Technisches Gebiet
[0001] Folgender Gegenstand ist von der Erfindung umfasst: Ein Verfahren zum Ermitteln einer
Wagenreihung eines spurgeführten Fahrzeugverbandes von Fahrzeugen. Ferner ist folgender
Gegenstand von der Erfindung umfasst: Eine Telematikeinrichtung für ein Fahrzeug.
Ferner ist folgender Gegenstand von der Erfindung umfasst: Ein Registrierungsgerät
für die Registrierung eines Fahrzeugs. Ferner ist folgender Gegenstand von der Erfindung
umfasst: Ein Identifizierungsgerät zur Identifizierung eines Benutzenden an einem
Fahrzeug. Ferner ist folgender Gegenstand von der Erfindung umfasst: Ein Computerprogramm,
umfassend Programmbefehle. Ferner ist folgender Gegenstand von der Erfindung umfasst:
Ein Computerlesbares Speichermedium.
Technischer Hintergrund
[0002] Gemäß dem Stand der Technik ist es bekannt, dass nach dem Zusammenstellen von Güterzügen
Zuglisten der einzelnen Fahrzeuge (Güterwagen und gegebenenfalls mindestens eine Lokomotive)
erstellt werden. Nach jeder erstmaligen Zusammenstellung eines Zugverbandes ist eine
wagentechnische Untersuchung aller Fahrzeuge nötig, um etwaige Schäden oder z. B.
Beladungsfehler an den Fahrzeugen festzustellen. Diese muss von beiden Seiten der
Fahrzeuge erfolgen. Die Untersuchung erfolgt normalerweise, indem eine Person (Benutzender)
jeden einzelnen Wagen beginnend am Zuganfang oder am Zugende inspiziert und anschließend
auf der anderen Seite des Zuges den Zug in der umgekehrten Richtung abschreitet.
[0003] Für das Erfassen der Zugliste sind bisher folgende Verfahren bekannt
- Manuelle Erfassung durch Aufschreiben auf Papier
- Einscannen oder Fotografieren von Wagenkennungen am Fahrzeug mit einem entsprechenden
Hilfsgerät
- Manuelles Eingeben der Wagenkennungen in eine Applikation eines mitgeführten Geräts
- elektronisches Einlesen von am Fahrzeug angebrachten elektronischen IDs mit entsprechendem
Hilfsgerät.
[0004] Diese Verfahren ist mit einem gewissen Aufwand verbunden und außerdem fehleranfällig.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die beschriebenen Probleme im Stand der
Technik zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe, dass ein Verfahren zum Ermitteln,
eine Telematikeinrichtung für ein Fahrzeug, ein Registrierungsgerät und ein Aktivierungsgerät
derart weitergebildet wird, dass eine für das Personal komfortable Ermittlung der
Wagenreihung ermöglicht wird und zudem eine vergleichsweise funktionssichere Ausführung
der Erfassung ermöglicht werden kann.
[0006] Beschrieben wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ein Verfahren zum Ermitteln
einer Wagenreihung eines spurgeführten Fahrzeugverbandes von Fahrzeugen (definiert
vorzugsweise durch die Wagenkennungen der Fahrzeuge des Fahrzeugverbandes sowie deren
Reihenfolge im Fahrzeugverband), bei dem in einem Registrierungsvorgang Wagenkennungen
von jedem der Fahrzeuge in der Reihenfolge der Wagenreihung nacheinander mit einem
Registrierungsgerät rechnergestützt berührungslos erfasst werden.
[0007] Rechnergestützt oder computerimplementiert ist eine Vorrichtung, wenn diese mindestens
einen Computer oder Prozessor aufweist, oder ein Verfahren, wenn mindestens ein Computer
oder Prozessor mindestens einen Verfahrensschritt des Verfahrens ausführt.
[0008] Eine Rechenumgebung ist eine IT-Infrastruktur, bestehend aus Komponenten wie Prozessoren,
Speichereinheiten, Programmen und aus mit den Programmen zu verarbeitenden Daten,
die zur Ausführung mindestens einer Applikation, die eine Aufgabe zu erfüllen hat,
verwendet werden. Die IT-Infrastruktur kann auch aus einem Netzwerk der genannten
Komponenten bestehen.
Computer sind elektronische Geräte mit
[0009] Datenverarbeitungseigenschaften. Computer können beispielsweise Clients, Server,
Handheld-Computer, Kommunikationsgeräte und andere elektronische Geräte zur Datenverarbeitung
sein, die Prozessoren und Speichereinheiten aufweisen können und über Schnittstellen
auch zu einem Netzwerk zusammengeschlossen sein können.
[0010] Prozessoren können beispielsweise Wandler, Sensoren zur Erzeugung von Messsignalen
oder elektronische Schaltungen sein. Bei einem Prozessor kann es sich um einen Hauptprozessor
(engl. Central Processing Unit, CPU), einen Mikroprozessor, einen Mikrocontroller,
oder einen digitalen Signalprozessor, möglicherweise in Kombination mit einer Speichereinheit
zum Speichern von Programmbefehlen und Daten handeln. Auch kann unter einem Prozessor
ein virtualisierter Prozessor oder eine Soft-CPU verstanden werden.
[0011] Speichereinheiten können als computerlesbarer Speicher in Form eines Arbeitsspeichers
(engl. Random-Access Memory, RAM) oder Datenspeichers (Festplatte oder Datenträger)
ausgeführt sein.
[0012] Programmmodule sind einzelne Software-Funktionseinheiten, die einen erfindungsgemäßen
Programmablauf von Verfahrensschritten ermöglichen. Diese Software-Funktionseinheiten
können in einem einzigen Computerprogramm oder in mehreren miteinander kommunizierenden
Computerprogrammen verwirklicht sein. Die hierbei realisierten Schnittstellen können
softwaretechnisch innerhalb eines einzigen Prozessors umgesetzt sein oder hardwaretechnisch,
wenn mehrere Prozessoren zum Einsatz kommen.
[0013] Schnittstellen können hardwaretechnisch, beispielsweise kabelgebunden oder als Funkverbindung,
oder softwaretechnisch, beispielsweise als Interaktion zwischen einzelnen Programmmodulen
eines oder mehrerer Computerprogramme, realisiert sein.
[0014] Zur Vermeidung von Missverständnissen sei an dieser Stelle angemerkt, dass einzelne
Anspruchsmerkmale mit kleinen lateinischen Buchstaben durchnummeriert werden, ohne
dass dabei Rücksicht auf die Anspruchsnummerierung genommen wird. Dies bedeutet, dass
jeder Buchstabe im gesamten Anspruchssatz nur einmal vorkommt, was eine eindeutige
Adressierung der betreffenden Anspruchsmerkmale ohne Nennung der Anspruchsnummer ermöglicht.
Deswegen kommt der Reihenfolge der Buchstaben jedoch keine Bedeutung zu.
[0015] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass
a) ein Aktivierungsgerät einen jeweiligen Registrierungsschritt des Registrierungsvorgangs
in jedem der Fahrzeuge auslöst, bei dem die Wagenkennung des betreffenden Fahrzeugs
(enthalten in einem gesendeten Erkennungssignal) mit einem Sendegerät an das Registrierungsgerät
übertragen wird (das Aktivierungsgerät ist vorzugsweise jeweils Teil des Fahrzeugs
und ermöglicht die Aktivierung z. B. mit Tastschalter oder drahtlos durch Handschuh
des Bedienenden bei Annäherung an das Fahrzeug),
b) zusammen mit der Wagenkennung für jedes Fahrzeug auch der Zeitpunkt der Erfassung
der Wagenkennung in dem Registrierungsgerät abgespeichert wird,
f) ein erstes Ergebnis der Wagenreihung festgelegt wird, indem nach Erfassung aller
Fahrzeuge die Wagenkennungen in der zeitlichen Reihenfolge der Zeitpunkte der Erfassung
sortiert werden.
[0016] Das hier beschriebene Verfahren stellt eine Alternative zu den bisher bekannten Verfahren
dar und ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das verwendete Equipment, das die
Rechenumgebung zur Verfügung stellt, auch für spätere sicherheitstechnische Überprüfungen,
z. B. eine Bremsprobe, verwendet werden kann.
[0017] Stattet man das Fahrzeug mit einem Telematikgerät aus, welches per Funk Informationen
beispielsweise an eine zentrale Stelle (z. B. an einen Computer), und dort an ein
Registrierungsgerät übermitteln kann, muss bekannt sein, von welchem Fahrzeug diese
Information stammt. Durch geeignete Maßnahmen, z. B. GPS oder Funk, können alle diese
Geräte eine hinreichend genaue interne Uhrzeit, typischerweise eine UTC Zeit (Universal
Time Coordinated) ermitteln. Alternativ reicht eine zentral ermittelte Uhrzeit im
Registrierungsgerät, sodass den eingehenden Wagenkennungen ein Eingangszeitpunkt zugeordnet
werden kann. Die Uhrzeit stellt eine absolute Zeit dar, alternativ kann aber genauso
(in den Telematikeinrichtungen oder im Registrierungsgerät) eine relative Zeit, die
von einem beliebigen Startzeitpunkt, insbesondere aber dem Starzeitpunkt des Registrierungsvorganges
läuft, gemessen werden (entsprechend der Funktion einer Stoppuhr). Zum Zweck der Registrierung
werden erfindungsgemäß die Wagenkennungen, insbesondere die standardisierten und eindeutigen
UIC-Nummern der Fahrzeuge, an das Registrierungsgerät übertragen (UIC bedeutet Union
Internationale des Chemins de fe).
[0018] Außerdem wird der Zeitpunkt abgespeichert, zu dem die Wagenkennung erfasst wurde.
Da die Person die Fahrzeuge in der Reihenfolge des Fahrzeugverbandes abschreitet,
lässt erfindungsgemäß der Zeitpunkt der Registrierung der Fahrzeuge einen direkten
Rückschluss auf deren Reihenfolge im Fahrzeugverband zu.
[0019] Der Zeitpunkt kann durch einen Zeitmesser im Fahrzeug, beispielsweise in dem Telematikgerät,
oder auch durch einen Zeitmesser in dem Registrierungsgerät, zum Zeitpunkt der Übertragung
der Wagenkennung des Fahrzeugs erfasst werden. Auch kann ein externes Zeitsignal durch
eines der an dem Verfahren beteiligten Geräte der Rechenumgebung empfangen und gegebenenfalls
zwecks Speicherung z. B. per Funk übertragen werden.
[0020] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass bei Fahrzeugen, die mit einem Telematikgerät
ausgestattet sind, die zur Verfügung stehende Computerinfrastruktur auch dazu genutzt
werden kann, auf komfortablem und vergleichsweise sicherem Weg die Wagenreihung zu
ermitteln. Hierbei wird die Anforderung ausgenutzt, dass eine Person den zusammengestellten
Wagenverband abschreiten muss, um die technische Kontrolle durchzuführen. Jedes Mal,
wenn diese Person eines der Fahrzeuge passiert, wird die Registrierung dieses Fahrzeugs
in einem Registrierungsschritt initiiert, wobei die Person hierbei lediglich manuell
eine Aktivierung vornehmen muss oder die Annäherung der Person an das betreffende
Fahrzeug die Aktivierung automatisch bewirkt.
[0021] Wie im Folgenden anhand von Varianten der Erfindung noch näher erläutert wird, kann
die Erfassung durch weitere Maßnahmen noch sicherer und komfortabler gemacht werden.
[0022] Beschrieben wird gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung eine Telematikeinrichtung
für ein Fahrzeug, in dem eine Wagenkennung für das Fahrzeug abgespeichert ist.
[0023] Diese Telematikeinrichtung ist mit anderen Worten geeignet, in ein Fahrzeug eingebaut
zu werden, damit dieses zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens eingerichtet
werden kann. Die Telematikeinrichtung kann hierbei aus einem oder mehreren Geräten
bestehen und ist als Teil der Rechenumgebung aufzufassen, welche zur Durchführung
des oben beschriebenen Verfahrens zur Verfügung gestellt werden muss.
[0024] Gemäß diesem Aspekt ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Telematikeinrichtung
f) eingerichtet ist, gemäß Schritt a) aktiviert zu werden,
g) ein Sendegerät aufweist, das eingerichtet ist, gemäß Schritt a) eine Wagenkennung
des Fahrzeugs an ein Registrierungsgerät zu übertragen.
[0025] Durch die Einrichtung der Telematikeinrichtungen der zu erfassenden Fahrzeuge dahingehend,
dass diese insbesondere den Schritt a) durchführen können, lässt sich das erfindungsgemäße
Verfahren durch die Telematikeinrichtungen umsetzen, wobei die obenstehend erläuterten
Vorteile erreicht werden.
[0026] Beschrieben wird gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Registrierungsgerät
für die Registrierung eines Fahrzeugs.
[0027] Das Registrierungsgerät bildet ebenfalls einen Teil der Rechenumgebung, die zur Anwendung
des oben genannten Verfahrens eingerichtet werden kann. Das Registrierungsgerät befindet
sich außerhalb der Fahrzeuge und kann beispielsweise Teil einer Leitzentrale oder
auch ein durch Mitarbeitende mitgeführtes Gerät sein.
[0028] Gemäß diesem Aspekt ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass dieses Registrierungsgerät
eingerichtet ist, h) übertragene Wagenkennungen von Fahrzeugen gemäß Schritt a) nach
Anspruch 1 abzuspeichern,
i) auf die Erfassung der Wagenkennungen gerichtete Zeitpunkte gemäß Schritt b) nach
Anspruch 1 abzuspeichern.
[0029] Durch die Einrichtung des Registrierungsgerätes dahingehend, dass dieses insbesondere
am Schritt a) des erfindungsgemäßen Verfahrens beteiligt werden kann, lassen sich
die obenstehend bereits erläuterten Vorteile erreichen.
[0030] Beschrieben wird gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Identifizierungsgerät
zur Identifizierung eines Benutzenden an einem Fahrzeug.
[0031] Das Identifizierungsgerät bildet ebenfalls einen Teil der Rechenumgebung, die zur
Anwendung des oben beschriebenen Verfahrens eingerichtet werden kann. Das Identifizierungsgerät
ist dafür ausgelegt, durch Benutzende mitgeführt zu werden.
[0032] Erfindungsgemäß ist gemäß diesem Aspekt vorgesehen, dass dieses eingerichtet ist,
bei einer Annäherung an ein erstes Empfangsgerät gemäß Anspruch 2 ein Identifizierungssignal,
enthaltend eine Identifizierungskennung, an dieses zu senden. Entscheidend ist dabei,
dass das Identifizierungsgerät seine Identifizierungskennung an das Aktivierungsgerät
des Fahrzeugs überträgt, damit diese später zusammen mit der Wagenkennung an das Registrierungsgerät
übertragen werden kann.
[0033] Wie bereits beschrieben, stellt das Identifizierungsgerät bei einer Anwendung im
Rahmen des oben erläuterten Verfahrens sicher, dass alle Fahrzeuge eines Fahrzeugverbandes
nur bei Vorliegen der Identifizierung registriert werden können. Die damit verbundenen
Vorteile sind vorstehend bereits erläutert worden.
[0034] Beschrieben wird gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Computerprogramm umfassend
Programmbefehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer diesen
dazu veranlassen, das Verfahren nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auszuführen.
[0035] Gemäß der Erfindung wird somit ein Programmmodule enthaltendes Computerprogrammprodukt
mit Programmbefehlen beschrieben, wobei die Programmmodule auf demselben oder mehreren
Prozessoren laufen können. Mittels des Computerprogrammproduktes, das ein Computerprogramm
oder mehrere Computerprogramme umfassen kann, sind jeweils das erfindungsgemäße Verfahren
und/oder dessen Ausführungsbeispiele ausführbar und mit der Ausführung werden die
vorstehend beschriebenen Vorteile erreicht.
[0036] Beschrieben wird gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Computerlesbares Speichermedium,
auf dem das Computerprogrammprodukt nach dem letzten voranstehenden Anspruch gespeichert
ist.
[0037] Darüber hinaus wird somit eine Bereitstellungsvorrichtung zum Speichern und/oder
Bereitstellen des Computerprogramms in Form eines computerlesbaren Speichermediums
beschrieben. Die Bereitstellungsvorrichtung ist beispielsweise eine Speichereinheit,
die das Computerprogramm speichert und zum Abruf bereitstellt. Alternativ oder zusätzlich
ist die Bereitstellungsvorrichtung ein Netzwerkdienst, ein Computersystem, ein Serversystem,
insbesondere ein verteiltes, beispielsweise cloudbasiertes Computersystem oder virtuelles
Rechnersystem, welches das Computerprogramm auf einem computerlesbaren Speichermedium
speichert und vorzugsweise in Form eines Datenstroms bereitstellt.
[0038] Die Bereitstellung erfolgt in Form von Programmmodule beschreibenden Programmdatensätzen
als Datei, insbesondere als Downloaddatei, oder als Datenstrom, insbesondere als Downloaddatenstrom,
des Computerprogramms. Das Computerprogramm wird beispielsweise unter Verwendung der
Bereitstellungsvorrichtung in eine Rechenumgebung übertragen, sodass das erfindungsgemäße
Verfahren in einer Recheninstanz oder mehreren Recheninstanzen dieser Rechenumgebung
zur Ausführung gebracht werden kann.
Allgemeine Ausführungsbeispiele der Erfindung
[0039] Weiterbildungen der Erfindung beschreibende Varianten werden nachfolgend ohne Beschränkung
des grundlegenden Gedankens der Erfindung erläutert.
[0040] Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt,
dass das erste Sendegerät zum Senden der Wagenkennung dadurch veranlasst wird, dass
dieses bei einer Annäherung eines Identifikationsgerätes an eines der Aktivierungsgeräte
am Fahrzeug durch Empfangen eines Indentifizierungssignals (vorzugsweise verbunden
mit einer Identifizierungskennung) mit einem ersten Empfangsgerät (welches, wie dargestellt,
nahe dem Aktivierungsgerät angeordnet ist oderr, nicht dargestellt, in dieses integriert
ist) aktiviert wird. Zusätzlich kann vorgesehen werden, dass als zweite Voraussetzung
für die Aktivierung des Sendegerätes eine Aktivierungshandlung erforderlich ist, zum
Beispiel das Drücken einer Taste am Fahrzeug (hierzu im Folgenden noch mehr).
[0041] Sobald sich Mitarbeitende, die mit der Aufgabe betraut sind, den Fahrzeugverband
abzuschreiten, einem bestimmten Fahrzeug nähern, gelangen diese in die Reichweite
für eine Übertragung zwischen dem Identifikationsgerät und dem Fahrzeug, vorzugsweise
dem im Fahrzeug verbauten Aktivierungsgerät. Hierdurch kann eine Verbindung aufgebaut
und die Identifikationskennung vom Identifikationsgerät an das Aktivierungsgerät übertragen
werden. Nur dann ist die anschließende Übertragung der Wagenkennung des Fahrzeugs
und der Identifikationskennung sowie des mit der Übertragung verbundenen Zeitpunktes
möglich. Zusätzlich kann die Übertragung von einer bewussten Handlung des Personals,
beispielsweise einer manuellen Bedienung des Aktivierungsgerätes oder der Verwendung
einer App auf dem Identifizierungsgerät abhängig gemacht werden, um versehentliche
Fehlauslösungen zu verhindern.
[0042] Die Reichweite für eine Identifizierung kann vorteilhaft so gering gewählt werden,
dass immer nur ein Aufbau einer Aktivierungsschnittstelle zu dem gerade untersuchten
Fahrzeug möglich ist. Die Reichweite kann vorzugsweise weniger als 1 m betragen. Hierdurch
wird vorteilhaft sowohl die Aktivierung der Aktivierungsschnittstelle zwischen Fahrzeugen
eines Fahrzeugverbandes in einer falschen Reihenfolge verhindert als auch in vielen
Fällen die Aktivierung der Aktivierungsschnittstelle zu Fahrzeugen eines anderen Fahrzeugverbandes
verhindert.
[0043] Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass eine Übertragung nur erlaubt wird,
wenn vorher die Identifizierung im Fahrzeug erfolgte. Hierbei ist es wesentlich, dass
die Identifizierung mittels des Identifizierungsgerätes individuell möglich ist, d.
h., dass andere Identifizierungsgeräte von dem im Augenblick verwendeten Identifizierungsgerät
unterscheidbar sind. Dies lässt sich durch eine Identifizierungskennung erreichen,
die das Identifizierungsgerät eindeutig erkennbar macht. Bei der Identifizierungskennung
handelt es sich somit nicht um die vorstehend bereits beschriebene Wagenkennung der
Fahrzeuge, die die Fahrzeuge identifizierbar machen soll, sondern um eine mit dem
Identifizierungsgerät verknüpfte, die der Unterscheidbarkeit wegen auch im Folgenden
als Identifizierungskennung bezeichnet wird.
[0044] Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt,
dass das Registrierungsgerät den Registrierungsvorgang nicht abschließt, bevor die
Erfassung aller Fahrzeuge des Fahrzeugverbandes ein zweites Mal erfolgt ist und ein
zweites Ergebnis der Wagenreihung festgelegt wurde.
[0045] Bei dieser Variante wird der Umstand genutzt, dass Mitarbeitende, die einen Fahrzeugverband
zu überprüfen haben, diesen immer auf beiden Seiten in Augenschein nehmen. Deswegen
ist es vorteilhaft möglich, ohne einen Zeitverzug hinnehmen zu müssen, die Erfassung
der Wagenreihung zweimal hintereinander (im Falle nur eines Mitarbeitenden) oder zeitlich
parallel (im Falle von zwei Mitarbeitenden) vorzunehmen. Hierdurch entsteht Redundanz
bei der Erfassung der Wagenreihung, mit anderen Worten entstehen zwei Ergebnisse,
nämlich ein erstes Ergebnis und ein zweites Ergebnis, mit dem Inhalt der ermittelten
Wagenreihung. Denkbar wäre es zur Erzeugung von Redundanz auch, dass die Wagenreihung
zweimal hintereinander auf derselben Seite vorgenommen wird.
[0046] Der Vorteil einer redundanten Erfassung der Wagenreihung liegt dahin, dass das erste
Ergebnis mit dem zweiten Ergebnis verglichen werden kann, um Fehler aufzudecken (Hierzu
im Folgenden noch mehr). Dies erhöht die Funktionssicherheit des Verfahrens.
[0047] Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt,
dass nach der jeweils zweiten Erfassung aller Fahrzeuge die Wagenreihung erneut festgelegt
wird, indem die Wagenkennungen in der umgekehrten zeitlichen Reihenfolge der Zeitpunkte
der Erfassung sortiert werden.
[0048] Diese Variante ist geeignet, wenn, wie oben bereits erläutert, dass Abschreiten des
Fahrzeugverbandes durch eine einzige Person erfolgt, die die eine Seite des Fahrzeugverbandes
auf dem Hinweg und die andere Seite desselben auf dem Rückweg inspiziert. In diesem
Fall entsteht vorteilhaft durch die zweimalige Erfassung der Wagenreihung kein Zeitverlust,
da die Person aus Gründen der beidseitigen Inspektion des Fahrzeugverbandes ohnehin
den Fahrzeugverband in voller Länge zweimal abschreiten muss.
[0049] Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt,
dass das Fahrzeug am Ende der Wagenreihung bestimmt wird, indem diejenige Wagenkennung
ermittelt wird, die in der zeitlichen Reihenfolge der Zeitpunkte der Erfassung zweimal
direkt hintereinander auftritt.
[0050] Diese Variante der Erfindung ist geeignet, wenn Mitarbeitende den Fahrzeugverband
zunächst in die eine Richtung abschreiten, den Fahrzeugverband am Ende umlaufen und
den Fahrzeugverband anschließend in die entgegengesetzte Richtung abschreiten. Hierbei
wird der Wagen am Ende des Fahrzeugverbandes zweimal hintereinander eingelesen, einmal
auf der einen Seite und gleich danach auf der anderen Seite. Dies kann durch Auswertung
der Erfassungszeitpunkte, der Sendezeitpunkte oder der Empfangszeitpunkte der Wagenkennungen
ermittelt werden, wodurch der letzte Wagen eindeutig bestimmt werden kann. Durch Ermittlung
des Wagens am Ende des Fahrzeugverbandes kann auch bestimmt werden, welche Wagenkennungen
in aufsteigender Reihenfolge des Erfassungszeitpunktes und welche Wagenkennungen in
absteigender Reihenfolge des Erfassungszeitpunktes sortiert werden müssen, um eine
redundante Erfassung (d. h. ein erstes Ergebnis und ein zweites Ergebnis, die identisch
sein müssen) zu erzeugen.
[0051] Sollte bei dieser Variante keine Wagenkennung vorliegen, die zweimal hintereinander
erfasst wurde, so lässt dies den Rückschluss auf einen vorliegenden Fehler zu. Dieser
kann beispielsweise darin bestehen, dass das betreffende letzte Fahrzeug nur einmal
erfasst wurde oder dass die Erfassungszeitpunkte nicht stimmen.
[0052] Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt,
dass für die Erfassung der Wagenreihung zur Festlegung des ersten Ergebnisses an jedem
Fahrzeug erste Aktivierungsgeräte und für die Erfassung der Wagenreihung zur Festlegung
des zweiten Ergebnisses an jedem Fahrzeug zweite Aktivierungsgeräte zum Einsatz kommen,
wobei die ersten Aktivierungsgeräte auf der jeweiligen einen Seite der Fahrzeuge und
die zweiten Aktivierungsgeräte auf der jeweiligen anderen Seite der Fahrzeuge angebracht
sind.
[0053] Durch die Anordnung von Aktivierungsgeräten auf beiden Seiten der Fahrzeuge wird
sichergestellt, dass die redundante Aktivierung der Sendegeräte pro Fahrzeug einmal
von der einen Seite und danach von der anderen Seite her erfolgt. Dies stellt sicher,
dass ein Abschreiten des Fahrzeugverbandes auf jeder Seite erfolgt sein muss. Das
Sendegerät kann so ausgelegt sein, dass es, nachdem es durch das Aktivierungsgerät
auf der einen Seite aktiviert wurde, nur noch auf der anderen Seite erneut aktiviert
werden kann Das Sendegerät immer aktiv ist, kann alternativ das Registrierungsgerät
so ausgelegt sein, dass es die Sendehandlungen des Sendegerätes jeder Seite voneinander
unterscheiden kann. Basierend auf dieser Prüfung kann die Aktivierung somit erlaubt
oder unterbunden werden, wobei in letzterem Falle vorzugsweise auch eine Fehlermeldung
ausgegeben werden kann. Eine alternative Möglichkeit besteht darin, dass im Registrierungsgerät
geprüft wird, ob zuerst das eine Aktivierungsgerät und dann das andere Aktivierungsgerät
benutzt wurde. Dies setzt allerdings voraus, dass die Aktivierungsgeräte voneinander
unterscheidbar sind, indem diese vorzugsweise eine Aktivierungskennung versenden.
Eine Aktivierungskennung muss eine Unterscheidung der beiden Aktivierungsgeräte in
jedem Fahrzeug gewährleisten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in einem Fahrzeug
nicht vorhersagbar ist, welches der beiden Aktivierungsgeräte zuerst zum Einsatz kommt.
Dies hängt davon ab, auf welcher Seite des Fahrzeugverbandes ein Mitarbeitender anfängt,
diesen abzuschreiten. Wichtig ist also nur, dass nach der Aktivierung durch das eine
Aktivierungsgerät irgendwann auch die Aktivierung durch das andere durch das andere
Aktivierungsgerät erfolgt.
[0054] Durch Begrenzen der Reichweite einer Aktivierungsschnittstelle auf höchstens 1 m,
wie vorstehend bereits erläutert, kann vorteilhaft verhindert werden, dass durch ein
Identifizierungsgerät versehentlich das Aktivierungsgerät auf der gegenüberliegenden
Seite eines Fahrzeugs aktiviert wird, wenn sich Mitarbeitende auf der zu prüfenden
Seite des Fahrzeugs demselben nähern. Hierdurch ist eine zusätzliche Funktionssicherheit
für das erfindungsgemäße Verfahren bzw. den Betrieb der erfindungsgemäßen Geräte gewährleistet.
[0055] Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt,
dass (vorzugsweise durch das Registrierungsgerät) für die festgelegte Wagenreihung
ein Plausibilitätstest durchgeführt wird, bei dem
d) das erste Ergebnis der Wagenreihung mit dem zweiten Ergebnis der Wagenreihung verglichen
wird,
e) nur, wenn das erste Ergebnis mit dem zweiten Ergebnis übereinstimmt, das (resultierende)
Ergebnis für eine Weiterverarbeitung freigegeben wird.
[0056] Das Vergleichen des ersten Ergebnisses und des zweiten Ergebnisses wird rechnergestützt
von einem Vergleicher durchgeführt und hat den Vorteil, dass die Funktionssicherheit
bei der Ermittlung der Wagenreihung erhöht wird. Das Ergebnis (welches aus dem Vergleichen
resultiert) entspricht in dem Fall, dass das erste Ergebnis mit dem zweiten Ergebnis
übereinstimmt, somit beiden verglichenen Ergebnissen. Wenn das erste Ergebnis von
dem zweiten Ergebnis abweicht, dürfen diese Ergebnisse nicht verwendet werden, wenn
nicht festgestellt werden kann, welches der beiden Ergebnisse richtig und welches
falsch ist. Auch ist es möglich, dass beide Ergebnisse falsch sind. Die Ermittlung
der Wagenreihung muss dann wiederholt werden (entweder durch Wiederholung des erfindungsgemäßen
Verfahrens oder abweichend beispielsweise auf nicht unterstütztem, manuellem Wege).
[0057] Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt,
dass ein Fehlersignal erzeugt wird, wenn das erste Ergebnis nicht mit dem zweiten
Ergebnis übereinstimmt.
[0058] Die Ausgabe eines Fehlersignals hat den Vorteil, dass das Personal auf die Fehlerausgabe
reagieren kann. Wie bereits erwähnt, kann es möglich sein, den Fehler zu erkennen
und dadurch zu ermitteln, welches der Ergebnisse das richtige ist oder wie die Ergebnisse
beispielsweise mit einem rechnergestützten Verfahren korrigiert werden müssen. Sollte
dies nicht möglich sein, so muss die Ermittlung der Wagenreihung wiederholt werden.
[0059] Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt,
dass auch ein Startzeitpunkt und ein Endzeitpunkt für den Registrierungsvorgang in
dem Registrierungsgerät abgespeichert wird.
[0060] Die Ermittlung eines Startzeitpunktes und eines Endzeitpunktes für den Registrierungsvorgang
hat den Vorteil, dass diese beiden Zeitpunkte ebenfalls für die Beurteilung des Ergebnisses
herangezogen werden können. So kann beispielsweise im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung
untersucht werden, ob die Zeiträume vom Startzeitpunkt bis zum Zeitpunkt einer doppelten
Registrierung derselben Wagenkennung am letzten Fahrzeug (siehe oben) und vom Zeitpunkt
der doppelten Registrierung derselben Wagenkennung bis zum Endzeitpunkt unter Berücksichtigung
einer vorgegebenen Toleranz gleich groß sind. Ist dies nicht der Fall, so kann dies
auf das Vorliegen eines Fehlers hinweisen.
[0061] Außerdem lässt sich durch Generierung eines Startzeitpunktes und eines Endzeitpunktes
das Zeitfenster festlegen, innerhalb dessen alle auf die Erfassung von Wagenkennungen
gerichteten Zeitpunkte liegen müssen. Der Startzeitpunkt und der Endzeitpunkt können
beispielsweise durch Eingabe der das Identifikationsgerät benutzenden Person oder
durch den ersten sowie den letzten erfassten Zeitpunkt, der auf die Erfassung der
Wagenkennung des am Anfang der Fahrzeugverbandes stehenden Fahrzeugs gerichtet ist,
während einer Einschaltzeit des Identifizierungsgerätes ermittelt werden. Die Ermittlung
im letztgenannten Beispiel kann vorteilhaft dadurch erfolgen, dass die erste ermittelte
Wagenkennung mit allen nachfolgenden ermittelten Wagenkennungen verglichen wird, bis
die erste ermittelte Wagenkennung ein zweites Mal ermittelt wird. Dies ist gleichbedeutend
mit der Tatsache, dass das Abschreiten des Fahrzeugverbandes beginnend am ersten Fahrzeug
zum letzten Fahrzeug des Fahrzeugverbandes und anschließend auf der anderen Seite
wieder zurück bis zum ersten Fahrzeug abgeschlossen ist.
[0062] Gemäß einer Variante sind die oben erklärten Aspekte der Erfindung dadurch bestimmt,
dass eine verwendete Telematikeinrichtung ein Aktivierungsgerät aufweist, welches
über eine Aktivierungsschnittstelle auslösbar ist, um ein Aktivierungssignal an das
Sendegerät zu senden.
[0063] Das Aktivierungsgerät kann aus einem Taster bestehen, welcher durch das mit der Erfassung
der Wagenreihung betraute Personal direkt am betreffenden Fahrzeug händisch ausgelöst
wird. Das Aktivierungsgerät kann jedoch - alternativ, vorzugsweise aber zusätzlich
- auch einen Empfänger aufweisen, welcher über eine Aktivierungsschnittstelle ein
Aktivierungssignal empfängt und an die Telematikeinrichtung weitergibt, damit diese
die erforderliche Wagenkennung sendet. Die Telematikeinrichtung kommuniziert hierbei
vorzugsweise mit einem Identifizierungsgerät, welches das Personal mit sich führt.
Unter Berücksichtigung der begrenzten Reichweite, welche hierbei nur überbrückt werden
kann, gelingt eine Identifizierung erst durch Annäherung des Personals an das betreffende
Fahrzeug. Hierbei können vorzugsweise an sich bekannte Verfahren der Nahfeldkommunikation
verwendet werden (RFID-Tag, Bluetooth ...) .
[0064] Das Identifizierungsgerät kann beispielsweise aus einem Handschuh bestehen, welchen
das Personal bei der Ermittlung der Wagenreihung trägt. Im Handschuh kann ein Transponder
integriert sein, welcher durch eine Sendeeinrichtung und eine Empfangseinrichtung
in der Telematikeinrichtung zur Aussendung eines Identifikationssignals veranlasst
wird. Die Empfangseinrichtung ist vorzugsweise im oder nahe beim Aktivierungsgerät
verbaut. Selbstverständlich kann auch eine kombinierte Sende-Empfangseinrichtung in
dem Aktivierungsgerät zum Einsatz kommen, wobei die dort verbaute Sendeeinrichtung
auch für die Aktivierung des Identifizierungsgerätes ausgelegt sein kann.
[0065] Die Sendeeinrichtung im Aktivierungsgerät kann dadurch ausgelöst werden, dass im
Aktivierungsgerät ein Taster manuell ausgelöst wird. In diesem Augenblick befindet
sich der Handschuh in der nächsten Umgebung des Aktivierungsgerätes, so dass die Aktivierungsenergie,
die durch die Sendeeinrichtung ausgesendet wird, verhältnismäßig gering sein kann.
Hierdurch kann vorteilhaft verhindert werden, dass die Aktivierungsenergie einen Schaden
bei der den Handschuh tragenden Personen auslöst.
Exemplarische Ausführungsbeispiele der Zeichnung
[0066] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
Gleiche oder sich entsprechende Zeichnungselemente sind in den einzelnen Figuren jeweils
mit den gleichen Bezugszeichen versehen und werden nur insoweit mehrfach erläutert,
wie sich Unterschiede zwischen den einzelnen Figuren ergeben.
[0067] Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte
Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen die beschriebenen
Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende
Varianten der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils unabhängig voneinander weiterbilden
und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil
der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren sind die beschriebenen Komponenten auch
mit den vorstehend beschriebenen Varianten der Erfindung kombinierbar.
Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung von Geräten
mit ihren Wirkzusammenhängen schematisch.
Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Rechenumgebung für die Anordnung gemäß
Figur 1 als Blockschaltbild, wobei die einzelnen Recheninstanzen Programmmodule ausführen,
die jeweils in einem oder mehreren der beispielhaft dargestellten Computer ablaufen
können und wobei die gezeigten Schnittstellen demgemäß softwaretechnisch in einem
Computer oder hardwaretechnisch zwischen verschiedenen Computern ausgeführt sein können.
Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens als Flussdiagramm,
wobei die gezeigten Verfahrensschritte einzeln oder in Gruppen durch Programmmodule
verwirklicht sein können und wobei die Recheninstanzen und Schnittstellen gemäß Figur
2 beispielhaft angedeutet sind.
[0068] Unabhängig vom grammatikalischen Geschlecht betreffender Begriffe sind Personen mit
männlicher, weiblicher oder anderer Geschlechtsidentität gleichermaßen umfasst.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnung
[0069] In Figur 1 ist eine Anordnung, aufweisend eine Gleisanlage mit einem Gleis GL und
einer Leitzentrale LZ, dargestellt, wobei auf dem Gleis GL ein Fahrzeugverband FV,
aufweisend ein erstes Fahrzeug FZ1, ein zweites Fahrzeug FZ2, ein drittes Fahrzeug
FZ3, ein viertes Fahrzeug FZ4 und ein letztes Fahrzeug FZ5 (jeweils über Kupplungen
KP gekuppelt), abgestellt ist. Es ist ein Mitarbeitender MA dargestellt, der entlang
eines angedeuteten Pfeiles den Fahrzeugverband FV erst auf der einen Seite vom ersten
Fahrzeug FZ1 bis zum letzten Fahrzeug FZ5 und anschließend auf der anderen Seite vom
letzten Fahrzeug FZ5 bis zum ersten Fahrzeug FZ1 abschreitet (er befindet sich auf
dem Rückweg in der Höhe vom zweiten Fahrzeug FZ2). Der Mitarbeitende MA hat ein Identifizierungsgerät
ID dabei (beispielsweise ein Handheld oder einen Handschuh), welches mit einer Antenne
AT ausgestattet ist, um über eine dritte Schnittstelle S3 mit dem Registrierungsgerät
zu kommunizieren (z. B., damit ein Startzeitpunkt und ein Endzeitpunkt für den Registrierungsvorgang
von dem Identifizierungsgerät an das Registrierungsgerät übertragen werden kann),
welche ebenfalls eine Antenne AT aufweist. Sendegeräte SD1 ... SD3 und Empfangsgeräte
RC1L, RC1R, RC2, RC3 sind jeweils über Sende-Empfangsschnittstellen SDS (Bidirektionalität
angedeutet durch jeweils zwei Verbindunglinien) mit den Prozessoren verbunden.
[0070] In den Fahrzeugen FZ1 ... FZ5 sind Telematikeinrichtungen TE vorgesehen, welche ebenfalls
Antennen AT zur Kommunikation aufweisen. Außerdem sind die Fahrzeuge FZ1 ... FZ5 jeweils
sowohl auf der einen Seite als auch auf der anderen Seite mit Aktivierungsgeräten
ADR, ADL ausgestattet, welche eine Aktivierung eines nicht näher dargestellten ersten
Sendegerätes SD1 (vergleiche Figur 2) ermöglichen. In der Leitzentrale LZ ist weiterhin
ein Registrierungsgerät RD vorgesehen, mit dessen Hilfe die Fahrzeuge FZ1 ... FZ5
des Fahrzeugverbandes FV registriert werden können.
[0071] In einer Rechenumgebung RU sind die gemäß Figur 1 und Figur 2 zum Einsatz kommenden
Recheninstanzen und deren sowie andere Funktionskomponenten durch eine erste Schnittstelle
S1 (zwischen einem ersten Sendegerät SD1 in der Telematikeinrichtung TE und einem
dritten Empfangsgerät RC3 in dem Registrierungsgerät RD), durch eine zweite Schnittstelle
S2 (zwischen einem zweiten Sendegerät SD2 in dem Identifizierungsgerät ID und zwei
ersten Empfangsgeräten RC1L, RC1R in der Telematikeinrichtung TE), durch die schon
erwähnte dritte Schnittstelle S3, durch eine vierte Schnittstelle S4 und durch eine
fünfte Schnittstelle S5 verbunden. Weiterhin sind in dem Identifizierungsgerät ID
auch ein zweites Empfangsgerät RC2 und in dem Registrierungsgerät RD ein drittes Sendegerät
SD3 vorhanden. Ohne dies näher auszuführen, sind die jeweiligen Sendegeräte und Empfangsgeräte
über Sende-Empfangs-Schnittstellen mit den jeweiligen Prozessoren P1 ... P3 im Identifizierungsgerät
ID, im Registrierungsgerät RD und in der Telematikeinrichtung TE verbunden.
[0072] Gemäß Figur 2 sind insbesondere in der Rechenumgebung RU bei der Telematikeinrichtung
TE ein erster Prozessor P1 mit einer ersten Speichereinheit SE1 durch eine elfte Schnittstelle
S11, bei dem Identifizierungsgerät ID ein zweiter Prozessor P2 mit einer zweiten Speichereinheit
SE2 durch eine zwölfte Schnittstelle S12 und bei einem ersten Computer C1, in dem
das Registrierungsgerät RD implementiert ist, ein dritter Prozessor P3 mit einer dritten
Speichereinheit SE3 durch eine 13. Schnittstelle S13 verbunden, wobei, der vorstehend
genannte erste bis dritte Prozessor gemeinsam als Prozessoren P1 ... P3 und die vorstehend
genannte erste bis dritte Speichereinheit gemeinsam als Speichereinheiten SE1 ...
SE3 bezeichnet werden.
[0073] Außerdem sind in Figur 2 die auch in Figur 1 dargestellten Aktivierungsgeräte ADR,
ADL zu erkennen. Diese bestehen beispielsweise aus einem nicht näher dargestellten
Taster, weswegen diese von außen zugänglich angebracht sind, damit der Mitarbeitende
MA diese erreichen kann. Gleichzeitig sind auf beiden Seiten des Fahrzeugs je ein
erster Empfänger RC1L und RC1R für eine Nahfeldkommunikation innerhalb eine angedeuteten
Nahfeldes NF mit einem Radius von weniger als 1 m mit dem Identifizierungsgerät ID
angeordnet, womit eine Identifizierung nur möglich ist, wenn sich das Identifizierungsgerät
ID in einer Entfernung von weniger als 1 m von dem Aktivierungsgerät ADR, ADL befindet.
[0074] Die Aktivierung erfolgt durch Drücken des Tasters (1. Alternative) oder über die
Aktivierungsschnittstelle AS vom Identifizierungsgerät aus (2. Alternative), wobei
nur eine der beiden genannten Alternativen umgesetzt sein muss. Die Aktivierungsgeräte
ADR, ADL sind auf der einen Seite des Fahrzeugs FZ1 ... FZ5 über die vierte Schnittstelle
S4 und auf der anderen Seite des Fahrzeugs FZ1 ... FZ5 über die fünfte Schnittstelle
S5 mit dem ersten Prozessor P1 verbunden, wobei der erste Prozessor P1 eine Aktivierung
registrieren kann und dabei auch auswerten kann, auf welcher der beiden Seiten des
Fahrzeugs FZ1 ... FZ5 die Aktivierung erfolgt ist. Allerdings ist es für die Aktivierung
außerdem erforderlich, dass eine Identifizierungskennung vom Identifizierungsgerät
ID über die zweite Schnittstelle S2 an das eine der ersten Empfangsgeräte RC1L gesendet
wurde (derselbe Vorgang wird in nicht dargestellter Weise auf der anderen Seite des
Fahrzeugs später wiederholt, hierzu im Folgenden noch mehr).
[0075] Die beiden ersten Empfangsgeräte RC1L, RC1R sowie die beiden Aktivierungsgeräte ADl,
ADR sind baugleich und auch gleichberechtigt. Diese werden allein der Unterscheidbarkeit
wegen zum Zwecke dieser Erfindungsbeschreibung zwar mit den Buchstaben L für links
und R für rechts bezeichnet, diese Eigenschaften ist Ihnen allerdings nicht fest zugeordnet.
Es soll angemerkt werden, dass der aus Fahrzeugen bestehende Fahrzeugverband an in
beide Richtungen gleich agieren können und auch ihre Ausrichtung im Fahrzeugverband
zufällig ist. In einem anderen Fahrzeugverband können sozusagen die rechte Seite und
die linke Seite vertauscht werden. Da allerdings die Aktivierungsgeräte und die ersten
Empfangsgeräte gleich aufgebaut sind, funktioniert das erfindungsgemäße Verfahren
unabhängig davon in gleicher Weise, unabhängig davon, ob erst die rechte oder erst
die linke Seite eines Fahrzeugs im Fahrzeugverband erfasst wird.
[0076] Im Folgenden soll das Verfahren zum Ermitteln der Wagenreihung, wie im Flussdiagramm
gemäß Figur 3 dargestellt, schrittweise erläutert werden. In Figur 3 ist außerdem
beispielhaft durch Kästen angedeutet, in welchen Funktionskomponenten bzw. Recheninstanzen
gemäß Figur 1 und 2 die einzelnen Schritte durchgeführt werden können. Soweit hierbei
die Schnittstellen gemäß Figur 1 und 2 genutzt werden, sind diese auch in Figur 3
gekennzeichnet.
[0077] In einem ersten Schritt 1 wird das Verfahren gestartet (kurz: START).
[0078] In einem zweiten Schritt 2 zum Initiieren des Registrierungsvorganges RV (kurz: INI-REG).
Werden die an dem Verfahren beteiligten Geräte in einen Bereitschaftszustand versetzt
Dies gilt zumindest für das Registrierungsgerät RD, welches jederzeit die Nachrichten
der Telematikeinrichtungen der Fahrzeuge FZ empfangen können muss (siehe vierter Schritt).
Dies kann beispielsweise mit einem Taster TS realisiert werden. Außerdem wird das
Identifizierungsgerät aktiviert, damit es eine Identifizierungskennung senden kann.
[0079] In einem dritten Schritt 3 zum Auslösen eines Registrierungsschritts (kurz: ACT-REG)
wird ein Sendegerät aktiviert. Diese Aktivierung setzt das Vorliegen der Identifizierungskennung
des Identifizierungsgerätes ID in dem Aktivierungsgerät voraus, welches durch Mitarbeitende
MA an das erste Aktivierungsgerät ADL angenähert wird. Zusätzlich kann das Drücken
eines Tasters erforderlich sein, der dann jeweils als Teil der Aktivierungsgeräte
ADL, ADR ausgeführt ist. Alternativ kann auch ein Aktivierungsbutton am Identifizierungsgerät
vorgesehen sein, der eine Aktivierung über das Aktivierungsgerät auslost, welches
das erforderliche Aktivierungssignal in diesem Fall zunächst vom Identifizierungsgerät
empfängt. Der Aktivierungsbutton kann physisch als Schalter oder auch virtuell als
Fläche auf einem Touchscreen ausgebildet sein.
[0080] In einem vierten Schritt 4 zum Senden eines Registrierungssignals mit einer Wagenkennung,
eines Identifizierungssignals mit einer Identifizierungskennung und eines Aktivierungssignals
mit Aktivierungskennung (kurz: SND-COD) wird die Wagenkennung desjenigen Fahrzeugs
FZ1 ... FZ5, dessen Telematikeinrichtung TD bzw. erstes Sendegerät zu diesem Zweck
aktiviert wurde, an das Registrierungsgerät gesendet. Das Registrierungsgerät RD weist
einen dritten Prozessor P3 auf, durch den die Wagenkennungen zusammen mit dem Erfassungszeitpunkt
in der dritten Speichereinheit SE3 abgespeichert werden (vergleiche sechster Schritt).
Der Erfassungszeitpunkt wird in einer ersten Variante als digitaler Zeitstempel in
dem dritten Prozessor P3 bestimmt (in diesem Fall kann der folgende fünfte Schritt
entfallen).
[0081] In einem fünften Schritt 5 zum Ermitteln eines Zeitstempels (kurz: REC-TS), wird
in einer zweiten Variante ein auf die Erfassung der betreffenden Wagenkennung gerichteter
Zeitpunkt ermittelt und in dem ersten Prozessor P1 der Telematikeinrichtung als digitaler
Zeitstempel erfasst. In dieser Variante muss der Zeitstempel ebenfalls an den dritten
Prozessor P3 des Registrierungsgerätes RD gesendet werden. Er ist dann Teil des Registrierungssignals.
[0082] In einem sechsten Schritt 6 zur Speicherung eines Datensatzes (kurz: SVE-DAT), enthaltend
die Wagenkennung und den zugehörigen Zeitstempel, wird der genannte Datensatz, wie
bereits erklärt, in der dritten Speichereinheit SE3 abgelegt.
[0083] In einem siebenten Schritt 7 zur Abfrage eines identischen Ergebnisses (kurz: DAT-ID?)
wird abgefragt, ob zweimal hintereinander dieselbe Wagenkennung ausgelöst von unterschiedlichen
Aktivierungsgeräten an den dritten Prozessor P3 gesendet wurde. Ist dies nicht der
Fall, wird eine Rekursionsschleife durchlaufen und das Verfahren ab dem dritten Schritt
wiederholt. Ist dies der Fall, bedeutet das, dass das Ende des Fahrzeugverbandes FV
durch den Mitarbeitenden MA erreicht wurde und das letzte Fahrzeug FZ5 bereits zum
zweiten Mal erfasst wurde. Daher kann das Verfahren mit dem achten Schritt fortgeführt
werden.
[0084] In einem achten Schritt 8 zur Erstellung des ersten Ergebnisses (kurz: SET-R1) wird
nun auf Basis der ab Schritt 3 registrierten Wagenkennungen der Fahrzeuge FZ1 ...
FZ5 eine Wagenreihung als erstes Ergebnis erstellt, wobei die Wagenkennungen in aufsteigender
Reihenfolge der Erfassungszeiten sortiert werden. Von der doppelt erfassten Wagenkennung
wird die eine Wagenkennung allerdings erst in dem zweiten Ergebnis berücksichtigt
(hierzu im Folgenden mehr).
[0085] In einem neunten Schritt 9 zum Auslösen eines Registrierungsschritts (kurz: ACT-REG)
wird ein Sendegerät aktiviert (analog zum dritten Schritt).
[0086] In einem zehnten Schritt 10 zum Senden eines Registrierungssignals mit einer Wagenkennung,
eines Identifizierungssignals mit einer Identifizierungskennung und eines Aktivierungssignals
mit Aktivierungskennung (kurz: SND-COD) wird die Wagenkennung des betreffenden Fahrzeugs
FZ1 ... FZ5 gesendet (analog zum vierten Schritt).
[0087] In einem elften Schritt 11 zum Ermitteln eines Zeitstempels (kurz: REC-TS), wird
ein auf die Erfassung der betreffenden Wagenkennung gerichteter Zeitpunkt ermittelt
(analog zum fünften Schritt).
[0088] In einem zwölften Schritt 12 zur Speicherung eines Datensatzes (kurz: SVE-DAT), enthaltend
die Wagenkennung und den zugehörigen Zeitstempel, wird der Datenssatz in der dritten
Speichereinheit SE3 abgespeichert (analog zum sechsten Schritt).
[0089] In einem 13. Schritt 13 erfolgt die Abfrage, ob die Erfassung beendet wurde (kurz:
RDY?). Dies kann, wie bereits erläutert, durch eine Abfrage erreicht werden, ob die
aktuell ermittelte Wagenkennung der ersten ermittelten Wagenkennung (mit dem ältesten
Zeitstempel) entspricht. Ist dies nicht der Fall, wird eine Rekursionsschleife durchlaufen
und der Prozess ab Schritt 9 wiederholt. Ist dies der Fall, wird der im Folgenden
beschriebene Schritt 14 durchgeführt.
[0090] In einem 14. Schritt 14 zum Beenden des Registrierungsvorganges RV (kurz: STP-REG),
wird der Registrierungsvorgang RV von dem Registrierungsgerät RD abgeschlossen. Es
werden somit keine Wagenkennungen von Fahrzeugen FZ1 ... FZ5 mehr empfangen und eine
Auswertung kann beginnen.
[0091] In einem 15. Schritt 15 zur Erstellung des zweiten Ergebnisses (kurz: SET-R2) wird
nun auf Basis der ab Schritt 9 registrierten Wagenkennungen der Fahrzeuge FZ1 ...
FZ5 eine Wagenreihung als zweites Ergebnis erstellt, wobei die Wagenkennungen in absteigender
Reihenfolge der Erfassungszeiten sortiert werden.
[0092] In einem 16. Schritt 16 erfolgt die Abfrage, ob das erste Ergebnis dem zweiten Ergebnis
entspricht, also identisch ist (kurz: R1=R2?). Ist dies der Fall, kann das Verfahren
beendet werden. Ist dies nicht der Fall, wird das Verfahren mit dem 17. Schritt weitergeführt.
[0093] In einem 17. Schritt 17 wird eine Fehlermeldung ausgegeben (kurz: OT-ERR). Diese
Fehlermeldung kann unterschiedliche Auswirkungen haben. Es kann beispielsweise automatisch
verhindert werden, dass der Fahrzeugverband FV seine geplante Fahrt aufnehmen kann
(Unterbindung einer Streckenfreigabe). Die Fehlermeldung kann aber auch in der Leitzentrale
LZ oder auch auf dem Identifizierungsgerät ID angezeigt werden, damit durch Mitarbeitende
MA geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können. Diese können beispielsweise darin
bestehen, dass eine Aufnahme der Wagenkennungen der Fahrzeuge FZ1 ... FZ5 manuell
wiederholt wird.
[0094] In einem 20. Schritt 20 wird das Verfahren gestoppt (kurz: STOP).
Bezugszeichenliste
[0095]
- GL
- Gleis
- LZ
- Leitzentrale
- FV
- Fahrzeugverbandes
- FZ1
- erstes Fahrzeug
- FZ2
- zweites Fahrzeug
- FZ3
- drittes Fahrzeug
- FZ4
- viertes Fahrzeug
- FZ5
- letztes Fahrzeug
- KP
- Kupplungen
- MA
- Mitarbeitende
- AT
- Antenne
- S3
- dritte Schnittstelle
- FZ1 ... FZ5
- Fahrzeugen
- TE
- Telematikeinrichtung
- ADL, ADR
- erstes und zweites Aktivierungsgerät links und rechts
- SD1
- erstes Sendegerät
- RD
- Registrierungsgerät
- RU
- Rechenumgebung
- S1
- erste Schnittstelle
- RC3
- drittes Empfangsgerät
- S2
- zweite Schnittstelle
- SD2
- zweites Sendegerät
- RC1L, RC1R
- erstes Empfangsgerät links und rechts
- S4
- vierte Schnittstelle
- S5
- fünfte Schnittstelle
- RC2
- zweites Empfangsgerät
- SD3
- drittes Sendegerät
- P1 ... P3
- Prozessoren
- P1
- erster Prozessor
- SE1
- erste Speichereinheit
- S11
- elfte Schnittstelle
- ID
- Identifikationsgerät
- P2
- zweiter Prozessor
- SE2
- zweite Speichereinheit
- S12
- zwölfte Schnittstelle
- C1
- erster Computer
- P3
- dritter Prozessor
- SE3
- dritte Speichereinheit
- S13
- 13. Schnittstelle
- SE1 ... SE3
- Speichereinheiten
- AS
- Aktivierungsschnittstelle
- RV
- Registrierungsvorgang
- TS
- Taster
- NF
- Nahfeld
- SES
- Sende-Empfangsschnittstelle
1. Verfahren zum Ermitteln einer Wagenreihung eines spurgeführten Fahrzeugverbandes (FV)
von Fahrzeugen (FZ1 ... FZ5), bei dem in einem Registrierungsvorgang (RV) Wagenkennungen
von jedem der Fahrzeuge (FZ1 ... FZ5) in der Reihenfolge der Wagenreihung nacheinander
mit einem Registrierungsgerät (RD) rechnergestützt berührungslos erfasst werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
a)
ein Aktivierungsgerät (ADR, ADL) einen jeweiligen Registrierungsschritt des Registrierungsvorgangs
(RV) in jedem der Fahrzeuge (FZ1 ... FZ5) auslöst, bei dem ein die Wagenkennung enthaltendes
Registrierungssignal des betreffenden Fahrzeugs (FZ1 ... FZ5) mit einem ersten Sendegerät
(SD1) an das Registrierungsgerät (RD) übertragen und dort abgespeichert wird,
b)
zusätzlich zu der Wagenkennung für jedes Fahrzeug (FZ1 ... FZ5) auch ein auf die Erfassung
dieser Wagenkennung gerichteter Zeitpunkt in dem Registrierungsgerät (RD) abgespeichert
wird,
c)
ein erstes Ergebnis der Wagenreihung festgelegt wird, indem nach Erfassung aller Fahrzeuge
(FZ1 ... FZ5) die Wagenkennungen in der zeitlichen Reihenfolge der Zeitpunkte der
Erfassung sortiert werden.
2. Verfahren zum Ermitteln nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Sendegerät (SD1) zum Senden der Wagenkennung nur dann veranlasst wird, wenn
dieses bei einer Annäherung eines Identifikationsgerätes (ID) ein eine Identifizierungskennung
enthaltendes Identifizierungssignal mit einem ersten Empfangsgerät (RC1L, RC1R) empfangen
hat.
3. Verfahren zum Ermitteln nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Registrierungsgerät (RD) den Registrierungsvorgang (RV) nicht abschließt, bevor
die Erfassung aller Fahrzeuge (FZ1 ... FZ5) des Fahrzeugverbandes (FV) ein zweites
Mal erfolgt ist und ein zweites Ergebnis der Wagenreihung festgelegt wurde.
4. Verfahren zum Ermitteln nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
nach der jeweils zweiten Erfassung aller Fahrzeuge (FZ1 ... FZ5) die Wagenreihung
erneut festgelegt wird, indem die Wagenkennungen in der umgekehrten zeitlichen Reihenfolge
der Zeitpunkte der Erfassung sortiert werden.
5. Verfahren zum Ermitteln nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug (FZ1 ... FZ5) am Ende der Wagenreihung bestimmt wird, indem diejenige
Wagenkennung ermittelt wird, die in der zeitlichen Reihenfolge der Zeitpunkte der
Erfassung zweimal direkt hintereinander auftritt.
6. Verfahren zum Ermitteln nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass für die Erfassung der Wagenreihung zur Festlegung des ersten Ergebnisses an jedem
Fahrzeug (FZ1 ... FZ5) erste Aktivierungsgeräte (ADL) und für die Erfassung der Wagenreihung
zur Festlegung des zweiten Ergebnisses an jedem Fahrzeug (FZ1 ... FZ5) zweite Aktivierungsgeräte
(ADR) zum Einsatz kommen, wobei die ersten Aktivierungsgeräte (ADL) auf der jeweiligen
einen Seite der Fahrzeuge (FZ1 ... FZ5) und die zweiten Aktivierungsgeräte (ADR) auf
der jeweiligen anderen Seite der Fahrzeuge (FZ1 ... FZ5) angebracht sind.
7. Verfahren zum Ermitteln nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
für die festgelegte Wagenreihung ein Plausibilitätstest durchgeführt wird, bei dem
d) das erste Ergebnis der Wagenreihung mit dem zweiten Ergebnis der Wagenreihung verglichen
wird,
e) nur, wenn das erste Ergebnis mit dem zweiten Ergebnis übereinstimmt, das Ergebnis
für eine Weiterverarbeitung freigegeben wird.
8. Verfahren zum Ermitteln Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fehlersignal erzeugt wird, wenn das erste Ergebnis nicht mit dem zweiten Ergebnis
übereinstimmt.
9. Verfahren zum Ermitteln nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auch ein Startzeitpunkt und ein Endzeitpunkt für den Registrierungsvorgang (RV) in
dem Registrierungsgerät (RD) abgespeichert wird.
10. Telematikeinrichtung für ein Fahrzeug (FZ1 ... FZ5), in dem eine Wagenkennung für
das Fahrzeug (FZ1 ... FZ5) abgespeichert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Telematikeinrichtung (TE) f)
eingerichtet ist, gemäß Schritt a) nach Anspruch 1 aktiviert zu werden,
g)
ein Sendegerät aufweist, das eingerichtet ist, gemäß Schritt a) nach Anspruch 1 eine
Wagenkennung des Fahrzeugs (FZ1 ... FZ5) an ein Registrierungsgerät (RD) zu übertragen.
11. Telematikeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
dieses ein Aktivierungsgerät (ADR, ADL) aufweist, welches über eine Aktivierungsschnittstelle
(AS) auslösbar ist, um ein Aktivierungssignal an das Sendegerät zu senden.
12. Registrierungsgerät für die Registrierung eines Fahrzeugs (FZ1 ... FZ5),
dadurch gekennzeichnet, dass dieses eingerichtet ist,
h)
übertragene Wagenkennungen von Fahrzeugen (FZ1 ... FZ5) gemäß Schritt a) nach Anspruch
1 abzuspeichern,
i)
auf die Erfassung der Wagenkennungen gerichtete Zeitpunkte gemäß Schritt b) nach Anspruch
1 abzuspeichern.
13. Identifizierungsgerät ID zur Identifizierung eines Benutzenden an einem Fahrzeug (FZ1
... FZ5).
dadurch gekennzeichnet, dass dieses eingerichtet ist, bei einer Annäherung an ein erstes Empfangsgerät (RC1L,
RC1R) gemäß Anspruch 2 ein eine Identifizierungskennung enthaltendes Identifizierungssignal
an dieses zu senden.
14. Computerprogramm umfassend Programmbefehle, die bei der Ausführung des Programms durch
einen Computer diesen dazu veranlassen, das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 -
9 auszuführen.
15. Computerlesbares Speichermedium, auf dem das Computerprogrammprodukt nach dem letzten
voranstehenden Anspruch gespeichert ist.