[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Anordnung einer Aufnahmeeinrichtung für
Befestigungsmittel einer Fensterbankbefestigung in einem Mauerwerk gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Bei derartigen Mauerwerken, insbesondere bei Verblendmauerwerken
aus Klinker o.ä. wird üblicherweise erst die Mauer angefertigt und dann auf die Oberseite
der Mauer im Bereich der Fensteröffnung die Fensterbank montiert. Hierzu müssen üblicherweise
Schrauben in das Mauerwerk eingebracht werden. Bei den hiermit verbundenen Arbeiten
kann es passieren, dass die Mauersteine selbst oder die diese verbindenden Mörtelschichten
beschädigt werden. Dies kann dazu führen, dass das Mauerwerk undicht wird und somit
durch Witterungseinflüsse beschädigt wird, so dass Risse und Feuchtigkeitsschäden
im Mauerwerk entstehen können.
[0002] Die
DE 10 2015 224 314 A1 beschreibt ein Befestigungselement zur absturzsicheren Befestigung eines Bauelements
an einem Baukörper. Es sind mehrere Rundlöcher vorgesehen, zur Verschraubung des Befestigungselements
im Mauerwerk sowie eine Buchse zur Aufnahme des Bauelements. Nachteilig bei dieser
Vorrichtung ist, dass sie Schrauben ins Mauerwerk eingebracht werden müssen und dadurch
das Mauerwerk bzw. der Mörtel beschädigt werden, was zu Undichtigkeiten führen kann.
[0003] In der
CH 705 239 A2 ist eine Vorrichtung zur Befestigung von mindestens einem Element an einem Mauerwerk
gezeigt. Die Vorrichtung weist zwei längliche Teile auf, die senkrecht zueinander
angeordnet sind und im Mauerwerk verbaut werden. Hierbei weist das erste längliche
Teil nach außen, während das zweite längliche Teil in einer Stoßfuge und einem Handloch
angeordnet ist, wobei das Handloch mit Mörtel gefüllt ist. Das zweite längliche Teil
kann ein zylindrisch ausgebildeter Bewehrungsstahl sein. Nachteilig ist hier, dass
bei einem Einbau in ein Mauerwerk ohne Handlöcher, wie beispielsweise in einem Verblendmauerwerk
wie einem Klinkermauerwerk der Halt nicht so gut gegeben ist, insbesondere bei der
Ausgestaltung des zweiten länglichen Teils als zylindrischer Bewehrungsstahl. Außerdem
ist das Ende des ersten länglichen Teils von der Breitseite des Mauerwerks her zugänglich
und nicht von der Oberseite. Ein Einbau um 90 Grad gedreht, um das erste längliche
Teil von oben aus zugänglich zu machen, ist nicht so einfach, da die Stabilität der
Befestigung hier dadurch erzielt wird, dass das zweite längliche Teil in ein Handloch
eingreift. Ein Eingriff in z.B. eine Lagenfuge würde nicht den gleichen Halt erzielen.
[0004] Schließlich beschreibt die
US 2,697,932 Fensterbänke und eine Befestigungsvorrichtung für diese. Die Befestigung weist eine
Ankerplatte auf, die in etwa T-förmig ist und an der die Fensterbank befestigt wird.
Der längliche Abschnitt der T-förmigen Platte ist in einer Stoßfuge in der obersten
Lage des Mauerwerks angeordnet. Am unteren Ende ist ein Flansch vorgesehen, der einen
Stein der obersten Lage des Mauerwerks untergreift. Nachteilig ist hier, dass die
verwendeten Fensterbänke genau zu der fest verbauten Vorrichtung passen müssen, denn
die Befestigungsmittel für die Fensterbank sind mit der Ankerplatte einstückig ausgebildet.
Außerdem ist der Flansch, der einen Stein untergreift, recht klein ausgebildet und
sichert die Ankerplatte nur in eine Richtung. Gerade bei höheren Belastungen durch
Wind o.ä. kann dies nicht ausreichend sein.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher die vorerwähnten Nachteile zu vermeiden eine Möglichkeit
zu schaffen, um Befestigungsmittel für eine Fensterbank in das Mauerwerk einzubringen
und dort sicher zu befestigen, ohne dass das Mauerwerk beschädigt wird. Eine weitere
Aufgabe der Erfindung ist es eine Baugruppe aus einem Mauerwerk und wenigstens einer
Vorrichtung zu schaffen. Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale der Ansprüche 1 und 11 gelöst, denen folgende besondere Bedeutung zukommt.
[0006] Die Vorrichtung weist eine Trägerplatte auf, die in eine Lagenfuge unterhalb der
obersten Schicht des Mauerwerks einbringbar ist. Weiterhin umfasst die erfindungsgemäße
Vorrichtung eine Aufnahmeeinrichtung, die an der Trägerplatte angeordnet ist und von
dieser in etwa in einem rechten Winkel weg ragt. Hierdurch ist es möglich, dass die
Aufnahmeeinrichtung in einer Stoßfuge des Mauerwerks angeordnet werden kann. Im im
Mauerwerk montierten Zustand durchgreift die Aufnahmeeinrichtung dann eine Stoßfuge
in der obersten Schicht des Mauerwerks und ist von der Oberseite des Mauerwerks her
zugänglich. In diese Aufnahmeeinrichtung sind dann das bzw. die Befestigungsmittel
der Fensterbank einbringbar ohne dass durch die Montage das Mauerwerk beschädigt wird.
Durch die Trägerplatte wird die Aufnahmeeinrichtung im Mauerwerk gelagert und gehalten.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sehr flexibel einsetzbar und so auch zu allen
DIN- und Sonderformaten kompatibel. Die Trägerplatte hat flache flächige Form, deren
Länge größer ist als deren Breite. Die Aufnahmeeinrichtung ist mittig auf der Trägerplatte
angeordnet und zwar sowohl in Richtung der Längenerstreckung als auch in Richtung
der Breitenerstreckung der Trägerplatte. Somit ist die Trägerplatte geeignet unter
wenigstens zwei Steinen des Mauerwerks angeordnet zu sein, um einen guten und stabilen
Halt zu bilden. Je nach genauem Anwendungsfall, wenn beispielsweise die Fensterbank
sehr schwer ist oder in einer sehr windigen Region steht und die Vorrichtung somit
größere Kräfte aufnehmen muss, kann die Trägerplatte auch verlängert oder verbreitert
werden und kann dann auch unter mehr Steinen angeordnet sein. Die Positionierung der
Aufnahmeeinrichtung in der Mitte der Trägerplatte sorgt für eine gleichmäßige und
gute Kraftverteilung.
[0007] In die Aufnahmeeinrichtung sind dann Befestigungsmittel wie Schrauben oder Bolzen
einbringbar. Es können eine oder mehrere Ausnehmungen vorgesehen, welche ein Innengewinde
aufweisen, in welches die Schrauben eingebracht werden können. Die Aufnahmeeinrichtung
kann auch eine oder mehrere Hülsen umfassen, in welche das bzw. die Befestigungsmittel
aufnehmbar sind. Wenn es sich bei den Befestigungsmitteln um Schrauben handelt, können
die Hülsen vorteilhafterweise ein Innengewinde aufweisen. Die Hülsen können dabei
einzeln oder zu mehreren direkt auf der Trägerplatte oder auch innerhalb der Aufnahmeeinrichtung
in einem Gehäuse angeordnet sein.
[0008] Bevorzugterweise weist die Trägerplatte eine oder mehrere Öffnungen oder Durchbrüche
auf, in die der Mörtel aus der Lagenfuge zumindest bereichsweise eindringen kann.
Die Form und Anordnung dieser Öffnungen oder Durchbrüche kann variieren. Die Trägerplatte
kann auch aus einem Lochblech bestehen. Da der Mörtel beim Einbau in die Öffnungen
bzw. Durchbrüche eindringt, kann sich die Trägerplatte besonders gut in der Lagenfuge
verkrallen und die Aufnahmeeinrichtung wird besonders gut im Mauerwerk befestigt.
[0009] Die Trägerplatte kann aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. So kann die
Trägerplatte als Metallprofil ausgebildet sein, welches bevorzugt mindestens eine
Öffnung aufweist. Auch kann die Trägerplatte als metallisches Netz, Gewebe oder Gewirk
ausgestaltet sein. Selbstverständlich ist es auch möglich die Trägerplatte aus einem
Kunststoffmaterial oder auch aus einem textilen Material vorzusehen, insbesondere
einem Gewebe oder Gewirk. Das textile Material kann dann so beschaffen sein, dass
die Maschengröße bzw. die Fadendichte so gewählt ist, dass das Material die Öffnungen
bildet, in die der Mörtel eindringen kann. Die Trägerplatte kann starr (z.B. als Profil)
oder beweglich (z.B. als metallisches Netz) ausgebildet sein.
[0010] Je nach Material der Trägerplatte und der Aufnahmeeinrichtung ist eine Vielzahl von
Befestigungsmöglichkeiten dieser beiden Bauteile aneinander möglich. Insbesondere
sind hier Schweißen, Kleben, Nieten, Verschrauben oder auch eine einstückige Ausbildung
der beiden Bauteile aneinander zu nennen. Diese Aufzählung ist nicht als abschließend
anzusehen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass beide Bauteile sicher miteinander
verbunden sind, damit eine sichere Befestigung des Befestigungsmittels und damit der
Fensterbank am Mauerwerk erfolgen kann.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Trägerplatte an ihrer Unterseite einen
Vorsprung auf, der aus der Unterseite herausragt. Dieser Vorsprung ist dann in eine
Stoßfuge in der zweiten Schicht des Mauerwerks einbringbar. Hierdurch wird die Trägerplatte
noch sicherer in der Lagenfuge gehalten und gegen ein Verrutschen gesichert. Besonders
bevorzugt ist der Vorsprung an der Trägerplatte verschieblich angeordnet, insbesondere
durch mindestens ein Langloch in der Trägerplatte. Dieses kann dann in Richtung der
Längsachse der Trägerplatte angeordnet sein, so dass der Vorsprung in Längsrichtung
der Trägerplatte verschieblich ist, um an der Stoßfuge ausgerichtet zu werden. In
einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Vorsprung als Klammer ausgebildet,
der sich in einer Stoßfuge bzw. an den Mauersteinen verklemmen kann. Alternativ kann
der Vorsprung auch als Dübel ausgebildet sein.
[0012] Weiterhin ist von der Erfindung auch eine Baugruppe, bestehend aus einem Mauerwerk
und mindestens einer erfindungsgemäßen Vorrichtung umfasst. Die Vorrichtung ist unter
der obersten Schicht von Mauersteinen angeordnet, so dass die Trägerplatte unter wenigstens
zwei Mauersteinen in der Lagenfuge angeordnet ist. Die Aufnahmeeinrichtung durchdringt
dann eine Stoßfuge der obersten Lage und zwar dergestalt, dass sie von der Oberseite
des Mauerwerks her zugänglich ist. So kann eine Fensterbank oder auch ein anderer
Gegenstand an der Aufnahmeeinrichtung befestigt werden, ohne das Mauerwerk oder den
Mörtel zu beschädigen. Die Länge der Aufnahmeeinrichtung ist dabei an die Höhe eines
Mauersteins angepasst, so dass für verschieden hohe Mauersteine verschiedene Vorrichtungen
vorgesehen sind.
[0013] Weitere Vorteile und Ausführungsformen der Erfindung werden in den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung sowie den Zeichnungen dargestellt. In den Figuren ist
die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt. zeigen:
- Fig. 1:
- ein Mauerwerk mit einer montierten erfindungsgemäßen Vorrichtung, mit einem Kunststoffprofil
als Aufnahmeeinheit,
- Fig. 2:
- ein Mauerwerk mit einer montierten erfindungsgemäßen Vorrichtung, mit einer Hülse
als Aufnahmeeinheit,
- Fig. 3:
- eine Trägerplatte aus einem Gewebe mit Kunststoffprofil als Aufnahmeeinheit,
- Fig. 4:
- eine Trägerplatte aus einem Metallprofil mit einer Hülse als Aufnahmeeinheit,
- Fig. 5:
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Fig. 1 mit einem zusätzlichen Vorsprung an
der Unterseite und
- Fig. 6:
- die Ausführungsform gemäß Fig. 5 in schematischer Seitenansicht.
[0014] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung gezeigt, die in einem Mauerwerk 10
angeordnet ist. Die Trägerplatte 30 ist dabei in einer Lagenfuge 13 unterhalb der
obersten Schicht 12 des Mauerwerks 10 so angeordnet, dass die Aufnahmeeinrichtung
20 in eine Stoßfuge 14 zwischen zwei Mauersteinen 16 des Mauerwerks 10 hineinragt.
Als Aufnahmeeinrichtung 20 ist hier ein Kunststoffprofil 21 vorgesehen, in welches
beispielsweise Löcher für die Aufnahme von Befestigungsmitteln wie Schrauben o.ä.
einbringbar sind. Die Aufnahmeeinrichtung 20 ist in dieser Position von der Oberseite
11 des Mauerwerks 10 her zugänglich, um die Befestigungsmittel einzubringen.
[0015] Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Als Aufnahmeeinrichtung 20
ist hier eine Hülse 22 vorgesehen, welche in diesem Ausführungsbeispiel ein Innengewinde
23 aufweist. In dieses kann ein Befestigungsmittel wie eine Schraube oder Gewindestange
hinein geschraubt werden. Es können selbstverständlich auch mehrere Hülsen 22 an der
Trägerplatte 30 befestigt sein. Auch das Innengewinde 23 der Hülse 22 ist von der
Oberseite 11 des Mauerwerks 10 her zugänglich.
[0016] Die Fig. 3 und 4 zeigen die Trägerplatten 30 und die Aufnahmeeinrichtungen 20 aus
den Fig. 1 und 2 ohne Mauerwerk 10. Man erkennt, dass die Aufnahmeeinrichtungen 20
in etwa senkrecht zu den in eine Lagenfuge 13 eingebrachten Trägerplatten 30 angeordnet
sind, um in eine Stoßfuge 14 des Mauerwerks 10 eingebracht zu werden, die ebenfalls
in etwa senkrecht zu den Lagenfugen 13 des Mauerwerks 10 angeordnet sind.
[0017] Die Trägerplatte 30 aus Fig. 3 besteht hier aus einem Gewebe 33, welches recht grob
gewebt ist und dadurch eine Vielzahl von Öffnungen 31 aufweist, in welche Mörtel aus
der Lagenfuge 13 eindringen kann, um so die Trägerplatte 30 gut im Mauerwerk 10 zu
befestigen.
[0018] Im Gegensatz dazu ist in Fig. 4 eine Trägerplatte 30 aus einem starren Material wie
Metall oder Kunststoff gezeigt, in welche ebenfalls mehrere Öffnungen 31 eingebracht
sind. Auch in diese Öffnungen 31 kann der Mörtel der Lagenfuge 13 eindringen und sich
dort verkrallen, um die Trägerplatte besser im Mauerwerk 10 zu sichern. Statt nur
einer Hülse 22 können auch mehrere Hülsen 22 vorgesehen sein. Diese können dann je
nach Anordnung in die gleiche oder in unterschiedliche Stoßfugen 14 eingebracht werden.
[0019] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigen die Fig. 5 und 6. Auch hier
ist wieder eine Trägerplatte 30 unterhalb der obersten Schicht 12 des Mauerwerks 10
angeordnet und ein Kunststoffprofil 21 als Aufnahmeeinrichtung 20 vorgesehen. Auf
der Unterseite 36 der Trägerplatte 30 ist hier jedoch ein Vorsprung 34 angeordnet,
der in diesem Ausführungsbeispiel die Form einer Klammer aufweist. Andere Formen des
Vorsprungs 34 sind ebenfalls denkbar und von der Erfindung mit umfasst, wie beispielsweise
Stifte, Dübel o.ä. Der Vorsprung 34 kann dann in eine Stoßfuge 14 in der zweiten Schicht
15 des Mauerwerks 10 eindringen, um die Trägerplatte 30 noch sicherer zu halten. Damit
der Vorsprung 34 gut in eine Stoßfuge 14 eintauchen kann, ist in der Trägerplatte
30 ein Langloch 35 vorgesehen, innerhalb dessen der Vorsprung 34 verschieblich angeordnet
ist. An einer Trägerplatte 30 können auch mehrere Langlöcher 35 und/oder Vorsprünge
34 vorgesehen sein.
[0020] In Fig. 6 ist ein schematischer Aufbau des Mauerwerks 10 in einer Ausführungsform
gemäß Fig. 5 gezeigt. Man erkennt insgesamt drei Schichten von Mauersteinen 16, die
das Mauerwerk 10 bilden. Unterhalb der obersten Schicht 12 ist in einer Lagenfuge
13 die Trägerplatte 30 angeordnet und ist von Mörtel 17 umgeben und wird durch diesen
gesichert. Senkrecht zur Trägerplatte 30 ist die Aufnahmeeinrichtung 20 angeordnet,
die eine Stoßfuge 14 der obersten Schicht 12 des Mauerwerks 10 durchgreift. In ein
Langloch 35 in der Trägerplatte 30 ist ein Vorsprung 34 eingebracht, welcher von der
Trägerplatte in etwa senkrecht nach unten absteht und eine Stoßfuge 14 in der zweiten
Schicht 15 des Mauerwerks 10 durchgreift. Hierdurch wird die Trägerplatte besonders
sicher im Mauerwerk 10 festgelegt.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nicht auf die hier dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Es sind auch weitere Abwandlungen vom Erfindungsgedanken mit umfasst.
Bezugszeichenliste:
[0022]
- 10
- Mauerwerk
- 11
- Oberseite von 10
- 12
- Oberste Schicht von 10
- 13
- Lagenfuge
- 14
- Stoßfuge
- 15
- Zweite Schicht von 10
- 16
- Mauerstein
- 17
- Mörtel
- 20
- Aufnahmeeinrichtung
- 21
- Kunststoffprofil
- 22
- Hülse
- 23
- Innengewinde
- 30
- Trägerplatte
- 31
- Öffnung in 30
- 32
- Metallprofil
- 33
- Gewebe
- 34
- Vorsprung, Klammer
- 35
- Langloch
- 36
- Unterseite von 30
1. Vorrichtung zur Anordnung einer Aufnahmeeinrichtung (20) für wenigstens ein Befestigungsmittel
einer Fensterbankbefestigung in einem Mauerwerk (10), insbesondere in einem Verblendmauerwerk
wie einem Klinker-Mauerwerk,
mit einer Trägerplatte (30), welche in der Lagenfuge (13) unterhalb der obersten Schicht
(12) von der Oberseite (11) der Mauersteine (16) aus gesehen anordbar ist,
und mit einer Aufnahmeeinrichtung (20), welche an der Trägerplatte (30) angeordnet
ist und in etwa in einem rechten Winkel von der Fläche der Trägerplatte (30) weg ragt
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerplatte (30) eine flache flächige Form aufweist, deren Länge größer ist
als deren Breite
und dass die Aufnahmeeinrichtung (20) mittig auf der Trägerplatte (30), sowohl was die Länge
als auch was die Breite der Trägerplatte (30) betrifft, angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (20) eine oder mehrere Hülsen (22) umfasst.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (20) wenigstens ein Innengewinde (23) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (30) Öffnungen (31) oder Durchbrüche aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (30) aus einem Lochblech besteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (30) und/oder die Aufnahmeeinrichtung (20) aus Edelstahl, insbesondere
aus A4-Edelstahl bestehen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (20) an der Trägerplatte (30) angeschweißt, angeklebt, angenietet,
angeschraubt oder mit dieser einstückig ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (30) wenigstens einen aus ihrer Unterseite (36) herausragenden Vorsprung
(34) aufweist, der in eine Stoßfuge (14) in der zweiten Schicht (15) des Mauerwerks
(10) einbringbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Vorsprung (34) an der Trägerplatte (30) verschieblich ist, insbesondere
durch mindestens ein Langloch (35) in der Trägerplatte (30).
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung als Klammer (34) oder als Dübel ausgebildet ist, die sich in einer
Stoßfuge (14) verklemmen kann.
11. Baugruppe bestehend aus wenigstens einer Vorrichtung zur Anordnung einer Aufnahmeeinrichtung
(20) für wenigstens ein Befestigungsmittel einer Fensterbankbefestigung in einem Mauerwerk
(10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10 und einem Mauerwerk, insbesondere
einem Verblendmauerwerk wie einem Klinker-Mauerwerk,
wobei die Fensterbankbefestigung an einer Oberseite (11) des Mauerwerks (10), insbesondere
im Bereich einer Fensterausnehmung im Mauerwerk (10) montierbar ist
und wobei das Mauerwerk (10) aus in Schichten angeordneten Mauersteinen (16) besteht,
wobei einzelne Schichten durch Lagenfugen (13) miteinander verbunden sind und einzelne
Mauersteine (16) einer Schicht durch Stoßfugen (14) miteinander verbunden sind, wobei
die Fugen (13, 14) mit Mörtel (17) versehbar sind
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerplatte (30) der Vorrichtung in der Lagenfuge (13) unterhalb der obersten
Schicht (12) von der Oberseite (11) der Mauersteine (16) aus gesehen anordbar ist
und dass die Aufnahmeeinrichtung im Montagefall eine Stoßfuge (14) in der obersten Schicht
(12) des Mauerwerks (10) durchgreift und von der Oberseite (11) des Mauerwerks (10)
her zugänglich ist.