[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Modul zum Befüllen eines Einbauelementes gemäß
Anspruch 1, ein Einbauelement für ein Fertigteilelement gemäß Anspruch 11, ein Fertigteilelement
aus Beton gemäß Anspruch 14 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Fertigteilelementes
aus Beton gemäß Anspruch 15.
[0002] Einbauelemente, insbesondere zur Kraftübertragung zwischen einem ersten tragenden
Gebäudeteil und einem zweiten getragenen Gebäudeteil, sind beispielsweise aus der
DE 10 2013 100 356 A1 oder der
DE 10 2021 100 348 A1 bekannt. Die Einbauelemente sind meist in einem Fertigteilelement integriert, welches
auf einer Baustelle mit den das Fertigteil umgebenden Gebäudeteilen verbunden werden
soll. Über ein im Einbauelement angeordnetes Trägerelement sollen die auf das zweite
getragene Gebäudeteil wirkenden Kräfte, insbesondere die Gewichtskraft des Gebäudeteils,
an das erste tragenden Gebäudeteil übertragen und abgeleitet werden. Neben der Gewichtskraft
können auch auf das Trägerelement wirkende Biegemomente sowie Querkräfte entsprechend
übertragen und abgeleitet werden. Für eine Ausrichtung der Gebäudeteile zueinander
sowie des Trägerelementes sind die Einbauelemente als Hohlkörper ausgebildet und werden
nach entsprechender Ausrichtung und Platzierung des Trägerelementes sowie des Fertigteiles
auf der Baustelle vor Ort fixiert. Das Trägerelement greift hierfür in eine Aussparung
in dem ersten Gebäudeteil ein, wobei das Trägerelement innerhalb des Einbauelementes
nur entlang seiner Längsachse und damit im Wesentlichen senkrecht zur Gewichtskraft
beweglich und ansonsten in seiner Lage fixiert ist. Für eine Ausrichtung von Fertigteilelement
und Gebäudeteil zueinander muss die Aussparung in dem ersten Gebäudeteil daher entsprechend
groß ausgebildet sein. Durch Unterlegen von Platten in der Aussparung erfolgt eine
Ausrichtung und Lagepositionierung des Trägerelementes. Anschließend wird die Aussparung
mit Mörtel verschlossen, so dass nach Aushärten des Mörtels das Fertigteilelement
mit dem ersten Gebäudeteil verbunden ist und entsprechende Kräfte aufnehmen und übertragen
kann.
[0003] Weiter sind auch Einbauelement bekannt, welche eine entsprechend große Hülse aufweisen,
wodurch das Trägerelement auch in Richtung der Gewichtskraft beweglich ist, und über
einen Kanal zum Befüllen der Hülse mit einem Mörtel nach der Ausrichtung verfügen,
wobei die Aussparung in dem ersten Gebäudeteil selbst im Wesentlichen dem Querschnitt
des Trägerelementes entspricht und keine Ausgleichsmöglichkeit aufweist.
[0004] Bei den Gebäudeteilen kann es sich beispielsweise um eine Gebäudewand als erster,
tragender Gebäudeteil sowie ein Treppenteil, insbesondere ein Podest als zweiter getragener
Gebäudeteil handeln, wobei beide Gebäudeteile vorzugsweise aus Beton gebildet sind.
Das zweite getragene Gebäudeteil liegt meist in Form eines Fertigteilelementes vor,
in welches ein oder mehrere Einbauelemente bereits integriert sind.
[0005] Die Herstellung von Fertigteilelementen in einem Fertigteilwerk erfolgt mittels Schalungen,
wobei die Schalung meist einen ebenen Schalungstisch umfasst, auf welchen entsprechend
der Form des Fertigteiles weitere Schalungselemente angebracht werden. Vor dem Ausfüllen
der Schalung mit Beton werden bei Beton-Fertigteilen die Bewehrung sowie ein oder
mehrere Einbauelemente entsprechend nach Vorgaben und Anforderungen angeordnet. Hierbei
ist es erforderlich, dass die Einbauelemente präzise auf der Schalung platziert werden.
Dies kann beispielswiese dadurch erfolgen, dass an dem Einbauelement ein Kanal zur
späteren Befüllung des Einbauelementes mit Mörtel ausgebildet ist, wobei der Kanal
unmittelbar auf den Schalungstisch aufgesetzt wird. Der Kanal, der meist aus Kunststoff
oder Metall gebildet ist, kann durch Sägen und/oder Schneiden entsprechend an die
gewünschte Höhe angepasst werden. Alternativ kann der Kanal mit seiner Öffnung in
Richtung der dem Schalungstisch abgewandten Seite angeordnet sein, wobei der Kanal
ebenfalls auf die gewünschte Höhe angepasst wird.
[0006] Die Verwendung von Einbauelementen mit Kanälen hat sich grundsätzlich bewährt, wobei
für jedes Fertigteilelement diese entsprechend in Abhängigkeit des Einbauelementes,
der Lage auf der Schalung sowie der Bewehrung individuell angepasst werden müssen.
Dies ist jedoch nicht immer in einfacher Weise möglich, da der Einbauraum durch die
Bewehrung meist sehr begrenzt ist. Zudem ist ein Ausrichten des Einbauelementes auf
und gegenüber der Schalung, insbesondere ein vertikales Ausrichten, nur nach sehr
zeitintensiven Arbeiten möglich, da das Ausrichten meist eine exakte Anpassung der
Höhe des Kanals sowie ein Ausgleich gegenüber einer Schrägstellung erfordert.
[0007] Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Modul zum Befüllen eines
Einbauelementes, ein Einbauelement, ein Fertigteil aus Beton sowie ein Verfahren zur
Herstellung eines Fertigteiles aus Beton anzugeben, welche ein einfaches, sicheres
und schnelles Ausrichten des Einbauelementes ermöglichen. Insbesondere soll eine Flexibilität
im Umgang mit dem Einbauelement erreicht werden.
[0008] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Modul zum Befüllen eines
Einbauelementes, ein Einbauelement, ein Fertigteilelement sowie ein Verfahren zur
Herstellung eines Fertigteilelementes anzugeben, welche einen flexiblen Einsatz mit
hohen Toleranzen ermöglichen.
[0009] Diese und weitere Aufgaben werden gelöst durch ein Modul zum Befüllen eines Einbauelementes
gemäß Anspruch 1, durch ein Einbauelement gemäß Anspruch 11, und durch ein Fertigteileelement
aus Beton gemäß Anspruch 14 sowie durch ein Verfahren zur Herstellung eines Fertigteilelementes
aus Beton gemäß Anspruch 15.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Moduls zum Befüllen eines Einbauelementes sind
in den Ansprüchen 2 bis 10 dargelegt. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen des
Einbauelementes für ein Fertigteilelement sind in den Ansprüchen 12 und 13 dargelegt.
Noch weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Verfahrens zur Herstellung eines
Fertigteilelementes aus Beton sind in den Ansprüchen 16 und 17 dargelegt.
[0011] Das Modul zum Befüllen eines Einbauelementes ist insbesondere zur Verwendung mit
einem Einbauelement in einem Fertigteilelement aus Beton ausgebildet und umfasst einen
Rahmen zum Anordnen des Moduls an einer Öffnung des Einbauelementes mit zumindest
einer Seitenfläche, welche sich entlang einer Vertikalachse des Rahmens erstreckt.
Weiter umfasst das erfindungsgemäße Modul zum Befüllen des Einbauelementes ein Ausgleichselement,
welches entlang der Vertikalachse versetzt zum Rahmen angeordnet ist, wobei das Ausgleichselement
im oder an dem Rahmen geführt und gegenüber dem Rahmen beweglich ist, wobei das Ausgleichselement
in seiner Position gegenüber dem Rahmen einstellbar ist.
[0012] Das erfindungsgemäße Modul erlaubt es nun, dieses präzise gegenüber einer Referenzmarke
der Schalung oder Bewehrung in dem Fertigteilelement anzupassen und auszurichten,
indem das Ausgleichselement gegenüber dem Rahmen beweglich und entsprechend auch einstellbar
ist. Ausgleichselement und Rahmen überlappen in einem Bereich des Moduls miteinander,
wobei der Grad der Überlappung durch die bewegliche Anordnung von Ausgleichselement
und Rahmen des Moduls verändert und angepasst werden kann.
[0013] Vorzugsweise erfolgt das Anordnen des Rahmens an einer Öffnung des Einbauelementes
durch Aufsetzen, Einrasten und/oder Verbinden. Alternativ oder vorzugsweise ergänzend
kann der Rahmen auch integraler Bestandteil des Einbauelementes sein.
[0014] Durch das erfindungsgemäße Modul kann eine Gesamthöhe flexibel angepasst werden,
wodurch insbesondere Unebenheiten oder Schiefstellungen ausgeglichen werden können.
Beispielsweise kann auch eine Verkippung des Einbauelementes gegenüber einer Schalung
durch das Modul ermöglicht werden, da durch den Rahmen und das Ausgleichselement eine
gewisse Flexibilität und entsprechende Ausrichtmöglichkeiten gegeben sind. Somit wird
insgesamt die Flexibilität sowie die Ausrichtungsmöglichkeiten durch das erfindungsgemäße
Modul erhöht und verbessert.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform zeichnet aus, dass der Rahmen sowie das Ausgleichselement
einen Kanal ausbilden, der sich entlang der Vertikalachse erstreckt, wobei der Kanal
eine Modulöffnung zum Befüllen des Einbauelementes sowie eine der Modulöffnung gegenüberliegende
Öffnungsfläche aufweist, welche mit der Öffnung des Einbauelementes in Wirkverbindung
steht. Über den Kanal erfolgt eine Befüllung des Einbauelementes mit einem aushärtbaren
Material, insbesondere Füllmaterial, wobei beim Befüllen auch der Kanal selbst mit
dementsprechenden aushärtbaren Füllmaterial vollständig ausgefüllt werden kann. Insbesondere
kann es sich bei dem Füllmaterial um ein mineralisches Material, beispielsweise einen
Mörtel oder Vergussbeton, handeln. Das aushärtbare Füllmaterial zeichnet sich dadurch
aus, dass es von einem viskosen Zustand in der Verarbeitung in einen erhärteten Zustand
übergeht, in welchem das aushärtbare Füllmaterial eine ähnliche Festigkeit und Steifigkeit
wie das ihn umgebende Material, insbesondere Beton, aufweist.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltungsform weist das Modul Mittel zum Festlegen des
Ausgleichselementes gegenüber dem Rahmen auf. Insbesondere sind die Mittel zum reversiblen
Festlegen des Ausgleichselementes gegenüber dem Rahmen ausgebildet. Das Ausgleichselement
kann somit gegenüber dem Rahmen in einer gewünschten Position festgelegt und fixiert
werden, sodass eine einmal eingestellte Positionierung entsprechend erhalten bleibt.
Durch das reversible Festlegen des Ausgleichselementes gegenüber dem Rahmen kann auch
zu einem späteren Zeitpunkt das Ausgleichelement gegenüber dem Rahmen entsprechend
nachjustiert werden.
[0017] Vorzugsweise sind die Mittel zum Festlegen durch Rastelemente und/oder Fixierelemente
gebildet, welche an dem Rahmen und/oder dem Ausgleichselement angeordnet sind.
[0018] Eine bevorzugte Ausführungsform zeichnet aus, dass im und/oder an dem Rahmen und/oder
an dem Ausgleichselement zumindest ein Verformungskörper angeordnet ist, an welchem
sich das Ausgleichselement gegenüber dem Rahmen abstützt. Durch den Verformungskörper
wird somit eine gewisse Gegenkraft vom Rahmen auf das Ausgleichselement ausgeübt,
wodurch die Ausrichtung und Positionierung verbessert und eine leichtere und einfache
Positionierung erreicht wird. Der Verformungskörper kann gleichzeitig auch ein Mittel
zum Festlegen des Ausgleichselementes gegenüber dem Rahmen bilden und somit zur Positionierung
und Fixierung der Lage von Ausgleichselement und Rahmen zueinander beitragen.
[0019] Vorzugsweise ist der zumindest eine Verformungskörper elastisch, insbesondere reversibel
elastisch ausgebildet. Eine Elastizität des Verformungskörpers ermöglicht ein flexibles
und passgenaues Ausrichten des Ausgleichselementes gegenüber dem Rahmen, wobei durch
die Elastizität beim Positionieren ein gewisser Gegendruck auf das Ausgleichselement
ausgeübt wird.
[0020] Bevorzugt bildet das Modul einen Teil einer verlorenen Form, beispielsweise einer
verlorenen Schalung.
[0021] Vorzugsweise handelt es sich bei dem Verformungskörper um einen Körper mit Rückstellkraft.
Insbesondere kann es sich hierbei um eine Feder oder ein expandierendes und/oder vorkomprimiertes
Material, beispielsweise einen Schaum, handeln. Durch die Rückstellkraft des Verformungskörpers
wird auf das Ausgleichselement eine entsprechende Kraft gegenüber dem Rahmen ausgeübt,
welche ein präzises und sicheres Positionieren des Ausgleichselementes gegenüber dem
Rahmen ermöglicht. Zudem ist es einfacher möglich das Modul entsprechend auszurichten,
wenn auf das Ausgleichselement eine gewisse Kraft durch entsprechende Rückstellkräfte
einwirkt. So kann insbesondere sichergestellt werden, dass nach einer Fixierung das
Modul in der entsprechenden Position verbleibt.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Verformungskörper abschnittsweise in
dem Rahmen und/oder an dem Ausgleichselement angeordnet. Insbesondere sind mehrere
Verformungskörper verteilt in dem Rahmen und/oder an dem Ausgleichselement angeordnet.
Durch die Anordnung des Verformungskörpers bzw. mehrerer Verformungskörper in Abschnitten
in und/oder an dem Rahmen und/oder dem Ausgleichselement kann einerseits die Materialmenge
für den Verformungskörper reduziert werden und die Herstellung des Moduls vereinfacht
werden. Zudem ermöglichen mehrere Verformungskörper eine einfachere Ausrichtung des
Ausgleichselementes gegenüber dem Rahmen, da sich diese individuell mit Kraft beaufschlagen
lassen, ohne dass hierdurch eine Beeinflussung der anderen Verformungskörper, beispielsweise
durch Verdrängung eines Verformungskörpermaterials erfolgt. Dies erhöht weiter die
Genauigkeit bei der Positionierung.
[0023] Vorzugsweise ist der Rahmen und insbesondere auch das Ausgleichselement im Wesentlichen
eckig, vorzugsweise vieleckig, insbesondere rechteckig ausgebildet, wobei bevorzugt
jeweils ein Verformungskörper in den Ecken des Rahmens angeordnet sein kann. Durch
eine rechteckige Ausbildung weisen sowohl Rahmen als auch Ausgleichselement eine einfache
Form auf, welche sich auch kostengünstig und einfach herstellen lässt. Bei einer vieleckigen
Ausbildung des Rahmens und/oder des Ausgleichselementes kann dieses regelmäßig oder
unregelmäßig ausgebildet sein.
[0024] Alternativ oder vorzugsweise ergänzend ist der Rahmen und insbesondere auch das Ausgleichselement
im Wesentlichen rund oder oval ausgebildet. Die Form des Rahmens und insbesondere
auch des Ausgleichselementes richtet sich im Wesentlichen nach der Öffnung im Einbauelement.
[0025] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist im und/oder an dem Rahmen zumindest
eine Aussparung für den zumindest einen Verformungskörper ausgebildet. Durch die Aussparung
wird ein entsprechender Platz für den Verformungskörper generiert. Der Verformungskörper
kann somit flexibler gestaltet werden. Zudem können durch Aussparungen Bereiche im
und/oder an dem Rahmen geschaffen werden, in welche der Verformungskörper bei Krafteinwirkung
ausweichen bzw. verdrängt werden kann. Die Aussparungen können speziell an den Verformungskörper
angepasst sein, insbesondere im Wesentlichen dem Verformungskörper entsprechen.
[0026] Alternativ oder vorzugsweise ergänzend ist der Verformungskörper an dem Ausgleichselement
und/oder dem Rahmen umlaufend angeordnet. Es kann sich somit insbesondere bei dem
Verformungskörper um ein einziges Objekt handeln, welches umlaufend auf oder in dem
Ausgleichselement angeordnet ist.
[0027] Weiter alternativ oder vorzugsweise ergänzend weist das Ausgleichselement zumindest
ein Druckelement auf, welches in Wirkverbindung mit dem zumindest einen Verformungskörper
steht. Durch das Druckelement wird eine entsprechende Kraft auf das Ausgleichselement
auf den Verformungskörper übertragen, wobei diese durch das Druckelement insbesondere
gleichmäßig auf den Verformungskörper verteilt übertragen wird. Bei dem Druckelement
kann es sich insbesondere um ein flächiges Element, beispielsweise einen Teller oder
ähnliches, handeln, wodurch der Druck gleichmäßig auf eine größere Fläche verteilt
wird. Das Druckelement ist vorzugsweise integral mit dem Ausgleichselement ausgebildet.
[0028] Eine bevorzugte Ausführungsform zeichnet aus, dass der Verformungskörper einen Kompressionsweg
entlang seiner Erstreckungsrichtung, welche im Wesentlichen parallel zur Vertikalachse
verläuft, von bis zu 2 cm, bevorzugt von bis zu 3 cm besonders bevorzugt von bis zu
5 cm aufweist. Somit kann der Verformungskörper entlang der Vertikalachse um einen
entsprechenden Kompressionsweg komprimiert bzw. gestaucht werden, wodurch eine Positionierung
des Ausgleichselementes gegenüber dem Rahmen entsprechend ermöglicht wird. Der Kompressionsweg
bildet somit eine Ausgleichsmöglichkeit, um eine Gesamthöhe des Moduls einzustellen.
[0029] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Moduls weist der Verformungskörper in
dem Modul in eingebautem Zustand eine Mindestkompression mit einem Kompressionsweg
von zumindest 0,1 cm, bevorzugt einen Kompressionsweg von zumindest 0,3 cm, besonders
bevorzugt einen Kompressionsweg von zumindest 0,5 cm auf. Im eingebauten Zustand wirkt
durch die Mindestkompression eine Kraft auf den Verformungskörper, welcher eine minimale
Stauchung des Verformungskörpers zur Folge hat. Hierdurch wird sichergestellt, dass
auf das Ausgleichselement eine gewisse Gegenkraft durch den Verformungskörper ausgeübt
wird, damit dieser in seiner entsprechenden Position gehalten und fixiert werden kann.
Insbesondere wird durch die Mindestkompression eine Vorkompression bzw. Vorspannung
erzielt. Zudem wird durch die Mindestkompression sichergestellt, dass auf Grund der
Gegenkraft durch die Mindestkompression eine Abdichtung der Modulöffnung gegenüber
einer diese Modulöffnung abdeckende und an dem Rahmen des Moduls flächig anliegenden
Fläche erzielt werden kann.
[0030] In vorteilhafter Weise weist der Rahmen ein im wesentlichen U-förmiges Profil auf.
Durch das U-förmige Profil wird es ermöglicht, dass das Ausgleichselement in dem Rahmen
entsprechend geführt und zumindest teilweise gestützt wird. So kann beispielsweise
ein Verkanten des Ausgleichselementes gegenüber dem Rahmen vermieden werden.
[0031] Alternativ oder vorzugsweise ergänzend weist der Rahmen und/oder das Ausgleichselement
zumindest ein Verankerungselement zum Verankern des Ausgleichselementes mit dem Rahmen
auf. Das Verankerungselement sorgt für eine Verankerung von Ausgleichselement und
Rahmen zueinander, sodass die beiden Elemente nicht voneinander getrennt werden können.
Zudem wird sichergestellt, dass das Ausgleichselement stets in und/oder an dem Rahmen
geführt ist. Zudem wird durch das Verankerungselement eine Maximalposition des Ausgleichselementes
gegenüber dem Rahmen sichergestellt, über welche das Ausgleichselement nicht bewegt
werden kann, ohne das Modul zu zerstören.
[0032] Eine vorteilhafte Ausführungsform zeichnet aus, dass das Ausgleichselement an seiner
dem Rahmen abgewandten Seite ein Abschlusselement aufweist. Insbesondere kann es sich
bei dem Abschlusselement um eine Platte, vorzugsweise eine Holzplatte, oder eine optische
Blende handeln. Vorzugsweise verschließt das Abschlusselement die Modulöffnung im
Wesentlichen vollständig und/oder dichtet die Modulöffnung gegenüber der Umgebung
ab. So kann beispielsweise vermieden werden, dass Fremdstoffe in das Modul bzw. das
Einbauelement eingetragen werden. Durch eine optische Blende wird sichergestellt,
dass das Modul mit seiner Umgebung flächig abschließt oder bei Verwendung im Sichtbereich
eine entsprechende optische Ansichtsfläche darstellt. Beispielsweise kann die Blende
aus Edelstahl gebildet sein.
[0033] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Abschlusselement integral mit dem Ausgleichselement
ausgebildet, insbesondere bildet das Ausgleichselement mit dem Abschlusselement einen
nur auf einer Seite geöffneten Körper, welcher vorzugsweise im Wesentlichen quaderförmig
ausgebildet ist, wobei eine Körperöffnung, an der dem Rahmen zugewandten Seite ausgebildet
ist. Zum Befüllen des Einbauelementes bzw. des Moduls wird der Körper an seiner dem
Rahmen abgewandten Seite geöffnet, bevorzugt auf der Baustelle vor Ort, beispielsweise
mittels Sägen, Bohren, Fräsen und/oder Schneiden.
[0034] In vorteilhafter Weise sind das Ausgleichselement und/oder der Rahmen aus Kunststoff
gebildet. Ausgleichselement und/oder Rahmen aus Kunststoff lassen sich einfach und
kostengünstig in großen Mengen herstellen. Es ist dabei bevorzugt, wenn Ausgleichselement
und Rahmen aus dem gleichen Kunststoff hergestellt sind. Insbesondere sind das Ausgleichselement
und/oder der Rahmen mittels Spritzgusses herstellbar, wodurch die Herstellung der
entsprechenden Elemente in großer Menge kostengünstig möglich ist.
[0035] Alternativ oder vorzugsweise ergänzend ist das Ausgleichselement und/oder der Rahmen
aus einem Metallblech gebildet, wobei das Metallblech vorzugsweise eine Stärke von
maximal 2 mm, besonders bevorzugt von maximal 1,5 mm, höchst bevorzugt von maximal
1 mm aufweist. Ausgleichselement und Rahmen aus Metallblech können einerseits große
Lasten aufnehmen und in vielfältigen Bereichen eingesetzt werden.
[0036] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Ausgleichselement eine Höhe von 20
mm bis 150 mm, bevorzugt von 40 mm bis 100 mm auf. Das Ausgleichselement kann entsprechend
des Einsatzgebietes ausgebildet sein und eine entsprechende Höhe aufweisen. Die Höhe
des Ausgleichelementes entspricht hierbei nicht einer Gesamthöhe des Moduls, zu welcher
auch eine Höhe des Rahmens beiträgt. Die Gesamthöhe ist hierbei als die Erstreckung
des Ausgleichselementes und auch des Rahmens in Vertikalrichtung anzusehen, wobei
Ausgleichselement und Rahmen durch die entsprechende Führung in einem gewissen Bereich
miteinander überlappen.
[0037] Weiter alternativ oder vorzugsweise ergänzend weist das Modul eine Gesamthöhe von
20 mm bis 150 mm, bevorzugt von 40 mm bis 100 mm auf.
[0038] Alternativ oder vorzugsweise ergänzend ist das Ausgleichselement in seiner Höhe veränderbar,
insbesondere einstellbar. Vorzugsweise erfolgt eine Änderung der Höhe des Ausgleichselementes
durch Sägen und/oder Schneiden und/oder Teleskopieren. Die Anpassung der Höhe des
Ausgleichselementes kann unmittelbar vor Ort, insbesondere im Fertigteilwerk oder
auf der Baustelle erfolgen, wodurch das Ausgleichselement an die gewünschten Anforderungen
angepasst werden kann. Durch die Einstellbarkeit des Ausgleichelementes im Rahmen
des Moduls kann die Anpassung jedoch mit einer gewissen Toleranz erfolgen. So wird
das Anpassen des Ausgleichselementes in einfacher Weise und durch einfache Mittel,
beispielsweise eine Säge, einen Trennschleifer oder eine Schere, ermöglicht.
[0039] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Moduls ist an dem Rahmen zumindest ein
Verbindungselement zum kraftschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbinden des Moduls
mit dem Einbauelement angeordnet. Durch das Verbindungselement wird somit eine feste
Verbindung zwischen Modul und Einbauelement sichergestellt. So kann ein Verschieben
des Moduls gegenüber dem Einbauelement verhindert und ein Befüllen des Einbauelementes
verbessert werden. Insbesondere ist das Verbindungselement als eine Raste oder einen
Klips ausgebildet, wodurch das Modul in einfacher Weise mit dem Einbauelement verbunden
werden kann.
[0040] Alternativ oder vorzugsweise ergänzend ist das Modul mit dem Einbauelement stoffschlüssig
verbunden. Beispielsweise kann zwischen Modul und dem Einbauelement einer Klebeverbindung
bestehen.
[0041] Als eine weitere Lösung wird ein Einbauelement für ein Fertigteilelement, insbesondere
für ein Fertigteilelement aus Beton, angegeben, wobei das Einbauelement eine vorzugsweise
länglich ausgebildete Hülse sowie ein Modul zum Befüllen eines Einbauelementes wie
vorstehend dargelegt umfasst, wobei das Modul an einer Öffnung in der Mantelfläche
der Hülse angeordnet ist, welche Öffnung sich vorzugsweise im Wesentlichen in einer
Ebene senkrecht auf die Vertikalachse des Moduls erstreckt.
[0042] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Modul mit der Hülse verbunden.
[0043] Alternativ oder vorzugsweise ergänzend ist der Rahmen des Moduls mit der Hülse integral
ausgebildet. Hierdurch bilden die Hülse des Einbauelementes und der Rahmen eine Einheit,
wodurch die Stabilität des Rahmens und somit des gesamten Einbauelementes erhöht wird.
Insbesondere ist der Rahmen des Moduls Teil der Hülse.
[0044] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist das Einbauelement zum kraftübertragenden
Verbinden von einem ersten tragenden Gebäudeteil, insbesondere einer Gebäudewand,
und einem zweiten getragenen Gebäudeteil, insbesondere einem Treppenteil oder einer
Podestplatte, ausgebildet, wobei das Einbauelement mit einem Trägerelement zusammenwirkt,
welches sich innerhalb der Hülse erstreckt und gegenüber der Hülse beweglich angeordnet
ist. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Einbauelement auch das Trägerelement.
[0045] Vorzugsweise sind die Hülse und optional das Modul, insbesondere das gesamte Einbauelement,
mit einem aushärtbaren Material, insbesondere einem Füllmaterial, ausfüllbar, insbesondere
vollständig ausfüllbar. Bevorzugt handelt es sich bei dem aushärtbaren Material um
ein mineralisches Material, beispielsweise einen Mörtel oder Vergussbeton.
[0046] Als eine weitere Lösung wird ein Fertigteilelement aus Beton angegeben, mit zumindest
einem Einbauelement wie vorstehend dargelegt sowie mit einer Bewehrung, wobei das
Einbauelement und die Bewehrung in den Beton des Fertigteilelementes eingebunden sind.
Das Fertigteilelement umfasst somit alle wesentlichen Elemente, um dieses an der Baustelle
vor Ort entsprechend gegenüber anderen Fertigteilelementen oder Gebäudeteilen zu positionieren,
auszurichten und zu verbinden. Zudem ist die Herstellung von entsprechenden Fertigteilelementen
einfacher gegenüber der Ausbildung eines entsprechenden Elementes unmittelbar vor
Ort auf der Baustelle, wodurch das entsprechende Element schneller, einfacher und
kostengünstiger hergestellt werden kann.
[0047] Nach dem Positionieren des Fertigteilelementes und des Trägerelementes auf der Baustelle
ist lediglich noch das Einbauelement über das Modul entsprechend zu befüllen, wodurch
eine Fixierung des Fertigteilelementes gegenüber anderen Gebäudeteilen erzielt werden
kann.
[0048] Als eine noch weitere Lösung wird ein Verfahren zur Herstellung eines Fertigteilelementes
aus Beton, insbesondere eines Fertigteilelementes wie vorstehend dargelegt, angegeben,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- A) Bereitstellen zumindest eines Einbauelementes wie vorstehend dargelegt sowie einer
Schalung für das Fertigteilelement, welche Schalung im Wesentlichen der späteren Form
des Fertigteilelementes entspricht;
- B) Anordnen des Einbauelementes und einer Bewehrung in und/oder auf der Schalung;
- C) Ausrichten des Einbauelementes relativ zu einer Referenzmarke durch Krafteinwirkung
auf das Modul des Einbauelementes;
- D) Gießen von flüssigem Beton in die Schalung und Aushärten des Betons; und
- E) Entnahme des Fertigteilelementes aus der Schalung nach dem Aushärten.
[0049] Durch das Modul zum Befüllen des Einbauelementes kann das Einbauelement relativ zu
einer Referenzmarke auf einfache Art und Weise ausgerichtet werden und somit entsprechend
an das herzustellende Fertigteil in Abhängigkeit von der Positionierung des Einbauelementes
auf oder in der Schalung sowie der Bewehrung entsprechend ausgerichtet werden. Durch
das im und/oder am Rahmen geführte Ausgleichselement kann eine entsprechende Ausrichtung
des Einbauelementes flexibel erfolgen. Insbesondere wird das Einbauelement bzw. das
Modul zum Befüllen des Einbauelementes so ausgerichtet, dass eine Kante des Moduls
zum Befüllen des Einbauelementes oder das Einbauelement selbst im Wesentlichen mit
der Oberfläche des Fertigteilelementes abschließt oder vollständig in das Fertigteil
eingebettet ist.
[0050] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird in Verfahrensschritt B)
das Modul zum Befüllen des Einbauelementes auf der Schalung, insbesondere auf einem
Schalungsboden der Schalung, aufgelegt oder liegt auf diesem auf. In diesem Falle
wird das Fertigteilelement in Umkehrfertigung hergestellt, wobei auf dem Schalungsboden
die spätere Oberfläche des Fertigteilelementes ausgebildet wird. Diese Form der Fertigung
ermöglich durch Ausüben einer Kraft auf das Modul zum Befüllen des Einbauelementes
eine entsprechende Ausrichtung und Positionierung des Moduls. Gegebenenfalls erfolgt
noch eine Fixierung des Moduls oder Einbauelementes in der gewünschten Position, beispielsweise
an der Bewehrung oder der Schalung selbst.
[0051] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Herstellung des Fertigteilelements
in stehender Fertigung.
[0052] Alternativ oder vorzugsweise ergänzend wird in Verfahrensschritt B) das Modul so
angeordnet, dass dieses auf einer dem Schalungsboden abgewandten Seite positioniert
ist. Auch in dieser Position kann das Modul zum Befüllen des Einbauelementes entsprechend
der Referenzmarke ausgerichtet werden. Beispielsweise kann eine Ausrichtung so erfolgen,
dass das Abschlusselement des Moduls flächig zur Oberfläche des entstehenden Fertigteils
ausgebildet wird. In diesem Fall entspricht der Referenzmarke eine Fertigteilhöhe
des Fertigteilelementes. Vorzugsweise kann auch bei dieser Form der Fertigung das
Ausgleichselement in der entsprechenden Position an dem Rahmen des Moduls fixiert
oder an der Bewehrung oder der Schalung des Fertigteilelementes fixiert werden.
[0053] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform wird eine Höhe des Ausgleichselementes
des Moduls des Einbauelementes vor dem Verfahrensschritt B) angepasst. Das Ausgleichselement
weist insbesondere eine Höhe auf, welche flexibel für eine große Anzahl von Fertigteilelementen
ausgebildet ist. Somit kann es erforderlich sein, gerade bei Fertigteilelementen mit
geringer Höhe, das Ausgleichselement entsprechend den Anforderungen und die Fertigteilhöhe
des Fertigteilelementes zuerst anzupassen. Allerdings muss diese Anpassung gerade
nicht exakt erfolgen, wie aus dem Stand der Technik bekannt. Vielmehr wird durch das
Modul zum Befüllen des Einbauelementes eine gewisse Flexibilität und Toleranz ermöglicht,
sodass die Höhe des Ausgleichselementes nur grob an die später zu erwartende Höhe
des Fertigteilelementes anzupassen ist. Eine Justierung und Ausrichtung des Ausgleichselementes
können dann durch das Modul unmittelbar beim Einbau ermöglicht werden. Die Anpassung
des Ausgleichselementes erfolgt hierbei unmittelbar vor Ort auf der Baustelle oder
im Fertigteilwerk unmittelbar beim Einbau, wobei die Anpassung der Höhe des Ausgleichselementes
insbesondere durch Sägen und/oder Schneiden und/oder Trennschleifen und/oder Teleskopieren
erfolgt. Die entsprechende Methode zum Anpassen der Höhe kann in Abhängigkeit von
dem Material des Ausgleichselementes gewählt werden.
[0054] Alternativ oder vorzugsweise ergänzend wird eine Modulöffnung des Moduls, insbesondere
an der der Schalung zugewandten Seite vor oder während des Verfahrensschrittes B)
mit einem Abschlusselement verschlossen und/oder gegenüber der Umgebung abgedichtet.
Das Einbauelement selbst wird somit verschlossen, wodurch ein Eindringen von Beton
oder Fremdstoffen in das Einbauelement, insbesondere in die Hülse des Einbauelementes
während der Herstellung des Fertigteilelementes vermieden wird. Verunreinigungen innerhalb
des Einbauelementes, insbesondere innerhalb der Hülse können ein späteres Ausrichten
des Fertigteilelementes negativ beeinflussen oder könne sogar zur Unbrauchbarkeit
des Fertigteilelementes führen.
[0055] Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens zeichnet aus, dass das Modul an der
Schalung fixiert wird und/oder dass das Einbauelement an der Schalung und/oder der
Bewehrung fixiert wird. Durch eine Fixierung kann das Einbauelement bzw. das Modul
entsprechend in seiner Position gehalten werden, bis der Beton des Fertigteilelementes
entsprechend ausgehärtet ist, wodurch das Einbauelement sowie auch das Modul zum Befüllen
des Einbauelementes in das Fertigteilelement eingebunden sind. Eine Fixierung ist
beispielsweise dann entbehrlich, wenn das Modul selbst über Mittel zum Festlegen des
Ausgleichselementes gegenüber dem Rahmen aufweist.
[0056] Das Verfahren zur Herstellung eines Fertigteilelementes ist insbesondere zur Herstellung
des vorgenannten Fertigteilelementes und/oder einer vorteilhaften Ausführungsform
ausgebildet. Das vorgenannte Fertigteilelement ist insbesondere nach einem Verfahren
zur Herstellung eines Fertigteilelementes wie vorstehend dargelegt oder einer bevorzugten
Ausführungsform hiervon herstellbar.
[0057] Die vorgenannte Erfindung wird anhand der folgenden Figuren näher erläutert und beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- ein Modul zum Befüllen eines Einbauelementes;
- Figuren 2a bis 2e
- verschiedene Ausgestaltungsformen des Rahmens bzw. des Ausgleichselements in einer
Draufsicht;
- Figur 3
- ein Einbauelement mit einem Modul zum Befüllen des Einbauelementes in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 4
- ein Einbauelement mit einem Modul zum Befüllen des Einbauelementes in einer Seitenansicht;
sowie
- Figur 5
- eine Detailansicht aus Figur 4.
[0058] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Modul 1 in einer perspektivischen Ansicht dargestellt.
Das Modul 1 umfasst einen im Wesentlichen rechteckigen Rahmen 2, welcher vier Seitenflächen
3 sowie vier Aussparungen 4 in den Ecken des Rahmens 2 aufweist. Die Seitenflächen
3 erstrecken sich hierbei in eine Vertikalachse 12. Weiter weist der Rahmen 2 an einer
Flächenseite, welche sich in einer Ebene senkrecht auf die Vertikalachse 12 erstreckt,
ein Verbindungselement 6 in Form einer umlaufenden Raste auf, wodurch der Rahmen 2
bzw. das Modul 1 mit einer Hülse 17 eines Einbauelementes 16 formschlüssig verbunden
wird.
[0059] Innerhalb des Rahmens 2, welcher im Wesentlichen ein U-förmiges Profil aufweist,
ist ein im Wesentlichen rechteckiges Ausgleichselement 8 angeordnet und geführt, wobei
das Ausgleichselement 8 versetzt zum Rahmen 2 angeordnet ist. Das Ausgleichselement
8 greift hierbei in das U-förmige Profil des Rahmens 2 ein und ist in diesem beweglich
geführt. An seiner dem Rahmen 2 abgewandten Seite des Ausgleichselements 8 ist weiterhin
ein Abschlusselement 10 in Form einer umlaufenden Blende angeordnet.
[0060] Durch den Rahmen 2 sowie das Ausgleichselement 8 wird innerhalb des Moduls 1 ein
Kanal 14 ausgebildet, durch welchen das Einbauelement 16, das in Wirkverbindung mit
dem Modul 1 zum Befüllen steht mit einem Material, insbesondere einem Füllmaterial
aus einem mineralischen Material, befüllbar ist. Der Kanal 14 weist an der dem Rahmen
2 abgewandten Seite eine Modulöffnung 11 auf, über welche das Füllmaterial in den
Kanal 14 und anschließend in das Einbauelement 16 geleitet wird.
[0061] Innerhalb des Rahmens 2 sind an den vier Ecken innerhalb der Aussparungen 4 Verformungskörper
7 in Form von je einer Feder angeordnet, über welche sich das Ausgleichselement 8
gegenüber dem Rahmen 2 abstützt. Die Verformungskörper 7 sind innerhalb des Rahmens
2 angeordnet, wobei auf den Aussparungen 4 eine Abdeckung in Form von Abdeckkappen
angeordnet ist, welche ein Herausspringen des Verformungskörpers 7 aus dem Rahmen
2 bei Krafteinwirkung auf das Ausgleichselement 8 verhindern. Durch die Verformungskörper
7 ist das Ausgleichselement 8 federnd elastisch gegenüber dem Rahmen 2 gelagert, sodass
das Ausgleichselement 8 entsprechend durch Krafteinwirkung gegenüber dem Rahmen 2
positioniert und ausgerichtet werden kann. Zusätzlich können an dem Rahmen 2 und/oder
an dem Ausgleichselement 8 noch Mittel zum Festlegen, insbesondere Rastelemente und/oder
Fixierelemente angeordnet sein, mittels welchem das Ausgleichselement 8 gegenüber
dem Rahmen 2 in einer gewissen Stellung fixiert werden kann.
[0062] Sowohl der Rahmen 2 als auch das Ausgleichselement 8 sind vorliegend aus Kunststoff
hergestellt, wobei die Herstellung der vorgenannten Elemente mittels Spritzgusses
erfolgt. Dies ermöglicht eine kostengünstige und schnelle Fertigung von Rahmen 2 und
Ausgleichselement 8.
[0063] Das Modul 1 weist somit mehrere Verformungskörper 7 auf, welche abschnittsweise verteilt
über den Rahmen 2 des Moduls 1 angeordnet sind. Durch mehrere Verformungskörper 7
wird auch eine Verkippung oder Schrägstellung des Ausgleichselementes 8 gegenüber
dem Rahmen 2 ermöglicht, sodass das Modul 1 entsprechend an seine Umgebung und gegenüber
einer Referenzmarke ausgerichtet werden kann. Die Höhe des Rahmens 2 sowie der Federn
als Verformungskörper 7 ist hierbei so gewählt, dass der Verformungskörper 7 einen
Kompressionsweg, welcher im Wesentlichen entlang der Vertikalachse 12 ausgebildet
ist, von bis zu 4 cm aufweist. Das Modul 1 kann somit in seiner Gesamthöhe 15 durch
entsprechend Krafteinwirkung auf das Ausgleichselement 8 um bis zu 4 cm variiert werden.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass das Ausgleichselement 8 modular aufgebaut ist,
wodurch entsprechend einzelne Abschnitte des Ausgleichselementes 8 positioniert und
somit die Gesamthöhe 15 des Moduls 1 abschnittsweise angepasst werden kann.
[0064] In den Figuren 2a bis 2e sind verschiedene Ausgestaltungsformen des Rahmens 2 bzw.
des Ausgleichselements 8 in einer Draufsicht dargestellt. Neben einer rechteckigen
Form des Rahmens 3 bzw. des Ausgleichselements 8, wie dies in Figur 2a dargestellt
ist, kann der Rahmen 2 bzw. das Ausgleichselement 8 auch eine achteckige Form (Fig.
2b), eine quadratische Form (Fig. 2c), eine runde Form (Fig. 2d) oder eine ovale Form
(Fig. 2e) aufweisen. Insbesondere kann der Rahmen 2 bzw. das Ausgleichselement 8 auch
als ein regelmäßiges oder unregelmäßiges Vieleck ausgebildet sein.
[0065] In Figur 3 ist ein erfindungsgemäßes Einbauelement 16 dargestellt, welches neben
dem in Figur 1 dargestellten Modul 1 eine Hülse 17 sowie eine Blende 18 umfasst. Die
Hülse 17 weist eine längliche Erstreckung in der Ebene senkrecht auf die Vertikalachse
12 auf. In der Blende 18 ist eine Blendenöffnung 19 ausgebildet, durch welche ein
(nicht dargestelltes) Trägerelement bewegbar angeordnet ist. Die Hülse 17 weist in
Ihrer Mantelfläche in einer Ebene senkrecht auf die Vertikalachse 12 eine Einfüllöffnung
20 auf, auf welche das Modul 1 aufgesetzt ist. Die Mantelfläche der Hülse 17 weist
zudem vorliegend eine Strukturierung auf, wodurch bei Herstellung eines Fertigteilelementes
aus Beton eine bessere Verankerung des Einbauelementes 16 in Beton des Fertigteilelementes
erzielt wird. Es ist jedoch auch denkbar und möglich die Mantelfläche ohne eine Strukturierung,
insbesondere glatt auszubilden.
[0066] In Figur 4 ist das in Figur 3 dargestellte Einbauelement 16 in einer seitlichen Schnittansicht
näher dargestellt. Das Modul 1 ist hierbei über Verbindungselemente 6 in Form von
Vorsprüngen in der Hülse 17 des Einbauelementes 16 verankert, wodurch eine kraft-
und formschlüssige Verbindung zwischen Hülse 17 und Modul 1 erzielt wird. Die Verankerung
des Moduls 1 erfolgt hierbei an der Einfüllöffnung 20, wodurch der Kanal 14 des Moduls
1 mit der Einfüllöffnung 20 fluchtend angeordnet ist und eine Befüllung des Inneren
der Hülse 17 über den Kanal 14 sowie die Einfüllöffnung 20 ermöglicht. Wie weiter
aus Figuren 3 und 4 ersichtlich ist das Abschlusselement 10 auf dem Ausgleichselement
8 lediglich aufgesteckt und gegebenenfalls an einigen Stellen kraft- und/oder formschlüssig
mit dem Ausgleichselement 8 verbunden.
[0067] Im Rahmen 2 des Moduls 1 sind Aussparungen 4 ausgebildet, in welchen jeweils ein
Verformungskörper 7 in Form einer Feder angeordnet sind. Durch die Federn als Verformungskörper
7 ist das Ausgleichselement 8 beweglich gegenüber dem Rahmen 2 und erlaubt eine Einstellung
der Position des Ausgleichselementes 8 gegenüber dem Rahmen 2, wodurch das Einbauelement
16 in einfacher Weise an die Rahmenbedingungen vor Ort angepasst und ausgerichtet
werden kann. Die Ausrichtung des Einbauelementes 16 erfolgt hierbei gegenüber einer
Referenzmarke, die seitens eines Nutzers vorgegeben wird. Beispielsweise kann eine
Referenzmarke dadurch gegeben sein, dass eine Elementhöhe des Einbauelementes insgesamt
eine gewisse Höhe nicht überschreiten darf oder das Abschlusselement 10 des Moduls
1 fluchtend mit einer Oberfläche eines Fertigteilelementes abschließen soll.
[0068] In Figur 5 ist der Bereich um den Rahmen 2 des in den Figuren 3 und 4 dargestellten
Einbauelementes 16, welcher in Figur 4 umkreist ist, näher dargestellt. Die Aussparung
4 im Rahmen 2 ist demnach so bemessen, dass der Verformungskörper 7 in Form einer
Feder durch die Wandung des Rahmens 2 in Form der Seitenwänden 3 entsprechend geführt
ist. Hierdurch wird ein Spiel der Feder als Verformungskörper 7 innerhalb des Rahmens
2 vermindert, wodurch gezielt eine Ausrichtung und Positionierung des Ausgleichselementes
8 gegenüber dem Rahmen 2 erzielt werden kann. Insbesondere kann auch eine Fehlfunktion,
beispielsweise durch ein Herausspringen des Verformungskörpers 7 aus dem Rahmen 2
durch die entsprechende Führung des Verformungskörpers 7 durch die Wandung des Rahmens
2 vermieden werden.
[0069] Das Ausgleichselement 8 steht hierbei über Druckelemente 9 in unmittelbarem Kontakt
mit dem Verformungskörper 7, sodass eine gleichmäßige Druckbeaufschlagung des Verformungskörpers
7 bei entsprechender Ausrichtung des Ausgleichselementes 8 erzielt wird. Das Druckelement
9 ist vorliegend in Form eines Tellers ausgebildet, wodurch eine gleichmäßige Druckbeaufschlagung
des Verformungskörpers 7 erreicht wird. Innerhalb des U-förmigen Profils des Rahmens
2 sind an seiner dem Ausgleichselement 8 zugewandten Seite Verankerungselemente 5
angeordnet, welche vorliegend in Wirkverbindung mit dem Druckelement 9 ein Entkoppeln
und Trennen des Ausgleichselementes 8 von dem Rahmen 2 unterbindet. Das Ausgleichselement
8 wird durch die Verankerungselemente 5 somit innerhalb des Profils des Rahmens 2
gehalten. Durch die Verankerungselemente 5 wird eine maximale Gesamthöhe 15 des Moduls
1 bestimmt.
[0070] Neben einer Feder als Verformungskörper 7 können innerhalb der Aussparungen 4 bzw.
innerhalb des Rahmens 2 auch andere Formen von Verformungskörpern 7 angeordnet sein,
beispielsweise in Form von expandierenden und/oder vorkomprimierten Materialien, wie
beispielsweise einem Schaum. Die Härte bzw. Federkonstante der Feder als Verformungskörper
7 hängt auch vom Einsatzgebiet des jeweiligen Einbauelementes ab. Insbesondere weisen
die Federn eine hohe Federkonstante auf, wodurch die Positionierung des Ausgleichselementes
8 innerhalb des Rahmens 2 des Moduls 1 eine bestimmte Kraftaufwendung erfordert. Gleichzeitig
wird durch eine hohe Federkonstante vermieden, dass eine erreichte und gewünschte
sowie fixierte Positionierung des Ausgleichselementes 8 innerhalb des Rahmens 2 durch
einfache und unbeabsichtigte Krafteinwirkung verändert wird.
[0071] Um eine möglichst große Flexibilität und breite Anwendung des Moduls 1 zu ermöglichen,
weist das Ausgleichselement 8 insgesamt eine Gesamthöhe 15 von 150 mm auf, wobei zur
Anpassung der Gesamthöhe 15 des Moduls 1 das Ausgleichselement 8 in seiner Höhe entsprechend
bearbeitet und gekürzt werden kann. Dies erfolgt in einfacher Weise mittels Sägen
auf ein bestimmtes Maß, wobei die Genauigkeit durch die Möglichkeit der Verstellbarkeit
des Ausgleichselements 8 innerhalb des Rahmens 2 von untergeordneter Rolle ist. Somit
können einerseits Ungenauigkeiten beim Bestimmen der Höhe des Ausgleichselementes
8, wie auch Unebenheiten beim Einbau in einfacher und flexibler Weise ausgeglichen
werden.
Bezugszeichenliste
[0072]
- 1)
- Modul
- 2)
- Rahmen
- 3)
- Seitenfläche
- 4)
- Aussparung
- 5)
- Verankerungselement
- 6)
- Verbindungselement
- 7)
- Verformungskörper
- 8)
- Ausgleichselement
- 9)
- Druckelement (am Ausgleichselement)
- 10)
- Abschlusselement
- 11)
- Modulöffnung
- 12)
- Vertikalachse
- 13)
-
- 14)
- Kanal
- 15)
- Gesamthöhe
- 16)
- Einbauelement
- 17)
- Hülse
- 18)
- Blende
- 19)
- Blendenöffnung
- 20)
- Einfüllöffnung
1. Modul (1) zum Befüllen eines Einbauelementes (16), insbesondere eines Einbauelementes
(16) in einem Fertigteilelement aus Beton, umfassend einen Rahmen (2) zum Anordnen
des Moduls (1) an einer Öffnung (20) des Einbauelementes (16) mit zumindest einer
Seitenfläche (3), welche sich entlang einer Vertikalachse (12) des Rahmens (2) erstreckt,
und
ein Ausgleichselement (8), welches entlang der Vertikalachse (12) versetzt zum Rahmen
(2) angeordnet ist, wobei das Ausgleichselement (8) in oder an dem Rahmen (2) geführt
und gegenüber dem Rahmen (2) beweglich ist, und wobei das Ausgleichselement (8) in
seiner Position gegenüber dem Rahmen (2) einstellbar ist.
2. Modul (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (1) Mittel zum Festlegen, insbesondere zum reversiblen Festlegen des Ausgleichselements
(8) gegenüber dem Rahmen (2) aufweist, wobei die Mittel zum Festlegen vorzugsweise
durch Rastelemente und/oder Fixierelemente gebildet sind, welche an dem Rahmen (2)
und/oder dem Ausgleichselement (8) angeordnet sind.
3. Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in und/oder an dem Rahmen (2) und/oder an dem Ausgleichselement (8) zumindest ein
Verformungskörper (7) angeordnet ist, an welchem sich das Ausgleichselement (8) gegenüber
dem Rahmen (2) abstützt, wobei vorzugsweise der zumindest eine Verformungskörper (7)
elastisch, insbesondere reversibel elastisch, ausgebildet ist, insbesondere dass es
sich bei dem Verformungskörper (7) um einen Körper mit Rückstellkraft, insbesondere
eine Feder oder ein expandierendes und/oder vorkomprimiertes Material, beispielsweise
einen Schaum, handelt.
4. Modul (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungskörper (7) abschnittsweise in dem Rahmen (2) und/oder an dem Ausgleichselement
(8) angeordnet ist, insbesondere dass mehrere Verformungskörper (7) verteilt angeordnet
sind, vorzugsweise dass der Rahmen (2) im Wesentlichen eckig, vorzugweise vieleckig,
insbesondere rechteckig ausgebildet ist und jeweils ein Verformungskörper (7) in den
Ecken des Rahmens (2) angeordnet ist.
5. Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in und/oder an dem Rahmen (2) zumindest eine Aussparung (4) für den zumindest einen
Verformungskörper (7) ausgebildet ist und/oder dass der Verformungskörper (7) an dem
Ausgleichselement (8) umlaufend angeordnet ist und/oder dass das Ausgleichselement
(8) zumindest ein Druckelement (9), insbesondere einen Teller, aufweist, welches in
Wirkverbindung mit dem zumindest einen Verformungskörper (7) steht.
6. Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungskörper (7) einen Kompressionsweg entlang seiner Erstreckungsrichtung,
welche im Wesentlichen parallel zur Vertikalachse (12) verläuft, von bis zu 2 cm,
bevorzugt von bis zu 3 cm, besonders bevorzugt von bis zu 5 cm aufweist und/oder
dass der Verformungskörper (7) in dem Modul (1) eine Mindestkompression mit einem
Kompressionsweg entlang seiner Erstreckungsrichtung, welche im Wesentlichen parallel
zur Vertikalachse (12) verläuft, von zumindest 0,1 cm, bevorzugt von zumindest 0,3
cm, besonders bevorzugt von zumindest 0,5 cm aufweist.
7. Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (2) ein im Wesentlichen U-förmiges Profil aufweist und/oder dass der Rahmen
(2) und/oder das Ausgleichselement (8) zumindest ein Verankerungselement (5) zum Verankern
des Ausgleichselementes (8) mit dem Rahmen (2) aufweist und/oder
dass das Ausgleichselement (8) und/oder der Rahmen (2) aus Kunststoff gebildet sind,
insbesondere dass das Ausgleichselement (8) und/oder der Rahmen (2) mittels Spritzgusses
herstellbar sind, und/oder dass das Ausgleichselement (8) und/oder der Rahmen (2)
aus einem Metallblech gebildet sind, wobei das Metallblech vorzugsweise eine Stärke
von maximal 2 mm, besonders bevorzugt von maximal 1,5 mm, höchst bevorzugt von maximal
1 mm aufweist.
8. Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (8) an seiner dem Rahmen (2) abgewandten Seite ein Abschlusselement
(10) aufweist, insbesondere eine Platte, vorzugsweise eine Holzplatte, oder eine optische
Blende, wobei das Abschlusselement (10) eine Modulöffnung (11) vorzugsweise im Wesentlichen
verschließt und/oder gegenüber der Umgebung abdichtet.
9. Modul (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlusselement (10) integral mit dem Ausgleichselement (8) ausgebildet ist,
insbesondere dass das Ausgleichselement (8) mit dem Abschlusselement (10) einen nur
auf einer Seite geöffneten Körper bildet, welcher vorzugsweise im Wesentlichen quaderförmig
ausgebildet ist, wobei eine Körperöffnung an der dem Rahmen (2) zugewandten Seite
ausgebildet ist.
10. Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (8) eine Höhe von 20 mm bis 150 mm, bevorzugt von 40 mm bis
100 mm, aufweist und/oder dass das Ausgleichselement (8) in seiner Höhe veränderbar,
insbesondere einstellbar ist, vorzugsweise durch Sägen und/oder Schneiden und/oder
Teleskopieren und/oder
dass das Modul (1) eine Gesamthöhe von 20 mm bis 150 mm, bevorzugt von 40 mm bis 100
mm, aufweist und/oder
dass an dem Rahmen (2) zumindest ein Verbindungselement (6) zum kraftschlüssigen und/oder
formschlüssigen Verbinden des Moduls (1) mit dem Einbauelement (16) angeordnet ist,
insbesondere dass das Verbindungselement (6) als eine Raste oder ein Klipp ausgebildet
ist.
11. Einbauelement (16) für ein Fertigteilelement, insbesondere für ein Fertigteilelement
aus Beton, umfassend
eine vorzugsweise längliche ausgebildete Hülse (17) und ein Modul (1) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, wobei das Modul (1) an einer Öffnung (20) in der Mantelfläche
der Hülse (17) angeordnet ist, welche Öffnung (20) sich im Wesentlichen in einer Ebene
senkrecht auf die Vertikalachse des Moduls (1) erstreckt, insbesondere dass das Modul
(1) mit der Hülse (17) verbunden ist und/oder insbesondere dass das Modul (1) mit
der Hülse (17) integral ausgebildet ist, insbesondere dass der Rahmen (2) des Moduls
(1) Teil der Hülse ist.
12. Einbauelement (16) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbauelement (16) zum kraftübertragenden Verbinden eines ersten tragenden Gebäudeteils,
insbesondere einer Gebäudewand, mit einem zweiten getragenen Gebäudeteil, insbesondere
einem Treppenteil oder einer Podestplatte, ausgebildet ist, wobei das Einbauelement
(16) mit einem in der Hülse (17) sich erstreckenden und gegenüber der Hülse (17) beweglichen
Trägerelement zusammenwirkt, vorzugsweise dass das Einbauelement (16) das Trägerelement
umfasst.
13. Einbauelement (16) nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (17) und optional das Modul (1), insbesondere das Einbauelement (16), mit
einem aushärtbaren Material ausfüllbar sind, insbesondere vollständig ausfüllbar sind,
wobei es sich bevorzugt bei dem aushärtbaren Material um ein mineralisches Material,
beispielsweise einen Mörtel oder Vergussbeton, handelt.
14. Fertigteilelement aus Beton,
mit zumindest einem Einbauelement (16) nach einem der Ansprüche 11 bis 13 und mit
einer Bewehrung, wobei das Einbauelement (16) in den Beton des Fertigteilelementes
eingebunden ist.
15. Verfahren zur Herstellung eines Fertigteilelementes aus Beton, insbesondere eines
Fertigteilelementes nach Anspruch 14, umfassend die Schritte:
A) Bereitstellen zumindest eines Einbauelementes (16) nach einem der Ansprüche 16
bis 20 sowie einer Schalung für das Fertigteilelement, welche Schalung im Wesentlichen
der späteren Form des Fertigteilelementes entspricht;
B) Anordnen des Einbauelementes (16) und einer Bewehrung in und/oder auf der Schalung;
C) Ausrichten des Einbauelementes (16) relativ zu einer Referenzmarke durch Krafteinwirkung
auf das Modul (1) des Einbauelementes (16);
D) Gießen von flüssigem Beton in die Schalung und Aushärten des Betons; und
E) Entnahme des Fertigteilelementes aus der Schalung nach dem Aushärten.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass in Verfahrensschritt B) das Modul (1) zum Befüllen des Einbauelementes (16) auf der
Schalung, insbesondere auf einem Schalungsboden, aufgelegt wird oder aufliegt, oder
dass in Verfahrensschritt B) das Modul (1) so angeordnet wird, dass dieses auf einer
dem Schalungsboden abgewandten Seite positioniert ist.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe eines Ausgleichselementes (8) des Moduls (1) des Einbauelementes (16) vor
dem Verfahrensschritt B) angepasst wird, insbesondere durch Sägen und/oder Schneiden
und/oder Teleskopieren, und/oder dass eine Modulöffnung (11) des Moduls (1), insbesondere
an der, der Schalung zugewandten Seite, vor oder während dem Verfahrensschritt B)
mit einem Abschlusselement (10) verschlossen und/oder gegenüber der Umgebung abgedichtet
wird und/oder
dass das Modul (1) an der Schalung fixiert wird und/oder dass das Einbauelement (16)
an der Schalung und/oder der Bewehrung fixiert wird.