[0001] Die Erfindung betrifft einen Schuhwaschbeutel. Insbesondere betrifft die Erfindung
einen Schuhwaschbeutel, mit dem Schuhe in einem Waschautomaten waschbar sind.
[0002] Schuhe werden im Alltag häufig schmutzig. Die Reinigung der Schuhe ist oft mühselig
und aufwendig. Auch nicht sichtbarer Schmutz in Form von Schweiß und Bakterien sind
häufig ein Anlass für eine Reinigung. Für eine oberflächliche und schnelle Reinigung
werden Schuhe häufig mit Haushaltsmitteln und anderen Reinigungsprodukten wie Lappen,
Bürsten, Feuchttücher oder Schwämmen z.B. abrasiv oder dgl. gereinigt. Textilien,
in dessen Fasern der Schmutz einzieht, oder der Innenbereich des Schuhs können meistens
nicht durch diese herkömmlichen Methoden zufriedenstellend aufbereitet werden, da
viele Bereiche nicht zugänglich sind und diese Methode nicht effektiv genug reinigt.
[0003] Für die Reinigung der Schuhe kann auch ein Waschautomat eingesetzt werden. Zu diesem
Zweck ist ein Schuhwaschbeutel unter dem Namen RE SHOE VN8R. (Osano International
Compliance Services Limited, Dublin, Irland) erhältlich, der flexible Stofftaschen
an seiner Außenseite bereitstellt, in die Reinigungschemie in Form eines Pods von
einem Nutzer hineingegeben werden und fixiert werden kann. Diese Stofftaschen eignen
sich jedoch nicht für feste Reinigungschemie, die das Reinigungsergebnis positiv beeinflusst.
Die Stofftaschen dienen lediglich als Aufbewahrungsfach für die Reinigungschemie,
unterstützen weder deren gerichtete Auflösung noch lässt deren Positionierung am Schuhwaschbeutel
auf eine gezielte Erhöhung der Waschmittelkonzentration in bestimmten Bereichen schließen.
Darüber hinaus bieten die weichen Stofftaschen keinerlei Schutzfunktion gegenüber
mechanischen Einflüssen, sodass eine Reinigungs- bzw. Waschchemie mit bestimmter Auflösungsreihenfolge
z.B. zeitversetztes Freisetzen bestimmter Inhaltstoffe durch einen Bruch ggf. komplett
ihre Wirkung verliert.
[0004] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen Schuhwaschbeutel bereitzustellen,
der eine verbesserte Waschleistung, eine gerichtete Auflösung sowie einen verbesserten
Schutz der Waschchemie bereitstellt.
[0005] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Schuhwaschbeutel mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0006] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen neben einer verbesserten Waschleistung
und einergerichteten Auflösung in einem verbesserten Schutz der Waschchemie.
[0007] Die Erfindung betrifft einen Schuhwaschbeutel, aufweisend einen Beutel zur Aufnahme
von Schuhen und ein formstabiles Waschmittelfach, wobei das formstabile Waschmittelfach
aufweist:
- ein Fach, das ausgebildet ist, ein Waschmittel in fester oder mit Folie umschlossener
flüssiger Form aufzunehmen, und
- einen Verschluss, der ausgebildet ist, das Fach zu verschließen, und
- eine Perforierung, die an dem Fach und/oder dem Verschluss ausgebildet ist.
[0008] Durch die Perforierung, die einer Vielzahl an die Perforierung bildende Löcher aufweist,
kann die Reinigungs- bzw. Waschchemie während eines Waschvorgangs in einem Waschautomaten
aus dem Fach und/oder dem Verschluss aus dem Waschmittelfach austreten. Der Beutel
ist derart ausgebildet, dass Wasser und Waschchemie in seinen Innenraum eintreten
können. Der Beutel kann formstabil oder flexibel ausgebildet sein. Durch den Verschluss
und die Perforierung wird eine gerichtete Auflösung der Waschchemie zur Verbesserung
der Reinigungsleistung erreicht. Vor allem wird durch die Schutzwirkung des Faches
aber verhindert, dass die Waschchemie gerade bei zeitversetzt wirkenden Bestandteilen
bzw. Inhaltstoffen durch äußere mechanische Einflüsse bricht und somit ihre Wirkung
verliert.
[0009] Die Waschchemie umfasst eine waschaktive Substanz und optional einen oder mehrere
Pflegestoffe wie einen rückfettenden Inhaltsstoff, einen imprägnierenden Inhaltsstoff,
einen schmutzabweisenden Inhaltsstoff und/oder ein Enzym. Die Waschchemie ist nicht
Bestandteil des erfindungsgemäßen Schuhwaschbeutels.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Waschmittelfach am Beutel angeordnet
z.B. an seiner Außenseite. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt ist das Waschmittelfach
im Beutel angeordnet. Bevorzugt ist das Waschmittelfach an einer Seite des Beutels
mittig angeordnet. Durch die feste Positionierung des Waschmittelfachs an und/oder
in dem Beutel wird verhindert, dass die Waschchemie in einem Waschprozess z.B. in
einem der Schuhe landet und somit die Abgabe der Waschchemie besonders ungleichmäßig
erfolgt oder bei loser Zugabe in die Trommel eines Waschautomaten in einer Gummidichtung
einer Waschmaschinentür klemmt. Durch die Positionierung des Waschmittelfachs am und/oder
im Beutel wird weiterhin eine gerichtete Auflösung der Waschchemie zur Verbesserung
der Reinigungsleistung erreicht.
[0011] Bevorzugt bildet der Deckel einen Teil der Außenseite des Beutels, ist die Perforierung
an dem Fach ausgebildet, und ist das Fach im Innern des Beutels angeordnet. Dadurch
wird während eines Waschvorgangs in einem Waschautomaten die Waschchemie im Beutel
freigesetzt. Zudem ist das Fach nicht mechanischen Einflüssen der Trommel des Waschautomaten
ausgesetzt, aber leicht für einen Nutzer zugänglich.
[0012] Bevorzugt ist die Perforierung umlaufend an dem Fach bereitgestellt. Dadurch wird
die gerichtete Auflösung der Waschchemie weiterhin unterstützt.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Verschluss als ein Deckel ausgebildet,
der ausgebildet ist, mit dem Fach zu verrasten. Dadurch ist ein Beladen des Fachs
mit der Waschchemie einfach. Eine Rastverbindung zwischen dem Fach und dem Verschluss
ist eine effektive und billige Lösung, um eine wirksame Verbindung zwischen beiden
Bauteilen zu erzeugen.
[0014] Bevorzugt ist der Deckel integral mit dem Fach ausgebildet und mit ihm klappbar verbunden.
Dadurch wird sichergestellt, dass er einem Nutzer nicht verloren gehen kann. Das Waschmittelfach
ist bevorzugt mit dem Beutel fest verbunden. Es kann auch mit ihm integral ausgebildet
sein, insbesondere wenn der Beutel formstabil ausgebildet ist.
[0015] Das Wachmittelfach ist bevorzugt ausgebildet, ein Waschmittel in Form eines Waschmittel-Tabs,
-Caps und/oder -Pods aufzunehmen. Es weist entsprechende Abmessungen auf.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt schematisch und nicht maßstabsgerecht
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schuhbeutels.
[0017] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schuhbeutels. Der
Schuhwaschbeutel aufweist einen Beutel 4 zur Aufnahme von Schuhen 6, die nicht Teil
des Schuhbeutels sind, und ein formstabiles Waschmittelfach auf. Das formstabile Waschmittelfach
weist ein Fach 1 auf, das ausgebildet ist, ein Waschmittel 5 in fester oder mit Folie
umschlossener flüssiger Form aufzunehmen. Ferner weist das Fach 1 eine Perforierung
3 auf, die umlaufend an dem Fach 1 bereitgestellt ist. Das Waschmittelfach weist ferner
einen Verschluss 2 auf, der ausgebildet ist, das Fach 1 zu verschließen. Der Verschluss
2 bildet einen Teil der Außenseite des Beutels 4 aus, und das Fach 1 ist im Innern
des Beutels 4 angeordnet. Es ist eigentlich in dieser Ansicht nicht sichtbar und daher
gestrichelt gezeigt. Der Verschluss 2 als ein Deckel ausgebildet ist, der ausgebildet
ist, mit dem Fach 1 zu verrasten. Er ist klappbar, wie durch den Doppelpfeil angedeutet.
Das Waschmittelfach ist mit dem Beutel 4 fest verbunden.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 1
- Waschmittelfach
- 2
- Verschluss
- 3
- Perforierung
- 4
- Beutel
- 5
- Waschmittel
- 6
- Schuh
1. Schuhwaschbeutel, aufweisend einen Beutel (4) zur Aufnahme von Schuhen (6) und ein
formstabiles Waschmittelfach, wobei das formstabile Waschmittelfach aufweist:
- ein Fach (1), das ausgebildet ist, ein Waschmittel (5) in fester oder mit Folie
umschlossener flüssiger Form aufzunehmen, und
- einen Verschluss (2), der ausgebildet ist, das Fach (1) zu verschließen,
- eine Perforierung (3), die an dem Fach (1) und/oder dem Verschluss (2) ausgebildet
ist.
2. Schuhwaschbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschmittelfach am und/oder im Beutel (4) angeordnet ist.
3. Schuhwaschbeutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (2) einen Teil einer Außenseite des Beutels (4) ausbildet, die Perforierung
(3) an dem Fach (1) ausgebildet ist und das Fach (1) im Innern des Beutels (4) angeordnet
ist.
4. Schuhwaschbeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforierung (3) umlaufend an dem Fach (1) bereitgestellt ist.
5. Schuhwaschbeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Waschmittelfach und der Beutel (4) fest verbunden oder integral ausgebildet sind.
6. Schuhwaschbeutel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (2) als ein Deckel ausgebildet ist, der ausgebildet ist, mit dem Fach
(1) zu verrasten.