(19)
(11) EP 4 556 797 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.05.2025  Patentblatt  2025/21

(21) Anmeldenummer: 24208834.2

(22) Anmeldetag:  25.10.2024
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24C 15/14(2006.01)
F24C 15/20(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
F24C 15/14; F24C 15/2042
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
GE KH MA MD TN

(30) Priorität: 15.11.2023 DE 102023004617

(71) Anmelder: ELECTROLUX APPLIANCES AKTIEBOLAG
105 45 Stockholm (SE)

(72) Erfinder:
  • BAYERLEIN, Stefan
    91541 Rothenburg ob der Tauber (DE)
  • LEYH, Björn
    91541 Rothenburg ob der Tauber (DE)
  • LIM, Steffie
    90429 Nürnberg (DE)
  • FUST, Felicitas
    90429 Nürnberg (DE)

(74) Vertreter: Electrolux Group Patents 
AB Electrolux Group Patents S:t Göransgatan 143
105 45 Stockholm
105 45 Stockholm (SE)

   


(54) KOCHVORRICHTUNG


(57) Die Erfindung betrifft eine Kochvorrichtung (100), umfassend eine Kochfeldeinheit (102) mit wenigstens einer Kochstelle (104) und wenigstens einer Durchbrechung (106), wenigstens eine Abzugsvorrichtung (108) zum Abzug von Abluft, insbesondere Kochdünsten, welche unterhalb der Kochfeldeinheit (102) angeordnet und dazu ausgebildet ist, Abluft von oberhalb der Kochfeldeinheit (102) durch die Durchbrechung (106) oder wenigstens eine der Durchbrechungen nach unten abzuziehen, und von einem Abluftführungsgehäuse (110) umgeben ist, das sich unterhalb der Kochfeldeinheit (102) an diese anschließt, und wenigstens einen Flüssigkeitsauffangbehälter (112), der an bzw. in einem Boden (110a) des Abluftführungsgehäuses (110) in Schwerkraftrichtung unterhalb der Durchbrechung (106) oder wenigstens einer der Durchbrechungen anordenbar und lösbar befestigbar ist und dazu ausgebildet ist, Flüssigkeit, die durch die dem jeweiligen Flüssigkeitsauffangbehälter (112) zugeordnete Durchbrechung (106) oder Durchbrechungen hindurchgetreten ist, aufzufangen und zurückzuhalten. Erfindungsgemäß ist der wenigstens eine Flüssigkeitsauffangbehälter (112) mit wenigstens einem Griffelement (120; 120') versehen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Kochvorrichtung, umfassend
  • eine Kochfeldeinheit mit wenigstens einer Kochstelle und wenigstens einer Durchbrechung in einer oberen Deckplatte der Kochfeldeinheit,
  • wenigstens eine Abzugsvorrichtung zum Abzug von Abluft, insbesondere Kochdünsten, welche unterhalb der Kochfeldeinheit angeordnet und dazu ausgebildet ist, Abluft von oberhalb der Kochfeldeinheit durch die Durchbrechung oder wenigstens eine der Durchbrechungen nach unten abzuziehen, und von einem Abluftführungsgehäuse umgeben ist, das sich unterhalb der Kochfeldeinheit an diese anschließt, und
  • wenigstens einen Flüssigkeitsauffangbehälter, der an bzw. in einem Boden des Abluftführungsgehäuses in Schwerkraftrichtung unterhalb der Durchbrechung oder wenigstens einer der Durchbrechungen anordenbar und lösbar befestigbar ist und dazu ausgebildet ist, Flüssigkeit, die durch die dem jeweiligen Flüssigkeitsauffangbehälter zugeordnete Durchbrechung oder Durchbrechungen hindurchgetreten ist, aufzufangen und zurückzuhalten.


[0002] Mit einer derartigen sogenannten Downdraft-Dunstabzugsvorrichtung ausgestattete Kochvorrichtungen sind im Stand der Technik allgemein bekannt. Sie haben gegenüber Kochvorrichtungen mit einer Dunstabzugshaube den Vorteil, dass der Raum oberhalb der Kochfeldeinheit nicht von einer Dunstabzugshaube eingenommen wird, sondern anderweitig genutzt werden kann, beispielsweise für die Anordnung von beim Kochen benötigten Küchenutensilien, insbesondere Kochlöffel, Schöpfkellen und dergleichen, oder auch für die Anordnung von Gewürzen und dergleichen. Andererseits haben sie auch den Nachteil, dass überkochendes Wasser, Saucen oder dergleichen oder auch in den Kochdünsten enthaltener Wasserdampf durch die wenigstens eine Durchbrechung in die Downdraft-Abzugsvorrichtung gelangen kann. Hier kommt der wenigstens eine Flüssigkeitsauffangbehälter ins Spiel. Dieser ist in Schwerkraftrichtung unterhalb der Durchbrechung(en) angeordnet, um nach unten tropfende oder kondensierende Flüssigkeit auffangen zu können. Dies hat natürlich zur Folge, dass der Flüssigkeitsauffangbehälter regelmäßig vom Boden des Abluftführungsgehäuses gelöst und entnommen werden muss, um ihn entleeren und reinigen zu können. Dieser zuletzt beschriebene Vorgang hat sich in der Praxis als äußerst umständlich erwiesen. Nicht selten geschieht es, dass der Flüssigkeitsauffangbehälter der ihn ausbauenden Person zumindest zeitweise aus den Händen gleitet, wobei nicht selten in ihm aufgefangene Flüssigkeit verschüttet wird.

[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, hier Abhilfe zu schaffen.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kochvorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher der wenigstens eine Flüssigkeitsauffangbehälter mit wenigstens einem Griffelement versehen ist.

[0005] Herkömmliche Flüssigkeitsauffangbehälter können vor Beginn des Lösens des Flüssigkeitsauffangbehälters vom Abluftführungsgehäuse nur an den im wesentlichen vollflächig ausgebildeten Wandabschnitten des Abluftführungsgehäuses ergriffen werden. Die Vollflächigkeit der Wandabschnitte erlaubt, auch wenn ein Übergang von den Seitenwandungen zur Bodenwandung vorhanden ist, im Wesentlichen nur ein kraftschlüssiges Einwirken auf den Flüssigkeitsauffangbehälter, da ein derartiger Übergang nicht die Eigenschaften eines Griffelements im Sinne der vorliegenden Erfindung aufweist, da ein erfindungsgemäßes Griffelement einen formschlüssigen Eingriff mit dem Flüssigkeitsauffangbehälter ermöglicht. Berücksichtigt man, dass eine leichte Benetzung auch der Außenseite des Flüssigkeitsauffangbehälters durch in den Kochdünsten enthaltenes Fett oder Öl in der Praxis nicht vermieden werden kann, sieht man leicht ein, dass der Kraftschluss infolge der durch den Schmierfilm verminderten Reibung letztlich immer zu Problemen führen wird. Diese Probleme werden durch den Formschluss, welchen das erfindungsgemäß vorgesehene wenigstens eine Griffelement ermöglicht, behoben. Dieser Formschluss überwiegt die von dem unvermeidbaren Schmierfilm herrührende niedrige Reibung und erlaubt so gleichwohl ein sicheres Ergreifen des Flüssigkeitsauffangbehälters.

[0006] Ein besonders sicheres Ergreifen des wenigstens einen Griffelements ist insbesondere dann möglich, wenn das wenigstens eine Griffelement so angeordnet ist, dass es schon vor dem Lösen der Befestigung des Flüssigkeitsauffangbehälters am Abluftführungsgehäuse ergriffen werden kann.

[0007] Um das wenigstens eine Griffelement an dem Flüssigkeitsauffangbehälter in einfacher Weise vorsehen zu können, ist es vorteilhaft, wenn der Flüssigkeitsauffangbehälter zumindest teilweise aus Kunststoff gefertigt ist, vorzugsweise als Spitzgussteil.

[0008] Erfindungsgemäß kann das Griffelement oder wenigstens eines der Griffelemente als in das Volumen des Flüssigkeitsauffangbehälters hineinragende Griffmulde ausgebildet sein, welche in einem Wandabschnitt des Flüssigkeitsauffangbehälters, vorzugsweise dessen Boden, angeordnet ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, das wenigstens eine Griffelement mit dem Flüssigkeitsauffangbehälter einstückig auszubilden, so dass zu dessen Vorsehen keine gesonderten Elemente bereitgestellt werden müssen und zu dessen Montage auch kein zusätzlicher Arbeitsschritt erforderlich ist.

[0009] Auch wird hierdurch vermieden, in dem Wandabschnitt Löcher vorsehen zu müssen, durch welche in dem Flüssigkeitsbehälter aufgefangene Flüssigkeit unbeabsichtigter Weise austreten könnte.

[0010] Zusätzlich oder alternativ ist es jedoch auch denkbar, dass das Griffelement oder wenigstens eines der Griffelemente als gesonderte Griffeinheit ausgebildet ist, welche an einem Wandabschnitt des Flüssigkeitsauffangbehälters montiert ist.

[0011] Dabei kann die gesonderte Griffeinheit zum einen als in sich starre Einheit ausgebildet sein oder zum anderen mehrteilig ausgebildet sein mit einem Basisteil, das an dem Wandabschnitt des Flüssigkeitsauffangbehälters montiert ist, und einem Griffteil, das an dem Basisteil zwischen einer ausgeschwenkten Stellung und einer zurückgeschwenkten Stellung schwenkbar angebracht ist. In der zurückgeschwenkten Stellung kann sich das Griffteil platzsparend an das Basisteil anlegen, während es in der ausgeschwenkten Stellung ein sicheres Ergreifen des Flüssigkeitsauffangbehälters ermöglicht.

[0012] Das Basisteil kann vorteilhafterweise an dem Wandabschnitt des Flüssigkeitsauffangbehälters beispielsweise festgeklebt sein. Auf diese Weise werden Löcher vermieden, durch welche in dem Flüssigkeitsbehälter aufgefangene Flüssigkeit unbeabsichtigter Weise auftreten könnte.

[0013] In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Flüssigkeitsauffangbehälter an dem Abluftführungsgehäuse schwenkbar angebracht ist.

[0014] Dabei kann an einem Ende des Flüssigkeitsauffangbehälters wenigstens ein Scharniervorsprung angeordnet sein, der dazu ausgebildet ist, zur Herstellung der schwenkbaren Anbringung an dem Abluftführungsgehäuse in eine ihm zugeordnete Scharniervertiefung oder Scharnierausnehmung des Abluftführungsgehäuses eingeführt zu werden bzw. zum Lösen der schwenkbaren Anbringung aus dieser wieder herausgezogen zu werden. Ferner kann an einem gegenüberliegenden Ende des Flüssigkeitsauffangbehälters wenigstens ein Vorsprung mit einer Öffnung vorgesehen sein, wobei die Öffnung zur Durchführung eines ihr zugeordneten lösbaren Befestigungselements ausgebildet ist. Das lösbare Befestigungselement kann dabei ein Rastelement, ein Schraubbolzen oder dergleichen sein.

[0015] Bei dieser schwenkbaren Anbringung des Flüssigkeitsauffangbehälters an dem Abluftführungsgehäuse ist es vorteilhaft, wenn zumindest dem einen Ende des Flüssigkeitsauffangbehälters benachbart wenigstens ein Griffelement vorgesehen ist. Hat man die lösbare Befestigung an dem gegenüberliegenden Ende des Flüssigkeitsauffangbehälters gelöst, so kann der Flüssigkeitsauffangbehälter an dem einen Ende sicher ergriffen werden, bevor man den wenigstens einen Scharniervorsprung aus der zugeordneten Scharniervertiefung oder Scharnierausnehmung herauszieht.

[0016] Nachzutragen ist noch, dass die Abzugsvorrichtung wenigstens ein Gebläse umfassen kann. Die Rotationsachse des wenigstens einen Gebläses kann dabei sowohl im Wesentlichen vertikal als auch im Wesentlichen horizontal verlaufen.

[0017] Nachzutragen ist ferner, dass in Strömungsrichtung zwischen der wenigstens einen Durchbrechung der oberen Deckplatte der Kochfeldeinheit und dem wenigstens einen Flüssigkeitsauffangbehälter wenigstens eine Fettfilteranordnung und/oder wenigstens eine Geruchsfilteranordnung vorgesehen sein kann. Derartige Fettfilteranordnungen und/oder Geruchsfilteranordnungen sind an sich bekannt. Daher wird ihr Aufbau und ihre Funktion hier nicht näher erläutert werden. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist jedoch von Bedeutung, dass die wenigstens eine Fettfilteranordnung und/oder die wenigstens eine Geruchsfilteranordnung in Schwerkraftrichtung oberhalb des wenigstens einen Flüssigkeitsauffangbehälters angeordnet sein kann, so dass in ihnen etwaig zu Wasser kondensierter Wasserdampf aus den Kochdünsten in den wenigstens einen Flüssigkeitsauffangbehälter abtropfen kann.

[0018] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden. Es stellt dar:
Figur 1
eine grob schematische Seitenansicht zur Erläuterung des grundlegenden Aufbaus einer erfindungsgemäßen Kochvorrichtung;
Figur 2
eine perspektivische Druntersicht einer ersten Ausführungsform eines mit einem erfindungsgemäßen Griffelement versehenen Flüssigkeitsauffangbehälters; und
Figur 3
eine perspektivische Druntersicht ähnlich Figur 2 einer zweiten Ausführungsform eines mit einem erfindungsgemäßen Griffelement versehenen Flüssigkeitsauffangbehälters.


[0019] Eine erfindungsgemäße, in Figur 1 ganz allgemein mit 100 bezeichnete Kochvorrichtung umfasst eine Kochfeldeinheit 102 mit wenigstens einer Kochstelle 104 und wenigstens einer Durchbrechung 106, die in einer oberen Deckplatte 102a der Kochfeldeinheit 102 vorgesehen ist. Unterhalb der Kochfeldeinheit 102 ist eine Abzugsvorrichtung 108 zum Abziehen von Abluft, insbesondere Kochdünsten, angeordnet, welche dazu ausgebildet ist, Abluft von oberhalb der Kochfeldeinheit 102 durch die Durchbrechung 106 nach unten abzuziehen, was in Figur 1 durch eine Abfolge von Pfeilen angedeutet ist. Die beispielsweise von einem Gebläse gebildete Abzugsvorrichtung 108 ist von einem Abluftführungsgehäuse 110 umgeben, das sich unterhalb der Kochfeldeinheit 102 an diese anschließt. Schließlich ist an einer Bodenwandung 110a des Abluftführungsgehäuses 110 ein Flüssigkeitsauffangbehälter 112 lösbar befestigt, und zwar in Schwerkraftrichtung unterhalb der Durchbrechung 106. Dieser Flüssigkeitsauffangbehälter 112 dient dazu, Flüssigkeit, die durch die Durchbrechung 106 hindurchgetreten ist, aufzufangen und zurückzuhalten.

[0020] Der Flüssigkeitsauffangbehälter 112 umfasst eine Bodenwandung 112a und eine von dieser nach oben abstehende, umlaufende Seitenwandung 112b, die zusammen einen Flüssigkeitsauffangraum 112c bilden. Wie der Flüssigkeitsauffangbehälter 112 lösbar mit dem Abluftführungsgehäuse 110 verbunden ist, ist in Figur 1 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.

[0021] In Figur 1 ist ferner schematisch eine Fettfilter- und/oder Geruchsfilteranordnung 114 dargestellt, welche in der Durchbrechung 106 unmittelbar oberhalb des Flüssigkeitsauffangbehälters 112 angeordnet ist, um in der Abluft etwaig enthaltenes Fett und geruchsbildende Stoffe aus dieser herausfiltern zu können. Auf der Kochfeldeinheit 102 etwaig übergekochtes Wasser und in der Filteranordnung 114 etwaig kondensierter Wasserdampf kann am unteren Ende der Filteranordnung 114 ablaufen und so in den Flüssigkeitsauffangbehälter 112 tropfen. Um eine Kontamination der Umgebung des Flüssigkeitsauffangbehälters 112 vermeiden zu können, sind Spritzerabweiseelemente 116 vorgesehen, die von der Bodenwandung 110a des Abluftführungsgehäuses 110 ausgehen und mit dieser betriebsmäßig fest verbunden sind.

[0022] Schließlich ist in Figur 1 noch bei 118 die Steuer- und Leistungselektronik der Kochvorrichtung 100 schematisch angedeutet.

[0023] In Figur 2 ist eine erste Ausführungsform des Flüssigkeitsauffangbehälters 112 wie er bei der Kochvorrichtung 100 zum Einsatz kommen kann, in einer perspektivischen Druntersicht dargestellt.

[0024] Der Flüssigkeitsauffangbehälter 112 der Figur 2 ist zur schwenkbaren Anbringung an dem Abluftführungsgehäuse 110 ausgebildet. Hierzu umfasst er an einer Längsseite 112d zwei Scharniervorsprünge 112e, die zur Herstellung der schwenkbaren Anbringung an dem Abluftführungsgehäuse 110 in (nicht dargestellte) Scharniervertiefungen des Abluftführungsgehäuses 110 eingeführt bzw. zum Lösen der schwenkbaren Anbringung wieder aus diesen herausgezogen werden können. Ferner sind an der gegenüberliegenden Längsseite 112f des Flüssigkeitsauffangbehälters 112 zwei Vorsprünge 112g mit jeweils einer Öffnung 112h vorgesehen. Dabei dienen die Öffnungen 112h jeweils zur Durchführung eines lösbaren (nicht dargestellten) Befestigungselements, beispielsweise eines Rastelements, eines Schraubbolzens oder dergleichen.

[0025] Nicht nur bei dieser schwenkbaren Anbringung des Flüssigkeitsauffangbehälters 112 an dem Abluftführungsgehäuse 110, sondern auch ganz allgemein ist es vorteilhaft, wenn zumindest der einen Längsseite 112d des Flüssigkeitsauffangbehälters 112 benachbart wenigstens ein Griffelement 120 vorgesehen ist, das in dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel als Griffmulde ausgebildet ist. Hat man die lösbare Befestigung an der gegenüberliegenden Längsseite 112f des Flüssigkeitsauffangbehälters 112 gelöst, so kann der Flüssigkeitsauffangbehälter 112 mittels dieser Griffmulde 120 an der einen Längsseite 112d sicher formschlüssig ergriffen werden, bevor man den wenigstens einen Scharniervorsprung 112e aus der zugeordneten Scharniervertiefung herauszieht.

[0026] Die Griffmulde 112 ist mit dem Flüssigkeitsauffangbehälter 112 vorteilhafterweise einstückig ausgebildet, beispielsweise bei dessen Herstellung als Spritzgussteil angeformt.

[0027] Die Ausführungsform der Figur 3 unterscheidet sich von der Ausführungsform der Figur 2 lediglich durch die Ausbildung des Griffelements. Insbesondere ist das Griffelement 120' der Ausführungsform der Figur 3 als Griffaufsatz ausgebildet. Dieser Griffaufsatz 120' kann ein von dem Flüssigkeitsauffangbehälter 112 gesondert ausgebildetes, in sich starres Element sein, das auf den Flüssigkeitsauffangbehälter 112 beispielsweise aufgeklebt sein kann.

[0028] Nachzutragen ist noch, dass auch an weiteren Stellen des Flüssigkeitsauffangbehälters 112 weitere Griffelemente vorgesehen sein können, wie dies in Figur 2 bei 122 mit gestrichelter Linie angedeutet ist.


Ansprüche

1. Kochvorrichtung (100), umfassend

• eine Kochfeldeinheit (102) mit wenigstens einer Kochstelle (104) und wenigstens einer Durchbrechung (106) in einer oberen Deckplatte (102a) der Kochfeldeinheit (102),

• wenigstens eine Abzugsvorrichtung (108) zum Abzug von Abluft, insbesondere Kochdünsten, welche unterhalb der Kochfeldeinheit (102) angeordnet und dazu ausgebildet ist, Abluft von oberhalb der Kochfeldeinheit (102) durch die Durchbrechung (106) oder wenigstens eine der Durchbrechungen nach unten abzuziehen, und von einem Abluftführungsgehäuse (110) umgeben ist, das sich unterhalb der Kochfeldeinheit (102) an diese anschließt, und

• wenigstens einen Flüssigkeitsauffangbehälter (112), der an bzw. in einem Boden (110a) des Abluftführungsgehäuses (110) in Schwerkraftrichtung unterhalb der Durchbrechung (106) oder wenigstens einer der Durchbrechungen anordenbar und lösbar befestigbar ist und dazu ausgebildet ist, Flüssigkeit, die durch die dem jeweiligen Flüssigkeitsauffangbehälter (112) zugeordnete Durchbrechung (106) oder Durchbrechungen hindurchgetreten ist, aufzufangen und zurückzuhalten,

dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Flüssigkeitsauffangbehälter (112) mit wenigstens einem Griffelement (120; 120`) versehen ist.
 
2. Kochvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Griffelement (120; 120`) so angeordnet ist, dass es schon vor dem Lösen der Befestigung des Flüssigkeitsauffangbehälters (112) am Abluftführungsgehäuse (110) ergriffen werden kann.
 
3. Kochvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsauffangbehälter (112) zumindest teilweise aus Kunststoff gefertigt ist, vorzugsweise als Spitzgussteil.
 
4. Kochvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffelement (120) oder wenigstens eines der Griffelemente als in das Volumen des Flüssigkeitsauffangbehälters (112) hineinragende Griffmulde (120) ausgebildet ist, welche in einem Wandabschnitt des Flüssigkeitsauffangbehälters (112), vorzugsweise dessen Boden, angeordnet ist.
 
5. Kochvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffelement (120`) oder wenigstens eines der Griffelemente als gesonderte Griffeinheit (120`) ausgebildet ist, welche an einem Wandabschnitt des Flüssigkeitsauffangbehälters (112) montiert ist.
 
6. Kochvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Griffeinheit (120`) oder wenigstens eine der Griffeinheiten
entweder i) als in sich starre Einheit ausgebildet ist oder ii) mehrteilig ausgebildet ist mit einem Basisteil, das an dem Wandabschnitt des Flüssigkeitsauffangbehälters montiert ist, und einem Griffteil, das an dem Basisteil zwischen einer ausgeschwenkten Stellung und einer zurückgeschwenkten Stellung schwenkbar angebracht ist.
 
7. Kochvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsauffangbehälter (112) an dem Abluftführungsgehäuse (110) schwenkbar angebracht ist.
 
8. Kochvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende (112d) des Flüssigkeitsauffangbehälters (112) wenigstens ein Scharniervorsprung (112e) angeordnet ist, der dazu ausgebildet ist, zur Herstellung der schwenkbaren Anbringung an dem Abluftführungsgehäuse (110) in eine ihm zugeordnete Scharniervertiefung oder Scharnierausnehmung des Abluftführungsgehäuses (110) eingeführt zu werden bzw. zum Lösen der schwenkbaren Anbringung aus dieser wieder herausgezogen zu werden.
 
9. Kochvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass an einem gegenüberliegenden Ende (112f) des Flüssigkeitsauffangbehälters (112) wenigstens ein Vorsprung (112g) mit einer Öffnung (112h) vorgesehen ist, wobei die Öffnung zur Durchführung eines ihr zugeordneten lösbaren Befestigungselements ausgebildet ist.
 
10. Kochvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest dem einen Ende (112d) des Flüssigkeitsauffangbehälters (112) benachbart wenigstens ein Griffelement (120; 120`) vorgesehen ist.
 
11. Kochvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsvorrichtung (108) wenigstens ein Gebläse umfasst.
 
12. Kochvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung zwischen der wenigstens einen Durchbrechung (106) der oberen Deckplatte (102a) der Kochfeldeinheit (102) und dem wenigstens einen Flüssigkeitsauffangbehälter (112) wenigstens eine Fett- und/oder Geruchsfilteranordnung (114) vorgesehen ist.
 
13. Kochvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Fett- und/oder Geruchsfilteranordnung (114) in Schwerkraftrichtung oberhalb des wenigstens einen Flüssigkeitsauffangbehälters (112) angeordnet ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht