[0001] Die Erfindung geht aus von einem Steckverbindersystem gemäß der Gattung des unabhängigen
Anspruchs 1.
[0002] Desweiteren geht die Erfindung aus von einem elektrischen Energieverteilungssystem,
aufweisend ein Steckverbindersystem gemäß Anspruch 1.
[0003] Derartige Steckverbindersysteme und Energieverteilungssysteme werden unter anderem
benötigt, um eine flexible und gegebenenfalls auch mobile Energieversorgung, z. B.
ein mobiles Energieversorgungssystem für elektrische Landmaschinen, zu betreiben,
z. B. mittels einer wiederaufladbaren Batterie, d. h. eines Akkus. Alternativ oder
ergänzend können damit beispielsweise auch in Akkuracks angeordnete Akkus als Akkupacks
im Verbund betrieben werden.
Stand der Technik
[0004] Im Stand der Technik sind Batteriesäulen, Akkuschränke und Akkuracks bekannt, in
denen mehrere Akkus mittels mehrerer Patchkabel zueinander parallel und/oder in Reihe
geschaltet sind, um ihre Stromstärke und Ausgangsspannung jeweiligen Anforderungen
anzupassen. Weiterhin sind elektrische Landmaschinen bekannt, die eine zumeist mobile
elektrische Energieversorgung benötigen.
[0006] Die Druckschrift
EP 2 176 901 B1 zeigt einen Akkumulator für handgeführte, elektromechanische Werkzeuge, mit einer
Mehrzahl von Akkuzellen, die mittels mehrerer elektrischer Zellverbinder elektrisch
fest miteinander verbunden sind.
[0007] Die Druckschrift
DE 10 2016 124 501 A1 offenbart ein Batterie-Management-System für ein konfigurierbares Akkupack.
[0008] Die Druckschrift
DE 10 2020 132 965 A1 schlägt darauf aufbauend einen Hochstromsteckverbinder vor, der eine intuitive und
abwärtskompatible Kodierung zur Kennzeichnung seiner Stromtragfähigkeit besitzt. Zur
Lösung wird ein Hochstromsteckverbinder angegeben, dessen Kodierung durch die Tiefe
der Kontaktbohrung gebildet ist. Dadurch kann ausgeschlossen werden, dass Patchkabel,
welches eine zu geringe Stromtragfähigkeit besitzt, durch Fehlsteckungen überlastet
werden.
[0009] Nachteilig bei diesem Stand der Technik ist, dass in diesem Gebiet aufgrund der besonderen
Steifigkeit der dabei verwendeten elektrischen Energieübertragungskabel noch kein
ausreichend komfortabel handhabbarer Verpolungsschutz für die insbesondere einpoligen
Steckverbinder existiert. Die Energieübertragungskabel können z. B. einen Massivleiter
besitzen oder mehrdrähtig sein, was sich auf ihre Steifigkeit auswirkt. Zudem können
sie Stärken von zumindest 10 mm
2, insbesondere mindestens 20 mm
2, bevorzugt mindestens 40 mm
2, besonders bevorzugt 80 mm
2, insbesondere 100 mm
2, beispielsweise mindestens 150 mm
2 und - z. B. im Bahnbereich - sogar mehr aufweisen.
[0010] Durch diese hohe Steifigkeit der Energiekabel ist die Orientierung des Steckverbinders
in der Regel bereits vorgegeben. Ein Nachteil im Stand der Technik besteht also darin,
dass eine herkömmliche Kodierung in vielen Fällen en Stecken unmöglich macht, da sie
bereits eine Orientierung des Steckverbinders vorgibt, welche nicht mit den Gegebenheiten
der Verkabelung übereinstimmt.
[0011] Ohne Kodierung ist jedoch kein Verpolungsschutz gegeben. Findet aufgrund eines fehlenden
Verpolungsschutzes eine Vertauschung zweier Steckverbinder, welche zum Anschluss an
einen Plus- bzw. Minuspol einer Batterie/ eines Batteriesystems vorgesehen sind, statt,
so können bei entsprechend hohen Stromstärken nicht nur erhebliche Schäden an den
angeschlossenen elektrischen Maschinen, z. B. den besagten elektrischen Landmaschinen,
entstehen, sondern ggf. auch eine Gefahr für Leib und Leben. Auch aus diesem Grund
ist ein automatischer Verpolungsschutz von besonderes großer Bedeutung.
[0012] Um weiterhin ein sogenanntes "Ziehen unter Last", d. h. ein Trennen der Steckkontakte
während der elektrischen Energieübertragung, zu verhindern, ist im Stand der Technik
der sogenannte HV("Hochvolt")-Interlock bekannt. Der HV-Interlock überwacht die korrekte
Verbindung von Steckverbindungen im Hochvoltstromkreis mit dem Ziel, eine elektrische
Gefährdung durch unbeabsichtigtes, unsachgemäßes oder anderweitig bedingtes Trennen
einer HV-Steckverbindung bei aktiver HV-Anlage zu unterbinden. Um dies zu erreichen,
verfügt die HV-Anlage über die sogenannte Pilot- oder auch Sicherheitslinie. Dabei
handelt es sich um eine mit 12-V-Bordspannung beaufschlagte Reihenschaltung, die von
HV-Steckverbindung zu HV-Steckverbindung verläuft. Wird der Stromkreis der Pilotlinie
durch Abziehen einer der Steckverbindungen und das daraus resultierende Trennen der
Pilotkontakte im Stecker unterbrochen, so wird das von einer HV-Steuereinheit erkannt.
Als Folge öffnet die Steuereinheit umgehend die HV-Hauptrelais und schaltet die Anlage
spannungsfrei.
[0013] Dabei besteht jedoch das vorgenannte Problem, dass sich die Steckverbinder zum Stecken
mit dazu steckkompatiblen Einbausteckern in einer bestimmten Drehposition befinden
müssen, damit sich die entsprechenden Signalkontakte der besagten Pilotlinie miteinander
in elektrischen Kontakt kommen können. Üblicherweise sind die Steckverbinder jedoch
an die besagten, besonders starken elektrischen Energieübertragungskabel angeschlossen,
welche sich durch vorgenannte besonders hohe mechanische Steifigkeit auszeichnen und
somit auch keine oder eine nur sehr geringe Torsion zulassen. Dies beeinträchtigt
in der Praxis den Einsatz herkömmlicher elektrischer und/oder mechanischer Kodierungen,
insbesondere den HV-Interlock, erheblich oder macht deren Einsatz in vielen Fällen
sogar unmöglich.
[0014] Die Druckschrift
DE 10 2018 127 720 B3 zeigt einen Hochstromsteckverbinder der als Einbausteckverbinder zur Verwendung mit
einem bestimmten Gegensteckverbinder mechanisch kodierbar und dabei flexibel und komfortabel
an die Gegebenheiten eines beengten Bauraums, in dem er eingesetzt wird, anpassbar
ist. Dazu ist sein Isolierkörper um die Stiftachse drehbar am Stiftkontakt gehalten.
Dadurch kann ein damit gesteckter und daran kodierte und ausgerichtete gewinkelter
Steckverbinder drehbar gehalten sein, so dass dessen gewinkelter Kabelabgang innerhalb
des Bauraums je nach Bedarf flexibel ausrichtbar ist.
[0015] Ein solcher Steckverbinder ist jedoch mechanisch aufwändig, und somit nicht in jeder
Situation verwendbar. Insbesondere lässt er sich nur begrenzt mit dem vorgenannten
HV-Interlock-System, z. B. zur Verhinderung eines Ziehens unter Last, kombinieren,
weil die Verkabelung des HV-Interlock-Systems seine Drehfähigkeit einschränkt.
Aufgabenstellung
[0016] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Steckverbindersystem für ein elektrisches
Energieverteilungssystem anzugeben, das einen möglichst komfortabel zu handhabenden
Verpolungsschutz, auch unter Verwendung der besagt steifen Energieübertragungskabel,
bietet. Insbesondere soll auch ein Mehraufwand bei der Herstellung des Steckverbindersystems
gegenüber bereits existierenden Systemen vermieden oder zumindest möglichst geringgehalten
werden. Eine zusätzliche Aufgabe besteht darin, ein Energieverteilungssystem anzugeben,
das sich unaufwändig installieren und leicht handhaben lässt und einen zuverlässigen
Schutz gegen Fehlsteckungen, insbesondere Verpolungen, liefert.
[0017] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.
[0018] Ein Steckverbindersystem ist insbesondere für ein elektrisches Energieverteilungssystem
vorgesehen.
[0019] Das Steckverbindersystem besitzt zwei Steckverbinder, nämlich einen ersten und einen
zweiten Steckverbinder, die jeweils einen Steckbereich und einen Kabelabgang aufweisen.
Beispielsweise können diese beiden Steckverbinder anschlussseitig an jeweils ein elektrisches
Energieübertragungskabel angeschlossen sein, um z. B. ein elektrisches Gerät, wie
beispielsweise eine elektrische Landmaschine, mit elektrischer Energie zu versorgen.
[0020] Weiterhin besitzt das Steckverbindersystem zwei Einbausteckverbinder, nämlich einen
ersten Einbausteckverbinder und einen zweiten Einbausteckverbinder, die insbesondere
dazu dienen, anschlussseitig mit jeweils einem Pol einer Batterie oder eines Batteriesystems
- oder alternativ auch mit zwei Polen irgendeiner anderen Gleichstromquelle - verbunden
zu werden.
[0021] Der erste Einbausteckverbinder ist zum steckenden elektrischen Verbinden mit dem
besagten ersten Steckverbinder vorgesehen, d. h. der erste Einbausteckverbinder korrespondiert
mit dem ersten Steckverbinder. Dieser Steckvorgang findet gegebenenfalls in einer
ersten Steckrichtung statt.
[0022] Der zweite Einbausteckverbinder ist zum steckenden elektrischen Verbinden mit dem
besagten zweiten Steckverbinder vorgesehen, d. h. der zweite Einbausteckverbinder
korrespondiert mit dem zweiten Steckverbinder. Dieser Steckvorgang findet gegebenenfalls
in einer zweiten Steckrichtung statt.
[0023] Insbesondere können - je nach Eibausituation der Einbausteckverbinderdie erste und
die zweite Steckrichtung zueinander parallel verlaufen.
[0024] Allerdings ist jeder der besagten Steckverbinder mit jedem der besagten Einbausteckverbinder
mechanisch steckbar und im gesteckten Zustand elektrisch leitend verbindbar. Es sind
also auch Fehlsteckungen möglich, d. h. es ist somit auch der erste Einbausteckverbinder
mit dem zweiten Steckverbinder sowie der zweite Einbausteckverbinder mit dem ersten
Steckverbinder in Form einer Fehlsteckung steckbar und im gesteckten Zustand elektrisch
leitend verbindbar.
[0025] Dabei ist der jeweilige Steckverbinder in dem gesteckten Zustand um eine in der jeweiligen
Steckrichtung verlaufenden Drehachse in verschiedene Drehstellungen drehbar und/oder
der jeweilige Steckverbinder ist in einem beliebig um die Steckachse gedrehten Zustand
mit dem jeweiligen Einbausteckverbinder steckbar.
[0026] Das Steckverbindersystem besitzt ein elektrisches Kodiersystem.
[0027] Dieses Kodiersystem ist dazu eingerichtet, für jeden der Steckverbinder eindeutig
und unabhängig von seiner jeweiligen Drehstellung zu signalisieren, ob der jeweilige
Steckverbinder mit seinem jeweils korrespondierenden Einbausteckverbinder korrekt
gesteckt ist.
[0028] Dabei und im Folgenden versteht der Fachmann unter dem Begriff "korrekt gesteckt",
dass der jeweilige Steckverbinder mit seinem korrespondierenden Einbausteckverbinder
zur gewünschten elektrischen Energieübertragung bestimmungsgemäß mechanisch und elektrisch
leitend verbunden ist. Insbesondere kann der Steckverbinder dabei in seiner endgültigen
Steckposition am Einbausteckverbinder verrastet und/oder verriegelt sein.
[0029] Ein elektrisches Energieverteilungssystem besitzt ein solches Steckverbindersystem,
sowie eine Batterie oder ein Batteriesystem mit zwei Polen, nämlich einem Pluspol
und einem Minuspol, zwischen denen z. B. eine elektrische Versorgungsspannung anliegt,
weiterhin mindestens zwei elektrische Energieübertragungskabel, sowie zumindest einen
elektrisch schaltbaren elektrischen Schalter, z. B. ein Relais, wobei der elektrische
Schalter einen Eingang, einem Ausgang und einem Steuereingang aufweist.
[0030] Der Schalter ist dazu eingerichtet, seinen Ausgang mit seinem Eingang gemäß einem
an seinem Steuereingang anliegenden elektrischen Signal elektrisch leitend zu verbinden
oder davon zu trennen.
[0031] Dazu kann der Steuereingang zwei elektrische Steueranschlüsse aufweisen und das besagte
Steuersignal kann insbesondere ein Kurzschluss sein. Dieser Kurzschluss der beiden
Steueranschlüsse des Steuereigangs kann insbesondere durch korrektes Stecken des jeweiligen
Steckverbinders/ der Steckverbinder mit dem jeweils korrespondierenden Einbausteckverbinder
hergestellt werden. Insbesondere können die Signalkontakte mehrerer Einbausteckverbinder
je nach gewünschter Funktion elektrisch in Reihe oder auch parallel geschaltet werden.
Bevorzugt bietet sich dazu jedoch die Reihenschaltung der Signalkontakte beider Einbausteckverbinder
an, um zu bewirken, dass sie mit beiden Steckverbindern korrekt gesteckt sein müssen,
damit der elektrische Schalter, insbesondere das Relais, schließt.
[0032] Der Eingang des elektrischen Schalters ist mit einem der Pole der Batterie, nämlich
einem Plus- oder einem Minuspol, elektrisch leitend verbunden.
[0033] Zumindest einer der Einbausteckverbinder ist anschlussseitig mit dem Ausgang des
elektrischen Schalters angeschlossen.
[0034] Jeder der Steckverbinder ist kabelanschlussseitig an je eines der Energieübertragungskabel
angeschlossen.
[0035] Das Energieverteilungssystem ist dazu eingerichtet, den mindestens einen elektrischen
Schalter zu schließen, wenn das Kodiersystem signalisiert, dass jeder Einbausteckverbinder
mit seinem jeweils korrespondierenden Steckverbinder korrekt gesteckt ist.
[0036] Dies hat den Vorteil, dass die elektrische Energieversorgung automatisch nur dann
"eingeschaltet" wird, wenn die Steckverbinder mit den Einbausteckverbindern korrekt
gesteckt sind. Unter dem Begriff "eingeschaltet" ist dabei zu verstehen, dass die
beiden elektrischen Energieversorgungskabel an die elektrische Energieversorgung angeschlossen
sind, d. h. dass eines der beiden elektrischen Energieversorgungskabel mit dem Pluspol
und das andere Energieversorgungskabel mit dem Minuspol, z. B. der Batterie, elektrisch
leitend verbunden ist, um das daran angeschlossene elektrische Gerät, z. B. die Landmaschine,
elektrisch zu betreiben.
[0037] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der folgenden
Beschreibung angegeben.
[0038] Von besonderem Vorteil ist, dass ein Einschalten der Stromversorgung bei einer "Verpolung"
gar nicht erst stattfindet. Eine solche Verpolung könnte beispielsweise entstehen,
wenn der erste Steckverbinder mit dem zweiten Einbausteckverbinder und der zweite
Steckverbinder mit dem ersten Einbausteckverbinder gesteckt wären. Dann würde der
mindestens eine elektrische Schalter sich nicht schließen, der Stromkreis wäre nicht
geschlossen und die elektrische Stromversorgung würde nicht stattfinden.
[0039] Besonders vorteilhaft ist es weiterhin, dass durch die Automation des Einschaltvorgangs
weiterhin auch sowohl ein Stecken als auch Ziehen der Steckverbinder unter Last vermeidbar
ist. Schließlich wird bei noch nicht oder nicht mehr korrekt gesteckten Steckverbinder
die Stromversorgung unterbrochen. Die entsprechende Signalisierung kann beim Ziehen
des Steckverbinders aus dem Einbausteckverbinder vorauseilend und beim Stecken des
Steckverbinders in den Einbausteckverbinder nacheilend sein, um ein Ziehen oder Stecken
unter Last zu vermeiden. Dadurch kann der Einschaltvorgang beim Stecken nacheilend
und der Abschaltvorgang beim Ziehen vorauseilend sein. Somit werden Lichtbögen, Funken,
u. ä. vermieden, was sich vorteilhaft auf die Lebensdauer der Kontakte auswirkt.
[0040] Die Kodiereinrichtung besitzt also eine besonders vorteilhafte Doppelfunktion. Schließlich
bietet sie zum einen die besagte Verhinderung des Ziehens und/oder Steckens unter
Last und bietet zum anderen mittels der elektrischen Kodierung einen wirkungsvollen
Schutz gegen die vorgenannte Fehlsteckung.
[0041] In einer vorteilhaften Weiterbildung können die beiden elektrischen Energieübertragungskabel
zu einem elektrischen Gerät, z. B. einer elektrischen Landmaschine, gehören, an dessen
Elektromotor sie fest angeschlossen, z. B. mit dessen Anschlüssen sie fest verschraubt,
sind.
[0042] In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung kann an jedem der Energieübertragungskabel
zusätzlich zu dem jeweils an einem ersten Ende daran angeschlossenen Steckverbinder
jeweils ein weiterer, geräteseitiger Steckverbinder an einem zweiten Ende des Energieübertragungskabels
angeschlossen sein. Dieser geräteseitige Steckverbinder ist dafür vorgesehen, mit
jeweils einem weiteren, geräteseitigen Einbausteckverbinder des elektrischen Geräts,
insbesondere der Landmaschine, gesteckt zu werden. In diesem Fall kann die Energieverteilung
geräteseitig insbesondere ein komplettes weiteres Steckverbindersystem besitzen, welches
analog zu dem vorgenannten Steckverbindersystem aufgebaut ist. Dadurch kann zudem
vorteilhafterweise nämlich auch verhindert werden, dass geräteseitig eine Fehlsteckung
auftritt, bzw. bei einer Fehlsteckung kann die elektrische Energieübertragung an das
elektrische Gerät unterbunden werden. Erst wenn eine batterieseitig und geräteseitig
korrekte Steckung vorliegt, schließen sich sämtliche elektrischen Schalter, insbesondere
die Relais, sowohl batterie- als auch geräteseitig, und der Stromkreis ist vollständig
geschlossen, d. h. die elektrische Energieübertragung von der Batterie/ dem Batteriesystem
an das elektrische Gerät, insbesondere die Landmaschine, findet in diesem Fall erst
bei beidseitiger korrekter Steckung statt.
[0043] In einer anderen Ausgestaltung kann das Steckverbindersystem innerhalb eines Akkupack
eingesetzt werden, um mehrere Batterien/ Akkus je nach Anforderung parallel oder in
Reihe zu Schalten und dabei Fehlsteckungen zu unterbinden. Ist ein Akkupack dafür
vorgesehen, dass seine Batterien parallelgeschaltet werden, kann z. B. eine Reihenschaltung
unterbunden werden.
[0044] In einer bevorzugten Ausgestaltung kann es sich bei den Steckverbindern um gewinkelte
Steckverbinder handeln.
[0045] Unter dem Begriff "gewinkelte Steckverbinder" sind dabei Steckverbinder zu verstehen,
deren Kabelanschlussbereich zur Steckachse des Steckbereichs um einen Abgangswinkel
gewinkelt ist, der größer ist als 0°, wobei dieser Winkel idealerweise 90° betragen
kann, aber in vielen Fällen z. B. zwischen 85° und 95° liegt. Grundsätzlich kann dieser
Abgangswinkel aber auch einen Wert zwischen 0° und 95°, bevorzugt zwischen 5° und
95°, insbesondere zwischen 5° und 90°, beispielsweise zwischen 40° und 50° oder zwischen
25° und 40° oder zwischen 40° und 50° annehmen.
[0046] Ein besonderer Vorteil besteht dann darin, dass die elektrische Kodierung eine Drehung
des Steckverbinders im gesteckten Zustand um seine Steckachse zulässt, ohne dass davon
ihre Funktion beeinträchtigt ist.
[0047] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist daher jeder der Steckverbinder im gesteckten
Zustand endlos, d. h. um 360°, in jede beliebige Drehstellung drehbar. Dies vereinfacht
die Handhabung erheblich. Auch muss dabei vorteilhafterweise keine Rücksicht auf ggf.
existierende Steuerleitungen genommen werden.
[0048] Besonders vorteilhaft ist es weiterhin, dass die Steckverbinder in derjenigen Richtung
eingesteckt werden können, welche von ihrem jeweiligen Energieübertragungskabel vorgegeben
ist. Die Energieübertragungskabel können z. B. einen Massivleiter besitzen oder zumindest
mehrdrähtig sein, was sich auf ihre Steifigkeit auswirkt. Zudem können sie Stärken
von zumindest 10 mm
2, insbesondere mindestens 20 mm
2, bevorzugt mindestens 40 mm
2, besonders bevorzugt 80 mm
2, insbesondere 100 mm
2, beispielsweise mindestens 150 mm
2 und - z. B. im Bahnbereich - sogar mehr aufweisen. Es ist leicht vorstellbar, dass
die Kabelstärke die Flexibilität der Ausrichtung z. B. bereits bei der Verkabelung
eines Akkupacks beeinträchtigt, insbesondere keine nennenswerte Torsion zulässt, so
dass es besonders vorteilhaft ist, wenn der Steckverbinder gegenüber seinem korrespondierenden
Einbausteckverbinder entsprechend drehbar und/oder im gedrehten Zustand mit seinem
korrespondierenden Einbausteckverbinder steckbar ist.
[0049] Insbesondere ist die Erfindung für derartige gewinkelte Steckverbinder von besonderem
Vorteil, weil durch ihre Drehbarkeit im gesteckten Zustand gewährleistet ist, dass
der jeweilige Kabelabgang gezielt und intuitiv mit nur wenig Aufwand händisch in eine
Richtung gedreht werden kann, in der sich die davon abgehenden Energiekabel gegenseitig
nicht behindern. Dies kann z. B. beim Einsatz von Patchkabeln, z. B. bei der besagten
Verkabelung von Akkuracks, vom besonderem Vorteil sein.
[0050] Aber auch, wenn es sich bei den Steckverbindern um nichtgewinkelte Steckverbinder
handelt, die sich dadurch auszeichnen, dass ihr Kabelanschlussbereich zur Steckachse
des Steckverbinders im Rahmen der Fertigkeitstoleranzen einen Winkel von 0° bildet,
ist die besagte Drehbarkeit und/oder die Steckbarkeit in jedem um die Steckachse gedrehten
Zustand von besonderem Vorteil. Schließlich ist der Kabelverlauf meist durch die äußeren
Gegebenheiten weitgehend vorgegeben. Die besagt große Kabelstärke der elektrischen
Energieübertragungskabel ermöglicht - wie bereits ausführlich erwähnt - keine nennenswerte
Torsion, so dass die Drehstellung durch die Anordnung des Kabels und durch die weiteren
Gegebenheiten insbesondere der Verkabelung weitgehend vorgegeben ist. Beispielsweise
kann in dem besagten Batterierack/ Akkurack, also einem Rack, in dem mehrere Batterien/
Akkus z. B. übereinander angeordnet und mittels mehrerer Patchkabel elektrisch in
Reihe und/oder parallel verbunden sind, die Drehrichtung jedes Steckverbinders bereits
durch den Verlauf des jeweiligen Patchkabels weitgehend vorgegeben sein.
[0051] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Steckverbinder und Einbausteckverbinder
dazu ausgelegt, je eine elektrische Energie mit je einem elektrischen Strom von mehr
als 20 A ("Ampere") zu und/oder einer anliegenden elektrischen Spannung von mehr als
50 V zu übertragen.
[0052] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist jeder Steckverbinder einpolig ausgeführt
und besitzt genau einen elektrisch leitfähigen Energieübertragungskontakt. Auch der
jeweilige Einbausteckverbinder ist dann einpolig ausgeführt, d. h. er besitzt genau
einen Gegenkontakt zum steckenden elektrischen Verbinden mit dem genau einen Energieübertragungskontakt
des korrespondierenden Steckverbinders zum Zweck der elektrischen Energieübertragung
an den jeweiligen Steckverbinder.
[0053] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung kann jeder der Steckverbinder je einen
Isolierkörper mit einer zumindest abschnittsweise zylindrischen Stecköffnung besitzen.
Somit besitzt der erste Steckverbinder eine erste Stecköffnung und der zweite Steckverbinder
eine zweite Stecköffnung. Das Kodiersystem kann dann innenseitig jeder Stecköffnung
je eine umlaufende elektrisch leitende Kurzschlussbrücke aufweisen, nämlich eine erste
Kurzschlussbrücke in der ersten Stecköffnung des ersten Steckverbinders sowie eine
zweite Kurzschlussbrücke in der zweiten Stecköffnung des zweiten Steckverbinders.
Insbesondere kann jeder Isolierkörper im Wesentlichen hohlzylinderförmig ausgeführt
sein, also zudem eine zylinderförmige Außenkontur besitzen, um die besagte Drehbarkeit
zu ermöglichen oder zu erleichtern.
[0054] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können die Steckverbinder zueinander
im Wesentlichen gleich ausgeführt sein und sich voneinander im Wesentlichen nur durch
Form und Lage der jeweiligen Kurzschlussbrücken, welche in ihren jeweiligen Stecköffnungen
angeordnet sind, unterscheiden.
[0055] In einer bevorzugten Weiterbildung ist jede der Kurzschlussbrücken hohlzylindrisch
ausgeführt und weist somit eine Zylinderachse auf. Jede Kurzschlussbrücke besitzt
eine in Richtung der Zylinderachse zu messende Höhe. Zudem besitzt jeder Kurzschlussbrücke
ein steckseitiges Ende und ein kabelanschlussseitiges Ende. An ihrem steckseitigen
Ende besitzt jede Kurzschlussbrücke eine steckseitige Kante. An ihrem kabelanschlussseitigen
Ende besitzt die Kurzschlussbrücke eine kabelanschlussseitige Kante. Die kabelanschlussseitige
Kante ist um die jeweilige Höhe von der steckseitigen Kante dieser Kurzschlussbrücke
beabstandet.
[0056] In einer bevorzugten Weiterbildung ist die Höhe der ersten Kurzschlussbrücke geringer
ist als die Höhe der zweiten Kurzschlussbrücke. Bevorzugt kann die Höhe der ersten
Kurzschlussbrücke um zumindest 1,5 mm ("Millimeter") geringer sein als die Höhe der
zweiten Kurzschlussbrücke. Besonders bevorzugt kann die Höhe der ersten Kurzschlussbrücke
um zumindest 2,5 mm geringer sein als die Höhe der zweiten Kurzschlussbrücke. Insbesondere
kann die Höhe der ersten Kurzschlussbrücke um zumindest 5 mm geringer sein als die
Höhe der zweiten Kurzschlussbrücke. Beispielsweise kann die Höhe der ersten Kurzschlussbrücke
um zumindest 7,5 mm geringer sein als die Höhe der zweiten Kurzschlussbrücke. Zum
Beispiel kann die Höhe der ersten Kurzschlussbrücke sogar um zumindest 10 mm ("Millimeter")
geringer sein als die Höhe der zweiten Kurzschlussbrücke.
[0057] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die steckseitige Kante der zweiten
Kurzschlussbrücke tiefer in der Stecköffnung des zweiten Steckverbinders angeordnet
als die steckseitige Kante der ersten Kurzschlussbrücke in der Stecköffnung des ersten
Steckverbinders.
[0058] Beide vorgenannten Merkmalskomplexe dienen vorteilhafterweise dazu, die Steckverbinder
anhand ihrer Kurzschlussbrücken gegenüber den Einbausteckverbindern eindeutig zu identifizieren.
[0059] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Kodiersystem dazu für jeden
Einbausteckverbinder zwei Signalkontakte aufweisen, um mittels eines über die jeweilige
Kurzschlussbrücke erfolgenden Kurzschlusses dieser beiden Signalkontakte einem angeschlossenen
Energieverteilungssystem eindeutig zu signalisieren, ob der Einbausteckverbinder korrekt
mit seinem jeweils korrespondierenden Steckverbinder gesteckt ist. Dabei können die
Signalkontakte vorteilhafterweise bei der Drehung innenseitig an der jeweiligen Kurzschlussbrücke
entlangschleifen und somit die besagte Drehbarkeit, insbesondere um 360°, ermöglichen.
[0060] Die beiden Signalkontakte können beispielsweise an zwei verschiedenen - insbesondere
an zwei einander gegenüber liegenden - Seiten des jeweiligen Steckbereichs des jeweiligen
Einbausteckverbinders angeordnet sein.
[0061] Die beiden Signalkontakte können in einer vorteilhaften Ausgestaltung federnd ausgeführt
sein und insbesondere aus federelastischem Blech bestehen.
[0062] Die beiden Signalkontakte jedes Einbausteckverbinders können in einer Ausführungsform
jeweils an den Steuereingang je eines elektrischen Schalters, insbesondere eines Relais,
angeschlossen sein, wobei der elektrische Schalter im geschlossenen Zustand den jeweiligen
Einbausteckverbinder mit dem jeweiligen Pol der Batterie elektrisch leitend verbindet.
Dann werden jedoch allein für die beiden Einbausteckverbinder insgesamt zwei elektrische
Schalter benötigt.
[0063] Um aus wirtschaftlichen Gründen stattdessen mit nur einem elektrischen Schalter für
beide Einbausteckverbinder auszukommen, können die beiden Signalkontakte beider Einbaustecker
in einer bevorzugten Ausführungsform miteinander und mit dem Steuereingang nur eines
elektrischen Schalters, insbesondere Relais, elektrisch in Reihe geschaltet werden.
Dann müssen beide Signalkontaktpaare kurzgeschlossen werden, damit am Steuereingang
des einen elektrischen Schalters ein Kurzschluss vorliegt und der elektrische Schalter
schließt. Dieser elektrische Schalter kann wahlweise einem beliebigen der beiden Einbausteckverbinder
angeordnet sein. Er braucht lediglich den Stromkreis an einer Stelle zu unterbrechen,
wenn einer der beiden Steckverbinder nicht korrekt mit dem jeweiligen Einbausteckverbinder
gesteckt ist.
[0064] Eine solche Reihenschaltung kann beispielsweise folgendermaßen realisiert werden:
Der erste Steueranschluss des Steuereingangs des elektrischen Schalters ist elektrisch
leitend mit dem ersten Signalkontakt des ersten Einbausteckverbinders verbunden. Der
zweite Signalkontakt des ersten Einbausteckverbinders ist elektrisch leitend mit dem
ersten Signalkontakt des zweiten Einbausteckverbinders verbunden. Der zweite Signalkontakt
des zweiten Einbausteckverbinders ist mit dem zweiten Steueranschluss des Steuereingangs
des elektrischen Schalters elektrisch leitend verbunden.
[0065] In einer bevorzugten Ausgestaltung können die Signalkontakte des zweiten Einbausteckverbinders
in der zweiten Steckrichtung gegeneinander versetzt am Steckbereich des zweiten Einbausteckverbinders
angeordnet sein. Insbesondere können die beiden Signalkontakte des zweiten Einbausteckverbinders
in der zweiten Steckrichtung um mehr als die Höhe der ersten Kurzschlussbrücke versetzt
am Steckbereich des zweiten Einbausteckverbinders angeordnet sein. Um für eine besonders
gute Funktionssicherheit zu sorgen, können die beiden Signalkontakte des zweiten Einbausteckverbinders
in der zweiten Steckrichtung um mindestens die Höhe der ersten Kurzschlussbrücke plus
einen Wert "Delta" gegeneinander versetzt am Steckbereich des zweiten Einbausteckverbinders
angeordnet sein. Bevorzugt kann dieses Delta mindestens 1mm ("Millimeter"), besonders
bevorzugt mindestens 2 mm, insbesondere mindestens 4 mm und insbesondere mindestens
6 mm, also z. B. 8 mm oder gar mehr, z. B. sogar 10 mm oder sogar mehr betragen.
[0066] Dagegen können die beiden Signalkontakte des ersten Einbausteckverbinders in der
ersten Steckrichtung entweder gar nicht oder maximal um die Höhe der ersten Kurzschlussbrücke
- d. h. lediglich um die Höhe der ersten Kurzschlussbrücke oder um weniger als die
Höhe der ersten Kurzschlussbrücke - versetzt am Steckbereich des ersten Steckverbinders
angeordnet sein.
[0067] In einer vorteilhaften Ausgestaltung reicht in einem möglichen, fehlgesteckten Zustand
des ersten Steckverbinders mit dem zweiten Einbausteckverbinder keiner - oder maximal
nur einer - der im ersten Einbausteckverbinder angeordneten Signalkontakte tief genug
in die Stecköffnung des zweiten Steckverbinders hinein, um mit der zweiten Kurzschlussbrücke
elektrisch kontaktieren zu können. Somit kann kein Kurzschluss zwischen den Signalkontakten
zustande kommen.
[0068] Die beiden im ersten Einbausteckverbinder angeordneten Signalkontakte können also
nur von der ersten Kurzschlussbrücke des ersten Steckverbinders kurzgeschlossen werden,
da die zweite Kurzschlussbrücke zu tief in der Stecköffnung des zweiten Steckverbinders
angeordnet ist um diese beiden Signalkontakte elektrisch leitend zu verbinden.
[0069] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die beiden im zweiten Einbausteckverbinder angeordneten
Signalkontakte nur von der zweiten Kurzschlussbrücke kurzgeschlossen werden, da die
erste Kurzschlussbrücke - auch im Falle einer entsprechenden Fehlsteckung - eine zu
geringe Höhe aufweist. Somit ist es auch vermieden, dass diese beiden Signalkontakte
während des Steckvorgangs - und sei es auch nur vorübergehend - elektrisch leitend
verbunden, also zumindest im Steckvorgang kurzfristig kurzgeschlossen, werden.
[0070] Die beiden im ersten Einbausteckverbinder angeordneten Signalkontakte dagegen können
im korrekt mit dem ersten Steckverbinder gesteckten Zustand vorteilhafterweise von
der ersten Kurzschlussbrücke kurzgeschlossen werden, da sie - in der ersten Steckrichtung
betrachtet - dicht genug beieinander liegen, um die erste Kurzschlussbrücke im gesteckten
Zustand gleichzeitig elektrisch zu kontaktieren.
[0071] Die beiden im zweiten Einbausteckverbinder angeordneten Signalkontakte können im
korrekt mit dem zweiten Steckverbinder gesteckten Zustand von der zweiten Kurzschlussbrücke
kurzgeschlossen werden, da sie - in der zweiten Steckrichtung betrachtet - tief genug
in die Stecköffnung des zweiten Steckverbinders eintauchen, um die erste Kurzschlussbrücke
im gesteckten Zustand gleichzeitig elektrisch zu kontaktieren.
[0072] In einer vorteilhaften Ausgestaltung schließt das Energieverteilungssystem den jeweiligen
elektrischen Schalter, insbesondere das jeweilige Relais, genau dann, wenn die beiden
Signalkontakte des betreffenden Einbausteckverbinders kurzgeschlossen werden. Dazu
kann das Energieverteilungssystem z. B. eine bevorzugt geringe Messspannung von z.
B. nur wenigen Volt, also z. B. 1 bis 20 V ("Volt"), z. B. 12V ("Bordspannung"), an
die beiden Signalkontakte anlegen und daraufhin messen, ob durch die Signalkontakte
ein Strom fließt, um den Kurzschluss festzustellen.
[0073] Liegt ein Kurzschluss vor, ist der jeweilige Steckverbinder mit dem korrespondierenden
Einbausteckverbinder korrekt gesteckt.
[0074] So kann beispielsweise der erste Steckverbinder über den ersten Einbausteckverbinder
an den Pluspol der Batterie angeschlossen werden. Sobald nämlich eine korrekte Steckverbindung
zwischen dem ersten Steckverbinder und dem ersten Einbausteckverbinder hergestellt
ist, werden die Signalkontakte des ersten Einbausteckverbinders kurzgeschlossen.
[0075] Weiterhin kann der zweite Steckverbinder über den zweiten Einbausteckverbinder an
den Minuspol der Batterie angeschlossen werden. Sobald nämlich eine korrekte Steckverbindung
zwischen dem zweiten Steckverbinder und dem zweiten Einbausteckverbinder hergestellt
ist, werden die Signalkontakte des zweiten Einbausteckverbinders kurzgeschlossen.
[0076] Sind der erste und der zweite Steckverbinder korrekt gesteckt, so liefert auch die
Reihenschaltung der Signalkontakte beider Einbausteckverbinder einen Kurzschluss.
Auf diese Weise kann mit einem einzigen elektrischen Schalter, z. B. einem einzigen
Relais, ein Stromkreis in Abhängigkeit vom korrekten Steckzustand beider Steckverbinder
geschlossen werden. Der Stromkreis kann dabei neben der Batterie und dem Stecksystem
auch einen kabelseitig angeschlossenen Verbraucher, z. B. die besagte elektrische
Landmaschine, einschließen.
Ausführungsbeispiel
[0077] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen dem Stand der Technik entsprechenden Einbaustecker mit einem HV-Interlockanschluss;
- Fig. 2a
- einen ersten Steckverbinder mit einem Energieübertragungskontakt und einer umlaufenden
Kurzschlussbrücke;
- Fig. 2b
- einen ersten Einbausteckverbinder mit einem Gegenkontakt und zwei Signalkontakten;
- Fig. 3
- den ersten Steckverbinder mit dem ersten Einbausteckverbinder in korrekt gesteckten
Zustand in einer Schnittdarstellung;
- Fig. 4a
- den ersten Steckverbinder mit dem ersten Einbausteckverbinder in korrekt gestecktem
Zustand in einer weiteren Schnittdarstellung;
- Fig. 4b
- den zweiten Steckverbinder mit dem zweiten Einbausteckverbinder in korrekt gestecktem
Zustand in einer Schnittdarstellung;
- Fig. 5a
- den zweiten Steckverbinder mit dem ersten Einbausteckverbinder in fehlgesteckten Zustand
in einer weiteren Schnittdarstellung;
- Fig. 5b
- den ersten Steckverbinder mit dem zweiten Einbausteckverbinder in fehlgestecktem Zustand
in einer weiteren Schnittdarstellung;
- Fig. 6a
- den ersten Steckverbinder mit dem zweiten Einbausteckverbinder im fehlsteckenden Steckvorgang
in einer weiteren Schnittdarstellung;
- Fig. 6b
- nochmals den ersten Steckverbinder mit dem zweiten Einbausteckverbinder in fehlgestecktem
Zustand.
[0078] Die Figuren enthalten teilweise vereinfachte, schematische Darstellungen. Zum Teil
werden für gleiche, aber gegebenenfalls nicht identische Elemente identische Bezugszeichen
verwendet. Verschiedene Ansichten gleicher Elemente könnten unterschiedlich skaliert
sein. Richtungsangaben wie beispielsweise "links", "rechts", "oben" und "unten" sind
mit Bezug auf die jeweilige Figur zu verstehen und können in den einzelnen Darstellungen
gegenüber dem dargestellten Objekt variieren.
[0079] Die Fig. 1 zeigt einen dem Stand der Technik entsprechenden Einbaustecker 3. Dieser
Einbaustecker 3 besitzt ein Einbaugehäuse 300 mit einem im wesentlichen hohlzylinderförmigen
Steckabschnitt 31 sowie einem Einbauflansch 34. Der Einbauflansch 34 besitzt vier
Schraubdurchlässe 340 zur Verschraubung an z. B. einer Batterie oder einem Gehäuse
eines Akkupacks oder dergleichen.
[0080] Im hohlzylinderförmigen Steckabschnitt 31 sind innenseitig mehrere Kodierausnehmungen
313, 314, 315 angeordnet. Deren Anordnung bildet eine Kodierung. Diese Kodierung verhindert,
dass ein nicht dafür vorgesehener Stecker (nicht gezeigt) mit dem Einbaustecker fehlgesteckt
wird. Zudem ist dadurch eine vorgegebene Drehstellung eines dem Stand der Technik
entsprechenden Steckers (nicht gezeigt) beim Stecken und im gesteckten Zustand vorgegeben.
[0081] Diese Festlegung der Drehposition des nicht gezeigten Steckers relativ zum Einbaustecker
3 ist vor allem deshalb so wichtig, weil der Einbaustecker 3 an einer dafür vorgesehenen
Stelle in oder an seinem Steckabschnitt 31 einen einbausteckerseitigen HV-Interlockanschluss
35 besitzt.
[0082] Weiterhin ist mittig im Steckabschnitt 31 des Einbausteckers 3 ein Gegensteckkontakt
333 mit einem Berührschutz 326 angeordnet. Dieser Gegensteckkontakt 333 dient zum
steckenden Verbinden mit einem Steckkontakt des zu steckenden Steckers (nicht gezeigt).
[0083] Dieser, in der Zeichnung nicht gezeigte Stecker besitzt einen steckerseitigen HV-Interlockanschluss,
welcher im gesteckten Zustand mit dem einbausteckerseitigen HV-Interlockanschluss
35 des Einbausteckers 3 elektrisch kontaktiert. Der steckerseitige HV-Interlockanschluss
befindet sich am Stecker in einer geeigneten Position, um im korrekt gesteckten Zustand
mit dem einbausteckerseitigen HV-Interlockanschluss 35 des Einbausteckers 3 elektrisch
zu kontaktieren. Dadurch kann der korrekte Steckzustand zwischen dem Stecker und dem
Einbaustecker 3 über ein an den einbausteckerseitigen Interlockanschluss angeschlossene
Signalleitung 36 automatisch festgestellt werden, um z. B. ein nacheilendes, automatisches
Einschalten einer elektrischen Energieversorgung zu ermöglichen, d. h. die Energieversorgung
wird erst eingeschalten, wenn der korrekte Steckzustand und somit die elektrische
Verbindung bestimmungsgemäß vorliegt.
[0084] Beim Ziehen des Steckers kann der steckerseitige HV-Interlockanschluss vom einbausteckerseitigen
HV-Interlockanschluss 35 "vorauseilend" getrennt werden, d. h. die Trennung des Interlockverbindung
stattfinden, bevor der Steckkontakt vom Gegensteckkontakt 333 getrennt wird. Dadurch
kann bereits vor der Trennung des Steckkontakts vom Gegensteckkontakt 333 eine Abschaltung
einer elektrischen Energieversorgung vom Gegensteckkontakt 333, z. B. über einen elektrischen
Schalter/ ein Relais (nicht gezeigt) stattfinden. Dadurch kann insbesondere die Entstehung
eines Lichtbogens vermieden werden. Dadurch werden der Steckkontakt und der Gegensteckkontakt
333 geschont.
[0085] Die Fig. 2a zeigt einen ersten Steckverbinder 1. Der erste Steckverbinder 1 besitzt
ein Steckverbindergehäuse 100 mit einem Steckbereich 11 und einem Kabelanschlussbereich
12 sowie einen hohlzylinderförmigen Isolierkörper 120, in dem ein elektrischer Energieübertragungskontakt
111 angeordnet ist. Durch die Hohlzylinderform des Isolierkörpers 120 ist in seinem
Inneren eine erste zylinderförmige Stecköffnung 10 gebildet.
[0086] In dieser Stecköffnung 10 des Isolierkörpers 110 ist eine umlaufende erste Kurzschlussbrücke
115 angeordnet.
[0087] Die Fig. 2b zeigt einen ersten Einbausteckverbinder 2 in Steckrichtung mit Blick
auf dessen Steckbereich 21.
[0088] Der erste Einbausteckverbinder 2 besitzt ein Anbaugehäuse 200, aufweisend den Steckbereich
21, in dem ein Steckkontaktträger 210 mit einem ersten Gegenkontakt 222 angeordnet
ist. Weiterhin sind an dem Steckkontaktträger 210 zwei Signalkontakte 223, 224, nämlich
ein erster 223 und ein zweiter 224 Signalkontakt angeordnet. Zudem besitzt das Anbaugehäuse
200 einen Anbauflansch 24.
[0089] Die Fig. 3 zeigt den ersten Steckverbinder 1 und den Einbausteckverbinder 2 in einem
korrekt miteinander gesteckten Zustand in einer perspektivischen Schnittdarstellung.
[0090] Neben einer dem Fachmann bekannten Push Pull Verrastung, durch welche grundsätzlich
ein korrekter Steckzustand zwischen den jeweils miteinander korrespondierenden Steckverbinder
1, 1' und Einbausteckverbindern 2, 2' gegeben ist, und einer gleichzeitig von Innen
und Außen erfolgenden Kontaktierung des elektrischen Energieübertragungskontakts 111
durch den Gegenkontakt 222, ist in diesem Fall vor allem der elektrische Kurzschluss
der beiden Signalkontakte 223, 224 durch die erste Kurzschlussbrücke 115 von besonderer
Bedeutung. Dadurch wird der korrekt gesteckte Zustand, in dem sich die beiden Steckverbinder
befinden, signalisiert. Beim Drehen des ersten Steckverbinders 1 relativ zum Einbausteckverbinder
2 schleifen diese Signalkontakte 223, 224 von innen an der Kurzschlussbrücke entlang,
ohne jemals ihre gegenseitige elektrisch leitende Verbindung zu verlieren.
[0091] Dieser Kurzschluss kann von einem elektrischen Energieverteilungssystem erkannt werden.
Beispielsweise kann dadurch einen an die Signalkontakte 223, 224 angeschlossenen elektrischen
Schalter/ ein Relais (nicht gezeigt) geschaltet werden. Der Schalter/ das Relais kann
z. B. den Gegenkontakt 222 des Einbausteckverbinders 2 anschlussseitig elektrisch
leitend mit einem ersten Pol einer Batterie (nicht gezeigt) verbinden.
[0092] Die Fig. 4a zeigt dieselbe Anordnung in einer etwas anderen Darstellung. Es ist in
dieser Darstellung besonders gut erkennbar, dass die beiden Signalkontakte 223, 224
auf "einer Höhe" liegen und dadurch im gezeigten, korrekt gesteckten Zustand von der
ersten umlaufenden, hohlzylindrischen Kurzschlussbrücke 115, obwohl sie eine vergleichsweise
geringe, in der Zeichnung senkrecht dargestellte Höhe H1 aufweist, kurzgeschlossen
werden.
[0093] In der Fig. 4b sind der zweite Steckverbinder 1 ' und der zweite Einbausteckverbinder
2' ebenfalls im korrekt miteinander gesteckten Zustand gezeigt. Der zweite Steckverbinder
1 ' unterscheidet sich vom ersten Steckverbinder 1 lediglich durch die Form und Position
der beiden Signalkontakte 223', 224', die mit ihren nicht näher bezeichneten Kontaktbereichen
um einen Versatz D gegeneinander versetzt am Steckkontaktträger 210 angeordnet sind.
Der zweite Einbausteckverbinder 2'unterscheides sich vom ersten Einbausteckverbinder
2 durch die Höhe H2 und Position seiner Kurzschlussbrücke 115. Obwohl die beiden Kontaktbereiche
um den Versatz D gegeneinander versetzt sind, kontaktieren die beiden Signalkontakte
223', 224' an diesen jeweiligen Kontaktbereichen die zweite umlaufende Kurzschlussbrücke
115' in einer zweiten Stecköffnung 10' und werden darüber kurzgeschlossen, d. h. es
wird ein Kurzschlusssignal erzeugt. Auch der zweite Steckverbinder 1 ' kann relativ
zum zweiten Einbausteckverbinder um die Steckachse gedreht werden, wobei die dazugehörigen
Signalkontakte 223', 224' von Innen an der zweiten Kurzschlussbrücke 115 entlangschleifen
ohne den elektrischen Kontakt zueinander zu verlieren, also ein Kurzschlusssignal
erzeugen.
[0094] Dieses Kurzschlusssignal kann z. B. den besagten elektrischen Schalter/ besagte Relais
(nicht gezeigt) steuern, welches daraufhin schließt und den Gegenkontakt 222 kabelanschlussseitig
(hier in der Zeichnung unten dargestellt) mit einem Pol einer Batterie (nicht gezeigt)
elektrisch leitend verbindet, also die elektrische Energieübertragung bei dem vorliegenden
korrekt gesteckten Zustand automatisch aktiviert.
[0095] In einer hier ausdrücklich im Zusammenhang mit der Erfindung offenbarten Ausführung
können die beiden Signalkontakte 223, 224 des ersten Einbausteckverbinders 2 mit den
beiden Signalkontakte 223', 224' des zweiten Einbausteckverbinders 2' elektrisch in
Reihe geschaltet sein, um den elektrischen Schalter/ das Relais (nicht gezeigt) zu
steuern. Dann schließt sich der Schalter/ das Relais erst, wenn beide Signalkontaktpaare
223, 224/ 223', 224'jeweils kurzgeschlossen sind, d. h. wenn der erste Signalkontakt
223 des ersten Einbausteckverbinders 2 mit dem zweiten Signalkontakt 224 des ersten
Einbausteckverbinders 2 kurzgeschlossen ist und zudem der erste Signalkontakt 223'
des zweiten Einbausteckverbinders 2' mit dem zweiten Signalkontakt 224' des zweiten
Einbausteckverbinders 2' kurzgeschlossen ist.
[0096] Eine solche Reihenschaltung kann beispielsweise folgendermaßen realisiert werden:
Ein erste Steueranschluss des Steuereingangs des elektrischen Schalters/ des Relais
(nicht gezeigt) ist elektrisch leitend mit dem ersten Signalkontakt 223 des ersten
Einbausteckverbinders 2 verbunden. Der zweite Signalkontakt 224 des ersten Einbausteckverbinders
2 ist elektrisch leitend mit dem ersten Signalkontakt 223' des zweiten Einbausteckverbinders
2' verbunden. Der zweite Signalkontakt 224' des zweiten Einbausteckverbinders 2' ist
mit einem zweiten Steueranschluss des Steuereingangs des elektrischen Schalters/ des
Relais (nicht gezeigt) elektrisch leitend verbunden.
[0097] Erst wenn beide Steckverbinder 1, 1' mit ihren jeweils korrespondierenden Einbausteckverbindern
2, 2' korrekt gesteckt sind, ist der jeweilige erste Steueranschluss 223, 223' mit
dem zweiten Steueranschluss 224, 224' elektrisch leitend verbunden, bildet also einen
Kurzschluss. Der elektrische Schalter/ das Relais (nicht gezeigt) schließt daraufhin
und verbindet seinen Eingang mit seinem Ausgang elektrisch leitend. Dadurch kann er
einen Stromkreis zur elektrischen Energieversorgung schließen, z. B. über einen elektrischen
Verbraucher (nicht gezeigt), der dadurch mit elektrischer Energie versorgt wird, die
z. B. von einer Batterie/ einem Akku/ einem Akkupack (nicht gezeigt) stammt.
[0098] Die Fig. 5a und 5b zeigen jeweils eine Fehlsteckung.
[0099] In der Fig. 5a ist der zweite Steckverbinder 1' fälschlicherweise mit dem nicht dafür
vorgesehenen ersten Einbausteckverbinder 2 gesteckt, also fehlgesteckt. Die beiden
Signalkontakte 223, 224 des ersten Einbausteckverbinders 2 reichen dabei nicht tief
genug in die zweite Stecköffnung 10' des zweiten Steckverbinders 1' hinein, um kurzgeschlossen
zu werden. Die Fehlsteckung wird also erkannt und die vorgenannte Energieübertragung
würde also nicht aktiviert.
[0100] In der Fig. 5b ist der erste Steckverbinder 1 fälschlicherweise mit dem nicht dafür
vorgesehenen zweiten Einbausteckverbinder 2' gesteckt. Die beiden Signalkontakte 223',
224' des zweiten Einbausteckverbinders 2' reichen zum einen zu tief in die Stecköffnung
10 des ersten Steckverbinders 1 hinein, um kurzgeschlossen zu werden. Zum anderen
ist ihr Versatz D (vergl. Fig. 6b) auch zu groß, als dass sie gleichzeitig die erste
Kurzschlussbrücke 115 kontaktieren könnten.
[0101] Schließlich ist hier grundsätzlich die Gefahr gegeben, dass es sonst während der
Steckvorgangs zu einem Kurzschluss zwischen den Signalkontakten 223', 224' kommen
könnte.
[0102] In der Fig. 6a ist dazu der Steckvorgang gezeigt, d. h. der erste Steckverbinder
1 wird gerade mit dem zweiten Einbausteckverbinder 2' gesteckt. Dabei ist sehr gut
zu sehen, dass die beiden Signalkontakte 223', 224' des zweiten Einbausteckverbinders
2' nicht über die erste Kurzschlussbrücke 115 kurzschließbar sind. Es gibt also auch
währen des Steckvorgangs keine Steckposition, in der ein solcher Kurzschluss möglich
wäre.
[0103] In der Fig. 6b ist als Begründung im gesteckten Zustand gezeigt, dass der Versatz
D größer ist als eine Höhe H1 der ersten Kurzschlussbrücke 115.
[0104] Die vorgenannte Energieübertragung würde also auch bei dieser Fehlsteckung - auch
vorübergehend - nie aktiviert.
[0105] Auch wenn in den Figuren verschiedene Aspekte oder Merkmale der Erfindung jeweils
in Kombination gezeigt sind, ist für den Fachmann - soweit nicht anders angegeben
- ersichtlich, dass die dargestellten und diskutierten Kombinationen nicht die einzig
möglichen sind. Insbesondere können einander entsprechende Einheiten oder Merkmalskomplexe
aus unterschiedlichen Ausführungsbeispielen miteinander ausgetauscht werden.
Bezugszeichenliste
[0106]
- 1, 1'
- erster, zweiter Steckverbinder
- 10, 10'
- erste, zweite Stecköffnung
- 100
- Steckverbindergehäuse
- 11
- Steckbereich des Steckverbindergehäuses
- 110
- Isolierkörper
- 111
- Energieübertragungskontakt
- 115, 115'
- erste, zweite Kurzschlussbrücke
- 12
- Kabelanschlussbereich
- 2, 2'
- Einbausteckverbinder
- 200
- Anbaugehäuse
- 21
- Steckbereich des Anbaugehäuses
- 210
- Steckkontaktträger
- 222
- Gegenkontakt
- 223, 223'
- erster Signalkontakt
- 224, 224'
- zweiter Signalkontakt
- 24
- Anbauflansch
- 3
- Einbaustecker
- 300
- Einbaugehäuse
- 31
- Steckabschnitt
- 313, 314, 315
- Kodierausnehmungen
- 326
- Berührschutz
- 333
- Gegensteckkontakt
- 34
- Einbauflansch
- 340
- Schraubdurchlässe
- 35
- HV-Interlockanschluss
- 36
- Signalleitung
- H1, H2
- Höhe der ersten, zweiten Kurzschlussbrücke
1. Steckverbindersystem,
aufweisend zwei Steckverbinder (1, 1'),
- nämlich einen ersten (1) und einen zweiten (1') Steckverbinder,
o die jeweils einen Steckbereich (11) und einen Kabelabgang aufweisen,
wobei das Steckverbindersystem weiterhin zwei Einbausteckverbinder (2) besitzt,
- nämlich einen ersten Einbausteckverbinder (2),
o der zum steckenden elektrischen Verbinden mit dem besagten ersten Steckverbinder
(1) in einer ersten Steckrichtung vorgesehen ist und somit mit dem ersten Steckverbinder
(1) korrespondiert, und
o einen zweiten Einbausteckverbinder (2'), der zum steckenden elektrischen Verbinden
mit dem besagten zweiten Steckverbinder (1 ') in einer zweiten Steckrichtung vorgesehen
ist und somit mit dem zweiten Steckverbinder (1') korrespondiert,
wobei jeder der besagten Steckverbinder (1, 1') mit jedem der besagten Einbausteckverbinder
(2, 2') mechanisch steckbar und im gesteckten Zustand elektrisch leitend verbindbar
ist,
- wobei der jeweilige Steckverbinder (1, 1') im gesteckten Zustand um eine in der
jeweiligen Steckrichtung verlaufenden Drehachse in verschiedenen Drehstellungen drehbar
und/oder in einem beliebig um die Steckachse gedrehten Zustand mit dem jeweiligen
Einbausteckverbinder (2, 2') steckbar ist,
wobei
- das Steckverbindersystem ein elektrisches Kodiersystem besitzt,
o welches dazu eingerichtet ist, für jeden der Steckverbinder (1, 1') eindeutig und
unabhängig von seiner jeweiligen Drehstellung zu signalisieren, ob der jeweilige Steckverbinder
(1, 1') mit seinem jeweils korrespondierenden Einbausteckverbinder (2, 2') korrekt
gesteckt ist.
2. Steckverbindersystem gemäß Anspruch 1, wobei jeder der Steckverbinder (1, 1') im gesteckten
Zustand um 360°, in jede beliebige Drehstellung drehbar ist.
3. Steckverbindersystem gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Steckverbinder
(1, 1') gewinkelt ausgeführt sind, so dass der Kabelanschlussbereich (12) zu einer
Steckachse des Steckbereichs (11) einen Abgangswinkel besitzt, der zwischen 5° und
95° liegt.
4. Steckverbindersystem gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei jeder der Steckverbinder
(1, 1') je einen Isolierkörper (110) mit je einer zumindest abschnittsweise zylindrischen
Stecköffnung (10, 10') besitzt, so dass der erste Steckverbinder (1) eine erste zylindrische
Stecköffnung (10) und der zweite Steckverbinder (1 ') eine zweite zylindrische Stecköffnung
(10') besitzt und wobei das Kodiersystem je eine innenseitig jeder Stecköffnung (10,
10') angeordnete umlaufende elektrisch leitende Kurzschlussbrücke (115, 115') aufweist,
nämlich eine erste Kurzschlussbrücke (15) in der ersten Stecköffnung (10) und eine
zweite Kurzschlussbrücke (115') in der zweiten Stecköffnung (10').
5. Steckverbindersystem gemäß Anspruch 4, wobei sich die Steckverbinder voneinander im
Wesentlichen nur durch Form und Lage der jeweiligen Kurzschlussbrücken (115, 115')
in den jeweiligen Stecköffnungen (10, 10') unterscheiden.
6. Steckverbindersystem gemäß einem der Ansprüche 4 bis 5, wobei jede der Kurzschlussbrücken
(115, 115') hohlzylindrisch ausgeführt ist und somit eine Zylinderachse aufweist,
wobei jede Kurzschlussbrücke (115, 115') eine in Richtung der Zylinderachse zu messende
Höhe (H1, H2) sowie an einem steckseitigen Ende eine steckseitige Kante und an einem
kabelanschlussseitigen Ende eine um die Höhe (H1, H2) von der steckseitigen Kante
beabstandete kabelanschlussseitige Kante besitzt.
7. Steckverbindersystem gemäß Anspruch 6, wobei die Höhe (H1) der ersten Kurzschlussbrücke
geringer ist als die Höhe (H2) der zweiten Kurzschlussbrücke.
8. Steckverbindersystem gemäß einem der Ansprüche 6 bis 7, wobei die steckseitige Kante
der zweiten Kurzschlussbrücke (115') tiefer in der Stecköffnung (10') des zweiten
Steckverbinders (1') angeordnet ist als die steckseitige Kante der ersten Kurzschlussbrücke
(115) in der Stecköffnung (10) des ersten Steckverbinders (1).
9. Steckverbindersystem gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei das Kodiersystem für
jeden Einbausteckverbinder (1, 1') zwei Signalkontakte (223, 224, 223', 224') aufweist,
um einem angeschlossenen Energieverteilungssystem mittels eines über die jeweilige
Kurzschlussbrücke (115, 115') erfolgenden Kurzschlusses dieser beiden Signalkontakte
(223, 224, 223', 224') eindeutig zu signalisieren, ob der Einbausteckverbinder (2,
2') korrekt mit seinem jeweils korrespondierenden Steckverbinder (1, 1') gesteckt
ist.
10. Steckverbindersystem gemäß Anspruche 9, wobei die beiden Signalkontakte (223', 224')
des zweiten Einbausteckverbinders (2') zueinander in der zweiten Steckrichtung versetzt
am Steckbereich (21) des zweiten Einbausteckverbinders (2') angeordnet sind.
11. Steckverbindersystem gemäß einem der Ansprüche 9 bis 10, wobei die beiden Signalkontakte
(223', 224') des zweiten Einbausteckverbinders (2') in der zweiten Steckrichtung um
mehr als die Höhe (H1) der ersten Kurzschlussbrücke (115) versetzt am Steckbereich
(21) des zweiten Einbausteckverbinders (2') angeordnet sind.
12. Steckverbindersystem gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei die beiden Signalkontakte
(223, 224) des ersten Einbausteckverbinders (2) in der ersten Steckrichtung gar nicht
oder maximal um die Höhe (H1) der ersten Kurzschlussbrücke (115) zueinander versetzt
am Steckbereich (21) des ersten Einbausteckverbinders (2) angeordnet sind.
13. Steckverbindersystem gemäß einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei im gegebenenfalls fehlgesteckten
Zustand keiner - oder höchstens nur einer - der im ersten Einbausteckverbinder (2)
angeordneten Signalkontakte (223, 224) tief genug in den mit dem ersten Einbausteckverbinder
(2) fehlgesteckten zweiten Steckverbinder (1') hineinreicht, um mit der zweiten Kurzschlussbrücke
(115') elektrisch zu kontaktieren.
14. Steckverbindersystem gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei jeder Steckverbinder
(1, 1') einpolig ausgeführt ist und genau einen elektrischen Energieübertragungskontakt
(111) besitzt.
15. Energieverteilungssystem, aufweisend
- ein Steckverbindersystem gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
- eine Batterie oder ein Batteriesystem mit zwei Polen, nämlich einem Pluspol und
einem Minuspol,
- zwei elektrische Energieübertragungskabel, sowie
- zumindest einen elektrisch schaltbaren elektrischen Schalter, aufweisend einen Eingang,
einen Ausgang und einen Steuereingang,
- wobei der elektrische Schalter dazu eingerichtet ist, seinen Ausgang mit seinem
Eingang gemäß einem an seinem Steuereingang anliegenden elektrischen Signal elektrisch
leitend zu verbinden oder davon zu trennen;
- wobei der Eingang des elektrischen Schalters mit einem der Pole der Batterie elektrisch
leitend verbunden ist,
- wobei zumindest einer der Einbausteckverbinder (1, 1') anschlussseitig an den Ausgang
des zumindest einen elektrischen Schalters angeschlossen ist, und
- wobei jeder der Steckverbinder (1, 1') kabelanschlussseitig an eines der Energieübertragungskabel
angeschlossen ist und
- wobei das Energieverteilungssystem dazu eingerichtet ist, den mindestens einen elektrischen
Schalter zu schließen, wenn das Kodiersystem signalisiert, dass jeder Einbausteckverbinder
(2, 2') mit seinem jeweils korrespondierenden Steckverbinder (1, 1') korrekt gesteckt
ist.