[0001] Die Erfindung betrifft ein Handzuginstrument mit einer Bassmechanik. Ein derartiges
Handzuginstrument umfasst einen, vorzugsweise mittels eines Bedienelements zumindest
mittelbar beaufschlagbaren Klappenhebel, der zur Öffnung und/oder Schließung wenigstens
eines Tonlochs ausgeführt ist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zur Montage eines Handzuginstruments.
[0003] Die Erfindung betrifft weiter die Verwendung eines Schiebers zur Kodierung wenigstens
eines Tones einer Bassmechanik eines Handzuginstruments.
[0004] Derartige Handzuginstrumente sind bekannt und können auch als Ziehharmonika oder
Handharmonika bezeichnet werden. Insbesondere handelt es sich bei einem derartigen
Handzuginstrument um ein Akkordeon. Derartige Handzuginstrumente können insbesondere
auf der vom Spieler gesehen linken Seite einen Bass-Teil bzw. eine Bassmechanik aufweisen.
Diese weisen in der Regel Knöpfe als Bedienelemente auf.
[0005] Die Aufgabe der Bassmechanik besteht darin, eine Betätigung eines Bedienelements
in eine Betätigung einer oder mehrerer zugehöriger -Klappen zu übersetzen, die dadurch
einen Luftstrom freigeben, der durch jeweilige Stimmplatten strömt. Die Stimmplatten
sind fest als Teil von Stimmstöcken verbaut und werden jeweils betätigt, indem ein
durch Ziehen oder Drücken an dem Balg des Handzuginstruments erzeugter Luftstrom zu
einer Stimmplatte gelenkt wird. Hierzu weist die eine Grundplatte, auf der die Bassmechanik
montiert ist, zu den jeweiligen Stimmplatten gehörige Tonlöcher auf, durch welche
der Luftstrom lenkbar ist. Ein Tonloch ist jeweils von einer Klappe bedeckt, welcher
je nach seiner Stellung eine Öffnung und/oder eine Schließung des Tonlochs ermöglicht.
[0006] Derartige Bassmechaniken umfassen zur funktionalen Verbindung des Bedienelements
mit dem Klappenhebel einen mittels des Bedienelements betätigbaren Schieber mit einem
Mitnehmer, eine in eine Drehbewegung versetzbare Welle mit einem von dem Mitnehmer
beaufschlagbaren Wellenstift und den von einem Wellenhaken der Welle beaufschlagbaren
Klappenhebel, der zur Öffnung und/oder Schließung wenigstens eines Tonlochs ausgeführt
ist.
[0007] Die Montage derartiger Bassmechaniken ist aufwendig und erfolgte bisher während des
Zusammensetzens des Handzuginstruments und innerhalb eines die Bassmechanik tragenden
Grundkörpers des Handzuginstruments.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung besteht u.a. darin, die Herstellung und Montage derartiger
Handzuginstrumente zu vereinfachen, sowie eine möglichst kompakte Bauweise zu realisieren
Zur Lösung der genannten Aufgabe sind erfindungsgemäß die Merkmale des Anspruchs 1
vorgesehen. Insbesondere wird somit zur Lösung der genannten Aufgabe bei Handzuginstrumenten
der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass der Klappenhebel
drehbar in einer Halterung gelagert ist, welche beabstandet zu einer das Tonloch enthaltenden
Grundplatte angeordnet ist.
[0009] Bei bekannten Handzuginstrumenten sind die Klappenhebel direkt auf der das Tonloch
enthaltenen Grundplatte montiert. Die Grundplatte muss daher zwischen den Tonlöchern
ausreichend Freiraum zur Montage der Klappenhebel, beispielsweise an einer Halterung,
bieten. Dies begrenzt die Anzahl möglicher Tonlöcher.
[0010] Durch die Montage der Klappenhebel in einer Halterung, welche beabstandet zu der
Grundplatte angeordnet ist, kann die Grundplatte mehr Tonlöcher als bisher aufweisen.
Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn die Bassmechanik einen Convertorbass bilden
soll.
[0011] Ein Handzuginstrument mit Convertorbass weist ein zusätzliches Umschaltelement auf,
mit dem zwischen verschiedenen Tonbelegungen, beispielsweise einer Stradella-Bass-Belegung
und einer Melodie-Bass-Belegung umgeschaltet werden kann. Bei derartigen Bassmechaniken
ist eine zusätzliche Schablone vorgesehen, welche die Grundplatte bedeckt und je nach
ihrer Stellung verschiedene Tonlöcher freigibt bzw. verschließt.
[0012] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Handzugsinstrument
weiter einen vorzugsweise mittels des bereits erwähnten oder eines Bedienelements
betätigbaren Schieber mit einem Mitnehmer umfasst, der, vorzugsweise über eine in
eine Drehbewegung versetzbare Welle mit einem von dem Mitnehmer beaufschlagbaren Wellenstift
und einem Wellenhaken der Welle, den Klappenhebel beaufschlagt.
[0013] Die Bassmechanik des Handzuginstruments kann somit zur Erzeugung einer vielfältigeren
Auswahl von Tönen und/oder Akkorden verwendet werden, die mittels einer direkten Betätigung
von Klappenhebeln durch jeweilige Bedienelemente aufgrund des begrenzten Freiraums
innerhalb des Handzuginstruments nicht realisierbar wäre.
[0014] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung, für die auch eigenständig Schutz beansprucht
wird, kann vorgesehen sein, dass zwischen dem Schieber und dem Tonloch ein Träger
angeordnet ist, welcher den Klappenhebel und/oder eine, beispielsweise die bereits
erwähnte, Welle drehbar trägt.
[0015] Der Träger kann insbesondere die bereits beschriebene Halterung für den Klappenhebel
aufweisen. Der Träger ermöglicht daher insbesondere die bereits beschriebene Ausgestaltung,
wonach der Klappenhebel drehbar in einer Halterung gelagert ist, die beabstandet zu
der Grundplatte angeordnet ist. Es ist beispielsweise möglich, den Klappenhebel und/oder
die Welle an dem Träger vorzumontieren, bevor der Träger in das Handzuginstrument
eingebaut wird. Dies vereinfacht die Herstellung derartiger Handzuginstrumente erheblich.
[0016] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass der Träger zwischen der Welle und einer Lagerung
des Klappenhebels angeordnet ist.
[0017] Beispielsweise können der Klappenhebel und die Welle zu unterschiedlichen, einander
abgewandten Seiten des Trägers montiert sein. Dies vereinfacht die Montage des Klappenhebels
und der Welle.
[0018] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung, für die auch eigenständig Schutz beansprucht
wird, kann vorgesehen sein, dass die Welle durch einen Wellenhalter an dem Träger
drehbar gelagert ist.
[0019] Die Lagerung der Welle kann somit vorteilhaft gestaltet werden.
[0020] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Wellenhalter
ein Oberteil und ein Unterteil aufweist, die mittels eines Fixierelements kraft- und/oder
formschlüssig miteinander verbindbar sind.
[0021] Somit kann der Wellenhalter vorteilhaft und insbesondere lösbar zusammengesetzt werden.
Beispielsweise kann das Unterteil bereits an dem Träger montiert sein und an dieses
zunächst die Wellen und anschließend das Oberteil gesetzt werden. Das Oberteil und
das Unterteil können vorzugsweise abgerundete Mulden zur Aufnahme der Wellen aufweisen.
Das Unterteil und das Oberteil können sich hinsichtlich der Anzahl der an ihnen vorgesehenen
Mulden unterscheiden.
[0022] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Fixierelement stiftförmig ist.
[0023] So kann das Fixierelement beispielsweise einfach durch das Oberteil und/oder das
Unterteil geführt werden, um diese kraft- und/oder formschlüssig relativ zueinander
zu fixieren. Das Fixierelement kann beispielsweise orthogonal zu den Wellen geführt
sein. Das Fixierelement kann auch einen Durchmesser aufweisen, der etwa dem der Wellen
entspricht. So kann das Fixierelement beispielsweise zwischen zwei Wellen, die mit
ihren Enden an das Fixierelement stoßen, angeordnet sein.
[0024] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Oberteil bei eingelegter
Welle zu dem Unterteil beabstandet ist.
[0025] So kann ein Abstand zwischen Oberteil und Unterteil durch den Durchmesser der zwischen
ihnen gelegenen Wellen definiert sein.
[0026] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Oberteil verschnappbar
ist. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Unterteil verschnappbar
ist. Beispielsweise können das Oberteil und das Unterteil miteinander oder auch an
anderen Bauteilen verschnappbar sein.
[0027] Hierdurch kann die Welle vorteilhaft drehbar fixiert werden.
[0028] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Oberteil und das Unterteil
an wenigstens einer Stelle einstückig miteinander verbunden sind. Beispielsweise kann
so eine Art Klammer gebildet werden, die eine oder mehrere Wellen drehbar fixieren
kann. Die Klammer, beispielsweise das Unterteil, kann an dem Träger fixiert sein.
[0029] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Oberteil und/oder
das Unterteil jeweils wenigstens eine Bohrung zur Aufnahme des Fixierelements aufweisen.
[0030] Auch hierbei kann das Fixierelement stiftförmig ausgestaltet sein. Beispielsweise
kann das Unterteil eine größere Anzahl von Bohrungen als das Oberteil zur variablen
Anordnung des Fixierelements aufweisen.
[0031] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Fixierelement mittels eines
Bajonett-Verschlusses mit dem Unterteil kraft- und/oder formschlüssig verbindbar ist.
[0032] So kann der Wellenhalter auf einfache Weise zusammen und auseinander gebaut werden.
Das Fixierelement kann beispielsweise eine Nut für einen Schraubendreher aufweisen,
mit dem das Fixierelement einfach fixiert und gelöst werden kann.
[0033] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Fixierelement bei Verbindung mit dem Unterteil
und in den Wellenhalter eingelegter Welle kraft- und/oder formschlüssig mit dem Oberteil
verbunden ist.
[0034] Ist das Fixierelement an dem Unterteil mittels des Bajonett-Verschlusses fixiert,
so kann es, beispielsweise mittels eines an dem dem Bajonett-Verschluss gegenüberliegenden
Ende ausgebildeten Kragens auch das Oberteil in seiner Position fixieren.
[0035] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung, für die auch eigenständig Schutz beansprucht
wird, kann vorgesehen sein, dass mehrere Klappenhebel identisch ausgestaltet sind.
[0036] Insbesondere kann hierbei vorgesehen sein, dass wenigstens die Hälfte, vorzugsweise
wenigstens drei Viertel und besonders bevorzugt alle der Klappenhebel identisch ausgestaltet
sind.
[0037] Insbesondere durch die von der Lage der Tonlöcher unabhängigen Montage der Klappenhebel
beabstandet zu der Grundplatte ist es möglich, mehrere Klappenhebel identisch auszuführen.
Dies vereinfacht den Herstellungs-, Lagerhaltungs- und Montageaufwand erheblich.
[0038] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Wellenhaken
den Klappenhebel an einem Verbindungshebel des Klappenhebels beaufschlagt, dass der
Wellenhaken in eine Ausnehmung des Verbindungshebels eingreift und dass der Verbindungshebel
wenigstens zwei gleichartige Ausnehmungen aufweist. Dadurch, dass der Verbindungshebel
wenigstens zwei gleichartige Ausnehmungen zum Eingreifen des Wellenhakens aufweist,
können beispielsweise, wie zuvor beschrieben, mehrere Klappenhebel identisch ausgestaltet
sein. Die Klappenhebel können dann, soweit notwendig, an verschiedenen Stellen ihres
Verbindungshebels beaufschlagt werden. Hierbei ist es auch möglich, den Verbindungshebel
zu kürzen, sofern dies zur bzw. während der Montage notwendig ist, beispielsweise
um Kollisionen zwischen verschiedenen Wellenhaken zu vermeiden. Klappenhebel und Verbindungshebel
können beispielsweise einstückig ausgebildet und/oder unlösbar befestigt sein.
[0039] Ferner von Vorteil ist, dass sich durch die beschriebene Ausgestaltung eine Wiederverwendbarkeit
der Klappenhebel realisieren lässt. Die Klappenhebel können sogar an unterschiedlichen
Positionen eingesetzt werden, insbesondere dann, wenn mehrere Klappenhebel identisch
ausgestaltet sind. Eine derartige Wiederverwendbarkeit ist selbst dann möglich, wenn
der Klappenhebel an einem anderen Verwendungsort an einer anderen Stelle seines Verbindungshebels
beaufschlagt werden muss, da der Verbindungshebel mehrere gleichartige Ausnehmungen
aufweist.
[0040] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Mitnehmer des
Schiebers über eine Sollbruchstelle verfügt.
[0041] Auf diese Weise kann die Herstellung der Schieber durch Vereinheitlichung der Schieber
vereinfacht werden. Es können somit universell einsetzbare Schieber mit einer Standardanordnung
von Mitnehmern hergestellt werden. Diese Schieber können mehr Mitnehmer als für ihren
Einsatzort notwendig aufweisen. Sofern sich während der Montage die Notwendigkeit
ergibt, können einzelne Mitnehmer auf einfache Weise an ihrer Sollbruchstelle entfernt
werden. Dies kann beispielsweise dann erfolgen, wenn sich benachbart zu einem Mitnehmer
ein Wellenstift einer Tonbelegung befindet, die mittels des zu dem Schieber gehörenden
Bedienelements nicht angesprochen werden soll.
[0042] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass der Schieber mittels eines
Führungselements geführt ist. Das Führungselement kann hierbei lösbar und/oder in
ein Führungsteil steckbar sein.
[0043] Somit kann der Schieber auf einfache Weise verschieblich gelagert sen. Auf diese
Weise kann auch sichergestellt werden, dass der Schieber mit seinem Mitnehmer stets
den gewünschten Wellenstift beaufschlagt.
[0044] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass eine den Klappenhebel
beaufschlagende Rückstellfeder zwischen Klappenhebel und Träger angeordnet ist. Alternativ
oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Rückstellfeder als Druckfeder ausgeführt
ist.
[0045] Mittels der Rückstellfeder kann sichergestellt werden, dass ein betätigtes Bedienelement
nach dem Loslassen wieder in seine ursprüngliche Position zurückkehrt. Die Rückstellfeder
kann besonders platzsparend zwischen Klappenhebel und Träger angeordnet sein und insbesondere
Freiraum an der Grundplatte für die Tonlöcher belassen.
[0046] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass wenigstens ein Schieber
wenigstens einen Mitnehmer aufweist, der keinen Wellenstift beaufschlagt. Alternativ
oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass wenigstens ein Schieber wenigstens einen
Mitnehmer aufweist, der beabstandet zwischen zwei benachbarten Wellenstiften angeordnet
ist.
[0047] Somit kann ein Schieber wenigstens einen Mitnehmer aufweisen, der in einer verbauten
Bassmechanik nicht notwendig ist. Um die Wiederverwendbarkeit der Schieber zu ermöglichen,
können jedoch einheitliche Schieber produziert werden, welche Mitnehmer aufweisen,
die an ihrer Position nicht zu einer verbauten Tonbelegung beitragen. Wird der Schieber
an einer anderen Position, insbesondere in einer anderen Bassmechanik, wiederverwendet,
kann der zuvor nicht benötigte Mitnehmer einen Wellenstift beaufschlagen und so zu
einer Tonbelegung beitragen.
[0048] Gemäß einer Ausgestaltung von möglicherweise eigenständiger erfinderischer Qualität
kann vorgesehen sein, dass wenigstens zwei Wellen mit identisch ausgebildeten Wellenhaltern
und/oder mit einem Wellenhalter, der zwischen seinen Wellenaufnahmen Sollbruchstellen
aufweist, gehalten sind. Diese Ausgestaltung des Wellenhalters ermöglicht eine vereinfachte,
platzsparende Montage und einen flexiblen Einsatz.
[0049] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass ein Abstand einer
an dem Klappenhebel befestigten Klappe in wenigstens einer Richtung, bevorzugt in
zwei Richtungen, zu einer nächsten, an einem weiteren Klappenhebel befestigten Klappe
kleiner ist als eine äußere Abmessung der Klappe in der jeweiligen Richtung.
[0050] Die Bassmechanik kann daher sehr kompakt ausgestaltet werden. Dies wird insbesondere
durch die voranstehend beschriebenen Merkmale erfindungsgemäßer Bassmechaniken ermöglicht.
Die Klappen können hierbei derart eng angeordnet sein, dass zwischen die Klappen keine
Befestigung eines Klappenhebels auf der Grundplatte möglich ist.
[0051] Alternativ oder zusätzlich sind zur Lösung der genannten Aufgabe erfindungsgemäß
die Merkmale des nebengeordneten, auf ein Verfahren zur Montage eines Handzuginstruments
gerichteten Anspruchs vorgesehen. Insbesondere wird somit zur Lösung der genannten
Aufgabe bei Verfahren der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß vorgeschlagen,
dass die Welle und der Klappenhebel außerhalb eines die Bassmechanik des Handzuginstruments
enthaltenen Grundkörpers des Handzuginstruments auf dem oder einem Träger vormontiert
werden. Es ist hierbei möglich, dass auch weitere Teile der Bassmechanik, insbesondere
die gesamte Bassmechanik außerhalb des Grundkörpers vormontiert werden.
[0052] Bei dem Handzuginstruments kann es sich um ein Handzuginstrument aus dem Stand der
Technik oder ein erfindungsgemäßes Handzuginstrument handeln. Das beschriebene Verfahren
hat den Vorteil, dass die Montage eines derartigen Handzuginstruments vereinfacht
wird, da die Bassmechanik nicht, wie bisher, innerhalb des Grundkörpers des Handzuginstruments
zusammengesetzt und montiert werden muss, sondern außerhalb des Grundkörpers vormontiert
wird. Auf diese Weise ergibt sich eine modulare Bauweise der Bassmechanik, die als
ganzes oder so weit vormontiert wie möglich in den Grundkörper eingesetzt werden kann.
[0053] Alternativ oder zusätzlich sind zur Lösung der genannten Aufgabe erfindungsgemäß
die Merkmale des nebengeordneten, auf die Verwendung eines Schiebers zur Kodierung
wenigstens eines Tones einer Bassmechanik eines Handzuginstruments gerichteten Anspruchs
vorgesehen. Insbesondere wird somit zur Lösung der genannten Aufgabe bei Verwendungen
der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass zur Festlegung
der Kodierung wenigstens ein Mitnehmer entfernt wird, wobei mit dem Schieber wenigstens
zwei unterschiedliche Kodierungen festlegbar sind.
[0054] Bei der genannten Bassmechanik kann es sich um die bereits beschriebene Bassmechanik
eines erfindungsgemäßen Handzuginstruments handeln.
[0055] Durch die erfindungsgemäße Verwendung ist es möglich, mehrere Schieber für unterschiedliche
Tonbelegungen standardisiert herzustellen, und Mitnehmer nur dann zu entfernen, wenn
dies aufgrund von Kollisionen innerhalb der Bassmechanik notwendig ist. Dies kann
direkt bei Montage eines Schiebers geschehen. Gleichzeitig ermöglicht dies, die Schieber
wiederzuverwenden und für andere Tonbelegungen zu nutzen.
[0056] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben, ist jedoch
nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Weitere Ausführungsbeispiele ergeben
sich durch Kombination der Merkmale einzelner oder mehrerer Ansprüche untereinander
und/oder mit einzelnen oder mehreren Merkmalen des Ausführungsbeispiels.
[0057] Es zeigen:
- Fig. 1
- den zu einem erfindungsgemäßen Handzuginstrument gehörenden, die Bassmechanik tragenden
Grundkörper,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt der Bassmechanik des Handzuginstruments aus Fig. 1 in einer Ansicht
auf die Grundplatte,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt der Bassmechanik des Handzuginstruments aus Fig. 1 in einer seitlichen
Ansicht,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt der Bassmechanik des Handzuginstruments aus Fig. 1 in einer Ansicht
auf die Klappenhebel,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt der Bassmechanik des Handzuginstruments aus Fig. 1 in einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 6
- einen Ausschnitt der Bassmechanik des Handzuginstruments aus Fig. 1 mit Teilen des
zugehörigen Grundkörpers in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 7
- einen Ausschnitt der zu einem Bedienelement der Bassmechanik des Handzuginstruments
aus Fig. 1 gehörenden Mechanik mit dem Träger und der Grundplatte,
- Fig. 8
- einen Ausschnitt der zu einem Bedienelement der Bassmechanik des Handzuginstruments
aus Fig. 1 gehörenden Mechanik mit einem Ausschnitt des Trägers,
- Fig. 9
- einen Ausschnitt der zu einem Bedienelement der Bassmechanik des Handzuginstruments
aus Fig. 1 gehörenden Mechanik mit einem Ausschnitt der Grundplatte,
- Fig. 10
- einen Ausschnitt der zu einem Bedienelement der Bassmechanik des Handzuginstruments
aus Fig. 1 gehörenden Mechanik,
- Fig. 11
- die nebeneinander gelagerten Wellen der Bassmechanik des Handzugsinstruments aus Fig.
1,
- Fig. 12
- einen Wellenhalter in einer Ansicht von oben,
- Fig. 13
- den Wellenhalter gemäß Fig. 12 in einer Ansicht von unten,
- Fig. 14
- einen Ausschnitt einer weiteren, zu einem erfindungsgemäßen Handzuginstrument gehörenden
Bassmechanik,
- Fig. 15
- einen Ausschnitt einer Bassmechanik eines erfindungsgemäßen Handzuginstruments,
- Fig. 16
- einen weiteren Wellenhalter in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 17
- den Wellenhalter aus Figur 16 mit eingelegten Wellen,
- Fig. 18
- den Wellenhalter 16 in einer weiteren perspektivischen Ansicht mit eingeführtem Fixierelement.
[0058] Die Figuren 1 bis 10 zeigen unterschiedliche Ansichten einer zu einem erfindungsgemäßen
Handzuginstrument 1 gehörenden Bassmechanik 2, wobei jeweils unterschiedliche Elemente
des Handzuginstruments 1 bzw. der Bassmechanik 2 sichtbar sind. Die Figuren 1 bis
10 werden in einer Zusammenschau beschrieben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind
nicht in allen Figuren alle sichtbaren Elemente mit Bezugszeichen versehen, wo sich
aus der Zusammenschau der Figuren die Identität einzelner Elemente ergibt. So ergibt
sich die Identität der in Figur 3 dargestellten und nicht mit Bezugszeichen versehenen
Bauteile insbesondere aus den Figuren 8 bis 10.
[0059] Figur 1 zeigt einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Handzuginstruments 1, nämlich
den die Bassmechanik 2 enthaltenden Grundkörper 3 des Handzuginstruments 1. Im Ausführungsbeispiel
handelt es sich um den von einem Spieler aus gesehen linken Bass-Teil eines chromatischen
Akkordeons. Das Handzuginstrument 1 bzw. dessen Bassmechanik 2 umfasst eine Reihe
von Bedienelementen 4 in Knopfform, mittels derer jeweils ein definierter Ton, insbesondere
mehrere definierte Töne, beispielsweise ein Akkord, spielbar sind. Die Anzahl von
Bedienelementen 4 kann sich je nach Handzuginstrument 1 unterscheiden. Die Funktionsweise
der Bassmechanik 2 wird im Folgenden daher anhand eines einzelnen Bedienelements 4
und seiner zugehörigen Einzelmechanik 23, die in Figur 10 gesondert dargestellt ist,
beschrieben.
[0060] Das Handzuginstrument 1 des Ausführungsbeispiels ist als bzw. mit einem Convertorbass
ausgeführt und weist zur Umstellung zwischen verschiedenen Bassbelegungen, im Ausführungsbeispiel
zwischen einer Stradella-Bass- und einer Melodie-Bass-Belegung, ein Umschaltelement
28 auf.
[0061] Das Handzuginstrument 1 bzw. dessen Bassmechanik 2, genauer die auf ein einzelnes
Bedienelement 4 bezogene Einzelmechanik 23, umfasst einen mittels eines Bedienelements
4 betätigbaren Schieber 5 mit einem Mitnehmer 6, eine in eine Drehbewegung versetzbare
Welle 7 mit einem von dem Mitnehmer 6 beaufschlagbaren Wellenstift 8 und einen von
einem Wellenhaken 9 der Welle 7 beaufschlagbaren Klappenhebel 10, der zur Öffnung
und/oder Schließung wenigstens eines Tonlochs 11 ausgeführt ist.
[0062] Insbesondere die Figuren 7 und 9 zeigen die Tonlöcher 11 der Grundplatte 13. Figur
2 zeigt die ebenfalls Tonlöcher 11 aufweisende und einige Tonlöcher 11 der Grundplatte
13 bedeckende Schablone 30, die beweglich gelagert ist und je nach ihrer Stellung
verschiedene Tonlöcher 11 der Grundplatte 13 verschließt. Ferner sind einige der Klappen
33, die an Klappenhebeln 10 befestigt sind, bezeichnet. Schraffiert sind beispielhaft
von der Schablone 30 bedeckte Tonlöcher 37 dargestellt. Die Schablone 30 kann diesbezüglich
variabel gestaltet sein.
[0063] Ein jeweiliges Bedienelement 4 ist über einen jeweiligen Draht 24 mit einem jeweiligen
Schieber 5 verbunden. Das Bedienelement 4 wurde mit dem Draht 24 und dem Schieber
5 in einem Spritzgussverfahren hergestellt bzw. verbunden. In einer nicht gezeigten
Ausführungsform können das Bedienelement 4 und/oder der Schieber 5 mit dem Draht 24
über eine Steck-, Klebe- und/oder Schraubverbindung verbunden sein. Je nach Montageort
eines Bedienelements 4 bzw. eines Schiebers 5 kann der Draht 24 in unterschiedlicher
Länge hergestellt und so gebogen werden, dass das Bedienelement 4 an die richtige
Position, insbesondere an dem Grundkörper 3, gelangt. Durch das beispielhafte Spritzgussverfahren
kann der Draht 24 vollständig ummantelt hergestellt sein.
[0064] In einer Längsrichtung 25 der Bassmechanik 2 sind hierbei mehrere Einzelmechaniken
23 nebeneinander und in einer Hochrichtung 26 sind mehrere Schieber 5 von Einzelmechaniken
23 übereinander angeordnet. Hierbei sind lediglich die Bedienelemente 4 mit Drähten
24 und Schiebern 5 übereinander angeordnet, wobei die Klappenhebel 10 in einer Ebene
an dem Träger 15 angeordnet sind. Die Einzelmechaniken 23 erstrecken sich hierbei
jeweils in Querrichtung 27. Unter einer Einzelmechanik 23 kann hierbei insbesondere
ein Verbund aus Bedienelement 4, Draht 24 und Schieber 5 mit Mitnehmer 6 und zugehöriger
Welle 7 mit Wellenstift 8 und Wellenhaken 9 sowie Klappenhebel 10 angesehen werden,
insbesondere wobei ein Klappenhebel 10 von mehreren Bedienelementen 4 bzw. Schiebern
5 angesteuert werden kann.
[0065] Beispielsweise in den Figuren 3 und 5 ist erkennbar, dass der Klappenhebel 10 drehbar
in einer Halterung 12 gelagert ist, welche beabstandet zu einer das Tonloch 11 enthaltenen
Grundplatte 13 angeordnet ist. Zu seiner Lagerung umfasst der Klappenhebel 10 einen
zylinder- bzw. wellenförmigen Fortsatz 14, welcher in der Halterung 12 lagerbar ist.
Besonders in Figur 3 ist erkennbar, dass zwischen dem Schieber 5 und dem Tonloch 11
ein Träger 15 angeordnet ist, welcher den Klappenhebel 10 drehbar trägt. Der Klappenhebel
10 ist hierbei in seiner Halterung 12 an dem Träger 15 gelagert.
[0066] Der zwischen dem Schieber 5 und dem Tonloch 11 angeordnete Träger 15 trägt außerdem
die Welle 7 drehbar, was in Figur 6 am Beispiel jeweils mehrerer nebeneinander gelagerter
Wellen 7 gezeigt ist. Diese Wellen 7 sind ebenfalls in Figur 3 dargestellt, woraus
ferner hervorgeht, dass der Träger 15 zwischen der Welle 7 und einer Lagerung des
Klappenhebels 10, nämlich der Halterung 12, angeordnet ist. Die U-Förmigkeit des Trägers
15 ist aus Figur 7 entnehmbar. In Figur 11 sind die jeweils in Gruppen nebeneinander
gelagerten Wellen 7 erkennbar, die von jeweiligen Wellenhaltern 29 gehalten werden.
Die Wellenhalter 29 können für unterschiedliche Anzahlen zu haltender Wellen 7 ausgebildet
sein. Die Wellen 7 und Wellenhalter 29 sind aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht
durchgehend beschriftet.
[0067] Jeder Wellenhalter 29 ist identisch ausgebildet und hat eine einheitliche Anzahl
von Wellenaufnahmen 31, mit denen nach Bedarf gleiche oder unterschiedliche Anzahlen
von Wellen 7 abgedeckt werden können. Jeder Wellenhalter 29 hat ein Fußteil 32, mit
dem er auf einer Unterlage befestigbar ist.
[0068] Jeder montierte Wellenhalter 29 weist somit fünf Wellenaufnahmen 31 auf und kann
somit bis zu fünf Wellen 7 halten.
[0069] Die Herstellung erfolgt als vereinheitlichtes Teil, welches bei der Montage nach
Bedarf/Notwendigkeit angepasst werden kann, indem nicht benötigte bzw. störende Wellenaufnahmen
einfach an einer Sollbruchstelle entfernt werden können.
[0070] In Figur 13 ist ferner eine Wellenanlage 34 sichtbar, an die zwei Wellen 7 anliegen
können. Somit kann beispielsweise eine der in Figur 11 dargestellten Wellen 7 im Bereich
eines Wellenhalters 29 je nach Bedarf unterbrochen sein. So genügt beispielsweise
eine vergleichsweise kurze Welle 7, wenn das Bedienelement 4 und die anzusteuernde
Klappe 33 nahe beieinander liegen.
[0071] Ferner sind, wie beispielsweise in Figur 5 gezeigt, mehrere Klappenhebel 10 identisch
ausgestaltet. Zur übersichtlicheren Darstellung ist daher die Funktionsweise der Bassmechanik
2 am Beispiel eines einzigen Klappenhebels 10 und seiner zugehörigen Einzelmechanik
23 in den Figuren 7 bis 10 gezeigt.
[0072] Der Wellenhaken 9 beaufschlagt den Klappenhebel 10 an einem Verbindungshebel 16 des
Klappenhebels 10, wie beispielsweise in den Figuren 3 sowie 7 bis 10 gezeigt ist.
Hierbei greift der Wellenhaken 9 in eine Ausnehmung 17 des Verbindungshebels 16 ein,
wobei der Verbindungshebel 16 wenigstens zwei, nämlich fünf, gleichartige Ausnehmungen
17 aufweist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Klappenhebel 10 in den Figuren
teilweise ohne seinen Verbindungshebel 16 dargestellt.
[0073] Die in den Figuren 3 sowie 7 bis 10 dargestellten Mitnehmer 6 eines jeweiligen Schiebers
5 verfügen jeweils über eine Sollbruchstelle 18. Der jeweilige Schieber 5 ist mittels
eines lösbaren und in ein Führungsteil 19 steckbaren Führungselements 20 geführt.
In Figur 3 erkennbar, dass jeweils drei Schieber 5 übereinander angeordnet und von
drei übereinander angeordneten Führungsteilen 19 geführt sind.
[0074] In den Figuren 9 und 10 ist dargestellt, dass jeweils eine den Klappenhebel 10 beaufschlagende
Rückstellfeder 21 zwischen Klappenhebel 10 und Träger 15 angeordnet ist. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel ist die Rückstellfeder 21 als Druckfeder 22 ausgeführt.
[0075] Beispielsweise in Figur 3 ist dargestellt, dass wenigstens ein Schieber 5, beispielsweise
der obere Schieber 5, wenigstens einen Mitnehmer 6, im Ausführungsbeispiel drei Mitnehmer
6 aufweist, die keinen Wellenstift 8 beaufschlagen. Die drei genannten Mitnehmer 6
des oberen Schiebers 5 sind hierbei ebenfalls beabstandet zwischen zwei benachbarten
Wellenstiften 8 angeordnet.
[0076] Das in den Figuren gezeigte Ausgangsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handzuginstruments
1 ist nach einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Montage eines Handzuginstruments
1 montiert worden. Hierbei werden die Welle 7 und der Klappenhebel 10, bzw. im Ausführungsbeispiel
alle Wellen 7 und Klappenhebel 10, außerhalb eines die Bassmechanik 2 des montierten
Handzuginstruments 1 enthaltenen Grundkörpers 3 des Handzuginstruments 1 auf dem Träger
15 vormontiert.
[0077] Das gezeigte Handzuginstrument 1 bzw. dessen Bassmechanik 2 ermöglicht die erfindungsgemäße
Verwendung eines Schiebers 5 zur Kodierung wenigstens eines Tones der Bassmechanik
2, wobei zur Festlegung der Kodierung wenigstens ein Mitnehmer 6 entfernt wird, wobei
mit dem Schieber 5 wenigstens zwei unterschiedliche Kodierungen festlegbar sind.
[0078] In Figur 14 ist eine Einzelmechanik 23 einer Bassmechanik 2 eines erfindungsgemäßen
Handzuginstruments 1 in schematisierter Form dargestellt, wobei das Bedienelement
4 über einen Draht 24 direkt mit einer von mehreren Ausnehmungen 17 des Verbindungshebels
16 eines Klappenhebels 10 verbunden ist. Der Klappenhebel 10 ist über einen Fortsatz
14 drehbar an einem Träger 15 gelagert und weist eine Klappe 33 auf, mit der ein Tonloch
11 einer Grundplatte 13 verschließbar ist.
[0079] Die Erfindung ermöglicht es, die Bassmechanik 2 kompakt zu fertigen, wie es beispielsweise
in Figur 15 dargestellt ist. In dem gezeigten Ausschnitt einer Bassmechanik 2 ist
erkennbar, dass die Klappen 33 nahe beieinander angeordnet sind. Diese Bauweise wird
unter anderem durch die Lagerung der Klappenhebel 10 beabstandet zu der Grundplatte
13 ermöglicht Die Klappen 33 können daher näher beieinander angeordnet sein, als es
bei einer Lagerung der Klappenhebel 10 an der Grundplatte 13 möglich wäre. Es ist
erkennbar, dass ein Abstand 35 der an dem Klappenhebel 10 befestigten Klappe 33 in
wenigstens einer Richtung zu einer nächsten, an einem weiteren Klappenhebel 10 befestigten
Klappe 33 kleiner ist als eine äußere Abmessung 36 der Klappe 33 in der jeweiligen
Richtung. Die Richtung ist in diesem Fall die Richtung entlang einer größten Außenkante
der annähernd quaderförmigen Klappe 33. Diese Größenverhältnisse gelten vorliegend
auch für die rechtwinklig hierzu, entlang der nächst kleineren Außenkante der Klappe
33, gerichtete weitere Richtung.
[0080] Die Figuren 16 bis 18 zeigen eine weitere mögliche Ausführungsform eines Wellenhalters
29. Der Wellenhalter 29 weist ein Oberteil 38 und ein Unterteil 39 auf, die mittels
eines Fixierelements 40 kraft- und formschlüssig miteinander verbindbar sind. Das
Fixierelement 40 kann vorzugsweise stiftförmig ausgestaltet sein. Das Oberteil 38
kann bei eingelegter Welle 7 zu dem Unterteil 39 beabstandet sein. In einer nicht
gezeigten Ausführungsform können das Oberteil 38 und das Unterteil 39 auch, vorzugsweise
miteinander, verschnappbar und/oder an wenigstens einer Stelle einstückig miteinander
verbunden und/oder als Klammer ausgebildet sein. Ferner weisen das Oberteil 38 und
das Unterteil 39 jeweils wenigstens eine Bohrung 41, das Unterteil sogar sechs Bohrungen
41, zur Aufnahme des vorzugsweise stiftförmigen Fixierelements 40 auf. Außerdem ist
das Fixierelement 40 mittels eines Bajonett-Verschlusses 42 mit dem Unterteil 39 kraft-
und formschlüssig verbindbar. In Figur 18 ist zu erkennen, dass das Fixierelement
40 bei Verbindung mit dem Unterteil 39 und in den Wellenhalter 29 eingelegter, hier
jedoch zur besseren Sichtbarkeit ausgeblendeter, Welle 7 kraft- und formschlüssig
mit dem Oberteil 38 verbunden ist.
[0081] Zusammenfassend wird somit ein Handzuginstrument 1 mit einer Bassmechanik 2 vorgeschlagen,
umfassend einen vorzugsweise mittels eines Bedienelements (4) zumindest mittelbar
beaufschlagbaren Klappenhebel (10), der zur Öffnung und/oder Schließung wenigstens
eines Tonlochs (11) ausgeführt ist, wobei der Klappenhebel (10) drehbar in einer Halterung
(12) gelagert ist, welche beabstandet zu einer das Tonloch (11) enthaltenden Grundplatte
(13) angeordnet ist.
Bezugszeichenliste
[0082]
- 1
- Handzuginstrument
- 2
- Bassmechanik
- 3
- Grundkörper
- 4
- Bedienelement
- 5
- Schieber
- 6
- Mitnehmer
- 7
- Welle
- 8
- Wellenstift
- 9
- Wellenhaken
- 10
- Klappenhebel
- 11
- Tonloch
- 12
- Halterung
- 13
- Grundplatte
- 14
- Fortsatz
- 15
- Träger
- 16
- Verbindungshebel
- 17
- Ausnehmung
- 18
- Sollbruchstelle
- 19
- Führungsteil
- 20
- Führungselement
- 21
- Rückstellfeder
- 22
- Druckfeder
- 23
- Einzelmechanik
- 24
- Draht
- 25
- Längsrichtung
- 26
- Hochrichtung
- 27
- Querrichtung
- 28
- Umschaltelement
- 29
- Wellenhalter
- 30
- Schablone
- 31
- Wellenaufnahme
- 32
- Fußteil
- 33
- Klappe
- 34
- Wellenanlage
- 35
- Abstand
- 36
- Abmessung
- 37
- bedecktes Tonloch
- 38
- Oberteil
- 39
- Unterteil
- 40
- Fixierelement
- 41
- Bohrung
- 42
- Bajonett-Verschluss
1. Handzuginstrument (1) mit einer Bassmechanik (2), umfassend einen vorzugsweise mittels
eines Bedienelements (4) zumindest mittelbar beaufschlagbaren Klappenhebel (10), der
zur Öffnung und/oder Schließung wenigstens eines Tonlochs (11) ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappenhebel (10) drehbar in einer Halterung (12) gelagert ist, welche beabstandet
zu einer das Tonloch (11) enthaltenden Grundplatte (13) angeordnet ist.
2. Handzuginstrument (1) nach dem vorangehenden Anspruch, weiter umfassend einen vorzugsweise
mittels des oder eines Bedienelements (4) betätigbaren Schieber (5) mit einem Mitnehmer(6),
der, vorzugsweise über eine in eine Drehbewegung versetzbare Welle (7) mit einem von
dem Mitnehmer (6) beaufschlagbaren Wellenstift (8) und einem Wellenhaken (9) der Welle
(7), den Klappenhebel (10) beaufschlagt.
3. Handzuginstrument (1) nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, weiter umfassend einen
vorzugsweise mittels des oder eines Bedienelements (4) betätigbaren Schieber (5) mit
einem Mitnehmer(6), der, vorzugsweise über eine in eine Drehbewegung versetzbare Welle
(7) mit einem von dem Mitnehmer (6) beaufschlagbaren Wellenstift (8) und einem Wellenhaken
(9) der Welle (7), den Klappenhebel (10) beaufschlagt, wobei zwischen dem Schieber
(5) und dem Tonloch (11) ein Träger (15) angeordnet ist, welcher den Klappenhebel
(10) und/oder die eine Welle (7) drehbar trägt, insbesondere wobei der Träger (15) zwischen der Welle (7) und einer Lagerung des Klappenhebels (10)
angeordnet ist und/oder wobei die Welle (7) durch einen Wellenhalter an dem Träger
(15) drehbar gelagert ist.
4. Handzuginstrument (1) nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 oder nach Anspruch 3, wobei
die Welle (7) durch einen Wellenhalter (29) an dem Träger (15) drehbar gelagert ist.
5. Handzuginstrument (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenhalter (29) ein Oberteil (38) und ein Unterteil (39) aufweist, die mittels
eines vorzugsweise stiftförmigen Fixierelements (40) kraft- und/oder formschlüssig
miteinander verbindbar sind, insbesondere wobei das Oberteil (38) bei eingelegter
Welle (7) zu dem Unterteil (39) beabstandet ist.
6. Handzuginstrument (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (38) und/oder das Unterteil (39), vorzugsweise miteinander, verschnappbar
und/oder an wenigstens einer Stelle einstückig miteinander verbunden und/oder als
Klammer ausgebildet ist/sind.
7. Handzuginstrument (1) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (38) und/oder das Unterteil (39) jeweils wenigstens eine Bohrung (41)
zur Aufnahme des vorzugsweise stiftförmigen Fixierelements (40) aufweisen und/oder
dass das Fixierelement (40) mittels eines Bajonett-Verschlusses (42) mit dem Unterteil
(39) kraft- und/oder formschlüssig verbindbar ist, insbesondere wobei das Fixierelement
(40) bei Verbindung mit dem Unterteil (39) und in den Wellenhalter (29) eingelegter
Welle (7) kraft- und/oder formschlüssig mit dem Oberteil (38) verbunden ist.
8. Handzuginstrument (1) nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 oder nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Klappenhebel (10) identisch ausgestaltet sind.
9. Handzuginstrument (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenhaken (9) den Klappenhebel (10) an einem Verbindungshebel (16) des Klappenhebels
(10) beaufschlagt, dass der Wellenhaken (9) in eine Ausnehmung (17) des Verbindungshebels
(16) eingreift und dass der Verbindungshebel (16) wenigstens zwei gleichartige Ausnehmungen
(17) aufweist.
10. Handzuginstrument (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (6) des Schiebers (5) über eine Sollbruchstelle (18) verfügt und/oder
dass der Schieber (5) mittels eines, vorzugsweise lösbaren und/oder in ein Führungsteil
(19) steckbaren und von diesem geführten, Führungselements (20) geführt ist.
11. Handzuginstrument (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine den Klappenhebel (10) beaufschlagende Rückstellfeder (21) zwischen Klappenhebel
(10) und Träger (15) angeordnet und/oder als Druckfeder (22) ausgeführt ist.
12. Handzuginstrument (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Schieber (5) wenigstens einen Mitnehmer (6) aufweist, der keinen Wellenstift
(8) beaufschlagt und/oder der beabstandet zwischen zwei benachbarten Wellenstiften
(8) angeordnet ist.
13. Handzuginstrument (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Wellen (7) mit identisch ausgebildeten Wellenhaltern (29) und/oder
mit einem Wellenhalter (29), der zwischen seinen Wellenaufnahmen (31) Sollbruchstellen
aufweist, gehalten sind.
14. Handzuginstrument (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (35) einer an dem Klappenhebel (10) befestigten Klappe (33) in wenigstens
einer Richtung, bevorzugt in zwei Richtungen, zu einer nächsten, an einem weiteren
Klappenhebel (10) befestigten Klappe (33) kleiner ist als eine äußere Abmessung (36)
der Klappe (33) in der jeweiligen Richtung.
15. Verfahren zur Montage eines Handzuginstruments (1) nach dem Oberbegriff von Anspruch
1 oder einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Klappenhebel (10) außerhalb eines
die Bassmechanik (2) des montierten Handzuginstruments (1) enthaltenden Grundkörpers
(3) des Handzuginstruments (1) auf dem oder einem Träger (15) vormontiert werden.
16. Verwendung eines Schiebers (5) zur Kodierung wenigstens eines Tones der oder einer
Bassmechanik (2) eines Handzuginstruments (1), insbesondere eines Handzuginstruments
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei zur Festlegung der Kodierung wenigstens
ein Mitnehmer (6) entfernt wird, wobei mit dem Schieber (5) wenigstens zwei unterschiedliche
Kodierungen festlegbar sind.