(19)
(11) EP 4 545 436 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.04.2025  Patentblatt  2025/18

(21) Anmeldenummer: 23205873.5

(22) Anmeldetag:  25.10.2023
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 19/44(2006.01)
B65D 85/20(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B65D 19/44; B65D 85/20; B65D 2519/00273; B65D 2519/00502; B65D 2519/00582; B65D 2519/00641; B65D 2519/00761; B65D 2519/00786; B65D 2519/0081; B65D 2519/00825
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: TenneT TSO GmbH
95448 Bayreuth (DE)

(72) Erfinder:
  • Hartmann, Matthias
    90411 Nürnberg (DE)

(74) Vertreter: Eisenführ Speiser 
Patentanwälte Rechtsanwälte PartGmbB Johannes-Brahms-Platz 1
20355 Hamburg
20355 Hamburg (DE)

   


(54) TRANSPORT- UND/ODER LAGERVORRICHTUNG


(57) Die Erfindung betrifft eine gestellartig ausgebildete Transport- und/oder Lagervorrichtung (1), aufweisend wenigstens ein Kompartiment (2), wobei die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) ein Tragwerk (3) sowie, einen inneren Laderaum (4) des wenigstens einen Kompartiments (2) einfassende, Seitenbegrenzungen (5, 6) aufweist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Transport- und/oder Lagervorrichtung, aufweisend wenigstens ein Kompartiment, wobei die Transport- und/oder Lagervorrichtung ein Tragwerk sowie, einen inneren Laderaum des wenigstens einen Kompartiments einfassende, Seitenbegrenzungen aufweist.

[0002] Die Sicherung von Ladungen ist eine essentielle Aufgabe im Transportwesen, die nicht nur die Effizienz des Frachttransports betrifft, sondern auch maßgeblich zur Vermeidung von Unfällen und Schäden beiträgt. In der aktuellen Praxis birgt die Verladung, Entladung und Umlagerung von gebündelten, insbesondere länglichen Transportgütern, wie Halbzeugen für den Bau von Freileitungsmasten mittels Kränen oder Gabelstaplern in Transportcontainern jedoch ein erhebliches Unfallrisiko.

[0003] Dieses Risiko resultiert aus verschiedenen Faktoren, darunter das Potenzial für Ladungsdysbalancen während des Hebe- und Bewegungsprozesses, die Abhängigkeit der Sicherung von manuellen Maßnahmen wie dem Anbringen von Laschen, der Steuerung von Gabelstaplern durch Personal auf Ladeflächen oder den gebündelten, insbesondere länglichen Transportgütern selbst. Hierbei zudem bei jeglichen vorliegenden und dabei auch ungünstigen Wetterbedingungen.

[0004] Darüber hinaus zeigt sich auch ein erhebliches Sicherheitsdefizit im Bereich des Transports solcher gebündelter Transportgüter. Die derzeitige Praxis der Bündelung und Sicherung der Transportgutbündel über Sicherungs- respektive Spanngurte bietet in der Regel keine ausreichende Absicherung gegen die während des Transports auftretenden Kräfte. Die Vielfalt der Ladungsformen, Zusammenstellungen und Dimensionen der Transportgüter, einschließlich Gestänge, Steigbäume und/oder Verbindungsmittel unterschiedlicher Höhen und Längen, erschwert die standardisierte Sicherung erheblich. Die Kräfte, die während des Transports auf die Ladung einwirken, sind oft schwer vorhersehbar und machen die Problematik insgesamt äußerst komplex und schwer beherrschbar.

[0005] Nicht zuletzt ist auch die Lagerung der Transportgüter ein Bereich, der dringend nach Verbesserungen verlangt. Die Stapelung von Transportgutbündeln auf Kanthölzern kann im Laufe der Zeit zu unberechenbaren Veränderungen in der Statik führen, was wiederum das Risiko von Unfällen bei Lagerbewegungen erhöht. Zudem besteht eine erhebliche Vielfalt in der Materialstruktur der zu lagernden Transportgüter, von Kabeltrommeln bis zu Kisten und Gestängen. Dies führt zu einem generell hohen Bedarf an Lagerflächen, der oft durch mehrstöckige Lagerung kompensiert werden soll. Bei der Lagerung ist zudem zu beachten, dass eine Veränderung der Statik von gestapelten Transportgütern aufgrund ihres Eigengewichts im Laufe der Zeit ein kritischer Aspekt ist. Dieses Phänomen kann zu einer unkalkulierbaren Situation führen, in der die Stabilität von insbesondere gestapelten Transportgütern nicht mehr zuverlässig vorhergesagt werden kann. Diese unberechenbaren Veränderungen in der Statik stellen ein erhebliches Unfallrisiko bei Lagerbewegungen dar. Da sich die Stapel im Laufe der Zeit setzen, können sich Ladungen verschieben, Schwerpunkte verlagern und Belastungen auf die darunter liegenden Transportgüter zunehmen. Dies kann zu instabilen Stapeln führen, die bei Lagerbewegungen leicht kollabieren oder umstürzen können. Solche unkontrollierten Ereignisse können nicht nur erhebliche Schäden an den gelagerten Gütern verursachen, sondern auch das Personal, das in der Nähe der Lagerbewegungen arbeitet, gefährden.

[0006] Um diese Problematik zu adressieren, sind aus dem Stand der Technik bereits Lösungsansätze bekannt.

[0007] So offenbart die EP 2 623 392 A2 eine Ausführung einer großflächigen Lochung in einer Tragplatte sowie den Seitenwandverstrebungen einer Transporteinrichtung. Hierbei wird Stückgut durch Verschraubung von insbesondere winkelartigen Halte- und/oder Sicherungsmitteln in der Lochung formschlüssig in der Transporteinrichtung gesichert. Zum Transport von Türen mittels der Transporteinrichtung sind in einer Ausführungsform dieser zudem an rungenartigen Halteelementen angeordnete Aufnahmen vorgesehen, wobei die Halteelemente einen Klappmechanismus aufweisen können, der eine Höhenverringerung des leeren Aufbaus zum Rücktransport ermöglicht.

[0008] Der CN 2 16 425 117 U ist zudem ein längenvariables Transportgestell, hier zum Transport und der Positionierung, insbesondere dem Senken und Heben, von mobilen Ladesäulen für elektrische Kraftfahrzeuge zu entnehmen, wobei das Transportgestell eine Basis, ein unbeweglich an dieser Basis angeordnetes sowie einseitig und zum Teil über Querstreben verschlossenes Fixgestell und ein hierzu teleskopisch bewegbares Gestellteil aufweist. An diesem Gestellteil ist zudem eine Hebevorrichtung angeordnet. Die Hebevorrichtung ist dabei in Längsrichtung des Transportgestells jedoch unverschlossen ausgeführt. Weiterhin ist das Gestellteil einseitig zwischen einer eingefahrenen und einer ausgefahrenen Stellung bewegbar, sodass bei einer Anordnung des Transportgestells auf einem Anhänger eines Lastkraftwagens ein Ab- oder Aufladen einer mobilen Ladesäule ermöglicht wird, indem die Hebevorrichtung in ausgefahrener Stellung des Gestellteils über die Ladekante des Lastkraftwagens übersteht.

[0009] Ferner geht aus der CN 1 10 304 120 A ein insbesondere manuell zu bewegender Transportwagen hervor, welcher einen bodenseitigen Stützrahmen mit vier Seitenrahmenteilen und sich vom Stützrahmen vertikal erstreckende Gitterseitenwände aufweist. Dabei weisen darüber hinaus jeweils zwei sich gegenüberliegende Seitenrahmenteile einen Teleskopmechanismus auf, über den die jeweiligen Seitenrahmenteile längenveränderlich ausgebildet sind. Hierdurch lässt sich der bodenseitige Stützrahmen und folglich der Transportwagen als solcher, insbesondere stufenweise in seiner Länge sowie Breite variabel einstellen. Um hierbei auch die Gitterseitenwände an verschiedene Breiten und Längen anpassbar zu gestalten, sind diese in Segmente unterteilt, wobei jeweils ein Mittelsegment einer Gitterseitenwand über Steckverbinder lösbar zwischen zwei Ecksegmenten der Gitterseitenwand angeordnet ist. Somit können Mittelsegmente unterschiedlicher Längen zwischen die Ecksegmente eingebracht werden.

[0010] Nachteilig sind die vorgeschlagenen Lösungen jedoch nicht ausreichend auf einen Transport und/oder eine Lagerung von Gütern unterschiedlicher Größen und Formen angepasst.

[0011] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung liegt Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, eine sichere und effiziente Lagerung sowie einen sicheren und effizienten Transport von Gütern unterschiedlicher Größen und Formen, insbesondere länglicher Güter zu verbessern.

[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Transport- und/oder Lagervorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die weitere Ausgestaltung der Erfindung ist den Unteransprüchen zu entnehmen.

[0013] Erfindungsgemäß ist also eine Transport- und/oder Lagervorrichtung zum gesicherten Transportieren und/oder Lagern bevorzugt zu bündelnder, länglicher Güter, hierbei unter anderem Halbzeuge für den Bau von Freileitungsmasten wie Maststahl vorgesehen, wobei die Transport- und/oder Lagervorrichtung wenigstens ein Kompartiment respektive Abteil aufweist. Darüber hinaus weist die Transport- und/oder Lagervorrichtung zudem ein Tragwerk sowie Seitenbegrenzungen auf, welche einen inneren Laderaum des wenigstens einen Kompartiments einfassen. Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung gestellartig ausgebildet ist.

[0014] Die gestellartige Ausbildung der Transport- und/oder Lagervorrichtung bietet vorteilhaft die Möglichkeit, die Transport- und/oder Lagervorrichtung insbesondere in ihrer Größe an die zu transportierenden und/oder zu lagernden Güter anzupassen. Dabei kann die Transport- und/oder Lagervorrichtung so ausgelegt werden, dass sie eine Vielzahl von Ladungsformen, -zusammenstellungen und -dimensionen aufnehmen kann. Dies erleichtert die sichere und standardisierte Ladungssicherung erheblich und macht die Transport- und Lagerprozesse insgesamt effizienter. Insbesondere kann ein geringes Spiel bis hin zu einem nahezu vorhandenen Formschluss zwischen den zu transportierenden und/oder zu lagernden Gütern verwirklicht werden, sodass lediglich geringe bis keine Relativbewegungen der Güter bei einem Transport vorliegen. Derart wird das Risiko von Ladungsdysbalancen, z. B. während Hebe- und/oder Bewegungsprozessen der mit Gütern versehenen Transport- und/oder Lagervorrichtung erheblich reduziert. Die gestellartige Ausbildung gewährleistet darüber hinaus eine gleichmäßige Verteilung der Last und minimiert das Risiko von unkontrollierten Bewegungen.

[0015] Beim Lagern von Stapeln der Güter in der Transport- und/oder Lagervorrichtung kann zudem die entstehende Statik besser kontrolliert werden, da diese aufgrund einer kompakten Anordnung der Güter weniger anfällig für unberechenbare Veränderungen wird. Das Risiko von instabilen Stapeln und Unfällen bei Lagerbewegungen wird somit erheblich reduziert.

[0016] Die gestellartige Ausgestaltung der Transport- und/oder Lagervorrichtung ermöglicht zudem eine platzsparende Lagerung der Transport- und/oder Lagervorrichtung selbst. Dies ist besonders wichtig in Umgebungen, in denen der Platz begrenzt ist. Solche Umgebungen können beispielsweise in Lagern, Produktionsstätten oder Transportfahrzeugen, insbesondere auf Aufliegern respektive Anhängern von Lastkraftwagen, bei einem nach Verwendung der Transport- und/oder Lagervorrichtung erfolgenden Rücktransport dieser vorliegen. Hierfür kann die Transport- und/oder Lagervorrichtung ineinanderstapelbar ausgebildet sein. Durch das Ineinanderstapeln der gestellartigen Transport- und/oder Lagervorrichtung wird der verfügbare Raum optimal genutzt, was wiederum die Effizienz der Lagerung und des Transports erhöht und die Gesamtbetriebskosten reduziert. Hierfür sollte die Transport- und/oder Lagervorrichtung auf die Maße, insbesondere die Innenmaße von regelmäßig verfügbaren Lastkraftwagen-Aufliegern respektive -Anhängern ausgelegt sein. Die Innenmaße eines Standard-Aufliegers betragen hierbei insbesondere 2,48 m in der Breite und 13,625 m in der Länge.

[0017] Aufgrund der gestellartigen Ausbildung lassen sich zudem, insbesondere aufgrund auf die Güter in der Transport- und/oder Lagervorrichtung einwirkender Wetterbedingungen, Anstauungen von Flüssigkeiten wie Regenwasser vermeiden. So lässt sich ein Potenzial für eine Beschädigung der Güter, z. B. durch Korrosion, sowie für Unfälle aufgrund minimierter Reibung durch stehende Flüssigkeit deutlich verringern.

[0018] Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einführung gestellartiger Ausbildungen für Transport- und Lagervorrichtungen nicht nur die Sicherheit und Stabilität erhöht, sondern auch die Effizienz und Vielseitigkeit in Transport- und Lagerprozessen steigert. Dies trägt dazu bei, das Risiko von Unfällen zu minimieren und den reibungslosen Ablauf von Transport und Lagerung zu gewährleisten.

[0019] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Transport- und/oder Lagervorrichtung ferner wenigstens zwei, insbesondere ausschließlich zwei, drei, vier oder mehrere Kompartimente auf. Vorteilhaft können somit unterschiedliche Arten von zu transportierenden Gütern nach Art sortiert in je einem zugewiesenen Kompartiment in einer Verpackungseinheit zusammengefasst und transportiert und/oder gelagert werden. So können unerwünschte, beispielsweise zu Beschädigungen führende Interaktionen von Gütern unterschiedlicher Arten vermieden werden. Zudem lässt sich eine gegebenenfalls auszuführende weitere Ladungssicherung deutlich verbessert auf die in einem Kompartiment vorgehaltenen Güter, z. B. in Hinblick auf die während eines Transports auf die Güter wirkenden Kräfte, abstimmen.

[0020] Im Rahmen einer besonders vorteilhaften Modifikation der Erfindung weisen zudem wenigstens zwei, insbesondere ausschließlich zwei, drei, vier oder mehrere der Kompartimente eine sich voneinander unterscheidende Größe, insbesondere ein sich voneinander unterscheidendes Volumen, hierbei eine sich voneinander unterscheidende Länge und/oder Breite auf. Die Verwendung von wenigstens zwei Kompartimenten in der Ausgestaltung der Transport- und/oder Lagervorrichtung eröffnet eine nochmals verbesserte Möglichkeit, die Vorrichtung an die spezifischen Anforderungen des Transportierens und/oder Lagerns von Gütern unterschiedlicher Art anzupassen. Durch die Anpassung der Länge und/oder Breite der Transport- und/oder Lagervorrichtung an die jeweilige Art der zu befördernden Güter kann die Sicherheit erheblich gesteigert werden. Die Ausführung mehrerer Kompartimente ermöglicht nicht nur die Trennung und Organisation verschiedener Gütertypen, sondern trägt auch dazu bei, dass die Güter und somit die gesamte Ladung während des Transports oder der Lagerung weniger beweglich sind. Diese gesteigerte Stabilität minimiert das Risiko von Ladungsverschiebungen und Unfällen erheblich. Darüber hinaus wird die Möglichkeit geboten, Güter unterschiedlicher Größe und Form sicher zu transportieren oder zu lagern, ohne dass die Sicherheit beeinträchtigt wird.

[0021] Darüber hinaus ist es als gewinnbringend anzusehen, wenn in einer Ausführungsform der Erfindung zumindest ein und/oder wenigstens zwei, bevorzugt ein jedes Kompartiment größenvariabel, insbesondere volumenvariabel, bevorzugt längenvariabel und/oder breitenvariabel ausgebildet ist. Durch die größenvariable Ausführung eines, zweier, mehrerer oder gar aller Kompartimente der Transport- und Lagervorrichtung wird die Möglichkeit geschaffen, die Größe der Kompartimente unmittelbar, d. h. ad hoc vor einem Transport und/oder einer Lagerung auf die in einem Kompartiment vorzuhaltenden Güter anzupassen. So entfällt die Notwendigkeit, eine Vielzahl von Transport- und/oder Lagervorrichtung mit sich unterscheidenden vorabgestimmten Größen der Kompartimente vorzuhalten und je nach Größe zu transportierender Güter auszuwählen. Eine sich dadurch bedingende Herstellung einer solchen Vielfalt an Transport- und/oder Lagervorrichtungen entfällt damit ebenfalls. Die Vorteile dieser flexiblen Größenanpassung liegen auf der Hand. Sie ermöglicht eine höhere Effizienz, da keine Zeit für die Auswahl der richtigen Vorrichtung oder die Bereitstellung spezifischer Größen aufgewendet werden muss. Darüber hinaus reduziert sie die Kosten und den Lagerbedarf erheblich, da nur eine Vorrichtung für verschiedene Anwendungen benötigt wird. Dies trägt nicht nur zur Kostenersparnis, sondern auch zur Ressourcenschonung und Umweltfreundlichkeit bei. Insgesamt verbessert die größenvariable Ausführung der Kompartimente die Flexibilität und Effizienz in Transport- und Lagerprozessen erheblich.

[0022] Eine äußerst günstige Fortentwicklung der Erfindung besteht weiterhin darin, dass das größenvariable Ausbilden eines Kompartiments zumindest teilweise dadurch ausgeführt ist, dass an der Transport- und/oder Lagervorrichtung verlagerbare respektive verlagerbar gelagerte und/oder angeordnete Rungen ausgeführt sind. Die verlagerbaren Rungen können dazu verwendet werden, Güter seitlich zu bündeln oder zu fixieren und somit insbesondere einen seitlicher Bündelungsmechanismus der Transport- und/oder Lagervorrichtung respektive der Kompartimente bereitzustellen. Dies ist besonders wichtig, um sicherzustellen, dass die geladenen Güter während des Transports oder der Lagerung nicht verrutschen oder sich bewegen. Die Rungen bieten eine effektive Möglichkeit, die Ladung sicher an ihrem Platz zu halten. Da die Rungen verlagerbar sind, können sie je nach Bedarf verschoben und an die Größe der zu transportierenden Güter angepasst werden. Dies ermöglicht die Verwendung derselben Vorrichtung für eine Vielzahl von Größen und Formen der Güter, ohne dass separate Vorrichtungen für jede spezifische Anforderung erforderlich sind. Die Rungen sind hierbei vielseitig einsetzbar und können in verschiedenen Konfigurationen angeordnet werden, um Güter mit unterschiedlichen Formen und Abmessungen sicher zu bündeln. Dies macht die Transport- und Lagervorrichtung anpassungsfähig und einsatzbereit für eine breite Palette von Anwendungen. Die Verwendung von verlagerbaren Rungen reduziert zudem die Notwendigkeit, speziell angefertigte Vorrichtungen für jede Anwendung zu beschaffen, weiter. Dies trägt zur Kosteneffizienz bei, da eine einzige Vorrichtung für verschiedene Aufgaben verwendet werden kann.

[0023] Eine weitere mit Vorteil behaftete Ausführungsform der Erfindung liegt zudem dann vor, wenn das größenvariable Ausbilden eines Kompartiments zumindest teilweise dadurch ausgeführt ist, dass wenigstens Teile der Seitenbegrenzungen des Kompartiments verlagerbar an der Transport- und/oder Lagervorrichtung angeordnet sind. Hierdurch lässt sich in vorteilhafter Weise über einen geringen konstruktiven Aufwand sowie einen damit verbundenen geringen Montageaufwand eine größenvariable Transport- und Lagervorrichtung bereitstellen. Die Integration von verlagerbaren Teilen der Seitenbegrenzungen erleichtert die Inbetriebnahme der Transport- und Lagervorrichtung somit erheblich. Die Möglichkeit, zumindest Teile der Seitenbegrenzungen zu verlagern, hierbei insbesondere zu verschieben, schafft zudem eine flexible Lösung zur Anpassung der Größe der Kompartimente. Dies ermöglicht es, die Transport- und Lagervorrichtung für unterschiedliche Gütergrößen und -formen zu nutzen, ohne aufwändige Änderungen an der Konstruktion der Transport- und Lagervorrichtung vornehmen zu müssen. Da die Anpassung der Transport- und Lagervorrichtung durch das Verlagern von Teilen der Seitenbegrenzungen erfolgt, entfällt ferner auch die Notwendigkeit kostenintensiver Anpassungen oder des Austauschs von Bestandteilen der Transport- und Lagervorrichtung.

[0024] Im Rahmen der Weiterbildung sowie auch im Allgemeinen soll darüber hinaus ausgeführt werden, dass das Tragwerk der Transport- und/oder Lagervorrichtung einerseits unabhängig von den Seitenbegrenzungen der Transport- und/oder Lagervorrichtung und/oder der Kompartimente der Transport- und/oder Lagervorrichtung ausgeführt sein kann. Das Tragwerk wäre demnach kein Bestandteil der Seitenbegrenzungen und/oder würde zumindest keinen Teil der Seitenbegrenzungen bilden. Andererseits kann jedoch auch vorgesehen sein, dass zumindest Komponenten des Tragwerks einen Bestandteil der Seitenbegrenzungen ausbilden. Solche Komponenten des Tragwerks können z. B. etwaig angeordnete Halteelemente, wie Pfosten und/oder - verlagerbare - Rungen, sein, welche ihrerseits wiederum an einer boden- oder fußseitigen Grundstruktur und/oder Grundelementen des Tragwerks angeordnet respektive mit diesen verbunden sein können. Darüber hinaus können jedoch noch weitere, nicht dem Tragwerk zuzuordnende Bestandteile der Seitenbegrenzungen ausgeführt sein. Diese können hierbei jedoch an den den Seitenbegrenzungen zuzuordnenden Komponenten des Tragwerks angeordnet sein. So könnten am Tragwerk, insbesondere an den Halteelementen, wie z. B. Pfosten und/oder - verlagerbare - Rungen, entsprechend verlagerbare Querstreben ausgeführt sein, welche entsprechend verlagerbare Teile der Seitenbegrenzung ausbilden. An diesen können wiederum weitere, den Laderaum der Transport- und Lagervorrichtung respektive der Kompartimente abschließende, Seitenbegrenzungen angeordnet und somit über die Querstreben verlagerbar ausgeführt sein. Vorteilhaft kann zudem ausgeführt sein, dass zumindest die dem Laderaum zugewandten Seiten der Seitenbegrenzungen einen Schutz vor Beschädigung der Oberflächen der zu transportierenden Güter, insbesondere eine Beschichtung und/oder Auflage, beispielsweise ein Elastomer wie Gummi, aufweisen.

[0025] Im Hinblick auf eine besonders vorteilhafte Realisierung der Erfindung ist ebenso angedacht, dass ein größenvariables Kompartiment, hierbei insbesondere die zumindest teilweise verlagerbar angeordneten Seitenbegrenzungen derart ausführt sind, dass bei einer Größenänderung des Kompartiments, entsprechend durch das Verlagern von wenigsten Teilen der Seitenbegrenzungen, über eine Länge und/oder Breite des Kompartiments, stets eine durchgehende und/oder unterbrechungsfreie Seitenbegrenzung ausgebildet ist. Die Tatsache, dass eine durchgehende und unterbrechungsfreie Seitenbegrenzung beibehalten wird, gewährleistet die fortlaufende Sicherung der gelagerten Güter. Selbst bei Größenänderungen des Kompartiments besteht keine Unterbrechung in der Seitenbegrenzung, was das Risiko eines Verlusts von Gütern und dadurch entstehenden Ladungsdysbalancen minimiert.

[0026] Als überaus Erfolg versprechend stellt sich eine Ausbildung der Erfindung auch dadurch dar, dass zwei sich beabstandet gegenüberliegende, insbesondere parallel zueinander verlaufende Seitenbegrenzungen und/oder eine lichte Länge und/oder lichte Breite des Laderaums überdeckende Teile der respektive dieser Seitenbegrenzungen vollflächig geschlossen, d. h. ohne Zwischenräume in den Seitenbegrenzungen, ausgebildet sind. Derart lässt sich ein Austreten und/oder Verlust von Gütern, insbesondere bei einem Transport auf einem Transportmittel, wie einem Auflieger oder einem Anhänger eines Lastkraftwagens, vorteilhaft vermeiden, da die Güter insbesondere bei auf diese wirkenden Beschleunigungen in zwei Richtungen gegen einen vollflächigen Anschlag ohne Freiräume anliegen respektive gegen einen solchen Anschlag in Form der Seitenbegrenzungen anlegbar sind. Diese Gestaltung eignet sich für eine breite Palette von Gütern und Anwendungen, bei denen die Sicherung und der Schutz der Güter von entscheidender Bedeutung sind. Die vollflächig geschlossenen Seitenbegrenzungen wären hierbei bei Anordnung der Transport- und/oder Lagervorrichtung auf einem Transportmittel, wie einem Auflieger oder Anhänger eines Lastkraftwagens, folglich quer zur Haupttransportrichtung ausgerichtet.

[0027] Unter Berücksichtigung einer äußerst positiven Erweiterung der Erfindung ist zudem vorgesehen, dass die vollflächig verschlossenen Seitenbegrenzungen und/oder die vollflächig verschlossenen Teile der Seitenbegrenzungen größenvariabel, insbesondere längen- oder breitenvariabel und/oder höhenvariabel, beispielsweise ein- und ausrollbar oder ein- und ausziehbar ausgebildet sind. Die vollflächig verschlossenen Seitenbegrenzungen könnten somit nach Art eines Rollos oder Vorhangs ausgebildet sein. Die Weiterbildung führt hierbei gewinnbringend dazu, dass auch die vollflächig verschlossenen Seitenbegrenzungen bei einer Größenveränderung der Transport- und/oder Lagervorrichtung, insbesondere der Kompartiments auf die veränderte Größe anpassbar sind. Dabei macht die Möglichkeit, die vollflächig verschlossenen Seitenbegrenzungen anzupassen, die Transport- und/oder Lagervorrichtung äußerst flexibel und vielseitig. Sie kann für Güter unterschiedlicher Größen und Formen verwendet werden, ohne dass verschiedene Vorrichtungen erforderlich sind. Die Möglichkeit, eine einzige Vorrichtung für verschiedene Größen von Gütern zu verwenden, reduziert die Notwendigkeit, mehrere spezialisierte Vorrichtungen vorzuhalten.

[0028] Mit Blick auf eine besonders günstige Weiterentwicklung der Erfindung lässt sich ausführen, dass die vollflächig verschlossenen Seitenbegrenzungen und/oder die vollflächig verschlossenen Teile der Seitenbegrenzungen dadurch größenvariabel ausgebildet sind, dass diese wenigstens zwei, bevorzugt mehr als zwei, besonders bevorzugt mehrere Abdeckelemente aufweisen. Durch das Vorhandensein von zwei oder mehr Abdeckelementen wird eine gestalterisch einfache Lösung geschaffen, um die vollflächigen Seitenbegrenzungen an verschiedene Größen anzupassen. Für einer Größenänderung ist es lediglich notwendig, ein, insbesondere zumindest ein Abdeckelement oder mehrere Abdeckelemente zu montieren oder zu demontieren. Die Möglichkeit, Abdeckelemente hinzuzufügen oder zu entfernen, ermöglicht eine einfache Anpassung der Seitenbegrenzungen an verschiedene Größen der Kompartimente, wobei die Montage oder Demontage von Abdeckelementen in der Regel schnell und unkompliziert ist, was Zeit bei der Vorbereitung von Transport- und Lagerprozessen einspart. Ferner erleichtert die einfache Konstruktion über Abdeckelemente die Wartung der Transport- und/oder Lagervorrichtung.

[0029] Überdies ist es in einer Erfolg versprechenden Ausgestaltung der Erfindung beabsichtigt, dass die Abdeckelemente gegenübereinander verstellbar, beispielsweise klapp- und/oder verschiebbar ausgeführt sind. Die Abdeckelemente könnten somit nach Art einer Jalousie ausgeführt sein. Ein Klappen und Verschieben der Abdeckelemente ist in der Regel unkompliziert und erfordert im Gegensatz zu einer Montage und Demontage keine speziellen Werkzeuge. Dies erleichtert die Handhabung und Anpassung der Seitenbegrenzungen erheblich. Mit verstellbaren Abdeckelementen können Größenänderungen der Abdeckelemente und somit der Kompartimente schnell und problemlos vorgenommen werden, was insbesondere bei häufig wechselnden Ladungen von Vorteil ist.

[0030] Als besonders praktikabel stellt sich eine Ausführungsform der Erfindung weiterhin dann dar, wenn die Transport- und/oder Lagervorrichtung zerlegbar respektive demontierbar ausgebildet ist, wobei eine Grundfläche der zerlegten Transport- und/oder Lagervorrichtung 800 mm mal 1200 mm nicht überschreitet. Derart lässt sich die sich in zerlegtem Zustand befindende Transport- und/oder Lagervorrichtung vorteilhaft auf einer Flachpalette, bevorzugt aus Holz, insbesondere auf einer Europalette verstauen. Dies führt wiederum zu einer überaus effizienten Möglichkeit, die Transport- und/oder Lagervorrichtung selbst bei einem nach Verwendung der der Transport- und/oder Lagervorrichtung erfolgenden Rücktransport dieser zu verstauen und vorhandene Ladekapazitäten auf Transportmitteln auszunutzen. Die Fähigkeit, die Transport- und/oder Lagervorrichtung in zerlegtem Zustand auf einer Flachpalette zu verstauen, minimiert den Raumbedarf dabei erheblich. Die Zerlegung und Montage der Transport- und/oder Lagervorrichtung sind in der Regel einfach und erfordern keine speziellen Werkzeuge. Dies erleichtert die Handhabung und den Transport der Transport- und/oder Lagervorrichtung erheblich.

[0031] In konstruktiv günstiger Ausgestaltung weist die Transport- und/oder Lagervorrichtung überdies eine rechteckige oder quadratische Grundform auf. So lassen sich die auf Lastkraftwagen-Aufliegern oder -Anhängern vorhandenen Ladekapazitäten überaus vorteilhaft ausnutzen und zudem eine für das Transportieren und/oder Lagern von zu transportierenden, insbesondere länglichen Gütern optimale Grundform der Transport- und/oder Lagervorrichtung bereitstellen. Die optimale Nutzung der vorhandenen Ladekapazitäten führt folglich auch zu Kosteneinsparungen. Die rechteckige oder quadratische Grundform erleichtert zudem die sichere Befestigung von Gütern und minimiert das Risiko von Ladungsdysbalancen. Dies trägt zur Stabilität und Sicherheit während des Transports und der Lagerung bei.

[0032] Ferner ist in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung geplant, dass in der Transport- und/oder Lagervorrichtung, hierbei insbesondere im Tragwerk Zurr-Ösen ausgeformt sind. Diese Zurr-Ösen ermöglichen die einfache und effiziente Befestigung von zusätzlichen Sicherungsmitteln, insbesondere von Sicherungs- und/oder Spanngurten, an der Vorrichtung. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Sicherung der in der Transport- und/oder Lagervorrichtung, insbesondere in den Kompartimenten, gelagerten Güter bei Bedarf noch weiter zu erhöhen, da insbesondere die Gefahr eines Verrutschens oder Lockerns während des Transports oder der Lagerung noch weiter minimiert wird. Da die Zurr-Ösen vielseitig eingesetzt werden können, kann die Sicherung je nach Bedarf angepasst werden. Dies ermöglicht eine maßgeschneiderte Sicherung für verschiedene Arten und Größen von Gütern, ohne dass zusätzliche Vorrichtungen oder Anpassungen erforderlich sind. Die einfache und effiziente Anbringung von Sicherungs- und/oder Spanngurten mithilfe der Zurr-Ösen spart darüber hinaus wertvolle Zeit bei der Vorbereitung von Transport- und/oder Lagerprozessen, was deutlich zur Steigerung der Effizienz und Produktivität beiträgt.

[0033] Darüber hinaus ist eine Ausbildung der Erfindung als nutzbringend anzusehen, bei welcher die Transport- und/oder Lagervorrichtung, hierbei insbesondere das Tragwerk, Hebe-Ösen aufweist. Dies vereinfacht Hebe- und Bewegungsprozesse der Transport- und/oder Lagervorrichtung, insbesondere durch Kräne und/oder Gabelstapler. Durch die Ausführung der Hebe-Ösen wird dabei zudem das Risiko von Unfällen während des Hebe- und Bewegungsprozesses erheblich reduziert. Die Transport- und/oder Lagervorrichtung kann somit sicher und kontrolliert angehoben und bewegt werden, ohne dass sie instabil wird oder Gefahr läuft, die Ladung zu verlieren. Die dank der Hebe-Ösen vereinfachte Handhabung der Transport- und/oder Lagervorrichtung führt darüber hinaus zu Zeit- und Kostenersparnissen. Arbeitsprozesse werden beschleunigt, und die Anzahl der benötigten Arbeitskräfte kann reduziert werden.

[0034] Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in
Fig. 1
eine Ansicht einer Transport- und Lagervorrichtung in einer ersten Perspektive;
Fig. 2
eine Ansicht einer Transport- und Lagervorrichtung in einer zweiten Perspektive.


[0035] Die Figuren 1 und 2 zeigen somit eine gestellartig ausgebildete Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 mit einer rechteckigen Grundform zum gesicherten Transportieren und/oder Lagern bevorzugt zu bündelnder, länglicher Güter, hierbei unter anderem Halbzeuge für den Bau von Freileitungsmasten wie Maststahl. Dabei weist die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 in dieser Ausführungsform zwei Kompartimente 2 respektive zwei Abteile auf.

[0036] Im Speziellen umfasst die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 zudem ein Tragwerk 3 sowie Seitenbegrenzungen 5, 6, hierbei insbesondere je vier Seitenbegrenzungen 5, 6 pro Kompartiment 2. Eine der Seitenbegrenzungen 5, 6, hier die mittlere der die Kompartimente 2 in Richtung der Breite 10 begrenzenden Seitenbegrenzungen 5, ist dabei entsprechend beiden Kompartimenten 2 zuzuordnen. Die jeweiligen Seitenbegrenzungen 5, 6 fassen zudem den jeweiligen inneren Laderaum 4 mit dessen lichter Länge 11 und lichter Breite 12 der beiden Kompartimente 2 ein.

[0037] Die beiden Kompartimente 2 weisen darüber hinaus eine sich voneinander unterscheidende Größe auf, was in dieser Ausführungsform der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 dadurch realisiert ist, dass die beiden Kompartimente 2 größenvariabel ausgebildet sind. Das größenvariable Ausbilden eines Kompartiments 2 ist dabei dadurch ausgeführt, dass Teile der Seitenbegrenzungen 5 sowie die die Kompartimente 2 in Richtung der Länge 9 begrenzenden Seitenbegrenzungen 6 verlagerbar, hier verschiebbar an der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1, angeordnet sind.

[0038] Hierbei sei erläutert, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 derart ausgeführt ist, dass Komponenten des Tragwerks 3 einen Bestandteil der Seitenbegrenzungen 5 ausbilden. Diese Komponenten des Tragwerks 3 sind in dieser Weiterbildung die Rungen 7 sowie die Querstreben 14, welche die Rungen 7 einer jeweiligen Seitenbegrenzung 5 miteinander verbinden. Die Rungen 7 und somit die Querstreben 14 sind ihrerseits wiederum an der bodenseitigen Grundstruktur 8 des Tragwerks 3 angeordnet. Darüber hinaus sind jedoch noch weitere, dem Tragwerk 3 nicht zuzuordnende Bestandteile der Seitenbegrenzungen 5 ausgeführt, welche an den den Seitenbegrenzungen 5 zuzuordnenden Komponenten, hier den Rungen 7, angeordnet sind. Dies betrifft die verlagerbar, hier verschiebbar an den Rungen 7, gelagerten Querstreben 15, welche entsprechend verlagerbare, hierbei verschiebbare Teile der Seitenbegrenzungen 5 ausbilden. An diesen Querstreben 15 sind entsprechend die, den jeweiligen Laderaum 4 der Kompartimente 2 ebenso einfassenden, Seitenbegrenzungen 6 und somit über die Querstreben 15 verlagerbar am Tragwerk 3 angeordnet. Derart lassen sich die Kompartimente 2 in Richtung der Länge 9 in ihrer Größe variieren. Die Rungen 7, die Querstreben 14 sowie die Querstreben 15 bewirken dabei, dass auch bei der Größenänderung der Kompartimente 2 über die Länge 9 eine durchgehende Seitenbegrenzung 5 ausgebildet ist.

[0039] Das größenvariable Ausbilden der Kompartimente 2 ist weiterhin dadurch ausgeführt, dass die Rungen 7 verlagerbar an der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1, hier dem Tragwerk 3 und im Speziellen an der Grundstruktur 8 angeordnet sind. Durch ein Verlagern der Rungen 7 in Richtung der Breite 10 erfolgt auch ein Verlagern der Seitenbegrenzungen 5 und damit ein Variieren der Größe der beiden Kompartimente 2.

[0040] Weiterhin sind die beiden sich in Richtung der Länge 9 beabstandet gegenüberliegenden und parallel zueinander verlaufenden Seitenbegrenzungen 6 vollflächig geschlossen und größenvariabel ausgebildet. Hierfür weisen die Seitenbegrenzungen 6 zwei Abdeckelemente 13 auf, welche lösbar an der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 angeordnet sind. Derart können die Seitenbegrenzungen 6 bei einer Verlagerung der Rungen 7 und somit den Seitenbegrenzungen 5 auf die sich dann ergebende neue Breite 10 der Kompartimente 2 angepasst werden.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0041] 
1
Transport- und/oder Lagervorrichtung
2
Kompartiment
3
Tragwerk
4
Laderaum
5
Seitenbegrenzung
6
Seitenbegrenzung
7
Runge
8
Grundstruktur
9
Länge
10
Breite
11
lichte Länge
12
lichte Breite
13
Abdeckelement
14
Querstrebe
15
Querstrebe



Ansprüche

1. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1), aufweisend wenigstens ein Kompartiment (2), wobei die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) ein Tragwerk (3) sowie, einen inneren Laderaum (4) des wenigstens einen Kompartiments (2) einfassende, Seitenbegrenzungen (5, 6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) gestellartig ausgebildet ist.
 
2. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) wenigstens zwei Kompartimente (2) aufweist.
 
3. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei der Kompartimente (2) eine sich voneinander unterscheidende Größe aufweisen.
 
4. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein und/oder wenigstens zwei Kompartimente (2) größenvariabel ausgebildet ist und/oder sind.
 
5. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das größenvariable Ausbilden eines Kompartiments (2) zumindest teilweise dadurch ausgeführt ist, dass an der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) verlagerbar angeordnete Rungen (7) ausgeführt sind.
 
6. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das größenvariable Ausbilden eines Kompartiments (2) zumindest teilweise dadurch ausgeführt ist, dass wenigstens Teile der Seitenbegrenzungen (5, 6) des Kompartiments (2) verlagerbar an der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) angeordnet sind.
 
7. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein größenvariables Kompartiment (2) derart ausführt ist, dass bei einer Größenänderung des Kompartiments (2), über eine Länge (9) und/oder Breite (10) des Kompartiments (2), stets eine durchgehende Seitenbegrenzung (5, 6) ausgebildet ist.
 
8. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei sich beabstandet gegenüberliegende, insbesondere parallel zueinander verlaufende Seitenbegrenzungen (5, 6) und/oder eine lichte Länge (11) und/oder lichte Breite (12) des Laderaums (4) überdeckende Teile der Seitenbegrenzungen (5, 6) vollflächig geschlossen ausgebildet sind.
 
9. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vollflächig verschlossenen Seitenbegrenzungen (5, 6) und/oder die vollflächig verschlossenen Teile der Seitenbegrenzungen (5, 6) größenvariabel ausgebildet sind.
 
10. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vollflächig verschlossenen Seitenbegrenzungen (5, 6) und/oder die vollflächig verschlossenen Teile der Seitenbegrenzungen (5, 6) dadurch größenvariabel ausgebildet sind, dass diese wenigstens zwei Abdeckelemente (13) aufweisen.
 
11. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckelemente (13) gegenübereinander verstellbar ausgeführt sind.
 
12. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) zerlegbar respektive demontierbar ausgebildet ist, wobei eine Grundfläche der zerlegten Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) 800 mm mal 1200 mm nicht überschreitet.
 
13. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) eine rechteckige oder quadratische Grundform aufweist.
 
14. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) Zurr-Ösen ausgeformt sind.
 
15. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) Hebe-Ösen aufweist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente