[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine kombinierte Sprüh- und Absaug-Düse für eine
Wasserbereitstellungsvorrichtung, wobei die Wasserbereitstellungsvorrichtung einen
Saugstrom und einen Flüssigkeitsstrom, der eine Flüssigkeit umfasst, für die Düse
bereitstellt. Die Düse weist einen Abgabebereich für die Abgabe der Flüssigkeit und
einen Saugbereich zum Absaugen von Sauggut mit dem Saugstrom auf. In einem zweiten
Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Reinigen eines Bohrlochs mit einer
Wasserbereitstellungsvorrichtung und einer solchen Düse, wobei das Verfahren unter
anderem die Abgabe einer Flüssigkeit und das Absaugen von Sauggut durch die Düse umfasst.
In einem dritten Aspekt betrifft die Erfindung ein Computer-programm-Produkt zum Betreiben
auf einer Wasserbereitstellungsvorrichtung, wobei das vorgeschlagene Verfahren durch
das Computerprogramm-Produkt steuerbar ist.
Hintergrund der Erfindung:
[0002] Im Stand der Technik sind Kernbohrgeräte bekannt, mit denen im Wesentlichen zylinderförmige
Bohrkerne aus einem Untergrund, wie Beton oder Mauerwerk, herausgeschnitten werden
können. Eine solche Kernbohrung hinterläßt ein Bohrloch, das zur weiteren Verwendung
häufig gereinigt werden muss. Bohrlöcher können darüber hinaus durch Bohrmaschinen
oder Bohrhämmer erzeugt werden, die mit einem Bohrer oder Bohrhammer Löcher in einem
Untergrund erzeugen. Häufig ist es geplant, Gewindestangen oder Dübel in das erzeugte
Bohrloch einzusetzen, um größere Gegenstände, wie Lampen oder Befestigungssysteme,
an Wänden oder Raumdecken anzubringen. Um eine sichere und stabile Befestigung der
Gewindestangen oder Dübel zu ermöglichen, ist eine gründliche Reinigung des Bohrlochs
erforderlich, denn restlicher Staub oder Partikel, die unerwünschterweise in dem Bohrloch
verblieben sind, können die Tragkraft des Bohrlochs erheblich reduzieren.
[0003] Zur Reinigung von Bohrlöchern sind im Stand der Technik verschiedene Methoden bekannt.
Beispielsweise werden Bürsten bekannt, mit denen die Bohrlöcher nach Abschluss der
Kernbohr-Arbeiten ausgebürstet werden können. Durch das Ausbürsten der Bohrlöcher
können allerdings erhebliche Mengen Staub in die Umgebung und anschließend in die
Atemwege der Arbeiter auf einer Baustelle gelangen. Darüber hinaus sind Ausblas- oder
Absauglösungen bekannt, bei denen beispielsweise Hohllochbohrer eingesetzt werden
können, um Bohrgut aus dem Bohrloch abzusaugen. Allerdings weisen Hohllochbohrer ein
Gewinde auf, mit dem Teil des Staubs bzw. des Bohrguts an die Innenwände des Bohrlochs
gedrückt werden kann, wo das Bohrgut häufig nur schwer wieder entfernt werden kann.
[0004] Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht darin, die vorstehend
beschriebenen Mängel und Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und eine
Vorrichtung und ein Verfahren zur verbesserten Reinigung von Bohrlöchern bereitzustellen.
Dabei soll die Reinigung von Bohrlöchern insbesondere standartisiert werden, damit
eine möglichst gleichmäßige und einheitliche Reinigung von Bohrlöchern ermöglicht
werden kann, dies insbesondere dann, wenn eine größere Anzahl von ähnlichen Bohrlöchern
gereinigt werden soll.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Ausführungsformen zu dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche finden sich in den
abhängigen Ansprüchen.
Beschreibung der Erfindung:
[0006] Erfindungsgemäß ist eine Kombinierte Sprüh- und Absaug-Düse für eine Wasserbereitstellungsvorrichtung
vorgesehen, wobei die Wasserbereitstellungsvorrichtung einen Saugstrom und einen Flüssigkeitsstrom,
der eine Flüssigkeit umfasst, für die Düse bereitstellt. Die Düse weist einen Abgabebereich
für die Abgabe der Flüssigkeit und einen Saugbereich zum Absaugen von Sauggut mit
dem Saugstrom auf. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Wasserbereitstellungsvorrichtung
dazu eingerichtet ist, einen Saugstrom und einen Flüssigkeitsstrom für die Düse bereitzustellen,
wobei der Flüssigkeitsstrom eine Flüssigkeit umfasst. Mit dem Abgabebereich kann die
Düse Flüssigkeit bzw. den Flüssigkeitsstrom abgeben, während die Düse mit dem Saugbereich
Sauggut aus einem Bohrloch absaugen kann. Dazu kann die Düse mit einem Unterdruck
beaufschlagt werden, der einen Saugstrom erzeugt. Mit anderen Worten ist die Wasserbereitstellungsvorrichtung
dazu eingerichtet, einen Unterdruck zur Erzeugung eines Saugstroms bzw. zum Absaugen
von Sauggut zu erzeugen.
[0007] Die Düse kann beispielsweise erste Öffnungen zur Bereitstellung von Flüssigkeit bzw.
eines Flüssigkeitsstroms umfassen, sowie zweite Öffnungen, durch die das Sauggut aus
dem Bohrloch abgesaugt werden kann. Dazu kann die Düse einen Luftkanal aufweisen,
der in fluidischer Verbindung mit zweiten Öffnungen steht. Der Luftkanal und die zweiten
Öffnungen können mit einem Unterdruck beaufschlagt werden, der beispielsweise von
der Wasserbereitstellungsvorrichtung bereitgestellt werden kann. Mit anderen Worten
ist die Wasserbereitstellungsvorrichtung dazu eingerichtet, einen Unterdruck bereitzustellen.
Mit Hilfe des Unterdrucks kann in dem Luftkanal der Düse ein Saugstrom erzeugt werden,
mit dem das Sauggut durch die zweiten Öffnungen der Düse aus dem Bohrloch herausgesaugt
werden kann. Der Luftkanal kann beispielsweise im Inneren der Düse angeordnet vorliegen.
Eine mögliche Ausgestaltung der Erfindung mit innenliegendem Luftkanal ist beispielsweise
in Figur 2 dargestellt. Selbstverständlich kann der Luftkanal auch in einem Außenbereich
der Düse angeordnet vorliegen und einen innenliegenden Flüssigkeitskanal umschließen.
Eine solche mögliche Ausgestaltung der Erfindung ist beispielsweise in Figur 1 dargestellt.
[0008] Die Flüssigkeit bzw. der Flüssigkeitsstrom können mit Druck durch die ersten Öffnungen
der Düse in das Bohrloch gedrückt werden. Dieser Druck, sowie die Flüssigkeit können
ebenfalls von der Wasserbereitstellungsvorrichtung bereitgestellt werden.
[0009] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Absaugen des Saugguts kontinuierlich
erfolgen kann. Es kann aber ebenso gut bevorzugt sein, dass das Absaugen in kurzen
Abständen oder mit Druckstößen erfolgt. Die konkrete Gestaltung des Absauge-Vorgangs
kann durch das Computer-Programm-Produkt gesteuert werden. Vorzugsweise können das
Absaugen und die Absage von Flüssigkeit gleichzeitig oder abwechselnd erfolgen. Tests
haben gezeigt, dass mit der Erfindung ein besonders gutes Ausspritzen des Bohrlochs
ermöglicht werden kann, wobei vor allem auch Hinterschnitte an den Bohrlochwänden
freigelegt bzw. von Bohrmehl-Resten befreit werden können. Durch die Säuberung dieser
Hinterschnitte können beispielsweise Dübel oder Dübelsysteme mit einer homogenen Haltekraft
in den Bohrlöchern befestigt werden. Mit anderen Worten können mit der Erfindung Haltekraft-Schwankungen
bei Nutzung einer Gruppe von Dübeln verringert werden, wodurch höhere anzubringende
Lasten ermöglicht werden können.
[0010] Die vorgeschlagene Düse ist vorzugsweise dazu eingerichtet, in ein Bohrloch, das
beispielsweise bei einer (Kern-)Bohrung entsteht, eingeführt zu werden. Die Düse kann
mit einer Wasserbereitstellungsvorrichtung verbunden werden und einen Saugstrom und
einen Flüssigkeitsstrom bereitstellen. Mit dem Flüssigkeitsstrom, der im Kontext der
Erfindung über den Abgabebereich der Düse abgegeben wird, kann das Bohrloch gespült
werden. Mit dem Saugstrom kann das entstehende Gemisch aus Flüssigkeit und Bohrgut
(= «Sauggut») aus dem Bohrloch abgesaugt und von der Wasserbereitstellungsvorrichtung
weiterverarbeitet werden. Beispielsweise kann das Sauggut von der Wasserbereitstellungsvorrichtung
in dem Sinne gereinigt werden, dass das Bohrgut von der Flüssigkeit getrennt wird
und zur Reinigung des Bohrlochs wiederverwendet wird. Die Abgabe von Flüssigkeit und
das Absaugen des Saugguts können vorzugsweise nacheinander erfolgen. Es ist allerdings
im Sinne der Erfindung besonders bevorzugt, dass die Abgabe von Flüssigkeit und das
Absaugen des Saugguts gleichzeitig oder im Wesentlichen gleichzeitig erfolgt.
[0011] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Wasserbereitstellungsvorrichtung
in Zusammenhang mit einem Kernbohrgerät verwendet wird. Kernbohrgeräte können mit
einer Bohrkrone als Werkzeug verbunden werden, wobei das Kernbohrgerät dazu eingerichtet
ist, im Wesentlichen zylinderförmige Bohrkerne aus einem zu bearbeitenden Untergrund
herauszuschneiden. Größere Bohrlöcher, die beispielsweise einen Durchmesser von ca.
50 mm und mehr aufweisen, können beispielsweise dazu verwendet werden, um Kabelschächte
und Rohrleitungen aufzunehmen. Kleinere Bohrlöcher mit einem Durchmesser von 10 bis
50 mm können beispielsweise dazu verwendet werden, um Dübel oder Gewindestangen aufzunehmen.
Selbstverständlich kann die vorgeschlagene Düse auch in Zusammenhang mit einem Bohrgerät
oder einem Bohrhammer eingesetzt werden. Die Bohrlöcher können beispielsweise mit
einem Schlagbohrer erzeugt werden. Als Werkzeug können Betonbohrer aller Art, Spiralbohrer
oder Hohllochbohrer verwendet werden, ohne darauf beschränkt zu sein. In die Bohrlöcher
können anschließend Gewindestangen eingesetzt werden, wobei die Gewindestangen mit
einer chemischen oder mechanischen Befestigung erfolgen kann. Es können beispielsweise
Spreizdübel, Gewindeschneiddübel und/oder Schraubanker, wie die Hilti Universal-Schraube
"HUSS", in das Bohrloch eingesetzt werden, um weitere Gegenstände im Bereich des Bohrlochs
zu befestigen. Das Einbringen der Bohrlöcher kann nach unten in einen Untergrund,
seitlich in eine Wand oder über Kopf in eine Decke erfolgen.
[0012] Bei dem Untergrund kann es sich beispielsweise um Beton, Mauerwerk oder dergleichen
handeln, wobei mit dem Kernbohrgerät in eine Raumrichtung nach unten, d.h. vertikal,
in einem Boden gebohrt werden kann oder in eine Raumrichtung nach vorne, d.h. horizontal,
in eine vertikale Mauer oder eine vertikale Wand. Auch Überkopf-Anwendungen können
mit solch einem System ohne großen Wasserverlust und mit bestmöglicher Sauberkeit
ertüchtigt werden. Beim Betrieb von (Kern-)Bohrgeräten wird häufig Wasser als Spül-
und Kühlmittel eingesetzt. Das Wasser kann beispielsweise über ein Wassermanagement-System
(WMS) bereitgestellt werden und die Bohrkrone, die bei der Durchführung einer Kernbohrung
aufgrund der Reibung heiß werden kann, kühlen. Das Wassermanagement-System (WMS) wird
im Sinne der vorliegenden Erfindung bevorzugt als "Wasserbereitstellungsvorrichtung»
bezeichnet. Die vorgeschlagene kombinierte Sprüh- und Absaug-Düse kann im Sinne der
Erfindung bevorzugt auch als «WMS-Düse» bezeichnet werden. Solche Wasserbereitstellungsvorrichtung
dienen insbesondere zur Bereitstellung und Aufbereitung von Flüssigkeiten auf einer
Baustelle und sind vorzugsweise dazu eingerichtet, auf Baustellen anfallende Flüssigkeiten
aufzunehmen, zu reinigen und in gereinigter Form wieder abzugeben. Vorzugsweise kann
mit einer solchen Vorrichtung ein Flüssigkeitskreislauf auf einer Baustelle in Betrieb
gehalten und dafür gesorgt, dass stets Spül- oder Kühlwasser - beispielsweise für
die Durchführung von Kernbohrarbeiten - vorhanden ist. Dabei ermöglichen solche Vorrichtungen
zur Bereitstellung und Aufbereitung von Flüssigkeiten insbesondere die Durchführung
von Kernbohrarbeiten auf solchen Baustellen, auf denen Wasser nicht frei verfügbar
ist und die ggf. nicht einfach mit Wasserleitungen zu versorgen sind.
[0013] Als Flüssigkeiten werden in Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung insbesondere
solche Gemische bezeichnet, die benutztes Spül- oder Kühlwasser, sowie Bohrgut und/oder
Staub umfassen. Die so zusammengesetzten Flüssigkeiten können im Sinne der Erfindung
bevorzugt auch als "Bohrflüssigkeit", "Sauggut" oder "Bohrschlamm" bezeichnet werden.
Neben makroskopischen Bohrgut- und Staubteilchen kann die Bohrflüssigkeit auch Spuren
von verschiedenen Chemikalien, wie Reinigungs- oder Kühlmitteln enthalten, die die
Funktion der Spül- oder Kühlflüssigkeit verbessern können. Darüber hinaus können Zusätze
verwendet werden, die den Frostschutz und/oder die Haftbindung zum Untergrund erhöhen.
Darüber hinaus können auch solche Additive vorgesehen sein, die die Aushärtezeit verringern
können.
[0014] Vorzugsweise kann durch das zugeführte Wasser eine Spülung des Bohrloches, welches
beispielsweise bei einer Kernbohrung entsteht, erreicht werden. Das bedeutet, dass
Staub oder Partikel, die die Fortsetzung des Bohrvorgangs behindern könnten, durch
das Kühlwasser aus dem Bohrloch herausgespült werden. Dadurch kann das Bohrloch gereinigt
werden, so dass es anschließend in einem gespülten Zustand für die Weiterverwendung
zur Verfügung steht. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass Staub oder Partikel,
die während Bohrvorgangs entstehen können und häufig auch nach Beendigung des Bohrvorgangs
in dem Bohrloch verbleiben, als "Bohrgut" bezeichnet werden. Dieses Bohrgut kann durch
die Flüssigkeit, die über den Abgabebereich der Düse in das Bohrloch abgegeben wird,
zu einem Gemisch aus Bohrgut und Flüssigkeit werden. Dieses Gemisch aus Bohrgut und
Flüssigkeit wird im Sinne der Erfindung bevorzugt als «Sauggut» bezeichnet, wobei
das Bohrgut über den Absaugbereich der Düse aus dem Bohrloch abgesaugt werden kann.
Dadurch kann eine sehr effektive Reinigungsroutine für ein Bohrloch nach Beendigung
eines Bohrvorgangs bereitgestellt werden, der vor allem - wie Tests gezeigt haben
- verläßlich gute, reproduzierbare Reinigungsqualitäten ermöglicht, insbesondere dann,
wenn mehrere Bohrlöcher nacheinander gereinigt werden sollen.
[0015] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Bohrlöcher durch das
Absaugen des Saugguts mit dem Saugstrom nicht nur gereinigt, sondern auch getrocknet
werden können. Damit wird ein wesentlicher Nachteil des Standes der Technik überwunden,
bei dem die Reinigungsgüte häufig von einem manuellen Schritt oder von der aktuellen
Luftfeuchtigkeit abhängt. Wenn mit der vorgeschlagenen Erfindung das zu reinigende
Bohrloch nicht nur gereinigt, sondern auch in einem vorgegebenen Umfang getrocknet
wird, kann das Bohrloch besonders gut für das Einbringen eines mechanischen Dübels,
einer Gewindestange und/oder eines chemischen Dübels vorbereitet werden. Es hat sich
gezeigt, dass die Bohrlöcher, die mit der vorgeschlagenen Düse bzw. der vorgeschlagenen
Reinigungsroutine ausgespritzt und getrocknet werden, besonders gute Haftwerte und
vor allem eine nur geringe Standardabweichung in den Größen aufweisen, die die Reinigungsqualität
eines Bohrlochs charakterisieren.
[0016] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die vorgeschlagene kombinierte Sprüh-
und Absaug-Düse in ein Bohrloch eingeführt werden kann, nachdem der Bohrkern aus dem
Untergrund herausgeschnitten wurde. Es kann dann mit der Wasserbereitstellungsvorrichtung
eine Reinigungsroutine durchgeführt werden, die das Ausspülen und Aussagen des Bohrlochs,
sowie dessen Trocknen umfasst. Die Reinigungsroutine der Wasserbereitstellungsvorrichtung
kann vorzugsweise als Bestandteil eines Steuerungsprogramms oder als Bestandteil eines
Computerprogrammprodukts in der Wasserbereitstellungsvorrichtung hinterlegt sein.
Die Reinigungsroutine umfasst insbesondere die Schritte der Abgabe von Flüssigkeit
in das Bohrloch, sowie das Absaugen von Sauggut aus dem Bohrloch, wobei die Flüssigkeit
von dem Abgabebereich der Düse abgegeben wird und das Absaugen von Sauggut durch den
Saugbereich der Düse erfolgt. Das Absaugen von Saugguts erfolgt insbesondere mit Hilfe
des Saugstroms, der von der Wasserbereitstellungsvorrichtung bereitgestellt wird.
Um die Reinigungsroutine durchzuführen, weist die vorgeschlagene kombinierte Sprüh-
und Absaug-Düse einen Abgabebereich für die Abgabe der Flüssigkeit und einen Saugbereich
zum Absaugen von Sauggut mit dem Saugstrom auf. Mit dieser Düse und der vorliegenden
Erfindung kann vorteilhafterweise eine vorzugsweise automatisiert ablaufende Reinigungsroutine
für ein Bohrloch durchgeführt werden, wobei das Bohrloch das Ergebnis vorzugsweise
das Ergebnis einer Kernbohrung mit einem Kernbohrgerät ist. Wenn als Bohrgerät eine
Bohrmaschine oder ein Bohrhammer verwendet wird, ist es im Sinne der Erfindung bevorzugt,
dass die vorgeschlagene Düse in das Bohrloch eingeführt werden kann, nachdem der Bohrvorgang
de Bohrgeräts beendet ist.
[0017] Das Erzeugen von Bohrlöchern mit einem Bohrgerät erfolgt häufig nicht als Einzelbohrung.
Vielmehr ist es bevorzugt, dass eine Vielzahl von beispielsweise Kernbohrungen nacheinander
und in räumlicher Nähe zueinander durchgeführt wird. Beispielsweise können zehn Bohrlöcher
zur Aufnahme von Gewindestangen nebeneinander in eine Betondecke gebohrt werden, um
einen großen, schweren Gegenstand, wie eine Lampe oder einen Kunstgegenstand, an der
Decke zu befestigen. Um eine gute Tragekraft der Gruppe von zehn Bohrlöchern zu erhalten,
ist es wichtig, dass die Bohrlöcher eine gleichmäßige Tragkraft aufweise bzw. einen
im Wesentlichen ähnlichen Beitrag zur Gesamt-Tragekraft der Gruppe von Bohrlöchern
leisten. Dies kann teilweise bei der manuellen oder Nutzer-betriebenen Reinigung der
Bohrlöcher nicht oder nicht ausreichend gewährleistet werden. Vielmehr besteht bei
einer manuellen Reinigung, die möglicherweise von den Erfahrungen und Fähigkeiten
der durchführenden Person abhängt, die Gefahr, dass eine hohe Streuung der Reinigungsgüte
und damit verbunden eine hohe Streuung der Tragkräfte der einzelnen Bohrlöcher beobachtet
wird. Nachdem die Gesamt-Tragekraft der Gruppe von Bohrlöchern wesentlich von der
Einzel-Tragkraft des «schwächsten Glieds in der Kette», d.h. von der Einzel-Tragkraft
des am schlechtesten gereinigten Bohrlochs, abhängt, besteht ein wesentlicher Vorteil
der vorliegenden Erfindung darin, dass eine besonders einheitliche und gleichmäßig
gute Reinigung aller Bohrlöchern einer Gruppe von Bohrlöchern ermöglicht werden kann.
Die verbesserte Reinigung der Bohrlöcher kann insbesondere durch die Kombination von
Flüssigkeitsabgabe und Bohrgut-Absaugung durch die vorgeschlagene Düse bzw. mit der
Reinigungsroutine erreicht werden.
[0018] Es hat sich gezeigt, dass die Erfindung mit der vorgeschlagenen Düse bzw. mit der
vorgeschlagenen Reinigungsroutine auch dann gute Reinigungs- bzw. Trocknungsergebnisse
erreicht, wenn die Bohrlöcher nicht perfekt rund oder kreisförmig sind, sondern asymmetrisch,
ausgebrochen oder anderweitig «un-rund» sind. Dieses Ergebnis war vollkommen überraschend,
ist aber umso wichtiger, da der Fachmann weiß, dass vollkommen runde oder symmetrische
Bohrlöcher eher die Ausnahme und nicht der Regelfall sind. Ein weiterer Vorteil der
Erfindung besteht darin, dass die Staubbelastung oder die Staub-Exposition des Arbeiters,
der die Bohrung durchführt, reduziert wird. Denn bei herkömmlichen Verfahren zur Reinigung
von Bohrlöchern kommen häufig Bürsten oder Druckluft zum Einsatz oder der Staub wird
einfach trocken aus dem Bohrloch herausgeblasen. Dadurch kann der Staub unerwünschterweise
in die Atemwege des Arbeiters gelangen. Durch die Verwendung des Flüssigkeitsstroms,
der sich bei Durchführung der Reinigungsroutine mit dem Bohrgut vermischt und als
Sauggut von der vorgeschlagenen Düse abgesaugt werden kann, wird der Staub vorteilhafterweise
gebunden, bevor er in die Atemwege des Arbeiters gelangen kann. Darüber hinaus kann
vorteilhafterweise der Rüstaufwand auf der Baustelle reduziert werden. Denn anstelle
der Vielzahl von Hilfsmitteln, die bisher zum Bohrlochreinigung erforderlich waren
(Bürsten, Druckluftaufsätze usw.) ist nun lediglich die Mitführung der vorgeschlagenen
WMS-Düse vonnöten. Darüber hinaus wird die Bohrlochreinigung für den Anwender vereinfacht,
indem die Bohrlochreinigung vorzugsweise automatisiert von der Wasserbereitstellungsvorrichtung
in Kombination mit der vorgeschlagenen Düse durchgeführt werden kann. Dadurch kann
vorteilhafterweise ein mehrschrittiges, aufwändiges Verfahren zur Bohrlochreinigung
entfallen und durch eine bevorzugt automatisiert durchzuführende Reinigungsroutine
ersetzt werden.
[0019] Im Kontext der vorliegenden Erfindung wird vorzugsweise auch ein System zur Bohrlochreinigung
offenbart, mit dem diese bevorzugt automatisierte Routine zur Reinigung eines Bohrlochs
durchgeführt werden kann. Das Bohrlochreinigungs-System umfasst eine vorgeschlagene
Düse und ein Wasserbereitstellungsvorrichtung, wobei die Wasserbereitstellungsvorrichtung
einen Saugstrom, der Luft umfasst, und einen Flüssigkeitsstrom, der eine Flüssigkeit
umfasst, für die Düse bereitstellt. Die Düse weist einen Abgabebereich für die Abgabe
der Flüssigkeit und einen Saugbereich zum Absaugen von Sauggut mit dem Saugstrom auf.
Die Düse kann in ein Bohrloch eingeführt werden und dort einen eine Flüssigkeit in
das Bohrloch abgeben, um das Bohrloch zu spülen. Die Abgabe der Flüssigkeit erfolgt
vorzugsweise durch erste Öffnungen der Düse, wobei die Abgabe der Flüssigkeit insbesondere
in der Form eines Flüssigkeitsstroms erfolgt. Die ersten Öffnungen der Düse sind vorzugsweise
im Abgabebereich der Düse angeordnet. Der Flüssigkeitsstrom wird von der Wasserbereitstellungsvorrichtung
bereitgestellt. Die Düse weist neben dem Abgabebereich einen Saug- oder Absaugbereich
mit zweiten Öffnungen auf, durch die das Gemisch aus Flüssigkeit und Bohrgut aus dem
Bohrloch abgesaugt werden kann. Dazu können die zweiten Öffnungen bzw. der Saugbereich
der Düse mit einem Unterdruck beaufschlagt werden, der von der Wasserbereitstellungsvorrichtung
bereitgestellt wird. Durch den Unterdruck wird ein Saugstrom gebildet, mit dem das
Sauggut, das vorzugsweise dem Gemisch aus Flüssigkeit und Bohrgut entspricht, aus
dem Bohrloch abgesaugt werden kann. Das Bohrgerät selbst ist vorzugsweise nicht Bestandteil
des Systems zur Bohrlochreinigung.
[0020] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Abgabebereich einen oberen Bereich
der Düse und der Saugbereich einen unteren Bereich der Düse bildet. Durch diese Anordnung
der unterschiedlichen Funktionsbereiche der vorgeschlagenen Düse kann eine besonders
gute Durchspülung des Bohrlochs und eine effektive Absaugung des Saugguts erreicht
werden. Denn das Gemisch aus Flüssigkeit und Staub oder Bohrgut, das im Bohrloch nach
dem Einbringen der Flüssigkeit entsteht, sammelt sich vorzugsweise in einem unteren
Bereich des Bohrlochs. Durch die Vorsehung des Absaugbereichs in einem unteren Bereich
der vorgeschlagenen Düse kann die Absaugung des Saugguts in dem unteren Bereich des
Bohrlochs erfolgen, so dass das Sauggut vorteilhafterweise im Wesentlichen vollständig
aus dem Bohrloch entfernt bzw. abgesaugt werden kann.
[0021] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Abgabebereich eine Vielzahl von
ersten Öffnungen zur Abgabe der Flüssigkeit und der Saugbereich eine Vielzahl von
zweiten Öffnungen zum Absaugen des Saugguts aufweist. Vorzugsweise können die ersten
Öffnungen als Einspritz- oder Druck-Öffnungen bezeichnet werden. Die ersten Öffnungen
sind vorzugsweise dazu eingerichtet, die Flüssigkeit in das Bohrloch einzubringen,
wobei die Flüssigkeit vorzugsweise mit einem hohen Druck in das Bohrloch eingespritzt
werden kann. Die Flüssigkeit kann beispielsweise mit einem Druck von bis zu 1 bar
bis 300 bar in das Bohrloch eingebracht werden. Besonders bevorzugt ist ein Druck
zwischen 5 und 20 bar, beispielsweise 6 bar. Selbstverständlich sind alle ganzen oder
rationalen Zahlenwerte zwischen 1 bar und 300 bar als Druck bevorzugt.
[0022] Die zweiten Öffnungen können vorzugsweise als Absaugöffnungen bezeichnet werden.
Die zweiten Öffnungen können mit einem Unterdruck beaufschlagt werden, der von der
Wasserbereitstellungsvorrichtung bereitgestellt werden kann. Es ist im Sinne der Erfindung
bevorzugt, dass der Unterdruck, mit dem das Sauggut durch die zweiten Öffnungen abgesaugt
wird, in einem Bereich zwischen 50 und 1.000 Millibar (mbar) liegt. Das entspricht
Werten für den Unterdruck von ca. 0,05 bis ca. 1 bar. Es ist im Sinne der Erfindung
ganz besonders bevorzugt, dass der Unterdruck, mit dem das Sauggut durch die zweiten
Öffnungen abgesaugt wird, in einem Bereich von oder bei 250 mbar liegt. Die Erfinder
haben erkannt, dass das Bohrloch besonders schnell getrocknet werden kann, je höher
der Unterdruck ist.
[0023] Die Unterdruckwerte werden im Kontext der vorliegenden Erfindung in Millibar und
als positive Zahlenwerte angegeben. Der Fachmann weiss jedoch, dass ein Unterdruck
ein negatives Vorzeichen hat. Somit bedeutet die Formulierung «ein höherer Unterdruck»
im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der zugehörige Unterdruckwert einen größeren
Abstand zum Druck = 0 bar aufweist als ein «niedrigerer» Unterdruck. Mithin weist
ein «höherer» Unterdruck einen größeren Betrag auf als ein «niedrigerer» Unterdruck.
[0024] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die ersten und/oder die zweiten Öffnungen
einem bestimmten Muster folgen und entsprechend diesem Muster auf der Düse angeordnet
sind. Es hat sich gezeigt, dass durch eine strukturiere und gleichmäßige Anbringung
der Öffnungen eine besonders große Zahl an Öffnungen auf der Düse untergebracht werden
kann. Es kann allerdings im Sinne der Erfindung auch bevorzugt sein, dass die Anbringung
der Öffnungen auf der Düse keinem gleichmäßigen Muster bzw. keiner gleichmäßigen Struktur
folgt. In diesem Fall besteht ein hoher Freiheitsgrad bei der Gestaltung und Herstellung
der Düse.
[0025] Die Düse kann verschiedene Größen und/oder unterschiedliche Durchmesser aufweisen.
Beispielsweise können die Größen und/oder Durchmesser unterschiedlicher Düsen an die
Größen und Durchmesser der Bohrungen bzw. der dort entstehenden Bohrlöcher angepasst
sein. Beispielsweise kann eine Düse für ein Bohrloch mit einem Durchmesser von 20
mm einen Durchmesser aufweisen, der mit dem Bohrloch-Durchmesser von 20 mm korreliert.
Vorzugsweise kann eine Düse, die in einem Bohrloch mit einem Bohrloch-Durchmesser
von 40 mm eingesetzt ist, einen etwa doppelt so großen Durchmesser aufweisen, wie
die Düse, die in dem Bohrloch mit dem Bohrloch-Durchmesser von 40 mm eingesetzt wird.
[0026] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Abgabebereich beweglich ausgebildet
ist, um eine gute Winkelabdeckung beim Spülen eines Bohrlochs zu ermöglichen. Vorzugsweise
kann der Abgabebereich als «Sprüheinheit» bezeichnet werden, wobei die Sprüheinheit
beweglich ausgebildet sein kann, um eine möglichst große Winkelabdeckung in dem Bohrloch
zu ermöglichen. Das bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass durch die bewegliche
Ausgestaltung der Sprüheinheit bzw. des Abgabebereichs ein möglichst großer Winkelbereich
des Bohrlochs mit der Düse erreicht und/oder ausgespült werden kann.
[0027] Alternativ oder ergänzend kann auch der Saugbereich der Düse beweglich ausgebildet
sein, um eine gute Winkelabdeckung beim Absaugen von Sauggut aus einem Bohrloch zu
ermöglichen. Vorzugsweise kann der Saugbereich als «Saugeinheit» bezeichnet werden,
wobei die Saugeinheit beweglich ausgebildet sein kann, um eine möglichst große Winkelabdeckung
beim Absaugen von Sauggut aus dem Bohrloch zu erreichen. Das bedeutet im Sinne der
Erfindung bevorzugt, dass durch die bewegliche Ausgestaltung des Saugbereichs bzw.
der Saugeinheit ein möglichst großer Winkelbereich des Bohrlochs besonders wirksam
von der Düse abgesaugt und anschließend getrocknet werden kann.
[0028] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass eine Bewegung des Abgabebereichs und/oder
des Saugbereichs der Düse von einer Rotation, einer Oszillatiion und/oder einem Umlauf
der Düse und/oder ihrer Komponenten gebildet wird. Vorzugsweise können im Kontext
der Erfindung die Düse, die Sprüheinheit und/oder die Saugeinheit rotieren, oszillieren
und/oder in dem Bohrloch umlaufen. Die vorgeschlagene Düse weist vorzugsweise einen
rotierenden oder zumindest teilweise rotierenden kombinieten Sprüh- und Saugkopf auf,
wobei die Düse in ein Bohrloch, das beispielsweise durch einen Kernbohrungsvorgang
erzeugt würde, eingeführt werden kann. Die vorgeschlagene Düse kann an ihrer Spitze
bzw. an ihrem untersten Bereich verschiedene Öffnungswinkel und/oder Geometrien aufweisen,
um eine optimale Reinigungswirkung zu erreichen. Die Düse kann vorzugsweise auch als
«Sprühdüse» bezeichnet werden, wobei die Düse vorzugsweise dazu eingerichtet ist,
zu rotieren, zu oszillieren und/oder sich in dem Bohrloch zu drehen, um eine 360 °-Reinigungs-
und Sprühwirkung oder eine im Wesentlichen 360 °-Reinigungs- und Sprühwirkung zu erreichen.
Der Absaugbereich der Düse ist vorzugsweise so ausgestaltet, dass das aus dem Bohrloch
abgelöste Bohrgut vor allem aus den Seitenwänden des Bohrlochs abzufördern bzw. abzutransportieren.
[0029] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass mit einem Absaugschlauch der Wasserbereitstellungsvorrichtung
verbindbar ist. Der Absaugschlauch der Wasserbereitstellungsvorrichtung ist vorzugsweise
dazu eingerichtet, die vorgeschlagene kombinierte Sprüh- und Absaug-Düse mit der Wasserbereitstellungsvorrichtung
zu verbinden. Der Absaugschlauch kann beispielsweise eine Schlauch-in-Schlauch-Technologie
umfassen, wobei ein Druck- oder Luftschlauch im Inneren des Absaugschlauchs vorgesehen
sein kann. Der Druck- oder Luftschlauch kann beispielsweise einen Durchmesser von
ca. 10 mm aufweisen, wohingegen der Absaugschlauch einen Durchmesser zwischen 30 und
60 mm aufweist, vorzugsweise von mehr als 35 mm und besonders bevorzugt in einem Bereich
von 45 bis 55 mm. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Saugschlaucheinheit
mit Hilfe eines Bajonettverschlusses mit der Düseneinheit verbunden werden kann.
[0030] In einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Reinigen eines Bohrlochs
mit einer Wasserbereitstellungsvorrichtung und einer vorgeschlagenen Sprüh- und Absaug-Düse,
wobei das Verfahren durch die folgenden Verfahrensschritte gekennzeichnet ist:
- a) Einführen der Düse in ein Bohrloch,
- b) Bereitstellung eines Saugstroms und eines Flüssigkeitsstroms, der eine Flüssigkeit
umfasst, durch die Wasserbereitstellungsvorrichtung,
- c) Abgabe der Flüssigkeit durch einen Abgabebereich der Düse,
- d) Absaugen von Sauggut mit dem Saugstrom durch den Saugbereich der Düse.
[0031] Die für die Düse eingeführten Begriffe, Definitionen und technischen Vorteile gelten
vorzugsweise für das Reinigungsverfahren analog. Mit dem vorgeschlagenen Verfahren
kann eine bevorzugt automatisiert ablaufende Routine zur Reinigung eines Bohrlochs
durchgeführt werden, wobei das Bohrloch beispielsweise Ergebnis eines Bohrvorgangs
oder eines Kernbohrvorgangs sein kann. Das vorgeschlagene Reinigungsverfahren kann
in einer Wasserbereitstellungsvorrichtung implementiert vorliegen, beispielsweise
in Form eines Computerprogramm-Produkts. Dadurch kann die Wasserbereitstellungsvorrichtung
dazu in die Lage versetzt werden, das vorgeschlagene Verfahren zur Bohrlochreinigung
im Wesentlichen selbsttätig bzw. automatisiert durchzuführen. Die Aufgabe des Nutzers
des Systems aus Wasserbereitstellungsvorrichtung und Düse besteht vorzugsweise darin,
die kombinierte Sprüh- und Absaug-Düse in das zu reinigende Bohrloch einzuführen und
zu gewährleisten, dass die Düse während der Durchführung des Verfahrens in dem Bohrloch
verbleibt.
[0032] Die Abgabe der Flüssigkeit zum Reinigen des Bohrlochs erfolgt vorzugsweise durch
erste Öffnungen der Düse, wobei die Abgabe der Flüssigkeit insbesondere in der Form
eines Flüssigkeitsstroms erfolgt. Die ersten Öffnungen der Düse sind vorzugsweise
im Abgabebereich der Düse angeordnet. Der Flüssigkeitsstrom wird von der Wasserbereitstellungsvorrichtung
bereitgestellt, wobei der Flüssigkeitsstrom insbesondere Wasser als Spülmittel umfassen
kann. Darüber hinaus kann die Flüssigkeit bzw. der Flüssigkeitsstrom chemische Zusätze,
wie Reinigungs- oder Frostschutzmittel oder dergleichen umfassen, um die Spül-, Reinigungs-
oder Frostschutzwirkung weiter zu erhöhen. Die Zusätze können auch die Beschaffenheit
der Wände des Bohrlochs beeinflussen, so dass sie die Anhaftung eines Dübels verbessern.
In diesem Fall kann der chemische Zusatz als «Primer» bezeichnet werden. Die Sprüh-
und Absaug-Düse weist neben dem Abgabebereich einen Absaugbereich mit zweiten Öffnungen
auf, durch die das Gemisch aus Flüssigkeit und Bohrgut aus dem Bohrloch abgesaugt
werden kann. Dazu können die zweiten Öffnungen bzw. der Saugbereich der Düse mit einem
Unterdruck beaufschlagt werden, der von der Wasserbereitstellungsvorrichtung bereitgestellt
wird. Durch den Unterdruck wird ein Saugstrom gebildet, mit dem das Sauggut, das vorzugsweise
dem Gemisch aus Flüssigkeit und Bohrgut entspricht, aus dem Bohrloch abgesaugt werden
kann.
[0033] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Bohrloch durch das Absaugen des
Saugguts auch getrocknet wird. Vorteilhafterweise kann nach der Absaugung des Saugguts
die Wand des Bohrlochs getrocknet werden. Die Trocknung des Inneren des Bohrlochs
erfolgt insbesondere dann, wenn das Sauggut vollständig oder im Wesentlichen vollständig
aus dem Bohrloch abgesaugt ist. Der Unterdruck, mit dem die zweiten Öffnungen des
Absaugbereichs dann beaufschlagt werden, erzeugt dann vorzugsweise einen Luftstrom,
mit dem das Bohrloch bzw. seine Innenwände getrocknet werden können.
[0034] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Sprüh- und Absaug-Düse, der Abgabebereich
und/oder der Saugbereich beweglich ausgebildet sind, um eine gute Winkelabdeckung
bei der Reinigung und/oder Trocknung des Bohrlochs zu ermöglichen. Vorzugsweise kann
eine Bewegung der Düse, des Abgabebereichs und/oder des Saugbereichs von einer Rotation,
einer Oszillation und/oder einem Umlauf gebildet werden. Es ist im Sinne der Erfindung
bevorzugt, dass der Saugstrom dadurch bereitgestellt wird, indem der Saugbereich der
Düse mit einem Unterdruck beaufschlagt wird. Vorzugsweise kann der Saugstrom dadurch
bereitgestellt werden, dass die zweiten Öffnungen der Düse mit einem Unterdruck beaufschlagt
werden. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Saugstrom von der Wasserbereitstellungsvorrichtung
erzeugt bzw. bereitgestellt wird.
[0035] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Computerprogramm-Produkt zum
Betreiben der Wasserbereitstellungsvorrichtung, wobei das vorgeschlagene Verfahren
zum Reinigen eines Bohrlochs durch das Computerprogramm-Produkt gesteuert werden kann.
Die für die Sprüh- und Absaug-Düse und das Verfahren zur Bohrlochreinigung eingeführten
Begriffe, Definitionen und technischen Vorteile gelten vorzugsweise für das Computerprogramm-Produkt
analog. Dass das Verfahren zur Bohrlochreinigung durch das Computerprogramm-Produkt
steuerbar ist, bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Reinigungs-Verfahren
mit Hilfe des Computerprogramm-Produkts durchgeführt werden kann. Insbesondere ermöglicht
das Computerprogramm-Produkt den geregelten und automatisierten Ablauf des vorgeschlagenen
Reinigungs- und Trocknungsverfahrens, dies insbesondere dann, wenn mehrere gleichartige
Bohrlöcher nacheinander und in räumlicher Nähe zueinander gereinigt bzw. getrocknet
werden sollen. Auf diese Weise kann das Computerprogramm-Produkt die Durchführung
des Verfahrens zur Bohrlochreinigung unterstützen und einen gleichförmigen Ablauf
gewährleisten. Die Steuerung des vorgeschlagenen Verfahrens durch das Computerprogramm-Produkt
ermöglicht vorteilhafterweise eine besonders gleichartige und gleichmäßige Durchführung
des Verfahrens, so dass die Bohrlöcher besonders gleichmäßig und wirksam gereinigt
bzw. getrocknet werden können. Dadurch kann beispielsweise in einer Gruppe von Bohrlöchern
eine besonders gleichmäßige Reinigung und Trocknung der Bohrlöcher erreicht werden,
wobei diese gleichmäßige Reinigung und Trocknung vorteilhafterweise zu einer besonders
hohen Reinigungsqualität und einer guten Haftkraft der einzelnen Bohrlöcher und dadurch
zu einer besonders hohen Gesamt-Tragekraft der Gruppe von Bohrlöchern führen kann.
[0036] Das Computerprogramm-Produkt kann insbesondere dazu eingerichtet sein, das Verfahren
zum Reinigen eines Bohrlochs mit einer Wasserbereitstellungsvorrichtung und einer
vorgeschlagenen Düse zu steuern. Das bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass
die Durchführung einer Reinigung eines Bohrlochs mit einer Wasserbereitstellungsvorrichtung
und einer vorgeschlagenen Düse Gegenstand des vorgeschlagenen Computerprogramm-Produkts
ist. Dabei kann das Computerprogramm-Produkt insbesondere auf der Wasserbereitstellungsvorrichtung
betrieben werden. Vorzugsweise kann das Computerprogramm-Produkt auf der Wasserbereitstellungsvorrichtung
gespeichert sein. Dazu kann die Wasserbereitstellungsvorrichtung entsprechende Speichermittel
umfassen. Das Computerprogramm-Produkt kann veranlassen, dass die Verfahrensschritte
des Reinigungsverfahrens in einer bestimmten Reihenfolge und unter Einhaltung vorgegebenen
Parameter durchgeführt werden. Beispielsweise kann im Kontext des vorgeschlagenen
Computerprogramm-Produkts ein bestimmter Druck zur Abgabe der Flüssigkeit vorgegeben
werden. Alternativ oder ergänzend kann es bevorzugt sein, dass ein bestimmter Unterdruck
zum Absaugen des Saugguts im Kontext des vorgeschlagenen Computerprogramm-Produkts
vorgegeben bzw. eingestellt wird. Darüber hinaus kann beispielsweise eine bestimmte
Zeit zum Trocknen des Bohrlochs vorgegeben werden. Wenn die Düse, der Abgabebereich
und/oder der Saugbereich beweglich ausgebildet sind, kann das vorgeschlagene Computerprogramm-Produkt
beispielsweise Angaben zur Durchführung der Bewegung umfassen, beispielsweise Winkelangaben,
Geschwindigkeiten und/oder Anfangs- und Endpunkte der Bewegung, ohne darauf beschränkt
zu sein. Das vorgeschlagene Computerprogramm-Produkt kann beispielsweise aus dem Internet
oder aus einer Cloud auf einen PC heruntergeladen und anschließend auf die Wasserbereitstellungsvorrichtung
übertragen und dort gespeichert werden. Auf analoge Weise können Änderungen an dem
Computerprogramm-Produkt vorgenommen werden. Alternativ oder ergänzend kann die Wasserbereitstellungsvorrichtung
in der Lage sein, mit dem Internet oder einer Cloud zu kommunizieren, um das Computerprogramm-Produkt
direkt auf die Wasserbereitstellungsvorrichtung herunterzuladen und dort abzuspeichern.
Das Computerprogramm-Produkt kann vorzugsweise auch verschiedene Varianten umfassen,
die beispielsweise für unterschiedliche Größen von vorgeschlagenen Düsen oder Bohrlöchern
vorgesehen sind.
[0037] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. Die Figuren,
die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der
Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0038] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert.
[0039] Es zeigt:
- Fig. 1
- Ansicht einer bevorzugten Ausgestaltung eines Systems zur Bohrlochreinigung, das eine
Wasserbereitstellungsvorrichtung und eine Sprüh- und Absaug-Düse umfasst.
- Fig. 2
- Ansicht einer alternativen Ausgestaltung eines Systems zur Bohrlochreinigung, das
eine Wasserbereitstellungsvorrichtung und eine Sprüh- und Absaug-Düse umfasst.
Ausführungsbeispiele und Figurenbeschreibung:
[0040] Figur 1 zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung einer eine Sprüh- und Absaug-Düse 10,
die in einem Systems 100 (nicht dargestellt) zur Bohrlochreinigung verwendet werden
kann. Neben der Düse 10 kann eine solches System 100 eine Wasserbereitstellungsvorrichtung
50 (nicht dargestellt) umfassen. Die Wasserbereitstellungsvorrichtung 50 kann über
einen Absaugschlauch 52 (nicht dargestellt) mit der Düse 10 verbunden werden. Die
Düse 10 kann in ein Bohrloch B eingeführt werden, das beispielsweise durch die Durchführung
einer Kernbohrung erzeugt wurde. Dazu sind im Stand der Technik Kernbohrgeräte bekannt,
die hier nicht dargestellt sind. Darüber hinaus können Bohrlöcher B in an sich bekannter
Weise mit Bohrgeräten, wie Bohrmaschinen oder Bohrhämmern, erzeugt werden. Die erzeugten
Bohrlöcher B sind im Wesentlichen zylinderförmig, wobei der Fachmann weiss, dass die
Bohrlöcher B häufig nicht perfekt rund oder symmetrisch sind. Dies kann beispielsweise
auf Inhomogenitäten im Untergrund U, aus dem ein Bohrkern herausgeschnitten wird,
zurückzuführen sein.
[0041] Die Düse 10 kann einen oberen Bereich 22 und einen unteren Bereich 24 aufweisen,
wobei in dem oberen Bereich 22 ein Abgabebereich 12 und in dem unteren Bereich 24
ein Absaugbereich 14 angeordnet ist. Der Abgabebereich 12 kann erste Öffnungen 16
aufweisen, durch die eine Flüssigkeit in das Bohrloch B abgegeben werden kann. Mit
Flüssigkeit kann das Bohrloch B gespült werden, um Bohrmehl und Staubpartikel zu lösen.
Dadurch entsteht ein Gemisch aus Flüssigkeit und Bohrgut, das im Sinne der Erfindung
bevorzugt als «Sauggut» bezeichnet wird. Dieses Sauggut kann durch zweite Öffnungen
18 der Düse 10 abgesaugt werden. Die zweiten Öffnungen 18 sind vorzugsweise in einem
Absaugbereich 14 der Düse 10, d.h. in ihrem unteren Bereich 24, angeordnet. Der unterste
Teil 20 der Düse kann vorzugsweise von einer Spitze gebildet werden. Die Spitze 20
der Düse 10 kann unterschiedliche Öffnungswinkel aufweisen. Es ist im Sinne der Erfindung
bevorzugt, dass die Düse 10 unterschiedliche Durchmesser D aufweisen kann, wobei die
Durchmesser vorzugsweise mit den Durchmessern der Bohrlöcher B korrelieren. Mit anderen
Worten kann der Durchmesser D der Düse in Abhängigkeit von dem Durchmesser eines Bohrlochs
B ausgewählt werden.
[0042] Durch die ersten Öffnungen 16 des Abgabebereichs 12 der Düse 10 kann eine Flüssigkeitvorzugsweise
Wasser - in das zu reinigenden Bohrloch B eingespritzt werden. Der Abgabebereich 12
der Düse 10 kann insbesondere eine Sprüheinheit bilden, mit der die Flüssigkeit der
Wasserbereitstellungsvorrichtung 50 - vorzugsweise mit Druck - in das Bohrloch B eingebracht
mit. Der Druck, mit dem die Flüssigkeit in das Bohrloch B eingebracht wird, kann beispielsweise
in einem Bereich von bis zu 6 bar liegen.
[0043] Die Flüssigkeit wird in Form eines Flüssigkeitsstroms von der Wasserbereitstellungsvorrichtung
50 bereitgestellt und durch den Absaugschlauch 52 an die Düse 10 übertragen.
[0044] Im Bohrloch B vermischt sich die Flüssigkeit mit dem dort verbliebenen Bohrgut, wie
Bohrmehl oder Partikel. Diese Mischung wird im Sinne der Erfindung als «Sauggut» bezeichnet,
wobei das Sauggut über die zweiten Öffnungen 18 der Düse 10 abgesaugt werden kann.
Es ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass die zweiten Öffnungen
18 der Düse 10 mit einem Unterdruck beaufschlagt werden können, wobei der Unterdruck
von der Wasserbereitstellungsvorrichtung 50 bereitgestellt und durch den Absaugschlauch
52 an die Düse 10 übertragen wird. Beispielsweise kann die Wasserbereitstellungsvorrichtung
50 einen Motor (nicht dargestellt) aufweisen, der eine Turbine (nicht dargestellt)
antreibt, um einen Unterdruck und dadurch einen Luftstrom zum Absaugen des Saugguts
zu erzeugen.
[0045] Durch das Absaugen wird das Sauggut aus dem Bohrloch B abtransportiert und somit
entfernt. Das Bohrloch B kann auf diese Weise gereinigt und gut für eine weitere Verwendung
vorbereitet werden. Die Absaugung des Saugguts erfolgt insbesondere über die Absaugbereich
14 der Düse 10, der vorzugsweise eine Saugeinheit der Düse 10 bildet. Wenn das Sauggut
vollständig oder im Wesentlichen vollständig aus dem Bohrloch B abgesaugt wurde, ist
das Bohrloch B vorzugsweise leer oder im Wesentlichen leer. Der Saugstrom, mit dem
zuvor das Sauggut aus dem Bohrloch abgesaugt wurde, besteht dann vorzugsweise aus
einem Luftstrom, mit dem das Innere des Bohrlochs B getrocknet werden kann. Das bedeutet
im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass Luft durch die zweiten Öffnungen 18 der Düse
10 eingesaugt wird, wobei diese Luft an den Innenwänden des Bohrlochs B vorbeiströmt
und die Wände des Bohrlochs B dadurch trocknet.
[0046] Auf der Wasserbereitstellungsvorrichtung 50 kann ein Computerprogramm-Produkt CPP
betrieben werden, dass die oben beschriebene Reinigungsroutine aus Einbringen von
Flüssigkeit und Absaugen des Saugguts steuern kann. Dadurch kann ein bevorzugt immer
gleich oder im Wesentlichen gleich ablaufendes Reinigungsverfahren für Bohrlöcher
B bereitgestellt werden, mit dem insbesondere gleichmäßige Haltekräfte der Bohrlöcher
B ermöglicht werden können. Auf diese Weise kann eine besonders gute Haftung von Gegenständen,
die später in dem Bohrloch B befestigt werden sollen, erreicht werden. Beispielsweise
können Dübel oder Gewindestangen in dem Bohrloch B befestigt werden, um große, schwere
Gegenstände an einer Decke oder einer Wand zu befestigen.
[0047] Bei der in Figur 1 dargestellten Ausgestaltung der Düse 10 ist in einem oberen Bereich
22 der Düse 10 der Absaugbereich 14 vorgesehen. Der Absaugbereich 14 umfasst einen
Luftkanal 26, der bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Düse 10
in dem Sinne außenliegend angeordnet ist, dass der Luftkanal 26 einen innenliegenden
Flüssigkeitskanal 28 umschließt. Der Abgabebereich 12 ist bei dem in Figur 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel der Düse 10 im unteren Bereich 24, d.h. im Bereich der Spitze
20 der Düse 10, vorgesehen.
[0048] Bei der in Figur 2 dargestellten Ausgestaltung der Düse 10 ist in einem unteren Bereich
24 der Düse 10 der Absaugbereich 14 vorgesehen. Der Absaugbereich 14 kann plattenförmig
ausgebildet sein und beispielsweise eine kreisförmige oder im Wesentlichen kreisförmige
Grundform aufweisen. Auf dem Umfang des plattenfomig ausgebildeten Absaugbereichs
14, der in Figur 2 dargestellt ist, sind zweite Öffnungen 18 angeordnet, um das Sauggut
aus dem Bohrloch B abzusaugen. Im Inneren der Düse 10 ist ein Luftkanal 26 vorgesehen,
der bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Düse 10 innenliegend
ausgebildet ist. Im oberen Bereich 22 der Düse 10 wird der Luftkanal 26 von dem Abgabebereich
12 mit den ersten Öffnungen 16 zur Abgabe der Flüssigkeit bzw. des Flüssigkeitsstroms
umgeben.
[0049] Die Düse 10 kann eine Abdeckung 30 umfassen, mit der das Bohrloch B abgedeckt werden
kann, wenn die Düse 10 in dem Bohrloch B angeordnet vorliegt. Dadurch kann in dem
Bohrloch B ein Unterdruck U erzeugt werden.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 10
- kombinierte Sprüh- und Absaug-Düse
- 12
- Abgabebereich
- 14
- (Ab-)Saugbereich
- 16
- erste Öffnungen
- 18
- zweite Öffnungen
- 20
- Spitze der Düse bzw. unterster Bereich
- 22
- oberer Bereich der Düse
- 24
- unterer Bereich der Düse
- 26
- Luftkanal, Absaugkanal
- 28
- Flüssigkeitskanal, Bereitstellungskanal für die Flüssigkeit
- 30
- Abdeckung
- 50
- Wasserbereitstellungsvorrichtung
- 52
- Absaugschlauch
- 100
- System zur Bohrlochreinigung
- B
- Bohrloch
- CPP
- Computerprogramm-Produkt
- D
- Durchmesser der Düse
- U
- Unterdruck
1. Kombinierte Sprüh- und Absaug-Düse (10) für eine Wasserbereitstellungsvorrichtung
(50), wobei die Wasserbereitstellungsvorrichtung (50) einen Saugstrom und einen Flüssigkeitsstrom,
der eine Flüssigkeit umfasst, für die Düse (10) bereitstellt,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Düse (10) einen Abgabebereich (12) für die Abgabe der Flüssigkeit und einen Saugbereich
(14) zum Absaugen von Sauggut mit dem Saugstrom aufweist.
2. Düse (10) nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abgabebereich (12) einen oberen Bereich (22) der Düse (10) und der Saugbereich
(14) einen unteren Bereich (24) der Düse (10) bildet.
3. Düse (10) nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abgabebereich (12) eine Vielzahl von ersten Öffnungen (16) zur Abgabe der Flüssigkeit
und der Saugbereich (14) eine Vielzahl von zweiten Öffnungen (18) zum Absaugen des
Saugguts aufweist.
4. Düse (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abgabebereich (12) beweglich ausgebildet ist, um eine gute Winkelabdeckung beim
Spülen eines Bohrlochs (B) zu ermöglichen.
5. Düse (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Saugbereich (14) beweglich ausgebildet ist, um eine gute Winkelabdeckung beim
Absaugen von Sauggut aus einem Bohrloch (B) zu ermöglichen.
6. Düse (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Bewegung des Abgabebereichs (12) und/oder des Saugbereichs (14) der Düse (10)
von einer Rotation, einer Oszillatiion und/oder einem Umlauf der Düse (10) gebildet
wird.
7. Düse (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
mit einem Absaugschlauch (52) der Wasserbereitstellungsvorrichtung (50) verbindbar
ist.
8. Verfahren zum Reinigen eines Bohrlochs (B) mit einer Wasserbereitstellungsvorrichtung
(50) und einer Düse (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren
durch
die folgenden Verfahrensschritte gekennzeichnet ist:
a) Einführen der Düse (10) in ein Bohrloch (B),
b) Bereitstellung eines Saugstroms und eines Flüssigkeitsstroms, der eine Flüssigkeit
umfasst, durch die Wasserbereitstellungsvorrichtung (50),
c) Abgabe der Flüssigkeit durch einen Abgabebereich (12) der Düse (10),
d) Absaugen von Sauggut mit dem Saugstrom durch den Saugbereich (14) der Düse (10).
9. Verfahren nach Anspruch 8
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bohrloch (B) durch das Absaugen des Saugguts auch getrocknet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9
dadurch gekennzeichnet, dass
die Düse (10), der Abgabebereich (12) und/oder der Saugbereich (14) beweglich ausgebildet
sind, um eine gute Winkelabdeckung bei der Reinigung und/oder Trocknung des Bohrlochs
(B) zu ermöglichen.
11. Verfahren nach Anspruch 10
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Bewegung der Düse (10), des Abgabebereichs (12) und/oder des Saugbereichs (14)
von einer Rotation, einer Oszillation und/oder einem Umlauf gebildet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11
dadurch gekennzeichnet, dass
der Saugstrom dadurch bereitgestellt wird, dasss der Saugbereich der Düse (10) mit
einem Unterdruck beaufschlagt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12
dadurch gekennzeichnet, dass
der Saugstrom dadurch bereitgestellt wird, dass die zweiten Öffnungen (18) der Düse
(10) mit einem Unterdruck beaufschlagt werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13
dadurch gekennzeichnet, dass
der Saugstrom von der Wasserbereitstellungsvorrichtung (50) erzeugt wird.
15. Computerprogramm-Produkt (CPP) zum Betreiben auf der Wasserbereitstellungsvorrichtung
(50), wobei das Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14 durch das Computerprogramm-Produkt
(CPP) steuerbar ist.