Hintergrund
[0001] Die vorliegende Offenbarung bezieht sich auf Regelkurven, wie sie im Zusammenhang
mit Verbrennungssensoren in Verbrennungsvorrichtungen, beispielsweise in Gasbrennern,
eingesetzt werden. Verbrennungssensoren in Verbrennungsvorrichtungen sind beispielsweise
Ionisationselektroden. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Offenbarung auf die
Korrektur solcher Regelkurven unter Berücksichtigung der Alterung und/oder Drift eines
Sensorsignales.
[0002] In Verbrennungsvorrichtungen lässt sich die Luftzahl λ während der Verbrennung anhand
eines Verbrennungssensors ermitteln. Dabei charakterisiert die Luftzahl λ ein Mengenverhältnis
von Luft zu Brennstoff, insbesondere Brenngas. Die Luftzahl λ wird bestimmt als Quotient
aus einer tatsächlich in einem Gemischstrom vorhandenen Luftmenge und einer für eine
stöchiometrische Verbrennung des Gemischstroms benötigten Luftmenge. Insbesondere
lässt sich die Luftzahl λ anhand eines lonisationsstromes durch eine lonisationselektrode
ermitteln. An den Verbrennungssensor, insbesondere an die lonisationselektrode, wird
dabei zunächst eine Wechselspannung angelegt. Aufgrund der Gleichrichterwirkung einer
Flamme fliesst ein lonisationsstrom als Gleichstrom.
[0003] In Regelkurven für Verbrennungssensoren wird der an dem Verbrennungssensor erfasste
lonisationsstrom aufgetragen über der Drehzahl des Gebläses einer Verbrennungsvorrichtung.
Der lonisationsstrom wird typisch in Mikroampere gemessen. Die Drehzahl des Gebläses
einer Verbrennungsvorrichtung wird typisch in Umdrehungen pro Minute gemessen. Die
Drehzahl des Gebläses einer Verbrennungsvorrichtung ist zugleich ein Mass für eine
Luftzufuhr und für eine Brennerleistung der Verbrennungsvorrichtung, das heisst für
eine Wärmemenge pro Zeit.
[0004] Eine Auftragung des erfassten ionisationsstroms in Regelkurven direkt gegenüber der
Luftzufuhr oder der Brennerleistung kommt alternativ in Betracht.
[0005] Entlang einer solchen Regelkurve ist eine Vielzahl von Sollwerten aufgetragen. Zunächst
können solche Sollwerte im Rahmen von Prüfungen und/oder Einstellungen an einem Mustergerät
unter Laborbedingungen aufgenommen werden. Die aufgenommenen Werte werden gespeichert
und in einer Steuerung und/oder Regelung, insbesondere in einer elektronischen Steuerung
und/oder Regelung, berücksichtigt.
[0006] Verbrennungssensoren, insbesondere lonisationselektroden, unterliegen im Betrieb
einer Alterung. Diese Alterung wird verursacht durch Ablagerungen und/oder Beläge
während des Betriebs einer Verbrennungsvorrichtung. Beispielsweise kann sich an der
Oberfläche einer lonisationselektrode eine Oxidschicht bilden, deren Dicke sich im
Laufe der Betriebsstunden verändert. Als Folge der Alterung des mindestens einen Verbrennungssensors
kommt es zu einer Drift eines Signales des mindestens einen Verbrennungssensors. Beispielsweise
driftet bei Ionisationselektroden infolge der Alterung der lonisationsstrom. Mithin
bedarf eine unter Laborbedingungen aufgenommene Regelkurve von Zeit zu Zeit, spätestens
nach eintausend bis dreitausend Betriebsstunden, Überprüfung und/oder einer Korrektur.
[0007] Eine Regeleinrichtung mit Korrektur der Regelkurve einer lonisationselektrode ist
offenbart im europäischen Patent
EP2466204B1. Das europäische Patent
EP2466204B1 ist erteilt am 13. November 2013 an die SIEMENS AG. Eine entsprechende Anmeldung
EP2466204A1 wurde am 16. Dezember 2010 eingereicht und am 20. Juni 2012 veröffentlicht. Die Korrektur der Regelkurve erfolgt
dabei mit Hilfe eines Testablaufs in drei Schritten. Der Testablauf wird nachfolgend
Kalibrierung und/oder Drifttest genannt. Zunächst führt die Regeleinrichtung einen
Regelbetrieb auf einer definierten Luftzufuhr oder Drehzahl oder Leistung durch. Anschliessend
steuert oder regelt die Regeleinrichtung die Aktoren der Verbrennungsvorrichtung auf
ein geändertes Zufuhrverhältnis hin. Insbesondere wird die Drehzahl des Gebläses einer
Verbrennungsvorrichtung geändert. Durch die Steuerung der Aktoren stellt die Regeleinrichtung
eine Luftzufuhr der Verbrennungsvorrichtung ein.
[0008] Das geänderte Zufuhrverhältnis liegt dabei über dem stöchiometrischen Wert der Luftzahl
λ von 1. Vorzugsweise wird die Luftzahl λ um 0.1 oder um 0.06 auf Werte grösser oder
gleich 1.05 reduziert. Aus dem dabei erfassten lonisationsstrom und aus gespeicherten
Daten wird in einem dritten Schritt ein Sollwert neu errechnet.
[0010] Die so gewonnenen Abschätzungen sind vielfach hilfreich. Indessen kommt es vor, dass
jene Abschätzungen nicht ausreichen. In der Folge muss eine Verbrennungsvorrichtung
dann abgeschaltet werden.
[0012] Die Korrektur der Regelkurve setzt jedoch voraus, dass die während der Dauer der
Kalibrierung und/oder des Drifttestes erzeugte Wärme auch an Verbraucher wie Heizung
oder Brauchwasser abgeführt werden kann. Ansonsten ist die während der Kalibrierung
und/oder während des Drifttestes erzeugte Wärmemenge höher als die abgenommene Wärmemenge.
In der Folge steigt die Temperatur im System an und der Temperaturregler der Anlage
schaltet die Verbrennungsvorrichtung aus, sofern die Temperatur eine vorgegebene Schwelldifferenz
überschreitet. Die Kalibrierung und/oder der Drifttest an einer bestimmten Luftzufuhr
kann in diesem Fall nicht zu Ende geführt werden.
[0013] Dieses Problem verschärft sich dadurch weiter, dass während einer Kalibrierung und/oder
während eines Drifttestes einige Zeit benötigt wird, um stabile Werte zu erhalten.
Ein Zeitverzug wird dabei durch die Regelung mindestens einer Grösse ausgewählt aus
der Luftzufuhr oder der Gebläsedrehzahl auf einen veränderten Sollwert der Gebläsedrehzahl
verursacht.
[0014] Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Dauer des eigentlichen Tests und Kalibriervorganges
im Allgemein nicht beliebig verkürzen lässt.
[0015] Gegenstand der vorliegenden Offenbarung ist eine verbesserte Regelung einer Verbrennungsvorrichtung,
welche die vorgenannten Nachteile zumindest teilweise überwindet.
Zusammenfassung
[0016] Die vorliegende Offenbarung behandelt einen Supervisionstest an einer Verbrennungsvorrichtung
mit Verbrennungssensor. Der Verbrennungssensor kann beispielsweise eine lonisationselektrode
sein oder umfassen. Der Verbrennungssensor kann weiterhin ein Temperatursensor sein
oder umfassen. Verbrennungssensoren, insbesondere lonisationselektroden, unterliegen
im Betrieb einer Alterung. Jene Alterung macht die Durchführung einer Kalibrierung
notwendig. Anhand der Kalibrierung wird festgestellt, wie weit sich Sollwerte und/oder
Testergebnisse eines Verbrennungssensors, insbesondere einer lonisationselektrode,
infolge von Alterung verschoben haben.
[0017] Im Fall eines Bereiches einer Luftzufuhr, für welchen eine Kalibrierung innerhalb
einer vorgegebenen Zeitspanne nicht durchgeführt wurde, wird dieser Bereich für einen
Supervisionstest markiert. Wenn nun die Verbrennungsvorrichtung bei einer Luftzufuhr
und/oder bei einer Gebläsedrehzahl im markierten Bereich arbeitet, wird ein Supervisionstest
angefordert. Der Supervisionstest wird sofort oder zeitnah durchgeführt, nachdem die
Verbrennungsvorrichtung in dem markierten Bereich zu arbeiten begonnen hat.
[0018] Der Supervisionstest wird bei konstanter oder im Wesentlichen konstanter Luftzufuhr
und/oder Gebläsedrehzahl durchgeführt. Ferner wird der Sollwert des Wertes des Verbrennungssensors
geändert, insbesondere erhöht. Es kann der Sollwert des Signales der lonisationselektrode,
das heisst der lonisationsstrom, erhöht werden. Damit wird das zu verbrennende Gemisch
reicher an Brenngas, das heisst, es wird angefettet. Konkret wird dabei ein Brennstoffventil
wie beispielsweise ein Gasventil weiter geöffnet. Die Luftzahl λ kommt somit näher
an das stöchiometrische Verhältnis λ = 1.
[0019] Abgesehen vom Sollwert des Signales der lonisationselektrode kann im Fall eines Temperatursensors
als Verbrennungssensor auch der Temperatursollwert erhöht werden. Nach der Erhöhung
des Sollwertes für den Verbrennungssensor und/oder des Sollwertes des Verbrennungssensors
regelt die Verbrennungsvorrichtung auf den geänderten Sollwert. Insbesondere regelt
eine Einrichtung zur Steuerung und/oder Regelung der Verbrennungsvorrichtung auf den
geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert. Infolge der Regelung kann ein Regelsignal
an einen Aktor der Verbrennungsvorrichtung wie beispielsweise ein Gasventil ausgegeben
werden.
[0020] Vorzugsweise bleibt die Regelung der Verbrennungsvorrichtung für einen vorgegebenen
Zeitraum stabil. Der vorgegebene Zeitraum kann beispielsweise mindestens fünf Sekunden
oder mindestens zehn Sekunden oder gar mindestens eine Minute betragen. Längere Zeiträume
ermöglichen zuverlässigere Aussagen zur Stabilität der Regelung der Verbrennungsvorrichtung.
[0021] Insbesondere kann die Regelung der Verbrennungsvorrichtung für einen vorgegebenen
Zeitraum bei geschlossenem Regelkreis stabil bleiben. Der vorgegebene Zeitraum kann
beispielsweise mindestens fünf Sekunden oder mindestens zehn Sekunden oder gar mindestens
eine Minute betragen. Längere Zeiträume ermöglichen zuverlässigere Aussagen zur Stabilität
der Regelung der Verbrennungsvorrichtung.
[0022] Die Stabilität der Regelung kann unter anderem dadurch detektiert werden, dass nach
einer Änderung wie beispielsweise einer Erhöhung des Sollwertes dieser auch innerhalb
einer definierten Zeitspanne mindestens erreicht wird. Ferner kann die Stabilität
der Regelung dadurch detektiert werden, dass nach einer Änderung des Sollwertes ein
vorgegebenens Band um den geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert erreicht wird.
Das vorgegebene Band um den geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert kann beispielsweise
ein vorgegebenes Toleranzband um den geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert sein.
[0023] Eine Instabilität der Regelung der Verbrennungsvorrichtung kann beispielsweise erkannt
werden, indem ein Istwert des Regelkreises einen Schwellwert unter- oder überschreitet.
Eine Instabilität der Regelung der Verbrennungsvorrichtung kann zudem erkannt werden,
indem ein Istwert des Regelkreises einen Schwellwert innerhalb einer Zeitspanne unter-
oder überschreitet.
[0024] Eine Instabilität der Regelung der Verbrennungsvorrichtung kann ausserdem daran erkannt
werden, dass ein Istwert der Regelung sich zeitlich zu schnell ändert. Eine Instabilität
der Regelung der Verbrennungsvorrichtung kann zudem daran erkannt werden, dass der
Istwert sich innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne zu schnell ändert. Insbesondere
kann der Istwert zu schnell abnehmen.
[0025] Die vorgegebene Zeitspanne kann beispielsweise eine Sekunde betragen.
[0026] Eine zu schnelle Änderung ist beispielsweise eine Halbierung oder Viertelung des
Istwertes. Eine zu schnelle Änderung kann insbesondere eine Halbierung oder Viertelung
des Istwertes innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne sein.
[0027] Infolge der Instabilität kann der Regelkreis aufbrechen. Das heisst, dass der Regelkreis
nicht mehr geschlossen ist.
[0028] Bleibt der Regelkreis nach der Änderung, insbesondere einer Erhöhung, des Sollwertes
des Verbrennungssensors stabil, so ist der Supervisionstest bestanden. Vorzugsweise
kehrt die Verbrennungsvorrichtung nach einem bestandenen Supervisionstest in den normalen
Betrieb zurück. Insbesondere kann die Verbrennungsvorrichtung nach einem bestandenen
Supervisionstest in den normalen Regelbetrieb zurückkehren, indem der Sollwert wieder
auf den ursprünglichen Wert zurückgesetzt wird. Vorteilhaft umfasst der normale Regelbetrieb
dabei eine Regelung des Verbrennungsluftverhältnisses λ und eine Leistungsregelung.
Insbesondere kann die Einrichtung zur Steuerung und/oder Regelung der Verbrennungsvorrichtung
nach dem Supervisionstest in den normalen Betrieb, wie beispielsweise in den normalen
Regelbetrieb, zurückkehren.
[0029] Als Alternative zu einer Prüfung des Regelkreises auf Stabilität kann ein Prüfen
auf Bestehen oder auf ein fehlerhaftes Ergebnis des Supervisionstests anhand einer
Kohlenmonoxidkonzentration im Abgas erfolgen. Dabei kann ein Abgassensor zum Aufzeichnen
eines Signales, welches eine Kohlenmonoxidkonzentration im Abgas angibt, zum Einsatz
kommen. Beispielhaft kann die Verbrennungsvorrichtung einen Abgassensor für Kohlenmonoxid
in einem Abgaskanal oder in einem Schornstein der Verbrennungsvorrichtung umfassen.
Der Abgassensor für Kohlenmonoxid ist signaltechnisch mit der Einrichtung zur Steuerung
und/oder Regelung der Verbrennungsvorrichtung verbunden. Die Einrichtung zur Steuerung
und/oder Regelung empfängt also ein Signal von dem Abgassensor für Kohlenmonoxid und
verarbeitet das Signal zu einem Messwert der Konzentration an Kohlenmonoxid.
[0030] Ein fehlerhaftes Ergebnis des Supervisionstests kann beispielsweise erkannt werden,
indem der Messwert der Konzentration an Kohlenmonoxid einen Schwellwert überschreitet.
Ein fehlerhaftes Ergebnis des Supervisionstests kann ferner erkannt werden, indem
der Messwert der Konzentration an Kohlenmonoxid einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet.
Vorzugsweise erkennt die Einrichtung zur Steuerung und/oder Regelung der Verbrennungsvorrichtung
eine solche Überschreitung eines Schwellwertes. Vorteilhaft ist der Messwert der Konzentration
an Kohlenmonoxid ein Messwert der Konzentration an Kohlenmonoxid in einem Abgaskanal
oder in einem Schornstein der Verbrennungsvorrichtung.
[0031] Für eine Erkennung anhand der Kohlenmonoxidkonzentration muss nicht auf die Stabilität
des Regelkreises geachtet werden. Daher kann die Verbrennungsregelung hier, neben
einer lonisationselektrode oder einem Temperatursensor im Feuerraum, auch durch einen
Sauerstoffsensor im Abgas durchgeführt werden. Beispielhaft kann die Verbrennungsvorrichtung
einen Abgassensor für Sauerstoff in einem Abgaskanal oder in einem Schornstein der
Verbrennungsvorrichtung umfassen. Der Abgassensor für Sauerstoff ist signaltechnisch
mit der Einrichtung zur Steuerung und/oder Regelung der Verbrennungsvorrichtung verbunden.
Die Einrichtung zur Steuerung und/oder Regelung empfängt also ein Signal von dem Abgassensor
für Sauerstoff und verarbeitet das Signal zu einem Messwert der Konzentration an Sauerstoff.
[0032] Anhand der Restsauerstoffs im Abgas wird der Luftzahlistwert direkt berechnet und
kann anhand eines Regelkreises über einen Luftaktor oder einen Brennstoffaktor eingeregelt
werden. Der Luftaktor umfasst dabei mindestens einen Aktor ausgewählt aus einer Luftklappe
oder einem Gebläse. In einer Ausführungsform umfasst der Luftaktor eine Luftklappe
und ein Gebläse. In einer alternativen Ausführungsform umfasst der Luftaktor genau
einen Aktor ausgewählt aus einer Luftklappe oder einem Gebläse.
[0033] Der Brennstoffaktor umfasst dabei mindestens einen Aktor ausgewählt aus einem Ventil
oder einer Brennstoffklappe. In einer Ausführungsform umfasst der Brennstoffaktor
ein Ventil und eine Brennstoffklappe. In einer alternativen Ausführungsform umfasst
der Brennstoffaktor genau einen Aktor ausgewählt aus einem Ventil oder einer Brennstoffklappe.
[0034] Ein fehlerhaftes Ergebnis des Supervisionstests kann ausserdem daran erkannt werden,
dass der Messwert der Konzentration an Kohlenmonoxid sich zeitlich zu schnell ändert.
Ein fehlerhaftes Ergebnis des Supervisionstests kann zudem daran erkannt werden, dass
der Messwert der Konzentration an Kohlenmonoxid sich innerhalb einer vorgegebenen
Zeitspanne zu schnell ändert. Insbesondere kann der Messwert der Konzentration an
Kohlenmonoxid innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne zu schnell zunehmen.
[0035] Die vorgegebene Zeitspanne kann beispielsweise eine Sekunde betragen. Vorzugsweise
erkennt die Einrichtung zur Steuerung und/oder Regelung der Verbrennungsvorrichtung
eine solche zu schnelle Änderung des Messwertes der Konzentration an Kohlenmonoxid
im Abgaskanal der Verbrennungsvorrichtung. In einer Ausführungsform erkennt die Einrichtung
zur Steuerung und/oder Regelung der Verbrennungsvorrichtung eine solche zu schnelle
Änderung des Messwertes der Konzentration an Kohlenmonoxid im Schornstein der Verbrennungsvorrichtung.
[0036] Eine zu schnelle Änderung ist beispielsweise eine Verdopplung oder eine Verfünffachung
des Messwertes der Konzentration an Kohlenmonoxid. Eine zu schnelle Änderung kann
insbesondere eine Verdopplung oder eine Verfünffachung des Messwertes der Konzentration
an Kohlenmonoxid innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne sein. Tief angesetzte Werte
der Änderung des Messwertes der Konzentration an Kohlenmonoxid ermöglichen eine zeitnahe
Detektion eines fehlerhaften Ergebnisses des Supervisionstests.
[0037] Die vorgenannten Ausführungen für Messwerte der Konzentration gelten sinngemäss auch
für das Signal des Sensors für Kohlenmonoxid. So kann ein fehlerhaftes Ergebnis des
Supervisionstests angezeigt sein, wenn das Signal des Sensors für Kohlenmonoxid einen
Schwellwert wie beispielsweise einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet. Das heisst,
dass mindestens ein Signal für Kohlenmonoxid grösser als der vorgegebene Schwellwert
ist. Ferner kann mindestens ein Messwert, der aus dem Signal für Kohlenmonoxid gewonnen
wird, grösser als der vorgegebene Schwellwert sein. Zudem kann ein fehlerhaftes Ergebnis
des Supervisionstests anzeigt sein, wenn das Signal des Sensors für Kohlenmonoxid
sich zeitlich zu schnell ändert.
[0038] Liegt kein fehlerhaftes Ergebnis des Supervisionstests vor, so ist der Supervisionstest
bestanden.
[0039] Ein bestandener Supervisionstest kann beispielsweise anhand mindestens einer Bedingung
ausgewählt aus
- einem Messwert, der oberhalb oder unterhalb des Schwellwertes ist oder bleibt,
- einer Zeitfolge von Messwerten, wobei die Messwerte aus der Zeitfolge von Messwerten
oberhalb des Schwellwertes sind oder bleiben,
- einem Messwert, der sich hinreichend langsam ändert,
- eine Zeitfolge von Messwerten, wobei sich die Messwerte aus der Zeitfolge von Messwerten
hinreichend langsam ändern,
- einem stabilen Regelkreis
detektiert werden. Nach einem bestandenen Supervisionstest wird in den normalen Betrieb
zurückgekehrt. Insbesondere kann die Verbrennungsvorrichtung nach einem bestandenen
Supervisionstest in den normalen Regelbetrieb zurückkehren. Vorteilhaft umfasst der
normale Regelbetrieb dabei eine Regelung des Verbrennungsluftverhältnisses λ und eine
Leistungsregelung. Insbesondere kann die Einrichtung zur Steuerung und/oder Regelung
der Verbrennungsvorrichtung nach dem Supervisionstest in den normalen Betrieb, wie
beispielsweise den normalen Regelbetrieb, zurückkehren.
[0040] Entsprechendes gilt für eine Verarbeitung des Signales des Sensors für Kohlenmonoxid.
Bleibt jenes Signal innerhalb der Grenzen eines Schwellwertes und/oder ändert sich
jenes Signal hinreichend langsam, wird nach einem bestandenen Supervisionstest in
den normalen Betrieb zurückgekehrt. Insbesondere kann die Verbrennungsvorrichtung
nach einem bestandenen Supervisionstest in den normalen Regelbetrieb zurückkehren.
Vorteilhaft umfasst der normale Regelbetrieb dabei eine Regelung des Verbrennungsluftverhältnisses
λ und eine Leistungsregelung. Insbesondere kann die Einrichtung zur Steuerung und/oder
Regelung der Verbrennungsvorrichtung nach dem Supervisionstest in den normalen Betrieb,
wie beispielsweise den normalen Regelbetrieb, zurückkehren.
[0041] Die vorgenannten Betrachtungen zur Stabilität des Regelkreises und zur Konzentration
an Kohlenmonoxid sind kombinierbar. Bei vorhandenem Sensor für Kohlenmonoxid können
das Signal des Regelkreises an den Aktor der Verbrennungsvorrichtung und zugleich
das Signal des Sensors für Kohlenmonoxid ausgewertet werden. Die Auswertung erfolgt
im Hinblick auf ein Bestehen oder ein fehlerhaftes Ergebnis des Supervisionstests.
Vorteilhaft sind die vorgenannten Kriterien zum fehlerhaften Ergebnis des Supervisionstest
mit ODER verknüpft. Das heisst, dass für ein fehlerhaftes Ergebnis des Supervisionstests
- ein aus dem Regelsignal abgeleiteter Fehler oder
- ein aus der Konzentration an Kohlenmonoxid abgeleiteter Fehler
genügt.
[0042] In einer anderen Ausführungsform sind die Kriterien zum fehlerhaften Ergebnis des
Supervisionstests mit UND verknüpft. Das heisst, dass für ein fehlerhaftes Ergebnis
des Supervisionstests
- ein aus dem Regelsignal abgeleiteter Fehler und
- ein aus der Konzentration an Kohlenmonoxid abgeleiteter Fehler
vorliegen müssen.
[0043] In wiederum einer weiteren Ausführungsform sind die Kriterien zum fehlerhaften Ergebnis
des Supervisionstests gewichtet. Das heisst, dass eine erste Grösse w
1 ermittelt wird, die einen aus dem Regelsignal abgeleiteten Fehler angibt. Ausserdem
wird eine zweite Grösse w
2 ermittelt, die einen aus der Konzentration an Kohlenmonoxid abgeleiteten Fehler angibt.
Eine dritte Grösse w
3 wird als Funktion der ersten w
1 und der zweiten Grösse w
2 ermittelt, insbesondere rechnerisch ermittelt:

[0044] Beispielsweise kann die dritte Grösse w
3 anhand einer Beziehung

oder anhand einer Beziehung

ermittelt werden. Insbesondere kann die dritte Grösse w
3 so rechnerisch ermittelt werden. Die Koeffizienten
a,
b, c und
d sind vorzugsweise rationale Zahlen. Schliesslich wird die dritte Grösse w
3 mit einem Schwellwert θ verglichen, insbesondere rechnerisch verglichen. Falls beispielsweise
mindestens eine der Bedingungen

oder

oder

oder

erfüllt ist, wird auf ein fehlerhaftes Ergebnis des Supervisionstests geschlossen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0045] Verschiedene Merkmale werden dem Fachmann aus der folgenden detaillierten Beschreibung
der offenbarten nicht einschränkenden Ausführungsformen ersichtlich. Die Zeichnungen,
die der detaillierten Beschreibung beiliegen, können kurz wie folgt beschrieben werden:
FIG 1 zeigt eine Verbrennungsvorrichtung mit Verbrennungssensor.
FIG 2 zeigt Bereiche für die Kalibrierung und für Supervisionstests.
FIG 3 veranschaulicht einen erfolgreichen Supervisionstest.
FIG 4 veranschaulicht einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis.
Detaillierte Beschreibung
[0046] FIG 1 zeigt eine Verbrennungsvorrichtung. Die Verbrennungsvorrichtung umfasst einen
Brenner 1 wie beispielsweise einen wandhängenden Gasbrenner und/oder einen Ölbrenner.
Im Feuerraum 2 der Verbrennungsvorrichtung brennt im Betrieb eine Flamme eines Wärmeerzeugers.
Der Wärmeerzeuger tauscht die Wärmeenergie der heissen Brenngase in ein anderes Fluid
wie beispielsweise Wasser. Mit dem warmen Wasser wird beispielsweise eine Warmwasserheizungsanlage
betrieben und/oder Trinkwasser erwärmt. Gemäss einer anderen Ausführungsform kann
mit der Wärmeenergie der heissen Brennstoffe und/oder Brenngase ein Gut beispielsweise
in einem industriellen Prozess erhitzt werden. Gemäss einer weiteren Ausführungsform
ist der Wärmeerzeuger Teil einer Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung. Ferner kann der
Wärmeerzeuger der Erhitzung von Wasser in einer Anlage zur Gewinnung von Lithium und/oder
Lithiumkarbonat dienen. Die Abgase 9 werden aus dem Feuerraum 2 beispielsweise über
einen Schornstein 8 abgeführt.
[0047] Die Luftzufuhr 4 für den Verbrennungsprozess wird über ein (motorisch) angetriebenes
Gebläse 3 zugeführt. Beispielsweise über mindestens eine Signalleitung 11, 12 gibt
eine Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 dem Antrieb des Gebläses 3 die Luftzufuhr
VL, die es fördern soll, vor. Damit wird die Gebläsedrehzahl ein Mass für die Luftzufuhr
4.
[0048] Gemäss einer Ausführungsform wird die Gebläsedrehzahl der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 vom Gebläse 3 zurückgemeldet. Beispielsweise ermittelt die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 die Drehzahl des Gebläses 3 über die Signalleitung 12.
[0049] Die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 umfasst vorzugsweise einen Microcontroller.
Die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 umfasst idealerweise einen Microprozessor.
Die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 kann eine Regeleinrichtung sein. Vorzugsweise
umfasst die Regeleinrichtung einen Microcontroller. Die Regeleinrichtung umfasst idealerweise
einen Microprozessor. Die Regeleinrichtung kann einen proportionalen und integralen
Regler umfassen. Ferner kann die Regeleinrichtung einen proportionalen und integralen
und derivativen Regler umfassen.
[0050] Ferner kann die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eine im Feld programmierbare
(Logik-) Gatter-Anordnung umfassen. Ausserdem kann die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung umfassen.
[0051] In einer Ausführungsform umfasst die Signalleitung 11 einen Lichtwellenleiter. Die
Signalleitung 12 zur Ermittlung der Gebläsedrehzahl kann ebenfalls einen Lichtwellenleiter
umfassen. In einer speziellen Ausführungsform sind die Signalleitungen 11 und 12 als
Lichtwellenleiter ausgeführt. Lichtwellenleiter verschaffen Vorteile im Hinblick auf
galvanische Trennung und Schutz vor Explosionen.
[0052] Wird die Luftzufuhr 4 über eine Luftklappe und/oder ein Ventil eingestellt, kann
als Mass für die Luftzufuhr 4 die Klappen- und/oder Ventilstellung verwendet werden.
Ferner kann ein aus dem Signal eines Drucksensors und/oder Massenstromsensors und/oder
Volumenstromsensors abgeleiteter Messwert verwendet werden. Jener Sensor ist vorteilhaft
im Kanal für die Luftzufuhr 4 angeordnet. Vorteilhaft stellt jener Sensor ein Signal
bereit, welches anhand einer geeigneten Signalverarbeitungseinheit in einen Strömungsmesswert
gewandelt wird.
[0053] Gemäss einer Ausführungsform wird das Signal jenes Sensors anhand einer Signalleitung
zurückgemeldet. Insbesondere kann anhand der Signalleitung ein Signal an die Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 zurückgemeldet werden, welches ein Mass für eine
Luftzufuhr 4 ist. Die Signalleitung kann einen Lichtwellenleiter umfassen. Lichtwellenleiter
verschaffen Vorteile im Hinblick auf galvanische Trennung und Schutz vor Explosionen.
Eine geeignete Signalverarbeitungseinrichtung zur Verarbeitung des Signales des Sensors
umfasst idealerweise mindestens einen Analog-Digital-Wandler. Gemäss einer Ausführungsform
ist die Signalverarbeitungseinrichtung, insbesondere der oder die Analog-Digital-Wandler,
integriert in die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10.
[0054] Als Mass für die Luftzufuhr
VL kann auch der Messwert eines Drucksensors und/oder eines Massenstromsensors in einem
Seitenkanal der Luftzufuhr 4 verwendet werden. Eine Verbrennungsvorrichtung mit Zufuhrkanal
und Seitenkanal ist beispielsweise im europäischen Patent
EP3301364B1 offenbart. Das europäische Patent
EP3301364B1 wurde am 7. Juni 2017 angemeldet und am 7. August 2019 erteilt. Es wird eine Verbrennungsvorrichtung mit
Zufuhrkanal und Seitenkanal beansprucht, wobei in den Zufuhrkanal ein Massenstromsensor
hineinragt.
[0055] Ein Drucksensor und/oder ein Massenstromsensor im Seitenkanal ermittelt ein Signal,
welches dem von der Luftzufuhr
VL abhängigen Druckwert und/oder dem Luftstrom (Teilchen- und/oder Massenstrom) im Seitenkanal
entspricht. Vorteilhaft stellt der Sensor ein Signal bereit, welches anhand einer
geeigneten Signalverarbeitungseinrichtung in einen Messwert gewandelt wird. Gemäss
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform werden die Signale mehrerer Sensoren
in einen gemeinsamen Messwert gewandelt. Eine geeignete Signalverarbeitungseinrichtung
umfasst idealerweise mindestens einen Analog-Digital-Wandler. Gemäss einer kompakten
Ausführungsform ist die Signalverarbeitungseinrichtung, insbesondere der oder die
Analog-Digital-Wandler, integriert in die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10.
Gemäss einer anderen Ausführungsform ist die Signalverarbeitungseinrichtung, insbesondere
der oder die Analog-Digital-Wandler, integriert in den Drucksensor und/oder Massenstromsensor.
Die Übertragung der Sensorsignale zur Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 erfolgt
über eine Kommunikationsschnittstelle mit einem vorgegebenen Kommunikationsbusprotokoll.
[0056] Gemäss einer Ausführungsform ist die Luftzufuhr
VL der Wert der aktuellen Luftdurchflussrate. Die Luftdurchflussrate kann in Kubikmeter
Luft pro Stunde gemessen und/oder angegeben sein. Die Luftzufuhr
VL kann in Kubikmeter Luft pro Stunde gemessen und/oder angegeben sein. In einer alternativen
Ausführungsform ist die Lufzufuhr
VL in Kubikfuss pro Minute angegeben.
[0057] Massenstromsensoren erlauben die Messung bei grossen Flussgeschwindigkeiten speziell
in Verbindung mit Verbrennungsvorrichtungen im Betrieb. Typische Werte solcher Flussgeschwindigkeiten
liegen in den Bereichen zwischen 0.1 Meter pro Sekunde und 5 Meter pro Sekunde, 10
Meter pro Sekunde, 15 Meter pro Sekunde, 20 Meter pro Sekunde, oder sogar 100 Meter
pro Sekunde. Massenstromsensoren, welche sich für die vorliegende Offenbarung eignen,
sind beispielsweise OMRON
® D6F-W oder Typ SENSOR TECHNICS
® WBA Sensoren. Der nutzbare Bereich dieser Sensoren beginnt typisch bei Geschwindigkeiten
zwischen 0.01 Meter pro Sekunde und 0.1 Meter pro Sekunde und endet bei einer Geschwindigkeit
wie beispielsweise 5 Meter pro Sekunde, 10 Meter pro Sekunde, 15 Meter pro Sekunde,
20 Meter pro Sekunde, oder sogar 100 Meter pro Sekunde. Mit anderen Worten, es können
untere Grenzen wie 0.1 Meter pro Sekunde kombiniert werden mit oberen Grenzen wie
5 Meter pro Sekunde, 10 Meter pro Sekunde, 15 Meter pro Sekunde, 20 Meter pro Sekunde,
oder sogar 100 Meter pro Sekunde.
[0058] Die Brennstoffzufuhr 6 wird durch die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 mit
Hilfe eines Brennstoffaktors und/oder eines (motorisch) einstellbaren Ventiles 5 eingestellt
und/oder ausgeregelt. In der Ausführung in FIG 1 ist der Brennstoff ein Brenngas.
Eine Verbrennungsvorrichtung kann dann an verschiedene Brenngasquellen angeschlossen
werden, beispielsweise an Quellen mit hohem Methan-Anteil und/oder an Quellen mit
hohem Propan-Anteil. Ebenso ist vorgesehen, die Verbrennungsvorrichtung an eine Quelle
eines Gases oder einer Gasmischung angeschlossen ist, wobei das Gas oder die Gasmischung
Wasserstoff umfasst. In FIG 1 wird die Menge an Brenngas durch ein (motorisch) einstellbares
Brennstoffventil 5 von der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eingestellt. Der
Ansteuerwert, beispielsweise ein pulsweitenmoduliertes Signal, des Gasventiles ist
dabei ein Mass für die Menge an Brenngas. Er ist auch ein Wert für die Brennstoffzufuhr
6.
[0059] Wird als Brennstoffaktor 5 eine Gasklappe verwendet, so kann als Mass für die Menge
an Brenngas die Position einer Klappe verwendet werden. Gemäss einer speziellen Ausführungsform
werden ein Brennstoffaktor 5 und/oder ein Brennstoffventil anhand eines Schrittmotors
eingestellt. In jenem Fall ist die Schrittstellung des Schrittmotors ein Mass für
die Menge an Brenngas. Das Brennstoffventil 5 kann auch in einer Einheit mit zumindest
einem oder mehreren Sicherheitsabsperrventilen integriert sein. Eine Signalleitung
13 verbindet den Brennstoffaktor 5 mit der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10.
In einer speziellen Ausführungsform umfasst die Signalleitung 13 einen Lichtwellenleiter.
Lichtwellenleiter verschaffen Vorteile im Hinblick auf galvanische Trennung und Schutz
vor Explosionen.
[0060] Weiterhin kann das Brennstoffventil 5 ein intern über einen Strömungs- und/oder Drucksensor
geregeltes Ventil sein, das einen Sollwert erhält und den Istwert des Strömungs- und/oder
Drucksensors auf den Sollwert regelt. Der Strömungs- und/oder Drucksensor kann dabei
als Volumenstromsensor, beispielsweise als Turbinenradradzähler oder als Balgenzähler
oder als Differenzdrucksensor, realisiert sein. Der Strömungs- und/oder Drucksensor
kann auch als Massenstromsensor, beispielsweise als thermischer Massenstromsensor,
ausgeführt sein. Eine Signalleitung verbindet den Strömungs- und/oder Drucksensor
mit der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10. In einer speziellen Ausführungsform
umfasst die Signalleitung einen Lichtwellenleiter. Lichtwellenleiter verschaffen Vorteile
im Hinblick auf galvanische Trennung und Schutz vor Explosionen.
[0061] In einer weiteren Ausführungsform ist der Strömungs- und/oder Drucksensor separat
vom Brennstoffventil 5 im Kanal für die Brennstoffzufuhr 6 angeordnet. Der Sensor,
beispielsweise ein Durchflusssensor, kann dabei als Volumenstromsensor, beispielsweise
als Turbinenradradzähler oder Balgenzähler oder als Differenzdrucksensor, realisiert
sein. Der Strömungs- und/oder Drucksensor kann auch als Massenstromsensor, beispielsweise
als thermischer Massenstromsensor, ausgeführt sein. Eine Signalleitung verbindet den
Strömungs- und/oder Drucksensor mit der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10.
In einer speziellen Ausführungsform umfasst die Signalleitung einen Lichtwellenleiter.
Lichtwellenleiter verschaffen Vorteile im Hinblick auf galvanische Trennung und Schutz
vor Explosionen.
[0062] Jener Strömungs- und/oder Drucksensor erzeugt ein Signal, welches anhand einer geeigneten
Signalverarbeitungseinrichtung in einen Strömungsmesswert (Messwert des Teilchen-
und/oder Massenstromes und/oder Volumenstromes) gewandelt wird. Eine geeignete Signalverarbeitungseinrichtung
umfasst idealerweise mindestens einen Analog-Digital-Wandler. Gemäss einer kompakten
Ausführungsform ist die Signalverarbeitungseinrichtung, insbesondere der oder die
Analog-Digital-Wandler, integriert in die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10.
Jene Integration vermeidet zusätzliche Komponenten und zusätzliche Signalwege. Mithin
werden Ausfälle, welche durch die zusätzlichen Komponenten oder die zusätzlichen Signalwege
entstehen können, vermieden.
[0063] Gemäss einer anderen, kompakten Ausführungsform ist die Signalverarbeitungseinrichtung,
insbesondere der oder die Analog-Digital-Wandler, integriert in den Strömungs- und/oder
Drucksensor. Jene Integration vermeidet zudem zusätzliche Komponenten und zusätzliche
Signalwege. Mithin werden Ausfälle, welche durch die zusätzlichen Komponenten oder
die zusätzlichen Signalwege entstehen können, vermieden.
[0064] Die Übertragung der Sensorsignale zur Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 erfolgt
vorzugsweise über eine Kommunikationsschnittstelle mit einem vorgegebenen Kommunikationsbusprotokoll.
Das Kommunikationsbusprotokoll kann insbesondere ein digitales Kommunkationsbusprotokoll
umfassen oder sein.
[0065] FIG 1 zeigt ebenfalls eine Verbrennungsvorrichtung mit einem Verbrennungssensor 7.
Der Verbrennungssensor 7 kann beispielsweise eine lonisationselektrode umfassen. Der
Verbrennungssensor 7 kann auch eine lonisationselektrode sein. In diesen Fällen dient
der Verbrennungssensor 7 der Erfassung einer Luftzahl λ. Als Material einer lonisationselektrode
kommt vielfach KANTHAL
®, z.B. APM
® oder A-1
®, zum Einsatz. Auch Elektroden aus Nikrothal
® werden vom Fachmann in Betracht gezogen. Der Verbrennungssensor 7 ist vorzugsweise
im Feuerraum 2 angeordnet. Der Verbrennungssensor 7 ist besonders bevorzugt in einem
Flammenbereich im Feuerraum 2 angeordnet.
[0066] Typisch ist der Verbrennungssensor 7 über eine Impedanz an eine Spannungsquelle angeschlossen.
Die Impedanz zum Anschluss an die Spannungsquelle kann einen elektrischen Widerstand,
insbesondere einen elektrischen, ohmschen Widerstand, umfassen.
[0067] Der Verbrennungssensor 7 kann weiterhin mindestens einen Temperatursensor umfassen.
Beispielsweise kann der Verbrennungssensor 7 mindestens fünf, mindestens zwei oder
einen Temperatursensor umfassen. Insbesondere kann der Verbrennungssensor 7 mindestens
ein Temperaturatursensor sein. Beispielsweise kann der Verbrennungssensor 7 aus mindestens
fünf, aus mindestens zwei oder aus einen Temperatursensor bestehen. In diesen Fällen
dient der Verbrennungssensor 7 der Erfassung mindestens einer Temperatur im Feuerraum
2.
[0068] Eine Signalleitung 14 verbindet den Verbrennungssensor 7 mit der Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10. In einer speziellen Ausführungsform umfasst die Signalleitung
14 einen Lichtwellenleiter. Lichtwellenleiter verschaffen Vorteile im Hinblick auf
galvanische Trennung und Schutz vor Explosionen.
[0069] Findet eine Verbrennung statt, so wird vom Verbrennungssensor 7 mindestens ein Signal
an die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 übermittelt. Vorzugsweise wird das
mindestens eine Signal über die Signalleitung 14 übermittelt. Das mindestens eine
Signal des Verbrennungssensors 7 wird zu mindestens einem Messwert verarbeitet. Vorzugsweise
wird das mindestens eine Signal des Verbrennungssensors 7 zu mindendestens einem Messwert
der Luftzahl λ und/oder zu mindestens einem lonisationsstrom und/oder zu mindestens
einem Temperaturmesswert vearbeitet.
[0070] Sodann vergleicht die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 den mindestens einen
Messwert mit einem Sollwert. Aus dem Vergleich erzeugt die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 ein Regelsignal. Das Regelsignal wird an das Brennstoffventil 5 ausgegeben. Als
Antwort auf das Regelsignal verstellt das Brennstoffventil 5 die Brennstoffzufuhr
6 derart, dass sich künftige Signale und/oder Messwerte in Richtung des Sollwertes
bewegen. Schlussendlich ist der aus dem mindestens einen Signal oder dem mindestens
einen Messwert gebildete Istwert der Regelung gleich oder im Wesentlichen gleich dem
Sollwert.
[0071] FIG 2 zeigt exemplarisch eine Aufteilung (des Sollwertes 15) der Brennerleistung
und/oder der Gebläsedrehzahl in Bereiche 16. Wird die Brennerleistung und/oder die
Gebläsedrehzahl im Betrieb in zumindest einen der Bereiche 16 gestellt und/oder geregelt,
so wird geprüft, ob eine Kalibrieranforderung anliegt. Beispielsweise kann die Brennerleistung
und/oder die Gebläsedrehzahl durch Ansteuerung einer übergeordneten Einheit in zumindest
einen der Bereiche 16 gestellt und/oder geregelt werden. Die übergeordnete Einheit
kann ein Temperaturregler sein oder eine andere Einheit, welche die Leistung der Verbrennungsvorrichtung
verstellt oder einstellt. Die übergeordnete Einheit kann ebenfalls ein Temperaturregler
sein oder eine andere Einheit, welche die Leistung der Verbrennungsvorrichtung regelt.
Die übergeordnete Einheit kann ganz oder teilweise in die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 integriert sein. In einer kompakten Ausführungsform ist die übergeordnete Einheit
ganz in die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 integriert. Jene Integration
vermeidet zudem zusätzliche Komponenten und zusätzliche Signalwege. Mithin werden
Ausfälle, welche durch die zusätzlichen Komponenten oder die zusätzlichen Signalwege
entstehen können, vermieden.
[0072] Liegt zu mindestens einem eingestellten und/oder eingregelten Bereich 16 eine Kalibrieranforderung
vor, so wird versucht, eine Kalibrierung durchzuführen. Insbesondere wird versucht,
eine Kalibrierung durchzuführen, welche die Alterung des zumindest einen Verbrennungssensors
7 kompensiert. Besonders bevorzugt wird versucht, eine Kalibrierung durchzuführen,
durch welche die Effekte der Alterung des zumindest einen Verbrennungssensors 7 auf
den Betrieb der Verbrennungsvorrichtung kompensiert werden.
[0073] Nach erfolgreicher Kalibrierung wird der Bereich 16 markiert. Anhand des Setzen des
mindestens einen Flags wird ein Bereich 16 markiert. Solange die Markierung gesetzt
ist, wird keine neue Kalibrierung durchgeführt.
[0074] Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung kann ein Flag ein Bit, insbesondere ein elektronisches
Bit, umfassen. Zudem kann ein Flag ein Bit, insbesondere ein elektronisches Bit, sein.
Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung kann ein Flag in einem Speicher ein Bit, insbesondere
ein elektronisches Bit, in dem Speicher umfassen. Zudem kann ein Flag in einem Speicher
ein Bit, insbesondere ein elektronisches Bit, in dem Speicher sein.
[0075] Insbesondere kann in einem Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10
mindestens ein Flag als Markierung gesetzt werden. Vorzugsweise kann die Steuer- und/oder
Regeleinrichtung 10 einen Speicherbereich umfassen. Der Speicherbereich wiederum umfasst
mindestens ein Flag für jeden der Bereiche 16. Zusätzlich kann der Speicherbereich
redundante Flags wie beispielsweise Prüfsummen und/oder Paritätsbits umfassen. Dabei
sind die Prüfsummen und/oder die Paritätsbits jeweils Funktionen der Bits für jeden
der Bereiche 16. Anhand der redundanten Bits werden fehlerhafte Markierungen im Speicher
der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 vermieden.
[0076] Die Markierung verfällt nach einer vorgegebenen Zeitspanne. Die Zeitspanne gibt die
Zeit an, nach deren Ablauf eine neue Kalibrierung erforderlich wird. Das heisst, dass
die Kalibrierung für die Zeitspanne gültig ist. Jene Zeitspanne ist vorzugsweise in
der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 definiert. Jene Zeitspanne kann ferner
in der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 parametriert sein.
[0077] FIG 2 zeigt Schraffierungen. Anhand der Schraffierungen wird deutlich, dass sich
die Bereiche 16 überlappen können. In einer anderen Ausführungsform sind die Bereiche
16 überlappungsfrei.
[0078] Es kommt in der Praxis vor, dass eine Kalibrierung für einen eingestellten und/oder
eingeregelten Bereich 16 nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann. Beispielsweise
kann es vorkommen, dass für die Dauer der Kalibrierung die Verbrennungsvorrichtung
Wärme, die bei der Kalibrierung entsteht, nicht ausreichend abführt oder nicht ausreichend
abführen kann. In diesem Fall wird der mindestens eine Bereich 16 für einen vorgegebenen
Zeitraum für die Kalibrierung gesperrt. Supervisionstests sind in diesem gesperrten
Zeitraum dennoch möglich. Die Sperrung kann beispielsweise anhand einer zusätzlichen
Sperrmarkierung für den mindestens einen Bereich 16 im Speicher der Einrichtung 10
zur Steuerung und/oder Regelung erfolgen. Das heisst, dass keine Kalibrierung durchgeführt
wird, so lange die Sperrmarkierung für den mindestens einen Bereich 16 im Speicher
hinterlegt ist. Die Sperrung kann insbesondere anhand einer Sperrmarkierung im nicht-flüchtigen
Speicher der Einrichtung 10 zur Steuerung und/oder Regelung erfolgen. Das heisst,
dass keine Kalibrierung durchgeführt wird, so lange die Sperrmarkierung für den mindestens
einen Bereich 16 im nicht-flüchtigen Speicher hinterlegt ist.
[0079] In einer Ausführungsform ist die vorgenannte Sperrmarkierung eine dritte Markierung,
beispielsweise eine dritte elektronische Markierung, im Speicher der Einrichtung 10
zur Steuerung und/oder Regelung. Insbesondere kann die Sperrmarkierung eine dritte
Markierung, beispielsweise eine dritte elektronische Markierung, in einem nicht-flüchtigen
Speicher der Einrichtung 10 zur Steuerung und/oder Regelung sein.
[0080] In der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ist eine weitere Zeitdauer bis zur
Durchführung einer Kalibrierung definiert und/oder parametriert. Die weitere Zeitdauer
bis zur Durchführung einer Kalibrierung ist im Allgemeinen nicht identisch mit der
Zeitspanne, nach der eine Markierung eines Bereiches 16 verfällt. Insbesondere ist
die weitere Zeitdauer bis zur abgeschlossenen Durchführung einer Kalibrierung im Allgemeinen
nicht identisch mit der Zeitspanne, nach der eine Markierung eines Bereiches 16 verfällt.
Nun kann im Betrieb ein Bereich 16 (des Sollwertes 15) der Brennerleistung und/oder
Gebläsedrehzahl eingestellt oder eingeregelt werden. Die Markierung jenes Bereiches
16 ist dabei verfallen und während der weiteren Zeitdauer bis zur Durchführung einer
Kalibrierung ist keine Kalibrierung durchgeführt worden. Insbesondere ist die Markierung
jenes Bereiches 16 verfallen und während der weiteren Zeitdauer bis zur abgeschlossenen
Durchführung einer Kalibrierung ist keine Kalibrierung durchgeführt worden. In diesem
Fall wird ein Supervisionstest angefordert. Insbesondere kann die Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10 einen Supervisionstest anfordern.
[0081] Für den Supervisionstest ist der Modulationsbereich 15 der Brennerleistung und/oder
der Gebläsedrehzahl ebenfalls in Bereiche 17 eingeteilt. Insbesondere kann die Brennerleistung
und/oder die Gebläsedrehzahl der Verbrennungsvorrichtung in Bereiche 17 eingeteilt
sein. Im Allgemeinen sind die Bereiche 17 für den Supervisionstest nicht identisch
mit den Bereichen 16 für die Kalibrierung. In einer speziellen Ausführungsform sind
die Bereiche Bereiche 17 für den Supervisionstest identisch mit den Bereichen 16 für
die Kalibrierung. Diese Ausführungsform reduziert den Speicherbedarf in der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10. Die Reduktion des Speicherbedarfs rührt daher, dass
nicht separat Speicher für die Bereiche 16 für die Kalibrierung und Speicher für die
Bereiche 17 für den Supervisionstest vorgehalten werden muss.
[0082] Vorzugsweise kann die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 10 einen Speicherbereich
umfassen. Der Speicherbereich wiederum umfasst mindestens ein Flag für jeden der Bereiche
17. Zusätzlich kann der Speicherbereich redundante Bits wie beispielsweise Prüfsummen
und/oder Paritätsbits umfassen.
[0083] Dabei sind die Prüfsummen und/oder Paritätsbits jeweils Funktionen der Bits für jeden
der Bereiche 17. Anhand der redundanten Bits werden fehlerhafte Markierungen im Speicher
der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 vermieden.
[0084] Diejenigen Bereiche 16, in denen keine erfolgreiche Kalibrierung durchgeführt werden
konnte, bestimmen die Bereiche 17 für eine Anforderung eines Supervisionstests. Jene
Bestimmung erfolgt über eine Zuordnung 18. Vorzugsweise ist jeder mindestens eine
Bereich 16, in dem keine erfolgreiche Kalibrierung durchgeführt werden konnte, durch
die Zuordnung 18 abbildbar auf mindestens einen Bereich 17 für einen Supervisionstest.
Dies bedeutet, dass zu jedem mindestens einen Bereich 16, in welchem keine Kalibrierung
durchgeführt werden konnte, ein Bereich für einen Supervisionstest existiert. In einer
speziellen Ausführungsform exisitiert zu jedem Bereich 17 für einen Supervisionstest
durch die Zuordnung 18 genau ein Bereich 16.
[0085] Insbesondere kann der mindestens eine Bereich 17 zur Anforderung eines Supervisionstests
markiert werden. Ferner kann die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 einen Speicher
umfassen und in dem Speicher ein Flag zur Markierung mindestens eines Bereiches 17
setzen. Insbesondere kann die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 einen Speicher
umfassen und zur Anforderung des Supervisionstests in dem Speicher ein Flag zur Markierung
mindestens eines Bereiches 17 setzen.
[0086] Der Supervisionstest dauert vorzugsweise zwanzig Sekunden oder weniger. Besonders
bevorzugt dauert der Supervisionstest zehn Sekunden oder weniger. Idealerweise dauert
der Supervisionstest fünf Sekunden oder weniger. Im Allgemeinen ist die Dauer eines
Supervisionstests kürzer oder wesentlich kürzer als die Dauer einer Kalibrierung.
Ein kurzer Supervisionstest stört den Betrieb der Verbrennungsvorrichtung nicht oder
nur unwesentlich. Insbesondere kann für die Dauer des Supervisionstests Wärme, die
während des Supervisionstests entsteht, gut abgeführt werden.
[0087] Wird der Supervisionstest für einen Supervisionsbereich 17 bestanden, so wird die
Anforderung eines Supervisionstests für diesen Bereich 17 gelöscht. Das heisst, dass
die Markierung des Bereiches 17 gelöscht und/oder entfernt und/oder aufgehoben wird.
Insbesondere kann die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 einen Speicher umfassen
und infolge des Bestehens des Supervisionstests in dem Speicher ein Flag zur Markierung
eines Bereiches 17 löschen.
[0088] In der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ist eine weitere Zeitdauer für eine
Rückgängigmachung der Löschung der Anforderung eines Supervisionstests definiert und/oder
parametriert. Insbesondere kann in der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eine
weitere Zeitdauer für eine erneute Markierung mindestens eines Bereiches 17 nach einem
bestandenen Supervisionstests definiert und/oder parametriert sein. Das heisst, dass
nach jener weiteren Zeitdauer für eine Rückgängigmachung der Löschung und/oder für
eine erneute Markierung eine Drift des Verbrennungssensors 7 erneut geprüft werden
soll. Die erneute Prüfung findet beispielsweise anhand eines weiteren Supervisionstests
statt.
[0089] Es ist möglich, dass während der weiteren Zeitdauer für eine Rückgängigmachung der
Löschung und/oder für eine erneute Markierung eine Kalibrierung erfolgreich durchgeführt
worden ist. Eine solche erfolgreiche Kalibrierung ist möglich, weil auch bei einem
bestandenen Supervisionstest eine Kalibrieranforderung weiter anliegt. In diesem Fall
wird ein Supervisionstest gesperrt, bis die erfolgreich durchgeführte Kalibrierung
ihre Gültigkeit verliert. Das heisst, dass die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 anhand der Zuordnung 18 prüft, ob zu dem infrage stehenden Bereich 17 für einen
Supervisionstest mindestens ein Bereich 16 für eine Kalibrierung existiert. Es ist
nun möglich, dass für diesen mindestens einen Bereich 16 eine Anforderung für eine
Kalibrierung vorliegt und die Kalibrierung gültig ist. Das heisst, dass der mindestens
eine Bereich 16 entsprechend markiert ist. In einer Ausführungsform ist in einem Speicher
der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ein Flag zur Markierung des mindestens
einen Bereiches 16 gesetzt.
[0090] Infolge der Markierung des mindestens einen Bereiches 16 wird nun im zugeordneten
Bereich 17 für den Supervisionstest keine Löschung einer Anforderung eines Supervisionsstests
rückgängig gemacht. In einer weiteren Ausführungsform wird in den zugeordneten Bereichen
17 für den Supervisionstest keine Löschung einer Anforderung eines Supervisionsstests
rückgängig gemacht. Die Löschung der Anforderung eines Supervisionstests wird auch
dann nicht rückgängig gemacht, wenn die Zeitdauer für die Rückgängmachung der Löschung
der Anforderung des Supervisionstests abgelaufen ist. Ebensowenig wird der mindestens
eine zugeordnete Bereich 17 erneut für eine Anforderung eines Supervisionstests erneut
markiert. Der mindestens eine Bereich 17 wird auch dann nicht für eine Anforderung
eines Supervisionstests erneut markiert, wenn die Zeitdauer für die Rückgängmachung
abgelaufen ist.
[0091] Nun werde durch die Verbrennungsvorrichtung und/oder durch deren Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10 eine Brennerleistung und/oder eine Gebläsedrehzahl angefordert,
zu welcher keine gültige Kalibrierung vorliegt. Das heisst, dass die Brennerleistung
und/oder die Gebläsedrehzahl in mindestens einem Bereich 16 liegt, zu welchem eine
Kalibrieranforderung vorliegt. Der mindestens eine Bereich 16 ist entsprechend unmarkiert.
Beispielsweise kann die Markierung des mindestens einen Bereiches 16 nach der vorgegebenen
Zeitspanne verfallen sein. Die weitere Zeitdauer bis zur Durchführung einer Kalibrierung
sei ebenfalls abgelaufen. Die Einrichtung 10 zur Steuerung und/oder Regelung ermittelt
nun anhand der Zuordnung 18 einen oder mehrere Bereiche 17 und markiert diesen oder
diese Bereiche 17.
[0092] Das heisst, dass die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 einen Speicher wie
beispielsweise einen nicht-flüchtigen Speicher umfasst und ausgebildet ist:
- ein Anforderungssignal für eine Brennerleistung und/oder für eine Gebläsedrehzahl
zu empfangen;
- der Brennerleistung und/oder der Gebläsedrehzahl einen oder mehrere erste Bereiche
16 (von Sollwerten 15) der Brennerleistung und/oder der Gebläsedrehzahl zuzuordnen;
- zu überprüfen, ob für den einen oder für die mehreren ersten Bereiche 16 eine erste
Markierung, beispielsweise eine erste elektronische Markierung, im Speicher der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 hinterlegt ist;
- falls der Speicher frei ist von einer ersten Markierung, insbesondere frei ist von
einer ersten elektronischen Markierung, für den einen oder für die mehreren ersten
Bereiche 16, ist die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet:
- eine aktuelle Zeit, insbesondere eine aktuelle Betriebszeit, zu bestimmen;
- die aktuelle Zeit, insbesondere die aktuelle Betriebszeit, mit einem Zeitpunkt bis
zur Durchführung einer Kalibrierung zu vergleichen;
- falls die aktuelle Zeit, insbesondere die aktuelle Betriebszeit, später als der Zeitpunkt
bis zur Durchführung der Kalibrierung ist, ist die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 ausgebildet:
- den einen oder die mehreren ersten Bereiche 16 zu einem oder mehreren zweiten Bereichen
17 (des Sollwertes 15) der Brennerleistung und/oder der Gebläsedrehzahl zuzuordnen;
und
- eine zweite Markierung, insbesondere eine zweite elektronische Markierung, für den
mindestens einen zweiten Bereich im Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 zu hinterlegen.
[0093] Im Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ist eine oder sind mehrere
Markierungen für Bereiche 16, 17 (des Sollwertes 15) der Brennerleistung und/oder
der Gebläsedrehzahl hinterlegbar. Die Bereiche 16 und 17 sind normalerweise voneinander
verschieden, sie können in einer speziellen Ausführungsform aber auch identisch sein.
Insbesondere sind die Bereiche 16 und 17 normalerweise paarweise voneinander verschieden,
sie können in einer speziellen Ausführungsform aber auch identisch sein.
[0094] Die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ist vorzugsweise auch ausgebildet, eine
Brennerleistung und/oder eine Gebläsedrehzahl anzufordern. Insbesondere kann die Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet sein, eine Brennerleistung und/oder eine
Gebläsedrehzahl einzustellen und/oder einzuregeln. Die Brennerleistung ist beispielsweise
eine Brennerleistung der Verbrennungsvorrichtung. Die Gebläsedrehzahl ist beispielsweise
eine Gebläsedrehzahl der Verbrennungsvorrichtung. Die Gebläsedrehzahl ist vorzugsweise
eine Gebläsedrehzahl des Gebläses 3 der Verbrennungsvorrichtung.
[0095] In einer Ausführungsform ist die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet,
zu überprüfen, ob für den einen oder für die mehreren ersten Bereiche 16 eine erste
Markierung in Form eines ersten gesetzten Flags, beispielsweise eine erste elektronische
Markierung in Form eines ersten gesetzten Flags, im Speicher der Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10 hinterlegt ist. In einer speziellen Ausführungsform umfasst
die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 einen nicht-flüchtigen Speicher und ist
ausgebildet, zu überprüfen, ob für den einen oder für die mehreren ersten Bereiche
16 eine erste Markierung, beispielsweise eine erste elektronische Markierung, im nicht-flüchtigen
Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 hinterlegt ist. In einer weiteren
speziellen Ausführungsform umfasst die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 einen
nicht-flüchtigen Speicher und ist ausgebildet, zu überprüfen, ob für den einen oder
für die mehreren ersten Bereiche 16 eine erste Markierung in Form eines ersten gesetzten
Flags, beispielsweise eine erste elektronische Markierung in Form eines ersten gesetzten
Flags, im nicht-flüchtigen Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 hinterlegt
ist.
[0096] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet
ist, zu überprüfen, ob der Speicher frei ist von einer ersten Markierung in Form eines
ersten (gesetzten) Flags, insbesondere frei ist von einer ersten elektronischen Markierung
in Form eines ersten (gesetzten) Flags, für den einen oder für die mehreren ersten
Bereiche 16. Insbesondere kann die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 einen
nicht-flüchtigen Speicher umfassen und ausgebildet sein, zu überprüfen, ob der nicht-flüchtige
Speicher frei ist von einer ersten Markierung, insbesondere frei ist von einer ersten
elektronischen Markierung, für den einen oder für die mehreren ersten Bereiche 16.
[0097] Vorzugsweise umfasst die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eine Uhr wie beispielsweise
eine interne Uhr basierend auf komplementären Metall-Oxid Halbleitern. Die Uhrzeit
kann alternativ auch von aussen an die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 übertragen
werden.
[0098] Die Übertragung kann beispielsweise über
- eine Datenleitung, insbesondere eine Glasfaserleitung oder eine Zweidrahtleitung,
- eine Busleitung, insbesondere eine Busleitung zur digitalen Signalübertragung, oder
- eine drahtlose Funkverbindung
erfolgen. Ferner kann eine aktuelle Zeit in Form einer aktuellen Betriebszeit anhand
eines Taktes eines Microcontrollers oder Microprozessors der Einrichtung 10 zur Steuerung
und/oder Regelung bestimmt werden.
[0099] Die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ist dann ausgebildet, anhand der Uhr
eine aktuelle Zeit zu bestimmen. Vorzugsweise umfasst die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 eine interne Uhr und ist ausgebildet, anhand der internen Uhr der Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10 eine aktuelle Zeit, insbesondere die aktuelle Betriebszeit,
zu bestimmen. Idealerweise umfasst die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eine
interne Uhr basierend auf komplementären Metall-Oxid Halbleitern und ist ausgebildet,
anhand der internen Uhr, die auf komplementären Metall-Oxid Halbleitern basiert und
von der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 umfasst wird, eine aktuelle Zeit,
insbesondere die aktuelle Betriebszeit, zu bestimmen.
[0100] In einer Ausführungsform ist die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet,
einen Zeitpunkt bis zur Durchführung einer Kalibrierung als Funktion einer Zeitdauer
bis zur Durchführung einer Kalibrierung zu bestimmen. Die Zeitdauer bis zur Durchführung
einer Kalibrierung kann im Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 hinterlegt
sein. Die Zeitdauer bis zur Durchführung einer Kalibrierung kann insbesondere in einem
nicht-flüchtigen Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 hinterlegt
sein.
[0101] Ferner kann im Speicher, beispielsweise im nicht-flüchtigen Speicher, der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 ein Zeitpunkt hinterlegt sein, der die Gültigkeit
einer Kalibrierung für den einen oder für die mehreren ersten Bereiche 16 angibt.
Das heisst, dass die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet ist:
- einen Zeitpunkt, der die Gültigkeit einer Kalibrierung für den einen oder für die
mehreren ersten Bereiche 16 angibt, aus dem Speicher zu laden;
- eine Zeitdauer bis zur Durchführung einer Kalibrierung aus dem Speicher zu laden;
und
- den Zeitpunkt bis zur Durchführung einer Kalibrierung als Funktion des Zeitpunktes,
der die Gültigkeit einer Kalibrierung für den einen oder für die mehreren ersten Bereiche
16 angibt, und als Funktion der Zeitdauer bis zur Durchführung einer Kalibrierung,
zu bestimmen oder zu berechnen.
[0102] Vorteilhaft ist die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet:
- einen Zeitpunkt, der die Gültigkeit einer Kalibrierung für den einen oder für die
mehreren ersten Bereiche 16 angibt, aus dem Speicher zu laden;
- eine Zeitdauer bis zur Durchführung einer Kalibrierung aus dem Speicher zu laden;
und
- den Zeitpunkt bis zur Durchführung einer Kalibrierung durch Verlängerung des Zeitpunktes,
der die Gültigkeit einer Kalibrierung für den einen oder für die mehreren ersten Bereiche
16 angibt, um die Zeitdauer bis zur Durchführung einer Kalibrierung, zu bestimmen
oder zu berechnen.
[0103] Besonders vorteilhaft umfasst die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 einen
nicht-flüchtigen Speicher und ist ausgebildet:
- einen Zeitpunkt, der die Gültigkeit einer Kalibrierung für den einen oder für die
mehreren ersten Bereiche 16 angibt, aus dem nicht-flüchtigen Speicher zu laden;
- eine Zeitdauer bis zur Durchführung einer Kalibrierung aus dem nicht-flüchtigen Speicher
zu laden; und
- den Zeitpunkt bis zur Durchführung einer Kalibrierung durch Verlängerung des Zeitpunktes,
der die Gültigkeit einer Kalibrierung für den einen oder für die mehreren ersten Bereiche
16 angibt, um die Zeitdauer bis zur Durchführung einer Kalibrierung, zu bestimmen
oder zu berechnen.
[0104] Ausserdem kann in der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eine Zuordnung 18
hinterlegt und die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet sein:
- dem einen oder den mehreren ersten Bereichen 16 einen oder mehrere zweite Bereiche
17 (des Sollwertes 15) der Brennerleistung und/oder der Gebläsedrehzahl anhand der
Zuordnung 18 zuzuordnen.
[0105] Insbesondere kann im Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eine Zuordnung
18 hinterlegt und die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet sein:
- die Zuordnung 18 aus dem Speicher zu laden; und
- dem einen oder den mehreren ersten Bereichen 16 einen oder mehrere zweite Bereiche
17 (des Sollwertes 15) der Brennerleistung und/oder der Gebläsedrehzahl anhand der
Zuordnung 18 zuzuordnen.
[0106] In einer speziellen Ausfühurngsform kann die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 einen nicht-flüchtigen Speicher umfassen und im nicht-flüchtigen Speicher der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 eine Zuordnung 18 hinterlegt und die Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10 ausgebildet sein:
- die Zuordnung 18 aus dem nicht-flüchtigen Speicher zu laden; und
- dem einen oder den mehreren ersten Bereichen 16 einen oder mehrere zweite Bereiche
17 (des Sollwertes 15) der Brennerleistung und/oder der Gebläsedrehzahl anhand der
Zuordnung 18 zuzuordnen.
[0107] In einer Ausführungsform ist die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ausgebildet,
eine zweite Markierung in Form eines zweiten gesetzten Flags, insbesondere eine zweite
elektronische Markierung in Form eines zweiten gesetzten Flags, für den zweiten Bereich
im Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 zu hinterlegen oder zu setzen.
In einer speziellen Ausführungsform umfasst die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 einen nicht-flüchtigen Speicher und ist ausgebildet, eine zweite Markierung, insbesondere
eine zweite elektronische Markierung, für den zweiten Bereich im nicht-flüchtigen
Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 zu hinterlegen oder zu setzen.
In einer weiteren speziellen Ausführungsform umfasst die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 einen nicht-flüchtigen Speicher und ist ausgebildet, eine zweite Markierung in
Form eines zweiten gesetzten Flags, insbesondere eine zweite elektronische Markierung
in Form eines zweiten gesetzten Flags, für den zweiten Bereich im nicht-flüchtigen
Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 zu hinterlegen oder zu setzen.
[0108] Der eine oder die mehreren ersten Bereiche 16 sind im Allgemeinen verschieden von
dem mindestens einen zweiten Bereich 17. In einer speziellen Ausführungsform überlappen
der eine oder die mehreren ersten Bereiche 16 mit dem mindestens einen zweiten Bereich
17. In einer weiteren speziellen Ausführungsform decken sich der eine oder die mehreren
ersten Bereiche 16 mit dem mindestens einen zweiten Bereich 17.
[0109] Die Durchführung eines Supervisionstests wird anhand FIG 3 veranschaulicht. Die in
FIG 3 dargestellte Konstellation weist auf keine Drift des Verbrennungssensors 7 hin.
Mithin wird der entsprechende Supervisionstest bestanden.
[0110] Im Rahmen des Supervisionstests ist die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10
entweder ausgebildet,
- eines oder mehrere erste Signale an das Gebläse 3 zu senden, so dass als Antwort auf
dieses eine oder die mehreren ersten Signale eine Drehzahl des Gebläses 3 im Wesentlichen
konstant, insbesondere konstant, bleibt;
oder die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ist ausgebildet:
- als Funktion des mindestens einen zweiten Bereiches 17 eine Untergrenze der Drehzahl
des Gebläses 3 zu bestimmen;
- als Funktion des mindestens einen zweiten Bereiches 17 eine Obergrenze der Drehzahl
des Gebläses 3 zu bestimmen;
- einen Mittelwert der Drehzahl des Gebläses 3 zwischen der Untergrenze und der Obergrenze
zu bestimmen, beispielsweise zu berechnen; und
- eines oder mehrere zweite Signale an das Gebläse 3 zu senden, so dass als Antwort
auf dieses eine oder die mehreren zweiten Signale die Drehzahl des Gebläses 3 den
Mittelwert annimmt.
[0111] Beispielsweise werden das eine oder die mehreren ersten Signale von der Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10 an einen Antrieb des Gebläses 3 gesendet.
[0112] Der Mittelwert ist vorzugsweise ein arithmetischer Mittelwert, der als Funktion der
Untergrenze der Drehzahl des Gebläses 3 und der Obergrenze der Drehzahl des Gebläses
3 berechnet wird. In einer anderen Ausführungsform ist der Mittelwert ein geometrischer
Mittelwert. Der geometrische Mittelwert wird als Funktion der Untergrenze der Drehzahl
des Gebläses 3 und der Obergrenze der Drehzahl des Gebläses 3 berechnet.
[0113] Beispielsweise werden das eine oder die mehreren zweiten Signale von der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 an einen Antrieb des Gebläses 3 gesendet.
[0114] Das eine oder die mehreren ersten Signale an das Gebläse 3 sind meist verschieden
von dem einen oder von den mehreren zweiten Signalen an das Gebläse 3. Es kann jedoch
vorkommen, dass das eine oder die mehreren ersten Signale an das Gebläse 3 mit dem
einen oder mit den mehreren zweiten Signalen an das Gebläse 3 übereinstimmen.
[0115] In FIG 3 gibt die Kennlinie 21 eine Zuordnung des Signales 19 des Verbrennungssensors
7 zur Luftzahl 20 an. Umgekehrt wird durch die Kennlinie 21 eine Luftzahl 20 einem
Signal 19 des Verbrennungssensors 7 zugeordnet. Vorzugsweise ist die letztere Zuordnung
eindeutig.
[0116] In einer Ausführungsform mit Signalverarbeitung kann die Kennlinie 21 eine Zuordnung
des Messwertes aus dem Signal 19 des Verbrennungssensors 7 zur Luftzahl 20 angeben.
Umgekehrt wird durch die Kennlinie 21 eine Luftzahl 20 einem Signal 19 des Verbrennungssensors
7 zugeordnet. Vorzugsweise ist die letztere Zuordnung eindeutig. Die Zuordnung des
Messwertes aus dem Signal 19 des Verbrennungssensors 7 zur Luftzahl 20 kann beispielsweise
durch die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 erfolgen. Die Zuordnung der Luftzahl
20 zum Messwert aus dem Signal 19 des Verbrennungssensors 7 kann beispielsweise durch
die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 erfolgen.
[0117] Insbesondere im Fall einer Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 mit Signalverarbeitung
kann die Kennlinie 21 eine Zuordnung des Messwertes aus dem Signal 19 des Verbrennungssensors
7 zur Luftzahl 20 angeben. Umgekehrt wird durch die Kennlinie 21 eine Luftzahl 20
einem Signal 19 des Verbrennungssensors 7zugeordnet. Vorzugsweise ist die letztere
Zuordnung eindeutig. Die Zuordnung des Messwertes aus dem Signal 19 des Verbrennungssensors
7 zur Luftzahl 20 kann beispielsweise durch die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 erfolgen. Die Zuordnung der Luftzahl 20 zum Messwert aus dem Signal 19 des Verbrennungssensors
7 kann beispielsweise durch die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 erfolgen.
[0118] Im normalgeregelten Zustand entspricht bei einem Verbrennungssensor 7 der Signalwert
22 des Verbrennungssensors 7 dem Luftzahlwert 23. In einer Ausführungsform entspricht
bei einem nicht gedrifteten und nicht korrigierten Verbrennungssensor 7 der aus dem
Signalwert 22 des Verbrennungssensors 7 gewonnene Messwert dem Luftzahlwert 23. Mit
dem Signalwert 22 des Verbrennungssensors 7 wird damit der Luftzahlwert 23 mit Hilfe
der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eingeregelt. In einer Ausführungsform
wird mit dem Messwert, der aus dem Signalwert 22 des Verbrennungssensors 7 gewonnen
wird, der Luftzahlwert 23 anhand der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eingeregelt.
[0119] Wird nun ein Supervisionstest angefordert, so wird bei einer wie oben ausgeführt
gewählten Gebläsedrehzahl der Sollwert für das Signal 19 des Verbrennungssensors 7
erhöht. Infolge der Erhöhung des Sollwertes für das Signal 19 des Verbrennungssensors
7 regelt die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 auf einen Signalwert 24 des
Verbrennungssensors 7. In einer Ausführungsform mit Signalverarbeitung kann die Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 neu auf einen Sollwert 24 des Verbrennungssensors
7 regeln.
[0120] Um den Einregelvorgang zu beschleunigen, können während dieser Zeit auch Regelparameter
in der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 geändert werden. Beispielsweise können
Regelparameter eines proportionalen und/oder integralen Reglers der Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10 geändert werden. Ferner können Regelparameter eines proportionalen
und/oder integralen und/oder derivativen Reglers der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 geändert werden.
[0121] Vorliegend findet sich für den neuen Sollwert 24 für das Signal des Verbrennungssensors
7 ein neuer Punkt 25, 24 entlang der Kennlinie 21. Zudem ist die Steigung an dem neuen
Punkt 25, 24 ähnlich der Steigung am Punkt 23, 22. Mit dem neuen Sollwert 24 für das
Signal des Verbrennungssensors 7 wird deshalb ein neuer Wert 25 der Luftzahl λ mit
Hilfe der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 eingeregelt.
[0122] Im Beispiel aus FIG 3 gelangt die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 rasch
an den neuen Punkt 25, 24 und bleibt dort auch stabil. Vorzugsweise gelangt die Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 innerhalb von zehn Sekunden an den neuen Punkt 25,
24 und bleibt dort auch stabil. Idealerweise gelangt die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 innerhalb von fünf Sekunden an den neuen Punkt 25, 24. Eine rasche Regelung auf
den neuen Punkt 25, 24 ermöglicht ein zeitnahes Ende des Supervisionstests. Es erhöht
sich damit die Wahrscheinlich dafür, dass der Supervisionstest erfolgreich durchgeführt
werden kann.
[0123] Eine stabile Regelung auf den neuen Punkt 25, 24 ist eine Indikation dafür, dass
der Supervisionstest bestanden ist. Insbesondere ist eine stabile Regelung auf den
neuen Punkt 25, 24 durch die Einrichtung 10 zur Steuerung und/oder Regelung eine Indikation
dafür, dass der Supervisionstest bestanden ist.
[0124] In einer zeitsparenden und ressourcensparenden Ausführungsform ist ein Erreichen
des Punktes 25, 24 eine Indikation dafür, dass der Supervisionstest bestanden ist.
Alternativ gilt das auch für das Erreichen eines vorgegebenen Bandes um den Punkt
25,24. Insbesondere gilt solches für das Erreichen eines vorgegebenen Bandes, beispielsweise
eines vorgegebenen Toleranzbandes, um den geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert
24.
[0125] Eine Markierung mindestens eines Bereiches 17 wird infolge des bestandenen Supervisionstests
gelöscht und/oder entfernt. Insbesondere wird eine elektronische Markierung mindestens
eines Bereiches 17 gelöscht und/oder entfernt. Beispielsweise kann bei einer elektronischen
Markierung mindestens eines Bereiches 17 in Form eines Flags im Speicher der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 jenes Flag gelöscht werden. In einer Ausführungsform
ist der Speicher der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ein nicht-flüchtiger
Speicher.
[0126] FIG 4 veranschaulicht einen Supervisionstest, der nicht bestanden wird. Das heisst,
dass der Supervisionstest aus FIG 4 zu einem fehlerhaften Ergebnis führt.
[0127] Auch im Rahmen des Supervisionstests aus FIG 4 ist die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
10 entweder ausgebildet,
- eines oder mehrere erste Signale an das Gebläse 3 zu senden, so dass als Antwort auf
dieses eine oder die mehreren ersten Signale eine Drehzahl des Gebläses 3 im Wesentlichen
konstant, insbesondere konstant, bleibt;
oder die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 ist ausgebildet:
- als Funktion des mindestens einen zweiten Bereiches 17 eine Untergrenze der Drehzahl
des Gebläses 3 zu bestimmen;
- als Funktion des mindestens einen zweiten Bereiches 17 eine Obergrenze der Drehzahl
des Gebläses 3 zu bestimmen;
- einen Mittelwert der Drehzahl des Gebläses 3 zwischen der Untergrenze und der Obergrenze
zu bestimmen, beispielsweise zu berechnen; und
- eines oder mehrere zweite Signale an das Gebläse 3 zu senden, so dass als Antwort
auf dieses eine oder die mehreren zweiten Signale die Drehzahl des Gebläses 3 den
Mittelwert annimmt.
[0128] Beispielsweise werden das eine oder die mehreren ersten Signale von der Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10 an einen Antrieb des Gebläses 3 gesendet.
[0129] Der Mittelwert ist vorzugsweise ein arithmetischer Mittelwert, der als Funktion der
Untergrenze der Drehzahl des Gebläses 3 und der Obergrenze der Drehzahl des Gebläses
3 berechnet wird. In einer anderen Ausführungsform ist der Mittelwert ein geometrischer
Mittelwert. Der geometrische Mittelwert wird als Funktion der Untergrenze der Drehzahl
des Gebläses 3 und der Obergrenze der Drehzahl des Gebläses 3 berechnet.
[0130] Beispielsweise werden das eine oder die mehreren zweiten Signale von der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 an einen Antrieb des Gebläses 3 gesendet.
[0131] Das eine oder die mehreren ersten Signale an das Gebläse 3 sind meist verschieden
von dem einen oder von den mehreren zweiten Signalen an das Gebläse 3. Es kann jedoch
vorkommen, dass das eine oder die mehreren ersten Signale an das Gebläse 3 mit dem
einen oder mit den mehreren zweiten Signalen an das Gebläse 3 übereinstimmen.
[0132] Dem Beispiel in FIG 4 liegt ein gedrifteter und/oder gealterter Verbrennungssensor
7 zugrunde. Im Beispiel in FIG 4 wird im Fall, dass das Sensorsignal 19 den Wert 22
erreicht, nicht der Wert 23 der Luftzahl λ erreicht. Stattdessen wird der Wert 27
der Luftzahl λ aufgrund der verschobenen Kennlinie 26 erreicht. In einer Ausführungsform
mit Signalverarbeitung wird aufgrund einer Regelung auf den Sollwert 22 mit einem
Messwert, der aus dem ausgezeichneten Sensorsignal 19 gewonnen wird, nicht der Wert
23 der Luftzahl λ erreicht. Stattdessen wird mit jenem Messwert der Wert 27 der Luftzahl
λ aufgrund der Kennlinie 26 erreicht.
[0133] Die Kennlinie 26 stellt dabei den Verlauf des Sensorsignales 19 über der Luftzahl
20 für den gedrifteten und/oder gealterten Verbrennungssensor 7 dar. In einer Ausführungsform
mit Signalverarbeitung stellt die Kennlinie 26 den Verlauf eines Messwertes über der
Luftzahl 20 für den gedrifteten und/oder gealterten Verbrennungssensor 7 dar. Dabei
wird der Messwert durch Signalverarbeitung aus dem Sensorsignal 19 gewonnen. Die Signalverarbeitung
erfolgt beispielsweise anhand der Einrichtung 10 zur Steuerung und/oder Regelung.
[0134] Infolge der Drift und/oder der Alterung ist der im Normalbetrieb eingeregelte Wert
27 der Luftzahl λ verschieden von dem geforderten Wert 23 der Luftzahl λ. Im Beispiel
in FIG 4 ist der infolge Drift und/oder Alterung eingeregelte Wert 27 der Luftzahl
λ kleiner als der geforderte Wert 23 der Luftzahl λ. Eine solche Änderung kann einen
kritischen Betrieb zur Folge haben. Beispielsweise können in einem kritischen Betrieb
erhöhte Emissionen an Kohlenmonoxid auftreten.
[0135] Normalerweise wird eine solche Drift durch eine Kalibrierung korrigiert. Kann eine
Kalibrierung aber nicht erfolgreich abgeschlossen werden, so kann im Gegensatz dazu
der kürzere Supervisionstest die Drift aufdecken.
[0136] Wird nun der Supervisionstest angefordert, so wird bei einer wie oben ausgeführt
gewählten Gebläsedrehzahl der Sollwert für das Signal 19 des Verbrennungssensors 7
erhöht. Infolge der Erhöhung des Sollwertes für das Signal 19 des Verbrennungssensors
7 versucht die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 auf einen Signalwert 24 des
Verbrennungssensors 7 zu regeln. In einer Ausführungsform mit Signalverarbeitung kann
die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 10 versuchen, auf einen Messwert, der dem
Signalwert 24 des Verbrennungssensors 7 zugeordnet wird, zu regeln.
[0137] Im vorliegenden Beispiel findet sich jedoch entlang der Kennlinie 26 für einen Sollwert
24 des Verbrennungssensors 7 kein Wert der Luftzahl λ. Das heisst, dass der Versuch
einer Regelung auf den Sollwert 24 aufgrund der Kennlinie 26 des Verbrennungssensors
7 zu einem Fehler führt. Insbesondere kann beim Versuch einer Regelung des Verbrennungssensors
7 auf den Wert 24 der Istwert (aus dem Signal) des Verbrennungssensors 7 stets kleiner
als der Wert 24 bleiben. Es wird aufgrund der Kennlinie 26 bei weniger als einem Wert
der Luftzahl λ der Signalwert 24 erreicht. Bei einer Umsetzung anhand Software kann
jener Versuch, den Signalwert 24 des Verbrennungssensors 7 zu erreichen, zu einer
Ausnahme führen.
[0138] In einer Ausführungsform mit Signalverarbeitung findet sich aufgrund der Kennlinie
26 für einen Signalwert 24 kein Wert der Luftzahl λ. Das heisst, dass der Versuch
einer Regelung auf einen Sollwert 24 aufgrund der Kennlinie 26 zu einem Fehler führt.
Es wird aufgrund der Kennlinie 26 bei weniger als einem Wert der Luftzahl λ jener
Signalwert erreicht. Bei einer Umsetzung anhand Software kann jener Versuch einer
Zuordnung des Wertes 24 (einer Regelung auf den Wert 24) zu einer Ausnahme führen.
[0139] Wird ein stabiler Betriebszustand nicht nach einer vorgegebenen Zeitspanne detektiert,
so gilt das als Indikation für einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis. Die
vorgegebene Zeitspanne kann beispielsweise zehn Sekunden oder weniger betragen. Die
vorgegebene Zeitspanne kann auch fünf Sekunden oder weniger betragen. Eine kurze vorgegebene
Zeitspanne verhindert eine Überhitzung der Verbrennungsvorrichtung oder von Teilen
derselben.
[0140] Die Instabilität der Regelung kann unter anderem detektiert werden durch mindestens
ein Ereignis ausgewählt aus:
- einem Flammenabriss während des Supervisionstests,
- das Signal 19 des Verbrennungssensors 7 fällt unter einen vorgegebenen Wert,
- ein Messwert, der aus dem Signal 19 des Verbrennungssensors 7 gewonnen wird, fällt
unter einen vorgegebenen Wert.
[0141] Der vorgegebene Wert ist idealerweise ein Minimalwert. Im Fall eines Vergleichs des
Signales 19 des Verbrennungssensors 7 mit einem vorgegebenen Wert kann jenes Signal
19 des Verbrennungssensors 7 kleiner sein als ein Signal 22 des Verbrennungssensors
7 aus dem Normalbetrieb. Beispielsweise kann jenes Signal um eine vorgegebene Differenz
kleiner sein als ein Signal 22 aus dem Normalbetrieb. Ferner kann jenes Signal 19
des Verbrennungssensors 7 um einen vorgegebenen Faktor kleiner sein als ein Signal
22 des Verbrennungssensors 7 aus dem Normalbetrieb.
[0142] Ebenso kann ein Messwert, der aus dem Signal 19 des Verbrennungssensors 7 gewonnen
wird, kleiner sein als ein entsprechender Messwert aus dem Normalbetrieb. Beispielsweise
kann jener Messwert um eine vorgegebene Differenz kleiner sein als ein entsprechender
Messwert aus dem Normalbetrieb. Ferner kann jener Messwert um einen vorgegebenen Faktor
kleiner sein als ein entsprechender Messwert aus dem Normalbetrieb.
[0143] Tritt einer der vorgenannten Fälle auf, so gilt der Supervisionstest als nicht bestanden.
Das Ergebnis des Supervisionstests ist fehlerhaft. Eine Markierung mindestens eines
Bereiches 17 wird nicht gelöscht und/oder entfernt. Das heisst, dass der mindestens
eine Bereich 17 markiert bleibt. Insbesondere wird eine elektronische Markierung eines
Bereiches 17 nicht gelöscht und/oder entfernt. Das heisst, dass der mindestens eine
Bereich 17 elektronisch markiert bleibt. Beispielsweise kann bei einer elektronischen
Markierung mindestens eines Bereiches 17 in Form eines Flags im Speicher der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung 10 jenes Flag nicht gelöscht werden. Das heisst, dass
jenes Flag gesetzt bleibt. In einer Ausführungsform ist der Speicher der Steuer- und/oder
Regelungseinrichtung 10 ein nicht-flüchtiger Speicher.
[0144] Darüber hinaus ist ein Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis ein Indiz für einen
kritisch gedrifteten und/oder gealterten Verbrennungssensor 7. Infolge des kritisch
gedrifteten und/oder gealterten Verbrennungssensors 7 kann die Verbrennungsvorrichtung
ausser Betrieb gesetzt werden. Eine erneute Inbetriebnahme wird von geschultem Personal
vorgenommen. Eine erneute Inbetriebnahme kann einen Austausch des Verbrennungssensors
7 der Verbrennungsvorrichtung erfordern.
[0145] In einer ähnlichen Ausführungsform sind mehrere Supervisionstests mit fehlerhaftem
Ergebnis ein Indiz für einen kritisch gedrifteten und/oder gealterten Verbrennungssensor
7. Beispielsweise können zwei, fünf oder zehn Supervisionstests mit jeweils fehlerhaftem
Ergebnis ein Indiz für einen kritisch gedrifteten und/oder gealterten Verbrennungssensor
7 sein. Mit der Anzahl an Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis sinkt die Wahrscheinlichkeit
für eine falsche Indikation eines kritisch gedrifteten und/oder gealterten Verbrennungssensors
7. Infolge des kritisch gedrifteten und/oder gealterten Verbrennungssensors 7 kann
die Verbrennungsvorrichtung ausser Betrieb gesetzt werden. Eine erneute Inbetriebnahme
wird von geschultem Personal vorgenommen. Eine erneute Inbetriebnahme kann einen Austausch
des Verbrennungssensors 7 der Verbrennungsvorrichtung erfordern.
[0146] Mit anderen Worten, die vorliegende Offenbarung beinhaltet eine Einrichtung (10)
zur Steuerung und/oder Regelung einer Verbrennung durch eine Verbrennungsvorrichtung
in Abhängigkeit von einem Sollwert, die Einrichtung (10) umfassend einen Speicher,
die Verbrennungsvorrichtung umfassend einen Feuerraum (2) und einen Schornstein (8)
und zumindest einen im Feuerraum (2) und/oder im Schornstein (8) der Verbrennungsvorrichtung
angeordneten Verbrennungssensor (7) und einen Luftaktor (3), welcher ausgebildet ist,
eine Zufuhrmenge (4) an Luft in Abhängigkeit von einem Luftstellsignal zu beeinflussen,
und einen Brennstoffaktor (5), welcher ausgebildet ist, eine Zufuhrmenge (6) an Brennstoff
in Abhängigkeit von einem Brennstoffstellsignal zu beeinflussen, wobei die Einrichtung
(10) ausgebildet ist:
als Antwort auf eine angeforderte Brennerleistung und/oder angeforderte Gebläsedrehzahl
der angeforderten Brennerleistung und/oder der angeforderten Gebläsedrehzahl mindestens
einen ersten Bereich (16) der Brennerleistung und/oder der Gebläsedrehzahl zuzuordnen;
zu überprüfen, ob für den einen oder für die mehreren ersten Bereiche (16) eine erste
Markierung im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt ist, wobei die erste Markierung
eine Kalibrierung für den einen oder die mehreren ersten Bereiche (16) angibt;
falls der Speicher frei ist von einer ersten Markierung für den einen oder für die
mehreren ersten Bereiche (16):
eine aktuelle Zeit, insbesondere eine aktuelle Betriebszeit, zu bestimmen und die
aktuelle Zeit mit einem Zeitpunkt bis zur Durchführung der Kalibrierung zu vergleichen;
falls die aktuelle Zeit, insbesondere die aktuelle Betriebszeit, später als der Zeitpunkt
bis zur Durchführung der Kalibrierung ist:
ein erstes Luftstellsignal zu erzeugen und an den Luftaktor (3) auszugeben;
aus dem Sollwert (22) einen geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert (24) zu erzeugen;
unter Beibehaltung des ersten Luftstellsignales durch Regelung auf den geänderten,
insbesondere erhöhten, Sollwert (24) ein geändertes Brennstoffstellsignal zu erzeugen
und an den Brennstoffaktor (5) auszugeben; und
nach der Ausgabe des geänderten Brennstoffsignales Signale aus einem Testbetrieb von
dem zumindest einen Verbrennungssensor (7) zu empfangen und zu ersten Istwerten aus
dem Testbetrieb zu verarbeiten und mindestens einen der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb
durch Vergleich mit einem vorgegebenen Minimalwert auszuwerten.
[0147] Die vorliegende Offenbarung beinhaltet zudem eine Einrichtung (10) zur Steuerung
und/oder Regelung einer Verbrennung durch eine Verbrennungsvorrichtung in Abhängigkeit
von einem Sollwert, die Einrichtung (10) umfassend einen Speicher, die Verbrennungsvorrichtung
umfassend einen Feuerraum (2) und einen Schornstein (8) und zumindest einen im Feuerraum
(2) und/oder im Schornstein (8) der Verbrennungsvorrichtung angeordneten Verbrennungssensor
(7), welcher ausgebildet ist, eines oder mehrere Verbrennungssensorsignale zu erzeugen,
und einen Luftaktor (3), welcher ausgebildet ist, eine Zufuhrmenge (4) an Luft in
Abhängigkeit von einem Luftstellsignal zu beeinflussen, und einen Brennstoffaktor
(5), welcher ausgebildet ist, eine Zufuhrmenge (6) an Brennstoff in Abhängigkeit von
einem Brennstoffstellsignal zu beeinflussen, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet
ist:
durch Regelung das Brennstoffstellsignal anhand eines Vergleiches eines Verbrennungssensorsignales
aus einem Normalbetrieb der Verbrennungsvorrichtung mit einem Sollwert aus dem Normalbetrieb
der Verbrennungsvorrichtung zu erzeugen;
als Antwort auf eine angeforderte Brennerleistung und/oder angeforderte Gebläsedrehzahl
der angeforderten Brennerleistung und/oder der angeforderten Gebläsedrehzahl mindestens
einen ersten Bereich (16) der Brennerleistung zuzuordnen;
dem mindestens einen ersten Bereich (16) mindestens einen zweiten Bereich (17) der
Brennerleistung so zuzuordnen, dass mindestens eine Brennerleistung des mindestens
einen ersten Bereiches (16) gleich mindestens einer Brennerleistung des mindestens
einen zweiten Bereiches (17) ist;
zu überprüfen, ob für den mindestens einen ersten Bereich (16) eine erste Markierung
im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt ist, wobei die erste Markierung eine Kalibrierung
für den mindestens einen ersten Bereich (16) angibt;
falls der Speicher frei ist von der ersten Markierung:
eine erste aktuelle Zeit, insbesondere eine erste aktuelle Betriebszeit, zu bestimmen
und die erste aktuelle Zeit, insbesondere die erste aktuelle Betriebszeit, mit einem
Zeitpunkt bis zur Durchführung der Kalibrierung zu vergleichen;
falls die erste aktuelle Zeit, insbesondere die erste aktuelle Betriebszeit, später
als der Zeitpunkt bis zur Durchführung der Kalibrierung ist:
zu überprüfen, ob für den mindestens einen zweiten Bereich (17) eine zweite Markierung
im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt ist, wobei die zweite Markierung eine
Supervisionstestanforderung für den mindestens einen zweiten Bereich (17) angibt;
falls die zweite Markierung im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt ist:
ein erstes Luftstellsignal zu erzeugen und an den Luftaktor (3) auszugeben;
aus dem Sollwert aus dem Normalbetrieb der Verbrennungsvorrichtung einen geänderten
Sollwert (24) aus einem Testbetrieb zu erzeugen;
unter Beibehaltung des ersten Luftstellsignales durch Regelung auf den geänderten
Sollwert (24) ein geändertes Brennstoffstellsignal zu erzeugen und an den Brennstoffaktor
(5) auszugeben; und
nach der Ausgabe des geänderten Brennstoffsignales Verbrennungssensorsignale aus dem
Testbetrieb von dem zumindest einen Verbrennungssensor (7) zu empfangen und zu ersten
Istwerten aus dem Testbetrieb zu verarbeiten und mindestens einen der ersten Istwerte
aus dem Testbetrieb durch Vergleich mit mindestens einem Grenzwert auszuwerten.
[0148] In einer Ausführungsform umfasst die erste Markierung im Speicher der Einrichtung
(10) eine erste elektronische Markierung im Speicher der Einrichtung (10). Insbesondere
kann die erste Markierung im Speicher der Einrichtung (10) eine erste elektronische
Markierung im Speicher der Einrichtung (10) sein.
[0149] Vorzugsweise ist die Einrichtung (10) ausgebildet, aus dem Sollwert einen um einen
vorgegebenen Betrag erhöhten Sollwert (24) zu erzeugen. In einer anderen Ausführungsform
ist die Einrichtung (10) ausgebildet, aus dem Sollwert einen um einen vorgegebenen
Faktor erhöhten Sollwert (24) zu erzeugen.
[0150] In einer Ausführungsform ist die Einrichtung (10) ausgebildet:
ein erstes Luftstellsignal zu erzeugen und an den Luftaktor (3) auszugeben;
Signale aus dem Normalbetrieb von dem zumindest einen Verbrennungssensor (7) zu empfangen;
die Signale aus dem Normalbetrieb zu Istwerten aus dem Normalbetrieb zu verarbeiten;
und
durch Regelung der Istwerte aus dem Normalbetrieb auf den Sollwert das Brennstoffstellsignal
zu erzeugen und an den Brennstoffaktor (5) auszugeben.
[0151] Indem ein erstes Luftstellsignal erzeugt und an den Luftaktor (3) ausgegeben wird,
wird der Luftaktor (3) so gesteuert und/oder geregelt, dass die Gebläsedrehzahl konstant
bleibt.
[0152] Vorzugsweise ist die Einrichtung (10) ausgebildet:
vorläufige Signale von dem zumindest einen Verbrennungssensor (7) zu empfangen und
zu vorläufigen Istwerten zu verarbeiten;
unter Beibehaltung des ersten Luftstellsignals durch Regelung der vorläufigen Istwerte
auf den geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert (24) geänderte Brennstoffstellsignale
zu erzeugen und an den Brennstoffaktor (5) auszugeben; und
nach der Ausgabe der geänderten Brennstoffsignale Signale aus dem Testbetrieb von
dem zumindest einen Verbrennungssensor (7) zu empfangen und zu ersten Istwerten aus
dem Testbetrieb zu verarbeiten und mindestens einen der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb
durch Vergleich mit dem vorgegebenen Minimalwert auszuwerten.
[0153] Die vorliegende Offenbarung beinhaltet weiterhin eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, als Funktion des geänderten, insbesondere
erhöhten, Sollwertes (24) ein geändertes Brennstoffstellsignal zu erzeugen und unter
Beibehaltung des ersten Luftstellsignales an den Brennstoffaktor (5) auszugeben.
[0154] Der vorgegebene Minimalwert ist vorzugsweise im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt
und die Einrichtung (10) ist ausgebildet, den vorgegebenen Minimalwert aus dem Speicher
der Einrichtung (10) zu laden. Der vorgegebene Minimalwert ist idealerweise in einem
nicht-flüchtigen Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt und die Einrichtung (10)
ist ausgebildet, den vorgegebenen Minimalwert aus dem nicht-flüchtigen Speicher der
Einrichtung (10) zu laden.
[0155] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei im Speicher der Einrichtung (10) erste und zweite Regelparameter hinterlegt
sind, wobei die ersten Regelparameter verschieden sind von den zweiten Regelparametern,
und die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
zeitlich vor der Anforderung der Brennerleistung oder vor der Anforderung der Gebläsedrehzahl
den Brennstoffaktor (5) anhand der ersten Regelparameter zu regeln; und
zeitlich nach der Anforderung der Brennerleistung oder nach der Anforderung der Gebläsedrehzahl
unter Beibehaltung des ersten Luftstellsignals unter Verwendung der zweiten Regelparameter
durch Regelung auf den geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert (24) ein geändertes
Brennstoffstellsignal zu erzeugen und an den Brennstoffaktor (5) auszugeben.
[0156] Die vorliegende Offenbarung betrifft zudem eine der vorgenannten Einrichtungen (10),
wobei im Speicher der Einrichtung (10) erste und zweite Regelparameter hinterlegt
sind, wobei die ersten Regelparameter verschieden sind von den zweiten Regelparametern,
und die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
zeitlich vor der Erzeugung des ersten Luftstellsignales und zeitlich nach dem Empfang
der Verbrennungssensorsignale aus dem Normalbetrieb anhand des Sollwertes aus dem
Normalbetrieb und anhand der ersten Regelparameter zu regeln; und
zeitlich nach der Erzeugung des ersten Luftstellsignales unter Beibehaltung des ersten
Luftstellsignals unter Verwendung der zweiten Regelparameter durch Regelung auf den
geänderten Sollwert (24) ein geändertes Brennstoffstellsignal zu erzeugen und an den
Brennstoffaktor (5) auszugeben.
[0157] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine der vorgenannten Einrichtungen,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
zeitlich nach der Anforderung der Brennerleistung oder nach der Anforderung der Gebläsedrehzahl
unter Beibehaltung des ersten Luftstellsignals unter Verwendung der zweiten Regelparameter
unter Einbeziehung des zumindest einen Verbrennungssensors (7) durch Regelung auf
den geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert (24) ein geändertes Brennstoffstellsignal
zu erzeugen und an den Brennstoffaktor (5) auszugeben. Der zumindest eine Verbrennungssensor
(7) kann in die Regelung einbezogen werden und/oder bei der Regelung berücksichtigt
werden, indem der Verbrennungssensor (7) ein Rückantwortsignal für die Regelung bereitstellt.
[0158] Die Einrichtung (10) ist vorzugsweise ausgebildet, die ersten und die zweiten Regelparameter
aus dem Speicher der Einrichtung (10) zu laden. Insbesondere kann die Einrichtung
(10) ausgebildet sein, die ersten und die zweiten Regelparameter aus einem nicht-flüchtigen
Speicher der Einrichtung (10) zu laden.
[0159] In einer Ausführungsform umfassen die ersten Regelparameter erste proportionale und
erste integrale Regelparameter. In einer speziellen Ausführungsform sind die ersten
Regelparameter erste proportionale und erste integrale Regelparameter. In einer Ausführungsform
umfassen die zweiten Regelparameter zweite proportionale und zweite integrale Regelparameter.
In einer speziellen Ausführungsform sind die zweiten Regelparameter zweite proportionale
und zweite integrale Regelparameter.
[0160] Der zweite proportionale Regelparameter ist vorzugsweise grösser als der erste proportionale
Regelparameter. Dadurch wird ein schnelleres Einregeln auf den geänderten, insbesondere
erhöhten, Sollwert (24) ermöglicht.
[0161] In einer Ausführungsform umfassen die ersten Regelparameter erste proportionale und
erste integrale und erste derivative Regelparameter. In einer speziellen Ausführungsform
sind die ersten Regelparameter erste proportionale und erste integrale und erste derivative
Regelparameter. In einer Ausführungsform umfassen die zweiten Regelparameter zweite
proportionale und zweite integrale und zweite derivative Regelparameter. In einer
speziellen Ausführungsform sind die zweiten Regelparameter zweite proportionale und
zweite integrale und zweite derivative Regelparameter. Der zweite proportionale Regelparameter
ist vorzugsweise grösser als der erste proportionale Regelparameter. Dadurch wird
ein schnelleres Einregeln auf den geänderten, insbesondere erhöhten, Sollwert (24)
ermöglicht.
[0162] Die vorliegende Offenbarung betrifft zudem eine der vorgenannten Einrichtungen (10),
wobei der mindestens eine Grenzwert ein Vergleichswert ist ausgewählt aus:
- einem vorgegebenen Minimalwert,
- einem Grenzwert aus einem vorgegebenen Band, das vorgegebene Band umfassend einen
oberen Grenzwert des Bandes und einen unteren Grenzwert des Bandes.
[0163] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Einrichtungen
(10) mit einem Grenzwert in Form eines Minimalwertes oder eines Grenzwertes aus einem
vorgegebenen Band, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung
der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen,
- falls der mindestens eine Grenzwert der Minimalwert ist und mindestens einer der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebene Minimalwert ist, oder
- falls der mindestens eine Grenzwert ein Grenzwert aus dem vorgegebenen Band ist und
mindestens einer der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der obere Grenzwert
des vorgegebenen Bandes ist und grösser als der untere Grenzwert des vorgegebenen
Bandes ist.
[0164] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Einrichtungen
(10) mit einem Grenzwert in Form eines Minimalwertes oder eines Grenzwertes aus einem
vorgegebenen Band, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung
der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen,
- falls der mindestens eine Grenzwert der Minimalwert ist und alle der ersten Istwerte
aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebene Minimalwert sind, oder
- falls der mindestens eine Grenzwert ein Grenzwert aus dem vorgegebenen Band ist und
alle der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der obere Grenzwert des vorgegebenen
Bandes sind und grösser als der untere Grenzwert des vorgegebenen Bandes sind.
[0165] Die vorliegende Offenbarung betrifft zudem eine der vorgenannten Einrichtungen (10),
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
den einen oder die mehreren ersten Bereiche (16) zu mindestens einem zweiten Bereich
(17) der Brennerleistung und/oder der Gebläsedrehzahl zuzuordnen; und
eine zweite Markierung für den mindestens einen zweiten Bereich (17) im Speicher der
Einrichtung (10) zu hinterlegen.
[0166] In einer Ausführungsform umfasst die zweite Markierung im Speicher der Einrichtung
(10) eine zweite elektronische Markierung im Speicher der Einrichtung (10). Insbesondere
kann die zweite Markierung im Speicher der Einrichtung (10) eine zweite elektronische
Markierung im Speicher der Einrichtung (10) sein.
[0167] In einer Ausführungsform ist der mindestens eine zweite Bereich (17) ein zweiter
Bereich (17). In einer speziellen Ausführungsform ist der mindestens eine zweite Bereich
(17) genau ein zweiter Bereich (17).
[0168] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen
bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls mindestens einer der ersten Istwerte
aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebenen Minimalwert ist.
[0169] In einer Ausführungsform ist die Einrichtung (10) ausgebildet, basierend auf der
Auswertung einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls alle erste Istwerte
aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebene Minimalwert sind. Diese Ausführungsform
erlaubt eine sicherere Erkennung eines bestandenen Supervisionstests.
[0170] In einer weiteren Ausführungsform ist die Einrichtung (10) ausgebildet, basierend
auf der Auswertung einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls alle erste
Istwerte aus dem Testbetrieb innerhalb eines vorgegebenen Zielbandes um einen Sollwert
liegen. Zudem kann die Einrichtung (10) ausgebildet sein, basierend auf der Auswertung
einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls alle erste Istwerte aus dem
Testbetrieb innerhalb eines vorgegebenen Toleranzbandes um den geänderten, insbesondere
erhöhten, Sollwert (24) liegen. Auch die vorgenannten Ausführungsformen unter Einsatz
von Ziel- und Toleranzbändern erlauben eine sicherere Erkennung eines bestandenen
Supervisionstests.
[0171] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10) mit bestandenem Supervisionstest, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist,
infolge des bestandenen Supervisionstests die zweite Markierung für den mindestens
einen zweiten Bereich (17) aus dem Speicher der Einrichtung (10) zu löschen.
[0172] In einer Ausführungsform ist die Einrichtung (10) ausgebildet, infolge des bestandenen
Supervisionstests die zweite Markierung für den mindestens einen zweiten Bereich (17)
aus dem Speicher der Einrichtung (10) zu entfernen. Ferner kann die Einrichtung (10)
ausgebildet sein, infolge des bestandenen Supervisionstests eine zweite elektronische
Markierung für den mindestens einen zweiten Bereich (17) aus dem Speicher der Einrichtung
(10) zu löschen und/oder zu entfernen. In einer weiteren Ausführungsform ist die Einrichtung
(10) ausgebildet, als Antwort auf den bestandenen Supervisionstest die zweite Markierung
für den mindestens einen zweiten Bereich (17) aus dem Speicher der Einrichtung (10)
zu löschen und/oder zu entfernen. Ferner kann die Einrichtung (10) ausgebildet sein,
als Antwort auf den bestandenen Supervisionstest eine zweite elektronische Markierung
für den mindestens einen zweiten Bereich (17) aus dem Speicher der Einrichtung (10)
zu löschen und/oder zu entfernen.
[0173] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
mit bestandenem Supervisionstest und gelöschter zweiter Markierung, wobei die Einrichtung
(10) ausgebildet ist:
eine zweite aktuelle Zeit, insbesondere eine zweite aktuelle Betriebszeit, zu bestimmen;
die zweite aktuelle Zeit, insbesondere die zweite aktuelle Betriebszeit, mit einem
Zeitpunkt bis zur Durchführung eines nächsten Supervisionstest für den mindestens
einen zweiten Bereich (17), für den die zweite Markierung gesetzt ist, zu vergleichen;
und
falls die zweite aktuelle Zeit, insbesondere die aktuelle Betriebszeit, später als
der Zeitpunkt bis zur Durchführung des nächsten Supervisionstests ist:
im Speicher der Einrichtung (10) die zweite Markierung zu hinterlegen und/oder zu
setzen.
[0174] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10) mit bestandenem Supervisionstest und ersten Regelparametern, wobei die Einrichtung
(10) ausgebildet ist:
zeitlich nach der Auswertung durch Vergleich mit dem vorgegebenen Minimalwert unter
Verwendung der ersten Regelparameter den Brennstoffaktor (5) zu regeln.
[0175] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
mit ersten und zweiten Regelparametern und einem bestandenen Supervisionstest, wobei
die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
zeitlich nach der Auswertung durch Vergleich mit dem vorgegebenen Minimalwert unter
Verwendung der ersten Regelparameter und unter Einbeziehung des zumindest einen Verbrennungssensors
(7) den Brennstoffaktor (5) (anhand eines Brennstoffstellsignales) zu regeln. Der
zumindest eine Verbrennungssensor (7) kann in die Regelung einbezogen werden und/oder
bei der Regelung berücksichtigt werden, indem der Verbrennungssensor (7) ein Rückantwortsignal
für die Regelung bereitstellt.
[0176] Vorzugsweise ist die Einrichtung (10) ausgebildet, zeitlich nach der Auswertung durch
Vergleich mit dem vorgegebenen Minimalwert durch Regelung unter Verwendung der ersten
Regelparameter Brennstoffstellsignale für den Normalbetrieb zu erzeugen und die Brennstoffstellsignale
für den Normalbetrieb an den Brennstoffaktor (5) auszugeben.
[0177] Die Einrichtung (10) ist idealerweise ausgebildet, die ersten Regelparameter aus
dem Speicher der Einrichtung (10) zu laden. Insbesondere kann die Einrichtung (10)
ausgebildet sein, die ersten Regelparameter aus einem nicht-flüchtigen Speicher der
Einrichtung (10) zu laden.
[0178] In einer Ausführungsform umfassen die ersten Regelparameter erste proportionale und
erste integrale Regelparameter. In einer speziellen Ausführungsform sind die ersten
Regelparameter erste proportionale und erste integrale Regelparameter. In einer Ausführungsform
umfassen die zweiten Regelparameter zweite proportionale und zweite integrale Regelparameter.
In einer speziellen Ausführungsform sind die zweiten Regelparameter zweite proportionale
und zweite integrale Regelparameter.
[0179] Der zweite proportionale Regelparameter ist vorzugsweise grösser als der erste proportionale
Regelparameter. Dadurch werden nach dem bestandenen Supervisionstest ein stabiler
Betrieb und/oder eine stabile Regelung gewährleistet.
[0180] In einer Ausführungsform umfassen die ersten Regelparameter erste proportionale und
erste integrale und erste derivative Regelparameter. In einer speziellen Ausführungsform
sind die ersten Regelparameter erste proportionale und erste integrale und erste derivative
Regelparameter. In einer Ausführungsform umfassen die zweiten Regelparameter zweite
proportionale und zweite integrale und zweite derivative Regelparameter. In einer
speziellen Ausführungsform sind die zweiten Regelparameter zweite proportionale und
zweite integrale und zweite derivative Regelparameter. Der zweite proportionale Regelparameter
ist vorzugsweise grösser als der erste proportionale Regelparameter. Dadurch werden
nach dem bestandenen Supervisionstest ein stabiler Betrieb und/oder eine stabile Regelung
gewährleistet.
[0181] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen
Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls mindestens einer der
ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert ist.
[0182] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen
Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls alle erste Istwerte
aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert sind.
[0183] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen
Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls mindestens einer der
ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert ist oder
grösser als ein vorgegebener Maximalwert ist. Ferner kann die Einrichtung (10) ausgebildet
sein, basierend auf der Auswertung einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis
zu erkennen, falls mindestens einer der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb den vorgegebenen
Minimalwert unterschreitet oder einen vorgegebenen Maximalwert überschreitet.
[0184] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen
Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls mindestens alle der
ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert sind oder
grösser als ein vorgegebener Maximalwert sind. Ferner kann die Einrichtung (10) ausgebildet
sein, basierend auf der Auswertung einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis
zu erkennen, falls alle der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb den vorgegebenen Minimalwert
unterschreiten oder einen vorgegebenen Maximalwert überschreiten.
[0185] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
mit einem Grenzwert in Form eines Minimalwertes oder eines Grenzwertes aus einem vorgegebenen
Band, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen
Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen,
- falls der mindestens eine Grenzwert der Minimalwert ist und mindestens einer der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert ist, oder
- falls der mindestens eine Grenzwert ein Grenzwert aus dem vorgegebenen Band ist und
mindestens einer der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der obere Grenzwert
des vorgegebenen Bandes ist oder kleiner als der untere Grenzwert des vorgegebenen
Bandes ist.
[0186] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
mit einem Grenzwert in Form eines Minimalwertes oder eines Grenzwertes aus einem vorgegebenen
Band, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen
Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen,
- falls der mindestens eine Grenzwert der Minimalwert ist und alle erste Istwerte aus
dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert sind, oder
- falls der mindestens eine Grenzwert ein Grenzwert aus dem vorgegebenen Band ist und
alle der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der obere Grenzwert des vorgegebenen
Bandes sind oder kleiner als der untere Grenzwert des vorgegebenen Bandes sind.
[0187] Die vorliegende Offenbarung betrifft darüber hinaus eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Verbrennungsvorrichtung einen Flammensensor umfasst, wobei die Einrichtung
(10) ausgebildet ist:
ein Flammensignal von dem Flammensensor zu empfangen; und
einen oder den Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls das Flammensignal
null oder im Wesentlichen null ist.
[0188] Ein Flammensignal, welches abgesehen von Rauschen null ist, ist im Wesentlichen null.
Solches Rauschen wird beispielsweise durch aktive und passive Elemente in einer Auswerteschaltung
für das Flammensignal verursacht. Ein Flammensignal, welches abgesehen von etwaigen
Ruheströmen null ist, ist im Wesentlichen null. Beispielsweise weisen aktive Elemente
wie Operationsverstärker solche Ruheströme auf. Flammensensoren für Verbrennungsvorrichtungen
sind unter anderem offenbart in dem europäischen Patent
EP3339736B1, welches am 10. April 2019 erteilt ist. Flammensensoren für Verbrennungsvorrichtungen sind weiterhin offenbart
in dem europäischen Patent
EP3663646B1, welches am 2. Juni 2021 erteilt ist.
[0189] Der Flammensensor ist vorzugsweise verschieden vom zumindest einen Verbrennungssensor
(7). Der Flammensensor kann ein optischer Flammensor sein oder einen optischen Flammensensor
umfassen. Der Flammensensor ist idealerweise kommunikativ mit der Einrichtung (10)
verbunden. Ein zusätzlicher Flammensensor zur Erkennung eines Flammenabrisses ermöglicht
eine redundante Erkennung eines Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis und verbessert
mithin die Zuverlässigkeit der Verbrennungsvorrichtung.
[0190] Der Flammensensor selbst kann aber auch mit dem Verbrennungssensor identisch sein.
Dies trifft beispielsweise auf eine lonisationselektrode, einen ionisationssensor
oder einen Temperatursensor zu.
[0191] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10) mit Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis und mit zweiter Markierung, wobei
die Einrichtung (10) ausgebildet ist, infolge des Supervisionstests mit fehlerhaftem
Ergebnis die zweite Markierung für den mindestens einen zweiten Bereich (17) im Speicher
der Einrichtung (10) beizubehalten.
[0192] Ferner kann die Einrichtung (10) ausgebildet sein, infolge des Supervisionstests
mit fehlerhaftem Ergebnis eine zweite elektronische Markierung für den mindestens
einen zweiten Bereich (17) im Speicher der Einrichtung (10) beizubehalten. In einer
weiteren Ausführungsform ist die Einrichtung (10) ausgebildet, als Antwort auf den
Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis die zweite Markierung für den mindestens
einen zweiten Bereich (17) im Speicher der Einrichtung (10) beizubehalten. Ferner
kann die Einrichtung (10) ausgebildet sein, als Antwort auf den Supervisionstest mit
fehlerhaftem Ergebnis eine zweite elektronische Markierung für den mindestens einen
zweiten Bereich (17) im Speicher der Einrichtung (10) beizubehalten.
[0193] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10) mit Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet
ist:
infolge des Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis ein Schliesssignal zu erzeugen;
und
das Schliesssignal an den Brennstoffaktor (5) auszugeben, sodass der Brennstoffaktor
(5) als Antwort auf das Schliesssignal schliesst.
[0194] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine der vorgenannten Einrichtungen (10),
wobei der Supervisionstest ein fehlerhaftes Ergebnis aufweist und die Einrichtung
(10) ausgebildet ist:
infolge des Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis ein Schliess- und Verriegelungssignal
zu erzeugen; und
das Schliess- und Verriegelungssignal an den Brennstoffaktor (5) auszugeben, sodass
der Brennstoffaktor (5) als Antwort auf das Schliess- und Verriegelungssignal schliesst
und verriegelt.
[0195] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei der Supervisionstest ein fehlerhaftes Ergebnis aufweist und die Einrichtung
(10) ausgebildet ist:
infolge des Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis ein Schliess- und Verriegelungssignal
zu erzeugen; und
das Schliess- und Verriegelungssignal an den Brennstoffaktor (5) auszugeben, sodass
der Brennstoffaktor (5) als Antwort auf das Schliess- und Verriegelungssignal schliesst
und im geschlossenen Zustand verriegelt.
[0196] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei der Supervisionstest ein fehlerhaftes Ergebnis aufweist und die Einrichtung
(10) ausgebildet ist:
infolge des Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis oder nach einer vorgegebenen
Anzahl Supervisionstests hintereinander mit jeweils fehlerhaftem Ergebnis ein Schliesssignal
zu erzeugen; und
das Schliesssignal an den Brennstoffaktor (5) auszugeben, sodass der Brennstoffaktor
(5) als Antwort auf das Schliesssignal schliesst.
[0197] Die vorliegende Offenbarung betrifft darüber hinaus eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei der Supervisionstest ein fehlerhaftes Ergebnis aufweist und die Einrichtung
(10) ausgebildet ist:
infolge des Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis oder nach einer vorgegebenen
Anzahl Supervisionstests hintereinander mit jeweils fehlerhaftem Ergebnis ein Schliess-
und Verriegelungssignal zu erzeugen; und
das Schliess- und Verriegelungssignal an den Brennstoffaktor (5) auszugeben, sodass
der Brennstoffaktor (5) als Antwort auf das Schliess- und Verriegelungssignal schliesst
und verriegelt.
[0198] Die vorliegende Offenbarung betrifft zudem eine der vorgenannten Einrichtungen (10),
wobei der Supervisionstest ein fehlerhaftes Ergebnis aufweist und die Einrichtung
(10) ausgebildet ist:
infolge des Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis oder nach einer vorgegebenen
Anzahl Supervisionstests hintereinander mit jeweils fehlerhaftem Ergebnis ein Schliess-
und Verriegelungssignal zu erzeugen; und
das Schliess- und Verriegelungssignal an den Brennstoffaktor (5) auszugeben, sodass
der Brennstoffaktor (5) als Antwort auf das Schliess- und Verriegelungssignal schliesst
und im geschlossenen Zustand verriegelt.
[0199] Eine Schliessung und/oder Verriegelung des Brennstoffaktors (5) dient der Sicherstellung
der Sicherheit der Verbrennungsvorrichtung.
[0200] Die vorliegende Offenbarung betrifft darüber hinaus eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, nach einer erfolgreich durchgeführten
Kalibrierung für einen oder den mindestens einen ersten Bereich (16) eine oder die
erste Markierung für den mindestens einen ersten Bereich (16) zu hinterlegen oder
zu setzen.
[0201] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine der vorgenannten Einrichtungen (10),
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, nach einer erfolgreich durchgeführten
Kalibrierung eine oder die erste Markierung für den mindestens einen ersten Bereich
(16) zu hinterlegen oder zu setzen.
[0202] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen
(10),
wobei der Speicher der Einrichtung (10) bei Erreichen einer oder der angeforderten
Brennerleistung und/der einer oder der angeforderten Gebläsedrehzahl frei ist von
der ersten Markierung;
wobei die zweite Markierung im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt ist; und wobei
die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
eine oder die Kalibrierung vorrangig vor einem oder dem Supervisionstest durchzuführen.
[0203] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine Verbrennungsvorrichtung umfassend
einen Feuerraum (2) und einen Schornstein (8) und zumindest einen im Feuerraum (2)
und/oder im Schornstein (8) der Verbrennungsvorrichtung angeordneten Verbrennungssensor
(7) und einen Luftaktor (3), welcher eine Zufuhrmenge an Luft in Abhängigkeit von
einem Luftstellsignal beeinflusst, und einen Brennstoffaktor (5), welcher eine Zufuhrmenge
an Brennstoff in Abhängigkeit von einem Brennstoffstellsignal beeinflusst;
die Verbrennungsvorrichtung zusätzlich umfassend eine der vorgenannten Einrichtungen
(10); und
wobei die Einrichtung (10) kommunikativ (11 - 14) verbunden ist mit dem zumindest
einen Verbrennungssensor (7), mit dem Luftaktor (3) und mit dem Brennstoffaktor (5).
[0204] Die vorliegende Offenbarung betrifft zudem die vorgenannte Verbrennungsvorrichtung,
wobei der zumindest eine Verbrennungssensor (7) umfasst:
- einen ersten Sensor ausgewählt aus einer lonisationselektrode und einem Temperatursensor,
wobei der erste Sensor im Feuerraum (2) der Verbrennungsvorrichtung angeordnet ist,
- einen zweiten Sensor umfassend einen Kohlenmonoxidsensor,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
Signale von dem ersten Sensor und von dem zweiten Sensor zu empfangen;
kombinierte Werte als Funktion der Signale von dem ersten Sensor und von dem zweiten
Sensor zu erzeugen; und
mindestens einen der kombinierten Werte durch Vergleich mit einem vorgegebenen Minimalwert
auszuwerten.
[0205] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen,
wobei der zumindest eine Verbrennungssensor (7) umfasst:
- einen ersten Sensor ausgewählt aus einer lonisationselektrode und einem Temperatursensor,
wobei der erste Sensor im Feuerraum (2) der Verbrennungsvorrichtung angeordnet ist,
- einen zweiten Sensor umfassend einen Kohlenmonoxidsensor,
wobei der erste Sensor des zumindest einen Verbrennungssensors (7) ausgebildet ist,
eines oder mehrere erste Verbrennungssensorsignale des ersten Sensors des zumindest
einen Verbrennungssensors (7) zu erzeugen, und der zweite Sensor des zumindest einen
Verbrennungssensors (7) ausgebildet ist, eines oder mehrere zweite Verbrennungssensorsignale
des zweiten Sensors des zumindest einen Verbrennungssensors (7) zu erzeugen;
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
eines oder mehrere erste Verbrennungssensorsignale des ersten Sensors des zumindest
einen Verbrennungssensors (7) und eines oder mehrere zweite Verbrennungssensorsignale
des zweiten Sensors des zumindest einen Verbrennungssensors (7) zu empfangen;
kombinierte Werte als Funktion des einen oder der mehreren ersten Verbrennungssensorsignale
des ersten Sensors des zumindest einen Verbrennungssensors (7) und als Funktion des
einen oder der mehreren zweiten Verbrennungssensorsignale des zweiten Sensors des
zumindest einen Verbrennungssensors (7) zu erzeugen; und
mindestens einen der kombinierten Werte durch Vergleich mit einem oder dem vorgegebenen
Minimalwert auszuwerten.
[0206] Vorzugsweise ist der Kohlenmonoxidsensor (CO-Sensor) im Schornstein (8) angeordnet.
Der Kohlenmonoxidsensor ist ein Kohlenstoffmonoxidsensor.
[0207] Die vorliegende Offenbarung betrifft eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen
mit Kohlenmonoxidsensor, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
kombinierte Werte durch Gewichtung der Signale von dem ersten Sensor und durch Gewichtung
der Signale von dem zweiten Sensor zu erzeugen.
[0208] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen
mit Kohlenmonoxidsensor, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
kombinierte Werte durch Gewichtung des einen oder der mehreren ersten Verbrennungssensorsignale
des ersten Sensors des zumindest einen Verbrennungssensors (7) und durch Gewichtung
des einen oder der mehreren zweiten Verbrennungssensorsignale des zweiten Sensors
des zumindest einen Verbrennungssensors (7) zu erzeugen.
[0209] Die Einrichtung (10) kann zudem ausgebildet sein, als Funktion zumindest eines der
kombinierten Werte einen bestandenen Supervisionstest oder einen Supervisionstest
mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen. Vorzugsweise wird ein bestandener Supervisionstest
oder ein Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis durch Vergleich mit einem Schwellwert
θ erkannt.
[0210] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen,
wobei der zumindest eine Verbrennungssensor (7) umfasst:
- einen oder den ersten Sensor ausgewählt aus einer oder der lonisationselektrode und
aus einem oder dem Temperatursensor, wobei der erste Sensor im Feuerraum (2) der Verbrennungsvorrichtung
angeordnet ist,
- einen oder den zweiten Sensor umfassend einen oder den Kohlenmonoxidsensor,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
erste Istwerte aus dem Testbetrieb als Funktion der Signale von dem ersten Sensor
zu erzeugen;
zweite Istwerte aus dem Testbetrieb als Funktion der Signale von dem zweiten Sensor
zu erzeugen;
mindestens einen der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb durch Vergleich mit einem
vorgegebenen Minimalwert auszuwerten;
mindestens einen der zweiten Istwerte aus dem Testbetrieb durch Vergleich mit einem
vorgegebenen Maximalwert auszuwerten; und
basierend auf den Auswertungen einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu
erkennen, falls
- mindestens einer der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene
Minimalwert ist oder
- mindestens einer der zweiten Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebene
Maximalwert ist.
[0211] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen,
wobei der zumindest eine Verbrennungssensor (7) umfasst:
- einen oder den ersten Sensor ausgewählt aus einer oder der lonisationselektrode und
aus einem oder dem Temperatursensor, wobei der erste Sensor im Feuerraum (2) der Verbrennungsvorrichtung
angeordnet ist,
- einen oder den zweiten Sensor umfassend einen oder den Kohlenmonoxidsensor,
wobei der erste Sensor des zumindest einen Verbrennungssensors (7) ausgebildet ist,
eines oder mehrere erste Verbrennungssensorsignale des ersten Sensors des zumindest
einen Verbrennungssensors (7) zu erzeugen, und der zweite Sensor des zumindest einen
Verbrennungssensors (7) ausgebildet ist, eines oder mehrere zweite Verbrennungssensorsignale
des zweiten Sensors des zumindest einen Verbrennungssensors (7) zu erzeugen;
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
das eine oder die mehreren ersten Verbrennungssensorsignale des ersten Sensors des
zumindest einen Verbrennungssensors (7) und das eine oder die mehreren zweiten Verbrennungssensorsignale
des zweiten Sensors des zumindest einen Verbrennungssensors (7) zu empfangen;
erste Istwerte aus dem Testbetrieb als Funktion des einen oder der mehreren ersten
Verbrennungssensorsignale des ersten Sensors des zumindest einen Verbrennungssensors
(7) zu erzeugen;
zweite Istwerte aus dem Testbetrieb als Funktion des einen oder der mehreren zweiten
Verbrennungssensorsignale des zweiten Sensors des zumindest einen Verbrennungssensors
(7) zu erzeugen;
mindestens einen der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb durch Vergleich mit einem
oder dem vorgegebenen Minimalwert auszuwerten;
mindestens einen der zweiten Istwerte aus dem Testbetrieb durch Vergleich mit einem
vorgegebenen Maximalwert auszuwerten; und
basierend auf den Auswertungen einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu
erkennen, falls
- mindestens einer der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene
Minimalwert ist oder
- mindestens einer der zweiten Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebene
Maximalwert ist.
[0212] Die vorliegende Offenbarung lehrt ferner eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen
mit ersten und zweiten Istwerten, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend
auf den Auswertungen einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen,
falls
- alle der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert
sind oder
- alle der zweiten Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebene Maximalwert
sind.
[0213] Die vorliegende Offenbarung lehrt ferner eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen
mit ersten und zweiten Istwerten, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend
auf den Auswertungen einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen,
falls
- alle der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert
sind oder
- mindestens einer der zweiten Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebene
Maximalwert ist.
[0214] Der vorgegebene Maximalwert ist vorzugsweise im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt
und die Einrichtung (10) ist ausgebildet, den vorgegebenen Maximalwert aus dem Speicher
der Einrichtung (10) zu laden. Der vorgegebene Maximalwert ist idealerweise in einem
nicht-flüchtigen Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt und die Einrichtung (10)
ist ausgebildet, den vorgegebenen Maximalwert aus dem nicht-flüchtigen Speicher der
Einrichtung (10) zu laden.
[0215] Die vorliegende Offenbarung betrifft ausserdem eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen
mit Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet
ist:
infolge des Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis ein Schliesssignal zu erzeugen;
das Schliesssignal an den Brennstoffaktor (5) auszugeben;
wobei der Brennstoffaktor (5) ausgebildet ist:
das Schliesssignal zu empfangen; und
als Antwort auf das Schliesssignal zu schliessen.
[0216] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen
mit Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis, wobei die Einrichtung (10) ausgebildet
ist:
infolge des Supervisionstests mit fehlerhaftem Ergebnis ein Schliess- und Verriegelungssignal
zu erzeugen;
das Schliess- und Verriegelungssignal an den Brennstoffaktor (5) auszugeben;
wobei der Brennstoffaktor (5) ausgebildet ist:
das Schliess- und Verriegelungssignal zu empfangen; und
als Antwort auf das Schliess- und Verriegelungssignal zu schliessen und im geschlossenen
Zustand zu verriegeln.
[0217] Eine Schliessung und/oder Verriegelung des Brennstoffaktors (5) dient der Sicherstellung
der Sicherheit der Verbrennungsvorrichtung. In einer Ausführungsform umfasst der Brennstoffaktor
(5) ein bewegliches Ventilstellglied und schliesst, indem das Ventilstellglied in
eine geschlossene Stellung des Ventilstellgliedes bewegt wird. Der Brennstoffaktor
(5) ist dann im geschlossenen Zustand.
[0218] Der mindestens eine Grenzwert ist in einer Ausführungsform genau ein Grenzwert. Der
mindestens eine Grenzwert ist in einer Ausführungsform genau ein vorgegebener Grenzwert.
[0219] Die vorliegende Offenbarung lehrt zudem eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
unter Einbezug mindestens eines Grenzwertes in Form eines vorgegebenen Minimalwertes,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls
mindestens einer der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebene
Minimalwert ist.
[0220] Die vorliegende Offenbarung lehrt zudem eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
unter Einbezug mindestens eines Grenzwertes in Form eines vorgegebenen Minimalwertes,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls
alle erste Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der vorgegebene Minimalwert sind.
[0221] Die vorliegende Offenbarung lehrt ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
unter Einbezug mindestens eines Grenzwertes in Form eines Grenzwertes aus einem vorgegebenen
Band,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls
mindestens einer der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der obere Grenzwert
des Bandes ist und grösser als der untere Grenzwert des vorgegebenen Bandes ist.
[0222] Die vorliegende Offenbarung lehrt ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
unter Einbezug mindestens eines Grenzwertes in Form eines Grenzwertes aus einem vorgegebenen
Band,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls
alle erste Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der obere Grenzwert des Bandes
sind und grösser als der untere Grenzwert des vorgegebenen Bandes sind.
[0223] Die vorliegende Offenbarung lehrt darüber hinaus eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
nach der Ausgabe des geänderten Brennstoffsignales, Verbrennungssensorsignale aus
dem Testbetrieb von dem zumindest einen Verbrennungssensor (7) zu empfangen und zu
ersten Istwerten aus dem Testbetrieb zu verarbeiten und mindestens einen der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb durch Vergleich mit mindestens einem vorgegebenen Band,
das vorgegebene Band umfassend eine obere Grenze des vorgegebenen Bandes und eine
untere Grenze des vorgegebenen Bandes, auszuwerten; und
einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls:
mindestens einer der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der obere Grenzwert
des vorgegebenen Bandes ist und grösser als der untere Grenzwert des vorgegebenen
Bandes ist.
[0224] Die vorliegende Offenbarung lehrt darüber hinaus eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
nach der Ausgabe des geänderten Brennstoffsignales, Verbrennungssensorsignale aus
dem Testbetrieb von dem zumindest einen Verbrennungssensor (7) zu empfangen und zu
ersten Istwerten aus dem Testbetrieb zu verarbeiten und mindestens einen der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb durch Vergleich mit mindestens einem vorgegebenen Band,
das vorgegebene Band umfassend eine obere Grenze des vorgegebenen Bandes und eine
untere Grenze des vorgegebenen Bandes, auszuwerten; und
einen bestandenen Supervisionstest zu erkennen, falls:
alle erste Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der obere Grenzwert des vorgegebenen
Bandes sind und grösser als der untere Grenzwert des vorgegebenen Bandes sind.
[0225] Die vorliegende Offenbarung lehrt zudem eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
unter Einbezug mindestens eines Grenzwertes in Form eines vorgegebenen Minimalwertes,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen Supervisionstest
mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls mindestens einer der ersten Istwerte
aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert ist.
[0226] Die vorliegende Offenbarung lehrt zudem eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
unter Einbezug mindestens eines Grenzwertes in Form eines vorgegebenen Minimalwertes,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen,
falls alle erste Istwerte aus dem Testbetrieb kleiner als der vorgegebene Minimalwert
sind.
[0227] Die vorliegende Offenbarung lehrt ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
unter Einbezug mindestens eines Grenzwertes in Form eines Grenzwertes aus einem vorgegebenen
Band,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen Supervisionstest
mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls mindestens einer der ersten Istwerte
aus dem Testbetrieb grösser als der obere Grenzwert des Bandes ist oder kleiner als
der untere Grenzwert des vorgegebenen Bandes ist.
[0228] Die vorliegende Offenbarung lehrt ausserdem eine der vorgenannten Einrichtungen (10)
unter Einbezug mindestens eines Grenzwertes in Form eines Grenzwertes aus einem vorgegebenen
Band,
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist, basierend auf der Auswertung einen Supervisionstest
mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls alle ersten Istwerte aus dem Testbetrieb
grösser als der obere Grenzwert des Bandes sind oder kleiner als der untere Grenzwert
des vorgegebenen Bandes sind.
[0229] Die vorliegende Offenbarung lehrt darüber hinaus eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
nach der Ausgabe des geänderten Brennstoffsignales, Verbrennungssensorsignale aus
dem Testbetrieb von dem zumindest einen Verbrennungssensor (7) zu empfangen und zu
ersten Istwerten aus dem Testbetrieb zu verarbeiten und mindestens einen der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb durch Vergleich mit mindestens einem vorgegebenen Band,
das vorgegebene Band umfassend eine obere Grenze des vorgegebenen Bandes und eine
untere Grenze des vorgegebenen Bandes, auszuwerten; und
einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls
mindestens einer der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der obere Grenzwert
des vorgegebenen Bandes ist oder kleiner als der untere Grenzwert des vorgegebenen
Bandes ist.
[0230] Die vorliegende Offenbarung lehrt darüber hinaus eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
nach der Ausgabe des geänderten Brennstoffsignales, Verbrennungssensorsignale aus
dem Testbetrieb von dem zumindest einen Verbrennungssensor (7) zu empfangen und zu
ersten Istwerten aus dem Testbetrieb zu verarbeiten und mindestens einen der ersten
Istwerte aus dem Testbetrieb durch Vergleich mit mindestens einem vorgegebenen Band,
das vorgegebene Band umfassend eine obere Grenze des vorgegebenen Bandes und eine
untere Grenze des vorgegebenen Bandes, auszuwerten; und
einen Supervisionstest mit fehlerhaftem Ergebnis zu erkennen, falls
alle der ersten Istwerte aus dem Testbetrieb grösser als der obere Grenzwert des vorgegebenen
Bandes sind oder kleiner als der untere Grenzwert des vorgegebenen Bandes sind.
[0231] Die vorliegende Offenbarung lehrt zudem eine der vorgenannten Einrichtungen (10),
wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
zu überprüfen, ob für den mindestens einen ersten Bereich (16) eine erste Markierung
im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt ist, wobei die erste Markierung eine gültige
Kalibrierung für den mindestens einen ersten Bereich (16) angibt.
[0232] Die vorliegende Offenbarung lehrt darüber hinaus eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei die Einrichtung (10) ausgebildet ist:
zu überprüfen, ob für den mindestens einen ersten Bereich (16) eine erste Markierung
im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt ist, wobei die erste Markierung eine erfolgreich
durchgeführte Kalibrierung für den mindestens einen ersten Bereich (16) angibt.
[0233] In einer Ausführungsform ist der vorgenannte Testbetrieb ein Supervisionstestbetrieb.
[0234] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Einrichtungen
(10), wobei der Luftaktor (3) der Verbrennungsvorrichtung ausgebildet ist, eine Zufuhrmenge
(4) an Luft zum Feuerraum (2) in Abhängigkeit von einem Luftstellsignal zu beeinflussen,
und wobei der Brennstoffaktor (5) der Verbrennungsvorrichtung ausgebildet ist, eine
Zufuhrmenge (6) an Brennstoff zum Feuerraum (2) in Abhängigkeit von einem Brennstoffstellsignal
zu beeinflussen.
[0235] Die vorliegende Offenbarung betrifft weiterhin eine der vorgenannten Verbrennungsvorrichtungen
wobei der Luftaktor (3) der Verbrennungsvorrichtung ausgebildet ist, eine Zufuhrmenge
(4) an Luft zum Feuerraum (2) in Abhängigkeit von einem Luftstellsignal zu beeinflussen,
und wobei der Brennstoffaktor (5) der Verbrennungsvorrichtung ausgebildet ist, eine
Zufuhrmenge (6) an Brennstoff zum Feuerraum (2) in Abhängigkeit von einem Brennstoffstellsignal
zu beeinflussen.
[0236] Die vorliegende Offenbarung betrifft ferner eine der vorgenannten Einrichtungen (10),
wobei der Grenzwert im Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt ist. In einer Ausführungsform
ist der Grenzwert ein vorgegebener Grenzwert und der vorgegebene Grenzwert ist im
Speicher der Einrichtung (10) hinterlegt.
[0237] Das Genannte bezieht sich auf einzelne Ausführungsformen der Offenbarung. Verschiedene
Änderungen an den Ausführungsformen können vorgenommen werden, ohne von der zu Grunde
liegenden Idee abzuweichen und ohne den Rahmen dieser Offenbarung zu verlassen. Der
Gegenstand der vorliegenden Offenbarung ist definiert über deren Ansprüche. Es können
verschiedenste Änderungen vorgenommen werden, ohne den Schutzbereich der folgenden
Ansprüche zu verlassen.
Bezugszeichen
[0238]
1: Brenner
2: Feuerraum
3: Gebläse
4: Luftzufuhr
5: Brennstoffaktor, beispielsweise Brennstoffventil
6: Brennstoffzufuhr, beispeilsweise Brenngaszufuhr
7: Verbrennungssensor
8: Schornstein
9: Abgase
10 Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
11 - 14: Signalleitungen
15: Modulationsbereich, beispielsweise Modulationsbereich der Brennerleistung und/oder
Luftzufuhr und/oder Gebläsedrehzahl
16, 17: Bereiche, beispielsweise Bereiche der Brennerleistung und/oder Luftzufuhr
und/oder Gebläsedrehzahl
18: Zuordnung
19: Signal des Verbrennungssensors und/oder Messwert aus dem Signal des Verbrennungssensors
20: Luftzahl λ
21: Kennlinie bei einem Senor ohne Drift bei einer Luftzufuhr und/oder Gebläsedrehzahl
22: Signalwert bei einem Sensor ohne Drift im Normalbetrieb
23: Wert der Luftzahl λ im Normalbetrieb ohne Drift des Sensors
24: Erhöhter Signalwert des Verbrennungssensors und/oder geänderter, insbesondere
erhöhter, Messwert und/oder Sollwert
25: Wert der Luftzahl λ zum erhöhten Signalwert und/oder zum geänderten, insbesondere
erhöhten, Messwert ohne Drift des Sensors
26: Kennlinie des Sensors, insbesondere Kennlinie bei gedriftetem oder gealtertem
Sensor
27: Wert der Luftzahl λ infolge Drift und/oder Alterung des Verbrennungssensors im
Normalbetrieb