[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Leuchte gemäß Anspruch 1. Derartige Leuchten
werden insbesondere für die Ausleuchtung innerhalb von Gebäuden, beispielsweise von
Sporthallen oder Industriehallen, und/oder für die Ausleuchtung außerhalb Gebäuden,
beispielsweise von Sportplätzen, Industrieaußenanlagen oder Hafenanlagen, verwendet.
Je nach Anwendungsfall kann es insbesondere sinnvoll sein, für die Ausleuchtung einer
jeweiligen Halle oder eines jeweiligen (Sport-)Platzes eine Mehrzahl von Leuchten
zu verwenden, die beispielsweise verteilt in der Halle oder entlang eines Randes des
Platzes angeordnet sind. Die Leuchten können beispielsweise unmittelbar oder mittelbar
(über eine oder mehrere Traversen) an Masten montiert und auf diese Weise in einer
gewissen Höhe oberhalb des Untergrunds angeordnet sein. Auch ist eine Montage an einem
Binder einer Hallendecke oder eine Gebäudewand denkbar.
Stand der Technik
[0002] Gattungsgemäße Leuchten sind im Stand der Technik bereits bekannt. Insbesondere sind
Leuchten bekannt, die mit einer Vielzahl von LEDs ausgestattet sind und auf diese
Weise bei einer hohen Leuchtstärke einen geringen Stromverbrauch versprechen. Bei
der Ausleuchtung von Plätzen, insbesondere Sportplätzen, hat es sich als problematisch
herausgestellt, dass eine unzulässige Lichtverschmutzung für die Umgebung des jeweils
ausgeleuchteten Platzes auftreten kann. Ebenfalls kann eine Lichtverschmutzung des
Himmels auftreten, wenn Leuchten sehr stark nach oben abstrahlen. Für derartige Belastungen
hat in Deutschland die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI)
Hinweise erlassen, mit denen sich die Wirkung von Lichtemissionen auf den Menschen
beurteilen lassen. Grundsätzlich unterliegt die Emission von Licht im öffentlichen
Raum in Deutschland den Bestimmungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG).
[0003] In Ausschreibungen zu Beleuchtungsanlagen, die zur Anwendung im öffentlichen Raum
vorgesehen sind, wird regelmäßig die Einhaltung von Grenzwerten, die sich an den Hinweisen
der LAI orientieren, gefordert. Dies betrifft sowohl die Lichtemissionen, denen benachbarte
Gebiete der auszuleuchtenden Bereiche ausgesetzt werden ("Raumaufhellung"), als auch
und insbesondere die "Blendung", die sich in aller Regel unmittelbar durch die Leuchtmittel
der Leuchte ergibt und sowohl psychologische als auch physiologische Beeinträchtigungen
von Menschen zur Folge haben kann.
[0004] Die Vorgabe von Grenzwerten soll dazu beitragen, dass die Beeinträchtigung von Mensch
und Umwelt durch die Installation und den Betrieb von Beleuchtungsanlagen auf ein
Minimum reduziert wird. Trotz dieser Vorgaben, die in Ausschreibungen regelmäßig anzutreffen
sind, werden in einer großen Vielzahl von Fällen Leuchten installiert, die technisch
nicht geeignet sind, diese Vorgaben einzuhalten.
[0005] In Fällen, in denen derartige Probleme nicht bestehen, insbesondere bei einem Einsatz
einer Leuchte in einem umbauten Raum bzw. Gebäude wie beispielsweise einer Halle,
besteht ein Interesse, eine jeweilige Leuchte möglichst günstig zu gestalten und gleichwohl
eine gerichtete Abstrahlung zu erzielen, um Bereiche des umbauten Raums, die mit dem
abgestrahlten Licht ausgeleuchtet werden sollen, ausreichend aufzuhellen. Beispielsweise
bei Industriehallen kann dies von besonderer Bedeutung sein, um die Arbeitssicherheit
zu erhöhen. Hierfür ist eine hinreichende Ausleuchtung von Gerätschaften, der Umgebung
und den jeweiligen Arbeitsmaschinen bedeutsam.
Aufgabe
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Leuchte bereitzustellen,
die eine möglichst präzise Abstrahlung von Licht ermöglicht und dabei kostengünstig
herzustellen ist. Für den Einsatz im Außenbereich ist es zudem die Aufgabe, dass die
Leuchte sowohl eine ungewollte Raumaufhellung abseits eines wunschgemäß beleuchteten
Bereichs als auch eine ungewollte Blendung vermeidet.
Lösung
[0007] Die zugrunde liegende Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Leuchte mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den zugehörigen
Unteransprüchen sowie der Beschreibung.
[0008] Die Leuchte umfasst ein Gehäuse, das entlang einer Längsachse des Gehäuses langgestreckt
ausgebildet ist. Das Gehäuse kann bevorzugt quaderförmig ausgebildet sein. Hierbei
ist bevorzugt eine parallel zu der Längsachse des Gehäuses gemessene Länge des Gehäuses
größer sowohl als eine Höhe des Gehäuses als auch als eine Breite des Gehäuses. Weiter
bevorzugt ist die Höhe des Gehäuses größer als die Breite des Gehäuses.
[0009] Die Leuchte umfasst des Weiteren eine Mehrzahl von LEDs, beispielsweise drei, vier
oder fünf LEDs. Bevorzugt sind die LEDs parallel zur Längsrichtung des Gehäuses in
Reihe hintereinander sowie vorzugsweise äquidistant entlang eines nachstehend beschriebenen
Leuchtraumbodens verteilt angeordnet. Die LEDs können beispielsweise jeweils eine
Leistung im Bereich zwischen 20 W und 100 W aufweisen.
[0010] Das Gehäuse weist einen Leuchtraum auf, der sich parallel zu der Längsachse des Gehäuses
erstreckend ausgebildet ist. Vorzugsweise weist das Gehäuse genau einen Leuchtraum
auf, dessen Volumen an einem Gesamtvolumen des Gehäuses deutlich über 50 %, vorzugsweise
über 60 %, ausmacht. Dabei ist es bevorzugt, wenn der Leuchtraum langgestreckt ausgebildet
ist, wobei eine parallel zu der Längsachse des Gehäuses gemessene Länge des Leuchtraums
sowohl eine Höhe des Leuchtraums als auch eine Breite des Leuchtraums übersteigt.
Der Leuchtraum weist einen unteren Leuchtraumboden und gegenüberliegend von dem Leuchtraumboden
an einer Langseite des Gehäuses eine obere Leuchtraumöffnung auf. Die Leuchtraumöffnung
erstreckt sich nach Art einer Fensteröffnung zumindest im Wesentlichen über die gesamte
Länge des Leuchtraums. Bevorzugt erstreckt sich die Leuchtraumöffnung über mindestens
80%, vorzugsweise mindestens 90%, der gesamten Länge des Leuchtraums. Weiter Vorzugsweise
erstreckt sich die Leuchtraumöffnung über die gesamte Länge des Leuchtraums. Die LEDs
sind in Längsrichtung des Leuchtraums verteilt an dem Leuchtraumboden angeordnet und
derart ausgerichtet, dass sie Licht in Richtung der Leuchtraumöffnung emittieren.
Hierdurch ist gewährleistet, dass im Betrieb der Leuchte die LEDs Licht abstrahlen,
das ausgehend von dem Leuchtraumboden in Richtung der Leuchtraumöffnung strahlt und
an der Leuchtraumöffnung den Leuchtraum und das Gehäuse der Leuchte verlässt. Auf
diese Weise ist die Leuchte dazu geeignet, Licht in die Umgebung abzustrahlen.
[0011] Bevorzugt erstreckt sich der Leuchtraum in Längsrichtung des Gehäuses betrachtet
fast über die gesamte Länge des Gehäuses. Demzufolge ist es vorteilhaft, wenn die
Länge des Leuchtraums mindestens 70 %, vorzugsweise mindestens 80 %, der Länge des
Gehäuses beträgt. Unabhängig davon, jedoch bevorzugt in Kombination, ist es des Weiteren
vorteilhaft, wenn sich die Breite des Leuchtraums fast über die gesamte Breite des
Gehäuses erstreckt. Demzufolge ist es vorteilhaft, wenn die Breite des Leuchtraums
mindestens 70 %, vorzugsweise mindestens 80 %, der Breite des Gehäuses entspricht.
[0012] Der Leuchtraum ist in einer besonders bevorzugten Ausgestaltung derart ausgebildet,
dass er sich in einem senkrecht zu der Längsachse des Gehäuses geführten Querschnitt
betrachtet ausgehend von dem Leuchtraumboden in Richtung der Leuchtraumöffnung hin,
vorzugsweise stetig, erweitert. Diese Erweiterung kann beispielsweise durch schräg
orientierte seitliche Leuchtraumwandungen des Leuchtraums bedingt sein, die sich in
dem senkrecht zu der Längsachse des Gehäuses geführten Querschnitt betrachtet konisch
in Richtung der Leuchtraumöffnung erweitern. In dem genannten Querschnitt betrachtet
kann der Leuchtraum bei einer solchen Ausgestaltung auch als trichterförmig beschrieben
werden. Hierbei ist es von Vorteil, wenn der Leuchtraumboden in Breitenrichtung des
Gehäuses betrachtet eine gewisse (Rest-)Breite aufweist, sodass die LEDs an oder in
dem Leuchtraumboden montiert und angeordnet werden können. Entsprechend ist es bei
einer trichterförmigen Ausgestaltung des Leuchtraums vorteilhaft, wenn der geformte
Trichter "stumpf" ausgebildet ist, das heißt die Leuchtraumwandungen sich nicht bis
zum Leuchtraumboden hin zu einer Spitze verjüngen, sondern vergleichbar zu einem durch
einen Kegelstumpf geführten Querschnitt eine Grundfläche erhalten, die den Leuchtraumboden
bildet. Bei dieser Ausgestaltung weist der Leuchtraum in dem senkrecht zu der Längsachse
des Gehäuses geführten Querschnitt die Form eines Trapezes auf.
[0013] Ebenfalls ist es denkbar, dass die Leuchtraumwandungen nicht in sich eben, sondern
geschwungen bzw. gekrümmt ausgebildet sind, beispielsweise mit einer parabolischen
oder kreisbogenförmigen Geometrie. Auch hierbei ist es vorteilhaft, wenn der Leuchtraumboden
in Breitenrichtung des Gehäuses betrachtet eine gewisse Breite aufweist, um die LEDs
an dem Leuchtraumboden anordnen zu können.
[0014] Die Leuchte ist des Weiteren derart ausgebildet, dass ein Höhe-Breite-Verhältnis
des Leuchtraums im Bereich mindestens 0,7:1 beträgt, bevorzugt zwischen 0,7:1 und
1,2:1, weiter bevorzugt zwischen 0,8:1 und 1:1, liegt. Die Höhe des Leuchtraums wird
dabei senkrecht zu einer Öffnungsebene der Leuchtraumöffnung, in der sich die Leuchtraumöffnung
erstreckt, zwischen dem Leuchtraumboden und der Leuchtraumöffnung gemessen. Die Breite
des Leuchtraums wird in der Öffnungsebene der Leuchtraumöffnung senkrecht zu der Länge
des Leuchtraums gemessen. Mithin beschreibt die Breite des Leuchtraums - sofern sich
dieser gemäß vorstehender Beschreibung von dem Leuchtraumboden hin zu der Leuchtraumöffnung
erweitert - eine "maximale Breite" des Leuchtraums, da sie in der Öffnungsebene der
Leuchtraumöffnung gemessen wird, in der der Leuchtraum in Breitenrichtung maximal
erweitert ist.
[0015] Die Leuchte hat viele Vorteile. Insbesondere ist die Leuchte für verschiedene Verwendungen
geeignet, die als solche ebenfalls erfinderischen Wert haben. In der ersten Verwendung
wird die Leuchte in einem Gebäude, insbesondere einer Halle, beispielsweise einer
Industriehalle, zur Ausleuchtung verwendet. In dieser Verwendung ist die Einhaltung
von Grenzwerten, die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vorgegeben sind, weniger
bedeutsam, da das von der Leuchte abgestrahlte Licht an den Raumbegrenzungselementen
(Wände, Dach) des jeweiligen Gebäudes aufgehalten wird. Eine ungewollte Aufhellung
der Umgebung tritt demzufolge typischerweise nicht auf. Ebenso besteht das Problem
der Blendung nicht in demselben Maße wie bei einer alternativen Verwendung, bei der
die Leuchte im Außenbereich (Einsatz außerhalb eines Gebäudes), beispielsweise zur
Ausleuchtung eines (Sport-)Platzes, eingesetzt wird.
[0016] Für die erste Verwendung (Einsatz im Gebäude) kann die Leuchte in einer nicht erfindungsgemäßen
Ausgestaltung frei von separaten Lichtleitelementen wie beispielsweise Linsen oder
Reflektoren eine gerichtete Abstrahlung des emittierten Lichts erreichen. Dies ist
insbesondere durch die Form des Leuchtraums bedingt, dessen Höhe betragsmäßig mindestens
dessen Breite entspricht (bei Übereinstimmung beträgt das Verhältnis 1:1). Die LEDs
sitzen demzufolge vergleichsweise "tief" in der Leuchte bzw. dem Leuchtraum, sodass
der Leuchtraum als solcher eine richtende Wirkung auf das abgestrahlte Licht hat.
In diesem Zusammenhang ist die vorstehend als bevorzugt beschriebene Erweiterung des
Leuchtraums von dessen Leuchtraumboden hin zu dessen Leuchtraumöffnung besonders vorteilhaft,
um das Gehäuse als solches als lichtlenkendes Element zu nutzen. Da die Leuchte zur
Erzielung dieser Wirkung folglich keine separaten Lichtleitelemente oder Lichtlenkelemente
benötigt, ist die zudem besonders günstig herzustellen. Insbesondere bedarf es in
der einfachsten Ausgestaltung lediglich des Gehäuses und der darin angeordneten LEDs.
[0017] Das Gehäuse ist bevorzugt einstückig ausgebildet. Beispielsweise kann das Gehäuse
im Druckgussverfahren hergestellt sein, sodass eine serielle Fertigung möglich ist.
Hierbei kann es besonders vorteilhaft sein, eine Legierung zu verwenden, die eine
besonders hohe Wärmeleitfähigkeit aufweist, um die Abwärme der LEDs abzuführen und
an die Umgebung abgeben zu können. Insbesondere kann eine Aluminiuim-Silicium-Legierung
geeignet sein.
[0018] Bevorzugt ist das Gehäuse flächensymmetrisch bezogen auf eine senkrecht zu der Längsachse
des Gehäuses orientierte Querebene ausgebildet. Zusätzlich oder alternativ ist in
einer vorteilhaften Ausgestaltung das Gehäuse flächensymmetrisch bezogen auf eine
die Längsachse beinhaltende, sich in Hochrichtung des Gehäuses erstreckende Längsebene
ausgebildet. Bevorzugt ist das Gehäuse doppelt-flächensymmetrisch sowohl bezogen auf
die beschriebene Querebene als auch bezogen auf die beschriebene Längsebene. Eine
entsprechende Ausgestaltung ist auch dem untenstehenden Ausführungsbeispiel entnehmbar.
[0019] Um die Wärmeabfuhr zu verbessern kann es außerdem besonders vorteilhaft sein, wenn
das Gehäuse an seiner Außenseite eine Vielzahl von Kühlrippen aufweist, um einen konvektiven
Wärmeübergang an die Umgebung zu verbessern.
[0020] In bevorzugter Ausgestaltung beträgt ein Länge-Breite-Verhältnis des Leuchtraums,
das die Länge des Leuchtraums und die Breite des Leuchtraums miteinander ins Verhältnis
setzt, mindestens 2:1, vorzugsweise 2,5:1, weiter vorzugsweise 3:1. Mit anderen Worten
ist der Leuchtraum in bevorzugter Ausgestaltung deutlich länger als er breit ist.
Dies ermöglicht vor allem die Anordnung einer Vielzahl von LEDs in Längsrichtung hintereinander
an dem Leuchtraumboden des Leuchtraums. Bei einer solchen Ausgestaltung des Leuchtraums
kann die Leuchtstärke der Leuchte besonders einfach skaliert werden, wobei nach Wahl
des Benutzers der Leuchte unterschiedliche Anzahlen von LEDs an dem Leuchtraumboden
angeordnet werden können.
[0021] Entsprechend kann die Leuchte dann besonders vorteilhaft sein, wenn an dem Leuchtraumboden
des Leuchtraums eine Vielzahl von Montagemöglichkeiten für die Montage von LEDs vorgesehen
ist. Diese Montagemöglichkeiten können beispielsweise in Form von Sackbohrungen bestehen,
die mit einem Innengewinde ausgestattet sind. Auf diese Weise ist es möglich, LEDs
in verschiedenen Anzahlen und an verschiedenen Stellen des Leuchtraumbodens anzuordnen
und jeweils mittels mindestens eines Verbindungsmittels mit dem Leuchtraumboden zu
verbinden, beispielsweise mittels einer oder mehrerer Schrauben. Die Montagemöglichkeiten
können derart ausgebildet sein, dass sie die Montage von LEDs an verschiedenen Stellen
des Leuchtraumbodens erlauben. Entsprechend kann es vorteilhaft sein, die Montagemöglichkeiten
in Längsrichtung des Leuchtraums hintereinander an dem Leuchtraumboden ausgebildet
sind.
[0022] Insbesondere für die erste Verwendung der Leuchte, bei der die Leuchte zur Ausleuchtung
eines umbauten Raumes in einem Gebäude eingesetzt wird, jedoch auch grundsätzlich
unabhängig von dieser Verwendung, kann es besonders vorteilhaft sein, wenn zumindest
ein Teil von Leuchtraumwandungen des Leuchtraums, vorzugsweise sämtliche Leuchtraumwandungen
des Leuchtraums, mit einer lichtreflektierenden Beschichtung beschichtet sind. Insbesondere
für den Fall, dass das Gehäuse von einer Legierung gebildet ist, kann es besonders
vorteilhaft sein, wenn die Leuchtraumwandungen in weißer Farbe pulverbeschichtet sind.
Die genannte Ausgestaltung der Leuchtraumwandungen hat den Vorteil, dass das von den
LEDs abgestrahlte Licht von den Leuchtraumwandungen reflektiert wird, sodass die Leuchtraumwandungen
als solche eine lichtleitende bzw. lichtlenkende Funktion erhalten. Dies begünstigt
die Abstrahlcharakteristik der Leuchte, sodass ein Verzicht auf separate Lichtleitelemente
bzw. Lichtlenkelementen wie beispielsweise Reflektoren oder Linsen ohne Weiteres möglich
ist.
[0023] Gemäß der Erfindung umfasst die Leuchte ferner eine Mehrzahl von Reflektoren, deren
Anzahl der Anzahl der LEDs entspricht, wobei jeweils ein Reflektor einer der LEDs
zugeordnet ist. Diese Ausgestaltung der Leuchte ist insbesondere für die Verwendung
der Leuchte zu bevorzugen, bei der die Leuchte im Außenbereich zur Ausleuchtung nichtumbauter
Flächen eingesetzt wird. Hierbei kann sie beispielsweise zur Ausleuchtung von Plätzen,
beispielsweise Parkplätzen, Sportplätzen oder sonstigen Außenanlagen, verwendet werden.
Bei einer typischen Verwendung ist die Leuchte dabei in einer Höhe von einigen Metern
oberhalb des Bodens angeordnet, beispielsweise an einem Mast oder an einer Wand eines
Gebäudes. Bevorzugt ist die Leuchte in einer Höhe von mindestens 10 m, vorzugsweise
mindestens 15 m, über dem Boden angeordnet. Auch sind deutliche höhere Montagen, beispielsweise
in einer Höhe von 40 m über dem Boden, denkbar.
[0024] Die Reflektoren weisen jeweils eine mit einer Öffnung versehene Grundfläche auf und
sind an ihrem der Grundfläche gegenüberliegenden Ende vollständig geöffnet. Dabei
sind die Reflektoren derart ausgerichtet, dass eine jeweilig zugeordnete LED in oder
an der Öffnung der Grundfläche des jeweilig zugehörigen Reflektors angeordnet ist,
sodass Licht von der LED parallel zu einer Hochachse des Reflektors in Richtung des
geöffneten Endes des Reflektors abgestrahlt wird. Mit anderen Worten ist eine Hauptabstrahlrichtung
der jeweiligen LED, in die das Licht ausgehend von ausgehend von der LED hauptsächlich
abgestrahlt wird, parallel zu der Hochachse des Reflektors orientiert. Bevorzugt ist
der Reflektor dabei derart relativ zu der LED ausgerichtet, dass eine Hauptabstrahlungsachse
der LED deckungsgleich zu der Hochachse des Reflektors verläuft. In besonders bevorzugter
Weise sind die Reflektoren parabolisch geformt. Derartige Reflektoren werden in der
Technik auch als "Parabolreflektoren" bezeichnet.
[0025] Bevorzugt sind die Reflektoren mit ihrer Grundfläche unmittelbar auf den Leuchtraumboden
aufgestellt, wobei vorzugsweise die zu dem jeweiligen Reflektor gehörende LED ausgehend
von dem Leuchtraumboden durch die Öffnung der Grundfläche in den Reflektor hineinragt.
[0026] Die Ausgestaltung der Leuchte mit den beschriebenen Reflektoren ist besonders von
Vorteil. Insbesondere ermöglichen die Reflektoren eine gerichtete Abstrahlung des
von den LEDs emittierten Lichts, sodass ein jeweiliger Platz oder eine jeweilige Fläche
präzise ausgeleuchtet werden kann. Die Verschmutzung von angrenzenden Bereichen, die
sich an den auszuleuchtende Bereich anschließen, mit Licht ist hierdurch auf ein Minimum
reduziert. Ebenfalls helfen die Reflektoren die ungewünschte Blendung zu vermeiden.
Dies gilt insbesondere dann, wenn die Reflektoren eine gewisse entlang ihrer Hochachse
gemessene Höhe aufweisen. Dies führt nämlich dazu, dass ein unmittelbarer Sichtkontakt
bzw. eine unmittelbare Sichtlinie zwischen der jeweiligen lichtabstrahlenden LED und
den Augen einer sich im Umfeld des ausgeleuchteten Bereichs aufhaltenden Person zumindest
weitestgehend vermieden werden kann. Dieser direkte Sichtkontakt mit der Lichtquelle
führt maßgeblich zu der als unangenehm empfundenen Blendung einer jeweiligen Person.
Die Reflektoren bewirken mithin gewissermaßen eine optische Einhausung der LEDs, die
diesen direkten Sichtkontakt zu vermeiden hilft. Die regelmäßig vorgegebenen Grenzwerte
nach LAI, insbesondere der dort für die mathematische Beschreibung der Blendung genannte
k-Wert, können auf diese Weise eingehalten werden.
[0027] Die Öffnung in der Grundfläche eines jeweiligen Reflektors kann beispielsweise kreisflächenförmig
ausgebildet sein. Weiterhin ist es denkbar, dass die Grundfläche des jeweiligen Reflektors
vollständig geöffnet ist, sodass die Grundfläche von der Öffnung gebildet ist. Die
Grundfläche ist bei letztgenannter Ausgestaltung nicht in Form eines körperlichen
Bauteils vorhanden, sondern vollständig geöffnet bzw. von der Öffnung gebildet.
[0028] Wenngleich eine asymmetrische Ausformung ebenfalls denkbar ist, sind die Reflektoren
in bevorzugter Ausgestaltung rotationssymmetrisch bezogen auf ihre jeweilige Hochachse
ausgebildet. Hierbei sind vorzugsweise innere Mantelflächen der Reflektoren jeweils
mit einer Vielzahl von Facetten ausgebildet, die dazu vorgesehen und eingerichtet
sind, von einer jeweiligen LED abgestrahltes Licht in Richtung des jeweiligen geöffneten
Endes des jeweiligen Reflektors zu lenken. Bei dieser Ausgestaltung sind die Reflektoren
besonders gut dazu geeignet, das Licht gezielt in eine gewünschte Abstrahlrichtung
auszurichten, wodurch eine präzise Ausleuchtung eines jeweiligen Platzes oder einer
jeweiligen Fläche ermöglicht wird. Die Lichtverschmutzung, die von einer solchen Leuchte
ausgeht, ist dementsprechend gering. Bevorzugt sind die Reflektoren parabolisch geformt.
[0029] In besonders bevorzugter Ausgestaltung beträgt bei mindestens einem der Reflektoren,
vorzugsweise bei sämtlichen Reflektoren, ein Verhältnis zwischen einem Durchmesser
des Reflektors und einer Höhe des Reflektors höchstens 1,2:1, vorzugsweise höchstens
1:1, weiter vorzugsweise höchstens 0,8:1. Insbesondere kann das genannte Verhältnis
in einem Bereich zwischen 0,5:1 und 1,2:1, vorzugsweise zwischen 0,5:1 und 1:1, weiter
vorzugsweise zwischen 0,5:1 und 0,8:1 liegen. Der Durchmesser des Reflektors wird
dabei senkrecht zu der Hochachse des Reflektors in einer Öffnungsebene des geöffneten
Endes des Reflektors gemessen. Die Höhe des Reflektors wird entlang der Hochachse
des Reflektors zwischen der Grundfläche des Reflektors und dem geöffneten Ende des
Reflektors bzw. der Öffnungsebene des geöffneten Endes des Reflektors gemessen. Umso
kleiner der Durchmesser des Reflektors bezogen auf seine Höhe ist, desto geringer
ist der Abstrahlwinkel des Reflektors. Entsprechend wird die Lichtverschmutzung durch
das von der Leuchte abgestrahlte Licht reduziert. Ferner führt die möglichst "enge"
Ausgestaltung des Reflektors dazu, dass eine direkte Sichtlinie mit den Augen einer
Person zunehmend vermieden wird, sodass unerwünschte Blendungen weniger häufig auftreten.
[0030] Des Weiteren kann eine solche Ausgestaltung vorteilhaft sein, bei der ein Verhältnis
zwischen dem Durchmesser des Reflektors und einem Durchmesser der dem Reflektor zugeordneten
LED mindestens 2,5:1, vorzugsweise mindestens 3:1, weiter vorzugsweise mindestens
3,5:1, beträgt. Der Durchmesser der LED wird hierbei senkrecht zu der Hochachse des
Reflektors gemessen. Anders ausgedrückt ist der Durchmesser der LED im Verhältnis
zu dem Durchmesser des Reflektors an dessen geöffnetem Ende bevorzugt möglichst klein.
Dies folgt der Überlegung, dass die LED umso weniger zu einer Blendung einer Person
führen kann, desto "später" eine direkte Sichtlinie zwischen der LED und den Augen
der jeweiligen Person auftritt. Umso kleiner die LED ist, desto enger bzw. kleiner
wird der Winkelbereich, in dem ausgehend von der LED eine solche direkte Sichtlinie
mit den Augen einer Person auftreten kann. Entsprechend ist es in der beschriebenen
Weise vorteilhaft, den Durchmesser der LED im Verhältnis zu dem Durchmesser des Reflektors
möglichst klein auszulegen. Beispielsweise kann der Durchmesser der LED 10 mm betragen.
In diesem Fall wäre es vorteilhaft, wenn der Durchmesser des Reflektors mindestens
25 mm, vorzugsweise 30 mm, weiter vorzugsweise 35 mm, beträgt.
[0031] Des Weiteren kann eine solche Ausgestaltung vorteilhaft sein, bei der ein Verhältnis
zwischen der Höhe des Reflektors und dem Durchmesser der dem Reflektor zugeordneten
LED mindestens 3:1, vorzugsweise mindestens 4:1, weiter vorzugsweise mindestens 5:1,
beträgt. Anders ausgedrückt ist es vorteilhaft, wenn der Reflektor im Verhältnis zu
dem Durchmesser der LED vergleichsweise lang bzw. langgestreckt ausgebildet ist. Hierdurch
wird ein Abstrahlwinkel der LED durch den Reflektor beschränkt, sodass eine ungewollte
Ausleuchtung von Bereichen abseits eines jeweilig auszuleuchtenden Bereichs möglichst
vermieden wird. Unerwünschte Verschmutzung solcher Bereiche, die an den auszuleuchtenden
Bereich angrenzen, mit Licht wird auf diese Weise minimiert. Wenn der Durchmesser
der LED beispielsweise 10 mm beträgt, ist es vorteilhaft, wenn die Höhe des Reflektors
mindestens 30 mm, vorzugsweise mindestens 40 mm, weiter vorzugsweise mindestens 50
mm, beträgt.
[0032] In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Leuchte sind alle Reflektoren baugleich
ausgebildet, wobei vorzugsweise alle Reflektoren parabolisch geformt und/oder von
Aluminium gebildet sind. Auf diese Weise wird die Anzahl unterschiedlicher Teile reduziert,
wodurch sich die Fertigung der Leuchte vereinfachen lässt. Die parabolische Form der
Reflektoren ist besonders gut dazu geeignet, die vorstehend als vorteilhaft beschriebenen
Verhältnisse zwischen dem Durchmesser des jeweiligen Reflektors, der Höhe des jeweiligen
Reflektors und dem Durchmesser der jeweils den Reflektor zugeordneten LED konstruktiv
umzusetzen. Hierdurch ist die Leuchte bei dem Einsatz derartiger Reflektoren besonders
gut dazu geeignet, präzise einen zur Ausleuchtung vorgesehenen Bereich auszuleuchten
ohne angrenzende Bereiche unnötig mit Licht zu verschmutzen. Im Übrigen wird die unerwünschte
Blendung von Personen weitestgehend vermieden. Auf diese Weise ist die Leuchte besonders
gut zur Verwendung zur Ausleuchtung von Plätzen im Außenbereich geeignet, wobei die
regelmäßig in Ausschreibungen vorgegebene Grenzwerte zu den Parametern "Raumaufhellung"
und "Blendung" eingehalten werden können.
[0033] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Leuchte abgesehen von den Reflektoren
frei von weiteren Lichtleitelementen bzw. Lichtlenkelementen ausgebildet. Insbesondere
ist es vorteilhaft, wenn die Leuchte frei von Linsen ausgebildet ist. Hierdurch ist
die unerwünschte Abstrahlung von Licht in die Umgebung minimiert, die insbesondere
beim Einsatz von Linsen regelmäßig zu beklagen ist. Mithin sind Leuchten, die Linsen
als Lichtleitelemente bzw. Lichtlenkelementen einsetzen, in aller Regel nicht geeignet,
eine geringe Lichtverschmutzung der Umgebung eines zur Ausleuchtung vorgesehenen Bereichs
einzuhalten.
[0034] Weiterhin kann eine solche Ausgestaltung besonders vorteilhaft sein, bei der die
Reflektoren jeweils in Richtung parallel zu ihren Hochachsen mittels mindestens eines
Halteelements gegen den Leuchtraumboden verspannt sind. Ein solches Halteelement kann
beispielsweise von einem Lagerblech gebildet sein, das von oben auf obere Stirnflächen
der Reflektoren aufgelegt ist und fest mit dem Gehäuse verbunden ist. Auf diese Weise
ist das Halteelement dazu geeignet, die Reflektoren gegen den Leuchtraumboden zu verspannen,
wobei die Reflektoren an ihrem jeweiligen unteren Ende, das heißt an deren Grundfläche,
mittelbar oder unmittelbar mit dem Leuchtraumboden in Kontakt stehen und mit ihrem
oberen Ende, das heißt mit ihrer oberen Stirnfläche, mit dem Halteelement zusammenwirken
bzw. an diesem anschlagen. Eine Bewegung des jeweiligen Reflektors in Richtung parallel
zu seiner Hochachse ist damit durch das Halteelement unterbunden, sodass die Reflektoren
insgesamt durch das Halteelement in Richtung parallel zu ihren Hochachsen in dem Leuchtraum
arretiert sind. Bei der Ausgestaltung des Halteelements als Lagerblech kann letzteres
insbesondere eine der Anzahl der Reflektoren entsprechende Anzahl von Ausnehmungen
aufweisen, die in ihrer Form und Größe den oberen Stirnflächen der Reflektoren entsprechen.
Auf diese Weise kann das Halteelement von oben auf den genannten Stirnflächen der
Reflektoren aufliegen ohne die Abstrahlung des Lichts zu behindern.
[0035] In weiterhin bevorzugter Ausgestaltung umfasst die Leuchte mindestens ein zweites
Halteelement, das an äußere Mantelflächen der Reflektoren jeweils in einem Mittelbereich
eines jeweiligen Reflektors zwischen der jeweiligen Grundfläche und dem jeweiligen
gegenüberliegenden, offenen Ende des jeweiligen Reflektors anliegt. Beispielsweise
kann das zweite Halteelement in einem Höhenbereich zwischen 20% und 50% einer Höhe
des jeweiligen Reflektors angeordnet sein. Die Reflektoren liegen seitlich an einem
Rand bzw. Rändern des zweiten Halteelements an bzw. liegen mit ihren äußeren Mantelflächen
seitlich anschlagend an dem zweiten Halteelement an. Auf diese Weise ist das zweite
Halteelement dazu geeignet, die Reflektoren in Richtung senkrecht zu ihren Hochachsen
in dem Leuchtraum zu arretieren.
[0036] In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist das zweite Halteelement ebenfalls von
einem Lagerblech gebildet, wobei das Lagerblech vorzugsweise einen den Mantelflächen
der Reflektoren zugeordneten Rand aufweist, der eine Mehrzahl von sich einander anschließenden
kreisbogenförmigen Randabschnitten aufweist. Diese Ausgestaltung ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn die Reflektoren rotationssymmetrisch, bevorzugt parabolisch,
geformt sind. Hierbei liegt das zweite Halteelement entlang eines jeweiligen Teilumfangs
einer Mantelfläche eines jeweiligen Reflektors an der Mantelfläche des Reflektors
an und "umgreift" diesen demzufolge teilweise. Dies hat den Vorteil, dass senkrecht
zu der Hochachse des jeweiligen Reflektors gerichtete Kräfte in mehrere voneinander
und linear unabhängige Richtungen ausgehend von dem Reflektor auf das zweite Halteelement
übertragen werden können. Mit anderen Worten ist das zweite Halteelement bei dieser
Ausgestaltung zur Arretierung der Reflektoren sowohl in Längsrichtung des Leuchtraums
als auch in Breitenrichtung des Leuchtraums geeignet. In Bereichen zwischen benachbarten
Reflektoren kann das zweite Halteelement sich bis in Zwischenbereiche ("Zwickel")
zwischen benachbarten Reflektoren erstrecken.
[0037] Ebenso wie das erste Halteelement ist bevorzugt auf das zweite Halteelement fest
mit dem Gehäuse der Leuchte verbunden, insbesondere mit diesem verschraubt. Hierzu
kann das Gehäuse eine Mehrzahl von Montagemöglichkeiten vorsehen. Diese können beispielsweise
Sackbohrungen umfassen, die jeweils ein Innengewinde aufweisen. Derartige Montagemöglichkeiten
können insbesondere mit Verbindungsmitteln zusammenwirken, die in Form von Schrauben
ausgebildet sind.
[0038] Des Weiteren kann es besonders vorteilhaft sein, wenn das Gehäuse an seiner Außenseite
mit einer Vielzahl von Kühlrippen ausgestattet ist bzw. solche Kühlrippen aufweist.
Die hierdurch erzeugten Vorteile sind vorstehend bereits dargelegt. Insbesondere ist
durch solche Kühlrippen die Abgabe von Wärmeenergie, die von den LEDs erzeugt wird,
an die Umgebung verbessert. Das Temperaturmanagement einer mit LEDs ausgerüsteten
Leuchte ist von besonderer Bedeutung, um die Leuchtkraft der LEDs möglichst lange
zu erhalten und eine möglichst hohe Lebensdauer der LEDs zu erreichen.
[0039] Entsprechend ist es weiterhin vorteilhaft, wenn das Gehäuse einstückig ausgebildet
ist, wobei vorzugsweise das Gehäuse im Druckgussverfahren hergestellt ist. Bevorzugt
ist das Gehäuse von einer Legierung, insbesondere einer Aluminium-Silicium-Legierung,
gebildet. Ein solches Gehäuse weist eine besonders hohe Wärmeleitfähigkeit auf, die
den vorstehend genannten Abtransport von Wärmeenergie von den LEDs hin zu der Umgebung
verbessert und erleichtert. Hierdurch ist es möglich, LEDs mit vergleichsweise großer
Leistung (beispielsweise bis etwa 100 W) einzusetzen, ohne dass es zu einer Überhitzung
der LEDs und einer damit einhergehenden Beschädigung derselben kommt.
[0040] Bevorzugt ist das Gehäuse quaderförmig ausgebildet, wobei vorzugsweise eine parallel
zu der Längsachse des Gehäuses gemessene Länge des Gehäuses sowohl eine parallel zu
der Höhe des Leuchtraums gemessene Höhe des Gehäuses als auch eine parallel zu der
Breite des Leuchtraums gemessene Breite des Gehäuses übersteigt. Anders ausgedrückt
ist das Gehäuse bevorzugt länger als es hoch und breit ist. Hierdurch ergibt sich
eine typisch langgestreckte Form des Gehäuses. Bevorzugt beträgt ein Verhältnis zwischen
der Länge des Gehäuses und dessen Höhe mindestens 1,5:1, vorzugsweise mindestens 2:1.
Des Weiteren beträgt bevorzugt ein Verhältnis zwischen der Länge des Gehäuses und
dessen Breite mindestens 1,5:1, vorzugsweise mindestens 2:1.
[0041] Dabei kann es des Weiteren vorteilhaft sein, wenn die Höhe des Gehäuses in etwa der
Breite des Gehäuses entspricht. Vorzugsweise liegt ein Verhältnis zwischen der Höhe
des Gehäuses und der Breite des Gehäuses im Bereich zwischen 0,8:1 und 1,2:1. Diese
Ausgestaltung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Leuchte frei von separaten
Lichtleitelementen bzw. Lichtlenkelementen verwendet wird, da die Form des Gehäuses
und des darin ausgebildeten Leuchtraums eine gerichtete Strahlung des von den LEDs
abgestrahlten Lichts ermöglicht. Dies ist vorstehend im Zusammenhang mit der Ausgestaltung
des Leuchtraums erläutert, der in bevorzugter Weise die sich ausgehend von dem Leuchtraumboden
hin zu der Leuchtraumöffnung erweiternde Form aufweist.
[0042] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Leuchte ist an einer Außenseite
des Gehäuses mindestens eine Aufnahme ausgebildet, die dazu vorgesehen und eingerichtet
ist, einen Laserpointer temporär formschlüssig aufzunehmen, der bei der Montage der
Leuchte zur Ausrichtung ihrer Abstrahlrichtung verwendet wird. Bei der Ausrichtung
der Leuchte an einem Montageort wird für gewöhnlich ein Laserpointer verwendet, um
sehen zu können, in welche Richtung die Hauptabstrahlrichtung der Leuchte gerichtet
ist. Die Aufnahme ist demzufolge bevorzugt derart ausgebildet, dass ein darin oder
daran aufgenommener Laserpointer parallel zu der Hauptabstrahlrichtung der Leuchte
orientiert ist. Bevorzugt weist das Gehäuse eine Mehrzahl von derartigen Aufnahmen
auf, sodass es bei der Montage insbesondere nicht auf eine Orientierung der Leuchte
ankommt, um einen Laserpointer aufnehmen zu können. Wenn der Laserpointer an oder
in der Aufnahme aufgenommen ist, hat der Monteur die Hände frei für Arbeiten an der
Leuchte bzw. für deren Montage.
[0043] Sofern das Gehäuse die vorstehend beschriebenen Kühlrippen aufweist, ist es besonders
vorteilhaft, wenn die mindestens eine Aufnahme mittels zweier benachbarter Kühlrippen
ausgebildet ist, die lokal derart ausgeformt sind, insbesondere mit einander zugewandten,
an ein zylinderförmiges Gehäuse des Laserpointers angepassten abgerundeten Wangen,
dass sie zur formschlüssigen Aufnahme des Laserpointers geeignet sind. Auf diese Weise
können zumindest zwei der Kühlrippen des Gehäuses in einer Doppelfunktion verwendet
werden, nämlich zum einen zur Verbesserung des konvektiven Wärmeübergangs und zum
anderen zur Aufnahme eines Laserpointers.
[0044] In einem weiterhin besonders vorteilhaften Aspekt der vorliegenden Erfindung kann
die Leuchte ein Lagergelenk aufweisen, das zur Lagerung des Gehäuses an einer übergeordneten
Traverse vorgesehen und eingerichtet ist. Das Lagergelenk, das als solches auch unabhängig
von der restlichen Leuchte eine Erfindung darstellt, ist an das Gehäuse angeschlossen,
vorzugsweise an eine in Längsrichtung des Gehäuses betrachtet endseitige Stirnseite
des Gehäuses.
[0045] Das Lagergelenk ist bevorzugt von zwei baugleichen Gelenkteilen gebildet, die unter
bedarfsweiser Bereitstellung eines rotatorischen Freiheitsgrads miteinander verbunden
sind. Bevorzugt ist die Verbindung derart ausgebildet, dass abgesehen von dem genannten
rotatorischen Freiheitsgrad keine weiteren Freiheitsgrade vorliegen. Mithin sind die
Gelenkteilen bei dieser Ausgestaltung unter Ausbildung eines Drehgelenks miteinander
gekoppelt, dass eine Verdrehung der beiden Gelenkteile relativ zueinander um eine
Gelenksachse ermöglicht. Die beiden Gelenkteile können dabei mittels mindestens eines
Verbindungsmechanismus, beispielsweise mittels eines Verbindungsmittels oder eines
Rastmechanismus, derart fest miteinander verbunden werden, dass der rotatorische Freiheitsgrad
zumindest temporär unterdrückt wird. Bei dieser Ausgestaltung können die beiden Gelenkteile
bedarfsweise relativ zueinander arretiert werden, sodass die Möglichkeit zur Verdrehung
der Gelenkteile relativ zueinander zumindest temporär unterbunden ist. In der Anwendung
wird die Leuchte unter Verwendung des Lagergelenks wunschgemäß ausgerichtet, wobei
die beiden Gelenkteile um die genannte Gelenkachse relativ zueinander verdreht werden.
Sobald die gewünschte Ausrichtung erreicht ist, werden die Gelenkteile derart fest
miteinander verbunden, dass eine weitere Relativbewegung unterbunden ist.
[0046] Bevorzugt sind die beiden Gelenkteile baugleich ausgebildet, sodass das Lagergelenk
insgesamt symmetrisch aufgebaut ist. Dabei ist das erste Gelenkteil, das unmittelbar
an das Gehäuse der Leuchte angeschlossen sein kann, unter bedarfsweiser Bereitstellung
eines rotatorischen Freiheitsgrads mit dem Gehäuse verbindbar. Sofern das zweite Gelenkteil
unmittelbar mit einem übergeordneten Bauteil, beispielsweise mit einer Traverse, verbunden
ist, erfolgt dies bevorzugt ebenfalls unter bedarfsweiser Bereitstellung eines rotatorischen
Freiheitsgrads. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine Einstellung der Abstrahlrichtung
der Leuchte durch insgesamt drei voneinander unabhängige Rotationen, wobei die erste
Rotation beim Übergang von dem übergeordneten Bauteil zu dem zweiten Gelenkteil, die
zweite Rotation zwischen den beiden Gelenkteilen und die dritte Rotation zwischen
dem ersten Gelenkteil und dem Gehäuse der Leuchte vorgenommen werden können. Hierdurch
kann die Leuchte besonders flexibel und einfach eingestellt werden, sodass eine präzise
Ausleuchtung einer jeweilig zu beleuchtenden Fläche erzielt werden kann.
[0047] Zur Bereitstellung des rotatorischen Freiheitsgrads zumindest des ersten Gelenkteils
an dem Übergang zu dem Gehäuse kann es besonders vorteilhaft sein, wenn das Gelenkteil
eine Basisplatte umfasst, die zwei kreisbogenabschnittförmige Ausnehmungen aufweist,
die sich in einem gleichen Radius um einen gemeinsamen Mittelpunkt in einer Ebene
der Basisplatte erstrecken und diese durchdringen. Diese Ausgestaltung ermöglicht
es, dass das Gelenkteil unter Anwendung zweier Verbindungsmittel, von denen jeweils
eines einer der Ausnehmungen zugeordnet ist, mit dem Gehäuse verbunden werden kann.
Der rotatorische Freiheitsgrad kann dabei besonders einfach dadurch hergestellt werden,
dass die Verbindungsmittel, insbesondere verliersicher, gelöst und dadurch eine Bewegung
in Form einer Rotation des Gelenksteils um eine senkrecht zu der Basisplatte orientierte
Rotationsachse relativ zu dem Gehäuse freigegeben wird. Der Benutzer des Lagergelenks
kann selbiges daraufhin in gewünschter Weise um die Rotationsachse relativ zu dem
Gehäuse der Leuchte verdrehen und - sobald eine gewünschte Stellung erreicht ist -
die Verbindungsmittel festziehen und dadurch das Gelenkteil an dem Gehäuse arretieren.
Der rotatorischen Freiheitsgrad wird hierdurch in Form eines Reibschlusses blockiert
und kann jederzeit durch abermaliges Lösen der Verbindungsmittel wieder freigegeben
werden. Die Verbindungsmittel können beispielsweise von Schraubbolzen gebildet sein,
deren Außengewinde jeweils mit einem korrespondierenden Innengewinde des Gehäuses
zusammenwirkt.
[0048] In bevorzugter Weise ist das Lagergelenk derart ausgebildet, dass die Gelenkteile
jeweils eine innenliegende Kabelführung aufweisen, mittels der eine Elektrokabel verdeckt
durch das Lagergelenk geführt werden kann.
Ausführungsbeispiele
[0049] Die Erfindung ist nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels, das in den Figuren
dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine isometrische Ansicht einer erfindungsgemäßen Leuchte,
- Fig. 2:
- eine weitere isometrische Ansicht der Leuchte gemäß Figur 1 aus einem anderen Blickwinkel,
- Fig. 3:
- eine Draufsicht auf die Leuchte gemäß Figur 1,
- Fig. 4:
- ein Längsschnitt durch die Leuchte gemäß Figur 1,
- Fig. 5:
- ein Längsschnitt durch eine weitere erfindungsgemäße Leuchte,
- Fig. 6:
- ein schematischer Querschnitt durch eine weitere erfindungsgemäße Leuchte,
- Fig. 7:
- eine Seitenansicht eines Lagergelenks,
- Fig. 8:
- eine Frontansicht des Lagergelenks gemäß Figur 7.
[0050] Ein Ausführungsbeispiel, das den
Figuren 1 bis 4 dargestellt ist, umfasst eine erfindungsgemäße Leuchte
1, die ein entlang einer Längsachse
3 lang erstreckendes Gehäuse
2 aufweist. In dem Gehäuse
2 ist ein Leuchtraum
5 ausgebildet, in dem in dem gezeigten Beispiel insgesamt fünf LEDs
4 angeordnet sind. Die LEDs
4 sind dazu vorgesehen und eingerichtet, Licht abzustrahlen, sodass mit der Leuchte
1 beispielsweise eine Halle oder ein Platz ausgeleuchtet werden kann.
[0051] Das Gehäuse
2 ist in dem gezeigten Beispiel von einer Aluminium-Silicium-Legierung gebildet, wobei
das Gehäuse
2 im Druckgussverfahren hergestellt ist. Folglich ist das Gehäuse
2 einstückig ausgebildet. Es weist in dem gezeigten Beispiel eine parallel zu der Längsachse
3 gemessener Länge
26 von etwa 300 mm, eine Höhe
27 von etwa 120 mm und eine Breite
28 von etwa 130 mm auf. Mithin beträgt ein Verhältnis zwischen der Länge
26 des Gehäuses
2 und der Höhe
27 des Gehäuses
2 in dem gezeigten Beispiel 2,5:1. Ein Verhältnis zwischen der Länge
26 des Gehäuses
2 und der Breite
28 des Gehäuses
2 beträgt in dem gezeigten Beispiel etwa 2,3:1. Ein Verhältnis zwischen der Höhe
27 des Gehäuses
2 und der Breite
28 des Gehäuses
2 beträgt in dem gezeigten Beispiel etwa 0,9:1.
[0052] Das Gehäuse
2 ist in dem gezeigten Beispiel flächensymmetrisch bezogen auf eine Querebene
45 ausgebildet, die sich senkrecht zu der Längsachse
3 des Gehäuses
2 erstreckt und das Gehäuse
2 in zwei gleich große Hälften teilt. Ferner ist das Gehäuse
2 in dem gezeigten Beispiel flächensymmetrisch bezogen auf eine Längsebene
46 ausgebildet, die sich in Höhenrichtung des Gehäuses betrachtet erstreckt, die Längsachse
3 des Gehäuses
2 beinhaltet und das Gehäuse
2 in zwei gleich große Hälften teilt.
[0053] Das Gehäuse
2 ist an seiner Außenseite mit einer Vielzahl von Kühlrippen
25 ausgestattet, die sich entlang von drei Seiten des Gehäuses
2 erstrecken. Hierbei weist das Gehäuse
2 in dem gezeigten Beispiel in Längsrichtung betrachtet hinsichtlich der Kühlrippen
25 drei verschiedene Abschnitte auf. In zwei einander gegenüberliegenden Endabschnitten
des Gehäuses
2 sind die Kühlrippen
25 in Höhenrichtung des Gehäuses
2 parallel zu der Längsebene
46 orientiert, während sie in einem zwischen den Randabschnitten befindlichen Mittelabschnitt
leicht schräg orientiert bezogen auf die Längsebene
46 orientiert sind, etwa in einem Winkel von 20° gegenüber der Längsebene
46. Dies ergibt sich besonders gut anhand der
Figuren 1 und 2.
[0054] Die Ausgestaltung der Kühlrippen
25 in den Endabschnitten des Gehäuses
2 in der beschriebenen Weise hat den Vorteil, dass in diesen Endabschnitten jeweils
eine Aufnahme
33 für einen Laserpointer ausgebildet sein kann. Dies ist in dem gezeigten Beispiel
entsprechend ausgeführt, wobei einander zugewandte Wangen
34 benachbarter Kühlrippen
25, die in dem jeweiligen Endabschnitt angeordnet sind, derart abgerundet ausgebildet
sind, dass sie zur formschlüssige Aufnahme eines Laserpointers geeignet sind. Ein
solcher kann mithin von einem Benutzer der Leuchte
1 im Zuge einer Ausrichtung derselben in die Aufnahme
33 eingelegt werden. Eine Abstrahlrichtung des Laserpointers ist bei dieser Ausgestaltung
parallel zu einer Hauptabstrahlrichtung der Leuchte
1 orientiert, sodass der Laserpointer im Zuge der Ausrichtung der Leuchte
1 erkennen lässt, in welche Richtung die Leuchte
1 ihr Licht im Zuge ihres bestimmungsgemäßen Betriebs hauptsächlich abstrahlen wird.
An Enden der Aufnahme
33, die jeweils einer Oberseite der Leuchte
1 zugewandt sind, weist das Gehäuse
2 einen kreisringförmigen Abschnitt auf, der eine Durchdringung
37 bildet. Diese ist sowohl dazu geeignet, von einem jeweiligen Laserpointer emittiertes
Licht durchzulassen als auch gegebenenfalls den Laserpointer formschlüssig aufzunehmen.
[0055] Die an Seitenwandungen des Gehäuses
1 schräg orientierten Kühlrippen
25 verhelfen dazu, ein Eigengewicht der Leuchte
1 möglichst gering zu halten. Mithin ist der Verbrauch von Material bei dieser Ausformung
geringer, als wenn die Kühlrippen
25 in dem Mittelbereich der Leuchte
1 vergleichbar oder übereinstimmend mit den Endabschnitten ebenfalls parallel zu der
Längsebene
46 orientiert wären.
[0056] An einander gegenüberliegenden Stirnseiten
30 des Gehäuses
2 weist selbiges jeweils einen Gelenkanschluss
38 auf, der dazu geeignet ist, mit einem Lagergelenk
29 zusammenzuwirken. Hierzu weist der Gelenkanschluss
38 insgesamt zwei Sackbohrungen
39 auf, die dazu vorgesehen und eingerichtet sind, jeweils mit einem nicht dargestellten
Verbindungsmittel zusammenzuwirken. Hierbei können die Sackbohrungen
39 beispielsweise jeweils ein Innengewinde aufweisen, wobei die Verbindungsmittel von
Schraubbolzen gebildet sein können. Eine vorteilhafte Ausgestaltung eines Lagergelenks
29 ist nachstehend gesondert erläutert.
[0057] An einer Oberseite des Gehäuses
2 weist selbiges eine Vielzahl von Montagemöglichkeiten
47 auf. Diese sind dazu vorgesehen und eingerichtet, mit korrespondierenden Verbindungsmitteln
48 zusammenzuwirken, die beispielsweise von Schrauben gebildet sein können. Auf diese
Weise kann an der Oberseite des Gehäuses
2 besonders einfach eine Abdeckung
40, insbesondere in Form einer Glasabdeckung, montiert werden, um den nachstehend gesondert
erläutert Leuchtraum
5 in lichtdurchlässiger Weise abzudecken und auf diese Weise vor Umwelteinflüssen zu
schützen. In bevorzugter Weise ist zwischen der Abdeckung
40 und einer oberen Stirnseite des Gehäuses
2 an deren Oberseite eine in den Figuren nicht dargestellte Dichtung angeordnet, sodass
der Leuchtraum
5 wasserdicht abgeschlossen ist. In dem gezeigten Beispiel wird die Abdeckung von einem
umlaufenden Rand
43 auf das Gehäuse
2 aufgedrückt. Der Rand
43 ist mittels der Verbindungsmittel
48 fest mit den Montagemöglichkeiten des Gehäuses
2 verbunden.
[0058] Der Leuchtraum
5 des Gehäuses
2 ist parallel zu der Längsachse
3 des Gehäuses
2 langgestreckt ausgebildet. Er umfasst einen Leuchtraumboden
6 und eine gegenüberliegend von dem Leuchtraumboden
6 ausgebildete Leuchtraumöffnung
7. Eine in den Figuren nicht dargestellte Hochachse des Leuchtraums
5 erstreckt sich parallel zu der Hochrichtung des Gehäuses
2. Mithin ist der Leuchtraumboden
6 in einem Abstand senkrecht von der Oberseite des Gehäuses
2 ausgebildet bzw. angeordnet. Die Leuchtraumöffnung
7 ist an der Oberseite des Gehäuses
2 ausgebildet. Dies ergibt sich besonders gut anhand von
Figur 1.
[0059] Die LEDs
4 sind in dem gezeigten Beispiel unmittelbar an bzw. auf dem Leuchtraumboden
6 angeordnet, wobei sie auf den Leuchtraumboden
6 aufgesetzt und jeweils mittels eines in den Figuren nicht dargestellten Halterings
auf dem Leuchtraumboden
6 niedergehalten sind. Die Halteringe sind mittels Verbindungsmitteln mit dem Leuchtraumboden
verbunden, insbesondere verschraubt. Hierzu weist das Gehäuse
2 im Bereich des Leuchtraumboden
6 eine Vielzahl von Sackbohrungen
41 auf, die jeweils mit einem Innengewinde ausgestattet sind. Auf diese Weise können
LEDs
4 je nach Anforderung und bedarf des Benutzers der Leuchte
1 an verschiedenen Stellen des Leuchtraumbodens
6 angeordnet und mittels eines entsprechenden Halterings an dem Leuchtraumboden
6 arretiert werden. Die LEDs
4 sind in Längsrichtung des Leuchtraums
5 verteilt an dem Leuchtraumboden
6 angeordnet. In dem gezeigten Beispiel sind die LEDs
4 in Reihe parallel zu der Längsachse
3 des Gehäuses
2 angeordnet sowie äquidistant entlang des Leuchtraumbodens
6 verteilt.
[0060] Die LEDs
4 sind derart in Richtung der Leuchtraumöffnung
7 ausgerichtet, dass sie Licht primär in Richtung der Leuchtraumöffnung
7 abstrahlen. Mit anderen Worten ist eine Hauptabstrahlrichtung einer jeweiligen LED
4 parallel zu der Hochachse des Leuchtraums
5 bzw. parallel zu einer Hochachse des Gehäuses
2 orientiert. Dies ergibt sich besonders gut anhand von
Figur 4. Die Leuchtraumöffnung
7 ist an einer langen Seite des Gehäuses
2 ausgebildet und erstreckt sich in einer Öffnungsebene
11 über einen wesentlichen Teil der Länge
26 und der Breite
28 des Gehäuses
2 sowie hier und vorzugsweise über eine gesamte Länge
8 und eine gesamte Breite
10 des Leuchtraums
5. Der Leuchtraum
5 ist demzufolge an seinem oberen, dem Leuchtraumboden
6 abgewandten Ende vollständig geöffnet ausgebildet. Die Leuchtraumöffnung
7 ist nach Art einer Fensteröffnung ausgebildet, sodass die Leuchtraumöffnung
7 einen vollflächigen Austritt des von den LEDs
4 emittierten Lichts aus dem Leuchtraum
5 heraus ermöglicht. Auf diese Weise kann das von den LEDs
4 emittierte Licht ausgehend von dem Leuchtraumboden
6 in Richtung der Leuchtraumöffnung
7, durch die Leuchtraumöffnung
7 hindurch sowie durch die lichtdurchlässige Abdeckung
40 hindurch aus der Leuchte
1 austreten.
[0061] Der Leuchtraum
5 erstreckt sich in dessen Längsrichtung über einen wesentlichen Teil des Gehäuses
2. In dem gezeigten Beispiel beträgt die parallel zu der Längsachse
3 gemessene Länge
8 des Leuchtraums
5 etwa 85 % der Länge
26 des Gehäuses
2. Die Länge
8 des Leuchtraums
5 beträgt in dem gezeigten Beispiel etwa 260 mm. Die Länge
8 des Leuchtraums
5 wird dabei im Sinne der vorliegenden Anmeldung in der oberen Öffnungsebene
11 des Leuchtraums
5 gemessen, in der sich die Leuchtraumöffnung
7 erstreckt. Die Breite
10 des Leuchtraums
5, die in der Öffnungsebene
11 der Leuchtraumöffnung
7 sowie senkrecht zu der Längsachse
3 des Gehäuses
2 gemessen wird, beträgt in dem gezeigten Beispiel etwa 80 mm. Eine senkrecht zu der
Öffnungsebene
11 gemessene Höhe
9 des Leuchtraums
5, die sich zwischen dem Leuchtraumboden
6 und der Leuchtraumöffnung
7 bzw. der Öffnungsebene
11 erstreckt, beträgt in dem gezeigten Beispiel etwa 70 mm. Demzufolge beträgt ein Länge-Breite-Verhältnis
zwischen der Länge
8 des Leuchtraums
5 und der Breite
10 des Leuchtraums
5 in dem gezeigten Beispiel etwa 3,25:1. Ein Länge-Höhe-Verhältnis zwischen der Länge
8 des Leuchtraums
5 und der Höhe
9 des Leuchtraums
5 beträgt in dem gezeigten Beispiel etwa 4,3:1. Ein Höhe-Breite-Verhältnis zwischen
der Höhe
9 des Leuchtraums
5 und der Breite
10 des Leuchtraums
5 beträgt in dem gezeigten Beispiel etwa 0,87:1.
[0062] Der Leuchtraum
5 ist in dem gezeigten Beispiel derart ausgebildet, dass sich längsseitig sich gegenüberliegende
Leuchtraumwandungen
12 des Leuchtraums
5 ausgehend von dem Leuchtraumboden
6 in Richtung der Leuchtraumöffnung
7 erweitern. Diese Erweiterung ist in dem vorliegenden Beispiel stetig ausgebildet.
Mit anderen Worten sind die sich erweiternden Leuchtraumwandungen
12 in dem gezeigten Beispiel in sich eben ausgebildet, sodass der Leuchtraum
5 in einem senkrecht zu der Längsachse
3 orientierte Querschnitt betrachtet die Form eines Trapezes aufweist. Die Erweiterung
des Leuchtraums
5 von dem Leuchtraumboden
6 hin zu der Leuchtraumöffnung
7 kann auch als trichterförmig oder konisch beschrieben werden. Hierbei weist der Leuchtraumboden
6 eine in Breitenrichtung des Gehäuses
2 gemessene Breite auf, das heißt die Leuchtraumwandungen
12 verjüngen sich hin zu dem Leuchtraumboden
6 nicht zu einer Spitze. Hierdurch ist gewährleistet, dass der Leuchtraumboden
6 den LEDs
4 eine Fläche bereitstellt, an der die LEDs
4 in der beschriebenen Weise montiert sind. Die Leuchtraumwandungen
12 sind in dem gezeigten Beispiel gegenüber der Längsebene
46 des Gehäuses
2 in etwa in einem Winkel von 20° geneigt angeordnet.
[0063] Die Leuchte
1 ist der Anzahl der LEDs
4 entsprechend mit insgesamt fünf Reflektoren
13 ausgestattet, wobei jeweils einem der Reflektoren
13 eine LED
4 zugeordnet ist. Die Reflektoren
13 sind hier jeweils in Form eines Parabolreflektors ausgebildet, das heißt die Reflektoren
weisen jeweils eine parabolische Form auf. Dies ergibt sich besonders gut anhand von
Figur 4. Die Reflektoren
13 weisen jeweils eine untere Grundfläche
15 und ein gegenüberliegend von der Grundfläche
15 ausgebildetes, oberes offenes Ende
16 auf. An der Grundfläche
15 sind die Reflektoren
13 jeweils in einer Öffnung
14 ausgestattet, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, mit einer jeweiligen LED
4 derart zusammenzuwirken, dass die LED
4 in oder an der Öffnung
14 angeordnet ist und auf diese Weise das von der jeweiligen LED
4 abgestrahlte Licht in den Reflektor
13 bzw. entlang des Reflektors
13 abgestrahlt wird. In dem gezeigten Beispiel sind die Grundflächen
15 der Reflektoren
13 vollständig von der jeweiligen Öffnung
14 gebildet. Mit anderen Worten sind die Grund
15 der Reflektoren
13 vollständig geöffnet. Dasselbe gilt für das offene Ende
16. Die Reflektoren
13 stehen jeweils mit ihrer Grundfläche
15 auf dem Leuchtraumboden
6 auf.
[0064] Eine Hauptabstrahlrichtung einer jeweiligen LED
4 ist parallel zu einer jeweiligen Hochachse
17 des jeweiligen Reflektors
13 bzw. parallel zu der Hochachse des Leuchtraums
5 orientiert. Hier und vorzugsweise sind die Hauptabstrahlrichtungen der LEDs
4 jeweils deckungsgleich zu den Hochachsen
17 der Reflektoren
13 angeordnet. Die Hochachsen
17 der Reflektoren
13 sind entsprechend jeweils parallel zu der Hochachse des Leuchtraums
5 orientiert.
[0065] Die Reflektoren
13 sind in dem gezeigten Beispiel jeweils von Aluminium gebildet und weisen an ihren
inneren Mantelfläche in einer großen Vielzahl von Facetten auf, die dazu vorgesehen
und eingerichtet sind, das von der jeweilig zugehörigen LED
4 abgestrahlte Licht in Richtung des oberen Endes
16 zu leiten. Auf diese Weise sind die Reflektoren
13 besonders gut dazu geeignet, eine gerichtete Abstrahlung des von den LEDs
4 emittierten Lichts zu bewirken. Die Reflektoren
13 sind hier und vorzugsweise baugleich ausgebildet.
[0066] Die Reflektoren
13 sind in dem gezeigten Beispiel mittels insgesamt zwei Halteelementen
21, 22 in dem Leuchtraum
5 arretiert. Hier und vorzugsweise sind die Halteelementen
21, 22 jeweils von einem Lagerblech gebildet, das beispielsweise von Aluminium gebildet
sein kann.
[0067] Das erste Halteelement
21 ist den oberen Enden
16 Reflektoren
13 zugeordnet und mittels Verbindungsmitteln
35 fest mit dem Gehäuse
2 verbunden. Hierbei ist das Halteelement
21 auf obere Stirnflächen
23 der Reflektoren
13 aufgesetzt, sodass die Reflektoren
13 mittels des Halteelements
21 gegen den Leuchtraumboden
6, auf dem die Reflektoren
13 an ihrem unteren Ende mit ihrer Grundfläche
15 aufstehen, verspannt sind. Mit anderen Worten sind die Reflektoren
13 zwischen dem Halteelement
21 und dem Leuchtboden
6 in Richtung parallel zu ihrer jeweiligen Hochachse
17 arretiert. Das erste Halteelement
21 ist senkrecht zu der Hochachse des Gehäuses
2 orientiert.
[0068] Das zweite Halteelement
22 ist in einem Bereich zwischen dem ersten Halteelement
21 und dem Leuchtraumboden
6 beabstandet zu dem ersten Halteelement
21 angeordnet. Hier und vorzugsweise ist das zweite Halteelement
22 parallel zu dem ersten Halteelement
21 orientiert. Das zweite Halteelement
22 ist ebenfalls fest mit dem Gehäuse
2 verbunden, wobei das Gehäuse
2 in dem gezeigten Beispiel eine Mehrzahl von Montagemöglichkeiten
42 vorsieht, mittels derer das zweite Halteelement
22 mittels Verbindungsmitteln
44 mit dem Gehäuse
2 in Kraft übertragender Weise verbunden ist. Das zweite Halteelement
22 wirkt unmittelbar mit äußeren Mantelflächen der Reflektoren
13 zusammen, und zwar derart, dass die Reflektoren
13 mit ihren äußeren Mantelflächen seitlich jeweils an einem Rand
24 des zweiten Halteelements
22 anliegen bzw. anstoßen. Auf diese Weise ist eine seitliche Bewegung der Reflektoren
13, das heißt eine Bewegung senkrecht zu ihrer jeweiligen Hochachse
17, durch das zweite Halteelement
22 blockiert. Mithin sind die Reflektoren
13 in dem Leuchtraum
5 mittels des zweiten Halteelements
22 in Richtung senkrecht zu ihren Hochachsen
17 arretiert. Hierbei ist es in dem gezeigten Beispiel besonders vorteilhaft, dass der
Rand
24 des zweiten Halteelements
22 bereichsweise kreisbogenabschnittförmig ausgebildet ist, sodass das zweite Halteelement
22 umfangsseitig an den rotationssymmetrischen Reflektoren
13 anliegt. Auf diese Weise ist das zweite Halteelement
22 dazu geeignet, parallel zu der Öffnungsebene
11 der Leuchtraumöffnung
7 orientierte Kräfte von den Reflektoren
13 zu übernehmen und in das Gehäuse
2 abzuleiten.
[0069] Die Reflektoren
13 weisen jeweils eine entlang ihrer jeweiligen Hochachse
17 gemessene Höhe
19 auf, die zwischen der Grundfläche
15 und dem offenen Ende
16 des jeweiligen Reflektors
13 gemessen wird. Ferner weisen die Reflektoren
13 an ihrem offenen Ende
16 jeweils einen senkrecht zu der Hochachse
17 gemessenen Durchmesser
18 auf. Die Höhe
19 eines jeweiligen Reflektors
13 beträgt in dem gezeigten Beispiel etwa 65 mm. Der Durchmesser
18 eines jeweiligen Reflektors
13 beträgt in dem gezeigten Beispiel etwa 45 mm. Ein Verhältnis zwischen dem Durchmesser
18 des Reflektors
13 und der Höhe
19 des Reflektors
13 beträgt in dem gezeigten Beispiel mithin etwa 0,7:1.
[0070] Die LEDs
4 sind in dem gezeigten Beispiel jeweils kreisflächenförmig ausgebildet und weisen
ebenfalls einen Durchmesser
20 auf. Dieser beträgt in dem gezeigten Beispiel 11 mm. Mithin beträgt ein Verhältnis
zwischen dem Durchmesser
18 eines jeweiligen Reflektors
13 und dem Durchmesser
20 der dem Reflektor
13 zugeordneten LED
4 hier etwa 4:1. ferner ergibt sich, dass ein Verhältnis zwischen der Höhe
19 des jeweiligen Reflektors
13 und dem Durchmesser
20 der zugeordneten LED
4 etwa 5,5:1 beträgt. Die LEDs
4 weisen hier und vorzugsweise jeweils eine Leistung von 60 W auf.
[0071] Eine alternative Ausgestaltung der Leuchte
1 ist in
Figur 5 dargestellt. Diese unterscheidet sich von der Leuchte
1 gemäß den
Figuren 1 bis 4 dadurch, dass lediglich drei LEDs
4 und entsprechend drei Reflektoren
13 verbaut sind. Die soll verdeutlichen, dass das Gehäuse
2 ohne Weiteres mit unterschiedlichen Anzahlen von LEDs
4 ausgerüstet werden kann, um Leuchten
1 mit unterschiedlichen Leuchtstärken zu erzeugen. Die Vielzahl der Montagemöglichkeiten
an dem Leuchtraumboden
6 führt dazu, dass für unterschiedliche Konfigurationen der Leuchte
1 nicht unterschiedliche Gehäuse
2 benötigt werden.
[0072] Eine weitere Ausgestaltung einer Leuchte
1 ist schematisch in
Figur 6 dargestellt. Diese zeigt einen senkrecht zu der Längsachse
3 des Gehäuses
2 geführten Querschnitt in dem Mittelbereich des Gehäuses
2 durch die Leuchte
1. Hierbei ist besonders gut die trapezförmige Ausgestaltung des Gehäuses
2 sowie insbesondere des Leuchtraums
5 innerhalb des Gehäuses
2 erkennbar. Mithin erstrecken sich die einander gegenüberliegenden seitliche Leuchtraumwandungen
12 des Leuchtraums
5 ausgehend von dem Leuchtraumboden
6 in Richtung der Leuchtraumöffnung
7 unter einem Winkel gegenüber der Längsebene
46 der Leuchte
1. Dies bedingt die beschriebene Erweiterung des Leuchtraums
5 von dem Leuchtraumboden
6 hin zu der Leuchtraumöffnung
7. In dem vorliegenden Beispiel erfolgt diese Erweiterung stetig. Die Leuchtraumwandungen
12 sind in sich eben ausgebildet.
[0073] An dem Leuchtraumboden
6 ist eine Mehrzahl von LEDs
4 angeordnet, die in Längsrichtung des Leuchtraums
5 in Reihe hintereinander angeordnet sind. Die Leuchte
1 ist in dem gezeigten Beispiel in nicht-erfindungsgemäßer Weise vollständig frei von
Lichtleitelementen bzw. Lichtlenkelementen ausgebildet. Insbesondere umfasst die Leuchte
1 abweichend von den beiden Beispielen aus den
Figuren 1 bis 5 keine Reflektoren
13, die mit den LEDs
4 zusammenwirken. Stattdessen wird eine lichtlenkende Funktion ausschließlich von dem
Gehäuse
2 selbst übernommen, wobei der Leuchtraum
5 mit seiner Ausformung eine Abstrahlrichtung des von den LEDs
4 emittierten Lichts vorgibt. In bevorzugter Weise können die Wandungen des Leuchtraums
5, insbesondere die Leuchtraumwandungen
12, mit einer lichtreflektierenden Beschichtung beschichtet sein. In dem gezeigten Beispiel,
in dem das Gehäuse
2 von einer Metalllegierung gebildet ist, sind die Wandungen des Leuchtraums
5 mit einer weißen Pulverbeschichtung versehen. Die Leuchte
1 gemäß
Figur 6 ist besonders gut für den Einsatz in umbauten Räumen, beispielsweise innerhalb von
Hallen, geeignet.
[0074] Schließlich ist das vorstehend bereits genannte Lagergelenk
29 besonders gut anhand der
Figuren 7 und 8 erkennbar. Das Lagergelenk
29 umfasst in dem gezeigten Beispiel zwei baugleiche Gelenkteile
31, 32, die unter Beibehaltung eines rotatorischen Freiheitsgrad miteinander verbunden sind.
Hierzu weisen die Gelenkteile
31, 32 jeweils einander übergreifende Verbindungsabschnitte auf, die mittels eines Verbindungsmittels
50 miteinander verbunden sind. Das Verbindungsmittel
50 ist derart arretierbar, dass die beiden Gelenkteile
31, 32 um eine Gelenksachse
51 relativ zueinander verdrehbar sind. Hierbei ist es denkbar, dass das Verbindungsmittel
50 derart eingestellt, insbesondere derart verschraubt, wird, dass die Möglichkeit zur
Bewegung der beiden Gelenkteile
31, 32 relativ zueinander unterbunden wird. Auf diese Weise ist es insbesondere möglich,
das Lagergelenk
29 wunschgemäß auf eine bestimmte Stellung einzustellen und sodann die beiden Gelenkteile
31, 32 mittels des Verbindungsmittels
50 fest miteinander zu verbinden, sodass dieser Einstellung nicht in unbeabsichtigter
Weise wieder geändert werden kann.
[0075] An ihren einander gegenüberliegenden Enden weisen die Gelenkteile
31, 32 jeweils eine Basis
36 auf, die sich in dem gezeigten Beispiel kreisringförmig um eine Längsachse
52 des jeweiligen Gelenkteils
31, 32 erstreckt. Dies ergibt sich besonders gut anhand von
Figur 8. In der jeweiligen Basis
36 sind hier und vorzugsweise insgesamt zwei Ausnehmungen
49 ausgebildet, die die Basis
36 in längsachsparallele Richtung durchdringen. Auf diese Weise kann die jeweilige Basis
36 besonders gut mit einem zugeordneten Bauteil, insbesondere dem Lageranschluss
38 einer jeweiligen Leuchte
1 oder einer Traverse, verbunden werden, indem beide Ausnehmungen
49 jeweils mit einem Verbindungsmittel zusammenwirken. Letzteres kann beispielsweise
von einem Schraubbolzen gebildet sein. Das jeweilige Verbindungsmittel durchdringt
die zugehörige Ausnehmungen
49 in Richtung parallel zu der Längsachse
52 des jeweiligen Gelenkteils
31, 32 und kann bei dem zugeordneten Bauteil, an dem das Gelenkteile
31, 32 befestigt werden soll, mit einer korrespondierenden Montagemöglichkeit zusammenwirken.
Hierbei kann es sich beispielsweise um eine mit einem Innengewinde versehene Bohrung,
beispielsweise eine Sackbohrung, handeln.
[0076] Die Ausnehmungen
49 erstrecken sich kreisbogenabschnittförmig um die Längsachse
52 des jeweiligen Gelenkteils
31, 32. Dies hat den Vorteil, dass das jeweilige Gelenkteile
31, 32 um dessen Längsachse
52 relativ zu dem zugeordneten Bauteil verdrehbar ist, sofern die jeweilige Verbindungsmittel
noch nicht fest angezogen sind. Dies ermöglicht in besonders einfacher Weise eine
Einstellung des jeweiligen Gelenkteils
31, 32 relativ zu dem zugeordneten Bauteil. Mit anderen Worten ist das Lagergelenk
29 derart ausgeführt, dass es mit seinen beiden Gelenkteilen
31, 32 im Zuge der Montage jeweils einen rotatorischen Freiheitsgrad um die Längsachse
52 des jeweiligen Gelenkteils
31, 32 erhält. Sobald eine gewünschte Stellung des jeweiligen Gelenkteils
31, 32 relativ zu dem zugeordneten Bauteil gefunden ist, können die Verbindungsmittel festgezogen
und dadurch der Freiheitsgrad blockiert werden.
[0077] Insgesamt kann das Lagergelenk
29 mithin eine Verbindung zweier Bauteile mit drei voneinander unabhängigen rotatorischen
Freiheitsgraden einstellen. Somit können das erste Gelenkteil
31 um dessen Längsachse
52 relativ zu dem ersten zugeordneten Bauteil, beispielsweise eine Leuchte
1, das zweite Gelenkteil
32 um dessen Längsachse
52 relativ zu dem zweiten zugeordneten Bauteil, beispielsweise eine Traverse, und die
beiden Gelenkteile
31, 32 relativ zueinander um die gemeinsame Gelenksachse
51 verdreht werden. Insbesondere bei Verwendung des Lagergelenks
29 zur Lagerung einer Leuchte
1 an einem übergeordneten Bauteil, insbesondere einer Traverse, ist es besonders einfach
möglich, die Hauptabstrahlrichtung der Leuchte
1 bedarfsgerecht einzustellen. Hierdurch wird eine präzise Ausleuchtung eines jeweiligen
auszuleuchtenden Bereichs für den Nutzer der Leuchte
1 besonders vereinfacht. Insbesondere kann durch ein Rotieren des zweiten Gelenkteils
32 an einer Traverse und des ersten Gelenkteils
31 an einer Leuchte letztere stets horizontal zu dem jeweils auszuleuchtenden Untergrund
ausgerichtet werden, das heißt die Öffnungsebene
11 der Leuchtraumöffnung
7 ist parallel zu dem Untergrund orientiert. Dies ist unabhängig davon möglich, ob
ein jeweiliger Mast, an dem die Traverse angeordnet ist, in sich gerade ist, die Traverse
"stehend" oder "hängend" montiert ist und/oder ob die Traverse "flach" (beispielsweise
unter einem Winkel von 5° relativ zum Untergrund) oder "steil" (beispielsweise unter
einem Winkel von 60° relativ zum Untergrund orientiert ist.
[0078] Hier und vorzugsweise ist das Lagergelenk
29 mit einer Durchführung für eine Elektroleitung ausgebildet, die eine verdeckte Führung
einer Elektroleitung innerhalb des Lagergelenks
29 ermöglicht. Hierdurch ist letztere zum einen optisch verdeckt und zum anderen vor
Umwelteinflüssen geschützt.
Bezugszeichenliste
[0079]
- 1
- Leuchte
- 2
- Gehäuse
- 3
- Längsachse des Gehäuses
- 4
- LED
- 5
- Leuchtraum
- 6
- Leuchtraumboden
- 7
- Leuchtraumöffnung
- 8
- Länge des Leuchtraums
- 9
- Höhe des Leuchtraums
- 10
- Breite des Leuchtraums
- 11
- Öffnungsebene
- 12
- Leuchtraumwandung
- 13
- Reflektor
- 14
- Öffnung
- 15
- Grundfläche
- 16
- Ende
- 17
- Hochachse
- 18
- Durchmesser
- 19
- Höhe
- 20
- Durchmesser
- 21
- erstes Halteelement
- 22
- zweites Halteelement
- 23
- Stirnfläche
- 24
- Rand
- 25
- Kühlrippe
- 26
- Länge des Gehäuses
- 27
- Höhe des Gehäuses
- 28
- Breite des Gehäuses
- 29
- Lagergelenk
- 30
- Stirnseite
- 31
- Gelenkteil
- 32
- Gelenkteil
- 33
- Aufnahme
- 34
- Wange
- 35
- Verbindungsmittel
- 36
- Basis
- 37
- Durchtrittsöffnung
- 38
- Gelenkanschluss
- 39
- Sackbohrung
- 40
- Abdeckung
- 41
- Sackbohrung
- 42
- Montagemöglichkeit
- 43
- Rand
- 44
- Verbindungsmittel
- 45
- Querebene
- 46
- Längsebene
- 47
- Montagemöglichkeit
- 48
- Verbindungsmittel
- 49
- Ausnehmung
- 50
- Verbindungsmittel
- 51
- Gelenkachse
- 52
- Längsachse
1. Leuchte (1), insbesondere zur Ausleuchtung von Hallen oder Sportplätzen, umfassend
- ein Gehäuse (2), das entlang einer Längsachse (3) des Gehäuses (2) langgestreckt
ausgebildet ist,
- eine Mehrzahl von LEDs (4),
wobei das Gehäuse (2) einen sich parallel zu der Längsachse (3) lang erstreckenden
Leuchtraum (5) aufweist,
wobei der Leuchtraum (5) einen Leuchtraumboden (6) und gegenüberliegend von dem Leuchtraumboden
(6) an einer Langseite des Gehäuses (2) eine Leuchtraumöffnung (7) aufweist, die sich
nach Art einer Fensteröffnung zumindest im Wesentlichen über eine gesamte, parallel
zu der Längsachse (3) des Gehäuses (2) gemessene Länge (8) des Leuchtraums (5) erstreckt,
wobei die LEDs (4) in Längsrichtung des Leuchtraums (5) verteilt an dem Leuchtraumboden
(6) angeordnet und derart ausgerichtet sind, dass sie Licht in Richtung der Leuchtraumöffnung
(7) emittieren,
wobei ein Höhe-Breite-Verhältnis des Leuchtraums (5), das eine Höhe (9) des Leuchtraums
(5), die senkrecht zu einer Öffnungsebene (11) der Leuchtraumöffnung (7) zwischen
Leuchtraumboden (6) und Leuchtraumöffnung (7) gemessen wird, und eine Breite (10)
des Leuchtraums (5), die in der Öffnungsebene (11) der Leuchtraumöffnung (7) senkrecht
zu der Länge (8) des Leuchtraums (5) gemessen wird, ins Verhältnis setzt, mindestens
0,7:1 beträgt,
gekennzeichnet durch
eine der Anzahl der LEDs (4) entsprechende Anzahl von parabolischen Reflektoren (13),
wobei die Reflektoren (13) jeweils eine mit einer Öffnung (14) versehende Grundfläche
(15) aufweisen und an ihrem der Grundfläche (15) gegenüberliegenden Ende (16) vollständig
geöffnet sind,
wobei jeweils ein Reflektor (13) einer LED (4) zugeordnet und derart ausgerichtet
ist, dass die jeweilige LED (4) in oder an der Öffnung (14) der Grundfläche (15) des
zugehörigen Reflektors (13) angeordnet ist, sodass Licht von der LED (4) parallel
zu einer Hochachse (17) des Reflektors (13) in Richtung des geöffneten Endes (16)
des Reflektors (13) emittiert wird.
2. Leuchte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Leuchtraum (5) in einem senkrecht zu der Längsachse (3) des Gehäuses (2)
geführten Querschnitt betrachtet ausgehend von dem Leuchtraumboden (6) in Richtung
der Leuchtraumöffnung (7), vorzugsweise stetig, erweitert.
3. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Höhe-Breite-Verhältnis des Leuchtraums (5) im Bereich zwischen 0,7:1 und 1,2:1,
vorzugsweise zwischen 0,8:1 und 1:1, liegt.
4. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Länge-Breite-Verhältnis des Leuchtraums (5), das die Länge (8) des Leuchtraums
(5) und die Breite (10) des Leuchtraums (5) ins Verhältnis setzt, mindestens 1,5:1,
vorzugsweise 2:1, weiter vorzugsweise 2,5:1, beträgt.
5. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektoren (13) rotationssymmetrisch bezogen auf ihre jeweilige Hochachse (17)
ausgebildet sind, wobei vorzugsweise innere Mantelflächen der Reflektoren (13) jeweils
mit einer Vielzahl von Facetten ausgebildet sind, die dazu vorgesehen und eingerichtet
sind, von einer jeweiligen LED (4) emittiertes Licht in Richtung des jeweiligen geöffneten
Endes (16) des jeweiligen Reflektors (13) zu lenken.
6. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mindestens einem der Reflektoren (13) ein Verhältnis zwischen einem Durchmesser
(18) des Reflektors (13), der senkrecht zu der Hochachse (17) des Reflektors (13)
in einer Öffnungsebene des geöffneten Endes (16) des Reflektors (13) gemessen wird,
und einer Höhe (19) des Reflektors (13), die entlang der Hochachse (17) des Reflektors
(13) zwischen der Grundfläche (15) des Reflektors (13) und dem geöffneten Ende (16)
des Reflektors (13) gemessen wird, höchstens 1,2:1, vorzugsweise höchstens 1:1, weiter
vorzugsweise höchstens 0,8:1, beträgt.
7. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mindestens einem der Reflektoren (13) ein Verhältnis zwischen einem Durchmesser
(18) des Reflektors (13), der senkrecht zu der Hochachse (17) des Reflektors (13)
in einer Öffnungsebene des geöffneten Endes (16) des Reflektors (13) gemessen wird,
und einem Durchmesser (20) der dem Reflektor (13) zugeordneten LED (4), der senkrecht
zu der Hochachse (17) des Reflektors (13) gemessen wird, mindestens 2,5:1, vorzugsweise
mindestens 3:1, weiter vorzugsweise mindestens 3,5:1, beträgt.
8. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mindestens einem der Reflektoren (13) ein Verhältnis zwischen einer Höhe (19)
des Reflektors (13), die entlang der Hochachse (17) des Reflektors (13) zwischen der
Grundfläche (15) des Reflektors (13) und dem geöffneten Ende (16) des Reflektors (13)
gemessen wird, und einem Durchmesser (20) der dem Reflektor (13) zugeordneten LED
(4), der senkrecht zu der Hochachse (17) des Reflektors (13) gemessen wird, mindestens
3:1, vorzugsweise mindestens 4:1, weiter vorzugsweise mindestens 5:1, beträgt.
9. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Reflektoren (13) baugleich ausgebildet sind, wobei vorzugsweise alle Reflektoren
(13) parabolisch geformt und/oder von Aluminium gebildet sind.
10. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchte (1) abgesehen von den Reflektoren (13) frei von weiteren Lichtleitelementen,
insbesondere frei von Linsen, ausgebildet ist.
11. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektoren (13) jeweils in Richtung parallel zu ihren Hochachsen (17) mittels
mindestens eines Halteelements (21) gegen den Leuchtraumboden (6) verspannt sind,
wobei vorzugsweise das Halteelement (21) von einem Lagerblech gebildet ist, das auf
oberen Stirnflächen (23) der Reflektoren (13) aufliegt und fest mit dem Gehäuse (2)
verbunden ist.
12. Leuchte (1) nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch mindestens ein zweites Halteelement (22), das an äußeren Mantelflächen der Reflektoren
(13) jeweils in einem Mittelbereich zwischen der jeweiligen Grundfläche (15) und dem
jeweiligen gegenüberliegenden Ende (16) der Reflektoren (13) anliegt und die Reflektoren
(13) auf diese Weise in Richtung senkrecht zu ihren Hochachsen (17) in dem Leuchtraum
(5) arretiert.
13. Leuchte (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Halteelement (22) von einem Lagerblech gebildet ist, wobei vorzugsweise
ein den Mantelflächen der Reflektoren (13) zugeordneter Rand (24) des zweiten Halteelements
(22) eine Mehrzahl von sich aneinander anschließenden kreisbogenförmigen Randabschnitten
aufweist.
14. Leuchte (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchte (1) ein Lagergelenk (29) zur Lagerung der Leuchte (1) an einer übergeordneten
Traverse aufweist, wobei das Lagergelenk (29) an das Gehäuse (2) angeschlossen ist,
vorzugsweise an eine in Längsrichtung des Gehäuses (2) betrachtet endseitige Stirnseite
(30) des Gehäuses (2).
15. Leuchte (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagergelenk (29) von zwei baugleichen Gelenkteilen (31, 32) gebildet ist, die
unter Bereitstellung eines rotatorischen Freiheitsgrads miteinander verbunden sind,
wobei das erste Gelenkteil (31), das unmittelbar an das Gehäuse (2) angeschlossen
ist, unter Bereitstellung eines rotatorischen Freiheitsgrads mit dem Gehäuse (2) verbunden
ist.