[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, insbesondere ein wasserführendes Haushaltsgerät,
wie zum Beispiel eine Geschirrspülmaschine, mit einem einen Geräteraum bereitstellenden
Gerätegehäuse, das für einen Zugriff auf den Geräteraum eine Beschickungsöffnung aufweist,
mit einer um eine Schwenkachse verdrehbar gelagerten Gerätetür für einen Verschluss
der Beschickungsöffnung, mit einer Motoreinheit, und einem von der Motoreinheit antreibbaren
Zwischenglied, sowie einem zwischen Zwischenglied und Gerätetür angeordneten Kraftübertragungsmittel,
so dass die Gerätetür mittels der Motoreinheit aus einer Offenstellung in eine die
Beschickungsöffnung verschließende Verschlussstellung überführbar ist, und mit einer
zwischen der Motoreinheit und dem Zwischenglied angeordneten Kupplungseinrichtung,
die eine Kupplung aufweist, die schaltbar ausgebildet ist und aus einer entkuppelten
Stellung in eine gekuppelte Stellung und umgekehrt überführbar ist.
[0002] Haushaltsgeräte im Allgemeinen sowie wasserführende Haushaltsgeräte im Speziellen
sind aus dem Stand der Technik an sich gut bekannt, weshalb es eines gesonderten druckschriftlichen
Nachweises an dieser Stelle nicht bedarf. Es sei deshalb auch nur beispielhaft auf
die
EP 3 875 017 A1 verwiesen, die ein gattungsgemäßes Haushaltsgerät in der Ausgestaltung einer Geschirrspülmaschine
offenbart.
[0003] Ein gattungsgemäßes Haushaltsgerät verfügt über ein Gerätegehäuse, das einen Geräteraum
bereitstellt. Für einen verwenderseitigen Zugriff auf den Geräteraum weist das Gerätegehäuse
eine Beschickungsöffnung auf, die mittels einer Gerätetür verschließbar ist. Dabei
ist die Gerätetür um eine Schwenkachse verschwenkbar am Gerätegehäuse angeordnet.
[0004] Um zumindest eine Verschwenkbewegung der Gerätetür aus einer Offenstellung in eine
die Beschickungsöffnung verschließende Verschlussstellung zu vereinfachen, ist aus
der
EP 3 875 017 A1 die Verwendung einer Motoreinheit bekannt, die in Wirkverbindung mit der Gerätetür
steht. Dabei gestattet es die Motoreinheit, die Gerätetür nach einer vorherigen verwenderseitigen
Aktivierung aus einer Offenstellung in eine die Beschickungsöffnung verschließende
Verschlussstellung zu überführen, und dies ohne weiteren manuellen Eingriff durch
den Verwender.
[0005] Das aus der
EP 3 875 017 A1 vorbekannte Haushaltsgerät verfügt in an sich bekannter Weise über eine Federmechanik,
die einem Gewichtsausgleich der Gerätetür dient. Diese Federmechanik weist ein Federelement
einerseits sowie ein Kraftübertragungsmittel andererseits auf.
[0006] Das Federelement ist als Schraubenfeder ausgebildet und einendseitig am Gerätegehäuse
angelenkt. Anderendseitig ist das Federelement am Kraftübertragungsmittel angeordnet,
bei dem es sich im Falle der
EP 3 875 017 A1 um einen Zahnriemen handelt. Dieser Zahnriemen steht mit seinem dem Federelement
abgewandten Ende kraftübertragend mit der Gerätetür in Verbindung, zu welchem Zweck
die Gerätetür einen Hebel aufweist, an welchem der Zahnriemen einendseitig angeordnet
ist. Es sind zudem zwei Umlenkrollen vorgesehen, um die herum der Zahnriemen geführt
ist.
[0007] Bei einem Öffnen der Gerätetür wird über den Zahnriemen das Federelement auf Zug
beansprucht. Es dehnt sich infolgedessen aus. In der Konsequenz wird das Gewicht der
Gerätetür abgefangen, so dass die Gerätetür auch in halbgeöffneter Stellung ohne weiteren
manuellen Eingriff verbleiben kann und nicht etwa beispielsweise infolge einer Fehlbedienung
unkontrolliert aufklappen kann. Bei vollständig geöffneter Gerätetür ist das Federelement
maximal gespannt, so dass sich bei einem Schließen der Gerätetür das Federelement
wieder zusammenziehen und so eine Schließbewegung der Gerätetür unterstützen kann.
[0008] Die nach der
EP 3 875 017 A1 vorgesehene Motoreinheit zur motorunterstützten Überführung der Gerätetür aus einer
Offenstellung in eine Verschlussstellung treibt eine der beiden Umlenkrollen an, um
die herum der Zahnriemen geschlungen ist. Dabei dient diese Umlenkrolle als Zwischenglied,
unter deren Zwischenordnung ein von der Motoreinheit im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall
erzeugtes Drehmoment auf den Zahnriemen übertragen wird. Der Zahnriemen und die als
Zwischenglied dienende Umlenkrolle wirken formschlüssig zusammen, was in vorteilhafter
Weise eine schlupffreie Kraftübertragung auf den als Kraftübertragungsmittel dienenden
Zahnriemen ermöglicht.
[0009] Um insbesondere bei einem verwenderseitigen manuellen Überführen der Gerätetür in
eine Offenstellung eine Kraftentkopplung von Zwischenglied und Motoreinheit sicherzustellen,
ist zwischen der Motoreinheit und dem Zwischenglied eine Kupplungseinrichtung angeordnet.
Diese Kupplungseinrichtung verfügt über eine Kupplung, die schaltbar ausgebildet ist
und aus einer entkuppelten Stellung in eine gekuppelte Stellung und umgekehrt überführbar
ist. Dabei sorgt die Kupplungseinrichtung für eine Kraftkupplung zwischen Motoreinheit
und Zwischenglied, wenn ein motorunterstütztes Überführen der Gerätetür aus einer
Offenstellung in eine die Beschickungsöffnung verschließende Verschlussstellung stattfinden
soll. Andernfalls befindet sich die Kupplung der Kupplungseinrichtung in ihrer entkuppelten
Stellung, was ein verwenderseitiges manuelles Verschwenken der Gerätetür ermöglicht.
[0010] Gemäß der aus der
EP 3 875 017 A1 vorbekannten Konstruktion handelt es sich bei der Kupplung der Kupplungseinrichtung
um eine mechanische Kupplung, die im Betriebsfall der Motoreinheit eine automatische
Schaltung aus der entkuppelten Stellung in die gekuppelte Stellung bewirkt. Die vorbekannte
Kupplung verfügt zu diesem Zweck über ein Drehteil sowie über daran verschwenkbar
angeordnete Klemmstücke, die mit einem Kupplungsgehäuse zusammenwirken.
[0011] Um in gekoppelter Stellung der Kupplung einem ungewollten Überlastfall vorbeugen
zu können, verfügt die aus der
EP 3 875 017 A1 vorbekannte Kupplungseinrichtung über eine zweite Kupplung. Diese zweite Kupplung
ist als Überlastkupplung ausgebildet und dient insbesondere aus Sicherheitsgründen
dem Einklemmschutz und vermeidet eine Türschließung bei einer Blockade der Tür. Diese
zweite Kupplung kann beispielsweise als Rutschkupplung ausgebildet sein, wobei sie
im Überlastfall eine Kraftübertragung trotz gekoppelter erster Kupplung infolge eines
Durchrutschens verhindert.
[0012] Obgleich sich die vorbeschriebene und aus der
EP 3 875 017 A1 bekannte Konstruktion im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt hat, besteht Verbesserungsbedarf.
Insbesondere hinsichtlich der Kupplungseinrichtung ist eine vereinfachte Handhabung
erwünscht. Es ist deshalb die
Aufgabe der Erfindung, die aus der
EP 3 875 017 A1 vorbekannte Konstruktion dahingehend weiterzuentwickeln, dass bei gleichzeitig erweitertem
Anwendungsspektrum eine vereinfachte Handhabung ermöglicht ist.
[0013] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Haushaltsgerät der eingangs genannten Art
vorgeschlagen, das sich dadurch auszeichnet, dass die Kupplung eine elektromagnetisch
schaltbare Kupplung ist.
[0014] In Abkehr zum vorbekannten Stand der Technik nach der
EP 3 875 017 A1 ist die Kupplung der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung keine mechanisch schaltende
Kupplung, sondern eine elektromagnetisch schaltende Kupplung.
[0015] Der besondere Vorteil der aus der
EP 3 875 017 A1 vorbekannten, rein mechanisch schaltenden Kupplung ist ihre langlebige Robustheit,
auch unter feuchten Einflussbedingungen, wie diese beispielsweise im Falle eines als
Geschirrspülmaschine ausgebildeten Haushaltsgeräts auftreten können. Es hat sich nun
gezeigt, dass eine solche zuverlässige Robustheit auch von einer elektromagnetisch
schaltbaren Kupplung erbracht werden kann. Dabei bietet eine elektromagnetisch schaltbare
Kupplung den zusätzlichen Vorteil, dass nicht nur ein motorisches Schließen der Gerätetür
ermöglicht ist, sondern auch ein motorisches Öffnen der Gerätetür. Es ist damit im
Unterschied zur Konstruktion nach der
EP 3 875 017 A1 ein vollständiges motorisches Bedienen der Gerätetür ermöglicht, das heißt ein motorisches
Überführen der Gerätetür aus einer Offenstellung in eine Verschlussstellung als auch
in umgekehrter Richtung. Der erfindungsgemäße Einsatz einer elektromagnetisch schaltbaren
Kupplung vergrößert mithin das Anwendungsspektrum, das einem Verwender des Haushaltsgeräts
nunmehr nicht nur ermöglicht ist, eine motorische Unterstützung bei einer Schließbewegung
der Gerätetür zu erhalten, sondern auch bei einer Öffnungsbewegung der Gerätetür.
[0016] Von Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist zudem, dass es einer zweiten
als Überlastkupplung dienenden Kupplung nicht mehr bedarf. Die Kupplungseinrichtung
nach der Erfindung verfügt mithin nur über eine Kupplung, nämlich über eine elektromagnetisch
schaltbare Kupplung, und nicht über zwei Kupplungen, wie dies nach dem Stand der Technik
gemäß der
EP 3 875 017 A1 vorgesehen ist. Denn die nach der Erfindung vorgesehene elektromagnetisch schaltbare
Kupplung kann in vorteilhafter Weise auch ein Durchrutschen im Überlastfall ermöglichen,
womit sie als Einklemmschutz dient und eine Türschließung bei einer Blockade der Tür
vermeidet. Im Ergebnis ist so die erfindungsgemäße Ausgestaltung gegenüber der aus
dem Stand der Technik bekannten Konstruktion vereinfacht und zudem preisgünstiger
in der Umsetzung.
[0017] Die erfindungsgemäß vorgesehene elektromagnetisch schaltbare Kupplung bietet ferner
im Unterschied zur vorbekannten mechanischen Kupplung ein sehr viel schnelleres Ansprechverhalten.
Insbesondere ist ein sehr viel schnelleres Zu- und Abschalten der Kupplung gewährleistet,
was beispielsweise bei einer Blockade des Türantriebssystems große Vorteile bietet.
Ein Lösen der Kupplung, das heißt ein Auskoppeln kann je nach Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Kupplung durch einfaches Aufschalten oder Wegschalten der an der elektromagnetisch
schaltbaren Kupplung anliegenden Spannung erreicht werden, was zu einer sofortigen
Kupplungsbetätigung führt. Derart schnelle Reaktionszeiten sind mit rein mechanisch
arbeitenden Kupplungen nicht zu erzielen.
[0018] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kupplung ein
auf einer motoreinheitenseitigen Welle verdrehfest angeordnetes erstes Kupplungsteil
aufweist. Dieses Kupplungsteil steht mit der Motoreinheit in kraftübertragender Verbindung
und ermöglicht im bestimmungsgemäßen Betriebsfall eine Drehmomentübertragung von der
Motoreinheit auf das mit der Gerätetür zusammenwirkende Zwischenglied. Es ist so im
Betriebsfall eine sichere Kraftübertragung von der Motoreinheit auf die Gerätetür
ermöglicht.
[0019] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kupplung ein
mit dem ersten Kupplungsteil zusammenwirkendes zweites Kupplungsteil aufweist, das
verdrehfest, gleichwohl aber axial in Längsrichtung der motoreinheitenseitigen Welle
verschieblich auf einem Nabenkörper angeordnet ist.
[0020] Die in Längsrichtung der motoreinheitenseitigen Welle verschiebliche Anordnung des
zweiten Kupplungsteils ermöglicht eine Schaltung der Kupplung. Dabei stehen die beiden
Kupplungsteile bei geschalteter Kupplung in Wirkeingriff. Andernfalls sind die beiden
Kupplungsteile in ihrer Kraftübertragung voneinander getrennt, so dass eine Drehmomentübertragung
von der Motoreinheit auf die Gerätetür unterbrochen ist. Die Schaltung der Kupplung
erfolgt mithin durch ein axiales Verschieben des zweiten Kupplungsteils. Dabei liegt
das zweite Kupplungsteil in geschalteter Stellung am ersten Kupplungsteil an, andernfalls
ist es vom ersten Kupplungsteil in axialer Richtung beabstandet.
[0021] Das zweite Kupplungsteil ist zwecks Kraftübertragung verdrehfest an einem Nabenkörper
angeordnet. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall kann mithin eine Drehmomentübertragung
von dem ersten Kupplungsteil auf das zweite Kupplungsteil und von dort aus auf den
Nabenkörper stattfinden.
[0022] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der Nabenkörper verdrehfest
am Zwischenglied angeordnet ist. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall kann mithin
eine direkte Kraft- bzw. Drehmomentübertragung vom Nabenkörper auf das Zwischenglied
stattfinden. Da das Zwischenglied seinerseits mit dem Kraftübertragungsmittel zusammenwirkt,
kann ein von der Motoreinheit erzeugtes Drehmoment auf die Gerätetür übertragen werden.
[0023] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind der Nabenkörper und
das Zwischenglied einstückig ausgebildet. Es ist so eine insbesondere einfache und
kompakte Konstruktion gegeben.
[0024] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind das Zwischenglied und/oder der Nabenkörper
auf der motoreinheitenseitigen Welle verdrehbar angeordnet. Auch hierdurch ist eine
insbesondere kompakte Ausführungsform gegeben, da es keiner zusätzlichen Lagerung
des Zwischenglieds und/oder des Nabenkörpers bedarf. Das Zwischenglied und/oder der
Nabenkörper sind vielmehr direkt von der motoreinheitenseitigen Welle getragen, und
zwar unter Zwischenordnung eines Lagers, so dass eine relative Verdrehbewegung zwischen
Welle einerseits und Zwischenglied bzw. Nabenkörper andererseits ermöglicht ist.
[0025] Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kupplung
ein erstes Kupplungsteil aufweist, das verdrehfest, gleichwohl aber verschieblich
auf der motoreinheitenseitigen Welle angeordnet ist. Gemäß dieser Ausführungsform
ist mithin nicht das zweite Kupplungsteil, sondern das erste Kupplungsteil axial verschieblich
ausgebildet, so dass gemäß dieser Ausführungsform ein Schalten der Kupplung durch
ein axiales Verschieben des ersten Kupplungsteils ermöglicht ist.
[0026] Es ist gemäß einem weiteren Merkmal dieser Ausführungsform vorgesehen, dass das erste
Kupplungsteil von einem verdrehfest auf der Welle angeordneten Nabenkörper getragen
ist. Das Kupplungsteil ist mithin nicht direkt auf der motoreinheitenseitigen Welle
angeordnet, sondern indirekt unter Zwischenschaltung eines Nabenkörpers. Hierdurch
wird die verdrehfeste, gleichwohl aber in axialer Richtung verschiebliche Anordnung
des ersten Kupplungsteils realisiert.
[0027] Gemäß einem weiteren Merkmal dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Kupplung
ein mit dem ersten Kupplungsteil zusammenwirkendes zweites Kupplungsteil aufweist,
das verdrehfest am Zwischenglied angeordnet ist. Dabei sorgt die verdrehfeste Anordnung
des zweiten Kupplungsteils am Zwischenglied für eine Kraftübertragung bzw. Drehmomentübertragung
im bestimmungsgemäßen Kupplungsfall.
[0028] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kupplungsteile
an ihren einander zugewandten Stirnseiten Reibbeläge tragen, die kraft- und/oder formschlüssig
zusammenwirken. Dabei erbringt diese kraft- und/oder formschlüssige Zusammenwirkung
eine Kraft- bzw. Drehmomentübertragung im bestimmungsgemäßen Kupplungsfall. Dabei
ist das Zusammenwirken der Reibbeläge bevorzugterweise derart ausgebildet, dass im
Überlastfall eine relative Verdrehbewegung der beiden Kupplungsteile aus Sicherheitsgründen
zueinander ermöglicht ist, so dass ein Klemmschutz gegeben ist.
[0029] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das Kraftübertragungsmittel
und das Zwischenglied kraft- und/oder formschlüssig ineinandergreifen. Bei dem Kraftübertragungsmittel
kann es sich mithin beispielsweise um einen Zahnriemen und bei dem Zwischenglied um
ein damit zusammenwirkendes Zahnrad handeln. Alternativ ist das Kraftübertragungsmittel
als Seil ausgebildet, in welchem Fall das Zwischenglied beispielsweise als Seiltrommel
ausgebildet ist, um das herum das Seil gewunden ist. Ebenfalls ist eine Hebelanordnung,
eine Kette oder eine sogenannte Ballkette als Kraftübertragungsmittel möglich.
[0030] Das Haushaltsgerät kann in an sich bekannter Weise gemäß einem Ausführungsbeispiel
mit einer Federmechanik ausgerüstet sein, die einem Gewichtsausgleich der Gerätetür
dient. Dabei weist die Federmechanik ein Federelement sowie ein zwischen Federelement
und Gerätetür angeordnetes Kraftübertragungsmittel auf, welches (ebenfalls) beispielsweise
als Seil, Zahnriemen, Kette oder Ballkette ausgebildet sein kann. Gemäß einer ersten
Ausführungsform dieses Ausführungsbeispiels weist das Haushaltsgerät ein erstes Kraftübertragungsmittel
auf, das zum Schließen und/oder Öffnen der Gerätetür dient und wie zuvor beschrieben
zwischen Zwischenglied und Gerätetür angeordnet ist, sowie zusätzlich dazu ein separates
zweites Kraftübertragungsmittel, das der einem Gewichtsausgleich der Gerätetür dienenden
Federmechanik zugeordnet ist, und das zwischen Federelement und Gerätetür angeordnet
ist. Gemäß einer alternativen zweiten Ausführungsform dieses Ausführungsbeispiels
ist das Kraftübertragungsmittel, das zum Schließen und/oder Öffnen der Gerätetür dient,
und wie zuvor beschrieben zwischen Zwischenglied und Gerätetür angeordnet ist, dagegen
durch einen Abschnitt eines zwischen Federelement und Gerätetür angeordneten Kraftübertragungsmittels
realisiert, das der Federmechanik zugeordnet ist, welche dem Gewichtsausgleich der
Gerätetür dient. Anders ausgedrückt ist bei dieser Ausführungsform (lediglich) ein
zwischen Federelement und Gerätetür angeordnetes Kraftübertragungsmittel vorhanden,
welches mit dem von der Motoreinheit antreibbaren Zwischenglied in Wirkverbindung
steht. Dies erlaubt eine kompaktere und einfachere Konstruktion.
[0031] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen
- Fig. 1
- in reinschematischer Darstellung ein erfindungsgemäßes Haushaltsgerät;
- Fig. 2
- in schematischer Perspektivdarstellung ausschnittsweise eine erfindungsgemäße Kupplungseinrichtung;
- Fig. 3
- in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Kupplung in entkuppelter Stellung
und
- Fig. 4
- in schematischer Darstellung die Kupplung nach Fig. 3 in gekuppelter Stellung.
[0032] Fig. 1 lässt in rein schematischer Darstellung ein erfindungsgemäßes Haushaltsgerät
in der Ausgestaltung einer Geschirrspülmaschine 1 erkennen.
[0033] Die Geschirrspülmaschine 1 verfügt über ein Außengehäuse 2, das ein Gerätegehäuse
3 aufnimmt. Das Gerätegehäuse 3 stellt seinerseits einen Geräteraum 4 bereit, der
im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall der Aufnahme von zu reinigenden Spülgütern dient.
Für einen Zugriff auf den Geräteraum 4 weist das Gerätegehäuse 3 eine Beschickungsöffnung
5 auf.
[0034] Die Geschirrspülmaschine 1 verfügt des Weiteren über eine um eine Schwenkachse verdrehbar
gelagerte Gerätetür 6, die dem Verschluss der Beschickungsöffnung 5 dient. Dabei kann
die Gerätetür 6 aus einer die Beschickungsöffnung 5 verschließenden Verschlussstellung
in eine Offenstellung und umgekehrt überführt werden. Fig. 1 zeigt die Gerätetür 6
in einer Offenstellung, in der die Beschickungsöffnung 5 teilweise geöffnet ist.
[0035] Wie die Ausschnittsdarstellung nach Fig. 2 erkennen lässt, verfügt die Gerätetür
6 schwenkachsennah über einen daran angeordneten Hebel 10. Dabei ist je Seite der
Gerätetür 6 ein solcher Hebel 10 vorgesehen.
[0036] An einem jeweiligen Hebel 10 ist einendseitig ein als Kraftübertragungsmittel 9'
dienender Zahnriemen angeordnet, der um eine als Zahnrad ausgebildete und als Zwischenglied
11 dienende erste Umlenkrolle geführt ist.
[0037] Optional kann das Kraftübertragungsmittel 9,9` wie in Fig. 2 gezeigt außerdem um
eine zweite Umlenkrolle 12 geführt und anderendseitig an einem gegenüber dem Gerätegehäuse
3 stationären Federelement 8 angeordnet sein. Dieses Federelement 8 bildet zusammen
mit dem als Kraftübertragungsmittel 9 dienenden Zahnriemen die Federmechanik 7.
[0038] Bei einer Öffnung der Gerätetür 6 wird das an den Hebeln 10 jeweils angeordnete Kraftübertragungsmittel
9,9` auf Zug beansprucht, was zu einem Spannen des anderendseitig am jeweiligen Kraftübertragungsmittel
9 angeordneten Federelements 8 führt. Es ist so bezüglich der Gerätetür 6 ein Gewichtsausgleich
gegeben, womit insbesondere ein unkontrolliertes Herunterverschwenken der Gerätetür
6 verhindert ist.
[0039] Die in den Federelementen 8 gespeicherte Kraft wird bei einem Überführen der Gerätetür
6 zurück in die Verschlussstellung wieder freigesetzt, was ein vereinfachtes Schließen
der Gerätetür 6 ermöglicht.
[0040] Die Geschirrspülmaschine 1 verfügt des Weiteren über eine Motoreinheit 13. Diese
Motoreinheit 13 steht in Wirkverbindung mit der Gerätetür 6 und gestattet ein motorangetriebenes
Verschwenken der Gerätetür 6.
[0041] Im Betriebsfall der Motoreinheit 13 treibt diese unter Zwischenschaltung einer Kupplungseinrichtung
14 das als Zwischenglied 11 dienende Zahnrad an, das mit dem Zahnriemen, das heißt
dem Kraftübertragungsmittel 9,9` zusammenwirkt. Ein motorangetriebenes Verdrehen des
als Zwischenglied 11 dienenden Zahnrads führt in dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
mithin zu einer Kraftbeaufschlagung bzw. - entlastung des Federelements 8, je nach
Drehrichtung der Motoreinheit 13.
[0042] Wie sich aus einer Zusammenschau der weiteren Figuren 3 und 4 ergibt, verfügt die
Kupplungseinrichtung 14 erfindungsgemäß über eine elektromagnetisch schaltbare Kupplung
17.
[0043] Wie sich aus der Darstellung nach Fig. 3 ergibt, verfügt die Motoreinheit 13 über
einen Motor 16 und ein damit zusammenwirkendes Getriebe 15. Die Motoreinheit 13 steht
in Wirkverbindung mit einer Welle 20, die je nach Drehrichtung des Motors 16 entsprechend
verdrehen kann.
[0044] Unter Zwischenordnung eines Lagers 26 trägt die Welle 20 das im dargestellten Ausführungsbeispiel
als Zahnrad ausgebildete Zwischenglied 11, wobei das Zwischenglied 11 aufgrund der
Zwischenordnung des Lagers 26 in Relation zur Welle 20 verdrehen kann.
[0045] Die Kupplungseinrichtung 14 verfügt über eine elektromagnetisch schaltbare Kupplung
17, die über zwei Kupplungsteile verfügt, nämlich ein erstes Kupplungsteil 19 einerseits
und ein zweites Kupplungsteil 28 andererseits.
[0046] Gemäß dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das erste Kupplungsteil 19
auf der motoreinheitenseitigen Welle 20 verdrehfest angeordnet, zu welchem Zwecke
eine Passfeder 21 vorgesehen ist.
[0047] Die elektromagnetisch schaltbare Kupplung 17 verfügt zudem über einen Elektromagneten
23, der ortsfest ausgebildet ist, wobei sich das erste Kupplungsteil 19 bzw. die das
erste Kupplungsteil tragende Welle 20 unter Zwischenordnung eines entsprechenden Lagers
18 gegenüber dem Elektromagneten 23 abstützt. Dabei verfügt der Elektromagnet 23 über
ein Magnetgehäuse 24 und über eine vom Magnetgehäuse 24 aufgenommene Spule 25.
[0048] Das mit dem ersten Kupplungsteil 19 zusammenwirkende zweite Kupplungsteil 28 ist
verdrehfest, gleichwohl aber axial in Längsrichtung 32 der motoreinheitenseitigen
Welle 20 verschieblich auf einem Nabenkörper 27 angeordnet. Dabei sind im gezeigten
Ausführungsbeispiel das Zwischenglied 11 und der Nabenkörper 27 als einstückiges Bauteil
ausgebildet. Zur längsverschieblichen Anordnung des zweiten Kupplungsteils 28 am Nabenkörper
27 ist eine Verzahnung 30 vorgesehen, womit die axiale Verschieblichkeit bei gleichzeitiger
Verdrehfestigkeit des zweiten Kupplungsteils 28 gegenüber dem Nabenkörper 27 realisiert
ist.
[0049] Das zweite Kupplungsteil 28 ist unter Zwischenordnung von Federelementen 31 am Nabenkörper
27 angeordnet, wobei die Federelemente 21 als Zugfedern ausgebildet sind und in Längsrichtung
32 der Welle 20 wirken.
[0050] Die beiden Kupplungsteile 19 und 28 verfügen an ihren einander zugewandten Stirnseiten
jeweils über Reibbeläge 22 und 29, die form- und/oder kraftschlüssig zusammenwirken.
[0051] Die Funktionsweise der vorbeschriebenen Konstruktion ergibt sich aus einer Zusammenschau
der Figuren 3 und 4 wie folgt.
[0052] Im entkoppelten Zustand der Kupplungseinrichtung 14 ist die Spule 25 des Elektromagneten
23 unbestromt. Die als Zugfedern ausgebildeten Federelemente 31 bewirken ein Halten
des zweiten Kupplungsteils 28 in der in Fig. 3 gezeigten Stellung. In dieser Stellung
ist das zweite Kupplungsteil 28 mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Fig. 3 nach
links verfahren.
[0053] Sobald die Spule 25 des Elektromagneten 23 bestromt wird, erfolgt eine Aufmagnetisierung
des ersten Kupplungsteils 19. Durch das hierdurch entstehende Magnetfeld wird das
zweite Kupplungsteil 28 angezogen, das daraufhin entgegen der auf das zweite Kupplungsteil
28 einwirkenden Federkräfte axial in Längsrichtung 32 verfährt, und zwar mit Bezug
auf die Zeichnungsebene nach Fig. 3 nach rechts. Infolge dieser Verfahrbewegung des
zweiten Kupplungsteils 28 kommt es zu einem Koppeln der beiden Kupplungsteile 19 und
29, wie in Fig. 4 dargestellt. In dieser gekuppelten Stellung liegen die beiden Reibbeläge
22 und 29 der beiden Kupplungsteile 19 und 28 aneinander, so dass ein von der Motoreinheit
13 bereitgestelltes Drehmoment von der Welle 20 über das erste Kupplungsteil 19 auf
das zweite Kupplungsteil 28 und von dort aus auf das Zwischenglied 11 übertragen werden
kann.
Bezugszeichen
[0054]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Außengehäuse
- 3
- Gerätegehäuse
- 4
- Geräteraum
- 5
- Beschickungsöffnung
- 6
- Gerätetür
- 7
- Federmechanik
- 8
- Federelement
- 9, 9'
- Kraftübertragungsmittel
- 10
- Hebel
- 11
- Zwischenglied
- 12
- Umlenkrolle
- 13
- Motoreinheit
- 14
- Kupplungseinrichtung
- 15
- Getriebe
- 16
- Motor
- 17
- Kupplung
- 18
- Lager
- 19
- erstes Kupplungsglied
- 20
- Welle
- 21
- Passfeder
- 22
- Reibbelag
- 23
- Elektromagnet
- 24
- Magnetgehäuse
- 25
- Spule
- 26
- Lager
- 27
- Nabenkörper
- 28
- zweites Kupplungsglied
- 29
- Reibbelag
- 30
- Verzahnung
- 31
- Federelement
- 32
- Längsrichtung
1. Haushaltsgerät, insbesondere wasserführendes Haushaltsgerät, mit einem einen Geräteraum
(4) bereitstellenden Gerätegehäuse (3), das für einen Zugriff auf den Geräteraum (4)
eine Beschickungsöffnung (5) aufweist, mit einer um eine Schwenkachse verdrehbar gelagerten
Gerätetür (6) für einen Verschluss der Beschickungsöffnung (5), mit einer Motoreinheit
(13) und einem von der Motoreinheit (13) antreibbaren Zwischenglied (11), sowie einem
zwischen Zwischenglied (11) und Gerätetür (6) angeordneten Kraftübertragungsmittel
(9, 9`), so dass die Gerätetür (6) mittels der Motoreinheit (13) aus einer Offenstellung
in eine die Beschickungsöffnung (5) verschließende Verschlussstellung überführbar
ist, und mit einer zwischen der Motoreinheit (13) und dem Zwischenglied (11) angeordneten
Kupplungseinrichtung (14), die eine Kupplung (17) aufweist, die schaltbar ausgebildet
ist und aus einer entkuppelten Stellung in eine gekuppelte Stellung und umgekehrt
überführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (17) eine elektromagnetisch schaltbare Kupplung ist.
2. Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (17) ein auf einer motoreinheitenseitigen Welle (20) verdrehfest angeordnetes
erstes Kupplungsteil (19) aufweist.
3. Haushaltsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (17) ein mit dem ersten Kupplungsteil (19) zusammenwirkendes zweites
Kupplungsteil (28) aufweist, das verdrehfest, gleichwohl aber axial in Längsrichtung
(32) der motoreinheitenseitigen Welle (20) verschieblich auf einem Nabenkörper (27)
angeordnet ist.
4. Haushaltsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Nabenkörper (27) verdrehfest am Zwischenglied (11) angeordnet ist.
5. Haushaltsgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Nabenkörper (27) und das Zwischenglied (11) einstückig ausgebildet sind.
6. Haushaltsgerät nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (11) und/oder der Nabenkörper (27) auf der motoreinheitenseitigen
Welle (29) verdrehbar angeordnet sind.
7. Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (17) ein erstes Kupplungsteil (19) aufweist, das verdrehfest, gleichwohl
aber verschieblich auf der motoreinheitenseitigen Welle (20) angeordnet ist.
8. Haushaltsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kupplungsteil (19) von einem verdrehfest auf der Welle (20) angeordneten
Nabenkörper (27) getragen ist.
9. Haushaltsgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (17) eine mit dem ersten Kupplungsteil (19) zusammenwirkendes zweites
Kupplungsteil (28) aufweist, das verdrehfest am Zwischenglied (11) angeordnet ist.
10. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsteile (19, 28) auf ihren einander zugewandten Stirnseiten Reibbeläge
(22, 29) tragen, die kraft- und/oder formschlüssig zusammenwirken.
11. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungsmittel (9, 9') und das Zwischenglied (11) kraft- und/oder formschlüssig
ineinandergreifen.
12. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungsmittel (9, 9') eine Hebelanordnung, ein Seil, ein Zahnriemen,
eine Kette oder eine Ballkette ist.
13. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Federmechanik (7), die einem Gewichtsausgleich der Gerätetür (6) dient und ein
Federelement (8) sowie ein zwischen Federelement (8) und Gerätetür (6) angeordnetes
Kraftübertragungsmittel (9) aufweist.