[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen
eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer Papiervorratseinheit, wie einer
zu einer Rolle aufgewickelten Papierbahn, die einen Innenhohlraum bildet, oder einer
zu einem Leporellostapel gefalteten Papierbahn, der eine Unterseite definiert, von
der die Papierbahn zum Bilden des Verpackungsmaterials abziehbar ist. Die Erfindung
betrifft auch eine Packstation mit einer Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen
Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer Papiervorratseinheit.
[0002] Ein Verpackungsmaterialspender und eine Packstation mit einer solchen ist aus
DE 20 2012 009 025 U1 bekannt. Der Verpackungsmaterialspender umfasst eine Aufnahme mit einer daran befestigten
Axialhalterung, in die eine Papiervorratseinheit in Form einer Papierbahnrolle eingelegt
werden kann. Die Axialhalterung ist als kegelförmiger Ausgabetrichter mit sich verjüngender
Innenkontur realisiert. Die Aufnahme ist durch eine Halbschale gebildet. Am vorderen
Ende der Halbschale ist der rotationssymmetrische Ausgabetrichter mit kegelförmiger
Innen- und Außenkontur angeordnet. Bei dem Verpackungsmaterialspender ist das Ausgangsmaterial
für das schlauchartige Verpackungsmaterial eine zu einer Rolle aufgewickelte Papierbahn,
welche in die Aufnahme eingelegt ist und die Rolle umgreift. Die Rolle hat einen Innenhohlraum,
von dem aus die Papierbahn zum Bilden von spiral- und schlauchförmigem Verpackungsmaterial
abziehbar ist. Die Verpackungsmaterialrolle, die Halbschale, der kegelstumpfförmige
Ausgabetrichter und dessen Ausgabeöffnung sind alle koaxial zueinander angeordnet.
[0003] Der aus
DE 20 2012 009 025 U1 bekannte Verpackungsmaterialspender erfreut sich großer Beliebtheit, weil er wartungsfrei
betrieben werden kann, einfach zu bedienen ist und sich insbesondere für kleine Versandhändler
sehr gut dazu eignet, kostengünstig und unkompliziert sowie raumsparend und umweltschonend
Packmaterial zum Ausfüllen von Hohlräumen in Versandbehältern zu erzeugen. Der Verpackungsmaterialspender
kann an einem Tisch montiert werden, um eine Packstation zu bilden. Der Verpackungsmaterialspender
kann beispielsweise über eine Befestigungsplatte an der Tischplatte oder mittels einer
Schwenkvorrichtung an einem Tischbein befestigt sein. Wenn mit der manuellen Verpackungsmaterial-Erzeugungsvorrichtung
so viele Pakete mit Verpackungsmaterial gefüllt wurden, dass die Papierbahnrolle erschöpft
ist, kann das Packpersonal einfach eine neue Rolle nachlegen. Insbesondere Versandhändler
mit großem Durchsatzvolumen wünschen eine möglichst pausenlose Befüllung von Versandbehältern
mit Verpackungsmaterial. Insbesondere Befüllpausen zum Zweck des Nachladens sind unerwünscht.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Stands der Technik zu
überwinden, insbesondere eine Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen
eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus Papiervorratseinheit und eine Packstation
mit einer solchen Vorrichtung bereitzustellen, bei der eine Pausierung der Befüllung
von Versandbehältern mit Verpackungsmaterial zum Zwecke des Nachrüstens einer Verpackungsmaterial-Erzeugungsvorrichtung
mit einer neuen Papiervorratseinheit verkürzt oder sogar vermieden wird.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche 1 und 9.
[0006] Demnach ist gemäß der Erfindung eine Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen
Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer Papiervorratseinheit,
wie einer zu einer Rolle aufgewickelten Papierbahn vorgesehen, die einen Innenhohlraum
bildet, oder einer zu einem Leporellostapel gefalteten Papierbahn, der eine Oberseite
und eine Unterseite definiert, von dem die Papierbahn zum Bilden des Verpackungsmaterials
abziehbar ist. Ein schlauchartiges Verpackungsmaterial kann auch als dreidimensionales
Verpackungsmaterial bezeichnet sein. Ein dreidimensionales Verpackungsmaterial kann
aus einem zweidimensionalen, flächigen, bahnförmigen Ausgangsmaterial in Form einer
Papiervorratseinheit, wie einem Leporellostapel oder einer Papierbahnrolle, in eine
dreidimensionale Struktur gebracht werden, die wenigstens einen Knautsch-Hohlraum
aufweist, um eine Dämpfungs- und Polsterfunktion bereitzustellen. Ein solcher Knautsch-Hohlraum
kann sich in Längsrichtung des Verpackungsmaterials erstrecken. Insofern kann von
einem schlauchartigen Verpackungsmaterial gesprochen werden. Der Verpackungs-materialschlauch
kann stabilisiert, beispielsweise geprägt, oder ohne Stabilisierung lediglich abgerissen
werden.
[0007] Beispielsweise kann als Papiervorratseinheit eine Rolle vorgesehen sein, deren axiale
Länge wenigstens halb so groß ist wie ihr Außendurchmesser und/oder deren axiale Länge
höchstens zweimal so groß ist wie ihr Außendurchmesser. Vorzugsweise kann das Verhältnis
von axialer Länge zu Außendurchmesser der Rolle größer als 0,75, insbesondere größer
als 1, und/oder kleiner als 1,75, insbesondere 1,5, sein. Beispielsweise kann das
Verhältnis von axialer Länge zum Außendurchmesser der Rolle etwa 1,25 betragen. Bevorzugt
kann der Innendurchmesser der Rolle im Neuzustand kleiner als der halbe Außendurchmesser
sein. Vorzugsweise ist der Innendurchmesser im Neuzustand der Rolle größer als 1 cm,
vorzugsweise größer als 5 cm, besonders bevorzugt größer als 10 cm, und/oder kleiner
als 25 cm, vorzugsweise kleiner als 20 cm, besonders bevorzugt kleiner als 17,5 cm.
Beispielsweise kann ein Innendurchmesser einer neuen Rolle etwa 16 cm betragen.
[0008] Alternativ kann als Papiervorratseinheit ein vorzugsweise im Wesentlichen quaderförmiger
Leporellostapel vorgesehen sein. Ein insbesondere quaderförmiger Leporellostapel definiert
eine Oberseite und eine Unterseite, zwischen denen sich die Stapelhöhe (vertikal)
erstreckt. Ein einzelner Leporellostapel kann eine Stapelhöhe von 50 mm bis 600 mm
haben, insbesondere 100 mm bis 300 mm, vorzugsweise 150 mm. Ein insbesondere quaderförmiger
Leporellostapel definiert eine Länge (in Ausgaberichtung) von einer vorderen Stirnseite
zu einer hinteren Stirnseite des Stapels. Ein einzelner Leporellostapel kann eine
Länge von 100 mm bis 400 mm, insbesondere 250 mm bis 350 mm, vorzugsweise 280 mm haben.
Ein insbesondere quaderförmiger Leporellostapel kann eine Stapelbreite (quer zur Länge
bzw. Ausgaberichtung und quer zur Höhe bzw. Vertikalrichtung) aufweisen, die sich
zwischen zwei gegenüberliegenden Seitenflächen des Leporellostapels erstreckt. Ein
einzelner Leporellostapel kann eine Stapelbreite von 200 mm bis 500 mm, insbesondere
300 mm bis 400 mm, vorzugsweise 350mm haben. Vorzugsweise umfasst der Leporellostapel
in Vertikalrichtung übereinander angeordnete Schichten, wobei insbesondere eine Stapelschicht
einem Blatt Papier der Papierbahn entsprechen kann. Die Stirnseiten des Leporellostapels
können durch Faltkanten benachbarter Schichten der Papierbahn gebildet sein. Die Seitenflächen
können durch die seitlichen Randkanten der Papierbahn gebildet sein, die sich längs
der Papierbahn erstrecken.
[0009] Die Vorrichtung umfasst einen Führungstrichter mit einer Öffnung zum Ausgeben des
Verpackungsmaterials von einer Papiervorratseinheit, also beispielsweise einem Leporellostapel
oder einer Rolle, die in einer Abgabestellung angeordnet ist. In der Abgabestellung
kann sich die Papiervorratseinheit, insbesondere die Stirnseite der Rolle oder des
Leporellostapels, in einem, beispielsweise flächigen und/oder umfänglichen, Berührkontakt
mit einer Innenseite des Führungstrichters befinden. Der Führungstrichter weist eine
sich in einer Ausgaberichtung zur Öffnung hin verjüngende Innenkontur auf. Die Öffnung
kann beispielsweise kreisförmig sein. Die Querschnittsbreite der Öffnung ist kleiner
als das Quermaß der Papiervorratseinheit, beispielsweise dem Außendurchmesser der
Rolle oder der Breite des Leporellostapels. Die Breite der Öffnung kann beispielsweise
kleiner als 2/3, kleiner als die Hälfte oder kleiner als 1/3 des Quermaßes der Papiervorratseinheit
in der Abgabestelle sein. Eine Mittelpunktlinie der Wandung des Führungstrichters
bzw. deren sich verjüngende Innenkontur kann die Trichterachse definieren. Die Trichterachse
kann entsprechend der Ausgabeaxialrichtung verlaufen. Die Ausgabeöffnung kann koaxial
zu dem Ausgabetrichter sein. Die Innenkontur des Führungstrichters kann eine Trichterachse
definieren, wobei zwischen der Trichterachse und der Innenkontur ein Trichteröffnungswinkel
von mindestens 15° und/oder höchstens 75° aufgespannt ist. Vorzugsweise kann der Trichteröffnungswinkel
wenigstens 30° und/oder höchstens 60° aufspannen. Besonders bevorzugt kann ein Trichteröffnungswinkel
im Bereich zwischen 40° und 50°, vorzugsweise 45°, vorgesehen sein. Die Trichterachse
verläuft mittig, vorzugsweise bezüglich der Innenkontur als rotationssymmetrie-Achse
und/oder spiegelsymmetrie-Achse, durch die sich trichterartig verjüngende Innenkontur.
Gemäß einer optionalen Ausführung verläuft die Trichterachse die relativ zu der die
Rollenachse bzw. der Leporellostapelbodenseite angewinkelt. Die sich verjüngende Innenkontur
des Führungstrichters kann unterschiedliche Gestalten haben. Beispielsweise kann sie
konusförmig, kegelstumpfförmig, pyramidenförmig, elliptisch, konvex oder konkav gewölbt,
etc., sein. Die sich trichterartig verjüngende Innenkontur kann vorzugsweise rotationssymmetrisch
und/oder spiegelsymmetrisch geformt sein, um die Fertigung oder Montage zu vereinfachen.
[0010] Die Vorrichtung umfasst eine Aufnahmeanordnung zum zumindest teilweise umfänglichen
Umgreifen wenigstens einer Papiervorratseinheit. Die Aufnahmeanordnung kann insbesondere
zum umfänglichen Umgreifen von wenigstens zwei und/oder höchstens fünf, vorzugsweise
genau drei in Ausgaberichtung hintereinander angeordneter Papiervorratseinheiten ausgestaltet
sein. Vorzugsweise können die mehreren Papiervorratseinheiten, welche von der Aufnahmeanordnung
aufzunehmen sind, gleichartig sein, insbesondere gleich dimensioniert sein und/oder
aus demselben Material bestehen. Vorzugsweise kann die Aufnahmeanordnung einen konstanten,
insbesondere zylinderhalbschalenförmigen, Querschnitt im Verlauf entlang der Rollenachse
aufweisen. Eine zylinder-halbschalenförmige Aufnahmeanordnung hat vorzugsweise einen
Innendurchmesser, der im Wesentlichen (+0...10%) dem Außendurchmesser der eingelegten
Rollen entspricht. Insbesondere kann die Aufnahmeanordnung einen konstanten Wanddurchmesser
im axialen Verlauf, beispielsweise entlang der Rollenachse, aufweisen. Vorzugsweise
ist die Aufnahmeanordnung in Axialrichtung in Ausgaberichtung frei von einem Widerstand
geformt, insbesondere frei von einer zu dem Führungstrichter zusätzlichen axialen
Bewegungsbegrenzung. Gemäß einer Ausführung umfasst die Aufnahmeanordnung genau eine
erste Papiervorratseinheit, wie eine Rolle oder ein Leporellostapel. Alternativ oder
zusätzlich kann die Aufnahmeanordnung einen Schalenkörper aufweisen, der insbesondere
im Wesentlichen halbzylindrisch geformt ist und/oder der eine Aufnahmelängsachse definiert,
die vorzugsweise korrespondierend, insbesondere fluchtend, zu der Ausgaberichtung
und/oder vorzugsweise korrespondierend, zu der Längserstreckungsrichtung der Papiervorratseinheit,
insbesondere fluchtend, zu der Rollenachse der Rolle oder parallel, vorzugsweise planparallel,
zur Unterseite des Leporellostapels, ausgerichtet ist. Die Aufnahmeanordnung kann
einen Schalenkörper beispielsweise aus Kunststoff aufweisen, insbesondere mit einer
Wandstärke kleiner als 5 mm. Der Schalenkörper der Aufnahmeanordnung ist vorzugsweise
mit einem Innendurchmesser dimensioniert, der wenigstens so groß ist wie die Breite
einer Leporellostapels oder der Außendurchmesser einer Rolle, die zum Bestücken der
Vorrichtung vorgesehen ist. Vorzugsweise misst der Innendurchmesser der Aufnahmeanordnung
wenigstens 20 cm, insbesondere wenigstens 25 cm, besonders bevorzugt wenigstens 30
cm. Es kann bevorzugt sein, dass der Innendurchmesser der Aufnahmeanordnung kleiner
als 100 cm, insbesondere kleiner als 50 cm, ist. Ein Schalenkörper kann auch eine
andere Gestalt als eine halbzylindrische Form haben, beispielsweise einen V-förmigen
Querschnitt oder einen mehreckigen Querschnitt aufweisen. Anstelle der oben beschriebenen
Verhältnisse zum Aufnahmen-Durchmesser kann dann ein entsprechendes Verhältnis zur
Aufnahmen-Querbreite dienen. Alternativ kann die Aufnahmeanordnung durch wenigstens
zwei sich in Richtung der Ausgaberichtung erstreckende Streben gebildet sein, auf
denen Papiervorratseinheiten, wie Rollen oder Leporellostapel, liegen können. Eine
Aufnahmeanordnung kann mehrere sich längs in Ausgaberichtung und/oder quer zu der
Ausgaberichtung erstreckende Streben umfassen, um eine Verpackungsmaterialbahnrolle
umfänglich zumindest teilweise zu umgreifen. Insofern kann eine Aufnahmelängsachse
auch eine durch Schienen- und/oder Streben gebildete Aufnahmeanordnung definiert.
[0011] Die Vorrichtung weist ein bewegliches Transportmittel, wie ein Schlitten oder dergleichen,
zum Verlagern der wenigstens einen Papiervorratseinheit, insbesondere der mehreren
Papiervorratseinheiten, in Ausgaberichtung. Das Transportmittel kann dazu vorgesehen
sein, wenigstens eine Papiervorratseinheit in der Aufnahmeanordnung zu transportieren.
Das Transportmittel kann wenigstens eine Papiervorratseinheit in die Abgabestellung
bringen, von der aus die Papierbahn von der Papiervorratseinheit, insbesondere dem
Innenhohlraum der Rolle oder der Oberseite des Leporellostapels, zum Bilden von Verpackungsmaterial
abgezogen werden kann.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen
Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials ist das Transportmittel derart
beweglich, dass die Aufnahmeanordnung beweglich ist zwischen einer entgegen der Ausgaberichtung
nach hinten versetzten Ergreifstellung und einer in der Ausgaberichtung vorgelagerten
Abgabestellung. Bevorzugt kann das Transportmittel relativ zur Aufnahmeanordnung translatorisch
beweglich sein. Insbesondere kann das Transportmittel rein translatorisch beweglich
sein. Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen
Verpackungsmaterials ist das Transportmittel derart beweglich, dass die wenigstens
eine Papiervorratseinheit mittels des Transportmittels von einer entgegen der Ausgaberichtung
nach hinten versetzten Ergreifstellung in die in Ausgaberichtung vorgelagerte Abgabestelle
verlagerbar ist. Insbesondere kann das Transportmittel derart beweglich sein, dass
das Transportmittel zwischen der nach hinten versetzten Ergreifstellung und der in
Ausgaberichtung vorgelagerten Abgabestellung insbesondere translatorisch hin- und
her-beweglich ist. Beispielsweise kann eine Aufnahmeanordnung zum Aufnehmen von mehreren
Papiervorratseinheiten derart ausgestaltet sein, dass zunächst eine erste Papiervorratseinheit
in der Abgabestellung angeordnet ist, von welcher aus die Papierbahn von der Papiervorratseinheit
durch den Führungstrichter und dessen Öffnung ausgegeben werden kann. Eine zweite
Papiervorratseinheit, sowie ggf. weitere Papiervorratseinheiten, befinden sich dabei
in der Aufnahmeanordnung hinter der ersten Papiervorratseinheit, also weiter entfernt
von dem Führungstrichter und dessen Öffnung. Nach dem Verbrauch der ersten Papiervorratseinheit
kann Packpersonal das Transportmittel betätigen, um die zweite Papiervorratseinheit
nach vorne in die Abgabestellung zu bewegen. Vorzugsweise kann das Transportmittel
die zweite Papiervorratseinheit in einer nach hinten versetzten Stellung, welche als
Ergreifstellung bezeichnet sein kann, erfassen, um die zweite Papiervorratseinheit
in die vorgelagerte Abgabestellung zu bringen. Durch die Betätigung des Transportmittels
können ggf. weiter vorhandene Papiervorratseinheiten ebenfalls nach vorne bewegt werden,
bis zu einer Position hinter der dann in der Abgabestellung befindlichen vormals zweiten
Papiervorratseinheit.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Erzeugen
eines schlauchartigen Verpackungsmaterials umfasst das Transportmittel eine Betätigungsvorrichtung.
Die Betätigungsvorrichtung kann eine manuelle Betätigungsvorrichtung, wie ein Hebel
und/oder ein Griff zur manuellen Betätigung der Transportvorrichtung sein. Die Betätigungsvorrichtung
kann an der Vorderseite und/oder der Rückseite der Vorrichtung für einen Benutzer,
wie Packpersonal oder Nachladepersonal, zugänglich sein. Die Betätigungsvorrichtung
kann die manuell aufgebrachte Kraft umwandeln in eine Transportkraft zum Bewegen der
wenigstens einen Papiervorratseinheit aus einer Ergreifposition in die vorgelagerte
Abgabestellung. Die Betätigungsvorrichtung kann eine motorisierte Betätigungsvorrichtung
wie ein elektronischer Knopf mit einem Elektromotor zur motorisierten Betätigung der
Transportvorrichtung sein. Die Betätigungsvorrichtung kann motorisiert ausgestaltet
sein und, in Reaktion z.B. auf eine manuelle Betätigung oder einen Sensorstatus, eine
durch einen Motor generierten Kraft zur Bewegung des Transportmittels und folglich
zur Bewegung wenigsten einer Papiervorratseinheit zu nutzen.
[0014] Gemäß einer Ausführung einer Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials,
die alternativ oder zusätzlich zu dem zuvor Beschriebenen realisiert sein kann, kann
das Transportmittel ein translationsbewegliches Linearfördermittel umfassen, wie eine
Schub- und/oder Zugstange, eine Zahnstange, einen Fördergurt, eine Förderkette oder
dergleichen, und/oder das Transportmittel kann zumindest teilweise in einer benachbart
zu der Aufnahmeanordnung angeordneten Führung untergebracht sein. Insbesondere kann
das Transportmittel in einer unmittelbar angrenzend zu der Aufnahmeanordnung angeordneten
Führung untergebracht sein. Beispielsweise kann ein als Schub- und/oder Zugstange
realisiertes translationsbewegliches Transportmittel in einer angrenzend an die Aufnahmeanordnung
angeordneten Zugstange oder anderem translationsbewegliches Linearfördermittel untergebracht
sein.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen
Verpackungsmaterials, welche mit den Vorherigen kombinierbar ist, umfasst das Transportmittel
wenigstens einen Mitnehmer, wie einen Keil, zum Halten einer radialen Außenumfangsfläche
und/oder axialen Rückseitenfläche wenigstens einer zu fördernden Papiervorratseinheit.
Eine axiale Rückseitenfläche einer zu fördernden Papiervorratseinheit kann die axiale
Stirnseite der zu fördernden Papiervorratseinheit bezeichnen, welche in die von dem
Führungstrichter bzw. dessen Öffnung abgewandte Richtung, bzw. entgegengesetzt zu
der Ausgaberichtung weist. Beispielsweise kann für mehrere zu fördernde Papiervorratseinheiten
wenigstens ein gemeinsamer Mitnehmer bereitgestellt sein. Alternativ kann je wenigstens
ein vorratseinheitenindividueller Mitnehmer bereitgestellt sein. Bei einer Aufnahmeanordnung
zur Aufnahme einer vorbestimmten Anzahl von Papiervorratseinheiten ist es denkbar,
dass eine korrespondierende Anzahl von je einem einer Papiervorratseinheit zugeordneter
Mitnehmer vorgesehen sind.
[0016] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der Mitnehmer beweglich zwischen einer
Aktivstellung und einer Passivstellung beweglich. Der Mitnehmer kann in der Aktivstellung
zur Bewegung der wenigstens einen zu fördernden Papiervorratseinheit in der Ausgaberichtung
und/oder für einen Mitnehmereingriff bezüglich der wenigstens einen zu fördernden
Papiervorratseinheit dienen, wobei der Mitnehmer zum Halten der Papiervorratseinheit
in die Aufnahmeanordnung in Querrichtung eingreift, insbesondere in Radialrichtung
bezüglich der Rollenachse. In der einer Passivstellung zum Bewegen des Transportmittels
entgegen der Ausgaberichtung und/oder ohne Mitnahmewirkung bezüglich der wenigstens
einen Papiervorratseinheit, kann der wenigstens eine Mitnehmer in der Passivstellung
vorzugsweise vollständig außerhalb der Aufnahmeanordnung, beispielsweise innerhalb
des Transportmittels oder innerhalb der Führung, angeordnet sein. Sofern mehrere Mitnehmer
vorgesehen sind, kann es bevorzugt sein, dass sämtliche Mitnehmer, vorzugsweise unabhängig
voneinander, beweglich zwischen einer Aktivstellung zum Bewegen der wenigstens einen
zu fördernden Papiervorratseinheit in Ausgaberichtung und einer Passivstellung zum
Bewegen des Transportmittels entgegen der Ausgaberichtung bzw. ohne Mitnahmewirkung
bezüglich der wenigstens einen Papiervorratseinheit sind.
[0017] Gemäß einer Weiterbildung der Vorrichtung, die mit den vorherigen kombinierbar ist,
kann der Mitnehmer in Richtung der Aktivstellung insbesondere Mittels einer Feder
vorgespannt sein und/oder als entgegen der Ausgaberichtung gepfeilter und/oder sich
verjüngender Körper, wie ein Keil oder dergleichen, ausgestaltet sein. Die Form des
Mitnehmers kann derart gestaltet sein, dass abhängig von der Bewegungsrichtung des
Transportmittels der Mitnehmer beim Auftreffen auf die wenigstens eine Papiervorratseinheit
sich selbsttätig in die Aktivstellung oder Passivstellung bewegt, wobei insbesondere
die Form des Mitnehmers derart gestaltet ist, dass bei der Bewegung des Transportmittels
von der Ergreifstellung in die Ausgaberichtung zur Abgabestellung die wenigstens eine
Rolle mitgenommen wird und/oder dass bei einer Bewegung des Transportmittels entgegen
der Ausgaberichtung, der Mitnehmer keine Mitnahmewirkung entfaltet, beispielsweise
unterhalb der wenigstens einen Papiervorratseinheit entlangleitet.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung der Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials
kann der Mitnehmer zwischen der Aktivstellung der Passivstellung um eine relativ zu
dem Transportmittel ortsfeste Schwenkachse schwenkbar sein. Dabei kann der Mitnehmer
insbesondere in der Passivstellung eingeklappt sein. Vorzugsweise kann der Mitnehmer
in der Passivstellung in das Transportmittel, durch das Transportmittel hindurch oder
neben das Transportmittel eingeklappt sein. Der Mitnehmer kann insbesondere in, durch
oder neben ein Fördermittel des Transportmittels eingeklappt sein, wie eine Zugstange,
eine Zahnstange, ein Fördergurt, eine Förderkette oder dergleichen.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Vorrichtung verläuft die Innenkontur des Führungstrichters
beginnend am vorderen Ende des Führungstrichters in Ausgabeaxialrichtung zur Aufnahmeanordnung,
vorzugsweise bis unmittelbar an die Aufnahme anschließend, in Ausgabeaxialrichtung
kontinuierlich. Der in Ausgabeaxialrichtung kontinuierliche Verlauf der Innenkontur
ist insbesondere sprung-, knick- und/oder kantenfrei. Insbesondere kann die Innenkontur
in Ausgabeaxialrichtung abschnittsweise geradlinig und/oder abschnittsweise mit einer
Krümmung verlaufen. Die sich in Axialrichtung erstreckende Krümmung weist einen Krümmungsradius
auf, der wenigstens 1 cm, vorzugsweise wenigstens 2 cm, insbesondere wenigstens 5
cm oder wenigstens 10 cm beträgt. Bei einem kleineren Krümmungsradius insbesondere
unterhalb 0,5 cm kann nicht mehr von einem kontinuierlichen Verlauf ausgegangen werden.
In Axialausgaberichtung geradlinige und in Axialausgaberichtung gekrümmte Abschnitte
gehen vorzugsweise kontinuierlich ineinander über, insbesondere stufenfrei, knickfrei
und/oder sprungfrei. Bei einem Übergang zwischen einem gekrümmten und einem geradlinigen
Abschnitt entspricht vorzugsweise die Orientierung des gradlinigen Abschnitts einer
Tangente am Ende des gekrümmten Abschnittes. Es ist auch denkbar, dass ein gekrümmter
Abschnitt mit einem ersten Krümmungsradius in Ausgabeaxialrichtung vorzugsweise kontinuierlich
in einen gekrümmten Abschnitt mit einem zweiten, unterschiedlichen, Krümmungsradius
übergeht. Beispielsweise kann der Krümmungsradius in dem ersten gekrümmten Abschnitt
größer sein als in dem zweiten gekrümmten Abschnitt. Der Übergangsbereich zwischen
zwei gekrümmten Abschnitten weist bevorzugt einen sich kontinuierlich von dem einen
an den anderen Krümmungsradius anpassenden Krümmungsübergang auf.
[0020] Die Ausgabeaxialrichtung kann relativ zu der Längserstreckungsrichtung der Papiervorratseinheit,
beispielsweise zur Rollenachse oder zur Leporellostapel-Unterseitenfläche, angewinkelt
orientiert sein. Anders gesagt kann die Innenkontur und insbesondere deren in Axialrichtung
vorderes Ende, welches die Ausgabeöffnung definiert, derart geformt sein, dass die
vorzugsweise durch den Mittelpunkt der Ausgabeöffnung laufende, insbesondere rechtwinklig
auf der von der Ausgabeöffnung aufgespannten Fläche liegende, Ausgabeaxialrichtung
in einem Winkel relativ zu der Rollenachse oder windschief zu der Rollenachse verläuft.
Die Rollenachse kann entsprechend der Mittelachse einer vorzugsweise schalenförmigen
Aufnahmeanordnung zum Umgreifen der Papierbahnrolle ausgelegt sein. Die Ausrichtung
der Ausgabeaxialrichtung liegt demnach optional quer zu der Papiervorratseinheit Papiervorrat-Längserstreckungsrichtung,
beispielsweise der Rollenachse, welche durch den rohrartigen Innenhohlraum der Papierbahnrolle
verläuft, sodass das Eingreifen des Benutzers in den Ausgabetrichter sowie gegebenenfalls
den Papierbahnrollen-Innenhohlraum oder die Leporellostapel-Oberseitenfläche vereinfacht
wird, insbesondere wenn die Ausgabevorrichtung seitlich des Verpackungsarbeitsplatzes
des Benutzers angeordnet ist. Es ist denkbar, die Ausgabeaxialrichtung in einem vorbestimmten
Ausgabewinkel relativ zu der Rollenachse zu orientieren. Beispielsweise kann ein Ausgabewinkel
zwischen 0° und 90° quer zu der Längserstreckungsrichtung definiert sein. Vorzugsweise
liegt der Ausgabewinkel zwischen 5° und 45°. Besonders bevorzugt kann ein Ausgabewinkel
zwischen 10° und 20° definiert sein. Bei einer vorbestimmten Befestigung des Verpackungsmaterial-spenders
an einem Verpackungsarbeitsplatz kann eine der oben genannten oder ein anderer Bereich
besonders bevorzugt für einen Ausgabewinkel zwischen der Ausgabeaxialrichtung und
der Längserstreckungsrichtung definiert sein.
[0021] Bei einer Vorrichtung mit einer Trichterachse, die quer zu der Rollenachse verläuft,
kann ein unbeabsichtigtes Herausgleiten der inneren Wicklungen einer Papierbahnrolle
bis hin zu einem schmalsten Innendurchmesser realisiert sein, der wesentlich schmaler
ist, als der gesicherte Innendurchmesser einer Papierbahnrolle, die auf einem vollständig
rotationssymmetrischen Trichter mit koaxialer Ausrichtung des Trichters realisiert
ist. Dadurch können mehr Wicklungen und somit ein größerer Papierbahnvorrat bereitgestellt
werden. Optional kann die Ausgabeöffnung vorzugsweise mittig schneidende Ausgabeaxialrichtung
relativ zu der Trichterachse versetzt und/oder angewinkelt angeordnet sein. Bei einer
solchen Ausführung können vorzugsweise die Trichterachse quer zu der Längserstreckungsrichtung
und die Ausgabe in Axialrichtung quer sowohl zu der Papiervorratseinheit-Längserstreckungsrichtung,
wie der Rollenachse oder der Oberseitenfläche, als auch der Trichterachse angeordnet
sein. Auf diese Weise können beispielsweise bezüglich eines Verpackungsarbeitsplatzes
vorbestimmte Winkelstellungen für Leporellostapel bzw. Papierbahnrollen, Trichterachse
und/oder Ausgabematerial konfiguriert werden, um die Papiervorratseinheit optimal
in der Aufnahme gegen die Axialhalterung zu halten, um ein gutes Umformverhalten von
der Papiervorratseinheit in ein schlauchartiges, spiralförmiges Verpackungsmaterial
beim Abziehen der Papierbahn zum Beispiel von der Innenseite der Papierbahnrolle zu
gewährleisten und/oder um eine im Hinblick auf den Verpackungsarbeitsplatz besonders
günstige Ausrichtung der Ausgabeaxialrichtung zu gewährleisten. Beispielsweise kann
die Ausgabeaxialrichtung relativ zu der Trichterachse axial versetzt parallel verlaufen.
[0022] Gemäß einer Ausführung einer Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen
eines schlauchartigen Verpackungsmaterials, die mit den vorherigen kombinierbar ist,
kann die von der Wandung vorzugsweise vollumfänglich umgebene Ausgabeöffnung einer
insbesondere kreisförmige Durchgangsfläche und/oder sternförmigen Durchgangsfläche,
senkrecht zu der Ausgabeaxialrichtung bilden, die relativ zu der Rollenachse exzentrisch
angeordnet ist. Insbesondere kann die Ausgabeöffnung derart exzentrisch angeordnet
sein, dass die Rollenachse die Durchgangsfläche nicht schneidet. Beispielsweise kann
die Durchgangsfläche an der Ausgabeöffnung kreisförmig, elliptisch, sternförmig oder
polygonal, vorzugsweise mit nasenartigen Fortsätzen in Form der vorderen Axialaussparungen
geformt sein. Eine solche Ausführung hat sich besonders günstig für eine gute und
einfache Entnahme des Verpackungsmaterials aus der Papiervorratseinheit erwiesen und
erlaubt es gleichzeitig, flache oder schmale Leporellostapel oder Rollen mit sehr
schmalem Innenhohlraum zu verwenden, ohne dass diese ungewollt aus dem Verpackungsmaterialspender
herausgleiten.
[0023] Gemäß einer Ausführung einer Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials,
kann der Führungstrichter in seinem aufnahmeseitigen Eingangsbereich, beispielsweise
einem hinteren Hülsenabschnitt, einen im Wesentlichen rechteckigen und/oder zumindest
abschnittsweise abgerundeten Trichtergrundquerschnitt definieren. Die Form des Trichtergrundquerschnitts
kann im Wesentlichen entlang der Trichterachse konstant mit unterschiedlichen, sich
entsprechend der Trichterverjüngung verkleinernden Weite konfiguriert sein. Der Trichterquerschnitt
kann beispielsweise rechteckig sein und die Innenkontur des Trichterabschnitts entsprechend
des Trichtergrundquerschnitts eine pyramiden- oder pyramidenstumpf-förmige Innenkontur
bilden. Alternativ kann der Trichtergrundquerschnitt zylindrisch bzw. oval sein, und
die Trichterinnenkontur entsprechend des kreisförmigen und/oder ovalen Trichtergrundquerschnitts
kegelstumpfförmig oder kegelförmig gebildet sein. Es ist denkbar, dass ein Trichtergrundquerschnitt
zwei insbesondere rechtwinklig aneinanderstoßende Seitenkanten aufweist, die an ihren
voneinander entfernten Ecken durch einen viertelkreisförmigen Abschnitt verbunden
sind. Alternativ kann zwischen zwei rechtwinklig aufeinander stehenden Seitenkanten
eines Trichtergrundquerschnitts und einer viertelkreisförmigen, der Spitze gegenüberliegenden
Kurvenabschnitt ausgehend von den Enden der beiden länglichen Grundseiten, kurze geradlinige
Kantenabschnitte vorgesehen sein. Andere Ausgestaltungen sind denkbar.
[0024] Gemäß einer speziellen Ausführung einer Vorrichtung zum manuellen Erzeugen eines
spiralschlauchförmigen Verpackungs-materials ist die Vorrichtung frei von einem Antrieb,
wie einem elektrischen Antrieb, zum Fördern des Verpackungsmaterials und/oder der
Papierbahn. Gemäß dieser Ausführung ist die Vorrichtung frei von insbesondere motorischen,
wie elektromotorisch, betriebenen Fördermitteln, wie Förderwalzen. Ferner ist bei
dieser Ausführung die Vorrichtung frei von insbesondere motorischen, wie elektromotorischen,
betriebenen Trennmitteln, wie einer Schneidvorrichtung, beispielsweise einer Schere,
einer Guillotine, oder dergleichen.
[0025] Gemäß einer anderen speziellen bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum maschinellen
Herstellen eines Verpackungsmaterials umfasst die Vorrichtung Fördermittel, wie Förder-
und/oder Umformwalzen, zum Fördern des Verpackungsmaterials und/oder der Papierbahn
sowie einen insbesondere elektrischen Antrieb zum Betreiben dieser Fördermittel. Bei
dieser bevorzugten Ausführung kann die Vorrichtung gegebenenfalls ein elektrisch betriebenes
Trennmittel aufweisen, wie eine Schneidvorrichtung, beispielsweise eine Schere, eine
Guillotine, ein Rotationsschneider oder dergleichen, zum Abtrennen einer Polstermaterialeinheit,
wie ein Polsterkissen, von dem schlauchartigen Verpackungsmaterial.
[0026] Erfindungsgemäß kann ein System vorgesehen sein, dass eine Vorrichtung zum manuellen
oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials wie oben beschrieben
sowie wenigstens eine in der Aufnahmeanordnung angeordnete zu fördernde Papiervorratseinheit
umfassen, vorzugsweise eine Rolle, die einen Rollen-Außendurchmesser und eine axiale
Rollen-Länge definiert und/oder einen insbesondere im wesentlichen quaderförmigen
Leporellostapel, wobei die Papiervorratseinheit mittels des Transportmittels in der
Ausgaberichtung aus einer ersten Position, wie einer relativ zu dem Führungstrichter
entgegen der Ausgaberichtung nach hinten versetzten Ergreifstellung, um wenigstens
die axiale Einheits-Länge in eine zweite Position beweglich sein kann, insbesondere
in die in Ausgaberichtung vorgelagerte Abgabestellung, welche beispielsweise durch
einen Berührkontakt an der vorderen Stirnseite der Papiervorratseinheit mit der Innenkontur
des Führungstrichters definiert sein kann.
[0027] Die Erfindung betrifft auch eine Packstation mit einer Vorrichtung zum manuellen
oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer aus
einer Papiervorratseinheit , wie einer zu einer Rolle aufgewickelten Papierbahn, die
eine Rollenlängsachse definiert und die einen Innenhohlraum bildet, oder einem insbesondere
im Wesentlichen quaderförmigen Leporellostapel, von dem die Papierbahn zum Bilden
des Verpackungsmaterials in einer Ausgaberichtung abziehbar ist. Die Vorrichtung kann
wie oben beschrieben gestaltet sein. Die Verpackungsmaterial-Erzeugungsvorrichtung
der Packstation umfasst eine Aufnahmeanordnung zum zumindest teilweise umfänglichen
Umgreifen wenigstens einer Papiervorratseinheit, insbesondere mehrerer in Ausgaberichtung
hintereinander angeordneter Papiervorratseinheiten. Ferner umfasst die Packstation
ein Gestell, an dem diese Vorrichtung befestigt ist. Die erstreckt sich Vorrichtung
von einer dem Packpersonal zuzuwendenden Vorderseite des Gestells, wo das Verpackungsmaterial
abziehbar ist, zu einer dem Packpersonal abzuwendenden Rückseite, wo die Aufnahmeanordnung
mit wenigstens einer weiteren Papiervorratseinheit belegbar ist. Das Gestell der Packstation
weist an seiner Vorderseite eine Öffnung, insbesondere eine Öffnung eines Führungstrichters
der Verpackungsmaterial-Erzeugungsvorrichtung auf, durch welche das Verpackungsmaterial
abziehbar ist. Die Packstation kann an ihrer dem Packpersonal abzuwendenden Rückseite
eine Nachfüll-Öffnung aufweisen, durch die die Packstation mit frischen Papiervorratseinheiten
belegbar ist. Optional ist die Packstation mit einer wie oben beschriebenen Vorrichtung
ausgestattet, die ein Transportmittel umfasst, um die von hinten bestückten Papiervorratseinheiten
mittels des Transportmittels von der Rückseite des Gestells zu dessen Vorderseite
zu transportieren.
[0028] Gemäß einer Weiterbildung einer erfindungsgemäßen Packstation kann die Vorrichtung
zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials unterhalb, vorzugsweise vollständig
unterhalb, einer Gestelloberseite des Gestells angeordnet sein. Insbesondere kann
die Vorrichtung in einem durch das Gestell gebildeten Schacht angeordnet sein, welcher
zumindest die Aufnahmeanordnung insbesondere zumindest zur Hälfte entlang ihrer Erstreckung
in Ausgaberichtung, relativ zu der Längserstreckungsrichtung der Papiervorratseinheit,
beispielsweise der Rollenlängsachse, vollumfänglich insbesondere tunnelartig umhüllt.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Packstation, die mit der vorherigen kombinierbar
ist, kann die Vorrichtung der Packstation, insbesondere die Aufnahmeanordnung und/oder
die Längserstreckungsrichtung der Papiervorratseinheit, beispielsweise die Rollenachse
oder Leporellostapelunterseite, von innerhalb der Aufnahmeanordnung anordnenbaren
bzw. angeordneten Papiervorratseinheit, die vorzugsweise fluchtend zueinander angeordnet
sein können, im Wesentlichen, insbesondere mit einer Neigung von weniger als +/- 10°
oder +/- 5°, horizontal erstrecken.
[0030] Weitere bevorzugte Ausführungen der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen
werden. Weitere Eigenschaften, Vorteile und Merkmale der Erfindung werden durch die
folgende Beschreibung bevorzugter Ausführungen der Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnungen deutlich, in denen zeigen:
- Fig. 1a
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erzeugen von schlauchartigem Verpackungsmaterial
beladen mit drei zu Rollen aufgewickelten Papierbahnen;
- Fig. 1b
- die Vorrichtung gem. Fig 1a, wobei die Papierbahn einer vormals in einer Abgabeposition
liegenden Rolle vollständig abgezogen wurde, sodass die Abgabeposition leer ist;
- Fig. 1c
- die Vorrichtung gem. Fig. 1a, wobei ausgehend von dem in Fig. 1b. abgebildeten Zustand
die zwei verbliebenen Rollen mit Hilfe eines Transportmittels nach vorne bewegt wurden,
sodass wieder eine Rolle in der Abgabeposition liegt;
- Fig. 1d
- die Vorrichtung gemäß Fig. 1a, wobei das Transportmittel aus der in Fig. 1c gezeigten
herausgezogenen Stellung wieder in eine nach hinten verlagerte Ergreifstellung verschoben
ist;
- Fig. 2a
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Packstation;
- Fig. 2b
- eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Packstation gemäß Fig. 2a mit Schnittebene
quer durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials;
- Fig. 3
- eine mögliche Ausgestaltung einer Aufnahmeanordnung für eine erfindungsgemäße Verpackungsmaterial-Erzeugungsvorrichtung
mit zwei zur Rollenlängsachse parallelen Streben;
- Fig. 4
- eine andere alternative Ausgestaltung einer Aufnahmeanordnung für eine erfindungsgemäße
Verpackungsmaterial-Erzeugungsvorrichtung bei welcher zu Rollen aufgewickelte Papierbahnen
auf einer wellenförmigen Platte liegen;
- Fig. 5a
- zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erzeugen von schlauchartigem Verpackungsmaterial
beladen mit drei zu Leporellostapeln gefalteten Papierbahnen;
- Fig. 5b
- die Vorrichtung gemäß Fig. 5a in einer Draufsicht;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Packstation gemäß einer alternativen
Ausführung; und
- Fig. 7
- eine weitere alternative Ausgestaltung einer Aufnahmeanordnung für eine erfindungsgemäße
Verpackungsmaterial-Erzeugungsvorrichtung.
[0031] Im Folgenden werden für dieselben oder ähnlichen Komponenten der unterschiedlichen
Darstellungen zur einfacheren Lesbarkeit und Verständlichkeit dieselben oder ähnliche
Bezugszeichen verwendet.
[0032] Ein erfindungsgemäßer Verpackungsmaterialspender bzw. eine erfindungsgemäße Vorrichtung
zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials
ist im Folgenden im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen "1" versehen. Die Vorrichtung
1 zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer Papiervorratseinheit
in Form einer zu einer Rolle 11 aufgewickelten Papierbahn umfasst als Hauptbestandteil
eine Aufnahmeanordnung 3 (bzw. 3' oder 3") zum zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen
wenigstens einer Rolle, einen Führungstrichter 5 mit einer Öffnung 7 zum Ausgeben
des Verpackungsmaterials von einer in einer Abgabestellung 50 angeordneten Rolle 11
sowie ein bewegliches Transportmittel 9 zum Verlagern der wenigstens einen Rolle 11
in Ausgaberichtung A. Die zu je einer Rolle 11 aufgewickelte Papierbahn definiert
eine Rollenachse R. Die Papierbahnrollen 11 sind kernlos, insbesondere ohne Pappkern,
ausgeführt und weisen einen zylindrischen Innenhohlraum 13 auf, der von der innersten
Lage der Papierbahn gebildet ist. Zum Erzeugen von Verpackungsmaterial wird von dem
Innenhohlraum 13 der Rollen die innerste Papierlage abgezogen.
[0033] In Ausgabeaxialrichtung A ist durch die Ausgaberichtung des Verpackungsmaterials
eine Vorwärtsorientierung definiert, auf die im Folgenden Bezug genommen wird. Bezüglich
der Ausgabeaxialrichtung A ist vor der Aufnahmeanordnung 3 des Führungstrichters 5
angeordnet. Die jeweilige hintere Stirnseite 17 der Rollen 11 blickt bei der in den
Figuren 1a bis 1d abgebildeten Ausführung in Richtung einer rückseitigen Nachfüllöffnungsseite
der Vorrichtung 1. An der Nachfüllrückseite der Vorrichtung 1 kann die Aufnahmeanordnung
3 im Wesentlichen vollumfänglich geöffnet sein.
[0034] Soweit sich die umeinander gewickelten Lagen der Rolle 4 noch in einem Haftreibungszustand
befinden, wie es in den Figuren 1b und 1c schematisch dargestellt ist, bildet die
vordere Stirnseite 16 der Rolle 11 eine flache oder geringfügig konische (d. h. mit
einem Öffnungswinkel von nahezu 180°) Fronfläche 16, die zunächst beim Einsetzen der
Rollen 11 in die Vorrichtung 1 entlang ihres Außenumfangs stirnseitig mit der Innenkontur
51 des Führungstrichters 5 in Berührkontakt gelangen kann.
[0035] Bei der in den Figuren 1a bis 1d gezeigten bevorzugten Ausführung eines Verpackungsmaterialspenders
1 sind die Papierbahnrollen 11 in einer im Wesentlichen formkomplementär zu dem Außenumfang
der Papierbahnrolle 11 geformten, zylinder-halbschalenförmigen Aufnahmeanordnung 3
gehalten. Die Halbschale umgibt die Rollen 11 in Umfangsrichtung mit einer Überlappung
von etwa 180°, vorzugsweise zwischen 160° und 200°. Zum Erzeugen von Verpackungsmaterial
wird die die innerste Papierlage von dem Innenhohlraum 13 abgezogen, entlang der trichterförmigen
Innenkontur 51 des Führungstrichters 5 gezogen und durch deren Ausgabeöffnung 7 als
spiralschlauchförmiges Verpackungsmaterial bereitgestellt.
[0036] Die in den Figuren 1a bis 1d, 2a und 2b gezeigte schalenförmige Aufnahmeanordnung
3 kann einstückig aus einer zylinderschalenförmigen, dünnen Wandung, beispielsweise
aus Kunststoff, mit einer Wandstärke von bis zu 5 mm oder weniger gefertigt sein.
Es ist denkbar, dass die Aufnahmeanordnung 3 aus einem anderen Material, beispielsweise
Blech, besteht. Es kann bevorzugt sein, dass die Rollen 11 und die Aufnahmeanordnung
3 derart aufeinander abgestimmt dimensioniert sind, dass sie im Wesentlichen formkomplementär
zueinander, beispielsweise kreisförmig, gebildet sind und/oder koaxial bzw. nahezu
koaxial zueinander ausgebildet sind, wobei eine Abweichung der Koaxialität von wenigen
Zentimetern, beispielsweise 0,5 cm bis 3 cm, tolerierbar sein kann.
[0037] An dem in Axialrichtung A vorderen Ende der Aufnahmeanordnung 3 schließt bei der
in den Figuren 1a bis 1d gezeigten Ausführung des Führungstrichters 5 bevorzugt an
der in den Figuren 1a bis 1c abgebildeten bevorzugten Ausführung unmittelbar anschließend
an. Der Eingangsbereich des Führungstrichters hat einen beispielsweise zylindrischen
Grundquerschnitt, von dem aus eine kegelstumpfförmigen Führungsinnenkontur 51 um die
Trichterachse T herum in Richtung der Ausgabeöffnung 7 verjüngt. Die Führungsinnenkontur
51 verläuft ausgehend von der Aufnahme 3 bis hin zu der Ausgabeöffnung 7 hindernisfrei.
Der Führungstrichter 5 kann bevorzugt einstückig aus einem einzigen Teil, beispielsweise
einem spritzgegossenem Kunststoffteil oder einem aus mehreren Kunststoffkomponenten
gefertigten Teil, bestehen. Der Führungstrichter 5 hat eine Wandung, die entlang der
kompletten Axialerstreckung des Führungstrichters 5 eine im Wesentlichen konstante
Wandstärke von 1 mm bis 5 mm aufweisen kann.
[0038] Der Führungstrichter 5 weist innenseitig eine sich von der Aufnahme 3 in Richtung
der Ausgabeöffnung 7 trichterartig verjüngende Führungsinnenkontur 57 auf. Die sich
trichterartig verjüngende Führungsinnenkontur 51 definiert eine Trichterachse T. Zwischen
der Trichterachse T und der Führungsinnenkontur 51 ist ein Trichteröffnungswinkel
aufgespannt. Im Allgemeinen kann ein in Umfangsrichtungsverlauf variabler Trichteröffnungswinkel
realisiert sein. Es kann bevorzugt sein, dass die Rollenachse R, die Trichterachse
T und die Ausgabeaxialrichtung A koaxial zueinander ausgerichtet sind, wie beispielsweise
bei der in den Figuren 2a und 2b dargestellten Ausführung.
[0039] Die Figuren 1a bis 1d zeigen jeweils dieselbe Vorrichtung und unterscheiden sich
in der Anzahl der in der Aufnahmeanordnung 3 vorhandenen Rollen 11 sowie in deren
Stellung innerhalb der Aufnahmeanordnung 3 und der Stellung des Transportmittels 9.
[0040] In Fig. 1a liegen in Axialrichtung A hintereinander drei Rollen 11 in der Aufnahmeanordnung
3. Die in Ausgaberichtung A vorderste Rolle 11 weist eine vordere Stirnseite 16 auf,
die in unmittelbarer Nähe zu dem Führungstrichter 5 angeordnet ist. Wird von der Innenseite
13 der vorderen Rolle 11 die Papierbahn abgezogen und durch die Öffnung 7 des Führungstrichters
5 abgegeben, kann ein Berührkontakt zu der Stirnseite 16 auftreten. Beim Abgeben von
spiralförmigen bzw. schlauchartigem Verpackungsmaterial durch die Öffnung 7 des Führungstrichters
5 kann ein vollständiger oder zumindest teilweiser Berührkontakt zwischen der vorderen
Stirnseite 16 und der Innenseite 51 des Führungstrichters vorliegen (nicht näher dargestellt;
für weitere Erläuterung wird auf
DE 20 2012 009 025 U1 verwiesen).
[0041] Die in Ausgaberichtung A vorderste Rolle 11 (Figs. 1a, 1c und 1d) befindet sich in
einer Abgabestellung 50. Wenn die vorderste Rolle 11 durch Abziehen der Papierbahn
vom Innenhohlraum 13 der Rolle 11 vollständig abgewickelt und dadurch verbraucht ist,
ist die Aufnahmeanordnung 3 an der Abgabestellung 5 leer, wie in Fig. 1b dargestellt.
Die in Fig. 1b abgebildeten Rollen 11 in der Aufnahmeanordnung 3 befinden sich nicht
in der Abgabestelle 15. Wenn die Abgabestellung 15 nicht mit einer Rolle 11 belegt
ist, wie in Fig. 1b abgebildet, kann ein Benutzer nicht länger ohne Weiteres Verpackungsmaterial
erzeugen, indem er eine Papierbahn von einer Rolle 11 in Aufnahmeanordnung 3 abzieht
und durch die Öffnung 7 des Führungstrichters 5 zieht, um einer Umformung der Papierbahn
in ein Verpackungsmaterial zu bewirken.
[0042] Indem, wie in Fig. 1c dargestellt, das Transportmittel 9 aus der in Fig.1b gezeigten
Ergreifstellung in die in Fig. 1c dargestellte Abgabestellung transportiert wird,
kann eine Rolle 11 (oder mehrere Rollen 11), die von dem Transportmittel 9 mitgenommen
wird, in die Abgabestellung 50 verbracht werden. Zu diesem Zweck können hintere Rollen
11 (Fig. 1b) um wenigstens eine Rollenlänge 1 in Ausgaberichtung A nach vorne verlagert
werden.
[0043] Um eine Bewegung wenigstens einer Rolle 11 in eine Aufnahmeanordnung 3 einer Vorrichtung
zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials zu bezwecken, können Transportmittel
9 unterschiedlichster Bauart verwendet werden. Das Transportmittel kann bevorzugt
als translationsbewegliches Linearfördermittel realisiert sein, beispielsweise als
Zahnstange, Fördergurt, Förderkette oder dergleichen. Bei der in den Figuren dargestellten
Ausführung ist das Transportmittel 9 durch eine Zugstange 93 mit keilförmigen Mitnehmern
8a, 8b und einem Betätigungsgriff 91 realisiert. Ein derartiges manuell betätigbares
Transportmittel 9 kann bevorzugt sein, um eine möglichst einfache Bauweise insbesondere
frei von elektronischen Komponenten zu realisieren, insbesondere zum Realisieren einer
rein manuellen Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials.
Alternativ könnte eine maschinelle Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen
Verpackungsmaterials, welche insbesondere über eine maschinenunterstützte bzw. motorbetriebene
Umformvorrichtung verfügen kann, mit einem motorisierten Transportmittel, beispielsweise
umfassend einen elektronischen Betätigungsknopf zum Aktivieren eines elektrischen
Antriebsmotors beispielsweise für einen Fördergurt, eine Förderkette oder dergleichen,
vorgesehen sein (nicht näher dargestellt). Beispielsweise kann eine Schubstange oder
dergleichen zur Betätigung der Vorrichtung von hinten beispielsweise durch Nachladepersonal
vorgesehen sein (nicht näher dargestellt)
[0044] Im Unterschied zu der Ausführung von Fig. 2a und 2b ist bei der Ausführung gemäß
Fig. 1a bis 1d die Ausgabeaxialrichtung A relativ zu der Rollenachse R exzentrisch
versetzt. Die Trichterachse T erstreckt sich mit einem Winkelversatz relativ zu der
Rollenachse R.
[0045] Bei der Ausführung gemäß der Figuren 2a und 2b ist die Ausgabeaxialrichtung A relativ
zu der Rollenachse R um einen Winkelversatz versetzt. Die Trichterachse T verläuft
parallel zu der Ausgabeachse A und bildet relativ zu der Rollenachse R eine Trichterinnenkontur
5, im Wesentlichen gemäß einem schiefen Kegel.
[0046] Im Folgenden wird die Funktion der Transportvorrichtung 9 beschrieben, wie sie in
den Fig. 1a - 1d (sowie Figs. 2a und 2b) dargestellt ist. In Querrichtung Q vertikal
unterhalb der Aufnahmeanordnung 3 bzw. deren Schalenkörper, ist eine Führung, die
zwei Führungsprofile 95 umfasst, angeordnet. In der Führung 95 ist die Zugstange 93
gleitend gelagert. An der Zugstange 93 sind ortsfest Mitnehmer gelagert, die hier
exemplarisch als verschwenkbare Keile 8a, 8b realisiert sind. Das Transportmittel
9 ist, wie in Fig. 1b zu erkennen, derart gestaltet, dass für jede Rolle 11, die in
der Aufnahmeanordnung 3 verbleibt, nachdem die vordere Rolle verbraucht wurde, ein
individuell zugeordneter Mitnehmer in Form je eines Keiles 8a oder 8b vorgesehen ist.
Es ist denkbar, dass stattdessen für sämtliche verbleibende Rollen 11 ein einziger,
gemeinsamer Mitnehmer vorgesehen ist, der beispielsweise entsprechend dem Mitnehmer-Keil
8b realisiert sein könnte.
[0047] Das Transportmittel 9 ist um wenigstens eine Rollen-Länge 1 in Richtung der Rollenlängsachse
A beweglich. Es kann bevorzugt sein, dass wenigstens ein Stopper vorgesehen ist, der
beispielsweise an der Führung 95, der Aufnahmeanordnung 3 und/oder dem Transportmittel
angeordnet sein kann, um die Linearbeweglichkeit des Transportmittels 9 in Richtung
der Rollenlängsachse R auf ein vorbestimmtes Maximum zu begrenzen. Ein Stopper oder
mehrere Stopper können beispielsweise vorgesehen sein, um ein Herausfallen des Trabsportmittels
9 aus der Führung 95 zu verhindern und/oder wenigstens eine Stellung des Transportmittels,
beispielsweise die Ergreifstellung und/oder die Abgabestellung zu definieren.
[0048] In den Fig. 1a, 1b und 1d befindet sich das Transportmittel 9 in einer hinteren Ergreifstellung.
In dieser Ergreifstellung ist der hinterste Mitnehmer, welcher hier als hinterster
verschwenkbarer Keil 8b realisiert ist, bezüglich der Ausgaberichtung A hinter der
hintersten Rolle 11 angeordnet, um in einen Berührkontakt mit der rückwärtigen Stirnseite
17 der hinteren Rolle 11 gebracht werden zu können.
[0049] In Fig. 1c ist das Transportmittel, beispielsweise durch Ziehen an dem Griff 91,
in eine nach vorne verlagerte Abgabestellung verbracht, um eine zuvor nach hinten
versetzte Rolle 11 (vgl. Fig. 1b) in die Abgabestellung 50 zu verbringen (vgl. Fig.
1c). Beim ziehen der Zugstange 93 nach vorne gerät der hintere Mitnehmer in Berührkontakt
mit der hinteren Rolle 11 und bewegt diese entlang der Rollenlängsachse R auf den
Führungstrichter 5 zu. Vor der hinteren Rolle 11 liegende weitere Rollen 11 (hier:
eine Rolle 11) werden mit Bewegung der hinteren Rolle 11 mitgenommen. Es ist denkbar,
dass der Abstand zwischen den beiden der in Fig. 1b und 1c dargestellten Rollen 11
größer bemessen als eine Rollenlänge 1 (nicht näher dargestellt), sodass auch ein
vorderer Mitnehmer, ähnlich dem abgebildeten verschwenkbaren Keil 8a, mit der Rückseite
der vorderen Rolle 11 in einem Berührkontakt stehen kann, um der Rolle 11 eine Mitnahmekraft
von dem Transportmittel direkt (ohne Kraftübertragung durch Bewegung der Rolle) mitzunehmen.
[0050] Bei der in Fig. 1a bis 1d dargestellten Ausführungen sind die Mitnehmer exemplarisch
als Keile 8a, 8b realisiert. Die Keile 8a bzw. 8b sind entgegen der Ausgaberichtung
A gepfeilt. Die Keile 8a, 8b sind um eine jeweilige Schwenkachse W schwenkbar und
an der an dem Transportmittel, hier exemplarisch der Zugstange 93, gelagert. Die Keile
8a, 8b sind derart federvorgespannt, dass sie eine aktive Transportstellung einnehmen
können (wie in Fig. 1d abgebildet), in welcher der jeweilige Mitnehmer in die Aufnahmeanordnung
3 hineinragt, um einen Berührkontakt mit einer Rolle 11 bezwecken zu können, um diese
mitnehmen zu können. An einer in Ausgaberichtung A vorderen Seite kann ein Keil 8a
bzw. 8b flach sein. Die Aufnahmeanordnung 3 kann wenigstens eine Zugriffsöffnung für
wenigstens einen Mitnehmer aufweisen, beispielsweise ein Führungs-Langloch. Es ist
denkbar, dass die Aufnahmeanordnung 3 für jeden Mitnehmer des Transportmittels 9 eine
individuelle Zugriffsöffnung aufweist. Die Federvorspannung eines Mitnehmers, beispielsweise
des vorderen Keils 8a, kann bevorzugt derart bemessen sein, dass es möglich ist, das
Transportmittel entgegen der Ausgaberichtung A zu verschieben, wobei der als Keil
8a realisierte vordere Mitnehmer keine Mitnahmewirkung bezüglich der Rollen 11 ausübt,
sondern unter der Rollen 11 angeordnet ist und an der Außenseite der Rolle 11 oder
Rollen 11 entlanggleitet.
[0051] Ein hinterer Mitnehmer, wie der Keil 8b, kann zwischen einer Aktivstellung und einer
Passivstellung verschwenkbar sein, um zu erlauben, dass von der Rückseite 105 von
der Packstation 10 eine Rolle 11 in die Aufnahmeanordnung 3 nachgefüllt werden kann,
ohne dass der Mitnehmer (hier: Keil 8b) im Weg steht (vgl. Fig. 2b).
[0052] Die Figuren 2a und 2b zeigen eine Packstation. Ähnlich der aus dem Stand der Technik
bekannten Packstationen, umfasst die hier abgebildete schematische Packstation eine
tischartige Auflagefläche 104, auf welcher Versandtbehälter aufliegen können, um mit
Verpackungsmaterial durch das an der Vorderseite 103 der Packstation 100 stehende
Personal befüllt zu werden. Die Auflagefläche 104 kann von einem Gestell 101 getragen
sein.
[0053] Das Gestellt 101 trägt wenigstens eine Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen
Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus zu einer Rolle 11 aufgewickelten
Papierbahn. Die Vorrichtung, welche in das Gestell 101 integriert und von dem Gestell
101 getragen ist, kann wie oben beschrieben realisiert sein. Die Packstation 100 ist
mit einer Aufnahmeanordnung 3 zum zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen wenigstens
einer Rolle 11, insbesondere mehrerer in Ausgaberichtung A hintereinander angeordneter
Rollen 11 (in Fig. 2b: drei Rollen 11) ausgestaltet.
[0054] An der Vorderseite 103 des Gestells 101 kann von der Innenseite 13 der vorderen Rolle
11 Papier zum Bilden von Verpackungsmaterial abgezogen werden. An der Rückseite 105
des Gestells 101 ist die Aufnahmeanordnung 3 beispielsweise durch eine andere Person
als das an der Vorderseite 103 stehende Packpersonal, mit wenigstens einer weiteren
Rolle 11 belegbar.
[0055] Bei denen in Figuren 2a und 2b dargestellten Ausführungen einer Packstation 100 ist
die Vorrichtung vollständig unterhalb der Gestelloberseite 107 des Gestells 101 angeordnet.
Das Gestell 101 bildet, wie in Fig. 2a gut zu erkennen, einen tunnelartigen Schacht,
durch welchen sich die Aufnahmeanordnung 3 der Vorrichtung erstreckt. Dabei kann die
Aufnahmeanordnung 3 bzw. die Rollenachse R sich im Wesentlichen horizontal durch das
Gestell 101 erstrecken. Insbesondere ist die Neigung der Aufnahme bzw. der Rollenachse
weniger als ± 10° oder weniger als ± 5° bezüglich einer horizontalen geneigt. Eine
möglichst horizontale Erstreckung der Rollenachse R erlaubt es, das Gewicht einer
Rolle 11 gleichmäßig und/oder großflächig von der Unterseite der Rolle(n) 11 auf die
Aufnahmeanordnung 3 zu übertragen, was für das Papiermaterial schonend ist. Gleichzeitig
erlaubt eine horizontale Anordnung der Aufnahmeanordnung 3 und/oder der Rollenachsen
R eine relativ große Kontrolle über die Position und die Positionierung der Rollen
11 in Aufnahmeposition 3, damit die Rolle(n) 11 nicht durch die Schwerkraft verrutschen
können.
[0056] Aufnahmeanordnungen können auch anders als die Aufnahmeanordnung 3 mit einem halbschalenförmigen
Körper gebildet sein. Beispielsweise kann eine Aufnahmeanordnung 3', wie in Fig. 3
abgebildet, aus parallel zu der Rollenachse R ausgerichteten Streben bzw. Rippen,
beispielsweise wenigstens 2, wenigstens 3, wenigstens 4 oder mehr Streben gebildet
sein, auf die wenigstens eine Rolle 11 aufliegt. Bei der alternativen Ausgestaltung
einer Aufnahmeanordnung 3" gemäß Fig. 4 ist die Aufnahmeanordnung 3" eine wellenartig
gebogene Platte 33 gebildet, die einen gekrümmten Aufnahmeabschnitt aufweist, welche
in etwa der Krümmung der äußeren Umfangsfläche der Rollen 11 entspricht und sich über
eine Breite von 60° bis 120° entlang der Außenseite einer Rolle 11 erstrecken kann.
[0057] Fig. 5a zeigt eine perspektivische Ansicht einer alternativen erfindungsgemäßen Ausgestaltung
einer Vorrichtung 1* zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer
Papiervorratseinheit in Form einer zu einem Leporellostapel 11* gefalteten und gestapelten
Papierbahn.
[0058] Wie die oben beschriebene Vorrichtung 1 zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials
aus einer Papiervorratseinheit in Form einer zu einer Rolle 11 aufgewickelten Papierbahn,
umfasst die Vorrichtung 1* als Hauptbestandteil einer Aufnahmeanordnung 3* (bzw. gemäß
Fig. 7: 3**) zum zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen wenigstens eines Leporellostapels,
einen Führungstrichter 5 mit einer Öffnung 7 zum Ausgeben des Verpackungsmaterials
von einer in einer Abgabestellung 50 angeordneten Stapeleinheit 11* sowie ein bewegliches
Transportmittel 9 zum Verlagern des wenigstens einen Leporellostapels 11* in Ausgaberichtung
A.
[0059] Ein Leporellostapel ist üblicherweise im Wesentlichen quaderförmig mit einer Höhe
h, einer Länge 1 und einer Breite b. Die Oberseite 13* bzw. die hierzu üblicherweise
parallele Unterseite 14* des Leporellostapels 11* definieren je eine ebene Fläche
(l*b). Der Leporellostapel 11* kann vorzugsweise, wie exemplarisch abgebildet, im
Wesentlichen quaderförmig sein, wobei die vordere Stirnseite 15 und die hintere Stirnseite
17 (b*h) in Ausgabeaxialrichtung A orientiert sind und wobei sich Seitenflächen (ohne
Bezugszeichen; l*h) in Längsrichtung L des Leporellostapels bzw. der Papierbahn bzw.
im Wesentlichen in Ausgaberichtung A erstrecken. Die Vorrichtung 1* gemäß Fig. 5a
und 5b unterscheidet sich von der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1a bis 1d im Wesentlichen
nur durch die Art der aufgenommenen Papiervorratseinheit und die hieran angepasste
Form der Aufnahmeanordnung 3 bzw. 3*.
[0060] In Fig. und 5b ist die Transportvorrichtung 9 als ein Zugstange 93 seitlich neben
der Aufnahmeanordnung 3* (stabil gemäß Fig. 1a bis 1d unterhalb der Aufnahmeanordnung
3) vorgesehen. Es ist denkbar, dass das Transportmittel 9 bei der in Fig. und 5b abgebildeten
Ausführung unterhalb der Aufnahmeanordnung 3* angeordnet ist.
[0061] Zur Funktion der Vorrichtung 1* wird auf die Beschreibung in Fig. 1a bis 1d sowie
2a und 2b Bezug genommen, da bei der Vorrichtung 1* praktisch dieselbe Betätigung
realisiert ist wie bei der oben beschriebenen Ausführung.
[0062] Das Verpackungsmaterial wird bei einem Leporellostapel(11*)-förmigen Vorratseinheit
vorzugsweise von der Oberseite 13* des Stapels 11* gezogen. Es ist denkbar, dass die
Papierbahn von der vorderen Stirnseite 5 des Stapels 11* abgezogen wird, wenn beispielsweise
der Stapel 11* mit den Faltkanten der aufeinanderfolgenden Schichten des Leporellostapels
definierten Seite in Vertikalrichtung nach unten orientiert wäre.
[0063] Die in Fig. 6 perspektivisch dargestellte Packstation 100 entspricht im Wesentlichen
100, wobei anstelle der oben beschriebenen Vorrichtung 1 zur Aufnahme von rollenförmiger
Papiervorratseinheit eine Vorrichtung 1* zur Aufnahme leporellostapelförmiger Vorratseinheiten
vorgesehen ist.
[0064] Fig. 7 entspricht im Wesentlichen Fig. 3, wobei die durch zwei Streben gebildete
Aufnahmeanordnung 3** vorgesehen ist zur Aufnahme der leporellostapelförmigen Vorratseinheiten.
Wie in Fig. 7 dargestellt, können die Streben mit quadratischem Querschnitt ausgebildet
sein, und eine Streben-Oberseite bilden, die im Wesentlichen fluchtend zu der Unterseite
14* des Leporellostapels 11* orientiert sein können. Es sei klar, dass die Streben
bei der Aufnahmeanordnung 3** wie in Fig. 7 gezeigt, auch eine andere Querschnittsform,
beispielsweise eine runde Querschnittsform haben kann, oder dass ein Leporellostapel
11* als Ausgangsmaterial auch eine anders geartete Aufnahmeanordnung, beispielsweise
der halbzylindrischen Aufnahmeanordnung 3, der durch zwei schiefe Streben gebildeten
Aufnahmeanordnung 3**, oder gar einer durch ein gewelltes Blech gebildeten Aufnahmeanordnung
3** vorgesehen sein können. Ebenso ist es denkbar, dass eine Papiervorratseinheit
in Form einer Rolle 11 in einer Aufnahmeanordnung mit im Wesentlichen rechteckigem
Querschnitt, wie der in Fig. und 5b dargestellten Aufnahmeanordnung 3**, untergebracht
sein kann oder auf den parallelen, flachen Streben der Aufnahmeanordnung 3** gemäß
Fig. 7.
[0065] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Figuren und den Ansprüchen offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Realisierung
der Erfindung in den verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 1, 1*
- Verpackungsmaterialspender
- 3, 3' oder 3", 3*, 3**
- Aufnahmeanordnung
- 4
- Rolle
- 5
- Führungstrichter
- 7
- Ausgabeöffnung
- 8a, 8b
- Mitnehmer
- 9
- Transportmittel
- 10
- Packstation
- 11
- Rolle
- 11*
- Leporellostapel
- 13
- zylindrischer Innenhohlraum
- 13*
- Oberseite
- 14*
- Unterseite
- 15
- Abgabestellung
- 16
- vorderer Stirnseite
- 17
- hintere Stirnseite
- 33
- wellenartig gebogene Platte
- 50
- Abgabestellung
- 51
- Führungsinnenkontur
- 91
- Betätigungsgriff
- 93
- Zugstange
- 95
- Führungsprofile
- 100
- Packstation
- 101
- Gestell
- 103
- Vorderseite
- 104
- Auflagefläche
- 105
- Rückseite
- 107
- Gestelloberseite
- A
- Ausgaberichtung
- Q
- Querrichtung
- R
- Rollenachse
- T
- Trichterachse
- W
- Schwenkachse
- h
- Höhe
- b
- Breite
- l
- Länge
- d
- Durchmesser
1. Vorrichtung (1) zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials
aus einer Papiervorratseinheit, wie einer zu einer Rolle (11) aufgewickelten Papierbahn,
die eine Rollenlängsachse (R) definiert und die einen Innenhohlraum (13) bildet, oder
einer zu einem Leporellostapel (11*) gefalteten Papierbahn, der eine Oberseite (13*)
definiert, von der die Papierbahn zum Bilden des Verpackungsmaterials abziehbar ist,
umfassend:
einen Führungstrichter (5) mit einer Öffnung (7) zum Ausgeben des Verpackungsmaterials
von einer in einer Abgabestellung (50) angeordneten Papiervorratseinheit, wobei der
Führungstrichter (5) eine sich in einer Ausgaberichtung (A) zur Öffnung (7) hin verjüngende
Innenkontur (51) aufweist; und
eine Aufnahmeanordnung (3, 3', 3"), wie ein Röhrenmagazin, zum zumindest teilweise
umfänglichen Umgreifen wenigstens einer Papiervorratseinheit, insbesondere wenigstens
2 und/oder höchstens 5, vorzugsweise genau 3, in Ausgaberichtung (A) hintereinander
angeordneter Papiervorratseinheiten, wobei die Vorrichtung ein bewegliches Transportmittel
(9), wie einen Schlitten oder dergleichen, zum Verlagern wenigstens der wenigstens
einen Papiervorratseinheit in der Ausgaberichtung (A) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Transportmittel (9) derart vorzugsweise relativ
zur Aufnahmeanordnung (3, 3', 3") insbesondere translatorisch beweglich ist, dass
das Transportmittel (9) beweglich ist von einer entgegen der Ausgaberichtung (A) nach
hinten versetzten Ergreifstellung in eine in der Ausgaberichtung (A) vorgelagerten
Abgabestellung, insbesondere zwischen einer entgegen Ausgaberichtung (A) nach hinten
versetzten Ergreifstellung und einer in der Ausgaberichtung (A) vorgelagerten Abgabestellung.
3. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Transportmittel (9) eine
Betätigungsvorrichtung, insbesondere eine manuelle Betätigungsvorrichtung, wie ein
Hebel und/oder Griff (91), zum manuellen Betätigen der Transportvorrichtung, oder
eine motorisierte Betätigungsvorrichtung, wie ein elektronischer Knopf mit einem Elektromotor
zum motorisierten Betätigen der Transportvorrichtung, umfasst und/oder wobei das Transportmittel
(9) ein translationsbewegliches Linearfördermittel, wie eine Schub- und/oder Zugstange
(93), eine Zahnstange, einen Fördergurt, eine Förderkette oder dergleichen, umfasst
und/oder wobei das Transportmittel (9) zumindest teilweise in einer benachbart, vorzugsweise
unmittelbar angrenzend, zu der Aufnahmeanordnung (3, 3', 3") angeordneten Führung
(95) untergebracht ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Transportmittel (9) wenigstens
einen Mitnehmer, wie ein Keil (8a, 8b), zum Halten einer radialen Außenumfangsfläche
(15) und/oder axialen Rückseitenfläche (17) wenigstens einer zu fördernden Papiervorratseinheit
umfasst, wobei insbesondere für mehrere zu fördernde Papiervorratseinheiten wenigstens
ein gemeinsamer Mitnehmer oder je wenigstens ein vorratseinheitenindividueller Mitnehmer
bereitgestellt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei der wenigstens eine Mitnehmer beweglich ist zwischen
einer Aktivstellung zum Bewegen der wenigstens einen zu fördernden Papiervorratseinheit
in der Ausgaberichtung (A) und/oder für einen Mitnehmereingriff bezüglich der wenigstens
einen zu fördernden Papiervorratseinheit, in der der Mitnehmer zum Halten der Papiervorratseinheit
in die Aufnahmeanordnung (A) in Querrichtung, insbesondere in Radialrichtung (Q) bezüglich
der Rollenachse (R), eingreift, und einer Passivstellung zum Bewegen des Transportmittels
entgegen der Ausgaberichtung (A) und/oder ohne Mitnahmewirkung bezüglich der Papiervorratseinheiten,
in der der Mitnehmer vorzugsweise vollständig außerhalb der Aufnahmeanordnung (3,
3', 3") angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Mitnehmer in Richtung der Aktivstellung
insbesondere mittels einer Feder vorgespannt ist und/oder wobei der Mitnehmer als
entgegen der Ausgaberichtung (A) gepfeilter und/oder sich verjüngender Körper, wie
ein Keil (8a, 8b) oder dergleichen, ausgestaltet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, wobei der Mitnehmer zwischen der Aktivstellung
und der Passivstellung um eine relativ zu dem Transportmittel (9) ortsfeste Schwenkachse
(W) schwenkbar ist und/oder wobei der Mitnehmer in der Passivstellung in, durch oder
neben das Transportmittel (9), insbesondere ein Linearfördermittel des Transportmittel
(9), eingeklappt ist.
8. System umfassend eine Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche und wenigstens
eine in der Aufnahmeanordnung (3, 3', 3") angeordnete zu fördernde Papiervorratseinheit,
die eine axiale Länge (l) definiert, wobei die Papiervorratseinheit mittels des Transportmittels
(9) in der Ausgaberichtung (A) aus einer ersten Position um wenigstens die axiale
Länge (l) in eine zweite Position beweglich ist.
9. Packstation (100) mit einer Vorrichtung (1) zum manuellen oder maschinellen Erzeugen
eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer Papiervorratseinheit, wie einer
zu einer Rolle (11) aufgewickelten Papierbahn, die eine Rollenlängsachse (R) definiert
und die einen Innenhohlraum (13) bildet, oder einer zu einem Leporellostapel (11*)
gefalteten Papierbahn, der eine Oberseite (13*) definiert, von der die Papierbahn
zum Bilden des Verpackungsmaterials in einer Ausgaberichtung (A) abziehbar ist, insbesondere
nach einem der vorstehenden Ansprüche, die eine Aufnahmeanordnung (3, 3', 3") zum
zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen wenigstens einer Papiervorratseinheit,
insbesondere mehrerer in Ausgaberichtung (A) hintereinander angeordneten Papiervorratseinheiten
umfasst,
und mit einem Gestell (101), an dem die Vorrichtung (1) befestigt ist, wobei sich
die Vorrichtung (1) von einer dem Packpersonal zuzuwendenden Vorderseite (103) des
Gestells, wo das Verpackungsmaterial abziehbar ist, zu einer dem Packpersonal abzuwendenden
Rückseite (105) erstreckt, wo die Aufnahmeanordnung (3, 3', 3") mit wenigstens einer
weiteren Papiervorratseinheit belegbar ist.
10. Packstation (100) nach Anspruch 9, wobei die Vorrichtung vorzugsweise vollständig
unterhalb einer Gestelloberseite (107) des Gestells (101) angeordnet ist und/oder
wobei sich die Vorrichtung (1), insbesondere die Aufnahmeanordnung (3, 3', 3"), insbesondere
die Rollenachsen (R) oder die Unterseite (14*), von innerhalb der Aufnahmeanordnung
(3, 3', 3") vorzugsweise fluchtend anordenbaren Papiervorratseinheiten, im Wesentlichen,
insbesondere mit einer Neigung von weniger als ±10° oder ±5°, horizontal erstreckt.