[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für die Befestigung eines in
seinem Inneren wenigstens eine Statikkonsole aufweisenden Aufsatzrollladenkastens
auf einem oberen Blendrahmenprofil eines Fensters oder einer Tür, umfassend ein Adapterprofil,
das an einem oberen Blendrahmenprofil eines Fensters oder einer Tür befestigbar ist
und an dem ein unteres Basiselement eines Aufsatzrollladenkastens durch Verrastung
befestigbar ist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin einen Aufsatzrollladenkasten umfassend ein Deckenelement,
ein Bodenelement, ein Außenwandelement, ein Innenwandelement und zwei sich gegenüberliegende
Seitenwandelemente, an denen die Wickelwelle eines Rollladenpanzers gelagert ist,
wobei am Bodenelement ein Basiselement befestigt ist, mittels dem der Aufsatzrollladenkasten
an einem Adapterprofil befestigbar ist und im Inneren wenigstens eine Statikkonsole
angeordnet ist, die sich vom Basiselement um den Rollladenpanzer herum bis zum Deckenelement
erstreckt.
[0003] Die Erfindung betrifft auch ein Fenster oder eine Tür mit einem Aufsatzrollladenkasten,
der am oberen Blendrahmenprofil des Fensters oder der Tür befestigt ist und ein Verfahren
zur Montage eines in seinem Inneren wenigstens eine Statikkonsole aufweisenden Aufsatzrollladenkastens
an dem oberen Blendrahmenprofil eines Fensters oder einer Tür, wobei am oberen Blendrahmen
ein Adapterprofil befestigt wird und der Aufsatzrollladenkasten mit seinem Basiselement
am Adapterprofil rastend befestigt wird.
[0004] Im Stand der Technik ist es bekannt sogenannte Aufsatzrollladenkästen an einem oberen
Blendrahmenprofil eines Fensters oder einer Tür zu befestigen.
[0005] Hierbei wird das Bodenelement, welches mit einem Basiselement verbunden ist, mittels
des Basiselements an einem oberen waagerecht verlaufenden, aus einem Kunststoffhohlprofil
gebildeten Blendrahmenprofil eines Fensters oder einer Tür angebracht, wobei das Blendrahmenprofil
in wenigstens einer seiner Hohlkammern ein Verstärkungsprofil, vorzugsweise aus Metall,
besitzt und wobei die Befestigungsvorrichtung wenigstens ein am Blendrahmenprofil
fest anzubringendes Adapterprofil umfasst.
[0006] Insbesondere ist es hierfür vorgesehen, dass das Adapterprofil an seiner Unterseite
Befestigungselemente aufweist, mittels denen es oberseitig auf einem oberen Blendrahmenprofil
befestigbar ist. Solche Befestigungselemente können z.B. Rastelemente sein, vorzugsweise
in Erstreckungsrichtung zueinander mit Abstand parallel verlaufende Befestigungselemente
sein, die in entsprechende Rastnute auf der Oberseite eines Blendrahmenprofils rastend
eingreifen können. Ein Adapterprofil kann vorzugsweise zusätzlich verschraubt sein,
z.B. durch Schrauben, die in das Blendrahmenprofil, vorzugsweise in dessen Verstärkungsprofil
eingreifen.
[0007] Adapterprofile, die mit einem Blendrahmenprofil verbunden werden sollen, welches
nicht als Kunststoffhohlprofil ausgebildet ist, kann z.B. auch unterseitig, also an
der zum Blendrahmenprofil weisenden Seite plan ausgebildet sein und nur durch Verschraubung
befestig werden. Dies ist z.B. der Fall, wenn das Blendrahmenprofil ein Holzprofil
ist.
[0008] Die Erstreckungsrichtung ist bei allen in dieser Erfindungsbeschreibung genannten
Profilen diejenige Richtung, in welcher die Profile mit gleichbleibendem Profilquerschnitt
verlaufen, insbesondere ist es bei Kunststoffprofilen die Extrusionsrichtung bei der
Herstellung der Profile. Alle weiteren Richtungsangaben beziehen sich auf die übliche
Montageposition eines Fensters oder einer Tür. Vorzugsweise sind in dieser Erfindungsbeschreibung
benannte Merkmale von Profilen oder erstreckten Elementen hinsichtlich ihrer Eigenschaften
bei Betrachtung der jeweiligen Profile / Elemente im Querschnitt senkrecht zu deren
Erstreckung beschrieben.
[0009] Ein unteres Wandelement eines Rollladenkastens ist erfindungsgemäß zweiteilig aufgebaut
und umfasst ein Basiselement, welches mit dem Adapterprofil rastend verbindbar ist
bzw. verbunden wird und ein Bodenelement, welches mit dem Basiselement verbunden ist
oder zumindest verbindbar ist.
[0010] Die Verbindung erfolgt im Stand der Technik und auch bei der Erfindung dadurch, dass
nach dem Aufsetzen des Aufsatzrollladenkastens auf das am oberen Blendrahmenprofil
befestigte Adapterprofil in horizontaler Richtung, insbesondere in Richtung zur äußeren
Umwelt geschoben wird, wodurch die Rastelemente vom Adapterprofil und vom Basiselement
in Eingriff gelangen. Auf diese Weise kann eine werkzeuglose Montage eines Aufsatzrollladenkastens
auf einem oberen Blendrahmenprofil eines Fensters oder einer Tür erfolgen.
[0011] Das Bodenelement weist vorzugsweise zum Basiselement und/oder zum Innenwandelement
eine lösbare Verbindung auf. So kann das Bodenelement als eine untere Revisionsklappe,
insbesondere das Innenwandelement als eine zum Rauminneren gerichtete Revisionsklappe
genutzt werden.
[0012] Die Verwendung von Kunststoffhohlprofilen als Wandelemente zur Herstellung von Aufsatzrollladenkästen
bietet viele Vorteile wie eine gute Wärmedämmung, hohe Luftdichtigkeit, leichte Verarbeitung
und schnelle Montage am Einbauort.
[0013] Aus der
EP 1 705 335 A2 ist ein Rollladenkasten bekannt, der aus Kunststoffhohlprofilen gebildet ist. Ein
solcher Rollladenkasten ist leicht montierbar. Er ist durch ineinandergreifende Profile
luftdicht auszubilden und kann mit zusätzlich eingesetzten Wärmedämmelementen gedämmt
werden, um Kältebrücken im Bereich des Rollladenkastens zu vermeiden. Weiterhin können
durch entsprechende Profilgestaltungen vielfältige Möglichkeiten vorgesehen werden,
um Revisionsklappen an der Unterseite oder an der der Gebäudeinnenseite zugewandten
Seite auszubilden.
[0014] Auch bei einem erfindungsgemäßen Rollladenkasten können vorzugsweise Wärmedämmelemente
in üblicher Weise vorgesehen sein.
[0015] Zum Anschluss eines Rollladenkastens an die Gebäudedecke ist aus der
EP 1 775 415 A2 ein spezielles Anschlussprofil bekannt, welches auf das Deckenelement des Rollladenkastens
aufgerastet werden kann. Das Bodenelement wird mit dem Blendrahmen des Fensters verbunden,
so dass die statische Verbindung zwischen dem oberen Abschnitt des Blendrahmens und
der Decke über den Rollladenkasten erfolgt.
[0016] Bei kurzen Rollladenkästen ist die Steifigkeit der stirnseitig angebrachten Seitenwandelemente
ausreichend, um beispielsweise Windlasten in die Decke abzuleiten. Bei breiteren Fenstern
muss der Blendrahmen versteift werden.
[0017] Eine Aussteifung des Kunststoff-Blendrahmenprofils eines Fensters oder einer Tür
wird üblicherweise durch eingelegte Verstärkungsprofile aus Metall, insbesondere aus
Stahl, erreicht. Bei großen Fensterbreiten ist die innere Verstärkung jedoch nicht
mehr ausreichend, um bei Windlasten eine größere Verformung des Blendrahmens zu verhindern.
Auch können aufgrund der Materialeigenschaften des üblicherweise verwendeten PVC-Kunststoffs
größere am Blendrahmen wirkende Kräfte nicht über den Rollladenkasten auf die Gebäudedecke
übertragen werden.
[0018] Es sind vielmehr zusätzliche Statikkonsolen notwendig, um Kräfte vom Blendrahmen
direkt in die Decke abzuleiten. Bekannt sind dazu metallische Bügel, welche an ihrem
einen, insbesondere unteren Ende mit der Oberseite des Blendrahmens direkt oder mittelbar
verbunden werden und welche mit ihrem anderen, insbesondere oberen Ende an der Gebäudedecke
befestigt werden. Der bügelförmige Bereich zwischen den Enden dient dazu, den aufgewickelten
Rollladenpanzer zu umgreifen und die abzuleitenden Wind- und Soglasten umzulenken
und in die Decke einzuleiten.
[0019] Ein erfindungsgemäßer Aufsatzrollladenkasten umfasst wenigstens eine solche Statikkonsole
und die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung ist zum Einsatz mit solchen Aufsatzrollladenkästen
vorgesehen.
[0020] Die Statikkonsole ist ein Versteifungselement und wird bei statischer Anforderung
im Inneren des Rollladenkastens montiert. Diese ist so konzipiert, dass diese sich
statisch durchgängig vom Blendrahmen des Fensters bis in den über dem Rollladenkasten
verlaufenden Sturz oder die Decke erstreckt. Idealerweise, insbesondere erfindungsgemäß,
ist die Statikkonsole bereits im Aufsatzrollladenkasten vormontiert und wird beim
Aufbringen des Aufsatzrollladenkastens auf dem Fenster oder der Tür (Aufrasten durch
horizontales Aufschieben des Rollladenkastens entsprechend dem Stand der Technik)
mit dem Blendrahmenprofil des Fensters oder der Tür, vorzugsweise auch mit dem statischen
Element des Fensters / der Tür (Stahlverstärkung) verbunden z.B. im Stand der Technik
mittels einer Verschraubung verbunden.
[0021] Gemäß dem bisherigen Stand der Technik wird eine Statikkonsole nach dem Aufrasten
des Aufsatzrollladenkastens vom Innern des Aufsatzrollladenkastens aus gesichert,
insbesondere verschraubt. Um dies zu ermöglichen, muss die Revisionsblende, insbesondere
das untere Bodenelement oder das zum Rauminneren weisende Innenwandelement des Aufsatzrollladenkastens
entfernt und eine Verschraubung vorgenommen werden.
[0022] Der Nachteil bei der zusätzlichen Anordnung von Statikkonsolen besteht darin, dass
die Statikkonsolen umständlich montierbar sind. Dies gilt weniger für die Deckenbefestigung,
welche meist aus der Ebene des Blendrahmens versetzt näher zur Gebäudeinnenseite liegen,
sodass die Befestigungsstellen bei abgenommenem Innenwandelement und Bodenelement
leicht erreichbar sind. Dies gilt aber umso mehr für die Verbindung mit dem Blendrahmen,
ggfs. auch dem darin liegenden metallischen Verstärkungsprofil, denn alle daran einzubringenden
Verschraubungen erfordern das Arbeiten innerhalb des engen Aufsatzrollladenkastens.
Die Montage üblicher Statikkonsolen erfordert daher eine hohe Anzahl von Arbeitsschritten
und erhöhten Montageaufwand.
[0023] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Befestigungsvorrichtung für
einen Aufsatzrollladenkasten mit wenigstens einer innenliegenden Statikkonsole, einen
Aufsatzrollladenkasten mit wenigstens einer innenliegenden Statikkonsole, ein Fenster
oder eine Tür mit einem solchen Aufsatzrollladenkasten und ein Verfahren zur Montage
eines solchen Aufsatzrollladenkastens zu schaffen, welche eine werkzeuglose und damit
schnellere und einfachere Montage sowie auch Demontage ermöglicht.
[0024] Vorzugsweise soll erschlossen werden, dass ein Monteur im besten Fall einen Aufsatzrollladenkasten
nach der Montage des Fensters oder der Tür inkl. Aufsatzrollladenkasten gar nicht
mehr öffnen muss, um weitere Arbeiten wie eine Verschraubung der Statikkonsole etc.
durchzuführen. Die Verschraubung der Statikkonsole mit einer Befestigungslasche soll
vorzugsweise entfallen. Besonders bevorzugt wird ein Aufsatzrollladenkasten von außen
mit der Decke verbunden und muss nach dessen Montage nicht mehr geöffnet werden.
[0025] Die Aufgabe wird bei einer Befestigungsvorrichtung der eingangsgenannten Art dadurch
gelöst, dass auf dem Adapterprofil, insbesondere in einer oberseitigen Ausnehmung
des Adapterprofils wenigstens ein Zusatzverstärkungsprofil, vorzugsweise ein metallisches
Zusatzverstärkungsprofil angeordnet ist, wobei das wenigstens eine Zusatzverstärkungsprofil
wenigstens einen vom Zusatzverstärkungsprofil nach oben wegerstreckten Befestigungszapfen
aufweist, dessen freies Ende eine Verdickung aufweist. Die Verdickung ist somit vorzugsweise
Bestandteil des Befestigungszapfens an dessen freien Ende, insbesondere somit mit
dem Befestigungszapfen einstückig ausgebildet.
[0026] In Verbindung mit dem eingangs genannten Aufsatzrollladenkasten wird die Aufgabe
dadurch gelöst, dass die wenigstens eine Statikkonsole eine auf dem Basiselement aufliegende
Befestigungslasche aufweist, wobei die Befestigungslasche eine Befestigungsöffnung
aufweist die in Überdeckung mit einer Durchstecköffnung im Basiselement angeordnet
ist.
[0027] Insbesondere ist es so vorgesehen, dass ein Befestigungszapfen einer vorgenannten
Befestigungsvorrichtung mit seiner Verdickung durch die Durchstecköffnung und die
Befestigungsöffnung hindurchsteckbar ist und die vom Basiselement wegweisende Oberfläche
der Befestigungslasche zumindest teilbereichsweise unter die Verdickung schiebbbar
ist.
[0028] Die Aufgabe wird dementsprechend weiterhin gelöst durch ein Fenster oder eine Tür
der eingangs genannten Art, bei dem /der der Aufsatzrollladenkasten gemäß der vorgenannten
Lösung ausgebildet ist und mittels einer vorgenannten Befestigungsvorrichtung am Blendrahmenprofil
befestigt ist, wobei das Basiselement am Adapterprofil verrastet ist und der wenigstens
eine Befestigungszapfen mit seiner Verdickung durch die Durchstecköffnung im Basiselement
und die Befestigungsöffnung in der Befestigungslasche der wenigstens einen Statikkonsole
hindurchgesteckt ist und die vom Basiselement wegweisende Oberfläche der Befestigungslasche
zumindest teilbereichsweise unter die Verdickung des wenigstens einen Befestigungszapfens
geschoben ist.
[0029] Beim vorgenannten Verfahren wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass auf das Adapterprofil
ein vorzugsweise metallisches Zusatzverstärkungsprofil aufgelegt wird, insbesondere
wenigstens ein Zusatzverstärkungsprofil in eine oberseitige Ausnehmung des Adapterprofils
eingelegt wird, welches wenigstens einen vom Zusatzverstärkungsprofil nach oben wegerstreckten
Befestigungszapfen mit einer Verdickung an dessen freien Ende aufweist, wobei der
Aufsatzrollladenkasten in Schwerkraftrichtung auf den wenigstens einen Befestigungszapfen
aufgesetzt wird, wobei dessen Verdickung eine Durchstecköffnung im Basiselement und
eine Befestigungsöffnung in der Lasche der wenigstens einen Statikkonsole durchdringt,
und der Aufsatzrollladenkasten verschoben wird und hierdurch das Basiselement am Adapterprofil
verrastet, und bei der Verschiebung die vom Basiselement wegweisende Oberfläche der
Befestigungslasche zumindest teilbereichsweise unter die Verdickung des wenigstens
einen Befestigungszapfens geschoben wird.
[0030] Die Erfindung realisiert somit, dass die wenigstens eine Statikkonsole im Inneren
des Aufsatzrollladenkasten bereits durch das Verschieben des Aufsatzrollladenkastens
eine Verbindung zum Blendrahmenprofil eingeht, weil sich die Befestigungslasche der
Statikkonsole bereichsweise unter die Verdickung des Befestigungszapfens schiebt und
hierdurch in Richtung der Zapfenerstreckung, insbesondere in vertikaler Richtung fixiert
wird. Das der Befestigungszapfen über das Zusatzverstärkungsprofil mit dem Adapterprofil
und dem Blendrahmenprofil, insbesondere auch mit einem Verstärkungsprofil verbunden
ist, ergibt sich so eine vorzugsweise formschließende und/oder kraftschließende Verbindung
zwischen der wenigstens einen Statikkonsole und dem Blendrahmenprofil.
[0031] Vorzugsweise ist hierfür das auf das Adapterprofil aufgelegt, vorzugsweise darin
eingelegte Zusatzverstärkungsprofil selbst auch, z.B. mittels Schrauben mit dem Blendrahmenprofil
und/oder dem darin einliegenden metallischen Verstärkungsprofil verbunden.
[0032] Die Erfindung kann vorsehen, dass in einem über die Fensterbreite / Türbreite durchgängigen
Adapterprofil ein einziges, vorzugsweise metallisches Zusatzverstärkungsprofil einliegt,
welches eine Anzahl von Befestigungszapfen trägt, welche der Anzahl von Statikkonsolen
im Inneren des Aufsatzrollladenkastens entspricht.
[0033] Die Erfindung kann alternativ auch vorsehen, dass eine Anzahl von Zusatzverstärkungselementen
mit jeweils einem Befestigungszapfen eingesetzt wird, die der Anzahl von Statikkonsolen
im Inneren des Aufsatzrollladenkastens entspricht.
[0034] Die Positionen der Befestigungszapfen auf dem Zusatzverstärkungsprofil / den Zusatzverstärkungsprofilen
korrespondieren dabei zu den Positionen der Befestigungsöffnungen in den Befestigungslaschen
der Statikkonsolen.
[0035] Die Erfindung sieht es dabei vorzugsweise vor, dass der wenigstens eine Befestigungszapfen
direkt auf dem Zusatzverstärkungsprofil angeordnet ist oder auf einer Montageplatte
angeordnet ist, die an dem Zusatzverstärkungsprofil befestigt ist, z.B. durch Verschraubung
oder Verschweißung. Die Ausführung mit der Montageplatte hat den Vorteil, dass das
Zusatzverstärkungsprofil gefertigt werden kann und anschließend an der wenigstens
einen benötigten Position der wenigstens eine Befestigungszapfen mittels einer diesen
tragenden Montageplatte angebracht wird.
[0036] Vorzugsweise ist es weiterhin vorgesehen, dass das wenigstens eine Zusatzverstärkungsprofil,
vorzugsweise die Ausnehmung im Adapterprofil mit dem wenigstens einen darin einliegenden
Zusatzverstärkungsprofil, durch das Basiselement des Aufsatzrollladenkastens nach
dessen Montage überdeckt ist. Hierdurch ergibt es sich, dass das Zusatzverstärkungsprofil,
ggfs. mit Montageplatte(n) in einem Hohlraum angeordnet ist, der zwischen der Adapterplatte
und dem diese überdeckenden Basiselement gebildet ist.
[0037] In weiterhin bevorzugter Ausführung ist die Verdickung des freien Endes in einer
von dem Zusatzverstärkungsprofil wegweisenden Richtung verjüngend ausgebildet. So
wird das Aussetzen des Aufsatzrollladenkasten auf den Zapfen erleichtert. Die Verjüngung
kann vorzugsweise dadurch ausgebildet sein, dass die Verdickung zumindest abschnittsweise
kegelstumpfförmig oder pilzkopfförmig ausgebildet ist. Weiter bevorzugt ist betrachtet
in einem Querschnitt senkrecht zur Erstreckungsrichtung des Befestigungszapfens die
Verdickung kreisförmig ausgebildet, vorzugsweise über die gesamte axiale Erstreckung
des Zapfens an dessen freien Ende, wo die Verdickung vorliegt, bevorzugt wobei der
Kreisquerschnitt der Verdickung zur Erzielung der Verjüngung in Richtung zur Spitze
des freien Endes abnimmt.
[0038] Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass die Verdickung des freien Endes eine
der Oberfläche des Zusatzverstärkungsprofils und/oder der Montageplatte gegenüberliegende
plane Unterfläche aufweist. Diese plane Unterfläche liegt vorzugsweise in einer Ebene,
die senkrecht zur Erstreckungsrichtung des Befestigungszapfens orientiert ist. Insbesondere
liegt die Verdickung somit vollständig auf der zum freien Ende weisenden Seite der
vorgenannten Ebene, vorzugsweise startet die Verdickung in dieser Ebene mit ihrer
planen Unterfläche und erstreckt sich von dort aus in verjüngender Weise in Richtung
zur Spitze des freien Endes. So kann die vorzugsweise ebenso plan ausgebildete Befestigungslasche
zwischen der planen Unterfläche der Verdickung und der vorzugsweise planen Oberfläche
des Basiselements eingeschlossen werden, insbesondere formschlüssig, vorzugsweise
so dass keine Bewegung der Befestigungslasche in axialer Erstreckungsrichtung des
Befestigungszapfens, insbesondere also in vertikaler Richtung möglich ist.
[0039] Bevorzugt ist es weiterhin vorgesehen, dass die Befestigungsöffnung einen ersten
Teilöffnungsbereich und einen zweiten Teilöffnungsbereich aufweist, der in den ersten
Teilöffnungsbereich einmündet, vorzugsweise wobei der zweite Teilöffnungsbereich formverschieden
ist zum ersten Teilöffnungsbereich, insbesondere einen kleineren Öffnungsquerschnitt
aufweist, als der erste Teilöffnungsbereich.
[0040] Der zweite Teilöffnungsbereich mündet vorzugsweise in einer Richtung in den ersten
Teilöffnungsbereich, die der Verschieberichtung entspricht, in der der Aufsatzrollladenkasten
verschoben werden muss, um die Verrastung zwischen Basiselement und Adapterprofil
zu bewirken.
[0041] Hierdurch wird erzielt, dass die Verdickung eines Befestigungszapfens in einer Richtung
senkrecht zur Befestigungslaschenoberfläche durch den ersten Teilöffnungsbereich hindurchführbar
ist, nicht jedoch durch den zweiten Teilöffnungsbereich. Der Öffnungsquerschnitt des
zweiten Teilöffnungsbereiches (zumindest betrachtet senkrecht zur Verschieberichtung)
ist kleiner als der maximale Querschnitt der Verdickung, aber größer, insbesondere
betrachtet in einer Breite senkrecht zur einer Verschieberichtung um die Verrastung
zu bewirken, als der Querschnitt des Schaftes des Befestigungszapfens unter der Verdickung.
So kann durch eine die Verrastung bewirkende Verschiebung der in der Befestigungslasche
gebildete Rand des zweiten Teilöffnungsbereiches unter die Verdickung heruntergeschoben
werden.
[0042] Der erste Teilöffnungsbereich ist vorzugsweise kreisförmig und der zweite Teilöffnungsbereich
als Langloch ausgebildet, das in der vorgenannten Verschieberichtung erstreckt ist.
Die Befestigungsöffnung weist vorzugsweise hierdurch eine schlüssellochartige Form
auf. Vorzugsweise ist die Verdickung im Querschnitt senkrecht zur Schaftachse / Mittelachse
des Befestigungszapfens ebenso kreisförmig mit einem maximalen Durchmesser der kleiner
ist als der erste Teilöffnungsbereich und insbesondere größer als der zweite Teilöffnungsbereich.
[0043] Eine bevorzugte Ausführung sieht weiterhin vor, dass die Befestigungslasche der Statikkonsole
eine zum Innenwandelement weisende und zu diesem parallel verlaufende Anschlagkante
aufweist, die an einem zum Innenwandelement parallel verlaufenden Anschlag des Basiselements
kontaktierend anliegt.
[0044] Vorzugsweise wird so sichergestellt, dass mit einer Schiebebewegung des Aufsatzrollladenkastens
die Befestigungslasche vor dem Anschlag ortsfest relativ zum Basiselement bleibt und
zusammen mit diesem geschoben wird, so dass sich der um den zweiten Teilöffnungsbereich
liegende Rand der Befestigungslasche unter die Verdickung des Befestigungszapfens
bewegt, insbesondere hiernach den Schaft des Befestigungszapfens zumindest bereichsweise
umgibt.
[0045] Der Anschlag ist vorzugsweise ein Vorsprung auf der in das Innere des Aufsatzrollladenkastens
weisenden Oberfläche des Basiselements, der in der Richtung der Erstreckungsrichtung
des Basiselements verläuft, insbesondere die der Extrusionsrichtung des Basiselements
entspricht.
[0046] Eine bevorzugte Weiterbildung sieht es vor, dass die Befestigungslasche eine zur
Anschlagkante senkrecht verlaufende Kante aufweist, wobei diese beiden Kanten mit
einem Verbindungsbereich, insbesondere einem kreisbogenförmigen Verbindungsbereich
ineinander übergehen, insbesondere dessen Abstand zur Mittelachse des Befestigungszapfens
im verrasteten Zustand des Aufsatzrollladenkastens kleiner ist als der Abstand zwischen
der Befestigungszapfenmittelachse und der Anschlagkante.
[0047] Insbesondere ermöglicht es die Erfindung dadurch, dass eine Statikkonsole nachträglich
aus einem Aufsatzrollladenkasten entfernt werden kann, z.B. wenn Zugang zum Rollladenpanzer
benötigt wird. Hierfür wird die Statikkonsole, ggfs. nach vorherigem Lösen vom Deckenelement,
um den Befestigungszapfen herumgedreht, wonach die Statikkonsole verschoben werden
kann, um diese von der Verdickung des Befestigungszapfens zu lösen.
[0048] Die erfindungsgemäßen Vorteile liegen in der besonderen Ausführung des Befestigungszapfens,
der an seinem freien oberen Ende eine Verdickung aufweist, sodass dieser die Statikkonsole
nach dem Aufrasten des Aufsatzrollladenkastens auf dem Fenster oder der Tür selbsttätig
verriegelt. Die Statikkonsole weist hierfür eine auf den Befestigungszapfen abgestimmte
sich verjüngende Befestigungsöffnung auf. Durch diesen Verriegelungsmechanismus ist
ein zusätzliches Sichern sowie ein dadurch bedingtes Öffnen der Revisionsblende des
Aufsatzrollladenkastens nicht mehr notwendig.
[0049] Insgesamt wird mit dieser Neuerung die Montage eines Aufsatzrollladenkastens optimiert
und die Montagegeschwindigkeit erhöht. Die Demontage der Statikkonsole ist ebenfalls
werkzeuglos möglich. Hierfür wird nach dem Öffnen der Revisionsblende und Entfernen
der Dämmung die Statikkonsole durch seitlich Herausschwenken demontiert.
[0050] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert.
[0051] Die Figuren zeigen im Einzelnen:
- Fig. 1
- zeigt eine Befestigungsvorrichtung mit Statikkonsole und Blendrahmenprofil in perspektivischer
Ansicht.
- Fig. 1a
- zeigt eine Ausschnittvergrößerung von Figur 1.
- Fig. 2
- zeigt einen Aufsatzrollladenkasten mit einer Statikkonsole in perspektivischer Ansicht
nach dem Aufsetzen vor der Verrastung.
- Fig. 2a
- zeigt eine Detailansicht der Figur 2
- Fig. 3
- zeigt eine Statikkonsole beim Aufsetzen auf die Befestigungsvorrichtung Sicherungsvorrichtung
in perspektivischer Ansicht, wobei die Statikkonsole freigestellt dargestellt wird
- Fig. 3a
- zeigt eine Statikkonsole nach Aufsetzen auf die Befestigungsvorrichtung in der Aufsicht.
- Fig. 4
- zeigt eine Statikkonsole im aufgesetzten Zustand des A Aufsatzrollladenkasten nach
der Durchführung der Schiebebewegung zum Verrasten in perspektivischer Ansicht.
- Fig. 4a
- zeigt eine Statikkonsole im verschobenen Zustand in der Aufsicht.
- Fig. 5
- zeigt die Demontage der Statikkonsole.
[0052] Figur 1 zeigt aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit nur das obere Blendrahmenprofil
30 und die Statikkonsole 10 sowie die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 100
aus dem Adapterprofil 32 mit dem Zusatzverstärkungsprofil 34 und dem an einer Montageplatte
101 angeordneten Befestigungszapfen 102 mit der Verdickung 103 am oberen freien Ende
des Befestigungszapfens 102.
[0053] Die Befestigungsvorrichtung 100 ermöglicht die Verbindung der Statikkonsole 10 mit
dem Blendrahmenprofil 30, und hierbei insbesondere mit dem metallischen Zusatzverstärkungsprofil
34 und vorzugsweise ergänzend auch mit dem im Blendrahmenprofil 30 einliegenden Verstärkungsprofil
31, welches innerhalb einer Hohlkammer des Blendrahmenprofils 30 angeordnet ist, insbesondere
wenn das Zusatzverstärkungsprofil 34 mittels Schrauben mit dem Verstärkungsprofil
31 verbunden ist.
[0054] Die feste Verbindung mit dem Zusatzverstärkungsprofil 34 ist zwingend notwendig,
während die Verbindung mit dem Verstärkungsprofil 31 ergänzend sein kann.
[0055] Bei der dargestellten Montagesituation ist ein Zusatzverstärkungsprofil 34 auf das
Adapterprofil 32 aufgelegt, insbesondere in eine oberseitige Ausnehmung 32a des Adapterprofils
32 eingelegt. Die Ausnehmung 32a ist zwischen der umweltseitigen Aufnahme 32b und
der raumseitigen, insbesondere rastend wirkenden Aufnahme 32c des Adapterprofils 32
ausgebildet, wie es Figur 1a im Detail besser zeigt. Das Zusatzverstärkungsprofil
34 besitzt im Querschnitt gesehen eine große Breite und damit ein hohes Flächenträgheitsmoment,
das gegenüber Kräften die quer zum Blendrahmenprofil 30 wirken, wie insbesondere Windlasten,
wirksam ist.
[0056] Vorzugsweise stellt das Adapterprofil 32 ein betrachtet senkrecht zur Erstreckungsrichtung
gestuftes Profil dar mit einer unteren Stufenfläche, die in der Ausnehmung 32a liegt
und einer oberen, insbesondere zur unteren zumindest im Wesentlichen parallelen Stufenfläche,
die auf der raumseitigen Aufnahme 32c aufliegt. Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass
ein Basiselement 33 in die umweltseitige Aufnahme 32b insbesondere nicht rastend eingeschoben
wird und in die raumseitige Aufnahme insbesondere verrastend eingeschoben wird. Die
Situation ist im Detail in der Figur 2A dargestellt.
[0057] Die erfindungsgemäße Sicherungsvorrichtung 100 stellt eine einfach montierbare und
hoch belastbare Verbindung, wie folgt dar: Auf dem im Adapterprofil 32 liegenden Zusatzverstärkungsprofil
34 wird die Montageplatte 101 mit dem Befestigungszapfen 102 befestigt, z.B. mit Befestigungsschrauben
105 fest montiert.
[0058] Figur 1 stellt ebenfalls die Statikkonsole 10 dar, an deren freien Ende, das zum
Blendrahmenprofil 30 weist, eine Befestigungslasche 11 angeformt ist. Diese Befestigungslasche
bildet eine plane Platte, die im montierten Zustand auf dem Basiselement 33, bzw.
deren zum Innenraum des Aufsatzrollladenkastens weisenden planen Oberfläche aufliegt.
Diese ist mit einer Befestigungsöffnung 12, insbesondere einer schlüssellochähnlichen
Befestigungsöffnung 12 versehen, die einen ersten Teilöffnungsbereich 13 aufweist,
mit einem größeren Querschnitt/Durchmesser und somit die Eintrittsöffnung 13 für die
Verdickung 103 bildet und einen zweiten Teilöffnungsbereich 14, der durch einen kleinen
Querschnitt / Durchmesser gekennzeichnet ist und eine Verriegelungsöffnung 14 bildet.
Fig. 2 zeigt einen Aufsatzrollladenkasten 20, der ein zum Gebäudeäußeren / zur Umwelt
hingewandtes Außenwandelement 21 sowie ein zum Gebäudeinneren gewandtes Innenwandelement
23 besitzt. Nach oben hin ist der Aufsatzrollladenkasten 20 durch ein Deckenelement
22 abgeschlossen, vorzugsweise das über ein Verbindungsprofil mit einer Gebäudedecke
zu verbinden ist. Unten ist ein Bodenelement 24 vorgesehen, das alternativ oder zusätzlich
zum Innenwandelement 23 als Revisionsöffnung benutzt werden kann. Die Seitenwandelemente,
welche die Rollladenwelle tragen sind nicht gezeigt.
[0059] Auf einem Blendrahmenprofil 30 eines Fensters oder einer Tür ist das Adapterprofil
32 montiert. Es besitzt an der dem abgewickelten Rollladenpanzers (nicht dargestellt)
zugewandten Seite eine Rundung, über welche der Rollladenpanzer abgleiten kann. Vorzugsweise
ist hier auch eine Dichtung, insbesondere Bürstendichtung angeordnet. Weiterhin ist
das Adapterprofil 32 rastend mit dem Basiselement 33 verbunden.
[0060] Ein zwischen dem Basiselement 33 und dem Zusatzverstärkungsprofil 34 gebildeter Hohlraum
35 dient der Aufnahme des Zusatzverstärkungsprofil 34 mit der Montageplatte 101 der
Befestigungsvorrichtung 100 und dem Befestigungszapfen 102, über welche die Statikkonsole
10 mit dem Basiselement 33 und mittelbar darüber mit dem Blendrahmenprofil 30 verbunden
ist. Die Statikkonsole 10 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgebildet
mit einem Statikkonsolenelement mit unterer Befestigungslasche 11 und einer oberen
Befestigungslasche 11', die dem Deckenanschluss dient.
[0061] Die Figur 3 zeigt eine Statikkonsole 10 beim Aufsetzen auf die Befestigungsvorrichtung
100 in perspektivischer Ansicht. Die Statikkonsole 10 ist frei vom Rollladenkasten
20 und ohne Kontakt zum Basiselement 33 dargestellt. Bei einer erfindungsgemäß durchgeführten
Montage ist hingegen die Statikkonsole 10 im Inneren des Aufsatzrollladenkasten angeordnet
und die untere Befestigungslasche 11 liegt lose auf dem Basiselement 33 auf. Dabei
sind die Befestigungsöffnung 12 in der Befestigungslasche und eine Durchstecköffnung
im Basiselement in Überdeckung angeordnet.
[0062] Die Figur 3a zeigt eine Statikkonsole 10 nach dem Aufsetzen auf die Befestigungsvorrichtung
100 in der Aufsicht. Die Verdickung 103 ist durch die Durchtrittsöffnung des Basiselementes
33 und durch den ersten Teilöffnungsbereich 13 der Befestigungsöffnung 12 hindurchgetreten.
Vorzugsweise befindet sich die Verdickung 103 vollständig über der Befestigungslasche
11. Der Durchmesser / der Querschnitt des ersten Teilöffnungsbereichs 13 muss etwas
größer bemessen sein, als der Durchmesser / Querschnitt der Verdickung 103, damit
ein leichtes Aufsetzen gelingt. In der Aufsicht ist der zweite Teilöffnungsbereich
14 zu erkennen, der in den ersten Teilöffnungsbereich 13 einmündet. Dieser Teilöffnungsbereich
ist vorzugsweise als Langloch ausgebildet, in welches der Befestigungszapfenschaft
eindringen kann. Das Langloch, bzw. der zweite Teilöffnungsbereich 14 hat eine Länge,
die mindestens oder genau dem Verschiebeweg entspricht, der zur Verrastung des Basiselements
33 am Adapterprofil 32 benötigt wird.
[0063] Die Figur 4 zeigt eine Statikkonsole 10 im verschobenen Zustand, nachdem der den
zweiten Teilöffnungsbereich 14 umgebende Rand der Befestigungslasche 11 unter der
Verdickung 103 liegt und der Rand den Schaft des Befestigungszapfens 102 zumindest
teilweise umgibt. In diesem Zustand ist der Aufsatzrollladenkasten 20 nach vorne geschoben,
insbesondere dies geschieht händisch. Der Aufsatzrollladenkasten 20 verrastet dabei
mit seinem Basiselement 33 auf seiner Gesamtlänge mit der verrastend wirkenden Aufnahme
des Adapterprofils 32 und gleichzeitig bewegt sich auf dem gleichen Rastweg der Befestigungszapfen
102 mit seinem Schaft von dem ersten Teilöffnungsbereich 13 der Befestigungsöffnung
12 in der Befestigungslache 11 der Statikkonsole 10 in den schmaleren zweiten Teilöffnungsbereich
14, wobei die Verdickung 103 über diesem zweiten Teilöffnungsbereich 14 zu liegen
kommt. Die Abmessung des hier vorzugsweise als Langloch ausgeführten zweiten Teilöffnungsbereichs
14 kann den Verschiebeweg des Aufsatzrollladenkastens 20 begrenzen, aber auch größer
sein.
[0064] Der Befestigungszapfen 102 wird gemäß der Dimensionierung in der Länge der Öffnung
14 vorzugsweise zwangsgeführt. Der Befestigungszapfen 102 tritt durch die Eintrittsöffnung
13 hindurch und vorzugsweise endet der händische Schubweg durch den Anschlag in dem
zweiten Teilöffnungsbereich 14. Da der Durchmesser des Schaftes des Befestigungszapfens
102 in etwa der Breite des zweiten Teilöffnungsbereichs 14 betrachtet senkrecht zum
Schubweg entspricht, ist ein seitlicher Verschub nicht möglich.
[0065] Die Statikkonsole 10 ist mit dem Blendrahmen 30 nach dem Verschieben verbunden und
verriegelt.
[0066] Die Figur 4 zeigt weiterhin, dass die Befestigungslasche 11 eine Anschlagkante 11a
aufweist, die an einem Anschlag 33a oben auf der Oberfläche des Basiselements 33 anliegt.
Hierdurch wird die Befestigungslasche 11 beim Verschieben des Aufsatzrollladenkastens
20 zwangsweise mitverschoben, obwohl die Befestigungslasche 11 keine Fixierung am
Basiselement 33 aufweist.
[0067] Figur 5 zeigt die Möglichkeit einer Demontage der Statikkonsole 11. Zur werkzeuglosen
Demontage wird nach dem Öffnen der Revisionsblende, zum Beispiel des Bodenelements
24 und Entfernen der vorzugsweise vorhandenen Dämmung (nicht dargestellt), die Statikkonsole
10 durch Drehen um den Befestigungszapfen demontiert. Um dies zu ermöglichen ist der
Verbindungsbereich 15 zwischen der Anschlagkante 11a und der dazu senkrecht orientierten
Kante 11b so ausgebildet, dass dessen Abstand in jeder Position der Drehung zur Mittelachse
des Befestigungszapfens kleiner ist als der Abstand der Anschlagkante 11a von der
Mittelachse. Dies wird z.B. durch einen viertelkreisbogenförmigen Verlauf des Verbindungsbereichs
15 erzielt, vorzugsweise dessen Radius kleiner ist als der Abstand zwischen der Anschlagkante
11a und der Mittelachse des Befestigungszapfens 102. Durch eine Verschiebung nach
der Verdrehung kann die Befestigungslasche 11 von dem Befestigungszapfen 102 entkoppelt
werden.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 100
- Befestigungsvorrichtung
- 101
- Montageplatte
- 102
- Befestigungszapfen
- 103
- Verdickung
- 105
- Befestigungsschrauben
- 10
- Statikkonsole
- 11
- Befestigungslasche
- 11'
- Obere Befestigungslasche
- 11a
- Anschlagkante
- 11b
- zur Anschlagkante 11a senkrecht verlaufende Kante
- 12
- Befestigungsöffnung
- 13
- erster Teilöffnungsbereich
- 14
- zweiter Teilöffnungsbereich
- 15
- Verbindungsbereich zwischen den Kante 11a und 11b
- 20
- Rollladenkasten
- 21
- Außenwandelement
- 22
- Deckenelement
- 23
- Innenwandelement
- 24
- Bodenelement
- 26
- Rollladenpanzer
- 30
- Blendrahmenprofil
- 31
- Verstärkungsprofil
- 32
- Adapterprofil
- 32a
- Ausnehmung
- 32b
- umweltseitige Aufnahme
- 32c
- raumseitige Aufnahme, insbesondere mit Rastwirkung
- 33
- Basiselement
- 34
- Zusatzverstärkungsprofil
- 35
- Hohlraum
1. Befestigungsvorrichtung (100) für die Befestigung eines in seinem Inneren wenigstens
eine Statikkonsole (10) aufweisenden Aufsatzrollladenkastens (20) auf einem oberen
Blendrahmenprofil (30) eines Fensters oder einer Tür, umfassend ein Adapterprofil
(32), das an einem oberen Blendrahmenprofil (30) eines Fensters oder einer Tür befestigbar
ist und an dem ein unteres Basiselement (33) eines Aufsatzrollladenkastens (20) durch
Verrastung befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Adapterprofil (32), insbesondere in einer oberseitigen Ausnehmung (32a) des
Adapterprofils (32) wenigstens ein Zusatzverstärkungsprofil (34), vorzugsweise ein
metallisches Zusatzverstärkungsprofil (34) angeordnet ist, wobei das wenigstens eine
Zusatzverstärkungsprofil (34) wenigstens einen vom Zusatzverstärkungsprofil (34) nach
oben wegerstreckten Befestigungszapfen (102) aufweist, dessen freies Ende eine Verdickung
(103), insbesondere eine mit dem Befestigungszapfen (102) einstückige Verdickung (103),
aufweist.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Befestigungszapfen (102) direkt auf dem Zusatzverstärkungsprofil
(34) angeordnet ist oder auf einer Montageplatte (101) angeordnet ist, die an dem
Zusatzverstärkungsprofil (34) befestigt ist.
3. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickung (103) des freien Endes in einer von dem Zusatzverstärkungsprofil (34)
wegweisenden Richtung verjüngend ausgebildet ist, insbesondere zumindest abschnittsweise
kegelstumpfförmig verjüngend ausgebildet ist.
4. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickung (103) des freien Endes eine der Oberfläche des Zusatzverstärkungsprofils
(34) und/oder der Montageplatte (101) gegenüberliegende plane Unterfläche aufweist.
5. Aufsatzrollladenkasten (20) umfassend ein Deckenelement (22), ein Bodenelement (24),
ein Außenwandelement (21), ein Innenwandelement (23) und zwei sich gegenüberliegende
Seitenwandelemente, an denen die Wickelwelle eines Rollladenpanzers (26) gelagert
ist, wobei am Bodenelement (24) ein Basiselement (33) befestigt ist, mittels dem der
Aufsatzrollladenkasten (20) an einem Adapterprofil (32) befestigbar ist und im Inneren
wenigstens eine Statikkonsole (10) angeordnet ist, die sich vom Basisprofil (33) um
den Rollladenpanzer herum bis zum Deckenelement (22) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Statikkonsole (10) eine auf dem Basiselement (33) aufliegende
Befestigungslasche (11) aufweist, wobei die Befestigungslasche (11) eine Befestigungsöffnung
(12) aufweist, die in Überdeckung mit einer Durchstecköffnung im Basiselement (33)
angeordnet ist.
6. Aufsatzrollladenkasten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsöffnung (12) einen ersten Teilöffnungsbereich (13) und einen zweiten
Teilöffnungsbereich (14) aufweist, der in den ersten Teilöffnungsbereich (13) einmündet,
insbesondere wobei der zweite Teilöffnungsbereich (14) einen kleineren Öffnungsquerschnitt
aufweist als der erste Teilöffnungsbereich (13).
7. Aufsatzrollladenkasten nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11) der Statikkonsole (10) eine zum Innenwandelement (23)
weisende und zu diesem parallel verlaufende Anschlagkante (11a) aufweist, die an einem
zum Innenwandelement (23) parallel verlaufenden Anschlag (33a) des Basiselements (33)
kontaktierend anliegt.
8. Aufsatzrollladenkasten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslasche (11) eine zur Anschlagkante (11a) senkrecht verlaufende Kante
(11b) aufweist, wobei beide Kanten (11a, 11b) mit einem Verbindungsbereich (15), insbesondere
einem kreisbogenförmigen Verbindungsbereich (15) ineinander übergehen, insbesondere
dessen Abstand zur Mittelachse des Befestigungszapfens (102) im verrasteten Zustand
des Aufsatzrollladenkastens (20) kleiner ist als der Abstand zwischen der Befestigungszapfenmittelachse
und der Anschlagkante (11a).
9. Fenster oder Tür mit einem Aufsatzrollladenkasten (20), der am oberen Blendrahmenprofil
(30) des Fensters oder der Tür befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatzrollladenkasten (20) nach einem der vorherige Ansprüche 5 bis 8 ausgebildet
ist und mittels einer Befestigungsvorrichtung (100) nach einem der vorherigen Ansprüche
1 bis 4 am Blendrahmenprofil (30) befestigt ist, wobei das Basiselement (33) am Adapterprofil
(32) verrastet ist und der wenigstens eine Befestigungszapfen (102) mit seiner Verdickung
(103) durch die Durchstecköffnung im Basiselement (33) und die Befestigungsöffnung
(12) in der Befestigungslasche (11) der wenigstens einen Statikkonsole (10) hindurchgesteckt
ist und die vom Basiselement (33) wegweisende Oberfläche der Befestigungslasche (11)
zumindest teilbereichsweise unter der Verdickung (103) des wenigstens einen Befestigungszapfens
(102) angeordnet ist.
10. Fenster oder Tür nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Zusatzverstärkungsprofil (34), insbesondere eine Ausnehmung (32a)
im Adapterprofil (32) mit dem wenigstens einen darin einliegenden Zusatzverstärkungsprofil
(34), durch das Basiselement (33) des Aufsatzrollladenkastens (20) überdeckt ist.
11. Verfahren zur Montage eines in seinem Inneren wenigstens eine Statikkonsole (10) aufweisenden
Aufsatzrollladenkastens (10) an dem oberen Blendrahmenprofil (30) eines Fensters oder
einer Tür, wobei am oberen Blendrahmenprofil (30) ein Adapterprofil (32) befestigt
wird und der Aufsatzrollladenkasten (20) mit seinem Basiselement (33) am Adapterprofil
(32), insbesondere rastend, befestigt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. auf das Adapterprofil (32) ein vorzugsweise metallisches Zusatzverstärkungsprofil
(34) aufgelegt wird, insbesondere wenigstens ein Zusatzverstärkungsprofil (34) in
eine oberseitige Ausnehmung des Adapterprofils (32) eingelegt wird, welches wenigstens
einen vom Zusatzverstärkungsprofil (34) nach oben wegerstreckten Befestigungszapfen
(102) mit einer Verdickung (103) an dessen freien Ende aufweist,
b. der Aufsatzrollladenkasten (20) in Schwerkraftrichtung auf den wenigstens einen
Befestigungszapfen (1029 aufgesetzt wird, wobei dessen Verdickung (103) eine Durchstecköffnung
im Basiselement (33) und eine Befestigungsöffnung (12) in der Befestigungslasche (11)
der wenigstens einen Statikkonsole (10) durchdringt, und
c. der Aufsatzrollladenkasten (20) verschoben wird und hierdurch das Basiselement
(33) am Adapterprofil (32) verrastet, und
d. bei der Verschiebung die vom Basiselement (33) wegweisende Oberfläche der Befestigungslasche
(11) zumindest teilbereichsweise unter die Verdickung (103) des wenigstens einen Befestigungszapfens
(102) geschoben wird.