[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Auftragen von Fluiden, einschließlich
thermoplastischen oder faserigen Klebstoffen auf ein Substrat durch mindestens eine
Düsenanordnung, die auf einer Montagefläche eines Verteilers oder eines Verteilerkopfs
vorzugsweise lösbar befestigt ist oder befestigbar ist, wobei dieser Verteiler oder
Verteilerkopf in der Regel dazu dient, der mindestens einen Düsenanordnung das aufzutragende
Fluid zuzuführen.
[0002] Der Zweck eines solchen Systems ist das Auftragen von Fluiden auf zum Beispiel sich
relativ zu der mindestens einen Düsenanordnung bewegende Substrate, und insbesondere
das Auftragen von Klebstoffen in Teilsprühmustern zum teilweise Bedecken eines Substrats.
[0003] Die Druckschrift
EP 0 872 580 A offenbart beispielsweise eine Mehrzahl von Schmelzblas-Düsenanordnungen oder Düsen,
die Seite an Seite an einem oder beiden Enden eines herkömmlichen Verteilers oder
Verteilerkopfes befestigbar sind, welcher für eine dosierte Zufuhr von Klebstoff zu
jeder Düsenanordnung sorgt. Die Düsenanordnungen umfassen jeweils eine Mehrzahl von
im Wesentlichen parallelen Plattenelementen, die eine Reihe von klebstoffspendenden
Öffnungen an einer Austrittsfläche bilden. Die Reihe von Fluid-Austrittsöffnungen
jeder Düsenanordnung bildet einen Abschnitt einer längeren Reihe, die durch die Mehrzahl
von benachbarten Düsenanordnungen gebildet wird, welche entlang einem gemeinsamen
Ende des Verteilerkopfes angeordnet sind. Eine oder beide Seiten des Verteilers können
neben der Seite eines ähnlichen aufgebauten Verteilerkopfes befestigt sein, um noch
längere Reihen von Fluid-Austrittsöffnungen zu bilden, wodurch ein modulares Schmelzblas-Klebstoff-Spendersystem
bereitgestellt wird, welches Substrat mit jeder dimensionalen Breite aufnimmt.
[0004] In einigen klebstoffspendenden Anwendungen wird der Klebstoff so aufgetragen, dass
er die volle Breite des Substrats bedeckt, und in anderen Anwendungen ist es wünschenswert,
den Klebstoff nur auf ausgewählten Abschnitten oder Bereichen des Substrats aufzutragen
und andere Abschnitte oder Bereiche des Substrats frei von Klebstoff zu halten. Dies
gilt beispielsweise für Anwendungen, bei denen ein Umbugbereich eines Substrats mit
Klebstoff versehen werden muss.
[0005] Als Umbugen wird das Umlegen eines Materials um eine Teilkante um 90 Grad bzw. 180
Grad bezeichnet. Der so gebildete Umbugbereich wird häufig dann durch ein geeignetes
Fügeverfahren, insbesondere Kleben, auf einem Trägerteil befestigt.
[0006] Derartige Umbugverfahren werden insbesondere in der Automobilindustrie für Verkleidungsteile
eingesetzt. Die zunehmend komplizierten dreidimensionalen Geometrien der Verkleidungsteile
stellt dabei eine hohe Herausforderung an die anzuwendenden Fügeverfahren dar. Insbesondere
besteht ein Problem darin, in Umbugbereichen mit Hilfe einer von einem Roboterarm
geführten Düsenanordnung gleichmäßig und kontinuierlich ein entsprechendes Klebemuster
aufzubringen.
[0007] FIG. 1 zeigt in einer schematischen und isometrischen Ansicht ein herkömmliches System
50 zum Auftragen von thermoplastischen Klebstoffen 20 auf ein Substrat 21, welches
entsprechende Umbugbereiche aufweist.
[0008] Das System 50 gemäß FIG. 1 besteht im Wesentlichen aus einem Verteilerkopf 30, welcher
vorzugsweise mit einem (in FIG. 1 nicht gezeigten) Roboterarm verbunden oder verbindbar
ist, und welcher entlang einer Bewegungsrichtung relativ zu dem Substrat 21 bewegbar
ist. In einem Montagebereich des Verteilerkopfes 30 ist eine Düsenanordnung 101 vorzugsweise
austauschbar mit dem Verteilerkopf 30 verbunden. Hierbei dient der Verteilerkopf 30
dazu, der Düsenanordnung 101 den zu versprühenden thermoplastischen Klebstoff 20 und
gegebenenfalls Formungsluft etc. in geeigneter Weise zuzuführen.
[0009] Die bei dem herkömmlichen System 50 zum Auftragen von thermoplastischen Klebstoffen
20 auf ein Substrat 21 zum Einsatz kommende Düsenanordnung 101 weist einen Grundkörper
102 auf, welcher - in Draufsicht gesehen - zumindest im Wesentlichen rechtwinklig
ausgeführt ist, und welcher mit dem Montagebereich des Verteilerkopfes 30 verbunden
ist.
[0010] Der Grundkörper der Düsenanordnung 101 weist eine stirnseitige Seitenfläche auf,
über welche mit der Austrittsfläche der Substrat 21 aufzutragende thermoplastische
Klebstoff 20 abgegeben wird.
[0011] Hierzu ist - wie in FIG. 1 angedeutet - an der stirnseitigen Seitenfläche des Grundkörpers
102 der Düsenanordnung 101 eine Austrittsdüse 105 ausgebildet, wobei die Austrittsöffnung
der Austrittsdüse 105 derart ausgeführt ist, dass eine von der Austrittsöffnung vorgegebene
Hauptströmachse, entlang welcher sich der von der Austrittsdüse abgegebene Klebstoffstrahl
20 bewegt, mit der stirnseitigen Seitenfläche des Grundkörpers 102 einen rechten Winkel
(90 Grad) einschließt.
[0012] Bei dieser Konstruktion der Düsenanordnung 101 besteht das grundsätzliche Problem
darin, dass bei einer Bewegung des Verteilerkopfes 30 relativ zu dem Substrat 21 in
Richtung der in FIG. 1 mit dem Pfeil angedeuteten Bewegungsrichtung die Gefahr besteht,
dass aufgrund der komplexen dreidimensionalen Geometrie des Substrats 21 der Verteilerkopf
30 entweder in Kontakt mit dem Substrat 21 kommt oder bestimmte Bereiche des Substrats
21, insbesondere Bereiche in einem Umbugbereich des Substrats 21, nicht mehr von der
Düsenanordnung 101 erreicht werden können.
[0013] Die Druckschrift
DE 23 56 229 A1 betrifft eine Zerstäuberdüse mit einem bzw. mehreren Durchgängen für das zu zerstäubende
Material sowie für mindestens ein Treibgas, welches einen Gaswirbel außerhalb der
Zerstäuberdüse bildet. Die aus diesem Stand der Technik bekannte Zerstäuberdüse dient
insbesondere zum Verspritzen von Metalpartikeln bzw. für dünne metallische Überzüge
und dergleichen. Die Zerstäuberdüse ist dabei ausgebildet, die Flüssigkeit, welche
die zu versprühenden Metallpartikelchen aufweist, zu zerstäuben und in eine Art Flüssigkeitsschleier
zu überführen.
[0014] Zu diesem Zweck wird in der
DE 23 56 229 A1 gelehrt, die Fluidkanäle für das Treibgas an einen endseitigen Düsenauslassbereich
der Zerstäuberdüse mittig versetzt und nicht konzentrisch anzuordnen, um die zu versprühende
Flüssigkeit in Rotation zu versetzen.
[0015] Zwar mag die aus der
DE 23 56 229 A1 bekannte Zerstäuberdüse zumindest dem Prinzip nach geeignet zu sein, zum Erzeugen
von dünnen metallischen Überzügen die Flüssigkeit mit den Metallpartikelchen in einer
hinreichenden Weise zu verspritzen, allerdings ist dies nicht oder zumindest nicht
unmittelbar für Anwendungen gemäß der vorliegenden Erfindung übertragbar, bei welcher
insbesondere thermoplastische Klebstoffe auf ein Substrat zu übertragen sind.
[0016] Insbesondere hat sich gezeigt, dass das aus der
DE 23 56 229 A1 bekannte Prinzip bei Anwendungen zum Auftragen von thermoplastischen Klebstoffen
besonders anfällig auf Parameter-Änderungen reagiert. Insbesondere bei bereits minimalen
Druckänderungen des Treibgases ist mit dem aus der
DE 23 56 229 A1 bekannten Ansatz keine optimale Zerstäubung des insbesondere thermoplastischen Klebstoffs
mehr möglich.
[0017] Auf Grundlage dieser Problemstellung liegt somit der Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
eine Düsenanordnung zum Auftragen von Fluiden, insbesondere thermoplastischen Klebstoffen,
auf ein Substrat anzugeben, wobei die Düsenanordnung es gestattet, einerseits auch
bei komplizierten Geometrien des Substrats, aber auch bei abweichenden Prozessparametern
stets zielgerecht den thermoplastischen Klebstoff bzw. das Fluid in einer hinreichenden
zerstäubenden Art aufzutragen.
[0018] Ferner soll ein entsprechend optimiertes System zum Auftragen von Fluiden, insbesondere
thermoplastischen Klebstoffen, auf Substrate mit einer entsprechend komplexen Geometrie
angegeben werden.
[0019] Im Hinblick auf die Düsenanordnung wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruches 1 gelöst, wobei vorteilhafte
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Düsenanordnung in den abhängigen Patentansprüchen
2 bis 14 angegeben sind.
[0020] Im Hinblick auf das System wird die der Erfindung zugrundliegende Aufgabe durch den
Gegenstand des nebengeordneten Patentanspruches 15 gelöst.
[0021] Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung insbesondere eine Düsenanordnung zum
Auftragen von Fluiden, insbesondere thermoplastischen Klebstoffen, auf ein Substrat,
wobei die Düsenanordnung eine mit einem Montagebereich eines Verteilers vorzugsweise
austauschbar verwendbare Sprühdüse aufweist.
[0022] Um zu erreichen, dass mit der Düsenanordnung auch bei komplizierten geometrischen
Geometrien des Substrats der thermoplastische Klebstoff bzw. das Fluid zielgerecht
aufgebracht werden kann, ist erfindungsgemäß insbesondere vorgesehen, dass die Sprühdüse
der Düsenanordnung als eine relativ lange Finger-Sprühdüse ausgebildet ist, die einen
verhältnismäßig geringen Durchmesser aufweist, um so zu ermöglichen, dass mit der
Sprühdüse das Fluid (insbesondere den thermoplastischen Klebstoff) zielgerecht auch
an ansonsten nur schwer zugänglichen Bereichen des Substrats aufgebracht werden kann.
[0023] Zur Ausgestaltung der Finger-Sprühdüse ist in diesem Zusammenhang insbesondere ein
zweiteiliger Aufbau der Sprühdüse vorgesehen, wobei die Sprühdüse einen sich in Längsrichtung
der Sprühdüse erstreckenden, insbesondere stabförmigen Düsenkörper als erste Komponente
und ein Düsengehäuse als zweite Komponente aufweist, in welchem zumindest bereichsweise
der Düsenkörper aufgenommen oder aufnehmbar ist.
[0024] In dem insbesondere stabförmigen Düsenkörper ist mindestens ein erster Fluidkanal
und vorzugsweise genau ein (einziger) erster Fluidkanal für das auf das Substrat aufzutragende
Fluid ausgebildet. Dieser vorzugsweise einzige erste Fluidkanal erstreckt sich dabei
insbesondere koaxial zur Längsachse des insbesondere stabförmigen Düsenkörpers.
[0025] In besonders bevorzugter Weise ist die Sprühdüse der erfindungsgemäßen Düsenanordnung
ausgebildet, das Fluid und insbesondere den thermoplastischen Klebstoff am endseitigen
Düsenauslassbereich der Sprühdüse unabgelenkt, insbesondere nicht spiralförmig abgelenkt
abzugeben, sondern als Vollkegel zerstäubt abzugeben. Insbesondere ist es in diesem
Zusammenhang erstrebenswert, dass am endseitigen Düsenauslassbereich der Sprühdüse
das Fluid in einem möglichst perfekten runden Vollkegel abgegeben wird. Das Abgeben
des Fluides am endseitigen Düsenauslassbereich der Sprühdüse in Gestalt eines zerstäubten
Vollkegels hat den entscheidenden Vorteil, dass die Düsenanordnung bei dem Auftragen
des Fluids nicht immer im Hinblick auf die Oberfläche des Substrats entsprechend ausgerichtet
sein muss. Dies ist insbesondere beim Auftragen von Fluiden in einem Umbugbereich
in der Regel nicht oder nur mit hohem Aufwand realisierbar, da bei Umbugbereichen
die Formgebung des Substrats in der Regel sehr komplex ist und die Düsenanordnung
bei dem Ausrichten der Düsenanordnung relativ zu dem Substrat immer wieder neu im
Hinblick auf die komplexe Formgebung des Umbugbereiches ausgerichtet werden muss.
[0026] Zum Ausbilden eines zerstäubten Vollkegels des am Düsenauslassbereich der Sprühdüse
von dem ersten Fluidkanal abgegebenen Fluids kommt bei der erfindungsgemäßen Lösung
entsprechende Formungsluft zum Einsatz.
[0027] In diesem Zusammenhang ist insbesondere vorgesehen, dass zwischen einer Mantelfläche
des Düsenkörpers und einer Innenfläche des Düsengehäuses der Sprühdüse zumindest bereichsweise
eine Vielzahl an zweiten Fluidkanälen für Formungsluft ausgebildet ist.
[0028] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sich die zweiten Fluidkanäle
- über deren gesamten Länge - in Längsrichtung der Sprühdüse und parallel zu dem ersten
Fluidkanal erstrecken und an einem endseitigen Düsenauslassbereich der Sprühdüse in
einen kegel- oder konusförmigen Spaltraum münden, wobei sich der kegel- oder konusförmige
Spaltraum in Richtung einer Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers verjüngt.
[0029] Damit kann erreicht werden, dass in einer gleichmäßigen Art und insbesondere im Wesentlichen
zumindest unabhängig von Parameter-Änderungen, wie beispielsweise Änderungen im Druck
der Formungsluft, das Fluid von der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers in einer
zerstäubten Vollkegel-Gestalt abgegeben werden kann.
[0030] Mit anderen Worten, der endseitige Düsenauslassbereich der Sprühdüse ist insbesondere
als Vollkegel-Zerstäuberdüse mit Innenmischung des auf das Substrat aufzutragenden
Fluids und der Formungsluft ausgeführt.
[0031] Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die zweiten Fluidkanäle derart geradlinig
in den kegel- oder konusförmigen Spaltraum münden, dass die von den zweiten Fluidkanälen
abgegebene Formungsluft nur in Richtung der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers,
nicht aber senkrecht zur Längsrichtung des Düsenkörpers abgelenkt wird.
[0032] Mit anderen Worten, im Unterschied zu den aus dem Stand der Technik bekannten Düsenanordnungen
findet keine spiralförmige Ablenkung des von der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers
abgegebenen oder abzugebenden Fluids statt. Eine derartige spiralförmige Ablenkung
variiert stark von dem Druck und der Fluidgeschwindigkeit der Formungsluft und ist
somit sehr sensitiv auf Parameteränderungen.
[0033] Zur Ausbildung des kegel- oder konusförmigen Spaltraums an dem endseitigen Düsenauslassbereich
der Sprühdüse kommen verschiedene Ausführungsformen in Frage.
[0034] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass an dem endseitigen Düsenauslassbereich der
Sprühdüse der Düsenkörper kegel- oder konusförmig ausgeführt ist. Ebenfalls an dem
endseitigen Düsenauslassbereich der Sprühdüse ist das Düsengehäuse kegel- oder konusförmig
ausgeführt, wobei der kegel- oder konusförmige Spaltraum zwischen dem kegel- oder
konusförmigen Endbereich des Düsenkörpers einerseits und dem kegel- oder konusförmigen
Endbereich des Düsengehäuses anderseits gebildet wird.
[0035] Vorzugsweise beträgt ein Abstand zwischen der kegel- oder konusförmigen Außenfläche
des Endbereichs des Düsenkörpers und der kegel- oder konusförmigen Innenfläche des
Endbereichs des Düsenkörpers 0,1 mm bis 0,4 mm und vorzugsweise 0,2 mm bis 0,3 mm.
Der Abstand ist vorzugsweise konstant.
[0036] Um eine besonders effiziente Zerstäubung des von dem ersten Fluidkanal zugeführten
Fluids zu ermöglichen, ist gemäß Realisierungen der erfindungsgemäßen Düsenanordnung
vorgesehen, dass der erste Fluidkanal in den kegel- oder konusförmigen Spaltraum gegenüber
der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers mündet. Dadurch ist sichergestellt, dass
eine Innenmischung in dem konusförmigen Spaltraum realisierbar ist.
[0037] Gemäß bevorzugten Realisierungen der erfindungsgemäßen Düsenanordnung ist vorgesehen,
dass an dem endseitigen Düsenauslassbereich der Sprühdüse zumindest die Innenfläche
des Düsengehäuses eine sich in Richtung der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers verjüngende
und insbesondere an eine Konusform des Düsenkörpers angepasste Konusform aufweist,
und zwar derart, dass zwei voneinander beabstandete Hohlkegel gebildet werden, zwischen
denen der kegel- oder konusförmige Spaltbereich gebildet wird.
[0038] Vorzugsweise weist an dem endseitigen Düsenauslassbereich der Sprühdüse der Düsenkörper
eine sich in Richtung der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers verjüngende Form, insbesondere
zumindest im Wesentlichen Kegel- oder Konusform mit einem Kegel- oder Konuswinkel
von vorzugsweise 30° bis 120° und insbesondere mit einem Kegel- oder Konuswinkel von
etwa 50° bis etwa 100° auf.
[0039] Selbstverständlich sind aber auch andere Formgebungen des Düsenkörpers an dem endseitigen
Düsenauslassbereich der Sprühdüse denkbar.
[0040] Gemäß bevorzugten Realisierungen der erfindungsgemäßen Düsenanordnung ist vorgesehen,
dass das Düsengehäuse zumindest bereichsweise als ein hülsenförmiger Körper ausgebildet
ist, der zumindest bereichsweise den Düsenkörper umgibt.
[0041] Hierbei bietet es sich an, dass das Düsengehäuse vorzugsweise zusammen mit dem Düsenkörper
an einem Anschlussbereich eines Anschlusskörpers der Düsenanordnung insbesondere lös-
und/oder austauschbar befestigt ist bzw. befestigbar ist.
[0042] Zur Befestigung des Düsengehäuses mit dem Düsenkörper an dem Anschlussbereich des
Anschlusskörpers kommt gemäß bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Düsenanordnung
eine über eine Überwurfmutter bewirkte Quetschverschraubung am Anschlussbereich des
Anschlusskörpers zum Einsatz.
[0043] Diese Ausführungsform weist den entscheidenden Vorteil auf, dass durch Lösen der
Überwurfmutter sowohl das Düsengehäuse als auch der Düsenkörper von dem Anschlussbereich
des Anschlusskörpers entfernt werden können. Durch das Lösen der Überwurfmutter wird
auch die Verbindung zwischen dem Düsengehäuse und dem Düsenkörper gelöst, so dass
beide Komponenten separat gereinigt und/oder gewartet werden können bzw. die beiden
Komponenten unabhängig voneinander ausgetauscht werden können.
[0044] Zur Ausbildung des insbesondere stabförmigen Düsenkörpers kommen unterschiedliche
Ausgestaltungen in Frage.
[0045] Insbesondere ist gemäß bevorzugten Realisierungen der erfindungsgemäßen Düsenanordnung
vorgesehen, dass der zumindest genau eine sich insbesondere koaxial zur Längsachse
des Düsenkörpers erstreckende erste Fluidkanal als eine Durchgangsbohrung in dem stabförmigen
Düsenkörper ausgebildet ist.
[0046] Zum Ausbilden der zweiten Fluidkanäle bietet es sich an, dass der insbesondere stabförmige
Düsenkörper zumindest bereichsweise ein mehrkantiges Querschnittsprofil aufweist.
Wenn der stabförmige Düsenkörper mit dem mehrkantigen Querschnittsprofil in dem Düsengehäuse
aufgenommen ist, werden die einzelnen zweiten Fluidkanäle im Bereich der Flächen des
Mehrkant-Querschnittsprofils ausgebildet.
[0047] Gemäß bevorzugten Realisierungen des stabförmigen Düsenkörpers weist dieser insbesondere
ein Sechskant-Querschnittsprofil mit einem Durchmesser von 6 mm bis 10 mm und einem
Schlüsselflächenmaß des Sechskants zwischen 5 mm und 9 mm auf.
[0048] Bei solch einem stabförmigen Düsenkörper werden aufgrund des Sechskant-Querschnittsprofils
insgesamt sechs zweite Fluidkanäle ausgebildet, wenn der stabförmige Düsenkörper in
dem Düsengehäuse aufgenommen ist.
[0049] Grundsätzlich ist es dabei von Vorteil, wenn der Durchmesser des stabförmigen Düsenkörpers
in einem Bereich zwischen 6 mm und 12 mm und vorzugsweise in einem Bereich zwischen
6 mm und 10 mm liegt. Mit diesen Dimensionen ist eine besonders "schlanke" Finger-Sprühdüse
realisierbar.
[0050] Alternativ zu der zuletzt genannten Ausführungsform ist es denkbar, dass der insbesondere
stabförmige Düsenkörper zumindest bereichsweise ein zumindest im Wesentlichen kreiszylinderförmiges
Querschnittsprofil aufweist, wobei zum Ausbilden der zweiten Fluidkanäle in der Mantelfläche
des kreiszylinderförmigen Düsenkörpers sich parallel zur Längsachse des Düsenkörpers
erstreckende Nutbereiche ausgebildet sind.
[0051] Um eine möglichst perfekte und insbesondere gleichmäßige Zerstäubung des an dem endseitigen
Düsenauslassbereich der Sprühdüse über den ersten Fluidkanal abgegebenen Fluids zu
erreichen, sollten die zweiten Fluidkanäle gleichmäßig über der Mantelfläche des Düsenkörpers
und insbesondere in einer zueinander äquidistanten Weise ausgebildet sein.
[0052] Gemäß Realisierungen der erfindungsgemäßen Düsenanordnung ist vorgesehen, dass der
Düsenkörper zumindest in dem Bereich, in welchem er von dem Düsengehäuse aufgenommen
ist, zumindest bereichsweise als ein im Wesentlichen zylindrischer Düsenkörper ausgebildet
ist, wobei in dem im Wesentlichen zylindrischen Düsenkörper sich in Längsrichtung
der Sprühdrüse erstreckende Nutbereiche und/oder sich in Längsrichtung der Sprühdrüse
erstreckende im Hinblick auf die Mantelfläche des zylindrischen Körpers vertiefte
Bereiche ausgebildet sind, welche zusammen mit der Innenoberfläche des Düsengehäuses
zumindest bereichsweise die zweiten Fluidkanäle begrenzen.
[0053] Selbstverständlich kommen hier aber auch andere Ausführungsformen für den Düsenkörper
in Frage.
[0054] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass am endseitigen
Düsenauslassbereich der Sprühdüse zumindest die Innenfläche des Düsengehäuses ein
sich in Richtung der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers verjüngende und insbesondere
an eine Konusform des Düsenkörpers angepasste Konusform aufweist.
[0055] Bei diesem Aspekt handelt es sich um eine besonders einfach zu realisierende aber
dennoch effektive Maßnahme, um eine möglichst perfekte Kegelform und Zerstäubung des
von den ersten Fluidkanal an der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers abgegebenen
Fluids zu erreichen.
[0056] In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, dass an dem endseitigen Düsenauslassbereich
der Sprühdüse in dem Düsenkörper Nut- und/oder Aussparungsbereiche ausgebildet sind,
welche strömungsmäßig mit jeweils einem der zweiten Fluidkanäle verbunden sind. Auf
diese Weise kann die von den zweiten Fluidkanälen transportierte Formungsluft gezielt
zum endseitigen Düsenauslassbereich der Sprühdüse abgegeben werden.
[0057] An dem endseitigen Düsenauslassbereich der Sprühdüse weist der Düsenkörper vorzugsweise
eine sich in Richtung der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers verjüngende Konusform
mit einem Konuswinkel von vorzugsweise 30 Grad bis 120 Grad und insbesondere mit einem
Konuswinkel von 50 Grad bis 100 Grad auf.
[0058] Gemäß bevorzugten Realisierungen der erfindungsgemäßen Sprühdüse weist der Düsenkörper
- in Längsrichtung der Sprühdüse gesehen - eine Länge von 20 mm bis 100 mm und vorzugsweise
eine Länge von 30 mm bis 80 mm und noch bevorzugter eine Länge von 40 mm bis 60 mm
auf.
[0059] Alternativ oder zusätzlich hierzu ist es von Vorteil, wenn der Düsenkörper mit dem
Düsengehäuse einen Durchmesser im Mittel maximal 20 mm und vorzugsweise einen Durchmesser
von im Mittel maximal 15 mm aufweist. Es sind somit besonders schlanke Finger-Sprühdüsen
mit der erfindungsgemäßen Lösung realisierbar.
[0060] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass in einem
an dem Anschlussbereich des Anschlusskörpers montierten Zustand der Sprühdüse in einem
Bereich zwischen dem Anschlusskörper und der Sprühdüse ein vorzugsweise ringförmiger
Bereich ausgebildet ist, welcher einerseits strömungsmäßig mit einer Quelle für Formungsluft,
insbesondere mit einer Druckluftquelle, und andererseits strömungsmäßig mit den zweiten
Fluidkanälen der Sprühdüse in Verbindung steht.
[0061] Durch Vorsehen eines solchen vorzugsweise ringförmigen Bereiches am Anschlussbereich
des Anschlusskörpers ist sichergestellt, dass in jeden zweiten Fluidkanal eine vorzugsweise
gleiche und konstante Menge an Formungsluft pro Zeiteinheit eingespeist wird.
[0062] Gemäß einer Weiterbildung des zuvor genannten Aspekts ist insbesondere vorgesehen,
dass dem Düsenkörper eine Dichtung insbesondere in Gestalt eines Dichtringes zugeordnet
ist zum Separieren des insbesondere ringförmigen Bereiches für Formungsluft und einem
vorzugsweise im Hinblick auf die Längsachse des Düsenkörpers axial angeordneten Bereich,
über den das auf das Substrat aufzutragende Fluid in den ersten Fluidkanal der Sprühdüse
einspeisbar ist.
[0063] Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der zuvor genannten erfindungsgemäßen
Düsenanordnung zum Auftragen eines Fluids, insbesondere thermoplastischen Klebstoffes
auf einen Umbugbereich eines Bauteils.
[0064] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein System zum Auftragen von Fluiden, insbesondere
thermoplastischen Klebstoffen, auf ein Substrat, wobei das System einen Verteilerkopf
aufweist, welcher entlang einer Bewegungsrichtung relativ zu dem Substrat bewegbar
ist. Vorzugsweise ist der Verteilerkopf mit einem Roboterarm verbunden oder verbindbar.
[0065] Das System weist ferner mindestens eine Düsenanordnung der zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen
Art auf, welche in einem Montagebereich des Verteilerkopfes vorzugsweise austauschbar
mit dem Verteilerkopf verbunden ist.
[0066] Die erfindungsgemäße Düsenanordnung ermöglicht es insbesondere, dass beim Auftragen
des Fluids auf das Substrat auch insbesondere komplexe geometrische Bereiche des Substrats
wirkungsvoll in den Bereich der Düsenauslassöffnung der Sprühdüse gelangen, ohne dass
ein Kontakt zwischen der Düsenanordnung bzw. dem Verteiler oder Verteilerkopf mit
dem Substrat auftritt.
[0067] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Auftragen von Fluiden, insbesondere
thermoplastischen Klebstoffen, auf ein Substrat, wobei hierzu eine Düsenanordnung
relativ zu dem Substrat in einer Bewegungsrichtung bewegt wird, wobei die Düsenanordnung
insbesondere eine Düsenanordnung der zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Art ist.
[0068] Bei dem erfindungsgemäßen Auftragverfahren wird ferner ein Fluidstrahl durch die
Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers der Düsenanordnung abgegeben, und zwar insbesondere
während der Bewegung der Düsenanordnung relativ zu dem Substrat.
[0069] Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass der durch die Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers
abgegebene Fluidstrahl vorzugsweise mit Hilfe von Formungsluft abgelenkt wird, insbesondere
zum Erzeugen eines vorgegebenen Musters des auf das Substrat aufzutragenden Fluidstrahls.
[0070] In vorteilhafter Weise ist dabei das Substrat ein Bauteil mit einem Umbugbereich,
wobei während des Abgebens des Fluidstrahles durch die Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers
die Düsenanordnung zumindest bereichsweise in den Umbugbereich des Substrats bewegt
wird.
[0071] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen die Erfindung
näher beschrieben.
[0072] Es zeigen:
- FIG. 1
- schematisch und in einer isometrischen Ansicht ein herkömmliches System zum Auftragen
von thermoplastischen Klebstoffen auf ein Substrat;
- FIG. 2
- schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine exemplarische Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems zum Auftragen von thermoplastischen Klebstoffen auf
ein Substrat;
- FIG. 3
- schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine weitere exemplarische Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems zum Auftragen von thermoplastischen Klebstoffen auf
ein Substrat;
- FIG. 4
- schematisch und in einer isometrischen Explosionsansicht eine exemplarische Ausführungsform
einer Sprühdüse für eine bei dem erfindungsgemäßen System zum Auftragen von thermoplastischen
Klebstoffen auf ein Substrat gemäß FIG. 2 oder FIG. 3 zum Einsatz kommenden Düsenanordnung;
- FIG. 5
- schematisch und in einer Längsschnittansicht eine exemplarische Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Düsenanordnung für ein System zum Auftragen von thermoplastischen
Klebstoffen auf ein Substrat, insbesondere für ein System gemäß FIG. 2 oder FIG. 2.;
- FIG. 6
- schematisch und in einer Detailansicht der endseitige Düsenauslassbereich der Sprühdüse
der Düsenanordnung gemäß FIG. 5; und
- FIG. 7
- schematisch und in einer isometrischen Ansicht die exemplarische Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Systems gemäß FIG. 2 beim Auftragen eines thermoplastischen Klebstoffs
auf ein Substrat.
[0073] Dass thermoplastische Klebstoff gute Bindemittel bilden, hat man schon lange erkannt.
Sie erhärten nämlich schnell, was einen besonderen Vorteil bedeutet, wenn der Klebstoff
schrittweise aufgetragen wird und die Verbindung der zu verklebenden Teile dann sofort
erfolgt, und die erhaltene Klebeverbindung ist sehr stark. Ferner ist die Auswahl
der Bestandteile, aus denen sich thermoplastische Klebstoffe zusammensetzen lassen,
so groß, dass für einen gegebenen Zweck leicht eine entsprechende Klebstoffkomposition
hergestellt werden kann.
[0074] Dennoch haben sich dem verbreiteten Gebrauch dieser Klebstoffe insofern gewisse Schwierigkeiten
in den Weg gestellt, als der thermoplastische Klebstoff teilweise nicht oder nur mit
größeren Schwierigkeiten in einer automatisierten Weise auf bestimmte, ausgewählte
Bereiche eines Substrats insbesondere mit einer komplexen Geometrie auftragen lässt.
Dies gilt insbesondere für Umbugbereiche von als Formkörper ausgebildete Substraten.
[0075] In FIG. 1 ist schematisch und in einer isometrischen Ansicht ein herkömmliches System
50 gezeigt, mit welchem in einer automatisierten Weise auf bestimmte Bereiche eines
als Formteil ausgebildeten Substrats ein thermoplastischer Klebstoff 20 aufgetragen
wird. Das herkömmliche System 50 zum Auftragen von thermoplastischen Klebstoffen 20
auf ein als Formkörper ausgebildeten Substrat 21 weist einen Verteilerkopf 30 auf,
welcher vorzugsweise mit einem in FIG. 1 nicht gezeigten Roboterarm verbunden oder
verbindbar ist, und welcher mit Hilfe des Roboterarms entlang einer Bewegungsrichtung
relativ zu dem Substrat 21 bewegbar ist.
[0076] Wie in FIG. 1 dargestellt, weist das herkömmliche System 50 zum Auftragen von thermoplastischen
Klebstoffen ferner eine Düsenanordnung 101, welche in einem Montagebereich des Verteilerkopfes
30 vorzugsweise austauschbar mit dem Verteilerkopf 30 verbunden ist. Die Düsenanordnung
101 wird im Wesentlichen durch einen in etwa rechteckigen Grundkörper 102 gebildet,
über den die Düsenanordnung 101 mit dem Montagebereich des Verteilerkopfes 30 verbunden
ist. Dieser - in Draufsicht gesehen - im Wesentlichen rechteckige Grundkörper 102
der Düsenanordnung 101 weist eine stirnseitige Seitenfläche 103 auf, in welcher eine
Austrittsdüse 105 ausgebildet ist. Die von der Austrittsdüse 105 bzw. der Austrittsöffnung
der Austrittsdüse 105 vorgegebene Hauptströmachse, entlang welcher sich das von der
Austrittsdüse 105 abgegebene thermoplastische Klebstoffmaterial 20 bewegt, schließt
mit der stirnseitigen Seitenfläche 103 des Grundkörpers 102 der Düsenanordnung 101
einen zumindest im Wesentlichen rechten Winkel ein. Ferner ist die stirnseitige Seitenfläche
103 des Grundkörpers 102 in Bewegungsrichtung des Verteilers.
[0077] In Anwendungen des herkömmlichen Systems 50 bei Formteilen mit komplexen geometrischen
Strukturen und insbesondere Umbugbereichen lässt es sich in der Regel nicht vermeiden,
dass entweder Teile des Systems, insbesondere der Verteilerkopf oder die Düsenanordnung,
mit Bereichen des Formteils in Kontakt kommen bzw. dass mit der Düsenanordnung nicht
alle notwendigen Bereiche des Formteils erreicht werden können.
[0078] Um dieses Problem zu lösen, wird erfindungsgemäß eine optimierte Düsenanordnung 1
vorgeschlagen, wobei exemplarische Ausführungsformen dieser Düsenanordnung 1 nachfolgend
unter Bezugnahme auf die Darstellungen in FIG. 2 bis FIG. 12 näher beschrieben werden.
[0079] Im Einzelnen ist in FIG. 2 in einer schematischen und isometrischen Ansicht eine
exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 19 dargestellt, wobei
dieses System 19 zum Auftragen von Fluiden 20, insbesondere thermoplastischen Klebstoffen,
auf ein Substrat 21 dient, und wobei das System 19 im Wesentlichen einen Verteilerkopf
2 aufweist, der vorzugsweise mit einem Roboterarm verbunden oder verbindbar ist, und
welcher entlang einer Bewegungsrichtung relativ zu dem (in FIG. 2 nicht gezeigten)
Substrat 21 bewegbar ist.
[0080] Das in FIG. 2 schematisch gezeigte System 19 weist ferner eine Düsenanordnung 1 auf,
welche in einem Montagebereich des Verteilerkopfes 2 vorzugsweise austauschbar mit
dem Verteilerkopf 2 verbunden ist.
[0081] Der Aufbau und die Funktionsweise der bei dem in FIG. 2 schematisch gezeigten System
19 zum Einsatz kommenden Düsenanordnung 1 werden nachfolgend unter Bezugnahme auf
die Darstellungen in FIG. 4 bis FIG. 6 näher beschrieben.
[0082] FIG. 3 zeigt in einer schematischen und isometrischen Ansicht eine alternative Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems 19 zum Auftragen von Fluiden 20 auf ein (ebenfalls in
FIG. 3 nicht gezeigten) Substrat 21. Dabei unterscheidet sich die in FIG. 3 schematisch
gezeigte exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 19 im Wesentlichen
von dem in FIG. 2 schematisch gezeigten System 19 durch den Aufbau des Verteilerkopfes
2, an welchem die erfindungsgemäße Düsenanordnung 1 angeschlossen ist.
[0083] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Darstellungen in FIG. 4 bis FIG. 6 eine
exemplarische Ausführungsform der erfindungsgemäßen Düsenanordnung 1 bzw. der Sprühdüse
3 der erfindungsgemäßen Düsenanordnung 1 näher beschrieben.
[0084] Die Düsenanordnung 1 dient zum Auftragen von Fluiden 20, insbesondere thermoplastischen
Klebstoffen, auf ein Substrat 21, wobei die Düsenanordnung 1 einen mit einem Montagebereich
eines Verteilers 2 vorzugsweise austauschbar verbindbaren Anschlusskörper 9 und eine
mit dem Anschlusskörper 9 vorzugsweise austauschbar verbindbare Sprühdüse 3 aufweist.
[0085] Wie es insbesondere der Explosionsdarstellung in FIG. 4 entnommen werden kann, weist
die erfindungsgemäße Sprühdüse 3 einen im Wesentlichen zweiteiligen Aufbau auf, und
zwar bestehend aus einem sich in Längsrichtung 4 der Sprühdüse 3 erstreckenden, insbesondere
stabförmigen Düsenkörper 5 und einem Düsengehäuse 7. Das Düsengehäuse 7 weist einen
hülsenförmigen Grundkörper auf.
[0086] In dem stabförmigen Düsenkörper 5 ist ein erster Fluidkanal 6 für das auf das Substrat
21 aufzutragende Fluid 20 ausgebildet. In diesem Zusammenhang sei insbesondere auf
die Schnittansicht in FIG. 4 verwiesen. Der erste Fluidkanal 6 erstreckt sich insbesondere
koaxial zur Längsachse des (stabförmigen) Düsenkörpers 5.
[0087] Zwischen der Mantelfläche des stabförmigen Düsenkörpers 5 und der Innenfläche des
insbesondere bereichsweise hülsenförmigen Düsengehäuses 7 ist eine Vielzahl an zweiten
Fluidkanälen 10 ausgebildet, die zum Zuführen von Formungsluft zu dem endseitigen
Düsenauslassbereich 11 der Sprühdüse 3 dienen. Insbesondere dient die mit Hilfe der
zweiten Fluidkanäle 10 zugeführte Formungsluft dazu, an der Düsenauslassöffnung 8
des Düsenkörpers 5 eine Zerstäubung des von der Düsenauslassöffnung 8 abgegebenen
oder abzugebenden Fluids 20 zu bewirken.
[0088] Im Einzelnen, und wie es insbesondere beispielsweise der Schnittansicht in FIG. 5
entnommen werden kann, ist das Düsengehäuse 7 der Sprühdüse 3 zumindest bereichsweise
als ein hülsenförmiger Körper ausgebildet, der zumindest bereichsweise den (stabförmigen)
Düsenkörper 5 umgibt. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass das Düsengehäuse 7 vorzugsweise
zusammen mit dem Düsenkörper 5 an dem Anschlussbereich 12 des Anschlusskörpers 9 insbesondere
lös- und/oder austauschbar befestigt ist, und zwar insbesondere mit Hilfe einer mit
einer Überwurfmutter 13 bewirkten Quetschverschraubung am Anschlussbereich 12 des
Anschlusskörpers 9.
[0089] Andererseits ist der (insbesondere stabförmige) Düsenkörper 5 zumindest in dem Bereich,
in welchem er von dem Düsengehäuse 7 aufgenommen ist, zumindest bereichsweise als
ein im Wesentlichen zylindrischer Düsenkörper 6 ausgebildet, wobei in dem im Wesentlichen
zylindrischen Düsenkörper 5 sich in Längsrichtung 4 der Sprühdüse 3 erstreckende Nutbereiche
oder alternativ (wie in FIG. 4 angedeutet) sich in Längsrichtung 4 der Sprühdüse 3
erstreckende und im Hinblick auf die Mantelfläche des zylindrischen Düsenkörpers 5
vertiefte Bereiche 15 ausgebildet sind. Diese Bereiche (Nutbereiche bzw. vertiefte
Bereiche 15) begrenzen zusammen mit der Innenoberfläche des Düsengehäuses 7 zumindest
bereichsweise die einzelnen zweiten Fluidkanäle 10 der Sprühdüse 3.
[0090] Im Einzelnen ist bei der in FIG. 4 bis FIG. 6 gezeigten exemplarischen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Düsenanordnung 1 vorgesehen, dass der stabförmige Düsenkörper
5 zumindest bereichsweise ein mehrkantiges Querschnittsprofil aufweist, um über die
Flächenbereiche 15 des mehrkantigen Querschnittsprofils (und der Innenoberfläche des
Düsengehäuses 7) die entsprechenden zweiten Fluidkanäle 10 auszubilden.
[0091] Im Einzelnen ist bei der Ausführungsform gemäß FIG. 4 bis FIG. 6 vorgesehen, dass
der insbesondere stabförmige Düsenkörper 5 zumindest bereichsweise ein Sechskant-Querschnittsprofil
aufweist, um auf diese Weise zusammen mit dem Düsengehäuse 7 insgesamt sechs zweite
Fluidkanäle 10 auszubilden.
[0092] Gemäß bevorzugten Realisierungen ist in diesem Zusammenhang vorgesehen, dass der
Durchmesser des stabförmigen Düsenkörpers 5 vorzugsweise in einem Bereich zwischen
etwa 6 mm und etwa 12 mm und besonders bevorzugt in einem Bereich zwischen etwa 6
mm und etwa 10 mm liegt.
[0093] Bei der insbesondere in FIG. 4 erkennbaren Sechskant-Querschnittsprofilformgebung
des stabförmigen Düsenkörpers 5 beträgt der Durchmesser des stabförmigen Düsenkörpers
5 insbesondere etwa 6 mm bis etwa 10 mm bei einem Schlüsselflächenmaß des Sechskants
zwischen 5 mm und 9 mm.
[0094] Alternativ zu einer solchen Mehrkant-Querschnittsprofilformgebung des stabförmigen
Düsenkörpers 5 ist es denkbar, dass der Düsenkörper 5 der Sprühdüse 3 zumindest bereichsweise
mit einem im Wesentlichen kreiszylinderförmigen Querschnittsprofil versehen ist, wobei
zum Ausbilden der zweiten Fluidkanäle 10 in der Mantelfläche des kreiszylinderförmigen
Düsenkörpers 5 sich parallel zur Längsachse des Düsenkörpers 5 erstreckende Nutbereiche
(in den Zeichnungen nicht dargestellt) ausgebildet sind.
[0095] Losgelöst von der Frage, wie die zweiten Fluidkanäle 10 letztendlich ausgebildet
sind, sollten die zweiten Fluidkanäle 10 zueinander gleichmäßig über der Mantelfläche
des Düsenkörpers 5 und insbesondere in einer zueinander äquidistanten Weise ausgebildet
sein, um am Düsenauslassbereich 11 eine möglichst optimale Zerstäubung des von der
Düsenauslassöffnung 8 des Düsenkörpers 5 abgegebenen Fluids bewirken zu können.
[0096] Hierzu ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass sich die zweiten Fluid kanäle 10 - über
deren gesamten Länge - in Längsrichtung 4 der Sprühdüse 3 parallel zu dem ersten Fluidkanal
5 erstrecken und an einem endseitigen Düsenauslassbereich 11 der Sprühdüse 3 in einen
kegel- oder konusförmigen Spaltraum 16 münden, wobei sich der kegel- oder konusförmige
Spaltraum 16 in Richtung der Düsenauslassöffnung 8 des Düsenkörpers 5 vorzugsweise
gleichförmig verjüngt.
[0097] Dabei ist der endseitige Düsenauslassbereich 11 der Sprühdüse 3 insbesondere als
Vollkegel-Zerstäuberdüse vorzugsweise mit Innenmischung des auf das Substrat 21 aufzutragenden
Fluids 20 und der Formungsluft ausgeführt.
[0098] Der Darstellung in FIG. 6 ist insbesondere zu entnehmen, dass die zweiten Fluidkanäle
10 derart geradlinig in den kegel- oder konusförmigen Spaltraum 16 münden, dass die
von den zweiten Fluidkanälen 10 abgegebene Formungsluft nur in Richtung der Düsenauslassöffnung
8 des Düsenkörpers 5, nicht aber senkrecht zur Längsrichtung 4 der Sprühdüse 3 abgelenkt
wird.
[0099] Ebenfalls ist zu erkennen, dass an dem endseitigen Düsenauslassbereich 11 der Sprühdüse
3 der Düsenkörper 5 kegel- oder konusförmig ausgeführt ist, und wobei ebenfalls an
dem endseitigen Düsenauslassbereich 11 der Sprühdüse 3 das Düsengehäuse 7 kegel- oder
konusförmig ausgeführt ist, wobei der kegel- oder konusförmige Spaltraum 16 zwischen
dem kegel- oder konusförmigen Endbereich des Düsenkörpers 5 einerseits und dem kegel-
oder konusförmigen Endbereich des Düsengehäuses 7 anderseits gebildet wird.
[0100] Dabei sind eine kegel- oder konusförmigen Außenfläche des Endbereichs des Düsenkörpers
5 und eine kegel- oder konusförmigen Innenfläche des Endbereichs - in einem makroskopischen
Bereich - jeweils konturlos ausgeführt.
[0101] Ein Abstand zwischen der kegel- oder konusförmigen Außenfläche des Endbereichs des
Düsenkörpers 5 und der kegel- oder konusförmigen Innenfläche des Endbereichs des Düsengehäuses
beträgt 0,1 mm bis 0,4 mm und vorzugsweise 0,2 mm bis 0,3 mm.
[0102] Der Darstellung in FIG. 6 ist ferner zu entnehmen, dass der erste Fluidkanal 6 in
den kegel- konusförmigen Spaltraum 16 gegenüber der Düsenauslassöffnung 8 des Düsenkörpers
5 mündet.
[0103] An dem endseitigen Düsenauslassbereich 11 der Sprühdüse 3 weist der Düsenkörper 5
eine sich in Richtung der Düsenauslassöffnung 8 des Düsenkörpers 5 verjüngende Kegel-
oder Konusform mit einem Kegel- oder Konuswinkel von vorzugsweise 30° bis 120° und
insbesondere mit einem Kegel- oder Konuswinkel von vorzugsweise 50° bis 100° auf.
In diesem Zusammenhang sei insbesondere auf die Detailansicht in FIG. 6 verwiesen.
[0104] In gleicher Weise ist bei der in FIG. 4 bis FIG. 6 gezeigten Düsenanordnung 1 vorgesehen,
dass am endseitigen Düsenauslassbereich 11 der Sprühdüse 3 zumindest die Innenfläche
des Düsengehäuses 7 ein sich in Richtung der Düsenauslassöffnung 8 des Düsenkörpers
5 verjüngende und insbesondere an eine Kegel- oder Konusform aufweist.
[0105] Der Detailansicht in FIG. 6 ist zu entnehmen, dass an dem endseitigen Düsenauslassbereich
11 der Sprühdüse 3 auf der zumindest im Wesentlichen konusförmigen Außenfläche des
Düsenkörpers 5 ein Abstands-Bereich 14 vorzugsweise integral mit dem Düsenkörper 5
ausgebildet ist, und zwar derart, dass zwischen dem Düsenkörper 5 und dem Düsengehäuse
7 der kegel- konusförmigen Spaltraum 16 gebildet wird, über den eine Zerstäubung des
von der Düsenauslassöffnung 8 des Düsenkörpers 5 abgegebenen oder abzugebenden Fluids
20 mit Hilfe der von den zweiten Fluidkanälen 10 am Düsenauslassbereich 11 abgegebenen
Formungsluft bewirkt wird.
[0106] Der Schnittansicht in FIG. 5 kann entnommen werden, dass in einem an dem Anschlussbereich
12 des Anschlusskörpers 9 montierten Zustand der Sprühdüse 3 in einem Bereich zwischen
dem Anschlusskörper 9 und der Sprühdüse 3 ein vorzugsweise ringförmiger Bereich 17
ausgebildet ist, welcher einerseits strömungsmäßig mit einer Quelle für Formungsluft,
insbesondere mit einer Druckluftquelle nicht in FIG. 5 gezeigt , und andererseits
strömungsmäßig mit den zweiten Fluidkanälen 10 der Sprühdüse 3 in Verbindung steht.
[0107] Ferner ist der Schnittansicht gemäß FIG. 5 zu entnehmen, dass dem Düsenkörper 5 eine
Dichtung 18 insbesondere in Gestalt eines Dichtrings zugeordnet ist, um den insbesondere
ringförmigen Bereich 17 für Formungsluft und einen vorzugsweise im Hinblick auf die
Längsachse des Düsenkörpers 5 axial angeordneten Bereich, über den das auf das Substrat
21 aufzutragende Fluid in den ersten Fluidkanal 6 der Sprühdüse 3 eingespeist wird,
zu separieren.
[0108] Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der erfindungsgemäßen Düsenanordnung
1 zum Auftragen eines Fluids, insbesondere thermoplastischen Klebstoffs, auf einen
Umbugbereich eines Bauteils, wie es schematisch und in einer isometrischen Ansicht
in FIG. 7 gezeigt ist.
[0109] Mit Hilfe der zweiten Fluidkanäle 10 wird Formungsluft Druckluft in Richtung des
von dem endseitigen Düsenauslassbereich 11 der Sprühdüse 3 abgegebenen thermoplastischen
Klebstoffstrahls gelenkt, um somit den Klebstoffstrahl 20 zu zerstäuben.
[0110] Die Erfindung ist nicht auf die in den Zeichnungen gezeigte exemplarische Ausführungsform
beschränkt, sondern ergibt sich aus einer Zusammenschau sämtlicher hierin offenbarter
Merkmale.
Bezugszeichenliste
[0111]
- 1
- Düsenanordnung
- 2
- Verteiler/Verteilerkopf
- 3
- Sprühdüse
- 4
- Längsrichtung der Sprühdrüse
- 5
- Düsenkörper
- 6
- erster Fluidkanal
- 7
- Düsengehäuse
- 8
- Düsenauslassöffnung
- 9
- Anschlusskörper der Düsenanordnung
- 10
- zweite Fluidkanäle
- 11
- Düsenauslassbereich
- 12
- Anschlussbereich des Anschlusskörpers
- 13
- Überwurfmutter
- 14
- (Abstands-)Bereich
- 15
- Flächenbereiche zum Ausbilden der zweiten Fluidkanäle
- 16
- Spaltraum
- 17
- ringförmiger Bereich für Formungsluft
- 18
- Dichtung
- 19
- System zum Auftragen von Fluiden
- 20
- thermoplastischer Klebstoff
- 21
- Substrat
- 30
- Verteilerkopf Stand der Technik
- 50
- System zum Auftragen von thermoplastischem Klebstoff Stand der Technik
- 101
- Düsenanordnung Stand der Technik
- 102
- Grundkörper Stand der Technik
- 103
- stirnseitige Seitenfläche Stand der Technik
- 105
- Austrittsdüse Stand der Technik
1. Düsenanordnung (1) zum Auftragen von Fluiden (2), insbesondere thermoplastischen Klebstoffen,
auf ein Substrat (21), wobei die Düsenanordnung (1) einen mit einem Montagebereich
eines Verteilers (30) vorzugsweise austauschbar verbindbaren Anschlusskörper (9) und
eine mit dem Anschlusskörper (9) vorzugsweise austauschbar verbindbare Sprühdüse (3)
aufweist, wobei die Sprühdüse (3) einen sich in Längsrichtung (4) der Sprühdüse (3)
erstreckenden, insbesondere stabförmigen, Düsenkörper (5) mit mindestens einem und
vorzugsweise genau einem sich insbesondere koaxial zur Längsachse des Düsenkörpers
(5) erstreckenden ersten Fluidkanal (6) für das auf das Substrat (21) aufzutragende
Fluid (20) aufweist, wobei die Sprühdüse (3) ferner ein Düsengehäuse (7) aufweist,
in welchem zumindest bereichsweise der Düsenkörper (5) aufgenommen oder aufnehmbar
ist, wobei zwischen einer Mantelfläche des Düsenkörpers (5) und einer Innenfläche
des Düsengehäuses (7) zumindest bereichsweise eine Vielzahl an zweiten Fluidkanälen
(10) für Formungsluft ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die zweiten Fluidkanäle (10) - über deren gesamten Länge - in Längsrichtung (4)
der Sprühdüse (3) parallel zu dem ersten Fluidkanal (5) erstrecken und an einem endseitigen
Düsenauslassbereich (11) der Sprühdüse (3) in einen kegel- oder konusförmigen Spaltraum
(16) münden, wobei sich der kegel- oder konusförmige Spaltraum (16) in Richtung einer
Düsenauslassöffnung (8) des Düsenkörpers (5) vorzugsweise gleichförmig verjüngt.
2. Düsenanordnung (1) nach Anspruch 1,
wobei der endseitige Düsenauslassbereich (11) der Sprühdüse (3) als Vollkegel-Zerstäuberdüse
vorzugsweise mit Innenmischung des auf das Substrat (21) aufzutragenden Fluids (20)
und der Formungsluft ausgeführt ist.
3. Düsenanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die zweiten Fluidkanäle (10) derart geradlinig in den kegel- oder konusförmigen
Spaltraum (16) münden, dass die von den zweiten Fluidkanälen (10) abgegebene Formungsluft
nur in Richtung der Düsenauslassöffnung (8) des Düsenkörpers (5), nicht aber senkrecht
zur Längsrichtung (4) der Sprühdüse (3) abgelenkt wird.
4. Düsenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei an dem endseitigen Düsenauslassbereich (11) der Sprühdüse (3) der Düsenkörper
(5) kegel- oder konusförmig ausgeführt ist, und wobei ebenfalls an dem endseitigen
Düsenauslassbereich (11) der Sprühdüse (3) das Düsengehäuse (7) kegel- oder konusförmig
ausgeführt ist, wobei der kegel- oder konusförmige Spaltraum (16) zwischen dem kegel-
oder konusförmigen Endbereich des Düsenkörpers (5) einerseits und dem kegel- oder
konusförmigen Endbereich des Düsengehäuses (7) anderseits gebildet wird.
5. Düsenanordnung (1) nach Anspruch 4,
wobei eine kegel- oder konusförmigen Außenfläche des Endbereichs des Düsenkörpers
(5) und eine kegel- oder konusförmigen Innenfläche des Endbereichs - in einem makroskopischen
Bereich - jeweils konturlos ausgeführt sind.
6. Düsenanordnung (1) nach Anspruch 4 oder 5,
wobei ein Abstand zwischen der kegel- oder konusförmigen Außenfläche des Endbereichs
des Düsenkörpers (5) und der kegel- oder konusförmigen Innenfläche des Endbereichs
des Düsengehäuses 0,1 mm bis 0,4 mm und vorzugsweise 0,2 mm bis 0,3 mm beträgt.
7. Düsenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
wobei der erste Fluidkanal (6) in den kegel- konusförmigen Spaltraum (16) gegenüber
der Düsenauslassöffnung (8) des Düsenkörpers (5) mündet.
8. Düsenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei an dem endseitigen Düsenauslassbereich (11) der Sprühdüse (3) der Düsenkörper
(5) eine sich in Richtung der Düsenauslassöffnung des Düsenkörpers (5) verjüngende
Form, insbesondere zumindest im Wesentlichen Kegel- oder Konusform mit einem Kegel-
oder Konuswinkel von vorzugsweise 30° bis 120° und insbesondere mit einem Kegel- oder
Konuswinkel von etwa 50° bis etwa 100° aufweist.
9. Düsenanordnung (1) nach Anspruch 8,
wobei an dem endseitigen Düsenauslassbereich (11) der Sprühdüse (3) auf der zumindest
im Wesentlichen kegel- oder konusförmigen Außenfläche des Düsenkörpers (5) mindestens
ein Bereich (14) vorzugsweise integral mit dem Düsenkörper (5) ausgebildet ist, und
zwar derart, dass zwischen dem Düsenkörper (5) und dem Düsengehäuse (7) der kegel-
oder konusförmigen Spaltraum (16) gebildet wird.
10. Düsenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
wobei das Düsengehäuse (7) zumindest bereichsweise als ein hülsenförmiger Körper ausgebildet
ist, der zumindest bereichsweise den Düsenkörper (5) umgibt, wobei das Düsengehäuse
(7) vorzugsweise zusammen mit dem Düsenkörper (5) an einem Anschlussbereich (12) des
Anschlusskörpers (9) insbesondere lös- und/oder austauschbar befestigbar ist, insbesondere
mit Hilfe einer mit einer Überwurfmutter (13) bewirkten Quetschverschraubung am Anschlussbereich
(12) des Anschlusskörpers (9).
11. Düsenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei der insbesondere stabförmige Düsenkörper (5) zumindest bereichsweise ein mehrkantiges
Querschnittsprofil aufweist, wobei der Durchmesser des stabförmigen Düsenkörpers (5)
vorzugsweise in einem Bereich zwischen 6 mm und 12 mm und vorzugsweise zwischen 6
mm und 10 mm liegt, wobei der insbesondere stabförmige Düsenkörper (5) vorzugsweise
zumindest bereichsweise insbesondere ein Sechskant-Querschnittsprofil mit einem Durchmesser
zwischen 6 mm und 10 mm und einem Schlüsselflächenmaß des Sechskants zwischen 5 mm
und 9 mm aufweist; oder
wobei der insbesondere stabförmige Düsenkörper (5) zumindest bereichsweise ein zumindest
im Wesentlichen kreiszylinderförmiges Querschnittsprofil aufweist, wobei zum Ausbilden
der zweiten Fluidkanäle (10) in der Mantelfläche des zylinderförmigen Düsenkörpers
(5) sich parallel zur Längsachse des Düsenkörpers (5) erstreckende Nutbereiche ausgebildet
sind.
12. Düsenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
wobei die zweiten Fluidkanäle (10) zueinander gleichmäßig über der Mantelfläche des
Düsenkörpers (5) und insbesondere in einer zueinander äquidistanten Weise ausgebildet
sind.
13. Düsenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
wobei der Düsenkörper (5) zumindest in dem Bereich, in welchem er von dem Düsengehäuse
(7) aufgenommen ist, zumindest bereichsweise als ein im Wesentlichen zylindrischer
Düsenkörper (5) ausgebildet ist, wobei in dem im Wesentlichen zylindrischen Düsenkörper
(5) sich in Längsrichtung (4) der Sprühdüse (3) erstreckende Nutbereiche und/oder
sich in Längsrichtung (4) der Sprühdüse (3) erstreckende und im Hinblick auf die Mantelfläche
des zylindrischen Düsenkörpers (5) vertiefte Bereiche (15) ausgebildet sind, welche
zusammen mit der Innenoberfläche des Düsengehäuses (7) zumindest bereichsweise die
zweiten Fluidkanäle (10) begrenzen; und/oder
wobei insgesamt mindestens drei zweite Fluidkanäle (10) und vorzugsweise mindestens
fünf zweite Fluidkanäle (10) und noch bevorzugter genau sechs zweite Fluidkanäle (10)
zueinander gleichmäßig über der Mantelfläche des Düsenkörpers (5) und insbesondere
in einer zueinander äquidistanten Weise ausgebildet sind.
14. Düsenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
wobei der Düsenkörper (5) - in Längsrichtung (4) der Sprühdüse (3) gesehen - eine
Länge von etwa 20 mm bis etwa 100 mm und vorzugsweise eine Länge von etwa 30 mm bis
etwa 80 mm und noch bevorzugter eine Länge von etwa 40 mm bis etwa 60 mm aufweist;
und/oder wobei der Düsenkörper (5) mit dem Düsengehäuse (7) einen Durchmesser von
im Mittel maximal etwa 20 mm und vorzugsweise einen Durchmesser von im Mittel maximal
etwa 15 mm aufweist; und/oder
wobei in einem an dem Anschlussbereich (12) des Anschlusskörpers (9) montierten Zustand
der Sprühdüse (3) in einem Bereich zwischen dem Anschlusskörper (9) und der Sprühdüse
(3) ein vorzugsweise ringförmiger Bereich (17) ausgebildet ist, welcher einerseits
strömungsmäßig mit einer Quelle für Formungsluft, insbesondere mit einer Druckluftquelle,
und andererseits strömungsmäßig mit den zweiten Fluidkanälen (10) der Sprühdüse (3)
in Verbindung steht, wobei dem Düsenkörper (5) vorzugsweise eine Dichtung (18) insbesondere
in Gestalt eines Dichtrings zugeordnet ist zum Separieren des insbesondere ringförmigen
Bereichs (17) für Formungsluft und einem vorzugsweise im Hinblick auf die Längsachse
des Düsenkörpers (5) axial angeordneten Bereich, über den das auf das Substrat (21)
aufzutragende Fluid (20) in den ersten Fluidkanal (6) der Sprühdüse (3) einspeisbar
ist.
15. System (19) zum Auftragen von Fluiden (20), insbesondere thermoplastischen Klebstoffen,
auf ein Substrat (21), wobei das System (19) Folgendes aufweist:
- einen Verteilerkopf (2), der vorzugsweise mit einem Roboterarm verbunden oder verbindbar
ist, und welcher entlang einer Bewegungsrichtung relativ zu dem Substrat (21) bewegbar
ist; und
- mindestens eine Düsenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, welche in
einem Montagebereich des Verteilerkopfs (2) vorzugsweise austauschbar mit dem Verteilerkopf
(2) verbunden ist.