Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bootsantrieb zum Antreiben eines Boots,
beispielsweise eines Sportboots.
Stand der Technik
[0002] Es ist bekannt, an einer Motorgondel eines Bootsantriebs eines Bootes, beispielsweise
eines Bootsantriebs in Form eines Außenbordmotors, eine Finne anzubringen, um beispielsweise
die Hydrodynamik der Motorgondel zu verbessern oder den an der Motorgondel angeordneten
Propeller gegen leichte Grundberührungen oder beim Abstellen an Land, sowie gegen
im Wasser schwimmende Gegenstände, wie beispielsweise Hölzer oder Kräuter zu schützen.
[0003] Typischerweise wird die Finne unmittelbar an die Motorgondel angegossen oder mit
der Motorgondel einstückig ausgebildet. Dies hat den Nachteil, dass bei einer Beschädigung
der Finne die gesamte Motorgondel ausgetauscht werden muss.
[0004] Ebenfalls ist es bekannt, die Finne abnehmbar auszugestalten, wobei die Finne dann
direkt mit der Motorgondel verschraubt ist. Dies kann jedoch zu einer galvanischen
Korrosion wegen dem direkten Kontakt mit den Schrauben führen und der Austauschprozess
einer beschädigten Finne kann nur mit Werkzeug aufwändig durchgeführt werden.
Darstellung der Erfindung
[0005] Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, einen verbesserten Bootsantrieb zum Antreiben eines Boots sowie ein entsprechendes
Anbauteil bereitzustellen.
[0006] Die Aufgabe wird durch einen Bootsantrieb zum Antreiben eines Boots mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Die oben gestellte Aufgabe wird weiterhin durch ein Anbauteil
für den Bootsantrieb mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
des Bootsantriebs sowie des Anbauteils ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie
der vorliegenden Beschreibung und den Figuren.
[0007] Entsprechend wird ein Bootsantrieb zum Antreiben eines Boots, umfassend eine Motorgondel,
ein Gehäuse und einen Verbindungsschaft, wobei die Motorgondel mit dem Verbindungschaft
mit dem Boot verbindbar ist, vorgeschlagen, wobei erfindungsgemäß an dem Gehäuse mindestens
eine Anbauteilaufnahme zum formschlüssigen Aufnehmen eines Anbauteiles vorgesehen
ist.
[0008] Bei dem Bootsantrieb kann es sich beispielsweise um einen Außenbordmotor handeln,
der typischer Weise am Spiegel eines Boots angebracht wird. Es kann sich bei dem Bootsantrieb
beispielsweise auch um einen Pod Antrieb handeln, der unterhalb der Wasserlinie des
Boots an einer Montageplatte angeordnet ist.
[0009] In dem Gehäuse der Motorgondel ist dabei üblicher Weise ein Elektromotor aufgenommen,
welcher den Propeller antreibt, der dann den Schub durchs Wasser erzeugt. Der Elektromotor
überträgt hierbei typischerweise seine Leistung auf den an einer Propellerwelle angeordneten
Propeller, wobei zwischen dem Elektromotor und der Propellerwelle ein Getriebe angeordnet
sein kann. Der Propeller kann aber auch direkt auf der Abtriebswelle des Elektromotors
angeordnet sein.
[0010] Die Richtung, in der das Wasser in Vorausfahrt des Boots an die Motorgondel heranströmt,
wird hierbei die Strömungsrichtung genannt. In Strömungsrichtung fließt das Wasser
somit entlang der Motorgondel.
[0011] Die Anbauteilaufnahme dient zum formschlüssigen Aufnehmen des Anbauteils. Damit kann
das Anbauteil zunächst allein durch den Formschluss und ohne weitere Befestigungsmittel
an der Motorgondel befestigt werden, wodurch sowohl ein sicheres Halten des Anbauteils
als auch ein einfacher Austausch des Anbauteils ermöglicht wird.
[0012] Das Gehäuse der Motorgondel kann eine oder mehrere Anbauteilaufnahmen aufweisen,
so dass entweder eines oder mehrere Anbauteile an der Motorgondel aufgenommen werden
können. Es ist damit insbesondere möglich, Anbauteile gegeneinander auszutauschen,
um den Bootsantrieb auf einen bestimmten Einsatz vorzubereiten.
[0013] Beispielsweise kann eine kleine Finne gegen einen Krautschutzkäfig ausgetauscht werden,
wenn das Boot von einem klaren See in eine verkrautete Umgebung gebracht werden soll.
Oder eine kleine Finne kann gegen eine größere Finne ausgetauscht werden, wenn die
Steuerwirkung der Finne beim Umbau des Bootsantriebs von einem kleinen Boot auf ein
größeres Boot vergrößert werden soll. Oder es kann eine Finne ausgetauscht werden
durch ein Foil, wenn der Bootsantrieb zum Einsatz in einem foilenden Boot vorbereitet
werden soll.
[0014] Die Anbauteilaufnahme kann als T-förmiges Profil ausgebildet sein, um entsprechend
einen sicheren Formschluss zwischen dem Anbauteil und der Motorgondel bereitzustellen.
[0015] Dabei kann das T-förmige Profil entgegen der Strömungsrichtung zulaufen, bevorzugt
keilförmig oder konisch zulaufen. Damit lässt sich durch das Aufschieben eines mit
einer zu der Anbauteilaufnahme korrespondierenden Aufnahme ausgestalteten Anbauteil
ein sicheres Halten des Anbauteils an der Motorgondel erreichen. Durch die zulaufende
Form, insbesondere die Keilform oder die konische Form, kann das Anbauteil auch reibschlüssig
oder kraftschlüssig an der Anbauteilaufnahme gesichert werden. Damit kann das Anbauteil
auch in eine spielfreie Position aufgeschoben werden.
[0016] Durch das Zulaufen entgegen der Strömungsrichtung wird weiterhin erreicht, dass sowohl
das anströmende Wasser als auch eine leichte Grundberührung das Anbauteil auf die
Anbauteilaufnahme aufdrücken.
[0017] Die Anbauteilaufnahme kann entsprechend als konisch zulaufendes T-förmiges Profil
ausgestaltet sein. Ein T-förmiges Profil weist eine "T"-Form in jedem Querschnitt
auf, wobei das "T" sich von dem Gehäuse wegerstreckt. Gewissermaßen kann der obere
Querbalken des "T" in einem Abstand zum Gehäuse angeordnet werden, so dass eine Haltekraft
auf den Querbalken und den Längsbalken des "T" durch ein entsprechendes Anbauteil
ausgeübt werden kann.
[0018] Das "T"-förmige Profil kann hierbei alle Profile umfassen, die an dem Gehäuse der
Motorgondel eine schmalere Ausdehnung aufweisen als an der der Motorgondel entfernten
Seite. Beispielsweise umfasst das "T"-förmige Profil in diesem Verständnis auch "Y"-förmige
Profile oder "V"-förmige Profile.
[0019] Durch die mögliche keilförmige oder konische Ausführungsform kann eine formschlüssige
Verbindung zwischen Anbauteil und Anbauteilaufnahme erzeugt werden, so dass eine optimale
Kraftübertragung von dem Anbauteil auf die Motorgondel und umgekehrt erreicht werden
kann.
[0020] Eine formschlüssige Verbindung ist hierbei besonders vorteilhaft gegeben, wenn die
T-förmige Nut des Anbauteils und das T-förmige Profil der Anbauteilaufnahme sich bevorzugt
vollflächig berühren.
[0021] Insbesondere kann dadurch auch eine reibschlüssige und/oder eine kraftschlüssige
Verbindung erreicht werden, so dass das Anbauteil auf die Anbauteilaufnahme klemmbar
geschoben werden kann.
[0022] Die Nut des Anbauteils ist gewissermaßen ein Negativabdruck der Außenkonturen der
Anbauteilaufnahme.
[0023] Beispielsweise kann ein Anbauteil mit einer T-förmigen Nut entgegen der konisch zulaufenden
Form auf einer T-förmigen Anbauteilaufnahme geschoben werden. Dadurch wird die Nut
des Anbauteils auf das Profil der Anbauteilaufnahme geschoben und gegebenenfalls kraftschlüssig
festgeklemmt.
[0024] Durch das Zulaufen kann insbesondere auch ein Toleranzausgleich gewährleistet werden,
um trotz gewisser Fertigungstoleranzen eine stabile Verbindung zwischen Anbauteilaufnahme
und Anbauteil zu erreichen. Gewissermaßen können Anbauteile mit verschiedenen Toleranzen
weiter vorn beziehungsweise weiter hinten an der zulaufenden Anbauteilaufnahme eine
reibschlüssige Verbindung eingehen, je nachdem, ob deren Nut schmaler oder weiter
ist.
[0025] Indem das Anbauteil und das Gehäuse der Motorgondel lösbar miteinander befestigt
sind, also insbesondere nicht miteinander verschraubt sind, kann eine vereinfachte
Gusskonstruktion des Gehäuses der Motorgondel erreicht werden, da die Anbauteile nicht
in der Gussform mitberücksichtigt werden müssen, sondern lediglich die universell
verwendbare Anbauteilaufnahme. Gleichzeitig können für die Motorgondel und die Anbauteile
verschiedene Materialien verwendet werden.
[0026] Durch die lösbare Befestigung können zudem Schäden an der Motorgondel verringert
werden, wenn das Anbauteil beispielsweise einen Stoß durch Grundberührung oder Treibgut
erfährt. Insbesondere kann das Anbauteil dadurch einfach ausgewechselt werden, wodurch
die Servicebarkeit des Bootsantriebs verbessert wird.
[0027] Der Anbauteilaufnahme kann entgegen der Strömungsrichtung zulaufend ausgebildet sein.
Dadurch kann erreicht werden, dass das Anbauteil in Strömungsrichtung auf das zulaufende
Profil der Anbauteilaufnahme geschoben wird. Gewissermaßen wird dadurch eine selbstsichernde
Befestigung des Anbauteils auf der Anbauteilaufnahme erreicht.
[0028] Die Anbauteilaufnahme kann eine Sicherungsnut zum Bereitstellen einer formschlüssigen
und/oder reibschlüssigen Sicherung des Anbauteils an der Anbauteilaufnahme aufweisen,
insbesondere zur Aufnahme einer Klemmung des Anbauteils in der Sicherungsnut.
[0029] Eine Sicherungsnut kann hierbei beispielsweise ein Loch oder eine Kerbe oder eine
Aussparung in dem Profil der Anbauteilaufnahme sein. Eine Klemmung kann hierbei beispielsweisen
ein Bolzen, bevorzugt ein Sicherungsbolzen oder ein Splint sein. Eine Klemmung kann
aber auch eine Schraube mit einer Mutter sein. Die Klemmung erstreckt sich bevorzugt
senkrecht durch das Profil der Anbauteilaufnahme.
[0030] Mit anderen Worten kann die Klemmung durch eine Durchgangsöffnung und durch die Sicherungsnut
erfolgen.
[0031] Beispielsweise kann das Anbauteil formschlüssig auf die Anbauteilaufnahme aufgeschoben
werden, so dass die Durchgangsöffnung des Anbauteils mit der Sicherungsnut der Anbauteilaufnahme
ausgerichtet ist. Anschließend kann ein Bolzen oder eine Schraube durch die Durchgangsöffnung
und die Sicherungsnut geführt werden. Durch die Klemmung kann dementsprechend ein
Verschieben des Anbauteils entlang der Anbauteilaufnahme verhindert werden, während
durch die Verbindung zwischen der Nut des Anbauteils und dem Profil der Anbauteilaufnahme
ein Verschieben des Anbauteils weg von dem Gehäuse der Motorgondel verhindert wird.
[0032] Die Sicherungsnut kann einen Toleranzausgleich aufweisen, so dass auch bei durch
Fertigungstoleranzen unterschiedlichen Endpositionen des Anbauteils auf der Anbauteilaufnahme
eine Klemmung vorgenommen werden kann. Beispielsweise kann dies erreicht werden, in
dem die Sicherungsnut eine größere räumliche Ausprägung als die Durchgangsöffnung
aufweist.
[0033] Das Anbauteil kann zudem an der Durchgangsöffnung eine Aussparung zur Aufnahme der
Klemmung aufweisen. Beispielsweise kann eine solche Aussparung darin bestehen, dass
der Schraubenkopf oder die Mutter in dem Anbauteil versenkt werden kann, so dass die
Hydrodynamik des Anbauteils nicht durch die Klemmung beeinträchtigt wird. Es kann
beispielsweise auch sein, dass der Splint des Sicherungsbolzens in der Aussparung
liegt.
[0034] Es können mindestens zwei Anbauteilaufnahmen an dem Gehäuse vorgesehen sein, bevorzugt
in einer bezüglich der Fahrtrichtung symmetrischen Anordnung. Dadurch können, neben
Finnen, auch andere Anbauteile an der Motorgondel angeordnet werden und gegebenenfalls
gegeneinander ausgetauscht werden, um den Bootsantrieb an einen bestimmten Einsatzbereich
anzupassen.
[0035] An der Anbauteilaufnahme kann bevorzugt ein Anbauteil formschlüssig aufgenommen sein,
wobei das Anbauteil bevorzugt eine Finne, ein Flügel, ein Krautschutzkäfig, eine Kortdüse
oder ein Foil ist.
[0036] Eine Finne ist ein typisches Verschleißteil einer Motorgondel, so dass dieses besonders
einfach getauscht werden kann. Ein Foil ist eine flügelförmige Finne, die einen zusätzlichen
Auftrieb generiert. Ein Krautschutzkäfig kann beispielsweise in sumpfigen Gewässern
gegen Pflanzen und herumtreibende Hölzer eingesetzt werden. Eine Düse kann beispielsweise
eine Kortdüse sein, die die Anströmung des Propellers verbessert.
[0037] Je nach Einsatzzweck des Sportbootes kann somit ein passendes Anbauteil gewählt werden,
ohne dass die Motorgondel des Bootsantriebs gewechselt werden muss.
[0038] Weiterhin wird auch ein Anbauteil für den oben beschriebenen Bootsantrieb vorgeschlagen,
wobei erfindungsgemäß eine Nut vorgesehen ist, die dazu eingerichtet ist, formschlüssig
mit der Anbauteilaufnahme der Motorgondel in Eingriff gebracht zu werden.
[0039] Die Nut kann zulaufend ausgebildet sein und ist bevorzugt T-förmig ausgebildet und
kann keilförmig oder konisch zulaufen.
[0040] Eine Durchgangsöffnung kann vorgesehen sein, die zur Aufnahme einer Klemmung ausgebildet
ist, wobei die Klemmung im aufgenommenen Zustand durch die Sicherungsnut der Anbauteilaufnahme
verläuft.
[0041] Die Durchgangsöffnung des Anbauteils kann eine Aussparung zur Aufnahme der Klemmung
aufweisen.
[0042] Bevorzugt ist das Anbauteil eine Finne oder ein Foil oder ein Flügel oder ein Krautschutzkäfig
oder eine Kortdüse.
[0043] Der Verbindungsschaft kann mit dem Gehäuse, bevorzugt mit dem Mittelteil des Gehäuses,
verbunden sein.
[0044] Die Anbauteilaufnahme kann gegenüber der Position oder unter einem Winkel zu der
Position angeordnet ist, an welcher der Verbindungsschaft mit der Motorgondel verbunden
ist.
[0045] Die obige Aufgabe wird ferner durch ein Sportboot mit einem erfindungsgemäßen Bootsantrieb
gelöst.
[0046] Entsprechend wird ein Boot vorgeschlagen, umfassend einen oben beschriebenen Bootsantrieb.
[0047] Das Boot kann hierbei insbesondere ein Elektroboot sein, beziehungsweise der Motor
in der Motorgondel kann ein Elektromotor sein.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0048] Bevorzugte weitere Ausführungsformen der Erfindung werden durch die nachfolgende
Beschreibung der Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Motorgondel eines Bootsantriebs
mit einer Anbauteilaufnahme;
- Figur 2
- eine schematische perspektivische Detaildarstellung der Anbauteilaufnahme aus Figur
1;
- Figur 3
- eine schematische perspektivische Darstellung eines an der Anbauteilaufnahme aufzunehmenden
Anbauteils in Form einer Finne aus verschiedenen Perspektiven;
- Figur 4
- eine schematische Schnittdarstellung der T-förmigen Nut des Anbauteils aus Figur 3;
- Figur 5
- eine schematische perspektivische Darstellung der Motorgondel des Bootsantriebs aus
Figur 1 mit montiertem Anbauteil;
- Figur 6
- eine schematische Schnittdarstellung des an der Motorgondel montierten Anbauteils
aus den vorherigen Figuren;
- Figuren 7A, B
- weitere schematische Schnittdarstellungen von Ausführungsformen eines T-förmigen Profils
und einer T-förmigen Nut zur Aufnahme an einer alternativen Anbauteilaufnahme; und
- Figur 8
- eine schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Motorgondel mit alternativ
angeordneten Anbauteilaufnahmen.
Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiel
[0049] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Figuren beschrieben.
Dabei werden gleiche, ähnliche oder gleichwirkende Elemente in den unterschiedlichen
Figuren mit identischen Bezugszeichen versehen, und auf eine wiederholte Beschreibung
dieser Elemente wird teilweise verzichtet, um Redundanzen zu vermeiden.
[0050] In Figur 1 ist schematisch in einer perspektivischen Ansicht ein Bootsantrieb 100
zum Antrieb eines Boots gezeigt, wobei von dem Bootsantrieb 100 hier nur die üblicher
Weise im Betriebszustand unter Wasser angeordnete Motorgondel 1 detailliert gezeigt
ist. Die Motorgondel 1 des Bootsantriebs 100 trägt eine Propellerwelle 120, an welcher
ein (hier nicht gezeigter) Propeller angeordnet wird, der dann den eigentlichen Schub
für das Boot im Wasser erzeugt.
[0051] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist in der Motorgondel 1 ein Elektromotor
zum Antrieb der Propellerwelle 120 angeordnet. In der Motorgondel 1 kann auch zusätzlich
ein Getriebe zur Untersetzung oder Übersetzung des von dem Elektromotor an seiner
Abtriebswelle bereitgestellten Drehmoments vorgesehen sein, wobei das Getriebe dann
typischer Weise zwischen der Abtriebswelle des Elektromotors und der Propellerwelle
120 der Motorgondel 1 angeordnet ist. Ist kein Getriebe vorhanden, kann die Abtriebswelle
des Elektromotors aber auch mit der Propellerwelle 120 identisch sein. In der Motorgondel
1 können weiterhin auch Elektronikkomponenten und Verkabelungen zum Betrieb des Elektromotors
angeordnet sein.
[0052] Die Motorgondel 1 des Bootsantriebs 100 ist über einen in der Figur angedeuteten
Verbindungsschaft 110 mit dem Boot und gegebenenfalls mit weiteren Komponenten des
Bootantriebs 100 verbunden. Der Verbindungsschaft 110 stellt eine mechanische Verbindung
bereit und kann weitere mechanische und/oder elektrische Komponenten aufnehmen.
[0053] Beispielsweise kann der Verbindungsschaft 110 hohl sein und Leitungen zur Versorgung
des in der Motorgondel 1 aufgenommenen Elektromotors mit elektrischer Energie und/oder
Leitungen zur Übertragung von Steuerbefehlen und/oder Leitungen zur Übertragung von
Sensordaten aufnehmen.
[0054] Der Bootsantrieb 100 kann beispielsweise ein Außenbordmotor zum Antrieb eines Boots
sein, wobei bei dem Außenbordmotor der Verbindungsschaft 110 dann zur Anbindung der
Motorgondel 1 mit über der Wasseroberfläche liegenden Komponenten des Außenbordmotors
wie beispielsweise einer Spiegelhalterung, einer Pinne und/oder einer Antriebsbatterie
dient. Der Verbindungsschaft 110 ist in der Figur rohrförmig gezeigt, kann aber auch
eine hydrodynamisch vorteilhaftere Ausgestaltung aufweisen oder von einem hydrodynamisch
vorteilhaften Profil umgeben sein.
[0055] Der Bootsantrieb 100 kann alternativ beispielsweise ein Pod-Antrieb für ein Boot
sein, bei dem die Motorgondel 1 über den Verbindungsschaft 110 mit einer im Unterwasserbereich
des Boots angeordneten Montageplatte (hier nicht gezeigt) verbunden ist.
[0056] Die Motorgondel 1 des Bootsantriebs 100 weist ein Gehäuse 150 auf, das zur Aufnahme,
Halterung und/oder Lagerung zumindest der oben genannten Komponenten des Bootsantriebs
100 ausgebildet ist. Das Gehäuse 150 weist in der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform
zumindest einen Mittelteil 152, eine vordere Kappe 154 und eine hintere Kappe 156
auf. Die Gehäuseteile 152, 154, 156 können miteinander verschraubt oder verklebt sein
und können gegeneinander und gegenüber der Umgebung abgedichtet sein, um einen hier
nicht weiter dargestellten dichten Innenraum auszubilden, in dem die genannten elektrischen
oder mechanischen Komponenten aufgenommen werden können.
[0057] Der Mittelteil 152 ist in dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel des Bootsantriebs
100 mit dem Verbindungsschaft 110 verbunden.
[0058] Der Mittelteil 152 des Gehäuses 150 kann beispielsweise als Druckgussteil, beispielsweise
Aluminiumdruckgussteil, bereitgestellt werden. Auch die vordere Kappe 154 und die
hintere Kappe 156 können aus Aluminium hergestellt sein. Es ist aber auch möglich,
die Gehäuseteile aus Kunststoff oder anderen Metallen herzustellen. Zwischen den Gehäuseteilen
können Dichtungen eingelegt sein, um den Innenraum gegenüber der Umgebung abzudichten.
[0059] An der Unterseite des Gehäuses 150 ist eine Anbauteilaufnahme 10 angeordnet. In dem
gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Anbauteilaufnahme 10 am Mittelteil 152 des Gehäuses
150 angeordnet und ist im Wesentlichen gegenüberliegend zu der Anbindung des Verbindungsschafts
110 am Mitteilteil 152 des Gehäuses 150 positioniert.
[0060] Die Positionierung der Anbauteilaufnahme 10 am Gehäuse 150 kann aber abhängig von
dem aufzunehmenden Anbauteil gewählt werden. Es können auch zwei oder mehr Anbauteilaufnahmen
10 vorgesehen sein, um entsprechende Anbauteile am Gehäuse 150 aufzunehmen.
[0061] Die Anbauteilaufnahme 10 kann beispielsweise einteilig mit dem Gehäuse 150 der Motorgondel
1 und insbesondere mit dem Mittelteil 152 des Gehäuses 150 ausgebildet sein. Dazu
kann die Anbauteilaufnahme 10 beispielsweise an dem Mittelteil 152 des Gehäuses 150
angegossen sein.
[0062] Alternativ kann die Anbauteilaufnahme 10 auch als zunächst separates Teil bereitgestellt
sein und dann an dem Gehäuse 150 der Motorgondel 1, beispielsweise an dem Mitteilteil
152 des Gehäuses 150, angeschraubt, angeklebt oder angeschweißt sein.
[0063] In Figur 2 ist ein Detailausschnitt des Mittelteils 152 des Gehäuses 150 der Motorgondel
1 im Bereich der Anbauteilaufnahme 10 gezeigt. In der gezeigten Ausbildung ist die
Anbauteilaufnahme 10 einstückig mit dem Mitteilteil 152 des Gehäuses ausgebildet.
[0064] Die Anbauteilaufnahme 10 ist hier als in jedem Querschnitt T-förmiges Profil ausgeführt.
Das T-förmige Profil weist einen Längsbalken 14 auf, der sich radial von dem Gehäuse
der Motorgondel 1 weg erstreckt, sowie einen Querbalken 16, der auf dem Längsbalken
12 angeordnet ist. Der Längsbalken 14 und der Querbalken 16 bilden gemeinsam entsprechend
eine einen Hinterschnitt bereitstellende Anbauteilaufnahme 10 aus, an der ein Anbauteil
sicher formschlüssig gehalten werden kann.
[0065] Das T-förmige Profil ist in Strömungsrichtung S an seinem vorderen Ende 160 dünner
als an dem hinteren Ende 162, so dass ein Anbauteil auf die Anbauteilaufnahme 10 aufgeschoben
werden kann und dann eine sicher eine formschlüssige Aufnahmeposition erreichen kann.
[0066] In der gezeigten Ausführungsform ist es der Querbalken 16, der über die Länge hinweg
vom vorderen Ende 160 zum hinteren Ende 162 hin dicker wird und dabei eine keilförmige
Struktur ausbildet. Am vorderen Ende 160 hat der Querbalken 16 eine erste Dicke DQ1
und am hinteren Ende 162 eine zweite, größere Dicke DQ2.
[0067] Mit anderen Worten ist das T-förmige Profil in der gezeigten Ausführungsform entgegen
der Strömungsrichtung S keilförmig zulaufend ausgebildet.
[0068] Das T-förmige Profil kann auch insgesamt konisch zulaufend ausgebildet sein, wenn
beispielsweise auch die Breite des Querbalkens 16 über die Länge hinweg keilförmig
ausgebildet ist. Weiterhin können bei dem konisch zulaufenden T-förmigen Profil sowohl
der Längsbalken 14 als auch der Querbalken 16 konisch zulaufen.
[0069] Unter der Strömungsrichtung S wird hier die Richtung des anströmenden Wassers im
Betrieb des Bootsantriebs 100 bei Vorwärtsfahrt verstanden.
[0070] Die Dicke DL des Längsbalkens 14 und die Dicken DQ1, DQ2 des Querbalkens 16 können
jeweils unterschiedlich ausgebildet sein. Es kann aber auch sein, dass die Dicke von
Längsbalken 14 und
[0071] Querbalken 16 entlang des T-förmigen Profils jeweils gleich sind und auf diese Weise
ein konisches Zulaufen erreicht wird.
[0072] Das T-förmige Profil kann abgerundete Ecken aufweisen, wodurch die Montage eines
Anbauteils (in dieser Figur nicht gezeigt) vereinfacht wird.
[0073] Zudem weist die Anbauteilaufnahme 10 eine Sicherungsnut 12 auf. Diese Sicherungsnut
12 ist in der Figur 2 als eine Aussparung 12 in der Anbauteilaufnahme 10 dargestellt.
[0074] In einer alternativen Ausführung kann die Sicherungsnut 12 jedoch auch ein Loch in
dem Längsbalken 14 der Anbauteilaufnahme 10 sein. Insbesondere kann das Loch ein Rundloch
oder ein Langloch sein. Das Loch kann auch einen rechteckigen Querschnitt aufweisen.
[0075] In Figur 3 ist ein Anbauteil 2 in Form einer Finne aus zwei verschiedenen Perspektiven
gezeigt. In Figur 4 ist dieses Anbauteil 2 in einer Schnittdarstellung gezeigt.
[0076] In der gezeigten Ausführungsform ist das Anbauteil 2 eine Finne, die über die Anbauteilaufnahme
10 mit der Motorgondel 1 verbunden werden kann. Das Anbauteil 2 weist dementsprechend
eine T-förmige Nut 20 auf, die dazu geeignet ist das T-förmige Profil der Anbauteilaufnahme
10 aufzunehmen, um auf diese Weise eine formschlüssige Verbindung mit des Anbauteils
2 mit dem Gehäuse 150 der Motorgondel 1 bereitzustellen.
[0077] Die T-förmige Nut 20 kann korrespondierend zu der Form der Anbauteilaufnahme 10 keilförmig
oder konisch zulaufend ausgeführt sein, so dass das Anbauteil 2 in Strömungsrichtung
S auf die Anbauteilaufnahme 10 geschoben werden kann und schließlich in der Richtung
der Längsausdehnung der Anbauteilaufnahme 10 formschlüssig aufgenommen werden.
[0078] Eine Arretierung des formschlüssig an der Anbauteilaufnahme 10 aufgenommenen Anbauteils
2 kann formschlüssig, und/oder reibschlüssig und/oder kraftschlüssig erreicht werden.
[0079] Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn das T-förmige Profil der Anbauteilaufnahme
10 die T-förmige Nut 20 des Anbauteils 2 in der vollständig aufgeschobenen Position
vollflächig kontaktiert, um eine optimale Kraftübertragung zu gewährleisten und einen
spielfreien Formschluss bereit zu stellen.
[0080] Wie oben beschrieben, kann die T-förmige Nut 20 insbesondere entgegen der Strömungsrichtung
S keilförmig oder konisch zulaufen, so dass das Anbauteil 2 nicht nur durch das initiale
Aufschieben, sondern auch durch die Anströmung des Wassers auf das T-förmige Profil
gedrückt und dort gehalten wird. Gewissermaßen kann so eine selbstsichernde Befestigung
des Anbauteils 2 erreicht werden, die auch einer möglichen leichten Grundberührung
standhält.
[0081] In dem Anbauteil 2 befindet sich ein Durchgangsloch 22, welches durch die T-förmige
Nut 20 hindurch verläuft. Das Durchgangsloch 22 kann dazu verwendet werden, eine Schraube
oder einen Bolzen durch das Anbauteil 2 hindurch zu führen, um eine Sicherung und/oder
Klemmung des Anbauteils 2 an der Anbauteilaufnahme 10 der Motorgondel 1 zu erreichen.
[0082] Wie in Figuren 5 und 6 gezeigt ist, kann eine Klemmung 24 durch das Durchgangsloch
22 und die Sicherungsnut 12 erfolgen. Hierfür wird das Anbauteil 2 an der Anbauteilaufnahme
10 befestigt, so dass die Sicherungsnut 12 und das Durchgangsloch 22 deckungsgleich
sind. Dies kann beispielsweise durch Aufschieben des Anbauteils 2 auf die Anbauteilaufnahme
10 erfolgen. Folglich ist es möglich, eine entsprechende Klemmung vorzunehmen, so
dass das Anbauteil 2 gegen ein Verrutschen entlang der Längsausdehnung der Anbauteilaufnahme
10 gesichert ist.
[0083] Eine solche Klemmung 24 kann beispielsweise ein Bolzen, bevorzugt ein Bolzen mit
Sicherungssplint, oder eine Schraube mit einer Mutter sein. Dargestellt ist in den
Figuren die geschraubte Klemmung 24, wobei die Schraube durch das Durchgangsloch 22
und die Sicherungsnut 12 geführt wird. Die Befestigung des Anbauteils 2 erfolgt schließlich
durch Festziehen der Mutter und der Schraube.
[0084] Durch das Hindurchführen des Bolzens oder der Schraube durch die Sicherungsnut 12
wird gleichzeitig auch eine formschlüssige Sicherung des Anbauteils 2 gegen Herausschieben
aus der formschlüssigen Verbindung mit der Anbauteilaufnahme 10 erreicht. Damit kann
sichergestellt werden, dass das Anbauteil 2 sicher an der Anbauteilaufnahme 10 gehalten
wird.
[0085] Das Anbauteil 2 kann insbesondere Aussparungen 220 an dem Durchgangsloch 22 aufweisen
(siehe beispielsweise in Figur 3), um somit den Schraubenkopf und die Mutter unterhalb
der Oberfläche des Anbauteils 2 zu halten. Die Aussparung kann beispielsweise in Form
einer Sechskantmutter ausgeführt sein, um eine Konterkraft aufzubringen, wenn die
Schraube in die Mutter geschraubt wird, wobei der Schraubenkopf dann in der Aussparung
angeordnet wird.
[0086] Durch das Bereitstellen einer Aussparung 220 wird insbesondere die Hydrodynamik des
Anbauteils 2 verbessert.
[0087] In Figur 7 sind weitere mögliche Profile für die Ausgestaltung der Anbauteilaufnahme
10 gezeigt, die unter T-förmige Nuten fallen, insbesondere V-förmige Nuten in Figur
7A und V-förmige Nuten in 7B.
[0088] In Figur 8 ist eine weitere Ausgestaltung einer Motorgondel 1 eines Bootsantriebs
100 gezeigt. Der generelle Aufbau entspricht dem bereits oben beschriebenen.
[0089] In dieser Ausführungsform ist jedoch beispielhaft die Position einer weiteren oder
alternativen Anbauteilaufnahme 10' gezeigt, die nicht gegenüber der Anbindung des
Verbindungsschafts 110, sondern in einer Position ca. 90° bezogen auf den Umfangswinkel
des Mitteilteils 152 des Gehäuses 150 angeordnet ist.
[0090] Mit anderen Worten ist diese Anbauteilaufnahme 10' an einer anderen Position am Mitteilteil
152 angeordnet. Je nach Anwendungsfall können Anbauteilaufnahmen 10, 10' an geeigneten
Stellen am Gehäuse 150 der Motorgondel 1 angeordnet werden, um die geforderten Anbauteile
zu halten.
[0091] Allen Anbauteilaufnahmen 10, 10' ist gemein, dass sie zur Aufnahme von Anbauteilen
vorgesehen sind.
[0092] In den Figuren ist nur eine Finne als Anbauteil gezeigt. Es ist aber auch möglich,
zusätzlich oder alternativ zu der Finne einen Krautkäftig, eine Kortdüse, weitere
Finnen, Flügel und/oder Foils an den Anbauteilaufnahmen 10, 10' anzuordnen und zuverlässig
zu halten.
[0093] In einer weiteren Alternative können auch zwei oder mehr Motorgondeln 1 eines Bootsantriebs
100 über entsprechende Anbauteilaufnahmen 10, 10' miteinander verbunden werden, um
so einen zwei- oder mehrmotorigen Antrieb mit mehreren Motorgondeln bereit zu stellen,
welche dann über einen gemeinsamen Verbindungsschaft 110 gehalten werden.
[0094] Soweit anwendbar, können alle einzelnen Merkmale, die in den Ausführungsbeispielen
dargestellt sind, miteinander kombiniert und/oder ausgetauscht werden, ohne den Bereich
der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0095]
- 1
- Motorgondel
- 10, 10'
- Anbauteilaufnahme
- 12
- Sicherungsnut
- 14
- Längsbalken
- 16
- Querbalken
- 100
- Bootsantrieb
- 110
- Verbindungsschaft
- 120
- Propellerwelle
- 150
- Gehäuse
- 152
- Mittelteil des Gehäuses
- 154
- vordere Kappe des Gehäuses
- 156
- hintere Kappe des Gehäuses
- 160
- vorderes Ende der Anbauteilaufnahme
- 162
- hinteres Ende der Anbauteilaufnahme
- 2
- Anbauteil
- 20
- Nut
- 22
- Durchgangsöffnung
- 220
- Aussparung
- 24
- Klemmung
- S
- Strömungsrichtung
- DL
- Dicke des Längsbalkens
- DQ1
- Dicke des Querbalkens am vorderen Ende
- DQ2
- Dicke des Querbalkens am hinteren Ende
1. Bootsantrieb (100) zum Antreiben eines Boots, umfassend eine Motorgondel (1) mit einem
Gehäuse (150) und einem Verbindungsschaft (110), wobei die Motorgondel (1) mit dem
Verbindungsschaft (110) mit dem Boot verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Gehäuse (150) mindestens eine Anbauteilaufnahme (10) zum formschlüssigen Aufnehmen
eines Anbauteiles (2) vorgesehen ist.
2. Bootsantrieb (100) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbauteilaufnahme (10) als T-förmiges Profil ausgebildet ist.
3. Bootsantrieb (100) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das T-förmige Profil entgegen der Strömungsrichtung (S) zuläuft, bevorzugt keilförmig
oder konisch zuläuft.
4. Bootsantrieb (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbauteilaufnahme (10) einstückig mit dem Gehäuse (150) ausgebildet ist und/oder
mit dem Gehäuse (150) materialschlüssig verbunden ist und/oder an dem Gehäuse (150)
angegossen ist.
5. Bootsantrieb (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbauteilaufnahme (10) eine Sicherungsnut (12) zum Bereitstellen einer formschlüssigen
und/oder reibschlüssigen Sicherung des Anbauteils (2) an der Anbauteilaufnahme (10)
aufweist, insbesondere zur Aufnahme einer Klemmung (24) des Anbauteils (2) in der
Sicherungsnut (12).
6. Bootsantrieb (100) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsnut (12) einen Toleranzausgleich aufweist.
7. Bootsantrieb (100) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Anbauteilaufnahmen (10) an dem Gehäuse (150) vorgesehen sind, bevorzugt
in einer bezüglich der Fahrtrichtung symmetrischen Anordnung.
8. Bootsantrieb (100) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Anbauteilaufnahme (10) ein Anbauteil (2) formschlüssig aufgenommen ist, wobei
das Anbauteil (2) bevorzugt eine Finne, ein Flügel, ein Krautschutzkäfig, eine Kortdüse
oder ein Foil ist.
9. Bootsantrieb (100) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsschaft (110) mit dem Gehäuse (150), bevorzugt mit dem Mittelteil (152)
des Gehäuses (150), verbunden ist.
10. Bootsantrieb (100) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbauteilaufnahme (10) gegenüber der Position oder unter einem Winkel zu der
Position angeordnet ist, an welcher der Verbindungsschaft (110) mit der Motorgondel
(1) verbunden ist.
11. Anbauteil (2) für einen Bootsantrieb (100) nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Nut (20), die dazu eingerichtet ist, formschlüssig mit der Anbauteilaufnahme
(10) des Gehäuses (150) der Motorgondel (1) in Eingriff gebracht zu werden.
12. Anbauteil (2) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (20) T-förmig ausgebildet ist und bevorzugt keilförmig oder konisch zuläuft.
13. Anbauteil (2) nach einem der Ansprüche 11 oder 12, gekennzeichnet durch eine Durchgangsöffnung (22), zur Aufnahme einer Klemmung (24), wobei die Klemmung
(24) im aufgenommenen Zustand durch die Sicherungsnut (12) der Anbauteilaufnahme (10)
verläuft.
14. Anbauteil (2) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (22) eine Aussparung (220) zur Aufnahme der Klemmung (24) aufweist.
15. Anbauteil (2) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Anbauteil (2) eine Finne oder ein Foil oder ein Flügel oder ein Krautschutzkäfig
oder eine Kortdüse ist.