[0001] Die Erfindung betrifft ein Bandenelement für eine Bande einer Eislaufbahn, eine Bande
für eine Eislaufbahn, eine Eislaufbahn, eine Verwendung eines Bandenelements für eine
Eislaufbahn und ein Verfahren zur Beleuchtung einer Eisfläche.
[0002] Eislaufen ist ein Sport, der sich stets sehr großer Beliebtheit erfreut. Neben dem
bloßen Gefühl des Gleitens über die Eisfläche tragen dabei auch Effekte der Raumatmosphäre
zum Erlebnis bei. In diesem Rahmen spielt insbesondere die Beleuchtung eine große
Rolle.
[0003] Die Beleuchtung dient zwar in erster Linie dazu, dass sich die Eisläufer besser sehen,
es werden aber mit einer gezielten Art der Beleuchtung auch Effekte geschaffen, die
Eislaufen zu einem besonderen Erlebnis machen, z.B. farbige Lichteffekte bei einer
Eisdisco.
[0004] Bisher werden in einer Eishalle mit einer symmetrischen Eisfläche oder mit einzelnen
Eisbahnen in der Regel Deckenleuchten eingesetzt. Eine andersartige Effektbeleuchtung
ist sehr selten und eine Beleuchtung, welche die Eisfläche direkt als Teil des Effekts
ausnutzt ist bisher nicht bekannt.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bandenelement bzw. eine Bande
einer Eislaufbahn, eine Verwendung eines Bandenelements für eine Eislaufbahn und ein
Verfahren zur Beleuchtung einer Eisfläche anzugeben, mit dem die oben beschriebenen
Nachteile vermieden werden und insbesondere eine Sicherheits- oder Effektbeleuchtung
realisiert werden kann, welche die Eisfläche mit einbezieht.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Bandenelement gemäß Patentanspruch 1, eine Bande gemäß
Patentanspruch 8, eine Eislaufbahn gemäß Patentanspruch 9, eine Verwendung gemäß Patentanspruch
10 und ein Verfahren gemäß Patentanspruch 11 gelöst.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Bandenelement dient als Element für eine Bande einer Eislaufbahn.
Diese Banden werden aus mehreren der Elemente zusammengesetzt, wobei bevorzugt gleichartige
Elemente verwendet werden. Es können aber auch unterschiedlich geformte Elemente verwendet
werden, z.B. gerade und gebogene Elemente. Es kann auch mit langen und kurzen Elementen
gearbeitet werden.
[0008] Ein erfindungsgemäßes Bandenelement umfasst einen Bandenkörper, der bei einer bestimmungsgemäßen
Positionierung senkrecht zum Boden ausgerichtet ist, und dessen Längsachse parallel
zum Boden ausgerichtet ist. Er ist dazu ausgelegt, bei einer bestimmungsgemäßen Aufstellung
für Eisläufer absperrend zu wirken. Das Bandenelement weist entlang der Längsachse
des Bandenkörpers eine langgestreckte Beleuchtungseinheit auf, die so angeordnet ist,
dass ihre Hauptabstrahlrichtung in einem nach unten gerichteten Abstrahlwinkel von
mindestens 25° und höchstens 75° vom Bandenkörper weg geneigt ist.
[0009] Im Grunde sind Bandenelemente im Stand der Technik bekannt. Das Bandenelement gemäß
der Erfindung weist jedoch eine besondere Beleuchtungseinheit auf. Wie andere Bandenelemente
umfasst dieses Bandenelement auch einen Bandenkörper, der bei einer bestimmungsgemäßen
Positionierung senkrecht zum Boden ausgerichtet ist. Der Bandenkörper ist dabei ein
flächiges Element oder eine Anordnung von Elementen, insbesondere Latten, einem Netz
oder einem Gitter in einer Ebene. Auch wenn ein Bandenelement bei der Lagerung oder
dem Transport liegen kann (Bandenkörper parallel zu Boden) ist doch die senkrechte
Position (Bandenkörper senkrecht zum Boden und Flächennormale des Bandenkörpers parallel
zur Eisfläche) die funktional normale Position.
[0010] Wie bereits angedeutet, kann der Bandenkörper aus einer Platte gebildet werden, welche
ggf. Löcher aufweisen kann, oftmals jedoch zur Anbringung von flächigen Werbeelementen
dient, aber auch aus Latten, Rohren, einem Gitter, einem Netz oder einer anderen Anordnung
von länglichen oder flächigen Elementen in einer Ebene gebildet werden. Die Längsachse
des Bandenkörpers, zumeist die Achse seiner längsten Ausdehnung, ist bei der funktional
normalen Aufstellung parallel zum Boden ausgerichtet (und liegt in der Seitenfläche
des Bandenkörpers).
[0011] Der Bandenkörper ist dazu ausgelegt, bei einer bestimmungsgemäßen Aufstellung für
Eisläufer absperrend zu wirken. Dies wird z.B. durch die vorgenannte Konstruktion
erreicht. Bevorzugt ist das Bandenelement höher als 0,5 m, insbesondere höher als
0,8 m und besonders bevorzugt mindestens 1 m hoch.
[0012] Das Bandenelement weist entlang der vorangehend erwähnten (parallel zum Boden ausgerichteten)
Längsachse des Bandenkörpers eine langgestreckte Beleuchtungseinheit auf. Der Begriff
"entlang" meint dabei, dass die Beleuchtungseinheit der Längsachse folgt, aber nicht
zwingend parallel zu dieser ausgerichtet sein muss. Die Beleuchtungseinheit kann z.B.
wellenförmig oder zickzackförmig oder leicht schräg zur Längsachse ausgerichtet sein,
insbesondere maximal 20°, bevorzugt maximal 10° zu dieser. Eine parallele Ausrichtung
zur Längsachse ist jedoch bevorzugt. Es sei angemerkt, dass bei einem gebogenen Bandenelement
die Längsachse entlang der Krümmung des Bandenkörpers gebogen ist.
[0013] Die Beleuchtungseinheit ist so angeordnet, dass ihre Hauptabstrahlrichtung, also
die Richtung, in der die maximale Intensität abgestrahlt wird bzw. die mittlere Abstrahlrichtung,
einen besonderen Abstrahlwinkel hat. Der Abstrahlwinkel ist nach unten gerichtet,
was bedeutet, dass er bei einer bestimmungsgemäßen Aufstellung des Bandenelements
(also mit vertikalem Bandenkörper) nach unten und nicht nach oben strahlt. Da es eine
bestimmungsgemäße Unterseite des Bandenkörpers gibt, nämlich die Seite, die bei einer
bestimmungsgemäßen Aufstellung des Bandenelements nach unten zeigt, also zur Eisfläche
hin, bedeutet, "nach unten gerichtet", dass die Hauptabstrahlrichtung (schräg) in
Richtung zur Unterseite des Bandenkörpers erfolgt.
[0014] Die Hauptabstrahlrichtung ist mit einem Abstrahlwinkel zwischen 25° und 75° zum Bandenkörper
geneigt. Eine gute Abstrahlrichtung wäre z.B. 45°. Der Abstrahlwinkel ist dabei so
zu verstehen, dass die Hauptabstrahlrichtung vom Bandenkörper weg zeigt (und nicht
zum Bandenkörper hin). Dadurch, dass das Licht der Beleuchtungseinheit (bei Aufstellung
des Bandenelements an einer Eisbahn) schräg auf eine Eisfläche trifft, kann Licht
in die Eisfläche einkoppeln und wird von dieser vor seinem Austreten etwas von der
Bande weg geleitet. Hierzu sollte beachtet werden, dass man im Grunde nicht von dem
idealisierten Bild einer ebenen, durchsichtigen Fläche ausgehen kann, auf die der
Lichtstrahl trifft. Durch Unebenheiten, z.B. den Fahrbetrieb auf der Eisfläche, koppelt
das Licht im Lichtkegel der Beleuchtungseinheit unter lokal sehr unterschiedlichen
Winkeln in die Eisdecke ein. Ein Teil wird direkt reflektiert und ein anderer Teil
gebrochen. Wiederum tritt ein Teil des gebrochenen Lichtes nach der Reflexion am Boden
direkt aus der Eisfläche aus und ein anderer Teil wird totalreflektiert (aufgrund
eines durch Unebenheiten flachen Einfallswinkels) und tritt erst nach einer bestimmten
Wegstrecke wieder aus (ggf. aufgrund eines durch Unebenheiten gegebenen Ausfallswinkels).
All dies ergibt den Effekt einer leuchtenden Eisfläche, was zu einer besonderen Stimmungs-Atmosphäre
beim Eislaufen führt und die Sicherheit deutlich erhöht.
[0015] Es sei angemerkt, dass mit "Hauptabstrahlrichtung" bevorzugt die Hauptabstrahlrichtung
einer Lichtquelle gemeint ist, also von einem Element, das Licht erzeugt. Bei einer
LED liegt diese Hauptabstrahlrichtung in der Regel senkrecht zur Abstrahlfläche dieser
LED. Es ist mit "Hauptabstrahlrichtung" insbesondere nicht die mittlere Abstrahlrichtung
eines teilweise abgeschatteten Lichtkegels gemeint, sondern die Richtung des (nicht
abgeschatteten) Lichtkegels.
[0016] Eine erfindungsgemäße Bande für eine Eislaufbahn umfasst eine Mehrzahl von Bandenelementen
gemäß der Erfindung. Wie oben bereits gesagt, können diese gleichförmig sein, bevorzugt
ist jedoch der Fall, dass die Bande aus unterschiedlich geformten Bandenelementen
zusammengesetzt ist, z.B. aus geraden Bandenelementen (ggf. unterschiedlicher Länge)
und gebogenen oder abgeknickten Bandenelementen.
[0017] Eine erfindungsgemäße Eislaufbahn umfasst eine Eisfläche und eine Bande gemäß der
Erfindung. Diese Bande trennt eine Anzahl von Bereichen der Eisfläche von einer Anzahl
anderer Bereiche. Im einfachsten Fall wird eine Eisfläche von einem Außenbereich getrennt.
Es kann aber auch vorkommen, dass einzelne Eisbahnen als Bereiche durch die Bande
voneinander getrennt werden. Die Bande ist dabei so angeordnet, dass die Beleuchtungseinheiten
der Bandenelemente mit ihrer Hauptabstrahlrichtung schräg zur Eisfläche ausgerichtet
sind, also schräg nach unten hin von dem Bandenkörper weg strahlen.
[0018] Erfindungsgemäß ist auch eine Verwendung von erfindungsgemäßen Bandenelementen zum
Abtrennen eines Bereichs einer Eisfläche von einem anderen Bereich und zum Beleuchten
der Eisfläche mit den Beleuchtungseinheiten mit einer Hauptabstrahlrichtung von Licht
schräg zur Eisfläche, bevorzugt für eine Eislaufbahn.
[0019] Ein erfindungsgemäßes Verfahren dient zur Beleuchtung einer Eisfläche mit einem Bandenelement
gemäß der Erfindung. Dabei wird Licht der Beleuchtungseinheit in einem solchen Winkel
auf die Eisfläche gestrahlt wird, dass ein Teil des Lichtes, insbesondere mehr als
10% in die Eisfläche einkoppelt. Dies geschieht dadurch, dass Licht von einem bestimmungsgemäß
aufgestellten Bandenelement unter dem vorgegebenen Abstrahlwinkel der Hauptabstrahlrichtung
(zwischen 25° und 75°) schräg nach unten hin abgestrahlt wird.
[0020] Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung, wobei
die Ansprüche einer Anspruchskategorie auch analog zu den Ansprüchen und Beschreibungsteilen
zu einer anderen Anspruchskategorie weitergebildet sein können und insbesondere auch
einzelne Merkmale verschiedener Ausführungsbeispiele bzw. Varianten zu neuen Ausführungsbeispielen
bzw. Varianten kombiniert werden können.
[0021] Ein bevorzugtes Bandenelement zeichnet sich dadurch aus, dass die Hauptabstrahlrichtung
in einem Abstrahlwinkel von mindestens 30° geneigt ist. Bevorzugt ist der Abstrahlwinkel
noch stumpfer, nämlich mindestens 35°, insbesondere mindestens 40°. Generell sollte
der Abstrahlwinkel als Winkel zwischen einer Grundlinie orthogonal zur Unterseite
des Bandenkörpers (bei bestimmungsgemäßer Aufstellung des Bandenelements parallel
zur Vertikalen) und einer dazu um die Längsachse gekippten Linie angesehen werden.
[0022] Ein bevorzugtes Bandenelement zeichnet sich dadurch aus, dass die Hauptabstrahlrichtung
in einem Abstrahlwinkel von höchstens 70° bevorzugt höchstens 60°, insbesondere höchstens
55° zum Bandenkörper geneigt ist. Ein besonders bevorzugter Abstrahlwinkel beträgt
45°. Bei einem solchen Winkel koppelt Licht sehr gut in eine Eisfläche ein, ohne dass
Eisläufer geblendet werden.
[0023] Bei einem bevorzugten Bandenelement ist die Beleuchtungseinheit mindestens 20 cm
von der Unterseite des Bandenkörpers entfernt angeordnet. Je höher die Beleuchtungseinheit
ist, desto breiter ist der beleuchtete Teil einer Eisfläche. Daher ist die Beleuchtungseinheit
bevorzugt mindestens 30 cm, insbesondere mindestens 40 cm von der Unterseite des Bandenkörpers
entfernt angeordnet.
[0024] Da die Intensität bei zunehmender Höhe pro Flächeneinheit quadratisch abnimmt, ist
die Beleuchtungseinheit bevorzugt mindestens 20 cm, bevorzugt mindestens 30 cm, insbesondere
mindestens 40 cm von der Oberseite des Bandenkörpers entfernt angeordnet. Eine gute
Positionierung der Beleuchtungseinheit ist unterhalb der Hälfte der Höhe des Bandenkörpers,
z.B. im unteren Drittel.
[0025] Es ist bei der Montage einer Bande bevorzugt, die Höhenposition der Beleuchtungseinheit
geeignet zu wählen, z.B. indem die Beleuchtungseinheit und der Bandenkörper so gestaltet
sind, dass die Position der Beleuchtungseinheit am Bandenelement variiert werden kann.
[0026] Wird der Bandenkörper beispielsweise aus Latten gebildet, dann kann der Bandenkörper
so gestaltet sein, dass eine mit einer Beleuchtungseinheit versehene Latte in verschiedenen
Höhen montiert werden kann. Dadurch kann Leuchtbreite der Eisfläche berücksichtigt
werden und die Intensität welche das Licht ins Eis eindringen soll und dieser Effekt
insbesondere über die Länge einer Bande variiert werden, was einen besonderen Beleuchtungseffekt
hervorruft.
[0027] Bei einem bevorzugten Bandenelement umfasst die Beleuchtungseinheit eine Anzahl von
Trägerstreifen, die auf ihrer Oberseite mit Leuchtkörpern bestückt sind, insbesondere
mit LEDs. Ein solcher Trägerstreifen kann insbesondere aus einer Holzplatte, einer
Metallplatte oder einer Kunststoffplatte gebildet werden, z.B. aus einem Platinenstreifen
aus Epoxidharz oder einer Aluminiumleiste. Die Leuchtkörper sind dann bevorzugt in
einer linearen Anordnung auf dem Trägerstreifen angeordnet. Es ist bevorzugt, dass
jeder Leuchtkörper eine kegelförmige Abstrahlcharakteristik mit einer Hauptabstrahlrichtung
hat, wobei die Hauptabstrahlrichtung von im Wesentlichen jedem der Leuchtkörper der
Leichteinheit einen oben genannten Abstrahlwinkel (zwischen 25° und 75°) hat. Der
Ausdruck "im Wesentlichen" bedeutet, mehr als 80%, insbesondere mehr als 90%, der
Leuchtkörper, bevorzugt alle Leuchtkörper.
[0028] Bei einem bevorzugten Bandenelement ist die Beleuchtungseinheit so ausgestaltet,
dass der halbe Öffnungswinkel ihres Lichtkegels kleiner ist als der Abstrahlwinkel
der Hauptabstrahlrichtung zum Bandenkörper. Dies bedeutet, dass ihr Lichtkegel so
klein ist, dass er nicht den Bandenkörper beleuchtet.
[0029] Bei einem bevorzugten Bandenelement wird der Bandenkörper aus mehreren Latten gebildet.
Die Beleuchtungseinheit ist dabei an einer Unterseite einer der Latten angebracht
ist. Es ist dabei bevorzugt, dass die Beleuchtungseinheit mehrere Trägerstreifen mit
Leuchtkörpern umfasst, deren Hauptabstrahlrichtung parallel zur Flächennormalen der
Trägerstreifen ausgerichtet ist. Bevorzugt sind die Trägerstreifen an einer angeschrägten
Seite der betreffenden Latte angebracht oder an einer schrägen Oberfläche einer Haltestruktur.
Eine solche Haltestruktur kann z.B. eine dreieckige Profilleiste sein, z.B. mit dem
Querschnitt eines rechtwinkligen Dreiecks an dessen Hypotenuse die Beleuchtungseinheit
angebracht ist.
[0030] Ein bevorzugtes Bandenelement umfasst einen Holm an zumindest einer seiner beiden
Stirnseiten. Je nach Aufbau einer Bande kann ein Bandenelement an jeder Seite einen
Holm aufweisen, dann würden bei der Bande jeweils zwei Holme aneinandergrenzen, oder
auch nur einen Holm, dann würde an dem Holm eines Bandenelements der Bandenkörper
eines benachbarten Bandenelements befestigt werden. Der Holm überragt dabei bevorzugt
die Beleuchtungseinheit in Richtung der Flächennormalen des Bandenkörpers. Dies bedeutet
im Grunde, dass der Holm bevorzugt dicker ist als der Bandenkörper mit der Beleuchtungseinheit.
Bevorzugt wird der Bandenkörper zu allen Seiten orthogonal zu seiner Längsachse von
dem Holm überragt. Der Holm ist also bevorzugt dicker und höher als der Bandenkörper.
Dies hat zur Folge, dass das Bandenelement mit seiner Beleuchtungseinheit durch den
Holm ein wenig geschützt wird.
[0031] Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand
von Ausführungsbeispielen noch einmal näher erläutert. Dabei sind in den verschiedenen
Figuren gleiche Komponenten mit identischen Bezugsziffern versehen. Die Figuren sind
in der Regel nicht maßstäblich. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Bandenelements,
Figur 2 ein erfindungsgemäßes Bandenelement mit Blick auf den Bandenkörper,
Figur 3 ein erfindungsgemäßes Bandenelement am Rand einer Eisfläche,
Figur 4 die Einkopplung von Licht bei einem erfindungsgemäßen Bandenelement in eine
Eisfläche.
[0032] Figur 1 zeigt ein Bandenelement 1 für eine Bande einer Eislaufbahn. Es umfasst einen
Bandenkörper 2, der bei der hier dargestellten bestimmungsgemäßen Positionierung senkrecht
zum Boden ausgerichtet ist, und dessen Längsachse A parallel zum Boden ausgerichtet
ist. Der Bandenkörper 2 wird hier aus insgesamt fünf Latten 6 gebildet, die in diesem
Beispiel alle parallel und etwas beabstandet zueinander zwischen zwei Holmen 4 angeordnet
sind. Es kann hier durchaus sein, dass einer der Holme 4 bereits zu einem benachbarten
Bandenelement 1 gehört. Die Holme sind unten mit Standfüßen 5 versehen, die auf eine
Bodenfläche geschraubt werden können. Bei einem späteren Einsatz (s. z.B. Figur 3)
wären die Standfüße 5 (zumindest teilweise) von einer Eisfläche E bedeckt.
[0033] Betrachtet man das Bandenelement 1, so weist dessen zweite Latte 6 von unten entlang
der Längsachse A eine langgestreckte Beleuchtungseinheit 3 auf.
[0034] In Figur 2 ist dieses Bandenelement 1 noch einmal in Aufsicht auf den Bandenkörper
2 dargestellt.
[0035] In Figur 3 ist das Bandenelement 1 der Figur 1 noch einmal in Seitenansicht mit einem
durchsichtigen Holm 4 zu sehen. Hier ist zu erkennen, dass die Unterseite der zweiten
Latte 6 von unten angeschrägt ist und die Beleuchtungseinheit 3 schräg auf der Latte
aufgebracht ist, so dass ihre Hauptabstrahlrichtung H (Pfeil) in einem Abstrahlwinkel
W von mindestens 25° und höchstens 75° (hier ca. 45°) vom Bandenkörper 2 weg geneigt
ist.
[0036] In einer Vergrößerung sieht man deutlich, dass die Beleuchtungseinheit 3 im Grunde
von einer linearen Anordnung von Leuchtkörpern L, z.B. LEDs, auf einem Trägerstreifen
T gebildet wird. Dieser Trägerstreifen T ist dann auf der Unterseite der Latte 6 schräg
angeordnet, um eine schräge Hauptabstrahlrichtung zu erhalten.
[0037] Figur 4 zeigt die Einkopplung von Licht bei einem erfindungsgemäßen Bandenelement
1 wie es z.B. in den Figuren 1 bis 3 gezeigt ist. Ein Kegel aus Lichtstrahlen S trifft
auf eine Eisfläche E. Bezüglich der Hauptabstrahlrichtung H kann die Figur 3 als Beispiel
angesehen werden. Ein großer Teil der Lichtstrahlen wird von der Oberfläche der Eisfläche
E reflektiert (durchgezogene Pfeile), jedoch dringt ein anderer Teil durch die raue
Oberfläche in die Eisfläche E hinein (gestrichelte Pfeile) und wird einige Male gebrochen.
Dies ist möglich, da aufgrund der rauen Oberfläche die lokalen Eintrittswinkel der
Lichtstrahlen S in die Eisfläche E variieren. Es entsteht der Eindruck, dass die Ränder
der Eisfläche leuchten würden.
[0038] Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorhergehend
detailliert beschriebenen Erfindung lediglich um Ausführungsbeispiele handelt, welche
vom Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden können, ohne den Bereich
der Erfindung zu verlassen. Weiterhin schließt die Verwendung der unbestimmten Artikel
"ein" bzw. "eine" nicht aus, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden
sein können. Ebenso schließen Begriffe wie "Einheit" nicht aus, dass die betreffenden
Komponenten aus mehreren zusammenwirkenden Teil-Komponenten bestehen, die ggf. auch
räumlich verteilt sein können. Der Begriff "eine Anzahl" ist als "mindestens ein(e)"
zu lesen. Unabhängig vom grammatikalischen Geschlecht eines bestimmten Begriffes sind
Personen mit männlicher, weiblicher oder anderer Geschlechteridentität mit umfasst.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Bandenelement
- 2
- Bandenkörper
- 3
- Beleuchtungseinheit
- 4
- Holm
- 5
- Standfuß
- 6
- Latte
- A
- Längsachse
- E
- Eisfläche
- H
- Hauptabstrahlrichtung
- L
- Leuchtkörper
- S
- Lichtstrahl
- T
- Trägerstreifen
- V
- Vertikale
- W
- Abstrahlwinkel
1. Bandenelement (1) für eine Bande einer Eislaufbahn, das Bandenelement (1) umfassend
einen Bandenkörper (2), der bei einer bestimmungsgemäßen Positionierung senkrecht
zum Boden ausgerichtet ist, und dessen Längsachse (A) parallel zum Boden ausgerichtet
ist, und wozu der Bandenkörper (2) dazu ausgelegt ist, bei einer bestimmungsgemäßen
Aufstellung für Eisläufer absperrend zu wirken, dadurch gekennzeichnet, dass das Bandenelement (1) entlang der Längsachse (A) des Bandenkörpers (2) eine langgestreckte
Beleuchtungseinheit (3) aufweist, die so angeordnet ist, dass ihre Hauptabstrahlrichtung
(H) in einem nach unten gerichteten Abstrahlwinkel (W) von mindestens 25° und höchstens
75° vom Bandenkörper (2) weg geneigt ist.
2. Bandenelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptabstrahlrichtung (H) in einem Abstrahlwinkel (W) von mindestens 30°, bevorzugt
mindestens 35°, insbesondere mindestens 40° zum Bandenkörper (2) geneigt ist und/oder
höchstens 70° bevorzugt höchstens 60°, insbesondere höchstens 55° zum Bandenkörper
(2) geneigt ist.
3. Bandenelement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (3) mindestens 20 cm, bevorzugt mindestens 30 cm, insbesondere
mindestens 40 cm von der Unterseite des Bandenkörpers (2) entfernt angeordnet ist
und/oder mindestens 20 cm, bevorzugt mindestens 30 cm, insbesondere mindestens 40
cm von der Oberseite des Bandenkörpers (2) entfernt angeordnet ist, besonders bevorzugt
parallel zur Längsachse (A) des Bandenkörpers (2).
4. Bandenelement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (3) eine Anzahl von Trägerstreifen (T) umfasst, die auf ihrer
Oberseite mit Leuchtkörpern (L) bestückt sind, insbesondere mit LEDs.
5. Bandenelement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (3) so ausgestaltet ist, dass der halbe Öffnungswinkel ihres
Lichtkegels kleiner ist als der Abstrahlwinkel (W) der Hauptabstrahlrichtung (H) zum
Bandenkörper (2).
6. Bandenelement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandenkörper (2) aus mehreren Latten (6) gebildet wird und die Beleuchtungseinheit
(3) an einer Unterseite einer der Latten (6) angebracht ist, bevorzugt wobei die Beleuchtungseinheit
(3) mehrere Trägerstreifen (T) mit Leuchtkörpern (L) umfasst, deren Hauptabstrahlrichtung
(H) parallel zur Flächennormalen der Trägerstreifen (T) ausgerichtet ist und die Trägerstreifen
(T) an einer angeschrägten Seite der betreffenden Latte (6) angebracht sind oder an
einer schrägen Oberfläche einer Haltestruktur.
7. Bandenelement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Holm (4) an zumindest einer seiner beiden Stirnseiten aufweist und der Holm
(4) die Beleuchtungseinheit (3) in Richtung der Flächennormalen des Bandenkörpers
(2) überragt,
bevorzugt wobei der Bandenkörper (2) zu allen Seiten orthogonal zu seiner Längsachse
(A) von dem Holm (4) überragt wird.
8. Bande für eine Eislaufbahn umfassend eine Mehrzahl von Bandenelementen (1) nach einem
der vorangehenden Ansprüche.
9. Eislaufbahn umfassend eine Eisfläche (E) und eine Bande nach Anspruch 8, welche eine
Anzahl von Bereichen der Eisfläche (E) von einer Anzahl anderer Bereiche trennt, wobei
die Bande so angeordnet ist, dass die Beleuchtungseinheiten (3) der Bandenelemente
(1) mit ihrer Hauptabstrahlrichtung (H) schräg zur Eisfläche (E) ausgerichtet sind.
10. Verwendung von Bandenelementen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zum Abtrennen
eines Bereichs einer Eisfläche (E) von einem anderen Bereich und zum Beleuchten der
Eisfläche (E) mit den Beleuchtungseinheiten (3) mit einer Hauptabstrahlrichtung (H)
von Licht schräg zur Eisfläche (E), bevorzugt für eine Eislaufbahn.
11. Verfahren zur Beleuchtung einer Eisfläche (E) mit einem Bandenelement (1) nach einem
der Ansprüche 1 bis 7, wobei Licht der Beleuchtungseinheit (3) in einem solchen Winkel
auf die Eisfläche (E) gestrahlt wird, dass ein Teil des Lichtes, insbesondere mehr
als 10% in die Eisfläche (E) einkoppelt.