[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Gargerät umfassend wenigstens eine Gehäuseeinrichtung
und wenigstens einen in der Gehäuseeinrichtung verlagerbar aufgenommenen Auszug. Dabei
umfasst ein Auszug insbesondere beispielsweise eine Schublade bzw. eine Gargutschublade
oder z. B. einen Gargutträger. Eine derartige Schublade bzw. ein Gargutträger können
dann mit einer entsprechenden Mechanik, beispielsweise mit einem Schienensystem, ein-
und ausgefahren werden. Die vorliegende Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum
Betreiben eines solchen Gargerätes.
[0002] Es sind viele Gargeräte Auszügen wie z. B. Schubladen oder Gargutträgern bekannt
geworden. Auch Schubladen mit einem integrierten Garraum, sogenannte Gargutschubladen,
sind bekannt.
[0003] Bekannte Auszüge sind in der Regel über Schienensysteme verfahrbar an einem Gehäuse
aufgenommen. Dabei sind in der Regel die beiden Endpunkte, also eine eingefahrene
Stellung und eine ausgefahrene Stellung des Auszugs über eine entsprechende Ausgestaltung
der Schienensysteme vorgegeben. Diese Endpunkte sind oft als Raststellungen ausgestaltet,
sodass ein Benutzer nicht versehentlich den Auszug aus der Endlage herausbewegt.
[0004] Nachteilig hierbei ist, dass in der Regel keine Zwischenpositionen vorgegeben werden
können und dass die Punkte über das Schienensystem vorgegeben werden. Dadurch ist
ein flexibleres Vorsehen von Raststellungen bzw. Rastpositionen nicht möglich und
ein Schienensystem kann nur für einen speziellen Auszug verwendet werden.
[0005] Auch eine Überprüfung, ob sich ein Auszug gerade in einer Rastposition oder zwischen
Rastpositionen befindet ist mit den bekannten Geräten nicht möglich.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gargerät mit wenigstens
einem Auszug bereitzustellen, bei welchem Rastpositionen flexibler vorgesehen werden
können, wobei insbesondere erkannt wird, ob der Auszug in einer Rastposition vorliegt.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch die ein Gargerät mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und durch ein Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes mit den Merkmalen des Anspruchs
13. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
[0008] Das erfindungsgemäße Gargerät umfasst wenigstens eine Gehäuseeinrichtung und wenigstens
einen in der Gehäuseeinrichtung verlagerbar aufgenommenen Auszug. Dabei ist dem Auszug
wenigstens eine Rasteinrichtung zugeordnet, um den Auszug in wenigstens einer Rastposition
gegen ein ungewolltes Verschieben zu sichern. Dazu umfasst die Rasteinrichtung wenigstens
ein Rastelement und wenigstens eine Rastelementaufnahme, wobei das Rastelement in
der Rastposition wenigstens abschnittsweise in der Rastelementaufnahme aufgenommen
und durch wenigstens eine Vorbelastungsrichtung in der Rastposition gesichert ist.
[0009] Eine vorteilhafte Ausgestaltung ist es, dass das Gargerät wenigstens eine Sensoreinrichtung
umfasst, welche einerichtet und ausgeführt ist, zu erfassen, ob das Rastelement bzw.
der Auszug in einer Rastposition vorliegt.
[0010] Ein Auszug ist erfindungsgemäß insbesondere beispielsweise eine Garschublade mit
den entsprechenden Bauteilen zur Verlagerung wie zum Beispiel ein Schienensystem und/oder
dergleichen. Ein Auszug kann beispielsweise auch ein Gargutträgerauszug sein, welcher
zum Beispiel bei einem konventionellen Garraum eines Gargerätes wie zum Beispiel einem
Backofen vorgesehen sein kann. Dabei kann ein solcher Gargutträgerauszug an den inneren
Seitenwandungen des Garraumes befestigt sein oder aber auch zusammen mit der Tür ausgezogen
werden.
[0011] Die Vorbelastungseinrichtung sichert vorzugsweise mit einer vorbestimmten Kraft,
beispielsweise einer Federkraft, das Rastelement in der Rastelementaufnahme, sodass
eine Rastposition sicher vorgegeben werden kann. Dabei kann eine Vorbelastungseinrichtung
beispielsweise durch wenigstens eine Feder und/oder wenigstens ein Federelement bereitgestellt
werden und/oder durch andere federnd belastete Bauteile bereitgestellt werden.
[0012] Die Rastposition kann insbesondere wenigstens eine Bedien- und/oder Füllposition
des Auszuges definieren. So ist es insbesondere möglich, wenn der Auszug eine Gargutschublade
zur Verfügung stellt, dass die Gargutschublade in einer vorbestimmten ausgezogenen
Position zum Befüllen des Garraums in der Rastposition fixiert wird.
[0013] Dabei kann eine Rastposition insbesondere eine Durchgangsposition sein, wobei die
Raststellungen dann aus wenigstens zwei Richtungen eingenommen und in zwei Richtungen
verlassen werden kann. Eine Rastposition kann je nach Ausgestaltung aber vorzugsweise
auch wenigstens eine Endlage definieren, sodass der Auszug nur in die Richtung aus
der Rastelementaufnahme wieder heraus bewegt werden kann, nämlich aus der, aus welcher
die Rastposition eingenommen wurde.
[0014] Die Sensoreinrichtung ist dazu geeignet und ausgebildet, zu erkennen bzw. zu detektieren,
ob der Auszug vorzugsweise das Rastelement in einer Rastposition positioniert ist.
Die Sensoreinrichtung wird insbesondere durch wenigstens einen Sensor und/oder Schalter
und/oder dergleichen bereitgestellt.
[0015] Wenn der Auszug nicht in einer Rastposition vorliegt, ist dieser in einer Freigabeposition,
in welcher die Rasteinrichtung den Auszug nicht festlegt, sodass dieser freigegeben
ist und frei bewegt werden kann.
[0016] Das erfindungsgemäße Gargerät bietet viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist,
dass eine Verrastung unabhängig von dem Auszug selbst erfolgen kann. So ist es insbesondere
möglich, die Rasteinrichtung in verschiedenen Systemen zu verbauen oder sogar nachzurüsten.
Weiterhin können je nach Ausgestaltung mehrere und insbesondere beliebige Rastposition
definiert werden, sodass eine besonders flexible Verwendung eines Gargerätes bzw.
des Auszuges erfolgen kann.
[0017] Mittels der Sensoreinrichtung ist es möglich mit bestimmten Rastpositionen die Freigabe
von bestimmten Funktionalitäten zu koppeln. Dies würde den Nutzkomfort des Gerätes
verbessern.
[0018] Im Stand der Technik sind lediglich Verrastung in den Endpositionen bzw. Endlagen
vorgesehen bzw. bekannt, wobei die Endlagen unmittelbar z. B. über das Schienensystem
des Auszuges vorgegeben werden. Bei dem erfindungsgemäßen Gargerät können je nach
Ausgestaltung auch unabhängig von den Endpositionen bzw. Endlagen Zwischenposition
bzw. Durchgangspositionen als Rastposition eingenommen werden.
[0019] Durch das zusätzliche Vorsehen einer Sensoreinrichtung kann erreicht werden, dass
neben der Sicherung des Auszuges in einer Rastposition auch eine Überprüfung der Rastposition
erfolgen kann. So kann durch die Kombination einer mechanischen und sensorischen/elektrischen
Positionierung beispielsweise sichergestellt werden, dass ein Auszug bzw. beispielsweise
eine Gargutschublade nur in sicheren Positionen verwendet werden kann, was das Risiko
von Fehlbedienungen und Verletzungen minimiert.
[0020] Bei einer Gargutschublade kann dann beispielsweise über die Festlegung der Schublade
in den beiden Endlagen (ausgezogen und eingeschoben) an die jeweilige Rastposition
eine bestimmte Funktionalität durch das Erkennen der entsprechenden Rastposition bzw.
Endlage mittels der Sensoreinrichtung gekoppelt werden. Beispielsweise könnte der
nach oben aufschwingende Deckel einer Gargutschublade erst dann freigegeben werden,
wenn die ausgefahrene Rastposition erkannt wird. Ein Betrieb der Schublade könnte
an das Vorliegen in der eingeschobenen Endlage bzw. Rastposition gekoppelt werden.
[0021] Bevorzugt ist das Rastelement und/oder die Rastelementaufnahme entlang der Verlagerungsrichtung
des Auszuges angeordnet. So kann vorteilhaft eine Rastposition entlang des Verfahrweges
des Auszuges vorgesehen werden.
[0022] Besonders bevorzugt sind das Rastelement und/oder die Rastelementaufnahme der Gehäuseeinrichtung
und/oder dem Auszug zugeordnet. Dabei heißt zugeordnet insbesondere, dass das Rastelement
und/die Rastelementaufnahme an der Gehäuseeinrichtung und/oder einem Auszug angeordnet
und/oder an diesen ausgebildet sind.
[0023] In zweckmäßigen Weiterbildungen sind das Rastelement und/oder die Rastelementaufnahme
dazu geeignet und ausgebildet, wenigstens eine Endlage als Rastposition zu definieren.
Bei einer solchen Rastposition, welche eine Endlage definiert, kann das Rastelement
nur von einer Seite in die Rastelementaufnahme ein und wieder ausfallen.
[0024] In vorteilhaften Weiterbildungen ist das Rastelement und/oder die Rastelementaufnahme
dazu geeignet und ausgebildet, wenigstens eine Zwischenposition als Rastposition zu
definieren. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann das Rastelement die Rastelementaufnahme
zu wenigstens zwei Seiten verlassen und aus wenigstens zwei Richtungen in die Rastelementaufnahme
hineingelangen.
[0025] Bevorzugt umfasst das Rastelement wenigstens eine Rolle und die Rastelementaufnahme
wird durch wenigstens eine Aufnahme bereitgestellt, wobei die Rolle mittels der Vorbelastungseinrichtung
in der Rastposition in der Aufnahme gehalten wird. Eine derartige Aufnahme kann beispielsweise
eine Ausnehmung in einem Bauteil oder aber auch ein aufgesetztes Bauteil sein, in
welches die Rolle gegen die Federkraft hineinfährt und anschließend dort gehalten
wird.
[0026] Besonders bevorzugt ist die Aufnahme als Vertiefung ausgebildet. Dabei ist insbesondere
bevorzugt, dass eine derartige Vertiefung beispielsweise in der Gehäuseeinrichtung
vorgesehen wird, und eine insbesondere an dem Auszug angeordnete Rolle über die Gehäuseeinrichtung
rollt und dann mittels der Federkraft beim Erreichen der Vertiefung bzw. der Rastposition
in die Vertiefung hineingedrückt und dort fixiert wird.
[0027] Vorzugsweise umfasst das Rastelement wenigstens einen Rastknopf, wobei die Rastelementaufnahme
wenigstens eine Halteeinrichtung mit zumindest einem Halteabschnitt umfasst, wobei
der wenigstens eine Halteabschnitt senkrecht zu der Bewegungsrichtung des Rastelements
beweglich ist.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform hat die Halteeinrichtung wenigstens zwei relativ zueinander
bewegbare Halteabschnitte.
[0029] Die Halteeinrichtung bildet mit dem wenigstens einen Halteabschnitt oder den wenigstens
zwei Halteabschnitten wenigstens eine Aufnahme für den Rastknopf, wobei die Halteabschnitte
vorbelastet gegeneinandergedrückt werden. Dabei sind die beiden Halteabschnitte insbesondere
derart angeordnet und ausgebildet, dass der Rastknopf zwischen die beiden Halteabschnitte
fahren und diese dabei leicht auseinander drücken kann, sodass der Rastknopf in die
Aufnahme zwischen den beiden Halteabschnitten hineingelangen kann.
[0030] Halteeinrichtung mit wenigstens einem Halteabschnitt kann in der Art eines Mittelabstoppers
ausgeführt sein.
[0031] Bevorzugt ist die Halteeinrichtung mit den wenigstens zwei Halteabschnitten einteilig
ausgebildet. So kann insbesondere eine Halteeinrichtung beispielsweise aus einem Blech
oder einem Kunststoff hergestellt sein, wobei die Halteabschnitte wenigstens geringfügig
federnd beweglich zueinander vorgesehen sind. Dies kann durch entsprechende Stanzungen
oder Prägungen oder eine andere geeignete Ausgestaltung des Materials erreicht werden.
[0032] In vorteilhaften Ausgestaltungen ist die Kraft der Vorbelastungseinrichtung einstellbar.
So kann vorzugsweise das die notwendige Kraft zum Einnehmen der Rastposition und/zum
Verlassen der Rastposition auf Vorlieben des Benutzers eingestellt werden.
[0033] Vorzugsweise sind wenigstens zwei Rasteinrichtung vorgesehen, die wenigstens zwei
Rastpositionen definieren. So können vorzugsweise pro Rasteinrichtung z. B. wenigstens
ein Rastelement und wenigstens eine Rastelementaufnahme vorgesehen sein, um die verschiedenen
Positionen zu definieren.
[0034] Vorzugsweise ist wenigstens eine Rasteinrichtung vorgesehen, welche wenigstens zwei
Rastposition definiert. So kann zum Beispiel ein Rastelement vorgesehen sein, welches
vorzugsweise in zwei nacheinander angeordnete Rastelementaufnahmen verlagert werden
kann, um bestimmte Rastposition zu definieren.
[0035] Bevorzugt umfasst die Sensoreinrichtung wenigstens einen Mikroschalter und/oder wenigstens
einen Reed-Kontakt und/oder wird durch wenigstens eine Mikroschalter bzw. Schalter
und/oder wenigstens einen Reed-Kontakt zur Verfügung gestellt. Durch die Verwendung
eines Mikroschalters, insbesondere bei der Verwendung eines Kontaktschalters, kann
auf einfache Art und Weise erkannt werden, ob der Auszug in einer Rastposition vorliegt.
Auch die Verwendung von kapazitiven oder induktiven Sensoren für die Sensoreinrichtung
ist möglich.
[0036] In zweckmäßigen Weiterbildungen ist die Sensoreinrichtung der Rasteinrichtung und
insbesondere dem Rastelement zugeordnet. Dabei kann insbesondere ein Zusammenwirken
der Sensoreinrichtung mit dem Rastelement, der Rastelementaufnahme und/oder der Vorbelastungseinrichtung
vorgesehen sein.
[0037] Besonders bevorzugt wirkt die Sensoreinrichtung mit dem Rastelement zusammen. So
kann je nach Ausgestaltung einfach eine Erkennung einer Rastposition beispielsweise
durch die Stellung des Rastelements erfolgen. Dabei kann die Sensoreinrichtung z.
B. durch ein sich bewegendes Rastelement betätigt bzw. ausgelöst werden. So ist es
unter anderem je nach Ausgestaltung bevorzugt, dass das Rastelement in vorgespannter
Position bzw. in der Freigabeposition den Schalter betätigt und dass der Kontakt des
Schalters durch ein Verlagern des Rastelements in die Rastelementaufnahme in der Rastposition
aufgehoben wird.
[0038] Vorzugsweise ist die Sensoreinrichtung als gemeinsame Baugruppe mit dem Rastelement
ausgebildet ist. Vorzugsweise ist auch die Vorbelastungseinrichtung in die gemeinsame
Baugruppe integriert. So kann ein besonders leicht zu installierendes System bereitgestellt
werden. Bei einer solchen Ausgestaltung ist bevorzugt, dass die gemeinsame Baugruppe
werkzeuglos montiert werden kann, beispielsweise durch geeignete Rast- und/oder Steckverbindungen.
[0039] Bevorzugt umfasst die Baugruppe eine Halterung, in welcher das Rastelement geführt
zwischen wenigstens einer Rastposition und wenigstens einer Freigabeposition verlagerbar
ist, wobei insbesondere wenigstens ein bewegliches Teil der Halterung mit der Sensoreinrichtung
zusammenwirkt.
[0040] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Betreiben einer Gareinrichtung, wie
zuvor beschrieben wurde. Dabei wird der Auszug beim Verlagern mittels wenigstens einer
Rasteinrichtung in wenigstens einer Rastposition gegen ein ungewolltes Verschieben
gesichert, wozu wenigstens ein Rastelement wenigstens abschnittsweise in wenigstens
einer Rastelementaufnahme aufgenommen und ich wenigstens eine Vorbelastungseinrichtung
in der Rastposition gesichert wird. Dabei erfasst bzw. erkennt wenigstens eine Sensoreinrichtung,
ob das Rastelement bzw. der Auszug in der Rastposition vorliegen.
[0041] Auch das erfindungsgemäße Verfahren bietet die Vorteile, wie sie zuvor schon zu dem
erfindungsgemäßen Gargerät ausgeführt wurden.
[0042] Bevorzugt muss die Kraft der Vorbelastungseinrichtung wenigstens teilweise überwunden
werden, um das Rastelement aus der Rastelementaufnahme herauszubewegen. Bei einer
derartigen Ausgestaltung ist es insbesondere auch möglich, dass die Rastposition für
einen Benutzer quasi kraftlos eingenommen wird. Dies kann insbesondere dann erfolgen,
wenn das Rastelement als Rolle ausgebildet ist, welche in eine als Vertiefung ausgebildete
Rastelementaufnahme hineinfährt. So wird relativ kraftlos durch das Ausziehen bzw.
Aufziehen des Auszuges eine Rastposition eingenommen. Um diese Rastposition wieder
zu verlassen, muss die Kraft der Vorbelastungseinrichtung überwunden werden, um das
Rastelement wieder aus der Rastelementaufnahme herauszubewegen.
[0043] In zweckmäßigen Ausgestaltungen muss die Kraft der Vorbelastungseinrichtung wenigstens
teilweise überwunden werden, um das Rastelement in die Rastelementaufnahme hineinzubewegen.
Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn das Rastelement als Rastknopf ausgebildet
ist und in eine Halteeinrichtung hineingefahren werden muss. Dabei ist insbesondere
dann, wenn beim Einnehmen in der Rastposition ein Kraftaufwand gegen die Vorbelastungseinrichtung
überwunden werden muss, auch das Ausfahren aus der Rastposition nur mit einem Kraftaufwand
möglich.
[0044] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
[0045] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts in drei Ansichten von der Seite;
- Figur 2
- eine rein schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts in zwei Ansichten von der Seite;
- Figur 3
- eine rein schematische Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts in drei Ansichten von der Seite;
- Figur 4
- eine rein schematische Darstellung eines nächsten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts in zwei Ansichten von der Seite;
- Figur 5
- eine rein schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts in drei Ansichten von der Seite;
- Figur 6
- eine rein schematische Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts in zwei Ansichten von der Seite,
- Figur 7
- eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Baugruppe umfassend
eine Rasteinrichtung und eine Sensoreinrichtung in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 8
- die Ausführung gemäß Figur 7 in einer rein schematischen Explosionsansicht;
- Figur 9
- die Ausführung gemäß Figur 7 in einer rein schematischen Ansicht von oben;
- Figur 10
- die Ausführung gemäß Figur 7 in einer rein schematischen Ansicht von unten; und
- Figur 11
- die Ausführung gemäß Figur 7 in einer rein schematischen Ansicht von der Seite.
[0046] In Figur 1 ist rein schematisch ein erfindungsgemäßes Gargerät 1 in drei Ansichten.
Dabei erkennt man, dass das Gargerät 1 eine Gehäuseeinrichtung 2 umfasst, welche hier
einen Auszug 3 umfasst. Der Auszug 3 stellt dabei in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Gargutschublade 50 zur Verfügung, welche hier mittels eines Schienensystems 51
entlang der Verlagerungseinrichtung 9 bewegt werden kann. Die drei Ansichten zeigen
dabei unterschiedliche Positionen der Gargutschublade 50 bzw. des Auszugs 3.
[0047] Erfindungsgemäß ist dem Auszug 3 eine Rasteinrichtung 4 zugeordnet, welche dazu geeignet
und ausgebildet ist, den Auszug in wenigstens einer Rastposition 5 festzulegen, sodass
der Auszug 3 in dieser Rastposition 5 gegen ein versehentliches Bewegen bzw. Verschieben
gesichert ist. Dabei ist der Auszug 3 in einer Rastposition 5 in der mittleren Ansicht
dargestellt.
[0048] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Rasteinrichtung 4 ein Rastelement
6 und eine Rastelementaufnahme 7. Dabei ist hier das Rastelement 6 als Rolle 12 ausgebildet,
welche über eine Vorbelastungseinrichtung 8 an dem Auszug 3 aufgenommen ist. Die Vorbelastungseinrichtung
8 wird hier durch eine Feder 19 zur Verfügung gestellt.
[0049] Die Rastelementaufnahme 7 wird in dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine Aufnahme
13 bereitgestellt, welche hier als Vertiefung 14 ausgebildet ist. Bei der Verlagerung
des Auszugs 3 in Verlagerungseinrichtung 9 nach rechts rollt die Rolle 12 federnd
gelagert über eine Auflage 20, welche an der bzw. durch die Gehäuseeinrichtung 2 ausgebildet
ist. Sobald der Auszug 3 die Rastposition 5 erreicht, wird durch die Kraft der Vorbelastungseinrichtung
8 bzw. mittels der Feder 19 die Rolle 12 in die Vertiefung 14 bzw. die Aufnahme 13
gedrückt. Dies ist in der mittleren Abbildung dargestellt. Dabei ist die Rastposition
5 als Zwischenposition 11 bzw. Durchgangsposition 21 vorgesehen, sodass der Auszug
3 die Rastposition 5 auch in Verlagerungsrichtungen 9 nach rechts wieder verlassen
kann und, sodass der Auszug noch weiter ausgezogen werden kann.
[0050] Hier in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist es vorgesehen, dass die Rastposition
5 beim Ausziehen des Auszugs 3 nahezu kraftlos eingenommen wird, dadurch, dass die
Rolle 12 durch die Vorbelastungseinrichtung beim Erreichen der Aufnahme 13 bzw. der
Vertiefung 14 in diese hineinrollt bzw. hineingedrückt wird. Soll der Auszug 3 entweder
nach links oder nach rechts aus der Rastposition 5 weiterbewegt werden, muss eine
Kraft aufgewandt werden, um die Rolle 12 gegen die Haltekraft bzw. die Kraft der Vorbelastungseinrichtung
8 wieder aus der Aufnahme 13 bzw. der Vertiefung hinauszubewegen.
[0051] Je nach Ausgestaltung können weitere Vertiefungen 14 bzw. Aufnahmen 13 entlang der
Auflage 20 vorgesehen werden, sodass auch weitere Rastposition 5 eingenommen werden
können.
[0052] Weiterhin ist dargestellt, dass eine Sensoreinrichtung 24 umfasst ist, welche hier
als Mikroschalter 25 bzw. Kontaktschalter 26 ausgebildet ist.
[0053] Mittels eines derartigen Mikroschalters 25 bzw. allgemein mittels einer entsprechenden
Sensoreinrichtung 24 kann zuverlässig erkannt werden, ob der Auszug 3 bzw. hier die
Gargutschublade in einer Position vorliegt, in welcher das Rastelement 6 in einer
Rastposition 5 vorliegt. So kann unter anderem beispielsweise durch das erkennen einer
Rastposition 5 mittels der Sensoreinrichtung 24 eine bestimmte Funktionalität des
Gargerätes nur freigegeben werden, wenn der Auszug 3 bzw. das Rastelement 6 in einer
definierten Lage vorliegt.
[0054] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel wird der Mikroschalter 25 bzw. der Kontaktschalter
26 von dem Rastelement 6 bzw. hier der Rolle 12 betätigt, wenn das Rastelement 6 gegen
die Kraft der Vorspanneinrichtung 8 eingefedert in einer Freigabeposition 29 vorliegt,
in welcher der Auszug frei beweglich ist.
[0055] In der Rastposition 5 ist das Rastelement 6 hier so weit von der Sensoreinrichtung
24 weg ausgefedert, dass keine Kontaktierung mit dem Kontaktschalter 26 erfolgt und
somit durch die Nichtkontaktierung eine Rastposition 5 des Auszugs erkannt wird.
[0056] Je nach Ausgestaltung können durch unterschiedlich tiefe Aufnahmen 13 bzw. Vertiefungen
14 unterschiedliche Schaltpunkte bzw. Kontaktpunkte des Mikroschalters 25 betätigt
werden, sodass auch mehrere Rastpositionen 5 zuverlässig voneinander unterschieden
werden können.
[0057] Je nach Ausgestaltung die Sensoreinrichtung 24 zur Unterscheidung unterschiedlicher
Rastpositionen 5 auch zusätzlich zu dem Mikroschalter 24 oder je nach Ausgestaltung
auch ausschließlich Reed-Kontakte 39 umfassen.
[0058] In Figur 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargeräts
1 rein schematisch dargestellt, welches vom Grundprinzip dem schon zuvor gezeigten
Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 entspricht.
[0059] Auch hier umfasst die Rasteinrichtung 4 wenigstens eine Rolle 12 als Rastelement
6 und die Rastelementaufnahme 7 umfasst eine Aufnahme 13 bzw. eine Vertiefung 14.
[0060] Im Unterschied zu dem zuvor gezeigten Ausführungsbeispiel ist hier eine Rastposition
5 gezeigt, welche eine Endlage 10 definiert. Dazu ist an der einen Seite der Vertiefung
14 bzw. der Aufnahme 13 ein Begrenzungselement 22 vorgesehen, welches das Verlassen
der Rolle 12 bzw. des Rastelements 6 in Verlagerungsrichtung 9 nach rechts aus der
Vertiefung 14 hinaus verhindert.
[0061] Auch in Figur 2 ist eine Sensoreinrichtung 24 dargestellt, um das Vorliegen einer
Rastposition 5 zuverlässig zu erkennen. Die Sensoreinrichtung 24 ist in den nachfolgenden
Figuren 3 bis 6 nicht mehr dargestellt, jedoch vorzugsweise in geeigneter Ausgestaltung
vorgesehen.
[0062] In Figur 3 ist ein nächstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargeräts
1 rein schematisch dargestellt. Auch hier ist wieder ein Auszug 3 vorgesehen, welcher
auch hier als Gargutschublade 50 ausgebildet ist. Die Gargutschublade 50 kann über
ein Schienensystem 51 entlang der Verlagerungsrichtung 9 nach links und rechts verlagert
werden.
[0063] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Rasteinrichtung 4 ein Rastelement
6, welches hier als Rastknopf 15 ausgebildet ist.
[0064] Die Rastelementaufnahme 7 wird in dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine Halteeinrichtung
16 bereitgestellt, welche hier zwei Halteabschnitt 17, 18 umfasst, welche jeweils
federnd über eine Vorbelastungseinrichtung 8 bzw. Federn 19 federnd gehalten sind.
[0065] In der mittleren Ansicht ist dargestellt, dass der Auszug 3 in Verlagerungsrichtung
9 nach rechts bewegt wurde, sodass der Rastknopf 15 in der Aufnahme 13 zwischen den
beiden Halteabschnitt 17, 18 einrasten. Dabei sind die beiden Halteabschnitt 17, 18
so zueinander angeordnet, dass der Rastknopf 15 über eine Einführhilfe 23 zwischen
die beiden Halteabschnitt 17, 18 verlagert werden kann und diese dabei gegen die Kraft
der Vorbelastungseinrichtungen 8 leicht nach auseinander drückt. Sobald der Rastknopf
15 in der Aufnahme 13 zwischen den beiden Halteabschnitt 17, 18 vorliegt, wird der
Rastknopf 15 in der Rastposition 5 durch die Halteeinrichtung 16 bzw. die beiden aufeinanderzudrücken
Halteabschnitt 17, 18 gehalten.
[0066] In der unteren Ansicht ist dargestellt, dass auch hier die Rastposition 5 als Zwischenposition
11 bzw. Durchgangsposition 21 vorgesehen ist. Auch hier kann dementsprechend der Auszug
3 bzw. der Rastknopf 15 die Halteeinrichtung 16 bzw. die Aufnahme 13 in Verlagerungseinrichtung
9 von links und rechts betreten und die Rastposition 5 auch nach rechts und links
verlassen.
[0067] In Figur 4 ist rein schematisch das ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Gargeräts dargestellt, welches vom Grundprinzip dem zuvor gezeigten Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 3 entspricht. Auch hier ist das Rastelement 6 als Rastknopf 15 ausgebildet
und die Rastelementaufnahme 7 wird durch eine Halteeinrichtung 16 zur Verfügung gestellt.
[0068] Im Unterschied zu dem zuvor gezeigten Ausführungsbeispiel sind hier die beiden Halteabschnitt
17, 18 über ein Begrenzungselement 22 miteinander verbunden, sodass der Rastknopf
15 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel in Verlagerungseinrichtung 9 nur von links
in die Halteeinrichtung 16 gelangen kann und auch nur nach links die Halteeinrichtung
verlassen kann. Somit wird auch hier als Rastposition 5 eine Endlage 10 definiert.
[0069] Je nach Ausgestaltung kann die Begrenzung bzw. das Begrenzungselement 22 auch durch
andere geeignete Mittel ersetzt werden.
[0070] In Figur 5 ist rein schematisch ein nächstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Gargerätes 1 dargestellt, welches vom Grundaufbau dem in Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
ähnelt.
[0071] Dabei ist auch hier eine Rasteinrichtung 4 vorgesehen, welche ein Rastelement 6 umfasst,
welches als Rastknopf 15 ausgebildet ist. Wie in Figur 3 ist auch hier die Rastelementaufnahme
7 durch eine Halteeinrichtung 16 zur Verfügung gestellt.
[0072] Im Unterschied zu dem zuvor gezeigten Ausführung ist die Halteeinrichtung 6 bzw.
sind die Halteabschnitte 17, 18 einteilig bzw. als einteiliges Bauteil ausgeführt.
Dabei sind auch hier die beiden Halteabschnitt 17 18 durch entsprechend ausgestaltete
Vorbelastungseinrichtungen 8 wenigstens leicht federnd zueinander angeordnet. Dabei
kann eine solche Vorbelastungseinrichtung 8 beispielsweise durch eine entsprechende
Stanzung oder eine ähnliche oder auch andere fertigungstechnische Ausgestaltung bereitgestellt
werden.
[0073] Wie in Figur 3 sind auch hier drei Ansichten gezeigt, welche die Bewegung des Auszugs
3 durch die Rastposition 5 hindurch zeigen, wobei die Rastposition 5 auch hier als
Zwischenposition 11 bzw. Durchgangsposition 21 vorgesehen ist.
[0074] In Figur 6 ist ein Ausführungsbeispiel ähnlich zu dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel
gezeigt, wobei auch hier wieder ein Begrenzungselement 22 vorgesehen ist, welches
hier die Halteabschnitte 17, 18 an der rechten Seite verbindet, sodass auch hier als
Rastposition 5 eine Endlage 10 definiert wird, bei welcher der Rastknopf 15 die Halteeinrichtung
16 nur von links betreten und auch nur nach links wieder verlassen kann.
[0075] In Figur 7 ist ein Ausführungsbeispiel einer anmeldungsgemäßen Rasteinrichtung 4
rein schematisch in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Dabei ist in diesem
Ausführungsbeispiel auch eine Sensoreinrichtung 24 umfasst, welche hier gemeinsam
mit der Rasteinrichtung 4 bzw. mit Teilen davon als gemeinsame Baugruppe 27 ausgeführt
ist.
[0076] Dabei umfasst die gemeinsame Baugruppe 27 hier eine Halterung 28, an welcher sowohl
die Sensoreinrichtung 24 die vorgesehenen Komponenten der Rasteinrichtung 4, hier
das Rastelement 6 und die Vorbelastungseinrichtung 8, aufgenommen sind.
[0077] Die gemeinsame Baugruppe 27 kann bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mittels der
Rastelemente 37 einfach und hier werkzeuglos an die Gehäuseeinrichtung 2 und/oder
den Auszug 3 eines Gargerätes angeklemmt bzw. angesteckt bzw. angeklipst werden. Je
nach Ausgestaltung kann an einem linken und am rechten Auszug 3 jeweils eine derartige
gemeinsame Baugruppe 27 bzw. allgemein eine solche Rasteinrichtung 4 vorgesehen sein,
wobei je nach Ausführung auch nur an einer Seite eine Sensoreinrichtung 24 vorgesehen
sein kann.
[0078] Das Rastelement 6 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel als Rolle 12 ausgebildet,
welche verlagerbar über ein bewegliches Teil 30 bzw. hier einen Gelenkhebel 31 mittels
einer Achse 34 an der Halterung 28 beweglich aufgenommen ist. Dabei belastet die
[0079] Vorbelastungseinrichtung 8, hier eine Feder 19, die Rolle 12 in die Richtung einer
Aufnahme 13 bzw. Vertiefung 14, in welche das Rastelement 6 dann eingreift, wenn der
Auszug 3 in die entsprechende Position gefahren ist. Die Aufnahme 13 bzw. Vertiefung
14 ist hier nicht gezeigt.
[0080] Die gezeigte Position bzw. Anordnung der Rolle 12 ist in der gezeigten Darstellung
die Rastposition 5, in welcher die Rolle 12 von der Sensoreinrichtung 24 weiter beabstandet
vorgesehen ist.
[0081] Um eine geführte Verlagerung der Rolle 12 zu ermöglichen, umfasst der Gelenkhebel
31 in der gezeigten Ausführung Führungselemente 36, welche in entsprechenden Führungen
35 in der Halterung 28 zwischen einer Rastposition 5 und einer hier nicht dargestellten
Freigabeposition 29 verlagert werden können.
[0082] Die Sensoreinrichtung 24 umfasst in dem gezeigten Ausführungsbeispiel einen Mikroschalter
25, welcher hier als Kontaktschalter 26 ausgebildet ist. Dabei umfasst der Kontaktschalter
26 hier ein Kontaktelement 32 und einen Kontakt 33, wobei das Kontaktelement 32 und
der Kontakt 33 zusammen in Kontakt kommen, wenn die Rolle 12 gegen die Kraft der Vorspanneinrichtung
8 zurückgedrückt in der Freigabeposition 29 vorliegt, sodass der Auszug 3 dann bewegt
werden kann.
[0083] Weiterhin umfasst die Sensoreinrichtung 24 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel einen
Reed-Kontakt 39, sodass mittels der Sensoreinrichtung 24 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
nicht nur erkannt werden kann, ob der Auszug 3 bzw. das Rastelement 6 in einer Rastposition
5 vorliegt, sondern, wenn mehrere Rastpositionen 5 vorgesehen sind, auch, in welcher
Rastposition 5 sich der Auszug 3 befindet.
[0084] In Figur 8 ist die zuvor gezeigte Ausführungsform erneut in einer Explosionsansicht
dargestellt. Auch hier kennt man, dass eine Halterung 28 vorgesehen ist, in welcher
das Rastelement 6, die Vorbelastungseinrichtung 8 und die Sensoreinrichtung 24 als
gemeinsame Baugruppe 20 aufgenommen sind. Zur Befestigung der Sensoreinrichtung 24
sind an der Halterung 28 Rastelement 38 vorgesehen, sodass die Sensoreinrichtung 24,
hier ein Mikroschalter 25 einfach mit der Halterung 28 verbunden werden kann.
[0085] In der hier gezeigten Darstellung ist auch zu erkennen, wie das bewegliche Teil 30
bzw. der Gelenkhebel 31 ausgebildet ist. Dabei kann der Gelenkhebel 31 mittels einer
Achse 34 an der Halterung 28 schwenkbar aufgenommen werden. Auch die Rolle 12 ist
hier mittels einer Achse 40 drehbar an dem Gelenkhebel 31 aufgenommen.
[0086] Um eine kontrollierte Führung des Gelenkhebels 31 zu ermöglichen und hier auch Endpositionen
zu definieren, sind wie zuvor schon beschrieben Führungselemente 36 an dem Gelenkhebel
31 vorgesehen, welchen in entsprechenden Führungen 35 in der Halterung je nach Position
des Rastelements 6 bzw. Rolle 12 verlagert werden.
[0087] Zudem erkennt man das Kontaktelement 32 und den Kontakt 33 des Mikroschalters 25
bzw. Kontaktschalters 26, wobei der Kontakt 33 das Kontaktelement 32 in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel mittels des sich hoch und runterbewegenden Gelenkhebel 31 betätigt
wird.
[0088] Da die Sensoreinrichtung 24 in dem hier gezeigten Ausführung auch einen Reed-Kontakt
39 umfasst, kann ermöglicht werden, dass zum Beispiel bei einer Gargutschublade 50
nicht nur erkannt werden kann, ob sich die Schublade 50 in der komplett eingefahrenen
oder ausgefahrenen Position befindet, sondern auch, in welcher der beiden Position
die Gargutschublade 50 vorliegt.
[0089] Ohne der einen derartigen Reed-Kontakt 39 könnte ohne weitere Spezifikationen an
Mikroschalter 25 und/oder Rasteinrichtung 4 lediglich erkannt werden, dass die Gargutschublade
50 in einer der Rastpositionen 5 vorliegt, nicht aber in welcher. Da je nach Rastposition
5 und je nach Ausgestaltung und je nach Art des Gargerätes 1 bestimmte Funktionalitäten
oder auch Zustände an bestimmte Positionen gekoppelt sein können, ist die Unterscheidung
aber vorteilhaft.
[0090] So kann beispielsweise bei einer Gargutschublade 50 über eine definierte und bekannte
Rastposition 5 vorgegeben werden, dass beispielsweise der Deckel der Gargutschublade
50 nur in dem vollständig geöffneten Zustand der Schublade freigegeben wird, wobei
z. B. der Betrieb der Gargutschublade beispielsweise nur in der vollständig eingefahrenen
Rastposition freigegeben wird.
[0091] In den Figuren 9, 10 und 11 sind Ansichten des zuvor gezeigten Ausführungsbeispiels
einer gemeinsamen Baugruppe 27 von oben, unten und von der Seite rein schematisch
dargestellt.
[0092] Die beschriebenen Ausführungen der beispielhaft gezeigten Ausführungsbeispiele können
beliebig miteinander kombiniert werden, um weitere geeignete Ausführungsbeispiel bezüglich
geeigneter Rastpositionen 5 zu erreichen.
Bezugszeichenliste
[0093]
- 1
- Gargerät
- 2
- Gehäuseeinrichtung
- 3
- Auszug
- 4
- Rasteinrichtung
- 5
- Rastposition
- 6
- Rastelement
- 7
- Rastelementaufnahme
- 8
- Vorbelastungseinrichtung
- 9
- Verlagerungsrichtung
- 10
- Endlage
- 11
- Zwischenposition
- 12
- Rolle
- 13
- Aufnahme
- 14
- Vertiefung
- 15
- Rastknopf
- 16
- Halteeinrichtung
- 17
- Halteabschnitt
- 18
- Halteabschnitt
- 19
- Feder
- 20
- Auflage
- 21
- Durchgangsposition
- 22
- Begrenzungselement
- 23
- Einführhilfe
- 24
- Sensoreinrichtung
- 25
- Mikroschalter
- 26
- Kontaktschalter
- 27
- Baugruppe
- 28
- Halterung
- 29
- Freigabeposition
- 30
- bewegliches Teil
- 31
- Gelenkhebel
- 32
- Kontaktelement
- 33
- Kontakt
- 34
- Achse
- 35
- Führung
- 36
- Führungselement
- 37
- Rastelement
- 38
- Rastelement
- 39
- Reed-Kontakt
- 40
- Achse
- 50
- Gargutschublade
- 51
- Schienensystem
1. Gargerät (1) umfassend wenigstens eine Gehäuseeinrichtung (2) und wenigstens einen
in der Gehäuseeinrichtung (2) verlagerbar aufgenommenen Auszug (3),
dadurch gekennzeichnet, dass
dem Auszug (3) wenigstens eine Rasteinrichtung (4) zugeordnet ist, um den Auszug (3)
in wenigstens einer Rastposition (5) gegen ein ungewolltes Verschieben zu sichern,
wobei die Rasteinrichtung (4) wenigstens ein Rastelement (6) und wenigstens eine Rastelementaufnahme
(7) umfasst,
wobei das Rastelement (6) in der Rastposition (5) wenigstens abschnittsweise in der
Rastelementaufnahme (7) aufgenommen und durch wenigstens eine Vorbelastungseinrichtung
(8) in der Rastposition (5) gesichert ist und
wobei wenigstens eine Sensoreinrichtung (24) umfasst ist, um zu erfassen, ob das Rastelement
(6) in der Rastposition (5) vorliegt.
2. Gargerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Rastelement (6) und/oder die Rastelementaufnahme (7) entlang der Verlagerungsrichtung
(9) des Auszuges (3) angeordnet ist und/oder dass das Rastelement (6) und/oder die
Rastelementaufnahme (7) der Gehäuseeinrichtung (2) und/oder dem Auszug (3) zugeordnet
sind.
3. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Rastelement (6) und/oder die Rastelementaufnahme (7) dazu geeignet und ausgebildet
sind, eine Endlage (10) als Rastposition (5) zu definieren und/oderdass das Rastelement
(6) und/oder die Rastelementaufnahme (7) dazu geeignet und ausgebildet sind, eine
Zwischenposition (11) als Rastposition (5) zu definieren.
4. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Rastelement (6) wenigstens eine Rolle (12) umfasst und dass die Rastelementaufnahme
(7) durch wenigstens eine Aufnahme (13) bereitgestellt wird, wobei die Rolle (12)
mittels der Vorbelastungseinrichtung (8) in der Rastposition (5) in der Aufnahme (13)
gehalten wird, wobei die Aufnahme (13) vorzugsweise als Vertiefung (14) ausgebildet
ist.
5. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Rastelement (6) wenigstens einen Rastknopf (15) umfasst und wobei die Rastelementaufnahme
(7) wenigstens eine Halteeinrichtung (16) mit wenigstens einem senkrecht zur Bewegunsrichtung
des Rastelements (6) relativ beweglichem Halteabschnitt (17, 18), vorzugsweise mit
wenigstens zwei relativ zueinander bewegbaren Halteabschnitten (17, 18), umfasst,
welche wenigstens eine Aufnahme (13) für den Rastknopf (15) bilden, wobei die Halteabschnitte
(17, 18) vorbelastet gegeneinandergedrückt werden, wobei die Halteeinrichtung (16)
mit den wenigstens zwei Halteabschnitten (17, 18) vorzugsweise einteilig ausgebildet
ist.
6. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kraft der Vorbelastungseinrichtung (8) einstellbar ist.
7. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens zwei Rasteinrichtungen (4) vorgesehen sind, die wenigstens zwei Rastpositionen
(5) definieren und/oder dass wenigstens eine Rasteinrichtung (4) wenigstens zwei Rastpositionen
(5) definiert.
8. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensoreinrichtung (24) wenigstens einen Mikroschalter (25) und/oder wenigstens
einen Reed-Kontakt (39) und/oder einen kapazitiven Sensor und/oder einen induktiven
Sensor und/oder einen galvanischen Sensor umfasst.
9. Gargerät (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (24) der Rasteinrichtung (4) zugeordnet ist.
8. Gargerät (1) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensoreinrichtung (24) mit dem Rastelement (6) zusammenwirkt.
9. Gargerät (1) nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensoreinrichtung (24) als gemeinsame Baugruppe (27) mit dem Rastelement (6) ausgebildet
ist.
10. Gargerät (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass
die Baugruppe (27) eine Halterung (28) umfasst, in welcher das Rastelement (6) geführt
zwischen der Rastposition (5) und einer Freigabeposition (29) verlagerbar ist, wobei
insbesondere wenigstens ein bewegliches Teil (30) der Halterung (28) mit der Sensoreinrichtung
(24) zusammenwirkt.
11. Verfahren zum Betreiben einer Gareinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Auszug (3) beim Verlagern mittels wenigstens einer Rasteinrichtung (4) in
wenigstens einer Rastposition (5) gegen ein ungewolltes Verschieben gesichert wird,
wozu wenigstens ein Rastelement (6) wenigstens abschnittsweise in wenigstens einer
Rastelementaufnahme (7) aufgenommen und durch wenigstens eine Vorbelastungseinrichtung
(8) in der Rastposition (5) gesichert wird und dass wenigstens eine Sensoreinrichtung
(24) erfasst, ob das Rastelement (6) in der Rastposition (5) vorliegt.
12. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kraft der Vorbelastungseinrichtung (5) wenigstens teilweise überwunden werden
muss, um das Rastelement (6) aus der Rastelementaufnahme (7) herauszubewegen.
13. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kraft der Vorbelastungseinrichtung (8) wenigstens teilweise überwunden werden
muss, um das Rastelement (6) in die Rastelementaufnahme (7) hineinzubewegen.