das Bereitstellungsmodul 210 und der Beaconsignalgenerator 212 sind beispielhaft
in einer zentralen Recheneinheit 208 integriert, wobei die Recheneinheit 208 über
ein Kommunikationsnetz 214 mit dem mindestens einen Beacon 204 verbunden ist.
[0109] Bei diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst die Fahrzeuganordnung 200 einen
Codierungsspeicher 232 und einen Codierer 222, der insbesondere in dem Beaconsignalgenerator
212 integriert ist. Es sei angemerkt, dass lediglich zur besseren Übersicht auf eine
Darstellung eines Personentransportfahrzeugs verzichtet wurde, in der die Fahrzeuganordnung
200 integriert ist.
[0110] In dem Codierungsspeicher 232 ist insbesondere eine Codierungstabelle (vgl. beispielsweise
Tabelle 1 oder Tabelle 2) gespeichert. Der Codierer 222 ist insbesondere eingerichtet
zum Bestimmen des Fahrzeuginformationsdatums, das der bereitgestellten Haltestellinformation
zugeordnet ist, basierend auf der Codierungstabelle. Die auszusendenden Beaconsignale
enthalten als Dateninhalt das (jeweils) bestimmte (augenblickliche) Fahrzeuginformationsdatum.
[0111] Vorzugsweise kann das Fahrtrekonstruktionssystem 230 ferner mindestens ein mobiles
Endgerät 246 umfassen, beispielsweise ein Smartphone. Das Beaconsignal (insbesondere
ein Bluetooth-Beaconsignal) ist über einen Empfänger 248 (insbesondere eine Bluetooth-Schnittstelle)
des mobilen Endgeräts 246 empfangbar. Unter Steuerung einer Fahrtanwendung 252, die
von einem (nicht gezeigten) Prozessor des mobilen Endgeräts 246 ausführbar ist, kann
das mobile Endgerät 246 einen ersten Endgerätedatensatz generieren. Der erste Endgerätedatensatz
enthält zumindest eine Endgerätekennung des mobilen Endgeräts 246, das Fahrzeuginformationsdatum
des durch das mobile Endgerät 246 empfangenen Beaconsignals und eine Beaconkennung
des durch das mobile Endgerät 246 empfangenen Beaconsignals. Der generierte erste
Endgerätedatensatz kann, insbesondere unter Steuerung der Fahrtanwendung 252, durch
ein Sendemodul 250 (insbesondere ein Mobilfunkmodul) versendet werden, insbesondere
zu einer entfernt angeordneten (zentralen) Datenverarbeitungsvorrichtung 234.
[0112] Insbesondere können die Beaconsignale periodisch durch das mobile Endgerät 246 empfangen
werden. Vorzugsweise können die ersten Endgerätedatensätze (in entsprechender Weise
nach einem Empfang eines Beaconsignals oder einer bestimmten Anzahl von Beaconsignalen
mit der gleichen Beaconkennung) periodisch generiert und versendet werden, zumindest
wenn eine ausreichende Kommunikationsverbindung zu der Datenverarbeitungsvorrichtung
besteht. Es versteht sich, dass die ersten Endgerätedatensätze auch zwischengespeichert
und zu einem späteren Zeitpunkt versendet werden können.
[0113] Die Datenverarbeitungsvorrichtung 234 kann durch einen oder mehrere (verteilt angeordnete)
Server, ein Cloudsystem oder dergleichen gebildet sein und mindestens einen (nicht
gezeigten) Prozessor (und Speichermittel) umfassen. Die Datenverarbeitungsvorrichtung
234 umfasst mindestens ein Empfangsmodul 236 (insbesondere Mobilfunkempfänger). Das
mindestens eine Empfangsmodul 236 ist eingerichtet zum Empfangen des mindestens einen
ersten Endgerätedatensatzes von dem mobilen Endgerät 246.
[0114] Ferner umfasst die Datenverarbeitungsvorrichtung 234 ein durch den mindestens einen
Prozessor ausführbares Fahrtrekonstruktionsmodul 238. Das Fahrtrekonstruktionsmodul
238 ist eingerichtet zum Rekonstruieren einer durchgeführten Fahrt des Nutzers des
mobilen Endgeräts 246, basierend zumindest auf dem erhaltenen ersten Endgerätedatensatz,
insbesondere sämtlichen von dem mobilen Endgerät 246 des Nutzers empfangenen ersten
Endgerätedatensätze und ggf. eines Check-in-Datensatzes des mobilen Endgeräts 246.
Insbesondere kann eine Zuordnung der empfangenen Datensätze zu dem mobilen Endgerät
246 und damit zu dem Nutzer des mobilen Endgeräts 246 anhand der Endgerätekennung
erfolgen.
[0115] In dem dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst die Datenverarbeitungsvorrichtung
234 einen Decodierungsspeicher 240 und einen Decodierer 242, der insbesondere in dem
Fahrtrekonstruktionsmodul 238 integriert sein kann. In dem Decodierungsspeicher 240
ist insbesondere eine Decodierungstabelle gespeichert, auf den der Decodierer 242
zugreifen kann. Bei einem Empfang eines ersten Endgerätedatensatzes kann das Fahrzeuginformationsdatum
extrahiert werden. Der Decodierer 242 kann die Decodierungstabelle nach dem Fahrzeuginformationsdatum
durchsuchen und die diesem Fahrzeuginformationsdatum zugeordnete Haltestelleninformation
bestimmen. Vorzugsweise enthält jeder erste Endgerätedatensatz des mobilen Endgeräts
246 (und ebenfalls ein ggf. vorhandener Check-in-Datensatz) ein Zeitdatum. Das jeweilige
Zeitdatum kann bereits in dem Beaconsignal enthalten sein, dass das mobile Endgerät
246 empfängt. Insbesondere kann der Beaconsignalgenerator 212 eingerichtet sein zum
Hinzufügen des Zeitdatums, das im Wesentlichen dem Generierungszeitpunkt und/oder
dem Versendezeitpunkt eines jeweiligen Beaconsignals entsprechen kann. Beispielsweise
kann der Beaconsignalgenerator 212 das Zeitdatum anhand einer (nicht gezeigten) Fahrzeuguhr
des Personentransportfahrzeugs und/oder der Fahrzeuganordnung 200 bestimmen. Die Fahrtanwendung
kann das empfangene Zeitdatum insbesondere in Form des Fahrzeugzeitdatums in den ersten
Endgerätedatensatz einfügen.
[0116] Das jeweilige Zeitdatum der jeweiligen Beaconsignale kann gemäß einer weiteren Variante
der Erfindung auch erst durch das mobile Endgerät 246 hinzugefügt werden, insbesondere
unter Steuerung der Fahrtanwendung 252. Das Zeitdatum insbesondere in Form des Endgerätzeitdatums
kann insbesondere dem Generierungszeitpunkt und/oder dem Versendezeitpunkt eines jeweiligen
ersten Endgerätedatensatz entsprechen.
[0117] Es versteht sich, dass ein erster Endgerätedatensatz auch beide Zeitdaten enthalten
kann. Ferner versteht es sich, dass ein erster (oder ein zweiter) Endgerätedatensatz
auch mindestens ein Sensordatum enthalten kann, wie in dem einleitenden Teil beschrieben
wurde.
[0118] Mittels des jeweiligen Zeitdatums können die genannte Datensätze in eine chronologische
Reihenfolge gebracht werden. Aus den jeweils bestimmten Haltestelleninformation sowie
der jeweiligen Zeitdaten der jeweiligen Datensätze kann dann in zuverlässiger Weise
eine chronologische Abfolge der angefahrenen Haltestellen bestimmt und damit die durchgeführte
Fahrt rekonstruiert werden.
[0119] Insbesondere enthält der erste Endgerätedatensatz, der bei der Fahrtrekonstruktion
als im Fahrtrekonstruktionsmodul 238 "in Benutzung des Personentransportsystems" bewertetet
wurde, mit dem frühesten Zeitdatum das Fahrzeuginformationsdatum mit der Starthaltestelle,
also der Haltestelle, an der der Nutzer das Personentransportfahrzeug betreten hat,
also die Fahrt begonnen hat. Insbesondere enthält der letzte Endgerätedatensatz, der
bei der Fahrtrekonstruktion im Fahrtrekonstruktionsmodul 238 als "in Benutzung des
Personentransportsystems" bewertetet wurde, mit dem spätesten Zeitdatum das Fahrzeuginformationsdatum
mit der Endhaltestelle, also der Haltestelle, an der der Nutzer das Personentransportfahrzeug
verlassen hat, also die Fahrt beendet hat. In zuverlässiger Weise wird die Fahrt rekonstruiert
und insbesondere ein Start und/oder ein Ende der Fahrt detektiert.
[0120] Insbesondere kann bei einem CIBO-System (Check-In / Be-Out) der erste Endgerätedatensatz,
der bei der Fahrtrekonstruktion im Fahrtrekonstruktionsmodul 238 als "in Benutzung
des Personentransportsystems" bewertetet wurde, schon anhand der Benutzer-Interaktion
("Check-In") einfach identifiziert werden; insbesondere kann das Aufzeichnen von Endgerätedatensätzen
erst durch den "Check-In" gestartet werden.
[0121] Anders bei einem BIBO-System (Be-In / Be-Out): Hier muss das Endgerät zumindest nahezu
fortlaufend Endgeräte-Datensätze aufzeichnen, und erst bei der Fahrtrekonstruktion
im Fahrtrekonstruktionsmodul 238 kann festgestellt werden, welches der erste Datensatz
ist, der als "in Benutzung des Personentransportsystems" bewertet werden kann.
[0122] Optional kann die Datenverarbeitungsvorrichtung 234 ein Fahrpreisbestimmungsmodul
244 umfassen, das von dem mindestens einen Prozessor ausführbar ist. Das Fahrpreisbestimmungsmodul
244 kann eingerichtet sein zum Bestimmen (in insbesondere bekannter Weise) des Fahrpreises
für die durchgeführte Fahrt bzw. rekonstruierte Fahrt des Nutzers.
[0123] Die Figur 3 zeigt eine schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Fahrtrekonstruktionssystems 330 gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem weiteren
Ausführungsbeispiel einer Fahrzeuganordnung 300 gemäß der vorliegenden Erfindung und
einem Ausführungsbeispiel einer Datenverarbeitungsvorrichtung 334 gemäß der vorliegenden
Erfindung. Zur Vermeidung von Wiederholungen werden nachfolgend im Wesentlichen nur
die Unterschiede zu den vorherigen Ausführungsbeispielen gemäß der Figur 1 und 2 beschrieben.
[0124] Die Fahrzeuganordnung 300 umfasst vorliegend, wie beschrieben wurde, mindestens einen
Beacon 304, ein Bereitstellungsmodul 310, ein Beaconsignalgenerator 312 mit einem
Codierer 322 und einen Codierungsspeicher 332, wobei Bereitstellungsmodul 310, Beaconsignalgenerator
312 und Codierungsspeicher 332 in einer zentralen Recheneinheit 308 implementiert
sein können. Der mindestens eine Beacon 304 kann über ein Kommunikationsnetz 314 mit
der zentralen Recheneinheit 308 verbunden sein.
[0125] Der wesentliche Unterschied des Ausführungsbeispiel nach Figur 3 zu dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 2 ist insbesondere, dass der Decodierer 362 und der Decodierungsspeicher
360 nicht in der Datenverarbeitungsvorrichtung 334 implementiert sind, sondern in
dem mobilen Endgerät 346. Das Fahrtrekonstruktionssystem 330 kann das mindestens eine
mobile Endgerät 346 umfassen.
[0126] Das mobile Endgerät 346 kann über einem Empfänger 348 Beaconsignale empfangen, wie
beschrieben wurde. Die Fahrtanwendung 352 kann insbesondere den Decodierer 362 enthalten,
der mittels der in dem Decodierungsspeicher 360 gespeicherten Decodierungstabelle
die Haltestelleninformation bestimmen kann, wie beschrieben wurde.
[0127] Insbesondere unter Steuerung der Fahrtanwendung 352 kann das Sendemodul 350 ein Aussenden
eines zweiten Endgerätedatensatzes bewirken, enthaltend zumindest die Endgerätekennung
des mobilen Endgeräts 346, die bestimmte Haltestelleninformation des durch das mobile
Endgerät 346 empfangenen Beaconsignals und die Beaconkennung des durch das mobile
Endgerät 346 empfangenen Beaconsignals.
[0128] Insbesondere können die Beaconsignale periodisch durch das mobile Endgerät 346 empfangen
werden, wie beschrieben wurde. Vorzugsweise können die zweiten Endgerätedatensätze
(in entsprechender Weise nach einem Empfang eines Beaconsignals oder einer bestimmten
Anzahl von Beaconsignalen mit der gleichen Beaconkennung) periodisch generiert und
versendet werden, zumindest wenn eine ausreichende Kommunikationsverbindung zu der
Datenverarbeitungsvorrichtung 334 besteht. Es versteht sich, dass die ersten Endgerätedatensätze
auch zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt versendet werden können.
[0129] Die Datenverarbeitungsvorrichtung 334 umfasst vorliegend ein Empfangsmodul 336, ein
Fahrtrekonstruktionsmodul 338 und optional ein Fahrpreisbestimmungsmodul 344, wie
beschrieben wurde.
[0130] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel kann mindestens ein Zeitdatum durch die Fahrzeuganordnung
300 und/oder das mobile Endgerät 346 hinzugefügt werden, wie beispielsweise zur Figur
2 erläutert wurde.
[0131] Die Figur 4 zeigt ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines (computerimplementiertes)
Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung, mit dem beispielsweise ein Fahrtrekonstruktionssystem
entsprechend Figur 2 und/oder 3 betrieben werden kann.
[0132] In einem Schritt 401 erfolgt ein Aussenden, durch einen Beacon einer in einem Personentransportfahrzeug
installierten Fahrzeuganordnung für ein Personentransportfahrzeug, eines Beaconsignals,
enthaltend zumindest eine Beaconkennung des Beacons und zumindest ein Fahrzeuginformationsdatum,
das zumindest auf einer augenblicklichen Haltestelleninformation des Personentransportfahrzeugs
basiert, wie zuvor beschrieben wurde.
[0133] In einem Schritt 403 erfolgt ein Bestimmen, durch einen Decodierer (des mobilen Endgeräts
oder der Datenverarbeitungsvorrichtung), der Haltestelleninformation, die dem erhaltenen
Fahrzeuginformationsdatum zugeordnet ist, basierend auf einer (im mobilen Endgerät
bzw. der Datenverarbeitungsvorrichtung) gespeicherten Decodierungstabelle, enthaltend
zumindest Zuordnungen zwischen einem jeweiligen Fahrzeuginformationsdatum und zumindest
einer jeweiligen Haltestelleninformation, wie zuvor beschrieben wurde.
[0134] In einem Schritt 405 erfolgt ein Rekonstruieren, durch mindestens ein Fahrtrekonstruktionsmodul
einer Datenverarbeitungsvorrichtung, einer durchgeführten Fahrt, basierend zumindest
auf der bestimmten Haltestelleninformation, wie zuvor beschrieben wurde.
[0135] Optional kann ein Bestimmen des Fahrpreises erfolgen, durch ein Fahrpreisbestimmungsmodul,
basierend auf der rekonstruierten Fahrt und mindestens einem Tarifdatum, wie zuvor
beschrieben wurde.
Bezugszeichenliste:
[0136]
- 100
- Fahrzeuganordnung
- 102
- Personentransportfahrzeug
- 104
- Beacon
- 106
- Beacon
- 108
- zentrale Recheneinheit
- 110
- Bereitstellungsmodul
- 112
- Beaconsignalgenerator
- 114
- Kommunikationsnetz
- 116
- Validator
- 118
- Schnittstelle
- 120
- Zugangsbereich
- 200
- Fahrzeuganordnung
- 204
- Beacon
- 208
- zentrale Recheneinheit
- 210
- Bereitstellungsmodul
- 212
- Beaconsignalgenerator
- 214
- Kommunikationsnetz
- 222
- Codierer
- 230
- Fahrtrekonstruktionssystem,
- 232
- Codierungsspeicher
- 234
- Datenverarbeitungsvorrichtung
- 236
- Empfangsmodul
- 238
- Fahrtrekonstruktionsmodul
- 240
- Decodierungsspeicher
- 242
- Decodierer
- 244
- Fahrpreisbestimmungsmodul
- 246
- mobiles Endgerät
- 248
- Empfänger
- 250
- Sendemodul
- 252
- Fahrtanwendung
- 300
- Fahrzeuganordnung
- 304
- Beacon
- 308
- zentrale Recheneinheit
- 310
- Bereitstellungsmodul
- 312
- Beaconsignalgenerator
- 314
- Kommunikationsnetz
- 322
- Codierer
- 330
- Fahrtrekonstruktionssystem
- 332
- Codierungsspeicher
- 334
- Datenverarbeitungsvorrichtung
- 336
- Empfangsmodul
- 338
- Fahrtrekonstruktionsmodul
- 344
- Fahrpreisbestimmungsmodul
- 346
- mobiles Endgerät
- 348
- Empfänger
- 350
- Sendemodul
- 352
- Fahrtanwendung
- 360
- Decodierungsspeicher
- 362
- Decodierer
1. Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) für ein Personentransportfahrzeug (102) eines Fahrtrekonstruktionssystems
(230, 330), wobei die Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) in dem Personentransportfahrzeug
(102) installierbar ist, umfassend:
- mindestens ein Beacon (104, 106, 204, 304), eingerichtet zum Aussenden eines Beaconsignals,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) umfasst:
- mindestens ein Bereitstellungsmodul (110, 210, 310), eingerichtet zum Bereitstellen
zumindest einer augenblicklichen Haltestelleninformation des Personentransportfahrzeugs
(102),
- mindestens einen Beaconsignalgenerator (112, 212, 312), eingerichtet zum Generieren
des Beaconsignals, enthaltend zumindest eine Beaconkennung des Beacons (104, 106,
204, 304) und zumindest ein Fahrzeuginformationsdatum, das zumindest auf der bereitgestellten
Haltestelleninformation basiert.
2. Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) umfasst:
- mindestens einen Codierungsspeicher (232, 332), eingerichtet zum Speichern einer
Codierungstabelle, enthaltend zumindest jeweilige Zuordnungen zwischen einem jeweiligen
Fahrzeuginformationsdatum und zumindest der jeweiligen Haltestelleninformation,
- wobei der Beaconsignalgenerator (112, 212, 312) einen Codierer (222, 322) umfasst,
eingerichtet zum Bestimmen des Fahrzeuginformationsdatums, das der bereitgestellten
Haltestellinformation zugeordnet ist.
3. Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der mindestens eine Beacon (104, 106, 204, 304) eine Beaconrecheneinheit umfasst,
wobei die Beaconrecheneinheit zumindest den Beaconsignalgenerator (112, 212, 312)
umfasst.
4. Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) umfasst:
- eine Mehrzahl von Beacons (104, 106, 204, 304), und
- mindestens eine mit der Mehrzahl von Beacons (104, 106, 204, 304) verbundene zentrale
Recheneinheit (108, 208, 308), wobei die zentrale Recheneinheit (108, 208, 308) zumindest
den Beaconsignalgenerator (112, 212, 312) umfasst.
5. Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) umfasst:
- mindestens einen Validator (116), eingerichtet zum Validieren eines Ticketmediums,
- wobei der mindestens eine Validator (116) eine interne mit dem mindestens einen
Beacon (104, 106, 204, 304) verbundene Recheneinheit umfasst, wobei die interne Recheneinheit
zumindest den Beaconsignalgenerator (112, 212, 312) umfasst.
6. Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Bereitstellungsmodul (110, 210, 310) eingerichtet ist zum Bereitstellen mindestens
einer Fahrzeuginformation,
- wobei die mindestens eine Fahrzeuginformation ausgewählt ist aus der Gruppe, umfassend:
- Fahrzeugkennung,
- Fahrzeugzeitdatum,
- Fahrzeuglinie,
- Fahrzeugbetreiberkennung,
- Beaconposition im Fahrzeug, und
- Umlaufdatum.
7. Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Beaconsignalgenerator (112, 212, 312) eingerichtet ist zum Generieren des Beaconsignals,
enthaltend zumindest die Beaconkennung und das zumindest eine Fahrzeuginformationsdatum,
zumindest basierend auf der bereitgestellten Haltestelleninformation und der bereitgestellten
mindestens einen Fahrzeuginformation.
8. Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) nach Anspruch 2 und 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Codierungstabelle zumindest jeweilige Zuordnungen zwischen einem jeweiligen
Fahrzeuginformationsdatum und zumindest der jeweiligen Haltestelleninformation sowie
mindestens einer Fahrzeuginformation enthalten,
- wobei der Beaconsignalgenerator (112, 212, 312) einen Codierer (222, 322) umfasst,
eingerichtet zum Bestimmen des Fahrzeuginformationsdatums, das der bereitgestellten
Haltestellinformation und der bereitgestellten mindestens einen Fahrzeuginformation
zugeordnet ist.
9. Personentransportfahrzeug (102), umfassend:
- eine in dem Personentransportfahrzeug (102) installierte Fahrzeuganordnung (100,
200, 300) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 8.
10. Datenverarbeitungsvorrichtung (234, 334) für ein Fahrtrekonstruktionssystem (230,
330), umfassend:
- mindestens ein Empfangsmodul (236, 336), eingerichtet zum Empfangen eines ersten
Endgerätedatensatzes von einem mobilen Endgerät (246, 346),
- wobei der erste Endgerätedatensatz zumindest eine Endgerätekennung des mobilen Endgeräts
(246, 346), ein Fahrzeuginformationsdatum eines durch das mobile Endgerät (246, 346)
empfangenen Beaconsignals und eine Beaconkennung des durch das mobile Endgerät (246,
346) empfangenen Beaconsignals enthält, und
- mindestens ein Fahrtrekonstruktionsmodul (238, 338), eingerichtet zum Rekonstruieren
einer durchgeführten Fahrt, basierend zumindest auf dem erhaltenen ersten Endgerätedatensatz.
11. Datenverarbeitungsvorrichtung (236, 336) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsvorrichtung (236, 336) umfasst:
- mindestens einen Decodierungsspeicher (240), eingerichtet zum Speichern einer Decodierungstabelle,
enthaltend zumindest Zuordnungen zwischen einem jeweiligen Fahrzeuginformationsdatum
und zumindest einer jeweiligen Haltestelleninformation,
- wobei das Fahrtrekonstruktionsmodul (238) einen Decodierer (242) umfasst, eingerichtet
zum Bestimmen der Haltestelleninformation, die dem erhaltenen Fahrzeuginformationsdatum
zugeordnet ist, basierend auf der gespeicherten Decodierungstabelle.
12. Fahrtrekonstruktionssystem (230, 330), umfassend:
- mindestens eine Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) nach einem der vorherigen Ansprüche
2 bis 8,
- mindestens einen Decodierungsspeicher (240, 360), eingerichtet zum Speichern einer
Decodierungstabelle, enthaltend zumindest Zuordnungen zwischen einem jeweiligen Fahrzeuginformationsdatum
und zumindest einer jeweiligen Haltestelleninformation,
- mindestens einen Decodierer (242, 362), eingerichtet zum Bestimmen der Haltestelleninformation,
die dem erhaltenen Fahrzeuginformationsdatum zugeordnet ist, basierend auf der gespeicherten
Decodierungstabelle, und
- mindestens ein Fahrtrekonstruktionsmodul (238, 338) einer Datenverarbeitungsvorrichtung
(234, 334), eingerichtet zum Rekonstruieren einer durchgeführten Fahrt, basierend
zumindest auf der bestimmten Haltestelleninformation.
13. Fahrtrekonstruktionssystem (230, 330) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrtrekonstruktionssystem (230, 330) umfasst:
- mindestens ein mobiles Endgerät (246, 346) mit einem Empfangsmodul (248, 348), eingerichtet
zum Empfangen des mindestens einen Beaconsignals,
- wobei das mobile Endgerät (246, 346) den Decodierungsspeicher (360) und den Decodierer
(362) umfasst, und
- wobei das mobile Endgerät (246, 346) ein Sendemodul (250, 350) umfasst, eingerichtet
zum Aussenden eines zweiten Endgerätedatensatzes, enthaltend zumindest eine Endgerätekennung
des mobilen Endgeräts (246, 346), die bestimmte Haltestelleninformation des durch
das mobile Endgerät (246, 346) empfangenen Beaconsignals und die Beaconkennung des
durch das mobile Endgerät (246, 346) empfangenen Beaconsignals.
14. Verfahren, umfassend:
- Aussenden, durch einen Beacon (104, 106, 204, 304) einer in einem Personentransportfahrzeug
installierten Fahrzeuganordnung (100, 200, 300) für ein Personentransportfahrzeug
(102), eines Beaconsignals, enthaltend zumindest eine Beaconkennung des Beacons (104,
106, 204, 304) und zumindest ein Fahrzeuginformationsdatum, das zumindest auf einer
augenblicklichen Haltestelleninformation des Personentransportfahrzeugs (102) basiert,
- Bestimmen, durch einen Decodierer (242, 362), der Haltestelleninformation, die dem
erhaltenen Fahrzeuginformationsdatum zugeordnet ist, basierend auf einer gespeicherten
Decodierungstabelle, enthaltend zumindest Zuordnungen zwischen einem jeweiligen Fahrzeuginformationsdatum
und zumindest einer jeweiligen Haltestelleninformation, und
- Rekonstruieren, durch mindestens ein Fahrtrekonstruktionsmodul (238, 338) einer
Datenverarbeitungsvorrichtung (234, 334), einer durchgeführten Fahrt, basierend zumindest
auf der bestimmten Haltestelleninformation.