[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckreinigungsgerät mit einer Pumpe, die eine motorisch
antreibbare Pumpeinrichtung zum Fördern von Reinigungsflüssigkeit mit einem Einlass
und einem Auslass aufweist, und mit einem Anschlussteil zum Anschließen einer Flüssigkeitszufuhrleitung
zur Bereitstellung von Reinigungsflüssigkeit, wobei das Anschlussteil über einen ersten
Strömungspfad mit dem Einlass der Pumpeinrichtung in Strömungsverbindung steht und
sich an den Auslass der Pumpeinrichtung eine erste Ausgangsleitung anschließt, und
wobei das Druckreinigungsgerät einen die Pumpeinrichtung umgehenden zweiten Strömungspfad
aufweist, an den sich eine zweite Ausgangsleitung anschließt.
[0002] Mithilfe eines derartigen Druckreinigungsgeräts kann eine Reinigungsflüssigkeit,
vorzugsweise Wasser, mithilfe einer Pumpe, die eine motorisch antreibbare Pumpeinrichtung
aufweist, gefördert und unter erhöhtem Druck auf eine zu reinigende Fläche gerichtet
werden. Der Druck kann beispielsweise mehr als 10 bar betragen, insbesondere 15 bar
bis 30 bar, um Schmutz von der zu reinigenden Fläche zu lösen. Das Druckreinigungsgerät
weist ein Anschlussteil auf, an das eine Flüssigkeitszufuhrleitung angeschlossen werden
kann zur Bereitstellung der Reinigungsflüssigkeit. Das Anschlussteil steht über einen
ersten Strömungspfad mit einem Einlass der Pumpeinrichtung in Strömungsverbindung,
über den der Pumpeinrichtung Reinigungsflüssigkeit zugeführt werden kann. Über einen
Auslass der Pumpeinrichtung kann die Reinigungsflüssigkeit unter erhöhtem Druck einer
ersten Ausgangsleitung zugeführt werden zur Ausgabe der von der Pumpeinrichtung geförderten
Reinigungsflüssigkeit.
[0003] Die Fördermenge der Pumpeinrichtung kann beispielsweise 100 I/h bis 200 l/h betragen.
Eine derartige Fördermenge von Reinigungsflüssigkeit, die mit erhöhtem Druck abgegeben
wird, ist ausreichend, um Schmutzpartikel von der zu reinigenden Fläche zu lösen.
In manchen Fällen ist die Fördermenge allerdings unzureichend, um die gelösten Schmutzpartikel
anschließend von der zu reinigenden Fläche vollständig abzuspülen. Es sind zwar auch
Druckreinigungsgeräte bekannt, deren Pumpeinrichtung eine höhere Fördermenge aufweist,
sodass eine gute Spülwirkung erzielt werden kann, dies ist aber mit einem erhöhten
Energieverbrauch und einem höheren Gewicht der Druckreinigungsgeräte verbunden. In
der
US 7,854,398 B2 wird deshalb ein Druckreinigungsgerät vorgeschlagen, bei dem zusätzlich zu einem
ersten Strömungspfad, über den Reinigungsflüssigkeit zur Druckerhöhung einer Pumpeinrichtung
zugeführt werden kann, sodass Schmutzpartikel von einer Fläche gelöst werden können,
ein zweiter Strömungspfad zum Einsatz kommt, über den Reinigungsflüssigkeit unter
Umgehung der Pumpeinrichtung einer zweiten Ausgangsleitung zugeführt werden kann,
über die die Reinigungsflüssigkeit mit verhältnismäßig geringem Druck auf die zu reinigende
Fläche gerichtet werden kann, um Schmutzpartikel von der Fläche abzuspülen. Das bekannte
Druckreinigungsgerät weist allerdings eine erhebliche Baugröße auf und ist in seiner
Handhabung nicht allzu bedienungsfreundlich.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Druckreinigungsgerät der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, dass es eine kompaktere Bauform und eine bedienungsfreundlichere
Handhabung aufweist.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Druckreinigungsgerät der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass im ersten Strömungspfad eine erste Ventileinrichtung angeordnet
ist zum wahlweisen Freigeben und Unterbrechen des ersten Strömungspfads und dass der
zweite Strömungspfad stromabwärts der ersten Ventileinrichtung vom ersten Strömungspfad
abzweigt.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Druckreinigungsgerät ist in dem das Anschlussteil mit dem
Einlass der Pumpeinrichtung verbindenden ersten Strömungspfad eine erste Ventileinrichtung
angeordnet, mit der der erste Strömungspfad wahlweise freigegeben und unterbrochen
werden kann. Bei Freigabe des ersten Strömungspfads kann der Pumpeinrichtung Reinigungsflüssigkeit
zugeführt werden, die dann mit erhöhtem Druck über die erste Ausgangsleitung ausgegeben
werden kann. Bei Unterbrechung des ersten Strömungspfads ist die Zufuhr von Reinigungsflüssigkeit
zur Pumpeinrichtung unterbunden. Stromabwärts der ersten Ventileinrichtung, also im
Bereich zwischen der ersten Ventileinrichtung und dem Einlass der Pumpeinrichtung,
zweigt vom ersten Strömungspfad der die Pumpeinrichtung umgehende zweite Strömungspfad
ab, über den Reinigungsflüssigkeit, deren Druck nicht erhöht wurde, der zweiten Ausgangsleitung
zugeführt und über diese ausgegeben werden kann. Mittels der ersten Ventileinrichtung
kann somit sowohl die Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit über die erste Ausgangsleitung
als auch die Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit über die zweite Ausgangsleitung gesteuert
werden. Dies ermöglicht eine bedienungsfreundliche Handhabung und eine kompakte Ausgestaltung
des Druckreinigungsgeräts.
[0007] Günstigerweise sind der erste Strömungspfad und der zweite Strömungspfad in die Pumpe
integriert.
[0008] Eine besonders kompakte Ausgestaltung wird bei einer bevorzugten Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Druckreinigungsgeräts dadurch erzielt, dass die erste Ausgangsleitung
und die zweite Ausgangsleitung in die Pumpe integriert sind.
[0009] Die erste Ventileinrichtung ist günstigerweise mit einem manuell betätigbaren ersten
Bedienelement gekoppelt. Dies ermöglicht es einer Bedienungsperson, durch manuelle
Betätigung des ersten Bedienelements die Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit über die
erste Ausgangsleitung und die zweite Ausgangsleitung manuell zu steuern.
[0010] Von Vorteil ist es, wenn die erste Ventileinrichtung einen ersten Schließkörper aufweist,
der mit dem ersten Bedienelement mechanisch gekoppelt ist und zwischen einer Schließstellung
und einer Offenstellung hin und her bewegbar ist.
[0011] Eine besonders einfache Handhabung wird bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung dadurch erzielt, dass der erste Schließkörper mittels des ersten Bedienelements
entgegen einer federelastischen Rückstellkraft aus der Schließstellung in die Offenstellung
bewegbar ist. Durch Betätigung des ersten Bedienelements kann die Bedienungsperson
den ersten Schließkörper entgegen der federelastischen Rückstellkraft aus seiner Schließstellung
in seine Offenstellung bewegen und dadurch die Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit über
die beiden Ausgangsleitungen ermöglichen. Stellt die Bedienungsperson die Betätigung
des ersten Bedienelement ein, so bewegt sich der erste Schließkörper unter der Wirkung
der federelastischen Rückstellkraft selbsttätig zurück in seine Schließstellung, sodass
über die beiden Ausgangsleitungen keine Reinigungsflüssigkeit mehr abgegeben werden
kann.
[0012] Von Vorteil ist es, wenn das erfindungsgemäße Druckreinigungsgerät als handgeführtes
Druckreinigungsgerät ausgestaltet ist und zu diesem Zweck einen Handgriff aufweist,
der von der Bedienungsperson umgriffen werden kann. Hierbei ist es von Vorteil, wenn
das erste Bedienelement am Handgriff angeordnet ist. Dies erlaubt es einer Bedienungsperson,
den Handgriff mit einer Hand zu ergreifen, um das Druckreinigungsgerät an der zu reinigenden
Fläche entlangzuführen, und gleichzeitig kann die Bedienungsperson mit der gleichen
Hand auch das erste Bedienelement betätigen, um die Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit
über die erste Ausgangsleitung und die zweite Ausgangsleitung zu steuern.
[0013] Der Handgriff ist vorzugsweise nach Art eines Pistolengriffs ausgestaltet. Dies ermöglicht
eine besonders bedienungsfreundliche Handhabung des Druckreinigungsgeräts.
[0014] Das erste Bedienelement ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung als
Abzughebel ausgestaltet.
[0015] Günstig ist es, wenn im zweiten Strömungspfad eine zweite Ventileinrichtung angeordnet
ist zum wahlweisen Freigeben und Unterbrechen des zweiten Strömungspfads, wobei die
zweite Ventileinrichtung mit einem manuell betätigbaren zweiten Bedienelement gekoppelt
ist. Die zweite Ventileinrichtung ermöglicht es, die Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit
über die zweite Ausgangsleitung zu unterbinden bei gleichzeitiger Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit
über die erste Ausgangsleitung. Zu diesem Zweck kann die Bedienungsperson den ersten
Strömungspfad mittels der ersten Ventileinrichtung freigeben und den zweiten Strömungspfad
mittels der zweiten Ventileinrichtung unterbrechen. Dies erlaubt es, Reinigungsflüssigkeit
mit erhöhtem Druck und maximaler Fördermenge der Pumpeinrichtung auf die zu reinigende
Fläche zu richten, um Schmutzpartikel abzulösen, die dann bei freigegebenem zweiten
Strömungspfad unter gleichzeitiger Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit sowohl über die
erste Ausgangsleitung als auch über die zweite Ausgangsleitung von der Fläche abgespült
werden können. Soll keine Reinigungsflüssigkeit mehr auf die Fläche ausgegeben werden,
so ist es für die Bedienungsperson lediglich erforderlich, das erste Bedienelement
zu betätigen, um mittels der ersten Ventileinrichtung den ersten Strömungspfad zu
unterbrechen, ohne dass sie auch das mit der zweiten Ventileinrichtung gekoppelte
zweite Bedienelement betätigen muss. Dies erleichtert der Bedienungsperson insbesondere
eine kurzfristige Unterbrechung der Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit, denn für eine
anschließende Fortsetzung der Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit ist es lediglich erforderlich,
erneut das erste Bedienelement zu betätigen.
[0016] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Druckreinigungsgeräts
weist die zweite Ventileinrichtung einen zweiten Schließkörper auf, der mit dem zweiten
Bedienelement mechanisch gekoppelt und mittels des zweiten Bedienelements zwischen
einer Offenstellung und einer Schließstellung hin und her bewegbar ist, wobei er bei
fehlender Betätigung des zweiten Bedienelements seine momentane Stellung beibehält.
Bei einer derartigen Ausgestaltung der Erfindung kann die Bedienungsperson den zweiten
Strömungspfad wahlweise freigeben oder unterbrechen, indem sie mittels des zweiten
Bedienelements den zweiten Schließkörper wahlweise in die Offenstellung oder in die
Schließstellung bewegt. Bei fehlender Betätigung des zweiten Bedienelements behält
der Schließkörper seine momentane Stellung bei, das heißt er verbleibt in seiner Offenstellung
oder in seiner Schließstellung. Dies erlaubt es der Bedienungsperson beispielsweise,
den zweiten Schließkörper mittels des zweiten Bedienelements in seine Offenstellung
zu bewegen und anschließend durch aufeinanderfolgende kurze Betätigungen des ersten
Bedienelements mehrfach hintereinander Reinigungsflüssigkeit kurzzeitig über beide
Ausgangsleitungen abzugeben, ohne dass die Bedienungsperson hierbei auch das zweite
Bedienelement betätigen müsste.
[0017] Günstig ist es, wenn der zweite Schließkörper um eine Drehachse drehbar ist und eine
senkrecht zur Drehachse ausgerichtete Durchgangsbohrung aufweist, die in einer ersten
Drehstellung des zweiten Schließkörpers fluchtend zu einem im zweiten Strömungspfad
angeordneten Durchlasskanal und in einer zweiten Drehstellung senkrecht zum Durchlasskanal
ausgerichtet ist, wobei der Schließkörper mittels des zweiten Bedienelements zwischen
der ersten Drehstellung und der zweiten Drehstellung hin und her bewegbar ist.
[0018] Günstigerweise ist das zweite Bedienelement als Drehknopf ausgestaltet, der um die
Drehachse des zweiten Schließkörpers drehbar ist. Dies erlaubt eine besonders bedienungsfreundliche
Handhabung.
[0019] Der zweite Schließkörper ist günstigerweise als Ventilstange ausgestaltet, die um
die Drehachse drehbar gelagert ist.
[0020] Wie eingangs erwähnt, kann mittels der Pumpeinrichtung der Druck der ihr zugeführten
Reinigungsflüssigkeit erhöht werden. Als Reinigungsflüssigkeit kann vorzugsweise Wasser
zu Einsatz kommen. Das Anschlussteil kann über die Flüssigkeitszufuhrleitung beispielsweise
mit einem Wasserversorgungsnetz verbunden werden, das Wasser bereitstellt, welches
unter einem gewissen Vordruck steht, beispielsweise einem Druck von 1 bar bis 5 bar,
insbesondere 1,5 bar bis 3,5 bar. Von Vorteil ist es, wenn über die Flüssigkeitszufuhrleitung
auch Reinigungsflüssigkeit angesaugt werden kann, die Pumpeinrichtung also auch in
einem Saugmodus betrieben werden kann. Im Saugmodus kann Reinigungsflüssigkeit aus
einem Vorrat angesaugt werden, beispielsweise aus einem See oder einem Vorratsbehälter,
in dem die Reinigungsflüssigkeit nicht unter Druck steht. Bei einem Saugmodus der
Pumpeinrichtung herrscht stromaufwärts von deren Einlass ein Unterdruck, unter dessen
Wirkung die Reinigungsflüssigkeit angesaugt wird.
[0021] Um bei einem Saugmodus zu verhindern, dass über den die Pumpeinrichtung umgehenden
zweiten Strömungspfad Umgebungsluft von der zweiten Ausgangsleitung in den ersten
Strömungspfad eingesaugt wird, ist bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Druckreinigungsgeräts im zweiten Strömungspfad eine dritte Ventileinrichtung
angeordnet, die eingerichtet ist, den zweiten Strömungspfad bei Beaufschlagung mit
einem im Bereich zwischen der dritten Ventileinrichtung und dem ersten Strömungspfad
herrschenden Unterdruck selbsttätig zu unterbrechen. Befindet sich die Pumpeinrichtung
im Saugmodus, so wird mittels der dritten Ventileinrichtung das Einströmen von Umgebungsluft
über die zweite Ausgangsleitung und den zweiten Strömungspfad zum ersten Strömungspfad
zuverlässig verhindert, ohne dass die Bedienungsperson besondere Maßnahmen ergreifen
muss. Wird mittels der Pumpeinrichtung Reinigungsflüssigkeit beispielsweise aus einem
See oder einem Gartenteich angesaugt, so herrscht im ersten Strömungspfad ein Unterdruck,
und dieser Unterdruck hat zur Folge, dass die im zweiten Strömungspfad angeordnete
dritte Ventileinrichtung selbsttätig den zweiten Strömungspfad unterbricht, so dass
über den zweiten Strömungspfad keine Luft in den ersten Strömungspfad gelangen kann.
Wird der Saugmodus beendet, indem der Pumpeinrichtung über den ersten Strömungspfad
Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird, die bereits unter einem Vordruck steht, so gibt
die dritte Ventileinrichtung den zweiten Strömungspfad selbsttätig wieder frei.
[0022] Günstig ist es, wenn die dritte Ventileinrichtung stromabwärts der zweiten Ventileinrichtung
angeordnet ist, das heißt in einem Bereich des zweiten Strömungspfads zwischen der
zweiten Ventileinrichtung und der zweiten Ausgangsleitung.
[0023] Die dritte Ventileinrichtung weist bevorzugt einen zwischen einer Schließstellung
und einer Ofenstellung hin und her bewegbaren dritten Schließkörper auf, der in der
Schließstellung an einem Ventilsitz anliegt und in der Offenstellung einen Abstand
zum Ventilsitz einnimmt. Der dritte Schließkörper kann beispielsweise kugelförmig
ausgestaltet sein.
[0024] Von besonderem Vorteil ist es, wenn der dritte Schließkörper bei Beaufschlagung mit
einem vorgegebenen, im Bereich zwischen der dritten Ventileinrichtung und dem ersten
Strömungspfad herrschenden Überdruck selbsttätig seine Offenstellung einnimmt. Der
vorgegebene Überdruck kann beispielsweise 0,5 bar bis 1 bar betragen. Herrscht im
Bereich des zweiten Strömungspfads zwischen der dritten Ventileinrichtung und dem
ersten Strömungspfad ein Unterdruck, so nimmt der dritte Schließkörper selbsttätig
seine Schließstellung ein, die er so lange beibehält, bis der im zweiten Strömungspfad
im Bereich zwischen der dritten Ventileinrichtung und dem ersten Strömungspfad herrschende
Druck einen Wert größer Null annimmt, insbesondere einen Wert von mindestens 0,5 bis
1,0 bar.
[0025] Bevorzugt ist der dritte Schließkörper mittels einer Rückstellfeder in seine Schließstellung
vorgespannt. Bei einer derartigen Ausgestaltung bleibt der dritte Schließkörper so
lange in seiner Schließstellung, bis der im Bereich zwischen der dritten Ventileinrichtung
und dem ersten Strömungspfad herrschende Druck einen Wert erreicht, unter dessen Wirkung
der dritte Schließkörper entgegen der auf ihn einwirkenden Rückstellkraft in seine
Offenstellung bewegt wird.
[0026] Die dritte Ventileinrichtung kann beispielsweise als Rückschlagventil ausgestaltet
sein.
[0027] Eine besonders bedienungsfreundliche Handhabung des erfindungsgemäßen Druckreinigungsgeräts
wird bei einer vorteilhaften Ausführungsform dadurch erzielt, dass das Druckreinigungsgerät
eine Kopplungseinrichtung für eine wiederaufladbare Batterie zur Energieversorgung
eines die Pumpeinrichtung antreibenden Elektromotors aufweist. Mittels der wiederaufladbaren
Batterie kann der Elektromotor unabhängig von der Bereitstellung eines Stromversorgungsnetzes
betrieben werden. Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere dann von Vorteil,
wenn das Druckreinigungsgerät als handgeführtes Druckreinigungsgerät ausgestaltet
ist, da bei Einsatz einer Batterie kein Netzkabel erforderlich ist, das die Handhabung
des Druckreinigungsgeräts erschwert.
[0028] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Druckreinigungsgerät
eine Austragsvorrichtung zum Austragen von Reinigungsflüssigkeit auf. Die Austragsvorrichtung
kann einteilig oder auch mehrteilig ausgestaltet sein und weist einen ersten Austragskanal
und einen zweiten Austragskanal auf, wobei der erste Austragskanal mit der ersten
Ausgangsleitung flüssigkeitsdicht und lösbar verbindbar ist und der zweite Austragskanal
mit der zweiten Ausgangsleitung flüssigkeitsdicht und lösbar verbindbar ist. Die Austragsvorrichtung
kann beispielsweise rohrförmig ausgestaltet sein. Insbesondere kann die Austragsvorrichtung
ein Strahlrohr ausbilden.
[0029] Besonders günstig ist es, wenn der erste Austragskanal mit der ersten Ausgangsleitung
steckbar verbindbar ist und der zweite Austragskanal mit der zweiten Ausgangsleitung
steckbar verbindbar ist. Dies ermöglicht eine besonders einfache Handhabung der Austragsvorrichtung
beim Anschließen an die Ausgangsleitungen.
[0030] Von Vorteil ist es, wenn die Austragsvorrichtung mit einem Gehäuse des Druckreinigungsgeräts
lösbar verbindbar ist, wobei das Gehäuse die Pumpe, einen die Pumpeneinrichtung antreibenden
Elektromotor sowie eine zwischen dem Elektromotor und der Pumpeinrichtung angeordnete
Getriebeeinrichtung zumindest teilweise umgibt.
[0031] Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Seitenansicht eines Druckreinigungsgeräts;
- Figur 2:
- eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht des Druckreinigungsgeräts aus Figur 1;
- Figur 3:
- eine vergrößerte Darstellung von Detail X aus Figur 2;
- Figur 4:
- eine Teilschnittansicht des Druckreinigungsgeräts entlang der Linie 4-4 in Figur 3.
[0032] In der Zeichnung ist eine vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemä-ßen Druckreinigungsgeräts
schematisch dargestellt und insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 belegt. Das Druckreinigungsgerät
10 weist ein Gehäuse 12 auf sowie eine Austragsvorrichtung 14, die mit dem Gehäuse
lösbar verbunden ist.
[0033] Das Gehäuse 12 weist ein längliches Gehäuseoberteil 16 auf mit einer Oberseite 18,
einer Unterseite 20 sowie einer Vorderseite 22 und einer Rückseite 24. Außerdem weist
das Gehäuse 12 ein Gehäuseunterteil 26 auf, das sich an die Unterseite 20 des Gehäuseoberteils
16 anschließt.
[0034] In der dargestellten Ausführungsform ist das Druckreinigungsgerät 10 als handgeführtes
Druckreinigungsgerät ausgestaltet. Zu diesem Zweck bildet das Gehäuseunterteil 26
einen Handgriff aus in Form eines Pistolengriffs 30, der einen sich an die Unterseite
20 des Gehäuseoberteils 16 anschließenden oberen Endbereich 32 und einen im Abstand
zum oberen Endbereich 32 angeordneten unteren Endbereich 34 aufweist. An den unteren
Endbereich 34 des Pistolengriffs 30 schließt sich eine Kopplungseinrichtung 36 des
Gehäuseunterteils 26 an, an die eine an sich bekannte und deshalb in der Zeichnung
zur Erzielung einer besseren Übersicht nicht dargestellte wiederaufladbare Batterie
angeschlossen werden kann, die mit der Kopplungseinrichtung 36 mechanisch und elektrisch
lösbar verbindbar ist.
[0035] Der Pistolengriff 30 kann von einer Bedienungsperson mit der Hand umgriffen werden,
wobei der obere Endbereich 32 dem Daumen und dem Zeigefinger des Benutzers zugeordnet
ist.
[0036] Im Gehäuseoberteil 16 sind ein Elektromotor 38, eine Getriebeeinrichtung 40 und eine
Pumpe 42 angeordnet, die sich entlang einer Längsachse 44 des Gehäuseoberteils 16
erstrecken.
[0037] Die Pumpe 42 weist eine Pumpeinrichtung 46 auf, die vom Elektromotor 38 über die
Getriebeeinrichtung 40 angetrieben werden kann und mehrere, jeweils in einen Pumpraum
eintauchende Kolben aufweist, die auf einem Teilkreis angeordnet sind und parallel
zur Längsachse 44 hin und her bewegt werden können. Zur Erzielung einer besseren Übersicht
ist in der Zeichnung lediglich ein Kolben 48 teilweise dargestellt, der in einen Pumpraum
50 eintaucht. Derartige Pumpeinrichtungen sind dem Fachmann an sich bekannt. Mittels
der Pumpeinrichtung 46 kann eine Reinigungsflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, gefördert
werden, wobei der Druck der Reinigungsflüssigkeit erhöht werden kann, beispielsweise
auf einen Wert von mindestens 10 bar, insbesondere 15 bar bis 30 bar.
[0038] Die Pumpeinrichtung 46 weist einen Einlass 52 auf, an den sich ein Ringraum 54 anschließt,
der einen zentralen Auslass 55 der Pumpeinrichtung umgibt. Die Pumpräume 50 stehen
jeweils über ein federbeaufschlagtes Einlassventil 56 mit dem Ringraum 54 und über
ein federbeaufschlagtes Auslassventil 58 mit dem Auslass 55 in Verbindung. Wird der
in den jeweiligen Pumpraum 50 eintauchende Kolben 48 reziprozierend bewegt, so strömt
in bekannter Weise Reinigungsflüssigkeit über das Einlassventil 56 in den Pumpraum
50, die anschließend mit erhöhtem Druck über das Auslassventil 58 abgegeben wird.
An den Auslass 55 schließt sich eine erste Ausgangsleitung 62 der Pumpe 42 an, über
die die Reinigungsflüssigkeit mit erhöhtem Druck ausgegeben werden kann.
[0039] Zur Bereitstellung von Reinigungsflüssigkeit weist das Druckreinigungsgerät 10 ein
Anschlussteil 64 auf, das eine an der Unterseite 20 des Gehäuseoberteils 16 im Bereich
zwischen dem Pistolengriff 30 und der Vorderseite 22 des Gehäuseoberteils 16 angeordnete
erste Gehäuseöffnung 66 durchgreift und an das eine in der Zeichnung nicht dargestellte
Flüssigkeitszufuhrleitung, beispielsweise ein Gartenschlauch, angeschlossen werden
kann. Hierzu kann ein Schlauchnippel 68 zum Einsatz kommen, der auf das aus dem Gehäuseoberteil
16 herausragendes Anschlussteil 64 aufgeschraubt werden kann.
[0040] Das Anschlussteil 64 bildet einen Eingangskanal 70 aus, der senkrecht zur Längsachse
44 des Gehäuseoberteils 16 ausgerichtet ist und an den sich ein parallel zur Längsachse
44 ausgerichteter Verbindungskanal 72 anschließt, der über einen Verbindungsdurchlass
74 mit einem Zugangskanal 76 verbunden ist, der sich bis zum Einlass 52 der Pumpeinrichtung
46 erstreckt. Der Eingangskanal 70 bildet in Kombination mit dem Verbindungskanal
72, dem Verbindungsdurchlass 74 und dem Zugangskanal 76 einen ersten Strömungspfad
aus, über den das Anschlussteil 64 mit dem Einlass 52 der Pumpeinrichtung 46 in Strömungsverbindung
steht.
[0041] In den Verbindungskanal 72 taucht ein Ventilstößel 78 ein, der parallel zur Längsachse
44 des Gehäuseoberteils 16 hin und her verschoben werden kann und einen ersten Schließkörper
80 ausbildet, der mit einem ersten Ventilsitz 82 zusammenwirkt. Der erste Ventilsitz
82 ist in Form einer Verengung des Verbindungskanals 72 ausgestaltet, die bezogen
auf die Strömungsrichtung der Reinigungsflüssigkeit unmittelbar stromaufwärts des
Verbindungsdurchlasses 74 angeordnet ist. Der erste Schließkörper 80 kann mittels
des Ventilstö-ßels 78 zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung hin und
her bewegt werden. In der Schließstellung liegt der erste Schließkörper 80 flüssigkeitsdicht
am ersten Ventilsitz 82 an, und in der Offenstellung nimmt der erste Schließkörper
80 einen Abstand zum ersten Ventilsitz 82 ein. Der erste Schließkörper 80 bildet in
Kombination mit dem ersten Ventilsitz 82 eine erste Ventileinrichtung 84 aus. An den
Ventilstößel 78 schließt sich in Richtung auf den Pistolengriff 30 eine Schubstange
86 an, die mit dem Ventilstößel 78 einstückig verbunden ist und mittels einer ersten
Rückstellfeder 88 in Richtung auf den ersten Ventilsitz 82 vorgespannt ist, sodass
der erste Schließkörper 80 unter der federelastischen Rückstellkraft der ersten Rückstellfeder
88 gegen den ersten Ventilsitz 82 gedrückt wird.
[0042] Die Schubstange 86 erstreckt sich in Richtung auf den Pistolengriff 30 bis zu einem
ersten Bedienelement 90, das am oberen Endbereich 32 des Pistolengriffs 30 angeordnet
ist und das mit der Schubstange 86 mechanisch gekoppelt ist. Das erste Bedienelement
90 ist als Abzughebel 92 ausgestaltet, der von der Bedienungsperson beim Umgreifen
des Pistolengriffs 30 mit dem Zeigefinger in Richtung auf den Pistolengriff 30 verschwenkt
werden kann. Der Abzughebel 92 weist einen Mitnehmer 94 auf, der an einem Kopplungsabschnitt
96 der Schubstange 86 anliegt, sodass die Schubstange 86 bei einer Betätigung des
Abzughebels 92 entgegen der Rückstellkraft der ersten Rückstellfeder 88 in die dem
ersten Ventilsitz 82 abgewandte Richtung verschoben wird. Durch Betätigung des Abzughebels
92 kann somit eine Bedienungsperson den ersten Strömungspfad mittels der ersten Ventileinrichtung
84 freigeben. Gibt die Bedienungsperson den Abzughebel 92 frei, so wird der erste
Strömungspfad mittels der ersten Ventileinrichtung 84 unterbrochen, indem der erste
Schließkörper 80 unter der Wirkung der ersten Rückstellfeder 88 gegen den ersten Ventilsitz
82 gedrückt wird.
[0043] Stromabwärts der ersten Ventileinrichtung 84 zweigt in dem sich unmittelbar an den
Verbindungsdurchlass 74 anschließenden Eingangsbereich des Zugangskanals 76 ein zweiter
Strömungspfad vom ersten Strömungspfad ab, wobei sich der zweite Strömungspfad unter
Umgehung der Pumpeinrichtung 46 bis zu einer zweiten Ausgangsleitung 98 der Pumpe
42 erstreckt. Die zweite Ausgangsleitung 98 ist parallel zur ersten Ausgangsleitung
62 ausgerichtet. Der zweite Strömungspfad wird von einem parallel zum Zugangskanal
76 ausgerichteten Umgehungskanal 100 und einer sich an den Umgehungskanal 100 in Richtung
der zweiten Ausgangsleitung 98 anschließenden Durchbrechung 102 gebildet, über die
der Umgehungskanal 100 mit der zweiten Ausgangsleitung 98 verbunden ist. An der Durchbrechung
102 ist dem Umgehungskanal 100 zugewandt ein Ventilkörper 104 gehalten, der einen
Durchlasskanal 106 ausbildet, der den Umgehungskanal 100 mit der Durchbrechung 102
verbindet.
[0044] Unmittelbar stromaufwärts des Durchlasskanals 106 wird der Umgehungskanal 100 von
einer Ventilstange 108 durchgriffen, die quer zur Längsachse 44 des Gehäuseoberteils
16 ausgerichtet ist und mit einem freien Endbereich 110 eine zweite Gehäuseöffnung
112 des Gehäuses 12 durchgreift und drehfest mit einem zweiten Bedienelement 114 in
Form eines Drehknopfs 116 verbunden ist. Mithilfe des Drehknopfs 116 kann die Ventilstange
108 um ihre Längsachse 118 verdreht werden. Die Längsachse 118 bildet somit eine Drehachse
der Ventilstange 108 aus.
[0045] Fluchtend zum Durchlasskanal 106 des Ventilkörpers 104 weist die Ventilstange 108
eine Durchgangsbohrung 120 aus, die in einer ersten Drehstellung der Ventilstange
108 fluchtend zum Durchlasskanal 106 ausgerichtet ist und die in einer um 90° zur
ersten Drehstellung versetzten zweiten Drehstellung senkrecht zum Durchlasskanal 106
ausgerichtet ist. In der ersten Ventilstellung gibt somit die Ventilstange 108 einen
Zugang zum Durchlasskanal 106 frei, den sie in der zweiten Drehstellung blockiert.
Die Ventilstange 108 bildet somit unmittelbar stromaufwärts des Durchlasskanals 106
einen zweiten Schließkörper 122 aus, der in Kombination mit dem Durchlasskanal 106
eine zweite Ventileinrichtung 124 ausbildet, die mit dem zweiten Bedienelement 114
in Form des Drehknopfs 116 gekoppelt ist und mit deren Hilfe die Bedienungsperson
den zweiten Strömungspfad wahlweise freigeben und unterbrechen kann. Zu diesem Zweck
kann die Bedienungsperson den Drehknopf 116 um die Längsachse 118 der Ventilstange
108 verdrehen. Bei fehlender Betätigung des Drehknopfs 116 behält die Ventilstange
108 und damit auch der zweite Schließkörper 122 seine momentane Drehstellung bei.
[0046] Auf seiner der Ventilstange 108 abgewandten Seite bildet der Ventilkörper 104 einen
dritten Ventilsitz 126 aus, der mit einem dritten Schließkörper 128 in Form einer
Ventilkugel 130 zusammenwirkt, die in die Durchbrechung 102 eintaucht und mittels
einer zweiten Rückstellfeder 132 gegen den dritten Ventilsitz 126 gedrückt wird. In
Kombination mit dem dritten Ventilsitz 126 bildet der dritte Schließkörper 128 eine
dritte Ventileinrichtung 134 aus in Form eines Rückschlagventils.
[0047] An das Gehäuse 12 kann die bereits erwähnte Austragsvorrichtung 14 angeschlossen
werden. Diese ist in der beispielhaft dargestellten Ausführungsform der Erfindung
nach Art eines Strahlrohrs ausgestaltet und weist einen ersten Austragskanal 136 und
einen zweiten Austragskanal 138 auf. Der erste Austragskanal 136 trägt an seinem dem
Gehäuse 12 abgewandten Ende eine erste Austragsdüse 140, und der zweite Austragskanal
138 trägt an seinem dem Gehäuse 12 abgewandten Ende eine zweite Austragsdüse 142.
Der erste Austragskanal 136 ist mit der ersten Ausgangsleitung 62 steckbar verbindbar
und der zweite Austragskanal 138 ist mit der zweiten Ausgangsleitung 98 steckbar verbindbar.
Zu diesem Zweck kann ein dem Gehäuse 12 zugewandter Endabschnitt 146 der Austragsvorrichtung
14 in eine Anschlussbuchse 148 der Pumpe 42 eingesteckt werden, die an der Vorderseite
22 aus dem Gehäuseoberteil 16 herausragt, wobei der Endabschnitt 146 mit der Anschlussbuchse
148 lösbar verrastet werden kann mithilfe eines an der Anschlussbuchse 148 angeordneten
Rastelements 150. Dies wird insbesondere aus Figur 3 deutlich.
[0048] Wie bereits erwähnt, kann an das Anschlussteil 64 eine Flüssigkeitszufuhrleitung,
beispielsweise ein Gartenschlauch, angeschlossen werden, um dem Druckreinigungsgerät
10 Reinigungsflüssigkeit bereitzustellen. Betätigt die Bedienungsperson den Abzughebel
92, so kann die Reinigungsflüssigkeit in den Zugangskanal 76 und in den Umgehungskanal
100 einströmen. Die in den Zugangskanal 76 einströmende Flüssigkeit gelangt anschließend
über den Einlass 52 in die Pumpeinrichtung 46 und kann von dieser mit erhöhtem Druck
über die erste Ausgangsleitung 62 abgegeben werden. Die in den Umgehungskanal 100
einströmende Reinigungsflüssigkeit kann unter Umgehung der Pumpeinrichtung 46 über
die Durchbrechung 102 und die sich daran anschließende zweite Ausgangsleitung 98 ausgegeben
werden, ohne dass deren Druck erhöht wird, wobei die Ausgabe von Reinigungsflüssigkeit
über die zweite Ausgangsleitung 98 nur dann erfolgt, wenn der Benutzer den zweiten
Schließkörper 122 mittels des Drehknopfs 116 in seine Offenstellung gedreht hat, in
der die Durchgangsbohrung 120 mit dem Durchlasskanal 106 des Ventilkörpers 104 fluchtet.
Nimmt der Schließkörper 122 dagegen seine Schließstellung ein, so blockiert der zweite
Schließkörper 122 den Zugang zum Durchlasskanal 106, sodass Reinigungsflüssigkeit
lediglich über die erste Ausgangsleitung 62 nicht aber auch über die zweite Ausgangsleitung
98 ausgegeben werden kann.
[0049] Zur Bereitstellung der Reinigungsflüssigkeit kann das Anschlussteil 64 über eine
Flüssigkeitszufuhrleitung beispielsweise an ein Wasserversorgungnetz angeschlossen
werden, sodass die bereitgestellte Reinigungsflüssigkeit bereits unter einem gewissen
Vordruck steht, der beispielsweise 1 bar bis 5 bar betragen kann, insbesondere 1,5
bar bis 3,5 bar. Der Vordruck der bereitgestellten Reinigungsflüssigkeit stellt sicher,
dass die Ventilkugel 130 der dritten Ventileinrichtung 134 entgegen der federelastischen
Rückstellkraft der zweiten Rückstellfeder 132 vom dritten Ventilsitz 126 abhebt und
somit die in den Umgehungskanal 100 einströmende Reinigungsflüssigkeit zur zweiten
Ausgangsleitung 98 strömen kann, sofern der zweite Schließkörper 122 der zweiten Ventileinrichtung
124 seine Offenstellung einnimmt.
[0050] Für die Funktion des Druckreinigungsgeräts 10 ist es allerdings nicht erforderlich,
dass die bereitgestellte Reinigungsflüssigkeit bereits unter einem gewissen Vordruck
steht. Vielmehr kann die Pumpeinrichtung 46 auch in einem Saugmodus betrieben werden,
bei dem Reinigungsflüssigkeit über das Anschlussteil 64 und die daran angeschlossene
Flüssigkeitszufuhrleitung aus einem Vorrat von Reinigungsflüssigkeit angesaugt werden
kann, beispielsweise aus einem See oder einem Vorratsbehälter, in dem die Reinigungsflüssigkeit
nicht unter Druck steht. Bei einem Saugmodus der Pumpeinrichtung 46 herrscht stromaufwärts
des Einlasses 52 und somit insbesondere auch im Bereich zwischen der dritten Ventileinrichtung
134 und dem ersten Strömungspfad ein Unterdruck. Um hierbei zu verhindern, dass Umgebungsluft
über die zweite Ausgangsleitung 98 und den zweiten Strömungspfad zum ersten Strömungspfad
und über diesen zum Einlass 52 der Pumpeinrichtung 46 strömen kann, kommt die dritte
Ventileinrichtung 134 zum Einsatz, die bei Vorliegen eines im Bereich zwischen der
dritten Ventileinrichtung 134 und dem ersten Strömungspfad herrschenden Unterdrucks
selbsttätig den zweiten Strömungspfad und somit den Zugang von Umgebungsluft zum ersten
Strömungspfad unterbricht.
1. Druckreinigungsgerät mit einer Pumpe (42), die eine motorisch antreibbare Pumpeinrichtung
(46) zum Fördern von Reinigungsflüssigkeit mit einem Einlass (52) und einem Auslass
(55) aufweist, und mit einem Anschlussteil (64) zum Anschließen einer Flüssigkeitszufuhrleitung
zur Bereitstellung von Reinigungsflüssigkeit, wobei das Anschlussteil (64) über einen
ersten Strömungspfad mit dem Einlass (52) der Pumpeinrichtung (46) in Strömungsverbindung
steht und sich an den Auslass (55) der Pumpeinrichtung (46) eine erste Ausgangsleitung
(62) anschließt, und wobei das Druckreinigungsgerät (10) einen die Pumpeinrichtung
(46) umgehenden zweiten Strömungspfad aufweist, an den sich eine zweite Ausgangsleitung
(98) anschließt, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Strömungspfad eine erste Ventileinrichtung (84) angeordnet ist zum wahlweisen
Freigeben und Unterbrechen des ersten Strömungspfads und dass der zweite Strömungspfad
stromabwärts der ersten Ventileinrichtung (84) vom ersten Strömungspfad abzweigt.
2. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Strömungspfad und der zweite Strömungspfad in die Pumpe (42) integriert
sind.
3. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ausgangsleitung (62) und die zweite Ausgangsleitung (98) in die Pumpe (42)
integriert sind.
4. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ventileinrichtung (84) mit einem manuell betätigbaren ersten Bedienelement
(90) gekoppelt ist.
5. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ventileinrichtung (84) einen ersten Schließkörper (80) aufweist, der mit
dem ersten Bedienelement (90) mechanisch gekoppelt und zwischen einer Schließstellung
und einer Offenstellung hin und her bewegbar ist.
6. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schließkörper (80) mittels des ersten Bedienelements (90) entgegen einer
federelastischen Rückstellkraft aus der Schließstellung in die Offenstellung bewegbar
ist.
7. Druckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckreinigungsgerät als handgeführtes Druckreinigungsgerät (10) ausgestaltet
ist und einen Handgriff (28) aufweist, der von der Bedienungsperson umgriffen werden
kann.
8. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 7 in Verbindung mit Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff nach Art eines Pistolengriffs (30) ausgestaltet ist und dass das erste
Bedienelement (90) als Abzughebel (92) ausgestaltet ist.
9. Druckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Strömungspfad eine zweite Ventileinrichtung (124) angeordnet ist zum wahlweisen
Freigeben und Unterbrechen des zweiten Strömungspfads, wobei die zweite Ventileinrichtung
(124) mit einem manuell betätigbaren zweiten Bedienelement (114) gekoppelt ist.
10. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Ventileinrichtung (124) einen zweiten Schließkörper (122) aufweist, der
mit dem zweiten Bedienelement (114) mechanisch gekoppelt und mittels des zweiten Bedienelements
(114) zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung hin und her bewegbar
ist, wobei er bei fehlender Betätigung des zweiten Bedienelements (114) seine momentane
Stellung beibehält.
11. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schließkörper (122) um eine Drehachse (118) drehbar ist und eine senkrecht
zur Drehachse (118) ausgerichtete Durchgangsbohrung (120) aufweist, die in einer ersten
Drehstellung des zweiten Schließkörpers (122) fluchtend zu einem im zweiten Strömungspfad
angeordneten Durchlasskanal (106) und in einer zweiten Drehstellung senkrecht zum
Durchlasskanal (106) ausgerichtet ist, wobei der zweite Schließkörper (122) mittels
des zweiten Bedienelements (114) zwischen seiner ersten Drehstellung und seiner zweiten
Drehstellung hin und her bewegbar ist.
12. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schließkörper (122) als Ventilstange (108) ausgestaltet ist, die um die
Drehachse (118) drehbar gelagert ist.
13. Druckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Strömungspfad eine dritte Ventileinrichtung (134) angeordnet ist, die
eingerichtet ist, den zweiten Strömungspfad bei Beaufschlagung mit einem im Bereich
zwischen der dritten Ventileinrichtung (134) und dem ersten Strömungspfad herrschenden
Unterdruck selbsttätig zu unterbrechen.
14. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Ventileinrichtung (134) stromabwärts der zweiten Ventileinrichtung (124)
angeordnet ist.
15. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Ventileinrichtung (134) einen zwischen einer Schließstellung und einer
Offenstellung hin und her bewegbaren dritten Schließkörper (128) aufweist, der in
der Schließstellung an einem Ventilsitz (126) anliegt und in der Offenstellung einen
Abstand zum Ventilsitz (126) einnimmt.
16. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Schließkörper (128) bei Beaufschlagung mit einem vorgegebenen, im Bereich
zwischen der dritten Ventileinrichtung (134) und dem ersten Strömungspfad herrschenden
Überdruck selbsttätig seine Offenstellung einnimmt.
17. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Schließkörper (128) mittels einer Rückstellfeder (132) in seine Schließstellung
vorgespannt ist.
18. Druckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckreinigungsgerät (10) eine Kopplungseinrichtung (36) für eine wiederaufladbare
Batterie zur Energieversorgung eines die Pumpeinrichtung (46) antreibenden Elektromotors
(38) aufweist.
19. Druckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckreinigungsgerät (10) eine Austragsvorrichtung (14) zum Austragen von Reinigungsflüssigkeit
aufweist mit einem ersten Austragskanal (136) und einem zweiten Austragskanal (138),
wobei der erste Austragskanal (136) mit der ersten Ausgangsleitung (62) flüssigkeitsdicht
und lösbar verbindbar ist und der zweite Austragskanal (138) mit der zweiten Ausgangsleitung
(98) flüssigkeitsdicht und lösbar verbindbar ist.
20. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Austragskanal (136) mit der ersten Ausgangsleitung (62) steckbar verbindbar
ist und dass der zweite Austragskanal (138) mit der zweiten Ausgangsleitung (98) steckbar
verbindbar ist.
21. Druckreinigungsgerät nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragsvorrichtung (14) mit einem Gehäuse (12) des Druckreinigungsgeräts (10)
lösbar verbindbar ist, wobei das Gehäuse (12) die Pumpe (42), einen die Pumpeinrichtung
(46) antreibenden Elektromotor (38) sowie eine zwischen dem Elektromotor (38) und
der Pumpeinrichtung (46) angeordnete Getriebeeinrichtung (40) zumindest teilweise
umgibt.