[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Seitenstütze für einen Webschaft, eine Webmaschine
und ein Verfahren zum Koppeln einer Seitenstütze an eine Webmaschine. Seitenstützen,
Webschäfte und Webmaschinen sind in vielen Ausführungen bekannt. Ebenso ist eine Vielzahl
von Kupplungen zum Koppeln von Webschäften an Webmaschinen bekannt.
[0002] Die
DE4343882C1 beschreibt eine Kupplung, die ein sicheres Verriegeln gewährleisten soll und insbesondere
simultanes kuppeln und entkuppeln einer Mehrzahl von Webschäften ermöglichen soll.
Die schaftseitige Kupplungseinheit ist am unteren Schaftstab des Webschaftes in der
Nähe des seitlichen Endes desselben angeschraubt.
[0003] Die Schaftstäbe von Webschäften sind auf schnelllaufenden Webmaschinen hohen Belastungen
unterworfen und unterliegen insbesondere auch in der Nähe deren seitlichen Enden nicht
unerheblichen Verformungen. Die
CH643310A5 schlägt aus diesem Grund vor, die Anschlusselemente der Seitenstütze für die Schaftstäbe
mit einem Drehgelenk auszurüsten, um die negativen Auswirkungen der Verformung der
Schaftstäbe auf die Verbindung zwischen Schaftstab und Seitenstütze abzumildern. Die
EP1528130A2 beschreibt einen sehr hochpreisigen Schaftstab, der Kohlefaserverbundwerkstoffe umfasst,
um die Verformungen des Schaftstabes gering zu halten.
[0004] Die
US5152324A, die
EP520540A1 und die
EP2586895A1 zeigen Kupplungen, deren schaftseitiges Kupplungselement an der Seitenstütze angebracht
ist. Die Kupplungen sollen eine Höheneinstellung der Webschäfte ermöglichen, schnell
und einfach zu lösen bzw. zu schließen sein oder mit tauschbaren Kupplungselementen
ausgestattet sein. Alle der drei vorgenannten Lösungen werden über eine seitliche
Bewegung gelöst bzw. geschlossen (z.B.
EP520540A1, Spalte 4, Zeile 10: "sideway shift") und sind somit zwangsläufig in der Bewegungsrichtung
des Webschafts mit Spiel behaftet, weil sonst die seitliche Bewegung behindert oder
unmöglich wäre. Das Spiel in der Bewegungsrichtung bedingt im Betrieb höheren Verschleiß
an den Kupplungselementen und somit ist die Geschwindigkeit, mit der diese Kupplungen
über einen längeren Zeitraum betrieben werden können, begrenzt.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik kann es als Aufgabe der vorliegenden Erfindung
angesehen werden, eine Seitenstütze anzugeben, die es ermöglicht einen günstigen Webschaft
mit höherer Geschwindigkeit über einen längeren Zeitraum in einer Webmaschine zu betreiben.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Seitenstütze nach Anspruch 1, einen Webschaft nach
Anspruch 9 und ein Verfahren nach Anspruch 12 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Seitenstütze für einen Webschaft für eine Webmaschine ist dazu
eingerichtet ist, sich in der Webmaschine beim Weben parallel zu einer Längsrichtung
der Seitenstütze zu bewegen. Die Seitenstütze weist die größte Erstreckung in der
Längsrichtung auf. An der Seitenstütze sind zwei Anschlusselemente für je einen Schaftstab
eines Webschaftes in Längsrichtung beabstandet angeordnet. Die Seitenstütze weist
an einem Ende in Längsrichtung der Seitenstütze ein Kupplungselement auf und ist dadurch
gekennzeichnet, dass das Kupplungselement dazu eingerichtet ist, durch eine geradlinige
Relativbewegung in Längsrichtung an die Webmaschine angekoppelt zu werden.
[0008] Durch die Ankupplung in Längsrichtung ist eine spielfreie Kupplung zwischen Webschaft
und Webmaschine möglich und gleichzeitig werden durch die Anordnung des Kupplungselements
an der Seitenstütze die durch die unvermeidlichen Verformungen der Schaftstäbe hervorgerufenen
Scherkräfte zwischen den Schaftstäben, den schaftseitigen Kupplungselementen und den
maschinenseitigen Kupplungselementen reduziert oder vermieden. Die Eckverbindung des
Webschafts, die die Verbindung zwischen den Anschlusselementen der Seitenstütze und
dem Schaftstab darstellt, kann in dem begrenzten Bauraum am Ende des Schaftstabes
unabhängig von Anbindung des schaftseitigen Kupplungselements am Schaftstab an dieser
Stelle erfolgen. Die beiden Verbindungen sind also voneinander und zumindest die Verbindung
des schaftseitigen Kupplungselements ist von den Verformungen des Schaftstabes entkoppelt.
Somit sind auch ohne aufwändige und teure Schaftstäbe oder Anschlusselemente hohe
Geschwindigkeiten beim Weben möglich. Obwohl die verschiedenen Kupplungen des Standes
der Technik schon lange bekannt sind (überwiegend offenbart zwischen 1992 und 1995),
ist die erfindungsgemäße Seitenstütze mit deren Vorteilen bisher nicht im Stand der
Technik bekannt, obwohl langlebige und einfache Kupplungen für die Webschäfte - wie
durch den oben angegeben Stand der Technik dokumentiert - ein schon lange bestehendes
Bedürfnis darstellen.
[0009] Im Stand der Technik sind auch Kupplungen bekannt, die durch eine Relativbewegung
in Dickenrichtung geschlossen und gelöst werden. Diese weisen allerdings dieselben
Nachteile auf wie die oben erwähnten Kupplungen, die durch eine Relativbewegung in
Querrichtung koppeln.
[0010] Das Kupplungselement der erfindungsgemäßen Seitenstütze kann seine größte Erstreckung
in Längsrichtung aufweisen. Das Kupplungselement der erfindungsgemäßen Seitenstütze
kann in einer zur Längsrichtung senkrechten Dickenrichtung seine kleinste Erstreckung
aufweisen. Außerdem kann sich das Kupplungselement der erfindungsgemäßen Seitenstütze
in einer zur Längsrichtung und zur Dickenrichtung senkrechten Querrichtung erstrecken.
Das Kupplungselement kann zwei in Querrichtung beabstandete, ebene erste Anschlagflächen
aufweisen, deren Oberflächensenkrechte parallel zur Längsrichtung in eine erste Richtung,
die der Richtung der geradlinigen Relativbewegung zum Ankoppeln des Kupplungselements
an die Webmaschine entspricht, weisen. Das Kupplungselement kann eine ebene erste
Anlagenfläche aufweisen, deren Oberflächensenkrechte parallel zur Querrichtung in
eine zweite Richtung weist. Das Kupplungselement kann eine ebene erste Spannfläche
aufweisen, deren Oberflächensenkrechte sowohl eine Komponente entgegen der ersten
Richtung als auch eine Komponente entgegen der zweiten Richtung umfasst. Die ebene
erste Spannfläche kann in der ersten Richtung von den beiden in Querrichtung beabstandeten,
ebenen ersten Anschlagflächen beabstandet sein. Die ebene erste Spannfläche kann in
der ersten Richtung von einem Teil der ebenen ersten Anlagenfläche beabstandet sein.
Die ebene erste Spannfläche kann in Querrichtung zwischen den beiden in Querrichtung
beabstandeten, ebenen ersten Anschlagflächen angeordnet sein. Die ebene erste Spannfläche
kann entgegen der zweiten Richtung von der ebenen ersten Anlagenfläche beabstandet
sein. Die ebene erste Anlagenfläche kann in Querrichtung zwischen den beiden in Querrichtung
beabstandeten, ebenen ersten Anschlagflächen angeordnet sein. Die ebene erste Anlagenfläche
kann in der ersten Richtung von den beiden in Querrichtung beabstandeten, ebenen ersten
Anschlagflächen beabstandet sein. Das Kupplungselement kann mit den vorstehend erwähnten
Funktionsflächen in Bewegungsrichtung, die der Längsrichtung entspricht, und in Querrichtung
spielfrei an einer Webmaschine festgelegt werden.
[0011] Die erste Spannfläche der erfindungsgemäßen Seitenstütze kann in der ersten Richtung
in eine Einführfläche übergehen, deren Oberflächensenkrechte eine Komponente in der
ersten Richtung und eine Komponente entgegen der zweiten Richtung aufweist. Die Einführfläche
kann in der ersten Richtung von der ersten Spannfläche beabstandet sein. Die Einführfläche
kann in Querrichtung zwischen den beiden in Querrichtung beabstandeten, ebenen ersten
Anschlagflächen angeordnet sein. Die Einführfläche kann dazu dienen, das Kupplungselement
einfach in eine maschinenseitige Kupplungseinheit einzuführen. Die schräge Orientierung
der Einführfläche kann dazu dienen, ein mit einer Kraft beaufschlagtes Spannelement
einer maschinenseitigen Kupplungseinheit beim Einführen zunehmend auszulenken.
[0012] Die erste Spannfläche der erfindungsgemäßen Seitenstütze kann entgegen der ersten
Richtung in eine ebene Schrägfläche, deren Oberflächensenkrechte eine Komponente in
der ersten Richtung und eine Komponente entgegen der zweiten Richtung aufweist, übergehen.
An die erste Spannfläche kann eine erste zylindersegmentförmige Fläche, die einen
ersten Radius aufweist, tangential angrenzen. An die erste zylindersegmentförmige
Fläche kann eine zweite zylindersegmentförmige Fläche, die einen zweiten Radius, der
größer als der erste Radius ist, tangential angrenzen. An die zweite zylindersegmentförmige
Fläche kann eine dritte zylindersegmentförmige Fläche, die einen dritten Radius, der
größer als der zweite Radius ist, tangential angrenzen. Die dritte zylindersegmentförmige
Fläche kann an die ebene Schrägfläche tangential angrenzen. Dieser entsprechend gestaltete
Übergang von der ersten Spannfläche zu der Schrägfläche kann dem Kupplungselement
in diesem Übergang eine erhöhte Dauerfestigkeit verleihen. Die Schrägfläche kann entgegen
der ersten Richtung von der ersten Spannfläche beabstandet sein. Die Schrägfläche
kann in Querrichtung zwischen den beiden in Querrichtung beabstandeten, ebenen ersten
Anschlagflächen angeordnet sein. Die Schrägfläche kann in der ersten Richtung von
den beiden in Querrichtung beabstandeten, ebenen ersten Anschlagflächen beabstandet
angeordnet sein.
[0013] Die erfindungsgemäße Seitenstütze kann einen sich in Längsrichtung erstreckenden
Grundkörper umfassen, an dem die zwei Anschlusselemente festgelegt sind und an dem
eine Einrichtung zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements festgelegt ist. Der
Grundkörper kann aus Aluminium oder einer Aluminium-Legierung bestehen. Der Grundkörper
kann einstückig mit den Anschlusselementen ausgebildet sein. Der Grundkörper kann
eloxiert sein. Der Grundkörper kann eine ebene Fläche mit einer Flächensenkrechten
in Querrichtung zur Führung in der Webmaschine aufweisen. Der Grundkörper kann in
der Nähe eines seiner Enden in Längsrichtung drei Bohrungen mit Bohrungsachse in Dickenrichtung
aufweisen, die in Längsrichtung fluchtend aufeinander abfolgend angeordnet sind.
[0014] Das Kupplungselement der erfindungsgemäßen Seitenstütze kann eine Bohrung aufweisen.
In der Bohrung können Bestandteile der Einrichtung zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements
aufgenommen sein, so dass das Kupplungselement drehbar in der Einrichtung zur drehbaren
Anordnung des Kupplungselements festgelegt ist. Die Bestandteile zur drehbaren Anordnung
des Kupplungselements können einen Lagerring und einen Gleitring umfassen. Der Lagerring
kann als gehärteter Stahlring ausgeführt sein. Der Lagerring kann als Ring aus einem
Material, das reibungsreduzierenden Kunststoff umfasst, gebildet sein oder ein solches
Material umfassen. Die Bestandteile zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements
können aber auch mehr als zwei oder auch nur ein einziges Bauteil (z.B. nur den Tragring)
umfassen. Eine gedachte Mittellinie des Kupplungselements kann durch eine Linie, die
in Längsrichtung durch den Mittelpunkt der Bohrung des Kupplungselements verläuft,
definiert sein. Diese gedachte Mittellinie läuft in Querrichtung betrachtet vorzugsweise
zumindest annähernd mittig durch den Grundkörper der Seitenstütze, zumindest annähernd
durch die drei etwaigen Bohrungen des Grundkörpers und zumindest annähernd durch die
Spannfläche des Kupplungselements. Durch eine solch annährend lineare Anordnung der
Elemente zur Einleitung der Bewegung des Webschaftes werden wiederum unnötige Momente
und Verformungen der Seitenstütze und der Schaftstäbe vermieden oder reduziert.
[0015] Die Einrichtung zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements der erfindungsgemäßen
Seitenstütze kann zwei in Dickenrichtung beabstandete Blechlaschen aufweisen, die
am Grundkörper festgelegt sind. Die Blechlaschen können beispielsweise mit drei Nieten
beidseitig am Grundkörper vernietet sein. Entsprechend können an den zwei Blechlaschen
je drei Bohrungen angebracht sein, welche mit drei Bohrungen im Grundkörper fluchtend
angeordnet sind und durch Nieten befestigt. Ein Verbindungsmittel kann die Bestandteile
der Einrichtung zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements, die in der Bohrung
und zwischen den Blechlaschen aufgenommen sind, durchgreifen und mit den Blechlaschen
verbinden. Vorzugsweise ist der etwaige Tragring durch das Verbindungsmittel starr
an den beiden Blechlaschen festgelegt. Das Verbindungsmittel kann beispielsweise durch
einen Niet gebildet sein.
[0016] Das Verbindungsmittel der erfindungsgemäßen Seitenstütze kann eine Schraubverbindung
sein. Durch eine Schraubverbindung ist die Möglichkeit gegeben durch lösen der Schraubverbindung
das Kupplungselement (z.B. im Fall von Verschleiß) zu tauschen. Von den zwei Blechlaschen
der Einrichtung zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements kann ein Zwischenraum
gebildet sein, in dem die Bestandteile der Einrichtung zur drehbaren Lagerung des
Kupplungselements und das Kupplungselement oder zumindest Teile des Kupplungselements
aufgenommen sind. Der Zwischenraum kann derart ausgelegt sein, dass die Bestandteile
der Einrichtung zur drehbaren Lagerung des Kupplungselements und das Kupplungselement
aus dem Zwischenraum ohne Kollision mit den zwei Blechlaschen entnehmbar sind. In
anderen Worten kann der Zwischenraum ein quaderförmiges Volumen umfassen, das dem
quaderförmigen Bereich des Kupplungselement um die Bohrung herum entspricht, ohne
dass Überschneidungen vorliegen. Durch eine tauschbare Auslegung des Kupplungselements
kann die Einrichtung zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements mitsamt Kupplungselement
wartungsfrei ausgeführt sein, womit zum Beispiel weitere Einrichtungen zum Schmieren
der Lagerung des Kupplungselements überflüssig sind. Zwischen den Blechlaschen und
dem Grundkörper können bei Bedarf weitere dünne Blechteile mit eingenietet werden.
Solche zusätzlichen Blechteile können bei entsprechender Ausformung zum Beispiel dazu
dienen einen Schwenkwinkel des Kupplungselements zu begrenzen. Dazu kann das Blechteil
beispielsweise in den Zwischenraum hinein abgebogen werden, um bei zu großer Winkelauslenkung
des Kupplungselements mit diesem in Kontakt zu gelangen und somit ein weiteres Verschwenken
zu verhindern.
[0017] Die erfindungsgemäße Webmaschine umfasst mindestens einen Webschaft mit mindestens
einer Seitenstütze nach einem der Ansprüche 1 bis 8. Die Webmaschine weist weiter
eine maschinenseitige Kupplungseinheit auf, die
- zwei in Querrichtung beabstandete, ebene zweite Anschlagflächen aufweist, deren Oberflächensenkrechte
parallel zur Längsrichtung entgegen der ersten Richtung weisen,
- eine ebene zweite Anlagenfläche aufweist, deren Oberflächensenkrechte parallel zur
Querrichtung entgegen der zweiten Richtung weist,
- und ein schwenkbar gelagertes, mit einer Kraft beaufschlagtes Spannelement aufweist.
Die Oberflächensenkrechte einer zweiten Spannfläche des Spannelements umfasst sowohl
eine Komponente in der ersten Richtung als auch eine Komponente in der zweiten Richtung.
Die Kraft drängt das Spannelement zumindest in die zweite Richtung.
[0018] Die erfindungsgemäße Webmaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement
der Seitenstütze durch eine geradlinige Relativbewegung in Längsrichtung an die maschinenseitige
Kupplungseinheit der Webmaschine angekoppelt ist. Die geradlinige Ankopplung eines
Kupplungselements ermöglicht eine spielfreie und durch die Kraft vorgespannte Kopplung
zwischen Seitenstütze und Webmaschine wodurch die Webmaschine schneller betrieben
werden kann, ohne dass erhöhter Verschleiß oder gar Schäden an den Webschäften oder
Kupplungen zu erwarten wären. Vorteilhafterweise umfasst die Webmaschine zwei Kupplungseinheiten
pro Webschaft.
[0019] In der erfindungsgemäßen Webmaschine können die zwei in Querrichtung beabstandeten,
ebenen ersten Anschlagflächen an den zwei in Querrichtung beabstandeten, ebenen zweiten
Anschlagflächen anliegen. Die ebene erste Anlagenfläche kann an der ebenen zweiten
Anlagenfläche anliegen. Die zweite Spannfläche des Spannelements kann mit der Kraft
gegen die ebene erste Spannfläche drängen. Die Kraft führt zu einer vorgespannten
Anlagesituation der in diesem Absatz angeführten Flächenkontakten.
[0020] Eine Drehlagerachse des Spannelements kann in Querrichtung entgegen der zweiten Richtung
von der zweiten Spannfläche beabstandet sein. Diese Anordnung führt zu einer selbstsichernden
Kupplung. Die Kräfte, die durch die Bewegung in die Kupplungseinheit eingeleitet werden,
führen dazu, dass die Kräfte in den betreffenden Flächenkontakten verstärkt werden.
Ein unbeabsichtigtes Lösen der Kupplung kann nicht auftreten. Die Drehlagerachse des
Spannelements kann in Dickenrichtung verlaufen. Die Kraft auf das Spannelement kann
durch eine Zugfeder oder eine Druckfeder bereitgestellt sein.
[0021] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Koppeln einer erfindungsgemäßen Seitenstütze an
eine Webmaschine ist gekennzeichnet durch bewegen der Seitenstütze in einer geradlinigen
Relativbewegung in Längsrichtung relativ zur Webmaschine bis die Kopplung hergestellt
ist. Webschäfte werden in aller Regel von oben in eine Webmaschine eingesetzt. Zumindest
umfasst einer der letzten Bewegungsabschnitte beim Einsetzen der Webschäfte in eine
Webmaschine ein Absenken der Webschäfte in Richtung auf die entsprechenden Kupplungseinheiten.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren sind keine weiteren Verschiebungen der Webschäfte
nötig, sondern die Kupplung wird durch das Einführen der Kupplungselemente der Seitenstützen
direkt geschlossen. Dadurch wird die Sicherheit der Kupplung erhöht und durch das
vermiedene Spiel und die geradlinige Einleitung der Bewegung in die Seitenstütze eine
langlebige Kupplung und Schäfte erhöhter Lebensdauer erhalten.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Bewegen der Seitenstütze in einer geradlinigen
Relativbewegung in Längsrichtung relativ zu der Webmaschine kann in zwei Teilschritte
unterteilt sein: Erstens geradliniges Bewegen in Längsrichtung so dass das Kupplungselement
der Seitenstütze das Spannelement der maschinenseitigen Kupplungseinheit der Webmaschine
zumindest entgegen der zweiten Richtung ausgelenkt wird. Zweitens weiter bewegen der
Seitenstütze in einer geradlinigen Relativbewegung in Längsrichtung relativ zu der
Webmaschine, so dass die Kraft das Spannelement der maschinenseitigen Kupplungseinheit
der Webmaschine in der zweiten Richtung zurückdrängt, so dass die zweite Spannfläche
des Spannelements an der ersten Spannfläche des Kupplungselements zur Anlage kommt.
[0023] Weitere Einzelheiten und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden durch
die nachstehend aufgelisteten Figuren deutlich:
- Fig. 1
- Figur 1 zeigt eine stark schematisierte Prinzipskizze einer Webmaschine mit einem
Webschaft und Seitenstützen.
- Fig. 2
- Figur 2 zeigt eine vereinfachte Gesamtansicht in Dickenrichtung einer erfindungsgemäßen
Seitenstütze.
- Fig. 3
- Figur 3 zeigt eine vereinfachte dreidimensionale Darstellung eines Kupplungselements.
- Fig. 4
- Figur 4 zeigt das Kupplungselement der Figur 3 in einer Ansicht in der Dickenrichtung.
- Fig. 5
- Figur 5 zeigt stark vereinfacht die maschinenseitige Kupplungseinheit.
- Fig. 6
- Figur 6 zeigt das untere Ende der Seitenstütze aus Figur 1 in einer vereinfachten
dreidimensionalen Ansicht.
[0024] Figur 1 zeigt eine stark schematisierte Prinzipskizze einer Webmaschine 3 mit einem
Webschaft 2, der aus einem oberen Schaftstab 6, einem unteren Schaftstab 7 und zwei
Seitenstützen 1 gebildet ist. Die Seitenstützen 1 sind nach unten mit einer maschinenseitigen
Kupplungseinheit 26 gekoppelt. Details der Kopplung sind in Figur 1 nicht dargestellt.
Üblicherweise sind die Webschäfte 2 in der Webmaschine 3 seitlich (d.h. in Querrichtung
x) mit wenig Spiel geführt, was durch die beiden seitlich des Webschaftes angedeuteten
Rahmen der Webmaschine symbolisiert ist. Die maschinenseitige Kupplungseinheit 26
wird üblicherweise über einen nicht dargestellten, so genannten Unterzug mit einem
Getriebe, das als Kasten links der Webmaschine 3 symbolisiert ist, wirkverbunden,
um die Bewegung der Webschäfte 2 in Längsrichtung y bereitzustellen.
[0025] Figur 2 zeigt eine vereinfachte Gesamtansicht in Dickenrichtung z einer erfindungsgemäßen
Seitenstütze 1. Die Seitenstütze 1 umfasst einen Grundkörper 16, der sich in Längsrichtung
y von oben nach unten erstreckt. Am oberen Ende des Grundkörpers 16 ist ein Anschlusselement
4 angeordnet. In der Nähe des unteren Endes des Grundkörpers 16 ist ein Anschlusselement
5 angeordnet. Das Anschlusselement 4 und das Anschlusselement 5 sind einstückig mit
dem Grundkörper aus einer Aluminiumlegierung hergestellt. Die Anschlusselemente 4
und 5 sind dazu eingerichtet in eine Kammer eines Schaftstabes 6 und 7 eingeschoben
und zum Beispiel mittels einer Schraube festgelegt zu werden, um einen Webschaft 2
zu bilden. Der mit dem Bezugszeichen 9 gekennzeichnete Pfeil zeigt die Richtung der
geradlinigen Relativbewegung 9 zum Koppeln der Seitenstütze 1 an eine in Figur 2 nicht
dargestellte Webmaschine 3. Am unteren Ende des Grundkörpers 16 ist eine Blechlasche
20 zum Bilden einer Einrichtung 17 zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements 8
angenietet, was durch drei kleine Kreise angedeutet ist. Die großen, konzentrischen
Kreise in der Nähe des unteren Endes der Blechlasche 20 zeigen ein Verbindungsmittel
34, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Schraubverbindung ist, so dass die
inneren der konzentrischen Kreise eine Schraube oder eine Mutter darstellen. Die Blechlasche
20 verdeckt eine Blechlasche 21, die in der Ansicht der Figur 2 auf der Rückseite
des Grundkörpers 16 der Seitenstütze 1 zusammen mit der Blechlasche 20 angenietet
ist. Das Kupplungselement 8 steht in Querrichtung x nach links und nach rechts und
in Längsrichtung y nach unten über die Blechlasche 20 über. Die erste Anschlagfläche
11 und die erste Anschlagfläche 12 weisen in Längsrichtung y nach unten. Der Pfeil,
der mit dem Bezugszeichen 12 gekennzeichnet ist, zeigt die Richtung 12 an, in der
die ersten Anschlagflächen 10, 11 orientiert sind. Das Kupplungselement 8 weist eine
erste Anlagefläche 13 auf, die in Querrichtung x nach links weist und in Richtung
14 orientiert ist. Der Pfeil, der mit dem Bezugszeichen 14 gekennzeichnet ist, zeigt
die Richtung 14 an. Das Kupplungselement 8 umfasst in der Nähe seines unteren Endes
die Spannfläche 15, die nach rechts unten verläuft und deren Flächensenkrechte dementsprechend
eine Komponente entgegen der Richtung 12 als auch eine Komponente entgegen der Richtung
14 aufweist. Am unteren Ende des Kupplungselements 8 ist die Einführfläche 33 dargestellt,
die schräg nach links unten verläuft.
[0026] Figur 3 zeigt eine vereinfachte dreidimensionale Darstellung eines Kupplungselements
8. Die erste Anlagefläche 10 und die erste Anlagefläche 11 weisen nach links unten
in der Richtung 12, die durch den Pfeil mit dem Bezugszeichen 12 angegeben ist. Die
Richtung 12 ist parallel zur Längsrichtung y. Die erste Anlagefläche 10 und die erste
Anlagefläche 11 sind jeweils in einem Bereich maximaler Erstreckung in Dickenrichtung
z des Kupplungselements 8 angeordnet. Abseits der Bereiche des Kupplungselements 8,
in den die erste Anlagefläche 10 und die erste Anlagefläche 11 angeordnet sind, weist
das Kupplungselement bis auf im Bereich der Einführfläche 33 eine einheitliche Dicke
(Erstreckung in Dickenrichtung z) auf. Die Einführfläche 33 wird nach unten schmaler.
Die erste Anlagenfläche 13 ist im unteren, rechten Bereich der Figur 3 zu erkennen
und weist in die Richtung 14, die durch den entsprechenden Pfeil angezeigt ist. Die
Richtung 14 ist parallel zur Querrichtung x. Die erste Spannfläche 15 und die Schrägfläche
22 liegen im linken Bereich der Figur 3, sind aufgrund der Perspektive aber nicht
zu sehen. Das Kupplungselement 8 hat eine Bohrung 18 zu dessen drehbaren Lagerung.
[0027] Figur 4 zeigt das Kupplungselement 8 der Figur 3 in einer Ansicht in der Dickenrichtung
z. Von ersten Anschlagfläche 10 (in Richtung 12 orientiert), der ersten Anschlagfläche
11 (in Richtung 12 orientiert), der Schrägfläche 22, der ersten Anlagefläche 13 (in
Richtung 14 orientiert), der Spannfläche 15 und der Einführfläche 33 sind in dieser
Ansicht naturgemäß nur die vorderen Kanten zu sehen. Gleiches gilt für die Bohrung
18. Die Querrichtung x, die Längsrichtung y, die Richtung 12 und die Richtung 14 sind
zur Orientierung angegeben.
[0028] Figur 5 zeigt stark vereinfacht die maschinenseitige Kupplungseinheit 26. Die dargestellte
maschinenseitige Kupplungseinheit 26 umfasst ein Spannelement 30 mit einer zweiten
Spannfläche 31 und einem Drehlager 32. Das Drehlager 32 ist rein symbolisch als Kreis
dargestellt. Die maschinenseitige Kupplungseinheit 26 umfasst eine zweite Anschlagfläche
27, eine zweite Anschlagfläche 28 und eine zweite Anlagefläche 29, von denen in dieser
Ansicht jeweils nur die vordere Kante zu sehen ist. Die Figur 5 ist in Ihrer Lage
zur Figur 4 so angeordnet, dass das Kupplungselement 8 der Figur 4 von oben in die
maschinenseitige Kupplungseinheit 26 der Figur 5 eingeführt werden könnte. Beide Figuren
4 und 5 sind allerdings rein symbolisch und nicht maßstäblich, so dass das Kupplungselement
8 der Figur 4 in der maschinenseitigen Kupplungseinheit 26 der Figur 5 nicht verriegelbar
dargestellt sein muss. Bevorzugt ist die maschinenseitige Kupplungseinheit 26 ähnlich
wie die Einrichtung 17 zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements 8 aus zwei beabstandeten
Blechen gefertigt, zwischen denen die entsprechend ausgeformten Bauteile festgelegt
sind.
[0029] Figur 6 zeigt das untere Ende der Seitenstütze 1 aus Figur 1 in einer vereinfachten
dreidimensionalen Ansicht. Das untere Anschlusselement 5 teilweise dargestellt, die
Bereiche des Grundkörpers 16 oberhalb des Anschlusselements 5 und das Anschlusselement
4 sind abgeschnitten. In dieser Ansicht ist zu erkennen, wie die Blechteile 20 und
21 einen Zwischenraum 19 bilden, in den das Kupplungselement 8 von unten eingeschoben
werden kann. Der Zwischenraum 19 wird von dem Grundkörper 16 und dem Kupplungselement
8 nicht vollständig ausgefüllt, so dass sich das Kupplungselement 8 verdrehen kann.
An der Blechlasche 20 sind mittels dreier Kreise, die in einer Flucht in Längsrichtung
y und in Längsrichtung y beabstandet gezeigt sind, drei Nieten angedeutet, mit denen
die Blechlasche 20 am Grundkörper 16 festgelegt ist. Die Dicke der Blechlaschen 20,
21 ist klein im Vergleich zur Dicke des Grundkörpers 16. Unterhalb der drei fluchtenden
kleinen Kreise sind auf der Blechlasche 20 zwei konzentrische Kreise zu erkennen,
die das Verbindungsmittel 34, die in diesem Ausführungsbeispiel als Schraubverbindung
ausgeführt ist, zeigen. Die Schraube und oder die Mutter der Schraubverbindung durchgreift
die in dieser Figur nicht sichtbare Bohrung 18 des Kupplungselements 8, um dieses
zwischen den Blechlaschen 20 und 21 festzulegen. Die Einführfläche 33 wird nach unten
in Dickenrichtung z schmaler, um das Einführen des Kupplungselements 8 in eine maschinenseitige
Kupplungseinheit 26 zu erleichtern. Die erste Spannfläche 15 geht mittels der ersten
zylindersegmentförmigen Fläche 23, der zweiten zylindersegmentförmigen Fläche und
der dritten zylindersegmentförmigen Fläche 25 in die Schrägfläche 22 über. Der Radius
der ersten zylindersegmentförmigen Fläche 23 beträgt in diesem Ausführungsbeispiel
5mm, der Radius der zweiten zylindersegmentförmigen Fläche 24 beträgt in diesem Ausführungsbeispiel
20mm und der Radius der dritten zylindersegmentförmigen Fläche 25 beträgt in diesem
Ausführungsbeispiel 200mm. Der Betrag jedes der drei vorgenannten Radien kann aber
auch bis zu halb oder bis zu doppelt so groß gewählt werden.
| Bezugszeichenliste |
| 1 |
Seitenstütze |
| 2 |
Webschaft |
| 3 |
Webmaschine |
| 4 |
Anschlusselement |
| 5 |
Anschlusselement |
| 6 |
Oberer Schaftstab |
| 7 |
Unterer Schaftstab |
| 8 |
Kupplungselement |
| 9 |
Relativbewegung |
| 10 |
erste Anschlagfläche |
| 11 |
erste Anschlagfläche |
| 12 |
erste Richtung |
| 13 |
erste Anlagenfläche |
| 14 |
zweite Richtung |
| 15 |
erste Spannfläche |
| 16 |
Grundkörper |
| 17 |
Einrichtung zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements (8) an der Seitenstütze |
| 18 |
Bohrung |
| 19 |
Zwischenraum |
| 20 |
Blechlasche |
| 21 |
Blechlasche |
| 22 |
Schrägfläche |
| 23 |
erste zylindersegmentförmige Fläche |
| 24 |
zweite zylindersegmentförmige Fläche |
| 25 |
dritte zylindersegmentförmige Fläche |
| 26 |
maschinenseitige Kupplungseinheit |
| 27 |
zweite Anschlagfläche |
| 28 |
zweite Anschlagfläche |
| 29 |
zweite Anlagenfläche |
| 30 |
Spannelement |
| 31 |
zweite Spannfläche |
| 32 |
Drehlagerachse |
| 33 |
Einführfläche |
| 34 |
Verbindungsmittel |
| x |
Querrichtung |
| y |
Längsrichtung |
| z |
Dickenrichtung |
1. Seitenstütze (1) für einen Webschaft (2) für eine Webmaschine (3),
wobei die Seitenstütze (1) die dazu eingerichtet ist, sich in der Webmaschine (3)
beim Weben parallel zu einer Längsrichtung (y) der Seitenstütze (1) zu bewegen und
die Seitenstütze (1) die größte Erstreckung in der Längsrichtung (y) aufweist,
wobei an der Seitenstütze (1) zwei Anschlusselemente (4, 5) für je einen Schaftstab
(6, 7) eines Webschaftes (2) in Längsrichtung (y) beabstandet angeordnet sind, und
die Seitenstütze (1) an einem Ende in Längsrichtung (y) der Seitenstütze (1) ein Kupplungselement
(8) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kupplungselement (8) dazu eingerichtet ist durch eine geradlinige Relativbewegung
(9) in Längsrichtung (y) an die Webmaschine (3) angekoppelt zu werden.
2. Seitenstütze (1) nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kupplungselement (8) seine größte Erstreckung in Längsrichtung (y) aufweist, in
einer zur Längsrichtung (y) senkrechten Dickenrichtung (z) seine kleinste Erstreckung
aufweist und sich außerdem in einer zur Längsrichtung (y) und zur Dickenrichtung (z)
senkrechten Querrichtung (x) erstreckt,
das Kupplungselement (8) zwei in Querrichtung (x) beabstandete, ebene erste Anschlagflächen
(10, 11) aufweist, deren Oberflächensenkrechte parallel zur Längsrichtung (y) in eine
erste Richtung (12), die der Richtung der geradlinigen Relativbewegung (9) zum Ankoppeln
des Kupplungselements (8) an die Webmaschine (3) entspricht, weisen,
das Kupplungselement (8) eine ebene erste Anlagenfläche (13) aufweist, deren Oberflächensenkrechte
parallel zur Querrichtung (x) in eine zweite Richtung (14) weist,
und eine ebene erste Spannfläche (15) aufweist, deren Oberflächensenkrechte sowohl
eine Komponente entgegen der ersten Richtung (12) als auch eine Komponente entgegen
der zweiten Richtung (14) umfasst.
3. Seitenstütze (1) nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Spannfläche (15) in der ersten Richtung (12) in eine Einführfläche (33)
übergeht, deren Oberflächensenkrechte eine Komponente in der ersten Richtung (12)
als auch eine Komponente entgegen der zweiten Richtung (14) aufweist.
4. Seitenstütze (1) nach Anspruch 2 oder 3
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Spannfläche (15) entgegen der ersten Richtung in eine ebene Schrägfläche
(22), deren Oberflächensenkrechte eine Komponente in der ersten Richtung (12) als
auch eine Komponente entgegen der zweiten Richtung (14) aufweist, übergeht und wobei
an die erste Spannfläche (15) eine erste zylindersegmentförmige Fläche (23), die einen
ersten Radius aufweist, tangential angrenzt und an die erste zylindersegmentförmige
Fläche (23) eine zweite zylindersegmentförmige Fläche (24), die einen zweiten Radius,
der größer als der erste Radius ist, tangential angrenzt und an die zweite zylindersegmentförmige
Fläche (24) eine dritte zylindersegmentförmige Fläche (25), die einen dritten Radius,
der größer als der zweite Radius ist, tangential angrenzt und die dritte zylindersegmentförmige
Fläche (25) an die ebene Schrägfläche (22) tangential angrenzt.
5. Seitenstütze (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4
dadurch gekennzeichnet, dass
die Seitenstütze (1) einen sich in Längsrichtung erstreckenden Grundkörper (16) umfasst,
an dem die zwei Anschlusselemente (4, 5) festgelegt sind und an dem eine Einrichtung
(17) zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements (8) festgelegt ist.
6. Seitenstütze (1) nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kupplungselement (8) eine Bohrung (18) aufweist, in der Bestandteile der Einrichtung
(17) zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements (8) aufgenommen sind, so dass das
Kupplungselement (8) drehbar in der Einrichtung (17) zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements
(8) festgelegt ist.
7. Seitenstütze (1) nach Anspruch 6
dadurch gekennzeichnet, dass
die Einrichtung (17) zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements (8) zwei in Dickenrichtung
(z) beabstandete Blechlaschen (20, 21) aufweist, die am Grundkörper (16) festgelegt
sind und ein Verbindungsmittel (34) die Bestandteile der Einrichtung (17) zur drehbaren
Anordnung des Kupplungselements (8), die in der Bohrung (18) und zwischen den Blechlaschen
(20, 21) aufgenommen sind, durchgreift und mit den Blechlaschen (20, 21) verbindet.
8. Seitenstütze (1) nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungsmittel (34) eine Schraubverbindung ist, und von den zwei Blechlaschen
(20, 21) der Einrichtung (17) zur drehbaren Anordnung des Kupplungselements (8) ein
Zwischenraum (19) gebildet ist, in dem die Bestandteile der Einrichtung zur drehbaren
Lagerung des Kupplungselements (8) und das Kupplungselement (8) aufgenommen sind und
der Zwischenraum (19) derart ausgelegt ist, dass die Bestandteile der Einrichtung
zur drehbaren Lagerung des Kupplungselements (8) und das Kupplungselement (8) aus
dem Zwischenraum (19) ohne Kollision mit den zwei Blechlaschen (20, 21) entnehmbar
sind.
9. Webmaschine (3), die mindestens einen Webschaft (2) mit mindestens einer Seitenstütze
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 umfasst und die eine maschinenseitige Kupplungseinheit
(26) aufweist, die
• zwei in Querrichtung (x) beabstandete, ebene zweite Anschlagflächen (27, 28) aufweist,
deren Oberflächensenkrechte parallel zur Längsrichtung (y) entgegen der ersten Richtung
(12) weisen,
• eine ebene zweite Anlagenfläche (29) aufweist, deren Oberflächensenkrechte parallel
zur Querrichtung (x) entgegen der zweiten Richtung (14) weist,
• und ein schwenkbar gelagertes, mit einer Kraft beaufschlagtes Spannelement (30)
aufweist, die Oberflächensenkrechte einer zweiten Spannfläche (31) des Spannelements
(30) sowohl eine Komponente in der ersten Richtung (12) als auch eine Komponente in
der zweiten Richtung (14) umfasst, und die Kraft das Spannelement (30) zumindest in
die zweite Richtung (14) drängt,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kupplungselement (8) der Seitenstütze (1) durch eine geradlinige Relativbewegung
(9) in Längsrichtung (y) an die maschinenseitige Kupplungseinheit (26) der Webmaschine
(3) angekoppelt ist.
10. Webmaschine (3) nach Anspruch 9
dadurch gekennzeichnet, dass
die zwei in Querrichtung (x) beabstandeten, ebenen ersten Anschlagflächen (10, 11)
an den zwei in Querrichtung (x) beabstandeten, ebenen zweiten Anschlagflächen (27,
28) anliegen und die ebene erste Anlagenfläche (13) an der ebenen zweiten Anlagenfläche
(29) anliegt und die zweite Spannfläche (31) des Spannelements (30) mit der Kraft
gegen die ebene erste Spannfläche (15) drängt.
11. Webmaschine (3) nach Anspruch 9 oder 10
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Drehlagerachse (32) des Spannelements (30) in Querrichtung (x) entgegen der zweiten
Richtung (14) von der zweiten Spannfläche (31) beabstandet ist.
12. Verfahren zum Koppeln einer Seitenstütze (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 an eine
Webmaschine (3) nach einem der Ansprüche 9 bis 11
gekennzeichnet durch
bewegen der Seitenstütze (1) in einer geradlinigen Relativbewegung (9) in Längsrichtung
(y) relativ zur Webmaschine (3) bis die Kopplung hergestellt ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12
gekennzeichnet durch
bewegen der Seitenstütze (1) in einer geradlinigen Relativbewegung (9) in Längsrichtung
(y) relativ zu der Webmaschine (3), so dass das Kupplungselement (8) der Seitenstütze
(1) das Spannelement (30) der maschinenseitigen Kupplungseinheit (26) der Webmaschine
(3) zumindest entgegen der zweiten Richtung (14) auslenkt, und weiter bewegen der
Seitenstütze (1) in einer geradlinigen Relativbewegung (9) in Längsrichtung (y) relativ
zu der Webmaschine (3), so dass die Kraft das Spannelement (30) der maschinenseitigen
Kupplungseinheit (26) der Webmaschine (3) in der zweiten Richtung (14) zurück drängt,
so dass die zweite Spannfläche (31) des Spannelements (30) an der ersten Spannfläche
(15) des Kupplungselements (8) zur Anlage kommt.