[0001] Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2019 202 088.7 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.
[0002] Die Erfindung betrifft ein Kochfeldsystem. Ferner betrifft die Erfindung einen Küchenarbeitsplatz
mit einem derartigen Kochfeldsystem.
[0003] Aus der
WO 2012/146237 A1 ist eine Dunstabzugsvorrichtung zum Abzug von Kochdünsten nach unten bekannt. Das
Kochfeldsystem weist eine Einströmöffnung auf, durch welche die Kochdünste abgesaugt
werden. Diese Einströmöffnung ist für einen effizienten Abzug der Kochdünste in einem
zentralen Bereich des Kochfeldsystems angeordnet. Nachteilig ist, dass eine derartige
Anordnung der Einströmöffnung zu einem erhöhten Bauraumbedarf in horizontaler Richtung
führt.
[0004] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Kochfeldsystem zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Kochfeldsystem gelöst, aufweisend einen Kochgutträger
zum Tragen von Kochgut, mindestens eine an dem Kochgutträger angeordnete Heizeinheit
zum Erwärmen des Kochguts und eine Dunstabzugsvorrichtung zum Abzug von Kochdünsten
nach unten.
[0006] Bevorzugt kann das Kochfeldsystem eine an dem Kochgutträger angeordnete Benutzerschnittstelle
aufweisen, wobei das Kochfeldsystem vorzugsweise dazu ausgebildet ist, in unterschiedlichen
Orientierungen in einen Küchenunterschrank und/oder in eine Küchenarbeitsplatte eingebaut
zu werden. Hierzu kann die Benutzerschnittstelle rotationssymmetrisch ausgebildet
sein und/oder in unterschiedlichen Orientierungen an dem Kochgutträger anordenbar
sein und/oder reversibel schwenkbar an dem Kochgutträger angeordnet sein und/oder
einen Bildschirm umfassen, der zur reversibel schwenkbaren Anzeige von Steuerungsinformationen
ausgebildet ist.
[0007] Bevorzugt kann eine Gesamtbreite des Kochfeldsystems maximal 600 mm betragen. Erfindungsgemäß
wurde erkannt, dass das Kochfeldsystem mit einem Kochgutträger, mindestens einer Heizeinheit
und einer Dunstabzugsvorrichtung zum Abzug von Kochdünsten nach unten eine Gesamtbreite
von maximal 600 mm aufweisen muss, um besonders flexibel eingesetzt und verbaut werden
zu können. Ein derartiges Kochfeldsystem ermöglicht die besonders intensive Nutzung
des in einer Küche zur Verfügung stehenden Raums. Besonders in städtischen Bereichen
mit immer kleinteiligeren Wohneinheiten kann ein derartiges Kochfeldsystem, insbesondere
durch Reduktion der beanspruchten Arbeitsfläche, zu einer intensiven und komfortablen
Wohnraumnutzung beitragen. Besonders vorteilhaft ist, dass ein derartiges Kochfeldsystem
in einen Küchenunterschrank mit einer maximalen Stauraumbreite von 600 mm einsetzbar
ist, wodurch die Gestaltungsfreiheit bei der Küchenplanung deutlich vergrößert wird.
[0008] Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist das Kochfeldsystem mindestens zwei Heizeinheiten,
insbesondere mindestens drei Heizeinheiten, insbesondere mindestens vier Heizeinheiten
auf. Die mindestens eine Heizeinheit kann als Strahlungsheizeinheit und/oder als Induktionsheizeinheit
und/oder als Masseheizeinheit und/oder als Tepan-Heizeinheit ausgebildet sein. Insbesondere
kann die mindestens eine Heizeinheit zum Betreiben mit elektrischer Energie und/oder
mit Brenngas ausgebildet sein.
[0009] Gemäß einem Aspekt der Erfindung beträgt eine Gesamtbreite des Kochfeldsystems mit
dem Kochgutträger, mit sämtlichen der Heizeinheiten und mit der Dunstabzugsvorrichtung,
insbesondere mit einem Lüfter und/oder einem Unterdruck-Kanalabschnitt, maximal 600
mm, insbesondere maximal 580 mm, insbesondere maximal 560 mm, insbesondere maximal
500 mm, insbesondere maximal 450 mm, insbesondere maximal 400 mm, insbesondere maximal
350 mm, insbesondere maximal 300 mm. Eine Gesamttiefe des Kochfeldsystems mit dem
Kochgutträger, sämtlichen der Heizeinheiten und der Dunstabzugsvorrichtung, insbesondere
mit dem Lüfter und/oder dem Unterdruck-Kanalabschnitt, beträgt vorzugsweise maximal
600 mm, insbesondere maximal 550 mm, insbesondere maximal 515 mm, insbesondere maximal
500 mm, insbesondere maximal 450 mm. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
betragen die Gesamtbreite maximal 560 mm und die Gesamttiefe maximal 515 mm. Unter
der Gesamtbreite des Kochfeldsystems ist die Erstreckung des Kochfeldsystems parallel
zu einer einem Benutzer zugewandten Vorderkante des Kochfeldsystems, insbesondere
des Kochgutträgers, insbesondere in einer Horizontalebene, zu verstehen. Unter der
Gesamttiefe ist eine Erstreckung des Kochfeldsystems senkrecht zu einer dem Benutzer
zugewandten Vorderkante des Kochfeldsystems, insbesondere des Kochgutträgers, insbesondere
in einer Horizontalebene, zu verstehen.
[0010] Gemäß einem Aspekt der Erfindung beträgt ein Verhältnis zwischen der Gesamttiefe
und der Gesamtbreite mindestens 0,8, insbesondere mindestens 0,9, insbesondere mindestens
1, insbesondere mindestens 1,2, insbesondere mindestens 1,5, insbesondere mindestens
1,8.
[0011] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Dunstabzugsvorrichtung eine Einströmöffnung
auf, durch welche die Kochdünste abgesaugt werden. Die Einströmöffnung kann beispielsweise
unmittelbar an einen Randbereich des Kochgutträgers angrenzen oder beabstandet zu
diesem angeordnet sein.
[0012] Die Einströmöffnung kann in einer Draufsicht rund, insbesondere nicht-kreisförmig
oder kreisförmig und/oder oval oder in Form eines Vielecks, insbesondere in Form eines
Dreiecks oder in Form eines Vierecks oder in Form eines Fünfecks oder in Form eines
Sechsecks, ausgebildet sein.
[0013] Gemäß einem Aspekt der Erfindung umfasst das Kochfeldsystem eine Leistungselektronik
zum Versorgen der mindestens einen Heizeinheit mit elektrischer Leistung. Die Leistungselektronik
umfasst vorzugsweise mindestens eine, insbesondere mindestens 2, insbesondere mindestens
3 Leistungselektronik-Platinen. Für jede der Heizeinheiten kann eine separate, eigenständige
Leistungselektronik-Platine vorgesehen sein. Vorzugsweise ist mindestens eine Leistungselektronik-Platine
zum Versorgen zweier der Heizeinheiten mit elektrischer Leistung ausgebildet. Es können
auch sämtliche der Leistungselektronik-Platinen zur Versorgung von zwei oder mehr
Heizeinheiten ausgebildet sein. Bei den Heizeinheiten handelt es sich vorzugsweise
um Induktionsheizeinheiten. Die Leistungselektronik kann dementsprechend Induktionsgeneratoren
umfassen. Vorteilhaft wird durch die Anordnung der Leistungselektronik auf separaten
Leistungselektronik-Platinen erreicht, dass diese besonders kompakt anordenbar sind,
insbesondere besonders flexibel gegenüber den weiteren Komponenten des Kochfeldsystems
anordenbar sind.
[0014] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist mindestens eine der Leistungselektronik-Platinen
vertikal orientiert und/oder mindestens eine der Leistungselektronik-Platinen horizontal
orientiert. Mindestens eine der Leistungselektronik-Platinen kann auch schräg zu einer
Vertikalrichtung und zu einer Horizontalebene orientiert sein. Vorteilhaft wird hierdurch
erreicht, dass die Leistungselektronik-Platinen besonders flexibel und damit bauraumsparend
anordenbar sind.
[0015] Vorzugsweise ist zur Kühlung der Leistungselektronik mindestens ein Kühllüfter vorgesehen.
Vorzugsweise ist an mindestens zwei der Leistungselektronik-Platinen jeweils mindestens
ein Kühllüfter angeordnet. Die Kühlung der Leistungselektronik kann somit besonders
effektiv und effizient erfolgen.
[0016] Gemäß einem Aspekt der Erfindung sind mindestens zwei Leistungselektronik-Platinen
vorgesehen, welche signalübertragend und/oder leistungsübertragend miteinander verbunden
sind. Die Verbindung kann mittels einer flexiblen Kabelverbindung und/oder mittels
starrer Leiterschienen erfolgen.
[0017] Vorzugsweise ist an der Leistungselektronik, insbesondere an mindestens 2, insbesondere
an sämtlichen, Leistungselektronik-Platinen, ein Kühlkörper vorgesehen. Eine effektive
Kühlung mehrerer der Leistungselektronik-Platinen mittels lediglich einer geringeren
Anzahl an Kühllüftern, insbesondere lediglich einem Kühllüfter, wird somit ermöglicht.
[0018] Vorzugsweise ist die Leistungselektronik zum Versorgen der mindestens einen Heizeinheit
und der Dunstabzugsvorrichtung, insbesondere dem mindestens einen Lüfter, mit elektrischer
Leistung ausgebildet. Beispielsweise kann eine Lüftersteuerung der Dunstabzugsvorrichtung
in die Leistungselektronik integriert sein. Insbesondere kann die Leistungselektronik
zum Versorgen der Dunstabzugsvorrichtung mit elektrischer Leistung auf derselben Leistungselektronik-Platine
angeordnet sein wie die Leistungselektronik für die mindestens eine Heizeinheit. Eine
derartige Ausbildung ist besonders bauraumsparend und wirtschaftlich realisierbar.
Vorzugsweise ist auf der mindestens einen Leistungselektronik-Platine mindestens eine
Schnittstelle vorgesehen zum Anschließen externer Elemente, wie beispielsweise einem
Fenster-Kippsensor und/oder einer Benutzerschnittstelle.
[0019] Die mindestens eine Leistungselektronik-Platine ist in einer Draufsicht vorzugsweise
in einem Randbereich des Kochfeldsystems angeordnet. Von einem äußeren Rand des Kochfeldsystems
ist die mindestens eine Leistungselektronik-Platine vorzugsweise maximal 50 mm, insbesondere
maximal 20 mm, beabstandet angeordnet. Ein zentraler Bereich des Kochfeldsystems steht
somit zum Abzug der Kochdünste nach unten zur Verfügung. Beispielsweise kann die mindestens
eine Leistungselektronik-Platine in einem vorderen Randbereich und/oder in einem hinteren
Randbereich und/oder in einem seitlichen Randbereich des Kochfeldsystems angeordnet
sein.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind mindestens zwei Leistungselektronik-Gehäuse
vorgesehen zum Aufnehmen jeweils mindestens einer der Leistungselektronik-Platinen.
[0021] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist mindestens eine Trennwand zwischen
zwei der Leistungselektronik-Platinen vorgesehen. Die Trennwand kann Bestandteil des
mindestens einen Leistungselektronik-Gehäuses sein. Die Trennwand kann zum Abschirmen
der jeweiligen Leistungselektronik-Platine gegenüber Magnetfeldern und/oder elektromagnetischer
Strahlung und/oder Feuchtigkeit ausgebildet sein.
[0022] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Leistungselektronik-Gehäuse einteilig,
insbesondere einstückig, insbesondere stoffschlüssig, mit einem Kochdunstkanal, insbesondere
einem Unterdruck-Kanalabschnitt und/oder einem Überdruck-Kanalabschnitt, der Dunstabzugsvorrichtung
ausgebildet. Das Leistungselektronik-Gehäuse kann mit dem Kochdunstkanal wärmeleitend,
insbesondere gegenüber dem Kochdunstkanal gasdicht ausgebildet, und/oder strömungsleitend
verbunden sein. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass der Kochdunststrom zur Kühlung
der Leistungselektronik genutzt werden kann. Beispielsweise kann eine Steuereinrichtung
zur Steuerung der Elektroniklüfter derart ausgebildet sein, dass die Elektroniklüfter
in Abhängigkeit von dem Kochdunstabzug gesteuert werden. Das Kochfeldsystem kann somit
besonders energieeffizient betrieben werden.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung liegt eine Abmessung, insbesondere in Haupterstreckungsrichtung,
und/oder ein Durchmesser einer mittels der mindestens einen Heizeinheit beheizbaren
Kochstelle in einem Bereich von 50 mm bis 300 mm, insbesondere von 60 mm bis 250 mm,
insbesondere von 75 mm bis 220 mm. Vorzugsweise liegt der Durchmesser von Induktionsspulen
der jeweiligen Heizeinheit in einem Bereich von 50 mm bis 300 mm, insbesondere von
60 mm bis 250 mm, insbesondere von 75 mm bis 220 mm. Vorzugsweise liegt die Haupterstreckung
mindestens einer Kochstelle und/oder der Durchmesser mindestens einer Induktionsspule
in einem Bereich von 50 mm bis 120 mm, insbesondere von 60 mm bis 100 mm, insbesondere
von 70 mm bis 90 mm. Vorzugsweise ist eine derartige Induktionsspule zum Übertragen
einer maximalen Heizleistung von mindestens 300 W, insbesondere mindestens 400 W,
insbesondere mindestens 500 W, insbesondere mindestens 600 W ausgebildet. Entsprechend
kleine und leistungsstark ausgebildete Heizeinheiten ermöglichen eine besonders kompakte
Ausbildung des Kochfeldsystems, insbesondere mit einer Gesamtbreite von maximal 600
mm.
[0024] Die Erfindung betrifft ferner ein Kombinationsgerät, umfassend ein Kochfeldsystem
gemäß der vorstehenden Beschreibung und einen Ofen, insbesondere einen Backofen. Vorzugsweise
liegt das Kombinationsgerät als Montageeinheit vor. Die Dunstabzugsvorrichtung kann
mit einem Ofeninnenraum und/oder einem den Ofeninnenraum umgebenden Gehäuseraum in
fluidleitender Verbindung stehen. Vorzugsweise steht die Dunstabzugsvorrichtung mit
dem Ofeninnenraum zum Erzeugen einer Umluftströmung und/oder zum Abzug von Gardünsten,
insbesondere von Feuchtigkeit, in luftleitender Verbindung. Mit dem Gehäuseraum kann
die Dunstabzugsvorrichtung zum Bereitstellen eines Kühlluftstroms in luftleitender
Verbindung stehen. Das Kombinationsgerät ist besonders kompakt und wirtschaftlich
realisierbar. Insbesondere kann das Kombinationsgerät einfach und wirtschaftlich in
einen Küchenunterschrank integriert werden. Der Küchenunterschrank kann dabei mit
oder ohne Rückwand ausgebildet sein.
[0025] Eine Hauptabmessung, insbesondere ein Durchmesser, der Einströmöffnung beträgt vorzugsweise
mindestens 100 mm, insbesondere mindestens 140 mm, insbesondere mindestens 160 mm,
insbesondere mindestens 170 mm. Eine Hauptabmessung, insbesondere ein Durchmesser,
der Einströmöffnung beträgt vorzugsweise maximal 250 mm, insbesondere maximal 220
mm, insbesondere maximal 200 mm, insbesondere maximal 180 mm. Hierdurch kann ein besonders
effizienter Abzug von Kochdünsten bei einer gleichzeitig sehr kompakten Ausbildung
des Kochfeldsystems erzielt werden.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst die Dunstabzugsvorrichtung mindestens
einen Fettfilter und/oder mindestens einen Geruchsfilter. Der mindestens eine Geruchsfilter
kann in einem Überdruck-Kanalabschnitt, insbesondere stromabwärts des mindestens einen
Lüfters, angeordnet sein. Vorzugsweise ist der mindestens eine Geruchsfilter durch
die Einströmöffnung der Dunstabzugsvorrichtung reversibel aus dieser entnehmbar. Hierzu
kann die Dunstabzugsvorrichtung einen Filterwechselraum aufweisen, welcher den Überdruck-Kanalabschnitt
mit dem Unterdruck-Kanalabschnitt verbindet. Der Filterwechselraum ist vorzugsweise
reversibel verschließbar. Eine Zirkulation von Kochdünsten durch den Filterwechselraum
beim Betrieb der Dunstabzugsvorrichtung kann somit zuverlässig verhindert werden.
Zum Verschluss des Filterwechselraums sind vorzugsweise ein Saugraumverschluss zum
reversiblen Verschließen des Unterdruck-Kanalabschnitts und/oder ein Druckraumverschluss
zum reversiblen Verschließen des Überdruck-Kanalabschnitts vorgesehen. Der Saugraumverschluss
und der Druckraumverschluss können einteilig miteinander verbunden sein.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung liegt die maximale Leistungsabgabe der
mindestens einen Heizeinheit, insbesondere der mindestens einen Induktionsspule, in
einem Bereich von 300 bis 4000 Watt. Vorzugsweise beträgt ein Verhältnis der Maximalleistungen
mindestens zweier der Heizeinheiten, insbesondere der Induktionseinheiten, mindestens
150 %, insbesondere mindestens 200 %, insbesondere mindestens 300 %, insbesondere
mindestens 500 %, insbesondere mindestens 750 %. Ein Verhältnis von Hauptabmessungen,
insbesondere Durchmessern, mindestens zweier der Kochstellen beträgt vorzugsweise
mindestens 150 %, insbesondere mindestens 200 %, insbesondere mindestens 300 %.
[0028] Das Kochfeldsystem kann insbesondere mindestens eine Kochstelle mit einem Durchmesser
von höchstens 100 mm, insbesondere höchstens 90 mm, insbesondere höchstens 80 mm,
insbesondere höchstens 70 mm, insbesondere höchstens 60 mm aufweisen. Es kann außerdem
mindestens eine Kochstelle mit einem Durchmesser von mindestens 160 mm, insbesondere
mindestens 180 mm, insbesondere mindestens 200 mm, insbesondere mindestens 220 mm,
insbesondere mindestens 240 mm aufweisen. Durch das Vorsehen einer besonders großen
Kochstelle und einer besonders kleinen Kochstelle wird einerseits die Flexibilität
im Hinblick auf die Nutzung des Kochfeldsystems verbessert. Andererseits ermöglicht
dies eine besonders gute Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Bauraums.
[0029] Die kleinste der Kochstellen kann insbesondere eine Maximalleistung im Bereich von
300 W bis 800 W, insbesondere im Bereich von 400 W bis 600 W aufweisen. Die größte
der Kochstellen kann insbesondere eine Maximalleistung im Bereich von 2000 W bis 5000
W, insbesondere im Bereich von 2500 bis 4000 W aufweisen.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung liegt eine Flächendichte der Maximalleistung
der mindestens einen Induktionsspule in einem Bereich von 0,05 W/mm
2 bis 0,15 W/mm
2, insbesondere von 0,06 W/mm
2 bis 0,13 W/mm
2, insbesondere von 0,07 W/mm
2 bis 0,12 W/mm
2. Vorzugsweise beträgt die Flächendichte der Maximalleistung mindestens einer der
Induktionsspulen mindestens 0,1 W/mm
2, insbesondere mindestens 0,12 W/mm
2, insbesondere mindestens 0,14 W/mm
2, insbesondere mindestens 0,15 W/mm
2, insbesondere mindestens 0,2 W/mm
2. Vorzugsweise beträgt ein Verhältnis der Flächendichte der Maximalleistung zweier
Induktionsspulen des Kochfeldsystems mindestens 120 %, insbesondere mindestens 130
%, insbesondere mindestens 150 %, insbesondere mindestens 200 %. Gemäß einem weiteren
Aspekt der Erfindung sind mindestens unterschiedliche Induktionsspulen vorgesehen,
wobei die hinsichtlich ihrer Hauptabmessung größere Induktionsspule eine Flächendichte
einer Maximalleistung aufweist, welche um mindestens 10 %, insbesondere mindestens
20 %, insbesondere mindestens 50 %, geringer ist als die Flächendichte der Maximalleistung
der kleineren Induktionsspule.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein geometrischer Flächenschwerpunkt
der Einströmöffnung in einer Draufsicht beabstandet zu einem geometrischen Flächenschwerpunkt
des Kochgutträgers angeordnet. Hinsichtlich der Tiefe und/oder der Breite des Kochfeldsystems
kann der geometrische Flächenschwerpunkt der Einströmöffnung mittig im Kochgutträger
angeordnet sein. Besonders bevorzugt ist der geometrische Flächenschwerpunkt der Einströmöffnung
hinsichtlich der Breite des Kochgutträgers außermittig und hinsichtlich der Tiefe
des Kochgutträgers mittig im Kochgutträger angeordnet oder anders herum. Eine besonders
platzsparende und zugleich gefällige Anordnung der Einströmöffnung und der Kochstellen
wird somit ermöglicht.
[0032] Die Erfindung betrifft ferner den grundsätzlich unabhängigen, aber mit den vorstehenden
Merkmalen des Kochfeldsystems kombinierbaren Aspekt, wonach das Kochfeldsystem dazu
ausgebildet ist, in unterschiedlichen Orientierungen, insbesondere in einen Küchenunterschrank
und/oder in eine Küchenarbeitsplatte, eingebaut zu werden. Insbesondere kann das Kochfeldsystem
zum Einbau wahlweise in einer ersten Orientierung oder einer zweiten Orientierung
ausgebildet sein, wobei das Kochfeldsystem in der zweiten Orientierung um 90° oder
um 180° um eine Vertikalachse gegenüber der ersten Orientierung gedreht ist. Eine
Benutzerschnittstelle des Kochfeldsystems ist vorzugsweise an dem Kochgutträger angeordnet,
insbesondere an diesem angebracht. Die Benutzerschnittstelle kann rotationssymmetrisch
ausgebildet sein und/oder in unterschiedlichen Orientierungen an dem Kochgutträger
anordenbar sein und/oder reversibel schwenkbar an dem Kochgutträger angeordnet sein
und/oder einen Bildschirm umfassen, der zur reversibel schwenkbaren Anzeige von Steuerungsinformationen
ausgebildet ist. Das Kochfeldsystem ist somit flexibel an verschieden Einbausituationen
anpassbar.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst das Kochfeldsystem einen Montagerahmen.
Der Montagerahmen ist vorzugsweise zur höhenverstellbaren Befestigung des Kochfeldsystems
an einer Küchenarbeitsplatte und/oder an einem Küchenunterschrank ausgebildet. Die
Montage des Kochfeldsystems wird hierdurch erheblich erleichtert.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Dunstabzugsvorrichtung vollständig
unterhalb des Kochgutträgers angeordnet.
[0035] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung beträgt eine vertikale Gesamtbauhöhe des
Kochfeldsystems, insbesondere mit dem Kochgutträger, sämtlichen der Heizeinheiten
und der Dunstabzugsvorrichtung, insbesondere mit dem Lüfter und/oder dem Unterdruck-Kanalabschnitt,
maximal 300 mm, insbesondere maximal 280 mm, insbesondere maximal 250 mm, insbesondere
maximal 220 mm, besonders bevorzugt maximal 200 mm, insbesondere maximal 180 mm, insbesondere
160 mm, insbesondere 150 mm, insbesondere 120 mm, insbesondere 100 mm. Die Gesamtbauhöhe
kann prinzipiell auch größer sein.
[0036] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Dunstabzugsvorrichtung mindestens
einen, insbesondere mindestens zwei, insbesondere mindestens drei der Lüfter zum Abzug
der Kochdünste auf. Vorzugsweise ist das Kochfeldsystem mit dem Kochgutträger, mit
sämtlichen der Heizeinheiten und mit der Dunstabzugsvorrichtung, insbesondere mit
dem Lüfter und/oder mit dem Unterdruck-Kanalabschnitt, als Kombinationsgerät ausgebildet.
Hierdurch wird die einteilige Montage des Kochfeldsystems, beispielsweise an einer
Arbeitsplatte, ermöglicht. Der Montageaufwand kann hierdurch erheblich reduziert werden.
[0037] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst das Kochfeldsystem genau drei der
Heizeinheiten. Dadurch, dass das Kochfeldsystem lediglich drei der Heizeinheiten aufweist,
kann das Kochfeldsystem mit einer besonders geringen Gesamtbreite ausgebildet werden.
Das Kochfeldsystem mit den drei Heizeinheiten bietet gleichzeitig eine ausreichend
hohe Flexibilität hinsichtlich der gleichzeitigen Erwärmung verschiedener Kochgüter.
[0038] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung durchdringt die mindestens eine Einströmöffnung
den Kochgutträger. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass die Einströmöffnung besonders
nahe an den Heizeinheiten positionierbar ist. Kochdünste können somit unmittelbar
am Ort ihres Entstehens abgesaugt werden. Die Dunstabzugsvorrichtung kann somit besonders
energieeffizient betrieben werden. Die Dunstabzugsvorrichtung kann auch zwei oder
drei oder vier der Einströmöffnungen aufweisen.
[0039] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung schließt sich an die mindestens eine Einströmöffnung
ein Einströmkanal mit einem unmittelbaren die Einströmöffnung angrenzenden Anfangsabschnitt
an. Der Anfangsabschnitt kann eine Mittellängsachse aufweisen, welche zu einer Kochfeldnormalen
geneigt ausgebildet ist. Unter der Kochfeldnormalen wird eine Richtung senkrecht zu
einer Arbeitsfläche des Kochfelds, insbesondere des Kochgutträgers, verstanden. Ein
Winkel zwischen der Mittellängsachse und der Kochfeldnormalen liegt vorzugsweise in
einem Bereich von 10° bis 180°, insbesondere von 30° bis 60°, insbesondere von 40°
bis 50°, insbesondere beträgt dieser genau 45°.
[0040] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Dunstabzugsvorrichtung ein an
der mindestens einen Einströmöffnung anordenbares Einströmgitter auf. Das Einströmgitter
kann mindestens ein, insbesondere in Richtung des mindestens einen Heizelements orientiertes,
Leitelement zum gerichteten Abzug der Kochdünste aufweisen. Das Leitelement kann als
Leitblech, insbesondere als Lamellenblech, ausgebildet sein. Vorzugsweise überragt
das mindestens eine Leielement den Kochgutträger nicht nach oben. Alternativ kann
das Leitelement über den Kochgutträger hinausragen. Vorzugsweise umgibt das Einströmgitter
dabei die Einströmöffnung oberhalb des Kochgutträgers zumindest teilweise. Das mindestens
eine Leitelement kann einen der mindestens einen Heizeinheit abgewandten Bereich der
Einströmöffnung abschatten. Das Einströmgitter weist hierzu vorzugsweise eine Wandung
auf, welche die Einströmöffnung in horizontaler Richtung und/oder nach oben zumindest
abschnittsweise abschattet. Vorzugsweise ist das Einströmgitter reversibel an der
Einströmöffnung anordenbar.
[0041] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung überdeckt das Einströmgitter die Einströmöffnung
nicht vollständig. Beispielsweise können die Einströmöffnung in einer Draufsicht oval
und das Einströmgitter in einer Draufsicht rund ausgebildet sein. Die Einströmöffnung
kann dabei das Einströmgitter in einer Draufsicht vollständig umschließen. Die durch
die Einströmöffnung abgesaugten Kochdünste werden hierbei nicht vollständig sondern
nur anteilig durch das Einströmgitter geleitet.
[0042] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein geometrischer Flächenschwerpunkt
der mindestens einen Einströmöffnung in einer Draufsicht beabstandet zu einem geometrischen
Flächenschwerpunkt des Kochgutträgers angeordnet. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht,
dass das Kochfeldsystem, insbesondere in horizontaler Richtung, besonders kompakt
ausgebildet werden kann.
[0043] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die mindestens eine Einströmöffnung
in der Draufsicht in Breitenrichtung und/oder in Tiefenrichtung beabstandet zu dem
geometrischen Flächenschwerpunkt des Kochgutträgers angeordnet. Dadurch, dass die
mindestens eine Einströmöffnung den geometrischen Flächenschwerpunkt des Kochgutträgers
nicht überlappt, kann eine besonders kompakte Ausführung des Kochfeldsystems gewährleistet
werden.
[0044] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Kochfeldsystem mehrere der Heizeinheiten
auf, wobei in der Draufsicht ein geringster Abstand zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt
des Kochgutträgers und einer ersten der Heizeinheiten mindestens doppelt so groß ist,
wie ein geringster Abstand zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt des Kochgutträgers
und einer zweiten der Heizeinheiten. Hierdurch kann das Kochfeldsystem in horizontaler
Richtung besonders kompakt ausgebildet werden. Dies gilt insbesondere bei der Verwendung
von Heizeinheiten unterschiedlicher Größe.
[0045] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist mindestens eine der Heizeinheiten in
einer Draufsicht nicht-kreisförmig, insbesondere viereckig, insbesondere quadratisch
oder rechteckförmig, oder dreieckförmig oder sechseckförmig, insbesondere in Form
eines regelmäßigen Sechsecks ausgebildet. Vorzugsweise sind die mindestens eine Heizeinheit
und die Einströmöffnung jeweils in Form eines regelmäßigen Sechsecks ausgebildet.
Eine besonders kompakte Bauweise wird somit ermöglicht. Ferner ist die zur Verfügung
stehende Fläche unterhalb des Kochgutträgers besonders intensiv nutzbar. Ein geringster
Abstand zwischen sämtlichen der Heizeinheiten beträgt vorzugsweise maximal 40 mm,
insbesondere maximal 20 mm, insbesondere maximal 10 mm.
[0046] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung unterscheiden sich die Abstände zwischen
der mindestens einen Einströmöffnung und der jeweiligen Heizeinheit um maximal 50
%, insbesondere maximal 30 %, insbesondere maximal 10 %. Vorzugsweise sind sämtliche
der Heizeinheiten in einer Draufsicht zu der mindestens einen Einströmöffnung gleich
beabstandet angeordnet. Hierdurch kann ein gleichermaßen effizienter Abzug der Kochdünste
oberhalb jeder der Heizeinheiten zuverlässig gewährleistet werden.
[0047] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung beträgt ein geringster Abstand zwischen
der mindestens einen Einströmöffnung und der mindestens einen Heizeinheit in einer
Draufsicht maximal 100 mm, insbesondere maximal 50 mm, insbesondere maximal 30 mm,
insbesondere maximal 10 mm. Der Abzug der Kochdünste kann somit besonders energieeffizient
erfolgen.
[0048] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung überlappt die mindestens eine Heizeinheit
den geometrischen Flächenschwerpunkt des Kochgutträgers in einer Draufsicht. Eine
in horizontaler Richtung besonders kompakte Ausbildung des Kochfeldsystems wird hierdurch
ermöglicht.
[0049] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Kochfeldsystem eine Benutzerschnittstelle
zum Steuern der mindestens einen Heizeinheit und/oder der Dunstabzugsvorrichtung auf.
Die Benutzerschnittstelle kann in einer Draufsicht relativ zu mindestens einer der
Heizeinheiten derart angeordnet sein, dass diese der Einströmöffnung gegenüberliegt.
Vorteilhaft wird hierdurch eine besonders kompakte Anordnung der mindestens einen
Heizeinheit, der Einströmöffnung und der Benutzerschnittstelle in horizontaler Richtung
gewährleistet.
[0050] Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Küchenarbeitsplatz
zu schaffen.
[0051] Diese Aufgabe wird durch einen Küchenarbeitsplatz mit den Merkmalen gelöst, aufweisend
einen Küchenunterschrank mit einem Stauraum und ein Kochfeldsystem, wobei die Heizeinheiten
und die Dunstabzugsvorrichtung in einer Draufsicht vollständig innerhalb des Stauraums
angeordnet sind.
[0052] Bevorzugt kann eine Stauraumbreite des Stauraums maximal 600 mm betragen. Es wurde
erkannt, dass ein Küchenarbeitsplatz einen Küchenunterschrank mit einem Stauraum,
welcher eine Stauraumbreite von maximal 600 mm aufweist, und ein Kochfeldsystem gemäß
der vorstehenden Beschreibung, wobei die mindestens eine Heizeinheit und die Dunstabzugsvorrichtung
in einer Draufsicht vollständig innerhalb des Stauraums angeordnet sind, aufweisen
kann, um eine besonders intensive Raumnutzung in einer Küche zu gewährleisten. Die
Vorteile des erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatzes entsprechen den Vorteilen des
vorstehend erläuterten Kochfeldsystems. Insbesondere kann der Küchenarbeitsplatz mit
den Merkmalen des Kochfeldsystems weitergebildet werden.
[0053] Der Stauraum kann in Breitenrichtung durch zwei vertikale, parallel zueinander orientierte
Stellwänden begrenzt sein. Vorzugsweise sind die Stellwände maximal 600 mm voneinander
beabstandet. Das Kochfeldsystem ist in der Draufsicht vorzugsweise vollständig zwischen
den beiden Stellwänden angeordnet. Vorzugsweise überlappt mindestens eine der Stellwände
in einer Seitenansicht die Dunstabzugsvorrichtung und/oder die mindestens eine Heizeinheit.
Die Stellwände können zum Tragen einer Arbeitsplatte ausgebildet sein. An der Arbeitsplatte
kann das Kochfeldsystem befestigt sein.
[0054] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der Küchenunterschrank eine Rückwand
auf. Die Rückwand kann eine Aussparung zum Durchführen eines Kochdunstkanals, insbesondere
eines mit dem Kochfeldsystem verbundenen Überdruck-Kanalabschnitts, aufweisen.
[0055] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der Küchenunterschrank eine Befestigungseinrichtung
zum zumindest anteiligen Befestigen des Kochfeldsystems oder des Überdrück-Kanalabschnitts
auf.
[0056] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der Küchenunterschrank eine Trennwand
zum Begrenzen eines Stauraums für das Kochfeldsystem nach unten auf.
[0057] Der Küchenunterschrank kann eine Wärmedämmung und/oder eine Geräuschdämmung aufweisen.
Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass ein unterhalb des Kochfeldsystems befindlicher
Raum zuverlässig vor Hitzeeintrag geschützt wird und/oder dass eine Geräuschemission,
insbesondere beim Betrieb der Dunstabzugsvorrichtung, verringert wird.
[0058] Gemäß einem eigenständigen Aspekt der Erfindung weist eine Dunstabzugsvorrichtung
zum Abzug von Kochdünsten nach unten mindestens eine Einströmöffnung zum Einströmen
der Kochdünste und mindestens einen Lüfter zum Ansaugen der Kochdünste an der mindestens
einen Einströmöffnung auf, wobei der Lüfter ein um eine Drehachse drehbar gelagertes
Lüfterrad hat und wobei die Drehachse zu einer Horizontalebene und zu einer Vertikalrichtung
geneigt orientiert ist. Dadurch, dass die Drehachse zu der Horizontalebene und zu
der Vertikalrichtung geneigt orientiert ist, kann die Dunstabzugsvorrichtung besonders
platzsparend in ein Kochfeldsystem integriert werden und eine Strömungsumlenkung zwischen
der Einströmöffnung und dem mindestens einen Lüfter reduziert werden, wodurch der
Abzug der Kochdünste besonders energieeffizient erfolgen kann. Der Lüfter ist vorzugsweise
als Radiallüfter ausgebildet. Der Lüfter kann auch als Axial- oder Querstromlüfter
ausgebildet sein.
[0059] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Dunstabzugsvorrichtung überragt
ein Unterdruck-Kanalabschnitt eines Abluftkanals der Dunstabzugsvorrichtung den mindestens
einen Lüfter um maximal 50 mm, insbesondere maximal 25 mm, insbesondere maximal 10
mm nach unten. Noch bevorzugter überragt der mindestens eine Lüfter den Unterdruck-Kanalabschnitt
in vertikaler Richtung nach unten. Eine besonders geringe Bauhöhe der Dunstabzugsvorrichtung
kann somit gewährleistet werden.
[0060] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung liegt ein Neigungswinkel zwischen der Horizontalebene
und der Drehachse des mindestens einen Lüfters in einem Bereich von 10° bis 85°, insbesondere
in einem Bereich von 30° bis 80°, insbesondere in einem Bereich von 60° bis 75°. Der
Neigungswinkel kann auch genau 45° betragen.
[0061] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist eine Ansaugrichtung der Kochdünste
in dem mindestens einen Lüfter eine nach oben weisende Richtungskomponente auf. Ein
Winkel zwischen der Horizontalebene und der Ansaugrichtung beträgt vorzugsweise mindestens
45°, insbesondere mindestens 60°, insbesondere mindestens 80°. Dadurch, dass die Ansaugrichtung
die nach oben weisende Richtungskomponente aufweist, kann der Lüfter zuverlässig vor
einem Eindringen von Flüssigkeiten geschützt werden.
[0062] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung verbindet der Unterdruck-Kanalabschnitt
die mindestens eine Einströmöffnung fluidleitend mit dem mindestens einen Lüfter.
Eine Kanalmittellinie des Unterdruck-Kanalabschnitts weist vorzugsweise entlang ihrer
Erstreckung eine absolute Winkeländerung von maximal 170°, insbesondere maximal 150°,
insbesondere maximal 120°, insbesondere maximal 100° auf. Die absolute Winkeländerung
beträgt vorzugsweise mindestens 100°, insbesondere mindestens 120°. Unter der absoluten
Winkeländerung ist das Integral eines Absolutwerts einer Krümmung der Kanalmittellinie
entlang ihrer Erstreckung zu verstehen. Der Abzug der Kochdünste kann hierdurch unter
Vermeidung turbulenter Strömungen besonders energieeffizient erfolgen, wobei der mindestens
eine Lüfter zuverlässig vor eindringenden Flüssigkeiten geschützt werden kann.
[0063] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Kanalmittellinie wendepunktfrei
ausgebildet. Eine Führung der Kochdünste in dem Unterdruck-Kanalabschnitt kann somit
besonders laminar erfolgen.
[0064] Gemäß einem Aspekt der Erfindung überlappt der mindestens eine Lüfter die mindestens
eine Heizeinheit in einer Draufsicht und in einer Seitenansicht und/oder in einer
Vorderansicht. Die Heizeinheit weist vorzugsweise eine Leistungselektronik zum Versorgen
eines Heizelements mit elektrischer Leistung auf. Vorzugsweise überlappt der mindestens
eine Lüfter, insbesondere ein Lüfterrad des mindestens einen Lüfters, in der Draufsicht
und in der Seitenansicht und/oder in der Vorderansicht die Leistungselektronik und/oder
eine Steuereinheit des Kochfeldsystems und/oder eine Benutzerschnittstelle des Kochfeldsystems.
Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass das Kochfeldsystem, insbesondere in vertikaler
Richtung, besonders kompakt ausgebildet werden kann.
[0065] Gemäß einem eigenständigen Aspekt der Erfindung weist der Lüfter zum Ansaugen von
Kochdünsten ein Lüftergehäuse mit einer Unterdruck-Anschlussöffnung und einem in dem
Lüftergehäuse angeordneten und um eine Drehachse drehbar gelagerten Lüfterrad auf,
wobei die Drehachse mit einer senkrecht zu der Unterdruck-Anschlussöffnung orientierten
Anschlussnormalen einen Anschlusswinkel einschließt, welcher in einem Bereich von
10° bis 85°, insbesondere in einem Bereich von 30° bis 80°, insbesondere in einem
Bereich von 60° bis 75° liegt. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass der Lüfter
besonders einfach mit einem Anfangsabschnitt eines Unterdruck-Kanalabschnitts verbindbar
ist. Insbesondere kann ein Anschlussbereich des Anfangsabschnitts im Wesentlichen
vertikal oder horizontal orientiert sein. Zwischenelemente zum Verbinden des Anfangsabschnitts
mit der Unterdruck-Anschlussöffnung können somit vermieden werden. Der Lüfter kann
somit besonders kosteneffizient für eine Dunstabzugsvorrichtung zum Abzug von Kochdünsten
nach unten und/oder für ein Kochfeldsystem verwendet werden. Vorzugsweise weist die
Dunstabzugsvorrichtung mindestens drei, insbesondere mindestens vier, insbesondere
mindestens fünf, insbesondere mindestens sechs, insbesondere mindestens acht, Lüfter
auf. Hierdurch kann die Dunstabzugsvorrichtung besonders kompakt, also mit reduziertem
Bauraum, ausgeführt sein und besonders geräuscharm betrieben werden. Die mindestens
drei Lüfter können als Axiallüfter und/oder Radiallüfter und/oder Querstromlüfter
ausgebildet sein. Eine große Anzahl an Lüftern ermöglicht bei Aufrechterhaltung der
Abzugsleistung die Verwendung kleinerer und/oder leiserer Lüfter. Querstromlüfter
weisen im Vergleich zu Axiallüftern bei gleicher Abzugsleistung einen geringeren Durchmesser
auf und ermöglichen deshalb eine besonders kompakte Dimensionierung der Dunstabzugsvorrichtung.
[0066] Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist der mindestens eine Lüfter jeweils ein Lüfterrad
mit einem Durchmesser von höchstens 250 mm, insbesondere höchstens 200 mm, besonders
bevorzugt höchstens 180 mm, insbesondere höchstens 150 mm, insbesondere höchstens
120 mm, insbesondere höchstens 100 mm, insbesondere höchstens 80 mm, insbesondere
höchstens 50 mm, auf. Die Dunstabzugsvorrichtung kann somit besonders kompakt ausgebildet
werden. Der von der Dunstabzugsvorrichtung beanspruchte Bauraum ist gering.
[0067] Prinzipiell können auch Lüfter mit größeren Lüfterrädern, insbesondere mit einem
Durchmesser von 160 mm, 200 mm oder bis zu 250 mm verwendet werden. Es ist insbesondere
möglich, vier Lüfter mit Lüfterrädern mit einem Durchmesser von jeweils 160 mm zu
verwenden. Die Lüfterräder können jeweils eine Bauhöhe von 80 mm oder weniger, insbesondere
50 mm oder weniger aufweisen.
[0068] Vorzugsweise beträgt eine Bauhöhe der Dunstabzugsvorrichtung höchstens 220 mm, insbesondere
höchstens 200 mm, insbesondere höchstens 150 mm, insbesondere höchstens 120 mm, insbesondere
höchstens 100 mm. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass die Dunstabzugsvorrichtung
besonders kompakt ausbildbar ist. Ein Raum unterhalb der Dunstabzugsvorrichtung kann
weitestgehend als Stauraum, beispielsweise für Kochgeschirr, erhalten bleiben.
[0069] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der mindestens eine Lüfter über einen
Unterdruck-Kanalabschnitt der Dunstabzugsvorrichtung luftführend miteinander verbunden.
Der Unterdruck-Kanalabschnitt der Dunstabzugsvorrichtung erstreckt sich zwischen der
mindestens einen Einströmöffnung und dem mindestens einen Lüfter. Vorzugsweise stehen
sämtliche der Lüfter über den Unterdruck-Kanalabschnitt luftführend miteinander in
Verbindung. Der mindestens Lüfter kann über einen einzigen Unterdruck-Kanalabschnitt
mit der mindestens einen Einströmöffnung in Verbindung stehen. Alternativ kann die
Dunstabzugsvorrichtung mehrere Einströmöffnungen aufweisen, wobei jede der Einströmöffnungen
über einen separaten Unterdruck-Kanalabschnitt luftführend mit einem der Lüfter in
luftleitender Verbindung steht. Vorzugsweise sind sämtliche der Lüfter, insbesondere
mittels einer entsprechenden Steuereinrichtung, unabhängig voneinander ansteuerbar.
Vorzugsweise können so Kochdünste über die einzelnen Einströmöffnungen unabhängig
voneinander abgezogen werden. Zur Variation der Abzugsleistung können wahlweise alle
oder einzelne der Lüfter aktivierbar sein. Die einzelnen Lüfter können somit stets
bei einer, insbesondere durch die Geometrie der Lüfterräder bestimmten, optimalen
Drehzahl betrieben werden, in der diese effizient und geräuscharm arbeiten, wobei
die Abzugsleistung durch Aktivieren einer gegenüber der Gesamtzahl an Lüftern verringerten
Anzahl an Lüftern steuerbar bleibt.
[0070] Die Dunstabzugsvorrichtung kann einen Filter zum Filtern der Kochdünste aufweisen.
Dadurch, dass mehrere der Lüfter über den Unterdruck-Kanalabschnitt luftführend miteinander
verbunden sind, kann eine Anzahl der Filter geringer sein als die Anzahl der Lüfter.
Die Dunstabzugsvorrichtung ist somit besonders einfach zu warten und kompakt ausführbar.
Vorzugsweise ist die Dunstabzugsvorrichtung derart ausgebildet, dass jeder der Lüfter
die Kochdünste durch jeden der Filter, insbesondere durch einen einzigen Filter, abzieht.
[0071] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der Filter in vertikaler Richtung angrenzend
an die mindestens eine Einströmöffnung und/oder an einen Kochgutträger, insbesondere
eine Oberfläche des Kochgutträgers, und/oder flächenbündig hierzu angeordnet. Der
Filter kann in einer Draufsicht vollständig von dem Kochgutträger überlappt sein oder
hinter dem Kochgutträger angeordnet sein. Durch eine derartige Anordnung des Filters
kann die Dunstabzugsvorrichtung besonders platzsparend ausgebildet sein und besonders
geringe Bauhöhe aufweisen.
[0072] Der Filter kann auf den Kochgutträger aufgeklebt und/oder über eine Filteraufnahme,
insbesondere formschlüssig, insbesondere über eine Schiene, mit dem Kochgutträger
verbunden sein. Vorzugsweise ist der Filter reversibel, insbesondere werkzeuglos,
von der Dunstabzugsvorrichtung, insbesondere dem Kochgutträger, abnehmbar. Der Filter
kann als Fettfilter ausgebildet sein. Vorzugsweise beträgt eine von dem Kochgutträger
in einer Draufsicht überdeckte Fläche des Filters mindestens 50 % der Fläche des Kochgutträges
in der Draufsicht. Eine energieeffiziente Filterung der Kochdünste wird somit gewährleistet.
[0073] Die Dunstabzugsvorrichtung kann mindestens eine Abdeckung zum Abdecken der mindestens
einen Einströmöffnung aufweisen. Die Abdeckung kann parallel, insbesondere flächenbündig,
zu einer Oberfläche des Kochgutträgers angeordnet sein. Die Abdeckung kann mehrere,
insbesondere mindestens zehn, insbesondere mindestens fünfzig, insbesondere mindestens
einhundert, Abdecköffnungen zum Abzug der Kochdünste aufweisen. Die Abdeckung kann
als Gitter oder als Metallgestrick ausgebildet sein. Die Abdeckung kann ein Glas,
insbesondere eine Glaskeramik, oder ein Metall, insbesondere einen Edelstahl, aufweisen.
Vorzugsweise ist die Abdeckung, insbesondere farblich und/oder strukturell, derart
an den Kochgutträger angepasst, dass diese optisch kaum oder gar nicht voneinander
unterscheidbar sind.
[0074] Der Filter kann die mindestens eine Abdeckung und mindestens ein Filterelement aufweisen.
Die Abdeckung kann reversibel mit dem Filterelement verbunden sein. Der Filter kann
eine Auffangschale zum Aufnehmen von Überlaufflüssigkeit aufweisen. Beispielsweise
ist der Filter im Querschnitt dreieckförmig.
[0075] Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist die Dunstabzugsvorrichtung mindestens einen
Lüftermotor auf, welcher jeweils mit mindestens zwei, insbesondere mit mindestens
drei, der Lüfter drehantreibend verbunden ist. Vorzugsweise sind sämtliche der Lüfter
mittels eines einzigen Lüftermotors drehangetrieben. Der Lüftermotor kann hierzu über
ein oder mehrere Drehübertragungsmittel, insbesondere ein oder mehrere Getriebe und/oder
einen Riementrieb, mit dem jeweiligen Lüfterrad der mindestens zwei, insbesondere
mindestens drei, Lüfter in drehübertragender Verbindung stehen. Der Lüftermotor kann
insbesondere über eine schaltbare Kupplungseinrichtung mit den Lüfterrädern der Lüfter
in drehübertragende Verbindung gebracht oder von diesen entkoppelt werden. Allgemein
kann die Anzahl der Lüftermotoren kleiner sein als die Anzahl der Lüfter, insbesondere
kleiner als die Anzahl der Lüfterräder. Dieser Aspekt ist auch unabhängig von den
übrigen Details der vorliegenden Erfindung vorteilhaft.
[0076] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst die Dunstabzugsvorrichtung mindestens
einen in dem Unterdruck-Kanalabschnitt angeordneten Geruchsfilter, insbesondere einen
Aktivkohlefilter. Vorzugsweise ist der Filter als Kombinationsfilter ausgebildet,
wobei dieser sowohl einen Fettfilter als auch einen Geruchsfilter umfasst. Der in
dem Unterdruck-Kanalabschnitt angeordnete Geruchsfilter ist besonders einfach, insbesondere
über die mindestens eine Einströmöffnung, reversibel entnehmbar. Die Dunstabzugsvorrichtung
ist somit besonders einfach zu warten.
[0077] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weisen mindestens zwei der Lüfter schräg
zueinander orientierte Drehachsen auf. Hierunter ist zu verstehen, dass mindestens
zwei der Lüfter zueinander nicht parallele Drehachsen aufweisen. Die Drehachse des
mindestens einen Lüfters kann vertikal und/oder horizontal orientiert sein. Die Drehachse
des mindestens einen Lüfters kann auch zu der Vertikalrichtung geneigt angeordnet
sein, wobei ein Winkel zu der Vertikalrichtung größer als 5° und geringer als 85°
ist. Die Drehachsen der mindestens zwei Lüfter können radial zu dem stromaufwärts
angeordneten Unterdruck-Kanalabschnitt und/oder zu einer, insbesondere durch den geometrischen
Flächenschwerpunkt der Einströmöffnung verlaufenden Vertikalachse orientiert sein.
Die mindestens zwei Lüfter sind somit besonders platzsparend an dem Unterdruck-Kanalabschnitt
anordenbar. Ein Winkel zwischen den Drehachsen der mindestens zwei Lüfter beträgt
vorzugsweise mindestens 30°, insbesondere mindestens 45°, insbesondere 90°.
[0078] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst die Dunstabzugsvorrichtung mindestens
ein an die mindestens eine Einströmöffnung angrenzendes und entlang einer Vertikalrichtung
verlagerbares Leitelement zum einseitigen Abschatten eines stromaufwärts der mindestens
einen Einströmöffnung gelegenen Oberraums. Als Oberraum wird ein Raum oberhalb der
Dunstabzugsvorrichtung verstanden, aus dem die Kochdünste mittels der Dunstabzugsvorrichtung
nach unten abgezogen werden. Das Leitelement ist vorzugsweise plattenförmig ausgebildet.
Das mindestens eine Leitelement umgibt die mindestens eine Einströmöffnung einseitig,
das heißt nicht vollständig. In einer Draufsicht umgibt das mindestens eine Leitelement
die mindestens eine Einströmöffnung, insbesondere ausgehend von einem geometrischen
Flächenschwerpunkt der Einströmöffnung, vorzugsweise über einen Winkel von mindestens
30°, insbesondere mindestens 45°, insbesondere mindestens 90°, insbesondere mindestens
120°, insbesondere mindestens 180°. Der Abzug der Kochdünste kann somit gerichtet
und besonders energieeffizient erfolgen.
[0079] Die Wirksamkeit des Leitelements hängt im Wesentlichen von seiner Höhe ab. Vorzugsweise
erstreckt sich das mindestens eine Leitelement in vertikaler Richtung ausgehend von
der mindestens einen Einströmöffnung nach oben über mindestens 50 mm, insbesondere
mindestens 100 mm, insbesondere mindestens 150 mm, insbesondere mindestens 200 mm.
[0080] Das mindestens eine Leitelement kann eben oder einfach gekrümmt oder doppelt gekrümmt,
das heißt nicht abwickelbar, ausgebildet sein. Das mindestens eine Leitelement ist
im Querschnitt vorzugsweise kreisbogenförmig ausgebildet.
[0081] Das mindestens eine Leitelement kann eine Beleuchtung aufweisen. Das mindestens eine
Leitelement kann auch eine Benutzerschnittstelle zum Steuern des mindestens einen
Lüfters und/oder des mindestens einen Kochfeldes aufweisen.
[0082] Vorzugsweise ist das mindestens eine Leitelement relativ zu der mindestens einen
Einströmöffnung verlagerbar. Die Dunstabzugsvorrichtung kann hierzu eine Führungseinrichtung,
insbesondere eine Kulissenführung, aufweisen. Vorzugsweise ist das mindestens eine
Leitelement zwischen einer Leitposition, in welcher der Oberraum einseitig abgeschattet
ist, und einer Rückstellposition, in welcher der Abzug der Kochdünste von dem mindestens
einen Leitelement unbeeinträchtigt erfolgt, anordenbar.
[0083] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Oberseite des mindestens einen
Leitelements in der Rückstellposition unterhalb oder bündig zu der daran angrenzenden
Einströmöffnung anordenbar. Ein Bereich oberhalb der Einströmöffnung kann so von dem
mindestens einen Leitelement unbeeinträchtigt zum Abstellen von Kochgut verwendet
werden.
[0084] Vorzugsweise umfasst das Leitelement ein Verschließelement zum, insbesondere luftdichten,
Verschließen der mindestens einen Einströmöffnung in der Rückstellposition.
[0085] In der Leitposition überdeckt das mindestens eine Leitelement die mindestens eine
Einströmöffnung in einer Draufsicht vorzugsweise zumindest teilweise. Der Abzug der
Kochdünste kann somit stärker gerichtet und somit besonders effizient erfolgen.
[0086] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die mindestens eine Einströmöffnung
eine Fläche von höchstens 100 mm
2, insbesondere höchstens 10 mm
2, insbesondere höchstens 1 mm
2, insbesondere höchstens 0,1 mm
2, auf. Eine Anzahl der Einströmöffnungen beträgt vorzugsweise mindestens zehn, insbesondere
mindestens fünfundzwanzig, insbesondere mindestens fünfzig, insbesondere mindestens
einhundert, insbesondere mindestens eintausend. Der Abzug der Kochdünste kann somit
an einer Vielzahl unterschiedlicher Positionen und in unmittelbarer Nähe zum Ort des
Entstehens der Kochdünste erfolgen. Der Abzug der Kochdünste ist somit besonders effizient.
[0087] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die mehreren Einströmöffnungen je
einer von mindestens zwei Abzugssektionen zugehörig, wobei der Abzug der Kochdünste
über jede der Abzugssektionen unabhängig erfolgen kann. Die Einströmöffnungen jeder
der mindestens zwei Abzugssektionen können jeweils mit luftdicht voneinander getrennt
vorliegenden Unterdruck-Kanalabschnitten in Verbindung stehen. Vorzugsweise steht
jede der mindestens zwei Abzugssektionen, insbesondere über je einen separaten Unterdruck-Kanalabschnitt,
mit jeweils mindestens einem Lüfter zum Ansaugen der Kochdünste in luftleitender Verbindung.
Vorzugsweise umfasst jede der mindestens zwei Abzugssektionen mindestens einen, insbesondere
mindestens zwei, insbesondere mindestens fünf, insbesondere mindestens zehn, insbesondere
mindestens fünfzig, Einströmöffnungen.
[0088] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Kochfeldsystem zu verbessern.
[0089] Diese Aufgabe wird durch ein Kochfeldsystem mit einer Dunstabzugsvorrichtung gemäß
der vorstehenden Beschreibung und einem Kochfeld zum Erwärmen von Kochgut gelöst.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Kochfeldsystems entsprechen den Vorteilen der vorstehend
beschriebenen Dunstabzugsvorrichtung. Vorzugsweise umfasst das Kochfeld mindestens
einen Kochgutträger und mindestens eine unterhalb des Kochgutträgers angeordnete Heizeinheit.
Die mindestens eine Heizeinheit kann als Strahlungsheizeinheit und/oder als Induktionsheizeinheit
ausgebildet sein. Die mindestens eine Heizeinheit, insbesondere die Induktionsspulen,
können jeweils einen Durchmesser beziehungsweise eine Länge und Breite von bis zu
23 cm, insbesondere bis zu 24 cm, insbesondere mehr als 24 cm aufweisen. Das Kochfeldsystem
kann insbesondere vier Kochfelder mit einem Durchmesser beziehungsweise einer Länge
und Breite von jeweils 24 cm aufweisen.
[0090] Die mindestens eine Einströmöffnung ist vorzugsweise in einer Draufsicht im hinteren
Drittel, insbesondere im hinteren Viertel, des Kochfeldsystems angeordnet. Die mindestens
eine Einströmöffnung erstreckt sich vorzugsweise über mindestens 50 %, insbesondere
mindestens 70 %, insbesondere mindestens 85 %, der Breite des Kochfeldsystems
[0091] Gemäß einem Aspekt der Erfindung überlappt der Kochgutträger sämtliche der Lüfter
in einer Draufsicht vollständig. Die horizontalen Abmessungen des Kochfeldsystems
sind somit besonders gering.
[0092] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die Lüfter in Draufsicht in einem
Bereich hinter der rückseitigen Kante des Kochgutträgers angeordnet. Dies ermöglicht
es, das Kochfeldsystem im vorderen Bereich, insbesondere im Bereich der Kochfelder,
welche auch als Kochstellen bezeichnet werden, mit besonders geringer Bauhöhe auszubilden.
Das Kochfeldsystem kann im vorderen Bereich, insbesondere über mindestens 50%, insbesondere
mindestens 70%, insbesondere mindestens 80%, insbesondere mindestens 90% seiner Erstreckung
in Richtung senkrecht zur Vorderkante eine Bauhöhe von höchstens 10 cm, insbesondere
höchstens 5 cm, insbesondere höchstens 4 cm aufweisen. Diese Angaben zur Bauhöhe des
Kochfeldsystems gelten insbesondere für den gesamten Bereich, in welchem die Kochfelder
angeordnet sind. Das Kochfeldsystem weist somit in diesem Bereich eine derart geringe
Bauhöhe auf, dass der gesamte Raum im darunter befindlichen Unterschrank nutzbar ist.
Es braucht insbesondere nicht auf die oberste Schublade verzichtet zu werden. Gegebenenfalls
kann diese mit einer etwas reduzierten Einschubtiefe ausgebildet werden.
[0093] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Kochfeldsystem einen L-förmigen
Querschnitt auf. Es kann insbesondere in seinem vorderen Bereich, insbesondere im
Bereich, wo die Kochfelder angeordnet sind, eine geringere Bauhöhe aufweisen als im
Bereich seiner rückseitigen Kante. Hierbei können im Bereich der rückseitigen Kante
beispielsweise Elektronikkomponenten und/oder der oder die Lüfter, insbesondere der
oder die Lüfterräder, angeordnet sein.
[0094] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann das Kochfeldsystem einen in Querrichtung
L-förmigen Querschnitt aufweisen. Es kann insbesondere in einem oder beiden seiner
Randbereiche eine größere Bauhöhe aufweisen als in seinem Zentralbereich. Auch hierdurch
kann erreicht werden, dass das Kochfeldsystem in seinem Zentralbereich eine besonders
geringe Bauhöhe aufweist. Es ist insbesondere möglich, Elektronikkomponenten und/oder
Lüfter oder deren Bestandteile und/oder andere Komponenten des Kochfeldsystems in
einem Randbereich, insbesondere in einem hinteren und/oder einem seitlichen Randbereich
anzuordnen.
[0095] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist der Filter in einer Draufsicht zwischen mindestens
zwei der Kochfelder oder hinter dem mindestens einen Kochfeld angeordnet.
[0096] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist die mindestens eine Einströmöffnung gaspermeabel
und flüssigkeitsabweisend, insbesondere flüssigkeitsdicht, ausgebildet. Hierzu kann
an der mindestens einen Einströmöffnung, insbesondere an dem Kochgutträger, eine gaspermeable
und flüssigkeitsabweisende, insbesondere flüssigkeitsdichte, Schicht angeordnet sein.
Die gaspermeable und flüssigkeitsabweisende Schicht kann oberhalb oder unterhalb des
Kochgutträgers angeordnet sein. Die gaspermeable und flüssigkeitsabweisende Schicht
kann an dem Kochgutträger und/oder an dem mindestens einen Filter, insbesondere stoffschlüssig
oder auswechselbar, angebracht sein. Vorzugsweise ist die gaspermeable und flüssigkeitsabweisende
Schicht reinigbar, insbesondere spülmaschinenfest, ausgebildet. Hierdurch kann erreicht
werden, dass Kochdünste zuverlässig nach unten abgesaugt, Flüssigkeiten jedoch nicht
in einen Bereich unterhalb des Kochgutträgers und/oder der mindestens einen Einströmöffnung
eindringen können.
[0097] Die mindestens eine Einströmöffnung kann jeweils einen den Kochgutträger durchdringenden
Einströmkanal stromaufwärts begrenzen. Der mindestens eine Einströmkanal kann als
Bohrung, insbesondere als Mikro-Bohrung und/oder als Perforierung, ausgebildet sein.
Vorzugsweise ist mindestens eine der Einströmöffnungen in einer Draufsicht in einem
zentralen Bereich des Kochgutträgers, insbesondere im Bereich des geometrischen Flächenschwerpunktes
des Kochgutträgers, angeordnet. Mindestens eine der Einströmöffnungen kann in einer
Draufsicht in einem Randbereich des Kochgutträgers angeordnet sein.
[0098] Gemäß einem Aspekt der Erfindung beträgt der Flächenanteil einer perforierten Oberfläche
des Kochgutträgers gegenüber der Gesamtoberfläche des Kochgutträgers in einer Draufsicht
mindestens 30 %, insbesondere mindestens 50 %, insbesondere mindestens 75 %, insbesondere
100 %.
[0099] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist der mindestens eine Kochgutträger, insbesondere
werkzeuglos, reversibel von einer Kochgutträgeraufnahme des Kochfeldsystems abnehmbar.
[0100] Der Kochgutträger kann insbesondere als separates, von den übrigen Bestandteilen
des Kochfeldsystems trennbares Bauelement ausgebildet sein. Er kann auch zusammen
mit den Induktionsgeneratoren von den übrigen Bestandteilen des Kochfeldsystems trennbar,
insbesondere abnehmbar sein.
[0101] Der Kochgutträger kann spülmaschinenfest und/oder zur Reinigung in einem Pyrolyseverfahren
ausgebildet sein. Insbesondere kann der Kochgutträger hierzu kratzfest und/oder korrosionsbeständig
und/oder hitzebeständig, insbesondere für Temperaturen von mindestens 200 °C, insbesondere
mindestens 300 °C, insbesondere mindestens 400 °C, insbesondere mindestens 500 °C,
ausgebildet sein.
[0102] Der mindestens eine Kochgutträger kann auch als, insbesondere werkzeuglose abnehmbare
und/oder tragbare, kapazitive und/oder elektrisch beheizbare Warmhalteplatte ausgebildet
sein. Zur elektrischen Beheizung kann die Warmhalteplatte Schichten aus Mikanit aufweisen.
Vorzugsweise ist die Warmhalteplatte bis zu einer Temperatur von maximal 120 °C, insbesondere
maximal 100 °C, insbesondere maximal 80 °C, beheizbar. Vorzugsweise weist der Kochgutträger
eine spezifische Wärmekapazität von mindestens 500 J/kgK, insbesondere mindestens
700 J/kgK, insbesondere mindestens 850 J/kgK, auf.
[0103] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Kochfeldsystem als Kompaktgerät
ausgebildet. Unter dem Kompaktgerät wird eine Montageeinheit, umfassend das Kochfeld
und die Dunstabzugsvorrichtung, verstanden, wobei die Dunstabzugsvorrichtung den Unterdruck-Kanalabschnitt
und den mindestens einen Lüfter umfasst. Das als Kompaktgerät ausgebildete Kochfeldsystem
ist besonders schnell und aufwandsgünstig, insbesondere an einer Arbeitsplatte, montierbar.
[0104] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der mindestens eine Lüfter in einer
Draufsicht horizontal vollständig hinter dem geometrischen Flächenschwerpunkt des
Kochfeldsystems, insbesondere des Kochgutträgers, angeordnet. Eine Gesamtbauhöhe des
Kochfeldsystems kann somit besonders gering sein. Bei der Anbringung des Kochfeldsystems
an einem Küchenunterschrank bleibt der unterhalb der Arbeitsplatte zur Verfügung stehende
Stauraum von dem Kochfeldsystem, insbesondere in einem vorderen Bereich, weitestgehend
unbeeinträchtigt. Vorzugsweise ist der mindestens eine Lüfter in der Draufsicht vollständig
in einem Bereich hinter dem Kochgutträger angeordnet. Dabei kann eine Drehachse des
mindestens einen Lüfters horizontal, insbesondere in Tiefenrichtung des Kochfeldes,
orientiert sein.
[0105] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung beträgt eine vordere Bauhöhe des Kochfeldsystems
in einem horizontalen Bereich zwischen der Vorderkante und einem geometrischen Flächenschwerpunkt
des Kochfeldsystems höchstens 180 mm, insbesondere höchstens 150 mm, insbesondere
höchstens 120 mm, insbesondere höchstens 100 mm, insbesondere höchstens 80 mm, insbesondere
höchstens 50 mm. Es hat sich gezeigt, dass ein Kochfeldsystem mit einer Bauhöhe von
40 mm im vorderen Bereich möglich ist.
[0106] Das Kochfeldsystem weist eine derartig geringe Bauhöhe insbesondere in einem Bereich,
welcher sich über mindestens 30 cm, insbesondere mindestens 40 cm, insbesondere mindestens
50 cm ausgehend von der Vorderkante in Richtung senkrecht zu dieser erstreckt, auf.
[0107] Das Kochfeldsystem kann insbesondere im gesamten Bereich der Kochstellen eine derartig
geringe Bauhöhe aufweisen.
[0108] Eine Gesamtbauhöhe des Kochfeldsystems beträgt vorzugsweise höchstens 250 mm, insbesondere
200 mm, insbesondere 150 mm.
[0109] Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Kochfeldsystem mit einer Kochfeldabdeckung
zu verbessern.
[0110] Diese Aufgabe wird durch ein Kochfeldsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass das Kochfeldsystem mit der relativ zu dem Kochfeld
verlagerbaren Kochfeldabdeckung, welche in der Verschlussstellung die mindestens eine
Einströmöffnung und die mindestens eine Kochstelle in einer Draufsicht zumindest teilweise
überdeckt und in der Offenstellung freigibt, besonders flexibel und intensiv nutzbar
ist. Als Kochstelle wird ein Bereich oberhalb des Kochgutträgers bezeichnet, in dem
die mindestens eine Heizeinheit das Kochgut erwärmt.
[0111] Bei einer Anordnung der Kochfeldabdeckung in der Offenstellung kann das gesamte Kochfeld
in üblicher Weise zum Erwärmen des Kochguts verwendet werden. Bei einer Anordnung
der Kochfeldabdeckung in der Verschlussstellung kann ein erster Bereich oberhalb des
Kochfeldes beispielsweise zum Erwärmen von Kochgut genutzt werden, wobei ein zweiter
Bereich oberhalb des Kochfeldes gleichzeitig zum Vorbereiten des Kochguts nutzbar
ist. Durch die zumindest abschnittsweise Abdeckung der mindestens einen Einströmöffnung
wird die Abzugsintensität, insbesondere bei unveränderter Lüfterleistung, in dem unverdeckten
Bereich der Einströmöffnung erhöht. In dem zum Kochen verwendeten Bereich des Kochfeldes
kann so eine erhöhte Abzugsleistung bereitgestellt werden. Zudem kann die in der Offenstellung
angeordnete Kochfeldabdeckung eine dahinterliegende Wand zuverlässig vor Fettspritzern
schützen. Eine intensive Nutzung des in einer Küche zur Verfügung stehenden Raums
sowie ein energieeffizienter Abzug von Kochdünsten werden somit ermöglicht.
[0112] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung überdeckt die Kochfeldabdeckung in der
Verschlussstellung lediglich die mindestens eine Einströmöffnung, jedoch nicht die
Kochstellen. Die Kochfeldabdeckung kann sich in der Verschlussstellung insbesondere
bündig an eine rückseitige Kante der Kochfelder, insbesondere des Kochgutträgers anschließen.
[0113] Eine Oberseite der Kochfeldabdeckung kann als mechanisch unempfindliche, insbesondere
kratzfeste Abstellfläche und/oder schnittfeste Schneidfläche ausgebildet sein. Bei
einer Anordnung der Kochfeldabdeckung in der Verschlussstellung kann die Oberseite
der Kochfeldabdeckung dann beispielsweise zur Vorbereitung zu erwärmender Nahrungsmittel
genutzt werden. Vorzugsweise ist die Kochfeldabdeckung hochtemperaturfest, insbesondere
für Temperaturen von mindestens 150 °C, insbesondere mindestens 200 °C, insbesondere
mindestens 250 °C, ausgebildet. Die Kochfeldabdeckung kann eine besonders geringe
Wärmeleitfähigkeit von höchsten 3.0 W/mK, insbesondere höchstens 2.0 W/mK, insbesondere
höchstens 1.0 W/mK, aufweisen. Erhitztes Kochgut kann somit ohne die Gefahr einer
Beschädigung der Kochfeldabdeckung und ohne die Gefahr einer Verbrennung der Haut
an der Erhitzen Kochfeldabdeckung auf dieser abgestellt werden.
[0114] Die Kochfeldabdeckung kann insbesondere aus Metall, insbesondere Gusseisen, Glas
oder Glaskeramik oder aus Kunststoff sein.
[0115] Die Kochfeldabdeckung ist vorzugsweise schwenkbar an dem Kochfeldsystem, insbesondere
an dem Kochfeld, angebracht. Die Kochfeldabdeckung kann mit einer Antriebseinrichtung
zum Verlagern der Kochfeldabdeckung zwischen der Verschlussstellung und der Offenstellung
in Verbindung stehen. Die Antriebseinrichtung kann einen Motor und/oder ein Federelement
umfassen. Die Kochfeldabdeckung kann somit besonders einfach, insbesondere automatisiert,
zwischen der Verschlussstellung und der Offenstellung verlagert werden. Zum händischen
Verlagern zwischen der Offenstellung und der Verschlussstellung kann die Kochfeldabdeckung
ein Griffmittel aufweisen.
[0116] Vorzugsweise verdeckt die Kochfeldabdeckung die mindestens eine Einströmöffnung und/oder
die mindestens eine Kochstelle in der Verschlussstellung vollständig. Die Kochfeldabdeckung
kann in der Verschlussstellung das gesamte Kochfeld, insbesondere den gesamten Kochgutträger,
in einer Draufsicht vollständig überlappen. Die Kochfeldabdeckung kann in der Verschlussstellung
auf dem Kochfeld, insbesondere auf dem Kochgutträger, aufliegen. In der Verschlussstellung
kann eine Oberfläche der Kochfeldabdeckung bündig zu einer Arbeitsplatte angeordnet
sein oder diese nach oben überragen.
[0117] Gemäß einem Aspekt der Erfindung verschließt die Kochfeldabdeckung die mindestens
eine Einströmöffnung in der Verschlussstellung luftdicht. Die Kochfeldabdeckung kann
hierzu eine Verschließdichtung aufweisen. Vorzugsweise umgibt die Verschließdichtung
die mindestens eine Einströmöffnung in der Verschlussstellung vollständig. Der Austritt
von Gerüchen aus der Dunstabzugsvorrichtung durch die mindestens eine Einströmöffnung
kann somit, insbesondere bei deaktivierten Lüftern, zuverlässig verhindert werden.
[0118] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst die Kochfeldabdeckung mindestens
zwei unabhängig voneinander verlagerbare Abdeckkörper. Vorzugsweise sind die mindestens
eine Einströmöffnung und der Kochgutträger durch die mindestens zwei Abdeckkörper
jeweils teilweise verdeckbar. Nicht verwendete Bereiche des Kochgutträgers können
so zusammen mit einem, insbesondere angrenzenden, Teilbereich der mindestens einen
Einströmöffnung verdeckt werden, wobei insbesondere ein weiterer Teilbereich des Kochgutträgers
zum Erwärmen von Kochgut verwendet werden kann. Über den somit verkleinerten Bereich
der Einströmöffnung können die Kochdünste besonders intensiv abgezogen werden.
[0119] Die Kochfeldabdeckung kann mindestens einen an dem mindestens einen Abdeckkörper
angebrachten Verschließdeckel aufweisen. Der Verschließdeckel kann derart ausgebildet
sein, dass dieser in der Verschlussstellung des mindestens einen Abdeckkörpers in
einen Unterdruck-Kanalabschnitt der Dunstabzugsvorrichtung eindringt. Die Verschließdichtung
ist vorzugsweise an dem mindestens einen Verschließdeckel angeordnet. Die mindestens
eine Eintrittsöffnung kann somit besonders zuverlässig, insbesondere luftdicht, verschlossen
werden.
[0120] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung des Kochgutträgers, des Kochfeldes und des Kochfeldsystems anhand der
Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Kochfeldsystems mit einem Kochfeld und einer
Dunstabzugsvorrichtung,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie II-II in der
Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf ein Kochfeldsystem gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, wonach
das Kochfeldsystem sechs Induktivheizeinheiten, eine Dunstabzugsvorrichtung mit mehreren
Querstromlüftern und einem Kochgutträger mit einer Vielzahl von Einströmkanälen umfasst,
wobei diese inhomogen über eine Oberfläche des Kochgutträgers verteilt sind,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines Kochfeldsystems gemäß einem weiteren Ausführungssystem,
umfassend eine Dunstabzugsvorrichtung mit einer einzelnen von einem Kochgutträger
ausgebildeten Einströmöffnung und einer Kochfeldabdeckung zum reversiblen und vollständigen
Verdecken des Kochgutträgers und der Einströmöffnung,
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie V-V in der Fig.
4 mit vier gleichwinklig und äquidistant um eine durch einen Flächenschwerpunkt der
Einströmöffnung verlaufende Vertikalachse angeordneten Lüftern,
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie VI-VI in der
Fig. 4 mit einem hohlzylinderförmigen Filter,
- Fig. 7
- eine perspektivische Rückansicht eines Kochfeldsystems gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel,
wobei das Kochfeldsystem ein Kochfeld mit vier nebeneinander angeordneten Heizeinheiten,
eine Kochfeldabdeckung mit zwei unabhängig voneinander verlagerbaren Abdeckkörpern
und eine Dunstabzugsvorrichtung mit einer rückseitig an dem Kochfeld angeordneten
Einströmöffnung aufweist,
- Fig. 8
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie VIII-VIII in
der Fig. 7, wobei ein Geruchsfilter der Abzugsvorrichtung in einem stromaufwärts der
Lüfter angeordneten Unterdruck-Kanalabschnitt angeordnet ist,
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung eines Kochfeldsystems gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
mit zwei verlagerbaren Kochdunstleitelementen zum jeweils einseitigen Abschatten eines
stromaufwärts einer Einströmöffnung gelegenen Oberraums,
- Fig. 10
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie X-X in der Fig.
9 mit zwei stromabwärts der beiden Einströmöffnungen angeordneten Lüftern,
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf ein Kochfeldsystem gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel mit
einem Kochgutträger, drei daran angeordneten Heizeinheiten und einer Dunstabzugsvorrichtung
zum Abzug von Kochdünsten nach unten, wobei eine Gesamtbreite des Kochfeldsystems
560 mm beträgt und wobei sämtlich der Heizeinheiten in einer Draufsicht gleich beabstandet
zu der Einströmöffnung angeordnet sind,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht des Kochfeldsystems in Fig. 11,
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf ein Kochfeldsystem gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, wobei
eine Mittelängsachse eines Einströmkanals zu einer Kochfeldnormalen geneigt ausgebildet
ist,
- Fig. 14
- eine Draufsicht auf ein Kochfeldsystem mit vier Heizeinheiten und einer Dunstabzugsvorrichtung,
und
- Fig. 15
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems entlang der Schnittlinie XV-XV in der
Fig. 14 mit zwei Lüftern, welche je ein um eine Drehachse drehbar gelagertes Lüfterrad
aufweisen, wobei die Drehachse zu einer Horizontalebene und zu einer Vertikalrichtung
geneigt orientiert ist.
[0121] Im Folgenden werden unterschiedliche Details eines Kochfeldsystems 1 mit einem Kochfeld
2 und einer Dunstabzugsvorrichtung 3 anhand der Fig. 1 und Fig. 2 beschrieben. Das
Kochfeld 2 umfasst einen Kochgutträger 4 mit vier daran angeordneten Heizeinheiten
5 zum Erwärmen von Kochgut 6. Das Kochfeldsystem 1 ist an einem Küchenunterschrank
7 angeordnet. Hierzu ist das Kochfeldsystem 1 an einer Arbeitsplatte 8 des Küchenunterschranks
7 befestigt. Eine Oberfläche des Kochgutträgers 4 ist dabei flächenbündig zu einer
Oberfläche der Arbeitsplatte 8 angeordnet.
[0122] Zur Steuerung der Dunstabzugsvorrichtung 3 und der Heizeinheiten 5 umfasst das Kochfeldsystem
1 eine Benutzerschnittstelle 9. Die Benutzerschnittstelle 9 ist als berührungsempfindlicher
Bildschirm ausgebildet. Über eine nicht dargestellte Steuereinheit steht die Benutzerschnittstelle
9 in Signalverbindung mit der Dunstabzugsvorrichtung 3 und den Heizeinheiten 5.
[0123] Der Kochgutträger 4 umfasst eine Glasplatte, insbesondere eine Glaskeramikplatte.
Die Glasplatte ist von einer Vielzahl von Einströmkanälen 10 zum Abzug der Kochdünste
durchdrungen. Eine Querschnittsfläche der Einströmkanäle 10 ist jeweils geringer als
1 mm
2 .
[0124] Ein von der jeweiligen Heizeinheit 5 beheizbarer Bereich auf Höhe oder oberhalb des
Kochgutträgers 4 bildet eine Kochstelle 11 aus. Im Bereich der Kochstellen 11 kann
die jeweilige Heizeinheit 5 auf das Kochgut 6 einwirken und dieses erwärmen. Im Bereich
der Kochstellen 11 weist der Kochgutträger 4 keine Einströmkanäle 10 auf. Mit Ausnahme
des Bereichs der Kochstellen 11 sind die Einströmkanäle 10 in einer Draufsicht zueinander
äquidistant verteilt an dem Kochgutträger 4 angeordnet. Die Einströmkanäle 10 erstrecken
sich jeweils geradlinig und in vertikaler Richtung durch den Kochgutträger 4. Die
Einströmkanäle 10 weisen einen kreisförmigen Querschnitt auf.
[0125] Wie in der Fig. 2 dargestellt, weist das Kochfeldsystem 1 ein Gehäuse 12 auf. An
dem Gehäuse 12 ist eine Kochgutträgeraufnahme 13 angeordnet. Der Kochgutträger 4 liegt
von oben auf der Kochgutträgeraufnahme 13 auf und ist von dieser werkzeuglos und reversibel
nach oben abnehmbar. Die Kochgutträgeraufnahme 13 weist eine nicht dargestellte Kippkante
auf. Die Kippkante grenzt eine Auflagefläche der Kochgutträgeraufnahme 13 von einer
Vertiefung ab. Die Vertiefung ist derart ausgebildet, dass durch Belasten des Kochgutträgers
4 in einem Bereich oberhalb der Vertiefung in Richtung nach unten ein Anheben eines
der Kippkante gegenüberliegenden Bereichs des Kochgutträgers 4 erzielt werden kann.
[0126] Der Kochgutträger 4 ist spülmaschinenfest ausgebildet. Insbesondere ist der Kochgutträger
4 hochtemperaturfest, insbesondere für Temperaturen von mindestens 350 °C, und zur
Pyrolysereinigung geeignet ausgebildet.
[0127] Die Anzahl der den Kochgutträger 4 durchdringenden Einströmkanäle 10 ist größer als
50. Unterhalb des Kochgutträgers 4, insbesondere in dem von den Einströmkanälen 10
durchdrungenen Bereichen, ist ein Filter 14 angeordnet. Der Filter 14 überlappt in
einer Draufsicht die Einströmkanälen 10 vollständig. Der Filter 14 ist als Kombinationsfilter
zum Filtern von Fett und von Gerüchen aus dem Kochdunst ausgebildet. Der Kochgutträger
4 weist eine Filteraufnahme 15 auf. Der Filter 14 ist mittels der Filteraufnahme 15
reversibel an dem Kochgutträger 4 angebracht.
[0128] Der Kochgutträger 4 ist für Gase durchlässig und für Flüssigkeiten undurchlässig
ausgebildet. Hierzu weist der Kochgutträger 4 im Bereich der Einströmkanäle 10 eine
hydrophobe Oberflächenbeschichtung 16 auf.
[0129] Der Filter 14 ist in einem Unterdruck-Kanalabschnitt 17 der Dunstabzugsvorrichtung
3 angeordnet. Der Unterdruck-Kanalabschnitt 17 erstreckt sich zwischen Einströmöffnungen
18, welche durch die Einströmkanäle 10 an der Oberseite des Kochgutträgers 4 ausgebildete
sind, und Lüftern 19 der Dunstabzugsvorrichtung 3. Die Dunstabzugsvorrichtung 3 umfasst
vier Lüfter 19. Die Lüfter 19 sind als Querstromlüfter ausgebildet. Eine Drehachse
20 des jeweiligen Lüfters 19 ist horizontal, insbesondere parallel zu einer Vorderkante
20a des Kochfeldsystems 1, orientiert. Die Lüfter 19 stehen über den Unterdruck-Kanalabschnitt
17 in fluidleitender Verbindung mit den Einströmöffnungen 18 und über einen Überdruck-Kanalabschnitt
21 in fluidleitender Verbindung mit einem Kochdunstauslass 21.
[0130] Die Dunstabzugsvorrichtung 3 ist dazu ausgebildet, Kochdünste über vier voneinander
unabhängig betreibbare Abzugssektionen 22a, 22b, 22c, 22d abzuziehen. Die jeweilige
Abzugssektion 22a, 22b, 22c, 22d steht hierzu jeweils über einen separaten Unterdruck-Kanalabschnitt
17 in Verbindung mit einem der Lüfter 19. Die Oberfläche des Kochgutträgers 4 ist
in vier flächengleiche Abzugssektionen 22 unterteilt.
[0131] Zur luftdichten Verbindung des stromabwärts der jeweiligen Abzugssektion 22 angeordneten
Unterdruck-Kanalabschnitts 17 mit dem Kochgutträger 4 sind an dem Unterdruck-Kanalabschnitt
17 nicht dargestellte Dichtelemente angeordnet. Die Dichtelemente umranden dabei die
jeweilige Abzugssektionen 22 vollständig.
[0132] Der Kochgutträger 4 weist eine Tiefe T von 500 mm auf. Im vorderen Bereich, insbesondere
über mindestens 70 % der Tiefe T, ausgehend von einer Vorderkante 20a des Kochfeldsystems
1, weist das Kochfeldsystem 1 eine vordere Bauhöhe H
V von 120 mm oder weniger auf. Die Bauhöhe H
V des Kochfeldsystems 1 kann in diesem Bereich insbesondere im Bereich von lediglich
3 cm bis 5 cm liegen. Ein Stauraum 23 des Küchenunterschranks 7 bleibt durch das Kochfeldsystem
1 weitestgehend unbeeinträchtigt und unverbaut. Eine oberste Schublade 24 des Küchenunterschranks
7 ist dabei weder in vertikaler Richtung noch in Tiefenrichtung eingekürzt. Gegebenenfalls
ist es möglich, die oberste Schublade 24 des Küchenunterschranks 7 in Tiefenrichtung
etwas kürzer auszubilden, um im rückseitigen Bereich genügend Raum zur Anordnung der
Lüfter 19 zur Verfügung zu haben.
[0133] Die Lüfter 19 weisen je ein Lüfterrad 25 auf. Ein Durchmesser D der Lüfterräder 25
beträgt 80 mm.
[0134] Das Kochfeldsystem 1 ist als Kompaktgerät ausgebildet und somit als vormontiertes
System einfach und schnell in die Arbeitsplatte 8 einsetzbar. Das als Kompaktgerät
ausgebildete Kochfeldsystem 1 umfasst dabei das Gehäuse 12, das Kochfeld 2 und die
Dunstabzugsvorrichtung 3, wobei dem Kompaktgerät der Unterdruck-Kanalabschnitt 17
und die Lüfter 19 der Dunstabzugsvorrichtung 3 vollständig sind, der stromabwärts
der Lüfter 19 angeordnete Überdruck-Kanalabschnitt 26 jedoch nur teilweise angehörig
sind.
[0135] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1, der Dunstabzugsvorrichtung 3, des Kochfeldes
2 und des Kochgutträgers 4 ist wie folgt:
Die Inbetriebnahme des Kochfeldsystems 1 erfolgt über die Benutzerschnittstelle 9.
Über die Benutzerschnittstelle 9 werden Benutzereingaben zum Steuern der Heizeinheiten
5 und der Lüfter 19 an die Steuereinheit übermittelt. Mittels der Steuereinheit wird
elektrische Energie zum Betreiben der Heizeinheiten 5 und der Lüfter 19 bereitgestellt.
Über die Steuereinheit werden Zustands- und Leistungsdaten der Heizeinheiten 5 und
der Lüfter 19 an die Benutzerschnittstelle 9 übermittelt und über die Benutzerschnittstelle
9 visuell dargestellt.
[0136] Die Heizeinheiten 5 sowie die Lüfter 19 können mittels der Steuereinheit unabhängig
voneinander mit elektrischer Leistung beschaltet werden. Durch Aktivieren der im Bereich
der Abzugssektion 22a angeordneten Heizeinheit 5 wird ausschließlich das dort angeordnete
Kochgut 6 erwärmt. Durch Aktivieren des mit der Abzugssektion 22a in Verbindung stehenden
Lüfters 19 werden Kochdünste über die der Abzugssektion 22a zugehörigen Einströmkanäle
10 abgezogen.
[0137] Anhand der Fig. 3 wird im Folgenden ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Kochfeldsystems 1 beschrieben. Im Unterschied zu dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel
sind die Einströmkanäle 10 inhomogen über eine Oberfläche des Kochgutträgers 4 verteilt
angeordnet. Zudem sind auch in dem Bereich der Kochstellen 11 Einströmkanäle 10 angeordnet.
Der Unterdruck-Kanalabschnitt 17 erstreckt sich dabei insbesondere zwischen der Heizeinheit
5 und dem Kochgutträger 4. Die Heizeinheit 5 ist hierzu beabstandet zu dem Kochgutträger
4 angeordnet. Eine Anzahl der Einströmkanäle 10 pro Flächeneinheit ist in einem Randbereich
der jeweiligen Kochstelle 11 größer als in einem Mittenbereich der jeweiligen Kochstelle
11 und größer als in einem randseitigen Bereich des Kochgutträgers 4. Eine Querschnittsfläche
der Einströmkanäle 10 variiert entsprechend der Position des jeweiligen Einströmkanals
10 relativ zu der Kochstelle 11. Die in einem Randbereich der Kochstelle 11 angeordneten
Einströmkanäle 10 weisen eine größere Querschnittsfläche auf als diejenigen Einströmkanäle
10 in dem Mittenbereich der Kochstelle 11 und in dem Randbereich des Kochgutträgers
4.
[0138] Die Einströmkanäle 10 sind für Gase und Flüssigkeiten durchlässig ausgebildet. Unterhalb
des Kochgutträgers 4 ist eine Auffangschale 27 für Überlaufflüssigkeiten angeordnet.
Die Auffangschale 27 überlappt in einer Draufsicht eine Vielzahl der Einströmkanäle
10.
[0139] Das Kochfeldsystem 1 umfasst sechs Kochfelder 2 mit je einem Kochgutträger 4. Die
Kochgutträger 4 der jeweiligen Kochfelder 2 sind getrennt voneinander ausgebildet.
[0140] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß dem in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
entspricht der Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß dem vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel. Dadurch, dass das Kochfeldsystem 1 mehrere Kochfelder 2 mit lediglich
einer einzelnen Heizeinheit 5 umfasst, sind die Abmessungen der Kochgutträger 4 entsprechend
gering. Die Kochgutträger 4 können so besonders einfach aus der jeweiligen Kochgutträgeraufnahme
13 entnommen und, insbesondere in einer Spülmaschine, gereinigt werden.
[0141] Nach Entnahme der Kochgutträger 4 aus der jeweiligen Kochgutträgeraufnahme 13 können
die Auffangschalen 27 einfach von oben gereinigt werden. Der an dem jeweiligen Kochgutträger
4 angeordnete Filter 14 kann besonders einfach gereinigt oder ausgewechselt werden.
[0142] Anhand der Fig. 4 bis Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Im Unterschied zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen weist der Kochgutträger
4 einen einzigen Einströmkanal 10 auf. Eine Oberseite des Einströmkanals 10 bildet
die einzige Einströmöffnung 18 der Dunstabzugsvorrichtung 3. Die Einströmöffnung 18
ist von einem Einströmgitter 28 überdeckt.
[0143] Das Kochfeldsystem 1 umfasst eine Kochfeldabdeckung 29 zum reversiblen Abdecken des
Kochgutträgers 4 und der Einströmöffnung 18. Die Kochfeldabdeckung 29 umfasst einen
relativ zu dem Kochgutträger 4 verlagerbaren Abdeckkörper 30. Der Abdeckkörper 30
ist in einer Verschlussstellung und in einer Offenstellung anordenbar. In der Verschlussstellung
verdeckt der Abdeckkörper 30 den Kochgutträger 4 und die Einströmöffnung 18 in einer
Draufsicht vollständig. Der Abdeckkörper 30 umfasst eine Verschließdichtung 31 zum
luftdichten Verschließen der Einströmöffnung 18 in der Verschlussstellung.
[0144] Die Kochfeldabdeckung 29 ist an dem Kochfeld 2 gelenkig angebracht. In der Offenstellung
gibt die Kochfeldabdeckung 29 den Kochgutträger 4, insbesondere die Kochstellen 11,
zum Erwärmen des Kochguts sowie die Einströmöffnung 18 zum Abzug von Kochdünsten frei.
[0145] Die Oberfläche des Kochgutträgers 4 ist zu der Oberfläche der Arbeitsplatte 8 flächenbündig
angeordnet. In der Verschlussstellung liegt der Abdeckkörper 30 randseitig auf der
Arbeitsplatte 8 auf. Gemäß einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsvariante
kann die Oberfläche des Kochgutträgers 4 unterhalb der Oberfläche der Arbeitsplatte
8 angeordnet sein und eine Oberfläche der Kochfeldabdeckung 29 kann in der Verschlussstellung
flächenbündig zu der Oberfläche der Arbeitsplatte 8 angeordnet sein.
[0146] Die Fig. 5 zeigt einen Schnitt des Kochfeldsystems 1 von unten. Die Dunstabzugsvorrichtung
3 des Kochfeldsystems 1 umfasst vier Lüfter 19. Die Lüfter 19 weisen eine horizontal
orientierte Drehachse 20 auf. Die Lüfter 19 sind in einer Draufsicht äquidistant und
gleichwinklig verteilt um eine durch einen Flächenschwerpunkt der Einströmöffnung
18 verlaufende Vertikalachse angeordnet. Die Drehachsen 20 je zweier zueinander benachbarter
Lüfter 19 sind in einem Winkel von 90° zueinander orientiert. Der Durchmesser D der
Lüfterräder 25 beträgt 120 mm. Die Lüfter 19 sind als Axiallüfter ausgebildet.
[0147] Die Lüfter 19 sind mit der Einströmöffnung 18 über einen gemeinsamen Unterdruck-Kanalabschnitt
17 verbunden. Die Dunstabzugsvorrichtung 3 umfasst einen die Lüfter 19 fluidleitend
verbindenden Überdruck-Kanalabschnitt 26.
[0148] Wie in der Fig. 6 dargestellt beträgt eine Gesamtbauhöhe H des Kochfeldsystems 150
mm. Stromabwärts der Einströmöffnung 18 ist ein hohlzylinderförmiger Filter 14 mit
einer Auffangschale 17 für Überlaufflüssigkeiten angeordnet. Der Filter 14 ist als
Fettfilter ausgebildet.
[0149] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß dem in den Fig. 4 bis Fig. 6 dargestellten
Ausführungsbeispiel entspricht der Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß den
vorangegangenen Ausführungsbeispielen. Das Einströmgitter 28 ist von dem Kochgutträger
4 reversibel abnehmbar. Der Filter 14 kann aus der Einströmöffnung 18 entnommen werden.
Die Kochfeldabdeckung 29 kann zwischen der Verschlussstellung und der Offenstellung
verschwenkt werden. Der Kochgutträger 4 ist fest mit der Arbeitsplatte 8 verbunden.
[0150] Anhand der Fig. 7 und Fig. 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen umfasst das Kochfeldsystem
1 ein Kochfeld 2 mit vier nebeneinander angeordneten Heizeinheiten 5. Eine Einströmöffnung
18 der Dunstabzugsvorrichtung 3 weist eine rechteckförmige Kontur auf und ist hinter
den Heizeinheiten 5 bzw. den Kochstellen 11 angeordnet. Die Einströmöffnung 18 steht
über einen Unterdruck-Kanalabschnitt 17 in luftleitender Verbindung mit vier Lüftern
19, welche jeweils ein Lüfterrad 25 aufweisen. Die Drehachsen 20 der Lüfterräder 25
sind parallel zueinander und horizontal orientiert.
[0151] Eine maximale vordere Bauhöhe H
V in einem horizontalen Bereich von einer Vorderkante 20a bis zu einem geometrischen
Flächenschwerpunkt SP des Kochfeldsystems 1 beträgt 120 mm oder weniger. Die Bauhöhe
H
V des Kochfeldsystems 1 kann in diesem Bereich insbesondere im Bereich von lediglich
3 cm bis 5 cm liegen. Das Kochfeldsystem 1 weist insbesondere ausgehend von seiner
Vorderkante 20a über eine Tiefe T von mindestens 30 cm, insbesondere mindestens 40
cm, eine derartig geringe Bauhöhe auf. Eine Gesamthöhe H des Kochfeldsystems 1 beträgt
180 mm oder weniger.
[0152] Die Kochfeldabdeckung 29 weist zwei Abdeckkörper 30 auf. Die beiden Abdeckkörper
30 sind unabhängig voneinander zwischen der Offenstellung und der Verschlussstellung
anordenbar. Jeder der Abdeckkörper 30 verdeckt in der Verschlussstellung je zwei der
Kochstellen 11 vollständig und die Einströmöffnung 18 halbseitig.
[0153] Die beiden Abdeckkörper 30 sind jeweils über einen Drehmechanismus 31a an dem Kochfeldsystem
1 angebracht. Der Drehmechanismus 31a weist eine nicht dargestellte Antriebsfeder
sowie ein ebenfalls nicht dargestelltes Dämpferelement auf. Der Drehmechanismus 31a
gewährleistet ein leichtgängiges und in der Bewegung gedämpftes Öffnen und Schließen
des jeweiligen Abdeckkörpers 30.
[0154] Wie in der Fig. 8 dargestellt umfasst die Dunstabzugsvorrichtung 3 zwei in dem Unterdruck-Kanalabschnitt
17 angeordnete Filter 14a, 14b. Der erste in Strömungsrichtung nach der Einströmöffnung
18 angeordnete Filter 14a ist als Fettfilter ausgebildet und der zweite Filter 14b
ist als Geruchsfilter ausgebildet. Als Geruchsfilter dient insbesondere ein Aktivkohlefilter.
Der zweite Filter 14b kann insbesondere ein oder mehrere Aktivkohleelemente aufweisen.
Diese können auf einfache Weise austauschbar sein. Sie können insbesondere durch die
Einströmöffnung 18 entnehmbar sein.
[0155] Alternativ oder zusätzlich zu dem zweiten Filter 14b im Unterdruck-Kanalabschnitt
17 kann ein Geruchsfilter, insbesondere in Form eines Aktivkohlefilters abstromseitig
zu mindestens einem der Lüfter 19 angeordnet sein. Es ist insbesondere möglich, abstromseitig
zu jedem der Lüfter 19 einen entsprechenden Geruchsfilter anzuordnen. Diese Geruchsfilter
sind vorzugsweise austauschbar, insbesondere werkzeuglos austauschbar. Sie können
insbesondere über jeweils vorgesehene Entnahmeöffnungen aus dem Überdruck-Kanalabschnitt
26 entnehmbar sein.
[0156] Die Kochfeldabdeckung 29 umfasst je einen mit dem Abdeckkörper 30 verbundenen Verschließdeckel
32 zum luftdichten Verschluss der Einströmöffnung 18. Der Abdeckkörper 30 ist beabstandet
zu dem Verschließdeckel 32 angeordnet.
[0157] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 entspricht der Funktionsweise des Kochfeldsystems
1 gemäß den zuvor genannten Ausführungsbeispielen. Durch die relative Verlagerbarkeit
der Abdeckkörper 30 zueinander kann die Einströmöffnung 18 wahlweise überhaupt nicht,
halbseitig oder vollständig verdeckt werden. Bei einer halbseitigen Verdeckung der
Einströmöffnung 18 ist die Abzugsleistung in dem nicht verdeckten Bereich der Einströmöffnung
18 bei gleicher Leistung der Lüfter 19 erhöht. Die nicht verdeckten Kochstellen 11
können weiterhin zum Erwärmen von Kochgut 6 verwendet werden. Die von dem Abdeckkörper
30 verdeckten Kochstellen 11 werden automatisch deaktiviert. Die Steuereinheit steht
hierzu in Signalverbindung mit Kontaktschaltern 33 zum Erfassen des in der Verschlussstellung
angeordneten Abdeckkörpers 30.
[0158] Anhand der Fig. 9 und Fig. 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben. Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen umfasst die
Abzugsvorrichtung 3 zwei Einströmöffnungen 18, welche durch zwei den Kochgutträger
4 durchdringende Einströmkanäle 10 gebildet sind. Die Dunstabzugsvorrichtung 3 umfasst
zudem zwei Leitelemente 34, welche jeweils benachbart zu den Einströmöffnungen 18
angeordnet sind und parallel zu einer Haupterstreckung der Einströmöffnungen 18 orientiert
sind. Die Leitelemente 34 sind jeweils als einfach gekrümmte Schale ausgebildet. Die
Leitelemente 34 sind relativ zu dem Kochgutträger 4 zwischen einer Rückstellposition
und einer Leitposition verlagerbar. In der Leitposition ist das jeweilige Leitelement
34 zumindest abschnittsweise oberhalb des Kochgutträgers 4 angeordnet. In der Leitposition
schattet das jeweilige Leitelement 34 einen stromaufwärts der jeweiligen Einströmöffnung
18 gelegenen Oberraum einseitig gegenüber der Einströmöffnung 18 ab. In der Rückstellposition
ist eine Oberseite des jeweiligen Leitelements 34 flächenbündig zu der jeweils daran
angrenzenden Einströmöffnung 18 angeordnet.
[0159] Die Leitelemente 34 weisen ein Verschließelement 35 auf. Das Verschließelement 35
ist zur Abdeckung der jeweiligen Einströmöffnung 18 in der Rückstellposition ausgebildet.
[0160] Wie in der Fig. 10 dargestellt, weist das Kochfeldsystem 1 zum Verlagern der Leitelemente
34 je eine Kulissenführung 36 auf.
[0161] Die Funktionsweise des in den Fig. 9 und Fig. 10 dargestellten Kochfeldsystems 1
entspricht der Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß den vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispielen. Das Verlagern des jeweiligen Leitelements 34 entlang der Kulissenführung
36 ermöglicht ein einseitiges Abschatten des Oberraums zum gerichteten Abzug der Kochkünste
in der Leitposition und einen Verschluss der jeweiligen Einströmöffnung 18 in der
Rückstellposition, wobei ein Austritt von Gerüchen aus der Dunstabzugsvorrichtung
3 zuverlässig verhindert wird.
[0162] Anhand der Fig. 11 und der Fig. 12 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben. Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen weist das
Kochfeldsystem 1 einen Kochgutträger 4, drei Heizeinheiten 5 und eine Dunstabzugsvorrichtung
3 mit genau einem Lüfter 19 auf. Der Lüfter 19 der Dunstabzugsvorrichtung 3 ist als
Radiallüfter ausgebildet. Der Lüfter 19 steht über den Einströmkanal 10 in fluidleitender
Verbindung mit der Einströmöffnung 18.
[0163] Eine Gesamtbreite B des Kochfeldsystems 1 beträgt 560 mm. Die Gesamtbauhöhe H des
Kochfeldsystems 1 inklusive des Lüfters 19 beträgt 180 mm. Die Tiefe T des Kochfeldsystems
1 beträgt 515 mm.
[0164] Die Dunstabzugsvorrichtung 3 umfasst den Lüfter 19, wobei das Kochfeldsystem 1 als
Kombinationsgerät zum einteiligen Einbau in die Arbeitsplatte 8 ausgebildet ist.
[0165] Die Einströmöffnung 18 des Lüfters 19 durchdringt den Kochgutträger 4. Die Einströmöffnung
18 ist in einer Draufsicht kreisförmig. Die Dunstabzugsvorrichtung 3 weist ein Einströmgitter
28 auf, welches an der Einströmöffnung 18 reversibel anordenbar ist. In einer Draufsicht
überdeckt das Einströmgitter 28 die Einströmöffnung 18 vollständig. Das Einströmgitter
28 umfasst konzentrisch zueinander angeordnete, lamellenförmige Leitelemente 34 zum
Unterstützen eines laminaren Abzugs der Kochdünste durch das Einströmgitter 28 und
die Einströmöffnung 18.
[0166] Ein geometrischer Flächenschwerpunkt 37 der Einströmöffnung 18 ist zu einem geometrischen
Flächenschwerpunkt 38 des Kochgutträgers 4 beabstandet angeordnet. Ein Abstand a
E zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt 37 der Einströmöffnung 18 und dem geometrischen
Flächenschwerpunkt 38 des Kochgutträgers 4 beträgt 100 mm. Der geometrische Flächenschwerpunkt
37 der Einströmöffnung 18 ist in der Draufsicht entlang einer Breitenrichtung 39 als
auch entlang einer Tiefenrichtung 40 beabstandet zu dem geometrischen Flächenschwerpunkt
38 des Kochgutträgers 4 angeordnet.
[0167] Ein geringster Abstand a
H1 zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt 38 des Kochgutträgers 4 und einer ersten
der Heizeinheiten 5 beträgt 75 mm und ein geringste Abstand a
H2 zwischen dem geometrischen Flächenschwerpunkt 38 des Kochgutträgers 4 und einer zweiten
der Heizeinheiten 5 beträgt 10 mm. Ein geringster Abstand a
EH1 zwischen der Einströmöffnung 18 und der ersten Heizeinheit 5 ist gleich einem geringster
Abstand a
EH2 zwischen der Einströmöffnung 18 und der zweiten Heizeinheit 5 und gleich einem geringster
Abstand a
EH3 zwischen der Einströmöffnung 18 und der dritten Heizeinheit 5. Der geringste Abstand
a
EH1, a
EH2, a
EH3 zwischen der Einströmöffnung und den Heizeinheiten 5 beträgt 40 mm.
[0168] Das Kochfeldsystem 1 weist die Benutzerschnittstelle 9 auf. Die Benutzerschnittstelle
9 umfasst eine berührungsempfindliche Oberfläche 41 sowie eine Vielzahl von Anzeigeelementen
42. Die Benutzerschnittstelle 9 ist zum Steuern der Heizeinheiten 5 und der Dunstabzugsvorrichtung
3 ausgebildet. Die Benutzerschnittstelle 9 ist in einer Draufsicht relativ zu einer
der Heizeinheiten 5 der Einströmöffnung 18 gegenüberliegend angeordnet. Insbesondere
ist ein äußerer Rand der Benutzerschnittstelle 9 entlang der Breitenrichtung 39 und
entlang der Tiefenrichtung 40 beabstandet zu dem geometrischen Flächenschwerpunkt
38 des Kochgutträgers 4 angeordnet. Die Benutzerschnittstelle 9 ist in einem seitlichen
Randbereich des Kochgutträgers 4 angeordnet.
[0169] In der Fig. 12 ist das Kochfeldsystem 1 in einer Seitenansicht dargestellt. Der Lüfter
19 umfasst ein Lüftergehäuse 43. Das Lüftergehäuse 43 ist oberhalb eines tiefstliegenden
Punkts des Einströmkanals 10 angeordnet. Ein Abstand zwischen dem tiefstliegenden
Punkt des Einströmkanals 10 und dem Lüftergehäuse 43 beträgt 50 mm. Das Lüftergehäuse
43 ist vollständig unterhalb der Heizelemente 5 angeordnet. Eine besonders kompakte
Ausbildung des Kochfeldsystems 1 in horizontaler Richtung wird somit gewährleistet.
[0170] Das Kochfeldsystem 1 ist zumindest teilweise in einem Küchenunterschrank 42a aufgenommen.
Das Kochfeldsystem 1 durchdringt die Arbeitsplatte 8, welche sich auf dem Küchenunterschrank
42a abstützt. Eine Schrankbreite B
K des Küchenunterschranks 42a beträgt 600 mm. Eine Schranktiefe T
K des Küchenunterschranks 42a beträgt ebenfalls 600 mm. Der Küchenunterschranks 42a
weist einen Stauraum 42b zum Aufnehmen des Kochfeldsystems 1 sowie von Schubläden
oder Regalböden auf. Eine Stauraumbreite B
S des Küchenunterschranks 42a beträgt 580 mm.
[0171] Der Küchenunterschrank 42a weist eine Dämmung 43a auf. Die Dämmung 43a ist derart
an dem Küchenunterschrank 42a angeordnet, dass diese eine Unterseite und eine Vorderseite
des Kochfeldsystems 1 umgibt. Die Dämmung 43a gewährleistet eine reduzierte Geräuschemission
und einen verringerten Wärmeeintrag in einen unteren Bereich des Küchenunterschranks
42a.
[0172] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel entspricht
der Funktionsweise der vorstehend beschriebenen Kochfeldsysteme 1.
[0173] In der Fig. 13 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Kochfeldsystems 1 dargestellt.
Im Unterschied zu den vorstehend beschriebenen Kochfeldsystemen 1 weist ein Anfangsabschnitt
44 des Einströmkanals 10 eine Mittellängsachse 45 auf, welche schräg zu einer Kochfeldnormalen
46 orientiert ist. Ein Winkel zwischen der Mittellängsachse 45 des Anfangsabschnitts
44 und der Kochfeldnormalen 46 beträgt 45°.
[0174] Der Anfangsabschnitt 44 ist im Querschnitt kreisförmig. Die Einströmöffnung 18 ist
bedingt durch die schräge Orientierung der Mittellängsachse 45 zu der Kochfeldnormalen
46 elliptisch geformt.
[0175] Dadurch, dass die Gesamtbreite B des Kochfeldsystems 1 maximal 600 mm, insbesondere
560 mm, beträgt, wird erstmals eine Anordnung des Kochfeldsystems 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung
3 in einem Küchenunterschrank 42a mit besonders geringen Abmessungen ermöglicht. Vorteilhaft
wird hierdurch erreicht, dass derartige Kochfeldsysteme 1 besonders flexibel einsetzbar
und damit in erheblich größerem Umfang verbaubar sind. Besonders vorteilhaft ist eine
Ausführung des Kochfeldsystems 1 mit einer Bauhöhe von maximal 200 mm, da hierdurch
der Stauraum 42b weitestgehend zur Aufnahme, beispielsweise von Küchenutensilien,
erhalten bleibt.
[0176] In den Fig. 14 und Fig. 15 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des Kochfeldsystems
1 dargestellt. Im Unterschied zu den vorstehend beschriebenen Kochfeldsystemen 1 umfasst
die Dunstabzugsvorrichtung 3 zwei Lüfter 19 mit jeweils um eine Drehachse 20 drehbar
gelagerten Lüfterrädern 25, wobei die Drehachsen 20 jeweils zu einer Horizontalebene
und zu einer Vertikalrichtung geneigt orientiert sind. Das Kochfeldsystem 1 umfasst
vier in einer Draufsicht rechteckförmige Heizeinheiten 5. Die Heizeinheiten 5 und
die Dunstabzugsvorrichtung 3 stehen mit einer Benutzerschnittstelle 9 in Signalverbindung.
[0177] Die Dunstabzugsvorrichtung 3 weist eine zentral an einem Kochgutträger 4 angeordnete
Einströmöffnung 18 auf. An die Einströmöffnung 18 ist ein Anfangsabschnitt 44 eines
Unterdruck-Kanalabschnitts 17 angeschlossen.
[0178] Die Lüfter 19 weisen jeweils ein Lüftergehäuse 43 auf. Das Lüftergehäuse 43 umfasst
eine Unterdruck-Anschlussöffnung 47. Der Anfangsabschnitt 44 durchdringt die Unterdruck-Anschlussöffnung
47. Eine Kanalverbindung 48 verbindet den Anfangsabschnitt 44 mit dem Lüftergehäuse
43 fluiddicht.
[0179] Eine Anschlussnormale 49 ist senkrecht zu der Unterdruck-Anschlussöffnung 47 orientiert.
Die Anschlussnormale 49 schließt mit der Drehachse 20 einen Anschlusswinkel α von
80° ein.
[0180] Eine Leistungselektronik 50 zum Versorgen der Heizeinheiten 5 ist unterhalb der jeweiligen
Heizeinheit 5 angebracht. Durch die Neigung der Drehachse 20 wird in einem Bereich
zwischen der jeweiligen Heizeinheit 5 und dem Lüfter 19 ein für die Leistungselektronik
15, insbesondere für besonders bauraumintensive Einzelkomponenten der Leistungselektronik
15, benötigter Raum bereitgestellt.
[0181] Die beiden Lüfter 19 überlappen die Heizeinheiten 5 sowohl in einer Draufsicht als
auch in einer Seitenansicht. Das Kochfeldsystem 1 ist hierdurch besonders kompakt
ausgebildet. Eine Gesamtbauhöhe H beträgt 180 mm.
[0182] Eine Ansaugrichtung 51 des Lüfters 19 weist eine vertikal nach oben gerichtete Richtungskomponente
auf. Die Ansaugrichtung 51 ist parallel zu der Drehachse 20 orientiert. Dadurch, dass
die Ansaugrichtung 51 die nach oben weisende Richtungskomponente aufweist, ist der
Lüfter 19 zuverlässig vor eindringenden Flüssigkeiten geschützt.