[0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungssystem zur bereichsweisen Außenreinigung von
Dosenrohlingen, ein Verfahren zur bereichsweisen Außenreinigung von Dosenrohlingen,
eine Verwendung eines Reinigungssystems zur bereichsweisen Außenreinigung von Dosenrohlingen
und ein Digitaldrucksystem für Dosenrohlinge.
[0002] Bei den Dosenrohlingen handelt es sich beispielsweise um Getränkedosenrohlinge aus
Metall oder um Getränkeflaschenrohlinge aus Kunststoff oder aus Metall oder um Aerosoldosenrohlinge
aus Metall. Bevorzugt wird davon ausgegangen, dass die Dosenrohlinge rotationssymmetrisch
ausgebildet sind und beispielsweise in einem Umformprozess aus einem scheibenförmigen
Metall-Grundkörper, insbesondere einer Aluminiumronde, oder in einem Kunststoff-Spritzgussprozess
oder einem Kunststoff-Blasformprozess hergestellt werden. Bei einer Herstellung der
Dosenrohlinge kann vorgesehen sein, dass der jeweilige Dosenrohling zumindest bereichsweise
mit einem Trennmittel oder einem Schmiermittel benetzt wird, um einen Herstellungsschritt,
beispielsweise einen Einziehvorgang an einem Dosenrohling aus Metall, durchführen
zu können. Dadurch kann die Problemstellung auftreten, dass ein Bereich der Außenoberfläche
des Dosenrohlings, der in einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt mit einem Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren
bedruckt werden soll, aufgrund der Benetzung mit dem Trennmittel oder Schmiermittel
ungünstige Hafteigenschaften für die im Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren aufzubringende
Druckfarbe aufweist.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Reinigungssystem zur bereichsweisen
Außenreinigung von Dosenrohlingen, ein Verfahren zur bereichsweisen Außenreinigung
von Dosenrohlingen, eine Verwendung eines Reinigungssystems zur bereichsweisen Außenreinigung
von Dosenrohlingen und ein Digitaldrucksystem für Dosenrohlinge bereitzustellen, mit
denen eine effiziente und umweltschonende Reinigung der Dosenrohlinge erzielt werden
kann.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Erfindungsaspekt durch ein Reinigungssystem
zur bereichsweisen Außenreinigung von Dosenrohlingen gelöst, das eine Fördereinrichtung
zur Förderung von Dosenrohlingen längs eines Bewegungswegs mit einer überlagerten
Rotationsbewegung um eine quer zum Bewegungsweg ausgerichtete Rotationsachse, eine
Reinigungseinrichtung mit einem Reinigungsband, dessen Außenoberfläche eine Reinigungsstrecke
bestimmt, die zumindest abschnittsweise längs des Bewegungswegs erstreckt ist und
die für einen Berührkontakt zwischen dem Reinigungsband und einem Oberflächenbereich
der Dosenrohlinge ausgebildet ist aufweist.
[0005] Mit dem Reinigungssystem soll ein Bereich einer Außenoberfläche des Dosenrohlings
gereinigt werden, der anschließend mit einem Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren bedruckt
werden soll. Hierdurch wird nicht ausgeschlossen, dass auch weitere Bereiche der Außenoberfläche
des Dosenrohlings mit dem Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren bedruckt werden. Die
bereichsweise Reinigung der Außenoberfläche des Dosenrohlings findet in demjenigen
Bereich der Außenoberfläche statt, die in einem vorausgegangenen Herstellungsschritt
für den Dosenrohling mit einem Schmiermittel oder einem Trennmittel benetzt wurde
und dadurch ohne die Durchführung des Reinigungsvorgangs eine zuverlässige Anhaftung
der im Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren aufbrachten Druckfarbe in Frage stellen
würde.
[0006] Beispielsweise ist bei einer Getränkedose aus Metall, die mit einer Bedruckung im
Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren versehen werden soll, vor der Durchführung dieser
Bedruckung ein Deformationsschritt im Bereich der Dosenöffnung vorgesehen, der als
Einziehvorgang durchgeführt wird und zu einer Verengung der Dosenöffnung führt. Um
diesen Einziehvorgang durchführen zu können, wird der Dosenrohling von dem Einziehvorgang
im Bereich der Dosenöffnung umlaufend mit Schmiermittel benetzt. Bei dem Schmiermittel
handelt es sich vorzugsweise um ein lebensmittelechtes Schmiermittel, das von den
zuständigen Lebensmittelbehörden für den menschlichen Verzehr zugelassen ist und daher
auf dem Dosenrohling verbleiben kann.
[0007] Um die Anhaftung der im Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren aufzubringenden Druckfarbe
nicht nur in Bereichen der Außenoberfläche abseits der Schmiermittelbenetzung, sondern
auch in dem vom Schmiermittel benetzten Bereich der Außenoberfläche gewährleisten
zu können, ist für diesen Bereich der Außenoberfläche eine Reinigung vorzusehen, mit
der zumindest eine Reduzierung der Schmiermittelmenge auf der Außenoberfläche des
Dosenrohlings erzielt werden soll. Prinzipiell könnte hierzu ein thermisches Verfahren
zur Verdampfung des Schmiermittels eingesetzt werden, das jedoch nachteilig im Hinblick
auf Energieeffizienz und Umweltbelastungen durch Schmiermitteldämpfe ist. Alternativ
könnte ein Waschverfahren eingesetzt werden, bei dem jedoch aufgrund der nachfolgend
notwendigen Trocknung des Dosenrohlings ebenfalls die Energieeffizienz als nachteilig
anzusehen ist und je nach verwendetem Waschmittel auch auf der Außenoberfläche des
Dosenrohlings verbleibende Waschmittelrückstände problematisch für die Anhaftung der
Druckfarbe sein können.
[0008] Mit Hilfe des Reinigungsbands der Reinigungseinrichtung wird hingegen eine mechanische
Reinigung des Bereichs der Außenoberfläche des Dosenrohlings vorgenommen, bei dem
durch eine Relativbewegung zwischen dem Dosenrohling und dem saugfähig, insbesondere
schwammartig, ausgebildeten Reinigungsband eine Reduzierung der Schmiermittelmenge
auf der Außenoberfläche des Dosenrohlings um 50 bis 90 Prozent verwirklicht werden
kann. Ferner wird durch die Reibung zwischen dem Reinigungsband und der Außenoberfläche
des Dosenrohlings, die bei der Relativbewegung auftritt, eine gleichmäßige Verteilung
der auf der Außenoberfläche des Dosenrohlings verbleibenden Schmiermittelmenge erreicht.
Da das Schmiermittel aufgrund der Oberflächenenergie der typischerweise lackierten
Außenoberfläche und seiner eigenen Oberflächenspannung zur Tröpfchenbildung neigt,
wird durch die Reduzierung der Schmiermittelmenge in Verbindung mit der auftretenden
Reibung erreicht, dass nach dem Reinigungsvorgang auf der Außenoberfläche eine Vielzahl
von Schmiermitteltröpfchen verbleibt, die jedoch so klein sind, dass sie durch die
im Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren abgegebenen Tintentröpfchen in einer Weise überdeckt
werden, dass die Anhaftung der Tintentröpfchen an der Außenoberfläche nicht in Frage
gestellt ist. Ferner sind die Schmiermitteltröpfchen vorzugsweise so klein, dass die
Tintentröpfchen stabil genug sind, um auch bei einem späteren Reibungskontakt der
bedruckten Außenoberfläche des Dosenrohlings mit anderen Gegenständen ein Durchbrechen
des Schmiermitteltröpfchens durch die vom überdeckenden Tintentröpfchen gebildete
Deckschicht zu verhindern.
[0009] Für eine effiziente Durchführung des Reinigungsvorgangs mit der Reinigungseinrichtung
weist das Reinigungssystem eine Fördereinrichtung auf, die dazu ausgebildet ist, die
Dosenrohlinge längs eines Bewegungswegs zu fördern und dabei eine Rotationsbewegung
auf die Dosenrohlinge aufzuprägen, wobei eine Rotationsachse dieser Rotationsbewegung
quer zum Bewegungsweg ausgerichtet ist. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass
der Bewegungsweg geradlinig in horizontaler Richtung ausgerichtet ist und dass eine
Reinigung von rotationssymmetrisch ausgebildeten, insbesondere im Wesentlichen kreiszylindrisch
ausgebildeten, Dosenrohlingen vorgenommen werden soll. Diese Dosenrohlingen können
beispielsweise mittels einer dem Reinigungssystem vorgelagerten Fördersystem, beispielsweise
einem Förderband, an das Reinigungssystem zugeführt werden und durchlaufen das Reinigungssystem
längs des Bewegungswegs. Da die Fördereinrichtung dazu ausgebildet ist, die Dosenrohlinge
zusätzlich in eine Rotationsbewegung zu versetzen, die quer zum Bewegungsweg ausgerichtet
ist, kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Dosenrohlinge um ihre in vertikaler
Richtung und damit quer zum horizontalen Bewegungsweg ausgerichteten Rotationssymmetrieachsen
rotieren.
[0010] Das Reinigungsband ist dabei für einen bereichsweisen Berührkontakt mit der Außenoberfläche
der Dosenrohlinge an der Fördereinrichtung angeordnet. Der Bereich der Außenoberfläche
des Reinigungsbands, der bei der Förderung von Dosenrohlingen längs des Bewegungswegs
in Berührkontakt mit der Außenoberfläche der Dosenrohlinge kommt, wird auch als Reinigungsstrecke
bezeichnet. Diese Reinigungsstrecke ist längs des Bewegungswegs erstreckt, wobei der
Bewegungsweg länger als die Reinigungsstrecke sein kann.
[0011] Das Reinigungsband kann aus einem einzigen Material, beispielsweise einem zum Aufsaugen
des Schmiermittels geeigneten Naturmaterial oder Kunststoffmaterial hergestellt sein.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Reinigungsband mehrschichtig aufgebaut ist und
eine flexible, dimensionsstabile Trägerschicht und eine saugfähig für das Schmiermittel
ausgebildete, elastische Saugschicht aus einem Naturmaterial oder Kunststoffmaterial
aufweist. Dabei besteht die Aufgabe der Trägerschicht in der Übertragung von Kräften
zwischen der Reinigungseinrichtung und den Dosenrohlingen, während die Aufgabe der
elastischen Saugschicht darin besteht, unter Einwirkung der von den zwischen Reinigungseinrichtung
und Dosenrohling eine elastische Anpassung an die Außenoberfläche der Dosenrohlinge
zu vollziehen. Durch diese elastische Anpassung soll gewährleistet werden, dass während
der Relativbewegung zwischen Reinigungsband und Dosenrohling ein möglichst großer
Anteil des Schmiermittels von der Saugschicht aufgenommen werden kann und dass das
auf der Außenoberfläche des Dosenrohlings verbleibende Schmiermittel möglichst fein
verteilt wird.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0013] Zweckmäßig ist es, wenn die Reinigungseinrichtung eine Bandführung für das Reinigungsband
aufweist, wobei die Bandführung eine Antriebseinrichtung umfasst, die für eine lineare
Bewegung des Reinigungsbands längs der Reinigungsstrecke ausgebildet ist. Die Bandführung
hat die Aufgabe, das Reinigungsband in einer Weise zu führen, mit der die gewünschte
Kraftübertragung vom Reinigungsband auf die Dosenrohlinge ermöglicht wird. Ferner
hat die Bandführung die Aufgabe, eine lineare Bewegung auf das Reinigungsband längs
der Reinigungsstrecke einzuleiten, um die gewünschte Relativbewegung zwischen der
Außenoberfläche des Dosenrohlings und dem Reinigungsband hervorzurufen. Dabei kann
wahlweise eine Gleichlaufbewegung oder eine Gegenlaufbewegung oder ein Wechsel zwischen
einer Gleichlaufbewegung und einer Gegenlaufbewegung zwischen Reinigungsband und Dosenrohling
vorgesehen werden. Bei einer Gleichlaufbewegung ist eine lokale Bewegungsrichtung
des Reinigungsbands an einer Berührstelle mit dem Dosenrohling in gleicher Richtung
wie eine lokale Bewegungsrichtung des Dosenrohlings an dieser Berührstelle ausgerichtet.
Um hierbei die gewünschte Relativbewegung zwischen Dosenrohling und Reinigungsband
zu bewirken, unterscheiden sich die lokalen Bewegungsgeschwindigkeiten von Dosenrohling
und Reinigungsband an der Berührstelle. Bei einer Gegenlaufbewegung ist die lokale
Bewegungsrichtung des Reinigungsbands an der Berührstelle mit dem Dosenrohling in
entgegengesetzter Richtung wie die lokale Bewegungsrichtung des Dosenrohlings an dieser
Berührstelle ausgerichtet. Ein Wechsel zwischen Gleichlaufbewegung und Gegenlaufbewegung
kann beispielsweise durch eine lineare Oszillationsbewegung des Reinigungsbands erzielt
werden.
[0014] Die Gleichlaufbewegung und/oder Gegenlaufbewegung des Reinigungsbands wird durch
eine Antriebseinrichtung hervorgerufen, bei der es sich um einen elektrischen oder
hydraulischen oder pneumatischen Antrieb handeln kann, der dazu ausgebildet ist, das
Reinigungsband im Bereich der Reinigungsstrecke linear zu bewegen. Hierzu kann ein
reiner Linearantrieb wie beispielsweise ein elektrischer Linearsteller oder ein hydraulisch
oder pneumatisch betriebener Teleskopzylinder verwendet werden. Alternativ ist vorgesehen,
das die Antriebseinrichtung für eine Bereitstellung einer Rotationsbewegung ausgebildet
ist und das Reinigungsband beispielsweise von einer Spule abgewickelt oder auf eine
Spule aufgewickelt werden kann, wobei in diesem Fall vorzugsweise eine zweite Spule
vorgesehen ist, auf die das Reinigungsband aufgewickelt oder von der das Reinigungsband
abgewickelt wird. Beispielhaft kann das Reinigungsband in einer Kassette aufgenommen
sein, in der zwei Spulen drehbar gelagert sind, wobei die Antriebseinrichtung eine
der Spulen antreibt, um das Reinigungsband auf diese Spule aufzuwickeln und dabei
von der anderen Spule abzuwickeln. Dabei erstreckt sich die Reinigungsstrecke zwischen
den beiden Spulen, wobei Führungsmittel für das Reinigungsband vorgesehen sein können,
um stets einen parallelen Verlauf des Reinigungsbands längs der Reinigungsstrecke
zu gewährleisten.
[0015] Vorteilhaft ist es, wenn die Bandführung abseits der Reinigungsstrecke eine Bandwascheinrichtung
für das Reinigungsband aufweist, die für eine Durchlaufwäsche für das Reinigungsband
ausgebildet ist. Die Bandwascheinrichtung dient dazu, das Reinigungsband, das nach
einem Berührkontakt mit der Außenoberfläche der Dosenrohlinge mit Schmiermittel verunreinigt
ist, einem Waschvorgang zuzuführen, bei dem zumindest der überwiegende Teil des Schmiermittels
aus dem Reinigungsband entfernt wird. Dementsprechend ist die Bandwascheinrichtung
stromab der Reinigungsstrecke angeordnet, so dass das Reinigungsband erst dann die
Bandwascheinrichtung durchläuft, nachdem es die Reinigungsstrecke passiert hat und
das Schmiermittel von den Dosenrohlingen aufgenommen hat. Für die Durchführung des
Waschvorgangs ist vorgesehen, dass das Reinigungsband die Bandwascheinrichtung längs
eines geradlinigen oder zumindest abschnittsweise gekrümmten Reinigungspfads durchläuft
und somit eine Relativbewegung, die auch als Durchlaufbewegung bezeichnet wird, vollzieht.
Die Bandwascheinrichtung kann eine oder mehrere Sprühdüsen aufweisen, mit denen eine
Waschflüssigkeit, beispielsweise mit einer fettlösenden Substanz versetztes Wasser,
auf die Außenoberfläche des Reinigungsbands aufgesprüht wird. Ergänzend oder alternativ
kann die Bandwascheinrichtung eine Waschtrommel aufweist, die von dem Reinigungsband
zumindest teilweise umschlungen wird und die eine perforierte Oberfläche aufweist,
aus der Waschflüssigkeit in das Reinigungsband gepresst werden kann. Die Bandwascheinrichtung
kann als geschlossenes System ausgebildet sein, bei dem die an das Reinigungsband
abgegebene Waschflüssigkeit innerhalb der Bandwascheinrichtung verbleibt und beispielsweise
in einem Kreislaufprozess umgewälzt wird. Alternativ kann die Bandwascheinrichtung
als offenes System ausgebildet sein, bei dem überschüssige Waschflüssigkeit die Bandwascheinrichtung
verlassen kann und beispielsweise in eine unterhalb der Bandwascheinrichtung angeordnete
Auffangwanne abtropfen kann.
[0016] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Bandführung abseits
der Reinigungsstrecke eine Bandtrocknungseinrichtung für das Reinigungsband aufweist,
die für eine Durchlauftrocknung für das Reinigungsband ausgebildet ist. Da eine Trocknung
des Reinigungsbands erst dann vorzunehmen ist, wenn das Reinigungsband bereits die
Bandwascheinrichtung passiert hat, ist die Bandtrocknungseinrichtung stromab der Bandwascheinrichtung
und damit auch stromab der Reinigungsstrecke angeordnet. Die Bandtrocknungseinrichtung
ist wie die Bandwascheinrichtung für eine Behandlung des Reinigungsbands im Durchlaufverfahren
ausgebildet und weist hierzu wenigstens eine Trocknungskomponente aus der Gruppe:
Quetschwalze, Lochtrommel, Absaugeinrichtung auf. Eine Quetschwalze ist drehbar an
einem Maschinengestell des Reinigungssystems gelagert und komprimiert das Reinigungsband
lokal, um durch die elastische Deformation des Reinigungsband die im Reinigungsband
aufgesaugte Waschflüssigkeit zusammen mit dem Schmiermittel aus dem Reinigungsband
zu pressen. Beispielhaft kann vorgesehen sein, dass das Reinigungsband durch einen
Quetschspalt geführt wird, der von zwei gegenüberliegend angeordneten Quetschwalzen
oder von einer Quetschwalze und einer gegenüberliegend angeordneten Gleitfläche begrenzt
wird. Ergänzend oder alternativ kann eine Lochtrommel eingesetzt werden, um das Reinigungsband
zu trocknen. Eine Lochtrommel ist beispielsweise als kreiszylindrische Hülse ausgebildet,
die drehbar an einem Maschinengestell des Reinigungssystems gelagert ist, wobei in
der Wand der Hülse eine Vielzahl von Löchern eingebracht ist. Ferner ist vorgesehen,
dass die Lochwalze zumindest teilweise von dem Reinigungsband umschlungen ist, wobei
aufgrund einer Vorspannung, die auf das Reinigungsband ausgeübt wird, eine Kompressionswirkung
für das Reinigungsband im Bereich der Lochtrommel vorliegt und Waschflüssigkeit und
Schmiermittel durch die Löcher in das Innere der Lochwalze abfließen können, um von
dort durch eine stirnseitige Öffnung der Lochwalze abzuströmen. Bei einer Absaugeinrichtung
wird eine unmittelbar gegenüberliegend zum Reinigungsband angeordnet Saugdüse mit
Unterdruck beaufschlagt, um Waschflüssigkeit und Schmiermittel aus dem Reinigungsband
abzusaugen.
[0017] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein erster Endbereich
der Reinigungsstrecke von einer der Bandführung zugeordneten ersten Umlenkrolle bestimmt
wird, die zumindest bereichsweise von dem Reinigungsband umschlungen ist, und dass
ein zweiter Endbereich der Reinigungsstrecke von einer der Bandführung zugeordneten
zweiten Umlenkrolle bestimmt wird, die zumindest bereichsweise von dem Reinigungsband
umschlungen ist. Hierdurch wird eine vorteilhafte Positionierung des Reinigungsbands
längs der Reinigungsstrecke verwirklicht. In Abhängigkeit von einer Vorspannung des
Reinigungsbands verläuft die Reinigungsstrecke entweder geradlinig oder bogenförmig
zwischen der ersten und der zweiten Umlenkrolle und liegt stets jeweils tangential
an den beiden Umlenkrollen an.
[0018] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Reinigungsband als endlos umlaufender Ring ausgebildet
ist. Hierdurch kann das Reinigungsband in einer fortlaufenden, unendlichen Umlaufbewegung
längs der Reinigungsstrecke geführt werden und abseits der Reinigungsstrecke beispielsweise
unter Zuhilfenahme einer Bandwascheinrichtung und einer Bandtrocknungseinrichtung
derart aufbereitet werden, dass längs der Reinigungsstrecke stets eine vorteilhafte
Reinigungswirkung durch das Reinigungsband gewährleistet werden kann.
[0019] Zweckmäßig ist es, wenn die Fördereinrichtung ein endlos umlaufendes Förderband aufweist,
das eine erste Riemenscheibe bereichsweise umschlingt, die einen Anfang des Bewegungswegs
bestimmt, und das eine zweite Riemenscheibe bereichsweise umschlingt, die ein Ende
des Bewegungswegs bestimmt, wobei das Förderband eine weitere Riemenscheibe bereichsweise
umschlingt, die einem Antriebsmotor zugeordnet ist. Hierdurch kann die Fördereinrichtung
eine fortlaufende Förderbewegung für die Dosenrohlinge längs des Bewegungswegs bereitstellen,
was insbesondere in der Massenproduktion von Dosenrohlingen von Interesse ist. Der
Antriebsmotor ist zur Bereitstellung einer Rotationsbewegung auf die weitere Riemenscheibe
ausgebildet und bewirkt hierdurch den endlosen Umlauf des Förderbands auch um die
erste und die zweiten Riemenscheibe.
[0020] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass gegenüberliegend
zu einem zwischen der ersten Riemenscheibe und der zweiten Riemenscheibe erstreckten
Förderbandabschnitt eine parallel zum Bewegungsweg ausgerichtete Abrollfläche angeordnet
ist, die zusammen mit dem Förderbandabschnitt einen Förderspalt für die Dosenrohlinge
bestimmt, der auf einen Außendurchmesser der Dosenrohlinge abgestimmt ist. Die Abrollfläche
ist für eine Abstützung der typischerweise kreiszylindrischen Seitenwände der Dosenrohlinge
vorgesehen. Dabei ist ein Abstand zwischen dem Förderbandabschnitt und der Abrollfläche
derart bemessen, dass eine Kraftübertragung zwischen Förderband und Abrollfläche in
einer normal zur Abrollfläche ausgerichteten Raumrichtung stattfindet. Aus dieser
Kraftübertragung resultiert eine Normalkraft, die von der Abrollfläche auf die Seitenwände
der Dosenrohlinge einwirkt. Diese Normalkraft bestimmt zusammen mit einem Haftreibungskoeffizienten,
der von den Materialeigenschaften der Außenoberflächen der Dosenrohlinge und den Materialeigenschaften
der Abrollfläche abhängt, eine in Richtung des Bewegungswegs ausgerichtete Haftreibungskraft.
Diese Haftreibungskraft resultiert in einem Drehmoment auf den Dosenrohling und ruft
die gewünschte Rotationsbewegung für den Dosenrohling hervor, die der Linearbewegung
des Dosenrohlings überlagert wird, wenn dieser längs des Bewegungswegs gefördert wird.
Durch diese überlagerte Rotationsbewegung wird sichergestellt, dass der Dosenrohling
während der Förderung längs des Bewegungswegs über seinen gesamten Umfang in Kontakt
mit dem Reinigungsband kommt und somit eine vollständige Reinigung des mit Schmiermittel
Außenoberflächenbereichs des Dosenrohlings stattfindet.
[0021] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Abrollfläche und der Förderbandabschnitt parallel
zueinander ausgerichtet sind und dass die Außenoberfläche des Reinigungsbands in einem
Winkel zwischen 0 Grad und 45 Grad gegenüber der Abrollfläche oder gegenüber dem Förderbandabschnitt
ausgerichtet ist. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Winkel zwischen der Außenoberfläche
des Reinigungsbands und der Abrollfläche oder dem Förderbandabschnitt einstellbar
ist, damit ein möglichst großflächiger Kontakt zwischen dem Reinigungsband und dem
Dosenrohling gewährleistet werden kann. Die Winkeleinstellung für das Reinigungsband
hängt insbesondere von der Geometrie des Dosenrohlings ab, der üblicherweise im Bereich
seiner Öffnung konusförmig verjüngt ausgebildet ist.
[0022] Vorteilhaft ist es, wenn zwischen einer vom Förderbandabschnitt bestimmten Förderebene
und einer von der Abrollfläche bestimmten Abrollebene eine zumindest längs des Bewegungswegs
erstreckte Transporteinrichtung angeordnet ist, die ein umlaufendes Transportband
aufweist, das für eine Auflage eines Bodenbereichs des Dosenrohlings ausgebildet ist.
Die Aufgabe der Transporteinrichtung besteht darin, eine zusätzliche Abstützung für
die Dosenrohlinge zu gewährleisten, damit diese in einer statisch bestimmten Weise
längs des Bewegungswegs geführt werden können. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der
Bewegungsweg in horizontaler Richtung ausgerichtet ist und dass das Transportband,
das beispielsweise als endloser Riemen oder als endlose Gliederkette ausgebildet sein
kann, in vertikaler Richtung unterhalb des Förderbandabschnitts und der Abrollfläche
angeordnet ist und eine horizontal ausgerichtete Stützfläche für die Dosenrohlinge
bildet. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Dosenrohlinge mit dem Dosenboden
auf dem Transportband aufliegen, so dass die Öffnungen der Dosenrohlinge in vertikaler
Richtung oberhalb der Abrollfläche angesiedelt sind.
[0023] Die Aufgabe der Erfindung wird gemäß einem zweiten Erfindungsaspekt mit einem Verfahren
zur bereichsweisen Außenreinigung von Dosenrohlingen gelöst, das die folgenden Schritte
umfasst: Bewegen eines Förderbands längs eines Bewegungswegs, Zuführen eines Dosenrohlings
in einen Förderspalt, der von einem Förderbandabschnitt des Förderbands und einer
gegenüberliegend zum Förderbandabschnitt angeordneten Abrollfläche begrenzt wird,
um eine Förderung des Dosenrohlings längs eines Bewegungswegs mit einer überlagerten
Rotationsbewegung um eine quer zum Bewegungsweg ausgerichtete Rotationsachse zu bewirken,
um den Dosenrohling in Kontakt mit einem Reinigungsband zu bringen, dessen Außenoberfläche
eine Reinigungsstrecke bestimmt, die zumindest abschnittsweise längs des Bewegungswegs
erstreckt ist, wobei die Außenreinigung des Dosenrohling durch einen Berührkontakt
zwischen dem Reinigungsband und einem Oberflächenbereich der Dosenrohlinge hervorgerufen
wird.
[0024] Die Aufgabe der Erfindung wird gemäß einem dritten Erfindungsaspekt durch die Verwendung
eines erfindungsgemäßen Reinigungssystems zur bereichsweisen Außenreinigung von Dosenrohlingen
gelöst.
[0025] Die Aufgabe der Erfindung wird gemäß einem vierten Erfindungsaspekt mit einem Digitaldrucksystem
zur Bedruckung von Dosenrohlingen im Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren gelöst, das
ein erfindungsgemäßes Reinigungssystem und eine Digitaldruckmaschine umfasst, wobei
die Digitaldruckmaschine längs eines Förderwegs für Dosenrohlinge nachgelagert zu
dem Reinigungssystem angeordnet ist.
[0026] Mit einer Digitaldruckmaschine kann jeder Dosenrohling mit einem individuellen Dekor
versehen werden, alternativ können mehrere Dosenrohlinge mit dem gleichen Dekor versehen
werden. Bei dem Digitaldruckvorgang findet ein kontaktloser Auftrag von Tintentröpfchen,
die von einem oder mehreren Digital-Druckköpfen abgegeben werden, auf die Außenoberfläche
des Dosenrohlings statt. Die hierfür verwendete Druckfarbe wird üblicherweise nach
dem Auftrag auf die Außenoberfläche des Dosenrohlings mit ultraviolettem Licht ausgehärtet.
Damit eine vorteilhafte Bedruckung der Dosenrohlinge mit der Digitaldruckmaschine
vorgenommen werden kann, bei der die Anhaftung der Druckfarbe an der Außenoberfläche
der Dosenrohlinge möglichst nicht durch Schmiermittelreste beeinträchtigt wird, ist
die Digitaldruckmaschine derart in einer Dosenproduktionslinie angeordnet, dass die
zu bedruckenden Dosenrohlinge bereits mit dem Reinigungssystem gereinigt wurden, wenn
sie der Digitaldruckmaschine zugeführt werden.
[0027] Bei einer Weiterbildung des Digitaldrucksystems ist vorgesehen, dass die Digitaldruckmaschine
ein Maschinengestell mit einem drehbar gelagerten Werkstückrundtisch mit Dosenaufnahmen
zur Festlegung von vereinzelten Dosenrohlingen, eine Antriebseinrichtung zur Einleitung
einer Drehschrittbewegung auf den Werkstückrundtisch und wenigstens einen Tintenstrahl-Digitaldruckkopf
zur Bedruckung einer Außenoberfläche eines in einer Dosenaufnahme des Werkstückrundtischs
aufgenommenen Dosenrohlings aufweist.
[0029] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Hierbei zeigt:
- Figur 1
- eine streng schematische Darstellung eines Digitaldrucksystems mit einem Reinigungssystem
und einer Digitaldruckmaschine,
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung des Reinigungssystems gemäß der Figur 1, wobei das
Reinigungssystem eine Fördereinrichtung, eine Reinigungseinrichtung und eine Transporteinrichtung
umfasst,
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung der Reinigungseinrichtung und der Transporteinrichtung,
und
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung der Reinigungseinrichtung gemäß den Figuren 2 und
3 in einer Ansicht von unten.
[0030] Ein in der Figur 1 dargestelltes Digitaldrucksystem 1 umfasst ein Reinigungssystem
2 und eine Digitaldruckmaschine 81.
[0031] Die Digitaldruckmaschine 81 umfasst einen drehbar um eine Drehachse 82 gelagerten
Werkstückrundtisch 83 und mehrere, exemplarisch jeweils paarweise am Werkstückrundtisch
angebrachte Werkstückaufnahmen 84. Die Werkstückaufnahmen 84 sind mit nicht dargestellten
Antriebsmitteln um Rotationsachsen 85 individuell drehbar gelagert und zur Aufnahme
von hülsenförmigen Dosenrohlingen 3 ausgebildet. In einem von den Werkstückaufnahmen
84 bei einer Drehbewegung des Werkstückrundtischs 83 um die Drehachse 82 überstrichenen
ringförmigen Bereich 87, der sich in radialer Richtung um den Werkstückrundtisch 83
erstreckt, sind mehrere Arbeitsstationen 88 bis 98 angeordnet, die zu einer Bearbeitung
und/oder Prüfung der Dosenrohlinge 3 ausgebildet sind.
[0032] Die Arbeitsstation 88 ist eine Beladestation, an der die Dosenrohlinge 3 exemplarisch
paarweise auf die Werkstückaufnahmen 84 durch eine Transporteinrichtung 99, die mit
einem nicht näher dargestellten Beladesystem 7 gekoppelt ist, aufgeschoben werden.
Die Aufgabe des Beladesystems 7 besteht darin, die in einer Linie längs des Bewegungswegs
6 mit einer vertikalen Ausrichtung ihrer koaxial zur Rotationsachse 5 ausgerichteten
Rotationssymmetrieachse transportierten Dosenrohlinge 3 paarweise anzuordnen und in
eine horizontale Ausrichtung der Rotationssymmetrieachsen zu überführen, damit die
Arbeitsstation 88 die Dosenrohlinge 3 vom Beladesystem 7 aufnehmen und an die Digitaldruckmaschine
81 zuführen kann.
[0033] Exemplarisch wird an der Arbeitsstation 89 durch eine erste optische Abtastung der
Dosenrohlinge 3 eine rotatorische Position der Dosenrohlinge 3 bestimmt, beispielsweise
um eine korrekte rotatorische Ausrichtung der Dosenrohlinge 3 für einen an der Arbeitsstation
90 erfolgenden Druckvorgang zu gewährleisten. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung,
wenn die zu bedruckende Oberfläche der Gegenstände mit Merkmalen versehen ist, die
mit dem aufzubringenden Druckbild in vorgegebener Weise in Passung stehen sollen.
Bei diesen Merkmalen kann es sich beispielsweise um lokale Ein- und/oder Ausprägungen
(Embossing) in und/oder aus der Oberfläche der Dosenrohlinge 3 und/oder um vorbedruckte
Bereiche handeln, die ihrerseits als Grundierung für die nachfolgende Bedruckung dienen
sollen.
[0034] Die Arbeitsstation 90 ist als Tintenstrahldruckstation ausgebildet, an der die Dosenrohlinge
3 während einer Rotationsbewegung um jeweilige Rotationsachsen 85 unter Verwendung
wenigstens eines nicht dargestellten Tintenstrahldruckkopfs in einem vorgegebenen
Bereich, vorzugsweise über den jeweiligen Umfang, bedruckt werden.
[0035] Die Arbeitsstation 94 ist als Inspektionseinrichtung ausgebildet. Die weiteren Arbeitsstationen
91 bis 93 und 95 bis 97 dienen zur weiteren Bearbeitung der Dosenrohlinge 3, beispielsweise
zur Aushärtung des Druckbilds oder zur Aufbringung eines Schutzlacks auf die Bedruckung.
[0036] An der Arbeitsstation 98 findet ein Entladevorgang statt, bei dem die Dosenrohlinge
3 mit Hilfe einer Transporteinrichtung 100 von den dornartig ausgebildeten Werkstückaufnahmen
84 abgezogen werden und einem nicht näher dargestellten weiterführenden Transportsystem
zugeführt werden.
[0037] Der Werkstückrundtisch 84 führt zur schrittweisen Bearbeitung der Dosenrohlinge 3
an den jeweiligen Arbeitsstationen 88 bis 98 eine Drehschrittbewegung aus, bei der
die jeweils paarweise angeordneten Werkstückaufnahmen 84 aus einer der jeweiligen
Arbeitsstation 88 bis 98 gegenüberliegenden Position in eine der jeweils nachfolgenden
Arbeitsstation 88 bis 98 gegenüberliegenden Position transportiert werden, wobei die
Drehschrittbewegung als Abfolge einer Beschleunigung aus dem Stillstand, einer Abbremsung
aus der erreichten Zielgeschwindigkeit und einer nachfolgenden Stillstandszeit erfolgt.
Vorzugsweise ist ein nicht näher dargestellter Antrieb für den Werkstückrundtisch
83 derart ausgebildet, dass die Beschleunigung und Abbremsung des Werkstückrundtischs
83 in weiten Bereichen und die Stillstandszeit völlig frei einstellbar sind und an
die Erfordernisse der Bearbeitung der jeweiligen Dosenrohlinge 3 an den Arbeitsstationen
88 bis 98 angepasst werden können.
[0038] Stromauf der Digitaldruckmaschine 81 ist das Reinigungssystems 2 angeordnet, das
für eine zumindest bereichsweise Reinigung einer Umfangsfläche am Außenumfang der
Dosenrohlinge 3 ausgebildet ist, wie dies in den Figuren 2 bis 4 näher dargestellt
ist und nachstehend näher beschrieben wird.
[0039] Wie der Darstellung der Figur 1, die als Draufsicht in vertikaler Richtung nach unten
auf das Digitaldrucksystem 1 zu verstehen ist, werden die Dosenrohlinge 3 mit einer
Fördereinrichtung 21 längs eines rein exemplarisch in horizontaler Richtung ausgerichteten
Bewegungswegs 4 durch das Reinigungssystem 2 gefördert. Hierbei wird eine Überlagerung
einer Linearbewegung der Dosenrohlinge 3 längs des Bewegungswegs 4 und einer Rotationsbewegung
der Dosenrohlinge 3 um eine quer zum Bewegungsweg 4 und in der Darstellung der Figur
1 normal zur Darstellungsebene ausgerichtete Rotationsachse 5 hervorgerufen. Durch
diese Bewegungsüberlagerung wird bewirkt, dass die Dosenrohlinge 3 bei der Bewegung
längs des Bewegungswegs 4 über ihren gesamten Umfang, jedoch nicht notwendigerweise
über ihre gesamte Außenoberfläche, in Kontakt mit einer Reinigungsstrecke 52 einer
Reinigungseinrichtung 51 kommen, die sich abschnittweise längs des Bewegungswegs 4
erstreckt.
[0040] Die Reinigungsstrecke 52 verläuft parallel zum Bewegungsweg 4 und ist derart angeordnet,
dass ein Schulterbereich 8 der Dosenrohlinge 3 in Kontakt mit einem Reinigungsband
53 kommt und durch die Überlagerung der Linearbewegung und der Rotationsbewegung für
den Dosenrohling 3 eine Wischbewegung zwischen Reinigungsband 53 und Schulterbereich
8 hervorgerufen wird. Durch diese Wischbewegung kann ein wesentlicher Anteil eines
im Schulterbereich 8 aufgrund eines vorausgegangenen Umformungsschritts für den Dosenrohling
aufgebrachten Schmiermittels entfernt werden.
[0041] In der Figur 2 ist das Reinigungssystem 2, das in der Figur 1 schematisch dargestellt
ist, in einer perspektivischen Darstellung gezeigt. Das Reinigungssystem 2 umfasst
die Reinigungseinrichtung 51 und die Fördereinrichtung 21. Die nachstehende Beschreibung
bezieht sich auf die Figuren 2 bis 4:
Beispielhaft weist die Reinigungseinrichtung 51 einen rechteckigen Trägerrahmen 53
auf, an die die einzelnen Komponenten der Reinigungseinrichtung 51 angebracht sind.
Einige der Komponenten sind direkt am Trägerrahmen 53 angebracht, andere Komponenten
sind über nicht bezeichnete, rein exemplarisch plattenförmige Konsolen mit dem Trägerrahmen
53 verbunden.
[0042] Die Reinigungseinrichtung 51 umfasst einen am Trägerrahmen 53 angebrachten Antriebsmotor
54, eine Bandwascheinrichtung 55 und eine Bandtrocknungseinrichtung 56. Ferner umfasst
die Reinigungseinrichtung 51 rein exemplarisch insgesamt neun Umlenkrollen 61 bis
69, die teilweise nachstehend näher beschriebene spezifischen Funktionen wahrnehmen.
Die Umlenkrollen 61 bis 69 bilden dabei zusammen mit den nachstehend näher beschriebenen
Komponenten, die ebenfalls mit dem endlos umlaufenden, als geschlossener Ring ausgebildeten
Reinigungsband 71 zusammenwirken, die Bandführung.
[0043] Die erste Umlenkrolle ist an einer ersten Ecke 57 des Trägerrahmens 53 angeordnet
und dient zusammen mit der zweiten Umlenkrolle 62, die an einer zweiten Ecke 58 des
Trägerrahmens 53 angeordnet ist, zur Aufspannung des Reinigungsbands 71 längs der
Reinigungsstrecke 52. Um eine vorteilhafte Reinigungswirkung des Reinigungsbands 71
gewährleisten zu können, ist einer Rückseite des Reinigungsbands 71 eine zwischen
der ersten Umlenkrolle 61 und der zweiten Umlenkrolle 62 erstreckte Stützleiste 74
zugeordnet. Die Reinigungswirkung für die Dosenrohlinge 3 kann jedoch auch ohne die
Stützleiste 74 erzielt werden. Die Stützleiste 74 ist mittels einstellbarer Halter
12 mit dem Trägerrahmen 53 verbunden, wobei die Halter 75 für eine Positionseinstellung
der Stützleiste 74 in wenigstens einer Raumrichtung, vorzugsweise in zwei senkrecht
zueinander ausgerichteten Raumrichtungen, insbesondere in drei senkrecht zueinander
ausgerichteten Raumrichtungen, ausgebildet ist.
[0044] Am Ende der Reinigungsstrecke 52 umschlingt das Reinigungsband 71 abschnittsweise
die zweite Umlenkrolle 62 und verläuft dann in Richtung der dritten Umlenkrolle 63,
die als Antriebsrolle dient und eine Rotationsbewegung des Antriebsmotors 54 in eine
Umlaufbewegung des Reinigungsbands 71 umsetzt. Ausgehend von der dritten Umlenkrolle
63 verläuft das Reinigungsband 71 in Richtung der vierten Umlenkrolle 64, die Bestandteil
der Bandwascheinrichtung 55 ist. Beispielhaft ist vorgesehen, dass in der Bandwascheinrichtung
55 eine 180-Grad-Umschlingung der vierten Umlenkrolle 64 vorgesehen ist und dass benachbart
zur vierten Umlenkrolle 64 ein Sprühkopf 75 angeordnet ist. Der Sprühkopf 75 trägt
rein exemplarisch zwei in einander entgegengesetzten Raumrichtungen ausgerichtete
Sprühdüsen, wobei in der Darstellung der Figur 4 nur eine Sprühdüse 76 zu sehen ist,
während die andere Sprühdüse von einem um die Bandwascheinrichtung 55 angeordneten,
rein exemplarisch als Blechbiegeteil ausgebildeten Spritzschutz 77 verdeckt ist. Die
Sprühdüse 76 sowie die nicht sichtbare Sprühdüse des Sprühkopfs 75 sind für einen
Sprühauftrag einer Waschflüssigkeit, beispielsweise mit einer fettlösenden Substanz
versetztem Wasser, auf die als Außenoberfläche längs der Reinigungsstrecke 52 dienende
Vorderseite 72 des Reinigungsbands 71 ausgebildet. Hierzu ist der Sprühkopf 75 in
nicht dargestellter Weise mit einer Waschflüssigkeitspumpe verbunden, mit der die
Waschflüssigkeit aus einem nicht dargestellten Tank gepumpt und unter Druck an den
Sprühkopf 75 bereitgestellt werden kann.
[0045] Nach Durchlaufen der Bandwascheinrichtung 55 wird das Reinigungsband 71 an mit den
Umlenkrollen 65 bis 69 mehrfach umgelenkt und passiert hierbei eine Lochtrommel 78,
mehrere Quetschwalzen 79 sowie eine Saugeinrichtung 80. Die Lochtrommel 78 ist als
hülsenförmiger Hohlkörper ausgebildet, wobei eine Zylinderwand der Lochtrommel 78
mit einer Vielzahl von Bohrungen versehen ist. Gegenüberliegend zur Lochtrommel 78
ist eine Stützplatte 14 angeordnet, die eine Krafteinleitung von der Lochtrommel 78
auf das Reinigungsband 71 abstützt und somit eine lokale Kompression des Reinigungsbands
71 ermöglicht. Dadurch wird Waschflüssigkeit aus dem Reinigungsband 71 in die Löcher
in der Zylinderwand der Lochtrommel 78 gepresst und kann durch stirnseitige Bohrungen
in der Lochtrommel 78 abströmen.
[0046] Der siebten Umlenkrolle 67 sind rein exemplarisch drei Quetschwalzen 79 zugeordnet,
die jeweils dazu vorgesehen sind, das Reinigungsband 71 gegen die siebte Umlenkrolle
67 zu drücken und dadurch Waschflüssigkeit aus dem Reinigungsband 71 zu pressen. Beispielhaft
sind die drei Quetschwalzen über eine gemeinsame Einstelleinrichtung 15 kinematisch
miteinander gekoppelt, wobei mit der Einstelleinrichtung 15 ein Abstand zwischen den
Quetschwalzen 79 und der siebten Umlenkrolle 67 eingestellt werden kann. Alternativ
kann vorgesehen sein, dass jede der Quetschwalzen 79 für eine individuelle Abstandseinstellung
gegenüber der siebten Umlenkrolle 67 ausgebildet ist.
[0047] Nach einer Umlenkung um die achte Umlenkrolle 69 und die neunte Umlenkrolle 69 passiert
das Reinigungsband 71 die Saugeinrichtung 80, die einen Saugschuh 16 umfasst, der
einstellbar an einem U-förmigen Saugrahmen 17 angeordnet ist. Der Saugschuh 16 weist
einen in den Figuren 2 bis 4 nicht sichtbaren, in Richtung des Reinigungsbands 71
offenen Hohlraum auf, der mit Unterdruck beaufschlagt werden kann, um eine Absaugung
von Waschflüssigkeit aus dem Reinigungsband 71 zu ermöglichen.
[0048] Die Lochtrommel 78 mit der zugehörigen Stützplatte 14 bildet zusammen mit den Quetschwalzen
79 und der Saugeinrichtung 80 die Bandtrocknungseinrichtung 56. Je nach Einsatzfall
kann vorgesehen werden, nur die Lochtrommel 78 mit der zugehörigen Stützplatte 14
oder nur die Quetschwalzen 79 oder nur die Saugeinrichtung 80 oder eine Kombination
von zwei dieser Komponenten in einer nicht dargestellten Ausführungsform der Bandtrocknungseinrichtung
zu verwenden.
[0049] Die in der Figur 2 gezeigte Fördereinrichtung weist einen rein exemplarisch rechteckig
ausgebildeten, aus Profilteilen zusammengesetzten Trägerrahmen 22 auf, an dem drei
Riemenscheiben 31, 32, 33 drehbar gelagert sind, die für eine Führung eines endlos
umlaufenden, einen geschlossenen Ring bildenden Förderbands 23 ausgebildet sind, wie
dies streng schematisch in der Figur 1 dargestellt ist. Ferner ist am Trägerrahmen
22 ein Antriebsmotor 24 angebracht, der für eine Bereitstellung einer Rotationsbewegung
ausgebildet ist und diese Rotationsbewegung auf eine Riemenscheibe 34 übertragen kann.
Die dem Antriebsmotor 24 zugeordnete Riemenscheibe 34 versetzt das Förderband 23 in
eine Umlaufbewegung, wobei eine Bewegungsrichtung, die auf das Förderband 23 aufgeprägt
wird, die in der Figur 2 eingezeichnete Richtung 25 des in der Figur 1 eingezeichneten
Bewegungswegs 4 bestimmt. Das Förderband 23 ist derart beschaffen, dass es in einem
zwischen der ersten Riemenscheibe 31 und der zweiten Riemenscheibe 32 zumindest weitgehend
geradlinig verläuft und in diesem Bereich einen Förderbandabschnitt 26 bestimmt, in
dem das Förderband 23 in kraftübertragende Anlage an Seitenwänden von Dosenrohlingen
3 gelangen kann. Hierbei findet eine kraftschlüssige Kraftübertragung vom Förderband
23 auf die Seitenwände der Dosenrohlinge 3 statt, wobei die hierfür notwendige Abstützung
der Dosenrohlinge 3 über eine gegenüberliegend zum Förderbandabschnitt 26 angeordnete
Abrollfläche 27. Die Abrollfläche kann beispielsweise am Trägerrahmen 54 der Reinigungseinrichtung
51 oder an einer nachstehend näher beschriebenen Transporteinrichtung 41 festgelegt
sein und ist längs des Bewegungswegs 4 erstreckt. Somit begrenzen das Förderband 23
und die Abrollfläche 27 einen Förderspalt 27, durch den die Dosenrohlinge 3 längs
des Bewegungswegs 4 mit einer Überlagerung einer Linearbewegung längs des Bewegungswegs
4 und einer Rotationsbewegung um die quer zum Bewegungsweg 4 ausgerichtete Rotationsachse
5 bewegt werden.
[0050] Um eine vorteilhafte Reinigungswirkung für den im Regelfall am stärksten mit Schmiermittel
benetzten Schulterbereich 8 des Dosenrohlings 3 zu ermöglichen, ist gemäß der Darstellung
der Figuren 2 und 3 vorgesehen, das die im Bereich der Reinigungsstrecke 52 ebene
Vorderseite 72 in einem (vorzugsweise durch nicht dargestellte Einstellmittel einstellbaren)
Winkel von 20 Grad gegenüber der Abrollfläche 27 ausgerichtet ist, so dass ein möglichst
vollständiger Kontakt zwischen dem Reinigungsbands 71 und dem Schulterbereich 8 des
Dosenrohlings 3 gewährleistet ist.
[0051] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, das die Fördereinrichtung 21 und die Reinigungseinrichtung
51 gemeinsam an einer Transporteinrichtung 41 festgelegt sind und dadurch eine definierte
räumliche Ausrichtung zueinander aufweisen. Die Transporteinrichtung 41 weist rein
exemplarisch ein endlos umlaufendes Transportband 42 auf, wobei endseitig an der Transporteinrichtung
41 nicht dargestellte Transportrollen angeordnet sind, mit denen die Umlenkung des
Transportbands 42 vorgenommen wird. Das Transportband 42 ist dazu vorgesehen, die
Dosenrohlinge 3 jeweils an ihrem Bodenbereich abzustützen. Vorzugsweise ist das Transportband
42 aus einem Material hergestellt, das gegenüber den Dosenrohlingen 3 einen geringen
Haftreibungskoeffizienten und einen geringen Gleitreibungskoeffizienten aufweist,
so dass die Dosenrohlinge 3 reibungsarm auf dem Transportband 42 aufliegen und die
Bewegung der Dosenrohlinge 3 zumindest nahezu ausschließlich durch die Krafteinleitung
mittels des Förderbands 23 und der Abrollfläche 27 hervorgerufen wird.
1. Reinigungssystem (2) zur bereichsweisen Außenreinigung von Dosenrohlingen (3), mit
einer Fördereinrichtung (21), die für eine Förderung von Dosenrohlingen (3) längs
eines Bewegungswegs (4) mit einer überlagerten Rotationsbewegung (6) um eine quer
zum Bewegungsweg ausgerichtete Rotationsachse (5) ausgebildet ist, sowie mit einer
Reinigungseinrichtung (51), die ein Reinigungsband (71) aufweist, dessen Außenoberfläche
(72) eine Reinigungsstrecke (52) bestimmt, die zumindest abschnittsweise längs des
Bewegungswegs (4) erstreckt ist und die für einen Berührkontakt zwischen dem Reinigungsband
(71) und einem Oberflächenbereich (8) der Dosenrohlinge (3) ausgebildet ist.
2. Reinigungssystem (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (51) eine Bandführung für das Reinigungsband (71) aufweist,
wobei die Bandführung eine Antriebseinrichtung (54) umfasst, die für eine lineare
Bewegung des Reinigungsbands (71) längs der Reinigungsstrecke (52) ausgebildet ist.
3. Reinigungssystem (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandführung abseits der Reinigungsstrecke (52) eine Bandwascheinrichtung (55)
für das Reinigungsband (71) aufweist, die für eine Durchlaufwäsche für das Reinigungsband
(71) ausgebildet ist.
4. Reinigungssystem (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandführung abseits der Reinigungsstrecke (52) eine Bandtrocknungseinrichtung
(78, 79, 80) für das Reinigungsband (71) aufweist, die für eine Durchlauftrocknung
für das Reinigungsband (71) ausgebildet ist.
5. Reinigungssystem (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Endbereich der Reinigungsstrecke (52) von einer der Bandführung zugeordneten
ersten Umlenkrolle (61) bestimmt wird, die zumindest bereichsweise von dem Reinigungsband
(71) umschlungen ist, und dass ein zweiter Endbereich der Reinigungsstrecke (52) von
einer der Bandführung zugeordneten zweiten Umlenkrolle (62) bestimmt wird, die zumindest
bereichsweise von dem Reinigungsband (71) umschlungen ist.
6. Reinigungssystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsband (71) als endlos umlaufender Ring ausgebildet ist.
7. Reinigungssystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (21) ein endlos umlaufendes Förderband (22) aufweist, das eine
erste Riemenscheibe (31) bereichsweise umschlingt, die einen Anfang des Bewegungswegs
(4) bestimmt, und das eine zweite Riemenscheibe (32) bereichsweise umschlingt, die
ein Ende des Bewegungswegs (4) bestimmt, wobei das Förderband (23) eine weitere Riemenscheibe
(34) bereichsweise umschlingt, die einem Antriebsmotor (24) zugeordnet ist.
8. Reinigungssystem (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüberliegend zu einem zwischen der ersten Riemenscheibe (31) und der zweiten
Riemenscheibe (32) erstreckten Förderbandabschnitt (26) eine parallel zum Bewegungsweg
ausgerichtete Abrollfläche (27) angeordnet ist, die zusammen mit dem Förderbandabschnitt
(26) einen Förderspalt (28) für die Dosenrohlinge (3) bestimmt, der auf einen Außendurchmesser
der Dosenrohlinge (3) abgestimmt ist.
9. Reinigungssystem (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrollfläche (27) und der Förderbandabschnitt (26) parallel zueinander ausgerichtet
sind und dass die Außenoberfläche (72) des Reinigungsbands (71) in einem Winkel zwischen
0 Grad und 45 Grad gegenüber der Abrollfläche (27) oder gegenüber dem Förderbandabschnitt
(26) ausgerichtet ist.
10. Reinigungssystem (2) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer vom Förderbandabschnitt (26) bestimmten Förderebene und einer von
der Abrollfläche (27) bestimmten Abrollebene eine zumindest längs des Bewegungswegs
erstreckte Transporteinrichtung (41) angeordnet ist, die ein umlaufendes Transportband
(42) aufweist, das für eine Auflage eines Bodenbereichs der Dosenrohlinge (3) ausgebildet
ist.
11. Verfahren zur bereichsweisen Außenreinigung von Dosenrohlingen, mit den Schritten:
Bewegen eines Förderbands (23) längs eines Bewegungswegs (4), Zuführen eines Dosenrohlings
(3) in einen Förderspalt (28), der von einem Förderbandabschnitt (26) des Förderbands
(23) und einer gegenüberliegend zum Förderbandabschnitt (26) angeordneten Abrollfläche
(27) begrenzt wird, um eine Förderung des Dosenrohlings (3) längs eines Bewegungswegs
(4) mit einer überlagerten Rotationsbewegung um eine quer zum Bewegungsweg (4) ausgerichtete
Rotationsachse (5) zu bewirken, um den Dosenrohling (3) in Kontakt mit einem Reinigungsband
(71) zu bringen, dessen Außenoberfläche (72) eine Reinigungsstrecke (52) bestimmt,
die zumindest abschnittsweise längs des Bewegungswegs (4) erstreckt ist, wobei die
Außenreinigung des Dosenrohling (3) durch einen Berührkontakt zwischen dem Reinigungsband
(71) und einem Oberflächenbereich (8) der Dosenrohlinge (3) hervorgerufen wird.
12. Verwendung eines Reinigungssystems (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur bereichsweisen
Außenreinigung von Dosenrohlingen.
13. Digitaldrucksystem (1) zur Bedruckung von Dosenrohlingen (3) im Tintenstrahl-Digitaldruckverfahren,
mit einem Reinigungssystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und mit einer Digitaldruckmaschine
(81), wobei die Digitaldruckmaschine (81) längs eines Förderwegs für Dosenrohlinge
(3) nachgelagert zu dem Reinigungssystem (2) angeordnet ist.
14. Digitaldrucksystem (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Digitaldruckmaschine (81) ein Maschinengestell mit einem drehbar gelagerten Werkstückrundtisch
(83) mit Dosenaufnahmen (84) zur Festlegung von vereinzelten Dosenrohlingen (3), eine
Antriebseinrichtung zur Einleitung einer Drehschrittbewegung auf den Werkstückrundtisch
(83) und wenigstens einen Tintenstrahl-Digitaldruckkopf zur Bedruckung einer Außenoberfläche
eines an einer Dosenaufnahme (84) des Werkstückrundtischs (83) aufgenommenen Dosenrohlings
(3) aufweist.