[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Antriebseinrichtung für
ein Kraftfahrzeug, die über ein Abgas erzeugendes Antriebsaggregat, eine als Fahrzeugkatalysator
ausgestaltete Abgasnachbehandlungseinrichtung zur Nachbehandlung des Abgases sowie
einen stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung angeordneten, auf Stickoxid
und Ammoniak reagierenden Schadstoffsensor zum Ermitteln eines Schadstoffgehalts in
dem Abgas verfügt, wobei das Ermitteln des Schadstoffgehalts aus einem Messwert des
Schadstoffsensors und einem Sensoroffset erfolgt. Die Erfindung betrifft weiterhin
eine Antriebseinrichtung für ein Kraftfahrzeug sowie ein Computerprogrammprodukt.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift
US 2023/0112942 A1 bekannt. Diese beschreibt Verfahren und Systeme zum Einstellen eines Ammoniaksensorausgangs
unter Verwendung von Messwerten eines Stickoxidsensors, wobei der Stickoxidsensor
eine Querempfindlichkeit für Ammoniak aufweist. Beispielsweise wird ein Verstärkungswert
des Ammoniaksensors bestimmt und aktualisiert, während kein Stickoxid festgestellt
wird, um einen korrigierten Ammoniaksensorausgangswert zu berechnen. Ein Offsetwert
des Ammoniaksensors wird bestimmt und aktualisiert, während kein Ammoniak festgestellt
wird, um den Ammoniaksensor auf null zu setzen, wenn kein Stickoxid festgestellt wird.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer Antriebseinrichtung
für ein Kraftfahrzeug vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten Verfahren Vorteile
aufweist, insbesondere eine genaue Ermittlung eines Zustands des Fahrzeugkatalysators
ermöglicht.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren zum Betreiben einer Antriebseinrichtung
für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen,
dass der Sensoroffset nur in einem ersten Betriebsbereich des Antriebsaggregats und
ein Katalysatorzustandsparameter nur in einem von dem ersten Betriebsbereich verschiedenen
zweiten Betriebsbereich des Antriebsaggregats ermittelt wird.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in der
Beschreibung erläuterten Ausführungsbeispiele nicht beschränkend sind; vielmehr sind
beliebige Variationen der in der Beschreibung, den Ansprüchen sowie den Figuren offenbarten
Merkmale realisierbar.
[0006] Die Antriebseinrichtung dient dem Antreiben des Kraftfahrzeugs, insoweit also dem
Bereitstellen eines auf das Antreiben des Kraftfahrzeugs gerichteten Antriebsdrehmoments.
Zum Bereitstellen des Antriebsdrehmoments weist die Antriebseinrichtung das Antriebsaggregat
auf. Das Antriebsaggregat liegt vorzugsweise als Brennkraftmaschine vor, insbesondere
als Otto-Brennkraftmaschine oder als Diesel-Brennkraftmaschine. Dem Antriebsaggregat
werden während eines Betriebs der Antriebseinrichtung zumindest zeitweise Kraftstoff
und Frischgas zugeführt, wobei das Frischgas zumindest zeitweise Frischluft enthält.
Zusätzlich kann das Frischgas Abgas aufweisen, sofern eine Abgasrückführung realisiert
ist, bei welcher das von dem Antriebsaggregat erzeugte Abgas zumindest teilweise wieder
in das Antriebsaggregat zurückgeführt wird, nämlich als Bestandteil des Frischgases.
Der Kraftstoff und das Frischgas, die dem Antriebsaggregat zugeführt werden, bilden
ein Kraftstoff-Frischgas-Gemisch mit einer bestimmten Zusammensetzung, das in dem
Antriebsaggregat zur Reaktion gebracht wird.
[0007] Während des Betriebs des Antriebsaggregats fällt aufgrund der chemischen Reaktion
von Kraftstoff und Frischgas miteinander Abgas an, welches in Richtung einer Außenumgebung
der Antriebseinrichtung beziehungsweise des Kraftfahrzeugs abgeführt wird. Da in dem
von dem Antriebsaggregat erzeugten Abgas Schadstoffe enthalten sind, wird das Abgas
vor dem Entlassen in die Außenumgebung zunächst der Abgasnachbehandlungseinrichtung
zugeführt. In der Abgasnachbehandlungseinrichtung werden die Schadstoffe zumindest
teilweise in ungefährlichere Produkte umgesetzt. Erst nach dem Durchlaufen der Abgasnachbehandlungseinrichtung
wird das Abgas in die Außenumgebung abgeführt.
[0008] Die Abgasnachbehandlungseinrichtung liegt als Fahrzeugkatalysator vor, bevorzugt
als Drei-Wege-Katalysator. Der Fahrzeugkatalysator kann mit einem Partikelfilter integriert
ausgestaltet sein. Zu diesem Zweck ist zum Beispiel der Partikelfilter mit einer katalytischen
Beschichtung versehen. Eine Umwandlungsrate und damit die Konvertierungsleistung der
Abgasnachbehandlungseinrichtung, mit welcher die Schadstoffe in die ungefährlicheren
Produkte umgesetzt werden, hängen insbesondere von der Zusammensetzung des der Abgasnachbehandlungseinrichtung
zugeführten Abgases und/oder von einer Sauerstoffbeladung der Abgasnachbehandlungseinrichtung
ab, welche wiederum in Zusammenhang mit der Zusammensetzung des Abgases steht. Vorzugsweise
hängt die Konvertierungsleistung zudem von dem Katalysatorzustandsparameter ab, welcher
den Zustand des Fahrzeugkatalysators beschreibt.
[0009] Zum Betreiben der Antriebseinrichtung werden bevorzugt unter anderem ein erstes Verbrennungsluftverhältnis
und ein zweites Verbrennungsluftverhältnis herangezogen. Das erste Verbrennungsluftverhältnis
entspricht einem Verbrennungsluftverhältnis in dem Abgas stromaufwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung,
also strömungstechnisch zwischen dem Antriebsaggregat und der Abgasnachbehandlungseinrichtung.
Das zweite Verbrennungsluftverhältnis ist ein stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung
in dem Abgas vorliegendes Verbrennungsluftverhältnis. Das erste Verbrennungsluftverhältnis
wird bevorzugt mithilfe einer ersten Lambdasonde und das zweite Verbrennungsluftverhältnis
mithilfe einer zweiten Lambdasonde gemessen. Hierzu ist die erste Lambdasonde stromaufwärts
der Abgasnachbehandlungseinrichtung und die zweite Lambdasonde stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung
angeordnet.
[0010] Beispielsweise werden die beiden Verbrennungsluftverhältnisse, also das erste Verbrennungsluftverhältnis
und das zweite Verbrennungsluftverhältnis, zum Durchführen einer Lambdaregelung herangezogen.
Hierbei wird insbesondere die Zusammensetzung des Kraftstoff-Frischgas-Gemischs anhand
des ersten Verbrennungsluftverhältnisses eingestellt, wohingegen das zweite Verbrennungsluftverhältnis
zur Korrektur des ersten Verbrennungsluftverhältnisses im Rahmen einer Trimmregelung
verwendet wird. Letztlich wird das Kraftstoff-Frischgas-Gemisch beziehungsweise seine
Zusammensetzung also zumindest zeitweise in Abhängigkeit von dem ersten Verbrennungsluftverhältnis
und dem zweiten Verbrennungsluftverhältnis eingestellt.
[0011] Aufgrund der stetig strenger werdenden Vorschriften für die Abgasemission muss diese
immer genauer überwacht werden. Daher ist der Schadstoffsensor vorgesehen, insbesondere
zusätzlich zu den beiden Lambdasonden, welcher auf Stickoxid und Ammoniak reagiert.
Vorzugsweise ist der Schadstoffsensor ein Stickoxidsensor, der eine Querempfindlichkeit
für Ammoniak aufweist. Der Messwert des Stickoxidsensors wird daher sowohl von dem
Stickoxidgehalt als auch von dem Ammoniakgehalt in dem Abgas beeinflusst. Insbesondere
resultiert aus dem Messwert des Stickoxidsensors eine Summe aus dem Stickoxidgehalt
und dem Ammoniakgehalt, die in dem Abgas stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung
vorliegen. Unter dem Stickoxid wird hierbei insbesondere nur Stickstoffmonoxid, nur
Stickstoffdioxid oder - bevorzugt - sowohl Stickstoffmonoxid als auch Stickstoffdioxid
verstanden, also die Gesamtheit aus Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid. Der Schadstoffsensor
ist stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung angeordnet, misst also den Schadstoffgehalt
in dem Abgas stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung.
[0012] Mithilfe des Schadstoffsensors wird der Schadstoffgehalt ermittelt, nämlich unter
Verwendung des Messwerts des Schadstoffsensors. Zusätzlich wird der Sensoroffset berücksichtigt,
welcher eine Abweichung des Messwerts von dem tatsächlichen Schadstoffgehalt möglichst
präzise beschreibt. Insbesondere ist der Schadstoffgehalt gleich einer Summe aus dem
Messwert des Schadstoffsensors und dem Sensoroffset oder der Schadstoffgehalt ergibt
sich aus dem Messwert abzüglich des Sensoroffsets. In jedem Fall liegt der Schadstoffgehalt
als Funktion des Messwerts und des Sensoroffsets vor. Der Schadstoffgehalt beziehungsweise
der jeweilige Gehalt ist eine Gehaltsangabe beziehungsweise Gehaltsgröße und gibt
den Gehalt des jeweiligen Stoffs, insbesondere des Schadstoffs, an dem Abgas an. Die
Gehaltsangabe liegt beispielsweise als Massenanteil, Stoffmengenanteil oder Volumenanteil
vor. Sie kann jedoch auch als Massenkonzentration, Stoffmengenkonzentration oder Volumenkonzentration
angegeben sein.
[0013] Aus dem Schadstoffgehalt wird der Katalysatorzustandsparameter ermittelt, welcher
den Zustand des Fahrzeugkatalysators beschreibt, insbesondere seine Konvertierungsleistung.
Bei dem Katalysatorzustandsparameter handelt es sich insbesondere um einen Parameter,
welcher lediglich periodisch bestimmt wird, also nicht permanent zur Verfügung stehen
muss. Beispielsweise beschreibt der Katalysatorzustandsparameter eine alterungsbedingte
Veränderung des Fahrzeugkatalysators, also eine aufgrund des Alters beziehungsweise
aufgrund altersbedingter Einflüsse veränderte, insbesondere reduzierte Konvertierungsleistung.
Der Katalysatorzustandsparameter wird insoweit lediglich periodisch bestimmt.
[0014] Vorzugsweise dient der Katalysatorzustandsparameter als Eingangsgröße für ein Katalysatormodell,
mittels welchem aus einem Eingangsgehalt ein Ausgangsgehalt wenigstens einer Abgaskomponente
ermittelt wird. Der Eingangsgehalt liegt hierbei stromaufwärts und der Ausgangsgehalt
stromabwärts des Fahrzeugkatalysators in dem Abgas vor. Bevorzugt wird das Katalysatormodell
während eines Betriebs des Antriebsaggregats durchgehend zum Ermitteln des Ausgangsgehalts
aus dem Eingangsgehalt verwendet. Als Eingangsgehalt wird insbesondere ein Gehalt
der wenigstens einen Abgaskomponente in Rohemissionen des Antriebsaggregats verstanden.
Die Rohemissionen beziehungsweise der Eingangsgehalt kann mittels eines Sensors gemessen
oder mithilfe eines Modells bestimmt werden.
[0015] Anhand des Messwerts beziehungsweise des aus diesem ermittelten Schadstoffgehalts
kann jedoch nicht zwischen einer Veränderung des Schadstoffgehalts aufgrund des sich
verändernden Katalysatorzustandsparameters und einer Veränderung des Sensoroffsets
unterschieden werden. So kann der Schadstoffsensor einen hohen Schadstoffgehalt und
folglich eine geringe Konvertierungsleistung sowohl anzeigen, wenn ein entsprechender
Sensoroffset vorliegt, als auch wenn die Konvertierungsleistung tatsächlich gering
ist. Der gemessene Schadstoffgehalt lässt von sich aus keinen Rückschluss auf den
Hintergrund des Messwerts zu.
[0016] Aus diesem Grund ist es vorgesehen, verschiedene Betriebsbereich des Antriebsaggregats
zu unterscheiden und in Abhängigkeit von dem jeweiligen Betriebsbereich des Antriebsaggregats
entweder den Sensoroffset oder den Katalysatorzustandsparameter zu ermitteln, nicht
jedoch die jeweils andere Größe. Genauer gesagt werden zwei Betriebsbereiche des Antriebsaggregats
definiert, wobei in dem ersten Betriebsbereich der Sensoroffset und in dem zweiten
Betriebsbereich der Katalysatorzustandsparameter ermittelt wird. Anders ausgedrückt
wird in dem ersten Betriebsbereich nur der Sensoroffset, nicht jedoch der Katalysatorzustandsparameter
und in dem zweiten Betriebsbereich nur der Katalysatorzustandsparameter, nicht jedoch
der Sensoroffset bestimmt. Das bedeutet, dass der Sensoroffset nur in dem ersten Betriebsbereich
und der Katalysatorzustandsparameter nur in dem zweiten Betriebsbereich ermittelt
wird. Die beiden Betriebsbereich sind voneinander verschieden. Hierunter ist zu verstehen,
dass wenigstens ein sie beschreibender Parameter in den beiden Betriebsbereich unterschiedliche
Werte aufweist. Insbesondere überlappen sich die beiden Betriebsbereiche hinsichtlich
des Parameters nicht, sondern grenzen allenfalls aneinander an oder sind - bevorzugt
- voneinander beabstandet.
[0017] Der erste Betriebsbereich ist derart gewählt, dass in ihm keine oder lediglich eine
geringere Abhängigkeit des Schadstoffgehalts beziehungsweise des Messwerts von dem
Katalysatorzustandsparameter vorliegt als in dem zweiten Betriebsbereich. Umgekehrt
ist der zweite Betriebsbereich derart gewählt, dass der Schadstoffgehalt beziehungsweise
der Messwert in ihm eine stärkere Abhängigkeit von dem Katalysatorzustandsparameter
zeigt als in dem ersten Betriebsbereich. Somit ist der mithilfe des Schadstoffsensors
gemessene Schadstoffgehalt beziehungsweise seine Veränderung in dem ersten Betriebsbereich
eindeutig dem Sensoroffset und in dem zweiten Betriebsbereich eindeutig dem Katalysatorzustandsparameter
zuzuordnen. Hierdurch wird sowohl eine genaue Bestimmung des Sensoroffsets als auch
eine präzise Erkennung auf den Zustand des Fahrzeugkatalysators ermöglicht.
[0018] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der erste Betriebsbereich und der
zweite Betriebsbereich durch wenigstens einen der folgenden Betriebsparameter charakterisiert
sind: ein stromaufwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung vorliegendes erstes Verbrennungsluftverhältnis
in dem Abgas, ein stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung vorliegendes zweites
Verbrennungsluftverhältnis in dem Abgas, ein Massenstrom des Abgases, ein Massenstromgradient
des Abgases und eine Temperatur der Abgasnachbehandlungseinrichtung. Es kann vorgesehen
sein, dass lediglich einer der genannten Betriebsparameter zur Charakterisierung der
beiden Betriebsbereiche herangezogen wird. Vorzugsweise kommen jedoch mehrere oder
sogar alle der genannten Parameter zum Einsatz.
[0019] Das erste Verbrennungsluftverhältnis wird mittels der bereits erwähnten ersten Lambdasonde
ermittelt, das zweite Verbrennungsluftverhältnis mithilfe der zweiten Lambdasonde.
Das erste Verbrennungsluftverhältnis liegt für den ersten Betriebsbereich in einem
ersten Bereich und für den zweiten Betriebsbereich in einem zweiten Bereich. Analog
hierzu liegt das zweite Verbrennungsluftverhältnis für den ersten Betriebsbereich
in einem (weiteren) ersten Bereich und für den zweiten Betriebsbereich in einem (weiteren)
zweiten Bereich. Der Massenstrom beschreibt diejenige Abgasmenge pro Zeiteinheit,
welche die Abgasnachbehandlungseinrichtung durchströmt. Der Massenstrom ist insoweit
ein Durchsatz des Abgases durch die Abgasnachbehandlungseinrichtung. Der Massenstromgradient
beschreibt eine Veränderung des Massenstroms über der Zeit. Die Temperatur der Abgasnachbehandlungseinrichtung
wird vorzugsweise mittels eines Sensors gemessen. Sie kann jedoch selbstverständlich
auch mithilfe eines Temperaturmodells ermittelt werden.
[0020] Der Massenstrom des Abgases liegt für den ersten Betriebsbereich in einem ersten
Massenstrombereich und für den zweiten Betriebsbereich in einem zweiten Massenstrombereich.
Der Massenstromgradient liegt für den ersten Betriebsbereich in einem ersten Massenstromgradientenbereich
und für den zweiten Betriebsbereich in einem zweiten Massenstromgradientenbereich.
Die Temperatur der Abgasnachbehandlungseinrichtung liegt für den ersten Betriebsbereich
in einem ersten Temperaturbereich und für den zweiten Betriebsbereich in einem zweiten
Temperaturbereich. Die Verwendung der genannten Betriebsparameter ermöglicht eine
gezielte Differenzierung zwischen den Betriebsbereichen.
[0021] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Betriebsparameter ein erster
Betriebsparameter ist, der für den ersten Betriebsbereich und den zweiten Betriebsbereich
verschiedene Wertebereiche umfasst, und ein aus den Betriebsparametern ausgewählter
zweiter Betriebsparameter für den ersten Betriebsbereich und den zweiten Betriebsbereich
identische Wertebereiche umfasst. Es wurde bereits erwähnt, dass mehrere der genannten
Betriebsparameter zur Charakterisierung der Betriebsbereiche herangezogen werden können.
Vorzugsweise sind die beiden Betriebsbereiche hinsichtlich des ersten Betriebsparameters
hierbei voneinander verschieden, stimmen jedoch für den zweiten Betriebsparameter
überein. Hierunter ist zu verstehen, dass in den beiden Betriebsbereichen der erste
Betriebsparameter in unterschiedlichen Wertebereichen liegt, die Wertebereiche für
den zweiten Betriebsparameter jedoch übereinstimmen. Anders ausgedrückt, unterscheiden
sich die Bedingungen zwischen den Betriebsbereichen für den ersten Betriebsparameter,
während sie für den zweiten Betriebsparameter identisch sind.
[0022] Der erste Betriebsparameter ist beispielsweise der Massenstrom des Abgases, wohingegen
als zweiter Betriebsparameter ein von dem Massenstrom verschiedener Betriebsparameter
der genannten Betriebsparameter herangezogen wird. Es kann vorgesehen sein, dass mehrere
zweite Betriebsparameter verwendet werden, die jeweils für die beiden Betriebsbereiche
in identischen Wertebereichen liegen. Besonders bevorzugt wird hierbei wiederum der
Massenstrom als erster Betriebsparameter verwendet, welcher für die beiden Betriebsbereiche
in voneinander verschiedenen Wertebereichen liegt. Für die zweiten Betriebsparameter
zeichnen sich die Betriebsbereiche hingegen durch identische Wertebereiche aus. Mit
der beschriebenen Vorgehensweise wird sichergestellt, dass der Katalysatorzustandsparameter
zuverlässig ermittelt wird.
[0023] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass auf den ersten Betriebsbereich und/oder
den zweiten Betriebsbereich erkannt wird, insbesondere nur dann oder genau dann, falls
der Massenstrom des Abgases innerhalb eines jeweiligen bestimmten Massenstrombereichs
liegt. Der Massenstrom ist der momentane Massenstrom des Abgases durch die Abgasnachbehandlungseinrichtung.
Hierunter ist zu verstehen, dass der Massenstrom für den ersten Betriebsbereich in
einem dem ersten Betriebsbereich zugeordneten Massenstrombereich und für den zweiten
Betriebsbereich in einem dem zweiten Betriebsbereich zugeordneten Massenstrombereich
liegt. Der dem ersten Betriebsbereich zugeordnete Massenstrombereich kann auch als
erster Massenstrombereich und der dem zweiten Betriebsbereich zugeordnete Massenstrombereich
als zweiter Massenstrombereich bezeichnet werden. Die beiden Massenstrombereiche sind
vorzugsweise voneinander verschieden, insbesondere überlappen sie einander nicht.
Sie grenzen somit beispielsweise unmittelbar aneinander an oder sind - bevorzugt -
voneinander beabstandet.
[0024] Vorzugsweise umfasst der erste Massenstrombereich kleinere Werte als der zweite Massenstrombereich,
liegt also unter diesem. Beispielsweise ist der erste Massenstrombereich kleiner als
der zweite Massenstrombereich, beispielsweise beträgt ein Umfang des ersten Massenstrombereichs
höchstens 60 %, höchstens 50 % oder höchstens 40 % eines Umfangs des zweiten Massenstrombereichs.
Ein Abstand zwischen den Massenstrombereichen beträgt bevorzugt mindestens 30 %, mindestens
20 % oder mindestens 10 % des Umfangs des ersten Massenstrombereichs und/oder mindestens
20 %, mindestens 10 % oder mindestens 7,5 % des Umfangs des zweiten Massenstrombereichs.
[0025] Beispielsweise wird als erster Massenstrombereich ein Bereich von mehr als 0 kg/h
bis höchstens 225 kg/h, von mindestens 5 kg/h bis höchstens 200 kg/h oder von mindestens
10 kg/h bis höchstens 175 kg/h verwendet. Als zweiter Massenstrombereich wird bevorzugt
ein Bereich von mindestens 225 kg/h, mindestens 250 kg/h oder mindestens 275 kg/h
verwendet. Zusätzlich kann der zweite Massenstrombereich höchstens 700 kg/h, höchstens
600 kg/h oder höchstens 500 kg/h betragen. Diese Vorgehensweise ermöglicht das Ermitteln
des Sensoroffsets und des Katalysatorzustandsparameters mit hoher Genauigkeit.
[0026] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass auf den ersten Betriebsbereich und/oder
den zweiten Betriebsbereich erkannt wird, insbesondere nur dann oder genau dann, falls
zumindest eine der nachfolgenden Bedingungen erfüllt ist: das erste Verbrennungsluftverhältnis
liegt innerhalb eines jeweiligen bestimmten ersten Verbrennungsluftverhältnisbereichs,
das zweite Verbrennungsluftverhältnis liegt innerhalb eines jeweiligen bestimmten
zweiten Verbrennungsluftverhältnisbereichs, der Massenstromgradient liegt innerhalb
eines jeweiligen bestimmten Gradientenbereichs und die Temperatur der Abgasnachbehandlungseinrichtung
liegt innerhalb eines jeweiligen bestimmten Temperaturbereichs.
[0027] Auf die Verwendung des ersten Verbrennungsluftverhältnisses und/oder des zweiten
Verbrennungsluftverhältnisses zur Charakterisierung der Betriebsbereiche wurde bereits
hingewiesen. Die beiden Verbrennungsluftverhältnisbereiche, also der erste Verbrennungsluftverhältnisbereich
und der zweite Verbrennungsluftverhältnisbereich, sind unabhängig voneinander gewählt,
können jedoch überlappen. Es kann vorgesehen sein, dass die Verbrennungsluftverhältnisse
für die Betriebsbereiche jeweils separat betrachtet werden. Es wird also von dem Vorliegen
des ersten Betriebsbereich ausgegangen, sofern das erste Verbrennungsluftverhältnis
innerhalb eines dem ersten Betriebsbereich zugeordneten ersten Verbrennungsluftverhältnisbereichs
und/oder das zweite Verbrennungsluftverhältnis innerhalb eines dem ersten Betriebsbereich
zugeordneten zweiten Verbrennungsluftverhältnisbereichs liegt.
[0028] Zusätzlich oder alternativ wird von dem Vorliegen des zweiten Betriebsbereich ausgegangen,
sofern das erste Verbrennungsluftverhältnis innerhalb eines dem zweiten Betriebsbereich
zugeordneten ersten Verbrennungsluftverhältnisbereichs und/oder das zweite Verbrennungsverhältnis
innerhalb eines dem zweiten Betriebsbereich zugeordneten zweiten Verbrennungsluftverhältnisbereichs
liegt. Es kann vorgesehen sein, dass die Verbrennungsluftverhältnisbereiche für beide
Betriebsbereiche identisch sind. Es wird also von dem Vorliegen sowohl des ersten
Betriebsbereichs als auch des zweiten Betriebsbereich ausgegangen, sofern das erste
Verbrennungsluftverhältnis in den ersten Verbrennungsluftverhältnisbereich und/oder
das zweite Verbrennungsluftverhältnis in dem zweiten Verbrennungsluftverhältnisbereich
liegt und eventuelle weitere Bedingungen erfüllt sind.
[0029] Als erster Verbrennungsluftverhältnisbereich wird beispielsweise ein Bereich von
mindestens 0,95 und höchstens 1,05, mindestens 0,97 und höchstens 1,03 oder mindestens
0,98 und höchstens 1,02 verwendet, vorzugsweise für beide Betriebsbereiche. Für das
zweite Verbrennungsluftverhältnis wird vorzugsweise eine Nernstspannung von mindestens
0,68 V bis höchstens 0,75 V, von mindestens 0,69 V bis höchstens 0,74 V oder von mindestens
0,70 V bis höchstens 0,73 V beziehungsweise das dieser Nernstspannung entsprechende
Verbrennungsluftverhältnis herangezogen, vorzugsweise ebenfalls für beide Betriebsbereiche.
[0030] Der Massenstromgradient ist der Gradient des Massenstroms des Abgases über der Zeit,
also die erste Ableitung des Massenstroms. Der erste Massenstromgradientenbereich
und der zweite Massenstromgradientenbereich sind vorzugsweise identisch und betragen
höchstens 40 kg/h/s, höchstens 30 kg/h/s oder höchstens 25 kg/h/s. Die Temperatur
der Abgasnachbehandlungseinrichtung ist beispielsweise eine Temperatur eines Wabenkörpers
der Abgasnachbehandlungseinrichtung, durch welchen das Abgas zur Abgasnachbehandlung
geführt wird, oder eine Temperatur eines Gehäuses der Abgasnachbehandlungseinrichtung,
in welchem der Wabenkörper angeordnet ist. Der Wabenkörper ist insbesondere mit der
katalytischen Beschichtung versehen. Es wird nur dann auf den jeweiligen Betriebsbereich
erkannt, sofern die jeweilige Größe innerhalb dem jeweiligen Bereich liegt. Bevorzugt
ist es notwendig, dass dies für mehrere oder sogar alle der genannten Größen gilt.
Erneut wird hierdurch eine besonders hohe Genauigkeit erzielt.
[0031] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass davon ausgegangen wird, dass der
erste Betriebsbereich und/oder der zweite Betriebsbereich vorliegt, insbesondere nur
dann oder genau dann, falls die jeweilige Bedingung über eine jeweilige Zeitspanne
hinweg erfüllt ist. Für jede der genannten Bedingungen, welche zum Prüfen des jeweiligen
Betriebsbereich herangezogen wird, ist also eine jeweilige Zeitspanne definiert. Erst
wenn die entsprechende Bedingung über diese Zeitspanne hinweg zutrifft, wird die Bedingung
als erfüllt angesehen. Hierdurch wird das Erkennen auf den jeweiligen Betriebsbereich
verhindert, falls die jeweilige Größe lediglich über einen kurzen Zeitraum hinweg
in dem geforderten Bereich liegt. So wird eine Beeinflussung durch instationäres Verhalten
des Antriebsaggregats verhindert und eine hohe Genauigkeit erzielt.
[0032] Besonders bevorzugt gilt, dass auf den ersten Betriebsbereich erkannt und der Sensoroffset
ermittelt wird, insbesondere nur dann oder genau dann, falls eine oder mehrere der
nachfolgend genannten Bedingungen zutreffen, insbesondere alle der genannten Bedingungen:
- Das erste Verbrennungsluftverhältnis liegt über eine erste Zeitspanne hinweg innerhalb
des dem ersten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten ersten Verbrennungsluftverhältnisbereichs,
- das zweite Verbrennungsluftverhältnis liegt über eine zweite Zeitspanne hinweg innerhalb
des dem ersten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten zweiten Verbrennungsluftverhältnisbereichs,
- der Massenstrom des Abgases liegt über eine dritte Zeitspanne hinweg innerhalb des
dem ersten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten Massenstrombereichs,
- der Massenstromgradient liegt über eine vierte Zeitspanne hinweg innerhalb des dem
ersten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten Gradientenbereichs, sowie
- die Temperatur der Abgasnachbehandlungseinrichtung liegt über eine fünfte Zeitspanne
hinweg innerhalb des dem ersten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten Temperaturbereichs.
[0033] Zusätzlich oder alternativ wird auf den zweiten Betriebsbereich erkannt und der Sensoroffset
ermittelt wird, insbesondere nur dann oder genau dann, falls eine oder mehrere der
nachfolgend genannten Bedingungen zutreffen, insbesondere alle der genannten Bedingungen:
- Das erste Verbrennungsluftverhältnis liegt über eine erste Zeitspanne hinweg innerhalb
des dem zweiten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten ersten Verbrennungsluftverhältnisbereichs,
- das zweite Verbrennungsluftverhältnis liegt über eine zweite Zeitspanne hinweg innerhalb
des dem zweiten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten zweiten Verbrennungsluftverhältnisbereichs,
- der Massenstrom des Abgases liegt über eine dritte Zeitspanne hinweg innerhalb des
dem zweiten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten Massenstrombereichs,
- der Massenstromgradient liegt über eine vierte Zeitspanne hinweg innerhalb des dem
zweiten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten Gradientenbereichs, sowie
- die Temperatur der Abgasnachbehandlungseinrichtung liegt über eine fünfte Zeitspanne
hinweg innerhalb des dem zweiten Betriebsbereich zugeordneten bestimmten Temperaturbereichs.
[0034] Vorzugsweise werden folgende Zeitspannen verwendet: die erste Zeitspanne weist eine
Länge von vorzugsweise mindestens 1 s, mindestens 2 s oder mindestens 3 s auf. Zusätzlich
oder alternativ weist die zweite Zeitspanne eine Länge von mindestens 2 s, mindestens
3 s oder mindestens 4 s auf. Die dritte Zeitspanne kann eine Länge von 0 s aufweisen,
zusätzlich oder alternativ ebenso die vierte Zeitspanne. Die dritte Zeitspanne und/oder
die vierte Zeitspanne können jedoch auch länger als 0 s sein, insbesondere eine Länge
von mindestens 1 s, mindestens 2 s oder mindestens 3 s aufweisen. Die fünfte Zeitspanne
weist zum Beispiel eine Länge von mindestens 2 s, mindestens 3 s oder mindestens 4
s auf.
[0035] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der erste Verbrennungsluftverhältnisbereich
und/oder der zweite Verbrennungsluftverhältnisbereich jeweils ein stöchiometrisches
Verbrennungsluftverhältnis enthalten. Unter dem stöchiometrischen Verbrennungsluftverhältnis
wird dasjenige Verbrennungsluftverhältnis verstanden, bei welchem der in dem Kraftstoff-Frischgas-Gemisch
enthaltene Kraftstoff sowie das in ihm enthaltene Frischgas vollständig miteinander
reagieren. Das stöchiometrische Verbrennungsluftverhältnis liegt bei λ = 1 vor. Beispielsweise
ist zumindest einer der Verbrennungsluftverhältnisbereiche symmetrisch bezüglich des
stöchiometrischen Verbrennungsluftverhältnisses, das stöchiometrische Verbrennungsluftverhältnis
liegt insoweit mittig in ihm vor. Insbesondere gilt dies für den ersten Verbrennungsverhältnisbereich,
optional jedoch auch für den zweiten Verbrennungsluftverhältnisbereich. Die beschriebene
Vorgehensweise ermöglicht das Erzielen einer hohen Genauigkeit bei dem Bestimmen des
Sensoroffsets und des Katalysatorzustandsparameters.
[0036] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass als Temperaturbereich ein über einer
Light Off-Temperatur der Abgasnachbehandlungseinrichtung liegender Temperaturbereich
verwendet wird, insbesondere für beide Betriebsbereiche. Unter der Light Off-Temperatur
der Abgasnachbehandlungseinrichtung ist diejenige Temperatur zu verstehen, ab welcher
die Abgasnachbehandlungseinrichtung eine Konvertierungsleistung von 50 % für die umzuwandelnden
Schadstoffe aufweist, insbesondere für das Stickoxid. Um sicherzustellen, dass die
Konvertierungsleistung der Abgasnachbehandlungseinrichtung für Stickoxid hinreichend
ist, um den Sensoroffset mit guter Genauigkeit zu ermitteln, wird der Temperaturbereich
so gewählt, dass eine untere Grenze über der Light Off-Temperatur liegt. Vorzugsweise
wird der Temperaturbereich nach unten, also in Richtung kleinerer Temperaturen, von
einer unteren Grenze begrenzt, welche mindestens 50 K, mindestens 100 K oder mindestens
150 K größer ist als die Light Off-Temperatur. Beispielsweise beträgt die untere Grenze
mindestens 450 °C, mindestens 500 °C oder mindestens 550 °C. Mit dieser Vorgehensweise
werden die bereits genannten Vorteile erzielt.
[0037] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass als zweite Lambdasonde eine in den
Schadstoffsensor integrierte Lambdasonde verwendet wird. Der Schadstoffsensor, mittels
welchem der Stickoxidgehalt und/oder der Ammoniakgehalt gemessen wird, dient insoweit
zusätzlich auch zum Messen des zweiten Verbrennungsluftverhältnisses. Hierzu ist eine
entsprechende Ausgestaltung des Schadstoffsensors beziehungsweise der Lambdasonde
umgesetzt. Hierdurch wird eine besonders kompakte Ausgestaltung erreicht.
[0038] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass als erste Lambdasonde eine Breitbandlambdasonde
und als zweite Lambdasonde eine Sprunglambdasonde verwendet wird. Die Breitbandlambdasonde
ermöglicht das Erfassen des Restsauerstoffgehalts beziehungsweise des entsprechenden
Verbrennungsluftverhältnisses über einen weiteren Messbereich hinweg als die Sprunglambdasonde.
Die Breitbandlambdasonde wird vorzugsweise zum Durchführen der bereits erwähnten Lambdaregelung
und entsprechend zum Einstellen der Zusammensetzung des Kraftstoff-Frischgas-Gemischs
verwendet, mit welchem das Antriebsaggregat betrieben wird. Die Sprunglambdasonde
weist einen schmaleren Messbereich auf als die Breitbandlambdasonde, insbesondere
wird sie (nur) für eine Erkennung eines Verbrennungsluftverhältnisses von λ = 1 herangezogen.
Allerdings ist die Messgenauigkeit der Sprunglambdasonde höher als die der Breitbandlambdasonde.
Abweichungen und Fehler der Breitbandlambdasonde werden vorzugsweise mithilfe der
Trimmregelung beziehungsweise unter Verwendung der Sprunglambdasonde zumindest teilweise
ausgeglichen. Hierdurch wird das Einstellen der Zusammensetzung des Kraftstoff-Frischgas-Gemischs
mit hoher Genauigkeit realisiert.
[0039] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass zum Bestimmen des Katalysatorzustandsparameters
das Antriebsaggregat zunächst in dem ersten Betriebsbereich betrieben wird, um den
Sensoroffset zu ermitteln, und anschließend durch Betreiben des Antriebsaggregats
in dem zweiten Betriebsbereich der Katalysatorzustandsparameter unter Verwendung des
zuvor ermittelten Sensoroffsets bestimmt wird. Es ist also vorgesehen, zunächst den
Sensoroffset zu ermitteln, bevor anschließend zeitlich beabstandet hiervon der Katalysatorzustandsparameter
ermittelt wird. Beispielsweise ist es hierzu vorgesehen, das Antriebsaggregat gezielt
in dem ersten Betriebsbereich zu betreiben und den Sensoroffset zu ermitteln. Anschließend
wird das Antriebsaggregat gezielt in dem zweiten Betriebsbereich betrieben, und der
Katalysatorzustandsparameter bestimmt.
[0040] Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das Antriebsaggregat allein in Abhängigkeit
von einem von einem Benutzer des Kraftfahrzeugs vorgegebenen Vorgabewert angesteuert
wird, beispielsweise von einem unter Verwendung eines Bedienelements vorgegebenen
Vorgabewert. In diesem Fall findet kein gezieltes Anfahren des jeweilige Betriebsbereichs
statt. Vielmehr wird das Antriebsaggregat daraufhin überwacht, ob es in dem ersten
Betriebsbereich oder in dem zweiten Betriebsbereich betrieben wird. Wird festgestellt,
dass das Antriebsaggregat in dem ersten Betriebsbereich betrieben wird, so wird der
Messwert des Schadstoffsensors ausgewertet und der Sensoroffset ermittelt. Wird hingegen
festgestellt, dass das Antriebsaggregat in dem zweiten Betriebsbereich betrieben wird,
so wird der Messwert des Schadstoffsensors erfasst.
[0041] Beispielsweise ist es vorgesehen, unmittelbar unter Verwendung des vorliegenden Sensoroffsets
den Katalysatorzustandsparameter zu berechnen. Bevorzugt ist dies jedoch nur dann
vorgesehen, falls das letzte Ermitteln des Sensoroffsets nicht länger als eine bestimmte
Zeitspanne zurückliegt. Ist diese Zeitspanne überschritten, so wird zunächst abgewartet,
bis das Antriebsaggregat in dem ersten Betriebsbereich betrieben wird. In diesem Fall
wird der Sensoroffset ermittelt und dieser Sensoroffset gleich zum Bestimmen des Katalysatorzustandsparameters
aus dem während des Betreibens des Antriebsaggregats in dem zweiten Betriebsbereich
erfassten Messwert zu berechnen. Hierdurch wird eine hohe Genauigkeit erzielt.
[0042] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass als Katalysatorzustandsparameter
ein eine Sauerstoffspeicherfähigkeit beschreibender Alterungsparameter des Fahrzeugkatalysators
verwendet wird. Der Alterungsparameter beschreibt den Zustand des Fahrzeugkatalysators
über der Zeit. Insbesondere hängt die Sauerstoffspeicherfähigkeit des Fahrzeugkatalysators
unmittelbar von dem Alterungsparameter ab beziehungsweise wird von diesem beschrieben.
Zusätzlich oder alternativ beschreibt der Alterungsparameter die Konvertierungsleistung,
insbesondere eine mithilfe des Fahrzeugkatalysators maximal erzielbare Konvertierungsleistung.
[0043] Beispielsweise findet der Alterungsparameter in einem Katalysatormodell Verwendung,
welches den Fahrzeugkatalysator mathematisch beschreibt. Das Katalysatormodell wird
bevorzugt permanent herangezogen, um aus einem Eingangsgehalt wenigstens einer Schadstoffkomponente,
welche stromaufwärts des Fahrzeugkatalysators vorliegt, einen Ausgangsgehalt der wenigsten
einen Abgaskomponente zu ermitteln, die stromabwärts des Fahrzeugkatalysators vorliegt.
Die Abgaskomponente kann hierbei das Stickoxid sein, jedoch auch eine von dem Stickoxid
verschiedene Abgaskomponente, wie beispielsweise Kohlenstoffoxid, insbesondere Kohlenstoffmonoxid
und/oder Kohlenstoffdioxid. Während also der Katalysatorzustandsparameter lediglich
periodisch ermittelt wird, findet das Katalysatormodell durchgehend zur Überwachung
der Schadstoffemissionen der Antriebseinrichtung beziehungsweise des Antriebsaggregats
Anwendung. Der in das Katalysatormodell einfließende Katalysatorzustandsparameter
wird lediglich von Zeit zu Zeit, also periodisch, angepasst beziehungsweise korrigiert.
Diese Vorgehensweise ermöglicht eine besonders genaues Ermitteln der Schadstoffemissionen
sowie eine entsprechende Überwachung.
[0044] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Antriebseinrichtung für ein Kraftfahrzeug,
insbesondere zur Durchführung des Verfahrens gemäß den Ausführungen im Rahmen dieser
Beschreibung, wobei die Antriebseinrichtung über ein Abgas erzeugendes Antriebsaggregat,
eine als Fahrzeugkatalysator ausgestaltete Abgasnachbehandlungseinrichtung zur Nachbehandlung
des Abgases sowie einen stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung angeordneten,
auf Stickoxid und Ammoniak reagierenden Schadstoffsensor zum Ermitteln eines Schadstoffgehalts
in dem Abgas verfügt, wobei das Ermitteln des Schadstoffgehalts aus dem Messwert des
Schadstoffsensors und einem Sensoroffset erfolgt. Dabei ist die Antriebseinrichtung
dazu vorgesehen und ausgestaltet, den Sensoroffset nur in einem ersten Betriebsbereich
des Antriebsaggregats und einen Katalysatorzustandsparameter nur in einem von dem
ersten Betriebsbereich verschiedenen zweiten Betriebsbereich des Antriebsaggregats
zu ermitteln.
[0045] Auf die Vorteile einer derartigen Vorgehensweise beziehungsweise einer derartigen
Ausgestaltung der Antriebseinrichtung wurde bereits hingewiesen. Sowohl die Antriebseinrichtung
für das Kraftfahrzeug als auch das Verfahren zu ihrem Betreiben können gemäß den Ausführungen
im Rahmen dieser Beschreibung weitergebildet sein, sodass insoweit auf diese verwiesen
wird.
[0046] Zudem betrifft die Erfindung ein Computerprogrammprodukt, umfassend Befehle, die
bewirken, dass die Antriebseinrichtung gemäß den Ausführungen dieser Beschreibung
die erläuterten Verfahrensschritte ausführt. Hinsichtlich der Vorteile und möglicher
vorteilhafter Weiterbildungen wird in Gänze auf die Beschreibung verwiesen.
[0047] Die in der Beschreibung beschriebenen Merkmale und Merkmalskombinationen, insbesondere
die in der nachfolgenden Figurenbeschreibung beschriebenen und/oder in den Figuren
gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen, sind nicht nur in der jeweils angegebenen
Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar,
ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungsformen als
von der Erfindung umfasst anzusehen, die in der Beschreibung und/oder den Figuren
nicht explizit gezeigt oder erläutert sind, jedoch aus den erläuterten Ausführungsformen
hervorgehen oder aus ihnen ableitbar sind.
[0048] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Antriebseinrichtung für ein Kraftfahrzeug,
- Figur 2
- ein Diagramm, in welchem eine Konvertierungsleistung eines Fahrzeugkatalysators aufgetragen
ist, für welchen ein Katalysatorzustandsparameter einen ersten Wert aufweist, sowie
- Figur 3
- ein Diagramm, in welchem die Konvertierungsleistung für einen Fahrzeugkatalysator
aufgetragen ist, für welchen der Katalysatorzustandsparameter einen zweiten Wert aufweist.
[0049] Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Antriebseinrichtung 1, die
über ein Antriebsaggregat 2, welches hier in Form einer Brennkraftmaschine vorliegt,
sowie einen Abgastrakt 3 verfügt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist das
Antriebsaggregat 2 mehrere Zylinder 4 mit jeweils einem Brennraum auf. Jeder der Zylinder
4 verfügt über wenigstens ein Einlassventil 5 und wenigstens ein Auslassventil 6.
Über jedes der Einlassventile 5 kann dem jeweiligen Zylinder 4 Frischgas aus einem
Frischgastrakt 7 zugeführt werden, wohingegen durch jedes der Auslassventile 6 Abgas
aus dem entsprechenden Zylinder 4 abgeführt werden kann, nämlich in Richtung des Abgastrakts
3.
[0050] Das Frischgas wird an den Einlassventilen 5 mittels eines Verdichters 8 bereitgestellt,
welcher Teil eines Abgasturboladers 9 ist. Zusätzlich zu dem Verdichter 8 weist der
Abgasturbolader 9 eine Turbine 10 auf, welche über eine Abgasleitung 11, die Bestandteil
des Abgastrakts 3 ist, an die Auslassventile 6 strömungstechnisch angeschlossen ist.
Stromabwärts der Turbine 10 liegt eine Abgasnachbehandlungseinrichtung 12 vor, welche
hier als Fahrzeugkatalysator, insbesondere als Drei-Wege-Katalysator ausgestaltet
ist. Stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung 12 mündet der Abgastrakt 3,
beispielsweise über ein Endrohr, in eine Außenumgebung der Antriebseinrichtung 1 ein.
Es sei darauf hingewiesen, dass der Abgasturbolader 9 rein optional ist. Er kann entsprechend
auch entfallen.
[0051] Stromaufwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung 12 liegt eine erste Lambdasonde
13 vor, um an dieser Stelle einen ersten Restsauerstoffgehalt und entsprechend ein
erstes Verbrennungsluftverhältnis des Abgases zu bestimmen. Stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung
12 dient eine zweite Lambdasonde 14 dem Bestimmen eines zweiten Restsauerstoffgehalts
und entsprechend eines zweiten Verbrennungsluftverhältnisses des Abgases. Ebenfalls
stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung 12 liegt ein Schadstoffsensor 15
vor, der auf Stickoxid und Ammoniak reagiert und dem Ermitteln eines Schadstoffgehalts
in dem Abgas dient. Der Schadstoffsensor 15 ist beispielhaft in die zweite Lambdasonde
14 integriert dargestellt.
[0052] Das Ermitteln des Schadstoffgehalts in dem Abgas erfolgt durch Messen eines Messwerts
unter Verwendung des Schadstoffsensors 15. Der Messwert wird mit einem Sensoroffset
beaufschlagt. Hieraus ergibt sich der Schadstoffgehalt. Der Schadstoffgehalt ist also
beispielsweise gleich einer Summe aus dem Messwert und dem Sensoroffset. Es kann auch
vorgesehen sein, dass der Schadstoffgehalt gleich dem Messwert abzüglich des Sensoroffsets
ist.
[0053] Die Figur 2 zeigt ein Diagramm, in welchem eine Konvertierungsleistung η über einer
Katalysatortemperatur T und einem Abgasmassenstrom m aufgetragen ist. Die Abgasnachbehandlungseinrichtung
12 entspricht hierbei einem Fahrzeugkatalysator mit einem ersten Wert eines Katalysatorzustandsparameters.
Als Katalysatorzustandsparameter wird insbesondere ein Alterungsparameter des Fahrzeugkatalysators
verwendet. Grob eingezeichnet sind in das Diagramm ein erster Betriebsbereich 16 sowie
ein zweite Betriebsbereich 17. Für den Fahrzeugkatalysator mit dem ersten Wert des
Katalysatorzustandsparameters liegt die Konvertierungsleistung in beiden Betriebsbereichen
16 und 17 in etwa auf dem gleichen Niveau.
[0054] Die Figur 3 zeigt das Diagramm, in welchem wiederum die Konvertierungsleistung η
über die Temperatur T und den Massenstrom m aufgetragen ist, nämlich für eine Abgasnachbehandlungseinrichtung
12, für die der Katalysatorzustandsparameter einen zweiten Wert aufweist, der von
dem ersten Wert verschieden ist. Während der erste Wert des Katalysatorzustandsparameters
auf einer neueren Fahrzeugkatalysator hinweist, steht der zweite Wert für einen älteren
beziehungsweise stärker gealterten Fahrzeugkatalysator. Entsprechend ist die Konvertierungsleistung
insgesamt niedriger. Bei einem Vergleich der Diagramme für die unterschiedlichen Werte
des Katalysatorzustandsparameters fällt insbesondere auf, dass die Konvertierungsleistung
in dem ersten Betriebsbereich nahezu gleich ist, wohingegen sie in dem zweiten Betriebsbereich
deutlich beziehungsweise deutlicher abweicht.
[0055] Hieraus folgt, dass in dem ersten Betriebsbereich zuverlässiger als in dem zweiten
Betriebsbereich auf einen Sensoroffset des Schadstoffsensors 15 erkannt werden kann.
In dem zweiten Betriebsbereich 17 kann hingegen der Messwert des Schadstoffsensors
15 in Verbindung mit dem Sensoroffset dazu verwendet werden, den Katalysatorzustandsparameter
zu ermitteln. Bevorzugt unterscheiden sich die Betriebsbereiche des Antriebsaggregats
2 lediglich hinsichtlich eines Massenstrom des Abgases, welcher die Abgasnachbehandlungseinrichtung
12 durchströmt. Beispielsweise beträgt der Massenstrom für den ersten Betriebsbereich
mindestens 5 kg/h und und höchstens 200 kg/h und für den zweiten Betriebsbereich mindestens
250 kg/h und höchstens 600 kg/h. Die beschriebene Vorgehensweise ermöglicht eine zuverlässige
Ermittlung sowohl des Sensoroffsets als auch des Katalysatorzustandsparameters.
BEZUGSZEICHENLISTE:
[0056]
- 1
- Antriebseinrichtung
- 2
- Antriebsaggregat
- 3
- Abgastrakt
- 4
- Zylinder
- 5
- Einlassventil
- 6
- Auslassventil
- 7
- Frischgastrakt
- 8
- Verdichter
- 9
- Abgasturbolader
- 10
- Turbine
- 11
- Abgasleitung
- 12
- Abgasnachbehandlungseinrichtung
- 13
- 1. Lambdasonde
- 14
- 2. Lambdasonde
- 15
- Schadstoffsensor
- 16
- 1. Betriebsbereich
- 17
- 2. Betriebsbereich
1. Verfahren zum Betreiben einer Antriebseinrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug, die über
ein Abgas erzeugendes Antriebsaggregat (2), eine als Fahrzeugkatalysator ausgestaltete
Abgasnachbehandlungseinrichtung (12) zur Nachbehandlung des Abgases sowie einen stromabwärts
der Abgasnachbehandlungseinrichtung (12) angeordneten, auf Stickoxid und Ammoniak
reagierenden Schadstoffsensor (15) zum Ermitteln eines Schadstoffgehalts in dem Abgas
verfügt, wobei das Ermitteln des Schadstoffgehalts aus einem Messwert des Schadstoffsensors
(15) und einem Sensoroffset erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensoroffset nur in einem ersten Betriebsbereich (16) des Antriebsaggregats (2)
und ein Katalysatorzustandsparameter nur in einem von dem ersten Betriebsbereich (16)
verschiedenen zweiten Betriebsbereich (17) des Antriebsaggregats (2) ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Betriebsbereich (16) und der zweite Betriebsbereich (17) durch wenigstens
einen der folgenden Betriebsparameter charakterisiert sind: ein stromaufwärts der
Abgasnachbehandlungseinrichtung (12) vorliegendes erstes Verbrennungsluftverhältnis
in dem Abgas, ein stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung (12) vorliegendes
zweites Verbrennungsluftverhältnis in dem Abgas, ein Massenstrom des Abgases, ein
Massenstromgradient des Abgases und eine Temperatur der Abgasnachbehandlungseinrichtung
(12).
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betriebsparameter ein erster Betriebsparameter ist, der für den ersten Betriebsbereich
(16) und den zweiten Betriebsbereich (17) verschiedene Wertebereiche umfasst, und
ein aus den Betriebsparametern ausgewählter zweiter Betriebsparameter für den ersten
Betriebsbereich (16) und den zweiten Betriebsbereich (17) identische Wertebereiche
umfasst.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf den ersten Betriebsbereich (16) und/oder den zweiten Betriebsbereich (17) erkannt
wird, falls der Massenstrom des Abgases liegt innerhalb eines jeweiligen bestimmten
Massenstrombereichs liegt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf den ersten Betriebsbereich (16) und/oder den zweiten Betriebsbereich (17) erkannt
wird, falls zumindest eine der nachfolgenden Bedingungen erfüllt ist: das erste Verbrennungsverhältnis
liegt innerhalb eines jeweiligen bestimmten ersten Verbrennungsluftverhältnisbereichs,
das zweite Verbrennungsluftverhältnis liegt innerhalb eines jeweiligen bestimmten
zweiten Verbrennungsluftverhältnisbereichs, der Massenstromgradient liegt innerhalb
eines jeweiligen bestimmten Gradientenbereichs und die Temperatur der Abgasnachbehandlungseinrichtung
(12) liegt innerhalb eines jeweiligen bestimmten Temperaturbereichs.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass davon ausgegangen wird, dass der erste Betriebsbereich (16) und/oder der zweite Betriebsbereich
(17) vorliegt, falls die jeweilige Bedingung über eine jeweilige Zeitspanne hinweg
erfüllt ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Bestimmen des Katalysatorzustandsparameters das Antriebsaggregat (2) zunächst
in dem ersten Betriebsbereich (16) betrieben wird, um den Sensoroffset zu ermitteln,
und anschließend durch Betreiben des Antriebsaggregats (2) in dem zweiten Betriebsbereich
(17) der Katalysatorzustandsparameter unter Verwendung des zuvor ermittelten Sensoroffsets
bestimmt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysatorzustandsparameter ein eine Sauerstoffspeicherfähigkeit beschreibender
Alterungsparameter des Fahrzeugkatalysators verwendet wird.
9. Antriebseinrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens
nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Antriebseinrichtung
(1) über ein Abgas erzeugendes Antriebsaggregat (2), eine als Fahrzeugkatalysator
ausgestaltete Abgasnachbehandlungseinrichtung (12) zur Nachbehandlung des Abgases
sowie einen stromabwärts der Abgasnachbehandlungseinrichtung (12) angeordneten, auf
Stickoxid und Ammoniak reagierenden Schadstoffsensor (15) zum Ermitteln eines Schadstoffgehalts
in dem Abgas verfügt, wobei das Ermitteln des Schadstoffgehalts aus einem Messwert
des Schadstoffsensors (15) und einem Sensoroffset erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (1) dazu vorgesehen und ausgestaltet ist, den Sensoroffset
nur in einem ersten Betriebsbereich (16) des Antriebsaggregats (2) und einen Katalysatorzustandsparameter
nur in einem von dem ersten Betriebsbereich (16) verschiedenen zweiten Betriebsbereich
(17) des Antriebsaggregats (2) zu ermitteln.
10. Computerprogrammprodukt, umfassend Befehle, die bewirken, dass die Antriebseinrichtung
(1) nach Anspruch 9 die Verfahrensschritte nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 8 ausführt.