[0001] Die Erfindung betrifft eine Siebmaschine mit einem Siebkasten, in dem wenigstens
ein Siebbelag zwischen zwei Seitenwänden angeordnet ist, wobei dem Siebbelag ein Siebspanner
zugeordnet ist, der mit seinen längsseitigen Enden durch jeweils eine Durchführung
der Seitenwand hindurchgeführt ist.
[0002] DE 25 01 750 A offenbart eine Siebmaschine mit einem Siebkasten. Darin sind drei Siebbeläge übereinander
angeordnet. Diese Siebbeläge sind als Gitterböden ausgebildet, die an ihren längsseitigen
Enden eine Abkantung aufweisen. Die Abkantungen sind in Richtung von der Oberseite
des Siebbelages hin zur Unterseite abgebogen. Die Abkantungen sind im Querschnitt
V-förmig ausgebildet. In diese Abkantungen greifen Siebspanner ein, die in Form von
Stäben ausgebildet sind. Der Siebspanner weist auf einer Spannseite einen Spannvorsprung
auf, der eine Spannkante bildet. Diese Spannkante liegt am Boden der Abkantung an.
An den längsseitigen Enden besitzen die Siebspanner Befestigungsabschnitte, auf die
Spannelemente einwirken, um den Siebbelag im Siebkasten zu spannen. Die Befestigungsabschnitte
sind durch langlochartige Durchführungen der Seitenwände aus dem Siebkasten herausgeführt
und können außerhalb des Siebkastens mit geeigneten Spannvorrichtungen gespannt werden.
[0003] EP 0 238 455 A2 offenbart eine Siebmaschine, bei der ein Siebbelag mit einem Siebspanner in Form
eines Hohlprofils vorgespannt ist. Der Siebspanner besitzt einen angeformten Spannvorsprung,
der eine Spannkante bildet.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Betriebssicherheit der eingangs beschriebenen Siebmaschine
zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass wenigstens eine der Durchführungen der Seitenwände
auf ihrer dem Siebbelag abgewandten Außenseite mit einer abnehmbaren Abdeckung, zumindest
bereichsweise überdeckt ist, wobei die Abdeckung mit einer der Seitenwand zugewandten
Dichtfläche eines Dichtelements auf der Außenseite der Seitenwand aufsitzt.
[0006] Während des Betriebs der Siebmaschine kann Staub durch die Durchführungen der Seitenwand
hindurch in die Umgebung gelangen. Abhängig von der Zusammensetzung des zu brechenden
Materials kann der Staub zu Verkrustungen und Ablagerungen im Bereich der Spannvorrichtung
des Siebspanners führen, sodass die Zugänglichkeit und die Funktionalität des Siebspanners
eingeschränkt sind. Darüber hinaus belastet der Staub auch weitere Maschinenkomponenten
sowie in der Umgebung der Siebmaschine arbeitenden Personen. Um einen Staubaustritt
zu verhindern, wird gemäß der Erfindung eine Abdeckung vorgeschlagen, die die Durchführung
der Seitenwand verschließt, wenn der Siebspanner ordnungsgemäß montiert ist. Dabei
lässt sich die Abdeckung einfach montieren, da sie auf der Außenseite der Seitenwand
angeordnet ist und dort mit der Dichtfläche auf der Seitenwand aufsitzt. Somit gelingt
die Montage einfach und die Betriebssicherheit ist zuverlässig gewährleistet.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Erfindungsvariante kann es vorgesehen sein, dass das Dichtelement
aus magnetischem Material besteht oder wenigstens ein Magnetelement aufweist. Mittels
des magnetischen Materials bzw. dem wenigstens einem Magnetelement kann eine magnetische
Verbindung zwischen der Abdeckung und der Seitenwand hergestellt werden. Somit ist
die Abdeckung sicher an der Seitenwand befestigt. Zusätzlich hat diese Verbindungsart
auch den Vorteil, dass beim Spannen des Siebspanners dieser gegenüber der Seitenwand
versetzt werden kann. Mit der Versatzbewegung des Siebspanners kann auch die Abdeckung
verschoben und in die jeweils passende Lage gebracht werden. Dies ermöglicht die magnetische
Verbindung.
[0008] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das Dichtelement einen flächenförmigen,
insbesondere streifenförmigen, Zuschnitt aus magnetischem Material aufweist. Damit
kann die Abdeckung platzsparend mit geringer Bauhöhe aufgebaut werden. Gleichzeitig
ist die mechanische Zuordnung der Abdeckung zu der Seitenwand unabhängig von deren
genauen Lagezuordnung zu der Seitenwand garantiert. Dies ist vorteilhaft, da sich
die Lagezuordnung bei der Spannung des Siebbelags aufgrund einer Materiallängung des
Siebbelags oder aufgrund von Maßtoleranzen bei unterschiedlichen Siebbelägen ändern
kann.
[0009] Vorteilhafterweise erstreckt sich der flächenförmige Zuschnitt mit Längs-Überdeckungsabschnitten
und/oder Quer-Überdeckungsabschnitten seitlich neben der zugeordneten Durchführung,
um dort eine Magnetverbindung mit der Seitenwand aufzubauen. Die Längs-Überdeckungsabschnitte
verlaufen in Richtung der Längserstreckung der langlochartigen Durchführung. Die Quer-Überdeckungsabschnitte
verlaufen quer zu der Richtung der Längserstreckung der langlochartigen Durchführung.
[0010] Gemäß einer möglichen Erfindungsvariante kann es vorgesehen sein, dass mit dem Dichtelement
mittelbar oder unmittelbar ein Deckabschnitt verbunden ist. Dabei kann vorteilhafter
Weise vorgesehen sein, dass der Deckabschnitt einen flächenförmigen, insbesondere
streifenförmigen, Zuschnitt, vorzugsweise bestehend aus weichelastischem Material,
insbesondere einem Gummi oder gummiartigen Material, aufweist. Mit einem derartig
flächenförmigen Zuschnitt kann das Dichtelement, beispielsweise bestehend aus einem
biegeschlaffen Material, mechanisch unterstützt werden, so dass sich insgesamt die
Handhabbarkeit der Abdeckung verbessert. Vorteilhafterweise ist das Dichtelement so
aufgebaut, dass es eine flächige Dichtung um die Durchführung herum bereitstellt,
so dass eine ideale Dichtwirkung erzielt wird, auch wenn gewisse Oberflächenunebenheiten
vorliegen. Besonders im Zusammenspiel mit einem Deckabschnitt in Form eines flächenförmigen
Zuschnitts passt sich die Abdeckung dann den vorhandenen Verhältnissen an der Seitenwand
an. Vorzugsweise erstreckt sich das Dichtelement vollständig umlaufend um die Durchführung
herum.
[0011] Die Abdeckung lässt sich dann einfach fertigen, wenn vorgesehen ist, dass das Dichtelement
mit dem Deckabschnitt stoffschlüssig verbunden, vorzugsweise verklebt, ist. Dann kann
auch eine kompakte Bauweise verwirklicht werden.
[0012] Eine mögliche Erfindungsvariante kann dadurch gekennzeichnet sein, dass die Abdeckung
einen Durchbruch aufweist, der zumindest bereichsweise in Flucht zu der Durchführung
der Seitenwand steht und durch den der Siebspanner hindurchgeführt ist, und dass das
Dichtelement den Durchbruch auf seiner der Seitenwand zugewandten Seite umlaufend
umgibt.
[0013] Eine weitere Erfindungsvariante kann dergestalt sein, dass die Abdeckung einen Durchbruch
aufweist, der zumindest bereichsweise in Flucht mit der Durchführung der Seitenwand
steht und durch den der Siebspanner hindurchgeführt ist, und dass das Dichtelement
den Durchbruch auf seiner der Seitenwand zugewandten Seite umlaufend, vorzugsweise
vollständig umlaufend, umgibt. Hierdurch ergibt sich eine einfache Montage. Nachdem
der Siebspanner mit dem Siebbelag verbunden ist, können die Abdeckungen mit ihren
Durchbrüchen auf die Befestigungsabschnitte des Siebspanners aufgefädelt werden. Sie
sind dann bereits im Wesentlichen lagerichtig ausgerichtet und positioniert. Sodann
werden die Abdeckungen gegen die zugeordnete Seitenwand geschoben und daran befestigt,
wobei sich auch die Abdichtung ergibt. Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, wenn
der Befestigungsabschnitt des Siebspanners einen unrunden, vorzugsweise rechteckförmigen,
Querschnitt aufweist.
[0014] Eine bevorzugte Erfindungsvariante kann derart sein, dass der Siebspanner einen stab-
oder profilartigen Spannabschnitt aufweist, der im Bereich seiner beiden längsseitigen
Enden jeweils einen Befestigungsabschnitt aufweist, dass der Spannabschnitt im Bereich
einer ersten Spannseite einen ersten Spannvorsprung aufweist, der eine erste Spannkante
bildet und an einer gegenüberliegenden zweiten Spannseite einen zweiten Spannvorsprung
aufweist, der eine zweite Spannkante bildet, dass die erste Spannkante und die zweite
Spannkante sich zwischen den beiden Befestigungsabschnitten erstrecken, dass die erste
Spannkante eine erste und die zweite Spannkante eine zweite Spannkontur bilden und
dass vorzugsweise die erste und die zweite Spannkontur unterschiedliche Geometrien
aufweisen. Die Spannkanten können die gleiche oder eine unterschiedliche Geometrie
aufweisen.
[0015] Dadurch, dass der Siebspanner zwei Spannkanten aufweist, kann er wahlweise die eine
oder die andere Spannkante in Spann-Eingriff mit dem zu montierenden Siebbelag bringen.
Sind die Spannkanten geometrisch unterschiedlich ausgebildet und damit auf einen individuellen
Siebbelag ausgelegt, so kann der Benutzer mit einem Siebspanner zwei unterschiedliche
Siebbeläge in einer Siebvorrichtung spannen, ohne dass er den Siebspanner tauschen
muss. Er kann den gleichen Siebspanner verwenden, der vorzugsweise auf Umschlag in
zwei verschiedenen Montagepositionen verwendbar ist. Dies erleichtert ihm die Wartung
der Siebmaschine erheblich. Bei diesen unterschiedlichen Montagesituationen kann dieselbe
Abdeckung zum Einsatz kommen, um die Durchführung in der Seitenwand abzudecken.
[0016] Es kann so sein, dass eine der beiden Spannkanten konvex, mit einer sich zwischen
den beiden Befestigungsabschnitten erstreckenden Wölbung ausgebildet ist, und die
andere Spannkante konvex oder konkav, mit einer sich zwischen den beiden Befestigungsabschnitten
erstreckenden Wölbung ausgebildet ist, oder dass die andere Spannkante geradlinig
zwischen den beiden Befestigungsabschnitten verläuft. Ist die eine Spannkante konvex
und die andere Spannkante konkav, dann ist es von Vorteil, wenn die Konturen, denen
die beiden Spannkanten folgen, sich voneinander unterscheiden, wobei es vorzugsweise
so ist, dass der Betrag der Überhöhung auf beiden Seiten unterschiedlich ist.
[0017] Die Wölbung der konvexen Spannkante des einen Spannvorsprungs kann auf einen entsprechenden
Siebbelag ausgelegt sein, um diesen mit möglichst gleichförmiger Spannung im Siebkasten
zu verspannen. Beim Spannen des Siebbelags kommt zunächst die Spannkante mit dem am
weitesten vorstehenden Bereich in Kontakt mit dem zugeordneten Befestigungsrand des
Siebbelags und spannt diesen hier. Beim weiteren Spannen des Siebspanners verformt
dieser sich elastisch, wobei nach und nach die übrigen Bereiche der Spannkante sich
an den Siebbelag anlegen und hier diesen spannen. In Folge wird eine gleichmäßige
Spannung über die gesamte Siebbelagsbreite erreicht. Dies trägt der Erkenntnis Rechnung,
dass gleichmäßig gespannte Siebbeläge eine längere Lebensdauer aufweisen und dem Siebbelag
inhärente Eigenschaften, wie zum Beispiel Selbstreinigung, unterstützt werden.
[0018] Wenn nun auch die zweite Spannkante konvex ausgebildet ist, so kann der Grad der
Wölbung auf den entsprechenden Siebbelag ausgelegt sein, um diesen gleichmäßig vorzuspannen.
[0019] Ist die zweite Spannkante konkav ausgebildet, so eignet sich ein solcher Siebspanner
für Siebbeläge, die eine größere Spannung an zwei Belagseiten benötigen. Diese kommen
entsprechend zuerst mit der konkaven Geometrie des Siebspanners in Kontakt.
[0020] Ist die zweite Spannkante geradlinig ausgebildet, so kann der Siebspanner an der
geradlinigen Kante für Siebbeläge eingesetzt werden, die nur eine geringe Siebspannung
benötigen. Die zweite Spannkante ist somit beispielsweise für leichte, filigrane Siebbeläge
gedacht. Diese benötigen weniger Vorspannung. Durch die geringere Vorspannkraft wird
eine stark gewölbte Spannkante nicht in dem Maße elastisch verformt, so dass die äußeren
Bereiche des leichten Siebbelags keinen Kontakt mit der Spannkante erhalten und ungespannt
bleiben.
[0021] Wenn nach einer Erfindungsvariante vorgesehen ist, dass die beiden längsseitigen
Enden des Siebspanners, jeweils einen/den Befestigungsabschnitt aufweisen, dass auf
den Befestigungsabschnitt eine Spannvorrichtung mit einem Spannstück einwirkt, um
den Siebbelag in Spannrichtung zu spannen, und dass die Abdeckung im Bereich zwischen
dem Spannstück und der Seitenwand des Siebkastens angeordnet ist, dann ist die Abdeckung
hinter dem Spannstück gesichert vor mechanischen Einwirkungen untergebracht. Zudem
kann dann das Spannstück in gewissem Maße auch eine Lagesicherung für die Abdeckung
bilden.
[0022] Die Spannvorrichtung ist dann einfach aufgebaut, wenn vorgesehen ist, dass an das
Spannstück zwei zueinander beabstandet angeordnete Schenkel angeschlossen sind, und
dass die beiden Schenkel und das Spannstück eine Aufnahme begrenzen, in der der Befestigungsabschnitt
des Siebspanners aufgenommen ist.
[0023] Eine geschützte Unterbringung der Abdeckung kann auch dann erreicht werden, wenn
vorgesehen ist, dass die Schenkel jeweils mit einer Gewindeaufnahme ausgestattet sind,
wobei die Mittellängsachsen der Gewindeaufnahmen in Spannrichtung verlaufen, dass
an der Seitenwand ein Stützlager mit einem Halter befestigt ist, dass der Halter Schraubaufnahmen
aufweist, durch die Spannschrauben hindurchgeführt und in die Gewindeaufnahmen der
Schenkel eingeschraubt sind, dass an den Halter zwei Lagerstücke angeschlossen sind,
die an der Seitenwand befestigt und zueinander beabstandet angeordnet sind, und dass
der Halter und die Stützlager zumindest bereichsweise einen Abschnitt der Seitenwand
begrenzen, innerhalb dem die Abdeckung angeordnet ist.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Siebmaschine in Seitenansicht,
Figur 2 in schematischer Detaildarstellung ein Siebdeck der Siebmaschine gemäß Figur
1,
Figur 3 in perspektivischer Teil-Darstellung eine Spannvorrichtung für einen Siebbelag
der Siebmaschine gemäß Figur 1,
Figur 4 in Draufsicht und in Teil-Darstellung einen Siebspanner für die Siebmaschine
gemäß Figur 1 in Zuordnung zu einem Siebbelag und im Horizontalschnitt,
Figur 5 die Darstellung gemäß Figur 4 in einer erweiterten Ansicht,
Figur 6 eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der ein Siebkasten der Siebmaschine
gemäß Figur 1 in schematischer Schnittdarstellung durch einen Siebbelag gezeigt ist
und
Figur 7 in schematischer Seitenansicht eine Dichtanordnung für die Siebmaschine gemäß
den Figuren 1 bis 6 und
Figur 8 die Dichtanordnung gemäß Figur 7 in Frontansicht.
[0025] Figur 1 zeigt eine Siebmaschine 10 gemäß der Erfindung. Dabei ist diese Siebmaschine
10 als mobile Siebmaschine 10 ausgebildet. Denkbar ist es auch, dass die Erfindung
bei einer stationären Siebmaschine zum Einsatz kommt. Weiterhin ist es denkbar, dass
die Maschine bei einer kombinierten Brech- und Siebanlage zum Einsatz kommt.
[0026] Die Siebmaschine 10 weist ein Chassis 11 auf, welches von Fahrwerken 11.1 getragen
ist, um die Siebmaschine 10 verfahren zu können. Vorzugsweise weist die Siebmaschine
10 einen Aufgabetrichter 12 auf. Mittels eines Radladers kann zu siebendes Material
in den Aufgabetrichter 12 eingefüllt werden.
[0027] Der Aufgabetrichter 12 weist eine Transportvorrichtung, beispielsweise eine Vibrationsrinne,
ein Förderband, ein Aufgabeband, oder ein Bunkerabzugsband, auf, mittels der das aufgegebene
Material hin zu einem Zuführband 13 gefördert werden kann. Das Zuführband 13 kann
als endlos umlaufendes Förderband ausgebildet sein. Das Zuführband 13 fördert das
zu siebende Material hin zu einer Siebvorrichtung, die einen Siebkasten 60 aufweist.
[0028] Die Siebvorrichtung dient dazu wenigstens zwei Fraktionen aus dem zugeführten Material
auszusieben. Zu diesem Zweck weist die Siebvorrichtung wenigstens einen Siebbelag
20 auf, wie dies Figur 2 zeigt.
[0029] Figur 1 veranschaulicht weiter, dass der Siebkasten 60 Seitenwände 61 aufweist, die
in Sieblängsrichtung verlaufen.
[0030] Der Siebkasten 60 ist mittels Federelementen 63 an einem stationären Siebkastenträger
64 montiert. Mittels eines Antriebs 65 kann der Siebkasten 60 in Schwingung versetzt
werden, um das Material zu sieben.
[0031] Der Siebvorrichtung ist wenigstens ein Abführband 14.1, 14.2 oder wenigstens ein
Feinkorn- oder Haldenband 15 zugeordnet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind
zwei Abführbänder 14.1, 14.2 und ein Feinkorn- oder Haldenband 15 verwendet. Entsprechend
sind in der Siebvorrichtung zwei Siebbeläge 20 verbaut.
[0032] Das zu siebende Material wird auf den oberen Siebbelag 20 aufgegeben. Das Material,
welches durch den oberen Siebbelag 20 hindurchfällt, gelangt auf den darunterliegenden
Siebbelag 20. Material, welches nicht durch den oberen Siebbelag 20 hindurchfällt,
gelangt auf eines der beiden Abführbänder 14.1, 14.2. Das Material, welches nicht
durch den zweiten Siebbelag 20 fällt, gelangt auf das zweite Abführband 14.1, 14.2.
Das Material, welches in Form von Feinkorn-Material durch beide Siebbeläge 20 hindurchfällt,
gelangt auf das Feinkorn- oder Haldenband 15. Die beiden Abführbänder 14.1, 14.2 und
das Feinkorn- oder Haldenband 15 fördern die ihnen zugeführten Kornfraktionen jeweils
auf Halden 16.
[0033] Figur 2 zeigt in schematischer Darstellung einen Ausschnitt der Siebvorrichtung.
Wie die Darstellung veranschaulicht, sind in dem Siebkasten 60 Stützelemente 30 verbaut,
die den Siebbelag 20 stützen. Die Stützelemente 30 besitzen einen Befestigungsfuß
32, mit dem sie ortsfest im Siebkasten 60 fixiert sind. Gegenüberliegend dem Befestigungsfuß
32 sind einseitig Dämpfungselemente 31 auf die Stützelemente 30 auswechselbar aufgesetzt.
Die Dämpfungselemente 31 stützen den Siebbelag 20 im Bereich der Siebunterseite 22.
[0034] Die Stützelemente 30 können mit ihren Dämpfungselementen 31 so angeordnet und ausgerichtet
sein, dass der auf den Dämpfungselementen 31 aufsitzende Siebbelag 20 eine bogenförmige
Kontur in Sieblängsrichtung bildet, wie Figur 2 zeigt.
[0035] Das in Figur 2 linksseitige Stützelement 30 besitzt an seinem dem Befestigungsfuß
32 abgewandten Ende einen Halteransatz 33. Der Siebbelag 20 ist mit einem Befestigungsrand
23 auswechselbar an dem Halteransatz 33 gehalten.
[0036] Der Siebbelag 20 ist als Flächenelement ausgebildet und weist gegenüberliegend der
Siebunterseite 22 eine Sieboberseite 21 auf. Es kann so sein, dass der Befestigungsrand
23 von einem Endabschnitt 23.1 des Siebbelages 20 abgekantet ist, um eine Abwinklung
23.2 zu bilden. In diese Abwinklung 23.2 greift der Halteansatz 33 ein.
[0037] An dem dem Befestigungsrand 23 abgewandten Ende besitzt der Siebbelag 20 einen weiteren
Befestigungsrand 24, der im Wesentlichen baugleich wie der Befestigungsrand 23 ausgebildet
ist. Entsprechend ist von dem Siebbelag 20 an dem gegenüberliegenden Endabschnitt
24.1 eine Abwinklung 24.2 abgebogen.
[0038] Der Siebbelag 20 muss im Siebkasten 60 in Längsrichtung (also in Figur 2 von links
nach rechts) gespannt werden. Zu diesem Zweck wird ein Siebspanner 40 eingesetzt.
Die Figuren 3 und 5 veranschaulichen, dass der Siebspanner 40 im Querschnitt im Wesentlichen
rechteckig ausgebildet ist. Der Siebspanner 40 kann mithin eine stabförmige Geometrie
aufweisen.
[0039] Der Siebspanner 40 besitzt einen zentralen Spannabschnitt 41, der sich zwischen zwei
endseitigen Befestigungsabschnitten 46 erstreckt.
[0040] Der Spannabschnitt 41 besitzt an seinen gegenüberliegenden Längsseiten Spannvorsprünge
42, 43. Der erste Spannvorsprung 42 weist eine erste Spannkante 42.1 auf. Der zweite
Spannvorsprung 43 besitzt eine zweite Spannkante 43.1.
[0041] Die erste Spannkante 42.1 verläuft konvex gewölbt zwischen den beiden Befestigungsabschnitten
46, wie beispielsweise Figur 4 veranschaulicht. Figur 4 zeigt einen Horizontalschnitt
durch die Mittelquerebene MQ des Siebspanners 40. Die Mittelquerebene MQ und damit
die Schnittebene gemäß Figur 4 ist in Figur 3 eingezeichnet.
[0042] Ausweislich Figur 4 bildet die erste Spannkante 42.1 eine Spannkontur. Diese Spannkontur
weist an ihren längsseitigen Enden Konturendabschnitte 49.1 und mittig zwischen den
Konturendabschnitten 49.1 eine Konturmitte 49.2 auf. In Spannrichtung, die in Figur
4 von rechts nach links verläuft, weist die Projektion der ersten Spannkante 42.1
in die Mittelquerebene MQ im Bereich der Konturmitte 49.2 eine maximale Überhöhung
H auf. Diese maximale Überhöhung H ergibt sich dadurch, dass die Konturmitte 49.2,
aufgrund der konvexen Wölbung gegenüber den Konturendabschnitten 49.1 in Spannrichtung
versetzt angeordnet ist. Vorzugsweise ist es so, dass die Überhöhung H kleiner 25
mm ist.
[0043] Die zweite Spannkante 43.1, die der ersten Spannkante 42.1 gegenüber liegt, bildet
ebenfalls eine Spannkontur. Diese Spannkontur bildet wieder an gegenüberliegenden
Enden Konturendabschnitte 49.1, die den Befestigungsabschnitten 46 zugewandt sind.
Mittig zwischen den Konturendabschnitten 49.1 bildet sich eine Konturmitte 49.2. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel verläuft die Projektion der zweiten Spannkante 43.1
in die Mittelquerebene MQ geradlinig zwischen den beiden Befestigungsabschnitten 46,
wie Figur 4 zeigt. Denkbar ist es jedoch auch, dass die zweite Spannkante 43.1 konvex
gewölbt ausgebildet ist und eine maximale Überhöhung aufweist, die vorzugsweise von
der maximalen Überhöhung H der ersten Spannkante 42.1 abweicht.
[0044] Denkbar ist es auch, dass die 2. Spannkante 43.1 eine konkave Kontur bildet. In diesem
Fall ergibt sich eine negative Überhöhung H in der Konturmitte 49.2. Dabei ist es
vorzugsweise so, dass der Betrag der beiden Überhöhungen H der beiden Spannkanten
42.1,43.1 voneinander abweicht.
[0045] Mit anderen Worten sind an den beiden Spannkanten 42.1, 43.1 unterschiedliche Spannkonturen
am Siebspanner 40 verwirklicht.
[0046] Wie die Darstellungen weiter zeigen, ist es vorzugsweise so, dass der Siebspanner
40 symmetrisch zu der Mittelquerebene MQ aufgebaut ist.
[0047] Im gezeigten Ausführungsbeispiel greift der Siebspanner 40 mit seinem ersten Spannvorsprung
42 in die in Figur 2 gezeigte rechtsseitige Abwinklung 24.2 ein. Dabei liegt der Siebspanner
40 mit seiner ersten Spannkante 42.1 an dem sich durch die Abwinklung 24.2 ergebenden
Bodenabschnitt 42.3 unterhalb der Siebunterseite 22 an.
[0048] Somit ist der Spannvorsprung 42 zwischen der Siebunterseite 22 und der Abwinklung
24.2 zumindest teilweise eingefasst.
[0049] Der Siebspanner 40 greift an gegenüberliegenden Seiten mit seinen Befestigungsabschnitten
46 durch Durchführungen 62 in den zugeordneten Seitenwänden 61 des Siebkastens 60
hindurch, wie Figur 3 anschaulich zeigt. Entsprechend stehen die Befestigungsabschnitte
46 außenseitig über die Seitenwände 61 des Siebkastens 60 vor. Im Bereich der Durchführungen
62 des Siebkastens 60 sind Spannvorrichtungen 50 angeordnet, mit denen der Siebspanner
40 in Spannrichtung längs der Mittelquerebene MQ verstellt werden kann.
[0050] Die Spannvorrichtungen 50 besitzen jeweils ein stationäres Stützlager 56, das vorzugsweise
mit der Seitenwand 61 fest verbunden ist, beispielsweise verschweißt, ist.
[0051] Das Stützlager 56 kann so ausgebildet sein, dass es einen Halter 57 aufweist, an
den wenigstens ein Lagerstück 56.1 angeschlossen, vorzugsweise angeformt, ist. Mittels
der beiden Lagerstücke 56.1 und dem Halter 57 kann das Stützlager 56 stabil mit der
zugeordneten Seitenwand 61 verbunden werden. Die Spannvorrichtung 50 weist weiterhin
ein Spannstück 52 auf, mittels dem der Siebspanner 40 formschlüssig hintergriffen
ist, um ihn in Spannrichtung zu verschieben. Dabei kann es so sein, dass an das Spannstück
52 an gegenüberliegenden Seiten Schenkel 51, 53 angeschlossen, vorzugsweise angeformt,
sind.
[0052] Zwischen den Schenkeln 51, 53 ergibt sich eine Aufnahme 54 für den Siebspanner 40.
Der Schenkel 53 übergreift die Oberseite und der Schenkel 51 die Unterseite des Siebspanners
40, sodass ein Ausweichen des Siebspanners 40 in diese Richtungen verhindert wird,
wenn er gespannt wird.
[0053] Zur Verstellung des Spannstücks 52 in Spannrichtung ist wenigstens eine Spannschraube
58 verwendet, mittels der das Spannstück 52 stufenlos verstellt werden kann. Dabei
stützt sich die Spannschraube 58 am Halter 57 ab. Über eine Gewindeverbindung kann
die stufenlose Verstellung des Spannstück 52 bewirkt werden.
[0054] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist jeder der Schenkel 51, 53 eine Gewindeaufnahme
55 auf. Der Halter 57 besitzt zwei Durchführungen, durch die die Spannschrauben 58
hindurchgesetzt und in die Gewindeaufnahmen 55 eingeschraubt sind.
[0055] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine Montagestellung, in der der Siebspanner 40 in einer
ungespannten Position befindlich ist. Werden nun die Spannschrauben 58 der beiden
Spannvorrichtungen 50 angezogen, so wird der Siebspanner 40 mit seinen beiden Befestigungsabschnitten
46 in den Durchführungen verschoben. Dabei trifft die erste Spannkante 42.1 im Bereich
ihrer Konturmitte 49.2 mit ihrer maximalen Überhöhung H auf den Bodenabschnitt 24.3
(siehe Figur 4) der Abwinklung 42.1. Wenn nun die Spannschrauben 58 weiter angezogen
werden, so wird der Siebbelag 20 beginnend von der Konturmitte 49.2 gespannt. Dabei
ergibt sich hier eine Gegenkraft des Siebbelags 20, die auf den Siebspanner 40 einwirkt.
Aufgrund dieser Gegenkraft wird der Siebspanner 40 gebogen, sodass sich die 1. Spannkante
42.1 kontinuierlich hin zu den beiden Konturendabschnitten 49.1 an den Bodenabschnitt
24.3 anlegt. Somit wird sukzessive die Spannkraft auf den Siebbelag 20 aufgebracht.
Die konvex gewölbte Kontur der ersten Spannkante 42.1 bewirkt damit eine gleichförmige
Spannung des Siebbelags 20.
[0056] Beim Spannen der Spannvorrichtungen 50 wird das Spannstück 52 in Spannrichtung versetzt.
Hierdurch wird erreicht, dass der Befestigungsabschnitt 46 in Figur 3 längs der schlitzförmigen
Durchführung 62 von links nach rechts versetzt wird.
[0057] Ist im Siebbelag 20 eine ausreichend gleichförmige Spannung erzeugt, so ist der Montagevorgang
abgeschlossen. Die gleichförmige Spannung kann durch eine Klangprobe an einzelnen
Stellen des Siebbelags 20 abgeschätzt werden. Hierzu wird der Siebbelag 20 an verschiedenen
Stellen angeschlagen. Aus dem erzeugten Klang kann auf den Spannzustand rückgeschlossen
werden.
[0058] Die Demontage des Siebbelags 20 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Hierzu werden
zunächst die Spannschraube 58 gelöst, dann kann der Siebspanner 40 in den Durchführungen
62 soweit verschoben werden, dass dieser außer Eingriff mit der Abwinklung 24.2 gelangt.
Der Siebbelag 20 kann dann nach oben abgehoben und entgegengesetzt zur Spannrichtung
verschoben werden, sodass die Abwinklung 23.2 außer Eingriff mit dem Halteansatz 33
gelangt (siehe Figur 2). Dann kann der Siebbelag 20 aus dem Siebkasten 60 ausgehoben
und gegen einen neuen Siebbelag 20 ausgetauscht werden.
[0059] Ist nun der zweite Siebbelag 20 nicht baugleich mit dem ersten Siebbelag 20 und benötigt
eine andere, insbesondere weniger Vorspannung als der zuvor eingebaute Siebbelag 20,
so kann der Siebspanner 40 angepasst auf diesen zweiten Siebbelag 20 verwendet werden,
wozu er lediglich gedreht werden muss, sodass die zweite Spannkante 42.1 mit der zugeordneten
Abwinklung 24.2 dieses Siebbelags 20 in Eingriff kommt. Anschließend kann der Siebspanner
40 wieder in gleicher Weise mit dem neuen Siebbelag 20 verspannt werden, wie dies
vorstehend erläutert wurde.
[0060] Mit anderen Worten kann der Siebspanner 40 verwendet werden, um zwei unterschiedliche
Siebbeläge 20 optimal zu spannen.
[0061] Um einem Benutzer die korrekte Zuordnung der gewünschten Spannkante 42.1, 43.1 zu
dem jeweiligen Siebbelag 20 zu erleichtern, kann im Bereich wenigstens eines Befestigungsabschnitts
46 eine Erkennungsmarkierung 48 vorgesehen sein. Die Erkennungsmarkierung 48 ist in
Figur 4 beispielhaft gezeigt. Vorzugsweise ist es so, dass die Erkennungsmarkierung
48 in das längsseitige Ende des Befestigungsabschnitts 48 eingearbeitet ist.
[0062] Figur 3 veranschaulicht, dass die Durchführungen 62 in den Seitenwänden 61 des Siebkastens
60 mit jeweils einer Abdeckung 70 verschlossen sind. Hierdurch wird ein Staubaustritt
aus dem Siebkasten 60 durch die Durchführungen 62 in die Umgebung verhindert.
[0063] Der Aufbau der Abdeckungen 70 ergibt sich aus Figur 7 und 8. Dabei ist die Abdeckung
70 in Frontansicht sowie in Seitenansicht gezeigt. Die Abdeckung 70 besitzt einen
äußeren Deckabschnitt 73, der vorzugsweise die Außenseite 71 der Abdeckung 40 bildet.
[0064] Auf der der Außenseite 71 abgewandten Innenseite, welche der Seitenwand 61 zugewandt
ist, ist ein Dichtelement 74 mit dem Deckabschnitt 73 mittelbar oder unmittelbar verbunden.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Dichtelement 74 unmittelbar mit dem Deckabschnitt
73 verbunden, beispielsweise verklebt.
[0065] Das Dichtelement 74 kann von einem durchgängigen Schichtelement, vorzugsweise bestehend
aus einem magnetischen Material oder aufweisend ein magnetisches, insbesondere flächiges
Material, gebildet sein. Beispielsweise kann das Dichtelement 74 von einem Sandwichelement
gebildet sein. Denkbar ist es jedoch auch, dass das Dichtelement 74 nicht von einem
Flächenelement gebildet ist, sondern abschnittsweise, Flächenbereiche aufweist.
[0066] Das Dichtelement 74 ist über eine Verbindungsschicht 75 mit dem Deckabschnitt 73
verbunden. Vorzugsweise ist eine stoffschlüssige Verbindung zwischen diesen beiden
Bauteilen vorgesehen.
[0067] Der Deckabschnitt 73 kann vorzugsweise von einem flächen-, insbesondere streifenförmigen
Zuschnitt in Form eines weichelastischen Materials gebildet sein. Denkbar ist es auch,
dass der Deckabschnitt 73 von einem Materialstreifen gebildet ist.
[0068] Wie die Darstellung nach Figur 7 zeigt, bildet das Dichtelement 74 eine innere Dichtfläche
72, die auf der Seitenwand 61 des Siebkastens 60 außenseitig aufgesetzt ist und die
den Bereich um die Durchführung 62 zumindest bereichsweise abdeckt.
[0069] Vorzugsweise bildet die Abdeckung 70 einen Längs-Überdeckungsbereich 76, der im montierten
Zustand jeweils über das längsseitige Ende der Durchführung 62 vorsteht. Die Anordnung
der Durchführung 62 in Bezug auf die Abdeckung 70 ist in Figur 7 beispielhaft durch
eine gestrichelte Linie symbolisiert. Somit überdecken die Längs-Überdeckungsabschnitte
76 die an die Durchführung 62 längsseitig anschließenden Bereiche.
[0070] Weiterhin kann es zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, dass die Abdeckung
70 Quer-Überdeckungsabschnitte 77 aufweist, die zueinander beabstandet angeordnet
sind. Wie Figur 7 zeigt, dienen die Quer-Überdeckungsabschnitte 77 dazu, die Bereiche
zu überdecken und abzudichten, die seitlich an die Längsseiten der Durchführung 62
anschließen.
[0071] Die Abdeckung 70 besitzt vorzugsweise eine Durchführung 78. Die Durchführung 78 ist
in ihrer Position und Größe so ausgebildet, dass der Siebspanner 40 mit seinem zugeordneten
Befestigungsabschnitt 46 endseitig durch die Abdeckung 70 hindurchgeschoben werden
bzw. die Abdeckung 70 auf den Befestigungsabschnitt 46 aufgesteckt werden kann. Die
lichte Querschnittsfläche der Durchführung 78 ist vorzugsweise so bemessen, dass sie
gleich groß ist wie die Außenabmessungen des Befestigungsabschnitts 46 oder geringfügig
größer ist als die Außenabmessungen des Befestigungsabschnitts 46, um eine möglichst
gute Abdichtung zu erreichen.
[0072] Die Zuordnung der Abdeckung 70 zu der Seitenwand 61 des Siebkastens 60 ist in Figur
3 gezeigt. Wie diese Darstellung veranschaulicht, kann die Abdeckung 70 mit ihrer
Durchführung 78 über den Befestigungsabschnitt 46 des Siebspanners 40 geschoben werden.
Dabei kommt dann die Dichtfläche 72 des Dichtelements 74 zur Anlage mit der Außenseite
der Seitenwand 62. Die Abdeckung 70 wird mittels dem oder den Magnetelementen des
Dichtabschnitts 74 an der aus ferromagnetischem Material bestehenden Seitenwand 61
gehalten.
[0073] Im montierten Zustand kann somit das Dichtelement 74, vorzugsweise unmittelbar (oder
auch mittelbar), mit der Seitenwand 62 in Berührung kommen. Der Deckabschnitt 73 ist
dem Spannstück 52 zugewendet. Der Deckabschnitt 73 kann vorzugsweise als Trägermaterial
für das Dichtelement 74 dienen.
[0074] Vorzugsweise kann es gemäß der Erfindung vorgesehen sein, dass das Dichtelement 74
eine Dicke im Bereich von 0,5-5 mm aufweist, also sehr dünn ist. Dabei verhindert
die zugeordnete Deckschicht dann ein frühzeitiges Bauteilversagen. Außerdem erleichtert
die größere Dicke die Handhabung, da man die Abdeckung 70 leichter greifen und abziehen
kann.
[0075] Vorteilhafter Weise ergibt sich für eine erfindungsgemäße Abdeckung 70 eine Sandwich-Bauweise,
wobei eine Seite magnetischer als die andere. Somit ist sichergestellt, dass die Abdeckung
70 an der Seitenwand 62 haftet und nicht an einem gegenüberliegenden Material, beispielsweise
am Spannstück 52
[0076] Nachdem die Abdeckung 70 wie vorbeschrieben montiert wurde, kann das Spannstück 52
dem Siebspanner 40 wie oben beschrieben zugeordnet werden. Anschließend kann der Siebspanner
40 gespannt werden. Dabei zieht der Befestigungsabschnitt 46 die Abdeckung 70 in Spannrichtung
mit, da der Befestigungsabschnitt 46 umfangsseitig an der die Durchführung 78 bildende
Innenkontur anliegt. Diese Verschiebung der Abdeckung 70 wird durch die Magnetverbindung
nicht verhindert, sodass die Abdeckung 70 der Seitenwand 61 und dem Befestigungsabschnitt
46 immer optimal zugeordnet ist und die Durchführung 62 bestmöglich abgedichtet ist.
1. Siebmaschine (10) mit einem Siebkasten (60), in dem wenigstens ein Siebbelag (20)
zwischen zwei Seitenwänden (61) angeordnet ist, wobei dem Siebbelag (20) ein Siebspanner
(40) zugeordnet ist, der mit seinen längsseitigen Enden durch jeweils eine Durchführung
(62) der Seitenwand (61) hindurchgeführt ist, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine der Durchführungen (62) auf ihrer dem Siebbelag (20) abgewandten
Außenseite mit einer abnehmbaren Abdeckung (70), zumindest bereichsweise, überdeckt
ist, wobei die Abdeckung (70) mit einer der Seitenwand (61) zugewandten Dichtfläche
(72) eines Dichtelements (74) auf der Außenseite der Seitenwand (61) aufsitzt.
2. Siebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (74) aus magnetischem Material besteht oder wenigstens ein Magnetelement
aufweist.
3. Siebmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (74) einen flächenförmigen, insbesondere streifenförmigen, Zuschnitt
aus magnetischem Material aufweist.
4. Siebmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der flächenförmige Zuschnitt des Dichtelements (74) mit Längs-Überdeckungsabschnitten
(76) und/oder Quer-Überdeckungsabschnitten (77) seitlich neben der zugeordneten Durchführung
(62) verläuft, um dort eine Magnetverbindung mit der Seitenwand (60) aufzubauen.
5. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Dichtelement (74) mittelbar oder unmittelbar ein Deckabschnitt (73) verbunden
ist.
6. Siebmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckabschnitt (73) einen flächenförmigen, insbesondere streifenförmigen, Zuschnitt,
vorzugsweise bestehend aus weichelastischem Material, insbesondere einem Gummi oder
gummiartigen Material, aufweist.
7. Siebmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (74) mit dem Deckabschnitt (73) stoffschlüssig verbunden, vorzugsweise
verklebt, ist.
8. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (70) einen Durchbruch (78) aufweist, der zumindest bereichsweise in
Flucht zu der Durchführung (62) der Seitenwand (60) steht und durch den der Siebspanner
(40) hindurchgeführt ist, und dass das Dichtelement (74) den Durchbruch (78) auf seiner
der Seitenwand (62) zugewandten Seite umlaufend, vorzugsweise vollständig umlaufend,
umgibt.
9. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebspanner (40) einen stab- oder profilartigen Spannabschnitt (41) aufweist,
der im Bereich seiner beiden längsseitigen Enden jeweils einen Befestigungsabschnitt
(46) aufweist, dass der Spannabschnitt (41) im Bereich einer ersten Spannseite einen
ersten Spannvorsprung (42) aufweist, der eine erste Spannkante (42.1) bildet und an
einer gegenüberliegenden zweiten Spannseite einen zweiten Spannvorsprung (43) aufweist,
der eine zweite Spannkante (43.1) bildet, dass die erste Spannkante (42.1) und die
zweite Spannkante (43.1) sich zwischen den beiden Befestigungsabschnitten (46) erstrecken,
dass die erste Spannkante (42.1) eine erste und die zweite Spannkante (43.1) eine
zweite Spannkontur bilden und dass vorzugsweise die erste und die zweite Spannkontur
unterschiedliche Geometrien aufweisen.
10. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden längsseitigen Enden des Siebspanners (40), jeweils einen/den Befestigungsabschnitt
(46) aufweisen, dass auf den Befestigungsabschnitt (46) eine Spannvorrichtung (50)
mit einem Spannstück (53) einwirkt, um den Siebbelag (20) in Spannrichtung zu spannen,
und dass die Abdeckung (70) im Bereich zwischen dem Spannstück (53) und der Seitenwand
(61) des Siebkastens (60) angeordnet ist.
11. Siebmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an das Spannstück (52) zwei zueinander beabstandet angeordnete Schenkel (51, 53)
angeschlossen sind, und dass die beiden Schenkel (51, 53) und das Spannstück (52)
eine Aufnahme (54) begrenzen, in der der Befestigungsabschnitt (46) des Siebspanners
(40) aufgenommen ist.
12. Siebmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (51, 53) jeweils mit einer Gewindeaufnahme (55) ausgestattet sind, wobei
die Mittellängsachsen der Gewindeaufnahmen (55) in Spannrichtung verlaufen, dass an
der Seitenwand (61) ein Stützlager (56) mit einem Halter (57) befestigt ist, dass
der Halter (57) Schraubaufnahmen aufweist, durch die Spannschrauben (58) hindurchgeführt
und in die Gewindeaufnahmen der Schenkel (51, 53) eingeschraubt sind, dass an den
Halter (57) zwei Lagerstücke (56.1) angeschlossen sind, die an der Seitenwand (61)
befestigt und zueinander beabstandet angeordnet sind, und dass der Halter (57) und
die Stützlager (56.1) zumindest bereichsweise einen Abschnitt der Seitenwand (61)
begrenzen, innerhalb dem die Abdeckung (70) angeordnet ist.