[0001] Die Erfindung betrifft eine Sockelabdichtung für Fenster nach den Merkmalen im Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem
DE 20 2022 105 704 U1 ist eine Sockelabdichtung für insbesondere bodentiefe Fenster bekannt, die in Art
einer Raumecke ausgestaltet ist, also drei jeweilig rechtwinklig zueinander ausgerichtete
Flächenelemente als Abschnitte eines einteiligen, nahtlosen Bauteils aufweist. Ein
erster Flächenabschnitt wird als Bodenfläche bezeichnet und ist dazu bestimmt, in
einer Einbausituation auf eine Grundplatte eines Gebäudes aufgesetzt zu werden, z.
B. auf eine Keller- oder Geschossdecke. Ein zweiter Flächenabschnitt wird als Laibungsfläche
bezeichnet, weil er dazu bestimmt ist, an die Fensterlaibung angelegt zu werden. Ein
dritter Flächenabschnitt wird als Wandfläche bezeichnet, weil er dazu bestimmt ist,
in der Ebene der Außenwand des Gebäudes ausgerichtet zu werden, so dass beispielsweise
ein später im Zusammenhang mit dem Fenstereinbau montierter Fenstersockel dieser Wandfläche
der Sockelabdichtung angelegt werden kann.
[0003] Bekanntermaßen kann die Abdichtung gegen von außen eindringende Feuchtigkeit dadurch
erfolgen, dass pastöse Dichtmittel oder elastische Profildichtungen an den inneren,
zum Fenster hinweisenden Flächenabschnitten angeordnet werden, so dass hier eine Abdichtung
zum Fensterrahmen und / oder zum Fenstersockel erzielt werden kann. Die Lehre des
DE 20 2022 105 704 U1 betrifft eine liegend, insbesondere horizontal verlaufende Dichtung an der Wandfläche
der Sockelabdichtung, die dem unteren, horizontalen Abschnitt des Fensterrahmens oder
unterhalb dessen dem Fenstersockel anliegt, also jeweils einer vom Gebäude nach außen
weisenden Frontfläche des Fensterrahmens beziehungsweise Fenstersockels. Weiterhin
ist dort eine aufrecht, insbesondere vertikal verlaufende Dichtung beschrieben, die
an der Laibungsfläche verläuft und dem unteren, horizontalen Abschnitt des Fensterrahmens
oder unterhalb des Fensters dem Fenstersockel an deren jeweiliger Seitenfläche anliegt,
die 90 ° zur Frontfläche verläuft.
[0004] Nahe im Kontext der Erfindung bedeutet, dass die Dichtung, der Laibungsfläche anliegt,
an die Laibungsfläche angrenzt oder in geringem Abstand zu Laibungsfläche verläuft,
insbesondere mit einem Parallelabstand von maximal 15 bis 50 mm, bevorzugt 10 bis
15 mm, besonders bevorzugt weniger als 10 mm oder weniger als 5 mm.
[0005] Im Kontext der vorliegenden Erfindung betrifft der Begriff Fenster eine Baugruppe,
welche eine (Glas-)Scheibe, einen Fensterrahmen und einen Fenstersockel aufweist.
Der Fensterrahmen umfasst die Scheibe und lagert auf dem Fenstersockel. Ein etwaiger
Blendrahmen eines öffnenbaren Fensters ist vorliegend mitumfasst von dem Begriff Fensterrahmen.
Ein etwaiges Aufstandsprofil ist vorliegend von dem Begriff Fenstersockel mitumfasst.
Fensterrahmen und Fenstersockel können fließend, das heißt nicht unmittelbar erkennbar,
ineinander übergehen. Regelmäßig bildet ein unterer, horizontaler Abschnitt des Fensterrahmens
den Fenstersockel.
[0006] Sofern weiterhin im Kontext der vorliegenden Erfindung Begriffe verwendet werden
wie nach Innen oder nach Außen, wird dabei Bezug genommen auf die Ausrichtung der
Sockelabdichtung in einer Einbausituation, in welcher nach Innen dem Gebäudeinneren
zugewandt ist und nach Außen im Wesentlichen der äußeren Gebäudeumgebung zugewandt
ist bzw. weiteren Baugruppen des Gebäudes zugewandt ist.
[0007] In der Praxis können Maßabweichungen beim Mauern der Gebäudewand und insbesondere
bei der Erstellung der Fensteröffnung, auch als Fensternische bezeichnet, immer wieder
auftreten, so dass die tatsächliche Breite der Fensteröffnung häufig von einer im
Bauplan vorgesehenen theoretischen Breite abweicht. Wenn vorgesehen ist, dass die
Sockelabdichtung an die Fensterlaibung anschließt, kann sich zwischen zwei gegenüberliegenden
Sockelabdichtungen an den beiden unteren Ecken der Fensteröffnung dementsprechend
ein tatsächliches Abstandsmaß ergeben, welches von einem im Bauplan vorgesehenen theoretischen
Abstandsmaß abweicht. Da das Fenster nicht nach den tatsächlichen Abmessungen der
Fensteröffnung angefertigt wird, sondern vielmehr nach Plan, können sich seitlich
von dem Fenster bis zur Laibung Spalten ergeben, deren Maß nicht vorherbestimmbar
ist, und wobei diese jeweilige Spaltbreite von Fenster zu Fenster unterschiedlich
sein kann.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Fensteranschluss
innerhalb einer Fensternische eines Gebäudes vorzuschlagen, so dass eine besonders
sichere Abdichtung gewährleistet werden kann. Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine wirtschaftlich vorteilhafte Lösung anzubieten.
[0009] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Sockelabdichtung nach den Merkmalen des Anspruchs
1. Merkmale der Erfindung werden nachfolgend erörtert, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung unter anderem in den Unteransprüchen beschrieben werden. Diese Gestaltungsmerkmale
können im Zusammenhang mit der Erfindung verwirklicht werden oder auch unabhängig
von der Erfindung eigenständig erfinderisch sein, und sie können entweder einzeln
und unabhängig voneinander oder auch in einer beliebigen Kombination verwirklicht
werden, einschließlich der Verwirklichung sämtlicher genannter Merkmale, sofern eine
Kombination nicht ausdrücklich oder technisch zwingend ausgeschlossen ist.
[0010] Vorgeschlagen wird eine Sockelabdichtung mit einer Bodenfläche, einer Laibungsfläche
und einer Wandfläche, welche eine Innenseite umfassen, und mit einer liegend verlaufenden
Dichtung an der Wandfläche sowie mit einer aufrecht verlaufenden Dichtung nahe von
der Laibungsfläche, insbesondere mit einem maximalen Abstand von 15 bis 50 mm, bevorzugt
10 bis 15 mm, besonders bevorzugt weniger als 10 mm oder weniger als 5 mm, wobei die
beiden Dichtungen eine erste Dichtungszone schaffen,
und wobei an der Außenseite der Bodenfläche und / oder der Laibungsfläche eine im
Wesentlichen flächige Außendichtung angeordnet ist, welche eine zweite Dichtungszone
schafft.
[0011] Mit anderen Worten betrifft die vorgestellte Erfindung gemäß einem ersten Aspekt
eine Sockelabdichtung, wobei die Abdichtung mehrere Dichtungszonen umfasst. Eine erste
Dichtungszone wird durch die beiden Dichtungen geschaffen, nämlich durch die liegend
verlaufende Dichtung und die aufrecht verlaufende Dichtung. Die erste Dichtungszone
dient der Abdichtung eines Fensters gegenüber der Sockelabdichtung. Unabhängig von
der Ausgestaltung der Dichtungen ist eine zweite Dichtungszone mit einer Außendichtung
erfindungswesentlich. Die zweite Dichtungszone dient dazu, die Sockelabdichtung gegenüber
dem Gebäude abzudichten, so dass beispielsweise das Aufsteigen von Feuchtigkeit an
der Sockelabdichtung vorbei verhindert werden kann. Überraschenderweise hat sich gezeigt,
dass durch die erste und zweite Dichtungszone die aus der Praxis bekanntermaßen problematischen
Feuchtigkeitseintrittswege durch das Zusammenspiel aus erster und zweiter Dichtungszone
vorschlagsgemäß sehr wirksam abgedichtet werden.
[0012] Sofern im Kontext der vorliegenden Erfindung die beiden Dichtungen beschrieben werden,
ist einerseits eine Dichtung aus zwei separaten Dichtungsabschnitten umfasst, und
andererseits ebenso eine einzige, gemeinsame Dichtung mit zwei Abschnitten.
[0013] Erfindungsgemäß ist die Außendichtung an der Außenflächen der Bodenfläche oder der
Laibungsfläche angeordnet, das heißt an der Seite der Bodenfläche, welche der Grundfläche
zugewandt ist beziehungsweise an der Seite der Laibungsfläche, welche dem Mauerwerk
des Gebäudes zugewandt ausgerichtet ist. Besonders bevorzugt ist, dass sowohl die
Bodenfläche als auch die Laibungsfläche eine Außendichtung aufweist. Die Außendichtung
ist im Wesentlichen flächig ausgestaltet, so dass jeweils mehr als 50 % der Außenfläche
der Bodenfläche bzw. der Laibungsfläche einer Außendichtung anliegt, bevorzugt mehr
als 80 %. Besonders bevorzugt ist eine vollflächig anliegende Außendichtung, so dass
90 bis 100 % der Außenfläche jeweils einer Außendichtung anliegt.
[0014] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Außendichtung eine Dichtungsmasse
aufweist.
[0015] Für eine bevorzugte Ausgestaltung kann die Außendichtung eine Dichtungsmasse aufweisen,
insbesondere eine pastöse Dichtungsmasse, wie beispielsweise eine bitumenhaltige Beschichtung
oder dergleichen. Besonders bevorzugt können weitgehend bitumenfreie Massen vorgesehen
sein, wie beispielsweise mineralische Dichtungsschlämme, flexible, polymermodifizierte
(Dick)Beschichtung oder Ähnliche. Die Dichtungsmassen können auf einfache Weise mittels
Rakel, Pinsel, Rolle oder Ähnlichem auf die Flächen aufgetragen werden.
[0016] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Außendichtung einen gummielastischen
Werkstoff aufweist.
[0017] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Außendichtung in Art einer flächigen Dichtung
auf die Außenfläche aufgebracht wird, beispielsweise in Art einer oder mehrerer Dichtungsfolien,
Dichtungsbänder oder dergleichen. Diese Flächendichtungen können vorteilhaft einen
gummielastischen Werkstoff aufweisen. Vorteilhaft können die Flächendichtungen zumindest
einseitig selbstklebend ausgestaltet sein, um die Montage zu vereinfachen. Unabhängig
zu der Ausgestaltung der Außendichtung, kann eine formschlüssige Verbindung der Sockelabdichtung
mit dem Mauerwerk beziehungsweise mit der Grundplatte, beispielsweise eine Verschraubung,
zusätzlich zu dem Eigengewicht eines Fensters den Anpressdruck der Außendichtung erhöhen
und damit einhergehend eine entsprechende Dichtungswirkung.
[0018] Für eine Fensteranordnung, die nachfolgend weiter erläutert wird, kann vorgesehen
sein, dass die Außendichtung vor dem Setzen der Sockelabdichtung auf die etwaigen
Flächen aufgebracht wird. Alternativ oder zusätzlich kann eine Außendichtung auf das
Mauerwerk beziehungsweise auf die Grundplatte aufgebracht werden.
[0019] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass an der Innenseite der Bodenfläche,
der Laibungsfläche und / oder der Wandfläche eine Innendichtung angeordnet ist, welche
eine dritte Dichtungszone schafft.
[0020] Der Anschluss eines Fensters im Bodenbereich ist aus der Praxis hinsichtlich der
Abdichtung als ein höchst problematischer Anschluss bekannt. Insbesondere für in einer
Gebrauchsanordnung bzw. in Einbausituation besonders exponierte Fensteranschlüsse
kann in einer Weiterentwicklung eine dritte Dichtungszone vorgesehen sein.
[0021] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die beiden Dichtungen der ersten
Dichtungszone in der Art ausgestaltet sind, dass sie in derselben Ebene abdichten,
wobei diese Ebene parallel zur Wandfläche der Sockelabdichtung verläuft.
[0022] Unabhängig davon, wie die beiden Dichtungen der ersten Dichtungszone ausgestaltet
sind, kann eine zweite Dichtungszone vorgesehen sein, für den Fall, dass Feuchtigkeit
die der Feuchtigkeit zunächst ausgesetzte erste Dichtungszone in Form der erwähnten
liegenden beziehungsweise aufrechten Dichtung passieren kann. Diese dritte Dichtungszone
kann an der Innenseite angeordnet sein, das heißt an den in einer Gebrauchsanordnung
dem Fensterrahmen beziehungsweise dem Fenstersockel zugewandten Seiten der Bodenfläche,
der Labungsfläche und / oder der Wandfläche. Bevorzugt ist die Innendichtung innenseitig
an der Bodenfläche und der Laibungsfläche angeordnet, in Verbindung mit Dichtungen
der ersten Dichtungszone, welche in der Art ausgestaltet sind, dass sie in derselben
Ebene abdichten, wobei diese Ebene parallel zur Wandfläche der Sockelabdichtung verläuft,
was nachfolgend detaillierter erläutert wird.
[0023] Die dritte Dichtungszone kann vorteilhaft eine pastöse Dichtungsmasse aufweisen,
wie zuvor beschrieben für die zweite Dichtungszone, die insbesondere als Klebe- und
Dichtmasse wirksam ist. Diese pastöse Dichtungsmasse kann bevorzugt auf die Innenseiten
aufgetragen werden, z.B. in Form einer (unterbrechungsfrei) durchlaufenden Raupe,
so dass die Sockelabdichtung mit dem Fensterrahmen und / oder dem Fenstersockel verklebt
bzw. zusätzlich abgedichtet wird. Die unterbrechungsfreie Raupe stellt einerseits
die gewünschte Dichtwirkung sicher, und die Verklebung der Sockelabdichtung mit dem
Fensterrahmen beziehungsweise dem Fenstersockel fixiert die miteinander verklebten
Bauteile in ihrer Ausrichtung zueinander, so dass dadurch auch die Wirksamkeit der
ersten Dichtungszone verbessert und über lange Zeit beibehalten wird. Alternativ oder
zusätzlich kann die Dichtung der zweiten Dichtungszone ein Dichtungsprofil oder Flachdichtung
aufweisen.
[0024] Wie zuvor angedeutet, kann in einer Weiterentwicklung die Abdichtung der ersten Dichtungszone,
und zwar sowohl der Wand- als auch der Laibungsfläche der Sockelabdichtung, auf der
Frontfläche des Fensterrahmens und / oder des Fenstersockels erfolgen. Dabei wird
von der Überlegung ausgegangen, dass die Frontfläche sowohl des Fensterrahmens als
auch die Frontfläche des darunter angeordneten Fenstersockels bündig in einer gemeinsamen
Ebene verlaufen, so dass die beiden liegend und aufrecht verlaufenden Dichtungen problemlos
diesen beiden Frontflächen anliegen können, insbesondere auch dann, wenn sich die
aufrecht verlaufende Dichtung vom Fenstersockel nach oben bis auf den Fensterrahmen
erstreckt. Besonders vorteilhaft sind die liegend verlaufende Dichtung und die aufrecht
verlaufende Dichtung Abschnitte einer gemeinsamen, einzigen Dichtung.
[0025] Diese Ausgestaltung der Sockelabdichtung ist als erste Dichtungszone besonders vorteilhaft
in Verbindung mit der zweiten Dichtungszone. Die Frontfläche des Fensterrahmens und
des Fenstersockels verlaufen im Allgemeinen in einer definierten Ebene, während die
rechtwinklig dazu verlaufenden Seitenflächen des Fensterrahmens und des Fenstersockels
in unterschiedlichen Abständen zur Fensterlaibung verlaufen können, sodass die erste
Dichtungszone bereits besonders dichtungswirksam ist. In Verbindung mit der zweiten
Dichtungszone, welche das Eindringen von Feuchtigkeit in den Raum zwischen Mauerwerk,
insbesondere Hintermauerung, und Sockelabdichtung verhindert, wird insgesamt eine
besonders wirksam Feuchtigkeitsbarriere vorgeschlagen, mit welcher ein in der Praxis
seit langer Zeit bestehendes Problem gelöst werden kann.
[0026] Durch eine entsprechende Ausgestaltung einer Dichtung, die dazu bestimmt ist, dem
Fensterrahmen beziehungsweise dem Fenstersockel seitlich anzuliegen, können bestimmte
Toleranzen hinsichtlich der jeweiligen Spaltbreite überbrückt werden. Die Ausgestaltung
einer solchen Dichtung ist jedoch technisch kompliziert und / oder wirtschaftlich
nachteilig teuer, und im Falle besonders großer maßlicher Abweichungen kann auch die
Dichtfunktion der betreffenden Dichtung eingeschränkt sein, so dass die gewünschte
Abdichtungswirkung nicht zuverlässig gewährleistet werden kann. Durch die Erfindungsgemäße
Abdichtung auf der Frontfläche werden derartige Probleme vermieden, denn die Spaltbreite,
die sich seitlich zwischen dem Fenster beziehungsweise Fenstersockel und der Laibung
der Fensteröffnung ergibt, wirkt sich auf die Dichtung nicht aus.
[0027] Es kann empfehlenswert sein, für eine Dichtung der ersten Dichtungszone Dichtungsprofile
zu verwenden, beispielsweise in Art von Strangpressprofilen. In einer Ausgestaltung
kann vorgesehen sein, dass die aufrecht verlaufende Dichtung an der Vorderkante der
Laibungs- und / oder der Wandfläche der Sockelabdichtung angeordnet ist. Wenn die
Dichtung als Elastomerdichtung mit einem bestimmten Dichtungsprofilquerschnitt ausgestaltet
ist, kann dieser Querschnitt besonders vorteilhaft einerseits eine Nut aufweisen,
mit welcher die Dichtung auf die Vorderkante der Laibungsfläche aufgesteckt werden
kann, und andererseits eine Dichtlippe aufweisen, die sich bis vor die Frontfläche
des Fensterrahmens erstreckt und dieser Frontfläche abdichtend anliegt.
[0028] In einer anderen Ausgestaltung jedoch ist die Wandfläche der Sockelabdichtung L-förmig
ausgestaltet, mit einem schmalen, aufrecht verlaufenden Bereich, der an die Laibungsfläche
der Sockelabdichtung anschließt, beispielsweise an die Vorderkante der Laibungsfläche.
[0029] Für eine Weiterentwicklung kann vorgesehen sein, dass die beiden Dichtungen der ersten
Dichtungszone jeweils als Flachdichtung ausgestaltet sind, die teils an einer Fläche
der Sockelabdichtung anliegt und teils frei über die Sockelabdichtung hinausragt.
[0030] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die beiden Dichtungen der ersten
Dichtungszone gemeinsam als Abschnitte einer einzigen Flachdichtung ausgestaltet sind.
[0031] Eine besonders erfinderische Weiterentwicklung betrifft die Ausgestaltung der Dichtung
der ersten Dichtungszone in Art einer Flachdichtung, besonders bevorzugt in Art einer
die beiden Dichtungen gemeinsam als Abschnitte einer einzigen Dichtung umfassenden
Flachdichtung.
[0032] In überraschenderweise hat sich gezeigt, dass eine Flachdichtung, das heißt ein zweidimensionaler
Zuschnitt aus einem geeigneten flächigen Dichtungsmaterial, dazu geeignet ist, einen
dichten Anschluss der Sockelabdichtung an die Frontfläche des Fensterrahmens und /
oder des Fenstersockels zu vereinfachen. Eine derartige Flachdichtung ist als handelsübliches
Halbzeug und somit erheblich wirtschaftlicher erhältlich als eine Profildichtung,
insbesondere falls ein geeignetes Dichtungsprofil nicht bereits als Handelsware verfügbar
sein sollte, sondern mittels eines eigens zu schaffenden Werkzeugs als Profilstrang
mit der gewünschten Profilgeometrie hergestellt werden müsste.
[0033] Die Weiterentwicklung einer Flachdichtung geht dabei von der Überlegung aus, dass
einerseits die Wandfläche der Sockelabdichtung im Wesentlichen parallel zu der Ebene
verläuft, in der die Frontfläche des Fensterrahmens und / oder des Fenstersockels
liegt, so dass eine zweidimensionale Flachdichtung einfach in der Art angebracht werden
kann, dass sie teils an der Wandfläche der Sockelabdichtung und teils an der jeweiligen
Frontfläche anliegt, also die Trennstelle zwischen der Wandfläche und der jeweiligen
Frontfläche überbrückt. Bei dieser Montage der Flachdichtung behält diese ihre zweidimensionale,
plane Gestalt bei. Die dichte Anlage der Flachdichtung an diesen genannten Flächen
kann auf einfache Weise dadurch erreicht werden, dass die Flachdichtung an die genannten
Flächen geklebt wird.
[0034] Die Weiterentwicklung geht dabei weiterhin von der Überlegung aus, dass andererseits
die Laibungsfläche der Sockelabdichtung rechtwinklig zu der Ebene verläuft, in der
die Frontfläche des Fensterrahmens und / oder des Fenstersockels liegt. Die als zweidimensionales,
planes Flächenelement bereitgestellte Flachdichtung kann daher auf einfache Weise
auch so montiert werden, dass sie teils an der Laibungsfläche der Sockelabdichtung
und teils an der jeweiligen Frontfläche anliegt, indem sie aus ihrer zweidimensionalen,
planen Gestalt zu einem 90° Winkelelement umgebogen wird, was auf einfache Weise möglich
ist. Auch in diesem Fall kann die dichte Anlage der Flachdichtung an den genannten
Laibungs- und Frontflächen auf einfache Weise dadurch erreicht werden, dass die Flachdichtung
an die genannten Flächen geklebt wird.
[0035] Beispielsweise kann ein wirtschaftlich erhältliches, als Rollenware bereitgestelltes
flaches Dichtungsmaterial verwendet werden, welches auf die Wandfläche der Sockelabdichtung
und auf die jeweilige Frontfläche des Fensterrahmens und / oder des Fenstersockels
geklebt wird.
[0036] In einer Ausgestaltung ist der Klebstoff in Form einzelner Kleberaupen auf die Flachdichtung
und / oder auf die jeweilige Frontfläche aufgetragen, bevor die Flachdichtung an die
Frontfläche angedrückt wird. Beispielsweise erfolgt der Klebstoffauftrag in Form zweier
oder mehrerer paralleler Kleberaupen, um auf diese Weise mehrere Feuchtigkeitsbarrieren
zu schaffen und so eine zuverlässige Dichtwirkung zu gewährleisten.
[0037] In einer Ausgestaltung ist der Klebstoff gleichmäßig und im Wesentlichen vollflächig
auf die Flachdichtung aufgetragen, z. B. als Sprühkleber. Dadurch, dass der Klebstoff
nicht zunächst auf die Frontfläche des Fensterrahmens und / oder des Fenstersockels
aufgetragen wird, wird dort ein unerwünschter Klebstoffüberschuss vermieden. Zudem
wird dadurch, dass der Klebstoff im Wesentlichen vollflächig auf die Flachdichtung
aufgetragen ist, eine zuverlässige Dichtwirkung unterstützt, da selbst bei kleineren
Flächen, in denen die Verklebung eventuell nicht wirksam sein sollte, eine rings um
diese Fläche herum wirksame Verklebung die gewünschte Abdichtung bewirkt.
[0038] Zwei winklig zueinander verlaufende Dichtungs-Abschnitte auf den erwähnten Frontflächen
des Fensterrahmens und des Fenstersockels können durch zwei separate, entsprechend
winklig angeordnete Flachdichtungen geschaffen werden. So werden Flachdichtungs-Halbzeuge,
z. B. in Form einer auf Rolle angelieferten Dichtungsbahn oder einer planen, zweidimensionalen
Dichtungsplatte, möglichst gut ausgenutzt und durch Verschnitt hervorgerufene Verluste
werden verringert. Alternativ dazu kann ein entsprechend gestalteter Zuschnitt, beispielsweise
ein L-förmiges Stück, aus dem Flachdichtungs-Halbzeug geschnitten werden, um eine
fugenlose Dichtung zu schaffen und die gewünschte Dichtwirkung besonders zuverlässig
zu gewährleisten.
[0039] Abgesehen davon, dass der Klebstoff gleichmäßig und vollflächig auf die Flachdichtung
aufgetragen ist, wird eine besonders einfache Handhabung der Sockelabdichtung auf
der Baustelle unterstützt, wenn in einer Ausgestaltung die Flachdichtung selbstklebend
ausgestaltet ist. Von dem Abschnitt der Flachdichtung, der über die eine Fläche oder
über die mehreren Flächen der Sockelabdichtung übersteht, muss folglich an der Baustelle
lediglich eine Schutzfolie abgezogen werden, anschließend kann dieser überstehende
Abschnitt der Flachdichtung einfach an die jeweilige Frontfläche des Fensterrahmens
und / oder des Fenstersockels angedrückt und somit dichtungswirksam an diese geklebt
werden.
[0040] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Dichtungen wenigstens 20 mm
über die Sockelabdichtung hinausragen
Um eine zuverlässige Abdichtung sicherzustellen, kann die Flachdichtung vorteilhaft
einen freien Überstand von wenigstens 20 mm oder 25 mm, insbesondere von 30 bis 80
mm aufweisen, mit welchem sie über diejenigen Flächen der Sockelabdichtung hinausragt,
denen sie anliegt, um mit diesem Überstand eine entsprechend großflächige Verklebung
mit der jeweiligen Frontfläche zu ermöglichen.
[0041] Insbesondere wenn am Fensterrahmen keine Profilschiene montiert ist, die als Rollladenführung
dient, kann die erfindungsgemäße Flachdichtung problemlos verwendet werden, da dann
gewährleistet ist, dass eine ausreichend große Fläche am Fensterrahmen bereitsteht,
um die Flachdichtung daran anzulegen und mit dem Fensterrahmen dicht zu verkleben.
[0042] Insbesondere für die Dichtungen der ersten und dritten Dichtungszonen können die
aus der Praxis bekannten elastomeren Werkstoffe verwendet werden. Besonders bevorzugt
können die Dichtungen Kautschuke aufweisen, besonders bevorzugt einen Ethylen-Propylen-Dien-(Monomer)-Kautschuk
(EPDM).
[0043] Für die drei Flächenelemente der Sockelabdichtung ist grundsätzlich vorgesehen, dass
diese jeweilig rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind. In einer Weiterentwicklung
kann die Wandfläche schräg nach innen ausgerichtet sein, so dass in Höhe der Kante
der Wandfläche ein Öffnungswinkel zwischen Wandfläche und Laibungsfläche kleiner als
90 ° verwirklicht ist, insbesondere zwischen 80 und 90 °, besonders bevorzugt zwischen
85 und 90 °. Auf diese Weise kann eine die Dichtwirkung unterstützende Vorspannung
erzielt werden, mit welcher die Dichtungen, beziehungsweise die Abschnitte einer Dichtung,
an die Frontfläche gedrückt werden, wenn der Fensterahmen beziehungsweise der Fenstersockel
in die Sockelabdichtung eingesetzt ist und gegen die Wandfläche gedrückt wird.
[0044] Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die vorgestellte Erfindung eine Fensteranordnung
mit einem Fensterrahmen und einem darunter angeordneten Fenstersockel ausbildend ein
Fenster, und mit einer Sockelabdichtung, mit einer Anzahl der zuvor beschriebenen
Merkmale, wobei das Fenster in einer Fensternische eines Gebäudes angeordnet ist und
die Außendichtung einer die Fensternische schaffenden Hintermauerung und / oder einer
Grundplatte des Gebäudes anliegt.
[0045] Eine Anzahl im Sinne der Erfindung kann eine Ein- oder Mehrzahl eines jeweiligen
Merkmals betreffen.
[0046] Die vorschlagsgemäße Fensteranordnung umfasst erstens einen Fensterrahmen und einen
darunter angeordneten Fenstersockel, schaffend ein Fenster, zweitens weist diese eine
Sockelabdichtung auf, wobei die Sockelabdichtung eines oder mehrere der zuvor beschriebenen
Merkmale aufweisen kann, wobei drittens das Fenster in einer durch eine Hintermauerung
geschaffenen Fensternische eines Gebäudes angeordnet ist. Für die Fensteranordnung
wesentlich ist, dass die Außendichtung einer Hintermauerung und / oder einer Grundplatte
des Gebäudes im Wesentlichen anliegt.
[0047] Für eine besonders bevorzugte Weiterentwicklung der Fensteranordnung kann vorgesehen
sein, dass die beiden Dichtungen der ersten Dichtungszone einer Frontfläche des Fensterrahmens
und / oder des Fenstersockels anliegen.
[0048] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass am Fensterrahmen eine Rollladenführung
angeordnet ist, wobei die Rollladenführung am Fensterrahmen zur Fensterscheibe hin,
in derart versetzt angeordnet ist, dass der Anteil der Frontfläche des Fensterrahmens,
der sich einseitig von der Rollladenführung befindet, breiter ist als der Anteil,
der sich auf der anderen Seite der Rollladenführung befindet.
[0049] Fernerhin kann für eine Weiterentwicklung vorgesehen sein, dass am Fensterrahmen
eine Rollladenführung angeordnet ist, und dass die Rollladenführung auf Höhe der Sockelabdichtung
eine Aussparung aufweist, die an die Frontfläche des Fensterrahmens angrenzt, und
dass sich die aufrecht verlaufende Dichtung der Sockelabdichtung in die Aussparung
der Rollladenführung erstreckt.
[0050] Wenn das Fenster mit einem Rollladen versehen werden soll, sind auf der Frontfläche
des Fensterrahmens sogenannte Rollladenführungen gegenüberliegend angeordnet, nämlich
aufrecht verlaufende Führungsschienen, in denen die jeweilige Kante des Rollladenpanzers
in einer Nut der jeweiligen Rollladenführung läuft. In einer Ausgestaltung der Erfindungsgemäßen
Fensteranordnung sind die Rollladenführungen näher an die Fensterscheibe heran auf
dem Fensterrahmen angeordnet, so dass dementsprechend ein Rollladenpanzer mit geringerer
Breite verwendet wird. Seitlich außerhalb der beiden Rollladenführungen wird hierdurch
ausreichend Platz auf dem Fensterrahmen geschaffen, um sicherzustellen, dass die aufrecht
verlaufende Dichtung der Sockelabdichtung dem Fensterrahmen dichtungswirksam anliegen
kann.
[0051] Für den Fall, dass aufgrund der Maßabweichungen die Fensteröffnung schmaler als geplant
ausgeführt ist und die Spaltbreite zwischen dem Fensterrahmen und der Fensterlaibung
dementsprechend gering ist, kann die Anordnung einer aufrecht verlaufenden Dichtung
der ersten Dichtungszone insbesondere auf der Frontseite des Fensterrahmens möglicherweise
problematisch sein, wenn nämlich der verfügbare Platz seitlich außerhalb der beiden
Rollladenführungen dafür nicht ausreicht, selbst bei einer zur Fensterscheibe hin
versetzten Anordnung der Rollladenführungen. Um zu vermeiden, dass im Falle einer
Elastomerdichtung das Dichtungsprofil, die Flachdichtung oder dergleichen aufgrund
der beengten Platzverhältnisse unzulässig verformt wird, was die Wirksamkeit der Dichtung
beeinträchtigen könnte, kann in besonders erfinderischer Weise eine Aussparung in
der Rollladenführung vorgesehen sein. Diese Aussparung kann auf den unteren Bereich
der Rollladenführung beschränkt sein, nämlich auf den Bereich, in welcher Höhe die
aufrecht verlaufende Dichtung der ersten Dichtungszone der Sockelabdichtung vorgesehen
ist. Die Aussparung ist in dem Profilquerschnitt der Rollladenführung dort vorgesehen,
wo die Rollladenführung dem Fensterrahmen anliegt, und zwar an der nach außen, also
zur Fensterlaibung hin und von der Nut der Rollladenführung wegweisenden Außenseite
der Rollladenführung. Durch diese Aussparung schließt die seitlich äußere Fläche der
Rollladenführung nicht unmittelbar an den Fensterrahmen an, sondern dort wird ein
Spalt geschaffen, in den die aufrecht verlaufende Dichtung der Sockelabdichtung eintauchen
kann, so dass sie in der vorgesehenen Weise und damit dichtungswirksam dem Fensterrahmen
anliegen kann.
[0052] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die beiden Dichtungen der ersten
Dichtungszone einerseits mit der Sockelabdichtung und andererseits mit der jeweiligen
Frontfläche verklebt sind, und dass die Außendichtung einerseits mit der Bodenfläche
und / oder Laibungsfläche und andererseits mit der Grundplatte und / oder mit der
Hintermauerung verklebt sind.
[0053] Somit kann die Dichtung der ersten Dichtungszone einerseits mit der Sockelabdichtung
und andererseits mit der jeweiligen Frontfläche verklebt sein. Weiterhin kann die
Außendichtung einerseits mit der Bodenfläche und / oder Laibungsfläche und andererseits
mit der Grundplatte und / oder mit dem Mauerwerk verklebt sein. Besonders bevorzugt
zur Ausgestaltung der geklebten Dichtungen kann eine pastöse Dichtmasse bereitgestellt
werden, wie zuvor beschrieben. Dies gewährleistet eine zuverlässige Abdichtung.
[0054] In einer Ausgestaltung ist die Sockelabdichtung mit dem Fensterrahmen, dem Fenstersockel,
der Hintermauerung und / oder der Grundplatte verschraubt. Unabhängig davon, ob die
Bauteile miteinander verklebt werden, kann auch durch die Verschraubung sichergestellt
werden, dass die Bauteile ihre gewünschte Ausrichtung zueinander beibehalten, um beispielsweise
die Wirksamkeit eines Elastomer-Dichtungsprofils, einer Flachdichtung oder einer Dichtungsmasse
sicherzustellen und beizubehalten. Zudem kann die Verschraubung alternativ oder zusätzlich
zur Anwendung einer pastösen Dichtungsmasse oder einer pastösen Klebe- und Dichtmasse
vorgesehen sein und dazu dienen, die Bauteile, die gegeneinander abgedichtet und /
oder miteinander verklebt werden sollen, in ihrer gewünschten Ausrichtung zueinander
fixieren, beispielsweise bis der verwendete Klebstoff die erforderliche Festigkeit
der Verklebung erreicht hat.
[0055] Die Verwendung der vorgestellten Sockelabdichtung ist besonders vorteilhaft für im
Rahmen eines Montageverfahrens zur Herstellung einer Fensteranordnung, wobei die Fensteranordnung
einen Fensterrahmen, einen darunter angeordneten Fenstersockel und eine Sockelabdichtung
umfasst, wobei die Fensteranordnung beziehungsweise die Sockelabdichtung eines oder
mehrere der zuvor beschriebenen Merkmale aufweisen kann und dazu bestimmt ist, in
einer Fensternische zur Herstellung einer Gebrauchsanordnung eingesetzt zu werden.
[0056] Vorschlagsgemäß wird die Sockelabdichtung an einer Grundplatte eines Gebäudes und
/ oder an einer Wand des Gebäudes befestigt, beispielsweise mittels Verschraubung
und / oder Klebung, wobei zuvor außenseitig auf die Bodenfläche und / oder die Laibungsfläche
und / oder auf die Hintermauerung und / oder auf die Grundplatte eine Außendichtung
aufgebracht wurde. Weiterhin wird ein Fenster in die Sockelabdichtung eingesetzt,
in der Art, dass der Fenstersockel der Bodenfläche des Sockelelements aufsteht. Weiterhin
werden für die Montage die Dichtungen beziehungsweise die Abschnitte einer gemeinsamen
Dichtung der ersten Dichtungszone vorzugsweise an die Frontfläche des Fensterrahmens
beziehungsweise des Fenstersockels angelegt.
[0057] In einer Ausgestaltung wird beim Anlegen der beiden Dichtungen der ersten Dichtungszonen
zweckmäßigerweise ein Anpresswerkzeug verwendet. In einer besonders erfinderischen
Ausgestaltung weist ein dafür vorgesehenes Werkzeug einen Griffabschnitt und einen
Druckabschnitt auf, wobei Griff- und Druckabschnitt winkelig zueinander ausgerichtet
sind. Vorteilhaft ist der Druckabschnitt als Flachrakel ausgestaltet. Der Druckabschnitt
dient dazu, die Dichtung andrücken zu können und ist ferner dazu geeignet, beispielsweise
in Zwischenräume eines mehrschaligen Mauerwerks, beziehungsweise in Zwischenräume
zwischen Mauerwerk und Fenster, vordringen zu können, um auf diese Weise, die Dichtungen
der Frontfläche auch dann dichtungswirksam anlegen zu können, wenn die Dichtung unmittelbar
durch das Mauerwerk und / oder durch eine Rollladenführung verdeckt ist.
[0058] Es empfiehlt sich, die Sockelabdichtung auf einer soliden Gründung zu lagern. Für
eine Ausgestaltung des Montageverfahrens kann daher vorgesehen sein, dass die Grundplatte
zunächst nach außen in die Fensternische des Gebäudes hinein erweitert wird. Die Sockelabdichtung
kann dann abschnittsweise auf der ursprünglichen Grundplatte und abschnittsweise auf
der Grundplattenerweiterung abgestützt werden. Die Befestigung kann fernerhin an der
Grundplatte(nerweiterung) und / oder an der Wand des Gebäudes erfolgen, und zwar mittels
Verschraubung und / oder Klebung.
[0059] Insoweit vorliegend die Erfindung beschrieben wurde für ein Gebäude in Massivbauweise,
ist der Vorschlag nicht darauf beschränkt. Vielmehr kann die Erfindung in gleicher
Weise vorgesehen sein für weitere Bauweisen, beispielsweise für Gebäude in Holzbauweise,
Hybridbauweise oder weitere.
[0060] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der rein schematischen Zeichnungen, wobei einzelne Merkmale oder eine Kombination
von Merkmalen der dargestellten Ausführungsbeispiele auch unabhängig von der übrigen
Ausgestaltung bei einer vorschlagsgemäßen Sockelabdichtung beziehungsweise Fensteranordnung
verwirklicht sein können. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel einer Sockelabdichtung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht auf eine Fensteranordnung mit der Sockelabdichtung aus
Fig. 1,
- Fig. 3a, b
- eine perspektivische Ansicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel einer Sockelabdichtung,
und zwar auf die Innenseite (Fig. 3a) und auf die Außenseite (Fig. 3b),
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht auf die Sockelabdichtung aus Fig. 3 in einer Einbausituation,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht auf die Einbausituation aus Fig. 4,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht auf eine Fensteranordnung mit der Sockelabdichtung aus
Fig. 3, und
- Fig. 7a, b
- weitere perspektivische Ansichten auf die Fensteranordnung aus Fig. 6.
[0061] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel einer
Sockelabdichtung 1, welche in Art einer Raumecke mit drei jeweilig rechtwinklig zueinander
ausgerichteten Flächenelementen als Abschnitte eines einteiligen, fugenlosen Bauteils
ausgestaltet ist. Der erste Flächenabschnitt wird als Bodenfläche 3 bezeichnet. Der
zweite Flächenabschnitt wird als Laibungsfläche 4 bezeichnet. Der dritte Flächenabschnitt
wird als Wandfläche 5 bezeichnet (siehe dazu auch Fig. 2).
[0062] Die Wandfläche 5 verläuft bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa L-förmig,
mit einem unteren Abschnitt 5a, der sich unterhalb einer Fenster-Trittschiene 103
eines bodentiefen Fensters befindet, und mit einem oberen Abschnitt 5b, der als schmaler
Streifen an die Laibungsfläche 4 anschließt und aufrecht verläuft. Auf die beiden
im Winkel zueinander verlaufenden Kanten der Wandfläche 5 ist jeweils ein Dichtungsprofil
20 aufgesteckt, wobei das Dichtungsprofil 20 in seinem Querschnitt eine Nut 21 aufweist,
welche die jeweilige Kante der Wandfläche 5 aufnimmt. Mithilfe von Klebstoff, der
zuvor in die Nut 21 eingebracht worden ist, sind die Dichtungsprofile 20 mit der Wandfläche
5 verklebt. Beide Dichtungsprofile 20 liegen in derselben Ebene und sind dazu bestimmt,
einer Frontfläche 104 eines Fensterrahmens 101 sowie der Frontfläche 104 eines darunter
befindlichen Fenstersockels 102 anzuliegen. Die beiden Dichtungsprofile 20 sind dort,
wo sie aneinanderstoßen, miteinander verklebt, so dass insgesamt eine unterbrechungsfreie
und fugenlose, L-förmig verlaufende Dichtung 2 geschaffen ist.
[0063] Das Dichtungsprofil 20 ist mit seiner Nut 21 auf den schmalen, aufrecht verlaufenden
Abschnitten der Wandfläche 5 aufgesteckt. Da beide Dichtungsprofile 20 den Frontflächen
104 des Fensterrahmens 101 beziehungsweise des Fenstersockels 102 anliegen, können
beide Dichtungsprofile 20 im Wesentlichen gleich ausgestaltet sein, was wirtschaftlich
vorteilhaft ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weisen sie jeweils eine
einzige Dichtlippe 22 auf, die gebogen verläuft und sich in einer Gebrauchsanordnung
der jeweiligen Frontfläche 104 unter elastischer Verformung anlegt.
[0064] Eine perspektivische Ansicht auf eine modellhafte Fensteranordnung 100 mit der Sockelabdichtung
1 aus Fig. 1 zeigt Fig. 2, wobei ein Fenster samt Fensterrahmen 101 und dem darunter
befindlichen Fenstersockel 102, welcher in Fig. 2 verdeckt ist durch eine Fenster-Trittschiene
103 und daher nicht zu sehen ist, in eine Fensteröffnung eines Gebäudes eingesetzt
ist. Aus Darstellungsgründen ist das zweischalige Mauerwerk, sprich die Verblendung
109 und die Hintermauerung 108, sowie die Dämmschicht 107 lediglich angedeutet.
[0065] Dargestellt ist eine Verblendung 109 in Art einer Ziegel- beziehungsweise Klinkerwand
einer Gebäudewand, wobei die Verblendung 109 außen vor einer Dämmschicht 107 angeordnet
ist, die sich ihrerseits außen vor einer Hintermauerung 108 befindet. Auf einer Grundplatte
106, die z.B. in Form einer Kellerdecke oder einer Geschossdecke des Gebäudes vorliegt,
befindet sich die Sockelabdichtung 1, deren Bodenfläche 3 auf der erwähnten Grundplatte
106 liegt sowie deren Laibungsfläche 4 parallel zur Fensterlaibung verläuft und deren
Wandfläche 5 parallel zur Wand des Gebäudes verläuft, also parallel zu den Ebenen,
in denen sich die Verblendung 109, die Dämmschicht 107 und die Hintermauerung 108
erstrecken.
[0066] Eine perspektivische Ansicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel einer Sockelabdichtung
1 auf die Innenseite zeigt Fig. 3a und auf die Außenseite zeigt Fig. 3b. Wesentlich
ist, dass die Sockelabdichtung 1 nunmehr mit einer Flachdichtung 23 versehen ist.
[0067] Wie schon bei dem ersten Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 zeigen die Fig. 3a und 3b
eine Sockelabdichtung 1, die als Raumecke ausgebildet ist und drei fugenlos miteinander
verbundene Flächenabschnitte aufweist, und zwar mit einer Bodenfläche 3, einer Laibungsfläche
4 und einer Wandfläche 5, wobei die Wandfläche 5 etwa L-förmig, mit einem unteren,
liegenden Abschnitt 5a, der sich in der Gebrauchsstellung der Sockelabdichtung 1 unterhalb
einer Fenster-Trittschiene 103 eines bodentiefen Fensters befindet, und mit einem
aufrecht verlaufenden oberen, stehenden Abschnitt 5b, der als schmaler Streifen unten
an den unteren, liegenden Abschnitt 5a und seitlich an die Laibungsfläche 4 anschließt.
Auf diese beiden im Winkel zueinander verlaufenden Abschnitte der Wandfläche 5 ist
eine Flachdichtung 23 aufgeklebt.
[0068] Die Flachdichtung 23 erstreckt sich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel um
50 mm über die Oberkante des unteren Abschnitts 5a der Wandfläche 5 hinaus nach oben,
und sie erstreckt sich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel um 35 mm seitlich
über die Kante des oberen Abschnitts 5b der Wandfläche 5 hinaus über den unteren,
liegenden Abschnitt 5a.
[0069] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegt die Flachdichtung 23 zunächst in
Form einer EPDM-Bahn als zweidimensionales Flächenelement vor. Um eine einzige, aufrecht
verlaufende Knicklinie ist die Flachdichtung 23 aus ihrer zweidimensionalen, planen
Gestalt gemäß Fig. 3b zu einem Winkel geknickt worden, so dass sie einen wandseitigen
Abschnitt 23a aufweist, welcher der Wandfläche 5 anliegt und mit dieser verklebt ist,
sowie einen laibungsseitigen Abschnitt 23b aufweist, welcher der Laibungsfläche 4
der Sockelabdichtung 1 anliegt und mit dieser verklebt ist.
[0070] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Flachdichtung 23 selbstklebend
ausgestaltet und die Bereiche, mit denen ihr wandseitiger Abschnitt 23a über die Wandfläche
5 hinaussteht, sind durch eine Schutzfolie 6 abgedeckt. Fig. 4 zeigt eine perspektivische
Ansicht auf die Sockelabdichtung 1 aus Fig. 3 von innerhalb des Gebäudes in die Raumecke,
welche durch die Sockelabdichtung 1 gebildet ist. Leicht erkennbar ist unter anderem
die L-förmige Ausgestaltung der Wandfläche 5. In dieser Einbausituation ist das Fenster
samt Fensterrahmen 101 und Fenstersockel 102 noch nicht montiert beziehungsweise noch
nicht eingesetzt. Dennoch ist die Sockelabdichtung 1 vorliegend in ihrer endgültigen
Position dargestellt, so dass die Laibungsfläche 4 der Hintermauerung 108 anliegt
und die Bodenfläche 3 der Grundplatte 106. Nachdem die Sockelabdichtung 1 auf der
Grundplatte 106 und an der Hintermauerung 108 mittels Verschraubung und Klebung befestigt
ist, kann vorteilhaft die Schutzfolie 6 von der Flachdichtung 23 abgezogen werden
und der überstehende Bereich des wandseitigen Abschnitts 23a und des laibungsseitigen
Abschnitts 23b kann an die jeweilige Frontflächen 104 des Fensterrahmens 101 und /
oder des Fenstersockels 102 angedrückt und mit diesen abdichtend verklebt werden.
[0071] Weiterhin ist in Fig. 4 eine Außendichtung 24 andeutungsweise erkennbar. Druckbedingt
ist die als Dichtungsmasse aufgetragene Außendichtung 24 jeweils als Überstand zu
sehen, der jeweils seitlich über die Kanten der Bodenfläche 3 und der Laibungsfläche
4 hinausragt. Ergänzend dazu zeigt Fig. 5 dieselbe Einbausituation wie in Fig. 4 aus
leicht veränderter Perspektive, wobei in Fig. 5 aus Darstellungsgründen die Sockelabdichtung
1 nicht eingezeichnet ist, so dass eine Ansicht auf die Außendichtung 24 ermöglicht
ist.
[0072] Abweichend von den dargestellten Ausführungsbeispielen kann der stehende obere Abschnitt
5b der Wandfläche 5 entfallen, so dass die Wandfläche 5 ausschließlich aus dem in
der Zeichnung dargestellten unteren Abschnitt 5a besteht. Der wandseitige Abschnitt
23a der Flachdichtung 23 steht in diesem Fall von der in Fig. 3b rechten Kante der
Laibungsfläche 4 aus dort frei nach rechts über, wo er nicht dem unteren, liegenden
Abschnitt 5a der Wandfläche 5 anliegt.
[0073] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht auf eine Fensteranordnung 100 mit der Sockelabdichtung
1 aus Fig. 3, wobei für die nachfolgenden Ausführungen mutatis mutandis ebenso eine
Sockelabdichtung 1 mit Dichtungsprofil 20 vorgesehen sein kann. Aus Darstellungsgründen
ist die Verblendung 109 abschnittsweise ausgeblendet.
[0074] Die Sockelabdichtung 1 ist in ihrer endgültigen Position dargestellt. Die Flachdichtung
23 liegt den Frontflächen 104 eines Fensterrahmens 101 und eines Fenstersockels 102
an, wobei die Frontflächen 104 in derselben Ebene verlaufen. Im Unterschied zum ersten
Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist in Fig. 6 dargestellt, dass der Fensterrahmen 101
auf seiner Frontfläche 104 eine Rollladenführung 105 aufweist. Im Vergleich zu vielen
aus der Praxis bekannten Ausgestaltungen von Fenstern ist in Fig. 6 die Rollladenführung
105 an dem Fensterrahmen 101 nach innen versetzt montiert, also näher zum Fensterflügel
beziehungsweise näher zur Scheibe hin, in Fig. 6 also nach rechts versetzt. Auf diese
Weise ist außen von der Rollladenführung 105, in Fig. 6 also links von der Rollladenführung
105, Platz auf der Frontfläche 104 des Fensterrahmens 101 bereitgestellt, um dort
die aufrecht verlaufende Flächendichtung 23 dieser Frontfläche 104 des Fensterrahmens
101 anliegen zu lassen.
[0075] Die Rollladenführung 105 weist zur gegenüberliegenden Rollladenführung 105 hin, die
in Fig. 6 nicht dargestellt ist, eine längsverlaufende Nut auf (in Fig. 6 nicht sichtbar),
die zur Führung des Rollladenpanzers dient. Der wandseitige Abschnitt 23a der Flachdichtung
23 ragt nach außen, in Fig. 6 nach links, überraschend geringfügig über die Rollladenführung
105 hinaus. Anhand des Anteils der Flachdichtung 23, der unterhalb der Rollladenführung
105 ersichtlich ist, wird deutlich, dass die Flachdichtung 23 anscheinend teilweise
von der Rollladenführung 105 verdeckt wird.
[0076] Dafür ist die Rollladenführung 105 in ihrem unteren Bereich mit einer Aussparung
110 versehen, wobei der aufrecht verlaufende Abschnitt der Flachdichtung 23 sich in
diese Aussparung 110 hinein erstreckt und daher teilweise von der Rollladenführung
105 verdeckt wird. Die Aussparung 110 ermöglicht daher auch bei beengten Platzverhältnissen
die Anordnung der Sockelabdichtung 1 und eine Abdichtung der aufrecht verlaufenden
Flachdichtung 23 auf der Frontfläche 104 des Fensterrahmens 101.
[0077] Eine weitere perspektivische Ansicht auf die Fensteranordnung 100 aus Fig. 6 zeigen
die Fig 7a und 7b. Nach dem Einsetzen des Fensters empfiehlt es sich, die Flachdichtung
23 an die Frontfläche 104 anzudrücken. Insbesondere die Verblendung 109 verdeckt jedoch
den aufrecht verlaufenden Abschnitt der Flachdichtung 23 (Fig. 7a). Besonders vorteilhaft
wird daher ein Anpresswerkzeug 111 verwendet mit einem Druckabschnitt, welcher als
länglicher Flachrakel ausgestaltet ist. Fig. 7b zeigt, wie mittels Anpresswerkzeug
111 die Flachdichtung 23 auch in den Zwischenräumen eines mehrschaligen Mauerwerks,
beziehungsweise in Zwischenräumen zwischen Mauerwerk und Fenster, beziehungsweise
in der Aussparung 110 einer Rollladenführung 105, angedrückt werden kann, um auf diese
Weise, die Flachdichtung 23 der Frontfläche 104 auch dann dichtungswirksam anlegen
zu können, wenn die Dichtung 2 insbesondere die Flachdichtung 23 unmittelbar durch
das Mauerwerk und / oder durch eine Rollladenführung 105 verdeckt ist. Aus Darstellungsgründen
ist die Verblendung 109 in Fig. 7b teilweise ausgeblendet.
[0078] Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt,
sondern in vielfältiger Weise abwandelbar
Bezugszeichenliste
[0079]
- 1
- Sockelabdichtung
- 2
- Dichtung
- 3
- Bodenfläche
- 4
- Laibungsfläche
- 5
- Wandfläche
- 5a
- unterer, liegender Wandflächenabschnitt
- 5b
- oberer, stehender Wandflächenabschnitt
- 6
- Schutzfolie
- 20
- Dichtungsprofil
- 21
- Nut
- 22
- Dichtlippe
- 23
- Flachdichtung
- 23a
- wandseitiger Flachdichtungsabschnitt
- 23b
- laibungsseitiger Flachdichtungsabschnitt
- 24
- Außendichtung
- 100
- Fensteranordnung
- 101
- Fensterrahmen
- 102
- Fenstersockel
- 103
- Fenster-Trittschiene
- 104
- Frontfläche
- 105
- Rollladenführung
- 106
- Grundplatte
- 107
- Dämmschicht
- 108
- Hintermauerung
- 109
- Verblendung
- 110
- Aussparung
- 111
- Anpresswerkzeug
1. Sockelabdichtung (1),
mit einer Bodenfläche (3), einer Laibungsfläche (4) und einer Wandfläche (5), welche
eine Innenseite umfassen,
und mit einer liegend verlaufenden Dichtung (2) an der Wandfläche (5) sowie mit einer
aufrecht verlaufenden Dichtung (2) nahe der Laibungsfläche (4),
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Dichtungen (2) eine erste Dichtungszone schaffen,
und dass an der Außenseite der Bodenfläche (3) und / oder der Laibungsfläche (4) eine im Wesentlichen
flächige Außendichtung (24) angeordnet ist, welche eine zweite Dichtungszone schafft.
2. Sockelabdichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außendichtung (24) eine Dichtungsmasse aufweist.
3. Sockelabdichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außendichtung (24) einen gummielastischen Werkstoff aufweist.
4. Sockelabdichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Innenseite der Bodenfläche (3), der Laibungsfläche (4) und / oder der Wandfläche
(5) eine Innendichtung angeordnet ist, welche eine dritte Dichtungszone schafft.
5. Sockelabdichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Dichtungen (2) der ersten Dichtungszone in der Art ausgestaltet sind,
dass sie in derselben Ebene abdichten,
wobei diese Ebene parallel zur Wandfläche (5) der Sockelabdichtung (1) verläuft.
6. Sockelabdichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Dichtungen (2) der ersten Dichtungszone jeweils als Flachdichtung (23)
ausgestaltet sind, die teils an einer Fläche der Sockelabdichtung (1) anliegt und
teils frei über die Sockelabdichtung (1) hinausragt.
7. Sockelabdichtung (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Dichtungen (2) der ersten Dichtungszone gemeinsam als Abschnitte einer
einzigen Flachdichtung (23) ausgestaltet sind.
8. Sockelabdichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtungen (2) wenigstens 20 mm über die Sockelabdichtung (1) hinausragen.
9. Fensteranordnung (100),
mit einem Fensterrahmen (101) und einem darunter angeordneten Fenstersockel (102)
ausbildend ein Fenster,
und mit einer Sockelabdichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Fenster in einer Fensternische eines Gebäudes angeordnet ist und die Au-ßendichtung
(24) einer die Fensternische schaffenden Hintermauerung (108) und / oder einer Grundplatte
(106) des Gebäudes anliegt.
10. Fensteranordnung (100) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Dichtungen (2) der ersten Dichtungszone einer Frontfläche (104) des Fensterrahmens
(101) und / oder des Fenstersockels (102) anliegen.
11. Fensteranordnung (100) nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Fensterrahmen (101) eine Rollladenführung (105) angeordnet ist, wobei die Rollladenführung
(105) am Fensterrahmen (101) zur Fensterscheibe hin, in derart versetzt angeordnet
ist, dass der Anteil der Frontfläche (104) des Fensterrahmens (101), der sich einseitig
von der Rollladenführung (105) befindet, breiter ist als der Anteil, der sich auf
der anderen Seite der Rollladenführung (105) befindet.
12. Fensteranordnung (100) nach Anspruch 9, 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Fensterrahmen (101) eine Rollladenführung (105) angeordnet ist,
und dass die Rollladenführung (105) auf Höhe der Sockelabdichtung (1) eine Aussparung (110)
aufweist, die an die Frontfläche (104) des Fensterrahmens (101) angrenzt, und dass
sich die aufrecht verlaufende Dichtung (2) der Sockelabdichtung (1) in die Aussparung
(110) der Rollladenführung (105) erstreckt.
13. Fensteranordnung (100) nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Dichtungen (2) der ersten Dichtungszone einerseits mit der Sockelabdichtung
(1) und andererseits mit der jeweiligen Frontfläche (104) verklebt sind,
und dass die Außendichtung (24) einerseits mit der Bodenfläche (3) und / oder Laibungsfläche
(4) und andererseits mit der Grundplatte (106) und / oder mit der Hintermauerung (108)
verklebt sind.