Stand der Technik
[0001] Es ist bereits ein Verfahren zur Kalibrierung einer Flammenüberwachungsvorrichtung,
bei welchem einer Brennervorrichtung ein Brennstoff zu einer Erzeugung einer Flamme
zugeführt wird und bei welchem der Brennervorrichtung ein Umgebungsluftstrom zu einer
Erzeugung eines Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs zugeführt wird, wobei in zumindest
einem Kalibrierschritt ein Verbrennungsmaximum der Flamme überschritten wird, vorgeschlagen
worden.
Offenbarung der Erfindung
[0002] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Kalibrierung einer Flammenüberwachungsvorrichtung,
bei welchem einer Brennervorrichtung ein Brennstoff zu einer Erzeugung einer Flamme
zugeführt wird und bei welchem der Brennervorrichtung ein Umgebungsluftstrom zu einer
Erzeugung eines Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs zugeführt wird, wobei in zumindest
einem Kalibrierschritt ein Verbrennungsmaximum der Flamme überschritten wird.
[0003] Es wird vorgeschlagen, dass in dem zumindest einen Kalibrierschritt über eine Impulszeitdauer
von weniger als 5 s ein fettes Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch erzeugt wird.
[0004] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verfahrens kann vorteilhaft ein hoher
Komfort bereitgestellt werden, da insbesondere während des Kalibrierschritts eine
Temperaturschwankung reduziert/begrenzt werden kann. Vorteilhaft kann eine hohe Betriebssicherheit/Kalibriereffizienz
bereitgestellt werden, da insbesondere der Kalibrierschritt durch die Impulszeitdauer
von weniger als 5 s schnell durchgeführt wird. Vorteilhaft kann eine Konstruktion
mit geringen Kosten bereitgestellt werden, da insbesondere zur Durchführung des Verfahrens
keine zusätzlichen Bauteile verbaut werden müssen.
[0005] Vorzugsweise weist die Flammenüberwachungsvorrichtung zumindest einen lonisationssensor
auf. Alternativ oder zusätzlich könnte die Flammenüberwachungsvorrichtung auch zumindest
eine Lambda-Sonde oder einen Temperatursensor und/oder ein vergleichbares direktes
und/oder indirektes Messverfahren zur Messung der Verbrennungsqualität aufweisen.
Vorzugsweise ist die Brennervorrichtung als ein Durchlauferhitzer und/oder Boiler
ausgebildet. Insbesondere wird von der Brennervorrichtung ein Wasser erwärmt. Vorzugsweise
wird dem Wasser von der Brennervorrichtung, insbesondere einem Brenner der Brennervorrichtung,
eine Wärmeenergie zugeführt. Vorzugsweise wird die Wärmeenergie durch die Flamme erzeugt.
Vorzugsweise ist der Brennstoff als ein Brennfluid, insbesondere als ein Brenngas,
ausgebildet. Beispielsweise könnte die Flamme durch die Oxidation von Brennstoff,
insbesondere Erdgas und/oder Wasserstoff und/oder Methan, erzeugt werden. Vorzugsweise
wird der Brennstoff in den Brenner der Brennervorrichtung eingebracht. Vorzugsweise
wird der Brennstoff, beispielsweise von einer Pumpe, unter Druck in den Brenner eingespritzt.
Vorzugsweise weist der Umgebungsluftstrom zumindest Sauerstoff auf. Vorzugsweise wird
der Umgebungsluftstrom erzeugt, indem eine Umgebungsluft von einem Gebläse angesaugt
wird. Vorzugsweise wird der Umgebungsluftstrom in den Brenner der Brennervorrichtung
eingebracht. Vorzugsweise wird von dem Gebläse ein Druck im Brenner erzeugt, welcher
größer ist als ein Umgebungsdruck. Vorzugsweise wird der Brennstoff, insbesondere
in dem Brenner, mit dem Umgebungsluftstrom gemischt. Vorzugsweise wird ein Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
erzeugt. Das Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch weist ein Mischungsverhältnis auf. Das
Mischungsverhältnis ist als das Verhältnis von Brennstoff zu Sauerstoff gebildet.
Vorzugsweise wird der Brennstoff mit zumindest dem Sauerstoff aus dem Umgebungsluftstrom,
beispielsweise in dem Brenner, oxidiert/verbrannt. Unter einem "fetten Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch"
soll dabei insbesondere ein Mischungsverhältnis, welches weniger Sauerstoff aufweist,
als zu einer vollständigen Verbrennung/Oxidation des Brennstoffs benötigt wird, verstanden
werden. Unter einem "Ionisationssensor" soll dabei insbesondere zumindest ein Messsensor,
beispielsweise eine lonisationselektrode, welcher dazu eingerichtet ist, einen lonisationsstrom
zu messen, verstanden werden. Insbesondere wird eine elektrische Spannung an der Flamme,
beispielsweise zwischen Gehäuse und lonisationssensor, angelegt, von welcher der lonisationsstrom,
insbesondere bei einem Vorliegen einer Flamme, erzeugt wird. Vorzugsweise hängt der
lonisationsstrom zumindest von einer Flammenintensität ab. Vorzugsweise wird der lonisationsstrom
umso größer, je größer eine Flammenintensität ist. Vorzugweise wird der lonisationsstrom
im Verbrennungsmaximum zumindest im Wesentlichen maximal. Vorzugsweise wird der lonisationsstrom
bei einem Überschreiten des Verbrennungsmaximums, welches insbesondere bei einem fetten
Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch vorliegt, umso kleiner, je geringer die Flammenintensität
wird. Beispielsweise könnte ein Verbrennungsmaximum zumindest im Wesentlichen bei
einem stöchiometrischen Mischungsverhältnis erreicht werden. Beispielsweise ist die
Flammenintensität bei einem magereren und/oder bei einem fetteren Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
kleiner als im Verbrennungsmaximum mit einer stöchiometrischen Verbrennung. Unter
"stöchiometrisch" soll dabei insbesondere ein Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch, welches
genau gleich viel Sauerstoff aufweist, wie für die Oxidation des im Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
enthaltenen Brennstoffs theoretisch benötigt wird, verstanden werden.
[0006] Vorzugsweise wird das Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch angefettet/verfettet, bis das
Verbrennungsmaximum der Flamme überschritten wird. Vorzugsweise ist eine lonenbildungsrate
in der Flamme im Verbrennungsmaximum zumindest im Wesentlichen maximal. Vorzugsweise
wird das Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch im Verbrennungsmaximum stöchiometrisch verbrannt.
Insbesondere wird die Verbrennungstemperatur zumindest im Wesentlichen im Verbrennungsmaximum
maximal. Insbesondere muss das Verbrennungsmaximum überschritten werden, um das Verbrennungsmaximum
identifizieren zu können. Vorzugsweise wird das fette Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch,
insbesondere entlang eines ansteigenden Mischungsverhältnisses, in dem zumindest einen
Kalibrierschritt zumindest im Wesentlichen oberhalb des Verbrennungsmaximums verbrannt.
[0007] Vorzugsweise umfasst der Kalibrierschritt zumindest einen Impulsschritt und einen
Auswertungsschritt. Vorzugsweise wird in dem Impulsschritt zumindest das Mischungsverhältnis
des Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs über eine Impulszeitdauer insbesondere von weniger
als 5 s, bevorzugt weniger als 1 s und vorzugsweise weniger als 0,5 s erhöht. Vorzugsweise
wird in dem Auswertungsschritt zeitlich auf den Impulsschritt folgend zumindest eine
Impulsantwort über eine Auswertungsdauer gemessen und ausgewertet. Vorzugsweise ist
die Auswertungsdauer zumindest im Wesentlichen gleich lang wie die Impulszeitdauer.
Vorzugsweise weist die gesamte Zeitdauer des Kalibrierschritts weniger als 20 s, bevorzugt
weniger als 10 s auf. Insbesondere weist die gesamte Zeitdauer des Kalibrierschritts
zumindest die doppelte Impulszeitdauer auf. Unter einem "Verbrennungsmaximum" soll
dabei insbesondere eine Oxidierung eines Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs bei einem
Mischungsverhältnis, welches ein maximales Messsignal des Ionisationssensors und/oder
welches eine maximale Verbrennungstemperatur bewirkt, verstanden werden. Unter "zumindest
im Wesentlichen" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass
eine Abweichung von einem vorgegebenen Wert insbesondere weniger als 25%, vorzugsweise
weniger als 10% und besonders bevorzugt weniger als 5% des vorgegebenen Werts abweicht.
[0008] Ferner wird vorgeschlagen, dass in dem zumindest einen Kalibrierschritt zur Erzeugung
des fetten Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs der Umgebungsluftstrom reduziert wird. Vorteilhaft
kann ein hoher Komfort bereitgestellt werden, da insbesondere durch die Reduzierung
des Umgebungsluftstroms eine Temperaturschwankung reduziert/begrenzt werden kann.
Vorzugsweise wird das fette Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch erzeugt, indem ein Sauerstoffanteil
des Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs reduziert wird. Insbesondere wird das fette Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
erzeugt, indem das Mischungsverhältnis erhöht wird. Vorzugsweise wird der Umgebungsluftstrom
reduziert, indem dem Brenner weniger Umgebungsluft bei gleicher Brennstoffmenge zugeführt
wird. Beispielsweise könnte der Umgebungsluftstrom reduziert werden, indem ein Durchströmquerschnitt
eines Umgebungsluftkanals der Brennervorrichtung verringert wird. Alternativ könnte
auch ein Bypass-Ventil geöffnet werden.
[0009] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das fette Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch erzeugt
wird, indem eine Gebläsedrehzahl reduziert wird. Vorteilhaft kann eine Konstruktion
mit geringen Kosten bereitgestellt werden, da insbesondere zur Durchführung der Kalibrierung
keine zusätzlichen Bauteile verbaut werden müssen. Vorzugsweise wird die Gebläsedrehzahl
reduziert, indem zumindest eine reduzierte Gebläsedrehzahl und eine Zeitdauer für
die reduzierte Gebläsedrehzahl vorgegeben werden. Es ist denkbar, dass für die Reduzierung
der Gebläsedrehzahl eine, insbesondere maximale, Zeitdauer vorgegeben wird, in welcher
die Drehzahländerung durchgeführt wird. Insbesondere wird in dem zumindest einen Kalibrierschritt
von dem Gebläse eine minimale Gebläsedrehzahl nicht unterschritten. Beispielsweise
könnte eine Differenz zwischen einer Ausgangsdrehzahl und der reduzierten Drehzahl
als eine Pulshöhe ausgebildet sein. Beispielsweise könnte die Zeitdauer zwischen einem
Startzeitpunkt der Reduzierung der Gebläsedrehzahl und einem Erreichen der reduzierten
Gebläsedrehzahl als eine Haltezeit ausgebildet sein.
[0010] Überdies wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Vorbereitungsschritt zumindest
ein Betriebsparameter ermittelt wird, welcher zumindest einen Grenzwert aufweist,
bei dessen Unterschreiten das fette Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch durch eine Erhöhung
der Brennstoffzufuhr erzeugt wird. Vorteilhaft kann eine hohe Betriebssicherheit/Kalibriersicherheit
bereitgestellt werden, da insbesondere durch die Berücksichtigung des Betriebsparameters
die Kalibrierung in jedem Betriebszustand durchgeführt werden kann. Vorzugsweise ist
der Betriebsparameter als ein Mischungsverhältnis ausgebildet. Insbesondere könnte
bei einem sehr mageren Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch, beispielsweise bei einem Mischungsverhältnis
bei einem Grenzwert mit einem Lambdawert kleiner 0,5, das fette Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
durch die Erhöhung der Brennstoffzufuhr erreicht werden. Insbesondere könnte bei einem
mageren bis fetten Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch, beispielsweise ein Mischungsverhältnis
bei einem Grenzwert mit einem Lambdawert von 0,5 und kleiner 1, das fette Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
durch die Erhöhung der Brennstoffzufuhr erreicht werden. Vorzugsweise wird abhängig
von dem Grenzwert entweder die Gebläsedrehzahl oder die Brennstoffzufuhr zumindest
im Wesentlichen konstant gehalten. Unter einem "Lambdawert" soll dabei insbesondere
ein Verhältnis von Brennstoff zu Sauerstoff, welches auf ein stöchiometrisches Verhältnis
von Brennstoff zu Sauerstoff bezogen ist, verstanden werden.
[0011] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass der Betriebsparameter zumindest als eine Gebläsedrehzahl
ausgebildet ist. Vorteilhaft kann eine besonders geringe Komplexität bereitgestellt
werden, da insbesondere die Gebläsedrehzahl bereits bekannt ist und nur ausgelesen
werden muss. Vorzugsweise wird zur Erzeugung des fetten Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs
eine Brennstoffzufuhr erhöht, wenn ein Grenzwert für die Gebläsedrehzahl unterschritten
wird. Vorzugsweise wird zur Erzeugung des fetten Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs die
Gebläsedrehzahl reduziert, wenn durch die Reduzierung der Gebläsedrehzahl ein Grenzwert
für die Gebläsedrehzahl nicht unterschritten wird. Insbesondere wird durch den Grenzwert
für die Gebläsedrehzahl sichergestellt, dass das Gebläse in jedem Kalibrierzustand
mit zumindest einer Mindestgebläsedrehzahl betrieben wird.
[0012] Zusätzlich wird vorgeschlagen, dass der Betriebsparameter zumindest als ein Druck
in einer Brennkammer und/oder dem Umgebungsluftkanal der Brennervorrichtung ausgebildet
ist. Vorteilhaft kann eine hohe Betriebssicherheit/Kalibriersicherheit bereitgestellt
werden, da insbesondere durch die Berücksichtigung des Betriebsparameters die Kalibrierung
in jedem Betriebszustand durchgeführt werden kann. Vorzugsweise ist der Druck in der
Brennkammer und/oder dem Umgebungsluftkanal als ein Differenzdruck zwischen dem Druck
in der Brennkammer und/oder dem Umgebungsluftkanal zu einem Druck in einer Brennstoffzuführungsleitung
und/oder in einem Brennstofftank, wie beispielsweise einer Gasflasche, ausgebildet.
Alternativ könnte der Druck in der Brennkammer und/oder dem Umgebungsluftkanal als
ein Absolutdruck oder als ein Differenzdruck zu einem Umgebungsdruck ausgebildet sein.
Es ist denkbar, dass der Betriebsparameter zumindest einen Füllstand des Brennstofftanks
berücksichtigt.
[0013] Ergänzend wird eine Brennervorrichtung mit einer Flammenüberwachungsvorrichtung vorgeschlagen,
welche zumindest ein Gebläse aufweist, welches dazu eingerichtet ist, einem Brenner
einen Umgebungsluftstrom zuzuführen, mit zumindest einem Brennstoffzuführungsventil,
welches dazu eingerichtet ist, eine Brennstoffmenge einzustellen und mit zumindest
einer Steuer- und/oder Regeleinheit, welche zumindest dazu eingerichtet ist, die Flammenüberwachungsvorrichtung
mittels des Verfahrens zu kalibrieren. Vorteilhaft kann ein hoher Komfort bereitgestellt
werden, da insbesondere während des Kalibrierschritts eine Temperaturschwankung reduziert/begrenzt
werden kann. Vorteilhaft kann eine Konstruktion mit geringen Kosten bereitgestellt
werden, da insbesondere zur Durchführung des Verfahrens keine zusätzlichen Bauteile
verbaut werden müssen. Vorzugsweise weist die Flammenüberwachungsvorrichtung zumindest
einen lonisationssensor auf.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Kalibrierung und die erfindungsgemäße Brennervorrichtung
sollen hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt
sein. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Verfahren zur Kalibrierung und die erfindungsgemäße
Brennervorrichtung zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine
von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten
sowie Verfahrensschritten abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser
Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende
Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnung
[0015] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Brennervorrichtung mit einer Flammenüberwachungsvorrichtung,
- Fig. 2
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Kalibrierung der Flammenüberwachungsvorrichtung
und
- Fig. 3
- ein schematisches Kalibrierdiagramm.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0017] Die Figur 1 zeigt eine Brennervorrichtung 12. Die Brennervorrichtung 12 ist dazu
eingerichtet, ein Wasser in einem Durchlauferhitzer oder Boiler oder dergleichen zu
erwärmen. Die Brennervorrichtung 12 weist eine Flammenüberwachungsvorrichtung 10 auf.
Die Flammenüberwachungsvorrichtung 10 weist einen lonisationssensor 52 auf. Der Ionisationssensor
52 ist dazu eingerichtet, ein Messsignal 56 zu erzeugen, vgl. Fig. 3. Das Messsignal
ist als ein lonisationsstrom ausgebildet. Die Brennervorrichtung 12 weist ein Gebläse
26 auf. Die Brennervorrichtung 12 weist einen Brenner 28 auf. Das Gebläse 26 ist dazu
eingerichtet, dem Brenner 28 einen Umgebungsluftstrom 16 zuzuführen. Der Brenner 28
und das Gebläse 26 sind über einen Umgebungsluftkanal 24 fluidisch miteinander verbunden.
Die Brennervorrichtung 12 weist ein Brennstoffzuführungsventil 30 auf. Das Brennstoffzuführungsventil
30 ist dazu eingerichtet, dem Brenner 28 einen Brennstoff zuzuführen. Der Brennstoff
ist als ein Brenngas ausgebildet. Das Brenngas könnte als ein Erdgas, Methan, Wasserstoff
oder dergleichen ausgebildet sein. Das Brennstoffzuführungsventil 30 ist dazu eingerichtet,
eine Brennstoffzufuhr 34 einzustellen. Der Brenner 28 weist ein Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
auf. Das Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch weist ein Mischungsverhältnis 54 auf, vgl.
Fig. 3. Das Mischungsverhältnis 54 ist als ein Verhältnis von Brennstoff zu Sauerstoff
gebildet. Der Brenner 28 ist dazu eingerichtet, das Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
zu verbrennen. Der Brenner 28 ist dazu eingerichtet, eine Flamme 14 zu erzeugen. Die
Brennervorrichtung 12 weist eine Steuer- und/oder Regeleinheit 32 auf. Die Steuer-
und/oder Regeleinheit 32 ist dazu eingerichtet, die Flammenüberwachungsvorrichtung
10 mittels des Verfahrens zu kalibrieren. Die Brennervorrichtung 12 weist einen Brennstofftank
18 auf. Der Brennstofftank 18 ist als eine Gasflasche ausgebildet. Der Brennstofftank
18 könnte jedoch auch als ein öffentliches Brennstoffnetz oder dergleichen ausgebildet
sein.
[0018] Die Figur 2 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Kalibrierung
der Flammenüberwachungsvorrichtung 10.
[0019] In zumindest einem Vorbereitungsschritt 36 wird ein Betriebsparameter ermittelt.
Der Betriebsparameter wird von der Steuer- und/oder Regeleinheit 32 abgerufen/ausgelesen.
Der Betriebsparameter ist als eine Gebläsedrehzahl ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich
könnte der Betriebsparameter als ein Druck in einer Brennkammer 22 der Brennervorrichtung
12 und/oder in dem Umgebungsluftkanal 24 der Brennervorrichtung 12 ausgebildet sein.
Alternativ oder zusätzlich könnte der Betriebsparameter auch als ein Mischungsverhältnis
54 des Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs in einem Regelbetrieb der Brennervorrichtung
12 ausgebildet sein. Der Betriebsparameter weist einen Grenzwert auf. Anhand des Grenzwerts
wird entschieden, ob ein weiterer Kalibrierschritt 38 oder ein weiterer Kalibrierschritt
40 ausgeführt wird.
[0020] In dem zumindest einen weiteren Kalibrierschritt 38 wird ein Kalibrierimpuls 60 erzeugt,
vgl. Fig. 3. Der Kalibrierimpuls 60 wird erzeugt, indem ein Mischungsverhältnis 54
des Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs fett eingestellt wird. Es wird für eine Impulszeitdauer
44 von 0,1 s ein fettes Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch erzeugt. Alternativ könnte die
Impulszeitdauer 44 auch größer als 0,1 s ausgebildet sein. Das Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
wird anhand einer Pulshöhe 58 des Kalibrierimpulses 60 fett eingestellt. Das Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch
wird aus einem Regelbetrieb heraus angereichert. Zur Erzeugung des fetten Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs
wird der Umgebungsluftstrom reduziert. Der Umgebungsluftstrom wird reduziert, indem
die Gebläsedrehzahl verringert wird. Der Umgebungsluftstrom wird zur Anreicherung
des Brennstoff-Sauerstoff Gemischs reduziert, wenn der Betriebsparameter mindestens
den Grenzwert aufweist. Nach der Impulszeitdauer 44 von 0,1 s wird der Umgebungsluftstrom
wieder auf den Wert des Regelbetriebs zurückgesetzt. In dem zumindest einen Kalibrierschritt
38 wird die Brennstoffzufuhr 34 konstant gehalten.
[0021] In dem zumindest einen weiteren Kalibrierschritt 40 wird bei einem Unterschreiten
des Grenzwerts das fette Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch durch eine Erhöhung der Brennstoffzufuhr
34 erzeugt, vgl. Fig. 1. In dem zumindest einen weiteren Kalibrierschritt 40 wird
sichergestellt, dass das Mischungsverhältnis 54 in jedem Kalibrierzustand so stark
erhöht werden kann, dass ein Verbrennungsmaximum 20 der Flamme 14 erreicht wird. In
dem zumindest einen weiteren Kalibrierschritt 40 wird die Gebläsedrehzahl konstant
gehalten. In dem zumindest einen weiteren Kalibrierschritt 40 wird der Umgebungsluftstrom
16 konstant gehalten.
[0022] In zumindest einem Auswerteschritt 42 wird das Verbrennungsmaximum 20 der Flamme
14 detektiert. Das detektierte Messsignal 56 wird von der Steuer- und/oder Regeleinheit
32 ausgewertet. Das Verbrennungsmaximum 20 der Flamme 14 wird zeitlich nach Abschluss
der Impulszeitdauer 44 erreicht. Das Verbrennungsmaximum 20 wird zeitlich versetzt
zu dem Kalibrierimpuls 60 erzeugt. Alternativ ist denkbar, dass das Verbrennungsmaximum
20 der Flamme 14, beispielsweise bei einer langen Impulszeitdauer 44, zeitlich während
des Kalibrierimpulses 60 erreicht wird.
[0023] Die Figur 3 zeigt ein schematisches Kalibrierdiagramm. Das schematische Kalibrierdiagramm
zeigt einen schematischen Verlauf des Messsignals 56 von dem lonisationssensors 52.
Ferner zeigt das schematische Kalibrierdiagramm einen schematischen Verlauf eines
Mischungsverhältnisses 54 des Brennstoff-Sauerstoff-Gemisches über eine Kalibrierzeitdauer
50. Das schematische Kalibrierdiagramm weist eine Ordinate 46 auf. Auf der Ordinate
46 ist das Messsignal 56 des Ionisationssensors 52 aufgetragen. Das Messsignal 56
ist als der von dem lonisationssensors 52 detektierte lonisationsstrom ausgebildet.
Ferner ist auf der Ordinate 46 das Mischungsverhältnis 54 des Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs
aufgetragen. Das schematische Kalibrierdiagramm weist eine Abszisse 48 auf. Auf der
Abszisse 48 ist eine Zeit aufgetragen. Der Kalibrierimpuls 60 weist eine Pulshöhe
58 des Mischungsverhältnisses 54 auf. Die Impulszeitdauer 44 des Kalibrierimpulses
60 beträgt 0,1 s. Es ist denkbar, dass die Impulszeitdauer 44 mehr oder weniger als
0,1 s beträgt. Die Impulszeitdauer 44 hängt beispielsweise vom Mischungsverhältnis
54 des Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs im Regelbetrieb ab. Die Impulszeitdauer 44 beträgt
in jedem Kalibrierzustand weniger als 2s. Alternativ beträgt die Impulszeitdauer 44
in jedem Kalibrierzustand weniger als 5 s. Das Verbrennungsmaximum 20 der Flamme 14
tritt zeitlich versetzt zu der Impulszeitdauer 44 auf. Das Messsignal 56 des Ionisationssensors
52 wird zeitlich nachfolgend auf die Impulszeitdauer 44 erzeugt. Die gesamte Kalibrierzeitdauer
50 beträgt 1 s. Die gesamte Kalibrierzeitdauer 50 beträgt in jedem Kalibriervorgang
weniger als 10s. Die gesamte Kalibrierzeitdauer 50 beträgt in jedem Kalibriervorgang
mindestens die doppelte Impulszeitdauer 44.
1. Verfahren zur Kalibrierung einer Flammenüberwachungsvorrichtung (10), bei welchem
einer Brennervorrichtung (12) ein Brennstoff zu einer Erzeugung einer Flamme (14)
zugeführt wird und bei welchem der Brennervorrichtung (12) ein Umgebungsluftstrom
(16) zu einer Erzeugung eines Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs zugeführt wird, wobei
in zumindest einem Kalibrierschritt (38, 40) ein Verbrennungsmaximum (20) der Flamme
(14) überschritten wird, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zumindest einen Kalibrierschritt (38, 40) über eine Impulszeitdauer (44) von
weniger als 5 s ein fettes Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zumindest einen Kalibrierschritt (38) zur Erzeugung des fetten Brennstoff-Sauerstoff-Gemischs
der Umgebungsluftstrom (16) reduziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das fette Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch in dem zumindest einen Kalibrierschritt (38)
erzeugt wird, indem eine Gebläsedrehzahl reduziert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Vorbereitungsschritt (36) zumindest ein Betriebsparameter ermittelt
wird, welcher zumindest einen Grenzwert aufweist, bei dessen Unterschreiten das fette
Brennstoff-Sauerstoff-Gemisch durch eine Erhöhung der Brennstoffzufuhr (34) erzeugt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betriebsparameter zumindest als eine Gebläsedrehzahl ausgebildet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Betriebsparameter zumindest als ein Druck in einer Brennkammer (22) und/oder
einem Umgebungsluftkanal (24) der Brennervorrichtung (12) ausgebildet ist.
7. Brennervorrichtung (12) mit zumindest einer Flammenüberwachungsvorrichtung (10) mit
zumindest einem Gebläse (26), welches dazu eingerichtet ist, einem Brenner (28) einen
Umgebungsluftstrom (16) zuzuführen, mit zumindest einem Brennstoffzuführungsventil
(30), welches dazu eingerichtet ist, eine Brennstoffmenge einzustellen, und mit zumindest
einer Steuer- und/oder Regeleinheit (32), welche zumindest dazu eingerichtet ist,
die Flammenüberwachungsvorrichtung (10) mittels des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1-6 zu kalibrieren.