[0001] Die Erfindung betrifft eine mobile Baumaschine, umfassend einen fahrbaren Unterwagen,
einen um eine vertikal ausgerichtete Drehachse drehbar auf dem Unterwagen angeordneten
Oberwagen, einen auf dem Oberwagen an einem Anlenkpunkt schwenkbar angebrachten Ausleger
zur Aufnahme einer Last an einem an dem Ausleger angeordneten Lastpunkt und zumindest
eine mittels eines Antriebs bewegbare Abstützeinrichtung mit einem sowohl in horizontaler
Richtung als auch in vertikaler Richtung verlagerbaren Endpunkt zur Abstützung der
mobilen Baumaschine gegen den Untergrund, wobei für die Bedienung der Baumaschine
zumindest eine Steuereinrichtung und zumindest ein mit der Steuereinrichtung verbundenes
Bedienelement sowie jeweils mit der Steuereinrichtung verbundene Sensoren zur Erfassung
von Last- und/oder Positionszuständen vorgesehen sind. Die Baumaschine kann vorzugsweise
als Radbagger, Kettenbagger oder Kran ausgebildet sein. Unter mobil werden auch solche
Baumaschinen verstanden, die dafür vorgesehen sind, an unterschiedlichen Einsatzorten
eingesetzt zu werden. Hierbei kann der Unterwagen auch als Untergestell ohne eigene
Räder ausgebildet sein, welches zum Transport an einen anderen Einsatzort auf einem
Fahrzeug angeordnet wird.
[0002] Aus der Praxis sind mobile Baumaschinen bekannt, bei welchen eine oder mehrere Abstützeinrichtungen
zur Abstützung der mobilen Baumaschine gegen den Untergrund am Unterwagen angeordnet
sind.
[0003] Nachteilig hierbei ist, dass bei diesen vorbekannten mobilen Baumaschinen lediglich
der Unterwagen abgestützt wird. Insofern muss der Unterwagen in alle Richtung abgestützt
werden, damit die mobile Baumaschine in jeder möglichen Position des Oberwagens ausreichend
abgestützt ist. Insofern wird einerseits eine Vielzahl, in alle Richtungen ausgerichtete
Abstützeinrichtungen benötigt und gleichzeitig nicht jede Position des Oberwagens
ideal abgestützt, da die einzelnen Abstützeinrichtungen nicht an die jeweilige Position
des Oberwagens beziehungsweise damit einhergehende Belastungssituation anpassbar sind.
Zudem kommt, dass eine Last, die an dem am Oberwagen angeordneten Ausleger anliegt,
sowie insbesondere damit einhergehende Biegespannungen, durch das den Oberwagen mit
dem Unterwagen verbindende Drehgelenk in den abgestützten Unterwagen geleitet werden.
Dies kommt einer extremen Belastung für das Drehgelenk gleich, was zu einem schnellen
Verschleiß dieses für die Benutzung der mobilen Baumaschine essentiellen Bauteils
führt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und eine mobile
Baumaschine anzugeben, die einerseits für eine Vielzahl an möglichen Positionen des
Oberwagens gegen den Untergrund abgestützt werden kann ohne andererseits einen erhöhten
Verschleiß in dem den Oberwagen mit dem Unterwagen verbindende Drehgelenk hervorzurufen.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen mobile Baumaschine dadurch gelöst, dass
die Abstützeinrichtung oder bei mehreren vorhandenen Abstützeinrichtungen zumindest
eine der Abstützeinrichtungen mittel- oder unmittelbar am Oberwagen angebracht ist,
vorzugsweise zumindest zwei Abstützeinrichtungen jeweils mittel- oder unmittelbar
am Oberwagen angebracht sind.
[0006] Unterschiedliche Kombinationen aus verschiedenen Positionen des Oberwagens, unterschiedlicher
Auskragungen des Auslegers und des Gewichts der anliegenden Last stellen verschiedene
Lastsituationen der mobilen Baumaschine dar. Sind lediglich am Unterwagen Abstützeinrichtungen
vorgesehen, so kann die Position des Oberwagens, abhängig von der Grundform des Unterwagens
einen erheblichen Unterschied in Bezug auf die Abstützung der mobilen Baumaschine
ausmachen. Eine Abstützeinrichtung kann beispielsweise als Stempel ausgebildet sein,
der Teleskopierbar oder anderweitig höhenverstellbar an der mobilen Baumaschine angeordnet
ist. Es ist ebenfalls denkbar, dass eine Abstützeinrichtung als mehrere Glieder aufweisender
Arm ausgebildet ist. Sind die Grundflächen von Oberwagen und Unterwagen einer mobilen
Baumaschine beispielsweise im Wesentlichen quadratisch geformt, das Drehgelenk mittig
angeordnet und hat der Unterwagen an jeder seiner Ecken eine Abstützeinrichtung, so
ist die Lastsituation, ausgehend von einem ebenen Untergrund, für jede Position des
Oberwagens in etwa gleich. Sofern die Baumaschine also in einer ersten Position bei
einer anliegenden Last gut abgestützt ist, so ist sie dies auch nach einem Verdrehen
des Oberwagens in einer zweiten Position. Sind jedoch die Grundflächen von Oberwagen
und Unterwagen einer mobilen Baumaschine beispielsweise im Wesentlichen Rechteckig
mit zwei längeren Seiten und zwei kürzeren Seiten geformt, das Drehgelenk mittig angeordnet
und hat der Unterwagen an jeder seiner Ecken eine Abstützeinrichtung, so ist die Lastsituation,
ausgehend von einem ebenen Untergrund, nicht für jede Position des Oberwagens in etwa
gleich. Ist in einer Position beispielsweise der Ausleger in etwa parallel zu den
längeren Seiten ausgerichtet, so ist die mobile Baumaschine besser abgestützt, als
in einer Position in der der Ausleger in etwa parallel zu den kurzen Seiten ausgerichtet
ist.
[0007] Durch die Anordnung einer oder mehrerer Abstützeinrichtungen am Oberwagen können
diese jede Position des Oberwagens, ausgehend von einem ebenen Untergrund, in etwa
gleich abstützen. Sofern beispielsweise eine Abstützeinrichtung derart am Oberwagen
angeordnet sind, dass sie ihre Wirkung direkt unterhalb des Anlenkpunktes des Auslegers
entfaltet, so entfaltet sie diese Wirkung unabhängig von der Position und Drehung
des Oberwagens. Die Abstützeinrichtung wird durch ihre Anbringung am Oberwagen insofern
zwingendermaßen zusammen mit der Verdrehung des Oberwagens, und somit mit der Verdrehung
des auskragenden Auslegers, verdreht. Das Verhältnis des Punktes, an dem die Abstützeinrichtung
an der mobilen Baumaschine angreift, zu dem Anlenkpunkt des Auslegers, bleibt somit
für alle Positionen des Oberwagens gleich und ist unabhängig von der Verdrehung des
Oberwagens in Bezug auf den Unterwagen.
[0008] Durch am Oberwagen angeordnete Abstützeinrichtungen können zudem die von einer Last
an einem auskragenden Ausleger induzierten Querkräfte bzw. Biegespannungen am Drehgelenk
reduziert werden.
[0009] Vorteilhafterweise kann zumindest eine am Oberwagen angebrachte Abstützeinrichtung
um eine Schwenkachse schwenkbar mittel- oder unmittelbar am Oberwagen angebracht sein,
wobei die Schwenkachse vorzugsweise parallel zur Drehachse des Oberwagens ausgerichtet
ist. Vorzugsweise können alle am Oberwagen angebrachten Abstützeinrichtung um eine
Schwenkachse schwenkbar mittel- oder unmittelbar am Oberwagen angebracht sein, wobei
die jeweilige Schwenkachse vorzugsweise parallel zur Drehachse des Oberwagens ausgerichtet
ist. Insofern ist ein Verschwenken der jeweiligen Abstützeinrichtung um deren Schwenkachse
möglich. Hierdurch kann die Abstützung der mobilen Baumaschine weiter an die jeweilige
Position des Oberwagens bzw. Lastsituation angepasst werden. Ist beispielsweise eine
Abstützung in Richtung des Auslegers durch eine Abstützeinrichtung aufgrund von Hindernissen
der baulichen Gegebenheiten nicht möglich, kann die Abstützeinrichtung verschwenkt
werden und somit das Hindernis umgangen werden.
[0010] Zudem kann zumindest eine Abstützeinrichtung mehrgliedrig mit wenigstens zwei Gliedern
ausgebildet sein. Vorzugsweise können alle Abstützeinrichtungen mehrgliedrig mit jeweils
wenigstens zwei Gliedern ausgebildet sein. Eine solche Abstützeinrichtung kann beispielsweise
aus einem ersten Glied und einem zweiten Glied ausgebildet sein, wobei die beiden
Glieder in einem 90 Grad Winkel zueinander stehend miteinander verbunden sind. Eines
der Glieder kann dann beispielsweise horizontal verschiebbar am Oberwagen angeordnet
sein, wobei das andere Glied den Oberwagen nach unten Abstützt. Durch diese Ausgestaltung
kann die Abstützeinrichtung insofern horizontal verlagert werden. Es ist ebenfalls
denkbar, dass eine Abstützeinrichtung aus zwei oder mehr Gliedern ausgebildet ist,
die jeweils mit einem verschwenkbaren Gelenk miteinander verbunden sind. Insofern
bilden die Glieder dieser Abstützeinrichtung eine Art individuell einstellbaren "Arm".
Eine derartige Ausgestaltung hat insbesondere den Vorteil, dass die Abstützeinrichtung
variabel auf die jeweilige Lastsituation anpassbar ist.
[0011] Weiterhin können bei wenigstens einer Abstützeinrichtung zumindest zwei Glieder teleskopierbar
ausgebildet sein und zusammen ein Teleskop bilden. Insofern kann die Länge der Abstützeinrichtung
variabel an die jeweilige Lastsituation und insbesondere an die baulichen Gegebenheiten
angepasst werden. Es ist auch denkbar, dass eine Abstützeinrichtung aus mehreren teleskopierbaren
Gliedern ausgebildet ist. Eine solche Abstützeinrichtung kann beispielsweise aus einem
ersten teleskopierbaren Glied und einem zweiten teleskopierbaren Glied ausgebildet
sein, wobei die beiden Glieder in einem 90 Grad Winkel zueinander stehend miteinander
verbunden sind. Durch diese Ausgestaltung kann die Abstützeinrichtung beispielsweise
sowohl horizontal als auch vertikal verlagert werden.
[0012] Vorteilhafterweise kann bei wenigstens einer Abstützeinrichtung zumindest ein Glied
orthogonal zur Schwenkachse dieser Abstützeinrichtung schwenkbar angeordnet sein.
Durch eine solche Ausgestaltung kann das am Oberwagen angeordnete Glied sowohl horizontal
als auch vertikal verschwenkt werden. Vorzugsweise kann auch bei wenigstens einer
Abstützeinrichtung zumindest ein Glied in allen drei Raumachsen schwenkbar angeordnet
sein.
[0013] Zudem kann bei wenigstens einer Abstützeinrichtung der Endpunkt als ein schwenkbarer
Fuß oder als ein Kugelgelenk-gelagerter Fuß oder als ein Rad oder als eine Rolle ausgebildet
sein. Eine derartige Ausgestaltung hat insbesondere den Vorteil, dass die Abstützeinrichtung
variabel auf die jeweiligen baulichen Gegebenheiten des Untergrundes anpassbar ist.
Sofern eine Abstützeinrichtung beispielsweise sowohl um eine parallel zur Drehachse
des Oberwagens ausgerichtete Schwenkachse schwenkbar am Oberwagen angeordnet ist als
auch einen Schwenkbaren Fuß aufweist kann der Oberwagen in gewissem Maße verdreht
werden ohne diese Abstützeinrichtung neu positionieren zu müssen.
[0014] Weiterhin kann bei wenigstens einer Abstützeinrichtung der Antrieb zumindest ein
elektro-mechanisches Antriebsmittel umfassen und/oder bei wenigstens einer Abstützeinrichtung
der Antrieb zumindest ein hydraulisches Antriebsmittel umfassen.
[0015] Vorteilhafterweise kann wenigstens eine mittel- oder unmittelbar am Oberwagen angebrachte
Abstützeinrichtung in Auslegerichtung des Auslegers vor dem Anlenkpunkt des Auslegers,
vorzugsweise am Ausleger selbst, angeordnet sein. Diese Anordnung hat den Vorteil,
dass die Abstützung dieser Abstützeinrichtung immer in Richtung des auskragenden Auslegers
gerichtet ist. Insofern kann der Ausleger sowie die daran angreifende Last optimal
abgestützt werden. Da die Abstützeinrichtung am Oberwagen angeordnet ist, stützt sie
unabhängig von der Position des Oberwagens in Richtung des Auslegers ab.
[0016] Zudem kann wenigstens eine mittel- oder unmittelbar am Oberwagen angebrachte Abstützeinrichtung
in Auslegerichtung des Auslegers seitlich versetzt zu dem Anlenkpunkt des Ausleger
angeordnet sein. Vorzugsweise kann diese Abstützeinrichtung bzw. können diese Abstützeinrichtungen
nicht hinter der seitlichen Projektion des Anlenkpunktes des Auslegers angeordnet
sein, so dass die Gefahr von Kollisionen mit dem Ausleger beim seitlichen Verschwenken
der Abstützeinrichtungen reduziert oder sogar gänzlich vermieden wird. Insofern können
dann die Abstützeinrichtungen bevorzugt zwischen dem Anlenkpunkt und dem Rand des
Oberwagens liegen.
[0017] Sofern mehrere Abstützeinrichtungen vorgesehen sind, können diese in Bezug auf den
Oberwagen und/oder den Ausleger symmetrisch angeordnet sein.
[0018] Weiterhin können wenigstens zwei Abstützeinrichtungen in Auslegerichtung des Auslegers
vorgesehen sein, die jeweils seitlich versetzt zu dem Ausleger angeordnet sein können,
wobei zumindest eine erste Abstützeinrichtung in Auslegerichtung des Auslegers zu
einer ersten Seite seitlich versetzt und zumindest eine weitere Abstützeinrichtung
in Auslegerichtung des Auslegers zu der gegenüberliegenden Seite seitlich versetzt
angeordnet ist. Somit ist dann beidseits des Auslegers jeweils zumindest eine Abstützeinrichtung
angeordnet.
[0019] Vorteilhafterweise kann zumindest einer der von den jeweils mit der Steuereinrichtung
verbundenen Sensoren dem Ausleger zur Erfassung von dessen Last- und/oder Positionszuständen
zugeordnet sein und/oder zumindest einer der von den jeweils mit der Steuereinrichtung
verbundenen Sensoren einer Abstützeinrichtung zur Erfassung von deren Last- und/oder
Positionszuständen zugeordnet sein. Durch die Erfassung der Last- und/oder Positionszuständen
des Auslegers bzw. einer oder mehreren Abstützeinrichtungen können Informationen über
die jeweilige Lastsituation der mobilen Baumaschine gewonnen werden. Insofern kann
beispielsweise eine Überlastung bzw. ungünstige Lastverteilung frühzeitig erkannt
werden und es können geeigneten Maßnahmen ergriffen werden. Dasselbe gilt insbesondere
für solche Lastsituationen, die keinen standstabilen Bewegungszustand der mobilen
Baumaschine darstellen. Ein standstabiler Bewegungszustand liegt beispielweise dann
nicht vor, wenn die mobile Baumaschine kippt bzw. zu kippen droht.
[0020] Zudem kann die Steuereinrichtung für die Auswertung der von den Sensoren erkannten
Last- und/oder Positionszustände und zur Ansteuerung der Antriebe ausgebildet und
derart eingerichtet sein, dass die Ansteuerung der Antriebe unter Berücksichtigung
der Auswertung der von den Sensoren erkannten Last- und/oder Positionszustände derart
erfolgt, dass zu jeder Zeit ein standstabiler Bewegungszustand der mobilen Baumaschine
gegeben ist. Durch die Erfassung der Last- und/oder Positionszuständen des Auslegers
bzw. einer oder mehreren Abstützeinrichtungen können Informationen über die jeweilige
Lastsituation der mobilen Baumaschine gewonnen werden. Insofern kann beispielsweise
eine Überlastung bzw. ungünstige Lastverteilung frühzeitig erkannt und geeigneten
Maßnahmen ergriffen werden. Dasselbe gilt insbesondere für solche Lastsituationen,
die keinen standstabilen Bewegungszustand der mobilen Baumaschine darstellen. Ein
standstabiler Bewegungszustand liegt beispielweise dann nicht vor, wenn die mobile
Baumaschine kippt bzw. zu kippen droht.
[0021] Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zur Ansteuerung einer mobile Baumaschine,
vorzugsweise Radbagger oder Kettenbagger, umfassend einen fahrbaren Unterwagen, einen
um eine vertikal ausgerichtete Drehachse drehbar auf dem Unterwagen angeordneten Oberwagen,
einen auf dem Oberwagen an einem Anlenkpunkt schwenkbar angebrachten Ausleger zur
Aufnahme einer Last an einem an dem Ausleger angeordneten Lastpunkt und zumindest
eine mittels eines Antriebs bewegbare Abstützeinrichtung mit einem sowohl in horizontaler
Richtung als auch in vertikaler Richtung verlagerbaren Endpunkt zur Abstützung der
mobilen Baumaschine gegen den Untergrund, wobei für die Bedienung der Baumaschine
zumindest eine Steuereinrichtung und zumindest ein mit der Steuereinrichtung verbundenes
Bedienelement sowie jeweils mit der Steuereinrichtung verbundene Sensoren zur Erfassung
von Last- und/oder Positionszuständen vorgesehen sind, vorzugsweise zur Ansteuerung
einer erfindungsgemäßen mobilen Baumaschine.
[0022] Aus der Praxis sind Verfahren bekannt, bei welchen eine oder mehrere Abstützeinrichtungen
zur Abstützung der mobilen Baumaschine gegen den Untergrund am Unterwagen verwendet
werden.
[0023] Nachteilig hierbei ist, dass bei diesen vorbekannten mobilen Baumaschinen lediglich
der Unterwagen abgestützt wird. Insofern muss der Unterwagen in alle Richtung abgestützt
werden, damit die mobile Baumaschine in jeder möglichen Position des Oberwagens ausreichend
abgestützt ist. Hierfür wird einerseits eine Vielzahl, in alle Richtungen ausgerichtete
Abstützeinrichtungen benötigt, und gleichzeitig wird nicht jede Position des Oberwagens
ideal abgestützt, da die einzelnen Abstützeinrichtungen nicht an die jeweilige Position
des Oberwagens beziehungsweise damit einhergehende Belastungssituation anpassbar sind.
Hinzukommt, dass in einem solchen Fall eine an dem am Oberwagen angeordneten Ausleger
anliegende Last und auch die damit einhergehenden Biegespannungen durch das den Oberwagen
mit dem Unterwagen verbindende Drehgelenk in den abgestützten Unterwagen geleitet
werden. Hierdurch resultiert eine hohe Belastung für das Drehgelenk, was zu einem
schnellen Verschleiß dieses für die Benutzung der mobilen Baumaschine essentiellen
Bauteils führt.
[0024] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren
anzugeben, mittels dem eine mobile Baumaschine für eine Vielzahl an möglichen Positionen
des Oberwagens gegen den Untergrund abgestützt werden kann und gleichzeitig ein erhöhten
Verschleiß in dem den Oberwagen mit dem Unterwagen verbindende Drehgelenk vermieden
wird.
[0025] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren dadurch gelöst, dass die Ansteuerung
der Antriebe durch die Steuereinrichtung unter Berücksichtigung der Auswertung der
von den Sensoren erkannten Last- und/oder Positionszuständen derart erfolgt, dass
zu jeder Zeit ein standstabiler Bewegungszustand der mobilen Baumaschine gegeben ist.
[0026] Unterschiedliche Kombinationen aus verschiedenen Positionen des Oberwagens, unterschiedlicher
Auskragungen des Auslegers und des Gewichts der anliegenden Last stellen verschiedene
Lastsituationen der mobilen Baumaschine dar. Sind lediglich am Unterwagen Abstützeinrichtungen
vorgesehen, so kann die Position des Oberwagens, abhängig von der Grundform des Unterwagens
einen erheblichen Unterschied in Bezug auf die Abstützung der mobilen Baumaschine
ausmachen. Eine Abstützeinrichtung kann beispielsweise als Stempel ausgebildet sein,
der Teleskopierbar oder anderweitig höhenverstellbar an der mobilen Baumaschine angeordnet
ist. Es ist ebenfalls denkbar, dass eine Abstützeinrichtung als mehrere Glieder aufweisender
Arm ausgebildet ist. Sind die Grundflächen von Oberwagen und Unterwagen einer mobilen
Baumaschine beispielsweise im Wesentlichen quadratisch geformt, das Drehgelenk mittig
angeordnet und hat der Unterwagen an jeder seiner Ecken eine Abstützeinrichtung, so
ist die Lastsituation, ausgehend von einem ebenen Untergrund, für jede Position des
Oberwagens in etwa gleich. Sofern die Baumaschine also in einer ersten Position bei
einer anliegenden Last gut abgestützt ist, so ist sie dies auch nach einem Verdrehen
des Oberwagens in einer zweiten Position. Sind jedoch die Grundflächen von Oberwagen
und Unterwagen einer mobilen Baumaschine beispielsweise im Wesentlichen Rechteckig
mit zwei längeren Seiten und zwei kürzeren Seiten geformt, das Drehgelenk mittig angeordnet
und hat der Unterwagen an jeder seiner Ecken eine Abstützeinrichtung, so ist die Lastsituation,
ausgehend von einem ebenen Untergrund, nicht für jede Position des Oberwagens in etwa
gleich. Ist in einer Position beispielsweise der Ausleger in etwa parallel zu den
längeren Seiten ausgerichtet, so ist die mobile Baumaschine besser abgestützt, als
in einer Position in der der Ausleger in etwa parallel zu den kurzen Seiten ausgerichtet
ist.
[0027] Durch die Anordnung einer oder mehrerer Abstützeinrichtungen am Oberwagen können
diese jede Position des Oberwagens, ausgehend von einem ebenen Untergrund, in etwa
gleich abstützen. Sofern beispielsweise eine Abstützeinrichtung derart am Oberwagen
angeordnet sind, dass sie ihre Wirkung direkt unterhalb des Anlenkpunktes des Auslegers
entfaltet, so entfaltet sie diese Wirkung unabhängig von der Position und Drehung
des Oberwagens. Die Abstützeinrichtung wird durch ihre Anbringung am Oberwagen insofern
zwingendermaßen zusammen mit der Verdrehung des Oberwagens, und somit mit der Verdrehung
des auskragenden Auslegers, verdreht. Das Verhältnis des Punktes, an dem die Abstützeinrichtung
an der mobilen Baumaschine angreift, zu dem Anlenkpunkt des Auslegers, bleibt somit
für alle Positionen des Oberwagens gleich und ist unabhängig von der Verdrehung des
Oberwagens in Bezug auf den Unterwagen.
[0028] Durch am Oberwagen angeordnete Abstützeinrichtungen können zudem die von einer Last
an einem auskragenden Ausleger induzierten Querkräfte bzw. Biegespannungen am Drehgelenk
reduziert werden.
[0029] Vorteilhafterweise können zumindest zwei Abstützeinrichtungen während eines Verfahrens
der Last und/oder Verschwenkens der Last unter Berücksichtigung der Auswertung der
von den Sensoren erkannten Last- und/oder Positionszuständen derart angesteuert werden,
dass zu jedem Zeitpunkt eine Abstützeinrichtung als abstützende Abstützeinrichtung
angesteuert wird, welche einen standstabilen Bewegungszustand der mobilen Baumaschine
gewährleistet, und eine andere Abstützeinrichtung als schreitende Abstützeinrichtung
angesteuert wird, welche ohne Lastaufnahme mit ihrem Endpunkt im Wesentlichen in Richtung
der Bewegung der Last verfahren wird, wobei bei Erreichen der unter Berücksichtigung
der abzustützenden Lastzustände maximalen Auslenkung des Endpunktes der als schreitende
Abstützeinrichtung angesteuerten Abstützeinrichtung diese Abstützeinrichtung fortan
als abstützende Abstützeinrichtung angesteuert wird und die zuvor als abstützende
Abstützeinrichtung angesteuerte Abstützeinrichtung fortan als schreitende Abstützeinrichtung
angesteuert wird.
[0030] Bei einem solchen Verfahren "schreiten" die wenigstens zwei Abstützeinrichtungen
abwechselnd zusammen mit der Drehbewegung des Oberwagens. Dabei werden die Abstützeinrichtungen
derart koordiniert, dass zu jedem Zeitpunkt die Last durch eine Abstützeinrichtung
abgestützt werden kann und damit jederzeit ein standstabiler Zustand der mobilen Baumaschine
gewährleistet ist. Die Abstützeinrichtungen werden insbesondere derart koordiniert,
dass bei einem Verdrehen des Oberwagens zu jedem Zeitpunkt zumindest eine der beiden
Abstützeinrichtungen einen Kontakt zum Untergrund hat und insofern die mobile Baumaschine
abstützt. Sofern es aufgrund der Drehbewegung des Oberwagens notwendig wird, kann
eine der beiden Abstützeinrichtungen zweitweise ihren Bodenkontakt aufheben, um sich
neu zu positionieren. Dabei erfolgt die neue Positionierung immer der Drehbewegung
des Oberwagens folgend.
[0031] Dreht der Oberwagen einer mobilen Baumaschine mit zwei am Oberwagen rechts und links
von dem Ausleger angeordneten Abstützeinrichtungen beispielsweise im Uhrzeigersinn
um seine Drehachse, so stützen die beiden Abstützeinrichtungen zeitweise jeweils einzeln
die mobile Baumaschine ab.
[0032] Bevor die Drehbewegung einsetzt, stützen beide Abstützeinrichtungen beispielsweise
zunächst symmetrisch angeordnet den Oberwagen ab. Sobald die Drehbewegung einsetzt,
stützen beide Abstützeinrichtungen dann weiterhin solange ab, bis die erste der beiden
Abstützeinrichtungen in einen solchen Winkel zum Ausleger verdreht wurde, dass sie
ihre Abstützwirkung nicht mehr gewährleisten kann. Sofern die zweite Abstützeinrichtung
sich in einer Position befindet, in welcher sie auch alleine die notwendige Abstützwirkung
gewährleisten kann, wird dann die erste Abstützeinrichtung angehoben und in Richtung
der Drehbewegung verschwenkt. Sobald sie, vorzugsweise maximal, in diese Richtung
verschwenkt worden ist, wird sie wieder abgesenkt und zum Abstützen des Oberwagens
eingesetzt.
[0033] Sofern die Drehbewegung weiterhin anhält, wird dieser Vorgang für die zweite Abstützeinrichtung
durchgeführt. Insofern wird die in Drehrichtung angeordnete Abstützeinrichtung soweit
wie möglich in die Drehrichtung verschwenkt, die Drehbewegung wird weiterhin durchgeführt
und die jeweils andere Abstützeinrichtung wird nachgezogen, sobald es erforderlich
ist.
[0034] Bei einem Verfahren des Unterwagens, beispielsweise einem linearen Verfahren in Richtung
des Auslegers, können beide Abstützeinrichtungen ebenfalls zunächst beispielsweise
symmetrisch in Richtung des Auslegers angeordnet den Oberwagen abstützen, bevor das
Verfahren dann einsetzt. Sobald die Verfahrbewegung einsetzt, stützen beide Abstützeinrichtungen
weiterhin solange ab, bis zumindest eine der beiden Abstützeinrichtungen so nah an
dem Unterwagen abgestützt ist, dass ein weiteres Verfahren des Unterwagens nicht möglich
ist bzw. nicht sinnvoll ist.
[0035] Sofern sich eine Abstützeinrichtung in einer Position befindet, in welcher sie auch
alleine die notwendige Abstützwirkung gewährleisten kann, wird die andere Abstützeinrichtung
angehoben und in Richtung der Verfahrbewegung verschwenkt. Sobald sie in diese Richtung,
vorzugsweise maximal, verschwenkt wurde, wird sie wieder abgesenkt und zum Abstützen
des Oberwagens eingesetzt.
[0036] Sofern die Verfahrbewegung anhält, wird dieser Vorgang für die zweite Abstützeinrichtung
durchgeführt. Insofern wird jede Abstützeinrichtung abwechselnd soweit in Verfahrrichtung
verschwenkt wie nötig oder möglich, die Verfahrbewegung wird weiterhin durchgeführt
und, sobald es nötig wird, wird die jeweils andere Abstützeinrichtung nachgezogen
bzw. ebenfalls in Verfahrrichtung verschwenkt.
[0037] Im Folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert.
[0038] Die einzige Figur zeigt eine als Bagger ausgebildete mobile Baumaschine 1 mit einem
fahrbaren Unterwagen 2 und einem um eine vertikal ausgerichtete Drehachse drehbar
auf dem Unterwagen 2 angeordneten Oberwagen 3.
[0039] Auf dem Oberwagen 3 ist an einem Anlenkpunkt 4 ein Ausleger 5 schwenkbar angebracht.
Der Ausleger 5 dient der Aufnahme einer Last an einem an dem Ausleger 5 angeordneten
Lastpunkt 6.
[0040] An dem Oberwagen 3 sind unmittelbar zwei mittels eines nicht dargestellten Antriebs
bewegbare Abstützeinrichtung 7 angeordnet. Die Abstützeinrichtungen 7 umfassen einen
sowohl in horizontaler Richtung als auch in vertikaler Richtung verlagerbaren Endpunkt
8 zur Abstützung der mobilen Baumaschine 1 gegen den Untergrund 9.
[0041] Beide am Oberwagen 3 angebrachten Abstützeinrichtung 7 sind um eine Schwenkachse
10 schwenkbar, wobei die Schwenkachse 10 parallel zur nicht dargestellten Drehachse
des Oberwagens 3 ausgerichtet ist. Insofern ist ein Verschwenken der Abstützeinrichtungen
7 um deren Schwenkachse 10 möglich. Zudem sind beide Abstützeinrichtungen 7 mehrgliedrig
mit mehreren Gliedern 11 ausgebildet.
[0042] Insofern ist jede Abstützeinrichtung 7 aus drei Gliedern 11 ausgebildet, die jeweils
entweder mit einem verschwenkbaren Gelenk 12 miteinander verbunden sind und/oder teleskopierbar
ausgebildet sind und zusammen ein Teleskop 13 bilden. Insofern bilden die Glieder
11 der Abstützeinrichtungen 7 eine Art individuell einstellbaren "Arm". Bei beiden
Abstützeinrichtungen 7 ist das oberste Glied 11 orthogonal zur Schwenkachse 10 der
jeweiligen Abstützeinrichtung 7 schwenkbar angeordnet und der Endpunkt 8 als ein schwenkbarer
Fuß ausgebildet.
[0043] Beide Abstützeinrichtung 7 sind in Auslegerichtung des Auslegers 5 betrachtet seitlich
versetzt zu dem Anlenkpunkt 4 des Auslegers 5 angeordnet. Sie befinden sich dabei
nicht hinter der seitlichen Projektion des Anlenkpunktes 4 des Auslegers 5. Insofern
liegen die Abstützeinrichtungen 7 zwischen dem Anlenkpunkt 4 und dem Rand 14 des Oberwagens.
Die Abstützeinrichtungen 7 sind insofern symmetrisch angeordnet. Insofern ist eine
erste Abstützeinrichtung 7 in Auslegerichtung des Auslegers 5 zu einer ersten Seite
seitlich versetzt angeordnet und die zweite Abstützeinrichtung 7 in Auslegerichtung
des Auslegers 5 zu der gegenüberliegenden Seite seitlich versetzt angeordnet.
1. Mobile Baumaschine (1), vorzugsweise Radbagger, Kettenbagger oder Kran, umfassend
einen fahrbaren Unterwagen (2), einen um eine vertikal ausgerichtete Drehachse drehbar
auf dem Unterwagen (2) angeordneten Oberwagen (3), einen auf dem Oberwagen (3) an
einem Anlenkpunkt (4) schwenkbar angebrachten Ausleger (5) zur Aufnahme einer Last
an einem an dem Ausleger (5) angeordneten Lastpunkt (6) und zumindest eine mittels
eines Antriebs bewegbare Abstützeinrichtung (7) mit einem sowohl in horizontaler Richtung
als auch in vertikaler Richtung verlagerbaren Endpunkt (8) zur Abstützung der mobilen
Baumaschine (1) gegen den Untergrund (9), wobei für die Bedienung der Baumaschine
(1) zumindest eine Steuereinrichtung und zumindest ein mit der Steuereinrichtung verbundenes
Bedienelement sowie jeweils mit der Steuereinrichtung verbundene Sensoren zur Erfassung
von Last- und/oder Positionszuständen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützeinrichtung (7) oder bei mehreren vorhandenen Abstützeinrichtungen (7)
zumindest eine der Abstützeinrichtungen (7) mittel- oder unmittelbar am Oberwagen
(3) angebracht ist, vorzugsweise zumindest zwei Abstützeinrichtungen (7) jeweils mittel-
oder unmittelbar am Oberwagen (3) angebracht sind.
2. Mobile Baumaschine (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine am Oberwagen (3) angebrachte Abstützeinrichtung (7) um eine Schwenkachse
(10) schwenkbar mittel- oder unmittelbar am Oberwagen (3) angebracht ist, wobei die
Schwenkachse (10) vorzugsweise parallel zur Drehachse des Oberwagens (3) ausgerichtet
ist.
3. Mobile Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Abstützeinrichtung (7) mehrgliedrig mit wenigstens zwei Gliedern ausgebildet
ist.
4. Mobile Baumaschine (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einer Abstützeinrichtung (7) zumindest zwei Glieder (11) teleskopierbar
ausgebildet sind und zusammen ein Teleskop (13) bilden.
5. Mobile Baumaschine (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einer Abstützeinrichtung (7) zumindest ein Glied (11) wenigstens orthogonal
zur Schwenkachse (10) dieser Abstützeinrichtung (7) schwenkbar angeordnet ist, vorzugsweise
in allen drei Raumachsen schwenkbar angeordnet ist.
6. Mobile Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einer Abstützeinrichtung (7) der Endpunkt (8) als ein schwenkbarer
Fuß oder als ein Kugelgelenk-gelagerter Fuß oder als ein Rad oder als eine Rolle ausgebildet
ist.
7. Mobile Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einer Abstützeinrichtung (7) der Antrieb zumindest ein elektro-mechanisches
Antriebsmittel umfasst und/oder bei wenigstens einer Abstützeinrichtung (7) der Antrieb
zumindest ein hydraulisches Antriebsmittel umfasst.
8. Mobile Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine mittel- oder unmittelbar am Oberwagen (3) angebrachte Abstützeinrichtung
(7) in Auslegerichtung des Auslegers (5) vor dem Anlenkpunkt (4) des Auslegers (5),
vorzugsweise am Ausleger (5) selbst, angeordnet ist.
9. Mobile Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine mittel- oder unmittelbar am Oberwagen (3) angebrachte Abstützeinrichtung
(7) in Auslegerichtung des Auslegers (5) seitlich versetzt zu dem Anlenkpunkt (4)
des Ausleger (5) angeordnet ist.
10. Mobile Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Abstützeinrichtungen (7) in Auslegerichtung des Auslegers (5) jeweils
seitlich versetzt zu dem Ausleger (5) angeordnet sind, wobei zumindest eine erste
Abstützeinrichtung (7) in Auslegerichtung des Auslegers (5) zu einer ersten Seite
seitlich versetzt und zumindest eine weitere Abstützeinrichtung (7) in Auslegerichtung
des Auslegers (5) zu der gegenüberliegenden Seite seitlich versetzt angeordnet ist.
11. Mobile Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der von den jeweils mit der Steuereinrichtung verbundenen Sensoren
dem Ausleger (5) zur Erfassung von dessen Last- und/oder Positionszuständen zugeordnet
ist und/oder zumindest einer der von den jeweils mit der Steuereinrichtung verbundenen
Sensoren einer Abstützeinrichtung (7) zur Erfassung von deren Last- und/oder Positionszuständen
zugeordnet ist.
12. Mobile Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung für die Auswertung der von den Sensoren erkannten Last- und/oder
Positionszustände und zur Ansteuerung der Antriebe ausgebildet und derart eingerichtet
ist, dass die Ansteuerung der Antriebe unter Berücksichtigung der Auswertung der von
den Sensoren erkannten Last- und/oder Positionszustände derart erfolgt, dass zu jeder
Zeit ein standstabiler Bewegungszustand der mobilen Baumaschine (1) gegeben ist.
13. Verfahren zur Ansteuerung einer mobile Baumaschine (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung der Antriebe durch die Steuereinrichtung unter Berücksichtigung der
Auswertung der von den Sensoren erkannten Last- und/oder Positionszustände derart
erfolgt, dass zu jeder Zeit ein standstabiler Bewegungszustand der mobilen Baumaschine
(1) gegeben ist.
14. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Abstützeinrichtungen (7) während eines Verfahrens der Last und/oder
Verschwenkens der Last unter Berücksichtigung der Auswertung der von den Sensoren
erkannten Last- und/oder Positionszuständen derart angesteuert werden, dass zu jedem
Zeitpunkt eine Abstützeinrichtung (7) als abstützende Abstützeinrichtung (7) angesteuert
wird, welche einen standstabilen Bewegungszustand der mobilen Baumaschine (1) gewährleistet,
und eine andere Abstützeinrichtung (7) als schreitende Abstützeinrichtung (7) angesteuert
wird, welche ohne Lastaufnahme mit ihrem Endpunkt (8) im Wesentlichen in Richtung
der Bewegung der Last verfahren wird, wobei bei Erreichen der unter Berücksichtigung
der abzustützenden Lastzustände maximalen Auslenkung des Endpunktes der als schreitende
Abstützeinrichtung (7) angesteuerten Abstützeinrichtung (7) diese Abstützeinrichtung
(7) fortan als abstützende Abstützeinrichtung (7) angesteuert wird und die zuvor als
abstützende Abstützeinrichtung (7) angesteuerte Abstützeinrichtung (7) fortan als
schreitende Abstützeinrichtung (7) angesteuert wird.