[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Brause mit einem Brausegehäusekörper, in dem
ein Hauptkanal zur Führung eines Brausefluids von einer Fluideintrittsseite zu einer
Fluidaustrittsseite ausgebildet ist, und einer Mengenzuschalteinrichtung, die zur
wahlweisen Einstellung einer Normalmenge oder einer gegenüber der Normalmenge um eine
Zusatzmenge größeren Steigerungsmenge des an der Fluidaustrittsseite abgebbaren Brausefluids
eingerichtet ist und ein nutzerbetätigbares Zuschaltventil aufweist.
[0002] Brausen dieser Art finden insbesondere als Sanitärbrausen und dort z.B. als Handbrausen
Verwendung, wobei in diesem Fall üblicherweise Wasser als Brausefluid fungiert. Diese
Brausen eignen sich jedoch in gleicher Weise für nicht-sanitäre Brauseanwendungen,
bei denen ein beliebiges Fluid als Brausestrahl abgegeben werden soll.
[0003] In einer normalen Betriebsart, i.e. Normalbetriebsart, ist die Brause in der Lage,
das Brausefluid in einer für diese Betriebsart vorgegebenen normalen Menge, i.e. Normalmenge,
abzugeben. Die Normalmenge ist u.a. bestimmt durch den freien nutzbaren Durchtrittsquerschnitt
der Fluidführung stromaufwärts der Brause und in der Brause bis zu einem zugehörigen
Brauseauslass sowie durch den Fluiddruck des an und in der Brause anstehenden Brausefluids.
[0004] Durch die Mengenzuschalteinrichtung ist die Brause in der Lage, in einer vorliegend
als Sonderbetriebsart bezeichneten Betriebsart das Brausefluid in einer gegenüber
der normalen Menge um eine gewisse Zusatzmenge größeren Menge, i.e. Steigerungsmenge
oder Boost-Menge, abzugeben. Dies kann beispielsweise in Duschsituationen genutzt
werden, bei denen der Benutzer in der normalen Betriebsart der Brause relativ wenig
Wasser verbrauchen will, wie in einem sogenannten Wassersparmodus der Brause, jedoch
kurzzeitig in der Sonderbetriebsart etwas mehr Wasser bzw. einen stärkeren Brausestrahl
wünscht, um Haare zu waschen oder Duschseife abzuwaschen.
[0005] Die Patentschrift
DE 40 20 615 C2 offenbart eine Brause der eingangs genannten Art, bei der es sich insbesondere um
eine sanitäre Handbrause handeln kann und bei der das Zuschaltventil eine Ventilkammer
aufweist, in die ein Fluidzufuhrkanal mündet und aus der eine Ventilauslassstruktur
ausmündet, deren effektiver Auslassquerschnitt von einem nutzerbetätigbaren, beweglichen
Ventilschließkörper zwischen einem kleineren und einem größeren Querschnitt veränderbar
ist, indem der Ventilschließkörper in der einen Stellung den Auslassquerschnitt vollständig
freigibt und in der anderen Stellung zumindest teilweise absperrt. Dabei kehrt das
Zuschaltventil selbsttätig von einer Betätigungsstellung, in die es vom Benutzer ausgehend
von einer Ausgangsstellung gebracht werden kann, in die Ausgangsstellung zurück. Je
nach Systemauslegung wird bei dieser Brause das Brausefluid in der Ausgangsstellung
des Zuschaltventils in der Normalmenge oder in der Steigerungsmenge abgegeben.
[0006] Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung einer Brause der eingangs
genannten Art zugrunde, die mit relativ geringem Herstellungsaufwand realisierbar
ist und in funktionell zuverlässiger und einfacher Weise das wahlweise Abgeben von
Brausefluid in der Normalmenge oder der demgegenüber größeren Steigerungsmenge ermöglicht
und gleichzeitig eine auf das Brausefluid wirkende Funktionskomponente aufweist, ohne
die Möglichkeit der gesteigerten Brausefluidabgabe zu stören.
[0007] Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung einer Brause mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben, deren Wortlaut hiermit durch expliziten Verweis zum Bestandteil der Beschreibung
gemacht wird. Dies schließt insbesondere auch alle Ausführungsformen der Erfindung
ein, die sich aus den Merkmalskombinationen ergeben, die durch die Rückbezüge in den
Unteransprüchen definiert sind.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Brause ist im Hauptkanal eine Fluidwirkeinheit angeordnet,
d.h. eine auf das durchströmende Fluid wirkende Komponente der Brause. Mit anderen
Worten weist die Brause u.a. die Fluidwirkeinheit auf. Hierbei kann es sich um eine
beliebige derartige herkömmliche Komponente handeln, wie einen Durchflussregler, ein
Partikelsieb, ein Filter, eine dem Brausefluid ein Additiv beimischende Komponente,
einen Rückschlagverhinderer, einen Belüfter etc.
[0009] Die Mengenzuschalteinrichtung weist einen die Fluidwirkeinheit umgehenden Bypasskanal
auf, der stromaufwärts der Fluidwirkeinheit aus dem Hauptkanal ausmündet und stromabwärts
der Fluidwirkeinheit in den Hauptkanal einmündet. Dies bedeutet, dass der Bypasskanal
einen die Fluidwirkeinheit enthaltenden Abschnitt des Hauptkanals umgeht. Das nutzerbetätigbare
Zuschaltventil ist ein Bypassventil zum wahlweisen Absperren oder Öffnen des Bypasskanals,
d.h. ein im Bypasskanal liegendes Absperrventil.
[0010] Durch diesen relativ einfach zu realisierenden Aufbau ermöglicht es die Mengenzuschalteinrichtung
dem Benutzer, bei Bedarf das Brausefluid nicht nur durch den Hauptkanalabschnitt hindurchzuführen,
in welchem sich die Fluidwirkeinheit befindet, sondern zusätzlich über den Bypasskanal.
Wenn der Bypasskanal geschlossen ist, entspricht dies der Normalbetriebsart, in welcher
die Mengenzuschalteinrichtung das Brausefluid in der Normalmenge abgibt, die über
den Hauptkanal mit der darin befindlichen Fluidwirkeinheit geführt wird. Wenn der
Bypasskanal geöffnet ist, entspricht dies der Sonderbetriebsart, in der die Mengenzuschalteinrichtung
das Brausefluid in der gegenüber der Normalmenge um die Zusatzmenge größeren Steigerungsmenge
bereitstellt, wobei es sich bei der Zusatzmenge um die Menge an über den Bypasskanal
geführtem Brausefluid handelt. Dabei bleibt das über den Bypasskanal geführte Brausefluid
von der im Hauptkanal befindlichen Fluidwirkeinheit unbeeinflusst.
[0011] Somit lässt sich durch die erfindungsgemäße Brause mit relativ geringem Fertigungsaufwand
und zuverlässiger Funktionalität das Brausefluid wahlweise in der Normalmenge nur
über den Hauptkanal oder in der größeren Steigerungsmenge mit zusätzlicher Fluidführung
über den Bypasskanal abgeben.
[0012] In einer Weiterbildung der Erfindung umfasst die Fluidwirkeinheit ein Durchflussbegrenzerelement.
Dieses wirkt bekanntermaßen in definiert vorgebbarer Weise durchflussbegrenzend und
damit mengenbegrenzend für das im Hauptkanal geführte Fluid, beispielsweise zur Erzielung
einer Wassersparfunktion. Wenn in bestimmten Situationen mehr Brausefluid gewünscht
ist, lässt sich die betreffende Fluidzusatzmenge über den das Durchflussbegrenzerelement
umgehenden Bypasskanal führen. In alternativen Ausführungen ist eine andere Fluidwirkeinheit
im Hauptkanal angeordnet, z.B. ein Partikelsieb, ein Filter, ein Rückflussverhinderer,
ein Belüfter, eine Additivzugabekomponente oder dgl., wobei die Fluidwirkeinheit auch
eine beliebige Kombination mehrerer dieser Komponenten umfassen kann.
[0013] In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Brause als Handbrause ausgeführt, wobei
das Bypassventil an einem Griffteil des Brausegehäusekörpers angeordnet ist. Dabei
kann es sich z.B. um eine Handbrause in einem Duschraum oder Badezimmer oder um eine
Küchenhandbrause am Waschbecken einer Küche handeln. Ein sich üblicherweise an den
Griffteil anschließender Brausekopf mit zugehörigem Brauseauslass kann dabei vom Bypassventil
freigehalten werden. Zudem kann die Anordnung des Bypassventils am Griffteil für die
Bedienung durch den Benutzer von Vorteil sein, der den Griffteil des Brausegehäusekörpers
im Gebrauch üblicherweise mit einer Hand umfasst. In alternativen Ausführungen ist
das Bypassventil z.B. an einem Brausekopfteil angeordnet.
[0014] In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Brause als Handbrause konfiguriert,
und der Bypasskanal erstreckt sich mit einem überwiegenden Teil seiner Kanallänge
in einem Griffteil des Brausegehäusekörpers, wobei dies insbesondere den Fall einschließt,
dass sich der Bypasskanal mit seiner gesamten Länge im Griffteil erstreckt. Der Bypasskanal
kann sich beispielsweise in einem Wasserführungskörper befinden, der als Einsatzteil
in eine äußere Griffhülle des Griffteils eingeschoben ist. Vorteilhaft kann das Anordnen
des Bypasskanals im Griffteil mit dem Anordnen des Bypassventils am Griffteil des
Gehäusekörpers kombiniert sein, was jedoch nicht zwingend ist. In alternativen Ausführungen
kann sich der Bypasskanal z.B. vollständig oder großteils in einem Brausekopfteil
der Brause erstrecken.
[0015] In einer Ausgestaltung der Erfindung erstreckt sich der Hauptkanal der Brause im
Wesentlichen parallel zu einer Längsmittenachse des Griffteils in einem radial inneren
Bereich des Griffteils durch den Griffteil hindurch, während sich der Bypasskanal
in einem Bereich des Griffteils radial zwischen dem Hauptkanal und einer Außenseite
des Griffteils befindet. Dies stellt für viele Realisierungen der Brause eine vorteilhafte
Konfigurierung der Fluidführung mit dem Hauptkanal und dem Bypasskanal dar. Das Anordnen
des Bypasskanals in einem radial zum Mittenbereich des Griffteils nach außen versetzten
Bereich kann zudem für das Anordnen des Bypassventils zum Öffnen und Absperren des
Bypasskanals von Vorteil sein. In alternativen Ausführungen kann z.B. der Bypasskanal
in einem radial inneren Bereich des Griffteils und der Hauptkanal demgegenüber radial
nach außen versetzt verlaufen, wenn dies für entsprechende Anwendungen günstig ist.
[0016] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Bypassventil eine selbsthaltende Schließstellung
und eine selbstrückkehrende Öffnungsstellung auf. Die selbsthaltende Schließstellung
bedeutet, dass das Bypassventil in seiner den Bypasskanal absperrenden Schließstellung
verbleibt, solange es nicht vom Benutzer betätigt wird. Die selbstrückkehrende Öffnungsstellung
bedeutet, dass das Bypassventil von selbst in seine Schließstellung zurückkehrt, wenn
es vom Benutzer in seine Öffnungsstellung betätigt wurde und der Benutzer die Betätigung
beendet hat. Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass die Brause selbsttätig wieder in
ihre Normalbetriebsart zurückkehrt, wenn sie durch den Benutzer in die Sonderbetriebsart
versetzt wurde. In alternativen Ausführungen kann umgekehrt die Schließstellung des
Bypassventils selbstrücckehrend und die Öffnungsstellung selbsthaltend ausgeführt
sein, wenn dies für zugehörige Anwendungen von Vorteil ist. In weiteren alternativen
Ausführungen können sowohl die Schließstellung als auch die Öffnungsstellung selbsthaltend
ausgeführt sein, so dass in diesem Fall der Benutzer das Bypassventil immer dann aktiv
zu betätigen hat, wenn er es von der Schließstellung in die Öffnungsstellung oder
von der Öffnungsstellung in die Schließstellung verbringen will.
[0017] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Bypassventil eine Ventilöffnung und
eine mit dieser öffnend und schließend zusammenwirkende, nutzerbetätigbare, bewegliche
Ventilklappe auf. Dies stellt eine für viele Anwendungen ausreichende, fertigungstechnisch
einfache und in seiner Funktion zuverlässige Realisierung für das Bypassventil dar.
In alternativen Ausführungen kann das Bypassventil in einer anderen herkömmlichen
Weise ausgeführt sein, z.B. mit einem komplexer gebauten Ventilschließkörper und zugeordneter
Ventilöffnung bzw. zugeordnetem Ventilsitz.
[0018] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Ventilklappe schwenkbeweglich gehalten,
d.h. gelagert. Diese Bewegungskinematik ist vergleichsweise einfach realisierbar und
funktionssicher. Alternativ kann die Ventilklappe in anderer Weise beweglich gehalten
sein, z.B. translationsbeweglich oder rotationsbeweglich.
[0019] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Ventilklappe mit einem Betätigungselement
bewegungsgekoppelt, wobei es sich bei dem Betätigungselement um das vom Benutzer zur
Ventilbetätigung direkt zu betätigende Element handelt, d.h. um die Nutzerschnittstelle
des Bypassventils. Insbesondere kann das Betätigungselement ein Druckknopf sein, alternativ
ein anderes herkömmliches Betätigungselement, wie ein Drehknopf oder ein Zugknopf.
Durch die Bewegungskopplung initiiert das vom Benutzer aktivierte Betätigungselement
die zur Erzielung der gewünschten Ventilfunktion benötigte Bewegung der Ventilklappe.
[0020] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Betätigungselement über ein
Blattfederelement mit der Ventilklappe gekoppelt. Dabei ist das Blattfederelement
durch das Betätigungselement von einer selbsthaltenden Ausgangsstellung in eine selbstrückkehrende
Betätigungsstellung verformbar. Die federelastischen Eigenschaften des Blattfederelements
sorgen somit bei dieser Ausführung vorteilhaft dafür, dass das Bypassventil bei Bedarf
selbsttätig von seiner Öffnungsstellung in seine Schließstellung zurückkehren kann,
ohne dass dies der Benutzer aktiv veranlassen muss. Es genügt dann vielmehr hierfür,
dass er das Betätigungselement einfach wieder loslässt. Andererseits kann der Benutzer
die Federkraft des Blattfederelements überwinden, um dieses und damit die Ventilklappe
von der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung zu verbringen. In alternativen
Ausführungen ist die Ventilklappe in einer anderen, herkömmlichen Weise an das Betätigungselement
gekoppelt, z.B. über eine Hebelkopplung, eine Zahnkranzkopplung etc.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Ventilklappe einstückig mit
dem Blattfederelement ausgebildet. Dies ermöglicht eine einfache Fertigung des Blattfederelements
und der Ventilklappe als ein einziges Bauteil und vermeidet zudem Montageaufwand zum
Koppeln der Ventilklappe an das Blattfederelement bei der Herstellung der Brause.
In alternativen Ausführungen bildet die Ventilklappe ein vom Blattfederelement getrenntes,
eigenständiges Bauteil und wird bei der Montage der Brause mit dem Blattfederelement
gekoppelt.
[0022] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Blattfederelement an zwei in seiner
Längsrichtung beabstandeten Lagerstellen gelagert und dabei zumindest an einer ersten
der beiden Lagerstellen drehbeweglich gehalten. Das Betätigungselement ist dafür eingerichtet,
auf einen zwischen den beiden Lagerstellen liegenden Kraftbeaufschlagungsbereich des
Blattfederelements in Richtung quer zur Längsrichtung des Blattfederelements einzuwirken.
Dabei ist die Ventilklappe mit dem Blattfederelement an dessen erster Lagerstelle
bewegungsgekoppelt. Dies stellt eine sehr vorteilhafte Ausführung der Betätigungskonfiguration
für die Ventilklappe dar.
[0023] Auf Wunsch bietet diese Realisierung die Möglichkeit, das Blattfederelement derart
zu lagern und mit der Betätigungskraft durch den Benutzer zu betätigen, dass es zwischen
einem konkav und einem konvex gekrümmten Verlauf umspringt bzw. umklappt, wenn es
zwischen seiner Ausgangsstellung und seiner Betätigungsstellung betätigt wird. Dadurch
lässt sich erreichen, dass der Benutzer das Bypassventil mit einer geringeren Haltekraft
in der Betätigungsstellung halten kann, als er zum Betätigen des Bypassventils von
der Ausgangsstellung, d.h. Schließstellung, in die Betätigungsstellung, d.h. Öffnungsstellung,
benötigt. Trotz dieses Umklappens des Blattfederelements kann auch in diesem Fall
die Betätigungsstellung, i.e. Öffnungsstellung, des Bypassventils selbstrückkehrend
ausgeführt sein, wenn dies gewünscht ist. In alternativen Ausführungen ist das Blattfederelement
z.B. nur einseitig gelagert bzw. eingespannt und kann an seinem anderen Endbereich
federelastisch bewegt, insbesondere verschwenkend verformt, werden.
[0024] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt.
Diese und weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung werden nachfolgend näher
beschrieben. Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht einer erfindungsgemäßen Brause,
Fig. 2 eine schematische, teilweise Längsschnittansicht eines hier interessierenden
Teils einer erfindungsgemäßen Brause mit einem Bypassventil in Schließstellung und
Fig. 3 die Ansicht von Fig. 2 bei geöffnetem Bypassventil.
[0025] Bei der erfindungsgemäßen Brause kann es sich z.B. um eine Sanitärbrause handeln,
alternativ um eine Brause für eine nicht-sanitäre Anwendung, bei der Bedarf an der
Bereitstellung eines Brausestrahls aus einem bestimmten Brausefluid besteht. Dabei
kann die erfindungsgemäße Brause beispielsweise eine Handbrause, wie in Fig. 1 exemplarisch
dargestellt, für einen Duschraum oder an einer Badewanne sein, alternativ eine Kopfbrause
oder Seitenbrause eines Duschraums oder eine Küchenbrause. Die in Fig. 1 gezeigte
Handbrause weist in an sich üblicher Weise einen Brausegehäusekörper 1 mit einem Griffteil
1a und einem sich daran anschließenden Brausekopfteil 1b auf. Das Brausefluid kann
ein beliebiges Fluid je nach vorliegender Anwendung sein, in sanitären Anwendungen
üblicherweise Wasser.
[0026] Die Fig. 2 und 3 zeigen in einem Längsschnitt einen hier interessierenden Teil eines
Wasserführungskörpers 1' einer erfindungsgemäßen Brause für ein exemplarisches Ausführungsbeispiel.
Der Wasserführungskörper 1' kann beispielsweise in den Griffteil 1a der Brause von
Fig. 1 eingesetzt sein und dadurch einen entsprechenden Teil eines Brausegehäusekörpers
1 der Brause bilden. Alternativ kann der Brausegehäusekörper 1 einen dem Wasserführungskörper
1' entsprechenden Aufbau im Inneren fest integriert enthalten, insbesondere im Inneren
seines Griffteils 1a. Weiter alternativ kann der Wasserführungskörper 1' in einen
Griffteil einer anderen Brause oder in eine andere Komponente einer dadurch erfindungsgemäß
ausgeführten Brause eingesetzt sein.
[0027] Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, ist im Brausegehäusekörper 1 der erfindungsgemäßen
Brause ein Hauptkanal 2 zur Führung eines Brausefluids von einer Fluideintrittsseite
3 zu einer Fluidaustrittsseite 4 ausgebildet. Im gezeigten Beispiel weist der Brausegehäusekörper
1 bzw. der Wasserführungskörper 1' an der Fluideintrittsseite 3 ein Schraubanschlussgewinde
14 auf, an den ein fluidzuführender Schlauch angeschlossen werden kann. Des Weiteren
umfasst die Brause eine Mengenzuschalteinrichtung, die zur wahlweisen Einstellung
einer Normalmenge oder einer gegenüber der Normalmenge um eine Zusatzmenge größeren
Steigerungsmenge des an der Fluidaustrittsseite 4 abgebbaren Brausefluids eingerichtet
ist und ein nutzerbetätigbares Zuschaltventil aufweist.
[0028] Im Hauptkanal 2 ist eine Fluidwirkeinheit 5 angeordnet. Die Mengenzuschalteinrichtung
weist einen die Fluidwirkeinheit 5 umgehenden Bypasskanal 6 auf, der stromaufwärts
der Fluidwirkeinheit 5 aus dem Hauptkanal 2 ausmündet und stromabwärts der Fluidwirkeinheit
5 wieder in den Hauptkanal 2 einmündet. Das nutzerbetätigbare Zuschaltventil ist ein
Bypassventil 7 zum wahlweisen Absperren oder Öffnen des Bypasskanals 6, wobei das
Bypassventil 7 in Fig. 2 in Schließstellung und in Fig. 3 in Offenstellung gezeigt
ist.
[0029] In der Schnittansicht der Fig. 2 und 3 sind die Bestandteile und die konstruktive
Realisierung der Mengenzuschalteinrichtung für ein exemplarisches Beispiel gezeigt.
Es versteht sich, dass diese Realisierung der Mengenzuschalteinrichtung nicht auf
die in Fig. 1 gezeigte Brause beschränkt ist, d.h. auch bei anderen Realisierungen
der erfindungsgemäßen Brause ist diese spezielle Ausführung der Mengenzuschalteinrichtung
verwendbar. Weiter versteht es sich, dass die erfindungsgemäße Brause in der Realisierung
der Mengenzuschalteinrichtung nicht auf die in den Fig. 2 und 3 zu erkennende spezielle
Ausführung beschränkt ist.
[0030] In vorteilhaften Ausführungsformen umfasst die Fluidwirkeinheit 5, wie im gezeigten
Beispiel, ein Durchflussbegrenzerelement 8. Optional weist die Fluidwirkeinheit 5
eine oder mehrere weitere, herkömmliche, hier nicht gezeigte Komponenten auf, wie
ein Drosselelement, ein Partikelsieb, einen Rückschlagverhinderer, ein Belüfterelement
oder eine Einheit zur Beimischung eines Additivs zum im Hauptkanal 2 geführten Brausefluid.
Weiter alternativ kann die Fluidwirkeinheit 5 eine oder mehrere derartige Komponenten
ohne das Durchflussbegrenzerelement 8 umfassen.
[0031] Das Durchflussbegrenzerelement 8 dient wie üblich dazu, den zur Durchströmung mit
dem Brausefluid zur Verfügung stehenden, freien Durchflussquerschnitt des Hauptkanals
2 und damit die Menge bzw. Durchflussrate von im Hauptkanal 2 strömendem Brausefluid
auf ein mittels des Durchflussbegrenzerelements 8 festlegbares Maß zu begrenzen. In
einer alternativen Ausführung beinhaltet die Fluidwirkeinheit 5 ein Drosselelement,
das den Durchlassquerschnitt bzw. Durchflussquerschnitt des Hauptkanals so stark verengt,
dass nur noch wenig Fluid passieren kann, um einen tröpfelnden oder schwach sprühenden
Brausestrahl bereitzustellen.
[0032] Wenn das Bypassventil 7 den Bypasskanal 6 geschlossen hält, wie in Fig. 2 gezeigt,
strömt das Brausefluid ausschließlich durch den Hauptkanal 2 von der Fluideintrittsseite
3 zur Fluidaustrittsseite 4 der Brause. Vorliegend wird dieser Betriebszustand mit
abgesperrtem Bypasskanal ohne Beschränkung der Allgemeinheit als Normalbetriebsart
bezeichnet und die dabei durch den Hauptkanal 2 einschließlich des die Fluidwirkeinheit
5 aufweisenden Bereichs hindurchströmende Menge an Brausefluid als Normalmenge.
[0033] Wenn das Bypassventil 7 durch entsprechende Nutzerbetätigung von dieser Schließstellung
in seine den Bypasskanal 6 öffnende Öffnungsstellung verbracht wird, wie in Fig. 3
gezeigt, strömt das Brausefluid zusätzlich über den Bypasskanal 6, so dass in diesem
Fall die Menge an Brausefluid, das an der Fluidaustrittsseite 4 abgegeben werden kann,
um die durch den Bypasskanal 7 hindurchströmende Zusatzmenge größer ist als die Normalmenge
an Brausefluid, die im Bereich der vom Bypasskanal 6 umgangenen Fluidwirkeinheit 5
durch den Hauptkanal 2 hindurchströmt. Vorliegend wird dieser Betriebszustand mit
geöffnetem Bypasskanal 6 auch als Sonderbetriebsart bezeichnet, wiederum ohne Beschränkung
der Allgemeinheit.
[0034] In entsprechenden Ausführungsformen ist die Brause, wie im Beispiel von Fig. 1 gezeigt,
eine Handbrause. Dabei ist das Bypassventil 7 am Griffteil 1a des Brausegehäusekörpers
1 angeordnet und/oder der Bypasskanal 6 erstreckt sich mit einem überwiegenden Teil
seiner Kanallänge in dem Griffteil 1a. Im gezeigten Beispiel sind beide Alternativen
realisiert. Vorzugsweise erstreckt sich der Bypasskanal 6, wie im gezeigten Beispiel,
insgesamt, d.h. mit seiner ganzen Kanallänge, in dem Griffteil 1a.
[0035] In vorteilhaften Ausführungen erstreckt sich der Hauptkanal 2 im Wesentlichen parallel
zu einer Längsmittenachse LG des Griffteils 1a in einem radial inneren Bereich desselben
durch das Griffteil 1a hindurch, und der Bypasskanal 6 befindet sich in einem Bereich
des Griffteils 1a radial zwischen dem Hauptkanal 2 und einer Außenseite 9 des Griffteils
1a, wie im gezeigten Beispiel.
[0036] In entsprechenden Realisierungen weist das Bypassventil 7, wie im gezeigten Beispiel,
eine selbsthaltende Schließstellung und eine selbstrückkehrende Öffnungsstellung auf.
Dies bedeutet, dass das Bypassventil 7 den Bypasskanal 6 geschlossen hält, solange
es nicht vom Benutzer betätigt wird, und dass es ohne aktive Betätigung durch den
Benutzer wieder selbsttätig in seine Schließstellung zurückkehrt, wenn es vom Benutzer
in seine Öffnungsstellung betätigt wurde und der Benutzer diese Betätigung dann wieder
beendet.
[0037] In entsprechenden Ausführungen weist das Bypassventil 7, wie im gezeigten Beispiel,
eine Ventilöffnung 10 und eine mit dieser öffnend und schließend zusammenwirkende,
nutzerbetätigbare, bewegliche Ventilklappe 11 auf. Mit anderen Worten bildet in diesem
Fall die Ventilklappe 11 einen beweglichen Ventilschließkörper für das Bypassventil
7, der vom Benutzer zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung umgestellt
werden kann.
[0038] Optional ist eine übliche Dichtung an der Ventilöffnung 10 angeordnet, z.B. als Ventilsitz
für die Ventilklappe 11, im gezeigten Beispiel ein O-Dichtring 16. Zusätzlich oder
alternativ kann die Ventilklappe 11 auf ihrer der Ventilöffnung 10 zugewandten Seite
mit einer Dichtung versehen sein.
[0039] In entsprechenden Ausführungen ist die Ventilklappe 11, wie im gezeigten Beispiel,
schwenkbeweglich gehalten. Zusätzlich oder alternativ ist die Ventilklappe 11 mit
einem Betätigungselement 12 der Mengenzuschalteinrichtung bzw. des Bypassventils 7
bewegungsgekoppelt, wie ebenfalls im gezeigten Beispiel realisiert. Bei dem Betätigungselement
12 kann es sich um ein beliebiges herkömmliches Ventilbetätigungselement handeln,
insbesondere um einen Druckknopf 12', wie im gezeigten Beispiel. Zum Öffnen des Bypassventils
7 drückt der Benutzer den Druckknopf 12' von einer ausgefahrenen Stellung gemäß Fig.
2 in eine eingefahrene Stellung gemäß Fig. 3. Alternativ kann das Betätigungselement
12 z.B. auch ein Zugknopf, ein Drehknopf, ein Kipphebel, ein Betätigungsschieber etc.
sein.
[0040] In vorteilhaften Ausführungsformen ist das Betätigungselement 12, wie im gezeigten
Beispiel, über ein Blattfederelement 13 der Mengenzuschalteinrichtung bzw. des Bypassventils
7 mit der Ventilklappe 11 gekoppelt, wobei das Blattfederelement 13 durch das Betätigungselement
12 von einer selbsthaltenden Ausgangsstellung in eine selbstrückkehrende Betätigungsstellung
verformbar ist. Dies bedeutet, dass das Blattfederelement 13 in seiner Ausgangsstellung
verbleibt, solange es durch den Benutzer nicht über das Betätigungselement 12 in die
Betätigungsstellung verformt wird, und dass es ohne aktiven Nutzerbetätigungseinfluss
selbsttätig wieder von seiner Betätigungsstellung in seine Ausgangsstellung zurückkehrt,
wenn und sobald der Benutzer keinen Betätigungseinfluss mehr auf das Blattfederelement
13 ausübt.
[0041] Dadurch ist das Blattfederelement 13 in der Lage, die Selbstrückkehr des Bypassventils
7 von seiner Öffnungsstellung in seine Schließstellung zu initiieren.
[0042] In einer vorteilhaften Realisierung ist die Ventilklappe 11 einstückig mit dem Blattfederelement
13 ausgebildet, d.h. die beiden Komponenten sind Bestandteile eines einzigen Bauteils
und brauchen daher bei der Fertigung der Brause nicht aneinander montiert werden.
[0043] In vorteilhaften Ausführungsformen ist, wie im gezeigten Beispiel, das Blattfederelement
13 an zwei in seiner Längsrichtung LB beabstandeten Lagerstellen 13a, 13b eingespannt
gehalten, wobei es zumindest an einer ersten Lagerstelle 13a seiner beiden beabstandeten
Lagerstellen 13a, 13b drehbeweglich gehalten ist. Passend dazu ist das Betätigungselement
12 dafür eingerichtet, auf einen zwischen den beiden Lagerstellen 13a, 13b liegenden
Kraftbeaufschlagungsbereich 13c des Blattfederelements 13 in Richtung quer zur Längsrichtung
LB des Blattfederelements 13 einzuwirken. Die Ventilklappe 11 ist mit dem Blattfederelement
13 an dessen erster Lagerstelle 13a bewegungsgekoppelt.
[0044] Die Lagerstellen 13a, 13b stützen sich auf hierfür im Brausegehäusegrundkörper 1
gebildeten Auflagern 15a, 15b ab, so dass die jeweilige Kombination aus Lagerstelle
13a, 13b des Blattfederelements 13 und Auflager 15a, 15b ein Festlager bildet, das
eine lokale Drehbewegung des Blattfederelements 13 an der betreffenden Lagerstelle
13a, 13b zulässt. Im gezeigten Beispiel sind das Blattfederelement 13 und die Auflager
15a, 15b im Bypasskanal 6 bzw. in einem mit diesem fluidverbundenen Aufnahmeraum angeordnet
und befinden sich daher im Betrieb der Brause im Brausefluid, d.h. werden von diesem
umspült.
[0045] Diese konstruktive Ausführung der Kombination von Blattfederelement 13 und Betätigungselement
12 trägt zu einem funktionssicheren und für den Benutzer komfortablen Betätigungsverhalten
für die Betätigung des Bypassventils 7 bei. Wenn der Benutzer über das Betätigungselement
12 eine Betätigungskraft auf das Blattfederelement 13 im Kraftbeaufschlagungsbereich
13c quer zur Längsrichtung LB des Blattfederelements 13 ausübt, hat dies eine entsprechende
Verformung des Blattfederelements 13 sowohl zwischen seinen beiden Lagerstellen 13a,
13b als auch zumindest an seiner drehbeweglich gehaltenen ersten Lagerstelle 13a zur
Folge. Letzteres bewirkt dann die gewünschte Bewegung der an die erste Lagerstelle
13a des Blattfederelements 13 angekoppelten Ventilklappe 11 von ihrer Schließstellung
in ihre Öffnungsstellung.
[0046] Das Blattfederelement 13 kann je nach Wunsch aus einem geeigneten Kunststoff- oder
Metallmaterial gefertigt sein, gleiches gilt für die mit ihm gekoppelte und gegebenenfalls
mit ihm einstückige Ventilklappe 11.
[0047] Bei entsprechender Ausführung und Lagerung des Blattfederelements 13, beispielsweise
wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, kommt es bei der Betätigung zum Umklappen des
Blattfederelements 13 zwischen einem konvexen Verlauf in der Ventilöffnungsstellung
oder Ventilschließstellung und einem konkaven Verlauf in der Ventilschließstellung
bzw. Ventilöffnungsstellung. Dies kann dem Benutzer eine günstige Betätigungskinematik
bieten und eine haptische Rückmeldung über die Ventilbetätigung vermitteln. Zudem
lässt sich in diesem Fall, wenn gewünscht, die Haltekraft, mit welcher der Benutzer
das Bypassventil 7 über das Betätigungselement 12 in der Öffnungsstellung halten kann,
geringer halten als die Betätigungskraft, die der Benutzer aufwenden muss, um das
Bypassventil 7 von seiner Schließstellung in seine Öffnungsstellung umzuschalten.
Die höhere Betätigungskraft ist zum Umklappen des Blattfederelements 13 vom einen
zum anderen Krümmungsverlauf erforderlich und insbesondere durch eine Einspannung
des Blattfederelements 13 zwischen den Auflagern 15a, 15b bedingt.
[0048] Im gezeigten Beispiel mündet der Bypasskanal 6, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich,
mit einem eintrittsseitigen Abschnitt 6a parallel zum Hauptkanal 2 aus einem vorgelagerten
Abschnitt des Hauptkanals 2 größeren Durchmessers aus, an dem das Schlauchanschlussgewinde
14 ausgebildet ist. In alternativen Ausführungen kann der Bypasskanal 6 auch quer
zum Hauptkanal 2 von diesem abzweigen, wie für eine exemplarische Realisierung durch
einen in den Fig. 2 und 3 gestrichelt angedeuteten Kanalverlauf 6'a. Weiter alternativ
ist eine schräge Ausmündung und/oder Einmündung des Bypasskanals 6 aus bzw. in den
Hauptkanal 2 möglich.
[0049] Mit einem austrittsseitigen Abschnitt 6b mündet der Bypasskanal 6 stromabwärts des
das umgangene Fluidwirkelement 5 enthaltenden Bereichs quer zum Hauptkanal 6 wieder
in diesen ein. Mit einem zwischenliegenden, mittleren Kanalabschnitt 6c verläuft der
Bypasskanal 6 wiederum im Wesentlichen parallel zum Hauptkanal 6. Die von der Ventilklappe
11 absperrbare Ventilöffnung 10 befindet sich an der Eintrittsseite des quer zur Längsrichtung
des Hauptkanals 6 verlaufenden austrittsseitigen Abschnitts 6b des Bypasskanals 6.
[0050] In entsprechenden Ausführungen ist das Betätigungselement 12, im gezeigten Beispiel
der Druckknopf, am Griffteil 1a des Brausegehäusekörpers 1 angeordnet, vorzugsweise
mit einer quer zur Längsmittenachse LG des Griffteils 1a verlaufenden Betätigungsrichtung.
Dies trägt zu einer vorteilhaft einfachen Bedienbarkeit des Betätigungselements 12
durch den Benutzer bei, der die Handbrause typischerweise am Griffteil 1a mit einer
Hand umfasst. Er kann in diesem Fall das Betätigungselement 12 mit einem oder mehreren
Fingern seiner den Griffteil 1a erfassenden Hand betätigen, insbesondere mit seinem
Daumen oder seinem Zeigefinger.
[0051] Optional ist das Blattfederelement 13 geschlitzt ausgeführt bzw. mit einem Führungsschlitz
versehen, in den ein Führungselement eingreift, so dass das Blattfederelement 12 während
seiner Verformungsbewegung zwischen seiner Ausgangsstellung bzw. Ventilschließstellung
und seiner Betätigungsstellung bzw. Ventilöffnungsstellung zusätzlich geführt wird.
[0052] Wie die gezeigten und die weiteren oben erläuterten Ausführungsbeispiele deutlich
machen, stellt die Erfindung eine Brause zur Verfügung, die in einer fertigungstechnisch
und funktionell vorteilhaften Weise eine vom Benutzer zuschaltbare Steigerung an von
der Brause abgegebenem Brausefluid ermöglicht.
1. Brause, insbesondere Sanitärbrause, mit
- einem Brausegehäusekörper (1), in dem ein Hauptkanal (2) zur Führung eines Brausefluids
von einer Fluideintrittsseite (3) zu einer Fluidaustrittsseite (4) ausgebildet ist,
und
- einer Mengenzuschalteinrichtung, die zur wahlweisen Einstellung einer Normalmenge
oder einer gegenüber der Normalmenge um eine Zusatzmenge größeren Steigerungsmenge
des an der Fluidaustrittsseite (4) abgebbaren Brausefluids eingerichtet ist und ein
nutzerbetätigbares Zuschaltventil aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- im Hauptkanal (2) eine Fluidwirkeinheit (5) angeordnet ist,
- die Mengenzuschalteinrichtung einen die Fluidwirkeinheit (5) umgehenden Bypasskanal
(6) aufweist, der stromaufwärts der Fluidwirkeinheit (5) aus dem Hauptkanal (2) ausmündet
und stromabwärts der Fluidwirkeinheit (5) in den Hauptkanal (2) einmündet, und
- das nutzerbetätigbare Zuschaltventil ein Bypassventil (7) zum wahlweisen Absperren
oder Öffnen des Bypasskanals (6) ist.
2. Brause nach Anspruch 1, weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidwirkeinheit (5) ein Durchflussbegrenzerelement (8) umfasst.
3. Brause nach Anspruch 1 oder 2, weiter dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Handbrause ist, wobei das Bypassventil (7) an einem Griffteil (1a) des Brausegehäusekörpers
(1) angeordnet ist und/oder sich der Bypasskanal (6) mit einem überwiegenden Teil
seiner Kanallänge in dem Griffteil (1a) erstreckt.
4. Brause nach Anspruch 3, weiter dadurch gekennzeichnet, dass sich der Hauptkanal (2) im Wesentlichen parallel zu einer Längsmittenachse (LG) des
Griffteils (1a) in einem radial inneren Bereich desselben durch das Griffteil (1a)
hindurch erstreckt und sich der Bypasskanal (6) in einem Bereich des Griffteils (1a)
radial zwischen dem Hauptkanal (2) und einer Außenseite (9) des Griffteils (1a) befindet.
5. Brause nach einem der Ansprüche 1 bis 4, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Bypassventil (7) eine selbsthaltende Schließstellung und eine selbstrückkehrende
Öffnungsstellung aufweist.
6. Brause nach einem der Ansprüche 1 bis 5, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Bypassventil (7) eine Ventilöffnung (10) und eine mit dieser öffnend und schließend
zusammenwirkende, nutzerbetätigbare, bewegliche Ventilklappe (11) aufweist.
7. Brause nach Anspruch 6, weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilklappe (11) schwenkbeweglich gehalten ist und/oder mit einem Betätigungselement
(12), insbesondere einem Druckknopf, bewegungsgekoppelt ist.
8. Brause nach Anspruch 7, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (12) über ein Blattfederelement (13) mit der Ventilklappe
(11) gekoppelt ist, wobei das Blattfederelement (13) durch das Betätigungselement
(12) von einer selbsthaltenden Ausgangsstellung in eine selbstrückkehrende Betätigungsstellung
verformbar ist.
9. Brause nach Anspruch 8, weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilklappe (11) einstückig mit dem Blattfederelement (13) ausgebildet ist.
10. Brause nach Anspruch 8 oder 9, weiter
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Blattfederelement (13) an zwei in seiner Längsrichtung (LB) beabstandeten Lagerstellen
(13a, 13b) gelagert und zumindest an einer ersten (13a) der beiden Lagerstellen (13a,
13b) drehbeweglich gehalten ist,
- das Betätigungselement (12) dafür eingerichtet ist, auf einen zwischen den beiden
Lagerstellen (13a, 13b) liegenden Kraftbeaufschlagungsbereich (13c) des Blattfederelements
(13) in Richtung quer zur Längsrichtung (LB) des Blattfederelements (13) einzuwirken,
und
- die Ventilklappe (11) mit dem Blattfederelement (13) an dessen erster Lagerstelle
(13a) bewegungsgekoppelt ist.