[0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Stichparkgleisgarage für Seilbahnfahrzeuge
mit einem Zubringergleis, das mit einem ersten Stichparkgleis und einem zweiten Stichparkgleis
verbunden ist, wobei das erste Stichparkgleis und zweite Stichparkgleis jeweils am
dem Zubringergleis abwandten Ende endet, wobei am ersten Stichparkgleis und zweiten
Stichparkgleis jeweils ein erster Stichparkgleisförderer vorgesehen ist, der sich
jeweils vom Zubringergleis bis zu einer Übergabestelle am ersten Stichparkgleis und
zweiten Stichparkgleis erstreckt und am ersten Stichparkgleis und zweiten Stichparkgleis
jeweils ein zweiter Stichparkgleisförderer vorgesehen ist, der sich jeweils von der
Übergabestelle bis zum Ende des ersten und zweiten Stichparkgleises erstreckt, wobei
sich der erste Stichparkgleisförderer und der zweite Stichparkgleisförderer jedes
Stichparkgleises im Bereich der Übergabestelle überlappen. Die Erfindung betrifft
auch ein Verfahren zum Entleeren von Seilbahnfahrzeugen aus einer solchen Stichparkgleisgarage
und Verfahren zum Garagieren von Seilbahnfahrzeugen in einer solchen Stichparkgleisgarage.
[0002] Umlaufseilbahnen weisen in der Regel eine Anzahl von Seilbahnstationen, eine Anzahl
von Seilbahnfahrzeugen sowie ein Förderseil zur Bewegung der Seilbahnfahrzeuge zwischen
den Seilbahnstationen auf. Das Förderseil läuft zwischen Seilbahnstationen (z.B. eine
Talstation und eine Bergstation) um, beispielsweise an Seilscheiben in den Seilbahnstationen,
wobei zumindest eine Seilscheibe angetrieben ist. Es sind auch Umlaufseilbahnen bekannt,
bei welchen die Seilbahnfahrzeuge in einer Seilbahnstation mittels einer Seilklemme
vom Förderseil abgekoppelt werden, um im abkoppelten Zustand und unabhängig vom umlaufenden
Förderseil durch die Seilbahnstation bewegt zu werden, in der Regel mit einer Geschwindigkeit
kleiner der Geschwindigkeit des umlaufenden Förderseils. Vor der Ausfahrt aus der
Seilbahnstation werden die Seilbahnfahrzeuge gegebenenfalls wieder auf die Geschwindigkeit
des umlaufenden Förderseils beschleunigt und mittels der Seilklemme mit dem Förderseil
gekoppelt. Dadurch kann einerseits eine hohe Förderleistung aufgrund hoher Fördergeschwindigkeit
des Förderseils erreicht werden und andererseits kann die Geschwindigkeit der Seilbahnfahrzeuge
innerhalb der Seilbahnstation verringert werden, wodurch das Ein- und Aussteigen von
Passagieren, oder allgemein das Be- und Entladen der Seilbahnfahrzeuge, erleichtert
wird. In der Regel ist dazu innerhalb der Seilbahnstation zumindest eine Führungsschiene
vorgesehen, entlang der die Seilbahnfahrzeuge im vom Förderseil abgekoppelten Zustand
durch die Seilbahnstation geführt werden. An den Seilbahnfahrzeugen, beispielsweise
am Gehänge, sind meist Rollen angeordnet, mit welchen die Seilbahnfahrzeuge auf der
Führungsschiene abrollen. Zum Fördern der abgekoppelten Seilbahnfahrzeuge in einer
Seilbahnstation ist ein Stationsförderer vorgesehen. Der Stationsförderer kann als
bekannter Reifenförderer ausgeführt sein, bei dem in der Seilbahnstation entlang der
Führungsschiene angeordnete und angetriebene Reifen mit einem Reibbelag an den Seilbahnfahrzeuge
zusammenwirken, um die Seilbahnfahrzeuge weiterzubewegen. Der Reibbelag kann dabei
z.B. am Gehänge des Seilbahnfahrzeugs angeordnet sein. Am Gehänge ist auch die Seilklemme
zum Ab- und Ankoppeln angeordnet. Der Stationsförderer kann aber auch anders ausgeführt
sein, beispielsweise als mechanischer Stetigförderer mit einem Zugmittel (beispielsweise
ein Band oder Kette), auf dem Mitnehmer vorgesehen sind, die mit einem Teil eines
Seilbahnfahrzeugs zusammenwirken, um dieses mit der Geschwindigkeit des Zugmittels
zu bewegen. Alle Seilbahnfahrzeuge am Zugmittel werden damit mit derselben Geschwindigkeit
des Zugmittels bewegt.
[0003] Solche Umlaufseilbahnen mit vom Förderseil abkoppelbaren Seilbahnfahrzeugen weisen
oftmals auch einen Parkspeicher auf, in welchem die vom Förderseil abkoppelten Seilbahnfahrzeuge
außerhalb der Betriebszeiten der Umlaufseilbahn garagiert werden können. Dadurch kann
beispielsweise eine Wartung am Förderseil oder an den Seilbahnfahrzeugen durchgeführt
werden und die Seilbahnfahrzeuge können vor Witterungseinflüssen wie z.B. Schnee,
Eis, Sturm, etc. geschützt werden. Auch kann eine Anzahl von Seilbahnfahrzeuge im
Parkspeicher während des Betriebs der Umlaufseilbahn garagiert werden, beispielsweise
während Zeiten mit geringem Förderbedarf. Ein solcher Parkspeicher befindet sich üblicherweise
innerhalb oder im Bereich einer der Seilbahnstationen, beispielsweise auf gleicher
Ebene wie der Betriebsbereich, in dem sich der Einstiegs- und/oder Ausstiegsbereich
für die Passagiere befindet oder auch in einer Garage unterhalb des Betriebsbereichs.
Um die Seilbahnfahrzeuge in ihre vorgesehenen Parkpositionen im Parkspeicher überzuführen
ist in der Regel ein Parkförderer vorgesehen, der eine oder mehrere Fördereinrichtungen
umfassen kann. Der Parkförderer ist in der Regel mit dem Stationsförderer verbunden,
um Seilbahnfahrzeuge vom Stationsförderer auf den Parkförderer überzuführen, oder
umgekehrt. Hierfür können auch Weichen vorgesehen sein, um Seilbahnfahrzeuge vom Stationsförderer
auf den Parkförderer zu bewegen, oder umgekehrt. Beispielhafte Parkförderer sind aus
EP 711 696 A1 oder
AT 392 766 B bekannt.
[0004] Die Bewegung der Seilbahnfahrzeuge im Parkspeicher erfolgt oftmals auf sogenannten
Gefällegleisen als Parkförderer, oder Teil eines Parkförderers. Ein Gefällegleise
ist im Wesentlichen analog wie die Führungsschiene der Seilbahnstation ausgebildet,
weist allerdings ein bestimmtes festgelegtes Gefälle auf. Die Bewegung der Seilbahnfahrzeuge
entlang des Gefällegleises in die Parkposition erfolgt dabei nur durch die Schwerkraft
aufgrund des definierten Gefälles, ohne externen Antrieb. Das Gefällegleis kann beispielsweise
über eine Weiche mit der Führungsschiene der Seilbahnstation verbunden sein, sodass
die Seilbahnfahrzeuge zum Parken über die Weiche aus der Führungsschiene auf das Gefällegleis
ausgeschleust werden können. Der Rücktransport der Seilbahnfahrzeuge aus dem Parkspeicher
in den Betriebsbereich kann beispielsweise mit einem Reifenförderer ähnlich wie der
Antrieb der Seilbahnfahrzeuge entlang der Führungsschiene im Betriebsbereich der Seilbahnstation
erfolgen. Ein Gefällegleis hat aber eine Reihe von Nachteilen. Zum einen ist ein Gefällegleis
störanfällig, denn ein zu geringes Gefälle des Gefällegleises und/oder Unebenheiten,
Fremdkörper, Schmutz, Eis etc. am Gefällegleis oder an den Seilbahnfahrzeugen können
zu einer unbeabsichtigten Bewegung des Seilbahnfahrzeugs, wie einem unerwünschten
Stoppen, eine zu langesame oder zu schnelle Bewegung usw., oder zum Blockieren der
Seilbahnfahrzeuge führen. Andererseits kann ein zu großes Gefälle dazu führen, dass
die Seilbahnfahrzeuge mit zu hoher Geschwindigkeit aufeinanderprallen, was zu Beschädigungen
an den Seilbahnfahrzeugen führen kann. Zudem ist der bauliche Aufwand der Seilbahnstation
aufgrund des erforderlichen Niveauunterschiedes für das Gefällegleis relativ hoch
und auch die Montage des Gefällegleises ist relativ aufwändig, weil aus den oben genannten
Gründen eine möglichst genaue Einstellung des Gefälles notwendig ist.
[0005] In einem Parkspeicher sind auch oftmals parallel zueinander angeordnete Parkgleise
vorgesehen, die über ein Zubringergleis, das die Parkgleise miteinander verbindet,
bestückt werden. Das Zubringergleis ist beispielsweise mit einem Stationsförderer
verbunden. Die Parkgleise enden am dem Zubringergleis abgewandten Ende. Solche Parkspeicher
werden auch als Stichparkgleisgaragen bezeichnet und die Parkgleise als Stichparkgleise.
Beispiele hierfür sind in
WO 2010/082125 A1,
AT 392 766 B oder
EP 369 981 A2 beschrieben. In einer Stichparkgleisgarage sind die Seilbahnfahrzeuge auf den Stichparkgleisen
zur Garagierung und/oder zur Bestückung der Seilbahn in der Regel irgendwie angetrieben.
[0006] In
AT 392 766 B ist am Zubringergleis ein Stetigförderer vorgesehen und die Seilbahnfahrzeuge werden
auf den Stichparkgleisen von selbstangetriebenen Seilbahnfahrzeugaufnahmen bewegt.
Diese Ausführung ist aber sehr aufwendig, weil es für jedes Seilbahnfahrzeug eine
Seilbahnfahrzeugaufnahme mit eigenem Antrieb geben muss.
[0007] In
EP 369 981 A2 sind die Stichparkgleise als Gefällegleise ausgeführt, wobei das Gefälle zur Garagierung
und zur Bestückung änderbar ist. Hierzu muss aber das gesamte Stichparkgleis in der
Höhe verstellbar sein, was wiederum aufwendig in der Realisierung ist.
[0008] In
WO 2010/082125 A1 ist am Zubringergleis ein Reifenförderer vorgesehen und am Stichparkgleis ein Stetigförderer,
wobei der Stetigförderer durch die Bewegung der Seilbahnfahrzeug am Reifenförderer
angetrieben wird. An jedem Stichparkgleis gibt es einen Stetigförderer. Hierzu überlappen
der Reifenförderer und der Stetigförderer ein Stück. Ein solcher Parkförderer ist
aber anfällig für Störungen. Aufgrund von Schlupffehlern im Reifenförderer und aufgrund
von Abstandsfehlern der Seilbahnfahrzeug am Reifenförderer, kann es leicht zu einer
Unterbrechung des Antriebs des Steigförderers der Parkgleise kommen, wodurch insbesondere
das Bestücken der Seilbahn gestört werden kann.
[0009] Es ist daher eine Aufgabe der gegenständlichen Erfindung eine einfach ausgeführte
aber trotzdem im Betrieb zuverlässige Stichparkgleisgarage anzugeben.
[0010] Das wird mit einer Stichparkgleisgarage erzielt, in der im Bereich des ersten Stichparkgleises
und zweiten Stichparkgleises ein Stetigförderer mit einem in zwei Förderrichtungen
bewegbaren Fördermittel vorgesehen ist, wobei der Stetigförderer eine erste Förderstrecke
aufweist, in der sich das Fördermittel entlang des ersten Stichparkgleises zwischen
der Übergabestelle des ersten Stichparkgleises und dem Ende des ersten Stichparkgleises
erstreckt, um den zweiten Stichparkgleisförderer des ersten Stichparkgleises auszubilden,
und der Stetigförderer eine zweite Förderstrecke aufweist, in der sich das Fördermittel
entlang des zweiten Stichparkgleises zwischen der Übergabestelle des zweiten Stichparkgleises
und dem Ende des zweiten Stichparkgleises erstreckt, um den zweiten Stichparkgleisförderer
des zweiten Stichparkgleises auszubilden. Am Fördermittel des Stetigförderers sind
in Richtung des Fördermittels beabstandet voneinander ein erster und zweiter Mitnahmefinger
angeordnet , wobei der erste und zweite Mitnahmefinger jeweils zwischen einer ersten
Mitnahmefingerposition und einer zweiten Mitnahmefingerposition hin und her bewegbar
ist, wobei die Mitnahmefinger in der zweiten Mitnahmefingerposition in einer Querrichtung
quer zur Förderrichtung um einen Eingriffsabstand weiter vom Fördermittel abstehen
als in der ersten Mitnahmefingerposition. Der Abstand des ersten und zweiten Mitnahmefingers
am Fördermittel ist so gewählt, dass sich der erste Mitnahmefinger im Bereich der
Übergabestelle des ersten Stichparkgleises befindet oder sich an einem dem Zubringergleis
zugewandten Bereich des Stetigförderers in der Querrichtung zwischen dem ersten und
zweiten Stichparkgleis befindet, wenn sich der zweite Mitnahmefinger im Bereich des
Endes des zweiten Stichparkgleises befindet, und umgekehrt. Mit einer solchen Ausgestaltung
muss für das erste und zweite Stichparkgleis nur ein einziger Stetigförderer mit einem
Fördermittel vorgesehen sein. Das vereinfacht die Ausführung der Stichparkgleisgarage.
Nachdem nur ein Fördermittel gesteuert werden muss, kann die Stichparkgleisgarage
auch einfach und sicher betrieben werden.
[0011] Vorteilhaft ist, wenn zumindest einer der Mitnahmefinger ausgestaltet ist, so dass,
wenn sich die Mitnahmefinger in der zweiten Mitnahmefingerposition befindet, durch
den Mitnahmefinger eine auf den Mitnahmefinger wirkende Kraft in Richtung dem Ende
des Stichparkgleises aufnehmbar ist, um eine Mitnahmekraft in Richtung der Übergabestelle
des Stichparkgleises zu übertragen, und eine auf den Mitnahmefinger wirkende Kraft
in Richtung der Übergabestelle des Stichparkgleises den Mitnahmefinger von der zweiten
Mitnahmefingerposition, vorzugsweise translatorisch und/oder rotatorisch, in die erste
Mitnahmefingerposition bewegt.
[0012] Das ermöglicht eine rein passive Steuerung der Mitnahmefingerposition alleine durch
die Bewegung des Fördermittels.
[0013] Das lässt sich einfach realisieren, wenn der erste Mitnahmefinger und/oder der zweite
Mitnahmefinger zwischen der ersten Mitnahmefingerposition und der zweiten Mitnahmefingerposition
verschwenkbar am Fördermittel angeordnet ist und ein Verschwenken des ersten Mitnahmefingers
und/oder des zweiten Mitnahmefingers in Richtung des Endes des ersten oder zweiten
Stichparkgleises gesperrt ist und ein Verschwenken des ersten Mitnahmefingers und/oder
des zweiten Mitnahmefingers in Richtung der Übergabestelle des ersten oder zweiten
Stichparkgleises ermöglicht ist.
[0014] Die Steuerung der Mitnahmefingerposition kann in einer ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung
dadurch erzielt werden, indem im Bereich des Fördermittels, vorzugsweise im Bereich
des Endes des ersten Stichparkgleises und/oder des zweiten Stichparkgleises, eine
erste Schaltkulisse mit einer ersten Kulissenfläche angeordnet ist, wobei die erste
Kulissenfläche mit dem ersten oder dem zweiten Mitnahmefinger zusammenwirkt, wenn
sich der erste oder der zweite Mitnahmefinger im Bereich der ersten Kulissenfläche
befindet, um den ersten oder den zweiten Mitnahmefinger von der ersten Mitnahmefingerposition
in die zweite Mitnahmefingerposition zu bewegen, wenn sich der erste oder zweite Mitnahmefinger
mit dem Fördermittel an der ersten Kulissenfläche vorbeibewegt oder entlang bewegt.
Im Bereich des Endes zumindest des ersten Stichparkgleises und/oder des zweiten Stichparkgleises
kann ebenso eine zweite Schaltkulisse mit einer zweiten Kulissenfläche angeordnet
sein, wobei die zweite Kulissenfläche mit dem ersten oder dem zweiten Mitnahmefinger
zusammenwirkt, wenn sich der erste oder der zweite Mitnahmefinger im Bereich der zweiten
Kulissenfläche befindet, um den ersten oder den zweiten Mitnahmefinger von der zweiten
Mitnahmefingerposition in die erste Mitnahmefingerposition zu bewegen, wenn sich der
erste oder zweite Mitnahmefinger mit dem Fördermittel an der zweiten Kulissenfläche
vorbeibewegt oder entlang bewegt. Mit den Schaltkulissen kann die Mitnahmefingerposition
eingestellt werden, ohne dass der Mitnahmefinger an einem Seilbahnfahrzeug anschlägt.
[0015] Die gegenständliche Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 1
bis 7b näher erläutert, die beispielhaft, schematisch und nicht einschränkend vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung zeigen. Dabei zeigt
Fig.1 eine Seilbahnstation mit einer erfindungsgemäßen Stichparkgleisgarage,
Fig.2 ein Gehänge eines Seilbahnfahrzeugs,
Fig.3 eine erfindungsgemäße Stichparkgleisgarage mit einem Stetigförderer mit umlaufendem
Fördermittel,
Fig.4 und 5 erfindungsgemäße Stichparkgleisgaragen mit einem Stetigförderer mit nicht
umlaufendem Fördermittel,
Fig.6 eine Ausgestaltung eines Mitnahmefingers und
Fig.7a und 7b eine Kulissensteuerung zur Steuerung der Mitnahmefingerposition eines
Mitnahmefingers.
[0016] Fig.1 zeigt sehr schematisch eine Seilbahnstation 2 einer Umlaufseilbahn 1, beispielsweise
eine Tal- oder Bergstation. Die Umlaufseilbahn weist in der Regel zumindest eine weitere
Seilbahnstation auf, beispielsweise eine Berg- oder Talstation oder eine Mittelstation,
die in Fig.1 nicht dargestellt ist. Zwischen den Seilbahnstationen 2 läuft ein Förderseil
3 um, beispielsweise an Seilscheiben 4 in den Seilbahnstationen 2, wobei zumindest
eine Seilscheibe 4 durch einen Seilbahnantrieb 8 angetrieben ist. Am Förderseil 3
werden Seilbahnfahrzeuge 5, wie Gondeln oder Sessel, zwischen den Seilbahnstationen
2 befördert. In einer Seilbahnstation 2 werden die Seilbahnfahrzeuge 5 nach der Einfahrt
in die Seilbahnstation 2 in bekannter Weise vom Förderseil 3 abgekoppelt. Vor der
Ausfahrt aus der Seilbahnstation 2 werden die Seilbahnfahrzeuge 5 wieder mit dem Förderseil
3 gekoppelt. Zum Abkoppeln und Koppeln dienen Seilklemmen 33 an den Seilbahnfahrzeugen
5 (Fig.2). Zur Bewegung eines vom Förderseil 3 abgekoppelten Seilbahnfahrzeuges 5
in der Seilbahnstation 2 ist ein Stationsförderer 7, beispielsweise ein Reifenförderer
oder ein Stetigförderer, vorgesehen. In der Seilbahnstation 2 kann zumindest eine
Führungsschiene 6 vorgesehen sein, entlang der die Seilbahnfahrzeuge 5 in der Seilbahnstation
2 geführt werden.
[0017] Fig.2 zeigt beispielhaft ein Gehänge 30 eines Seilbahnfahrzeuges 5, mit dem das Seilbahnfahrzeug
5 auf der Strecke am Förderseil 3 hängt und in der Seilbahnstation 2 entlang Führungsschienen
6 bewegt wird. Das Gehänge 30 ist in bekannter Weise mit zumindest einer Gehängestange
38 mit einem Beförderungsmittel (nicht dargestellt) des Seilbahnfahrzeuges 5, wie
eine Kabine oder ein Sessel, verbunden. Am Gehänge 30 ist eine Seilklemme 33 angeordnet,
die das Förderseil 3 unter Wirkung einer Klemmenfeder 34 klemmen kann, und die über
eine Klemmenbetätigung 35 zum Öffnen mechanisch betätigt werden kann. Am Gehänge 30
ist auch zumindest eine Führungsrolle 31, 32 angeordnet, die in der Seilbahnstation
2 mit zumindest einer Führungsschiene 6 zusammenwirkt, um das Seilbahnfahrzeug 5 in
der Seilbahnstation 2 entlang der zumindest einen Führungsschiene 6 zu führen. Der
Stationsförderer 7 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Reifenförderer ausgeführt,
bei dem eine Mehrzahl von angetriebenen Reifen 37 in der Seilbahnstation 2 in Förderrichtung
hintereinander drehbar gelagert angeordnet sind. Die Reifen 37 wirken mit einem Reibbelag
36 am Gehänge 30 zusammen, um das vom Förderseil 3 abgekoppelte Seilbahnfahrzeug 5
durch die Drehung der Reifen 37, z.B. entlang der Führungsschiene 6, durch die Seilbahnstation
2 zu bewegen.
[0018] An der Umlaufseilbahn 1 ist auch eine Stichparkgleisgarage 10 für Seilbahnfahrzeuge
5 der Umlaufseilbahn 1 vorgesehen, in dem Seilbahnfahrzeuge 5 aufgenommen werden können.
Die Stichparkgleisgarage 10 ist in oder bei einer der Seilbahnstationen 2 der Umlaufseilbahn
1 angeordnet.
[0019] Die Stichparkgleisgarage 10 hat ein Zubringergleis 11 und ein erstes und ein zweites
mit dem Zubringergleis 11 verbundenes Stichparkgleis 13a, 13b, wobei das erste und
zweite Stichparkgleis 13a, 13b jeweils am dem Zubringergleis 11 abwandten Ende endet.
Ein Stichparkgleis 13a, 13b zweigt beispielsweise an einer Abzweigung 12 vom Zubringergleis
11 ab. Das erste und zweite Stichparkgleis 13a, 13b sind damit jeweils als Stumpfgleis
ausgeführt.
[0020] An einer Abzweigung 12 kann eine Weiche vorgesehen sein oder die Abzweigung 12 ist
als Weiche ausgeführt, um ein Stichparkgleis 13a, 13b mit dem Zubringergleis 11 zu
verbinden und je nach Stellung der Weiche, ein Seilbahnfahrzeug 5 vom Zubringergleis
11 auf ein Stichparkgleis 13a, 13b zu leiten oder weiter am Zubringergleis 11 zu führen.
[0021] Das Zubringergleis 11 ist mit dem Stationsförderer 7 in der Seilbahnstation 2 verbunden,
beispielsweise über eine Weiche 9, um ein Seilbahnfahrzeug 5 vom Stationsförderer
7 auf das Zubringergleis 11 überzuführen, oder umgekehrt.
[0022] Am Zubringergleis 11 ist ein Zubringergleisförderer 14 vorgesehen, um ein Seilbahnfahrzeug
5 entlang des Zubringergleises 11 zu bewegen, der Zubringergleisförderer 14 kann als
Reifenförderer (analog zur Ausführung in Fig.2), Stetigförderer oder anderer geeigneter
Förderer ausgeführt sein. Hierfür kann im Bereich des Zubringergleisförderers 14 auch
eine Führungsschiene für das Seilbahnfahrzeug 5 vorgesehen sein.
[0023] Am ersten und zweiten Stichparkgleis 13a, 13b ist jeweils ein erster Stichparkgleisförderer
14a, 14b vorgesehen, der sich jeweils vom Zubringergleis 11 bis zu einer jeweiligen
Übergabestelle 15a, 15b am ersten und zweiten Stichparkgleis 13a, 13b erstreckt. Am
ersten und zweiten Stichparkgleis 13a, 13b ist ferner jeweils ein zweiter Stichparkgleisförderer
16a, 16b vorgesehen, der sich jeweils von der Übergabestelle 15a, 15b bis in den Bereich
des Endes des ersten und zweiten Stichparkgleises 13a, 13b gegenüber der jeweiligen
Übergabestelle 15a, 15b erstreckt. Der erste Stichparkgleisförderer 14a, 14b und der
zweite Stichparkgleisförderer 16a, 16b überlappen sich im Bereich der Übergabestelle
15a, 15b am jeweiligen Stichparkgleis 13a, 13b. "Überlappen" bedeutet dabei, dass
im Überlappungsbereich ein Wechsel der Förderung eines Seilbahnfahrzeugs 5 vom ersten
Stichparkgleisförderer 14a, 14b auf den zweiten Stichparkgleisförderer 16a, 16b, oder
umgekehrt, erfolgt.
[0024] Der erste Stichparkgleisförderer 14a des ersten Stichparkgleises 13a und/oder der
zweite Stichparkgleisförderer 14b des zweiten Stichparkgleises 13b ist vorzugsweise
als Reifenförderer (analog zur Ausführung in Fig.2) ausgeführt, kann aber ebenso als
beliebig anderer geeigneter Förderer ausgeführt sein.
[0025] Im Bewegungsbereich eines Seilbahnfahrzeugs 5 in der Stichparkgleisgarage 10 kann
auch ein Führungselement, wie eine Führungsschiene 6 oder ein Führungsprofil, zur
Führung eines Seilbahnfahrzeugs 5 vorgesehen sein.
[0026] Das erste Stichparkgleis 13a und das zweite Stichparkgleis 13b sind vorzugsweise
parallel zu einander angeordnet, könnten aber je nach Ausführung der Stichparkgleisgarage
10 auch in einem Winkel zueinander angeordnet sein. Ein Stichparkgleis 13a, 13b muss
auch nicht zwingend gerade verlaufen wie in den Figuren dargestellt, sondern könnte
je nach Ausführung der Stichparkgleisgarage 10 auch Umlenkungen, beispielsweise eine
90° Kurve, aufweisen oder zumindest abschnittsweise kurvenförmig ausgeführt sein.
[0027] Ein Seilbahnfahrzeug 5 wird mit dem ersten Stichparkgleisförderer 14a, 14b und dem
zweiten Stichparkgleisförderer 16a, 16b auf dem jeweiligen Stichparkgleis 13a, 13b
bewegt.
[0028] Soweit deckt sich die erfindungsgemäße Stichparkgleisgarage 10 mit einer bekannten
Ausführung einer Stichparkgleisgarage, beispielsweise wie in
WO 2010/082125 A1 beschrieben. Im nachfolgenden wird die erfindungsgemäße Ausführung des zweiten Stichparkgleisförderers
16a des ersten Stichparkgleises 13a und des zweiten Stichparkgleisförderers 16b des
zweiten Stichparkgleises 13b erläutert.
[0029] Im Bereich des ersten Stichparkgleises 13a und des zweiten Stichparkgleises 13b ist
ein Stetigförderer 17 mit einem in zwei entgegengesetzten Förderrichtungen R (angedeutet
durch den Doppelpfeil in Fig.1) bewegbaren Fördermittel 18 vorgesehen. Die Förderrichtung
R ist jeweils in Richtung des Fördermittels 18. Als Stetigförderer 17 kommt beispielsweise
ein Kettenförderer mit einer Kette als Fördermittel 18 oder ein Bandförderer mit einem
Förderband als Fördermittel 18 in Frage.
[0030] Der Stetigförderer 17 hat vorzugsweise einen Antrieb 19 (angedeutet in Fig.1), um
das Fördermittel 18 in die beiden Förderrichtungen R zu bewegen. Der Antrieb 19 kann
beispielsweise als angetriebene Antriebsrolle ausgeführt sein, wie in Fig.1 angedeutet,
oder als angetriebenes Zahnrad im Falle eines Kettenförderers. Der Stetigförderer
17 könnte aber auch manuell bewegt werden.
[0031] In Fig.1 ist das Fördermittel 18 umlaufend in Form eines Endlosfördermittels ausgeführt,
also in Form eines geschlossenen Fördermittels 18. Hinlänglich bekannte Umlenkrollen
für das umlaufende Fördermittel 18 und/oder ein Führungsprofil, in dem das Fördermittel
18 geführt ist, sind in Fig.1 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
Das Fördermittel 18 muss aber nicht als Endlosfördermittel ausgeführt sein, wie weiter
unten noch ausgeführt wird.
[0032] In der Stichparkgleisgarage 10 können natürlich noch weitere Stichparkgleise vorgesehen
sein, wie in Fig.1 gestrichelt angedeutet, die aber auch anders als erfindungsgemäß
ausgeführt sein können.
[0033] Der Stetigförderer 17 weist eine erste Förderstrecke 20a auf, in der sich das Fördermittel
18 entlang des ersten Stichparkgleises 13a und zwischen der Übergabestelle 15a des
ersten Stichparkgleises 13a und dem Bereich des Endes des ersten Stichparkgleises
13a erstreckt, um den zweiten Stichparkgleisförderer 16a des ersten Stichparkgleises
13a auszubilden. Ebenso weist der Stetigförderer 17 eine zweite Förderstrecke 20b
auf, in der sich das Fördermittel 18 entlang des zweiten Stichparkgleises 13b und
zwischen der Übergabestelle 15b des zweiten Stichparkgleises 13b und dem Bereich des
Endes des zweiten Stichparkgleises 13b erstreckt, um den zweiten Stichparkgleisförderer
16b des zweiten Stichparkgleises 13b auszubilden.
[0034] Der Stetigförderer 17, konkret das Fördermittel 18 des Stetigförderers 17, bildet
damit in beiden Stichparkgleisen 13a, 13b den jeweiligen zweiten Stichparkgleisförderer
16a, 16b aus. Es ist daher nur ein einziges Fördermittel 18 für beide zweiten Stichparkgleisförderer
16a, 16b erforderlich und damit auch nur ein Antrieb und eine Steuerung für den Stetigförderer
17, was den Aufwand und die Kosten reduziert.
[0035] Eine Stichparkgleisgarage 10 hat damit vorzugsweise eine gerade Anzahl an Stichparkgleisen
13a, 13b, wobei jeweils ein Paar der Stichparkgleise 13a, 13b mit einem erfindungsgemäßen
Stetigförderer 17 kombiniert sind, um die jeweiligen zweiten Stichparkgleisförderer
16a, 16b auszubilden.
[0036] Am Fördermittel 18 des Stetigförderers 17 sind in Richtung des Fördermittels 18 beabstandet
voneinander ein erster Mitnahmefinger 21a und zweiter Mitnahmefinger 21b angeordnet.
Der erste und zweite Mitnahmefinger 21a, 21b ist am Fördermittel 18 jeweils zwischen
einer ersten Mitnahmefingerposition P1 und einer zweiten Mitnahmefingerposition P2
hin und her bewegbar angeordnet. Das hin und her Bewegen erfolgt vorzugsweise translatorisch
und/oder rotatorisch. Die Mitnahmefinger 21a, 21b stehen in der zweiten Mitnahmefingerposition
P2 in einer Querrichtung quer zur Förderrichtung R am Stichparkgleis 13a, 13b um einen
Eingriffsabstand A weiter vom Fördermittel 18 ab, als in der ersten Mitnahmefingerposition
P1. Der Eingriffsabstand A ist so gewählt, dass ein Mitnahmefinger 21a, 21b in der
zweiten Mitnahmefingerposition P2 in Eingriff mit einem Teil eines Seilbahnfahrzeugs
5, vorzugsweise einem Teil des Gehänges 30 des Seilbahnfahrzeugs 5, gebracht werden
kann, um das Seilbahnfahrzeug 5 bei Bewegung des Fördermittels 18 in einer bestimmten
Förderrichtung R mit dem Mitnahmefinger 21a, 21b mitzunehmen. In der ersten Mitnahmefingerposition
P1 kann kein Eingriff mit einem Seilbahnfahrzeug 5 hergestellt werden und der Mitnahmefinger
21a, 21b in der ersten Mitnahmefingerposition P1 ist wirkungslos. Das wird weiter
unten noch näher ausgeführt. Der Eingriffsabstand A ist dabei natürlich durch die
konkrete Ausführung der Stichparkgleisgarage 10 und der Seilbahnfahrzeug 5 vorgegeben
und bekannt.
[0037] Der Abstand des ersten und zweiten Mitnahmefingers 21a, 21b am Fördermittel 18 in
Richtung des Fördermittels 18, also in Förderrichtung R, ist so gewählt, dass sich
der erste Mitnahmefinger 21a im Bereich der Übergabestelle 15a des ersten Stichparkgleises
13a befindet, wenn sich der zweite Mitnahmefinger 21b im Bereich des Endes des zweiten
Stichparkgleises 13b befindet, und umgekehrt (in Fig.1 gestrichelt angedeutet). In
der anderen (umgekehrten) Anordnung befindet sich der zweite Mitnahmefinger 21b im
Bereich der Übergabestelle 15b des zweiten Stichparkgleises 13b, wenn sich der erste
Mitnahmefinger 21a im Bereich des Endes des ersten Stichparkgleises 13a befindet.
Wird das Fördermittel 18 in einer entsprechenden Förderrichtung R bewegt, dann bewegt
sich somit ein Mitnahmefinger 21a, 21b vom Bereich der Übergabestelle 15a, 15b in
Richtung des Endes des Stichparkgleises 13a, 13b und gleichzeitig der andere Mitnahmefinger
21a, 21b vom Ende des anderen Stichparkgleises 13a, 13b in Richtung der Übergabestelle
15a, 15b. Wird die Förderrichtung R umgekehrt, dann bewegen sich die Mitnahmefinger
21a, 21b mit dem Fördermittel 18 entgegengesetzt wieder zurück.
[0038] Alternativ kann das Fördermittel 18 in eine Stellung gebracht werden, in der zumindest
der sich an einem dem Zubringergleis 11 zugewandten Bereich des Stetigförderers 17
befindliche Mitnahmefinger 21a, 21b in einer Querrichtung quer zur Förderrichtung
R zwischen dem ersten und zweiten Stichparkgleis 13a, 13b positioniert wird, wie in
Fig.3 dargestellt. Hierbei bewegt sich ein Mitnahmefinger 21a, 21b etwas über die
Übergabestelle 15a, 15b hinaus in den Bereich zwischen den beiden Stichparkgleisen
13a, 13b. Der jeweils andere Mitnahmefinger 21a, 21b am Ende des jeweiligen Stichparkgleises
13a, 13b kann im Falle eines umlaufenden Fördermittels 18 dabei ebenfalls in Querrichtung
zwischen dem ersten und dem zweiten Stichparkgleis 13a, 13b positioniert werden, wie
in Fig.3. Im Falle eines nicht umlaufenden Fördermittels 18 wäre dieser Mitnahmefinger
21a, 21b am Ende des jeweiligen Stichparkgleises 13a, 13b angeordnet, wie in Fig.3
gestrichelt dargestellt.
[0039] Wie bereits erwähnt, muss das Fördermittel 18 nicht umlaufend als Endlosfördermittel
ausgeführt sein. In der Ausführung nach Fig.4 erstreckt sich das Fördermittel 18 des
Stetigförderers 17 in einer ersten Stellung S1 des Fördermittels 18 entlang des ersten
Stichparkgleises 13a und zwischen der Übergabestelle 15a des ersten Stichparkgleises
13a und dem Bereich des Endes des ersten Stichparkgleises 13a, um den zweiten Stichparkgleisförderer
16a des ersten Stichparkgleises 13a auszubilden. In einer zweiten Stellung S2 des
Fördermittels 18 erstreckt sich dasselbe Fördermittel 18 entlang des zweiten Stichparkgleises
13b und zwischen der Übergabestelle 15b des zweiten Stichparkgleises 13b und dem Bereich
des Endes des zweiten Stichparkgleises 13b (in Fig.4 gestrichelt angedeutet), um den
zweiten Stichparkgleisförderer 16b des zweiten Stichparkgleises 13b auszubilden. Der
Antrieb 19 des Stetigförderers 17 ist beispielsweise in Querrichtung zwischen den
beiden Stichparkgleisen 13a, 13b angeordnet. Das Fördermittel 18 ist beispielsweise
in einem Führungsprofil der Stichparkgleisgarage 10 geführt. Das Fördermittel 18 muss
in dieser Ausführung nur in etwa halb so lang sein, wie bei einem umlaufenen Fördermittel,
wodurch Kosten gespart werden können.
[0040] Um einen Mitnahmefinger 21a, 21b in einem Bereich in Querrichtung zwischen den Stichparkgleisen
13a, 13b zu positionieren, kann auch vorgesehen sein, dass das Fördermittel 18 im
Bereich der Übergabestelle 15a, 15b auf einem Stichparkgleis 13a, 13b in Richtung
des jeweils anderen Stichparkgleises 13a, 13b versetzt wird, wie in Fig.5 dargestellt.
Das kann natürlich auch bei einem umlaufenden Fördermittel 18 vorgesehen sein.
[0041] In einer Ausgestaltung mit nicht umlaufenden Fördermittel 18 wie in Fig.4 oder Fig.5
erstreckt sich das Fördermittel 18 nicht gleichzeitig entlang des ersten Stichparkgleises
13a und des zweiten Stichparkgleises 13b, zumindest nicht vollständig. Trotzdem bildet
das Fördermittel 18 den ersten Stichparkgleisförderer 16a und den zweiten Stichparkgleisförderer
16b aus, wenn auch nicht gleichzeitig.
[0042] Nachdem die Mitnahmefinger 13a, 13b am Fördermittel 18 angeordnet sind und mit dem
Fördermittel 18 mitbewegt werden und sich die Mitnahmefinger 21a, 21b in einer ersten
wirkungslosen Mitnahmefingerposition P1 und einer zweiten, die Mitnahme eines Seilbahnfahrzeugs
5 bewirkende Mitnahmefingerposition P2 befinden kann, kann es für das Entleeren und/oder
Garagieren von Seilbahnfahrzeugen 5 erforderlich sein, für einen Mitnahmefinger 21a,
21b gezielt eine der beiden Mitnahmefingerpositionen P1, P2 einzustellen. Hierfür
kann es erforderlich sein, zumindest einen der Mitnahmefinger 21a, 21b von der ersten
Mitnahmefingerposition P1 in die zweite Mitnahmefingerposition P2, oder umgekehrt,
zu bewegen.
[0043] Das kann in einer möglichen Ausgestaltung für ein Mitnahmefinger 21a, 21b mit einem
Mitnahmefingerantrieb am Fördermittel 18 erfolgen, um den Mitnahmefinger 21a, 21b
aktiv durch den Antrieb und gesteuert von der ersten Mitnahmefingerposition P1 in
die zweite Mitnahmefingerposition P2, oder umgekehrt, zu bewegen.
[0044] Ein Mitnahmefingerantrieb am Fördermittel 18 ist natürlich aufwendiger und schwieriger
zu realisieren. Daher ist es bevorzugt, einen Mitnahmefinger 21a, 21b passiv alleine
durch die Bewegung des Fördermittels 18 von der ersten Mitnahmefingerposition P1 in
die zweite Mitnahmefingerposition P2, oder umgekehrt, zu bewegen.
[0045] Um das zu erreichen, kann zumindest ein Mitnahmefinger 21a, 21b ausgestaltet sein,
so dass, wenn sich ein Mitnahmefinger 21a, 21b in der zweiten Mitnahmefingerposition
P2 befindet, durch diesen Mitnahmefinger 21a, 21b eine auf den Mitnahmefinger 21a,
21b wirkende Kraft Fw in Richtung dem Ende des Stichparkgleises 13a, 13b aufnehmbar
ist, um eine Mitnahmekraft F
M (als Reaktionskraft) in Richtung der Übergabestelle 15a, 15b des Stichparkgleises
13a, 13b zu übertragen, und eine auf diesen Mitnahmefinger 21a, 21b wirkende Kraft
Fw in Richtung der Übergabestelle 15a, 15b des Stichparkgleises 13a, 13b den Mitnahmefinger
21a, 21b von der zweiten Mitnahmefingerposition P2, vorzugsweise translatorisch und/oder
rotatorisch, in die erste Mitnahmefingerposition P1 bewegt. Eine solche Ausführung
eines Mitnahmefingers 21a, 21b wird nachfolgend mit Bezugnahme auf die Fig.6 erläutert.
[0046] In der Ausführung der Fig.6 ist das Fördermittel 18 als Kette ausgeführt, könnte
aber genauso als Band oder beliebig anders ausgeführt sein. In dieser Ausgestaltung
ist ein Mitnahmefinger 21a, 21b am Fördermittel 18 zwischen der ersten Mitnahmefingerposition
P1 und der zweiten Mitnahmefingerposition P2 verschwenkbar am Fördermittel 18 angeordnet.
In der dargestellten Ausführung ist der Mitnahmefinger 21a, 21b um einen Drehachse
22 schwenkbar angeordnet. Der Mitnahmefinger 21a, 21b hat zwei von der Drehachse 22
abstehende Arme 23a, 23b. In der zweiten Mitnahmefingerposition P2 (in Fig.6 dargestellt),
steht der erste Arm 23a in Querrichtung um den Eingriffsabstand A vom Fördermittel
18 ab und der zweite Arm 23b liegt am Fördermittel 18 an. Damit kann der Mitnahmefinger
21a, 21b ausgehend von der zweiten Mitnahmefingerposition P2 nur in eine Richtung
verschwenkt werden. Der Mitnahmefinger 21a, 21b kann eine auf die Mitnahmefinger 21a,
21b wirkende Kraft Fw in Richtung dem Ende des Stichparkgleises 13a, 13b (gegenüber
der Übergabestelle 15a, 15b) aufnehmen, weil der zweite Arm 23b am Fördermittel 18
anlieget und der Mitnahmefinger 21a, 21b in diese Richtung nicht verschwenkbar ist,
um eine Mitnahmekraft F
M (Reaktionskraft) in Richtung der Übergabestelle 15a, 15b des Stichparkgleises 13a,
13b zu übertragen. Durch die Mitnahmekraft Fnn in Richtung der Übergabestelle 15a,
15b kann das Seilbahnfahrzeug 5 mit dem Fördermittel 18 in Förderrichtung R in Richtung
der Übergabestelle 15a, 15b mitgenommen werden.
[0047] Wird das Fördermittel 18 in die entgegengesetzte Richtung in Richtung dem Ende des
Stichparkgleises 13a, 13b bewegt und kommt der Mitnahmefinger 21a, 21b dabei in Anlage
mit einem anderen Bauteil, insbesondere einem Seilbahnfahrzeug 5, dann kann der Mitnahmefinger
21a, 21b die entstehende auf den Mitnahmefinger 21a, 21b in Richtung der Übergabestelle
15a, 15b wirkenden Kraft Fw nicht aufnehmen und der Mitnahmefinger 21a, 21b verschwenkt
von der zweiten Mitnahmefingerposition P2 in die erste Mitnahmefingerposition P1 (in
Fig.6 gestrichelt angedeutet). Damit kann mit dem Mitnahmefinger 21a, 21b bei einer
Bewegung des Fördermittels 18 in Richtung dem Ende des Stichparkgleises 13a, 13b keine
Mitnahmekraft F
M in Richtung dem Ende des Stichparkgleises 13a, 13b übertragen werden und der Mitnahmefinger
21a, 21b ist wirkungslos.
[0048] Ein Mitnahmefinger 21a, 21b muss aber nicht zwingend schwenkbar am Fördermittel 18
angeordnet sein, sondern könnte beispielsweise auch translatorisch bewegbar angeordnet
sein, sodass der Mitnahmefinger 21a, 21b translatorisch von der ersten Mitnahmefingerposition
P1 in die zweite Mitnahmefingerposition P2 und umgekehrt bewegbar ist. Beispielsweise
könnte der Mitnahmefinger 21a, 21b durch eine auf den Mitnahmefinger 21a, 21b wirkende
Kraft Fw von der zweiten Mitnahmefingerposition P2 in die erste Mitnahmefingerposition
P1 geschoben werden. Auch eine kombinierte rotatorisch und translatorische Bewegung
des Mitnahmefingers 21a, 21b ist denkbar. Konstruktiv gibt es hierbei natürlich eine
Fülle von Möglichkeiten, um einen Mitnahmefinger 21a, 21b auszuführen.
[0049] Es ist auch möglich, zumindest einen Mitnahmefinger 21a, 21b durch ein Vorspannelement
24, wie beispielsweise eine Feder, selbsttätig von der ersten Mitnahmefingerposition
P1 in die zweite Mitnahmefingerposition P2 zu bewegen und durch das Vorspannelement
24 in der zweiten Mitnahmefingerposition P2 zu halten, wie in Fig.6 dargestellt. Der
Mitnahmefinger 21a, 21b ist damit gegen die Vorspannkraft des Vorspannelements 24
von der zweiten Mitnahmefingerposition P2 in die erste Mitnahmefingerposition P1 zu
bewegen.
[0050] Ein Mitnahmefinger 21a, 21b, der selbsttätig in der zweiten Mitnahmefingerposition
P2 gehalten wird, beispielsweise durch ein Vorspannelement 24, wird bei Bewegung des
Fördermittels 18 und bei Vorhandensein von Seilbahnfahrzeugen 5 an den Seilbahnfahrzeugen
5 beim Vorbeibewegen anschlagen, was einerseits Spuren am Seilbahnfahrzeug 5 hinterlassen
kann und andererseits auch eine Lärmquelle darstellt. Es ist aus diesen Gründen vorteilhaft,
wenn die Mitnahmefinger 21a, 21b nicht selbsttätig in der zweiten Mitnahmefingerposition
P2 gehalten werden. Das kann durch einen Mitnahmefingerantrieb am Fördermittel 18
erreicht werden, wie bereits oben erwähnt. Das kann aber auch durch einen externen
Mitnahmefingerantrieb 40, also einen Mitnahmefingerantrieb, der nicht am Fördermittel
18 selbst angeordnet ist, erreicht werden.
[0051] Ein solcher externer Mitnahmefingerantrieb 40 kann in Form einer ersten Schaltkulisse
41 realisiert sein, die im Bereich des Fördermittels 18, im Bereich des Endes des
ersten Stichparkgleises 13a und/oder des zweiten Stichparkgleises 13b, angeordnet
ist. Die erste Schaltkulisse 41 hat eine erste Kulissenfläche 43, wobei die erste
Kulissenfläche 43 mit einem Mitnahmefinger 21a, 21b zusammenwirkt, wenn sich der Mitnahmefinger
21a, 21b im Bereich der ersten Kulissenfläche 43 befindet, um den Mitnahmefinger 21a,
21b von der ersten Mitnahmefingerposition P1 in die zweite Mitnahmefingerposition
P2 zu bewegen, wenn sich der Mitnahmefinger 21a, 21b mit dem Fördermittel 18 an der
ersten Kulissenfläche 43 vorbeibewegt oder entlang bewegt. Zusätzlich oder alternativ
kann im Bereich des Fördermittels 18, beispielsweise im Bereich des Endes des ersten
Stichparkgleises 13a und/oder des zweiten Stichparkgleises 13b, eine zweite Schaltkulisse
42 mit einer zweiten Kulissenfläche 44 angeordnet sein. Die zweite Kulissenfläche
44 wirkt mit dem Mitnahmefinger 21a, 21b zusammenwirkt, wenn sich der Mitnahmefinger
21a, 21b im Bereich der zweiten Kulissenfläche 44 befindet, um den Mitnahmefinger
21a, 21b von der zweiten Mitnahmefingerposition P2 in die erste Mitnahmefingerposition
P1 zu bewegen, wenn sich der Mitnahmefinger 21a, 21b mit dem Fördermittel 18 an der
zweiten Kulissenfläche 44 vorbeibewegt oder entlang bewegt.
[0052] Eine mögliche Ausführung einer ersten und zweiten Schaltkulisse 41, 42 ist in den
Figuren 7a, 7b dargestellt.
[0053] In dieser Ausgestaltung ist das Fördermittel 18 als Förderkette ausgeführt, die in
einem Führungsprofil geführt ist. Das Fördermittel 18 ist hier nicht umlaufend ausgeführt.
Wobei das aber natürlich nicht zwingend sein muss.
[0054] Am Fördermittel 18 ist ein Mitnahmefinger 21a, 21b angeordnet. Der Mitnahmefinger
21a, 21b hat einen um eine Drehachse 22 verschwenkbar angeordneten Arm 23a. Der Arm
23a ist in der ersten Mitnahmefingerposition P1 (Fig.7a) eingeklappt und in der zweiten
Mitnahmefingerposition P2 (Fig.7b) ausgeklappt. In der zweiten Mitnahmefingerposition
P2 steht der Arm 23a an einem Bauteil des Mitnahmefingers 21a, 21b an und kann nicht
über die zweiten Mitnahmefingerposition P2 hinaus verschwenkt werden. Damit kann der
Mitnahmefinger 21a, 21b eine auf den Arm 23a des Mitnahmefingers 21a, 21b wirkenden
Kraft F
w aufnehmen und in Folge davon eine Mitnahmekraft F
M übertragen, wie oben zu Fig.6 erläutert. Eine in die entgegengesetzte wirkende Kraft
Fw würde den Arm 23a einklappen und in die erste Mitnahmefingerposition P1 bewegen,
wie oben zu Fig.6 erläutert. Der Arm 23a wird aber nicht durch ein Vorspannelement
24 in der zweiten Mitnahmefingerposition P2 gehalten, weshalb es bedarfsweise erforderlich
ist, einen in der ersten Mitnahmefingerposition P1 befindlichen Mitnahmefinger 21a,
21b mittels dem externen Mitnahmefingerantrieb 40 in die zweite Mitnahmefingerposition
P2 zu bewegen, oder umgekehrt. Hierfür sind die erste und zweite Schaltkulisse 41,
42 vorgesehen.
[0055] Die erste Schaltkulisse 41 umfasst eine erste Kulissenfläche 43, die mit einem Eingriffselement
45, wie einem Zapfen oder einer Rolle, am Mitnahmefinger 21a, 21b, in der gezeigten
Ausführung konkret am Arm 23a, zusammenwirkt. Wird ein in der ersten Mitnahmefingerposition
P1 befindlicher Mitnahmefinger 21a, 21b an der ersten Kulissenfläche vorbei oder entlang
bewegt, kommt das Eingriffselement 45 in Kontakt mit der ersten Kulissenfläche 43
Die erste Kulissenfläche 43 ist so angeordnet, hier schräg angeordnet, sodass der
Mitnahmefinger 21a, 21b von der ersten Mitnahmefingerposition P1 in die zweite Mitnahmefingerposition
P2 bewegt wird. In der gezeigten Ausgestaltung klappt der Arm 23a aus, wenn das Eingriffselement
45 an der ersten Kulissenfläche 43 vorbei oder entlang bewegt wird. Der Mitnahmefinger
21a, 21b in der zweiten Mitnahmefingerposition P2 kann in die entgegengesetzte Förderrichtung
R an der zweiten Kulissenfläche 43 vorbeibewegt werden.
[0056] Auch die zweite Schaltkulisse 42 ist mit einer schrägen zweiten Kulissenfläche 44
ausgeführt, wobei die zweite Kulissenfläche 44 mit dem Eingriffselement 45 am Mitnahmefinger
21a, 21b zusammenwirkt, wenn ein in der zweiten Mitnahmefingerposition P2 befindlicher
Mitnahmefinger 21a, 21b an der zweiten Kulissenfläche 43 vorbei oder entlang bewegt
wird. In der gezeigten Ausgestaltung klappt der Arm 23a ein, wenn das Eingriffselement
45 an der zweiten Kulissenfläche 44 vorbei oder entlang bewegt wird.
[0057] In der Ausgestaltung der Fig.7a und 7b sind beide Schaltkulissen 41, 42 vorgesehen
und in Förderrichtung R hintereinander angeordnet. Das ermöglicht die sichere Einnahme
entweder der ersten Mitnahmefingerposition P1 oder der zweiten Mitnahmefingerposition
P2. Hierfür sind mit dem Fördermittel 18 lediglich zwei verschiedene Haltepositionen
H1, H2 anzufahren. In der ersten Halteposition H1 wird sicher die erste Mitnahmefingerposition
P1 eingenommen und in der zweiten Halteposition sicher die zweiten Mitnahmefingerposition
P2. Die Haltepositionen könne aber natürlich auch getauscht werden.
[0058] Damit in einer solchen Ausführung die erste Kulissenfläche 43 die entgegengesetzte
Bewegung des Mitnahmefingers 21a, 21b in der ersten Mitnahmefingerposition P1 aus
der ersten Halteposition H1 nicht sperrt, kann die erste Kulissenfläche 43 schwenkbar
angeordnet sein (wie in Fig.7a, 7b gestrichelt angedeutet) oder anderweitig aus dem
Fahrbereich des Mitnahmefingers 21a, 21b in der ersten Mitnahmefingerposition P2 gebracht
werden.
[0059] Eine Ausgestaltung mit nicht umlaufenden Fördermittel 18 (wie in Fig.4 oder Fig.5)
führt zu einer Stichparkgleisgarage 10 für Seilbahnfahrzeuge 5 mit einem Zubringergleis
11 und einem ersten und einem zweiten mit dem Zubringergleis 11 verbundenen Stichparkgleis
13a, 13b, wobei das erste Stichparkgleis 13a und zweite Stichparkgleis 13b jeweils
am dem Zubringergleis 11 abwandten Ende endet, wobei am ersten und zweiten Stichparkgleis
13a, 13b jeweils ein erster Stichparkgleisförderer 14a, 14b vorgesehen ist, der sich
jeweils vom Zubringergleis 11 bis zu einer Übergabestelle 15a, 15b am ersten und zweiten
Stichparkgleis 13a, 13b erstreckt. Am ersten und zweiten Stichparkgleis 13a, 13b ist
jeweils ein zweiter Stichparkgleisförderer 16a, 16b vorgesehen ist, der sich jeweils
von der Übergabestelle 15a, 15b bis zum Ende des ersten und zweiten Stichparkgleises
13a, 13b erstreckt, wobei sich der erste Stichparkgleisförderer 14a, 14b und der zweite
Stichparkgleisförderer 16a, 16b jedes Stichparkgleises 13a, 13b im Bereich der Übergabestelle
15a, 15b überlappen. Im Bereich des ersten und zweiten Stichparkgleises 13a, 13b ist
ein Stetigförderer 17 mit einem in zwei Förderrichtungen bewegbaren Fördermittel 18
vorgesehen. Der Stetigförderer 17 weist eine erste Förderstrecke 20a auf, in der sich
das Fördermittel 18 in einer ersten Stellung S1 des Fördermittels 18 entlang des ersten
Stichparkgleises 13a zwischen der Übergabestelle 15a des ersten Stichparkgleises 13a
und dem Ende des ersten Stichparkgleises 13a erstreckt, um den zweiten Stichparkgleisförderer
16a des ersten Stichparkgleises 13a auszubilden. Der Stetigförderer 17 weist eine
zweite Förderstrecke 20b auf, in der sich das Fördermittel 18 in einer zweiten Stellung
S2 des Fördermittels 18 entlang des zweiten Stichparkgleises 13b zwischen der Übergabestelle
15b des zweiten Stichparkgleises 13b und dem Ende des zweiten Stichparkgleises 13b
erstreckt, um den zweiten Stichparkgleisförderer 16b des zweiten Stichparkgleises
13b auszubilden. Am Fördermittel 18 des Stetigförderers 17 sind in Richtung des Fördermittels
18 beabstandet voneinander ein erster und zweiter Mitnahmefinger 21a, 21b angeordnet,
wobei der erste und zweite Mitnahmefinger 21a, 21b jeweils zwischen einer ersten Mitnahmefingerposition
P1 und einer zweiten Mitnahmefingerposition P2 hin und her bewegbar sind. Ein Mitnahmefinger
21a, 21b steht in der zweiten Mitnahmefingerposition P2 um einen Eingriffsabstand
A weiter vom Fördermittel 18 ab als in der ersten Mitnahmefingerposition P1. Der Abstand
des ersten und zweiten Mitnahmefingers 21a, 21b am Fördermittel 18 ist so gewählt,
dass sich der erste Mitnahmefinger 21a im Bereich der Übergabestelle 15a des ersten
Stichparkgleises 13a oder sich an einem dem Zubringergleis 11 zugewandten Bereich
des Stetigförderers 17 in einer Querrichtung quer zur Förderrichtung R zwischen dem
ersten und zweiten Stichparkgleis 13a, 13b befindet, wenn sich der zweite Mitnahmefinger
21b im Bereich des Endes des zweiten Stichparkgleises 13b befindet, und umgekehrt.
Wenn sich die Mitnahmefinger 21a, 21b in der zweiten Mitnahmefingerposition P2 befinden,
ist durch die Mitnahmefinger 21a, 21b vorzugsweise eine auf die Mitnahmefinger 21a,
21b wirkende Kraft Fw in Richtung dem Ende des Stichparkgleises 13a, 13b aufnehmbar,
um eine Mitnahmekraft Fnn in Richtung der Übergabestelle 15a, 15b des Stichparkgleises
13a, 13b zu übertragen, und eine auf die Mitnahmefinger 21a, 21b wirkende Kraft Fw
in Richtung der Übergabestelle 15a, 15b des Stichparkgleises 13a, 13b die Mitnahmefinger
21a, 21b von der zweiten Mitnahmefingerposition P2 in die erste Mitnahmefingerposition
P1 bewegt.
[0060] Die Ausgestaltung mit nicht umlaufenden Fördermittel 18 kann daneben auch die gleichen
Merkmale aufweisen wie eine Ausgestaltung mit umlaufenden Fördermittel 18.
[0061] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der zweiten Stichparkgleisförderers 16a, 16b mit
einem Fördermittels 18 (umlaufend oder nicht umlaufend) mit den Mitnahmefinger 21a,
21b ermöglicht ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Entleeren von Seilbahnfahrzeugen
5 aus der Stichparkgleisgarage 10 oder zum Garagieren von Seilbahnfahrzeugen 5 in
die Stichparkgleisgarage 10, wie nachfolgend erläutert wird.
[0062] Beim Entleeren wird davon ausgegangen, dass auf dem ersten und/oder zweiten Stichparkgleis
13a, 13b Seilbahnfahrzeuge 5 nebeneinander aufgereiht sind, wie in Fig.1 am ersten
Stichparkgleis 13a angedeutet. Der erste Mitnahmefinger 21a wird im Bereich des Endes
des ersten Stichparkgleises 13a positioniert, beispielsweise über den Antrieb 19 des
Stetigförderers 17 oder manuell, wodurch der zweite Mitnahmefinger 21b am zweiten
Stichparkgleis 13b im Bereich der Übergabestelle 15b des zweiten Stichparkgleises
13b positioniert wird. Alternativ kann der zweiten Mitnahmefinger 21b im dem Zubringergleis
11 zugewandten Bereich des Stetigförderers 17 in einer Querrichtung quer zur Förderrichtung
R zwischen dem ersten und zweiten Stichparkgleis positioniert werden. Der erste Mitnahmefinger
21a befindet sich in der zweiten Mitnahmefingerposition P2 und steht damit um den
Eingriffsabstand A vom Fördermittel 18 ab. Von dieser Ausgangslage aus, wird der erste
Mitnahmefinger 21a mit dem Fördermittel 18 in einer ersten Förderrichtung R vom Bereich
des Endes des ersten Stichparkgleises 13a in Richtung der Übergabestelle 15a des ersten
Stichparkgleises 13a bewegt, beispielsweise über den Antrieb 19 des Stetigförderers
17 oder manuell. Der vom Fördermittel 18 abstehende erste Mitnahmefinger 21a kommt
dabei in Eingriff mit einem Teil eines Seilbahnfahrzeuges 5, das sich am nähersten
zum Ende des ersten Stichparkgleises 13a befindet. Dadurch nimmt der erste Mitnahmefinger
21a das Seilbahnfahrzeug 5 bei entsprechender Bewegung des Fördermittels 18 in Richtung
der Übergabestelle 15a am ersten Stichparkgleis 13a mit, wodurch das am ersten Mitnahmefinger
21a anliegende Seilbahnfahrzeug 5, und auch alle in Richtung der Übergabestelle 15a
davor befindlichen Seilbahnfahrzeuge 5, in Richtung der Übergabestelle 15a am ersten
Stichparkgleis 13a geschoben wird. An der ersten Übergabestelle 15a kommt jedes Seilbahnfahrzeug
5 am ersten Stichparkgleis 13a in Eingriff mit dem ersten Stichparkgleisförderer 14a
des ersten Stichparkgleises 13a und jedes Seilbahnfahrzeug 5 am ersten Stichparkgleis
13a wird von der Übergabestelle 15a am ersten Stichparkgleis 13a mit dem ersten Stichparkgleisförderer
in Richtung des Zubringergleises 11 bewegt. Auf diese Weise werden die Seilbahnfahrzeuge
5 am ersten Stichparkgleis 13a auf das Zubringergleis 11 bewegt, wo die Seilbahnfahrzeuge
5 mit dem Zubringergleisförderer 14 weiter zur Umlaufseilbahn 1 bewegt werden können.
Das ist natürlich auch möglich, wenn nicht das gesamten erste Stichparkgleis 13a mit
Seilbahnfahrzeugen 5 gefüllt sind und wenn nur ein einziges Seilbahnfahrzeug 5 am
ersten Stichparkgleis 13a geparkt ist.
[0063] Durch die Entleerung des ersten Stichparkgleises 13a aufgrund der Bewegung des Fördermittels
18 in die erste Förderrichtung R bewegt sich der zweite Mitnahmefinger 21b am zweiten
Stichparkgleis 13b gleichzeitig in die entgegengesetzte Richtung in Richtung dem Ende
des zweiten Stichparkgleises 13b und wird damit im Bereich des Endes des zweiten Stichparkgleises
13b positioniert. Der erste Mitnahmefinger 21a ist dabei im Bereich der Übergabestelle
15a des ersten Stichparkgleises 13a oder in Querrichtung zwischen den beiden Stichparkgleisen
13a, 13b.
[0064] Um das zu ermöglichen, ist der zweite Mitnahmefinger 21b entweder vor der Bewegung
in die erste Mitnahmefingerposition P1 zu bringen, beispielsweise mit einem Mitnahmefingerantrieb
am Fördermittel 18, oder der zweite Mitnahmefinger 21b nimmt selbsttätig die erste
Mitnahmefingerposition P1 ein, wenn der zweite Mitnahmefinger 21b während der Bewegung
an einem Seilbahnfahrzeug 5 im zweiten Stichparkgleis 13b anschlägt. Das funktioniert
auch dann, wenn ein Vorspannmittel 24 vorgesehen ist, das den zweiten Mitnahmefinger
21b immer wieder in die zweite Mitnahmefingerposition P2 zurückbewegt.
[0065] Das ist beispielsweise dadurch möglich, weil der zweite Mitnahmefinger 21a, 21b keine
Mitnahmekraft F
M in Richtung dem Ende des zweiten Stichparkgleises 13b überragen kann. Kommt der zweite
Mitnahmefinger 21b in Eingriff mit einem Seilbahnfahrzeug 5 am zweiten Stichparkgleise
13b wirkt die Kraft Fw auf den zweiten Mitnahmefinger 21b, die den zweiten Mitnahmefinger
21b von der zweiten Mitnahmefingerposition P2 in die ersten Mitnahmefingerposition
P1 bewegt.
[0066] Nun kann die Förderrichtung R des Fördermittels 18 umgekehrt werden, sodass sich
das Fördermittel 18 in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Damit wiederholt sich
das Entleeren in analoger Weise am zweiten Stichparkgleis 13b.
[0067] Zum Garagieren von Seilbahnfahrzeugen 5 in einer Stichparkgleisgarage 10 wird der
erste Mitnahmefinger 21a im Bereich des Endes des ersten Stichparkgleises 13a positioniert,
wodurch der zweite Mitnahmefinger 21b im Bereich der Übergabestelle 15b des zweiten
Stichparkgleises 13b positioniert wird. Damit Seilbahnfahrzeuge 5 am im Bereich der
Übergabestelle 15b angeordneten Mitnahmefinger 21b vorbeibewegt werden kann, ist sicherzustellen,
dass sich der zweite Mitnahmefinger 21b am Fördermittel 18 in der ersten Mitnahmefingerposition
P1 befindet. Hierzu kann der zweite Mitnahmefinger 21b gegebenenfalls von der zweiten
Mitnahmefingerposition P2 in die erste Mitnahmefingerposition P1 gebracht werden.
Nach einem vorhergehenden Entleeren wird sich der zweite Mitnahmefinger 21b üblicherweise
in der zweiten Mitnahmefingerposition P2 befinden. Alternativ kann der zweite Mitnahmefinger
21b im dem Zubringergleis 11 zugewandten Bereich des Stetigförderers 17 in einer Querrichtung
quer zur Förderrichtung F zwischen dem ersten Stichparkgleis 13a und zweiten Stichparkgleis
13b positioniert werden. In diesem Fall spielt es für das Garagieren keine Rolle,
in welche Mitnahmefingerposition sich der zweite Mitnahmefinger 21b befindet, weil
durch die Lage des Mitnahmefingers 21b Seilbahnfahrzeuge ohnehin vorbeibewegt werden
können. Das Garagieren kann natürlich auch mit umgekehrt angeordneten Mitnahmefingern
erfolgen, also mit dem zweiten Mitnahmefinger 21b am Ende des zweiten Stichparkgleises
und mit dem ersten Mitnahmefinger 21a im Bereich der Übergabestelle 15a am ersten
Stichparkgleis 13a oder in Querrichtung zwischen erstem Stichparkgleis 13a und zweiten
Stichparkgleis 13b.
[0068] Nun werden Seilbahnfahrzeuge 5 mit dem ersten Stichparkgleisförderer 14a des ersten
Stichparkgleises 13a und/oder mit dem ersten Stichparkgleisförderer 14b des zweiten
Stichparkgleises 13b vom Zubringergleis 11 zur Übergabestelle 15a am ersten Stichparkgleis
13a und/oder zur Übergabestelle 15b des zweiten Stichparkgleises 13b bewegt. Die Seilbahnfahrzeuge
5 werden beispielsweise mit dem Zubringergleisförderer 14 aus der Umlaufseilbahn 1
ausgeschleust. Die Seilbahnfahrzeuge 5 werden mit dem ersten Stichparkgleisförderer
14a des ersten Stichparkgleises 13a und/oder mit dem ersten Stichparkgleisförderer
14b des zweiten Stichparkgleises 13b in Richtung der ersten Übergabestelle 15a und/oder
in Richtung der zweiten Übergabestelle 15b und von dort weiter auf das erste Stichparkgleis
13a und/oder das zweite Stichparkgleis 13b bewegt. Die zweiten Stichparkgleisförderer
16a, 16b sind beim Garagieren vorzugsweise inaktiv, d.h., dass das Fördermittel 18
nicht bewegt werden muss. Die Seilbahnfahrzeuge 5 werden vom jeweiligen ersten Stichparkgleisförderer
14a, 14b oder auch manuell in Richtung den Enden der Stichparkgleise 13a, 13b geschoben.
Die Befüllung der Stichparkgleise 13a, 13b mit Seilbahnfahrzeugen 5 kann damit mit
den ersten Stichparkgleisförderern 14a, 14b oder manuell erfolgen. Alternativ könnte
aber zum Garagieren auch ein eigener Förderer zum Bewegen der Seilbahnfahrzeuge 5
von der jeweiligen Übergabestelle 15a, 15b am Stichparkgleis 13a, 13b in Richtung
dem Ende des jeweiligen Stichparkgleises 13a, 13b vorgesehen sein.
[0069] Beim Garagieren müssen die beiden Stichparkgleise 13a, 13b nicht vollständig mit
Seilbahnfahrzeugen 5 gefüllt werden. Es kann auch nur ein einziges Seilbahnfahrzeug
auf einem Stichparkgleis 13a, 13b geparkt werden.
1. Stichparkgleisgarage für Seilbahnfahrzeuge (5) mit einem Zubringergleis (11), das
mit einem ersten Stichparkgleis (13a) und einem zweiten Stichparkgleis (13b) verbunden
ist, wobei das erste Stichparkgleis (13a) und das zweite Stichparkgleis (13b) jeweils
am dem Zubringergleis (11) abwandten Ende endet, wobei am ersten Stichparkgleis (13a)
und zweiten Stichparkgleis (13b) jeweils ein erster Stichparkgleisförderer (14a, 14b)
vorgesehen ist, der sich jeweils vom Zubringergleis (11) bis zu einer Übergabestelle
(15a, 15b) am ersten Stichparkgleis (13a) und zweiten Stichparkgleis (13b) erstreckt
und am ersten Stichparkgleis (13a) und zweiten Stichparkgleis (13b) jeweils ein zweiter
Stichparkgleisförderer (16a, 16b) vorgesehen ist, der sich jeweils von der Übergabestelle
(15a, 15b) bis zum Ende des ersten Stichparkgleises (13a) und zweiten Stichparkgleises
(13b) erstreckt, wobei sich der erste Stichparkgleisförderer (14a, 14b) und der zweite
Stichparkgleisförderer (16a, 16b) jedes Stichparkgleises (13a, 13b) im Bereich der
Übergabestelle (15a, 15b) überlappen, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des ersten Stichparkgleises (13a) und zweiten Stichparkgleises (13b) ein
Stetigförderer (17) mit einem in zwei Förderrichtungen (R) bewegbaren Fördermittel
(18) vorgesehen ist, wobei der Stetigförderer (17) eine erste Förderstrecke (20a)
aufweist, in der sich das Fördermittel (18) entlang des ersten Stichparkgleises (13a)
zwischen der Übergabestelle (15a) des ersten Stichparkgleises (13a) und dem Ende des
ersten Stichparkgleises (13a) erstreckt, um den zweiten Stichparkgleisförderer (16a)
des ersten Stichparkgleises (13a) auszubilden, und der Stetigförderer (17) eine zweite
Förderstrecke (20b) aufweist, in der sich das Fördermittel (18) entlang des zweiten
Stichparkgleises (13b) zwischen der Übergabestelle (15b) des zweiten Stichparkgleises
(13b) und dem Ende des zweiten Stichparkgleises (13b) erstreckt, um den zweiten Stichparkgleisförderer
(16b) des zweiten Stichparkgleises (13b) auszubilden, dass am Fördermittel (18) des Stetigförderers (17) in Richtung des Fördermittels (18)
beabstandet voneinander ein erster Mitnahmefinger (21a) und zweiter Mitnahmefinger
(21b) angeordnet sind, wobei der erste Mitnahmefinger (21a) und zweite Mitnahmefinger
(21b) jeweils zwischen einer ersten Mitnahmefingerposition (P1) und einer zweiten
Mitnahmefingerposition (P2) hin und her bewegbar ist, wobei die Mitnahmefinger (21a,
21b) in der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) in einer Querrichtung quer zur Förderrichtung
(R) um einen Eingriffsabstand (A) weiter vom Fördermittel (18) abstehen als in der
ersten Mitnahmefingerposition (P1), und dass der Abstand des ersten Mitnahmefingers (21a) und zweiten Mitnahmefingers (21b) in
Förderrichtung (R) am Fördermittel (18) so gewählt ist, dass sich der erste Mitnahmefinger
(21a) im Bereich der Übergabestelle (15a) des ersten Stichparkgleises (13a) befindet
oder sich an einem dem Zubringergleis (11) zugewandten Bereich des Stetigförderers
(17) in der Querrichtung zwischen dem ersten Stichparkgleis (13a) und zweiten Stichparkgleis
(13b) befindet, wenn sich der zweite Mitnahmefinger (21b) im Bereich des Endes des
zweiten Stichparkgleises (13b) befindet, und umgekehrt.
2. Stichparkgleisgarage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Mitnahmefinger (21a, 21b) translatorisch und/oder rotatorisch
von der ersten Mitnahmefingerposition (P1) in die zweite Mitnahmefingerposition (P2),
und umgekehrt, bewegbar ist.
3. Stichparkgleisgarage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Mitnahmefinger (21a, 21b) mit einem Mitnahmefingerantrieb am
Fördermittel (18) oder in der Stichparkgleisgarage (10) von der ersten Mitnahmefingerposition
(P1) in die zweite Mitnahmefingerposition (P2), und umgekehrt, bewegbar ist.
4. Stichparkgleisgarage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Mitnahmefinger (21a, 21b) ausgestaltet ist, so dass, wenn sich
der Mitnahmefinger (21a, 21b) in der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) befindet,
durch den Mitnahmefinger (21a, 21b) eine auf den Mitnahmefinger (21a, 21b) wirkende
Kraft (Fw) in Richtung dem Ende des Stichparkgleises (13a, 13b) aufnehmbar ist, um
eine Mitnahmekraft (FM) in Richtung der Übergabestelle (15a, 15b) des Stichparkgleises (13a, 13b) zu übertragen,
und eine auf den Mitnahmefinger (21a, 21b) wirkende Kraft (Fw) in Richtung der Übergabestelle
(15a, 15b) des Stichparkgleises (13a, 13b) den Mitnahmefinger (21a, 21b) von der zweiten
Mitnahmefingerposition (P2), vorzugsweise translatorisch und/oder rotatorisch, in
die erste Mitnahmefingerposition (P1) bewegt.
5. Stichparkgleisgarage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Mitnahmefinger (21a, 21b) zwischen der ersten Mitnahmefingerposition
(P1) und der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) verschwenkbar am Fördermittel (18)
angeordnet ist und ein Verschwenken des Mitnahmefingers (21a, 21b) in Richtung des
Endes des Stichparkgleises (13a, 13b) gesperrt ist und ein Verschwenken des Mitnahmefingers
(21a, 21b) in Richtung der Übergabestelle (15a, 15b) ermöglicht ist.
6. Stichparkgleisgarage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Fördermittels (18), vorzugsweise im Bereich des Endes des ersten Stichparkgleises
(13a) und/oder des zweiten Stichparkgleises (13b), eine erste Schaltkulisse (41) mit
einer ersten Kulissenfläche (43) angeordnet ist, wobei die erste Kulissenfläche (43)
mit dem zumindest einen Mitnahmefinger (21a, 21b) zusammenwirkt, wenn sich der Mitnahmefinger
(21a, 21b) im Bereich der ersten Kulissenfläche (43) befindet, um den Mitnahmefinger
(21a, 21b) von der ersten Mitnahmefingerposition (P1) in die zweite Mitnahmefingerposition
(P2) zu bewegen, wenn sich der Mitnahmefinger (21a, 21b) mit dem Fördermittel (18)
an der ersten Kulissenfläche (43) vorbeibewegt oder entlang bewegt.
7. Stichparkgleisgarage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Fördermittels (18), vorzugsweise im Bereich des Endes des ersten Stichparkgleises
(13a) und/oder des zweiten Stichparkgleises (13b), eine zweite Schaltkulisse (42)
mit einer zweiten Kulissenfläche (44) angeordnet ist, wobei die zweite Kulissenfläche
(44) mit dem zumindest einen Mitnahmefinger (21a, 21b) zusammenwirkt, wenn sich der
Mitnahmefinger (21a, 21b) im Bereich der zweiten Kulissenfläche (44) befindet, um
den Mitnahmefinger (21a, 21b) von der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) in die erste
Mitnahmefingerposition (P1) zu bewegen, wenn sich der Mitnahmefinger (21a, 21b) mit
dem Fördermittel (18) an der zweiten Kulissenfläche (44) vorbeibewegt oder entlang
bewegt.
8. Stichparkgleisgarage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Fördermittel (18) ein Vorspannelement (24) vorgesehen ist, das den ersten Mitnahmefinger
(21a) oder den zweiten Mitnahmefinger (21b) selbsttätig in der zweiten Mitnahmefingerposition
(P2) hält und der erste Mitnahmefinger (21a) oder der zweite Mitnahmefinger (21b)
durch Überwinden der Wirkung des Vorspannelements (24) von der zweiten Mitnahmefingerposition
(P2) in die erste Mitnahmefingerposition (P1) bewegbar ist.
9. Stichparkgleisgarage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Stetigförderer (17) ein Förderantrieb (19) vorgesehen ist, um das Fördermittel
(18) in einer ersten Förderrichtung und einer entgegengesetzten zweiten Förderrichtung
anzutreiben.
10. Stichparkgleisgarage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Stichparkgleisförderer (14a) des ersten Stichparkgleises (13a) und/oder
der erste Stichparkgleisförderer (14b) des zweiten Stichparkgleises (13b) als Reifenförderer
ausgeführt ist.
11. Verfahren zum Entleeren von Seilbahnfahrzeugen (5) aus einer Stichparkgleisgarage
(10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei in der Stichparkgleisgarage (10) auf
dem ersten Stichparkgleis (13a) und zweiten Stichparkgleis (13b) Seilbahnfahrzeuge
(5) nebeneinander aufgereiht sind, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mitnahmefinger (21a) in der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) im Bereich
des Endes des ersten Stichparkgleises (13a) positioniert wird, wodurch der zweite
Mitnahmefinger (21b) im Bereich der Übergabestelle (15b) des zweiten Stichparkgleises
(13b) oder im dem Zubringergleis (11) zugewandten Bereich des Stetigförderers (17)
in einer Querrichtung quer zur Förderrichtung (R) zwischen dem ersten Stichparkgleis
(13a) und zweiten Stichparkgleis (13b) positioniert wird, und der erste Mitnahmefinger
(21a) in der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) mit dem Fördermittel (18) in einer
ersten Förderrichtung vom Bereich des Endes des ersten Stichparkgleises (13a) in Richtung
der Übergabestelle (15a) des ersten Stichparkgleises (13a) bewegt wird, wodurch der
erste Mitnahmefinger (21a) in der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) an einem Teil
eines Seilbahnfahrzeuges (5), das sich am nähersten zum Ende des ersten Stichparkgleises
(13a) befindet, angelegt wird und der erste Mitnahmefinger (21a) dieses Seilbahnfahrzeug
(5) mitnimmt und in Richtung der Übergabestelle (15a) am ersten Stichparkgleis (13a)
schiebt, wodurch alle Seilbahnfahrzeuge (5) am ersten Stichparkgleis (13a) in Richtung
der Übergabestelle (15a) am ersten Stichparkgleis (13a) geschoben werden, wo jedes
Seilbahnfahrzeug (5) in Eingriff mit dem ersten Stichparkgleisförderer (14a) des ersten
Stichparkgleises (13a) gelangt und jedes Seilbahnfahrzeug (5) am ersten Stichparkgleis
(13a) von der Übergabestelle (15a) am ersten Stichparkgleis (13a) mit dem ersten Stichparkgleisförderer
(14a) des ersten Stichparkgleises (13a)in Richtung des Zubringergleises (11) bewegt
wird und dass durch die Entleerung des ersten Stichparkgleises (13a) gleichzeitig der zweite Mitnahmefinger
(21b) im Bereich des Endes des zweiten Stichparkgleises (13b) positioniert wird und
sich in der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) befindet oder in die zweite Mitnahmefingerposition
(P2) gebracht wird, und der zweite Mitnahmefinger (21b) in der zweiten Mitnahmefingerposition
(P2) mit dem Fördermittel (18) in einer entgegengesetzten zweiten Förderrichtung vom
Bereich des Endes des zweiten Stichparkgleises (13b) in Richtung der Übergabestelle
(15b) des zweiten Stichparkgleises (13b) bewegt wird, wodurch der zweite Mitnahmefinger
(21b) in der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) an einem Teil eines Seilbahnfahrzeuges
(5), das sich am nähersten zum Ende des zweiten Stichparkgleises (13b) befindet, angelegt
wird und der zweite Mitnahmefinger (21b) dieses Seilbahnfahrzeug (5) mitnimmt und
in Richtung der Übergabestelle (15b) am zweiten Stichparkgleis (13b) schiebt, wodurch
alle Seilbahnfahrzeug (5) am zweiten Stichparkgleis (13b) in Richtung der Übergabestelle
(15b) am zweiten Stichparkgleis (13b) geschoben werden, wo jedes Seilbahnfahrzeug
(5) in Eingriff mit dem ersten Stichparkgleisförderer (14b) des zweiten Stichparkgleises
(13b) gelangt und jedes Seilbahnfahrzeug (5) am zweiten Stichparkgleis (13b) von der
Übergabestelle (15b) am zweiten Stichparkgleis (13b) mit dem ersten Stichparkgleisförderer
(14b) des zweiten Stichparkgleises (13b) in Richtung des Zubringergleises (11) bewegt
wird.
12. Verfahren zum Garagieren von Seilbahnfahrzeugen (5) in einer Stichparkgleisgarage
(10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mitnahmefinger (21a) im Bereich des Endes des ersten Stichparkgleises (13a)
positioniert wird, wodurch der zweite Mitnahmefinger (21b) im Bereich der Übergabestelle
(15b) des zweiten Stichparkgleises (13b) positioniert wird und der zweite Mitnahmefinger
(21b) am Fördermittel (18) von der zweiten Mitnahmefingerposition (P2) in die erste
Mitnahmefingerposition (P1) gebracht wird oder der zweite Mitnahmefinger (21b) im
dem Zubringergleis (11) zugewandten Bereich des Stetigförderers (17) in einer Querrichtung
quer zur Förderrichtung (R) zwischen dem ersten Stichparkgleis (13a) und zweiten Stichparkgleis
(13b) positioniert wird, oder umgekehrt, und dass Seilbahnfahrzeuge (5) mit dem ersten Stichparkgleisförderer (14a) des ersten Stichparkgleises
(13a) und/oder mit dem ersten Stichparkgleisförderer (14b) des zweiten Stichparkgleises
(13b) vom Zubringergleis (11) zur Übergabestelle (15a) am ersten Stichparkgleis (13a)
und/oder der Übergabestelle (15b) des zweiten Stichparkgleises (13b) und von dort
weiter auf das erste Stichparkgleis (13a) und/oder das zweite Stichparkgleis (13b)
bewegt werden.
13. Verfahren zum Garagieren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilbahnfahrzeuge (5) mit dem ersten Stichparkgleisförderer (14a) des ersten
Stichparkgleises (13a) und/oder mit dem ersten Stichparkgleisförderer (14b) des zweiten
Stichparkgleises (13b) in das erste Stichparkgleis (13a) und/oder das zweite Stichparkgleis
(13b) geschoben werden.
14. Seilbahn mit zumindest einer Seilbahnstation (2), einer Mehrzahl von Seilbahnfahrzeugen
(5) und einer Stichparkgleisanlage (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zum Garagieren
von zumindest einem der Mehrzahl der Seilbahnfahrzeuge (5).