[0001] Die im Folgenden offenbarte Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung zum Anbringen
an einem Schuh nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die Bestandteile und der Aufbau eines Schuhs sind beispielsweise in dem online-Lexikon
Wikipedia erläutert (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schuh, insbesondere https://de.wikipedia.org/wiki/Schuh#Bestandteile).
[0003] Es sind nach dem Stand der Technik Schuhe bekannt, welche Schuhe eine verstärkte
Vorderkappe aufweisen. Eine in die Vorderkappe des Schuhs fest und somit nicht entnehmbar
eingebrachte Verstärkung soll vor allem den technischen Effekt bieten, die unter der
Vorderkappe befindlichen Zehen oder den Vorderfuß eines Trägers zu schützen. Es ist
insbesondere der Vorderfuß ein Körperteil des Trägers, welcher Körperteil besonders
herabfallenden Teilen wie einem Hammer oder sonstigen schweren Teilen ausgesetzt ist,
zu schützen. Es gibt arbeitsrechtliche Bestimmungen, welche Bestimmungen das Tragen
von derartigen Schutzschuhe am Arbeitsplatz durch eine Person verlangen.
[0004] Derartige Schuhe mit einer verstärkten Vorderkappe bieten einerseits einen guten
Schutz vor einer Verletzung des Vorderfußes durch herabfallende Teile. Andererseits
sind solche Schuhe für den Träger unbequem zu tragen. Arbeiter, welche Arbeiter aufgrund
der gesetzlichen oder sonstigen Bestimmungen eigentlich zum Tragen von Schuhen mit
der verstärkten Vorderkappe angehalten wären, tragen oft diese Schuhe mit der verstärkten
Vorderkappe nicht, da diese zu unbequem sind.
[0005] Die im Folgenden offenbarte Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine einfach anzulegende
Schutzvorrichtung zum Schutz des Vorderfußes einer Person bereitzustellen. Der erforderliche
Komfort soll unter anderem dadurch erreicht werden, dass die Schutzvorrichtung einfach
anzulegen ist.
[0006] Die im Folgenden offenbarte Erfindung betrifft die an einem Schuh anbringbare Schutzvorrichtung.
[0007] Die im Folgenden offenbarte Erfindung betrifft auch den Schuh mit der abnehmbaren
Schutzvorrichtung.
[0008] Erfindungsgemäß wird dies durch den Anspruch 1 erreicht.
[0009] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass
die Schutzvorrichtung ein Schutzsohlenelement und ein Schutzkappenelement umfasst,
welches Schutzsohlenelement an die Schuhsohle anlegbar ist und eine an die Schuhsohle
angepasste Sohlenform aufweist,
welches Schutzkappenelement an die Vorderkappe anlegbar ist und eine an die Vorderkappe
angepasste Kappenform aufweist,
wobei das Schutzsohlenelement und das Schutzkappenelement über ein Gelenk miteinander
verbunden sind,
durch welches Gelenk die vorderen Bereiche des Schutzsohlenelementes und des Schutzkappenelementes
zueinander drehbar verbunden sind,
wobei die Schutzvorrichtung von einer ausgeklappten Stellung in eine eingeklappte
Stellung bewegbar ist.
[0010] Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung schützt den Vorderfuß des Trägers. Da die
erfindungsgemäße Schutzvorrichtung vorzugsweise zum temporären Anlegen an einen Schuh
ausgebildet ist, wird die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung eingangs als eine solche
bezeichnet. In einer hierzu äquivalenten Weise kann die Schutzvorrichtung auch unter
Anlegen an einen Socken, Stiefel oder sonstiges verwendet werden.
[0011] Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung umfasst ein Schutzsohlenelement. Die Schutzsohlenelement
weist eine Form auf, sodass das Schutzsohlenelement mit einer Fläche an der Außenseite
der Schuhsohle anlegbar ist. Die Fläche weist eine zu der Form der Schuhsohle kongruente
Form auf.
[0012] Das Schutzsohlenelement kann auch den Rahmen und die Schuhsohle, insbesondere die
Laufsohle des Schuhs umhüllen. Das Schutzsohlenelement bedeckt zumindest jenen Teilbereich
der Laufsohle, welcher Teilbereich der Laufsohle beim Gehen mit dem Schuh auf einen
Untergrund diesen Untergrund kontaktiert.
[0013] Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung umfasst weiters ein Schutzkappenelement. Das
Schutzkappenelement weist eine Form auf, sodass das Schutzkappenelement die Vorderkappe
an der Außenseite in zumindest Teilbereichen umhüllt. Die Form des Schutzkappenelementes
kann zu der Form der Vorderkappe kongruent sein. Der Fachmann wählt den Teilbereich
der Umhüllung durch das Schutzkappenelement so, dass der im Schuh befindliche Vorderfuß
der Person hinreichend geschützt ist.
[0014] Der Fachmann stellt das Schutzkappenelement aus einem hinreichend steifen Werkstoff
wie beispielsweise und keinesfalls einschränkend aus einem Metall wie Aluminium oder
einem faserbewehrten Kunststoff her. Der Fachmann wählt den Werkstoff in Hinblick
auf die in den einschlägigen Normen geregelte Verformung des Schutzkappenelementes
zur Erreichung eines hinreichenden Schutzes des Vorderfußes.
[0015] Es sind das Schutzsohlenelement und das Schutzkappenelement über ein Gelenk miteinander
verbunden. Das Gelenk ist am vorderen Ende von Schutzkappenelement und Schutzsohlenelement
angeordnet. Bei der auf einen Schuh angeordneten Schutzvorrichtung ist das Gelenk
benachbart zu dem Übergangsbereich zwischen dem vorderen Teilbereich der Vorderkappe
und dem vorderen Bereich der Sohle angeordnet. Das Gelenk ist im Bereich der Schutzspitze
angeordnet. Da das Schutzkappenelement und das Schutzsohlenelement jeweils an die
Vorderkappe beziehungsweise an die Sohle angepasste, diese Bestandteile des Schuhs
umhüllende Formen aufweisen, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch eine Spitze
umfassen. Das Gelenk kann benachbart zu dieser Spitze angeordnet sein.
[0016] Das Gelenk ist benachbart zu jenem Teilbereich des Schuhs angeordnet, welcher Teilbereich
bei einer üblichen Gehbewegung keine oder nur sehr geringe Deformationen, insbesondere
Dehnungen erfährt.
[0017] Das Gelenk kann als ein bewegliches Gelenk ausgeführt sein, durch welches bewegliche
Gelenk die Bewegung der an dem Gelenk angeschlossenen Elemente definiert.
[0018] Die Elemente können lösbar oder unlösbar am Gelenk angeschlossen sein.
[0019] Das Gelenk kann ein Drehgelenk oder ein Schubgelenk oder eine Kombination aus Drehgelenk
oder Schubgelenk sein.
[0020] Das Gelenk kann als ein Gelenk ausgeführt sein, welches Gelenk ein Bewegen der angeschlossenen
Teile ohne die Überwindung eines Widerstandes erlaubt.
[0021] Das Gelenk kann ein mechanisches Gelenk sein. Bei einem mechanischen Gelenk werden
im Wesentlichen starre Körper zueinander bewegt. Die Größe eines Schuhs ist durch
Normen geregelt, wobei die Größe eines Fußes berücksichtigt ist. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung kann im Wesentlichen eine Größe aufweisen, so dass sich die Schutzvorrichtung
über den Zehenbereich und über den Ballenbereich eines Fußes erstreckt.
[0022] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sich dadurch auszeichnen, dass das Gelenk eine
Gelenksachse umfasst, welche Gelenksachse in einem Winkel von 90 Grad zu einer Längsachse
des Schuhs angeordnet ist.
[0023] Die Längsachse eines Schuhs sei definiert als jene Achse, welche Achse den Mittelpunkt
des Fersenbereiches und den Mittelpunkt des Ballenbereiches verbindet. Die Längsachse
erstreckt sich von der Schuhspitze zu dem hinteren Ende des Schuhs.
[0024] Die Gelenksachse erstreckt sich in einem Winkel von 90 Grad zu der Längsachse und
in oder parallel zu der Ebene der Schuhsohle.
[0025] Das Gelenk kann als ein deformierbares Werkstück aus beispielsweise Gummi hergestellt
ausgeführt sein. Das deformierbare Werkstück kann an der Innenseite, das heißt an
der dem Schuh zugewandten Seite des Schutzsohlenelementes und des Schutzkappenelementes
angeordnet sein. Ein an der Innenseite der erwähnten Elemente angeordneter deformierbarer
Werkstoff erfährt bei einer Bewegung der Elemente zueinander, insbesondere bei einer
aufklappenden Bewegung der Elemente zueinander eine Vorspannung, welche Vorspannung
dieser Bewegung als Widerstand entgegenwirkt, wodurch eine die erwähnten Elemente
schließende Kraft generiert wird.
[0026] Das Gelenk kann ausschließlich als ein mechanisches Gelenk oder aus einem deformierbaren
Werkstoff hergestellt sein.
[0027] Das Gelenk kann eine Kombination aus mechanischem Gelenk und einem deformierbaren
Werkstück sein.
[0028] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sich dadurch auszeichnen, dass die Vorrichtung
ein Federelement umfasst, welches Federelement in der ausgeklappten Stellung vorgespannt
ist.
[0029] Das vorgespannte Federelement weist eine Vorspannungskraft auf, welche Vorspannungskraft
ein Überführen der Vorrichtung in die eingeklappte Stellung bewirkt. Beim Gehen mit
einem Schuh mit einer aufgebrachten Schutzvorrichtung wird durch die Bewegung des
Ballenbereiches ein Überführen der Schutzvorrichtung von der eingeklappten Stellung
in die ausgeklappte Stellung erreicht. Die erwähnten Elemente der Schutzvorrichtung
werden relativ zueinander um das Gelenk bewegt, wobei durch die Vorspannung des Federelementes
stets ein Schließen oder ein Einklappen der Elemente erreicht wird.
[0030] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sich dadurch auszeichnen, dass das Gelenk das
Federelement umfasst.
[0031] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass
das Federelement eine Drehfeder umfasst.
[0032] Die Drehfeder kann bei einem Bewegen der an dem Gelenk angeschlossenen Elemente vorgespannt
werden. Die erforderliche Kraft oder Energie, welche Kraft beziehungsweise beim Vorspannen
der Drehfeder aufgewendet wird, kann eine Widerstandkraft gegen das Bewegen der angeschlossenen
Elemente sein.
[0033] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sich dadurch auszeichnen, dass die Vorrichtung
ein Feststellelement zum lösbaren Feststellen des Schutzsohlenelementes und des Schutzkappenelementes
in der eingeklappten Stellung und/oder in der ausgeklappten Stellung umfasst.
[0034] Das Feststellelement stellt eine lösbare mechanische Verbindung zwischen dem Schutzsohlenelement
und dem Schutzkappenelement her. Die erforderliche Kraft zum Lösen dieser mechanischen
Verbindung kann durch das Gehen mit dem Schuh mit der aufgebrachten Schutzvorrichtung
aufgebracht werden, wobei der vordere Bereich des Schuhs deformiert wird und so ein
Auseinanderklappen des Schuhs erreicht wird.
[0035] Der Fachmann kennt eine Vielzahl von lösbaren mechanischen Verbindungen, welche mechanischen
Verbindungen zu einer solchen Verwendung geeignet sind. Der Fachmann kann beispielsweise
eine durch die erwähnte Lösekraft lösbare Rastverbindung vorsehen.
[0036] Das Feststellelement kann in dem Gelenk integriert sein.
[0037] Das Feststellelement kann als eine lösbare mechanische Verbindung von dem Gelenk
beabstandet angeordnet sein.
[0038] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sich auch dadurch auszeichnen, dass das Feststellelement
Reibflächen umfasst, welche Reibflächen in der eingeklappten Stellung oder in der
ausgeklappten Stellung in Kontakt bringbar sind.
[0039] Durch das Inkontaktbringen der Reibflächen wird eine Haltekraft erreicht, welche
Haltekraft die Elemente in der jeweiligen Stellung lösbar hält. Ein Lösen dieser mechanischen
Verbindung kann durch die oben erwähnte Haltekraft erreicht werden.
[0040] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sich dadurch auszeichnen, dass das Schutzsohlenelement
mit der Schuhsohle lösbar verbunden ist.
[0041] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sich dadurch auszeichnen, dass das Schutzkappenelement
mit der Vorderkappe lösbar verbunden ist.
[0042] Die Erfindung wird anhand der folgenden, in den Figuren dargestellten Ausführungsformen
ergänzend erläutert:
- Fig. 1:
- zeigt Seitenansichten der Vorrichtung in der eingeklappten Stellung (rechts) und in
einer ausgeklappten Stellung (links),
- Fig. 2:
- zeigt Seitenansichten der Vorrichtung in der eingeklappten Stellung (rechts) und in
einer weiteren ausgeklappten Stellung (links),
- Fig. 3:
- zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung in einer ausgeklappten Stellung,
- Fig. 4:
- zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung in einer ausgeklappten Stellung, wobei das
Schutzsohlenelement und das Schutzkappenelement voneinander getrennt sind,
- Fig. 5:
- zeigt eine Ansicht der Vorrichtung von hinten,
- Fig. 6:
- zeigt eine Ansicht der Vorrichtung von vorne.
- Fig. 7:
- Zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung.
[0043] Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen zeigen lediglich mögliche Ausführungsformen,
wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf diese speziell dargestellten
Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern auch Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander und eine Kombination einer Ausführungsform mit
der oben angeführten allgemeinen Beschreibung möglich sind. Diese weiteren möglichen
Kombinationen müssen nicht explizit erwähnt sein, da diese weiteren möglichen Kombinationen
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegen.
[0044] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen
sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen
aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsformen können für
sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen
Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
[0045] In den Figuren sind die folgenden Elemente durch die vorangestellten Bezugszeichen
gekennzeichnet:
- 1
- Schutzsohlenelement
- 2
- Unterseite
- 3
- Rand
- 4
- Schutzkappenelement
- 5
- vorderer Bereich
- 6
- Gelenk
- 7
- Gelenksachse
- 8
- Längsachse Schuh
- 9
- Klappbewegung
- 10
- Federelement
- 11
- erste Reibfläche an Schutzsohlenelement
- 12
- zweite Reibfläche an Schutzkappenelement
- 13
- statischer Bogen
- 14
- Auflager
- 15
- Auflager
- 16
- Lasche
- 17
- Ausnehmung
[0046] Es ist eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung in Figur
1 bis Figur 6 in unterschiedlichen Ansichten und unterschiedlichen Stellungen dargestellt.
[0047] Es ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung in der
Figur 7 in einer Ansicht dargestellt.
[0048] Es ist eine Schutzvorrichtung zum Anbringen an einen Schuh dargestellt, wobei der
Schuh selbst in Figur 1 bis Figur 7 nicht dargestellt ist. Nachdem in der Offenbarung
der Erfindung beschrieben ist, wie die beschriebene Schutzvorrichtung am Schuh anzubringen
ist, ist durch die Figuren 1 bis 7 auch die Kombination des Schuhs mit der Schutzvorrichtung
offenbart. Es ist im Rahmen der Offenbarung der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung
auch denkbar, dass die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung an einem Stiefel, Schlapfen
oder im Allgemeinen an einem Fußbekleidungsstück angebracht werden kann.
[0049] Der Aufbau oder die Bestandteile eines Schuhs sind nach dem Stand der Technik bekannt.
Beispielsweise sind die Bestandteile eines Schuhs im online Lexikon Wikipedia erläutert,
wie dies in der Beschreibungseinleitung dokumentiert ist. Der Aufbau eines Schuhs
bedarf keine eingehende Erläuterung im Rahmen der ausreichenden Offenbarung der Erfindung.
[0050] Es ist für die Erfindung lediglich erwähnenswert, dass ein Schuh eine Vorderkappe
und eine Sohle hat. Eine Sohle kann aus mehreren Teilsohlen bestehen, wobei im Rahmen
der Offenbarung mit dem Begriff Sohle stets die Laufsohle gemeint ist.
[0051] Die Vorderkappe ist jener Bereich des Schuhs, welcher Bereich die Zehen und/oder
den Vorderfuß des Fußes einer Person an seiner Oberseite in zumindest Teilbereichen
umhüllt. Der Vorderkappenbereich kann beim Gehen zumindest teilweise eine Deformation
erfahren. Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die
Schutzvorrichtung auf die Deformation der Vorderkappe antworten kann.
[0052] Die Laufsohle ist jener Bereich an der Unterseite des Schuhs, welcher Bereich des
Schuhs den Untergrund kontaktiert. Die Sohle kann beim Gehen zumindest im vorderen
Bereich eine Deformation erfahren.
[0053] Die Gestaltung der hier offenbarten Schutzvorrichtung ist von dem Lösungsgedanken
geprägt, die oben erwähnten Deformationen von Schuhsohle und Vorderkappe beim Gehen
mit einem Schuh mit aufgebrachter Schutzvorrichtung zuzulassen, sodass der Benutzer
beim Gehen in einem möglichst geringen Ausmaß durch die Schutzvorrichtung behindert
ist.
[0054] Die Schutzvorrichtung kann aus einem steifen Werkstoff wie Metall (beispielsweise
Aluminium) oder einem faserverstärkten Kunststoff (beispielsweise Carbon) ausgebildet
sein, um so den Fuß zu schützen. Auf der anderen Seite kann eine zum Schutz des Fußes
ausreichend steife Ausbildung der Elemente der Schutzvorrichtung beim Gehen hinderlich
sein. Die Erfindung versucht dieses technische Problem auf der im Rahmen der Offenbarung
skizzierten Weise zu lösen.
[0055] Die Schutzvorrichtung umfasst ein Schutzsohlenelement 1. Es ist das Schutzsohlenelement
1 an die Schuhsohle (in Figur 1 bis Figur 6 nicht eingetragen) anlegbar. Es wird das
Sohlenelement 1 an der Unterseite der Laufsohle angelegt. Das Schutzsohlenelement
1 weist sohin in seinem Grundriss eine an die Form der Laufsohle angepasste Form auf.
[0056] Das hier dargestellte Schutzsohlenelement weist weiters die Sonderform auf, dass
sich das Sohlenelement in vertikaler Richtung um den vertikalen Rand der Schuhsohle
oder um den Schuhrahmen erstreckt. Das Schutzsohlenelement 1 umhüllt sohin die Schuhsohle
und gegebenenfalls den Rahmen des Schuhs.
[0057] Es kontaktiert sohin die Unterseite 2 des Schutzsohlenelementes 1 beim Gehen mit
einem Schuh mit angelegter Schutzvorrichtung den Untergrund (in Figur 1 nicht eingetragen).
Das aus einem steifen und stichfesten oder schneidfesten Werkstoff hergestellte Schutzsohlenelement
1 bietet sohin einen Schutz vor auf dem Untergrund liegenden scharfen oder spitzen
Gegenständen. Das Schutzsohlenelement kann an seiner Unterseite, welche Unterseite
beim Gehen mit einem Untergrund in Kontakt gebracht werden kann, eine deformierbare
Schicht aus beispielsweise Gummi umfassen. Hierdurch wird der Tragkomfort für den
Anwender erhöht.
[0058] Das hier diskutierte Schutzsohlenelement 1 weist weiters die Sonderform auf, dass
es sich auch über Teilbereiche der Vorderkappe erstreckt. Das Schutzsohlenelement
1 weist in seiner Sonderform einen vertikalen Rand 3 auf, welcher Rand 3 sich über
den Rahmen des Schuhs und/oder über die Vorderkappe erstreckt.
[0059] Die Schutzvorrichtung umfasst weiters ein Schutzkappenelement 4. Das Schutzkappenelement
4 wird an die Vorderkappe (in Figur 1 bis Figur 6 nicht dargestellt) angelegt. Das
Schutzkappenelement 4 weist hierzu eine an die Form der Vorderkappen angepasste gewölbte
Form auf.
[0060] Bei der erwähnten Sonderform der Ausführungsform erstreckt sich das Schutzkappenelement
4 im Wesentlichen über den oberen Vorderkappenbereich des Schuhs. Der untere Bereich
der Vorderkappe wird im Wesentlichen durch das Schutzsohlenelement 1 umhüllt. Der
Fachmann kann diese Aufteilung der Umhüllung der Vorderkappe auch anders gestalten.
Es ist beispielsweise auch denkbar, dass das Schutzsohlenelement 1 ausschließlich
die Schuhsohle und das Schutzkappenelement 4 ausschließlich die Vorderkappe umhüllt.
[0061] Es sind das Schutzkappenelement 4 und das Schutzsohlenelement 1 in ihrem vorderen
Bereich 5 durch ein mechanisches Gelenk 6 zueinander drehbar verbunden. Das mechanische
Gelenk 6 ist in der in Figur 1 bis Figur 6 dargestellten Ausführungsform insofern
eine Sonderform, als dass das mechanische Gelenk 6 eine Gelenksachse 7 aufweist, welche
Gelenksachse 7 in einem Winkel von 90 Grad zu der Bildebene der Figur 1 bis Figur
4 du parallel zu der Bildebene der Figur 6 orientiert ist. Die Gelenksachse 7 ist
weiters in einem Winkel von 90 Grad zu der Längsachse 8 des Schuhs angeordnet. Die
Längsachse 8 verbindet im Wesentlichen den Zentrumspunkt des Ballenbereiches und den
Zentrumspunkt des Fersenbereiches beziehungsweise die Elemente zur Aufnahme des Schuhs.
[0062] Durch die mechanische Verbindung, welche mechanische Verbindung in Figur 1 bis Figur
6 beispielsweise als ein mechanisches Gelenk 6 mit weiters beispielsweise einer Gelenksachse
7 ausgebildet ist, ist das Schutzkappenelement 4 zu dem Schutzsohlenelement 1 stellbar.
Diese Stellbarkeit ist durch die mechanische Verbindung und der hierdurch definierten
Freiheitsgrade definiert.
[0063] Das mechanische Gelenk 6 mit der Gelenksachse 7 erlaubt insbesondere eine Klappbewegung
9 des Schutzkappenelementes 4 zu dem Schutzsohlenelement 6. Diese Klappbewegung 9,
welche Klappbewegung 9 in Figur 1 bis Figur 6 als eine bogenförmige Bewegung um die
Gelenksachse 7 eingetragen ist, ist der Deformation des Schuhs im vorderen Schuhbereich
beim Gehen ähnlich. Hierdurch wird ein Tragkomfort erreicht.
[0064] Das Schutzsohlenelement 1 und das Schutzkappenelement 4 können somit durch eine relative
Drehung zueinander um die Gelenksachse 7 von einer eingeklappten Stellung in eine
ausgeklappte Stellung gebracht werden.
[0065] Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann ein Federelement 10 umfassen, welches
Federelement 10 zumindest in der ausgeklappten Stellung vorgespannt ist. Der Fachmann
kann das Federelement 10 so dimensionieren, dass dieses Federelement 10 durch die
Deformation des Schuhs beim Gehen und der hierdurch erzeugten Klappbewegung 9 des
Schutzkappenelementes 4 zu dem Schutzsohlenelement 1 vorgespannt wird. Das Federelement
10 muss hinreichend weich sein, sodass das Federelement 10 beim Gehen keinen für die
Person unangenehmen Druck auf den Schuh ausübt.
[0066] Das Federelement 10 kann in seiner eingeklappten Stellung keine Vorspannung aufweisen.
[0067] Das Federelement 10 kann auch in seiner eingeklappten Stellung eine Vorderspannung
aufweisen, wodurch das Schutzkappenelement 4 durch eine Drehung um das mechanische
Gelenk 6 zu dem Schutzsohlenelement 1 bewegt wird, wodurch eine Klemmwirkung am Schuh
erreichbar ist. Durch die Wirkung des Federelementes 10 kann der Schuh, insbesondere
die von der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung umhüllten Teilbereiche des Schuhs
von dem Schutzsohlenelement 1 und dem Schutzkappenelement 4 eingeklemmt werden, wodurch
eine lösbare Verbindung zwischen dem Schuh und erfindungsgemäßen Schutzsohlenelement
erreicht werden kann. Es sind weitere Möglichkeiten einer Anbindung der erfindungsgemäßen
Schutzvorrichtung und dem Schuh unten beschrieben. Der Fachmann kann diese kombinieren
oder alternativ zueinander ausführen.
[0068] Die in Figur 1 bis Figur 6 gezeigte Ausführungsform kann sich durch die Sonderform
auszeichnen, dass das Federelement 10 in dem mechanischen Gelenk 6 angeordnet ist.
Das mechanische Gelenk 6 umfasst das Federelement 10. In einer möglichen Ausführungsform
ist das Federelement 10 als eine Drehfeder ausgebildet, welche Drehfeder seine Wickelung
um die Gelenksachse 7 aufweisen kann.
[0069] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann ein Feststellelement umfassen, mittels welchem
Feststellelement das Schutzkappenelement 4 in einer Stellung zu dem Schutzsohlenelement
1 lösbar feststellbar ist. Das Feststellelement kann insbesondere ein lösbares Feststellen
des Schutzkappenelementes 4 zu dem Schutzsohlenelement 1 in der eingeklappten Stellung
oder in der ausgeklappten Stellung bewirken.
[0070] Bei der in Figur 1 bis Figur 6 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung
wird das optionale Feststellelement durch eine erste Reibfläche 11 und eine zweite
Reibfläche 12 ausgebildet. Die erste Reibfläche 11 wird durch das Schutzsohlenelement
1, hier beispielsweise durch den vertikalen Rand 3 ausgebildet. Die zweite Reibfläche
12 wird durch das Schutzkappenelement 4, hier ebenfalls durch einen vertikalen Rand
ausgebildet.
[0071] Die ersten Reibfläche 11 und die zweite Reibfläche 12 kontaktieren einander zumindest
in der eingeklappten Stellung der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung. Die Relativbewegung
9 der Reibflächen 11, 12 zueinander wird durch das Gelenk 6 vorgegeben. Durch das
Gelenk 6 wird weiters erreicht, dass die Reibflächen 11, 12 einander während ihrer
Relativbewegung 9 kontaktieren.
[0072] Es kann die erste Reibfläche 11, welche erste Reibfläche 11 durch das Sohlenschutzelement
1 ausgebildet ist, außerhalb zu der zweiten Reibfläche 12 angeordnet sein.
[0073] Eine von oben auf das Schutzkappenelement 4 wirkende Kraft F bewirkt stets eine Deformation
des Schutzkappenelementes 4 nach unten. Das Schutzkappenelement 4 wirkt hierbei in
statischer Hinsicht als ein Bogen auf zwei Lagern, welcher Bogen im Wesentlichen auf
Biegung beansprucht ist.
[0074] Die Kraft 4 kann beispielsweise einen auf den Fuß der Person fallenden Hammer symbolisieren,
welcher Hammer am Fuß der Person Verletzungen verursachen würde. Es ist Aufgabe der
Erfindung, die Person vor solchen Verletzungen zu schützen. Die einschlägige Norm
verlangt hierzu eine maximale Durchbiegung des Schutzkappenelementes 4 unter Vorgabe
einer auf das Schutzkappenelement 4 wirkenden Kraft F.
[0075] Bei der Abtragung der einwirkenden Kraft F wirkt das Schutzkappenelement 4 in statischer
Hinsicht als ein im Wesentlichen auf Biegung beanspruchter Bogen. Die außenseitige
Anordnung des Randes 3 mit den ersten Reibflächen 11 bewirkt, dass die zwischen den
Auflagern 14, 15 wirkenden horizontalen Kräfte H von dem Schutzsohlenelement 1 aufgenommen
werden. Weil das Schutzsohlenelement 1 eine seitliche Verschiebung der Auflager 14,
15 unterbindet, wird die Deformation des statischen Bogens 13 und somit des Schutzkappenelementes
4 unterbunden oder zumindest in einem normgerechten Bereich gehalten. Dies erlaubt
weiters eine leichte Ausführung des Schutzkappenelementes 4. Es wird hierbei auf die
Figur 5 verwiesen, in welcher Figur 5 der Bogen 13 in einer Ansicht von hinten eingetragen
ist.
[0076] Das Schutzkappenelement 4 wirkt auch in der seitlichen Ansicht (siehe Figur 1) in
statischer Hinsicht als ein Bogen. Vorzugsweise ist das Gelenk 6 so ausgebildet, dass
dieses horizontale Kräfte H aus einer Belastung des Schutzkappenelementes 4 durch
eine Kraft F aufnehmen kann.
[0077] Die Figur 1 rechts und die Figur 2 rechts zeigen die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung
in einer eingeklappten Stellung. Im Vergleich hierzu zeigt die Figur 2 links die Schutzvorrichtung
in der ausgeklappten Stellung. Die Figur 1 links zeigt die Schutzvorrichtung in einer
Zwischenstellung.
[0078] Die Figur 3 zeigt die Schutzvorrichtung in einer Stellung, in welcher Stellung die
Schutzvorrichtung sehr einfach an einem Schuh angelegt werden kann.
[0079] Die Figur 4 zeigt die Schutzvorrichtung in einer Stellung, in welcher Stellung die
Schutzvorrichtung auseinandergenommen ist. Das Gelenk 6 kann Steckelemente umfassen,
sodass das Schutzsohlenelement 1 von dem Schutzkappenelement 4 trennbar ist.
[0080] Die Figur 5 zeigt die Schutzvorrichtung in einer Ansicht von hinten.
[0081] Die Figur 6 zeigt die Schutzvorrichtung in einer Ansicht von vorne.
[0082] Es ist in der obigen Beschreibung erwähnt, dass die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung
auf die Außenseite des Schuhs aufgeklemmt werden kann. Die erforderliche Klemmkraft
wird durch das Federelement 10 aufgebracht, wobei das Schutzsohlenelement 1 und das
Schutzkappenelement 4 unter Zusammenklappen um das Gelenk 6 an die Außenoberfläche
des Schuhs gedrückt werden.
[0083] Ergänzend oder alternativ zu der oben erwähnten lösbaren Befestigung der Schutzvorrichtung
1 an dem Schuh kann das Schutzsohlenelement 1 über eine lösbare mechanische Verbindung
wie beispielsweise und sohin keinesfalls einschränkend über eine Schraube, eine Rastverbindung
an der Schuhsohle befestigt sein. Vorzugsweise erlaubt die mechanische Verbindung
wie beispielsweise die Rastverbindung eine Befestigung des Schutzsohlenelementes 1
an der Schuhsohle unter Ausübung eines im Wesentlichen vertikalen Drucks.
[0084] Weiters ergänzend oder alternativ zu der oben erwähnten lösbaren Befestigung der
Schutzvorrichtung an dem Schuh kann das Schutzkappenelement 4 mit der Vorderkappe
über eine lösbare mechanische Verbindung verbunden sein.
[0085] In der obigen Beschreibung ist erwähnt, dass die Schutzvorrichtung an dem Schuh lösbar
befestigbar ist. Die Erfindung ist keinesfalls auf eine lösbare Befestigung beschränkt.
Die Befestigung der Schutzvorrichtung am Schuh kann auch nicht lösbar und somit starr
ausgebildet sein. Die Schutzvorrichtung kann auch zwischen Lagen der Vorderkappen
und Lagen der Schuhsohle eingebettet sein.
[0086] Ein Schuh kann eine Vorrichtung zum Schließen des Schuhs wie beispielsweise ein Schuhband,
Klettband umfassen. Die Schutzvorrichtung kann über diese Vorrichtung zum Schließen
des Schuhs am Schuh befestigt sein. Bei der Verwendung des Schuhbandes zum Befestigen
der Schutzvorrichtung am Schuh kann die Schutzvorrichtung Löcher aufweisen, durch
welche Löcher der Benutzer das Schuhband führen kann.
[0087] Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann in zumindest Teilbereichen aus einem
elastisch verformbaren Werkstoff hergestellt sein. Es können das Schutzsohlenelement
1 und/oder das Schutzkappenelement 4 unter einer elastischen Deformation und Vorspannung
dieses oder dieser auf den Schuh aufgebracht werden. Die Vorspannung bewirkt eine
lösbare mechanische Verbindung zwischen dem Schuh und der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung.
[0088] Es ist oben die beispielhafte Ausbildung der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung
aus Kunststoff, insbesondere faserbewehrten Kunststoff erwähnt. Es können Teilbereiche
der Schutzvorrichtung aus einem elastischen Kunststoff hergestellt sein.
[0089] Es kann auch das Schuhsohlenelement 1 mit dem Rand 3 als eine Teilbereiche des Schuhs
umhüllende Form ausgebildet sein, dass das Schuhsohlenelement 1 unter Deformation
von Teilbereichen des Schuhs auf den Schuh aufbringbar ist. Diese lösbare mechanische
Befestigung ist insbesondere für Schuhe mit einer Schuhsohle aus Gummi, einem Werkstoff
wie PU, TPE oder Kautschuk geeignet.
[0090] Es kann auch das Schutzsohlenelement 1 in seinem die Unterseite 3 ausbildenden Teilbereich
Ausnehmungen zur Aufnahme von Profilstollen des Schuhs aufweisen. Es kann unter Einbringung
und Deformation der Profilstollen des Schuhs eine lösbare mechanische Verbindung zwischen
dem Schuh und dem Schutzsohlenelement 1 hergestellt werden.
[0091] Die Figur 4 zeigt eine mögliche Ausformung des Gelenkes 6, wobei das Gelenk 6 selbst
in einer auseinandergenommenen Stellung gezeigt wird. Das Gelenk 6 umfasst eine durch
das Schutzkappenelement 4 ausgebildete Lasche 16, welche Lasche 16 in einer Ausnehmung
17 (siehe Figur 6) beim Zusammenfügen von Schutzkappenelement 4 und Schutzsohlenelement
1 eingebracht wird. Der Fachmann kennt derartige Gelenke mit einer Lasche und einer
Ausnehmung.
[0092] Die Lasche 16 und die Ausnehmung 17 können so ausgebildet sein, dass ein Bewegen
und insbesondere ein Auseinanderklappen des Schutzsohlenelementes 1 und des Schutzkappenelementes
4 eine Deformation der Lasche 16 und/oder der Ausnehmung 17 hervorruft. Bei Ausbildung
von zumindest der Lasche 16 und/oder der Ausnehmung 17 aus einem elastischen Werkstoff
kann so eine Federwirkung erreicht werden. Beispielsweise können die Lasche 16 und/oder
die Ausnehmung 17 als Federelement 10 und als Gelenk 6 wirken.
[0093] Die Schutzvorrichtung kann in dem Schutzsohlenelement 1 und in dem Schutzkappenelement
4 Ausnehmungen 17 aufweisen. Die Ausnehmungen 17 können in Bereichen angeordnet sein,
in welchen Bereichen der Schuh eine weitere Deformation aufweist, welche weitere Deformation
nicht durch die Klappbewegung 9 der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung beantwortbar
ist.
[0094] Die Figur 7 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0095] Die weitere Ausführungsform betrifft gleichsam wie die oben beschriebene Ausführungsform
eine Schutzvorrichtung zum Anbringen an einen Schuh. Wenngleich ein Schuh in der Figur
7 nicht eingetragen ist, wird durch die folgende Diskussion auch die Kombination des
Schuhs mit der Schutzvorrichtung offenbart.
[0096] Die Figur 7 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Schutzvorrichtung zum Anbringen
an einen Schuh,
welcher Schuh der gängigen Lehre folgend eine Schuhsohle und Vorderkappe umfasst.
[0097] Die Schutzvorrichtung umfasst ein Schutzsohlenelement 1 und ein Schutzkappenelement
4, welches Schutzsohlenelement 1 an die Schuhsohle anlegbar ist und eine an die Form
der Schuhsohle angepasste Sohlenform aufweist,
welches Schutzkappenelement 4 an die Vorderkappe anlegbar ist und eine an die Form
der Vorderkappe angepasste Kappenform aufweist,
wobei das Schutzsohlenelement 1 und das Schutzkappenelement 4 über ein durch ein deformierbares
Werkstück ausgebildetes Gelenk 6 miteinander verbunden sind,
durch welches Gelenk 6 die vorderen Bereiche 5 des Schutzsohlenelementes 1 und des
Schutzkappenelementes 4 zueinander drehbar verbunden sind,
durch welches Gelenk 6 die Schutzvorrichtung von einer ausgeklappten Stellung in eine
eingeklappte Stellung bewegbar ist.
[0098] Die in Figur 7 gezeigte weitere Ausführungsform unterscheidet sich somit von der
in den Figuren 1 bis 6 gezeigten Ausführungsform durch die Ausbildung des Gelenkes.
[0099] Die in Figur 7 gezeigte Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass das Gelenk 6
aus einem deformierbaren Werkstück hergestellt ist. Das Gelenk 6 kann beispielsweise
aus einem elastischen Werkstoff wie einem Gummi hergestellt sein.
[0100] Die Vorrichtung kann sich weiters dadurch auszeichnen, dass
die Vorrichtung ein Federelement 10 umfasst,
welches Federelement 10 in der ausgeklappten Stellung vorgespannt ist. Es können das
Gelenk 6 und das Federelement aus dem gleichen Werkstoff ausgebildet sein.
[0101] Die in Figur 7 gezeigte Vorrichtung kann sich dadurch auszeichnen, dass die Vorrichtung
ein Feststellelement zum lösbaren Feststellen des Schutzsohlenelementes 1 und des
Schutzkappenelementes 4 in der eingeklappten Stellung und/oder in der ausgeklappten
Stellung umfasst. Das Feststellelement kann Reibflächen 11, 12 umfassen, welche Reibflächen
11, 12 in der eingeklappten Stellung oder in der ausgeklappten Stellung in Kontakt
bringbar sind.
[0102] Während bei der in den Figuren 1 bis 6 gezeigten Vorrichtung das Federelement ausschließlich
im Bereich des Gelenks 6 angeordnet ist, ist bei der in Figur 7 gezeigten Vorrichtung
das Federelement im Bereich des Gelenkes 6 und ergänzend im hinteren Bereich, im Bereich
des Feststellelementes angeordnet.
1. Schutzvorrichtung zum Anbringen an einen Schuh,
welcher Schuh eine Schuhsohle und Vorderkappe umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schutzvorrichtung ein Schutzsohlenelement (1) und ein Schutzkappenelement (4)
umfasst,
welches Schutzsohlenelement (1) an die Schuhsohle anlegbar ist und eine an die Form
der Schuhsohle angepasste Sohlenform aufweist,
welches Schutzkappenelement (4) an die Vorderkappe anlegbar ist und eine an die Form
der Vorderkappe angepasste Kappenform aufweist,
wobei das Schutzsohlenelement (1) und das Schutzkappenelement (4) über ein Gelenk
(6) miteinander verbunden sind,
durch welches Gelenk (6) die vorderen Bereiche (5) des Schutzsohlenelementes (1) und
des Schutzkappenelementes (4) zueinander drehbar verbunden sind,
durch welches Gelenk (6) die Schutzvorrichtung von einer ausgeklappten Stellung in
eine eingeklappte Stellung bewegbar ist, wobei
das Schutzkappenelement (4) mit der Vorderkappe über eine lösbare Verbindung verbunden
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gelenk (6) als ein mechanisches Gelenk ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das mechanische Gelenk (6) eine Gelenksachse (7) umfasst, welche Gelenksachse (7)
in einem Winkel von 90 Grad zu einer Längsachse (8) des Schuhs angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gelenk (6) aus einem deformierbaren Werkstück hergestellt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung ein Federelement (10) umfasst,
welches Federelement (10) in der ausgeklappten Stellung vorgespannt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gelenk (6) das Federelement (10) umfasst.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Federelement (10) eine Drehfeder umfasst.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung ein Feststellelement zum lösbaren Feststellen des Schutzsohlenelementes
(1) und des Schutzkappenelementes (4) in der eingeklappten Stellung und/oder in der
ausgeklappten Stellung umfasst.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Feststellelement Reibflächen (11, 12) umfasst,
welche Reibflächen (11, 12) in der eingeklappten Stellung oder in der ausgeklappten
Stellung in Kontakt bringbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
das Schutzsohlenelement (1) mit der Schuhsohle lösbar verbunden ist.