[0001] Die Erfindung betrifft einen Warmwasserspeicher.
[0002] Anlagen zur Bereitstellung von Warmwasser können einen Warmwasserspeicher zur Speicherung
des erwärmten Wassers aufweisen. Insbesondere bei der Nutzung erneuerbarer Energien
wie Solarthermie können zu unterschiedlichen Zeitpunkten gute Bedingungen für eine
Wärmegewinnung und eine Anforderung von Warmwasser vorliegen. Um hier gleichwohl die
seitens eines Nutzers angeforderte Menge bzw. Temperatur mittels Solarthermie erwärmten
Wasser abgeben zu können, finden Warmwasserspeicher Anwendung, mit denen das erwärmte
Wasser bis zur Nutzung gespeichert werden kann. Dabei wird Kaltwasser in den Warmwasserspeicher
zugeführt und darin erwärmt, z. B. über einen Wärmetauscher. Für eine energieeffiziente
Nutzung des in dem Warmwasserspeicher gespeicherten Warmwassers sollte die Durchmischung
des zugeführten Kaltwassers mit dem bereits erwärmten Warmwasser möglichst gering
sein. Dabei erstreckt sich das zur Speicherung des Warmwassers vorgesehene Volumen
des Warmwasserspeichers ausgehend von einem unteren Bereich bis hin zu einem oberen
Bereich. In dem oberen Bereich setzt sich in bekannter Weise das warme Wasser ab während
in dem unteren Bereich aufgrund der höheren Dichte das kalte Wasser angeordnet ist.
[0003] Dabei ist es bekannt, dass Kaltwasser über ein Fallrohr zuzuführen. Das Fallrohr
erstreckt sich von außen in das Volumen des Warmwasserspeichers hinein und verläuft
dann hin zu einem unteren Bereich des Warmwasserspeichers. Das Kaltwasser wird damit
direkt in den Bereich des Warmwasserspeichers überführt, in den sich das in dem Warmwasserspeicher
gespeicherte kalte Wasser mit der Zeit absetzt. Das dabei verwendete Rohrstück ist
in der Regel zylindrisch ausgeführt, d. h. der Durchströmungsquerschnitt des Rohrstücks
ist im Wesentlichen konstant. Aufgrund der hohen Strömungsgeschwindigkeit des zuströmenden
Kaltwassers kommt es zu einer Durchmischung des Kaltwassers mit dem Warmwasser in
einem recht großen Teilvolumen des Warmwasserspeichers.
[0004] Es ist auch bekannt, die Wandung des Fallrohrs perforiert auszuführen, um so die
Strömungsgeschwindigkeit des Kaltwassers herabzusetzen. Das perforierte Rohr minimiert
zwar mit Hilfe seiner Bohrungen die Strömungsgeschwindigkeit, allerdings wird hierzu
eine definierte Rohrlänge benötigt über die umfänglich die Bohrungen verteilt sind.
Über die Länge des perforierten Bereiches strömt das Kaltwasser in das geheizte Warmwasser
und mischt dieses dabei aber über die Höhe des perforierten Rohres durch, so dass
eine erhöhte Durchmischung des Warmwassers die Folge ist.
[0005] Die genannten Lösungen führen jeweils zu einer gewissen Durchmischung des Wassers,
einerseits aufgrund der vorliegenden hohen Strömungsgeschwindigkeit, andererseits
aufgrund der Ausströmung über die Bohrungen der Perforation entlang der Erstreckung
des Fallrohrs.
[0006] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, einen Warmwasserspeicher vorzuschlagen,
der die geschilderten Probleme des Standes der Technik zumindest teilweise überwindet.
Insbesondere soll mit dem Warmwasserspeicher eine geringere Durchmischung des in dem
Warmwasserspeicher gespeicherten Wassers erreicht werden.
[0007] Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs
1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der hier vorgeschlagenen Lösung sind in den
unabhängigen Patentansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in den
abhängigen Patentansprüchen aufgeführten Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller,
Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung
definieren. Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale
in der Beschreibung näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung dargestellt werden.
[0008] Hierzu trägt ein Warmwasserspeicher bei, zumindest aufweisend einen Behälter mit
einem von einer Behälterwandung umschlossenen Volumen zur Speicherung von Warmwasser
sowie eine Zuführleitung für Kaltwasser. Die Zuführleitung erstreckt sich von außerhalb
des Behälters über die Behälterwandung in das Volumen hinein bis hin zu einem Auslass
der Zuführleitung. Die Zuführleitung weist stromaufwärts des Auslasses (z. B. im Bereich
der Behälterwandung oder stromabwärts davon) eine kleinere erste Durchströmungsquerschnittsfläche
Q1 und zwischen der ersten Durchströmungsquerschnittsfläche Q1 und dem Auslass eine
größere zweite Durchströmungsquerschnittsfläche Q2 auf.
[0009] Bei dem Warmwasserspeicher handelt es sich insbesondere um einen Warmwasserspeicher
zur Warmwasserversorgung, beispielsweise eines Gebäudes. Der Warmwasserspeicher kann
als Pufferspeicher und/ oder Schichtspeicher ausgebildet sein. Er kann einen Wärmetauscher
zur Übertragung eines Wärmestromes umfassen, beispielsweise zum Wärmeaustausch mit
einem Heizkreis einer Heizungsanlage. Der Wärmetauscher kann beispielsweise als Rohrschlange
ausgeführt sein, die (im montierten bzw. aufgebauten Zustand) in der Regel in einem
(geodätisch) unteren Bereich des Warmwasserspeichers angeordnet sein kann.
[0010] Der Warmwasserspeicher kann zur Aufnahme von erwärmtem oder zu erwärmendem Trink-
oder Brauchwasser oder auch zur Aufnahme eines Wärmeträgers des Heizkreises eingerichtet
sein. Das Volumen des Warmwasserspeichers bzw. Behälters kann vollständig mit Wasser
oder aber zusätzlich zumindest teilweise mit Luft (als internes Ausdehnungsvolumen).
befüllt sein.
[0011] Um entnommenes Warmwasser nachzufüllen, weisen Warmwasserspeicher in der Regel eine
Kaltwasserzuführung (Zuführleitung), also eine Zuführung von Frischwasser, auf, häufig
verbunden mit einer Hauswasseranlage oder einem Wassernetz. Die Kaltwasserzuführung
bzw. deren Auslass ist in der Regel in dem unteren Bereich des Warmwasserspeichers
angeordnet, um die Ausbildung einer Temperaturschichtung im Wasservolumen zu unterstützen.
Die Zuführleitung erstreckt sich von außerhalb des Behälters über die Behälterwandung
in das Volumen hinein bis hin zu einem Auslass der Zuführleitung, wobei die Strömungsrichtung
des Kaltwassers durch die Zuführleitung hin zum Auslass verläuft. Entsprechend ist
in Strömungsrichtung des Kaltwassers die erste Durchströmungsquerschnittsfläche Q1
stromaufwärts der zweiten Durchströmungsquerschnittsfläche und stromaufwärts des Auslasses
angeordnet.
[0012] Vorliegend wird vorgeschlagen, die Zuführleitung zumindest teilweise nach Art eines
Diffusors auszuführen, bei dem aufgrund einer Vergrößerung der Durchströmungsquerschnittsfläche
die Strömungsgeschwindigkeit des dem Volumen zugeführten Kaltwassers so weit heruntergesetzt
wird, dass eine Durchmischung des zugeführten Kaltwassers mit dem beheizten Warmwasser
innerhalb des Volumens möglichst gering ist. Damit kann eine höhere Schichtgüte der
Temperaturschichtung und somit ein größeres nutzbares Warmwasservolumen zur Verfügung
gestellt werden.
[0013] Insbesondere kann das Kaltwasser ausschließlich über den einen Auslass aus der Zuführleitung
ausströmen, eine Perforation der Zuführleitung ist also insbesondere nicht vorgesehen.
[0014] Insbesondere beträgt ein Verhältnis Q2/Q1 mindestens zwei, bevorzugt mindestens drei,
besonders bevorzugt mindestens vier. Insbesondere beträgt das Verhältnis Q2/Q1 höchstens
20, bevorzugt höchstens 10.
[0015] Insbesondere verändert sich eine dritte Durchströmungsquerschnittsfläche in einem
Abschnitt der Zuführleitung, der zwischen der ersten Durchströmungsquerschnittsfläche
und der zweiten Durchströmungsquerschnittsfläche angeordnet ist, kontinuierlich.
[0016] Insbesondere vergrößert sich die dritte Durchströmungsquerschnittsfläche in dem Abschnitt
kontinuierlich. Insbesondere ist die Zuführleitung derart ausgeführt, dass sich in
dem Abschnitt die Durchströmungsquerschnittsfläche ausschließlich vergrößert.
[0017] Insbesondere erstreckt sich der Abschnitt ausschließlich geradlinig, also gerade
nicht gebogen oder gekrümmt. Insbesondere erstreckt sich die Zuführleitung von außen
durch die Behälterwandung nach innen und erstreckt sich dann mit dem Abschnitt geradlinig
nach unten hin zum dem (geodätisch) unteren Bereich des Volumens. Insbesondere verläuft
die Zuführleitung im Bereich des Abschnitts, in dem sich die Durchströmungsquerschnittsfläche
(kontinuierlich) ändert, ausschließlich parallel zu der Richtung der Schwerkraft (wenn
der Warmwasserspeicher bestimmungsgemäß verbaut ist).
[0018] Insbesondere erweitert sich die Zuführleitung in dem Abschnitt konisch, der Abschnitt
ist also nach Art eines Kegels ausgeführt. Insbesondere beträgt der Öffnungswinkel
jeder Wandung des Kegels zwischen 5 und 12 Winkelgrad, bevorzugt zwischen 7 und 10
Winkelgrad, gegenüber einer parallelen Anordnung der Wandungen.
[0019] Insbesondere soll eine laminare/ stationäre Strömung des zugeführten Kaltwassers
beibehalten werden. Die laminare/ stationäre Strömung wird durch den als Diffusor
wirkenden Abschnitt beibehalten und die Strömungsgeschwindigkeit somit entsprechend
der Massenerhaltung am Auslass bzw. an der zweiten Durchströmungsquerschnittsfläche
verringert (Kontinuitätsgleichung bei stationären Strömungen für inkrompessible Fluide).
Über den Öffnungswinkel und die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit am Auslass bzw.
an der zweiten Durchströmungsquerschnittsfläche kann die Länge des sich aufweitenden
Abschnitts bestimmt werden.
[0020] Insbesondere ist die erste Durchströmungsquerschnittsfläche die kleinste Durchströmungsquerschnittsfläche
der Zuführleitung (zumindest des Teils der Zuführleitung, der innerhalb des Volumens
angeordnet ist). Insbesondere ist die zweite Durchströmungsquerschnittsfläche die
größte Durchströmungsquerschnittsfläche der Zuführleitung (zumindest des Teils der
Zuführleitung, der innerhalb des Volumens angeordnet ist). Insbesondere weist der
Auslass die größte Durchströmungsquerschnittsfläche auf.
[0021] Insbesondere erstreckt sich das Volumen ausgehend von einem unteren Bereich bis hin
zu einem oberen Bereich des Behälters, wobei der Auslass in dem unteren Bereich und
ein in dem Volumen angeordneter Einlass einer Entnahmeleitung für das Warmwasser oberhalb
des Auslasses in dem oberen Bereich angeordnet ist.
[0022] Insbesondere ist eine Wärmetauscherleitung zumindest in dem unteren Bereich und innerhalb
des Volumens angeordnet, wobei sich die Wärmetauscherleitung zumindest in dem unteren
Bereich spiralförmig um die Zuführleitung herum erstreckt.
[0023] Vorsorglich sei angemerkt, dass die hier verwendeten Zahlwörter ("erste", "zweite",...)
vorrangig (nur) zur Unterscheidung von mehreren gleichartigen Gegenständen, Größen
oder Prozessen dienen, also insbesondere keine Abhängigkeit und/oder Reihenfolge dieser
Gegenstände, Größen oder Prozesse zueinander zwingend vorgeben. Sollte eine Abhängigkeit
und/oder Reihenfolge erforderlich sein, ist dies hier explizit angegeben oder es ergibt
sich offensichtlich für den Fachmann beim Studium der konkret beschriebenen Ausgestaltung.
Soweit ein Bauteil mehrfach vorkommen kann ("mindestens ein"), kann die Beschreibung
zu einem dieser Bauteile für alle oder ein Teil der Mehrzahl dieser Bauteile gleichermaßen
gelten, dies ist aber nicht zwingend.
[0024] Hier wird ein Warmwasserspeicher mit einer besonders ausgeführten Zuführleitung für
Kaltwasser vorgeschlagen. Die Zuführleitung ist zumindest in einem Abschnitt nach
Art eines Diffusors ausgeführt (z. B. als trichterförmiges Rohr), so dass die Strömungsgeschwindigkeit
des Kaltwassers noch in der Zuführleitung, also in dem Abschnitt, so weit heruntergesetzt
wird, dass die Durchmischung mit dem bereits aufgewärmten Warmwasser minimal ist.
Damit kann eine hohe Schichtgüte innerhalb des Warmwasserspeichers erreicht werden,
so dass mehr nutzbares Volumen an Warmwasser zur Verfügung steht.
[0025] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der beiliegenden
Figuren näher erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung durch die angeführten
Ausführungsbeispiele nicht beschränkt werden soll. Insbesondere ist es, soweit nicht
explizit anders dargestellt, auch möglich, Teilaspekte der in den Figuren erläuterten
Sachverhalte zu extrahieren und mit anderen Bestandteilen und Erkenntnissen aus der
vorliegenden Beschreibung zu kombinieren. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass
die Figuren und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch
sind. Es zeigen:
- Figur 1:
- einen Warmwasserspeicher in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 2:
- den Warmwasserspeicher nach Fig. 1 in einer Seitenansicht im Schnitt;
- Figur 3:
- den Warmwasserspeicher nach Fig. 1 und 2 in einer weiteren Seitenansicht;
- Figur 4:
- den unteren Bereich des Warmwasserspeichers nach Fig. 1 bis 3 in einer Seitenansicht
im Schnitt;
- Fig. 5:
- den Warmwasserspeicher nach Fig. 1 bis 4 in einem ersten Zustand, in einer Seitenansicht
im Schnitt;
- Fig: 6:
- einen bekannten Warmwasserspeicher in einem ersten Zustand, in einer Seitenansicht
im Schnitt;
- Fig. 7:
- den Warmwasserspeicher nach Fig. 5 in einem zweiten Zustand, in einer Seitenansicht
im Schnitt; und
- Fig. 8:
- den Warmwasserspeicher nach Fig. 6 in einem zweiten Zustand, in einer Seitenansicht
im Schnitt.
[0026] Figur 1 zeigt einen Warmwasserspeicher 1 in einer perspektivischen Ansicht. Fig.
2 zeigt den Warmwasserspeicher 1 nach Fig. 1 in einer Seitenansicht im Schnitt. Fig.
3 zeigt den Warmwasserspeicher 1 nach Fig. 1 und 2 in einer weiteren Seitenansicht.
Fig. 4 zeigt den unteren Bereich 13 des Warmwasserspeichers 1 nach Fig. 1 bis 3 in
einer Seitenansicht im Schnitt. Die Fig. 1 bis 4 werden im Folgenden gemeinsam beschrieben.
[0027] Der Warmwasserspeicher 1 weist einen Behälter 2 mit einem von einer Behälterwandung
3 umschlossenes Volumen 4 zur Speicherung von Warmwasser 5 sowie eine Zuführleitung
6 für Kaltwasser 7 auf. Die Zuführleitung 6 erstreckt sich von außerhalb des Behälters
2 über die Behälterwandung 3 in das Volumen 4 hinein bis hin zu einem Auslass 8 der
Zuführleitung 6. Die Zuführleitung 6 weist stromaufwärts des Auslasses 8, auch im
Bereich der Behälterwandung 3 (und stromabwärts davon) eine kleinere erste Durchströmungsquerschnittsfläche
Q1 9 und zwischen der ersten Durchströmungsquerschnittsfläche Q1 9 und dem Auslass
8 eine größere zweite Durchströmungsquerschnittsfläche Q2 10 auf.
[0028] Das Volumen 4 des Behälters 2 erstreckt sich ausgehend von einem unteren Bereich
13 bis hin zum einem oberen Bereich 14 des Behälters 2, wobei der Auslass 8 in dem
unteren Bereich 13 und ein in dem Volumen 4 angeordneter Einlass 15 einer Entnahmeleitung
16 zur Entnahme von Warmwasser 5 aus dem Behälter 2 oberhalb des Auslasses 8 in dem
oberen Bereich 14 angeordnet ist.
[0029] Der Warmwasserspeicher 1 weist einen Wärmetauscher in Form einer Wärmetauscherleitung
17 zum Wärmeaustausch mit einem Heizkreis einer Heizungsanlage (nicht dargestellt)
auf. Der Wärmetauscher ist als Rohrschlange (Wärmetauscherleitung 17) ausgeführt,
die (im montierten bzw. aufgebauten Zustand) in einem (geodätisch) unteren Bereich
13 des Warmwasserspeichers 1 angeordnet ist. Die Wärmetauscherleitung 17 erstreckt
sich zumindest in dem unteren Bereich 13 spiralförmig um die Zuführleitung 6 herum.
[0030] Die Zuführleitung 6 erstreckt sich von außerhalb des Behälters 2 über die Behälterwandung
3 in das Volumen 4 hinein bis hin zu einem Auslass 8 der Zuführleitung 6, wobei die
Strömungsrichtung des Kaltwassers 7 durch die Zuführleitung 6 hin zum Auslass 8 verläuft.
Entsprechend ist in Strömungsrichtung des Kaltwassers 7 die erste Durchströmungsquerschnittsfläche
Q1 9 stromaufwärts der zweiten Durchströmungsquerschnittsfläche Q2 10 und stromaufwärts
des Auslasses 8 angeordnet.
[0031] Die Zuführleitung 6 ist zumindest teilweise nach Art eines Diffusors ausgeführt,
bei dem aufgrund einer (zunehmenden) Vergrößerung der dritten Durchströmungsquerschnittsfläche
11 die Strömungsgeschwindigkeit des dem Volumen 4 zugeführten Kaltwassers 7 so weit
heruntergesetzt wird, dass eine Durchmischung des zugeführten Kaltwassers 7 mit dem
beheizten Warmwasser 5 innerhalb des Volumens 4 möglichst gering ist (siehe Fig. 4
bis 8). Damit kann eine höhere Schichtgüte der Temperaturschichtung und somit ein
größeres nutzbares Warmwasservolumen zur Verfügung gestellt werden.
[0032] Eine dritte Durchströmungsquerschnittsfläche 11 der Zuführleitung verändert sich
in einem Abschnitt 12 der Zuführleitung 6, der zwischen der ersten Durchströmungsquerschnittsfläche
9 und der zweiten Durchströmungsquerschnittsfläche 10 angeordnet ist, kontinuierlich.
[0033] Dabei vergrößert sich die dritte Durchströmungsquerschnittsfläche 11 in dem Abschnitt
12 kontinuierlich und ist dabei konisch ausgeführt. Die Zuführleitung 6 ist derart
ausgeführt, dass sich in dem Abschnitt 12 die dritte Durchströmungsquerschnittsfläche
11 bis hin zur zweiten Durchströmungsquerschnittsfläche 10 ausschließlich vergrößert.
Der Öffnungswinkel 18 jeder Wandung des Kegels beträgt zwischen 5 und 12 Winkelgrad
gegenüber einer parallelen Anordnung der Wandungen.
[0034] Der Abschnitt 12 erstreckt sich ausschließlich geradlinig, also gerade nicht gebogen
oder gekrümmt. Die Zuführleitung 6 erstreckt sich von außen durch die Behälterwandung
3 nach innen in den Behälter 2 und erstreckt sich dann mit dem Abschnitt 12 geradlinig
nach unten hin zum dem (geodätisch) unteren Bereich 13 des Volumens 4. Dabei verläuft
die Zuführleitung 6 im Bereich des Abschnitts 12, in dem sich die Durchströmungsquerschnittsfläche
11 kontinuierlich ändert, ausschließlich parallel zu der Richtung der Schwerkraft
(wenn der Warmwasserspeicher 1 bestimmungsgemäß verbaut ist).
[0035] Die erste Durchströmungsquerschnittsfläche 9 ist damit die kleinste Durchströmungsquerschnittsfläche
11 der Zuführleitung 6. Die zweite Durchströmungsquerschnittsfläche 10 ist die größte
Durchströmungsquerschnittsfläche 11 der Zuführleitung 6. Der Auslass 8 weist die größte
Durchströmungsquerschnittsfläche 10, 11 auf.
[0036] Fig. 5 zeigt den Warmwasserspeicher 1 nach Fig. 1 bis 4 in einem ersten Zustand,
in einer Seitenansicht im Schnitt. Fig. 6 zeigt einen bekannten Warmwasserspeicher
1 in einem ersten Zustand, in einer Seitenansicht im Schnitt. Fig. 7 zeigt den Warmwasserspeicher
1 nach Fig. 5 in einem zweiten Zustand, in einer Seitenansicht im Schnitt. Fig. 8
zeigt den Warmwasserspeicher 1 nach Fig. 6 in einem zweiten Zustand, in einer Seitenansicht
im Schnitt. Die Fig. 5 bis 8 werden im Folgenden gemeinsam beschrieben. Auf die Ausführungen
zu den Fig. 1 bis 4 wird verwiesen.
[0037] Fig. 5 und 7 zeigen den Warmwasserspeicher 1 mit der sich erweiternden Zuführleitung
6. Fig. 6 und 8 zeigen einen bekannten Warmwasserspeicher mit einer bekannten Zuführleitung
6. In dem ersten Zustand (Fig. 5 und 6) ist die Durchmischung des Wassers 5, 7 in
dem Behälter 2 gezeigt, wenn das Niveau des Kaltwassers 7 niedrig ist. In dem zweiten
Zustand (Fig. 7 und 8) ist die Durchmischung des Wassers 5, 7 in dem Behälter 2 gezeigt,
wenn das Niveau des Kaltwassers 7 hoch ist.
[0038] . Die Zuführleitung 6 des Warmwasserspeichers 1 nach Fig. 5 und 7 ist in einem Abschnitt
12 nach Art eines Diffusors ausgeführt (z. B. als trichterförmiges Rohr), so dass
die Strömungsgeschwindigkeit des Kaltwassers 7 noch in der Zuführleitung 6, also in
dem Abschnitt 12, so weit heruntergesetzt wird, dass die Durchmischung mit dem bereits
aufgewärmten Warmwasser 5 minimal ist. Damit kann eine hohe Schichtgüte innerhalb
des Warmwasserspeichers 1 erreicht werden, so dass mehr nutzbares Volumen an Warmwasser
5 zur Verfügung steht.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Warmwasserspeicher
- 2
- Behälter
- 3
- Behälterwandung
- 4
- Volumen
- 5
- Warmwasser
- 6
- Zuführleitung
- 7
- Kaltwasser
- 8
- Auslass
- 9
- erste Durchströmungsquerschnittsfläche Q1
- 10
- zweite Durchströmungsquerschnittsfläche Q2
- 11
- dritte Durchströmungsquerschnittsfläche
- 12
- Abschnitt
- 13
- unterer Bereich
- 14
- oberer Bereich
- 15
- Einlass
- 16
- Entnahmeleitung
- 17
- Wärmetauscherleitung
- 18
- Öffnungswinkel
1. Warmwasserspeicher (1), zumindest aufweisend einen Behälter (2) mit einem von einer
Behälterwandung (3) umschlossenen Volumen (4) zur Speicherung von Warmwasser (5) sowie
eine Zuführleitung (6) für Kaltwasser (7), wobei sich die Zuführleitung (6) von außerhalb
des Behälters (2) über die Behälterwandung (3) in das Volumen (4) hinein bis hin zu
einem Auslass (8) der Zuführleitung (6) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführleitung (6) stromaufwärts des Auslasses (8) eine kleinere erste Durchströmungsquerschnittsfläche
Q1 (9) und zwischen der ersten Durchströmungsquerschnittsfläche Q1 (9) und dem Auslass
(8) eine größere zweite Durchströmungsquerschnittsfläche Q2 (10) aufweist.
2. Warmwasserspeicher (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis Q2/Q1 mindestens zwei beträgt.
3. Warmwasserspeicher (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine dritte Durchströmungsquerschnittsfläche (11) in einem Abschnitt (12) der
Zuführleitung (6), der zwischen der ersten Durchströmungsquerschnittsfläche (9) und
der zweiten Durchströmungsquerschnittsfläche (10) angeordnet ist, kontinuierlich verändert.
4. Warmwasserspeicher (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die dritte Durchströmungsquerschnittsfläche (11) in dem Abschnitt (12) kontinuierlich
ausschließlich vergrößert.
5. Warmwasserspeicher (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Abschnitt (12) ausschließlich geradlinig erstreckt.
6. Warmwasserspeicher (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Zuführleitung (6) in dem Abschnitt (12) konisch erweitert.
7. Warmwasserspeicher (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass (8) die größte Durchströmungsquerschnittsfläche (11) aufweist.
8. Warmwasserspeicher (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Volumen (4) ausgehend von einem unteren Bereich (13) bis hin zu einem oberen
Bereich (14) des Behälters (2) erstreckt, wobei der Auslass (8) in dem unteren Bereich
(13) und ein in dem Volumen (4) angeordneter Einlass (15) einer Entnahmeleitung (16)
für das Warmwasser (5) oberhalb des Auslasses (8) in dem oberen Bereich (14) angeordnet
ist.
9. Warmwasserspeicher (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in dem unteren Bereich (13) und innerhalb des Volumens (4) eine Wärmetauscherleitung
(17) angeordnet ist, die sich zumindest in dem unteren Bereich (13) spiralförmig um
die Zuführleitung (6) herum erstreckt.