[0001] Die Erfindung betrifft ein tragbares Bügelschloss und insbesondere ein Hangschloss
zum Sichern eines Schalters oder einer Sperre einer industriellen Anlage, welches
beispielsweise als sogenanntes Lockout-Hangschloss einsetzbar ist. Das Bügelschloss
umfasst einen Schlosskörper und einen Schlossbügel, welcher wahlweise in den Schlosskörper
einführbar oder zumindest teilweise von dem Schlosskörper lösbar ist. Der Schlosskörper
umfasst einen elektromechanischen Verriegelungsmechanismus, welcher dazu ausgebildet
ist, den in den Schlosskörper eingeführten Schlossbügel wahlweise gegen ein Lösen
aus dem Schlosskörper zu verriegeln oder für das Lösen von dem Schlosskörper freizugeben.
Dazu weist der elektromechanische Verriegelungsmechanismus einen Elektromotor, zumindest
ein durch den Elektromotor antreibbares Riegelelement und eine Energiequelle, insbesondere
eine Batterie, zum Versorgen des Elektromotors mit elektrischer Energie auf.
[0002] Bügelschlösser können grundsätzlich bei einer Vielzahl von Anwendungen zum selektiven
Versperren oder Freigeben eines Zugriffs auf Gegenstände oder eines Zugangs zu Räumen
eingesetzt werden und beispielsweise einen starren oder flexiblen Bügel aufweisen,
welcher wahlweise an einem Schlosskörper verriegelt oder für ein Lösen von dem Schlosskörper
freigegeben werden kann. Beispielsweise kann ein Bügelschloss zum Versperren eines
Spinds eingesetzt werden, indem der Schlossbügel durch eine Öse einer Überfalle des
Spinds geführt und daraufhin an dem Schlosskörper verriegelt wird, um in dem Spind
gelagerte Gegenstände vor einem Zugriff zu sichern. Ferner können Bügelschlösser beispielsweise
dazu genutzt werden, einen Rahmenabschnitt eines Zweirads mit einem ortsfesten Gegenstand
zu verbinden und das Zweirad dadurch gegen ein unbefugtes Wegfahren zu sichern.
[0003] Ein besonderer Anwendungsbereich von als Hangschlössern ausgebildeten Bügelschlössern
liegt jedoch im Gebiet der Arbeitssicherheit. Im Zusammenhang mit der Wartung von
industriellen Anlagen, beispielsweise einer Produktionsmaschine, besteht die Gefahr,
dass die zum Zwecke der Wartungsarbeiten deaktivierte industrielle Anlage versehentlich
wieder aktiviert wird, während die Wartungsarbeiten noch andauern. Hieraus kann eine
erhebliche Gefährdung des Wartungspersonals resultieren. Es ist deshalb üblich, dass
das Wartungspersonal einen der industriellen Anlage zugeordneten Schalter oder eine
Sperre, beispielsweise einer Fluidleitung, für die Dauer der Wartungsarbeiten in eine
AUS-Stellung bringt und in dieser Stellung sichert, d.h. der Schalter oder die Sperre
wird unmittelbar blockiert oder der Zugang zu dem Schalter oder der Sperre wird gesperrt.
Bei dem genannten Schalter handelt es sich typischerweise um einen Energieversorgungsschalter,
beispielsweise um einen elektrischen Hauptschalter einer Steuerungseinrichtung oder
einer Energieversorgungseinrichtung der industriellen Anlage (z.B. Stromschaltkasten).
Alternativ hierzu kann es sich bei dem genannten Schalter oder der genannten Sperre
beispielsweise um ein Ventil einer Flüssigkeits- oder Gasleitung handeln.
[0004] Um ein versehentliches Aktivieren der industriellen Anlage durch eine andere Person
wirksam zu vermeiden, hängt jede Wartungsperson vor Beginn ihrer Arbeiten an dem genannten
Schalter oder der genannten Sperre ein Hangschloss ein und versperrt dieses. Ein solches
Hangschloss kann insbesondere einen starren oder flexiblen und/oder im Wesentlichen
U-förmigen Bügel aufweisen, welcher zum Versperren des Hangschlosses an dem Schlosskörper
des Hangschlosses verriegelt werden kann. Der Schalter (z.B. elektrischer Schalter)
oder die Sperre (z.B. einer Fluidleitung) ist hierdurch in der AUS-Stellung gesichert
und kann nicht versehentlich von einer anderen Person zurück in eine EIN-Stellung
gebracht werden. Wenn die Wartungsperson ihre Arbeiten beendet hat, entriegelt sie
ihr Hangschloss wieder und löst dieses von dem Schalter oder der Sperre. Jeder Wartungsperson
ist üblicherweise ein eigenes individuelles Hangschloss zugeordnet (oder mehrere eigene
individuelle Hangschlösser).
[0005] Diese Vorgehensweise bezeichnet man auch als Aussperren (Englisch: lockout). Dementsprechend
wird das verwendete Hangschloss als Lockout-Schloss bezeichnet. Das Dokument
US 5 449 867 zeigt ein derartiges Sichern eines elektrischen Kippschalters mittels eines Hangschlosses.
Aus dem Dokument
US 3 171 908 ist es bekannt, die Stellung eines Drehschalters mittels eines Hangschlosses zu sichern.
[0006] Damit mehrere Wartungspersonen den Schalter oder die Sperre unabhängig voneinander
blockieren und wieder freigeben können, können an dem Schalter oder der Sperre mehrere
Aufnahmen (z.B. Ösen) zum Einhängen mehrerer Lockout-Schlösser vorgesehen sein. Dies
ist beispielsweise aus dem Dokument
US 6 388 213 bekannt. Sofern lediglich eine einzige Aufnahme für ein Lockout-Schloss vorgesehen
ist, kann eine Sicherungskralle verwendet werden, die in die betreffende Öse des Schalters
oder der zugeordneten Sperre eingehängt wird und die wiederum mehrere Einhängeösen
für ein jeweiliges Hangschloss besitzt. Erst wenn das letzte Hangschloss von der Sicherungskralle
entfernt worden ist, kann die Sicherungskralle entnommen werden, so dass der Schalter
oder die Sperre wieder in die EIN-Stellung gebracht werden kann. Eine derartige Sicherungskralle
zur Verwendung an einem elektrischen Schaltkasten ist beispielsweise aus den Dokumenten
US 6 396 008,
US 5 365 757 und
US 3 667 259 bekannt.
[0007] Beispielsweise können derartige Lockout-Hangschlösser als elektronische Bügelschlösser
mit einem elektromechanischen Verriegelungsmechanismus ausgebildet sein, um eine leichte
Bedienbarkeit beim Öffnen des Hangschlosses nach einer Wartung zu ermöglichen. Dazu
kann das Hangschloss beispielsweise nach erfolgter Wartung durch Übermitteln eines
Öffnungscodes von einem Smartphone zu öffnen sein, so dass die berechtigte Wartungsperson
lediglich das häufig ohnehin mitgeführte Smartphone, nicht jedoch einen gesonderten
mechanischen Schlüssel für das Hangschloss bei sich tragen muss, um das Hangschloss
öffnen zu können. Eine derartige Möglichkeit zur Ansteuerung des Schlosses ist insbesondere
bei Lockout-Hangschlössern von Vorteil, da eine Wartungsperson mitunter eine Vielzahl
von Schaltern oder Sperren mit jeweiligen Lockout-Hangschlösser versperren und sämtliche
Lockout-Hangschlösser nach erfolgter Wartung wieder öffnen muss, so dass bei einer
rein mechanischen Ausbildung der Hangschlösser für jedes der Hangschlösser ein eigener
Schlüssel erforderlich sein kann. Elektronische Bügelschlösser können hingegen beispielsweise
sämtlich durch eine geeignete Anwendung (App) eines Smartphones ansteuerbar sein.
Auch bei für andere Anwendungen eingesetzten Bügelschlössern kann eine solche einfache
Ansteuerbarkeit gewünscht und/oder vorteilhaft sein.
[0008] Während derartige elektronische Bügelschlösser somit insbesondere ein vereinfachtes
Entriegeln eines Bügelschlosses, beispielsweise nach einer erfolgten Wartung einer
industriellen Anlage zum Freigeben eines Schalters oder einer Sperre, ermöglichen,
besteht bei der Nutzung elektronischer Bügelschlösser grundsätzlich die Problematik,
dass eine Betätigung lediglich bei ausreichend geladener Energiequelle erfolgen kann.
Daher ist es erforderlich, die Energiequelle gegebenenfalls austauschen zu können,
um eine aufgebrauchte Energiequelle ersetzen und das Bügelschloss weiter verwenden
zu können.
[0009] Insofern muss die Energiequelle eines elektronischen Bügelschlosses von außen zugänglich
sein, so dass eine Öffnung in einem Gehäuse des Bügelschlosses erforderlich ist, durch
welche eine aufgebrauchte Energiequelle entnehmbar ist, um daraufhin eine neue, geladene
Energiequelle in das Gehäuse einbringen zu können. Gleichzeitig ist es jedoch erforderlich,
die Energiequelle vor Beschädigungen durch eintretende Flüssigkeit zu schützen, so
dass die erforderliche Öffnung zuverlässig abgedichtet werden muss. Auch dies ist
wiederum insbesondere im Bereich der Arbeitssicherheit von Bedeutung, um etwa bei
einer Verwendung des Bügelschlosses zum Sperren einer Gasleitung eine Beschädigung
der Energiequelle oder das Austreten von Batteriesäure zu verhindern.
[0010] Zur Abdichtung der erforderlichen Öffnung ist zumeist vorgesehen, die Öffnung durch
einen angeschraubten Deckel zu verschließen und beispielsweise zwischen dem Deckel
und dem Gehäuse einen Dichtring einzuklemmen, um dadurch insbesondere einen Flüssigkeitsaustausch
zwischen einem Innenraum des Gehäuses und der äußeren Umgebung des Hangschlosses zu
verhindern. Zwar kann dadurch zumeist eine gute Abdichtung erreicht werden, jedoch
gestaltet sich der Wechsel der Energiequelle unerwünscht aufwendig, da zum Entfernen
des Deckels stets ein zum Lösen des Befestigungsmittel geeignetes Werkzeug, beispielsweise
ein Schraubendreher, benötigt wird, was gegebenenfalls zu ungewünschten Verzögerungen
führen kann, wenn ein Bügelschloss mit erschöpfter Energiequelle zeitnah entriegelt
werden soll, das erforderliche Werkzeug jedoch erst beschafft werden muss.
[0011] Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein tragbares Bügelschloss mit elektromechanischem
Verriegelungsmechanismus zu schaffen, welches eine zuverlässige Abdichtung eines Gehäuses
zum Aufnehmen einer Energiequelle des elektromechanischen Verriegelungsmechanismus
und zugleich einen einfachen und schnell durchzuführenden Austausch einer erschöpften
Energiequelle gegen eine neue Energiequelle ermöglicht.
[0012] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein tragbares Bügelschloss mit den Merkmalen des
Anspruchs 1.
[0013] Die Energiequelle des Bügelschlosses ist in einem Gehäuse angeordnet, welches eine
Austauschöffnung aufweist, durch welche die Energiequelle in das Gehäuse einbringbar
und aus dem Gehäuse entnehmbar ist. Zudem weist das Bügelschloss einen Deckel auf,
welcher zum Verschließen der Austauschöffnung entlang einer Aufsteckrichtung an dem
Gehäuse aufsteckbar ist. Das Gehäuse oder der Deckel weist ferner zumindest einen
elastisch verformbaren Dichtabschnitt auf, welcher eine an einer Seitenwand des Gehäuses
oder des Deckels umlaufende Erhebung bildet. Der Dichtabschnitt ist durch das Aufstecken
des Deckels zum Abdichten der Austauschöffnung zwischen dem Deckel und dem Gehäuse
komprimierbar und/oder entlang der Aufsteckrichtung elastisch verformbar ist.
[0014] Das Bügelschloss weist somit in Form der Gehäuseöffnung die erforderliche Öffnung
auf, um einen Wechsel einer erschöpften Energiequelle, insbesondere einer erschöpften
Batterie, zu ermöglichen. Zudem ist jedoch ein Deckel vorgesehen, um die Gehäuseöffnung,
insbesondere während eines regulären Gebrauchs des Bügelschlosses, zu verschließen.
Indem der zumindest eine Dichtabschnitt durch das Aufstecken des Deckels zwischen
dem Deckel und dem Gehäuse komprimierbar und/oder elastisch verformbar ist, kann der
Dichtabschnitt einen Spalt zwischen dem Gehäuse und dem Deckel abdichtend verschließen,
um dadurch die in dem Gehäuse angeordnete Energiequelle vor einem Eintritt von Flüssigkeit
und/oder Staub zu schützen. Insbesondere kann dadurch, dass das Komprimieren und/oder
elastische Verformen durch das Aufstecken des Deckels an dem Gehäuse erfolgt, unmittelbar
nach dem Aufstecken des Deckels bereits die gewünschte Abdichtung erreicht werden,
so dass auf etwaige Befestigungsmittel zum Herstellen der Abdichtung verzichtet werden
kann. Umgekehrt betrachtet kann der Deckel dementsprechend auch zum Austauschen einer
aufgebrauchten oder erschöpften Energiequelle unmittelbar von dem Gehäuse abziehbar
sein, ohne dass zunächst ein geeignetes Werkzeug beschafft werden muss.
[0015] Indem der Dichtabschnitt eine an einer Seitenwand des Gehäuses oder des Deckels umlaufende
Erhebung bildet, kann der Dichtabschnitt insbesondere bezüglich der Aufsteckrichtung
betrachtet in einer Umfangsrichtung umlaufend an der Seitenwand des Gehäuses oder
des Deckels ausgebildet sein. Ferner kann der zumindest eine Dichtabschnitt bei aufgestecktem
Deckel insbesondere zwischen einer Seitenwand des Deckels und einer Seitenwand des
Gehäuses angeordnet sein. Das Gehäuse oder der Deckel kann somit zumindest einen Dichtabschnitt
aufweisen, welcher nicht bezüglich der Aufsteckrichtung axial zwischen oder an jeweiligen
Stirnseiten des Deckels und des Gehäuses, sondern zwischen jeweiligen Seitenwänden
des Gehäuses und des Deckels angeordnet ist. Beispielsweise kann ein an einer Seitenwand
des Gehäuses angeordneter Dichtabschnitt sich ausgehend von der Seitenwand nach innen
in einen Innenraum des Gehäuses erheben, um durch Einführen eines Abschnitts des Deckels
in den Innenraum elastisch verformt und beispielsweise entlang der Aufsteckrichtung
verdrängt und/oder quer zu der Aufsteckrichtung komprimiert zu werden. Hierdurch kann
der Dichtabschnitt eine der elastischen Verformung entgegengerichtete Kraft auf den
eingeführten Abschnitt des Deckels ausüben, um den Innenraum des Gehäuses abzudichten.
[0016] Alternativ dazu kann beispielsweise auch vorgesehen sein, dass sich der Dichtabschnitt
umlaufend an einer Außenwand eines in einen Innenraum des Gehäuses einführbaren Abschnitts
des Deckels erstreckt, um während des Einführens der Außenwand des Deckels in den
Innenraum des Gehäuses komprimiert oder entgegen der Aufsteckrichtung verdrängt und
somit entlang der Aufsteckrichtung elastisch verformt zu werden. Auch hierdurch kann
unmittelbar eine Abdichtung des Innenraums des Gehäuses erreicht werden.
[0017] Zudem ist beispielsweise möglich, dass der Dichtabschnitt an einer einem Innenraum
des Gehäuses, in welchem die Energiequelle angeordnet ist, abgewandten Außenseite
des Gehäuses umlaufend angeordnet ist, um mit einer inneren Seitenwand eines außen
auf das Gehäuse aufsteckbaren Deckels zusammenzuwirken und den Innenraum des Gehäuses
dadurch abzudichten. Ebenso kann vorgesehen sein, dass bei einem solchen außen auf
das Gehäuse aufsteckbaren Deckel der Dichtabschnitt an einer dem Gehäuse zugewandten
Seiten- oder Innenwand des Deckels ausgebildet ist, um die gewünschte Abdichtung zu
erreichen.
[0018] Insbesondere kann grundsätzlich vorgesehen sein, dass der Dichtabschnitt derart angeordnet
ist, dass der Dichtabschnitt im Zuge des Aufsteckens des Deckels an dem Gehäuse von
einer Seitenwand desjenigen Elements (Gehäuse oder Deckel), welches den Dichtabschnitt
nicht aufweist, kontaktiert und dadurch komprimiert und/oder elastisch verformt wird,
um eine Abdichtung zwischen der den Dichtabschnitt aufweisenden Seitenwand und der
entgegengesetzten Seitenwand des jeweiligen anderen Elements zu erreichen. Andersherum
betrachtet kann sich insbesondere eine Seitenwand desjenigen Elements, welches den
Dichtabschnitt nicht aufweist, in eine Bewegungsbahn des Dichtabschnitts hinein erstrecken,
welche der Dichtabschnitt relativ zu dem den Dichtabschnitt nicht aufweisenden Element
beschreibt, wenn der Deckel auf das Gehäuse aufgesteckt wird.
[0019] Insbesondere ermöglicht die Ausbildung des Gehäuses oder des Deckels mit einem an
einer Seitenwand umlaufenden Dichtabschnitt somit eine Abdichtung zwischen jeweiligen
Seitenwänden des Gehäuses und des Deckels, so dass die Abdichtung insbesondere durch
eine quer zu der Aufsteckrichtung ausgerichtete Kraft zwischen dem Dichtabschnitt
und einer Seitenwand des Elements, welches den Dichtabschnitt nicht aufweist, erreicht
wird. Da die Abdichtung somit nicht durch eine entlang der Aufsteckrichtung wirkende
Kraft erreicht wird, ist es - anders als bei herkömmlichen Lösungen - nicht erforderlich,
eine zum Verformen eines in Aufsteckrichtung zwischen dem Deckel und dem Gehäuse angeordneten
Dichtelements ausreichende Kraft entlang der Aufsteckrichtung zwischen dem Deckel
und dem Gehäuse zu erzeugen. Daher kann bei dem hier offenbarten Bügelschloss insbesondere
auf Befestigungsmittel verzichtet werden, welche bei herkömmlichen Lösungen den Deckel
axial bezüglich der Aufsteckrichtung an dem Gehäuse fixieren und die zum Abdichten
des Gehäuses erforderliche axiale Kraft erzeugen. Insofern ermöglicht das hierin offenbarte
Bügelschloss eine zuverlässige Abdichtung des für die Energiequelle vorgesehenen Gehäuses
bzw. der zum Austauschen der Energiequelle erforderlichen Austauschöffnung, wobei
der Deckel dazu jedoch lediglich auf das Gehäuse aufgesteckt und nicht durch ein gesondertes
Befestigungsmittel daran gesichert und beispielsweise verschraubt werden muss.
[0020] Daher kann der Deckel bei einigen Ausführungsformen auch auf einfache Weise und insbesondere
werkzeuglos von dem Gehäuse lösbar und/oder unmittelbar, ohne weitere Demontageschritte,
von dem Gehäuse abziehbar sein, um die Energiequelle austauschen zu können. Jedoch
kann das Komprimieren und/oder elastische Verformen des Dichtabschnitts - zusätzlich
zu der Abdichtung des Gehäuses - den Deckel axial gegen ein ungewolltes Lösen von
dem Gehäuse entgegen die Aufsteckrichtung sichern, da die zwischen dem Dichtabschnitt
und einer Seitenwand desjenigen Elements, welches den Dichtabschnitt nicht aufweist,
zu überwindende Haftreibung ein unbeabsichtigtes Lösen den Deckel an dem Gehäuse verhindern
kann.
[0021] Zwar kann somit unmittelbar und werkzeuglos ein Zugriff auf die Energiequelle möglich
sein, jedoch entsteht dadurch insbesondere bei einer Verwendung des Bügelschlosses
als Lockout-Hangschloss kein Sicherheitsnachteil, da derartig eingesetzte Bügelschlösser
oder Hangschlösser ohnehin nicht als Diebstahl- oder Aufbruchsschutz dienen, sondern
lediglich ein ungewolltes Betätigen eines Schalters und einer Sperre während eines
Wartungsvorgangs verhindern sollen. Hingegen ist bei einer derartigen Anwendung wichtig,
das Gehäuse zuverlässig abzudichten und gegebenenfalls die Energiequelle schnell und
einfach wechseln zu können, um etwa nach einer erfolgten Wartung im Falle einer erschöpften
Energiequelle nicht zunächst geeignete Werkzeuge suchen oder sogar stets mitführen
zu müssen, um die Energiequelle wechseln und das Bügelschloss daraufhin öffnen zu
können. Daher eignet sich das hierin offenbarte Bügelschloss insbesondere als Lockout-Hangschloss
und kann dementsprechend insbesondere als Hangschloss und/oder Lockout-Hangschloss
ausgebildet sein. Gleichwohl kann es jedoch bei einigen Ausführungsformen und insbesondere
bei für andere Anwendungen vorgesehenen Bügelschlössern auch vorgesehen sein, den
Deckel mit einem zusätzlichen Befestigungsmittel an dem Gehäuse zu sichern, um einen
unbefugten Zugriff auf die Energiequelle zu erschweren.
[0022] Grundsätzlich kann das Bügelschloss beispielsweise als ein Hangschloss ausgebildet
sein und einen starren, im Wesentlichen U-förmigen U-Bügel aufweisen. Ein solcher
U-Bügel kann zwei in den Schlosskörper einführbare Schenkel aufweisen, wobei vorgesehen
sein kann, dass ein relativ längerer Schenkel stets in dem Schlosskörper verbleibt
und lediglich ein relativ kleinerer Schenkel des U-Bügels aus dem Schlosskörper lösbar
ist, um im gelösten Zustand beispielsweise um den relativ längeren Schenkel verschwenkt
werden zu können. Hingegen kann auch vorgesehen sein, dass beide (gleichlange oder
verschiedenlange) Schenkel eines Hangschlosses von dessen Schlosskörper lösbar sind.
Alternativ dazu kann das Bügelschloss jedoch beispielsweise auch einen flexiblen Bügel
aufweisen und etwa als Seil-, Ketten- oder Gelenkstabschloss (auch als Faltschloss
bezeichnet) ausgebildet sein. Beispielsweise kann ein Lockout-Hangschloss auch einen
Drahtseilbügel aufweisen.
[0023] Weitere Ausführungsformen sind den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung sowie
den Figuren zu entnehmen.
[0024] Bei einigen Ausführungsformen kann die Austauschöffnung an einer dem Schlossbügel
entgegengesetzten Unterseite des Schlosskörpers angeordnet sein.
[0025] Bei einigen Ausführungsformen kann der Deckel eine senkrecht zu der Aufsteckrichtung
ausgerichtete Verschlussplatte aufweisen, welche sich bei an dem Gehäuse aufgestecktem
Deckel entlang einer Erstreckungsebene der Austauschöffnung erstreckt. Zudem kann
der Deckel einen sich an die Verschlussplatte anschließenden Aufsteckkragen aufweisen,
welcher sich um die Verschlussplatte umlaufend in Aufsteckrichtung erstreckt. Der
Aufsteckkragen kann bei einigen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, mit dem zumindest
einen Dichtabschnitt des Gehäuses zusammenzuwirken, wohingegen der Aufsteckkragen
bei anderen Ausführungsformen den zumindest einen Dichtabschnitt aufweisen kann.
[0026] Somit kann vorgesehen sein, dass der Deckel eine Verschlussplatte aufweist, welche
die Austauschöffnung bei aufgestecktem Deckel verdeckt und dadurch verschließt. Insbesondere
kann die Verschlussplatte senkrecht zu der Aufsteckrichtung ausgerichtet sein. Zudem
kann der Deckel einen sich an die Verschlussplatte anschließenden Aufsteckkragen aufweisen,
welcher beispielsweise in einen Innenraum des Gehäuses einführbar sein kann, um den
Deckel dadurch an dem Gehäuse aufzustecken. Alternativ dazu kann der Aufsteckkragen
jedoch beispielsweise auch außen auf das Gehäuse aufstülpbar sein.
[0027] Indem der umlaufende Aufsteckkragen somit einer Seitenwand des Gehäuses entgegengesetzt
angeordnet sein kann, wenn der Deckel an dem Gehäuse aufgesteckt ist, kann der Dichtabschnitt
insbesondere an dem Aufsteckkragen angeordnet sein, um von einer Seitenwand des Gehäuses
komprimiert und/oder elastisch verformt zu werden, oder der Aufsteckkragen kann mit
einem an einer Seitenwand des Gehäuses ausgebildeten Dichtabschnitt zusammenwirken,
um diesen Dichtabschnitt zu komprimieren und/oder elastisch zu verformen.
[0028] Bei einigen Ausführungsformen kann das Gehäuse den zumindest einen Dichtabschnitt
aufweisen und der Aufsteckkragen kann dazu ausgebildet sein, mit dem zumindest einem
Dichtabschnitt zum Abdichten der Austauschöffnung zusammenzuwirken.
[0029] Insbesondere kann sich der Dichtabschnitt bei solchen Ausführungsformen ausgehend
von der Seitenwand des Gehäuses bis in eine von dem Aufsteckkragen beim Aufstecken
des Deckels beschriebene Bewegungsbahn erstrecken, um während des Aufsteckens des
Deckels von dem Aufsteckkragen kontaktiert und dadurch elastisch verformt und/oder
komprimiert werden zu können.
[0030] Der zumindest eine Dichtabschnitt kann sich bei einigen Ausführungsformen von der
Seitenwand des Gehäuses in einen Innenraum des Gehäuses hinein erstrecken.
[0031] Bei solchen Ausführungsformen kann zudem vorgesehen sein, dass der Aufstecckragen
des Deckels in den Innenraum des Gehäuses einführbar ist, um mit dem an dem Gehäuse
angeordneten Dichtabschnitt zusammenwirken und den Innenraum des Gehäuses durch Komprimieren
und/oder elastisches Verformen des zumindest einen Dichtabschnitts abdichten zu können.
[0032] Bei einigen Ausführungsformen kann das gesamte Gehäuse elastisch verformbar ausgebildet
sein. Insbesondere kann das Gehäuse dazu bei einigen Ausführungsformen aus Silikon
ausgebildet sein.
[0033] Bei solchen Ausführungsformen kann das Gehäuse daher insbesondere kein starres und/oder
den Schlosskörper maßgeblich gegen Aufbruchsversuche sicherndes Gehäuse darstellen,
sondern gewissermaßen eine die Energiequelle umgebende flexible Hülle und/oder ein
flexibles Batteriefach zur abgedichteten Lagerung der Energiequelle und/oder einer
Batterie in dem Bügelschloss bilden. Wie nachstehend noch näher erläutert ist, kann
das Gehäuse daher insbesondere eine Innenhülle des Schlosskörpers bilden und von einem
starren Außengehäuse umgeben sein, um eine ausreichende Stabilität des Bügelschlosses
oder des Schlosskörpers zu erreichen.
[0034] Jedoch ermöglicht es eine solche elastisch verformbare Ausbildung des Gehäuses insgesamt,
den Dichtabschnitt beispielsweise unmittelbar als einen Gehäuseabschnitt auszubilden
und nicht etwa als gesondertes Bauteil an dem Gehäuse zu befestigen. Vielmehr kann
das elastisch verformbare Gehäuse, welches die Energiequelle abdichtend umgeben kann,
geschickt dazu genutzt werden, unmittelbar auch einen Dichtabschnitt zum Abdichten
der zum Ermöglichen eines Austauschens der Energiequelle erforderlichen Gehäuseöffnung
auszubilden.
[0035] Der zumindest eine Dichtabschnitt kann bei einigen Ausführungsformen mit dem Gehäuse
integral einstückig ausgebildet sein.
[0036] Unter einem integral einstückigen Bauteil (hier: Gehäuse mit Dichtabschnitt) ist
ein originär als ein einziges stoffschlüssig gebildetes Bauteil zu verstehen, und
es kann beispielsweise durch Gießen oder Spritzgießen hergestellt sein. Ein gemäß
einer solchen Ausführungsform mit dem Dichtabschnitt integral einteiliges Gehäuse
unterscheidet sich damit insbesondere von Gehäusen mit Dichtabschnitten, die originär
aus zwei oder mehr Teilen (beispielsweise Gehäuseteil und angefügter Dichtabschnitt-Teil)
zusammengefügt sind und deren einzelne Bestandteile zu einer lösbaren oder dauerhaften
Fügeverbindung, wie etwa durch Verschweißen, Verschrauben oder Verkleben, verbunden
sind.
[0037] Indem der Dichtabschnitt bei einigen Ausführungsformen mit dem Gehäuse integral einstückig
ausgebildet sein kann, können der Dichtabschnitt und das Gehäuse somit ein derartiges
integral einstückiges Bauteil bilden, so dass der Dichtabschnitt nicht etwa erst nach
dem Ausbilden des Gehäuses mit dem Gehäuse verbunden und beispielsweise daran angeklebt
sein kann. Daher kann bei solchen Ausführungsformen insbesondere das gesamte Gehäuse
elastisch verformbar und/oder aus demselben Material wie der Dichtabschnitt ausgebildet
sein.
[0038] Allgemein kann der Dichtabschnitt ferner bei einigen Ausführungsformen aus Silikon
ausgebildet sein.
[0039] Das Gehäuse kann den Elektromotor bei einigen Ausführungsformen abdichtend umgeben.
[0040] Insbesondere kann das Gehäuse daher bei einigen Ausführungsformen eine Hülle zum
Abdichten der elektronischen Bauteile des elektromechanischen Verriegelungsmechanismus
bilden, um die Energiequelle, den Elektromotor sowie von der Energiequelle zu dem
Elektromotor führende elektrische Leitungen gegenüber äußeren Einflüssen abdichten
zu können. Das Gehäuse kann ferner, insbesondere an einer der Austauschöffnung abgewandten
Seite, eine Antriebsübertragungsöffnung aufweisen, an welcher ein Antriebsübertragungselement
des elektromechanischen Verriegelungsmechanismus und/oder das Riegelelement abgedichtet
aus dem Gehäuse herausragen kann, um den Schlossbügel wahlweise verriegeln zu können.
[0041] Bei einigen Ausführungsformen kann das Bügelschloss einen Funkempfänger zum Empfangen
eines Entriegelungsbefehls und/oder eines Verriegelungsbefehls über eine Funkverbindung
und eine Steuereinrichtung aufweisen, welche dazu ausgebildet ist, den elektromechanischen
Verriegelungsmechanismus in Ansprechen auf einen empfangen Entriegelungsbefehl zum
Freigeben des eingeführten Schlossbügels für ein Lösen von dem Schlosskörper und/oder
in Ansprechen auf einen empfangen Verriegelungsbefehl zum Verriegeln des eingeführten
Schlossbügels anzusteuern. Beispielsweise kann ein solcher Funkempfänger eine Kommunikation
mit einem Smartphone über eine Funkverbindung, etwa eine Mobilfunkverbindung, eine
WLAN-/WiFi-Verbindung und/oder eine Bluetooth-Verbindung, ermöglichen. Alternativ
oder zusätzlich kann das Bügelschloss bei einigen Ausführungsformen einen Sensor zum
Erfassen des in den Schlosskörper eingeführten Bügels aufweisen und eine Steuereinrichtung
des Bügelschlosses kann dazu ausgebildet sein, den elektromechanischen Verriegelungsmechanismus
in Ansprechen auf ein Signal des Sensors zum Verriegeln des Schlossbügels anzusteuern.
[0042] Das Gehäuse kann bei einigen Ausführungsformen einen umlaufenden Rastwulst aufweisen
und an dem Deckel kann bei solchen Ausführungsformen eine umlaufende Rastnut ausgebildet
sein, wobei der Rastwulst bei aufgestecktem Deckel in die Rastnut eingreifen kann.
[0043] Insbesondere kann der umlaufende Rastwulst an einer Seitenwand des Gehäuses ausgebildet
sein und die Rastnut kann an einer dem Rastwulst zugewandten Seitenwand des Deckels,
insbesondere an dem bereits erwähnten Aufsteckkragen, ausgebildet sein. Ferner kann
der Rastwulst sich ausgehend von der Seitenwand des Gehäuses insbesondere in einen
Innenraum des Gehäuses erstreckend ausgebildet sein, um in die Rastnut eingreifen
zu können. Insbesondere kann ein solcher Rastwulst bei Ausführungsformen vorgesehen
sein, bei welchen auch der zumindest eine Dichtabschnitt an dem Gehäuse ausgebildet
ist. Bei Ausführungsformen, bei welchen das Gehäuse den zumindest einen Dichtabschnitt
aufweist, kann der Rastwulst ferner insbesondere an derselben Seitenwand wie der zumindest
eine Dichtabschnitt angeordnet sein.
[0044] Durch einen solchen Eingriff des Rastwulstes in die Rastnut kann der Deckel insbesondere
gegen ein Lösen von dem Gehäuse entgegen der Aufsteckrichtung gesichert werden, wozu
die Rastnut beispielsweise eine Hinterschneidung aufweisen kann, mit welcher die Rastnut
den Rastwulst hintergreift. Zudem kann der Rastwulst insbesondere elastisch verformbar
ausgebildet sein, um während eines Aufsteckens des Deckels auf das Gehäuse elastisch
verformt werden, sich jedoch nach einem vollständigen Aufstecken des Deckels entgegen
der elastischen Verformung ausdehnen und in den Rastwulst eingreifen zu können. Ferner
kann der Rastwulst bei einigen Ausführungsformen integral einstückig mit dem Gehäuse
ausgebildet sein.
[0045] Grundsätzlich ist jedoch auch möglich, dass der Rastwulst an dem Deckel, insbesondere
dem erwähnten Aufsteckkragen, ausgebildet ist und dass das Gehäuse eine Rastnut aufweist,
in welche der an dem Deckel ausgebildete Rastwulst bei aufgestecktem Deckel eingreift.
Dies kann insbesondere bei Ausführungsformen vorgesehen sein, bei welchen der zumindest
eine Dichtabschnitt an einer Seitenwand, insbesondere dem Aufsteckkragen, des Deckels
ausgebildet ist.
[0046] Der Rastwulst kann bei einigen Ausführungsformen an einem der Austauschöffnung zugewandten
Endabschnitt des Gehäuses angeordnet sein. Bei solchen Ausführungsformen kann die
Rastnut ferner an einem sich an eine Verschlussplatte des Deckels anschließenden Abschnitt
eines die Verschlussplatte umgebenden Aufsteckkragens des Deckels ausgebildet sein.
Bei solchen Ausführungsformen kann der Deckel daher unmittelbar im Bereich der Austauschöffnung
gegen ein Lösen von dem Gehäuse entgegen der Aufsteckrichtung durch das Eingreifen
des Rastwulstes in die Rastnut gesichert sein.
[0047] Das Gehäuse kann bei einigen Ausführungsformen eine flexible Innenhülle des Hangschlosses
bilden und das Hangschloss kann ein das Gehäuse umgebendes starres Außengehäuse aufweisen,
an welchem sich das Gehäuse abstützt.
[0048] Ein als eine flexible Innenhülle ausgebildetes Gehäuse kann insbesondere elastisch
verformbar sein, so dass das Gehäuse zur Abdichtung der Energiequelle dienen kann,
ohne dem Hangschloss jedoch die erforderliche Stabilität zu verleihen oder einen Aufbruchsschutz
darzustellen. Insbesondere kann ein derartiges Gehäuse daher zu einer Abdichtung der
Energiequelle gegen in das Außengehäuse eintretende Flüssigkeit dienen.
[0049] Indem sich das Gehäuse an dem starren Außengehäuse abstützen kann, kann eine von
dem Deckel über dem Dichtabschnitt auf das Gehäuse übertragene, nach außen gerichtete
Kraft von dem starren Außengehäuse aufgenommen werden, um dadurch eine Verdrängung
des Gehäuses nach außen zu verhindern und die gewünschte Abdichtung zu erreichen.
Da das Gehäuse bei solchen Ausführungsformen flexibel und/oder elastisch verformbar
ist, kann das Gehäuse bei Ausführungsformen, bei welchen das Gehäuse eine flexible
Innenhülle bildet, insbesondere den zumindest einen Dichtabschnitt aufweisen und/oder
integral einstückig mit dem Dichtabschnitt ausgebildet sein.
[0050] Das Außengehäuse kann zudem eine Gehäuseöffnung aufweisen, welche die Austauschöffnung
umgibt. Insofern kann auch das Außengehäuse eine Öffnung aufweisen, um ein Entnehmen
und/oder Einbringen der Energiequelle in das Gehäuse zu ermöglichen.
[0051] Ferner kann bei einigen Ausführungsformen vorgesehen sein, dass ein Endabschnitt
des Gehäuses zwischen einem Aufsteckkragen des Deckels und dem Au-βengehäuse eingeklemmt
ist. Insbesondere kann daher der Endabschnitt bei aufgestecktem Deckel nach außen
gegen das Außengehäuse gedrängt und daher im montierten Zustand des Hangschlosses
stabil an dem Außengehäuse abgestützt sein.
[0052] Das Außengehäuse kann bei einigen Ausführungsformen eine die Austauschöffnung umgebende
Gehäuseöffnung aufweisen, welche durch einen umlaufenden Randabschnitt begrenzt ist,
wobei sich das Gehäuse entgegen der Aufsteckrichtung über das Außengehäuse hinaus
erstrecken und den Randabschnitt übergreifen kann, insbesondere radial nach außen.
[0053] Insbesondere kann das Gehäuse durch ein solches Übergreifen des Randabschnitts hinsichtlich
Bewegungen entlang der Aufsteckrichtung relativ zu dem Au-βengehäuse fixiert sein.
Zudem kann es das Übergreifen des Randabschnitts ermöglichen, in Richtung der Austauschöffnung
ragende Abschnitte des Gehäuses gegenüber Bewegungen quer zu der Aufsteckrichtung
zu sichern und das insbesondere flexible und/oder elastisch verformbare Gehäuse in
der vorgesehenen Form zu halten.
[0054] Darüber hinaus kann der Deckel bei solchen Ausführungsformen insbesondere auf einem
den Randabschnitt des Außengehäuses übergreifenden Abschnitt des Gehäuses aufliegen.
Insbesondere bei Ausführungsformen, bei welchen das gesamte Gehäuse elastisch verformbar
ausgebildet ist, kann daher auch durch ein solches Aufliegen des Deckels an dem Gehäuse
(der somit zumindest nicht vollständig an dem starren Außengehäuse aufliegt) eine
weitere Abdichtung eines Innenraums des Gehäuses erreicht werden.
[0055] Das Gehäuse kann bei einigen Ausführungsformen an einer Außenseite eine Stützerhebung
aufweisen, welche in eine Stützaussparung des Außengehäuses eingreift. Insbesondere
kann das Gehäuse im Zuge einer Montage des Bügelschlosses in einen Innenraum des Außengehäuses
einsetzbar sein, wobei das Eingreifen der Stützerhebung in die Stützaussparung eine
korrekte Positionierung des Gehäuses in dem Außengehäuse kennzeichnen und das Gehäuse
in dem Außengehäuse stabilisieren kann. Hierdurch kann insbesondere die Montage des
Bügelschlosses erleichtert werden, wobei eine solche Ausbildung des Außengehäuses
mit einer Stützaussparung, durch welche ein Zugriff auf das Gehäuse möglich ist, erneut
insbesondere bei Lockout-Anwendungen unproblematisch ist, da derart verwendete Bügelschlösser
oder Hangschlösser keinen Aufbruchsschutz gegenüber Diebstahl- oder Einbruchsversuchen
bieten müssen.
[0056] Das Außengehäuse und/oder der Schlossbügel können bei einigen Ausführungsformen aus
einem elektrisch nichtleitenden Material und insbesondere aus Kunststoff ausgebildet
sein.
[0057] Insbesondere bei einem Einsatz des Hangschlosses als Lockout-Hangschloss kann eine
nichtleitende Ausbildung der Komponenten des Bügelschlosses, die in mechanischem Kontakt
mit dem Schalter oder der Sperre kommen, vorgesehen sein, um einen etwaigen elektrischen
Stromfluss durch das Bügelschloss zu verhindern. Zudem ist bei einer Anwendung als
Lockout-Hangschloss etwa eine Ausbildung des Außengehäuses und/oder des Schlossbügels
aus Kunststoff unproblematisch, da das Hangschloss keinen Aufbruchsversuchen widerstehen
muss. Eine Ausbildung des Bügelschlosses mit aus Kunststoff gefertigtem Außengehäuse
und/oder Schlossbügel kann ferner eine gegenüber der Verwendung von Metallkomponenten
leichtere Ausbildung des Bügelschlosses ermöglichen, so dass auch das Mitführen einer
Vielzahl von Bügelschlössern, wie erneut gerade bei Lockout-Hangschlössern oftmals
erforderlich ist, komfortabel möglich sein kann. Darüber hinaus können Kunststoff-Außengehäuse
und/oder Kunststoff-Schlossbügel auf einfache Weise verschiedenfarbig hergestellt
werden, um beispielsweise verschiedenartige oder für verschiedene Anlagenkomponenten
vorgesehene Lockout-Hangschlösser auf einfache Weise kennzeichnen zu können.
[0058] In dem Gehäuse kann bei einigen Ausführungsformen ein starrer Halter zum Halten der
Energiequelle angeordnet sein, wobei an dem Halter insbesondere eine Feder zum Verspannen
der Energiequelle in dem Halter angeordnet sein kann. Ferner kann an dem Halter bei
einigen Ausführungsformen auch der Elektromotor gehalten sein.
[0059] Insbesondere kann ein solcher Halter bei Ausführungsformen vorgesehen sein, bei welchen
das gesamte Gehäuse elastisch verformbar ausgebildet ist, um eine präzise und stabile
Lagerung der Energiequelle und/oder des Elektromotors zu ermöglichen. Das Gehäuse
kann insbesondere den Halter umgebend angeordnet sein, so dass auch ein Innenraum
des Halters infolge des Aufsteckens des Deckels an dem Gehäuse zuverlässig abgedichtet
sein kann. Beispielsweise kann der Halter aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein.
[0060] Ferner kann das Gehäuse bei einigen Ausführungsformen eine sich in einem Innenraum
des Gehäuses erstreckende Gehäuse-Stützkante aufweisen und der Halter kann eine sich
nach außen erstreckende Halter-Stützkante aufweisen. Bei solchen Ausführungsformen
kann sich der Halter mit der Halter-Stützkante entlang der Aufsteckrichtung an der
Gehäuse-Stützkante abstützen. Ferner kann sich das Gehäuse - umgekehrt betrachtet
- bei solchen Ausführungsformen entgegen der Aufsteckrichtung mit der Gehäuse-Stützkante
an der Halter-Stützkante abstützen.
[0061] Beispielsweise kann bei solchen Ausführungsformen vorgesehen sein, dass der Halter
bezüglich Bewegungen entgegen der Aufsteckrichtung relativ zu dem Au-βengehäuse fixiert
ist, so dass durch das Abstützen des Gehäuses an der Halter-Stützkante auch das Gehäuse
gegen Bewegungen entgegen der Aufsteckrichtung fixiert sein kann. Zudem kann der Halter
(insbesondere mit den daran gehaltenen Elementen) beispielsweise während einer Montage
des Bügelschlosses in das Gehäuse einschiebbar sein, wobei die Gehäuse-Stützkante
einen Anschlag für den Halter bzw. die Halter-Stützkante bilden kann, um eine korrekte
Positionierung des Halters und damit insbesondere auch der daran gehaltenen Elemente
anzuzeigen. Daraufhin kann beispielsweise das Gehäuse in ein Außengehäuse des Bügelschlosses
eingeschoben werden, um dadurch sämtliche Komponenten in einem einzigen Montageschritt
korrekt innerhalb des Außengehäuse positionieren zu können.
[0062] Bei einigen Ausführungsformen kann der Deckel zumindest einen sich bei aufgestecktem
Deckel in das Gehäuse hinein erstreckenden Stützabschnitt aufweisen, welcher dazu
ausgebildet ist, die Energiequelle gegen eine Bewegung entgegen der Aufsteckrichtung
zu sichern.
[0063] Beispielsweise können zwei sich von einer Verschlussplatte des Deckels in Richtung
der Energiequelle erstreckende Stützabschnitte vorgesehen sein, an welchen die Energiequelle
bei aufgestecktem Deckel anliegen kann, so dass die Energiequelle durch den Deckel
gegen eine Bewegung entgegen der Aufsteckrichtung gesichert sein kann. Derartige Stützabschnitte
können etwa als flache Stützflächen ausgebildet sein, wobei der Stützabschnitt alternativ
oder zusätzlich an einem der Energiequelle zugewandten Kontaktabschnitt eine auf eine
Form der Energiequelle abgestimmte Form aufweisen und/oder beispielsweise gekrümmt
ausgebildet sein kann.
[0064] Bei einigen Ausführungsformen kann der Dichtabschnitt als umlaufende Dichtlippe ausgebildet
sein. Insbesondere kann daher bei einigen Ausführungsformen vorgesehen sein, dass
das Gehäuse an einer Seitenwand zumindest eine umlaufende Dichtlippe aufweist.
[0065] Bei einigen Ausführungsformen können zwei entlang der Aufsteckrichtung zueinander
versetzt angeordnete umlaufende Dichtabschnitte an dem Gehäuse oder dem Deckel vorgesehen
sein. Insbesondere können die Dichtabschnitte gleichartig ausgebildet sein, so dass
beispielsweise an dem Gehäuse oder dem Deckel zwei in Aufsteckrichtung zueinander
versetzt angeordnete Dichtlippen ausgebildet sein können. Hierbei kann beispielsweise
ein der Austauschöffnung zugewandter Dichtabschnitt als Staubschutz sowie als erster
Flüssigkeitsschutz fungieren, während ein der Austauschöffnung abgewandter Dichtabschnitt
vornehmlich als weiterer Flüssigkeitsschutz vorgesehen sein kann.
[0066] Der Dichtabschnitt, das Gehäuse und/oder der Deckel kann/können bei einigen Ausführungsformen
aus einem säurebeständigen Material gebildet sein.
[0067] Insbesondere können der Dichtabschnitt, das Gehäuse und/oder der Deckel beständig
gegenüber Batteriesäure ausgebildet sein, um einen Austritt gegebenenfalls von der
Energiequelle abgesonderter Batteriesäure aus dem Gehäuse heraus zu verhindern. Auch
dies kann insbesondere bei Anwendungen im Bereich des Arbeitsschutzes von Bedeutung
sein.
[0068] Bei einigen Ausführungsformen kann der Deckel im vollständig montierten Zustand des
Bügelschlosses werkzeuglos von dem Gehäuse lösbar sein. Bei solchen Ausführungsformen
ist es folglich ausgehend von dem vollständig montierten Bügelschloss nicht erforderlich,
auf ein Werkzeug, beispielsweise einen Schraubendreher, zurückzugreifen, um den Deckel
von dem Gehäuse lösen und die Energiequelle wechseln zu können. Daher kann der Deckel
bei solchen Ausführungsformen insbesondere unmittelbar von dem Gehäuse abziehbar sein.
Gleichwohl kann ein ungewolltes Lösen des Deckels von dem Gehäuse durch die zwischen
dem Dichtabschnitt und einer Seitenwand desjenigen Elements des Gehäuses und des Deckels,
welches den Dichtabschnitt nicht aufweist, wirkende Haftreibung und/oder das Zusammenwirken
des vorstehend erwähnten Rastwulstes mit der ebenfalls erwähnten Rastnut verhindert
werden.
[0069] Bei einigen Ausführungsformen kann kein gesondertes Befestigungsmittel, insbesondere
keine Schraube, zum Befestigen des Deckels an dem Gehäuse vorgesehen sein. Alternativ
oder zusätzlich kann bei einigen Ausführungsformen kein zusätzliches Dichtmittel,
insbesondere kein Dichtring, axial bezüglich der Aufsteckrichtung zwischen dem Gehäuse
und dem Deckel angeordnet sein.
[0070] Bei einigen Ausführungsformen kann daher vielmehr vorgesehen sein, dass der Deckel
axial unmittelbar an dem Gehäuse anliegt. Wie bereits erläutert, kann auch ein solches
Verzichten auf zusätzliche Dichtmittel dadurch ermöglicht werden, dass die Abdichtung
nicht axial bezüglich der Aufsteckrichtung, sondern quer zu der Aufsteckrichtung durch
den sich von der Seitenwand erstreckenden Dichtabschnitt erfolgt, so dass insbesondere
keine in Richtung der Aufsteckrichtung wirkende Kraft zum Verformen eines Dichtelements
erzeugt werden muss, um das Gehäuse abzudichten. Insbesondere bei einer elastisch
verformbaren Ausbildung des Gehäuses kann jedoch auch bei einem solchen unmittelbaren
Anliegen des Deckels an dem Gehäuse gleichwohl eine gewisse Abdichtung in axialer
Richtung erreicht werden.
[0071] Bei einigen Ausführungsformen können an dem Schlosskörper seitlich neben der Austauschöffnung
an einander gegenüberliegenden Seiten jeweilige Griffmulden zum Abnehmen des aufgesteckten
Deckels von dem Gehäuse ausgebildet sein. Insbesondere kann das Gehäuse und/oder Außengehäuse
des Bügelschlosses jeweilige seitliche Griffaussparungen aufweisen und der Deckel,
insbesondere eine Verschlussplatte des Deckels, kann Griffe aufweisen, die sich seitlich
über die Griffaussparungen erstrecken, so dass eine Griffmulde entsteht. Dies ermöglicht
es, die Griffe des Deckels zu untergreifen und einen der Aufsteckrichtung entgegengerichteten
Druck auf die Verschlussplatte zu entfalten, um den Deckel auf einfache Weise von
dem Gehäuse lösen und einen Zugriff auf die Energiequelle erlangen zu können.
[0072] Die Erfindung wird im Folgenden rein beispielhaft anhand eines Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines tragbaren Bügelschlosses, welches als ein Hangschloss
und insbesondere ein Lockout-Hangschloss ausgebildet ist,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung auf eine Unterseite des Hangschlosses, wobei ein
Deckel zum Verschließen einer Austauschöffnung eines Gehäuses des Bügelschlosses sowie
einer Gehäuseöffnung eines Außengehäuses des Bügelschlosses entnommen ist,
- Fig. 3A und 3B
- jeweilige perspektivische Darstellungen des Deckels,
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung des Bügelschlosses,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht auf einen elektromechanischen Verriegelungsmechanismus
des Bügelschlosses, welcher eine als Batterie ausgebildete Energiequelle aufweist,
die an einem Halter gehalten ist, und
- Fig. 6
- eine perspektivische Unteransicht auf das als eine flexible Innenhülle ausgebildete
Gehäuse des Bügelschlosses bei entnommenem Deckel.
[0073] Fig. 1 zeigt ein Bügelschloss 11, welches einen Schlosskörper 13 sowie einen daran
verriegelbaren und zumindest teilweise von dem Schlosskörper 13 lösbaren Schlossbügel
15 aufweist. Beispielhaft ist das Bügelschloss 11 als ein Hangschloss gezeigt, dessen
Schlossbügel 15 als ein starrer und im Wesentlichen U-förmiger U-Bügel mit zwei Schenkeln
16 ausgebildet ist, die zum Versperren des Bügelschlosses 11 in ein Außengehäuse 55
des Bügelschlosses 11 einführbar und dort mittels eines elektromechanischen Verriegelungsmechanismus
17 verriegelbar sind (vgl. auch Fig. 4 und 5 zu dem Verriegelungsmechanismus 17).
[0074] Wie insbesondere aus den Fig. 4 und 5 hervorgeht, weist der Schlossbügel 15 einen
langen Schenkel 16 sowie einen kurzen Schenkel 16 auf, wobei beispielsweise vorgesehen
sein kann, dass der kurze Schenkel 16 zum Öffnen des Bügelschlosses 11 wahlweise aus
dem Schlosskörper 13 entnehmbar ist, wohingegen der lange Schenkel 16 auch bei geöffneten
Bügelschloss 11 in dem Schlosskörper 13 verbleiben kann. Alternativ dazu kann auch
vorgesehen sein, dass der freigegebene Schlossbügel 15 vollständig aus dem Schlosskörper
13 entnehmbar ist.
[0075] Die Ausbildung des bereits erwähnten elektromechanischen Verriegelungsmechanismus
17 wird insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich. Demgemäß weist der elektromechanische
Verriegelungsmechanismus 17 einen mit einer als Batterie 67 ausgebildeten Energiequelle
25 verbundenen Elektromotor 19 auf, welcher über ein Getriebe 87 und ein Antriebsübertragungselement
23 mit einem drehbaren Riegelelement 21 verbunden ist. In der in den Figuren gezeigten
verriegelten Stellung des Schlossbügels 15 greift das Riegelelement 21 in jeweilige
Kerben 18 der Schenkel 16 ein und sichert die Schenkel 16 dadurch gegen ein Lösen
von dem Schlosskörper 13, wobei das Riegelelement 21 jedoch durch eine entsprechende
Ansteuerung des Elektromotors 19 in eine in den Figuren nicht gezeigte Entriegelungsstellung
drehbar ist, in welcher zumindest der kurze Schenkel 16 von dem Schlosskörper 13 lösbar
ist. Beispielsweise kann das Bügelschloss 11 einen in den Figuren ebenfalls nicht
gezeigten Funkempfänger zum Empfangen eines Entriegelungsbefehls aufweisen, welcher
etwa von einem Smartphone über eine Funkverbindung (z.B. Mobilfunkverbindung, WLAN-/WiFi-Verbindung
und/oder Bluetooth-Verbindung) an den Funkempfänger gesendet werden kann, und das
Bügelschloss 15 kann eine Steuereinrichtung aufweisen, welche dazu ausgebildet ist,
in Ansprechen auf den Entriegelungsbefehl den Elektromotor 19 zum Antreiben des Riegelelements
21 und zum Freigeben des Schlossbügels 15 anzutreiben. Ferner kann die Steuereinrichtung
beispielsweise auch dazu ausgebildet sein, den Elektromotor 19 in Ansprechen auf einen
an dem Funkempfänger empfangenen Verriegelungsbefehl zum Antreiben des Riegelelements
21 in die Verriegelungsstellung und zum Verriegeln des eingeführten Schlossbügels
15 anzusteuern.
[0076] Grundsätzlich kann ein derartiger elektromechanischer Verriegelungsmechanismus 17
somit eine einfache Bedienung des Bügelschlosses 11 ermöglichen, indem kein mechanischer
Schlüssel mitgeführt werden muss, um das Bügelschloss 11 öffnen und/oder versperren
zu können. Jedoch ist es zum Betätigen des elektromechanischen Verriegelungsmechanismus
17 erforderlich, dass die Energiequelle 25 den Elektromotor 19 mit elektrischer Energie
versorgt, so dass beispielsweise eine aufgebrauchte Energiequelle 25 gegen eine neue
und geladene Energiequelle 25 oder eine neue Batterie 67 getauscht werden können muss.
[0077] Um ein solches Austauschen einer erschöpften Energiequelle 25 zu ermöglichen, ist
das Außengehäuse 55 an einer dem Schlossbügel 15 entgegengesetzten Unterseite des
Bügelschlosses 11 offen und weist eine Gehäuseöffnung 57 auf, welche durch einen Randabschnitt
59 begrenzt ist (vgl. Fig. 2 und 4). Ferner ist innerhalb des Außengehäuses 55 ein
als eine flexible und elastisch verformbare Innenhülle 53 ausgebildetes Gehäuse 27
angeordnet, welches eine Austauschöffnung 29 aufweist, durch welche die Energiequelle
25 oder die Batterie 67 wahlweise in einen Innenraum 41 des Gehäuse 27 eingebracht
oder aus dem Gehäuse 27 entnommen werden kann. Das Gehäuse 27 bildet daher gewissermaßen
ein Batteriefach, in welches die Energiequelle 25 eingesetzt ist.
[0078] Während die Austauschöffnung 29 somit einen Zugriff auf die Energiequelle 25 und
ein Austauschen der Energiequelle 25 ermöglicht, weist das Bügelschlossl 1, wie beispielsweise
Fig. 1 zeigt, einen Deckel 31 auf, welcher dazu ausgebildet ist, die Austauschöffnung
29 wahlweise zu verschließen und eine Abdichtung des Innenraums 41 des Gehäuses 27
gegen Flüssigkeit und/oder Schmutz zu erreichen.
[0079] Dieser Deckel 31 ist insbesondere anhand der Fig. 3A und 3B veranschaulicht und dazu
ausgebildet, zum Verschließen und Abdichten der Austauschöffnung 29 entlang einer
Aufsteckrichtung A an dem Gehäuse 27 aufgesteckt zu werden. Der Deckel 31 weist eine
sich senkrecht zu der Aufsteckrichtung A erstreckende Verschlussplatte 45 auf, welche
sich im aufgesteckten Zustand des Deckels 31 in einer Erstreckungsebene der Austauschöffnung
29 erstreckt und die Austauschöffnung 29 verschließt. Zudem weist der Deckel 31 einen
sich an die Verschlussplatte 45 anschließenden Aufsteckkragen 47 auf, welcher sich
um die Verschlussplatte 45 umlaufend in Aufsteckrichtung A erstreckt. Der Aufsteckkragen
47 ist dazu ausgebildet, in Aufsteckrichtung A in den Innenraum 41 des Gehäuses 27
eingeführt und damit gewissermaßen in das Gehäuse 27 und das Außengehäuse 55 des Bügelschlosses
11 eingesteckt zu werden, um dadurch den Deckel 31 an dem Gehäuse 27 aufzustecken.
[0080] Ferner sind an dem Deckel 31 zwei sich entlang der Aufsteckrichtung A und im aufgesteckten
Zustand des Deckels 31 in Richtung der Energiequelle 25 erstreckende Stützabschnitte
73 ausgebildet, welche an die Form der Energiequelle 25 angepasste Kontaktabschnitte
75 aufweisen und die Energiequelle 25 im aufgesteckten Zustand des Deckels 31 gegen
Bewegungen entgegen der Aufsteckrichtung A sichern (vgl. insbesondere Fig. 3B und
4). Ferner weist der Deckel 31 zwei sich an der Verschlussplatte 45 erstreckende Griffe
85 auf, welche dazu vorgesehen sind, den aufgesteckten Deckel 31 wahlweise von dem
Gehäuse 27 lösen zu können. An dem Aufsteckkragen 47 ist zudem eine umlaufende Rastnut
51 ausgebildet, um den Deckel 31 axial bezüglich der Aufsteckrichtung A an dem Gehäuse
27 sichern zu können, wie nachstehend noch näher erläutert ist.
[0081] Das Zusammenwirken des Deckels 31 und des Gehäuses 27 zum Abdichten des Gehäuses
27 wird nachstehend insbesondere im Zusammenhang mit Fig. 4 erläutert.
[0082] Beispielsweise wird aus Fig. 4 ersichtlich, dass an einer Seitenwand 39 des Gehäuses
27 zwei umlaufende Dichtabschnitte 33 und 35 ausgebildet sind, welche jeweilige in
den Innenraum 41 des Gehäuses 27 hineinragende Erhebungen 43 an der Seitenwand 39
bilden (vgl. auch Fig. 2 und 6). Insbesondere sind die Dichtabschnitte 33 und 35 in
Aufsteckrichtung A zudem zueinander versetzt angeordnet und bilden jeweilige Dichtlippen
37, welche sich in den Innenraum 41 des Gehäuses 27 hinein erstrecken.
[0083] Die Dichtabschnitte 33 und 35 sind ferner derart angeordnet, dass die Dichtabschnitte
33 und 35 in eine Bewegungsbahn des Aufsteckkragens 47 hineinragen, welche der Aufsteckkragen
47 bei einem Aufstecken des Deckels 31 auf das Gehäuse 27 beschreibt. Daher werden
die Dichtabschnitte 33 und 35 während des Aufsteckens des Deckels 31 von dem Aufsteckkragen
47 kontaktiert. Die Dichtabschnitte 33 und 35 sind zudem elastisch verformbar ausgebildet,
so dass die Dichtabschnitte 33 und 35 durch den nach dem Erreichen der Dichtabschnitte
33 und 35 weiter entlang der Aufsteckrichtung A in den Innenraum 41 des Gehäuses 27
eingeführten Aufsteckkragen 47 komprimiert und/oder entlang der Aufsteckrichtung A
elastisch verformt werden, um dadurch eine Abdichtung des Innenraums 41 des Gehäuses
27 zu erreichen.
[0084] Ferner sind die Dichtabschnitte 33 und 35 beispielhaft integral einstückig mit dem
Gehäuse 27 ausgebildet, so dass insbesondere das gesamte Gehäuse 27 elastisch verformbar
ausgebildet ist und die bereits erwähnte flexible Innenhülle 53 des Bügelschlosses
11 bildet. Das Gehäuse 27 umgibt zudem zusätzlich zu der Energiequelle 25 auch den
Elektromotor 19, das Getriebe 87 sowie das Antriebsübertragungselement 23 und das
Riegelelement 21 tritt abgedichtet aus dem Gehäuse 27 hinaus, so dass die weiteren
elektronischen Komponenten des Bügelschlosses 11 ebenfalls in dem abgedichteten Gehäuse
27 vor einer Beschädigung durch eintretende Flüssigkeit geschützt angeordnet sein
können.
[0085] Während das Gehäuse 27 somit beispielhaft insgesamt elastisch verformbar ausgebildet
ist, ist das Gehäuse 27 an den Dichtabschnitten 33 und 35 entgegengesetzten Außenseiten
an dem starren und stabilen Außengehäuse 55 abgestützt, so dass das Gehäuse 27 der
Bewegung des Aufsteckkragens 47 bei einem Aufstecken des Deckels 31 nicht ausweichen
kann und die erwähnte Komprimierung und/oder elastische Verformung der Dichtabschnitte
33 und 35 erfolgt. Die Dichtabschnitte 33 und 37 üben daher bei aufgestecktem Deckel
31 eine der erfahrenen Verformung und/oder Komprimierung entgegengerichtete Kraft
auf den Deckel 31 und insbesondere dessen Aufsteckkragen 47 aus, so dass ein Schlitz
zwischen der Seitenwand 39 des Gehäuses 27 und dem Aufsteckkragen 47 verschlossen
und der Innenraum 41 des Gehäuses 27 zuverlässig abgedichtet werden kann. Die Abdichtung
erfolgt demnach in bezüglich der Aufsteckrichtung A radialer und nicht - wie bei herkömmlichen
Lösungen - axialer Richtung, so dass die Abdichtung unmittelbar durch das Aufstecken
des Deckels 31 erreicht werden kann und nicht erst eine ausreichende axiale Kraft
durch Befestigen des Deckels 31 an dem Gehäuse 27 und/oder dem Außengehäuse 55 mittels
eines gesonderten Befestigungsmittels, etwa einer Schraube, erzeugt werden muss. Auf
ein derartiges zusätzliches Befestigungsmittel kann daher bei dem hier gezeigten Bügelschloss
11 verzichtet werden.
[0086] Insofern ermöglicht das hier offenbarte Bügelschloss 11 eine sichere und zuverlässige
Abdichtung des Innenraums 41, wobei jedoch gleichwohl auf einfache Weise ein Zugriff
auf den Innenraum 41, beispielsweise zum Auswechseln einer erschöpften oder aufgebrauchten
Energiequelle 25, erreicht werden kann, indem der Deckel 31 werkzeuglos durch einfaches
Abziehen von dem Gehäuse 27 entnommen werden kann.
[0087] Um ein solches Abnehmen des Deckels 31 noch weiter zu erleichtern, sind an dem Deckel
31 die bereits erwähnten Griffe 85 vorgesehen, wobei an dem Au-βengehäuse 55 zudem
Griffmulden 77 ausgebildet sind. Diese Griffmulden 77 ermöglichen es, den aufgesteckten
Deckel 31 beidseitig an den Griffen 85 zu hintergreifen und derart von dem Gehäuse
27 abzuziehen. Insbesondere sind die Griffmulden 77 bei der gezeigten Ausführungsform
durch an dem Gehäuse 27 vorgesehene Griffaussparungen 79 gebildet, welche an einem
den bereits erwähnten Randabschnitt 59 des Außengehäuses 55 übergreifenden Abschnitt
61 des Gehäuses 27 angeordnet ist (vgl. Fig. 4 zum Übergriff des Randabschnitts 59
durch den übergreifendenden Abschnitt 61 und Fig. 2 und 6 zur Ausbildung des übergreifenden
Abschnitts 61). Aufgrund des den Randabschnitt 59 übergreifenden Abschnitts 61 des
Gehäuses 27 liegt der Deckel 31 ferner auch axial an dem Gehäuse 27 und somit einem
elastisch verformbaren Abschnitt an, wobei auch dieses axiale Anliegen des Deckels
31 an dem Gehäuse 27 zu einer zuverlässigen Abdichtung des Innenraums 41 des Gehäuses
27 beitragen kann.
[0088] Zusätzlich zu der Abdichtung des Innenraums 41 ermöglicht es das Zusammenwirken zwischen
dem Aufsteckkragen 47 und den Dichtabschnitten 33 und 35 auch, den Deckel 31 gegen
ein ungewolltes Lösen von dem Gehäuse 27 entgegen der Aufsteckrichtung A zu sichern,
da dazu die zwischen dem Aufsteckkragen 47 und den Dichtabschnitten 33 und 35 wirkende
Haftreibung überwunden werden muss. Zudem ist an dem Gehäuse 27 ein Rastwulst 49 vorgesehen,
welcher sich an der Seitenwand 39 des Gehäuses 27 ebenfalls umlaufend in den Innenraum
41 hineinerstreckt und bei aufgestecktem Deckel 31 in die bereits erwähnte Rastnut
51 des Deckels 31 eingreift, um den Deckel 31 zusätzlich axial bezüglich der Aufsteckrichtung
A an dem Gehäuse 27 halten und gegen ein ungewolltes Lösen von dem Gehäuse 27 sichern
zu können (vgl. insbesondere Fig. 4).
[0089] Ferner veranschaulichen insbesondere die Fig. 4 und 5, dass das Bügelschloss 11 einen
starren Halter 63 zum Halten der Energiequelle 25 aufweist, an welchem insbesondere
eine Feder 65 zum Verspannen der Energiequelle 25 angeordnet ist. Zudem sind an dem
starren Halter 63 auch der Elektromotor 19, das Getriebe und das Antriebsübertragungselement
23 abgestützt. Der Halter 63 weist zwei sich nach außen erstreckende Halter-Stützkanten
71 auf (vgl. insbesondere Fig. 5), welche in Aufsteckrichtung A an an dem Gehäuse
27 ausgebildeten Gehäuse-Stützkanten 69 anliegen (vgl. Fig. 4). Insbesondere kann
der Halter 63 mit den daran gehaltenen Komponenten im Zuge der Montage des Bügelschlosses
11 in den Innenraum 41 des Gehäuses 27 eingesetzt werden, so dass die Gehäuse-Stützkanten
69 einen axialen Anschlag für den Halter 63 bilden können, um dessen korrekte Positionierung
anzuzeigen.
[0090] Fig. 6 veranschaulicht nochmals das Gehäuse 27 bzw. die flexible Innenhülle 53, wobei
insbesondere die Austauschöffnung 29 sowie die an der Seitenwand 39 des Gehäuses 27
umlaufenden Dichtabschnitte 33 und 35 erkennbar sind. Zudem zeigt Fig. 6, dass das
Gehäuse 27 an einer Außenseite eine Stützerhebung 83 aufweist, die, wie Fig. 1 zeigt,
im montierten Zustand des Bügelschlosses 11 in eine an dem Außengehäuse 55 ausgebildete
Stützaussparung 81 eingreift und das Gehäuse 27 dadurch axial bezüglich der Aufsteckrichtung
A in dem Außengehäuse 55 sichert. Insbesondere kann daher im Zuge der Montage des
Bügelschlosses 11 vorgesehen sein, zunächst die innerhalb des Gehäuses 27 angeordneten
Komponenten in das Gehäuse 27 einzubringen, um daraufhin das Gehäuse 27 mit den bereits
darin vormontierten Komponenten in einem einzigen Montageschritt in das Außengehäuse
55 einzusetzen und derart zu positionieren, dass die Stützerhebung 83 in die Stützaussparung
81 eingreift.
[0091] Zusammenfassend kann bei dem gezeigten Bügelschloss 11 somit eine zuverlässige Abdichtung
des Innenraums 41 erreicht werden, ohne dass auf zusätzliche Befestigungsmittel oder
Dichtmittel, etwa einen axial zwischen dem Deckel 31 und dem Gehäuse 27 angeordneten
Dichtring, zurückgegriffen werden muss. Das Bügelschloss 11 eignet sich insbesondere
zur Anwendung als Lockout-Hangschloss, mittels dessen ein Schalter oder eine Sperre
einer industriellen Anlage während Wartungsarbeiten gesperrt werden muss, um ein ungewolltes
Starten der Anlage und eine dadurch bedingte Gefährdung des Wartungspersonals zu verhindern.
Bei solchen Bügelschlössern 11 ist ein ungesicherter Zugriff auf die Energiequelle
25 grundsätzlich unproblematisch, da die Bügelschlösser 11 nicht als Diebstahl- oder
Aufbruchsschutz, sondern lediglich als eine Sperre gegen ein ungewolltes Starten einer
Anlage und/oder beispielsweise ein ungewolltes Öffnen einer Fluidleitung genutzt werden.
Umgekehrt ist jedoch gerade in einem solchen Umfeld eine zuverlässige Abdichtung des
Gehäuses 27 erforderlich, die durch die beiden umlaufenden Dichtabschnitte 33 und
35 sowie das Aufliegen des Deckels 31 an dem den Randabschnitt 59 übergreifenden Abschnitt
61 des flexibel und/oder elastisch verformbaren Gehäuses 27 erreicht werden kann.
Angesichts dieser Anwendungsmöglichkeit kann auch vorgesehen sein, dass das Außengehäuse
55 und/oder der Schlossbügel 15 aus einem elektrisch nichtleitenden Material und insbesondere
aus Kunststoff hergestellt sind, um eine zusätzliche Sicherheit bei der Anwendung
als Lockout-Hangschloss sowie eine leichte Ausbildung des Bügelschlosses 11 zu erreichen,
die ein komfortables Mitführen des Bügelschlosses 11 oder mehrerer derartiger Bügelschlösser
11 durch das Wartungspersonal ermöglicht. Zudem können das Gehäuse 27, der Deckel
31 und/oder die Dichtabschnitte 33 und 35 insbesondere aus einem gegen Batteriesäure
beständigen Material gebildet sein, um insbesondere in einem solchen Umfeld einer
industriellen Anlage einen Austritt von Batteriesäure zuverlässig verhindern zu können.
Beispielsweise können das Gehäuse 27 und/oder die Dichtabschnitte 33 und 35 zudem
aus Silikon gefertigt sein.
Bezugszeichenliste
[0092]
- 11
- Bügelschloss
- 13
- Schlosskörper
- 15
- Schlossbügel
- 16
- Schenkel
- 17
- Verriegelungsmechanismus
- 18
- Kerbe
- 19
- Elektromotor
- 21
- Riegelelement
- 23
- Antriebsübertragungselement
- 25
- Energiequelle
- 27
- Gehäuse
- 29
- Austauschöffnung
- 31
- Deckel
- 33
- Dichtabschnitt
- 35
- Dichtabschnitt
- 37
- Dichtlippe
- 39
- Seitenwand
- 41
- Innenraum
- 43
- Erhebung
- 45
- Verschlussplatte
- 47
- Aufsteckkragen
- 49
- Rastwulst
- 51
- Rastnut
- 53
- Innenhülle
- 55
- Außengehäuse
- 57
- Gehäuseöffnung
- 59
- Randabschnitt
- 61
- übergreifender Abschnitt
- 63
- Halter
- 65
- Feder
- 67
- Batterie
- 69
- Gehäuse-Stützkante
- 71
- Halter-Stützkante
- 73
- Stützabschnitt
- 75
- Kontaktabschnitt
- 77
- Griffmulde
- 79
- Griffaussparung
- 81
- Stützaussparung
- 83
- Stützerhebung
- 85
- Griff
- 87
- Getriebe
- A
- Aufsteckrichtung
1. Tragbares Bügelschloss (11), insbesondere Lockout-Hangschloss zum Sichern eines Schalters
oder einer Sperre einer industriellen Anlage,
welches einen Schlosskörper (13) und einen Schlossbügel (15) umfasst,
wobei der Schlossbügel (15) wahlweise in den Schlosskörper (13) einführbar oder zumindest
teilweise von dem Schlosskörper (13) lösbar ist und
wobei der Schlosskörper (13) einen elektromechanischen Verriegelungsmechanismus (17)
umfasst, welcher dazu ausgebildet ist, den in den Schlosskörper (13) eingeführten
Schlossbügel (15) wahlweise gegen ein Lösen aus dem Schlosskörper (13) zu verriegeln
oder für das Lösen von dem Schlosskörper (13) freizugeben,
wobei der elektromechanische Verriegelungsmechanismus (17) einen Elektromotor (19),
zumindest ein durch den Elektromotor (19) antreibbares Riegelelement (21) und eine
Energiequelle (25), insbesondere eine Batterie (67), zum Versorgen des Elektromotors
(19) mit elektrischer Energie aufweist,
wobei die Energiequelle (25) in einem Gehäuse (27) angeordnet ist, welches eine Austauschöffnung
(29) aufweist, durch welche die Energiequelle (25) in das Gehäuse (27) einbringbar
und aus dem Gehäuse (27) entnehmbar ist, und
wobei das Bügelschloss (11) einen Deckel (31) aufweist, welcher zum Verschließen der
Austauschöffnung (29) entlang einer Aufsteckrichtung (A) an dem Gehäuse (27) aufsteckbar
ist,
wobei das Gehäuse (27) oder der Deckel (31) zumindest einen elastisch verformbaren
Dichtabschnitt (33, 35) aufweist, welcher eine an einer Seitenwand (39) des Gehäuses
(27) oder des Deckels (31) umlaufende Erhebung (43) bildet,
wobei der Dichtabschnitt (33, 35) durch das Aufstecken des Deckels (31) zum Abdichten
der Austauschöffnung (29) zwischen dem Deckel (31) und dem Gehäuse (27) komprimierbar
und/oder entlang der Aufsteckrichtung (A) elastisch verformbar ist.
2. Tragbares Bügelschloss (11) nach Anspruch 1,
wobei der Deckel (31) eine senkrecht zu der Aufsteckrichtung (A) ausgerichtete Verschlussplatte
(45) aufweist, welche sich bei an dem Gehäuse (27) aufgestecktem Deckel (31) entlang
einer Erstreckungsebene der Austauschöffnung (29) erstreckt, und wobei der Deckel
(31) einen sich an die Verschlussplatte (45) anschließenden Aufsteckkragen (47) aufweist,
welcher sich um die Verschlussplatte (45) umlaufend in Aufsteckrichtung (A) erstreckt,
wobei der Aufsteckkragen (47) dazu ausgebildet ist, mit dem zumindest einen Dichtabschnitt
(33, 35) des Gehäuses (27) zusammenzuwirken, oder wobei der Aufsteckkragen (47) den
zumindest einen Dichtabschnitt (33, 35) aufweist.
3. Tragbares Bügelschloss (11) nach Anspruch 2,
wobei das Gehäuse (27) den zumindest einen Dichtabschnitt (33, 35) aufweist und wobei
der Aufsteckkragen (47) dazu ausgebildet ist, mit dem zumindest einen Dichtabschnitt
(33, 35) zum Abdichten der Austauschöffnung (29) zusammenzuwirken.
4. Tragbares Bügelschloss (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich der
zumindest eine Dichtabschnitt (33, 35) von der Seitenwand (39) des Gehäuses (27) in
einen Innenraum (41) des Gehäuses (27) hinein erstreckt.
5. Tragbares Bügelschloss (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der zumindest eine Dichtabschnitt (33, 35) mit dem Gehäuse (27) integral einstückig
ausgebildet ist; und/oder
wobei das gesamte Gehäuse (27) elastisch verformbar ausgebildet ist, wobei das Gehäuse
(27) insbesondere aus Silikon ausgebildet ist.
6. Tragbares Bügelschloss (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gehäuse
(27) den Elektromotor (19) abdichtend umgibt.
7. Tragbares Bügelschloss (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Gehäuse (27) einen umlaufenden Rastwulst (49) aufweist und
wobei an dem Deckel (31) eine umlaufende Rastnut (51) ausgebildet ist,
wobei der Rastwulst (49) bei aufgestecktem Deckel (31) in die Rastnut (51) eingreift.
8. Tragbares Bügelschloss (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Gehäuse (27) eine flexible Innenhülle (53) des Bügelschlosses (11) bildet
und wobei das Bügelschloss (11) ein das Gehäuse (27) umgebendes starres Außengehäuse
(55) aufweist, an welchem sich das Gehäuse (27) abstützt,
insbesondere wobei das Außengehäuse (55) und/oder der Schlossbügel (15) aus einem
elektrisch nichtleitenden Material, bevorzugt aus Kunststoff, ausgebildet sind/ist.
9. Tragbares Bügelschloss (11) nach Anspruch 8,
wobei sich das Außengehäuse (55) eine die Austauschöffnung (29) umgebende Gehäuseöffnung
(57) aufweist, welche durch einen umlaufenden Randabschnitt (59) begrenzt ist, wobei
sich das Gehäuse (27) entgegen der Aufsteckrichtung (A) über das Außengehäuse (55)
hinaus erstreckt und den Randabschnitt (59) übergreift.
10. Tragbares Bügelschloss (11) nach Anspruch 8 oder 9,
wobei das Gehäuse (27) an einer Außenseite eine Stützerhebung (83) aufweisen, welche
in eine Stützaussparung (81) des Außengehäuses (55) eingreift.
11. Tragbares Bügelschloss (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in dem
Gehäuse (27) ein starrer Halter (63) zum Halten der Energiequelle (25) angeordnet
ist, wobei an dem Halter (63) insbesondere eine Feder (65) zum Verspannen der Energiequelle
(25) in dem Halter (63) angeordnet ist.
12. Tragbares Bügelschloss (11) nach Anspruch 11,
wobei das Gehäuse (27) eine sich in einen Innenraum (41) des Gehäuses (27) erstreckende
Gehäuse-Stützkante (69) aufweist und wobei der Halter (63) eine sich nach außen erstreckende
Halter-Stützkante (71) aufweist,
wobei sich der Halter (63) mit der Halter-Stützkante (71) entlang der Aufsteckrichtung
(A) an der Gehäuse-Stützkante (69) abstützt.
13. Tragbares Bügelschloss (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Deckel (31) zumindest einen sich bei aufgestecktem Deckel (31) in das Gehäuse
(27) hinein erstreckenden Stützabschnitt (73) aufweist, welcher dazu ausgebildet ist,
die Energiequelle (25) gegen eine Bewegung entgegen der Aufsteckrichtung (A) zu sichern;
und/oder
wobei der Dichtabschnitt (33, 35) als umlaufende Dichtlippe (37) ausgebildet ist;
und/oder
wobei der Dichtabschnitt (33, 35), das Gehäuse (27) und/oder der Deckel (31) aus einem
säurebeständigen Material gebildet sind.
14. Tragbares Bügelschloss (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwei entlang
der Aufsteckrichtung (A) zueinander versetzt angeordnete umlaufende Dichtabschnitte
(33, 35) an dem Gehäuse (27) oder dem Deckel (31) vorgesehen sind.
15. Tragbares Bügelschloss (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Deckel (31) im vollständig montierten Zustand des Bügelschlosses (11) werkzeuglos
von dem Gehäuse (27) lösbar ist; und/oder
wobei kein gesondertes Befestigungsmittel, insbesondere keine Schraube, zum Befestigen
des Deckels (31) an dem Gehäuse (27) vorgesehen ist;
und/oder wobei kein zusätzliches Dichtmittel, insbesondere kein separater Dichtring,
axial bezüglich der Aufsteckrichtung (A) zwischen dem Gehäuse (27) und dem Deckel
(31) angeordnet ist.