(19)
(11) EP 4 556 170 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.05.2025  Patentblatt  2025/21

(21) Anmeldenummer: 24212456.8

(22) Anmeldetag:  12.11.2024
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B25H 1/02(2006.01)
A47B 96/18(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B25H 1/02; A47B 96/18; A47B 77/022
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
GE KH MA MD TN

(30) Priorität: 13.11.2023 DE 102023131540

(71) Anmelder: Adolf Würth GmbH & Co. KG
74653 Künzelsau (DE)

(72) Erfinder:
  • Hohl, Wolfgang
    74653 Künzelsau (DE)
  • Mergenthaler, Marcus
    74357 Bönnigheim (DE)

(74) Vertreter: Dilg, Haeusler, Schindelmann Patentanwaltsgesellschaft mbH 
Leonrodstraße 58
80636 München
80636 München (DE)

   


(54) ARBEITSPLATTE FÜR EINEN WERKSTATTWAGEN


(57) Eine Arbeitsplatte (1) weist eine Grundplatte (2) auf, die mindestens eine Umfangsseite (3) hat, an der ein separates Rahmenteil (4) angeordnet ist. Das Rahmenteil (4) weist eine Führungsschiene (5) auf, die entweder als ausgesparte Führungsschiene (5) oder als erhabene Führungsschiene ausgebildet ist. Die Arbeitsplatte (1) kann insbesondere bei einem Werkstattwagen verwendet werden. Des Weiteren ist ein Rahmenteil (4) vorgesehen, das eine Führungsschiene (5) aufweist, die entweder als ausgesparte Führungsschiene (5) oder als erhabene Führungsschiene ausgebildet ist, wobei das Rahmenteil (4) dazu konfiguriert ist, an eine Grundplatte (2) angebracht zu werden, so dass die Arbeitsplatte (1) ausgebildet ist. Ferner ist ein Zubehörteil (6) vorgesehen, das dazu konfiguriert ist, an die Führungsschiene (5) des Rahmenteils (4) angebracht zu werden.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Arbeitsplatte insbesondere für einen Werkstattwagen oder eine Werkbank.

[0002] Herkömmliche Werkstattwägen haben Einteilungsfächer in einer Kunststoffarbeitsplatte, einer Holzarbeitsplatte oder einer Metalloberfläche. Separate Aufbewahrungsbehälter oder weiteres Zubehör werden lose auf der Arbeitsplatte abgelegt. Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine mobile oder stationäre Arbeitsplatte bereitzustellen, die eine organisierte und variable Anordnung bzw. Führung von Aufbewahrungsbehältern oder Zubehör ermöglicht.

[0003] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Weitere Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen Ansprüchen gezeigt.

[0004] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Arbeitsplatte vorgesehen. Die Arbeitsplatte weist eine Grundplatte auf, die mindestens eine Umfangsseite hat, an der ein separates Rahmenteil angeordnet ist. Das Rahmenteil weist eine Führungsschiene auf, die entweder als ausgesparte Führungsschiene oder als erhabene Führungsschiene ausgebildet ist.

[0005] Im Kontext der vorliegenden Erfindung kann die Arbeitsplatte einen polygonalen, vorzugsweise rechteckigen Umfang haben. Eine Umfangsseite der Arbeitsplatte ist entsprechend eine im Wesentlichen gerade Außenseite der Arbeitsplatte, die durch zwei Ecken der polygonalen Arbeitsplatte abgegrenzt ist.

[0006] Durch die Führungsschiene an dem separaten Rahmenteil können Zubehörteile wie beispielsweise Behälter variabel positioniert werden, wodurch dem Benutzer ermöglicht wird, sein Zubehör zu organisieren und den verfügbaren Arbeitsplatz optimal einzusetzen oder auch das Zubehör, wie Behälter, wegzulassen um die komplette Fläche als Arbeitsfläche (Bereich) zu nutzen.

[0007] Die Arbeitsplatte der vorliegenden Erfindung ermöglicht eine erleichterte Bedienung durch den Benutzer, da sich durch die Führungsschiene das oder die Zubehörteile leichter anordnen lassen, beispielsweise auf einem Werkstattwagen. Dem Benutzer wird hierbei ein Angebot zur Selbstorganisation gemacht. Bei erhöhter angeordneter Führungsschiene in Verbindung mit einer entsprechend ausgelegter Arbeitsfläche auf der Grundplatte kann darüber hinaus eine zweite Lager- bzw. Organisationsebene eingerichtet werden.

[0008] In einem Ausführungsbeispiel weist die Arbeitsplatte des Weiteren zumindest ein Zubehörteil auf, das mit der Führungsschiene in einem lösbaren Eingriff ist. Dadurch können verschiedene Zubehörteile beliebig ausgetauscht werden.

[0009] In einem Ausführungsbeispiel weist das Zubehörteil eine zur Führungsschiene komplementär ausgebildete Eingriffsvorrichtung auf. Dadurch wird eine stabile Führung und Halterung des Zubehörteils gewährleistet. Darüber hinaus kann sichergestellt werden, dass nur bestimmte Zubehörteile, nämlich jene mit der komplementär ausgebildeten Eingriffsvorrichtung, an die Führungsschiene angebracht werden können, so dass nur vorbestimmte Zubehörteile an dem Rahmenteil angeordnet werden können. Demensprechend kann durch die Führungsschiene und die komplementär ausgebildete Eingriffsvorrichtung ein Standard definiert werden.

[0010] In einem Ausführungsbeispiel ist das Zubehörteil mit der Führungsschiene form- oder kraftschlüssig im Eingriff, so dass das Zubehörteil stabil an der Führungsschiene gehalten werden kann. Beispielsweise kann das Zubehörteil an der Führungsschiene einrasten.

[0011] In einem Ausführungsbeispiel ist das Zubehörteil entlang der Führungsschiene zwangsgeführt oder stufenlos verstellbar bewegbar, so dass der Benutzer das Zubehörteil je nach Bedarf positionieren kann.

[0012] In einem Ausführungsbeispiel ist das Zubehörteil ein Behälter, beispielsweise eine Kleinteilebox. Das Zubehörteil kann auch ein Werkzeug oder ein (weiteres) Befestigungs- oder Bedienelement sein.

[0013] In einem Ausführungsbeispiel weist das Rahmenteil ein Formteil, insbesondere ein Spritz- oder Stranggussteil auf, vorzugsweise aus Kunststoff. Das Rahmenteil aus Kunststoff kann zusätzlich ein Tiefziehelement aus Blech oder Kunststoff aufweisen. Das Rahmenteil kann auch aus Edelstahl geschaffen sein, auf dem ein Kunststoffelement, beispielsweise ein Spritzgusselement angebracht ist. In einem Ausführungsbeispiel ist das Rahmenteil ein Profil. Durch die Ausbildung als Profil ist eine besonders kostengünstige Herstellung möglich.

[0014] In einem Ausführungsbeispiel weist das Rahmenteil ein Tiefziehelement aus einem Metallblech auf, auf oder an dem vorzugsweise ein Formteil, insbesondere aus Kunststoff, angebracht ist. Das Tiefziehelement kann mittels Einlegegießen mit dem Formteil als Spritzgussteil verbunden werden. Beim Einlegegießen wird das Tiefziehelement umspritzt, so dass das Formteil daran ausgebildet wird. Das Tiefziehelement kann alternativ separat ausgebildet werden und beispielsweise an das Formteil geschraubt, gepresst oder eingerastet werden.

[0015] Das Tiefziehelement kann für eine mechanische Stabilität des Rahmenteils und ggf. für eine Anbringung bzw. Montage des Rahmenteils an die Grundplatte sorgen, während das Formteil die gewünschte Formgebung an der Oberseite der Arbeitsplatte einschließlich der Führungsschiene bereitstellen kann. Es ist möglich, dass das innen angeordnete Tiefziehelement in Bezug auf das oben angeordnete Formteil verstellbar bzw. positionierbar ist, so dass eine Anbringung des Rahmenteils an Grundplatten mit verschiedenen Größen oder Formen möglich ist. Das Tiefziehelement kann mittels einer oder mehreren Klemmschrauben oder anderer Verbindungselemente (z.B. Nieten) an die Grundplatte gesichert werden. Darüber hinaus ist es möglich, dass verschiedene Tiefziehelemente an ein und demselben Formteil anbringbar sind, um eine Anbringung an verschiedene Grundplatten zu ermöglichen. Auch ist es möglich, dass verschiedene Formteile an ein und demselben Tiefziehelement anbringbar sind, um eine beliebige Formgebung und/oder Funktionalität an der Oberseite der Arbeitsplatte zu ermöglichen.

[0016] In einem Ausführungsbeispiel fasst das Rahmenteil in einem Querschnitt die Umfangsseite der Grundplatte vollständig ein. Dadurch wird die Arbeitsplatte nicht nur optisch aufgewertet, sondern es kann auch ein Kantenschutz für die Grundplatte durch das Rahmenteil bereitgestellt werden. In einem Ausführungsbeispiel fasst das oder mehrere Rahmenteil zwei gegenüberliegende Umfangsseiten der Grundplatte vollständig ein. In einem Ausführungsbeispiel fasst das oder mehrere Rahmenteil alle Umfangsseiten der Grundplatte vollständig ein.

[0017] In einem Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Rahmenteil über eine gesamte Länge der Umfangsseite der Grundplatte. Auch dadurch wird die Arbeitsplatte optisch aufgewertet, und es kann ein Kantenschutz für die Grundplatte durch das Rahmenteil bereitgestellt werden. Darüber hinaus kann das Rahmenteil sicher an der Grundplatte fixiert werden.

[0018] In einem Ausführungsbeispiel ist die Führungsschiene an einer Oberseite oder an einer nach innen gerichteten Seite des Rahmenteils ausgebildet. Je nach Ausführung können die Zubehörteile dann entweder von oben oder seitlich an die Führungsschiene angebracht werden.

[0019] In einem Ausführungsbeispiel ist die Grundplatte aus Holz, Kunststoff oder Metall, vorzugsweise Edelstahl, ausgebildet. Damit ist die Grundplatte auch für schwere Arbeiten beanspruchbar.

[0020] In einem Ausführungsbeispiel weist das Rahmenteil einen abgeschrägten Abschnitt auf, der sich von der Führungsschiene zur Außenseite hin nach oben abschrägt. Dadurch wird die Verbindung des Zubehörteils und der Führungsschiene vereinfacht. Beispielsweise kann das Zubehörteil mit seiner Eingriffsvorrichtung auf den abgeschrägten Abschnitt aufgesetzt werden, so dass dieser automatisch in die Führungsschiene gleitet.

[0021] In einem Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Rahmenteil über zumindest eine Ecke der Grundplatte hinaus. Dadurch kann das Rahmenteil sicher an die Grundplatte befestigt werden und darüber hinaus einen Eckenschutz für die Grundplatte bereitstellen.

[0022] In einem Ausführungsbeispiel weist das Rahmenteil an seiner Oberseite an der Ecke der Grundplatte einen erhabenen Abschnitt auf. In einem Ausführungsbeispiel weist das Rahmenteil an seiner Unterseite an der Ecke der Grundplatte einen Aufnahmeabschnitt auf, der dazu konfiguriert ist, einen erhabenen Abschnitt eines gleichen Rahmenteils einer darüber angeordneten Arbeitsplatte aufzunehmen. In einem Ausführungsbeispiel ist der erhabenen Abschnitt derart abgeschrägt, dass sich zumindest seine Umfangsseite nach oben hin verjüngt. In vorteilhafter Weise ist es damit möglich, die Arbeitsplatte und eine darüber angeordnete Arbeitsplatte zu stapeln.

[0023] In einem Ausführungsbeispiel sind an dem erhabenen Abschnitt Positionierhilfen beispielsweise für verschiedene Kennzeichnungen (z.B. Typenschilder, Eigentümernamen,...) ausgebildet, auch um ein Stapeln der Arbeitsplatte zu erleichtern.

[0024] In einem Ausführungsbeispiel ist das Rahmenteil in einer Draufsicht U-förmig ausgebildet und auf die Umfangsseite der Grundplatte steckbar. Dadurch kann das Rahmenteil sicher an die Grundplatte gesteckt werden und deckt die gesamte Umfangsseite der Grundplatte ab. In vorteilhafter weise können bei einer rechteckigen Grundplatte zwei gleiche, U-förmig ausgebildete Rahmenteile an den gegenüberliegenden Umfangsseiten der Grundplatte aufgesteckt werden, so dass eine symmetrische Arbeitsplatte gebildet ist.

[0025] In einem Ausführungsbeispiel ist im Rahmenteil vor oder hinter der ausgesparten Führungsschiene eine Hinterschneidung ausgebildet, die dazu konfiguriert, einen Zapfen des Zubehörteils zu führen. In einem Ausführungsbeispiel ist im Rahmenteil eine Aussparung über der Hinterschneidung ausgebildet, die dazu konfiguriert ist, den Zapfen in die Hinterschneidung einzuführen. Dadurch wird ein definiertes Einführen des Zubehörteils an das Rahmenteil gewährleistet. Durch die Hinterschneidung kann verhindert werden, dass sich das Zubehörteil ungewollt von dem Rahmenteil löst.

[0026] Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Werkstattwagen vorgesehen, der mit der Arbeitsplatte ausgestattet ist.

[0027] Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Rahmenteil vorgesehen, das eine Führungsschiene aufweist, die entweder als ausgesparte Führungsschiene oder als erhabene Führungsschiene ausgebildet ist, wobei das Rahmenteil dazu konfiguriert ist, an eine Grundplatte angebracht zu werden, so dass die Arbeitsplatte ausgebildet ist.

[0028] Gemäß einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Zubehörteil vorgesehen, das dazu konfiguriert ist, an die Führungsschiene des Rahmenteils angebracht zu werden.

[0029] Im Folgenden werden exemplarische Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung mit Verweis auf die folgenden Figuren detailliert beschrieben.

Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Arbeitsplatte gemäß einem Ausführungsbeispiel.

Figur 2 zeigt eine Querschnittsansicht der Arbeitsplatte der Figur 1.

Figur 3 zeigt eine Einzelheit X aus der Figur 2.



[0030] Gleiche oder ähnliche Komponenten in unterschiedlichen Figuren sind mit gleichen Bezugsziffern versehen.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Arbeitsplatte 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel, Figur 2 zeigt eine Querschnittsansicht der Arbeitsplatte 1 der Figur 1 und die Figur 3 zeigt eine Einzelheit X aus der Figur 2. Die Arbeitsplatte 1 weist eine Grundplatte 2, die mindestens eine Umfangsseite 3 hat, und ein separates Rahmenteil 4 an der Umfangsseite 3 der Grundplatte 2 auf. Das Rahmenteil 4 weist eine Führungsschiene 5 auf, die entweder als ausgesparte Führungsschiene 5 oder als erhabene Führungsschiene ausgebildet sein kann. Die Führungsschiene hat vorzugsweise eine Tiefe bzw. Höhe in einem Bereich zwischen 3 und 20 mm, weiter bevorzugt in einem Bereich zwischen 5 und 15 mm. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Führungsschiene 5 als ausgesparte Führungsschiene ausgebildet. Das Rahmenteil 4 ist vorzugsweise ein

[0031] Formteil, insbesondere ein Spritz- oder Stranggussteil, besonders bevorzugt aus Kunststoff, sein. In einer einfachen Ausführung kann das Rahmenteil 4 auch ein Profil sein. Die Grundplatte 2 ist vorzugsweise aus Holz, Kunststoff oder Metall, weiter bevorzugt Edelstahl, ausgebildet.

[0032] An der Arbeitsplatte 1 kann zumindest ein Zubehörteil 6 angeordnet sein, das mit der Führungsschiene 5 in einem lösbaren Eingriff ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Zubehörteil 6 ein Behälter. Gemäß der Figur 3 hat das Zubehörteil 6 eine zur Führungsschiene 5 komplementär ausgebildete Eingriffsvorrichtung 61, welche beispielsweise als ein Zapfen ausgebildet sein kann, der in die ausgesparte Führungsschiene 5 von oben eingesetzt werden kann. Falls die Führungsschiene 5 als erhabene Führungsschiene ausgebildet ist, kann die komplementär ausgebildete Eingriffsvorrichtung 61 die Gestalt einer Nut haben, die an die erhabene Führungsschiene angepasst ist. Die Breite der Führungsschiene 5 richtet sich nach dem aufzunehmenden Zubehörteil 6.

[0033] Das Zubehörteil 6 ist entlang der Führungsschiene 5 zwangsgeführt oder stufenlos verstellbar bewegbar. Die Führungsschiene 5 und die komplementär ausgebildete Eingriffsvorrichtung 61 können so ausgebildet sein, dass das Zubehörteil 6 mit der Führungsschiene 5 form- oder kraftschlüssig im Eingriff ist. Bei einer formschlüssigen Verbindung kann im Rahmenteil 4 vor oder hinter der ausgesparten Führungsschiene 5 eine Hinterschneidung (nicht gezeigt) ausgebildet sein, die dazu konfiguriert ist, einen entsprechenden hakenförmigen Zapfen (nicht gezeigt) des Zubehörteils 6 zu führen. Im Rahmenteil 4 kann eine Aussparung 11 über der Hinterschneidung ausgebildet sein, die dazu konfiguriert sein kann, den hakenförmigen Zapfen in die Hinterschneidung einzuführen. Die Aussparung 11 kann ferner zur Sicherung (Verschraubung) des Rahmenteils 4 an den Werkstattwagen dienen sowie zur weiteren Sicherung von fest installiertem Zubehör. Im Ausführungsbeispiel der Figur 1 sind zwei Aussparungen 11 an gegenüberliegenden Seiten des Rahmenteils 4 angeordnet. Darüber hinaus kann eine Rastvorrichtung zwischen der Führungsschiene 5 und dem Zubehörteil 6 vorgesehen sein, so dass das Zubehörteil 6 an oder in der Führungsschiene 5 einrastet.

[0034] In dem Querschnitt der Figur 3 ist ersichtlich, dass das Rahmenteil 4 die Umfangsseite 3 der Grundplatte 2 vollständig einfasst, d.h. das Rahmenteil 4 überdeckt vollständig die Umfangsseite 3 der Grundplatte 2. Aus der Figur 1 ist ferner ersichtlich, dass sich das Rahmenteil 4 über eine gesamte Länge der Umfangsseite 3 der Grundplatte 2 erstreckt. Das Rahmenteil 4 erstreckt sich über beide Ecken an den jeweiligen Enden der Umfangsseite 3 der Grundplatte 2 hinaus. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei gleiche Rahmenteile 4 vorgesehen, die in einer Draufsicht jeweils U-förmig ausgebildet sind und auf die gegenüberliegenden Umfangsseite 3 der Grundplatte 2 gesteckt sind. Die Rahmenteile 4 können kraftschlüssig auf die Grundplatte 2 gesteckt bzw. gepresst werden, oder sie können mittels einer Schraubverbindung an die Grundplatte 2 gesichert werden.

[0035] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Führungsschiene 5 an einer Oberseite des Rahmenteils 4 ausgebildet, sie kann aber auch an einer nach innen gerichteten Seite des Rahmenteils 4 ausgebildet sein. In diesem Fall kann das Zubehörteil 6 seitlich in oder gegen die Führungsschiene gedrückt werden.

[0036] Das Rahmenteil 4 weist einen abgeschrägten Abschnitt 7 auf, der sich von der Führungsschiene 5 zur Außenseite hin nach oben abschrägt. Dadurch wird die Verbindung des Zubehörteils 6 und der Führungsschiene 5 vereinfacht. Beispielsweise kann das Zubehörteil 6 mit seiner Eingriffsvorrichtung 61 auf den abgeschrägten Abschnitt 7 aufgesetzt werden, so dass dieser automatisch in die Führungsschiene 5 gleitet. Das Rahmenteil 4 weist ferner an seiner Oberseite an der Ecke der Grundplatte 2 einen erhabenen Abschnitt 8 und an seiner Unterseite an der Ecke der Grundplatte 2 einen Aufnahmeabschnitt 9 auf, der dazu konfiguriert ist, einen erhabenen Abschnitt 8 eines gleichen Rahmenteils 4 einer darüber angeordneten Arbeitsplatte 1 aufzunehmen. Der erhabenen Abschnitt 8 ist derart abgeschrägt, dass sich zumindest seine Umfangsseite nach oben hin verjüngt, wie dies in der Figur 3 ersichtlich ist. Eine Oberseite des erhabenen Abschnitts 8 ist dergestalt abgeschrägt, dass sie sich nach außen hin erhöht, wie dies in der Figur 2 ersichtlich ist. An dem erhabenen Abschnitt 8 sind Positionierhilfen 10 ausgebildet. In vorteilhafter Weise ist es damit möglich, die Arbeitsplatte 1 und die darüber angeordnete Arbeitsplatte 1 einfach zu stapeln.

[0037] Gemäß der Figur 3 weist das Rahmenteil 4 ein Tiefziehelement 41 aus einem Metallblech auf, an dem ein Formteil 42 aus Kunststoff angebracht ist. Das Tiefziehelement 41 sorgt für eine mechanische Stabilität des Rahmenteils. Das Formteil 42 stellt die gewünschte Formgebung an der Oberseite einschließlich der Führungsschiene 5 bereit. Darüber hinaus kann das Rahmenteil 4 mittels des Tiefziehelements 41 an der Grundplatte 2 angebracht werden. Das Tiefziehteil 41 weist einen vertikalen Abschnitt 411 und einen horizontalen Abschnitt 412 auf, so dass das Tiefziehteil 41 besonders verwindungssteif ist. Der horizontale Abschnitt 412 kann auf die Oberseite der Grundplatte 2 aufgelegt werden, und der vertikale Abschnitt 411 kann optional an der Umfangsseite 3 der Grundplatte 2 angelegt werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist jedoch ein Spalt zwischen dem vertikalen Abschnitt 411 und der Umfangsseite 3 der Grundplatte 2 vorgesehen. Das Tiefziehelement 41 kann mittels einer oder mehreren Klemmschrauben oder anderer Verbindungselemente 413, die beispielsweise an dem vertikalen Abschnitt 411 angeordnet sind, an die Grundplatte 2 gesichert werden.

[0038] In einem Ausführungsbeispiel erfolgt die Montage des Rahmenteils 4 an die Grundplatte dergestalt, dass zunächst das Tiefziehelement 41 ohne das daran angebrachte Formteil 42 an die Grundplatte 2 gesichert wird, beispielsweise mit der oder den Klemmschrauben 413. Im nächsten Schritt kann dann das Formteil 42 auf das Tiefziehelement 41 aufgesetzt werden, beispielsweise durch eine Einrastvorrichtung, einer Verschnappung, einer Pressung oder einer Schraubverbindung.

[0039] Es ist möglich, dass das innen angeordnete Tiefziehelement 41 in Bezug auf das oben angeordnete Formteil 42 verstellbar bzw. positionierbar ist, so dass eine Anbringung des Rahmenteils 4 an Grundplatten 2 mit verschiedenen Größen oder Formen möglich ist. Darüber hinaus ist es möglich, dass verschiedene Tiefziehelemente 41 an ein und demselben Formteil 42 anbringbar sind, um eine Anbringung an verschiedene Grundplatten 2 zu ermöglichen. Auch ist es möglich, dass verschiedene Formteile 42 an ein und demselben Tiefziehelement 41 anbringbar sind, um eine beliebige Formgebung und/oder Funktionalität an der Oberseite der Arbeitsplatte 1 zu ermöglichen.

[0040] Die Ecken des Rahmenteils 4 sind in einer Draufsicht abgeschrägt. Alternativ können die Ecken des Rahmenteils 4 mit einem Radius abgerundet sein. An den Ecken des Rahmenteils 4 ist jeweils im unteren Bereich ein Vorsprung 420 vorgesehen, der ein Stapeln der Rahmenteil 4 erleichtert.

[0041] Die Arbeitsplatte 1 wird besonders bevorzugt als eine Arbeitsplatte 1 für einen Werkstattwagen verwendet.

[0042] Die Ausführungsbeispiele können vielfältig abgewandelt werden. Es ist möglich, Zubehörteile 6 wie Kleinteileboxen umlaufend an den äußeren Rand des Rahmenteils 4 anzubringen bzw. einzuhängen. Die Zubehörteile 6 müssen nicht auf der Grundplatte 2 aufliegen, sondern können auch an der Führungsschiene 5 des Rahmenteils 4 eingehängt werden, so dass sie sich außerhalb der Arbeitsplatte 1 befinden. In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn die im Rahmenteil 4 vor der ausgesparten Führungsschiene 5 eine Hinterschneidung ausgebildet ist, die dazu konfiguriert ist, einen Zapfen des Zubehörteils 6 zu führen.

[0043] Die Zubehörteile 6 wie die Behälter können beliebige Größen und Formen aufweisen. Lediglich deren Eingriffsvorrichtungen 61 sind gleich oder zumindest ähnlich.

[0044] Die Führungsschiene 5 kann alternativ zumindest teilweise aus Holz, vollständig aus Metall oder vollständig aus Kunststoff ausgebildet sein.

[0045] Das Tiefziehelement 41 und/oder das Formteil 42 kann eine Einrastvorrichtung aufweisen, an der die Zubehörteile 6, wie beispielsweise Behälter oder Koffer einrastbar sind.

[0046] Die Arbeitsplatte 1 ist nicht nur in Werkstattwagen, einsetzbar, sondern auch auf Werkbänken, Montagebänken, Fahrzeugeinrichtungen, etc.

[0047] Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "aufweisend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0048] 
1
Arbeitsplatte
2
Grundplatte
3
Umfangsseite
4
Rahmenteil
5
Führungsschiene
6
Zubehörteil
7
abgeschrägter Abschnitt
8
erhabener Abschnitt
9
Aufnahmeabschnitt
10
Positionierhilfe
11
Aussparung
41
Tiefziehelement
411
vertikaler Abschnitt
412
horizontaler Abschnitt
413
Schraubklemme
420
Vorsprung
42
Formteil
61
Eingriffsvorrichtung



Ansprüche

1. Arbeitsplatte (1) mit einer Grundplatte (2), die mindestens eine Umfangsseite (3) aufweist, an der ein separates Rahmenteil (4) angeordnet ist, wobei das Rahmenteil (4) eine Führungsschiene (5) aufweist, die entweder als ausgesparte Führungsschiene (5) oder als erhabene Führungsschiene ausgebildet ist.
 
2. Arbeitsplatte (1) gemäß dem vorherigen Anspruch, mit zumindest einem der folgenden Merkmale:

des Weiteren mit zumindest einem Zubehörteil (6) wie beispielsweise ein Behälter, ein Werkzeug, ein Bedienelement oder ein Befestigungselement, das mit der Führungsschiene (5) in einem lösbaren Eingriff ist, wobei das Zubehörteil (6) eine zur Führungsschiene (5) komplementär ausgebildete Eingriffsvorrichtung (61) aufweist, wobei vorzugsweise das Zubehörteil (6) mit der Führungsschiene (5) form- oder kraftschlüssig im Eingriff ist, wobei weiter bevorzugt das Zubehörteil (6) entlang der Führungsschiene (5) zwangsgeführt bewegbar oder stufenlos verstellbar ist;

wobei in einem Querschnitt das Rahmenteil (4) die Umfangsseite (3) der Grundplatte (2) vollständig einfasst;

wobei sich das Rahmenteil (4) über eine gesamte Länge der Umfangsseite (3) der Grundplatte (2) erstreckt;

wobei die Führungsschiene (5) an einer Oberseite oder an einer nach innen gerichteten Seite des Rahmenteils (4) ausgebildet ist;

wobei die Grundplatte (2) aus Holz, Kunststoff oder Metall, vorzugsweise Edelstahl, ausgebildet ist;

wobei das Rahmenteil (4) ein Formteil (42), insbesondere ein Spritz- oder Stranggussteil, vorzugsweise aus Kunststoff, aufweist, wobei weiter bevorzugt das Rahmenteil (4) ein Profil ist.


 
3. Arbeitsplatte (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei
das Rahmenteil (4) ein Tiefziehelement (42) aus einem Metallblech aufweist, auf oder an dem vorzugsweise ein Formteil (42) angebracht ist.
 
4. Arbeitsplatte (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei
Das Rahmenteil (4) einen abgeschrägten Abschnitt (7) aufweist, der sich von der Führungsschiene (5) zur Außenseite hin nach oben abschrägt.
 
5. Arbeitsplatte (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei
Das Rahmenteil (4) sich über zumindest eine Ecke der Grundplatte (2) hinaus erstreckt.
 
6. Arbeitsplatte (1) gemäß dem vorherigen Anspruch, wobei
das Rahmenteil (4) an seiner Oberseite an der Ecke der Grundplatte (2) einen erhabenen Abschnitt (8) aufweist.
 
7. Arbeitsplatte (1) gemäß dem vorherigen Anspruch, wobei
das Rahmenteil (4) an seiner Unterseite an der Ecke der Grundplatte (2) einen Aufnahmeabschnitt (9) aufweist, der dazu konfiguriert ist, einen erhabenen Abschnitt (8) eines gleichen Rahmenteils (4) einer darüber angeordneten Arbeitsplatte (1) aufzunehmen.
 
8. Arbeitsplatte (1) gemäß einem der Ansprüche 6 und 7, wobei
der erhabenen Abschnitt (8) derart abgeschrägt ist, dass sich zumindest seine Umfangsseite nach oben hin verjüngt.
 
9. Arbeitsplatte (1) gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei
an dem erhabenen Abschnitt (8) Positionierhilfen (10) für Kennzeichnungen ausgebildet sind.
 
10. Arbeitsplatte (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei
das Rahmenteil (4) in einer Draufsicht U-förmig ausgebildet ist und auf die Umfangsseite (3) der Grundplatte (2) steckbar ist.
 
11. Arbeitsplatte (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei
im Rahmenteil (4) vor oder hinter der ausgesparten Führungsschiene (5) eine Hinterschneidung ausgebildet ist, die dazu konfiguriert ist, einen Zapfen des Zubehörteils (6) zu führen.
 
12. Arbeitsplatte (1) gemäß dem vorherigen Anspruch, wobei
im Rahmenteil (4) eine Aussparung (11) über der Hinterschneidung ausgebildet ist, die dazu konfiguriert ist, den Zapfen in die Hinterschneidung einzuführen.
 
13. Werkstattwagen mit einer Arbeitsplatte (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche.
 
14. Rahmenteil (4), das eine Führungsschiene (5) aufweist, die entweder als ausgesparte Führungsschiene (5) oder als erhabene Führungsschiene ausgebildet ist, wobei das Rahmenteil (4) dazu konfiguriert ist, an eine Grundplatte (2) angebracht zu werden, so dass eine Arbeitsplatte (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche ausgebildet ist.
 
15. Zubehörteil (6), das dazu konfiguriert ist, an die Führungsschiene (5) des Rahmenteils (4) gemäß dem vorherigen Anspruch angebracht zu werden.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht