[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufnahmevorrichtung zum Aufnehmen eines Behälters
gemäß unabhängigem Anspruch 1 und ein Verfahren zum Aufnehmen eines Behälters in eine
Aufnahmevorrichtung gemäß unabhängigem Anspruch 9.
Stand der Technik
[0002] Aufnahmevorrichtungen zum Aufnehmen von Behältern sind aus dem Stand der Technik
hinreichend bekannt. Hierzu offenbart beispielsweise die
EP2821151A1 eine Vorrichtung zum Transport eines Behälters in einer Behälterreinigungsanlage.
[0003] So ist es insbesondere im Zusammenhang mit Behälterreinigungsanlagen bekannt, die
Behälter in speziellen Flaschenzellen aufzunehmen, um diese während des Reinigungsvorgangs
geordnet durch die Behälterreinigungsanlage zu führen. Die Flaschenzellen können hierbei
eine Fixiereinrichtung umfassen, mittels welcher ein Behälter in der Flaschenzelle
fixiert werden kann. Durch die Fixierung des Behälters in der Flaschenzelle kann verhindert
werden, dass die Behälter während des Reinigungsvorgangs aus der Flaschenzelle herausfallen
oder aus der Flaschenzelle herausgedrückt werden oder die Flaschen an Maschinenelementen
beschädigt werden.
[0004] Während des Reinigungsvorgangs werden die Flaschenzellen mit den Behältern typischerweise
durch unterschiedliche Behandlungszonen und/ oder Tauchbädern und/oder Spritzzonen
geführt. Ferner wird das Innere eines in die Flaschenzelle aufgenommenen Behälters
in einem Ausspritzvorgang mittels eines auf die Behältermündung gerichteten Ausspritzstrahls
gereinigt. Die durch den Ausspritzstrahl auf den Behälter einwirkende Kraft kann jedoch
ein unerwünschtes Herausdrücken des Behälters aus der Flaschenzelle bewirken. Durch
Fixierung des Behälters in der Flaschenzelle, beispielsweise mittels Fixierhebeln,
kann dieser unerwünschte Effekt verhindert werden. Während der Behandlung in den Tauchbädern
werden die Flaschenzellen mit den Behältern unter anderem an Saugschlitzen und ggf.
an zusätzlich installierten Unterschwallungen vorbeigeführt, um mittels einer definierten
Strömung die gelösten Etiketten aus den Flaschenzellen zu entfernen. Hierbei können
die Flaschen durch die Strömung angesaugt werden und zum Flaschenbruch führen. Durch
die Fixierung des Behälters in der Flaschenzelle kann dieser Effekt verhindert werden.
[0005] Zur gründlichen Reinigung des Inneren eines Behälters ist es jedoch wünschenswert
ist, die Reinigungsflüssigkeit mit einem möglichst hohen Spritzdruck in das Innere
des Behälters einzubringen. Bei Flaschenzellen wie sie aus dem Stand der Technik bekannt
sind, besteht hierbei jedoch das Problem, dass die Behälter trotz Fixierung in der
Flaschenzelle bei hohen Spritzdrücken in der Flaschenzelle verkippen oder sogar aus
dieser herausgedrückt oder beschädigt werden können. Dies kann sich wiederum negativ
auf das Reinigungsergebnis der Behälter auswirken und ferner zu unerwünschten Störungen
des Reinigungsvorgangs führen.
Technische Aufgabe
[0006] Ausgehend vom Stand der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin,
eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme von Behältern anzugeben, mittels welcher auch
bei hohen Spritzdrücken und mechanischen Einflüssen eine sichere Fixierung des Behälters
in der Aufnahmevorrichtung gewährleistet werden kann.
Lösung
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Aufnahmevorrichtung zum Aufnehmen eines
Behälters gemäß unabhängigem Anspruch 1 und das Verfahren zum Aufnehmen eines Behälters
in einer Aufnahmevorrichtung gemäß unabhängigem Anspruch 9 gelöste. Bevorzugte Ausführungsformen
sind in den abhängigen Ansprüchen erfasst.
[0008] Die erfindungsgemäße Aufnahmevorrichtung zum Aufnehmen eines Behälters umfasst eine
Fixiereinrichtung zum Fixieren des Behälters in der Aufnahmevorrichtung, wobei die
Fixiereinrichtung wenigstens zwei Fixierelemente umfasst, die wenigstens zwei Fixierelemente
jeweils um einen Drehpunkt drehbar gelagert sind und zwischen einer offenen und geschlossenen
Position verstellt werden können, wobei in der geschlossenen Position, die wenigstens
zwei Fixierelemente jeweils an einem Kontaktpunkt an einer Oberfläche des Behälters
angreifen können und eine senkrechte Projektion des Kontaktpunkts auf eine erste Längsachse
des Behälters näher an einem auf Höhe einer Öffnung des Behälters liegenden Referenzpunkt
der ersten Längsachse liegt, als eine senkrechte Projektion des Drehpunktes auf die
erste Längsachse.
[0009] Bei der Aufnahmevorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Flaschenzelle oder
einen Flaschenkorb handeln, wie sie beispielsweise in Behälterreinigungsanlagen zum
Einsatz kommen. Üblicherweise sind eine Mehrzahl von Flaschenzellen parallel nebeneinander
in einem Flaschenzellenträger angeordnet. Eine Vielzahl von Behälterzellenreihen ist
in Transportrichtung hintereinander angeordnet. Durch die Anordnung der Behälterzellen
in dieser Weise ist ein kontinuierlicher Transport von zu reinigenden beziehungsweise
zu behandelnden Behältern durch die Behälterreinigungsmaschine hindurch möglich.
[0010] Es kann sich jedoch auch um jede andere Aufnahmevorrichtung handeln, welche sich
zur Aufnahme eines Behälters eignet.
[0011] Unter einem Behälter ist ein Behälter zu verstehen, welcher zumindest in einem Behälterbereich,
in welchem die wenigstens zwei Fixierelemente bei Aufnahme des Behälters in der Aufnahmevorrichtung
angreifen können, eine zylindrische oder eine konische Form (gesehen von der Öffnung
des Behälters aus) aufweist. In einem Behälterbereich des Behälters, in welchem die
zwei Fixierelemente der Aufnahmevorrichtung bei Aufnahme des Behälters in der Aufnahmevorrichtung
nicht angreifen können, kann der Behälter auch eine Form aufweisen, welche von der
konischen oder zylindrischen Form abweicht.
[0012] Ist vorgesehen, dass in die Aufnahmevorrichtung oder einen Behälter in der Aufnahmevorrichtung
ein Medium, beispielsweise ein Reinigungsmedium, eingebracht werden kann, so kann
die Aufnahmevorrichtung eine Einbringöffnung für ein Reinigungsmedium umfassen, in
deren Bereich der Behälter mit seiner Mündung positioniert werden kann. Ausgehend
von dieser Einbringöffnung kann sich eine Längsachse der Aufnahmevorrichtung erstrecken,
die insbesondere mit der ersten Längsachse des Behälters zusammenfallen kann. In diesem
Sinne kann vorgesehen sein, dass ein Bereich der Fixierelemente, der im Kontaktpunkt
mit einem Behälter in Kontakt treten kann, sich in den Innenraum der Aufnahmevorrichtung
erstreckt und der Abstand dieses Bereichs zur Einbringöffnung in einer Richtung parallel
zu der Längsachse der Aufnahmevorrichtung in der geschlossenen Position kleiner ist
als der Abstand der Drehachse zur Einbringöffnung in einer Richtung parallel zur Längsachse
der Aufnahmevorrichtung.
[0013] Bei dem Behälter kann es sich um eine in der Getränkeindustrie zum Einsatz kommende
Flasche aus Kunststoff oder Glas handeln. Es kann sich jedoch auch um jede andere
Art von Behälter, wie beispielsweise eine Dose, eine Tube oder einen Becher handeln,
wie sie in der Gesundheits-, Pharma-, Lebensmittel- oder Getränkeindustrie verwendet
werden oder um jede andere Art von Behälter, welcher zur Aufnahme eines flüssigen
oder pastösen Mediums geeignet ist.
[0014] Unter einer offenen Position kann eine Einstellposition der zwei Fixierelemente verstanden
werden, in welcher ein Behälter in die Aufnahmevorrichtung eingeführt oder aus der
Aufnahmevorrichtung herausgeführt werden kann. Beispielsweise kann unter der offenen
Position eine Einstellposition verstanden werden, bei welche die wenigstens zwei Fixierelemente
oder wenigstens eins der wenigstens zwei Fixierelemente nicht an eine Oberfläche eines
in der Aufnahmevorrichtung aufgenommenen Behälters angreifen und der Behälter somit
in die Aufnahmevorrichtung eingeführt und/oder aus der Aufnahmevorrichtung herausgeführt
werden kann.
[0015] Unter der geschlossenen Position kann dagegen eine Einstellposition verstanden werden,
bei welcher der Behälter mittels der wenigstens zwei Fixierelemente in der Aufnahmevorrichtung
fixieren werden kann. In der geschlossenen Position kann beispielsweise eine Reinigung
eines in der Aufnahmevorrichtung aufgenommenen Behälters in einer Behälterreinigungsanlage
erfolgen, ohne dass dieser durch die beim Reinigungsvorgang auf den Behälter wirkenden
Kräfte aus der Aufnahmevorrichtung herausgedrückt werden kann.
[0016] Die erfindungsgemäße Aufnahmevorrichtung kann flexibel eingesetzt werden und ermöglicht
eine besonders sichere Fixierung eines Behälters. Dadurch, dass die senkrechte Projektion
des Kontaktpunkts auf eine erste Längsachse des Behälters näher an einem auf Höhe
einer Öffnung des Behälters liegenden Referenzpunktes der ersten Längsachse liegt,
als eine senkrechte Projektion des Drehpunktes auf die erste Längsachse, kann erreicht
werden, dass der Behälter auch bei Einwirken einer entgegen einer Richtung, in welcher
der Behälter in die Aufnahmevorrichtung eingeführt werden kann, gerichteten Kraft,
sicher in der Aufnahmevorrichtung fixiert bleibt.
[0017] Optionalerweise ist der Winkel der Fixierelemente so gewählt, dass durch den Radius
des Mündungsbereich des Behälters und der Längsachse des Behälters der Fixierwinkel
der halbierende Haltewinkel des Fixierelements entspricht und damit verhindert wird,
dass bei Flaschen mit großen Radius am Mündungsansatz ein Abrutschen verhindert wird.
[0018] Wird die Aufnahmevorrichtung beispielsweise in einer Behälterreinigungsanlage eingesetzt,
kann somit selbst bei hohen Spritzdrücken eine sichere Fixierung des Behälters in
der Aufnahmevorrichtung gewährleistet werden.
[0019] Es kann vorgesehen sein, dass die Fixiereinrichtung eine Vorspanneinrichtung zum
Vorspannen der wenigstens zwei Fixierelemente in eine Ruheposition umfasst. Somit
kann eine wohldefinierte Ruheposition der Fixierelemente vorgegeben werden und ein
unerwünschtes Bewegen der Fixierelemente in der Aufnahmevorrichtung verhindert werden.
[0020] In einer Weiterbildung kann die Vorspanneinrichtung die wenigstens zwei Fixierelemente
entgegen einer Richtung, entlang welcher der Behälter in die Aufnahmevorrichtung eingeführt
werden kann, vorspannen. Hierdurch kann erreicht werden, dass die Fixierelement beim
Einführen eines Behälters in die Aufnahmevorrichtung aus der Ruheposition ausgelenkt
werden und der Behälter aufgrund einer durch die vorgespannten Fixierelemente ausgeübte
Rückstellkraft und dem hierdurch an den Kontaktpunkten an die Behälteroberfläche angreifenden
Drehmoment der Fixierelemente sicher in der Aufnahmevorrichtung fixiert wird.
[0021] In einer Weiterbildung der beiden vorhergehenden Ausführungsformen kann die Vorspanneinrichtung
wenigstens zwei Torsionsfedern umfassen, wobei den wenigstens zwei Fixierelementen
jeweils eine Torsionsfeder zum Vorspannen der Fixierelemente zugeordnet ist. Mittels
Torsionsfedern kann die Vorspanneinrichtung besonders kompakt ausgestaltet werden
und zeitgleich ein hinreichend starkes Vorspannen der wenigstens zwei Fixierelemente
erreicht werden.
[0022] Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass die wenigstens zwei Fixierelemente als einseitiger
Hebel ausgestaltet sind und in radialer Richtung um eine zweite Längsachse der Aufnahmevorrichtung
angeordnet sind, wobei eine durch den Drehpunkt verlaufende Drehachse der Fixierelemente
senkrecht bezüglich der ersten Längsachse des Behälters verläuft. Unter senkrecht
ist in diesem Fall zu verstehen, dass die durch den Drehpunkt verlaufende Drehachse
und die erste Längsachse einen Winkel im Bereich von 85° bis 95° miteinander einschließen.
Folglich müssen die Drehachse und die erste Behälterlängsachse nicht zwangsweise genau
senkrecht zueinander verlaufen, sondern können auch um einen Winkel von bis zu 5°
von der genau senkrechten Ausrichtung abweichen. Durch die radiale Anordnung der als
einseitiger Hebel ausgestalteten Fixierelemente um die zweite Längsachse und das Verlaufen
der Drehachse senkrecht zu der ersten Längsachse kann der Behälter in der Aufnahmevorrichtung
zentriert und sicher fixiert werden.
[0023] In einer Ausführungsform kann die Fixiereinrichtung eine Feststelleinrichtung zum
Feststellen der wenigstens zwei Fixierelemente in wenigstens eine Auslenkposition
umfassen. Somit kann sichergestellt werden, dass die wenigstens zwei Fixierelemente
in der wenigstens einen Auslenkposition sicher fixiert werden können und ein unerwünschtes
Öffnen der Fixiereinrichtung verhindert werden.
[0024] In einer Weiterbildung kann die Feststelleinrichtung wenigstens zwei Fixierunterelemente
umfassen, wobei an den wenigstens zwei Fixierelementen jeweils ein Fixierunterelement
um einen zweiten Drehpunkt drehbar angeordnet ist, wobei die wenigstens zwei Fixierunterelement
jeweils eine Hakenkomponente umfassen können, welche zum Feststellen der Fixierelemente
an einer an der Aufnahmevorrichtung angeordneten Einhakkomponente eingehakt werden
kann. Somit kann die Feststelleinrichtung auf besonders kompakte Weise realisiert
und die Anzahl der notwendigen Komponenten geringgehalten werden.
[0025] Es kann vorgesehen sein, dass die Fixiereinrichtung ausgebildet ist, den Behälter
stärker in der Aufnahmevorrichtung zu fixieren, wenn eine Kraft entgegen einer Richtung,
in welcher der Behälter in die Aufnahmevorrichtung eingeführt werden kann, auf den
Behälter einwirkt. Somit kann selbst bei Krafteinwirkung auf den Behälter sichergestellt
werden, dass der Behälter nicht aus der Aufnahmevorrichtung herausgedrückt wird.
[0026] Erfindungsgemäß ist außerdem ein Verfahren zum Aufnehmen eines Behälters in eine
Aufnahmevorrichtung vorgesehen, wobei die Aufnahmevorrichtung eine Fixiereinrichtung
zum Fixieren des Behälters in der Aufnahmevorrichtung umfasst, wobei die Fixiereinrichtung
wenigstens zwei Fixierelemente umfasst, wobei die wenigstens zwei Fixierelemente jeweils
um einen Drehpunkt drehbar gelagert sind und zwischen einer offenen und geschlossenen
Position verstellt werden können, wobei in der geschlossenen Position, die wenigstens
zwei Fixierelemente jeweils an einem Kontaktpunkt an einer Oberfläche des Behälters
angreifen, wobei eine senkrechte Projektion des Kontaktpunkts auf eine erste Längsachse
des Behälters näher an einem auf Höhe einer Öffnung des Behälters liegenden Referenzpunkt
liegt, als eine senkrechte Projektion des Drehpunkts auf die erste Längsachse.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine besonders sichere Fixierung eines
Behälters in der Aufnahmevorrichtung. Dadurch, dass die senkrechte Projektion des
Kontaktpunkts auf eine erste Längsachse des Behälters näher an einem auf Höhe einer
Öffnung des Behälters liegenden Referenzpunktes der ersten Längsachse liegt, als eine
senkrechte Projektion des Drehpunktes auf die erste Längsachse, kann erreicht werden,
dass der Behälter auch bei Einwirken einer Kraft auf den Behälter, welcher entgegen
einer Richtung in welcher der Behälter in die Aufnahmevorrichtung eingeführt werden
kann gerichtet ist, sicher in der Aufnahmevorrichtung fixiert bleibt.
[0028] Es kann vorgesehen sein, dass die Fixiereinrichtung eine Vorspanneinrichtung zum
Vorspannen der wenigstens zwei Fixierelemente in eine Ruheposition umfasst. Somit
kann eine wohldefinierte Ruheposition der Fixierelemente vorgegeben werden und ein
unerwünschtes Bewegen der Fixierelemente in der Aufnahmevorrichtung verhindert werden.
[0029] In einer Weiterbildung kann es vorgesehen sein, dass die wenigstens zwei Fixierelemente
entgegen einer Richtung, entlang welcher der Behälter in die Aufnahmevorrichtung eingeführt
wird, durch die Vorspanneinrichtung vorgespannt werden. Hierdurch kann erreicht werden,
dass die Fixierelement beim Einführen eines Behälters in die Aufnahmevorrichtung aus
der Ruheposition ausgelenkt werden und der Behälter aufgrund einer durch die vorgespannten
Fixierelemente ausgeübte Rückstellkraft und dem somit durch die Fixierelemente auf
die Behälteroberfläche ausgeübten Drehmoment, sicher durch die Fixierelemente in der
Aufnahmevorrichtung fixiert wird.
[0030] In einer Weiterbildung der beiden vorhergehenden Ausführungsformen kann es vorgesehen
sein, dass die Vorspanneinrichtung wenigstens zwei Torsionsfedern umfasst, wobei den
wenigstens zwei Fixierelementen jeweils eine Torsionsfeder zum Vorspannen zugeordnet
ist. Mittels Torsionsfedern kann die Vorspanneinrichtung besonders kompakt ausgestaltet
werden und zeitgleich ein hinreichend starkes Vorspannen der wenigstens zwei Fixierelemente
erreicht werden.
[0031] In einer Ausführungsform des Verfahrens können die wenigstens zwei Fixierelemente
als einseitiger Hebel ausgestaltet sein und in radialer Richtung um eine zweite Längsachse
der Aufnahmevorrichtung angeordnet sein, wobei eine durch den Drehpunkt verlaufende
Drehachse der Fixierelemente senkrecht bezüglich der ersten Längsachse des Behälters
verläuft. Unter senkrecht ist in diesem Fall zu verstehen, dass die durch den Drehpunkt
verlaufende Drehachse und die erste Längsachse einen Winkel im Bereich von 80° bis
100° miteinander einschließen. Folglich müssen die Drehachse und die erste Behälterlängsachse
nicht zwangsweise genau senkrecht zueinander verlaufen, sondern können auch um einen
Winkel von bis zu 10° von der genau senkrechten Ausrichtung abweichen. Durch die radiale
Anordnung der als einseitiger Hebel ausgestalteten Fixierelemente um die zweite Längsachse
und das Verlaufen der Drehachse senkrecht zu der ersten Längsachse kann der Behälter
in der Aufnahmevorrichtung zentriert und sicher fixiert werden.
[0032] Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Fixiereinrichtung eine Feststelleinrichtung
zum Feststellen der wenigstens zwei Fixierelemente in wenigstens eine Auslenkposition
umfasst, wobei die Feststelleinrichtung wenigstens zwei Fixierunterelement umfasst,
wobei an den wenigstens zwei Fixierelementen jeweils ein Fixierunterelement um einen
zweiten Drehpunkt drehbar angeordnet ist, wobei die wenigstens zwei Fixierunterelemente
jeweils eine Hakenkomponente umfassen, welche zum Feststellen der Fixierelemente an
einer an der Aufnahmevorrichtung angeordneten Einhakkomponente eingehakt wird. Durch
das Vorsehen einer Feststelleinrichtung kann sichergestellt werden, dass die wenigstens
zwei Fixierelemente in der wenigstens einen Auslenkposition sicher fixiert werden
können und somit ein unerwünschtes Öffnen der Fixiereinrichtung verhindert werden.
Ferner kann die Feststelleinrichtung somit auf besonders kompakte Weise realisiert
und die Anzahl der notwendigen Komponenten geringgehalten werden.
[0033] In einer Ausführungsform des Verfahrens kann der Behälter stärker in der Aufnahmevorrichtung
fixiert werden, wenn eine Kraft entgegen einer Richtung, in welcher der Behälter in
die Aufnahmevorrichtung eingeführt wird, auf den Behälter einwirkt. Somit kann selbst
bei Krafteinwirkung auf den Behälter sichergestellt werden, dass der Behälter nicht
aus der Aufnahmevorrichtung herausgedrückt wird.
Kurze Figurenbeschreibung
[0034]
- Fig. 1
- Aufnahmevorrichtung zum Aufnehmen eines Behälters gemäß einer Ausführungsform
- Fig. 2
- Aufnahmevorrichtung zum Aufnehmen eines Behälters gemäß einer weiteren Ausführungsform
- Fig. 3
- Aufnahmevorrichtung in einer Behälterreinigungsanlage gemäß einer Ausführungsform
Ausführliche Figurenbeschreibung
[0035] Fig. 1 zeigt eine Aufnahmevorrichtung 100 zum Aufnehmen eines Behälters 109 gemäß
einer Ausführungsform. Der Behälter 109 ist hierbei als optional und nicht als Teil
der Aufnahmevorrichtung anzusehen.
[0036] Erfindungsgemäß umfasst die Aufnahmevorrichtung 100 eine Fixiereinrichtung 111 zum
Fixieren des Behälters 109 in der Aufnahmevorrichtung 100. Die Fixiereinrichtung 111
umfasst erfindungsgemäß wiederum wenigstens zwei Fixierelemente 102, welche jeweils
um einen Drehpunkt 103 drehbar gelagert sind und zwischen einer offenen und geschlossenen
Position verstellt werden können.
[0037] Die Aufnahmevorrichtung 100 kann ferner einen Grundkörper 101 zum Aufnehmen eines
Behälters 109 umfassen. Der Grundkörper 101 kann zwei Öffnungen umfassen. Beispielsweise
kann an einer Unterseite des Grundkörpers 101 eine erste Öffnung zum Einbringen eines
Behälters 109 in den Grundkörper 101 beziehungsweise in die Aufnahmevorrichtung 100
und an einer Oberseite des Grundkörpers 101 eine zweite Öffnung zum Einbringen eines
Mediums, wie beispielsweise eine Reinigungsflüssigkeit, in die Aufnahmevorrichtung
beziehungsweise in das Innere eines in die Aufnahmevorrichtung 100 aufgenommenen Behälters
109 vorgesehen sein.
[0038] Erfindungsgemäß können die wenigstens zwei Fixierelemente 102 in der geschlossenen
Position, jeweils an einem Kontaktpunkt 104 an einer Oberfläche des Behälters 109
angreifen, wobei eine senkrechte Projektion 108 des Kontaktpunkts 104 auf eine erste
Längsachse 105 des Behälters 109 näher an einem auf Höhe einer Öffnung 110 des Behälters
109 liegenden Referenzpunkt 107 der ersten Längsachse 105 liegt, als eine senkrechte
Projektion 106 des Drehpunktes 103 auf die erste Längsachse 105. Durch diese Art der
Ausgestaltung der Fixiereinrichtung 111 kann erreicht werden, dass ein Behälter 109
selbst dann sicher in der Aufnahmevorrichtung 100 fixiert werden kann, wenn eine Kraft
entgegen einer Einführrichtung 112, entlang welcher der Behälter 109 in die Aufnahmevorrichtung
100 eingeführt werden kann, auf den Behälter 109 einwirkt.
[0039] In der im Zusammenhang mit der Fig. 1 gezeigten Ausführungsform umfasst die Fixiereinrichtung
111 zwei Fixierelemente 102. Diese spezifische Art der Ausgestaltung ist als beispielhaft
zu verstehen, so dass die Fixiereinrichtung 111 auch drei, vier, fünf, sechs oder
mehr Fixierelemente 102 umfassen kann. Durch das Vorsehen einer höheren Anzahl an
Fixierelementen 102 kann der Behälter 109 sicherer in der Aufnahmevorrichtung fixiert
und somit noch besser gegen ein mögliches Herausrutschen aus der Aufnahmevorrichtung
100 gesichert werden. Ferner kann mittels einer höheren Anzahl an Fixierelementen
102 eine präzisere Ausrichtung beziehungsweise Zentrierung des Behälters 109 in der
Aufnahmevorrichtung 100 erreicht werden.
[0040] Unter dem optionalen Behälter 109 ist ein Behälter 109 zu verstehen, welcher zumindest
in einem Behälterbereich, an welchem die wenigstens zwei Fixierelemente 102 bei Aufnahme
des Behälters in der Aufnahmevorrichtung 100 angreifen können, eine zylindrische oder
eine konische Form aufweist (gesehen von der Öffnung des Behälters aus). In einem
Behälterbereich des Behälters 109, an welchem die zwei Fixierelemente 102 der Aufnahmevorrichtung
111 bei Fixierung des Behälters 109 in der Aufnahmevorrichtung 100 nicht angreifen
können, kann der Behälter 109 auch eine Form aufweisen, welche von der konischen oder
zylindrischen Form abweicht.
[0041] Die in der Fig. 1 gezeigte Art der Ausgestaltung des Behälters 109 als Flasche ist
als beispielshaft zu verstehen. Ferner ist auch die hier dargestellte Form der Flasche,
welche in einem Halsbereich des Behälters 109 konisch und einem Grundkörperbereich
des Behälters zylindrisch ausgestaltet ist, als beispielhaft zu verstehen. Alternativ
kann der Behälter beispielsweise auch als Dose, Becher oder Tube, wie sie beispielsweise
in der Getränke-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie verwendet werden, ausgestaltet
sein. Es kann sich jedoch auch um jeden anderen Behälter handeln, welcher zur Aufnahme
eines flüssigen und/oder pastösen Mediums geeignet ist.
[0042] Bei der Aufnahmevorrichtung 100 kann es sich beispielsweise um eine Flaschenzelle
oder einen Flaschenkorb, wie sie in Behälterreinigungsanlagen zur Aufnahme und zum
Transport von Behältern eingesetzt werden, handeln. Es kann sich jedoch auch um jede
andere Aufnahmevorrichtung handeln, welche zur Aufnahme eines Behälters geeignet ist.
[0043] Auch die in der Fig. 1 gezeigte Art der Ausgestaltung der Aufnahmevorrichtung 100
ist als beispielhaft zu verstehen. So kann die Aufnahmevorrichtung beispielsweise
auch kürzer oder länger bezüglich der eingezeichneten Behälterlängsachse 105 ausgestaltet
sein, so dass beispielsweise nur ein Teil des Behälters oder der gesamte Behälter
aufgenommen werden kann. Ferner kann, muss der Grundkörper 101 der Aufnahmevorrichtung
100 aber nicht zwingend aus einem Teil gefertigt sein, sondern kann auch mehrere Komponenten
umfassen, welche aus verschiedenen Materialien, wie beispielsweise Kunststoff und/oder
einem Metall und/oder einer Metalllegierung hergestellt sein können. Es kann beispielsweise
auch vorgesehen sein, dass die Komponenten der Aufnahmevorrichtung 100 zumindest teilweise
mittels eines generativen Verfahrens gefertigt sind.
[0044] In einer Ausführungsform kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass die Aufnahmevorrichtung
100in einem Bereich, in welchem ein Halsbereich des Behälters oder ein Teil des Behälters,
welcher eine Behälteröffnung umfasst und beispielsweise 1/5, 1/4, 1/3 oder 1/2 der
gesamten Behälterlänge entspricht, aufgenommen werden soll, als Korb ausgestaltet
ist und in einem Bereich, in welchem ein Behälterkörper oder der übrige Teil des Behälters
aufgenommen werden soll, als Aufnahmekomponente ausgestaltet ist. Die Aufnahmekomponente
kann beispielsweise eine zylindrische Form, eine quadratische oder hexagonale Prismenform
oder auch jede andere Form aufweisen kann. Der Korb und die Aufnahmekomponente können
beispielsweise über eine Verbindungskomponente miteinander verbunden sein. Der Korb
kann beispielsweise aus einem Kunststoff gefertigt sein und die Aufnahmekomponente
aus einem Metall. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Korb und/oder die
Aufnahmekomponente aus jedem anderen Material hergestellt ist. Die Fixiereinrichtung
111 kann in diesem Fall an dem Korb der Aufnahmevorrichtung 100 angeordnet sein, so
dass der Behälter 109 an seinem Halsbereich oder in dem Bereich der die Behälteröffnung
umfasst in der Aufnahmevorrichtung 100 mittels der Fixiereinrichtung 111 fixiert werden
kann.
[0045] Alternativ kann es auch vorgesehen sein, dass die Aufnahmevorrichtung 100 nur einen
Korb umfasst und nur einen Teil des Behälters, wie beispielsweise einen Halsbereich
des Behälters oder einen Teil des Behälters, welcher eine Öffnung des Behälters umfasst
und beispielsweise 1/5, 1/4, 1/3 oder 1/2 der gesamten Behälterlänge entspricht, aufnehmen
kann. Auch in diesem Fall kann die Fixiereinrichtung 111 an dem Korb angeordnet sein,
so dass der Behälter 109 an seinem Halsbereich in dem Korb fixiert werden kann. Bei
dieser Art der Ausgestaltung der Aufnahmevorrichtung 100 kann es vorgesehen sein,
dass die Aufnahmevorrichtung 100 eine Verbindungskomponente umfasst, mittels welcher
die Aufnahmevorrichtung 100 flexibel mit der Aufnahmekomponente verbunden werden kann,
welche wie oben beschrieben, aus einem Metall oder jedem anderen Material gefertigt
sein kann und eine zylindrischen Form, eine hexagonale Prismenform, eine quadratische
Prismenform oder jede andere Form aufweisen kann. Da die Aufnahmekomponente in diesem
Fall flexibel in Abhängigkeit der Abmessung des aufzunehmenden Behälters 109 gewählt
werden kann, erlaubt diese Art der Ausgestaltung einen besonders flexiblen Einsatz
der Aufnahmevorrichtung 100 für verschiedene Behältertypen.
[0046] In einer Ausführungsform kann die Fixiereinrichtung 111 eine Vorspanneinrichtung
zum Vorspannen der wenigstens zwei Fixierelemente 102 in eine Ruheposition umfasst.
Durch Vorspannen der wenigstens zwei Fixierelemente 102 in eine Ruheposition kann
beispielsweise eine unerwünschte Bewegung der Fixierelemente 102 in der Aufnahmevorrichtung
100 verhindert werden. Mithin können die Fixierelemente 102 in eine wohldefinierte
Ruheposition gebracht werden, wodurch beispielsweise Störungen beim Einführen eines
Behälters durch falsch ausgerichtete Fixierelemente 102 verhindert werden können.
[0047] Ferner kann es vorgesehen sein, dass die Vorspanneinrichtung die wenigstens zwei
Fixierelemente 102 entgegen einer Richtung 112, entlang welcher der Behälter in die
Aufnahmevorrichtung 100 eingeführt werden kann, in eine Ruheposition vorspannen kann.
Durch diese Art des Vorspannens der Fixierelemente 102 kann erreicht werden, dass
bei Einführen eines Behälters 109 in die Aufnahmevorrichtung 100 und der dadurch bedingten
Auslenkung der Fixierelemente 102 aus der Ruheposition, der Behälter 109 aufgrund
der durch die Auslenkung der Fixierelemente 102 aus der Ruheposition hervorgerufenen
Rückstellkraft und das entsprechend an den Kontaktpunkten 104 auf die Behälteroberfläche
einwirkende Drehmoment durch die Fixierhebel in der Aufnahmevorrichtung fixiert wird.
Insbesondere kann erreicht werden, dass der Behälter 109 im Fall einer entgegen der
Einführrichtung 112 auf den Behälter wirkenden Kraft noch fester in der Aufnahmevorrichtung
100 mittels der Fixierelemente 102 fixiert werden kann.
[0048] Ein Vorspannen der wenigstens zwei Fixierelemente 102 kann beispielsweise mittels
einer Torsionsfeder erreicht werden. So kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass
die Vorspanneinrichtung wenigstens zwei Torsionsfedern umfasst, wobei den wenigstens
zwei Fixierelementen 102 jeweils eine Torsionsfeder zum Vorspannen der Fixierelemente
102 zugeordnet ist. In einer Ausführungsform kann es sich beispielsweise um eine einfachgewundene
oder eine doppelgewundene Torsionsfeder handeln. Ferner kann es vorgesehen sein, dass
die Vorspanneinrichtung flexibel mit verschiedenen Torsionsfedern unterschiedlicher
Federkraft betrieben werden kann, wobei die Federkraft der Torsionsfeder basierend
auf der Art von Behälter 109, welcher mittels der Fixiereinrichtung 111 in der Aufnahmevorrichtung
100 aufgenommen werden soll, gewählt werden kann.
[0049] Es kann vorgesehen sein, dass die Fixierelemente 102 als Fixierhebel ausgestaltet
sind. Die Fixierhebel können dabei, wie auch in der Fig. 1 beispielhaft gezeigt, als
einseitiger Fixierhebel ausgestaltet sein. Alternativ können die Fixierelemente 102
auch als zweiseitiger Fixierhebel ausgestaltet sein. Die Fixierelemente können beispielsweise
Kunstsoff umfassen und mittels eines generativen Verfahrens oder Spritzgussverfahrens
gefertigt sein. Diese Art der Ausgestaltung und Herstellung der Fixierelemente 102
ist als beispielhaft zu verstehen, so dass die Fixierelemente 102 auch aus jedem anderem
Material oder mittels jedem anderen Herstellungsverfahren gefertigt sein können.
[0050] Optional können die Fixierelemente 102 derart ausgestaltet sein, dass diese von außerhalb
der Aufnahmevorrichtung 100 betätigt werden können. Durch Betätigen der Fixierelemente
102 können diese beispielsweise von der geschlossenen Position in die offene Position
bewegt werden und eine in der Aufnahmevorrichtung 100 mittels der Fixiereinrichtung
111 fixierte Flasche 109 freigegeben werden. Ferner können die Fixierelemente 102
durch Betätigung von außen auch von der offenen in die geschlossene Position verstellt
werden.
[0051] Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Fixierelemente 102 in einem Bereich an welche
diese an die Behälteroberfläche angreifen sollen, an eine Krümmung der Behälteroberfläche
angepasst sind, so dass ein möglichst großer Kontaktpunkt zwischen Fixierelement und
Behälteroberfläche erreicht und eine möglichst gute Fixierung des Behälters in der
Aufnahmevorrichtung gewährleistet werden kann. Somit kann auch bei einer geringen
Anzahl von Fixierelementen, wie beispielsweise bei zwei oder drei Fixierelementen,
eine sichere Fixierung des Behälters 109 in der Aufnahmevorrichtung erreicht werden.
[0052] Wie in der Figur 1 gezeigt, können die beispielhaft als Fixierhebel ausgestalteten
Fixierelemente 102 in radialer Richtung um eine zweite Längsachse der Aufnahmevorrichtung
angeordnet sein, wobei die zweite Längsachse in der hier gezeigten Ausführungsform
mit der ersten Längsachse 105 des Behälters 109 zusammenfällt. Ferner kann es vorgesehen
sein, dass die Fixierhebel und insbesondere die Drehpunkte 103 der Fixierhebel äquidistant
in radialer Richtung bezüglich der zweiten Längsachse der Aufnahmevorrichtung 100
angeordnet sind und die Drehpunkte 103 symmetrisch um die zweite Längsachse angeordnet
sind. Liegt beispielsweise eine gerade Anzahl von Fixierhebeln vor, so kann mit symmetrischer
Anordnung der Fixierhebel um die zweite Längsachse gemeint sein, dass die Drehpunkte
103 punktsymmetrisch bezüglich der zweiten Längsachse angeordnet sind, so dass sich
die Drehpunkte 103 von zwei Fixierhebeln gegenüberliegen.
[0053] Weiterhin kann eine durch den Drehpunkt 103 verlaufende Drehachse der Fixierelemente
senkrecht bezüglich der ersten Längsachse 105 des Behälters 109 verlaufen. Unter senkrecht
ist in diesem Fall zu verstehen, dass die durch den Drehpunkt verlaufende Drehachse
und die erste Längsachse einen Winkel im Bereich von 85° bis 95° miteinander einschließen.
Folglich müssen die Drehachse und die erste Behälterlängsachse nicht zwangsweise genau
senkrecht zueinander verlaufen, sondern können auch um einen Winkel von bis zu 5°
von der genau senkrechten Ausrichtung abweichen.
[0054] Durch diese Art der Anordnung der Fixierelemente 102 beziehungsweise der Drehpunkte
103 kann sichergestellt werden, dass der Behälter 109 durch die an den Kontaktpunkten
104 angreifenden Fixierelemente 102 sicher in der Aufnahmevorrichtung 100 fixiert
wird und ein Verkippen des Behälters durch das durch die Fixierhebel auf die Behälteroberfläche
ausgeübte Drehmoment in der Aufnahmevorrichtung effektiv verhindert werden. Weiterhin
kann erreicht werden, dass der Behälter 109 in der Aufnahmevorrichtung 100 zentriert
wird.
[0055] Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Fixiereinrichtung 111 eine Feststelleinrichtung
zum Feststellen der wenigstens zwei Fixierelemente 102 in wenigstens eine Auslenkposition
umfasst. Die Auslenkposition kann von der Ruheposition verschiedenen sein, so dass
es sich bei der Auslenkposition beispielsweise um die geschlossene Position handeln
kann, in welcher die Fixierelemente 102 an jeweils einem Kontaktpunkt 104 an der Behälteroberfläche
angreifen, um den Behälter 109 in der Aufnahmevorrichtung 100 zu fixieren. Durch das
Vorsehen der Feststelleinrichtung kann beispielsweise ein unbeabsichtigtes Öffnen
der sich in der geschlossenen Position befindlichen Fixierelemente 102 und eine unerwünschte
Freigabe des Behälters aus der Aufnahmevorrichtung 100 verhindert werden.
[0056] Die Auslenkposition kann jedoch auch die Ruheposition umfassen, so dass die Fixierelemente
102 beispielsweise auch in der Ruheposition mittels der Feststelleinrichtung festgestellt
werden können. Ferner kann die Auslenkposition flexibel gewählt sein, und beispielsweise
einen gesamten Bewegungsbereich der drehbar gelagerten Fixierelemente 102 umfassen.
Somit können die Fixierelemente 102 der Fixiereinrichtung 102 flexibel in einer Auslenkposition
festgestellt werden, und Behälter 109 verschiedener Art und Größe in die Aufnahmevorrichtung
100 aufgenommen und fixiert werden.
[0057] Um die Fixierelemente 102 festzustellen, kann die Feststelleinrichtung zwei Fixierunterelemente
umfassen. Beispielsweise kann jeweils ein Fixierunterelement an den wenigstens zwei
Fixierelementen 102 um einen zweiten Drehpunkt drehbar angeordnet sein. Durch die
drehbare Anordnung der Fixierunterelemente und deren Anbringung an den wenigstens
zwei Fixierelementen 102 können die Fixierelemente auf flexible Weise in einer Vielzahl
von Auslenkpositionen festgestellt werden. Das Feststellen kann dabei beispielsweise
durch eine an den wenigstens zwei Fixierunterelementen angeordnete Hakenkomponente
erreicht werden, welche zum Feststellen der Fixierelemente 102 an einer an der Aufnahmevorrichtung
100 angeordneten Einhakkomponente eingehakt werden kann. Beispielsweise können eine
Vielzahl von Einhakkomponenten an verschiedenen Positionen der Aufnahmevorrichtung
100 angeordnet sein, so dass die Fixierelemente 102 mittels der an den wenigstens
zwei Fixierunterelementen angeordneten Hakenkomponenten beispielsweise basierend auf
der Art und/oder Größe des aufgenommenen Behälters in verschiedenen Auslenkpositionen
festgestellt werden können. Somit kann die Aufnahmevorrichtung flexible für verschiedene
Behältertypen eingesetzt werden.
[0058] Die eben beschriebene Ausgestaltung der Feststelleinrichtung ist als beispielhaft
zu verstehen. Insbesondere kann die Feststelleinrichtung auch auf jede andere Weise
ausgestaltet sein, mittels welcher ein Feststellen der Fixierelemente in einer Auslenkposition
erreicht werden kann. Beispielsweise kann die Hakenkomponente auch an dem Fixierelementen
selbst angeordnet sein, so dass die oben beschriebenen Fixierunterelemente nicht zwangsläufig
vorgesehen sein müssen.
[0059] Auf eine spezifische Art der Ausgestaltung, der allgemein im Zusammenhang mit der
Fig. 1 beschriebenen Aufnahmevorrichtung 100 wird im Zusammenhang mit der Fig. 2 eingegangen.
[0060] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt einer Aufnahmevorrichtung 200 gemäß einer weiteren
Ausführungsform.
[0061] In der in der Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist die Aufnahmevorrichtung 200 als
Korb 212 ausgestaltet. Wie bereits im Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben, kann
der Korb 212 derart ausgestaltet sein, dass er einen Halsbereich eines Behälters oder
einen Teil des Behälters, welcher beispielsweise eine Öffnung des Behälter umfasst,
aufnehmen kann. Alternativ kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass der in der Fig.
2 nur teilweise gezeigte Korb 212 den gesamten Behälter aufnehmen kann.
[0062] Ist der Korb 212 derart ausgestaltet, dass er nur einen Teil des Behälters aufnehmen
kann, kann es vorgesehen sein, dass der Korb 212, wie ebenfalls bereits im Zusammenhang
mit der Fig. 1 beschrieben wurde, mit einer Aufnahmekomponente über eine optionale
Verbindungskomponente verbunden werden kann. In einer Ausführungsform kann es vorgesehen
sein, dass die Aufnahmevorrichtung den Korb 212 und die Aufnahmekomponente umfasst.
In einer alternativen Ausführungsform kann es auch vorgesehen sein, dass die Aufnahmevorrichtung
nur den Korb 212 umfasst. Bezüglich spezifischer Ausgestaltungsarten des Korbes und/oder
der Aufnahmekomponente wird auf die Figurenbeschreibung der Fig. 1 verwiesen, wo diese
im Detail beschrieben wurden.
[0063] In die in der Fig. 2 als Korb 212 ausgestaltet Aufnahmevorrichtung 100 kann ein Behälter
entlang einer Richtung 211 eingeführt werden und mittels der Fixierelemente der Fixiereinrichtung
201, welche in der hier beschriebenen Ausführungsform als Fixierhebel 202 ausgestaltet
sind, in der Aufnahmevorrichtung 200 fixiert werden.
[0064] In der im Zusammenhang mit der Fig. 2 gezeigten Ausführungsform 200 sind die Fixierhebel
202 als einseitige Fixierhebel 202 ausgestaltet und können um einen Drehpunkt 203
drehbar gelagert sein. Die Fixierhebel 202 können eine Fixierkomponente 209 aufweisen,
mittels welcher die Fixierhebel 202 an einem Kontaktpunkt an einer Oberfläche eines
optional in die Aufnahmevorrichtung 200 eingeführten Behälters angreifen und den Behälter
somit in der Aufnahmevorrichtung 200 fixieren können. Die Fixierkomponente 209 kann
an eine Form beziehungsweise eine Krümmung eines Oberflächenbereichs eines Behälters
angepasst sein, an welchem der Behälter mittels der Fixierelemente 202 in der Aufnahmevorrichtung
200 fixiert werden soll. Die Fixierelemente 202 können ferner einen Arm 210 aufweisen,
mittels welchem die Fixierelemente von außerhalb der Aufnahmevorrichtung 200 betätigt
werden können, um beispielsweise von der geschlossenen in die offene Position oder
von der offenen in die geschlossene Position bewegt werden zu können. Durch Betätigen
des Arms 210 kann somit beispielsweise ein in der Aufnahmevorrichtung 200 aufgenommener
Behälter wieder freigegeben werden. Die hier beschriebene spezifische Ausgestaltungsart
der Fixierelemente 202 ist als beispielhaft zu verstehen. Beispielsweise können die
Fixierelemente 202 auch jede andere Form aufweisen oder an jeder anderen Position
an der Aufnahmevorrichtung angeordnet sein. Ferner können auch mehr als zwei Fixierelemente,
wie beispielsweise drei, vier, fünf, sechs oder mehr Fixierelemente vorgesehen sein.
Entsprechend möglicher Anordnungsmöglichkeiten der Fixierelemente in der Aufnahmevorrichtung
wird auf die Figurenbeschreibung der Fig. 1 verwiesen.
[0065] Wie bereits im Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben, kann die Aufnahmevorrichtung
eine optionale Vorspanneinrichtung 204 umfassen, mittels welcher die wenigstens zwei
Fixierelemente in eine Ruheposition vorgespannt werden können. In der in der Fig.2
gezeigten Ausführungsform ist die Vorspanneinrichtung als Torsionsfeder 204 ausgestaltet,
welche in einem Bereich des Drehpunktes 203 von jedem der beiden Fixierelemente 202
vorgesehen ist. Diese spezifische Art der Ausgestaltung der Vorspanneinrichtung ist
als beispielhaft zu verstehen, so dass die Vorspanneinrichtung auch auf jede andere
Weise ausgestaltete sein kann.
[0066] Ebenfalls optional kann die Fixiereinrichtung eine Feststelleinrichtung umfassen.
Die Feststelleinrichtung umfasst in der in der Fig. 2 gezeigten Ausführungsform wenigstens
zwei Fixierunterelemente 205, welche an den beiden Fixierelementen 202 um eine zweite
Drehachse 206 drehbar angeordnet sind. Wie ebenfalls bereits im Zusammenhang mit der
Fig. 1 beschrieben, können die Fixierunterelemente 205 eine Hakenkomponente 207 umfassen,
mittels welcher die Fixierunterelemente 205 an einer an dem Korb 212 angeordneten
Einhakkomponente 208 eingehakt werden können, so dass die Fixierelemente 202 in einer
Auslenkposition festgestellt werden können. Auch wenn in der hier diskutierten Ausführungsform
jeder Hakenkomponente genau eine Einhackomponente zugeordnet ist, kann es auch vorgesehen
sein, dass jeder Hakenkomponente mehr als eine Einhakkomponente, wie beispielsweise
zwei, drei, vier oder fünf Einhakkomponenten, zugeordnet ist, so dass die Fixierelemente
in mehr als einer Auslenkposition festgestellt werden kann. Ferner können die Fixierunterelemente
einen von außerhalb der Aufnahmevorrichtung 200 betätigbaren Arm umfassen. Durch Betätigung
des Arms können die Fixierunterelemente beispielsweise in die Einhakkomponente eingehakt
oder aus der Einhakkomponente ausgehakt werden und die zwei Fixierelemente somit entweder
in einer Auslenkposition festgestellt werden oder aus einer Auslenkposition wieder
gelöst werden.
[0067] Bezüglich möglicher Ausgestaltungen der Aufnahmevorrichtung, der Fixiereinrichtung,
der Vorspanneinrichtung und der Feststelleinrichtung wird auf die Ausführungsform
der Fig. 1 verwiesen, in welcher diese ausführlich beschrieben wurden.
[0068] Wie im Zusammenhang mit der Fig. 3 gezeigt, können die in den Figuren 1 und 2 beschriebenen
Aufnahmevorrichtung 100, 200 in einer Behälterreinigungsanlage zur Aufnahme und zum
Transport von Behältern verwendet werden.
[0069] So zeigt Fig. 3 einen Ausschnitt einer Behälterreinigungsanlage 300, in welcher eine
Vielzahl von Aufnahmevorrichtungen 305 an einer Transportvorrichtung 309 angeordnet
sind und jeweils ein Behälter 308 in einer Aufnahmevorrichtung 305 aufgenommen ist.
Die Transportvorrichtung 309 kann beispielsweise als endlos umlaufende Transportvorrichtung
ausgestaltet sein, an welcher die Aufnahmevorrichtungen 305 angeordnet sein können
und die in den Aufnahmevorrichtungen 305 angeordneten Behälter 308 entlang einer Transportrichtung
301 durch die Behälterreinigungsanlage 300 transportiert werden können.
[0070] Um die Behälter 308 in die Aufnahmevorrichtung 305 einzuführen, kann die Behälterreinigungsanlage
300 beispielsweise eine hier nicht explizit gezeigte Einführvorrichtung (beispielsweise
Greifer) umfassen, mittels welcher die Behälter 308 zu Beginn des Reinigungsvorgangs
in eine entsprechende Aufnahmevorrichtung 305 eingeführt werden können. Ferner kann
eine Betätigungsvorrichtung vorgesehen sein, mittels welcher die Fixiereinrichtung
und/oder die optionale Feststelleinrichtung der Aufnahmevorrichtung 305 betätigt werden
können, um die Behälter 308 in den Aufnahmevorrichtungen 305 mittels den Fixierelementen
307 der Fixiereinrichtung fixiert und die Fixierelemente 307 mittels der optionalen
Feststelleinrichtung festgestellt werden können.
[0071] Zum Reinigen der Behälter kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass die Aufnahmevorrichtungen
305 und die darin aufgenommenen Behälter 308 zunächst mittels der Transporteinrichtung
309 durch eine Ausspritzvorrichtung 302 der Behälterreinigungsanlage 300 geführt werden.
[0072] Da mittels der Aufnahmevorrichtung 305 nicht nur eine Fixierung der Behälter 308
in der Aufnahmevorrichtung 305, sondern auch eine präzise Ausrichtung der Behälter
308 und einer Öffnung der Behälter in der Aufnahmevorrichtung 305 erreicht werden
kann, kann sichergestellt werden, dass beim Ausspritzvorgang des Behälters in der
Ausspritzvorrichtung 302, die Öffnung des Behälters durch den Spritzstrahl genau getroffen
wird oder eine bewegliche Ausspritzvorrichtung in die Flaschenmündung hineinbewegt
werden kann und das Innere des Behälters durch den Spritzstrahl 303 sorgfältig gereinigt
werden kann.
[0073] Da der Behälter mittels der Fixierelemente 307 der Fixiereinrichtung außerdem sicher
in der Aufnahmevorrichtung fixiert werden kann, kann ferner verhindert werden, dass
die Behälter durch die beim Ausspritzvorgang auf die Behälter durch den Spritzstrahl
303 einwirkenden Kräfte in der Aufnahmevorrichtung 308 verkippt oder sogar aus dieser
herausgedrückt wird. Insbesondere kann durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der
Fixiereinrichtung erreicht werden, dass die Behälter durch die beim Ausspritzvorgang
auf den Behälter einwirkenden Kräfte noch fester durch die Fixiereinrichtung in der
Aufnahmevorrichtung fixiert wird. Dies ermöglicht es die Behälter auch mit hohen Spritzdrücken
zu reinigen und das den Reinigungsvorgang der Behälter somit zu verbessern
[0074] Folglich kann mittels der im Zusammenhang mit den in den Fig. 1 und Fig. 2 beschriebenen
Aufnahmevorrichtungen 100, 200 bei Implementierung in einer Behälterreinigungsanlage
300 nicht nur das Reinigungsergebnis der Behälter verbessert werden, da die Behälter
auch beim Ausspritzvorgang in der Aufnahmevorrichtung genau ausgerichtet und sicher
fixiert werden können, sondern auch Störungen der Behälterreinigungsanlage 300 durch
ein ungewünschtes Herausrutschen von Behältern 308 aus der Aufnahmevorrichtung 305
durch die beim Ausspritzvorgang auf die Behälter 308 einwirkenden Kräfte verhindert
werden.
[0075] Nach dem Ausspritzen der in der Aufnahmevorrichtung 305 aufgenommenen Behälter 308,
können die Aufnahmevorrichtungen 305 und die darin aufgenommenen Behälter 308 durch
ein Tauchbecken 306 geführt werden, welches beispielsweise eine Reinigungsflüssigkeit,
wie eine Reinigungslauge umfassen kann. Da die Aufnahmevorrichtungen mit den darin
aufgenommenen Behältern während des Transport durch das Tauchbecken und durch die
Behälterreinigungsanlage typischerweise gedreht werden, um beispielsweise in dem Behälter
befindliche Reinigungsflüssigkeit aus diesem zu entfernen, kann durch die Fixiereinrichtung
auch bei Drehung der Aufnahmevorrichtung 305 ein Herausrutschen oder Verkippen des
Behälters verhindert werden.
[0076] Ferner kann bei zumindest teilweise offener Ausgestaltung der Aufnahmevorrichtung
305, wie dies beispielsweise bei der im Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 gezeigten
Ausführungsformen gezeigt ist, bei welcher die Aufnahmevorrichtung 305 einen Korb
umfasst, sichergestellt werden, dass zum einen die gesamte Aufnahmevorrichtung 305
und somit auch ein in der Aufnahmevorrichtung aufgenommener Behälter mit der Reinigungslauge
und/oder jeder andere Reinigungsflüssigkeit durchspült werden kann und zum anderen
die Reinigungslauge und/oder jede andere Reinigungsflüssigkeit nach Einbringen in
den Behälter wieder aus der Aufnahmevorrichtung ablaufen kann.
[0077] Nach Abschluss des Reinigungsvorgangs kann es vorgesehen sein, dass die Fixiereinrichtung
und/oder die optionale Feststelleinrichtung durch eine weitere Betätigungseinrichtung
wieder geöffnet werden kann und die gereinigten Behälter aus der Aufnahmevorrichtung
305 herausgeführt werden können. Bei längeren Unterbrechungen oder Störungen kann
auch vorgesehen sein, die Fixiereinrichtung nicht zu öffnen und den Betrieb der Behälterbehandlungsanlage
im Rundlauf zu fahren, um ein zu langes Verbleiben der Behälter im Reinigungsmedium
zu verhindern.
1. Aufnahmevorrichtung (100, 200) zum Aufnehmen eines Behälters (109), wobei die Aufnahmevorrichtung
(100, 200) eine Fixiereinrichtung (111, 201) zum Fixieren des Behälters (109) in der
Aufnahmevorrichtung (100, 200) umfasst, wobei die Fixiereinrichtung (111, 201) wenigstens
zwei Fixierelemente (102, 202) umfasst, wobei die wenigstens zwei Fixierelemente (102,
202) jeweils um einen Drehpunkt (103, 203) drehbar gelagert sind und zwischen einer
offenen und geschlossenen Position verstellt werden können, wobei in der geschlossenen
Position, die wenigstens zwei Fixierelemente (102, 202) jeweils an einem Kontaktpunkt
(104) an einer Oberfläche des Behälters (109) angreifen können, wobei eine senkrechte
Projektion (108) des Kontaktpunkts (104) auf eine erste Längsachse (105) des Behälters
(109) näher an einem auf Höhe einer Öffnung (110) des Behälters (109) liegenden Referenzpunkt
(107) der ersten Längsachse (105) liegt, als eine senkrechte Projektion (106) des
Drehpunktes (103, 203) auf die erste Längsachse (105).
2. Aufnahmevorrichtung (100, 200) nach Anspruch 1, wobei die Fixiereinrichtung (111,
201) eine Vorspanneinrichtung (204) zum Vorspannen der wenigstens zwei Fixierelemente
(102, 202) in eine Ruheposition umfasst.
3. Aufnahmevorrichtung (100, 200) nach Anspruch 2, wobei die Vorspanneinrichtung (204)
die wenigstens zwei Fixierelemente (102, 202) entgegen einer Richtung (112, 211),
entlang welcher der Behälter (109) in die Aufnahmevorrichtung (100, 200) eingeführt
werden kann, vorspannen kann.
4. Aufnahmevorrichtung (100, 200) nach einem der Ansprüche 2 bis 3, wobei die Vorspanneinrichtung
(204) wenigstens zwei Torsionsfedern umfasst, wobei den wenigstens zwei Fixierelementen
(102, 202) jeweils eine Torsionsfeder zum Vorspannen der Fixierelemente (102, 202)
zugeordnet ist.
5. Aufnahmevorrichtung (100, 200) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die wenigstens
zwei Fixierelemente (102, 202) als einseitiger Hebel ausgestaltet sind und in radialer
Richtung um eine zweite Längsachse der Aufnahmevorrichtung (100, 200) angeordnet sind,
wobei eine durch den Drehpunkt (103, 203) verlaufende Drehachse der Fixierelemente
(102, 202) senkrecht bezüglich der ersten Längsachse (105) des Behälters (109) verläuft.
6. Aufnahmevorrichtung (100, 200) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Fixiereinrichtung
(111, 201) eine Feststelleinrichtung zum Feststellen der wenigstens zwei Fixierelemente
(102, 202) in wenigstens eine Auslenkposition umfasst.
7. Aufnahmevorrichtung (100, 200) nach Anspruch 6, wobei die Feststelleinrichtung wenigstens
zwei Fixierunterelemente (205) umfasst, wobei an den wenigstens zwei Fixierelementen
(102, 202) jeweils ein Fixierunterelement (205) um einen zweiten Drehpunkt (206) drehbar
angeordnet ist, wobei die wenigstens zwei Fixierunterelemente (205) jeweils eine Hakenkomponente
(207) umfassen, welche zum Feststellen der Fixierelemente (102, 202) an einer an der
Aufnahmevorrichtung (100, 200) angeordneten Einhakkomponente (208) eingehakt werden
kann.
8. Aufnahmevorrichtung (100, 200) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Fixiereinrichtung
(111, 201) ausgebildet ist, den Behälter (109) stärker in der Aufnahmevorrichtung
(100, 200) zu fixieren, wenn eine Kraft entgegen einer Richtung (112, 211), in welcher
der Behälter (109) in die Aufnahmevorrichtung (100, 200) eingeführt werden kann, auf
den Behälter (109) einwirkt.
9. Verfahren zum Aufnehmen eines Behälters (109) in eine Aufnahmevorrichtung (100, 200),
wobei die Aufnahmevorrichtung (100, 200) eine Fixiereinrichtung (111, 201) zum Fixieren
des Behälters (109) in der Aufnahmevorrichtung (100, 200) umfasst, wobei die Fixiereinrichtung
(111, 201) wenigstens zwei Fixierelemente (102, 202) umfasst, wobei die wenigstens
zwei Fixierelemente (102, 202) jeweils um einen Drehpunkt (103, 203) drehbar gelagert
sind und zwischen einer offenen und geschlossenen Position verstellt werden können,
wobei in der geschlossenen Position, die wenigstens zwei Fixierelemente (102, 202)
jeweils an einem Kontaktpunkt (104) an einer Oberfläche des Behälters (109) angreifen,
wobei eine senkrechte Projektion (108) des Kontaktpunkts (104) auf eine erste Längsachse
(105) des Behälters (109) näher an einem auf Höhe einer Öffnung (110) des Behälters
liegenden Referenzpunkt (107) liegt, als eine senkrechte Projektion (106) des Drehpunkts
(103, 203) auf die erste Längsachse (105).
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Fixiereinrichtung (111, 201) eine Vorspanneinrichtung
(204) zum Vorspannen der wenigstens zwei Fixierelemente (102, 202) in eine Ruheposition
umfasst.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die wenigstens zwei Fixierelemente (102, 202) entgegen
einer Richtung (112, 211), entlang welcher der Behälter (109) in die Aufnahmevorrichtung
(100, 200) eingeführt wird, durch die Vorspanneinrichtung (204) vorgespannt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 11, wobei die Vorspanneinrichtung (204)
wenigstens zwei Torsionsfedern umfasst, wobei den wenigstens zwei Fixierelementen
(102, 202) jeweils eine Torsionsfeder zum Vorspannen zugeordnet ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei die wenigstens zwei Fixierelemente
(102, 202) als einseitiger Hebel ausgestaltet sind und in radialer Richtung um eine
zweite Längsachse der Aufnahmevorrichtung (100, 200) angeordnet sind, wobei eine durch
den Drehpunkt (103, 203) verlaufende Drehachse der Fixierelemente (102, 202) senkrecht
bezüglich der ersten Längsachse (105) des Behälters (109) verläuft.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, wobei die Fixiereinrichtung (111, 201)
eine Feststelleinrichtung zum Feststellen der wenigstens zwei Fixierelemente (102,
202) in wenigstens eine Auslenkposition umfasst, wobei die Feststelleinrichtung wenigstens
zwei Fixierunterelemente (205) umfasst, wobei an den wenigstens zwei Fixierelementen
(102, 202) jeweils ein Fixierunterelement (205) um einen zweiten Drehpunkt (206) drehbar
angeordnet ist, wobei die wenigstens zwei Fixierunterelemente (205) jeweils eine Hakenkomponente
(207) umfassen, welche zum Feststellen der Fixierelemente (102, 202) an einer an der
Aufnahmevorrichtung (100, 200) angeordneten Einhakkomponente (208) eingehakt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, wobei der Behälter (109) stärker in der
Aufnahmevorrichtung (100, 200) fixiert wird, wenn eine Kraft entgegen einer Richtung
(112, 211), in welcher der Behälter (109) in die Aufnahmevorrichtung (100, 200) eingeführt
wird, auf den Behälter (109) einwirkt.