[0001] Die Erfindung betrifft einen Warmwasserspeicher und eine Verwendung eines beheizbaren
Leitungsabschnittes.
[0002] Anlagen zur Bereitstellung von Warmwasser können einen Warmwasserspeicher zur Speicherung
des erwärmten Wassers umfassen. Insbesondere bei der Nutzung erneuerbarer Energien
wie Solarthermie oder Wärmepumpen können zu unterschiedlichen Zeitpunkten gute Bedingungen
für eine Wärmegewinnung und eine Anforderung von Warmwasser vorliegen. Um hier, gleichwohl
die seitens eines Nutzers angeforderte Menge bzw. Temperatur mittels Solarthermie
erwärmten Wasser abgeben zu können, finden Warmwasserspeicher Anwendung, mit denen
das erwärmte Wasser bis zur Nutzung gespeichert werden kann.
[0003] Für den Fall, dass nicht ausreichend Wärme durch erneuerbare Energien zur Verfügung
steht oder auch zur Nutzung von mittels Photovoltaik erzeugtem elektrischen Strom
können Warmwasserspeicher elektrische Heizer aufweisen.
[0004] Beispielsweise wird in der
DE 10 2016 012 921 A1 ein Warmwasserspeicher vorgeschlagen, der eine Heizflanschvorrichtung aufweist, die
an einem Flansch in den Warmwasserspeicher eingebracht werden kann. Die Heizflanschvorrichtung
kann den Kaltwassereinlass, einen Warmwasserauslauf und mindestens ein elektrisches
Heizelement umfassen. Zur Erhaltung einer (Temperatur-)Schichtbildung im Warmwasserspeicher
ist ein Vermischungsbegrenzer vorgesehen, der als Prallschutz oder Ablenkplatte ausgebildet
sein kann und die Temperaturschichtung im Warmwasserspeicher auch bei einströmendem
Kaltwasser erhalten soll. Die Heizflanschvorrichtung kann dabei die Isolierung des
Warmwasserspeichers verbessern, da diese durch eine Zusammenfassung verschiedener
Anschlüsse im Heizflansch weniger Durchbrechungen aufweist.
[0005] Nachteilig ist diese Heizflanschvorrichtung an bestehenden Warmwasserspeichern nicht
einsetzbar, weil ein entsprechender Flansch für die Heizflanschvorrichtung nicht vorgesehen
oder vorhanden ist. Zudem wird zu entnehmendes Warmwasser beim Transport durch die
unteren Temperaturschichtungen mit kaltem Wasser wieder abgekühlt, wodurch der Nutzerkomfort
eingeschränkt und auch die Temperaturschichtungen gestört werden. Auch ragt die Heizflanschvorrichtung
in den Warmwasserspeicher hinein, wodurch die zur Verfügung stehende Bauhöhe für eine
Schichtenbildung gemindert wird.
[0006] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, einen Warmwasserspeicher und eine
Verwendung eines beheizbaren Leitungsabschnittes vorzuschlagen, die die geschilderten
Probleme des Standes der Technik zumindest teilweise überwinden. Insbesondere soll
der Warmwasserspeicher einfach aufgebaut sein, einen hohen Nutzerkomfort und eine
hohe Energieeffizienz bieten und auch durch Umrüstung eines bestehenden Warmwasserspeichers
gebildet werden können. Nicht zuletzt soll eine Anlagerung von Schwebstoffen oder
Kalk an einer Heizeinrichtung des Warmwasserspeichers nicht oder nur geringfügig die
Heizleistung mindern.
[0007] Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der hier vorgeschlagenen Lösung sind in den unabhängigen
Patentansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in den abhängigen
Patentansprüchen aufgeführten Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller, Weise
miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung definieren.
Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale in der Beschreibung
näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
dargestellt werden.
[0008] Hierzu trägt ein Warmwasserspeicher bei, der einen Kaltwassereinlass mit einem, mittels
mindestens einem Heizelement beheizbaren Leitungsabschnitt innerhalb des Warmwasserspeichers
umfasst.
[0009] Bei dem Warmwasserspeicher handelt es sich um einen Warmwasserspeicher zur Warmwasserversorgung,
beispielsweise eines Gebäudes. Der Warmwasserspeicher kann als Pufferspeicher und/
oder Schichtspeicher ausgebildet sein. Er kann einen Wärmetauscher zur Übertragung
eines Wärmestromes umfassen, beispielsweise zum Wärmeaustausch mit einem Heizkreis
einer Heizungsanlage. Der Wärmetauscher kann beispielsweise als Rohrschlange ausgeführt
sein, die (im montierten bzw. aufgebauten Zustand) in der Regel in einem (geodätisch)
unteren Bereich des Warmwasserspeichers angeordnet sein kann.
[0010] Der Warmwasserspeicher kann zur Aufnahme von erwärmtem oder zu erwärmendem Trink-
oder Brauchwasser in einem Aufnahmebereich eingerichtet sein. Dabei kann das im Warmwasserspeicher
enthaltene Warmwasser beispielsweise mittels Wärmeaustauschs mit einem Heizkreis erwärmt
werden. Alternativ oder kumulativ kann auch eine Wärmepumpe oder eine Solarthermieanlage
zur Erwärmung des im Warmwasserspeicher enthaltenen Warmwassers vorgesehen sein.
[0011] Der Warmwasserspeicher kann ein Gasvolumen als Ausdehnungsbereich aufweisen bzw.
enthalten, insbesondere zum Ausgleich von Volumenschwankungen des vom Warmwasserspeicher
aufgenommenen Wassers ausgelöst durch temperaturbedingte Schwankungen der Dichte von
Wasser. So kann eine Erwärmung des im Wasservolumen enthaltenen Wassers zu einer Vergrößerung
dessen Volumens führen, die vom Gasvolumen kompensiert werden kann. Zur Unterteilung
von Wasservolumen und Gasvolumen kann mindestens ein (bewegliches und/oder verformbares)
Trennelement vorgesehen sein.
[0012] Zur Entnahme von Warmwasser kann der Warmwasserspeicher einen Warmwasserauslauf umfassen,
der insbesondere in einem geodätisch oberen Bereich des Warmwasserspeichers angeordnet
sein kann. Vorteilhaft kann so bei Ausbildung einer Temperaturschichtung im Warmwasserspeicher
im oberen Bereich Wasser aus einer Temperaturschichtung mit hoher bzw. der höchsten
Temperatur im Warmwasserspeicher entnommen werden.
[0013] Um entnommenes Warmwasser nachzufüllen, weist der Warmwasserspeicher (mindestens)
einen Kaltwassereinlass auf, also eine Zuführung von Frischwasser, häufig verbunden
mit einer Hauswasseranlage oder einem Wassernetz.
[0014] Zudem weist der Warmwasserspeicher eine (aktivierbare und deaktivierbare) Heizeinrichtung
mit mindestens einem Heizelement auf, mit dem im Warmwasserspeicher bzw. innerhalb
des Warmwasserspeichers enthaltenes Wasser erwärmt werden kann. Die Heizeinrichtung
kann z. B. bei fehlender Bereitstellung bzw. Verfügbarkeit von Wärme durch erneuerbare
Energien im Warmwasserspeicher befindliches Wasser (ergänzend und/oder zusätzlich)
erwärmen. Hierfür ist die Heizeinrichtung insbesondere eine elektrische Heizeinrichtung,
beispielhaft umfassend ein widerstandsbasiertes elektrisches Heizelement. Somit kann
das Heizelement (auch) mit erneuerbaren Energien betrieben werden, insbesondere elektrischer
Energie einer Photovoltaik- Anlage. So kann beispielsweise eine sinnvolle Nutzung
bei fehlender Abnahme der erzeugten elektrischen Energie gewährleistet werden.
[0015] Es wird vorgeschlagen, das zufließendes Kaltwasser im Inneren des Warmwasserspeichers
durch einen Leitungsabschnitt geführt wird, in dem mindestens ein Heizelement angeordnet
ist. Eine Durchströmungsrichtung des Leitungsabschnittes bezeichnet hier eine Richtung
von einer Durchführung durch eine Wandung des Warmwasserspeichers zum Ende (Auslass)
des Leitungsabschnittes, bzw. als eine Richtung, in der kaltes Wasser dem Warmwasserspeicher
zugeführt wird. Der Leitungsabschnitt befindet sich dabei im Aufnahmebereich des Warmwasserspeichers
und führt somit durch im Warmwasserspeicher enthaltenes Wasser. Das mindestens eine
Heizelement kann bei Inbetriebnahme das im Warmwasserspeicher enthaltene Wasser als
auch das durch den Leitungsabschnitt strömende Wasser erwärmen. Vorteilhaft wird die
von dem mindestens einen Heizelemente erzeugte Wärme verlustfrei an in den Warmwasserspeicher
abgegeben.
[0016] Gemäß einer Ausgestaltung kann der Leitungsabschnitt geodätisch in einem unteren
Bereich des Warmwasserspeichers enden. Der untere Bereich kann dabei die unteren 20
Prozent [%] oder 10 % bezogen auf die Höhe des Aufnahmebereiches des Warmwasserspeichers
in der Aufstellposition bezeichnen.
[0017] Gemäß einer Ausgestaltung können der Kaltwassereinlass und eine Energieversorgung
des mindestens einen Heizelementes durch eine gemeinsame Durchführung durch die Wandung
des Warmwasserspeichers geleitet werden. Vorteilhaft muss eine Isolation des Warmwasserspeichers
somit nur einmal durchbrochen und ein Verlustwärmestrom des Warmwasserspeichers kann
reduziert werden. Dabei versteht sich, dass die gemeinsame Durchführung von Kaltwassereinlass
und Energieversorgung des mindestens einen Heizelementes auch durch andere Leitungen
genutzt werden kann, beispielsweise Anschlüsse von Messeinrichtungen, wie Temperatursensoren.
[0018] Gemäß einer Ausgestaltung kann die gemeinsame Durchführung in einem mittleren oder
oberen Bereich des Warmwasserspeichers angeordnet sein. Beispielhaft könnte die Durchführung
auch an der Oberseite des Warmwasserspeichers erfolgen und der Leitungsabschnitt nach
unten in einem unteren Bereich führen. Der mittlere bzw. obere Bereich kann dabei
die oberen 30 %, 40 % oder 50% bezogen auf die Höhe des Aufnahmebereiches des Warmwasserspeichers
in der Aufstellposition bezeichnen.
[0019] Alternativ kann die gemeinsame Durchführung auch in einem unteren Bereich oder geodätisch
an der Unterseite des Warmwasserspeichers angeordnet sein. Dies kann beispielsweise
bei wandhängenden Warmwasserspeichern konstruktiv sinnvoll sein.
[0020] Gemäß einer Ausgestaltung kann das mindestens eine Heizelement ein Heizdraht sein,
der am Leitungsabschnitt in Form einer Wicklung derart angeordnet ist, dass den Leitungsabschnitt
durchströmendes Kaltwasser erwärmt wird bzw. erwärmbar ist. Der Heizdraht kann dazu
eingerichtet sein, elektrischen Strom in Wärme umzuwandeln. Der Heizdraht kann insbesondere
in eine Wandung des Leitungsabschnittes integriert sein. Beispielhaft kann der mindestens
eine Heizdraht in Form einer Wicklung in die Wandung des Leitungsabschnittes integriert
sein. Hierzu kann der Heizdraht beispielsweise bei der Herstellung des Leitungsabschnittes
mit einem Spritzgussverfahren in die Wandung eingebracht werden.
[0021] Gemäß einer Ausgestaltung kann das mindestens eine Heizungselement derart am bzw.
im Leitungsabschnitt angeordnet sein, dass vom Heizelement erzeugte Wärme im Wesentlichen
nur an das den Leitungsabschnitt durchströmende Wasser abgegeben wird. In vorteilhafter
Weise kann so von dem mindestens einen Heizelement erzeugte Wärme weitestgehend ausschließlich
auf das den Leitungsabschnitt durchströmende Kaltwasser übertragen werden und nicht
auf das den Leitungsabschnitt umgebende Wasser im Aufnahmebereich des Warmwasserspeichers,
wodurch vorteilhaft eine ausgebildete Temperaturschichtung im Warmwasserspeicher nicht
gestört wird. Hierzu kann das Heizelement beispielsweise im Bereich der inneren Wandung
des Leitungsabschnittes eingebracht werden. Alternativ oder kumulativ kann der Leitungsabschnitt
auch zusätzlich wärmedämmendes Material zwischen dem mindestens einen Heizelement
und einer äußeren Wandung (die mit dem im Warmwasserspeicher befindlichen Wasser in
Kontakt ist) angeordnet sein.
[0022] Gemäß einer Ausgestaltung kann das mindestens eine Heizelement derart im Leitungsabschnitt
angeordnet sein, dass es vom den Leitungsabschnitt durchströmenden Kaltwasser vollständig
umströmt werden kann. Vorteilhaft kann so auch eine fast ausschließliche Wärmeübertragung
auf das den Leitungsabschnitt durchströmende Kaltwasser gewährleistet werden.
[0023] Gemäß einer Ausgestaltung kann sich ein Leitungsquerschnitt (also der für die Strömung
des Kaltwassers zur Verfügung stehende Strömungsquerschnitt) des Leitungsabschnittes
in einer Durchströmungsrichtung vergrößern. Mit anderen Worten kann die für die Durchströmung
mit dem Kaltwasser zur Verfügung stehende Querschnittsfläche des Leitungsabschnittes
mit zunehmender Länge desselben ausgehend von der Durchführung durch die Wandung des
Warmwasserspeichers ansteigen. Vorteilhaft sinkt somit die Strömungsgeschwindigkeit
des Kaltwassers im Leitungsabschnitt in Durchströmungsrichtung desselben und das Wasser
tritt mit geringer Strömungsgeschwindigkeit aus, wodurch eine Störung der Temperaturschichtung
durch den aus dem Leitungsabschnitt austretenden Wasserstrom gemindert werden kann.
[0024] Gemäß einer Ausgestaltung kann der Leitungsquerschnitt des Leitungsabschnittes sich
von der Durchführung durch die Wandung des Warmwasserspeichers bis zum Ende um den
Faktor 2, 3 oder 4 vergrößern.
[0025] Gemäß einer Ausgestaltung kann eine Temperatur des im Warmwasserspeicher enthaltenen
Warmwassers erfasst werden. Insbesondere können mehrere Temperaturen in verschiedenen
Höhen des Wasservolumens erfasst werden, um eine Temperaturerfassung der Temperaturschichtung
zu ermöglichen. Ein Erfassen der Temperatur des Wassers im Warmwasserspeicher kann
eine automatisierte Durchführung eines hier vorgeschlagenen Verfahrens begünstigen.
[0026] Nach einem weiteren Aspekt wird eine Verwendung eines beheizbaren Leitungsabschnittes
als Kaltwassereinlass innerhalb eines Warmwasserspeichers vorgeschlagen. Der beheizbare
Leitungsabschnitt kann sich dabei insbesondere von einer Durchführung durch eine Wandung
des Warmwasserspeichers bis zu einem Ende, insbesondere in einem unteren Bereich des
Warmwasserspeichers angeordnet, erstrecken. Der beheizbare Leitungsabschnitt kann
insbesondere mindestens ein Heizelement umfassen, das insbesondere im Inneren des
Leitungsabschnittes oder in der Wandung des Leitungsabschnittes angeordnet sein kann.
Die Durchführung durch die Wandung des Warmwasserspeichers kann durch eine, vom Kaltwassereinlass
und Leitungen zur Energieversorgung des mindestens einen Heizelementes gemeinsam genutzten
Flansch oder eine gemeinsam genutzte Muffe, erfolgen. Vorteilhaft können so Durchstoßpunkte
durch eine Wärmeisolation des Warmwasserspeichers und damit auch ein Verlustwärmestrom
desselben gemindert werden.
[0027] Gemäß einer Ausgestaltung der Verwendung kann ein Strömungsquerschnitt des Leitungsabschnittes
sich in einer Durchströmungsrichtung des Leitungsabschnittes vergrößern.
[0028] Die im Zusammenhang mit dem Warmwasserspeicher erörterten Details, Merkmale und vorteilhaften
Ausgestaltungen können entsprechend auch bei der Verwendung auftreten und umgekehrt.
Insoweit wird auf die dortigen Ausführungen zur näheren Charakterisierung der Merkmale
vollumfänglich Bezug genommen.
[0029] Hier werden somit ein Warmwasserspeicher und eine Verwendung angegeben, welche die
mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise lösen.
Insbesondere tragen der Warmwasserspeicher sowie die Verwendung zumindest dazu bei,
einen einfach aufgebauten und sehr robusten Warmwasserspeicher anzugeben. Zudem kann
eine große Oberfläche zur Wärmeübertragung des mindestens einen Heizelementes eine
Einschränkung des Wärmetransportes aufgrund von Kalkanlagerungen wirkungsvoll verhindern.
Weiter vorteilhaft kann auch ein bestehender Warmwasserspeicher einfach zu einem hier
vorgestellten Warmwasserspeicher umgerüstet werden.
[0030] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der beiliegenden
Figuren näher erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung durch die angeführten
Ausführungsbeispiele nicht beschränkt werden soll. Insbesondere ist es, soweit nicht
explizit anders dargestellt, auch möglich, Teilaspekte der in den Figuren erläuterten
Sachverhalte zu extrahieren und mit anderen Bestandteilen und Erkenntnissen aus der
vorliegenden Beschreibung zu kombinieren. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass
die Figuren und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch
sind. Es zeigt:
- Fig. 1:
- einen hier vorgeschlagenen Warmwasserspeicher und
- Fig. 2:
- einen Leitungsabschnitt eines hier vorgeschlagenen Warmwasserspeichers.
[0031] Fig. 1 zeigt beispielhaft und schematisch einen hier vorgeschlagenen Warmwasserspeicher
1. Dieser kann einen Aufnahmebereich 12 aufweisen, der von einer Wandung 2 umschlossen
wird. Der Aufnahmebereich 12 kann einen Ausdehnungsbereich 14 im (in Aufstellposition)
oberen Bereich des Aufnahmebereiches 12 umfassen, in dem ein mit Druck beaufschlagtes
Gas, insbesondere Luft, enthalten sein kann. Der Ausdehnungsbereich 14 kann auch ein
Ausdehnungsbereich 14 zur Kompensation von Änderungen des Volumens von in einem Wasservolumen
15 aufgenommenen Wassers aufgrund von Temperaturschwankungen darstellen.
[0032] Der Aufnahmebereich 12 kann durch ein Trennelement 13 im Ausdehnungsbereich 14 das
Gasvolumen vom Wasservolumen 15 trennen. Das Trennelement 13 kann insbesondere eine
Dichte aufweisen, die geringer als die Dichte von Wasser ist und somit auf dem enthaltenen
Wasser bzw. dem Wasservolumen 15 schwimmen.
[0033] Der Warmwasserspeicher 1 kann einen Kaltwassereinlass 16 zum Zuführen von kaltem
Wasser aus einem Wassernetz oder einem Brunnen sowie einen Warmwasserauslauf 7 zur
Entnahme von Warmwasser umfassen. Der Warmwasserauslauf 7 kann dabei im oberen Bereich
des Warmwasserspeichers 1 angeordnet sein und so eine einfache Entnahme von Warmwasser
aus einer oberen Schicht mit hoher Wassertemperatur ermöglichen. Der Kaltwassereinlass
16 kann durch eine Durchführung 3 durch die Wandung 2 des Warmwasserspeichers 1 führen
und im Aufnahmebereich 12 über einen Leitungsabschnitt 4 in einen unteren Bereich
6 des Warmwasserspeichers 1 führen. Der Leitungsabschnitt 4 kann mit einem Heizelement
5 umwickelt sein, dazu eingerichtet elektrische Energie in Wärme umzuwandeln und an
das den Leitungsabschnitt 4 durchströmende Kaltwasser zu übertragen.
[0034] Fig.2 zeigt beispielhaft und schematisch einen Leitungsabschnitt 4 eines hier vorgestellten
Warmwasserspeichers 1. In einem Bereich nahe der Durchführung 3 kann der Leitungsabschnitt
4 einen ersten Leitungsquerschnitt 9 aufweisen, der sich in einer Durchströmungsrichtung
10 des Leitungsabschnittes 4 vergrößert. An einem Ende des Leitungsabschnittes 4 im
unteren Bereich 6 des Warmwasserspeichers 1 kann der Leitungsquerschnitt auf einen
zweiten Leitungsquerschnitt 8 vergrößert sein. Der zweite Leitungsquerschnitt 8 kann
dabei dem doppelten ersten Leitungsquerschnitt 9 entsprechen. Um den Leitungsabschnitt
kann mindestens ein Heizelement 5 in Form eines widerstandsbasierten Heizdrahtes gewickelt
sein. Eine Energiezuführung 11 als elektrische Leitung kann mit dem Leitungsabschnitt
4 durch die Durchführung 3 geführt werden.
[0035] Vorsorglich sei angemerkt, dass die hier verwendeten Zahlwörter ("erste", "zweite",
...) vorrangig (nur) zur Unterscheidung von mehreren gleichartigen Gegenständen, Größen
oder Prozessen dienen, also insbesondere keine Abhängigkeit und/oder Reihenfolge dieser
Gegenstände, Größen oder Prozesse zueinander zwingend vorgeben. Sollte eine Abhängigkeit
und/oder Reihenfolge erforderlich sein, ist dies hier explizit angegeben oder es ergibt
sich offensichtlich für den Fachmann beim Studium der konkret beschriebenen Ausgestaltung.
Soweit ein Bauteil mehrfach vorkommen kann ("mindestens ein"), kann die Beschreibung
zu einem dieser Bauteile für alle oder ein Teil der Mehrzahl dieser Bauteile gleichermaßen
gelten, dies ist aber nicht zwingend.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Warmwasserspeicher
- 2
- Wandung
- 3
- Durchführung
- 4
- Leitungsabschnitt
- 5
- Heizelement
- 6
- unterer Bereich
- 7
- Warmwasserauslauf
- 8
- zweiter Leitungsquerschnitt
- 9
- erster Leitungsquerschnitt
- 10
- Durchströmungsrichtung
- 11
- Energiezuführung
- 12
- Aufnahmebereich
- 13
- Trennelement
- 14
- Ausdehnungsbereich
- 15
- Wasservolumen
- 16
- Kaltwassereinlass
1. Warmwasserspeicher (1), zumindest umfassend einen Kaltwassereinlass (16) mit einem,
mittels mindestens einem Heizelement (5) beheizbaren Leitungsabschnitt (4) innerhalb
des Warmwasserspeichers (1).
2. Warnwasserspeicher (1) nach Anspruch 1, wobei der Leitungsabschnitt (4) im geodätisch
unteren Bereich (6) des Warmwasserspeichers (1) endet.
3. Warmwasserspeicher nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kaltwassereinlass
(16) und eine Energiezuführung (11) des mindestens einen Heizelementes (5) durch eine
gemeinsame Durchführung (3) durch die Wandung (2) des Warmwasserspeichers (1) geführt
sind.
4. Warmwasserspeicher (1) nach Anspruch 3, wobei die gemeinsame Durchführung (3) in einem
mittleren oder oberen Bereich des Warmwasserspeichers (1) angeordnet ist.
5. Warmwasserspeicher (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das mindestens
eine Heizelement (5) ein Heizdraht ist, der am Leitungsabschnitt (4) in Form einer
Wicklung angeordnet ist.
6. Warmwasserspeicher (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei sich ein Leitungsquerschnitt
(8,9) des Leitungsabschnitts (4) in einer Durchströmungsrichtung (10) des Leitungsabschnitts
(4) von einem ersten Leitungsquerschnitt (9) auf einen zweiten Leitungsquerschnitt
(9) vergrößert.
7. Verwendung eines beheizbaren Leitungsabschnittes (4) als Kaltwassereinlass (16) innerhalb
eines Warmwasserspeichers (1).
8. Verwendung nach Anspruch 7, wobei ein Leitungsquerschnitt (8,9) des Leitungsabschnittes
(4) sich in einer Durchströmungsrichtung (10) des Leitungsabschnittes (4) vergrößert.