[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Steuereinheit zum Betreiben eines Kochfelds
sowie ein Kochfeld.
[0002] Der hier vorgestellte Ansatz stellt sich die Aufgabe, ein verbessertes Verfahren
und eine verbesserte Steuereinheit zum Betreiben eines Kochfelds und ein verbessertes
Kochfeld zu schaffen.
[0003] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren und eine Steuereinheit zum
Betreiben eines Kochfelds und ein Kochfeld mit den Merkmalen der Hauptansprüche gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Unteransprüchen.
[0004] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen in der Möglichkeit einem Nutzer
eine komfortable Bedienbarkeit auch von mobilen Kleingeräten zu ermöglichen.
[0005] Ein Verfahren zum Betreiben eines Kochfelds, das eine Benutzerschnittstelle und einen
Abstellbereich aufweist, der als eine induktive Energieversorgungszone zum Versorgen
mobiler Haushaltgeräte mit Energie und optional als eine induktive Kochzone zum Erhitzen
eines Kochgeschirrs verwendbar ist, umfasst die folgenden Schritte:
Einlesen eines Identifikationssignals, das eine Identifikation eines auf dem Abstellbereich
abgestellten mobilen Haushaltgeräts umfasst; und
Bestimmen eines an das mobile Haushaltgerät angepassten Funktionsumfangs für die Benutzerschnittstelle
unter Verwendung des Identifikationssignals.
[0006] Das Kochfeld kann entsprechend bekannter Kochfelder zumindest eine oder eine Mehrzahl
von induktiven Kochzonen umfassen. Gemäß einer Ausführungsform kann zumindest eine
der Kochzonen zusätzlich als induktive Energieversorgungszone verwendet werden. Unter
einem mobilen Haushaltgerät kann ein elektrischer Verbraucher verstanden werden, beispielsweise
ein Wasserkocher, ein Mixer oder ein Toaster. Wenn das mobile Haushaltgerät auf der
Energieversorgungszone abgestellt ist, kann es mittels induktiver Kopplung von dem
Kochfeld drahtlos mit zum Betreiben des mobilen Haushaltgeräts erforderlicher Energie
versorgt werden. Das Kochfeld kann daher auch als Transmitter und das mobile Haushaltgerät
kann als Receiver bezeichnet werden. Zum Betreiben eines mobilen Haushaltgerätes kann
dieses auf einer Energieversorgungszone angeordnet werden, beispielsweise abgestellt
werden. Das Abstellen kann automatisiert erkannt werden. Das Identifikationssignal
kann beispielsweise ansprechend auf ein erkanntes Abstellen eines mobilen Haushaltgerätes
auf einer Energieversorgungszone bereitgestellt werden. Die Identifikation des mobilen
Haushaltgeräts kann das mobile Haushaltgerät oder einen Typ des mobilen Haushaltgeräts
eindeutig kennzeichnen, sodass es von anderen mobilen Haushaltgeräten oder anderen
Arten von mobilen Haushaltgeräten unterschieden werden kann. Bei einer Mehrzahl von
Energieversorgungszonen kann jeder der Mehrzahl von Energieversorgungszonen eine eigene
Kennung zugeordnet sein. Auf diese Weise kann festgestellt werden, welches Haushaltgerät
sich auf welcher Energieversorgungszone befindet. Eine entsprechende Kennung kann
optional unter Verwendung des Identifikationssignals übertragen werden.
[0007] Die Benutzerschnittstelle kann beispielsweise in einer Kochfeldplatte des Kochfelds
integriert sein. Die Benutzerschnittstelle kann somit entsprechend bekannter Kochfelder,
beispielsweise bekannter Induktionskochfelder, fester Bestandteil des Kochfelds sein.
Über die Benutzerschnittstelle kann das Kochfeld von einem Nutzer bedient werden.
Beispielsweise weist die Benutzerschnittstelle dazu eine Eingabeeinrichtung auf, über
die der Nutzer eine Funktion des Kochfelds auswählen kann, beispielsweise eine Leistungsstufe
einer Kochzone. Optional kann die Benutzerschnittstelle eine Anzeigeeinrichtung umfassen,
über die beispielsweise eine ausgewählte Funktion angezeigt werden kann oder über
die Eingabefelder der Eingabeeinrichtung dargestellt oder bezeichnet werden können.
Wenn ein Abstellen eines mobilen Haushaltgeräts auf einer Energieversorgungszone des
Kochfelds erkannt wird, kann der Funktionsumfang der Benutzerschnittstelle angepasst
werden, um eine Bedienung des mobilen Haushaltgeräts über die Benutzerschnittstelle
zu ermöglichen. Beispielsweise kann dazu ein Eingabefeld der Benutzerschnittstelle
mit einer auswählbaren Funktion des mobilen Haushaltgeräts belegt werden oder das
mobile Haushaltgerät oder auswählbare Funktionen des mobilen Haushaltgeräts können
für einen Nutzer unter Verwendung der Benutzerschnittstelle dargestellt werden.
[0008] Der Abstellbereich kann eine Spule zur Energieübertragung an das mobile Haushaltgerät
und optional zur Energieübertragung an ein Kochgeschirr sowie eine weitere Spule zur
Datenübertragung umfassen. Entsprechend kann das mobile Haushaltgerät eine Spule zur
Energieübertragung sowie eine weitere Spule zur Datenübertragung umfassen. Optional
können auf beiden Seiten Spulen eingesetzt werden, die sowohl zur Energieübertragung
als auch zur Datenübertragung geeignet sind.
[0009] Gemäß einer Ausführungsform kann das Identifikationssignal über eine Schnittstelle
zu einem Kommunikationsmodul des Abstellbereichs, wie vorzugsweise einer Kommunikationsspule,
eingelesen werden. Das Kommunikationsmodul kann als eine sogenannte Near Field Communication
(NFC) Spule zur Kommunikation ausgeführt werden.
[0010] Dies ermöglicht eine Datenübertragung zwischen benachbarten Spulen, wie es der Fall
ist, wenn das mobile Haushaltgerät auf dem Abstellbereich abgestellt ist.
[0011] Im Schritt des Bestimmens kann als der angepasste Funktionsumfang ein angepasstes
Bediendesign zumindest eines Abschnitts einer Anzeigeeinrichtung der Benutzerschnittstelle
bestimmt werden. Entsprechend kann in einem Schritt des Bereitstellens ein Einstellsignal
an die Benutzerschnittstelle bereitgestellt werden, um ein aktuelles Bediendesign
der Anzeigeeinrichtung an das angepasste Bediendesign anzupassen. Das Bediendesign
kann beispielsweise eine Bezeichnung von Bedienfeldern der Benutzerschnittstelle und
zusätzlich oder alternativ eine Darstellung von Bedienfeldern umfassen. Beispielsweise
kann die Anzeigeeinrichtung dazu als ein berührungssensitives Display ausgeführt sein.
Auf diese Weise kann das Bediendesign so modifiziert werden, dass einem Nutzer nicht
nur eine Nutzung einer Kochfunktion des Kochfelds, sondern zusätzlich auch eine Nutzung
des mobilen Haushaltgeräts ermöglicht wird.
[0012] Zusätzlich oder alternativ kann im Schritt des Bestimmens als der angepasste Funktionsumfang
ein Aktionssignal definiert werden, das ansprechend auf ein Betätigungssignal ausgegeben
wird, das eine Betätigung einer von der Benutzerschnittstelle umfassten Bedientaste
des Kochfelds anzeigt. Auf diese Weise kann eine Belegung der Bedientaste abhängig
von einem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein oder auch abhängig von einem Typ des
mobilen Haushaltgeräts angepasst werden.
[0013] Beispielsweise kann das Aktionssignal zum Einschalten oder Ausschalten des mobilen
Haushaltgeräts definiert werden. Auf diese Weise wird es einem Nutzer ermöglicht,
die Benutzerschnittstelle des Kochfelds zum Ein- und Ausschalten des mobilen Haushaltgeräts
zu verwenden.
[0014] Im Schritt des Bestimmens kann der angepasste Funktionsumfang unter Verwendung einer
Zuordnungsvorschrift bestimmt werden, die einer Mehrzahl unterschiedlicher mobiler
Haushaltgeräte eine Mehrzahl unterschiedliche Funktionsumfänge für die Benutzerschnittstelle
zuweist. Beispielsweise kann der angepasste Funktionsumfang unter Verwendung einer
Nachschlagetabelle bestimmt werden, in der für eine Mehrzahl unterschiedlicher mobiler
Haushaltgeräte jeweils eigene Funktionsumfänge für die Benutzerschnittstelle gespeichert
sind. Auf diese Weise kann bei Erkennen eines mobilen Haushaltgeräts einfach ein für
das mobile Haushaltgerät vorgesehener Funktionsumfang ausgewählt und eingestellt werden.
[0015] Dabei kann das Verfahren einen Schritt des Freischaltens eines bisher gesperrten
Funktionsumfangs aus der Mehrzahl von Funktionsumfängen umfassen, die von der Zuordnungsvorschrift
umfasst sind, beispielsweise in einer Nachschlagetabelle gespeichert sind. Auf diese
Weise kann eine Funktionalität des Kochfelds einfach erweitert werden.
[0016] Beispielsweise kann das Verfahren einen Schritt des Einlesens eines Freischaltsignals
über eine Nahbereichskommunikationsschnittstelle des Kochfelds umfassen und der Schritt
des Freischaltens kann ansprechend auf das Freischaltsignal ausgeführt werden. Auf
diese Weise lässt sich die Funktionalität des Kochfelds automatisiert erweitern. Beispielsweise
kann das Freischaltsignal über eine zur Kommunikation verwendete Spule des Abstellbereichs
eingelesen werden und einen von dem mobilen Haushaltgerät umfassten Freischaltcode
umfassen. Auf diese Weise kann das Kochfeld an ein neues mobiles Haushaltgerät angepasst
werden. Alternativ kann ein zusätzlicher Funktionsumfang der Benutzerschnittstelle
ansprechend auf ein Einlesen eines Freischaltcodes erfolgen, der von einem Nutzer
beispielsweise über die Benutzerschnittstelle eingegeben werden kann.
[0017] Das Verfahren kann einen Schritt des Ergänzens der Zuordnungsvorschrift um einen
weiteren Funktionsumfang für eines der Mehrzahl unterschiedlicher mobiler Haushaltgeräte
oder für ein weiteres Haushaltgerät umfassen. Auf diese Weise kann das Kochfeld beispielsweise
an neu entwickelte mobile Haushaltgeräte angepasst werden.
[0018] Der hier vorgestellte Ansatz schafft ferner eine Steuereinheit, die ausgebildet ist,
um die Schritte einer Variante eines hier vorgestellten Verfahrens in entsprechenden
Einrichtungen durchzuführen, anzusteuern bzw. umzusetzen. Auch durch diese Ausführungsvariante
der Erfindung in Form einer Vorrichtung kann die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
schnell und effizient gelöst werden.
[0019] Die Steuereinheit kann ausgebildet sein, um Eingangssignale einzulesen und unter
Verwendung der Eingangssignale Ausgangssignale zu bestimmen und bereitzustellen. Ein
Eingangssignal kann beispielsweise ein über eine Eingangsschnittstelle der Steuereinheit
einlesbares Sensorsignal darstellen. Ein Ausgangssignal kann ein Steuersignal oder
ein Datensignal darstellen, das an einer Ausgangsschnittstelle der Steuereinheit bereitgestellt
werden kann. Die Steuereinheit kann ausgebildet sein, um die Ausgangssignale unter
Verwendung einer in Hardware oder Software umgesetzten Verarbeitungsvorschrift zu
bestimmen. Beispielsweise kann die Steuereinheit dazu eine Logikschaltung, einen integrierten
Schaltkreis oder ein Softwaremodul umfassen und beispielsweise als ein diskretes Bauelement
realisiert sein oder von einem diskreten Bauelement umfasst sein.
[0020] Ein entsprechendes Kochfeld kann eine Benutzerschnittstelle und einen Abstellbereich
umfassen, wobei der Abstellbereich als eine induktive Energieversorgungszone zum Versorgen
mobiler Haushaltgeräte mit Energie verwendbar ist. Zudem kann das Kochfeld eine genannte
Steuereinheit zum Betreiben des Kochfelds umfassen. Vorteilhafterweise kann das Kochfeld
entsprechend bekannter Kochfelder eingesetzt werden. Optional kann der Abstellbereich
als eine induktive Kochzone zum Erhitzen eines Kochgeschirrs verwendbar sein. Durch
eine solche Doppelfunktion kann Platz für eine eigenständige Energieversorgungszone
eingespart werden.
[0021] Von Vorteil ist auch ein Computer-Programmprodukt oder Computerprogramm mit Programmcode,
der auf einem maschinenlesbaren Träger oder Speichermedium wie einem Halbleiterspeicher,
einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert sein kann. Wird
das Programmprodukt oder Programm auf einem Computer oder einer Steuereinheit ausgeführt,
so kann das Programmprodukt oder Programm zur Durchführung, Umsetzung und/oder Ansteuerung
der Schritte des Verfahrens nach einer der hier beschriebenen Ausführungsformen verwendet
werden.
[0022] Auch wenn der beschriebene Ansatz anhand eines Haushaltgeräts beschrieben wird, kann
der hier beschriebene Ansatz entsprechend im Zusammenhang mit einem gewerblichen oder
professionellen Gerät eingesetzt werden.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Kochfelds und eines
mobilen Haushaltgeräts;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Steuereinheit zum Betreiben
eines Kochfelds; und
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel eines Ablaufdiagramms eines Verfahrens zum Betreiben eines
Kochfelds.
[0024] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Kochfelds
100 und eines mobilen Haushaltgeräts 102. Das mobile Haushaltgerät 102, beispielsweise
ein Toaster, ist auf einem Abstellbereich 104 des Kochfelds 100 abgestellt. Der Abstellbereich
104 ist ein Abschnitt einer Kochfeldplatte 106, beispielsweise einer Glaskeramikplatte
oder einer Arbeitsplatte, des Kochfelds 100 und zum Abstellen von mobilen Geräten,
wie dem mobilen Haushaltgerät 102 vorgesehen. In dem Abstellbereich 104 weist das
Kochfeld 100 eine Induktionseinheit 108 mit zumindest einer elektrischen Spule auf,
hier beispielhaft eine Transmitterspule 110 und eine Kommunikationsspule 112. Unter
Verwendung der Induktionseinheit 108 lässt sich der Abstellbereich 104 als induktive
Energieversorgungszone verwenden, durch die beispielsweise das mobile Haushaltgerät
102 mit Energie zum Betreiben des mobilen Haushaltgeräts 102 versorgt werden kann.
Optional lässt sich der Abstellbereich 104 unter Verwendung der Induktionseinheit
108 als Kochzone verwenden, durch die beispielsweise ein auf dem Abstellbereich 104
abstellbarer Kochtopf erhitzt werden kann.
[0025] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Transmitterspule 110 ansteuerbar, um ein
magnetisches Wechselfeld zu erzeugen, über das Energie von dem Kochfeld zu dem mobilen
Haushaltgerät 102 übertragen werden kann. Dazu weist das mobile Haushaltgerät 102
eine Receiverspule auf, die ausgebildet ist, um unter Verwendung des magnetischen
Wechselfelds elektrische Energie bereitzustellen, die zum Betrieb des mobilen Haushaltgeräts
102 verwendet werden kann. Beispielsweise umfasst das mobile Haushaltgerät 102 einen
Elektromotor und zusätzlich oder alternativ einen Heizwiderstand, die unter Verwendung
der elektrischen Energie betrieben werden können. Optional wird ein von der Spule
110 erzeugbares magnetisches Wechselfeld zum Erhitzen eines Kochgeschirrs verwendet,
das anstelle des mobilen Haushaltgeräts 102 auf dem Abstellbereich 104 abgestellt
ist.
[0026] Vorzugsweise entspricht das Kochfeld 100 einer ersten Funktionseinheit, insbesondere
einem Energiesender, und das mobile Haushaltgerät 102 einem Energieempfänger. Gemäß
einem Ausführungsbeispiel weist das mobile Haushaltgerät 102 eine zu der Kommunikationsspule
112 korrespondierende Kommunikationsspule, beispielsweise eine sogenannte Near Field
Communication (NFC) Spule, zur Kommunikation zwischen dem Kochfeld und dem mobilen
Haushaltgerät auf.
[0027] Das Kochfeld 100 weist eine Benutzerschnittstelle 114 auf, über die das Kochfeld
100 und zusätzlich das mobile Haushaltgerät 102 bedient werden kann. Beispielsweise
ist die Benutzerschnittstelle 114 in das Kochfeld 100 integriert, hier beispielhaft
in die Kochfeldplatte 106. Alternativ ist die Benutzerschnittstelle 114 beispielsweise
als eine Fernbedienung oder als eine Funktionseinheit eines Mobilgeräts realisiert.
Um das mobile Haushaltgerät 102 bedienen zu können, wird die Benutzerschnittstelle
114 automatisiert an das mobile Haushaltgerät 102 angepasst, beispielsweise wenn das
mobile Haushaltgerät 102 in dem Abstellbereich 104 des Kochfelds 100 angeordnet wird.
Lediglich beispielhaft umfasst die Benutzerschnittstelle 114 eine Anzeigeeinrichtung
116 und zusätzlich oder alternativ eine Bedientaste 118. Optional ist die Anzeigeeinrichtung
116 berührungssensitiv ausgeführt, sodass zusätzlich zur Anzeige von Informationen
Eingaben eines Nutzers erfasst werden können. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird
ein Bediendesign der Anzeigeeinrichtung 116 ansprechend auf ein erkanntes Abstellen
des mobilen Haushaltgeräts102 an das mobile Haushaltgerät 102 angepasst. Beispielsweise
umfasst ein entsprechend angepasstes Bediendesign eine graphische Darstellung des
mobilen Haushaltgeräts102 und zusätzlich oder alternativ eine graphische Darstellung
zumindest einer von einem Nutzer auswählbaren Funktion des mobilen Haushaltgeräts
102 sowie optional eine Darstellung eines Bedienelements, durch das der Nutzer die
auswählbare Funktion des mobilen Haushaltgeräts 102 aktivieren kann. Gemäß einem Ausführungsbeispiel
kann die Bedientaste 118 mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden. So kann die
Bedientaste 118 beispielsweise ansprechend auf ein erkanntes Abstellen des mobilen
Haushaltgeräts 102 so belegt werden, dass ansprechend auf eine Betätigung der Bedientaste
118 durch einen Nutzer ein zur Steuerung des mobilen Haushaltgeräts 102 geeignetes
Aktionssignal bereitgestellt wird. Beispielsweise ermöglicht die Bedientaste 118 auf
diese Weise eine Aktivierung des mobilen Haushaltgeräts 102. Wenn das mobile Haushaltgerät
102 von dem Abstellbereich 104 entfernt wird und ein anderes mobiles Haushaltgerät
auf dem Abstellbereich 104 abgestellt wird, wird die Bedientaste 118 beispielsweise
so belegt, dass ansprechend auf eine Betätigung der Bedientaste 118 durch den Nutzer
ein zur Steuerung des anderen mobilen Haushaltgeräts geeignetes Aktionssignal bereitgestellt
wird.
[0028] Gemäß einem Ausführungsbeispiel stellt das mobile Haushaltgerät 102 ein Kleingerät
dar und das Kochfeld 100 ist mit Kleingeräten kompatibel. Die Benutzerschnittstelle
114 ist beispielhaft als eine sogenannte UI ausgeführt und dabei mit anpassbarer Bedienung
für derartige Kleingeräte ausgeführt und beispielhaft im Kochfeld 100 verbaut. Alternativ
ist die Benutzerschnittstelle 114 als eine sogenannte externe kompatible UI ausgeführt.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Benutzerschnittstelle 114 als ein Display
ausgeführt, in das abhängig von einer Art des mobilen Haushaltgeräts 102 Zusatzfunktionen
eingebunden werden können.
[0029] Der beschriebene Ansatz lässt sich in modernen Küchen einsetzten, um den Nutzern
Funktionen einfach zugänglich zu machen, wobei die Bedienung von Geräten, wie dem
mobilen Haushaltgerät 102, intuitive ermöglicht werden soll. Hierbei wird gemäß einem
Ausführungsbeispiel erst eine Nahbereichskommunikation, eine sogenannte NFC-Kommunikation,
zwischen Station, hier dem Kochfeld 100, und einem mobilen Gerät, hier dem mobilen
Haushaltgerät 102, z.B. in Form einer Kaffeemaschine, eines Wasserkochers oder eines
Mixers, aufgebaut, um dadurch eine Leistungsversorgung über Induktionsspulen, beispielhaft
über die Spulen 110, 112, zu steuern und zudem Informationen auszutauschen.
[0030] Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, eine Kommunikationsverbindung direkt zwischen
dem mobilen Haushaltgerät 102, beispielsweise einem Kleingerät wie etwa einem Wasserkocher,
und dem Kochfeld 100 für weitere Funktionalitäten zu verwenden. Eine solche Kommunikation
kann beispielsweise eine Kommunikation über ein Hausnetzwerk ersetzen oder ergänzen,
da bei einem Hausnetzwerk kleine Haushaltsgeräte kaum berücksichtigt werden. Da sich
das mobile Haushaltgerät 102 durch das Abstellen auf dem Abstellbereich 104 des Kochfelds
100 in unmittelbarer räumlicher Nähe des Kochfelds 100 befindet, sind aufeinander
abgestimmte Funktionalitäten des mobilen Haushaltgeräts 102 und des Kochfelds 100
sinnvoll. Daher wird eine Kommunikationsverbindung zwischen dem mobilen Haushaltgerät
102 und dem Kochfeld 100 während der räumlichen Nähe durch den Energieversorgungsprozess
für eine Verbesserung des Nutzerkomforts verwendet.
[0031] Gemäß einem Ausführungsbeispiel schaltet ein sognanntes Pairing zwischen dem Kochfeld
100 und dem mobilen Haushaltgerät 102 weitere Optionen der Benutzerschnittstelle 114,
sogenannte Ul-Optionen, an dem Kochfeld 100 frei. Hierdurch kann beispielsweise das
mobile Haushaltgerät 102 besonders komfortabel über die weiteren Optionen der Benutzerschnittstelle
114 am Kochfeld 100 bedient werden.
[0032] Gemäß einem Ausführungsbeispiel verfügt die Benutzerschnittstelle 114 des Kochfeldes
100 hierfür über ein Display, welches vorzugsweise zumindest einen Teil seines Bediendesigns
an ein Design einer Benutzerschnittstelle, einem sogenannten Ul-Design, des mobilen
Haushaltgeräts 102 anpasst. So können beispielsweise Konfigurationen einer über das
Kochfeld 100 betriebenen Kaffeemaschine über diese weiteren Optionen der Benutzerschnittstelle
114 am Kochfeld 100 eingestellt werden. Zudem kann die Benutzerschnittstelle 114 des
Kochfelds 100, ein sogenanntes Kochfeld-UI, deutlich übersichtlicher gestaltet sein
als eine Benutzerschnittstelle des mobilen Haushaltgeräts 102, also beispielsweise
deutlich übersichtlicher als das Ul eines Kleingerätes.
[0033] Diese Eigenschaft ist gemäß einem Ausführungsbeispiel als eine gegen Bezahlung freischaltbare
Eigenschaft am Kochfeld 100 vorgesehen. So können weitere Optionen der Benutzerschnittstelle
114 für spezifische vorbestimmte Geräte eines Herstellers vorgesehen sein, wie beispielsweise
für eine Kaffeemaschine eines bestimmten Herstellers. Alternativ oder ergänzend werden
derartige Zusatzfunktionen auch über eine vordefinierte Funktionendatenbank innerhalb
des Kochfeldes 100 durch über NFC übertragene Identifikationsnummern dieser Zusatzfunktion
freigeschaltet.
[0034] Neben der komfortablen und einfach zu realisierenden Display-Variante der Benutzerschnittstelle
114 werden derartige Zusatzfunktionen gemäß einem Ausführungsbeispiel auch beispielsweise
über die Bedientaste 118, beispielsweise in Form eines Zusatzbuttons, am Kochfeld
100 genutzt. Dies ist insbesondere für mobile Haushaltgeräte in Form von Kleingeräten
mit einem sehr überschaubaren Funktionsumfang sinnvoll, wie beispielsweise das Ein-
und Ausschalten eines Wasserkochers.
[0035] Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird es ermöglicht, dass ein Nutzer über die weiteren
Optionen der Benutzerschnittstelle 114 Funktionen verwenden kann, die direkt an dem
mobilen Haushaltgerät 102 noch gar nicht vorgesehen sind, wie beispielsweise neue
Kaffeezubereitungsmodi des mobilen Haushaltgeräts 102 in Form einer Kaffeemaschine,
die erst nach einem Update an der Kaffeemaschine möglich wären, aber am Kochfeld 100
bereits jetzt einstellbar sind.
[0036] Im Vergleich zur Kommunikation über ein Heimnetzwerk nutzt der beschriebene Ansatz
aus, dass das über das Kochfeld 102 bedienbare mobile Haushaltgerät 102 auch direkt
auf dem Kochfeld 102 steht, so dass ein Nutzer das verwendete mobile Haushaltgerät
102 und dessen aktuellen Zustand auch sehen kann. Zudem werden hier Ul-Optionen ermöglicht,
die am mobilen Haushaltgerät 102 wegen dessen eingeschränkter Größe nur schlecht oder
eventuell gar nicht darstellbar wären. So wird eine besonders übersichtliche Bedienung
des mobilen Haushaltgeräts 102 ermöglicht.
[0037] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Steuereinheit
200 zum Betreiben eines Kochfelds. Die Steuereinheit 200 kann beispielsweise in dem
in Figur 1 gezeigten Kochfeld integriert sein und zum Steuern eines Betriebs des Kochfelds
verwendet werden.
[0038] Die Steuereinheit 200 ist ausgebildet, um ein Identifikationssignal 230 einzulesen.
[0039] Beispielsweise wird das Identifikationssignal 230 von der in Figur 1 genannten Induktionseinheit
des Kochfelds ansprechend auf ein Abstellen eines mobilen Haushaltgeräts auf einem
der Induktionseinheit zugeordneten Abstellbereich des Kochfelds bereitgestellt. Beispielhaft
wird das Identifikationssignal über eine Schnittstelle zu einer Kommunikationsspule
des Abstellbereichs eingelesen, die für eine Datenübertragung zwischen dem Kochfeld
und dem mobilen Haushaltgerät verwendet wird. Unter Verwendung des Identifikationssignals
230 wird eine Identifikation des auf dem Abstellbereich abgestellten mobilen Haushaltgeräts
übertragen. Somit ist es der Steuereinheit 200 bekannt, dass das mobile Gerät auf
dem Abstellbereich abgestellt ist und es ist der Steuereinheit 200 bekannt, um welches
mobiles Haushaltgerät es sich dabei handelt. Um einem Nutzer eine komfortable Bedienung
des mobilen Haushaltgeräts zu ermöglichen, ist die Steuereinheit 200 ausgebildet,
um einen Funktionsumfang einer Benutzerschnittstelle auf das mobile Haushaltgerät
abzustimmen. Dazu ist die Steuereinheit 200 ausgebildet, um einen an das mobile Haushaltgerät
angepassten Funktionsumfang für die Benutzerschnittstelle unter Verwendung der über
das Identifikationssignal übermittelten Identifikation des Haushaltgeräts zu bestimmen.
Der angepasste Funktionsumfang bezieht sich gemäß einem Ausführungsbeispiel auf ein
für einen Nutzer sichtbares Design der Benutzerschnittstelle und zusätzlich oder alternativ
auf eine Verknüpfung zwischen einer Eingabe des Nutzers über die Benutzerschnittstelle
und einer daraus resultierenden Aktion.
[0040] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Steuereinheit 200 ausgebildet, um als den
angepassten Funktionsumfang ein angepasstes Bediendesign zumindest eines Abschnitts
einer Anzeigeeinrichtung der Benutzerschnittstelle zu bestimmen. Beispielsweise ist
die Steuereinheit 200 dementsprechend ausgebildet, um ein Einstellsignal 232 an die
Benutzerschnittstelle bereitzustellen, das geeignet ist, um die Benutzerschnittstelle
so anzusteuern, dass ein für einen Nutzer sichtbares aktuelles Bediendesign der Anzeigeeinrichtung
an das angepasste Bediendesign angepasst wird. Wenn zuvor kein mobiles Haushaltgerät
auf dem Kochfeld abgestellt war, zeigt das aktuelle Bediendesign beispielsweise nur
Funktionen zum Bedienen des Kochfelds an sich an, also beispielsweise ausschließlich
Funktionen zur Verwendung von Kochzonen des Kochfelds. Ansprechend auf das Abstellen
eines mobilen Haushaltgeräts wird das aktuelle Bediendesign gemäß einem Ausführungsbeispiel
auf das angepasste Bediendesign umgestellt, durch das nun beispielsweise auch Funktionen
zum Bedienen des mobilen Haushaltgeräts angezeigt werden. Wenn das mobile Haushaltgerät
auf einem auch als Kochzone verwendbaren Abstellbereich abgestellt ist, wird in dem
angepasste Bediendesign optional eine Funktion zum Verwenden dieser Kochzone ausgeblendet.
Beispielsweise führt das Einstellsignals 232 mit dem angepassten Bediendesign zur
Einblendung einer graphischen Darstellung des mobilen Haushaltgeräts auf der Anzeigeeinrichtung.
[0041] Zusätzlich oder alternativ ist die Steuereinheit 200 gemäß einem Ausführungsbeispiel
ausgebildet, um als angepassten Funktionsumfang ein Aktionssignal 234 zu definieren,
das beispielsweise geeignet ist, um an dem mobilen Haushaltgerät eine durch das Aktionssignal
234 definierte Aktion zu bewirken, beispielsweise ein Einschalten oder ein Ausschalten
des mobilen Haushaltgeräts zu bewirken oder eine Drehzahl eines Motors oder eine Temperatur
einer Heizeinrichtung des mobilen Haushaltgeräts einzustellen. Beispielsweise wird
das Aktionssignal 234 dazu an die Induktionseinheit des Kochfelds ausgegeben. Das
Aktionssignal 234 wird beispielsweise ansprechend auf eine von dem Nutzer getätigte
Eingabe an der Benutzerschnittstelle, beispielsweise einer Betätigung einer Bedientaste,
ausgegeben. Eine entsprechende Eingabe wird beispielsweise unter Verwendung eines
Betätigungssignals 236 erkannt, das gemäß einem Ausführungsbeispiel von der Steuereinheit
200 eingelesen wird.
[0042] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Steuereinheit 200 ausgebildet, um den an
das mobile Haushaltgerät angepassten Funktionsumfang unter Verwendung einer Zuordnungsvorschrift
240 zu bestimmen, die verwendet wird, um für ein spezielles mobiles Haushaltgerät
einen speziellen Funktionsumfang für die Benutzerschnittstelle auszuwählen. Beispielshaft
ist die Zuordnungsvorschrift 240 in einer Speichereinrichtung der Steuereinheit 200
hinterlegt, beispielsweise in Form einer Nachschlagtabelle oder einer Datenbank, oder
als ein Algorithmus ausführbar. Optional ist die Steuereinheit 200 ausgebildet, um
einen bisher gesperrten Funktionsumfang in der Zuordnungsvorschrift 240 freizuschalten.
Auf diese Weise kann beispielsweise ein bisher nicht auswählbarer Funktionsumfang
für die Benutzerschnittstelle für ein neues mobiles Haushaltgerät freigeschaltet werden.
Dazu ist die Steuereinheit beispielsweise ausgebildet, um ein Freischaltsignal 242
einzulesen und ansprechend auf das Freischaltsignal 242 einen durch das Freischaltsignal
242 definierten Funktionsumfang freizuschalten. Beispielsweise ist die Steuereinheit
ausgebildet, um das Freischaltsignal 242 über eine drahtlose Schnittstelle des Kochfelds,
beispielsweise über ein Nahbereichskommunikationsschnittstelle, oder über die Benutzerschnittstelle
einzulesen.
[0043] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Steuereinheit 200 ausgebildet, um die Zuordnungsvorschrift
240 um einen weiteren Funktionsumfang für die Benutzerschnittstelle zu ergänzen. Beispielsweise
kann dadurch ein auf ein weiteres mobiles Haushaltgerät abgestimmter weiterer Funktionsumfang
ergänzt werden oder es kann für ein mobiles Haushaltgerät, für das bereits ein Funktionsumfang
in der Zuordnungsvorschrift hinterlegt ist, ein weiterer Funktionsumfang hinterlegt
werden. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Steuereinheit 200 ausgebildet, um
einen bereits von der Zuordnungsvorschrift umfassten Funktionsumfang durch den weiteren
Funktionsumfang zu ersetzen oder zu ergänzen. Beispielsweise ist die Steuereinheit
ausgebildet, um ein Ergänzungssignal 244 einzulesen, dass für den weiteren Funktionsumfang
erforderliche Daten umfasst. Dabei kann das Ergänzungssignal 244 beispielsweise über
eine Schnittstelle zu der Induktionseinheit des Kochfelds eingelesen werden, über
die eine Kommunikationsverbindung zu einem mobilen Haushaltgerät besteht, oder beispielsweise
über die Bedienschnittstelle oder eine drahtlose Schnittstelle des Kochfelds.
[0044] Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Ablaufdiagramms eines Verfahrens zum
Betreiben eines Kochfelds. Das Verfahren kann beispielsweise unter Verwendung von
Einrichtungen einer Steuereinheit umgesetzt werden, wie sie anhand von Figur 2 beschrieben
ist.
[0045] In einem Schritt 301 wird ein Identifikationssignal eingelesen, das eine Identifikation
eines auf dem Abstellbereich abgestellten mobilen Haushaltgeräts umfasst. In einem
Schritt 303 wird ansprechend auf das Identifikationssignal und unter Verwendung der
Identifikation ein Funktionsumfangs für die Benutzerschnittstelle ausgewählt, der
an das mobile Haushaltgerät angepasst ist.
[0046] Wenn im Schritt 303 als der angepasste Funktionsumfang ein angepasstes Bediendesign
zumindest eines Abschnitts einer Anzeigeeinrichtung der Benutzerschnittstelle bestimmt
wird, wird gemäß einem Ausführungsbeispiel in einem optionalen Schritt 305 ein Einstellsignal
an die Benutzerschnittstelle bereitgestellt, durch das ein aktuelles Bediendesign
der Anzeigeeinrichtung an das angepasste Bediendesign angepasst wird.
[0047] Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird im Schritt 303 als der angepasste Funktionsumfang
ein Aktionssignal definiert, das ansprechend auf ein Betätigungssignal ausgegeben
wird, das eine Betätigung einer von der Benutzerschnittstelle umfassten Bedientaste
des Kochfelds anzeigt. Das Aktionssignal eignet sich beispielsweise zum Einschalten
oder Ausschalten des mobilen Haushaltgeräts.
[0048] Beispielsweise wird im Schritt 303 der angepasste Funktionsumfang unter Verwendung
einer Zuordnungsvorschrift bestimmt, die einer Mehrzahl unterschiedlicher mobiler
Haushaltgeräte eine Mehrzahl unterschiedliche Funktionsumfänge zuweist. In diesem
Fall wird es durch einem optionalen Schritt 307 ermöglicht, einen bisher gesperrten
Funktionsumfang in der Zuordnungsvorschrift freizuschalten, sodass der anschließend
freigeschaltete Funktionsumfang in einem nachfolgenden Schritt 303 verwendet werden
kann. Dazu weist das Verfahren optional einen Schritt 309 auf, in dem ein Freischaltsignal
eingelesen wird, das einen freizuschaltenden Funktionsumfang anzeigt. Das Freischaltsignal
kann automatisiert bereitgestellt werden, beispielsweise gesteuert durch ein auf das
Kochfeld abgestelltes mobiles Haushaltgerät oder beispielsweise durch einen Nutzer
bereitgestellt werden.
[0049] Beispielsweise wird zum Einlesen des Freischaltsignals eine Nahbereichskommunikationsschittstelle
des Kochfelds verwendet. Gemäß einem Ausführungsbeispiel umfasst das Verfahren einen
Schritt 311, in dem die Zuordnungsvorschrift um einen weiteren Funktionsumfang ergänzt
wird. Durch den weiteren Funktionsumfang kann die Benutzerschnittstelle in einem nachfolgenden
Schritt 303 beispielsweise an ein weiteres bisher noch nicht unterstütztes mobiles
Haushaltgerät angepasst werden oder es kann ein neuer Funktionsumfang für ein bereits
unterstütztes mobiles Haushaltgerät bereitgestellt werden.
[0050] Die Schritte des Verfahrens können wiederholt ausgeführt werden, auch in unterschiedlicher
Reihenfolge, um die Benutzerschnittstelle fortlaufend auch an immer neue mobile Haushaltgeräte
anpassen zu können, die über das Kochfeld betrieben werden.
1. Verfahren zum Betreiben eines Kochfelds (100), das eine Benutzerschnittstelle (114)
und einen Abstellbereich (104) aufweist, der als eine induktiveEnergieversogungszone
zum Versorgen mobiler Haushaltgeräte mit Energie verwendbar ist, wobei das Verfahren
die folgenden Schritte umfasst:
Einlesen (301) eines Identifikationssignals (230), das eine Identifikation eines auf
dem Abstellbereich (104) abgestellten mobilen Haushaltgeräts (102) umfasst; und
Bestimmen (303) eines an das mobile Haushaltgerät (102) angepassten Funktionsumfangs
für die Benutzerschnittstelle (114) unter Verwendung des Identifikationssignals (230).
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem das Identifikationssignal (230) über eine Schnittstelle
zu einem Kommunikationsmodul (110) des Abstellbereichs (104) eingelesen wird.
3. Verfahren gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem im Schritt (303) des
Bestimmens als der angepasste Funktionsumfang ein angepasstes Bediendesign zumindest
eines Abschnitts einer Anzeigeeinrichtung (116) der Benutzerschnittstelle (114) bestimmt
wird, und in einem Schritt (305) des Bereitstellens ein Einstellsignal (232) an die
Benutzerschnittstelle (114) bereitgestellt wird, um ein aktuelles Bediendesign der
Anzeigeeinrichtung (116) an das angepasste Bediendesign anzupassen.
4. Verfahren gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem im Schritt (303) des
Bestimmens als der angepasste Funktionsumfang ein Aktionssignal (234) definiert wird,
das ansprechend auf ein Betätigungssignal (236) ausgegeben wird, das eine Betätigung
einer von der Benutzerschnittstelle (114) umfassten Bedientaste (118) des Kochfelds
(100) anzeigt.
5. Verfahren gemäß Anspruch 4, bei dem im Schritt (303) des Bestimmens das Aktionssignal
(234) zum Einschalten oder Ausschalten des mobilen Haushaltgeräts (102) definiert
wird.
6. Verfahren gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem im Schritt (303) des
Bestimmens der angepasste Funktionsumfang unter Verwendung einer Zuordnungsvorschrift
(240) bestimmt wird, die einer Mehrzahl unterschiedlicher mobiler Haushaltgeräte eine
Mehrzahl unterschiedliche Funktionsumfänge zuweist.
7. Verfahren gemäß Anspruch 6, mit einem Schritt (307) des Freischalten eines bisher
gesperrten Funktionsumfangs aus der Mehrzahl von Funktionsumfängen, die von der Zuordnungsvorschrift
(240) umfasst sind.
8. Verfahren gemäß Anspruch 7, mit einem Schritt (309) des Einlesens eines Freischaltsignals
(242) über eine Nahbereichskommunikationsschittstelle des Kochfelds (100), wobei der
Schritt des Freischaltens ansprechend auf das Freischaltsignal (242) ausgeführt wird.
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, mit einem Schritt (311) des Ergänzens
der Zuordnungsvorschrift (240) um einen weiteren Funktionsumfang für eines der Mehrzahl
unterschiedlicher mobiler Haushaltgeräte oder für ein weiteres mobiles Haushaltgerät.
10. Steuereinheit (200), die ausgebildet ist, um die Schritte des Verfahrens gemäß einem
der vorangegangenen Ansprüche in entsprechenden Einheiten auszuführen und/oder anzusteuern.
11. Kochfeld (100) mit einer Benutzerschnittstelle (114) und einem Abstellbereich (104),
der als eine induktive Energieversorgungszone zum Versorgen mobiler Haushaltgeräte
mit Energie verwendbar ist, und mit einer Steuereinheit (200) gemäß Anspruch 10.
12. Kochfeld (100) gemäß Anspruch 11, bei dem der Abstellbereich (104) als eine induktive
Kochzone zum Erhitzen eines Kochgeschirrs verwendbar ist.
13. Computer-Programmprodukt mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 9, wenn das Computer-Programmprodukt auf einer Steuereinheit (200)
gemäß Anspruch 10 ausgeführt wird.