[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Unterströmschutz für eine Kältekreismaschine,
insbesondere eines Haustechnikgeräts zum Lüften, Heizen, Warmwasserbereiten und/oder
Kühlen, eine zugehörige Kältekreismaschine und ein zugehöriges Verfahren.
[0002] Kältekreismaschinen sind bekannt. Sie umfassen häufig einen Kältekreis, in dem ein
Verdampfer angeordnet ist, in dem ein Kältemittel unter Aufnahme von Wärme aus der
Umgebung in wenigstens einer Betriebsart verdampft.
[0003] Der Verdampfer ist beispielsweise ausgebildet, um Wärme aus durch ihn strömender
Luft aufzunehmen. Um effizient zu arbeiten, muss ein Luftstrom, der über den Verdampfer
geführt wird, möglichst vollständig durch den Verdampfer und nicht an diesem vorbei
geleitet werden. An dem Verdampfer vorbei strömende Luft verringert den Wirkungsgrad
der Kältekreismaschine.
[0004] Ebenfalls bekannt ist, dass es zu Kondensation an Verdampfern kommen kann. Um keine
Beschädigung der Kältekreismaschine zu riskieren, ist eine unterhalb des Verdampfers
angeordnete und von dem Verdampfer beabstandete Kondensatwanne vorgesehen. Der Abstand
zwischen Verdampfer und Kondensatwanne ist erforderlich, um das benötigte Auffangvolumen
für Kondensat bereitzustellen.-
[0005] Der Abstand zwischen Verdampfer und Kondensatwanne führt nun dazu, dass ein Teil
des Luftstroms den Verdampfer unterströmt, was wie erwähnt aus effizienzgründen unerwünscht
ist. Gleichzeitig ist eine dauerhafte Versiegelung des Raumes zwischen Verdampfer
und Kondensatwanne unerwünscht, da es den Ausbau des Verdampfers bzw. den Zugriff
auf den Raum hinter dem Verdampfer im Wartungsfall unmöglich macht. Dies ist besonders
gravierend bei Kältekreismaschinen, bei denen der Wartungszugriff nur von einer Seite,
beispielsweise der Vorderseite des Verdampfers, möglich ist.
[0006] Vor diesem Hintergrund war es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Unterströmung
zwischen Verdampfer und Kondensatwanne zu verhindern, ohne dass die Wartbarkeit der
Kältekreismaschine beeinträchtigt wird.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0008] In einem ersten Aspekt wird ein Unterströmschutz für eine Kältekreismaschine vorgeschlagen,
insbesondere eines Haustechnikgeräts zum Lüften, Heizen, Warmwasserbereiten und/oder
Kühlen, wobei die Kältekreismaschine einen Verdampfer und eine unterhalb des Verdampfers
angeordnete Kondensatwanne aufweist, wobei der Unterströmschutz dazu ausgebildet ist,
in einer Montageposition zwischen Verdampfer und Kondensatwanne den Verdampfer nach
unten abdichtend montiert zu werden, wobei der Unterströmschutz zwei Seitenabschnitte
und einen Mittelabschnitt aufweist, wobei der Mittelabschnitt dazu ausgebildet ist,
entlang einer Einführrichtung zwischen beide der Seitenabschnitte montiert zu werden
und dadurch einen Formschluss auszubilden, wobei der Formschluss eine weitere Bewegung
in die Einführrichtung sowie eine Bewegung des Mittelabschnitts in Richtung beider
der Seitenabschnitte sperrt, wobei der Mittelabschnitt ferner ein Griffelement aufweist,
das dazu ausgebildet ist, den Mittelabschnitt entgegen der Einführrichtung aus der
Montageposition zu entnehmen.
[0009] Der Unterströmschutz korrespondiert in seiner Ausdehnung vorzugsweise mit der unteren
Fläche des Verdampfers, um diese möglichst effizient abzudichten. Der Unterströmschutz
ist somit näherungsweise linienförmig, wobei die drei Abschnitte, also Seitenabschnitte
und Mittelabschnitt, Abschnitte dieser Linienform bilden. Die drei Abschnitte sind
vorzugsweise also nebeneinander bzw. hintereinander in einer Längsausdehnung des Unterströmschutzes
angeordnet.
[0010] Der Unterströmschutz ermöglicht eine besonders einfache Montage und Demontage unterhalb
des Verdampfers, so dass auch in einem Wartungs- bzw. Reinigungsfall ein einfaches
Erreichen sämtlicher Komponenten problemlos möglich ist. Dies wird dadurch ermöglicht,
dass der Unterströmschutz aus drei Abschnitten aufgebaut ist, die nacheinander in
den Raum zwischen Verdampfer und Kondensatwanne eingebracht werden können.
[0011] Es ist keine Anbringung von Befestigungsmitteln wie Schrauben erforderlich. Auch
sind keine permanenten oder irreversiblen Befestigungsmittel wie Klebstoffe oder Schweißnähte
erforderlich. Im Gegenteil, es reicht ein einfaches Einstecken der einzelnen Abschnitte
des Unterströmschutzes, um eine hinreichende und sichere Dichtwirkung zu erreichen.
Kern der Erfindung ist hier der ausgebildete Formschluss zwischen Seitenabschnitten
und Mittelabschnitt. Dieser sorgt dafür, dass durch ein Einstecken in einer Richtung,
nämlich der Einführrichtung, die üblicherweise der Luftdurchgangsrichtung durch den
Verdampfer entspricht, eine Sperrung der Bewegung des Unterströmschutzes insgesamt
in mehreren Richtungen erfolgt.
[0012] Genauer sperrt der Formschluss, dass der Mittelabschnitt weiter in der Einführrichtung
hindurch geschoben werden kann. Der Formschluss bildet also zugleich die Funktion
eines Anschlags für den Mittelabschnitt und die beiden Seitenabschnitte in Einführrichtung.
Durch den Formschluss können sich auch die Seitenabschnitte nicht mehr in der Einführrichtung
translatorisch oder rotatorisch bewegen, also weder verlagern noch verdrehen. Es ist
keine besondere Ausgestaltung der Verdampferunterseite oder der Kondensatwanne erforderlich,
insbesondere muss kein Anschlag zusätzlich vorgesehen werden. Damit ist die Kompatibilität
des Unterströmschutzes auch mit verschiedenen Verdampfern gegeben.
[0013] Zudem sperrt der Formschluss die Richtung senkrecht auf der Einführrichtung, nämlich
in Richtung des Mittelabschnitts zu den Seitenabschnitten. Damit ist eine Stabilität
des gesamten Unterströmschutzes in der Montageposition gegeben.
[0014] Die Sperrung der Bewegung des Unterströmschutzes in der dritten Dimension, also in
Richtung zwischen Kondensatwanne und Verdampfer, erfolgt durch die Ausbildung des
Unterströmschutzes als Dichtung. Der Unterströmschutz klemmt also zwischen Kondensatwanne
und Verdampfer, so dass eine Bewegung in dieser Richtung gesperrt ist.
[0015] Das Entfernen des Unterströmschutzes erfolgt genauso einfach mit wenigen Schritten
durch Umkehrung der Reihenfolge der Schritte. Zunächst wird entgegen der Einführrichtung
unter Verwendung des Griffelements der Mittelabschnitt entnommen, bevor die Seitenabschnitte
entnehmbar sind.
[0016] Vorzugsweise bildet der Formschluss die Sperrung der Bewegung des Mittelabschnitts
in Richtung der Einführrichtung durch eine stufenartige Kontur einer Kontaktfläche
zwischen dem Mittelabschnitt und jeweils den Seitenabschnitten aus.
[0017] Die stufenartige Kontur ist einfach umzusetzen, da beispielsweise keine Rundungen
vorhanden sind. Zudem ist die stufenartige Kontur sehr effizient darin, ein Verdrehen
der einzelnen Abschnitte relativ zueinander zu verhindern.
[0018] Vorzugsweise ist die stufenartige Kontur der Kontaktfläche, in Einführrichtung, an
dem Mittelabschnitt durch zunächst eine im Wesentlichen konstante Ausdehnung, anschließend
eine verjüngende Ausdehnung und schließlich eine im wesentlichen Konstante Ausdehnung
des Mittelabschnitts ausgebildet. Auch mehr als die beispielhaften drei Abschnitte
der stufenartigen Kontur sind vorteilhaft.
[0019] Vorzugsweise weist der Unterströmschutz, in Einführrichtung, eine ansteigende Dicke,
einen Dichtabschnitt mit im Wesentlichen konstanter Dicke, und eine von dem Dichtabschnitt
wieder abfallende Dicke auf.
[0020] Der Dickenverlauf des Unterströmschutzes sorgt dafür, dass der Dichtabschnitt in
der Mitte des Unterströmschutzes den Verdampfer effektiv nach unten abdichtet. Die
daran angrenzenden ansteigenden bzw. abfallenden Dicken sorgen dafür, dass an dem
Verdampfer anfallendes Kondensat, das auf den Unterströmschutz trifft, durch die Gravitation
ablaufen kann und nicht auf dem Unterströmschutz verweilt.
[0021] Vorzugsweise schließen die Seitenabschnitte und der Mittelabschnitt bündig miteinander
ab und bilden einen stufenfreien, linearen Unterströmschutz aus.
[0022] Anders ausgedrückt, die drei Abschnitte werden als Teil eines durchgehenden linearen
Unterströmschutzes ausgeführt, wobei sich die jeweiligen Enden der Abschnitte, die
miteinander in Anschlag gebracht werden, entsprechen. Dadurch entstehen keine hervorstehenden
Ecken oder Kanten, was aus Reinigungsaspekten aber auch ästhetisch vorteilhaft ist.
[0023] Vorzugsweise entspricht eine Länge des Unterströmschutzes, die sich aus der Summe
der Längen der beiden Seitenabschnitte und des Mittelabschnittes ergibt, wenigstens
der Länge des Verdampfers.
[0024] Vorzugsweise ist das Griffelement als zwei von unten greifbare Grifföffnungen ausgeführt.
[0025] Indem die Grifföffnungen von unten greifbar sind, wird vermieden, dass sich Kondensat
in den Grifföffnungen sammeln kann. Auch sind keine hervorstehenden Abschnitte wie
Griffe, auf denen sich Kondensat unerwünschterweise sammeln könnte, erforderlich.
Zudem ist die Lage des Unterströmschutzes unterhalb des Verdampfers nahe des Erdbodens,
so dass üblicherweise ein Eingreifen von oberhalb erfolgt. Aus dieser Richtung ist
es ergonomisch, das Griffelement zu umschließen und von unten mit den Fingern zu greifen.
[0026] Vorzugsweise sind Verriegelungsmittel, insbesondere Klammeröffnungen und Klammern,
zur Verriegelung der Seitenabschnitte zu dem Mittelabschnitt vorgesehen.
[0027] In einem weiteren Aspekt wird eine Kältekreismaschine, insbesondere eines Haustechnikgeräts
zum Lüften, Heizen, Warmwasserbereiten und/oder Kühlen, vorgeschlagen, mit einem Verdampfer
und einer unterhalb des Verdampfers angeordneten Kondensatwanne, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kältekreismaschine einen erfindungsgemäßen Unterströmschutz zur Abdichtung
des Verdampfers nach unten zur Kondensatwanne aufweist.
[0028] In einem weiteren Aspekt wird ein Verfahren zum Warten einer Kältekreismaschine,
insbesondere eines Haustechnikgeräts zum Lüften, Heizen, Warmwasserbereiten und/oder
Kühlen, vorgeschlagen wobei die Kältekreismaschine einen Verdampfer und eine unterhalb
des Verdampfers angeordnete Kondensatwanne und einen erfindungsgemäßen Unterströmschutz
aufweist, der in einer Montageposition zwischen Verdampfer und Kondensatwanne den
Verdampfer nach unten abdichtend montiert ist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte
umfasst:
Entnehmen des Mittelabschnitts des Unterströmschutzes entgegen der Einführrichtung
mittels des Griffelements, und anschließend
[0029] Entnehmen der Seitenabschnitte unter Verwendung des durch den zuvor entnommenen Mittelabschnitt
freigegebenen Raums unterhalb des Verdampfers.
[0030] Die beschriebene Kältekreismaschine und das beschriebene Verfahren ermöglichen das
Erreichen der gleichen Vorteile wie der beschriebene Unterströmschutz. Zudem sind
sie unter Erreichung der gleichen Vorteile mit den beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen
des Unterströmschutzes beliebig kombinierbar.
[0031] Weitere Vorteile und bevorzugte Ausgestaltungen werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren beschrieben. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- schematisch und exemplarisch einen Unterströmschutz im Montagezustand;
- Fig. 2
- schematisch und exemplarisch einen Unterströmschutz in perspektivischer Ansicht; und
- Fig. 3
- schematisch und exemplarisch einen Unterströmschutz im Querschnitt.
[0032] Fig. 1 zeigt schematisch und exemplarisch einen Ausschnitt einer Kältekreismaschine
1. Die Kältekreismaschine 1 ist insbesondere ein Haustechnikgerät zum Lüften, Heizen,
Warmwasserbereiten und/oder Kühlen und besonders bevorzugt ein Kombigerät, das zu
jeder dieser Funktionen ausgebildet ist.
[0033] Die Kältekreismaschine 1 weist einen Kältekreis mit einem Verdampfer 2 auf. Bekanntermaßen
wird in dem Kältekreis ein Kältemittel zwischen dem gezeigten Verdampfer 2 und einem
nicht gezeigten Verflüssiger unter Verwendung eines ebenfalls nicht gezeigten Verdichters
zunächst komprimiert und dann nach Durchströmen des Verflüssigers über eine Expansionseinrichtung
entspannt, bevor es zurück zum Verdampfer fließt. Auch weitere Ausgestaltungen derartiger
Kältekreise sind in der vorliegenden Erfindung vorstellbar, so kann beispielsweise
ein Unterkühler oder ein Rekuperator vorgesehen sein.
[0034] Der Verdampfer 2 ist in dem gezeigten Beispiel als Lamellenwärmeübertrager ausgebildet
und er steht in der gezeigten Kältekreismaschine 1 in einem gewissen Abstand über
einer Kondensatwanne 4. Der Verdampfer 2 ist von der Kondensatwanne 4 beabstandet,
damit diese ein Reservoir zum Auffangen eventuellen Kondensats ausbildet.
[0035] Besonders effizient ist die Kältekreismaschine 1 dann, wenn kein Volumenstrom an
dem Verdampfer 2 vorbeigeführt wird, sondern der gesamte Volumenstrom durch den Verdampfer
2 hindurchgeführt wird. Aus diesem Grund ist erfindungsgemäß ein Unterströmschutz
10 dichtend zwischen dem Verdampfer 2 und der Kondensatwanne 4 ausgebildet. Der Unterströmschutz
10 dichtet den Verdampfer 2 nach unten ab und verhindert, dass ein Volumenstrom unterhalb
des Verdampfers 2 hindurchströmt.
[0036] Der Unterströmschutz 10 ist isoliert in perspektivischer Ansicht in Fig. 2 gezeigt.
In Fig. 1 ist der Unterströmschutz 10 in einer Montageposition gezeigt, in der er
nämlich den Verdampfer wie erwähnt abdichtet. Der Unterströmschutz weist zwei Seitenabschnitte
11, 13 und einen Mittelabschnitt 12 auf. Alle drei Abschnitte sind in Fig. 2 gezeigt.
[0037] Der Unterströmschutz 10 ist dazu ausgebildet, nach der Montage der Kondensatwanne
4 und des Verdampfers 2 in den Zwischenraum zwischen Verdampfer 2 und Kondensatwanne
4 montiert zu werden. Ebenso ist es eine Anforderung, dass der Unterströmschutz 10
zu Reinigungs- bzw. Wartungszwecken entnommen werden kann. Dies wird erfindungsgemäß
gerade durch die mehreren Abschnitte 11, 12, 13 gelöst, die nacheinander montiert
werden können. Zunächst werden die beiden Seitenabschnitte 11, 13 zwischen Verdampfer
2 und Kondensatwanne 4 eingesetzt.
[0038] Anschließend wird der Mittelabschnitt 12 in einer Einführrichtung E zwischen die
Seitenabschnitte 11, 13 eingeführt. Durch das Einführen des Mittelabschnitts 12 bildet
sich ein Formschluss zwischen dem Seitenabschnitt 11 und dem Mittelabschnitt 12 sowie
zwischen dem Mittelabschnitt 12 und dem Seitenabschnitt 13 aus. Der Formschluss verhindert,
dass eine weitere Bewegung des Mittelabschnitts 12 in der Einführrichtung E erfolgen
kann. Zudem verhindert der Formschluss, dass sich der Mittelabschnitt 12 seitlich
in Richtung der Seitenabschnitte 11, 13 bewegen kann. Es kann auch von einer Passung
des Mittelabschnitts 12 zwischen den beiden Seitenabschnitten 11, 13 gesprochen werden.
[0039] Der Formschluss wird erfindungsgemäß umgesetzt durch die mehrstufige Kontur der Kontaktfläche
zwischen Seitenabschnitten 11, 13 und Mittelabschnitt 12. Die Kontaktfläche verläuft
zunächst in einem Abschnitt 21 im Wesentlichen konstant, bevor ein sich verjüngender
Abschnitt 22 anschließt und schließlich ein ebenfalls im Wesentlichen konstanter Abschnitt
23 endet. Auch andere Konturen sind möglich; die dargestellte und in Fig. 2 besonders
gut sichtbare Geometrie ermöglicht einen besonders vorteilhaften Formschluss. Insbesondere
ermöglicht die stufenartige Ausgestaltung, dass auch ein Verdrehen des Mittelabschnitts
12 um sich selbst vermieden ist.
[0040] Die weitere Geometrie insbesondere der Seitenabschnitte 11, 13 ist an die Geometrie
der Kondensatwanne angepasst, sodass eine gute Dichtung zwischen Unterströmschutz
10 und Kondensatwanne 4 erfolgen kann.
[0041] Auf seiner Vorderseite in Einführrichtung E weist der Unterströmschutz 10 ferner
ein Griffelement 30 auf. Das Griffelement 30 ist in dem gezeigten Beispiel als zwei
voneinander beabstandete Grifföffnungen zum Herausziehen des Mittelabschnitts 12 ausgeführt.
Ist der Mittelabschnitt 12 unter Verwendung des Griffelements 30 entnommen, so lassen
sich im Anschluss auch die Seitenabschnitte 11, 13 entnehmen. In der Umgebung der
Kontaktfläche zwischen Seitenabschnitten 11, 13 und Mittelabschnitt 12 sind Klammeröffnungen
40 vorgesehen. Über eine nicht gezeigte Klammer können die einzelnen Abschnitte des
Unterströmschutzes 10 gesichert werden, sodass ein ungewolltes Lösen verhindert ist.
[0042] Fig. 3 zeigt schematisch und exemplarisch einen Querschnitt durch den Verdampfer
2 und den Unterströmschutz 10. Es kann gesehen werden, dass der Unterströmschutz 10
in Querschnittsansicht auf seiner oberen Seite ein aus drei Abschnitten aufgebautes
Profil zeigt. Zu beiden Seiten in Einführrichtung E, also entlang einer Längsrichtung
des Unterströmschutzes 10, sind ansteigende Flächen 52, 54 vorgesehen. Die ansteigenden
Flächen 52, 54 sorgen dafür, dass abtauendes Kondensat nicht auf dem Unterströmschutz
10 verweilt, sondern in die Kondensatwanne 4 abfließen kann. Dazwischen liegt ein
Dichtabschnitt 56, der die Dichtwirkung zu dem Verdampfer 2 ausbildet.
Liste der Bezugszeichen
[0043]
- 1
- Kältekreismaschine
- 2
- Verdampfer
- 4
- Kondensatwanne
- 10
- Unterströmschutz
- 11
- Seitenabschnitt
- 12
- Mittelabschnitt
- 13
- Seitenabschnitt
- 21
- Abschnitt der Kontaktfläche
- 22
- verjüngender Abschnitt der Kontaktfläche
- 23
- Abschnitt der Kontaktfläche
- 30
- Griffelement
- 40
- Klammeröffnungen
- 52
- ansteigende Fläche
- 54
- ansteigende Fläche
- 56
- Dichtabschnitt
- E
- Einführrichtung
1. Unterströmschutz (10) für eine Kältekreismaschine (1), insbesondere eines Haustechnikgeräts
zum Lüften, Heizen, Warmwasserbereiten und/oder Kühlen, wobei die Kältekreismaschine
(1) einen Verdampfer (2) und eine unterhalb des Verdampfers (1) angeordnete Kondensatwanne
(4) aufweist, wobei
der Unterströmschutz (10) dazu ausgebildet ist, in einer Montageposition zwischen
Verdampfer (2) und Kondensatwanne (4) den Verdampfer nach unten abdichtend montiert
zu werden, wobei
der Unterströmschutz (10) zwei Seitenabschnitte (11, 13) und einen Mittelabschnitt
(12) aufweist,
wobei der Mittelabschnitt (12) dazu ausgebildet ist, entlang einer Einführrichtung
(E) zwischen beide der Seitenabschnitte (11, 13) montiert zu werden und dadurch einen
Formschluss auszubilden, wobei der Formschluss eine weitere Bewegung in die Einführrichtung
(E) sowie eine Bewegung des Mittelabschnitts (12) in Richtung beider der Seitenabschnitte
(11, 13) sperrt, wobei
der Mittelabschnitt (12) ferner ein Griffelement (30) aufweist, das dazu ausgebildet
ist, den Mittelabschnitt (30) entgegen der Einführrichtung (E) aus der Montageposition
zu entnehmen.
2. Unterströmschutz (10) nach Anspruch 1, wobei der Formschluss die Sperrung der Bewegung
des Mittelabschnitts (12) in Richtung der Einführrichtung (E) durch eine stufenartige
Kontur (21, 22, 23) einer Kontaktfläche zwischen dem Mittelabschnitt (12) und jeweils
den Seitenabschnitten (11, 13) ausbildet.
3. Unterströmschutz (10) nach Anspruch 2, wobei die stufenartige Kontur der Kontaktfläche,
in Einführrichtung (E), an dem Mittelabschnitt (12) durch zunächst eine im Wesentlichen
konstante Ausdehnung (21), anschließend eine verjüngende Ausdehnung (22) und schließlich
eine im wesentlichen konstante Ausdehnung (23) des Mittelabschnitts (12) ausgebildet
ist.
4. Unterströmschutz (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Unterströmschutz
(10), in Einführrichtung, eine ansteigende Dicke (52), einen Dichtabschnitt (56) mit
im Wesentlichen konstanter Dicke, und eine von dem Dichtabschnitt wieder abfallende
Dicke (54) aufweist.
5. Unterströmschutz (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Seitenabschnitte
(11, 13) und der Mittelabschnitt (12) bündig miteinander abschließen und einen stufenfreien,
linearen Unterströmschutz (10) ausbilden.
6. Unterströmschutz (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine Länge des
Unterströmschutzes (10), die sich aus der Summe der Längen der beiden Seitenabschnitte
(11, 13) und des Mittelabschnittes (12) ergibt, wenigstens der Länge des Verdampfers
(2) entspricht.
7. Unterströmschutz (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Griffelement
(30) als zwei von unten greifbare Grifföffnungen ausgeführt ist.
8. Unterströmschutz (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei Verriegelungsmittel
(40), insbesondere Klammeröffnungen und Klammern, zur Verriegelung der Seitenabschnitte
(11, 13) zu dem Mittelabschnitt (12) vorgesehen sind.
9. Kältekreismaschine (1), insbesondere eines Haustechnikgeräts zum Lüften, Heizen, Warmwasserbereiten
und/oder Kühlen, mit einem Verdampfer (2) und einer unterhalb des Verdampfers (2)
angeordneten Kondensatwanne (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Kältekreismaschine (1) einen Unterströmschutz (10) nach einem der vorstehenden
Ansprüche zur Abdichtung des Verdampfers (2) nach unten zur Kondensatwanne (4) aufweist.
10. Verfahren zum Warten einer Kältekreismaschine (1), insbesondere eines Haustechnikgeräts
zum Lüften, Heizen, Warmwasserbereiten und/oder Kühlen, wobei die Kältekreismaschine
(1) einen Verdampfer (2) und eine unterhalb des Verdampfers (2) angeordnete Kondensatwanne
(4) und einen Unterströmschutz (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 aufweist, der
in einer Montageposition zwischen Verdampfer (2) und Kondensatwanne (4) den Verdampfer
(2) nach unten abdichtend montiert ist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte
umfasst:
Entnehmen des Mittelabschnitts (12) des Unterströmschutzes (10) entgegen der Einführrichtung
mittels des Griffelements (30), und anschließend
Entnehmen der Seitenabschnitte (11, 13) unter Verwendung des durch den zuvor entnommenen
Mittelabschnitt (12) freigegebenen Raums unterhalb des Verdampfers (2).