[0001] Die Erfindung betrifft einen Unterlagsboden, insbesondere mit einer Bodenheizung,
der aus mindestens einer Deckschicht aus einem im flüssigen Ausgangszustand auf eine
Bodenstruktur giessbares Material besteht, wobei die Bodenheizung wenigstens eine
auf der Bodenstruktur schlangen- oder andersförmig verlegte Rohrleitung mit mehreren
zueinander beabstandeten Leitungsabschnitten aufweist, die paarweise je einen Zwischenraum
bilden.
[0002] Beim Installieren Insbesondere einer Bodenheizung in einer Räumlichkeit wird wenigstens
eine schlangenförmig oder ähnlich geformte Rohrleitung auf eine üblicherweise ebene
Bodenstruktur gelegt, wobei die Abstände der annähernd parallel nebeneinander verlegten
Leitungsabschnitte der Rohrleitung so gewählt sind, dass bei einer vorgegebenen Heizleistung
des durch die Rohrleitung geführten Heizwassers eine gewünschte Bodentemperatur eingestellt
und dabei die Temperatur des Heizwassers bei vorzugsweise 25 bis 35° Celsius tief
gehalten werden kann. Die Leitungsabschnitte sind in einem Abstand zueinander vorzugsweise
zwischen 15 cm und 25 cm verlegt. Sie können aber in Ausnahmefällen auch mehr oder
weniger beabstandet zueinander eingelegt sein. Diese Rohrleitungen sind üblicherweise
aus einem Kunststoff hergestellt und mit Aussendurchmessern von ca. 20 mm dimensioniert,
wobei dies auch davon abweichen kann.
[0003] Nach dem Einlegen dieser wenigstens einen Rohrleitung auf einem Isolationsboden kann
sie mit Klemmbügeln oder dergleichen in bestimmten Abständen zueinander darauf fixiert
werden und anschliessend wird eine zubereitete annähernd flüssige Masse ähnlich einem
Flüssigbeton bzw. Mörtel über den gesamten Bodenbereich der Räumlichkeit geleert und
die wenigstens eine schlangenförmig eingelegte Rohrleitung von dieser umschlossen
und dabei überdeckt und ein meist eben ausplanierter Unterlagsboden (Estrich) gebildet,
auf den üblicherweise Keramik-, Steinplatten, Parkettböden, Teppiche oder dergleichen
gelegt und befestigt werden.
[0004] Als Massen werden Werkstoffzusammensetzungen genommen, welche über eine gute Wärmeleitfähigkeit
und vorteilhaft über eine wirksame Trittschalldämmung verfügen. Sie können dabei vorteilhaft
aus einer sandförmigen Gesteinskörnung und einem Bindemittel aus Zement und andern
bekannten Werkstoffen zusammengesetzt sein. Die Trocknung dieser Masse nach dem Ausgiessen
kann aber bis zu mehreren Wochen dauern und die Bodenstruktur sollte in dieser Zeit
nicht betreten werden, um diesen nicht zu beschädigen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Unterlagsboden insbesondere mit einer
Bodenheizung mit wenigstens einer schlangen- oder andersförmig verlegten Rohrleitung
derart zu verbessern, dass bei einem einfachen Installieren des Unterlagsbodens insbesondere
eine kürzere Trocknungszeit dieser auf die Rohrleitung übergossenen Deckschicht ermöglicht
wird.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die Bodenheizung im Unterlagsboden mit der wenigstens einen Rohrleitung ist mit mehreren
zueinander beabstandeten Leitungsabschnitten versehen, die paarweise je einen Zwischenraum
bilden. Erfindungsgemäss sind in diese Zwischenräume jeweils wenigstens ein Plattenelement
gelegt, welches vorzugsweise den jeweiligen Zwischenraum annähernd füllt, und dass
diese Plattenelemente und die wenigstens eine Rohrleitung nach dem Vergiessen von
der Deckschicht übergossen sind.
[0008] Mit diesem erfindungsgemässen neuartigen Unterlagsboden hat sich herausgestellt,
dass dieser einfach installiert bzw. montiert werden kann, bei dem gegenüber den bekannten
Lösungen einzig solche Plattenelemente in diese Zwischenräume eingelegt werden müssen,
durch die aber eine erhebliche Verkürzung der Trocknungszeit des auf die Rohrleitung
und diese Plattenelemente übergossenen Materials erzielt werden kann.
[0009] Da diese Plattenelemente aus einem trockenen Material hergestellt sind und damit
von den Eigenschaften her bedeutend variabler als das flüssige giessbare Material
gewählt werden können, kann der erfindungsgemässe Unterlagsboden besser den gewünschten
Eigenschaften angepasst werden, zum Beispiel, dass diese Plattenelemente mit einer
hohen Schalldämmung gefertigt sind.
[0010] Vorteilhaft sind die Plattenelemente jeweils rundum mit je einem Mindestabstand zu
der sie umgebenden Rohrleitung bzw. zu Randseiten der Räumlichkeit oder ähnlichem
verlegt, damit diese im flüssigen Ausgangszustand dazwischen eingegossene Deckschicht
nach dem Trocknen rissfest verbleibt.
[0011] Die Erfindung sieht vor, dass alle Zwischenräume und zwischen dem äussersten Leitungsabschnitt
und der abschliessenden Randseite jeweils mindestens ein füllendes Plattenelement
gelegt ist. Der Unterlagsboden ist dabei bis zu den die Räumlichkeit begrenzenden
Randseiten mit dieser Deckschicht vergossen, bei der letztere über die geführte Rohrleitung
und die Plattenelemente mit einer vorgegebenen Dicke vorsteht und vorzugsweise eine
ebene obere Abschlussfläche bildet.
[0012] Zweckmässigerweise sind die Plattenelemente jeweils mit einer Dicke bemessen, welche
vorzugsweise zumindest annähernd dem Aussendurchmesser der jeweiligen Rohrleitung
entspricht. Damit kann die Deckschicht oberhalb diesen mit einer gleichmässigen Dicke
versehen werden.
[0013] Diese die Zwischenräume füllenden Plattenelemente sind jeweils aus einem Material
aus Kunststoff, Steinwolle, Steinmaterial und/oder aus Holz, wie aus Spanplatten,
hergestellt.
[0014] Die Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine verlegte schlangenförmige Rohrleitung und zwischen Leitungsabschnitte
derselben gelegte Plattenelemente ohne die darüber gegossene Deckschicht in einer
Räumlichkeit;
- Fig. 2
- einen perspektivischen Teilschnitt durch eine mehrschichtige Bodenstruktur, eine Deckschicht
und eine Teilansicht von Rohrteilen einer Rohrleitung und von Plattenelementen in
einer Variante; und
- Fig. 3
- den Teilschnitt durch die mehrschichtige Bodenstruktur, die Deckschicht und eine Teilansicht
der Rohrteile der Rohrleitung und der Plattenelemente nach Fig. 2.
[0015] Der in Fig. 1 gezeigte Unterlagsboden 10 ist in einer Räumlichkeit 15 einbaubar,
bei der es sich um einen Wohnungs-, Büro-, Aufenthalts-, Garagen-, Geschäfts- oder
einen beliebigen Raum oder auch um einen Aussenplatz handeln kann. Von dieser Räumlichkeit
15 sind ihre Seitenränder 17, 18 dargestellt, die durch Wände, Ränder, Absätze, Abschlüsse
oder bei Türen durch Übergänge oder dergleichen gebildet sein können. Ebenso kann
der Unterlagsboden 10 bei beliebigen Aussenformen und Abmessungen dieser Räumlichkeit
15 eingebaut werden. Ein solcher Unterlagsboden wird in der Fachsprache auch Estrich
genannt.
[0016] Dieser Unterlagsboden 10 setzt sich aus einem auf eine Bodenstruktur 14 der Räumlichkeit
15 gelegte Bodenheizung 20 und wenigstens einer Deckschicht 16 zusammen. Bei der Bodenheizung
20 könnte statt ein Heizmedium auch ein Kühlmedium durchgelassen werden, bei welchem
üblicherweise Wasser verwendet wird. Die Deckschicht 16 besteht aus einem Material,
das im Ausgangszustand flüssig ist, bei welchem es sich wie oben erwähnt um eine flüssige,
zähflüssige oder als Brei verwendete Masse zum Beispiel ein Flüssigbeton, Mörtel oder
ähnlichem handelt, die normalerweise über die gesamte Bodenstruktur 14 der Räumlichkeit
15 geleert wird und meist eben ausplaniert und mit einer vorgegebenen Dicke oberhalb
der Bodenheizung 20 vorsteht und vorzugsweise eine ebene obere Abschlussfläche 16'
bildet, auf der üblicherweise Keramik-, Steinplatten, Parkettböden, Teppiche oder
dergleichen gelegt und je nachdem befestigt werden. Es ist aber nicht ausgeschlossen,
dass diese Abschlussfläche 16' mit Stufen, Erhöhungen, Abschrägungen oder dergleichen
ausgebildet sein könnte. Denkbar wäre auch, dass diese Deckschicht 16 mehrschichtig
aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sein könnte.
[0017] Von dem in Fig. 1 ohne eine obere Deckschicht 16 dargestellten Unterlagsboden 10
ist eine Bodenheizung 20 mit einer auf der Bodenstruktur 14 schlangenförmig verlegten
Rohrleitung 25 mit einer Anzahl von zueinander beabstandeten Leitungsabschnitten 25a
bis 25n und letztere verbindende Rohrteile 26a bis 26n veranschaulicht. Diese parallel
zueinander beabstandeten Leitungsabschnitte 25a bis 25n bilden jeweils paarweise je
einen Zwischenraum 27a bis 27n, wobei die letzteren an sich gleichförmig ausgebildet,
aber abwechslungsweise um 180° versetzt zueinander angeordnet sind. Es sind ferner
aussenseitige Anschlüsse 25' der Rohrleitung 25 vorgesehen, welche direkt oder über
ein Verteilersystem mit einer Heizquelle verbunden sind, was nicht näher dargetan
ist. Die Rohrleitung 25 kann mit Klemmbügeln oder dergleichen in bestimmten Abständen
zueinander auf der Bodenstruktur 14 fixiert werden.
[0018] Erfindungsgemäss sind in die Zwischenräume 27a bis 27n der Leitungsabschnitte 25a
bis 25n und in die beiden zwischen dem äussersten Leitungsabschnitt 25a, 25n und den
Seitenrändern 18 der Räumlichkeit 15 jeweils ein Plattenelement 22, 21a bis 21n, 23
gelegt, wobei diese Plattenelemente 22, 21a bis 21n, 23 und die Rohrleitung 25 nach
dem Vergiessen von der Deckschicht 16 übergossen sind.
[0019] Es sind somit in alle Zwischenräume 28, 27a bis 27n, 29 jeweils ein annähernd füllendes
Plattenelement 22, 21a bis 21n, 23 gelegt, wobei letzteres jeweils mit dem einen Ende
21' nahe beim jeweiligen Seitenrand 17 und mit dem andern Ende 21" nahe innerhalb
des jeweiligen Rohrteils 26a bis 26n eingelegt ist. Die Rohrteile 26a bis 26n und
die Enden 26" sind korrespondierend abgerundet ausgebildet, so dass ein gleichmässiger
Abstand zwischen diesen über 180° besteht.
[0020] Mit diesem Einlegen der Plattenelemente 22, 21a bis 21n, 23 in diese Zwischenräume
28, 27a bis 27n, 29 wird erreicht, dass weniger von diesem im Ausgangszustand flüssigen
Material verwendet werden muss und dass dadurch die Trocknungszeit dieser die Deckschicht
16 bildenden Masse als auszuhärtendes Material erheblich gekürzt werden kann. Somit
kann ein Bau oder eine Renovation eines Gebäudes oder ein Wechsel eines Unterlagsboden
oder dergleichen in einer kürzeren Zeitdauer erfolgen.
[0021] Diese die Zwischenräume 28, 27a bis 27n, 29 füllenden Plattenelemente 22, 21a bis
21n, 23 sind jeweils aus einem Material gefertigt, welches mit Vorteil kostengünstig
ist, aber je nach Bedarf mit besseren Eigenschaften als die Deckschicht 16 hinsichtlich
der Tritt- oder des Körperschalls, der Wärmeisolation, der Wärmeleitung oder andern
Eigenschaften versehen sein kann. Als Materialien eignen sich Kunststoffe aus Styropor,
Polyurethan, Polystyrol oder Steinwolle, oder aber Steine, leichte steinerne Sintermaterialien,
Ziegelsteine und/oder Holz, wie Spanplatten, oder eine Kombination von diesen Materialien.
[0022] Die Plattenelemente 22, 21a bis 21n, 23 sind vorteilhaft jeweils rundum mit je einem
Mindestabstand a zu der sie umgebenden Rohrleitung 25 bzw. zu den Seitenrändern 17,
18 der Räumlichkeit 15 verlegt. Dieser Mindestabstand a zwischen dem jeweiligen Plattenelement
22, 21a bis 21n, 23 und der wenigstens einen sie umgebenden Rohrleitung 25 bzw. den
Seitenrändern 17, 18 der Räumlichkeit 15 ist derart dimensioniert, dass diese im flüssigen
Ausgangszustand dazwischen eingegossene Deckschicht nach dem Trocknen rissfest als
eine Schicht verbleibt. Vorzugsweise beträgt dieser Mindestabstand a zwischen einem
jeweiligen Plattenelement 22, 21a bis 21n, 23 und zu der wenigstens einen sie umgebenden
Rohrleitung 25 bzw. zu den Seitenrändern 17, 18 der Räumlichkeit jeweils 0.5 cm bis
5 cm. Dieser Mindestabstand a ist vorzugsweise gleich, er kann aber bei den Enden
21', 21" der Plattenelemente im Vergleich bei den Leitungsabschnitten 25a, 25n unterschiedlich
dick gewählt sein.
[0023] Diese die Zwischenräume 27a bis 27n bildenden Abstände der annähernd parallel nebeneinander
befindlichen Leitungsabschnitte 25a bis 25n der Rohrleitung 25 sind so gewählt, dass
eine vorgegebene Heizleistung des durch die Rohrleitung 25 geführten Heizmediums ermöglicht
wird. Diese Abstände der Leitungsabschnitte und damit die Breiten der Zwischenräume
betragen jeweils zwischen ca. 10 cm und 30 cm.
[0024] Diese Leitungsabschnitte 25a bis 25n der Rohrleitung sind mit gleich breiten Abständen
verlegt, damit die Plattenelemente 21a bis 21n mit gleichen Längen und Breiten vorproduzierbar
und einlegbar sind.
[0025] Fig. 2 und Fig. 3 zeigen teilweise die Bodenstruktur 14 der Räumlichkeit 15, welche
aus einem Betonboden 11 und zwei Schichten 12, 13 besteht, welche aus einem Isolationsmaterial
gefertigt sind. Diese Bodenstruktur 14 ist bauseitig vorhanden und kann selbstverständlich
anders als dargestellt zusammengesetzt sein. Auf der Schicht 13 sind eine schlangenförmige
Rohrleitung 35 sowie erfindungsgemässe Plattenelemente 31 angedeutet, wobei letztere
in Zwischenräume 37 von Leitungsabschnitten 35' der Rohrleitung 35 gelegt sind. Die
Plattenelemente 31 sind seitlich bei den Leitungsabschnitten 35' der Rohrleitung 35
ebenso vorteilhaft jeweils mit je einem Mindestabstand a eingelegt. Durch die rechteckige
Ausbildung der Plattenelemente sind sie jeweils zu dem sie umgebenden abgerundeten
Rohrteil 35" aber verändernd beabstandet.
[0026] Im verbauten Zustand sind die auf die Bodenstruktur 14 gelegten Rohrleitung 35 und
Plattenelemente 31 von der mindestens einen Deckschicht des im Ausgangszustand flüssigen
Materials übergossen und unlösbar miteinander verbunden. Die Deckschicht 16 ist nach
SIA-Norm mit einer Gesamtdicke von mindestens 50 Millimetern dimensioniert und sie
steht mit einem Teil in der Räumlichkeit über den gesamten Bodenbereich über die wenigstens
eine Rohrleitung vor und bildet wie erwähnt eine ebene obere Abschlussfläche 16',
auf derselben Bodenplatten, Parkett, Teppiche, Kunststoffbeläge und/oder andere begehbare
Abdeckungen legbar und je nachdem befestigbar sind.
[0027] Die Plattenelemente 31 sind jeweils mit einer Dicke bemessen, welche vorzugsweise
zumindest annähernd dem Aussendurchmesser der jeweiligen Rohrleitung 35 entspricht,
wobei dieser Aussendurchmesser üblicherweise 20 mm beträgt, aber selbstverständlich
auch je nach Anwendung grösser oder vorzugsweise kleiner bemessen sein kann. Die Plattenelemente
31 könnten aber auch gegenüber der Rohrleitung unterschiedlich dick vorgesehen sein.
Die Zwischenräume 37 betragen vorzugsweise in ihrer Breite 10 cm bis 30 cm und in
ihrer Länge 1 m bis 10 m.
[0028] Die Erfindung ist mit den oben erläuterten Ausführungsbeispielen ausreichend dargetan.
Sie könnte aber noch durch weitere Varianten veranschaulicht sein.
[0029] So könnten zum Beispiel mehrere Rohrleitungen nacheinander oder ineinandergreifend
eingelegt sein, wie vorzugsweise bei grossen Räumen oder wenn die Zwischenräume über
die Länge jeweils mit unterschiedlichen Breiten versehen sind.
[0030] Es können selbstverständlich auch mehrere Plattenelemente baukastenartig in einen
jeweiligen Zwischenraum eingelegt sein, zum Beispiel, wenn die wenigstens eine Rohrleitung
nicht mit parallel zueinander beabstandeten Leitungsabschnitten verlegt ist, sondern
so, dass die Zwischenräume von einer rechteckförmigen Ausbildung abweichen, beispielsweise
wenn die Rohrleitung einer Spiral-, Schnecken- Pilz- oder einer ähnlichen Form angenähert
verlegt ist.
[0031] Diese Plattenelemente zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit einem Schneidgerät
einfach mit unterschiedlichen Aussenkonturen massgeschneidert geschnitten und in die
Zwischenräume eingelegt werden können.
[0032] Diese oben erläuterten Mindestabstände a zwischen den Plattenelementen und den sie
umgebenden Rohrleitung bzw. den Seitenrändern sind mit Vorteil einzuhalten. Aber auch
wenn diese Plattenelemente ungenau verlegt und teils in Berührung mit der Rohrleitung
oder eines Seitenrandes in Kontakt stehen würden, wäre trotzdem eine ausreichend sichere
Verlegung des Unterlagsboden gewährleistet.
[0033] In bestimmten Zwischenräumen könnten jedoch ganz oder teilweise jeweils kein Plattenelement
eingelegt sein, zum Beispiel, wenn in einen Zwischenraum eine elektrische Steckdose,
ein sanitarisches Teil oder ähnliches eingelegt oder eingesetzt ist. Die wenigstens
eine Rohrleitung, aber auch die Plattenelemente könnten durch Abstandhalter oberhalb
des Bodens angeordnet sein.
[0034] Im Prinzip könnte anstelle einer Bodenheizung auch eine Bodenkühlung erfolgen, bei
dem entsprechend ein Kühlmedium durch die Rohrleitungen gefördert würde.
1. Unterlagsboden, insbesondere mit einer Bodenheizung, der aus mindestens einer Deckschicht
(16) aus einem im flüssigen Ausgangszustand auf eine Bodenstruktur (14) giessbares
Material besteht, wobei die Bodenheizung (20) wenigstens eine auf der Bodenstruktur
(14) schlangen- oder andersförmig verlegte Rohrleitung (25, 35) mit mehreren zueinander
beabstandeten Leitungsabschnitten (25a bis 25n, 35') aufweist, die paarweise je einen
Zwischenraum (27a bis 27n, 28, 29, 37) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass
in Zwischenräume (27a bis 27n, 28, 29, 37) zumindest teilweise jeweils wenigstens
ein Plattenelement (21a bis 21n, 22, 23, 31) gelegt ist, das vorzugsweise den jeweiligen
Zwischenraum (27a bis 27n, 28, 29, 37) annähernd füllt, wobei die wenigstens eine
Rohrleitung (25, 35) und diese Plattenelemente (21a bis 21n, 22, 23, 31) nach dem
Vergiessen von der mindestens einen Deckschicht (16) übergossen sind.
2. Unterlagsboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenelemente (21a bis 21n, 22, 23, 31) jeweils rundum mit je einem Mindestabstand
(a) zu der wenigstens einen sie umgebenden Rohrleitung (25, 35) bzw. zu Seitenrändern
(17, 18) der Räumlichkeit oder ähnlichem verlegt sind.
3. Unterlagsboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
dieser Mindestabstand (a) zwischen dem jeweiligen Plattenelement (21a bis 21n, 22,
23, 31) und der wenigstens einen sie umgebenden Rohrleitung (25, 35) bzw. den Seitenrändern
(17, 18) der Räumlichkeit derart dimensioniert ist, dass diese im flüssigen Ausgangszustand
dazwischen eingegossene Deckschicht (16) nach dem Trocknen rissfest verbleibt.
4. Unterlagsboden nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem jeweiligen Plattenelement (21a bis 21n, 22, 23, 31) und den benachbarten
Leitungsabschnitten (25a bis 25n, 35'), zwischen vorzugsweise den schmäleren Seitenrändern
(18) des jeweiligen Plattenelementes (21a bis 21n, 22, 23, 31) und des die Leitungsabschnitte
(25a bis 25n, 35') verbindenden Rohrteils (26a bis 26n) bzw. eines Seitenrandes (17,
18) der Räumlichkeit jeweils dieser Mindestabstand (a) vorhanden ist.
5. Unterlagsboden nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
dieser Mindestabstand (a) zwischen einem Plattenelement (21a bis 21n, 22, 23, 31)
und der wenigstens einen sie umgebenden Rohrleitung (25, 35) bzw. den Seitenrändern
(17, 18) der Räumlichkeit jeweils 0.5 cm bis 5 cm beträgt.
6. Unterlagsboden nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
in alle Zwischenräume (27a bis 27n, 28, 29, 37) und zwischen dem jeweiligen äussersten
Leitungsabschnitt (25a, 25n) und des abschliessenden Seitenrandes (17, 18) jeweils
mindestens ein diesen vorzugsweise annähernd füllendes Plattenelement (21a bis 21n,
22, 23, 31) gelegt ist, wobei der Unterlagsboden bis zu den die Räumlichkeit (15)
begrenzenden Seitenrändern (17, 18) vergossen ist.
7. Unterlagsboden nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Plattenelemente in einen jeweiligen Zwischenraum eingelegt sind, wie zum Beispiel
bei langen Räumen oder wenn die Zwischenräume jeweils mit unterschiedlichen Breiten
versehen sind.
8. Unterlagsboden nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Rohrleitung (25, 35) und die Plattenelemente (21a bis 21n, 22,
23, 31) auf die Bodenstruktur (14) gelegt sind und im verbauten Zustand von der mindestens
einen Deckschicht (16) des im Ausgangszustand flüssigen Materials übergiessbar sind.
9. Unterlagsboden nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
diese Deckschicht (16) mit einer Gesamtdicke von mindestens 50 Millimetern dimensioniert
ist und mit einem Teil der Deckschicht (16) über die wenigstens eine Rohrleitung (25,
35) vorsteht und eine ebene obere Abschlussfläche (16') bildet, auf derselben Bodenplatten,
Parkett, Teppiche, Kunststoffbeläge und/oder andere begehbare Abdeckungen legbar und/oder
befestigbar sind.
10. Unterlagsboden nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Plattenelemente (21a bis 21n, 22, 23, 31) jeweils mit einer Dicke bemessen sind,
welche vorzugsweise zumindest annähernd dem Aussendurchmesser der jeweiligen Rohrleitung
(25, 35) entspricht.
11. Unterlagsboden nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
diese die Zwischenräume (27a bis 27n, 28, 29, 37) bildenden Abstände der annähernd
parallel nebeneinander befindlichen Leitungsabschnitte (25a bis 25n, 35') der Rohrleitung
(25, 35) so gewählt sind, dass eine vorgegebene Heizleistung des durch die Rohrleitung
(25, 35) geführten Heizmediums ermöglicht wird.
12. Unterlagsboden nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass diese Abstände der Leitungsabschnitte (25a bis 25n, 35') und damit die Breiten der
Zwischenräume (27a bis 27n, 28, 29, 37) jeweils zwischen 10 und 30 cm betragen.
13. Unterlagsboden nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die Leitungsabschnitte (25a bis 25n, 35') der wenigstens einen Rohrleitung (25, 35)
mit gleich breiten Abständen verlegt sind, damit die Plattenelemente (21a bis 21n,
22, 23, 31) mit gleichen Längen und Breiten vorproduzierbar und einlegbar sind.
14. Unterlagsboden nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
die den Zwischenraum (27a bis 27n, 28, 29, 37) füllenden Plattenelemente (21a bis
21n, 22, 23, 31) jeweils aus einem Material aus Kunststoff, wie Styropor, Polyurethan,
Polystyrol oder Steinwolle, oder aber aus Steinen, leichten steinernen Sintermaterialien,
Ziegelsteinen und/oder aus Holz, wie Spanplatten, oder eine Kombination von diesen
Materialien hergestellt sind.