[0001] Die Erfindung betrifft eine Digitale Automatische Kupplung (DAK) mit einem elektromechanischen
Aktuator mit spielfreier Antriebslagerung für ein Schienenfahrzeug nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Schienenfahrzeug mit einer
solchen Kupplung.
[0002] Um die Digitalisierung und Automatisierung im Schienenverkehr voranzutreiben, spielt
die Digitale Automatische Kupplung (DAK) eine bedeutende Rolle. Die Abkürzung "DAK"
wird im weiteren Text verwendet.
[0003] Insbesondere im Bereich Güterverkehr besteht noch Nachholbedarf, da die heutzutage
noch üblichen Schraubenkupplungen zwischen den Güterwagons sowohl Personal als auch
viel Zeit und ebenso viel Aufwand beanspruchen.
[0004] Mittels einer Prozessautomatisierung mithilfe der DAK kann ein Güterzug sehr viel
effizienter, flexibler und kostengünstiger zusammengestellt werden, was letztlich
für den Betreiber und auch für den Endkunden nur Vorteile bedeuten. Zudem werden durch
die zugweiten digitalen Schnittstellen neue Funktionalitäten in Hinblick auf Diagnose,
Wartung und Instandhaltung ermöglicht (Stichwort: Condition-Based und Predictive Maintenance).
[0005] Das Prinzip der sogenannten Scharfenbergkupplung wird sowohl bei Passagierzügen eingesetzt
als auch bei der DAK für Güterzüge präferiert.
[0006] Die Scharfenbergkupplung ist bekannt. Sie ist eine starre Mittelpufferkupplung. Der
Kupplungsvorgang läuft rein mechanisch ab, der über eine Hakenscheibe und Federpakete
in einem jeden Kupplungskopf realisiert wird. Der Kupplungsvorgang läuft rein mechanisch
ab, wobei dieser über eine Hakenscheibe und Federpakete in jedem Kupplungskopf realisiert
wird. Die für den Kuppelvorgang erforderliche Energie liefert die Geschwindigkeit
des zu kuppelnden Wagens während eines Kuppelvorgangs.
[0007] Für einen Entkupplungsvorgang werden jedoch Aktuatoren benötigt, die einer Federkraft
einer Feder, die hier nicht gezeigt, aber vorstellbar ist, entgegenarbeiten, indem
sie die Hakenscheibe in die Lösestellung zurückdrücken. In Passagierzügen werden hierzu
in der Regel elektro-pneumatische Aktuatoren verwendet. Bei Güterzügen ist die Sachlage
anders, weshalb dazu eine elektromechanische Antriebseinheit verwendet wird, welche
ohne Einsatz eines weiteren Betriebsmediums (z.B. hydraulisch) arbeitet.
[0008] Entsprechend dem Stand der Technik sind Mittelpufferkupplungen im Personenzugverkehr
bekannt. Zum Lösen dieser Kupplungen werden pneumatische Aktuatoren bzw. Pneumatik-Zylinder
eingesetzt. Die Druckstange oder der Stößel bzw. der Kolben des Zylinders wird dabei,
mittel pneumatisch bereitgestellter Energie und folglich dem Druck, herausgeschoben
und dreht dabei die Hakenscheibe bzw. das Herzstück der Scharfenbergkupplung in lösender
Richtung.
[0009] Dokument
DE 10 2021 111 207 A1 beschreibt, wie das gleiche Prinzip über einen elektro-hydraulischen Aktuator angewendet
werden kann. Der Kraftaufbau erfolgt ebenfalls über Druck, welcher durch ein hydraulisches
Betriebsmedium erzeugt wird. Ein elektro-hydraulisches Antriebsaggregat erzeugt mittels
eines Elektromotors die dafür notwendige Verdichtung des Betriebsmittels mit einer
hydraulischen Pumpe und folglich den Druck, um den Kolben in Vorwärtsbewegung zu versetzen.
Unter Beibehaltung des aufgewendeten Drucks kann der Aktuator die Kraft am Kolben
auch in einer Stellung für längere Zeit beibehalten. Beispielsweise erfolgt dies durch
weiteren Betrieb des Elektromotors, um den aufgebauten Druck entsprechend aufrechtzuerhalten.
Nach dem Entkupplungsvorgang wird der Kolben über Absenken des Drucks wieder zurückgefahren.
[0010] Dokument
DE 10 2021 111 206 A1 beschreibt im Prinzip ebenfalls einen elektro-hydraulischen Aktuator, der anstelle
einer Druckstange o.ä. hier einen Gelenkhebel betätigt und zurückzieht, um die Stellung
der Hakenscheibe für den Entkupplungsvorgang zu erreichen.
[0011] In
Figur 1 ist eine schematische Draufsicht eines inneren Aufbaus einer Mittelpufferkupplung
1 mit einem elektromechanischen Aktuator 6 nach dem Stand der Technik dargestellt.
[0012] Figur 2 zeigt eine schematische Schnittansicht des elektromechanischen Aktuators 6 der
Mittelpufferkupplung 1 nach Figur 1.
[0013] Figur 3 stellt die schematische Schnittansicht des elektromechanischen Aktuators 6 nach
Figur 2 mit Krafteinwirkungen dar.
[0014] Eine derartige Mittelpufferkupplung 1 gemäß den Figuren 1 bis 3 ist in einer noch
nicht veröffentlichten Anmeldeschrift der Anmelderin als "Digitale Automatische Kupplung
(DAK) mit elektromechanischem Aktuator für ein Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug
mit einer solchen Kupplung" ausführlich im Aufbau und Funktion beschrieben
[0015] Die Mittelpufferkupplung 1 umfasst ein Gehäuse 1a, eine Hakenscheibe 2 mit einem
Antriebsabschnitt 3 und einem Abtriebsabschnitt 4, eine Öse 5 und einen Aktuator 6
mit einem als Druckstange ausgebildeten Betätigungselement 7. Die Hakenscheibe 2 wird
auch als Herzstück bezeichnet.
[0016] Zum Entkuppeln, d.h. Lösen der Mittelpufferkupplung 1, wird der Aktuator 6 in Ausführung
eines elektromechanischen Aktuators 6 verwendet.
[0017] Der Aktuator 6 weist ein Gehäuse 15 mit einem hier nach unten hervorstehenden Verbindungsflansch
15a und ein Steuergehäuse 16 auf. In dem Gehäuse 15 ist ein Spindeltrieb mit einer
Gewindespindel 12 angeordnet.
[0018] Der elektromechanische Aktuator 6 funktioniert mithilfe eines Elektromotors 10, der
die elektrische Energie in mechanische umwandelt.
[0019] Der Elektromotor 10 ist an dem Verbindungsflansch 15a des Gehäuses 15 des Aktuators
6 angeflanscht. In diesem Bereich ist ein Getriebe 10b angeordnet.
[0020] Wird der Aktuator 6 angesteuert, kommt es in dem Elektromotor 10 zu einer rotatorischen
Bewegung des Rotors des Elektromotors 10. Diese Drehbewegung wird weiter über das
Getriebe 10b auf die Gewindespindel 12 übertragen. Da die rotierende Gewindespindel
12 in axialer Richtung des Aktuators 6, d.h. in Richtung der Mittelachse 6a des Aktuators
6, fest eingebaut ist, resultiert es in einer Vorschubbewegung einer Spindelmutter
7b und somit des Betätigungselementes 7, das hier als Druckrohr ausgebildet ist und
an der Hakenscheibe 2 über einen Druckkopf 7b die entsprechende Kraft aufbringen kann.
[0021] Das Betätigungselement 7 dreht dabei die Hakenscheibe 2 der Scharfenbergkupplung
um eine Schwenkachse 2a in lösender Richtung. Dabei wird in einem Kontaktpunkt 8 der
Kontaktstelle zwischen einem Antriebsabschnitt 3 der Hakenscheibe 2 der Scharfenbergkupplung
und einem freien Ende des Betätigungselementes 7 des Aktuators 6 eine Druckkraft zur
Verschwenkung der Hakenscheibe 2 übertragen.
[0022] Der Elektromotor 10 weist eine Motorachse 10a auf und steht mit der Gewindespindel
12 über das Getriebe 10b in Wirkverbindung. Das Getriebe 10b kann z.B. ein Stirnradgetriebe
sein. Die Motorachse 10a und die Mittelachse 6a des Aktuators 6 sind hier parallel
zueinander angeordnet.
[0023] Nach vollständigem Entkuppeln der beiden Züge/Wagons kann der Aktuator 6 in seine
Ausgangsstellung zurückgefahren werden. Im Gegensatz zum bisherigen Stand der Technik
wird der hier beschriebene elektromechanische Aktuator 6 rein elektrisch betrieben,
d.h. ohne ein zusätzliches Betriebsmedium wie bei der Pneumatik und der Hydraulik.
Das hat den Vorteil, dass hierfür zusätzliche Wartungen usw. entfallen und auch die
Dynamik für den Kraftaufbau und - abbau schneller und direkter erfolgen kann.
[0024] Der Elektromotor 10 kann ein Gleichstrommotor bzw. DC-Motor als Hauptantrieb zur
Entkupplung bzw. zum Lösen der Mittelpufferkupplung 1 sein.
[0025] Die Kontaktstelle zwischen dem Druckkopf 7a des Betätigungselementes 7 mit dem Kontaktpunkt
8 weist ein Lager 9 auf. Das Lager 9 ist eine Rollenlagerung mit einer Rolle und ist
in dem Antriebsabschnitt 3 der Hakenscheibe 2 um eine nicht bezeichnete Lagerachse
verdrehbar angeordnet.
[0026] In dem Kontaktpunkt 8 kontaktiert die Rolle des Lagers 9 einen Druckkopf 7a des Betätigungselementes
7.
[0027] Das Lager 9 minimiert die Querkräfte, die auf das Betätigungselement (Druckrohr)
7 wirken, und ist in einer weiteren noch nicht veröffentlichten Anmeldung der Anmelderin
genauer beschrieben.
[0028] Eine an dem Elektromotor 10 angeflanschte Motorbremse 11 unterstützt in diesem ersten
Ausführungsbeispiel den Aktuator 6 beim Halten einer Position wie beispielsweise in
der gezeigten Lösestellung, die auch Pufferstellung/-position genannt wird.
[0029] Der elektromechanische Aktuator 6 weist zwei Endschalter 13 und 14 für eine Anfangs-
und Endposition einer Stellung des Betätigungselementes 7 auf. Die beiden Endschalter
13 und 14 sind in dem Steuergehäuse 16 angeordnet und werden hier durch die Spindelmutter
10 betätigt.
[0030] Das Gehäuse 15 ist mit dem Verbindungsflansch 15a ausgebildet. Der Verbindungsflansch
15a weist eine Befestigungsfläche 15b für den Elektromotor 10 auf, der an dem Verbindungsflansch
15a befestigt wird. Außerdem ist ein weiterer Flanschabschnitt 15c an der Unterseite
15e des Gehäuses 15 angeformt. Dieser weitere Flanschabschnitt 15c dient zur zusätzlichen
Befestigung des Elektromotors 1.
[0031] Im befestigten Zustand liegt der Elektromotor 10 mit seiner Außenfläche an einer
Unterseite 15d des Gehäuses 15 an, die in Richtung der Mittelachse 6a des elektromechanischen
Aktuators 6 verläuft, und steht zumindest teilweise formschlüssig mit dieser in Kontakt.
[0032] Aufgrund von Vibrationen und Schocks muss der Elektromotor 10 entsprechend robust
angebunden werden, indem das Motorschild bzw. ein Motorflansch 17 mit deutlich größeren
Schraubverbindungen an das Gehäuse 15 bzw. den Verbindungsflansch 15a des Gehäuses
15 des Aktuators 6 angebracht ist.
[0033] Zudem ist aufgrund der Länge der Antriebseinheit (Elektromotor 10 mit angeflanschter
Motorbremse 11) eine Art Zwischenflansch 18 an dem Elektromotor 10 etwa in der Mitte
der Längsachse/Motorachse 10a des Elektromotors 10 angebracht. Der Elektromotor 10
ist mit seinem Zwischenflansch 18 an dem Flanschabschnitt 15c des Gehäuses 15 des
Aktuators 6 befestigt.
[0034] In
Figur 2 - 3 ist der Elektromotor 10 mit einem Getriebe10b und einem Antriebsritzel 20 gezeigt.
Das Antriebsritzel 20 ist im zusammengebauten Zustand Teil des Getriebes 10b, welches
dann in bzw. an dem Verbindungsflansch 15a angeordnet ist.
[0035] Das Getriebe 10b weist zudem ein Abtriebsrad 20a auf, welches mit der Gewindespindel
12 verbunden und mit dem Antriebsritzel 20 in Eingriff ist. Das Getriebe 10b ist durch
einen Getriebedeckel 19 verschlossen.
[0036] In
Figur 3 ist dargestellt, dass bei diesem Aktuator 6 die Antriebseinheit mittels zweier
Flansche (Verbindungsflansch 15a und Zwischenflansch 18) einer Verbindungseinrichtung
100 außen am Aktuatorgehäuse 15 befestigt ist. Der Zwischenflansch 18 übernimmt hierbei
eine stützende Funktion der Antriebseinheit, indem dieser die bei einem Kupplungsvorgang
auftretenden radial zur Motorachse 10a verlaufenden Belastungen (Schock, Vibrationen)
als Radialkräfte 21 aufnimmt und somit die Belastungen in dem Verbindungsflansch 15a
reduziert.
[0037] Der Verbindungsflansch 15a bildet die eigentliche Verbindung zwischen Antriebseinheit
und Aktuatorgehäuse 15, wobei der Zwischenflansch 18 lediglich eine stützende Funktion
zur Aufnahme der oben angesprochenen radialen Belastungen (Radialkräfte 21) darstellt.
[0038] Als nachteilig wird angesehen, dass axiale Belastungen in Richtung der Motorachse
10a bzw. parallel dazu in Richtung der Mittelachse 6a des Aktuators 6 durch den Zwischenflansch
18 nicht übertagen werden.
[0039] Die hohen, radial zu der Motorachse 10a verlaufende Beschleunigungen entstehen bei
einem Kuppelstoß, wenn beide Kupplungshälften aufeinandertreffen. Diese resultieren
als ein Biegemoment 22 in der einseitigen Verschraubung am Verbindungsflansch 15a
der Antriebseinheit am Aktuator. Das Biegemoment 22 kann um eine Achse auftreten,
die hier senkrecht zu der Motorachse 10a verläuft. Hohe Biegemomente 22 können dazu
beitragen ein frühzeitiges Versagen dieser Verbindung am Verbindungsflansch 15a zu
begünstigen.
[0040] Dokument
DE 10 2021 111 207 A1 beschreibt eine automatische Zugkupplung mit einem elektro-hydraulischen Aktuator.
Der Kraftaufbau erfolgt ebenfalls über Druck, welcher durch ein hydraulisches Betriebsmedium
erzeugt wird. Ein elektro-hydraulisches Antriebsaggregat erzeugt mittels eines Elektromotors
die dafür notwendige Verdichtung des Betriebsmittel mittels einer hydraulischen Pumpe
und folglich den Druck, um den Kolben in Vorwärtsbewegung zu versetzen. Unter Beibehaltung
des aufgewendeten Drucks kann der Aktuator die Kraft am Kolben auch in einer Stellung
für längere Zeit beibehalten. Beispielsweise erfolgt dies durch weiteren Betrieb des
Elektromotors, um den aufgebauten Druck entsprechend aufrechtzuerhalten. Nach dem
Entkupplungsvorgang wird der Kolben über Absenken des Drucks wieder zurückgefahren.
[0041] Dokument
DE 10 2021 111 206 A1 beschreibt im Prinzip ebenfalls einen elektro-hydraulischen Aktuator, der anstelle
einer Druckstange o.ä. hier einen Gelenkhebel betätigt und zurückzieht, um die Stellung
der Hakenscheibe für den Entkupplungsvorgang zu erreichen.
[0042] Als nachteilig wird es angesehen, dass elektromechanische Antriebe zur Entkupplung
einer Mittelpufferkupplung derzeitig nur außerhalb des Kupplungsgehäuses angebracht
sind. Dies ist dadurch bedingt, dass die Größe des elektromechanischen Aktuators für
den engen Bauraum der Kupplung nicht geeignet ist.
[0043] In Hinblick auf die Weiterentwicklung des Aktuators der Mittelpufferkupplung, insbesondere
mit Optimierungen im Serieneinsatz und im Zuge von Kosteneinsparungen bei Bauteilen,
Funktionsgruppen, Montagezeiten und Wartung gibt es einen ständigen Bedarf für Verbesserungen.
Dabei stellen der Aufbau, die Anbindung und die Integration des elektrischen Antriebs
des Aktuators einen wesentlichen Punkt dar.
[0044] Daher besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine verbesserte Mittelpufferkupplung
mit einer verbesserten Antriebslagerung für einen elektromechanischen Aktuator für
ein Schienenfahrzeug bereitzustellen, bei welcher die oben genannten Nachteile entfallen
oder in bedeutender Weise reduziert sind.
[0045] Eine weitere Aufgabe ist es, ein verbessertes Schienenfahrzeug mit einer solchen
Mittelpufferkupplung bereitzustellen.
[0046] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
[0047] Die weitere Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 8 gelöst.
[0048] Ein Erfindungsgedanke ist es, die Funktion eines Zwischenflansches der Befestigung
eines Elektromotors eines kompletten elektromechanischen Aktuators in einer Mittelpufferkupplung
eines Schienenfahrzeugs durch eine Federdruckbremse zu realisieren.
[0049] Eine erfindungsgemäße Mittelpufferkupplung eines Schienenfahrzeugs, aufweisend ein
Gehäuse, eine Hakenscheibe mit einer Schwenkachse, und einen Aktuator mit einem Betätigungselement,
wobei das Betätigungselement mit der Hakenscheibe in Zusammenwirkung steht, wobei
der Aktuator als ein elektromechanischer Aktuator mit mindestens einem Elektromotor
und einer Motorbremse ausgebildet ist, wobei der Elektromotor des elektromechanischen
Aktuators mit einem Gehäuse des elektromechanischen Aktuators mittels einer Verbindungseinrichtung
verbunden ist, wobei die Verbindungseinrichtung einen Verbindungsflansch aufweist.
Die Verbindungseinrichtung umfasst die Motorbremse als eine Federdruckbremse.
[0050] Ein besonderer Vorteil dieser Ausführung besteht darin, dass im Gegensatz zum bisherigen
Stand der Technik eine Funktion eines Zwischenflansches als Bestandteil der Verbindungseinrichtung,
durch die ohnehin im Aktuator vorhandene Motorbremse in Ausführung einer Federdruckbremse
erfüllt wird.
[0051] Zudem ist es von besonderem Vorteil, dass sich wie in der üblichen Lagerung auch
hier eine in radialer Richtung nahezu spielfreie Lagerung ergibt.
[0052] Ein weiterer bedeutender Vorteil ergibt sich durch eine standardisierte und kostengünstige
Lösung und der Aufnahme von radial zur Motorachse verlaufenden Belastungen auf die
im elektromechanischen Aktuator verwendete elektrische Antriebseinheit über die Federdruckbremse.
[0053] Ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug weist die oben beschriebene Mittelpufferkupplung
auf.
[0054] Vorteilhafte Ausbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0055] In einer Ausführung ist der Elektromotor des elektromechanischen Aktuators mit einer
ersten Stirnseite an dem Verbindungsflansch des Aktuatorgehäuses befestigt und ist
mit einer zweiten Stirnseite über ein Motorwellenende mit der Federdruckbremse verbunden,
welche fest an dem Aktuatorgehäuse des Aktuators montiert ist. Auf diese Weise übernimmt
die Federdruckbremse nicht nur Brems- und Haltefunktionen, sondern auch eine Lagerungs-
und Krafteinleitungsfunktion. Zudem nimmt die Federdruckbremse über einen Reibschluss,
radial zur Motorachse wirkende Belastungen auf und entlastet dadurch die Antriebsverschraubungen
des Elektromotors an dem Verbindungsflansch der Verbindungseinrichtung.
[0056] Eine weitere Ausführung sieht vor, dass die Verbindungseinrichtung eine Motoraufnahme
aufweist, wobei der Elektromotor in der Motoraufnahme angeordnet ist. Der Elektromotor
kann vorteilhaft einfach in die Motoraufnahme bei Montage eingeschoben werden.
[0057] In einer noch weiteren Ausführung ist die Federdruckbremse in einem Motordeckel der
Motoraufnahme angeordnet. Dies ergibt einen vorteilhaft kompakten Aufbau und eine
kostengünstige Lagerung.
[0058] Eine weitere Ausführung sieht vor, dass der Verbindungsflansch und die Motoraufnahme
einstückig mit dem Gehäuse des Aktuators ausgebildet sind. Dabei ergibt sich der Vorteil
eines kompakten und robusten Aufbaus sowie einer Bauteilzahlreduzierung.
[0059] Die hohen radial zur Motorachse verlaufende Beschleunigungen entstehen bei einem
Kuppelstoß, wenn beide Kupplungshälften der Mittelpufferkupplung aufeinandertreffen.
Diese resultieren als Biegemoment in dem Verbindungsflansche der Verbindungseinrichtung
der Antriebseinheit am Aktuatorgehäuse. Mittels der kompakten einstückigen Ausführung
zusammen mit der Federdruckbremse ergibt sich zudem der Vorteil einer einfachen und
standardisierten Vorrichtung zur Reduzierung dieses Biegemomentes, um ein frühzeitiges
Versagen dieser Verbindung zu vermeiden.
[0060] Die Motorbremse/Federdruckbremse wird beim Entkuppeln angelegt, um die Pufferposition
sicherzustellen. Aber auch im unbetätigten Zustand / Ausgangszustand ist die Motorbremse/Federdruckbremse
eingelegt, da kein Strom fließt und die Motorbremse ja "normally closed", d.h. im
stromlosen Zustand geschlossen, ist. Daher können hierbei auch Kuppelstöße einwirken.
[0061] In einer Ausführung weist die Federdruckbremse ein Magnetgehäuse, eine Spule, Druckfedern,
einen Anker, eine Mitnehmerhülse, einen Flansch und eine Reibscheibe auf, wobei der
Anker über die Druckfedern und das Magnetgehäuse mit dem Motordeckel und somit mit
dem Aktuatorgehäuse verbunden ist, und wobei die Federdruckbremse auf dem Motorwellenende
der zweiten Stirnseite des Elektromotors über die Mitnehmerhülse drehfest befestigt
ist. Damit wird eine vorteilhaft kompakte Lagerung und Kraftübertragung ermöglicht.
[0062] Es ist zudem vorteilhaft, wenn die Mitnehmerhülse der Federdruckbremse formschlüssig
oder/und kraftschlüssig mit einem dazu korrespondierenden Gegenstück des Flansches
der Federdruckbremse in Eingriff steht, da auf diese Weise ein einfacher Aufbau auf
engem Raum für robuste Kraftübertragung möglich ist.
[0063] Mit dem in der Federdruckbremse erzeugtem Reibschluss wird als Primärfunktion ein
Haltemoment erzeugt, welches den Aktuator in Entkuppelstellung hält. Als weitere vorteilhafte
Nebenfunktion dient der Reibschluss zwischen Reibscheibe und Anker für die Aufnahme
der radial zur Motorachse verlaufenden Belastungen und Übertragung über die Mitnehmerhülse
der Federdruckbremse formschlüssig auf das dazu korrespondierenden Gegenstück des
Flansches der Federdruckbremse.
[0064] In einer noch weiteren Ausführung verläuft eine Motorachse des Elektromotors parallel
zu einer Mittelachse des elektromechanischen Aktuators, wodurch sich eine vorteilhafte
Anordnung, insbesondere für einfache Getriebeausführungen zwischen dem Elektromotor
und z.B. einer Gewindespindel für das Betätigungselement ergibt.
[0065] Die Erfindung ermöglicht folgende Vorteile:
- Standardisierung durch Verwendung von Standardkomponenten.
- Kosteneinsparung durch Einsparung des Zwischenflansches.
- Robustere Bauweise gegenüber Vibrationen und Schocks.
[0066] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben. Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere
sind einzelne Merkmale der nachfolgenden Ausführungsbeispiele nicht nur bei diesem,
sondern auch bei anderen Ausführungsbeispielen einsetzbar. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht eines inneren Aufbaus einer Mittelpufferkupplung mit
einem elektromechanischen Aktuator nach dem Stand der Technik;
- Figur 2
- eine schematische Schnittansicht eines elektromechanischen Aktuators der Mittelpufferkupplung
nach Figur 1;
- Figur 3
- die schematische Schnittansicht des elektromechanischen Aktuators nach Figur 2 mit
Krafteinwirkungen;
- Figur 4
- eine schematische Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Aktuators der erfindungsgemäßen Mittelpufferkupplung;
- Figur 5
- eine schematische Schnittansicht einer beispielhaften Federdruckbremse des Ausführungsbeispiels
nach Figur 4;
- Figur 6
- die schematische Seitenansicht des Ausführungsbeispiels nach Figur 4 mit Krafteinwirkungen;
und
- Figur 7
- die schematische Schnittansicht der Federdruckbremse nach Figur 5 mit Krafteinwirkungen.
[0067] Figur 1 - 3 betreffen den Stand der Technik und sind oben erläutert.
[0068] Figur 4 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Aktuators 6 der erfindungsgemäßen Mittelpufferkupplung 1.
[0069] Der erfindungsgemäße Aktuator 6 umfasst eine beispielhafte Integration einer standardisierten
Antriebseinheit. Die Antriebseinheit weist einen Motor 10 mit einer Federdruckbremse
24 auf, die beide in einem Innenraum einer Motoraufnahme 15e eingeschoben angeordnet
sind. Die Motoraufnahme 15e und der Verbindungsflansch 15a sind hier einstückig mit
dem Gehäuse 15 des Aktuators 6 ausgebildet.
[0070] Eine Verbindungseinrichtung 100 umfasst den Verbindungsflansch 15a, die Motoraufnahme
15e mit einem Motordeckel 23 und die Federdruckbremse 24.
[0071] Der Motor 10 wird mit einer ersten Stirnseite 10e über einen Motorflansch 17 mittels
Schraubenverbindungen an dem Verbindungsflansch 15a des Aktuatorgehäuses 15 befestigt.
Von der ersten Stirnseite 10e des Motors 10 steht ein Motorwellenende 10c hervor,
welches mit dem Antriebsritzel 20 des Getriebes 10b verbunden ist.
[0072] Von einer anderen, zweiten Stirnseite 10f des Motors 10 steht ein weiteres Motorwellenende
10d hervor, welches mit der Federdruckbremse 24 verbunden ist. Die Federdruckbremse
24 ist in dem Motordeckel 23 verbaut. Der Motordeckel 23 ist hier mit Befestigungselementen
(Schrauben z.B. nach DIN 7984) an dem offenen Ende der Motoraufnahme 15e des Aktuatorgehäuses
15 des Aktuators 6 angebracht und verschließt den Innenraum der Motoraufnahme 15e.
[0073] Die Federdruckbremse 24 ist auf dem Motorwellenende 10d mittels eines Pressverbandes
oder einer Passfeder drehfest befestigt sowie mit einer reibschlüssigen Schraubenverbindung,
zentriert durch Passstifte, fest an dem Aktuatorgehäuse 15 des Aktuators 6 montiert.
[0074] Auf einen Zwischenflansch 18 wird hier gänzlich verzichtet. Dessen Funktion wird
von der Federdruckbremse 24 übernommen, wie unten weiter noch erläutert wird.
[0075] In
Figur 5 ist eine schematische Schnittansicht einer beispielhaften Federdruckbremse 24 des
Ausführungsbeispiels nach Figur 4 dargestellt.
[0076] Figur 6 zeigt die schematische Seitenansicht des Ausführungsbeispiels nach Figur 4 mit Krafteinwirkungen.
[0077] Figur 7 stellt die schematische Schnittansicht der Federdruckbremse 24 nach Figur 5 mit Krafteinwirkungen
dar.
[0078] Die Federdruckbremse 24 weist ein Magnetgehäuse 24a, eine Spule 25, Druckfedern 26,
einen Anker 27, eine Mitnehmerhülse 28, einen Flansch 29 und eine Reibscheibe 20 auf.
Die passverzahnte Mitnehmerhülse 28 sitzt fest auf dem Motorwellenende 10d des Motors
10 und steht über eine Passverzahnung 28a mit einem dazu korrespondierenden Gegenstück
in Eingriff, welches am Flansch 29 befestigt ist. Der Anker 27 ist über die Druckfedern
26 und das Magnetgehäuse 24a mit dem Aktuatorgehäuse 15 verbunden.
[0079] Bei einem Kuppelvorgang, wenn der Aktuator 6 seine Entkuppelstellung (siehe Figur
1) einnimmt, setzt die Federdruckbremse 24 ihr Drehmoment an. Dann ergibt sich zwischen
der Reibscheibe 20 und dem Anker 27 ein Reibschluss. Dieser Reibschluss wird in diesem
Ausführungsbeispiel nicht nur zur Übertragung des Drehmomentes, d.h. zum Halten der
Entkuppelstellung, verwendet, sondern auch zur Aufnahme radial zur Motorachse 10a
des Motors 10 wirkender Belastungen (Radialkräfte 21, Figur 6), welche durch den Kuppelvorgang
erzeugt werden.
[0080] Auf diese Weise wird die Funktion des im elektromechanischen Aktuator 6 aus dem Stand
der Technik (Figur 1-3) verwendeten Zwischenflansches 18 durch die Federdruckbremse
24 kostengünstig und standardisiert realisiert. Der Zwischenflansch 18 wird somit
durch die Federdruckbremse 24 ersetzt (siehe Figur 6 - 7).
[0081] Die Federdruckbremse 24 wird beim Entkuppeln angelegt, um die Pufferposition sicherzustellen.
Aber auch im unbetätigten Zustand / Ausgangszustand ist die Federdruckbremse 24 eingelegt,
da kein Strom fließt und die Federdruckbremse 24 ja "normally closed", d.h. im stromlosen
Zustand geschlossen, ist. Daher können hierbei auch Kuppelstöße einwirken.
[0082] Die Erzeugung des Reibschlusses in der Federdruckbremse 24 wird durch die Druckfedern
26 ermöglicht. Wenn die elektrisch leitende Spule 25 in dem Magnetgehäuse 24a nicht
mit elektrischem Strom durchflossen ist, drücken die Druckfedern 25 in diesem so genannten
stromlosen Fall den Anker 27 mit einer definierten Federkraft gegen die Reibscheibe
30.
[0083] Dies ist genau der Fall, wenn die beiden zu kuppelnden Mittelpufferkupplungen 1 aufeinandertreffen,
wobei die oben angesprochenen hohen Belastungen als Radialkräfte 21, 21a und Biegemoment
22 auftreten, wie auch in Figur 6 und 7 schematisch angedeutet ist.
[0084] Wenn die Spule 25 bestromt wird und auf diese Weise ein Magnetfeld erzeugt, wird
der Anker 27 von der Reibscheibe 30 abgehoben. Mit anderen Worten, der Anker 27 wird
von der Reibscheibe 30 in axialer Richtung in Richtung der Motorachse 10a auf das
Magnetgehäuse 24a zubewegt bzw. von diesem angezogen. Der Reibschluss zwischen dem
Anker 27 und der Reibscheibe 30 ist somit nicht mehr gegeben.
[0085] Mit diesem so erzeugtem Reibschluss wird als Primärfunktion ein Haltemoment erzeugt,
welches den Aktuator 6 in der Entkuppelstellung hält.
[0086] Als weitere Nebenfunktion dient der Reibschluss zwischen der Reibscheibe 30 und dem
Anker 27 der Federdruckbremse 24 der Aufnahme der bereits angesprochenen radial zur
Motorachse 10a verlaufenden Belastungen durch die Radialkräfte 21, 21a.
[0087] Die oben beschriebene erfindungsgemäße Mittelpufferkupplung 1 mit dem elektromechanischen
Aktuator 6 mit der Federdruckbremse 24 kann z.B. als eine Scharfenbergkupplung bzw.
andere Mittelpufferkupplung 1 ausgebildet sein.
[0088] Die oben beschriebene erfindungsgemäße Mittelpufferkupplung 1 bietet folgende Vorteile:
- Standardisierung durch Verwendung von Standardkomponenten.
- Kosteneinsparung durch Einsparung des Zwischenflansches 18.
- Robustere Bauweise gegenüber Vibrationen und Schocks.
[0089] Die Erfindung ist durch die oben angegebenen Ausführungsbeispiele nicht eingeschränkt,
sondern im Rahmen der Ansprüche modifizierbar.
[0090] So ist es zum Beispiel denkbar, dass die Motoraufnahme gleichzeitig ein herkömmliches
oder modifiziertes Motorgehäuse sein kann.
Bezugszeichenliste
[0091]
- 1
- Mittelpufferkupplung
- 1a
- Gehäuse
- 2
- Hakenscheibe
- 2a
- Schwenkachse
- 3
- Antriebsabschnitt
- 4
- Abtriebsabschnitt
- 5
- Öse
- 6
- Aktuator
- 6a
- Mittelachse
- 7
- Betätigungselement
- 7a
- Druckkopf
- 7b
- Spindelmutter
- 8
- Kontaktpunkt
- 9
- Lager
- 10
- Elektromotor
- 10a
- Motorachse
- 10b
- Getriebe
- 10c, 10d
- Motorwellenende
- 10e, 10f
- Stirnseite
- 11
- Motorbremse
- 12
- Gewindespindel
- 13, 14
- Endschalter
- 15
- Aktuatorgehäuse
- 15a
- Verbindungsflansch
- 15b
- Befestigungsfläche
- 15c
- Flanschabschnitt
- 15d
- Unterseite
- 15e
- Motoraufnahme
- 16
- Steuergehäuse
- 17
- Motorflansch
- 18
- Zwischenflansch
- 19
- Getriebedeckel
- 20
- Antriebsritzel
- 20a
- Abtriebsrad
- 21, 21a
- Radialkraft
- 22
- Biegemoment
- 23
- Motordeckel
- 24
- Federdruckbremse
- 24a
- Magnetgehäuse
- 25
- Spule
- 26
- Druckfeder
- 27
- Anker
- 28
- Mitnehmerhülse
- 28a
- Passverzahnung
- 29
- Flansch
- 30
- Reibscheibe
1. Mittelpufferkupplung (1) eines Schienenfahrzeugs, umfassend ein Gehäuse (1a), eine
Hakenscheibe (2) mit einer Schwenkachse (2a), und einen Aktuator (6) mit einem Betätigungselement
(7), wobei das Betätigungselement (7) mit der Hakenscheibe (2) in Zusammenwirkung
steht, wobei der Aktuator (6) als ein elektromechanischer Aktuator (6) mit mindestens
einem Elektromotor (10) und einer Motorbremse (11) ausgebildet ist, wobei der Elektromotor
(10) des elektromechanischen Aktuators (6) mit einem Gehäuse (15) des elektromechanischen
Aktuators (6) mittels einer Verbindungseinrichtung (100) verbunden ist, wobei die
Verbindungseinrichtung (100) einen Verbindungsflansch (15a) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungseinrichtung (100) die Motorbremse (11) als eine Federdruckbremse (24)
umfasst.
2. Mittelpufferkupplung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (10) des elektromechanischen Aktuators (6) mit einer ersten Stirnseite
(10e) an dem Verbindungsflansch (15a) des Aktuatorgehäuses (15) befestigt und mit
einer zweiten Stirnseite (10f) über ein Motorwellenende (10d) mit der Federdruckbremse
(24) verbunden ist, welche fest an dem Aktuatorgehäuse (15) des Aktuators (6) montiert
ist.
3. Mittelpufferkupplung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (100) eine Motoraufnahme (15e) aufweist, wobei der Elektromotor
(10) in der Motoraufnahme (15e) angeordnet ist.
4. Mittelpufferkupplung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federdruckbremse (24) in einem Motordeckel (23) der Motoraufnahme (15e) angeordnet
ist.
5. Mittelpufferkupplung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsflansch (15a) und die Motoraufnahme (15e) einstückig mit dem Gehäuse
(15) des Aktuators (6) ausgebildet sind.
6. Mittelpufferkupplung (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federdruckbremse (24) ein Magnetgehäuse (24a), eine Spule (25), Druckfedern (26),
einen Anker (27), eine Mitnehmerhülse (28), einen Flansch (29) und eine Reibscheibe
(20) aufweist, wobei der Anker (27) über die Druckfedern (26) und das Magnetgehäuse
(24a) mit dem Motordeckel (23) und somit mit dem Aktuatorgehäuse (15) verbunden ist,
und wobei die Federdruckbremse (24) auf dem Motorwellenende (10d) der zweiten Stirnseite
(10f) des Elektromotors (10) über die Mitnehmerhülse (28) drehfest befestigt ist.
7. Mittelpufferkupplung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerhülse (28) der Federdruckbremse (24) formschlüssig oder/und kraftschlüssig
mit einem dazu korrespondierenden Gegenstück des Flansches (29) der Federdruckbremse
(24) in Eingriff steht.
8. Mittelpufferkupplung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Motorachse (10a) des Elektromotors (10) parallel zu einer Mittelachse (6a) des
elektromechanischen Aktuators (6) verläuft.
9. Schienenfahrzeug mit mindestens einer Mittelpufferkupplung (1) nach einem der vorstehenden
Ansprüche.