[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Leitungssatz mit einem Steckverbinder
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Leitungssätze mit Steckverbindern werden als konfektionierte Bauteile in hohem Maße
eingesetzt. Steckverbinder bilden bei vielen elektrischen und elektronischen Geräten
sowie industriellen Produktionsanlagen die elektrische Verbindungskomponente zwischen
unterschiedlichen Modulen und Geräten.
[0003] Einfache und schnelle Austauschbarkeit von diversen Geräten, Fertigungsmodulen und
Ermöglichung der Installation von komplexen und ggf. vermaschten Infrastrukturen werden
durch Steckverbindungen erheblich unterstützt. Steckverbindungen übertragen nicht
nur Energie und Signale, sondern bilden auch Schnittstellen für Datenübertragung.
[0004] Die bekannten Lösungen haben sich an sich bewährt. Es besteht aber ein ständiger
Bedarf an Weiterentwicklung, wobei eine größere Funktionalität bei erhöhter Sicherheit,
kompaktem Aufbau, geringerer Bauteilezahl und Variationsmöglichkeiten geschaffen wird.
[0005] Die Lösung dieses Problems ist die Aufgabe der Erfindung. Die Erfindung löst diese
Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Leitungssatz mit einem Steckverbinder umfasst ein Kabel mit
mindestens einer Aderleitung, die mit einem Verbindungselement elektrisch leitend
verbunden ist, wobei das Verbindungselement in einer durchgehenden Aufnahme in einem
Kontaktträger des Steckverbinders angeordnet ist. Ein erster Verbindungsabschnitt
des Verbindungselementes, mit welchem die mindestens eine Aderleitung an dem Verbindungselement
befestigt ist, weist einen ersten Außendurchmesser auf, welcher mit einem Innendurchmesser
einer Anschlussaufnahme der durchgehenden Aufnahme des Kontaktträgers korrespondiert.
[0007] Ein Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass durch die Ausgestaltung des ersten
Verbindungsabschnitts und der korrespondieren Anschlussaufnahme eine einfache Abdichtung
ermöglicht wird, die keine Zusatzteile erfordert.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0009] In einer Ausführung ist der Kontaktträger des Steckverbinders ein zylindrisches Bauteil
mit einer Längsachse, mit einer Anschlussseite der mindestens einen Aderleitung und
einer Steckerseite, wobei der Kontaktträger einen Anschlussabschnitt, einen Steckabschnitt,
einen umlaufenden Kragen, einen Randabschnitt, eine erste Stirnseite der Anschlussseite,
eine zweite Stirnseite der Steckerseite und die mindestens eine durchgehende Aufnahme
für das Verbindungselement aufweist. Der Kontaktträger kann vorteilhaft einfach als
ein Spritzgussteil aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff gefertigt werden.
[0010] Eine weitere Ausführung sieht vor, dass mittels eines engen Spaltmaßes oder einer
Presspassung des ersten Außendurchmessers des ersten Verbindungsabschnitts des Verbindungselementes
und dem dazu korrespondierenden Innendurchmesser der Anschlussaufnahme der durchgehenden
Aufnahme des Kontaktträgers eine Abdichtung, zumindest eine Durchspritzhemmung der
Umspritzmasse, zwischen dem ersten Verbindungsabschnitt des Verbindungselementes gegenüber
dem Kontaktträger gebildet ist. Diese Abdichtung ist als eine Art Spaltdichtung vorteilhaft
einfach auszubilden und erfordert keine weiteren Dichtungsteile, zumal es sich um
eine statische Anwendung handelt.
[0011] In einer weiteren Ausführung ist es vorteilhaft, wenn ein Abstand der Außenseite
des ersten Verbindungsabschnitts zu der Innenseite der Anschlussaufnahme in einem
Bereich von 0,05 mm Übermaß bis zu 0,1 mm Spaltmaß liegt, da auf diese Weise eine
einfache Abdichtung ermöglicht wird.
[0012] Eine noch weitere Ausführung sieht vor, dass ein freies Ende des ersten Verbindungsabschnitts
eine Stirnseite aufweist, die mit einer einheitlichen stabilen weitestgehend umlaufenden
erreichbaren Montagekante ausgebildet ist, wobei das andere Ende des ersten Verbindungsabschnitts
in einen Kröpfungsabschnitt übergeht. Die weitestgehend umlaufende Montagekante muss
in ihrem Umfang ja nicht immer geschlossen sein, denn das ist abhängig von der Dicke
des Leiters. Auf diese Weise ergibt sich eine vorteilhaft einfache Möglichkeit, das
Verbindungselement in den Kontaktträger schnell zu montieren. Dies kann manuell oder/und
maschinell mittels eines Montagewerkzeugs erfolgen.
[0013] In einer Ausführung weist der Kröpfungsabschnitt des ersten Verbindungsabschnitts
einen zweiten Außendurchmesser auf, der kleiner als der erste Außendurchmesser des
ersten Verbindungsabschnitts ist. So können auch Aderleitungen mit kleinerem Leiterquerschnitt
vorteilhaft an dem Verbindungselement befestigt werden.
[0014] In einer alternativen Ausführung weist der Kröpfungsabschnitt des ersten Verbindungsabschnitts
einen zweiten Außendurchmesser auf, der gleich groß wie der erste Außendurchmesser
des ersten Verbindungsabschnitts ist. Damit sind vorteilhaft auch Aderleitungen mit
größerem Leiterquerschnitt einsetzbar, wobei gleichzeitig der Kröpfungsabschnitt auch
eine Dichtwirkung bewirkt.
[0015] Es ist in einer anderen Ausführung von Vorteil, dass nach innen zu dem Innenbereich
der durchgehenden Aufnahme des Kontaktträgers des Steckverbinders eine Abdichtung
zu den Aderisolationen der Aderleitungen durch den Kröpfungsabschnitt des Verbindungselementes
gebildet ist.
[0016] In einer weiteren Ausführung ist es vorgesehen, dass ein Anschlussabschnitt des Kontaktträgers
in seinem Endbereich auf der Anschlussseite mit einem Endabschnitt eines Isolierkörpers
umgeben ist, wobei der Isolierkörper außerdem die mindestens ein freie Aderleitung
des Kabels und einen Endbereich des Kabels umgibt und die Steckverbindung fest mit
dem Isolierkörper verbindet. Auf diese Weise ist eine vorteilhaft einfache Abdichtung
des Kontaktträgers auf der Anschlussseite ermöglicht.
[0017] Eine noch weitere Ausführung sieht vor, dass der Isolierkörper aus einer Umspritzmasse
gebildet ist. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise unterschiedliche Isolierkörperformen,
insbesondere zur Handhabung und Zugentlastung, gestaltet werden können.
[0018] Dabei ist es in einer weiteren Ausführung vorgesehen, dass die Umspritzmasse mit
einer Außenseite des Anschlussabschnitts in dem ersten Viertel des Kontaktträgers
mit diesem, mit dem Randabschnitt, der Montagekante des Verbindungselementes und der
in dem ersten Verbindungsabschnitt befestigten mindestens einen Aderleitung in Kontakt
steht und somit eine Abdichtung des Verbindungselementes nach au-βen auf der Anschlussseite
des Steckverbinders bildet. So ergibt sich eine einfache Abdichtung, Zugentlastung
der Aderleitung, des Verbindungselementes, der durchgehenden Aufnahme und des Anschlussabschnitts
des Kontaktträgers.
[0019] In einer Ausführung fluchtet die einheitliche stabile weitestgehend umlaufend erreichbare
Montagekante mit dem Randabschnitt der Anschlussseite des Kontaktträgers. Dies ist
vorteilhaft für eine Abdichtung des Kontaktträgers, der Aderleitung, des Verbindungselementes
und der durchgehenden Aufnahme des Kontaktträgers. Die weitestgehend umlaufende Montagekante
muss in ihrem Umfang ja nicht immer geschlossen sein, denn das ist abhängig von der
Dicke des Leiters.
[0020] Eine Ausführung sieht vor, dass das Verbindungselement ein Crimpelement ist, wobei
der erste Verbindungsabschnitt ein Isolationscrimp, ein zweiter Verbindungsabschnitt
ein Leitercrimp und ein Kontaktabschnitt eine Steckhülse oder ein Steckstift ist.
Crimpelemente sind vorteilhafte Stanz-/Biegeteile, da sie kostengünstig sind und in
hoher Qualität verfügbare marktübliche Bauteile bilden.
[0021] In einer alternativen Ausführung kann das Verbindungselement ein Drehteil sein. Dies
ist z.B. für Sonderausführungen vorteilhaft und erhöht einen Einsatzbereich.
[0022] Es ergeben sich folgende Vorteile.
- eine stabile weitestgehend umlaufend erreichbare Montagekante des Verbindungselementes
- Abdichtung gegen Umspritzmasse an dem ersten Verbindungsabschnitt
- Abdichtung nach innen durch eine Kröpfung an die Aderleitungsisolation, je nach Isolationsdurchmesser
durch Anliegen oder/und Anpressen
- Abdichtung zum Kontaktträger durch immer gleichen Außendurchmesser
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben. Diese Ausführungsbeispiele dienen lediglich der Veranschaulichung der
Erfindung anhand bevorzugter Konstruktionen, welche aber die Erfindung nicht abschließend
darstellen. Es sind insofern im Rahmen der Ansprüche auch andere Ausführungsbeispiele
sowie Modifikationen und Äquivalente des dargestellten Ausführungsbeispiels realisierbar.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Perspektivansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Leitungssatzes;
- Fig. 2
- eine schematische Perspektivansicht eines Verbindungselementes des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische vergrößerte Perspektivansicht des Bereichs III des Verbindungselementes
nach Fig. 2;
- Fig. 4
- eine schematische vergrößerte Perspektivansicht des Bereichs IV des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 1;
- Fig. 5
- eine schematische vergrößerte Perspektivansicht eines Abschnitts eines Verbindungselementes
einer Variante des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1;
- Fig. 6-8
- schematische Ansichten eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Steckverbinders
des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1;
- Fig. 9
- eine schematische Schnittansicht des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Steckverbinders nach Fig. 6-8; und
- Fig. 10
- eine schematische Schnittansicht einer Variante des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Steckverbinders nach Fig. 9.
[0025] Fig. 1 stellt eine schematische Perspektivansicht eines Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Leitungssatzes 10 dar.
[0026] Der Leitungssatz 10 umfasst ein Kabel 1, mit mindestens einer Aderleitung 2 und einer
Kontakteinheit KE.
[0027] In dem gezeigten Beispiel weist das Kabel 1 vier Aderleitungen 2 auf. Jede Aderleitung
2 ist ein elektrischer Leiter 3 mit einer Isolierung. Der elektrische Leiter 3 kann
ein (Einzel-)Draht oder ein Litzenleiter sein.
[0028] Die Kontakteinheit KE weist mindestens ein elektrisch leitendes Verbindungselement
4 zur Verbindung einer Aderleitung 2 mit einem elektrisch leitenden Pol eines nicht
gezeigten Anschlusses auf. Ein solcher Anschluss kann ein Buchsenelement oder ein
Steckelement sein. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist jeder Aderleitung 2 des
Kabels 1 ein Verbindungselement 4 zugeordnet.
[0029] Jedes Verbindungselement 4 ist mit einer Steckhülse zur Kontaktierung eines Kontaktes
in einem Gegenstecker (z.B. Buchse oder Stecker) ausgebildet und weist zur Anbindung
an jeweils eine Aderleitung 2 einen ersten Verbindungsabschnitt 4a und einen zweiten
Verbindungsabschnitt 4b auf.
[0030] Das Verbindungselement 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel als ein Crimpelement ausgebildet.
Natürlich sind auch andere Ausbildungen möglich, wie z.B. ein Drehteil.
[0031] In dem gezeigten Beispiel des Crimpelementes ist der erste Verbindungsabschnitt 4a
ein Isolationscrimp und der zweite Verbindungsabschnitt 4b ein Leitercrimp.
[0032] Der erste Verbindungsabschnitt 4a bildet eine mechanische Befestigung eines Halteabschnitts
2a der isolierten Aderleitung 2 im Endbereich der Isolierung der Aderleitung 2.
[0033] In dem zweiten Verbindungsabschnitt 4b ist ein abisolierter Endabschnitt des Leiters
3 der Aderleitung 2 durch einen Crimp- oder Pressvorgang mechanisch und elektrisch
leitend befestigt.
[0034] Der zweite Verbindungsabschnitt 4b ist mit einem Kontaktabschnitt 4c, der hier die
Steckhülse bildet, elektrisch leitend einstückig verbunden. Anstelle der Steckhülse
kann das Verbindungselement 4 auch mit einem Steckerelement, z.B. Steckstift, als
Kontaktabschnitt 4c versehen sein.
[0035] Die Kontakteinheit KE ist für den Einbau in einen Kontaktträger 7 vorgesehen. Dies
wird unten noch weiter beschrieben.
[0036] Fig. 2 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines Verbindungselementes 4 des
Ausführungsbeispiels nach Fig. 1.
[0037] In Fig. 3 ist eine schematische vergrößerte Perspektivansicht des Bereichs III des
Verbindungselementes 4 nach Fig. 2 gezeigt.
[0038] In Fig. 2 ist das Verbindungselement 4 vor einer Montage dargestellt. Der erste Verbindungsabschnitt
4a und der zweite Verbindungsabschnitt 4b sind mit einem ersten Verbindungssteg 4d
miteinander verbunden. Der Kontaktabschnitt 4c ist über einen zweiten Verbindungssteg
4e an dem zweiten Verbindungsabschnitt 4b angebracht.
[0039] An dem zweiten Verbindungssteg 4e ist ein nach außen vorstehender Vorsprung 4h angeformt.
Dieser Vorsprung 4h dient beim Einsetzen bzw. Einschieben des Verbindungselementes
4 in den Kontaktträger 7 zur Fixierung des Verbindungselementes 4 und wird unten im
Zusammenhang mit Fig. 6 noch weiter erläutert.
[0040] Ein freies Ende des ersten Verbindungsabschnitts 4a weist eine Stirnseite auf. Die
ersten Verbindungsabschnitte 4a sind an dieser Stirnseite mit einer einheitlichen
stabilen weitestgehend umlaufend erreichbaren Montagekante 4g ausgebildet. Die weitestgehend
umlaufende Montagekante muss in ihrem Umfang ja nicht immer geschlossen sein, denn
das ist abhängig von der Dicke des Leiters. Das andere Ende des ersten Verbindungsabschnitts
4a geht in einen Kröpfungsabschnitt 4f über, welcher seinerseits mit dem zweiten Verbindungsabschnitt
4e verbunden ist.
[0041] Fig. 4 zeigt eine schematische vergrößerte Perspektivansicht des Bereichs IV des
Ausführungsbeispiels nach Fig. 1.
[0042] In dieser Darstellung ist die Aderleitung 2 des Kabel 1 an dem Verbindungselement
4 angeschlagen, d.h. befestigt. Dabei ist die Aderleitung 2 mit ihrem Halteabschnitt
2a in dem Endbereich ihrer Isolierung in dem ersten Verbindungsabschnitt 4a durch
Vercrimpung bzw. Verpressung des ersten Verbindungsabschnitt 4a und Vercrimpung bzw
Verpressung des Kröpfungsabschnitts 4f mechanisch befestigt.
[0043] Ein erster Endbereich 5 des ersten Verbindungsabschnitts 4a unterhalb der Montagekante
4g weist einen festgelegten Außendurchmesser auf, der immer mit einem gleichen Außendurchmesser
gefertigt wird. Dieser wird unten noch näher erläutert.
[0044] Ein zweiter Endbereich 5a des ersten Verbindungsabschnitts 4a im Kröpfungsabschnitt
4f weist in diesem Ausführungsbeispiel einen Außendurchmesser auf, der kleiner als
der Außendurchmesser in dem ersten Endbereich 5 des ersten Verbindungsabschnitts 4a
ist. Dies ist durch die Abmessungen der Aderleitung 2 bedingt, da verschiedene Leiterquerschnitte
und Isolationsdicken möglich sind.
[0045] Ein Ende des Halteabschnitts 2a mit dem Ende der Isolierung steht aus dem Kröpfungsabschnitt
4f über dem ersten Verbindungssteg 4d zu dem zweiten Verbindungsabschnitt 4c hervor.
[0046] Der abisolierte Endbereich des Leiters 3 ist mit dem zweiten Verbindungsabschnitt
4c ebenfalls durch Vercrimpung bzw. Verpressung verbunden.
[0047] Fig. 5 stellt eine schematische vergrößerte Perspektivansicht eines Abschnitts eines
Verbindungselementes 4 einer Variante des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 dar.
[0048] Im Unterschied zu dem Verbindungselement 4 des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 und
Fig. 4 ist das Verbindungselement 4 der Variante für eine Aderleitung 2 mit grö-βeren
Abmessungen (Leiterquerschnitt, Isolationsdicke) als diejenigen der Aderleitung 2
des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 und Fig. 4 vorgesehen.
[0049] Die Vercrimpung bzw. Verpressung ist hierfür in Fig. 5 gezeigt. Der Außendurchmesser
des ersten Endbereiches 5 nahe der Montagekante 4g entspricht dem Außendurchmesser
des ersten Endbereiches 5 des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 und 4.
[0050] Der Außendurchmesser des zweiten Endbereiches 5'a des ersten Verbindungsabschnitts
4a im Kröpfungsabschnitt 4'f weist in dieser Variante des Ausführungsbeispiels jedoch
den gleichen Außendurchmesser wie der erste Endbereich 5 des ersten Verbindungsabschnitts
4a auf. Mit anderen Worten, der erste Verbindungsabschnitt 4a weist in allen Bereichen
den gleichen Außendurchmesser auf. Der Kröpfungsbereich 4'f ist hierbei ohne Kröpfung
ausgebildet und liegt an dem Haltebereich 2a der Isolierung der Aderleitung 2 an.
[0051] Fig. 6-8 zeigen schematische Ansichten des Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Steckverbinders 6 des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1.
[0052] In Fig. 6 ist eine schematische Schnittdarstellung des Steckverbinders 6 mit den
Aderleitungen 2 des Leitungssatzes 10 gezeigt.
[0053] Fig. 7 stellt eine perspektivische Ansicht des Steckverbinders 6 mit dem Leitungssatz
10 nach Fig. 6 dar.
[0054] Fig. 8 zeigt die Ansicht des Steckverbinders 6 nach Fig. 7 mit einem Montagewerkzeug
11.
[0055] Die Kontakteinheit KE mit den Verbindungselementen 4 des Leitungssatzes 10 wird in
einem Kontaktträger 7 eines Steckverbinders 6 mit Hilfe eines Montagewerkzeuges 11
(Fig. 8) montiert.
[0056] Der Kontaktträger 7 ist hier ein zylindrisches Bauteil mit einer Längsachse 7a, mit
einer Anschlussseite AN für die Aderleitungen 2 und einer Steckerseite ST. Der Kontaktträger
7 weist einen Anschlussabschnitt 7b, einen Steckabschnitt 7c, einen umlaufenden Kragen
7d, einen Randabschnitt 7e einer ersten Stirnseite der Anschlussseite AN und eine
zweite Stirnseite 7f der Steckerseite ST auf.
[0057] Der Kontaktträger ist aus einem Isolationswerkstoff, z.B. Kunststoff, hergestellt.
[0058] Beginnend an der Anschlussseite AN erstreckt sich der Anschlussabschnitt 7b in Richtung
der Längsachse 7a und geht dann in den Steckabschnitt 7c über. Der Übergang von Anschlussabschnitt
7b und Steckabschnitt 7c ist von dem umlaufenden, radial nach außen hervorstehenden
Kragen 7d umgeben.
[0059] In diesem Ausführungsbeispiel weist der Kontaktträger 7 vier durchgehende Aufnahmen
8 auf, welche parallel zu der Längsachse 7a des Kontaktträgers von einer ersten Stirnseite
mit dem Randabschnitt 7e zu einer gegenüberliegenden zweiten Steckstirnseite 7f verlaufen.
Die durchgehenden Aufnahmen 8 dienen jeweils zur Aufnahme der Verbindungselemente
4.
[0060] Jede der durchgehenden Aufnahmen 8 weist eine Anschlussaufnahme 8a im Bereich des
Anschlussabschnittes 7a des Kontaktträgers 7 und eine Steckeraufnahme 8b im Bereich
des Steckabschnittes 7c des Kontaktträgers 7 auf. Die Anschlussaufnahme 8a und die
Steckeraufnahme 8b gehen im Bereich des umlaufenden Kragens 7d ineinander über.
[0061] Die Verbindungselemente 4 mit den daran befestigten Aderleitungen 2 des Kabels 1
werden von der Anschlussseite AN her in die jeweiligen durchgehenden Aufnahmen 8 eingesteckt.
Dabei kommt beispielsweise ein Montagewerkzeug 11 mit einem abgeschrägten Montageende
mit einer Öffnung 11a zum Einsatz (Fig. 8), welches auf die Montagekante 4g des Verbindungselementes
4 beim Einsetzen einen Druck ausübt. Die Öffnung 11a ist für die Aderleitung 2 ausgeformt,
um diese hierbei zu umfassen und nicht zu beschädigen.
[0062] Die Montage der Verbindungselemente 4 kann manuell oder/und maschinelle erfolgen.
[0063] Die durchgehenden Aufnahmen 8 sind mit einem kreisförmigen Querschnitt in den Kontaktträger
7 eingeformt und derart ausgebildet, dass der Vorsprung 4h eines jeweiligen Verbindungselementes
4 in einer Ausnehmung 8c im Bereich des Übergangs einer jeweiligen Anschlussaufnahme
8a und der dazugehörigen Verbinderaufnahme 8b einrastet und somit das dazugehörige
Verbindungselement 4 in einer festgelegten Position in der jeweiligen durchgehenden
Aufnahme 8 fixiert.
[0064] Wenn die Verbindungselemente 4 in den durchgehenden Aufnahmen 8 montiert, d.h. eingesteckt
und fixiert, sind, sind die ersten Verbindungsabschnitte 4a und zweiten Verbindungsabschnitte
4b jeweils in der Anschlussaufnahme 8a angeordnet, wobei die Kontaktabschnitte 4c
jeweils in der Verbinderaufnahme 8b angeordnet sind.
[0065] Die ersten Verbindungsabschnitte 4a der Verbindungselemente 4 mit der jeweiligen
daran befestigten Aderleitung 2 sind mit ihrem jeweiligen Endbereich 5 in dem Eingangsbereich
der jeweiligen Anschlussaufnahme 8a positioniert. Der Außendurchmesser der Endbereiche
5 korrespondiert zu dem Innendurchmesser 9 der jeweiligen Anschlussaufnahme 8a. Dies
ist in Fig. 7-8 dargestellt. Mittels eines engen Spaltma-βes oder einer Presspassung
des Außendurchmessers der Endbereiche 5 und dem dazu korrespondierenden Innendurchmesser
9 wird eine Abdichtung zwischen dem ersten Verbindungsabschnitt 4a des Verbindungselementes
4 gegenüber dem Kontaktträger 7 erreicht. Dabei liegt ein Abstand der Außenseite des
ersten Verbindungsabschnitts 4a zu der Innenseite der Anschlussaufnahme 8a in einem
Bereich von 0,05 mm Übermaß bis zu 0,1 mm Spaltmaß. Beispielsweise kann der Abstand
etwa 0,05 mm betragen.
[0066] Für eine derartige Abdichtung trägt insbesondere die einheitliche stabile weitestgehend
umlaufend erreichbaren Montagekante 4g bei, welche hier mit dem Randabschnitt 7e des
Kontaktträgers 7 fluchtet.
[0067] In Fig. 9 ist eine schematische Schnittansicht des ersten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Steckverbinders 6 nach Fig. 6-8 dargestellt.
[0068] Der Anschlussabschnitt 7b ist in seinem Endbereich auf der Anschlussseite AN hier
etwa zu einem Viertel mit einem Endabschnitt eines Isolierkörpers 12 umgeben. Der
Isolierkörper 12 umgibt hier außerdem die freien Aderleitungen 2 des Kabels 1 und
einen Endbereich des Kabels 1. Auf diese Weise ist die Steckverbindung 6 fest mit
dem Isolierkörper 12 verbunden.
[0069] Der Isolierkörper 12 ist aus einer Umspritzmasse 12a gebildet, welche den Kontaktträger
7 des Steckverbinders 6, die sich aus der Anschlussseite AN des Steckverbinders 6
zu dem Kabel 1 erstreckenden Aderleitungen 2 und einen Endbereich der Isolierung des
Kabels 1 umgeben.
[0070] Die Umspritzmasse 12a steht mit der Außenseite des Anschlussabschnitts 7b in dem
ersten Viertel des Kontaktträgers 7, mit dem Randabschnitt 7e, den Montagekanten 4g
eines jeden Verbindungselementes 4 und den in den ersten Verbindungsabschnitten 4a
befestigten Aderleitungen 2 in Kontakt und bildet somit eine Abdichtung der Verbindungselemente
4 nach außen auf der Anschlussseite AN des Steckverbinders 6.
[0071] Nach innen, d.h. zu dem Innenbereich der durchgehenden Aufnahmen 8 des Kontaktträgers
7 des Steckverbinders 6 wird eine Abdichtung durch die Aderisolationen der Halteabschnitte
2a der Aderleitungen 2 durch den jeweiligen Kröpfungsabschnitt 4f des zugehörigen
Verbindungselementes 4 erzielt. Dies erfolgt je nach Isolationsdurchmesser des Halteabschnitts
2a der Aderleitungen 2 durch Anliegen bzw. Anpressen des jeweiligen Kröpfungsabschnittes
4f.
[0072] Fig. 10 zeigt eine schematische Schnittansicht einer Variante des Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Steckverbinders 6 nach Fig. 9, wobei ein Außendurchmesser der
Aderisolationen der Halteabschnitte 2a der Aderleitungen 2 hier größer als bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 ausgebildet ist. Hierbei sind die Außendurchmesser
der ersten Verbindungsabschnitte 4a und der Kröpfungsabschnitte 4f gleich groß und
dichten das Verbindungselement 4 gegenüber der Anschlussaufnahme 8a über die gesamte
Länge von erstem Verbindungsabschnitt 4a und Kröpfungsabschnitt 4f ab.
[0073] Die Verbindungselemente 4 können so genannte Gleichteile sein sowohl für das Ausführungsbeispiel
als auch die Variante.
[0074] Die Verbindungselemente 4 können als Stanz-/Biegeteile oder auch als Drehteile ausgebildet
sein.
[0075] Der Isolierkörper 12 bildet eine Zugentlastung für die Aderleitungen 2 und das Kabel
1 im Zusammenhang mit dem Steckverbinder 6.
[0076] Die Erfindung ist durch die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele nicht eingeschränkt,
sondern im Rahmen der Ansprüche modifizierbar.
Bezugszeichenliste
[0077]
| Kabel |
1 |
| Aderleitung |
2 |
| Halteabschnitt |
2a |
| Leiter |
3 |
| Verbindungselement |
4 |
| Verbindungsabschnitt |
4a, 4b |
| Kontaktabschnitt |
4c |
| Verbindungssteg |
4d, 4e |
| Kröpfungsabschnitt |
4f, 4'f |
| Montagekante |
4g |
| Vorsprung |
4h |
| Endbereich |
5; 5a, 5'a |
| Steckverbinder |
6 |
| Kontaktträger |
7 |
| Längsachse |
7a |
| Anschlussabschnitt |
7b |
| Steckabschnitt |
7c |
| Kragen |
7d |
| Randabschnitt |
7e |
| Steckstirnseite |
7f |
| Aufnahme |
8 |
| Anschlussaufnahme |
8a |
| Verbinderaufnahme |
8b |
| Ausnehmung |
8c |
| Innendurchmesser |
9 |
| Leitungssatz |
10 |
| Montagewerkzeug |
11 |
| Öffnung |
11a |
| Isolierkörper |
12 |
| Umspritzmasse |
12a |
| Anschlussseite |
AN |
| Kontakteinheit |
KE |
| Steckerseite |
ST |
1. Leitungssatz (10) mit einem Steckverbinder (6), umfassend ein Kabel (1) mit mindestens
einer Aderleitung (2), die mit einem Verbindungselement (4) elektrisch leitend verbunden
ist, wobei das Verbindungselement (4) in einer durchgehenden Aufnahme (8) in einem
Kontaktträger (7) des Steckverbinders (6) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Verbindungsabschnitt (4a) des Verbindungselementes (4), mit welchem die
mindestens eine Aderleitung (2) an dem Verbindungselement (4) befestigt ist, einen
ersten Außendurchmesser aufweist, welcher mit einem Innendurchmesser (9) einer Anschlussaufnahme
(8a) der durchgehenden Aufnahme (8) des Kontaktträgers (7) korrespondiert.
2. Leitungssatz (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktträger (7) des Steckverbinders (6) ein zylindrisches Bauteil mit einer
Längsachse (7a), mit einer Anschlussseite (AN) der mindestens einen Aderleitung (2)
und einer Steckerseite (ST) ist, wobei der Kontaktträger (7) einen Anschlussabschnitt
(7b), einen Steckabschnitt (7c), einen umlaufenden Kragen (7d), einen Randabschnitt
(7e) eine erste Stirnseite der Anschlussseite (AN), eine zweite Stirnseite (7f) der
Steckerseite (ST) und die mindestens eine durchgehende Aufnahme (8) für das Verbindungselement
(4) aufweist.
3. Leitungssatz (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines engen Spaltmaßes oder einer Presspassung des ersten Außendurchmessers
des ersten Verbindungsabschnitts (4a) des Verbindungselementes (4) und dem dazu korrespondierenden
Innendurchmesser (9) der Anschlussaufnahme (8a) der durchgehenden Aufnahme (8) des
Kontaktträgers (7) eine Abdichtung, zumindest eine Durchspritzhemmung der Umspritzmasse
(12a), zwischen dem ersten Verbindungsabschnitt (4a) des Verbindungselementes (4)
gegenüber dem Kontaktträger (7) gebildet ist.
4. Leitungssatz (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand der Außenseite des ersten Verbindungsabschnitts (4a) zu der Innenseite
der Anschlussaufnahme (8a) in einem Bereich von 0,05 mm Übermaß bis zu 0,1 mm Spaltmaß
liegt.
5. Leitungssatz (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein freies Ende des ersten Verbindungsabschnitts (4a) eine Stirnseite aufweist, die
mit einer einheitlichen stabilen weitestgehend umlaufenden erreichbaren Montagekante
(4g) ausgebildet ist, wobei das andere Ende des ersten Verbindungsabschnitts (4a)
in einen Kröpfungsabschnitt (4f) übergeht.
6. Leitungssatz (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kröpfungsabschnitt (4f) des ersten Verbindungsabschnitts (4a) einen zweiten Außendurchmesser
aufweist, der kleiner als der erste Außendurchmesser des ersten Verbindungsabschnitts
(4a) ist.
7. Leitungssatz (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kröpfungsabschnitt (4f) des ersten Verbindungsabschnitts (4a) einen zweiten Außendurchmesser
aufweist, der gleich groß wie der erste Außendurchmesser des ersten Verbindungsabschnitts
(4a) ist.
8. Leitungssatz (10) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach innen zu dem Innenbereich der durchgehenden Aufnahme (8) des Kontaktträgers
(7) des Steckverbinders (6) eine Abdichtung zu den Aderisolationen der Aderleitungen
(2) durch den Kröpfungsabschnitt (4f) des Verbindungselementes (4) gebildet ist.
9. Leitungssatz (10) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussabschnitt (7b) des Kontaktträgers (7) in seinem Endbereich auf der Anschlussseite
(AN) mit einem Endabschnitt eines Isolierkörpers (12) umgeben ist, wobei der Isolierkörper
(12) außerdem die mindestens eine freie Aderleitung (2) des Kabels (1) und einen Endbereich
des Kabels (1) umgibt und die Steckverbindung (6) fest mit dem Isolierkörper (12)
verbindet.
10. Leitungssatz (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (12) aus einer Umspritzmasse (12a) gebildet ist.
11. Leitungssatz (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umspritzmasse (12a) mit einer Außenseite des Anschlussabschnitts (7b) in dem
ersten Viertel des Kontaktträgers (7), mit dem Randabschnitt (7e), der Montagekante
(4g) des Verbindungselementes (4) und der in dem ersten Verbindungsabschnitt (4a)
befestigten mindestens einen Aderleitung (2) in Kontakt steht und somit eine Abdichtung
des Verbindungselementes (4) nach außen auf der Anschlussseite (AN) des Steckverbinders
(6) bildet.
12. Leitungssatz (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die einheitliche stabile weitestgehend umlaufend erreichbare Montagekante (4g) mit
dem Randabschnitt (7e) der Anschlussseite (AN) des Kontaktträgers (7) fluchtet.
13. Leitungssatz (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (4) ein Crimpelement ist, wobei der erste Verbindungsabschnitt
(4a) ein Isolationscrimp, ein zweiter Verbindungsabschnitt (4b) ein Leitercrimp und
ein Kontaktabschnitt (4c) eine Steckhülse oder ein Steckstift ist.