[0001] Die Erfindung betrifft eine Fächerschleifscheibe, die um eine Rotationsachse rotatorisch
antreibbar ist. Die Fächerschleifscheibe umfasst einen Trägerteller und Schleiflamellen,
wobei der Trägerteller eine Vorderseite sowie eine Rückseite umfasst. Die Schleiflamellen
sind mittels einer stoffschlüssigen Verbindung, insbesondere Klebeverbindung, auf
der Vorderseite mit dem Trägerteller verbunden. Die Erfindung betrifft ferner ein
Schleifwerkzeug.
[0002] Die Druckschrift
EP 1 142 673 A2 offenbart eine Schleifscheibe für ein Schleifwerkzeug, wobei die Schleifscheibe einen
Trägerteller und Schleifelemente umfasst, die an dem Trägerteller befestigt sind.
Dabei erstrecken sich die Schleiflamellen über einen Teil des Umfangs um die Rotationsachse
und sind einander dachziegelartig überlappend auf dem ringförmigen Trägerabschnitt
angeordnet. Die Schleiflamellen bilden einen ringförmiger Belag auf dem Trägerabschnitt,
wobei die einzelnen Schleiflamellen mittels eines Klebers befestigt sind.
[0003] Nachteilig an den Schleifscheiben aus dem Stand der Technik ist, dass sich die Schleifelemente
im Betrieb des Schleifwerkzeugs aufgrund hoher Fliehkräfte vom Trägerteller lösen
können, wodurch die Schleifscheibe teilweise unbrauchbar werden kann oder Verletzungen
hervorgerufen werden können. Daher besitzt die Befestigung der Schleifelemente am
Trägerteller eine hohe, sicherheitsrelevante Bedeutung. Insbesondere bei der Verwendung
einer stoffschlüssigen Verbindung zwischen den Schleifelementen und dem Trägerteller
wird äußerst viel Klebstoff verwendet, um eine ausreichend feste Verbindung zwischen
den Schleifelementen und dem Trägerteller sicherzustellen. Das hat jedoch einen übermäßigen
Verbrauch an Klebstoff zur Folge.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Fächerschleifscheibe bereitzustellen,
die sich insbesondere durch eine zuverlässige stoffschlüssige Verbindung der Schleifelemente
am Trägerteller auszeichnet und/oder den notwendigen Klebstoff zur Ausbildung der
stoffschlüssigen Verbindung reduziert. Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein Schleifwerkzeug
mit einer derartigen Fächerschleifscheibe bereitzustellen.
[0005] Die Aufgabe bezüglich der Fächerschleifscheibe wird durch eine Fächerschleifscheibe
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Erfindungsgemäß ist demnach vorgesehen, dass die Fächerschleifscheibe um eine Rotationsachse
rotatorisch antreibbar ist, wobei die Fächerschleifscheibe einen Trägerteller und
Schleiflamellen umfasst, wobei der Trägerteller eine Vorderseite sowie eine Rückseite
umfasst, und wobei die Schleiflamellen mittels einer stoffschlüssigen Verbindung,
insbesondere Klebeverbindung, auf der Vorderseite mit dem Trägerteller verbunden sind.
Der Trägerteller weist auf der Vorderseite eine Abgrenzungskontur auf, die zwischen
der Rotationsachse und der stoffschlüssigen Verbindung angeordnet ist, wobei sich
die Abgrenzungskontur mindestens so weit in eine positive Richtung erstreckt wie die
stoffschlüssige Verbindung, und wobei die positive Richtung einer Richtung von der
Rückseite zur Vorderseite entlang der Rotationsachse entspricht. Ohne die erfindungsgemäße
Abgrenzungskontur könnte ein Klebstoff der stoffschlüssigen Verbindung während der
Ausbildung der stoffschlüssigen Verbindung, aufgrund eines Pressvorgangs des Trägertellers
gegen die Schleiflamellen, unkontrolliert verteilt werden. Mit anderen Worten wird
durch die Abgrenzungskontur verhindert, dass sich ein Klebstoff der stoffschlüssigen
Verbindung oder der Klebeverbindung während der Ausbildung der stoffschlüssigen Verbindung
in einen Bereich des Trägertellers erstreckt, an dem der Klebstoff nicht zur Ausbildung
der stoffschlüssigen Verbindung genutzt werden kann. Anders gesagt wird durch die
Abgrenzungskontur sichergestellt, dass sich der Klebstoff der stoffschlüssigen Verbindung
oder der Klebeverbindung während der Ausbildung der stoffschlüssigen Verbindung lediglich
in einem Bereich oder an Stellen des Trägertellers ansammelt oder befindet, an dem
die stoffschlüssige Verbindung zwischen den Schleiflamellen und dem Trägerteller ausgebildet
wird und/oder ausgebildet werden soll und/oder zur Festigkeit der stoffschlüssigen
Verbindung beitragen kann. Indem sich die Abgrenzungskontur mindestens so weit in
positive Richtung erstreckt, wie die stoffschlüssige Verbindung kann die Abgrenzungskontur
als Barriere für den Klebstoff der stoffschlüssigen Verbindung oder der Klebeverbindung
dienen. Auf diese Weise wird eine besonders feste, sichere und zuverlässige stoffschlüssige
Verbindung, insbesondere Klebeverbindung, der Schleiflamellen mit dem Trägerteller
ausgebildet, da durch die Abgrenzungskontur sichergestellt wird, dass die Menge des
verwendeten Klebstoffs zum Großteil, annähernd vollständig oder vollständig zur Ausbildung
der stoffschlüssigen Verbindung nutzbar ist. Gleichzeitig kann hierdurch die Menge
des verwendeten Klebstoffs deutlich reduziert werden, da der Klebstoff zur Ausbildung
der stoffschlüssigen Verbindung äußerst effizient genutzt wird, da kein Klebstoff
in Bereiche gelangt, an denen der Klebstoff nicht zur Festigkeit der stoffschlüssigen
Verbindung beitragen kann.
[0007] Grundsätzlich ist es bevorzugt, wenn es sich bei der stoffschlüssigen Verbindung
um eine Klebeverbindung handelt. Besonders bevorzugt ist es, wenn die Klebeverbindung
mittels eines Klebstoffes oder eines Bindemittels ausgebildet ist. Ein derartiger
Klebstoff oder ein derartiges Bindemittel ist vorzugsweise während des Auftragens
des Klebstoffes bzw. des Bindemittels flüssig oder zähflüssig und härtet danach aus,
wodurch die stoffschlüssige Verbindung ausgebildet wird.
[0008] Im Rahmen der Offenbarung der Erfindung beziehen sich alle Ausführungsformen, die
sich auf stoffschlüssige Verbindungen beziehen, vorzugsweise auch auf Klebeverbindungen.
Außerdem beziehen sich Ausführungen zu Klebstoff insbesondere ebenso auf das Bindemittel.
[0009] Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abgrenzungskontur
mindestens so weit in eine positive Richtung erstreckt wie ein unmittelbar an die
Abgrenzungskontur angrenzende stoffschlüssige Verbindung.
[0010] Ferner ist es grundsätzlich bevorzugt, wenn es sich bei der stoffschlüssigen Verbindung,
um eine Befestigung handelt. Mit anderen Worten ist es bevorzugt, wenn die Schleiflamellen
mittels der stoffschlüssigen Verbindung an dem Trägerteller und/oder der Abgrenzungskontur
befestigt sind.
[0011] Bei den Schleiflamellen handelt es sich vorzugsweise um Schleiflamellen zum Schleifen
von Holz, Stein und/oder Metall. Die Fächerschleifscheibe ist vorzugsweise ebenfalls
hierfür geeignet oder ausgebildet.
[0012] Mit der Erstreckung der Abgrenzungskontur in die positive Richtung ist vorzugsweise
gemeint, dass sich die Abgrenzungskontur in eine Richtung von der Rückseite zur Vorderseite
des Trägerteller parallel zur Rotationsachse der Fächerschleifscheibe erstreckt. Mit
anderen Worten kann darunter verstanden werden, dass die stoffschlüssige Verbindung
von einer Stelle auf der Rotationsachse aus gesehen vollständig oder teilweise oder
zumindest teilweise durch die Abgrenzungskontur verdeckt ist und dass die, insbesondere
diese, Stelle auf der Rotationsachse in positive Richtung beabstandet zum Trägerteller
und/oder zur Abgrenzungskontur angeordnet ist. Anders gesagt, eine Gerade von dieser
Stelle aus, gerichtet auf die stoffschlüssige Verbindung, würde die Abgrenzungskontur
schneiden oder durchdringen. Eine derartige Gerade verläuft vorzugsweise in einem
Winkel von weniger als 80°, 70°, 60°, 50° oder 45° zur Rotationsachse. Hierdurch wird
durch die Abgrenzungskontur eine besonders sichere Barriere für den Klebstoff, während
der Herstellung der stoffschlüssigen Verbindung, bereitgestellt.
[0013] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass die stoffschlüssige Verbindung der Schleiflamellen mit dem Trägerteller durch
eine stoffschlüssige Verbindung, vorzugsweise Klebeverbindung, der Schleiflamellen
mit der Abgrenzungskontur ausgebildet ist. Hierunter ist vorzugsweise zu verstehen,
dass die Schleiflamellen mindestens mit der Abgrenzungskontur verbunden sind oder
mit dieser befestigt sind. Mit anderen Worten können sie zusätzlich auch mit anderen
Bereichen des Trägertellers mittels der stoffschlüssigen Verbindung verbunden sein.
Hierdurch wird eine besonders sichere Verbindung oder Befestigung der Schleiflamellen
mit dem Trägerteller realisiert.
[0014] Besonders bevorzugt ist es, wenn sich die Abgrenzungskontur mindestens so weit oder
weiter in positive Richtung erstreckt wie bzw. als die Schleiflamellen, wenn die Fächerschleifscheibe
oder der Trägerteller mit seiner Vorderseite nach oben, also entgegen der Wirkrichtung
der Schwerkraft, angeordnet ist und die Fächerschleifscheibe außer Betrieb ist. Hierdurch
wird sichergestellt, dass die formschlüssige Verbindung zwischen der Abgrenzungskontur
und den Schleiflamellen im Betrieb der Fächerschleifscheibe durch die Fliehkräfte
lediglich auf Zug beansprucht wird. Unabhängig hiervon ist es bevorzugt, wenn die
Abgrenzungskontur, die stoffschlüssige Verbindung sowie die Schleiflamellen derart
dimensioniert und/oder zueinander angeordnet sind, als dass die stoffschlüssige Verbindung
überwiegend, zum Großteil oder lediglich auf Zug beansprucht wird. Hiermit ist vorzugsweise
gemeint, dass die Schleiflamellen im Betrieb der Fächerschleifscheibe aufgrund der
Rotation und der dadurch entstehenden Fliehkräfte an der stoffschlüssigen Verbindung
ziehen, was im Vergleich zu anderen Beanspruchungsarten eine höhere Festigkeit der
stoffschlüssigen Verbindung sicherstellen kann.
[0015] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Abgrenzungskontur weiter in die positive Richtung erstreckt als die
stoffschlüssige Verbindung. Hierdurch erhöht sich die Sicherheit, mit der verhindert
wird, dass der Klebstoff der stoffschlüssigen Verbindung während der Herstellung der
stoffschlüssigen Verbindung, die durch die Abgrenzungskontur gebildete Barriere für
den Klebstoff überwindet. Vorzugsweise erstreckt sich die Abgrenzungskontur weiter
in die positive Richtung als ein Bereich der stoffschlüssigen Verbindung, der direkt
an die Abgrenzungskontur grenzt.
[0016] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Abgrenzungskontur und/oder die stoffschlüssige Verbindung in Rotationsrichtung
der Fächerschleifscheibe erstreckt. Mit anderen Worten erstreckt sich die Abgrenzungskontur
sowie die stoffschlüssige Verbindung entlang einer Kreisbahn, derart, dass die Abgrenzungskontur
entlang der gesamten Kreisbahn, insbesondere 360° um die Rotationsachse der Fächerschleifscheibe,
eine Barriere für den Klebstoff der stoffschlüssigen Verbindung während der Ausbildung
der stoffschlüssigen Verbindung bildet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass
an keiner Stelle derartiger Klebstoff in einen Bereich des Trägertellers gelangen
kann, an dem der Klebstoff nicht zur Festigkeit der stoffschlüssigen Verbindung beitragen
kann.
[0017] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass sich die stoffschlüssige Verbindung entlang der Abgrenzungskontur lediglich auf
einer der Rotationsachse abgewandten Seite der Abgrenzungskontur erstreckt.
[0018] Auf diese Weise wird der Klebstoff der stoffschlüssigen Verbindung äußerst effizient
genutzt. Darüber hinaus ist es besonders bevorzugt, wenn die stoffschlüssige Verbindung
an die Abgrenzungskontur grenzt und/oder durch die Abgrenzungskontur begrenzt ist.
Vorzugsweise handelt es sich um eine Begrenzung in Richtung der Rotationsachse der
Fächerschleifscheibe.
[0019] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass die Schleiflamellen untereinander einen Überlappungsbereich ausbilden, der der
Abgrenzungskontur zugewandt ist und sich entlang der Seite der Abgrenzungskontur,
die der Rotationsachse abgewandt ist, erstreckt. Auf diese Weise können die einander
überlappenden Schleiflamellen über den Überlappungsbereich mittels der stoffschlüssigen
Verbindung mit dem Trägerteller und/oder der Abgrenzungskontur verbunden oder befestigt
sein. Hierdurch wird die Festigkeit der stoffschlüssigen Verbindung erhöht.
[0020] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass die Abgrenzungskontur einteilig mit dem Trägerteller ausgebildet ist. Vorzugsweise
ist die Abgrenzungskontur mittels des Fertigungsverfahrens des Tiefziehens ausgebildet,
was die Herstellung sehr vereinfacht. Besonders vereinfacht wird die Herstellung,
wenn die Grundform oder die Gesamtform des Trägertellers gleichzeitig mit der Herstellung
der Abgrenzungskontur, insbesondere mittels Tiefziehens, erfolgt oder erfolgt ist.
Auf diese Weise lassen sich zusätzliche Fertigungsschritte, insbesondere zur Ausbildung
der Abgrenzungskontur, einsparen.
[0021] Grundsätzlich ist es bevorzugt, wenn der Trägerteller, also insbesondere unabhängig
vom verwendeten Fertigungsverfahren, Metall umfasst oder der Trägerteller vorzugsweise,
insbesondere zu mindestens 90%, aus Metall besteht. Es ist zweckmäßig, wenn der Trägerteller
aus einem, insbesondere tiefgezogenem, Blech ausgebildet ist.
[0022] Grundsätzlich ist es zweckmäßig, wenn der Trägerteller entlang der Abgrenzungskontur,
vorzugsweise in Richtung der Rotationsachse, also quer zur Rotationsachse des Trägertellers,
eine konstante Materialstärke aufweist. Unabhängig hiervon ist es besonders bevorzugt,
wenn der Trägerteller allgemein eine konstante Materialstärke aufweist.
[0023] Grundsätzlich ist es bevorzugt, wenn die Kontur oder Oberfläche der Vorderseite des
Trägertellers, insbesondere in einer Ebene, quer oder senkrecht zur Rotationsachse
des Trägertellers, einen stetigen Verlauf aufweist.
[0024] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass die Abgrenzungskontur in einer Ebene, in der die Rotationsachse verläuft in positive
Richtung konvex ausgebildet ist. Mit anderen Worten ist die konvexe Form auf der Vorderseite
des Trägertellers ausgebildet. Vorzugsweise erstreckt sich diese konvexe oder nach
außen gewölbte Form entlang der Rotationsrichtung der Fächerschleifscheibe, insbesondere
um 360°, um die Rotationsachse. Darüber hinaus ist es bevorzugt, wenn auf der Rückseite
des Trägertellers entlang der Abgrenzungskontur eine in positive Richtung gewölbte,
also konkave, Kontur ausgebildet ist. Besonders bevorzugt ist es, wenn der Trägerteller
hierdurch entlang der Abgrenzungskontur eine konstante Materialstärke aufweist. Unabhängig
hiervon ist es besonders bevorzugt, wenn der Trägerteller eine konstante Materialstärke
aufweist. Der Trägerteller kann unabhängig hiervon aus Metall bestehen oder Metall
umfassen.
[0025] Vorzugsweise ist die Abgrenzungskontur in einer Ebene, in der die Rotationsachse
verläuft, im Vergleich zu einem unmittelbar benachbarten Abschnitt des Trägertellers,
der von der Abgrenzungskontur aus gesehen der Rotationsachse zugewandt angeordnet
ist und/oder im Vergleich zu einem unmittelbar benachbarten Abschnitt des Trägertellers,
der von der Abgrenzungskontur aus gesehen der Rotationsachse abgewandt angeordnet
ist, in positive Richtung konvex und/oder stetig und/oder stufenlos ausgebildet.
[0026] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass der Trägerteller einen radial äußeren Randabschnitt aufweist, dessen Kontur auf
der Vorderseite in einer oder der Ebene, in der die Rotationsachse angeordnet ist,
in einem Winkel von 0° bis 15° zu einer Geraden verläuft, die senkrecht zu der Rotationsachse,
insbesondere in derselben Ebene, verläuft. Der radial äußere Randabschnitt ist vorzugsweise
der radial äußerste Randabschnitt oder Endabschnitt des Trägertellers, der sich insbesondere
360° um die Rotationsachse erstreckt. Der radial äußere Randabschnitt ist vorzugsweise
derart ausgebildet, dass der Winkel seiner Kontur auf der Vorderseite im Verhältnis
zu der Gerade, die senkrecht zur Rotationsachse verläuft, konstant ist. Der radial
äußere Randabschnitt ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass im Betrieb, insbesondere
Schleifbetrieb, der Fächerschleifscheibe die Schleiflamellen eine Unterstützung durch
den radial äußeren Randabschnitt erfahren. Mit anderen Worten kann der radial äußere
Randabschnitt dazu dienen, die an diesem Randabschnitt angeordneten Schleiflamellen
oder Schleiflamellenabschnitte zu unterstützen oder in Richtung des zu schleifenden
Werkstücks zu drücken. Hierdurch wird eine äußerst hohe Stabilität während des Betriebs
der Fächerschleifscheibe ermöglicht. Vorzugsweise ist der Winkel, wenn er einem Winkel
größer als 0° und maximal 15° beträgt, zwischen der Geraden, die senkrecht zur Rotationsachse
verläuft, und einer weiteren Geraden ausgebildet, wobei die Gerade, die senkrecht
zur Rotationsachse verläuft, die weitere Gerade und die Rotationsachse in derselben
oder in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind, wobei die weitere Gerade die Rotationsachse
an einer Stelle schneidet, die in positive Richtung beabstandet zu einer Stelle angeordnet
ist, an der die Gerade, die senkrecht zur Rotationsachse verläuft, die Rotationsachse
schneidet, und wobei sich die Kontur des radial äußeren Randabschnitts auf der Vorderseite
entlang der weiteren Gerade erstreckt. Mit anderen Worten ist es bevorzugt, wenn der
radial äußere Randabschnitt in Richtung zur Rotationsachse in einer Ebene, in der
die Rotationsachse verläuft, auf der Vorderseite einen Anstieg in positive Richtung
aufweist, wenn der Winkel größer als 0° ist. Anders gesagt, verläuft die Kontur des
radial äußeren Randabschnitts mit abnehmendem Abstand zur Rotationsachse in positive
Richtung, wenn der Winkel größer als 0° ist.
[0027] Alternativ hierzu, insbesondere wenn es sich um Schleiflamellen mit rechteckigem
Querschnitt handelt, verläuft die Kontur des Trägertellers auf der Vorderseite von
einem radial äußeren Rand des Trägertellers bis zur Abgrenzungskontur in einem konstanten
Winkel, bezogen auf eine Gerade, die senkrecht zur Rotationsachse verläuft. Vorzugsweise
erstreckt sich die stoffschlüssige Verbindung zwischen den Schleiflamellen, insbesondere
den Schleiflamellen mit rechteckigem Querschnitt, und der Vorderseite, vorzugsweise
um mindestens 50%, 70%, 80%, 90%, 95% oder 100% eines gemeinsamen Überlappungsbereichs
der Schleiflamellen mit dem Trägerteller. Hierdurch wird die Festigkeit der Verbindung
erhöht. Die stoffschlüssige Verbindung erstreckt sich vorzugsweise von der Abgrenzungskontur
in Richtung des radial äußeren Rands des Trägertellers.
[0028] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass der Trägerteller mindestens einen Verbindungsabschnitt aufweist, der den Randabschnitt
mit der Abgrenzungskontur verbindet, dass die Kontur des mindestens einen Verbindungsabschnitts
auf der Vorderseite des Trägertellers in der Ebene, in der die Rotationsachse angeordnet
ist, einen größeren Winkel zur Geraden aufweist, die senkrecht zu der Rotationsachse
verläuft, als die Kontur des radial äußeren Randabschnitts und dass insbesondere der
Trägerteller auf der der Rotationsachse zugewandten Seite der Abgrenzkontur eine Befestigungsnabe
zur Befestigung der Fächerschleifscheibe an einem Schleifwerkzeug aufweist. Mittels
der Befestigungsnabe kann insbesondere eine rotatorische Antriebsbewegung vom Antrieb
des Schleifwerkzeugs auf die Fächerschleifscheibe übertragen werden.
[0029] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist vorzugsweise dadurch gekennzeichnet,
dass der Randabschnitt derart dimensioniert ist, dass die Schleiflamellen, die in
direktem physischem Kontakt mit der Kontur des Randabschnitts auf der Vorderseite
des Trägertellers sind, in eine radiale Richtung, die senkrecht zur Rotationsachse
verläuft, den Trägerteller um maximal 20%, 30%, 40% oder 50% ihrer radialen Erstreckungslänge
überragen. Auf diese Weise wird die unterstützende Wirkung des radial äußeren Randabschnitts
auf die Schleiflamellen zusätzlich erhöht. Umso weniger die Schleiflamellen den Trägerteller
in radialer Richtung überragen, desto höher ist die unterstützende Wirkung.
[0030] Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Schleiflamellen
um Sichellamellen oder um Schleiflamellen mit rechteckigem Querschnitt handelt. Der
Querschnitt bezieht sich auf eine Draufsicht auf die jeweiligen Schleiflamellen und/oder
auf eine Ebene, in der sich die Rotationsachse des Trägertellers und/oder der Fächerschleifscheibe
erstreckt.
[0031] Die Schleiflamellen in Sichelform können in Umfangsrichtung um die Rotationsachse
ein zugespitztes Ende aufweisen, das weiter von der Rotationsachse der Fächerschleifscheibe
entfernt ist als das in Umfangsrichtung entgegengesetzte Ende. Insbesondere können
die Schleiflamellen ausgebildet sein, wie in
EP 1 142 673 A2 gezeigt.
[0032] Die rechteckigen Schleiflamellen können auch zum Beispiel trapezförmig gestaltet
sein. Unabhängig von ihrer Form sind die Schleiflamellen einander dachziegelartig
überlappend auf dem Trägerteller angeordnet und bilden eine Ring von Schleiflamellen.
[0033] Es ist bevorzugt, wenn sich die stoffschlüssige Verbindung um mindestens 10%, 20%,
30%, 40%, 50%, 60%, 70%, 80%, 90%, 95% oder 100% der Erstreckungshöhe der Schleiflamellen,
die sich vom Trägerteller in positive Richtung erstreckt, in positive Richtung erstreckt.
Mit anderen Worten erstreckt sich die stoffschlüssige Verbindung, vom Trägerteller
aus gemessen, um mindestens 10%, 20%, 30%, 40%, 50%, 60%, 70%, 80%, 90%, 95% oder
zu 100% in positive Richtung, bezogen auf die Erstreckung der Schleiflamellen in positive
Richtung.
[0034] Die Aufgabe bezüglich des Schleifwerkzeugs wird durch ein Schleifwerkzeug gelöst,
welches eine erfindungsgemäße Fächerschleifscheibe umfasst. Bei dem Schleifwerkzeug
handelt es sich vorzugsweise um einen Winkelschleifer. Unabhängig hiervon ist es bevorzugt,
wenn das Schleifwerkzeug einen elektromotorischen Antrieb aufweist. Der elektromotorische
Antrieb kann mittels einer externen Stromquelle, mit der das Schleifwerkzeug elektrisch
verbindbar ist, mit elektrischer Energie versorgt werden. Alternativ hierzu kann eine
interne Stromquelle, beispielsweise in Form einer aufladbaren Batterie in das Schleifwerkzeug
integriert sein, um den elektromotorischen Antrieb mit elektrischer Energie zu versorgen.
Alternativ zum elektromotorischen Antrieb ist es denkbar, einen andersartigen Antrieb
vorzusehen. Bei dem Schleifwerkzeug handelt es sich vorzugsweise um ein Schleifwerkzeug
zum Schleifen von Holz, Stein und/oder Metall. Die Fächerschleifscheibe ist vorzugsweise
mit dem Schleifwerkzeug lösbar verbunden, insbesondere derart, dass nach einem Verschleiß
der Fächerschleifscheibe, die verschlissene Fächerschleifscheibe durch eine neuwertige
Fächerschleifscheibe ersetzbar oder austauschbar ist.
[0035] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen detailliert erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeugs,
- Fig. 2
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fächerschleifscheibe,
- Fig. 3a
- eine Schnittansicht A-A der Fächerschleifscheibe aus Figur 2,
- Fig. 3b
- eine Schnittansicht A-A einer weiteren erfindungsgemäßen Fächerschleifscheibe, und
- Fig. 3b
- eine Schnittansicht A-A einer weiteren erfindungsgemäßen Fächerschleifscheibe.
[0036] Die Figur 1 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeugs 15.
Bei dem Schleifwerkzeug 15 handelt es sich um einen Winkelschleifer, der einen elektromotorischen
Antrieb, beispielsweise in Form einer permanenterregten Synchronmaschine umfasst.
Der elektromotorische Antrieb wird mittels einer externen, elektrischen Energiequelle
14 mit elektrischer Energie versorgt. Eine Integration einer wiederaufladbaren Batterie
in das Schleifwerkzeug 15 ist alternativ denkbar. Das Schleifwerkzeug 15 umfasst eine
erfindungsgemäße Fächerschleifscheibe 1, die mittels des elektromotorischen Antriebs
rotatorisch antreibbar ist. Mittels des Schleifwerkzeugs 15 und dessen Fächerschleifscheibe
1 lässt sich ein Werkstück 16, welches aus Metall ausgebildet ist, schleifen. Die
Fächerschleifscheibe 1 ist lösbar und austauschbar mit dem Schleifwerkzeug 15 verbunden.
Hierdurch lassen sich verschlissene Fächerschleifscheiben 1 durch neuwertige Fächerschleifscheiben
1 austauschen.
[0037] Die Figur 2 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fächerschleifscheibe
1. Bei der Fächerschleifscheibe 1 handelt es sich um die Fächerschleifscheibe 1 aus
Figur 1, jedoch ohne, dass Schleiflamellen vorhanden sind, sodass lediglich der Trägerteller
2 in einer Draufsicht dargestellt ist. Hierdurch wird die Ansicht deutlich vereinfacht.
Auf der in dieser Ansicht zu sehenden Vorderseite 8a des Trägertellers 2 ist ein radial
äußerer Randabschnitt 10a des Trägertellers 2 zu sehen, der radial außen durch eine
kreisrunde Körperkante und radial innerhalb der kreisrunden Körperkante durch eine
gestrichelte Linie begrenzt ist. Ferner umfasst der Trägerteller 2 ein Abgrenzungskontur
4, die mittels zweier weiterer gestrichelter Linien angedeutet ist und sich um 360°
um einen Mittelpunkt 6c erstreckt. Durch den Mittelpunkt 6c verläuft senkrecht zu
der hier dargestellten Ebene eine Rotationsachse des Trägertellers 2 und der Fächerschleifscheibe
1. Im Betrieb der Fächerschleifscheibe 1 erfolgt eine Rotation in Richtung einer Rotationsrichtung
6b. Selbstverständlich ist alternativ hierzu eine Rotation entgegengesetzt zur dargestellten
Rotationsrichtung 6b möglich. Darüber hinaus ist der Figur 2 ein Schnittverlauf A-A
horizontal durch den Trägerteller 2 zu entnehmen.
[0038] Die Figur 3a zeigt eine Schnittansicht A-A, entsprechend dem Schnittverlauf A-A der
Fächerschleifscheibe 1 aus Figur 2. Jedoch sind hier die in der Figur 2 fehlenden
Schleiflamellen 3 dargestellt. Zu erkennen ist die Rotationsachse 6a sowie eine positive
Richtung 7, die sich von der Rückseite 8b des Trägertellers 2 entlang der Rotationsachse
6a in Richtung der Vorderseite 8a des Trägertellers 2 erstreckt. Die Schleiflamellen
3 sind mittels einer stoffschlüssigen Verbindung 5, die mittels Klebstoffes ausgebildet
ist, an dem Trägerteller 2 befestigt. Damit während der Ausbildung der stoffschlüssigen
Verbindung 5 der Klebstoff nicht in einen Bereich gelangt, an dem der Klebstoff nicht
zur Festigkeit der stoffschlüssigen Verbindung 5 beizutragen vermag, ist zwischen
der stoffschlüssigen Verbindung 5 und der Rotationsachse 6a eine Abgrenzungskontur
4 angeordnet. Die Abgrenzungskontur 4 weist auf der Vorderseite 8a eine konvexe Form
auf und erstreckt sich weiter in positive Richtung 7 als die stoffschlüssige Verbindung
5. Anders gesagt, müsste eine Gerade 12a, die die Rotationsachse 6a an einer Stelle
13 schneidet, die in positive Richtung 7 beabstandet zum Trägerteller 2 oder zur Abgrenzungskontur
4 angeordnet ist, und auch die formschlüssige Verbindung 5 schneidet oder durchdringt,
also auf diese gerichtet ist, ebenfalls die Abgrenzungskontur 4 schneiden. Mit anderen
Worten ist die stoffschlüssige Verbindung von der Stelle 13 aus gesehen durch die
Abgrenzungskontur vollständig oder teilweise verdeckt. Auf diese Weise bildet die
Begrenzungskontur 4 eine Barriere für den Klebstoff der stoffschlüssigen Verbindung
5, damit der Klebstoff während der Ausbildung der stoffschlüssigen Verbindung nicht
in Richtung der Rotationsachse 6a fließt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass
der Klebstoff äußerst effizient zur Ausbildung der stoffschlüssigen Verbindung 5 genutzt
wird. Hierdurch wird eine besonders feste stoffschlüssige Verbindung 5 geschaffen
und gleichzeitig die hierfür notwendige Menge an Klebstoff reduziert. Ferner weist
die Fächerschleifscheibe 1 eine Befestigungsnabe 11 auf, um mit dem Schleifwerkzeug
aus Figur 1 antriebsverbunden zu werden. Der radial äußere Randabschnitt 10a ist derart
dimensioniert, dass die Schleiflamellen 3, die in direktem physischem Kontakt mit
der Kontur des Randabschnitts 10a auf der Vorderseite 8a des Trägertellers 2 sind,
in eine radiale Richtung, die senkrecht zur Rotationsachse 6a verläuft, den radial
äußeren Rand des Trägertellers 2 um maximal 20% bis 30% ihrer radialen Erstreckungslänge
überragt. Mit anderen Worten ist die Länge 10b, über die die Schleiflammelen entlang
des radial äußeren Randabschnitts verlaufen, größer als die Länge 9b des Überragungsabschnitts
9a, um die die Schleiflamellen 3 den radialen Außenrand des Trägertellers 2 in radiale
Richtung überragen. Hierdurch fungiert der radial äußere Randabschnitt 10a im Schleifbetrieb
als eine Unterstützung für die Schleiflamellen 3 und trägt zu ihrer Stabilität während
des Schleifbetriebs bei.
[0039] Die Figur 3b zeigt eine Schnittansicht A-A, entsprechend dem Schnittverlauf A-A der
Fächerschleifscheibe 1 aus Figur 2, jedoch für eine weitere Ausführungsform der Fächerschleifscheibe
1. Die hier dargestellte Fächerschleifscheibe 1 unterscheidet sich von der in Figur
3a dargestellten Fächerschleifscheibe, dadurch dass der hier dargestellte Trägerteller
2 dünnwandiger, also mit einer geringeren Materialstärke, ausgebildet ist. Ferner
ist die hier dargestellte Befestigungsnabe 11 im Wesentlichen in einer Ebene mit dem
radial äußeren Randabschnitt 10a angeordnet. Der radial äußere Randabschnitt 10a weist
auf der Vorderseite 8a eine Kontur auf, die sich entlang einer Gerade 12b erstreckt,
die senkrecht zur Rotationsachse verläuft. Alternativ ist es denkbar, dass die Kontur
in einem Winkel von 0° bis 15° zu dieser Geraden verläuft. Hierdurch fungiert der
radial äußere Randabschnitt 10a im Schleifbetrieb als eine Unterstützung für die Schleiflamellen
und trägt zu ihrer Stabilität während des Schleifbetriebs bei. Ferner ist ein weiterer
Unterschied zwischen den beiden Ausführungsformen dadurch gekennzeichnet, dass die
Abgrenzungskontur 4 der hier dargestellten Fächerschleifscheibe 1 auf der den Schleiflamellen
zugewandten Seite einen mit abnehmendem Abstand zur Rotationsachse flacheren Anstieg
in positive Richtung 7 aufweist als in der Ausführungsform von Figur 3a.
[0040] Die Figur 3c zeigt eine Schnittansicht A-A, entsprechend dem Schnittverlauf A-A der
Fächerschleifscheibe 1 aus Figur 2, jedoch für eine weitere Ausführungsform der Fächerschleifscheibe
1. Die hier dargestellte Fächerschleifscheibe 1 unterscheidet sich von den Fächerschleifscheiben
aus den vorherigen Figuren durch ihre Schleiflamellen 3. Während in den vorherigen
Figuren Sichellamellen dargestellt sind, handelt es sich hierbei um Schleiflamellen
3 mit rechteckigem Querschnitt, bezogen auf eine Draufsicht auf die jeweilige Schleiflamelle
3 und/oder in der dargestellten Ansicht.
[0041] Darüber hinaus erstreckt sich die stoffschlüssige Verbindung 5 vom Trägerteller 2
aus gemessen, um mindestens 20% in positive Richtung 7, bezogen auf die Erstreckung
der Schleiflamellen 3 in positive Richtung 7. Trotzdem erstreckt sich die Abgrenzungskontur
4 mindestens so weit in positive Richtung 7 wie die stoffschlüssige Verbindung 5.
Ferner erstreckt sich die stoffschlüssige Verbindung von der Abgrenzungskontur bis
zum Rand des Trägertellers 2.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Fächerschleifscheibe
- 2
- Trägerteller
- 3
- Schleiflamellen
- 4
- Abgrenzungskontur
- 5
- stoffschlüssige Verbindung
- 6
- Rotationsachse
- 6b
- Rotationsrichtung
- 6c
- Mittelpunkt
- 7
- positive Richtung
- 8a
- Vorderseite
- 8b
- Rückseite
- 9a
- Überragungsabschnitt
- 9b
- Länge
- 10a
- radial äußerer Randabschnitt
- 10b
- Länge
- 11
- Befestigungsnabe
- 12a
- Gerade
- 12b
- Gerade
- 13
- Stelle
- 14
- elektrische Energiequelle
- 15
- Schleifwerkzeug
- 16
- Werkstück
1. Fächerschleifscheibe (1),
die um eine Rotationsachse (6a) rotatorisch antreibbar ist,
wobei die Fächerschleifscheibe (1) einen Trägerteller (2) und Schleiflamellen (3)
umfasst,
wobei der Trägerteller (2) eine Vorderseite (8a) sowie eine Rückseite (8b) umfasst,
und
wobei die Schleiflamellen (3) mittels einer stoffschlüssigen Verbindung (5), insbesondere
Klebeverbindung, auf der Vorderseite (8a) mit dem Trägerteller (2) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trägerteller (2) auf der Vorderseite eine Abgrenzungskontur (4) aufweist, die
zwischen der Rotationsachse (6a) und der stoffschlüssigen Verbindung (5) angeordnet
ist,
dass sich die Abgrenzungskontur (4) mindestens so weit in eine positive Richtung erstreckt
wie die stoffschlüssige Verbindung (5), und
dass die positive Richtung (7) einer Richtung von der Rückseite (8b) zur Vorderseite (8a)
entlang der Rotationsachse (6a) entspricht.
2. Fächerschleifscheibe (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die stoffschlüssige Verbindung (5) der Schleiflamellen (3) mit dem Trägerteller (2)
durch eine stoffschlüssige Verbindung (5), vorzugsweise Klebeverbindung, der Schleiflamellen
(3) mit der Abgrenzungskontur (4), ausgebildet ist.
3. Fächerschleifscheibe (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abgrenzungskontur (4) weiter in die positive Richtung erstreckt als die
stoffschlüssige Verbindung (5).
4. Fächerschleifscheibe (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abgrenzungskontur (4) und/oder die stoffschlüssige Verbindung (5) in Rotationsrichtung
(6b) der Fächerschleifscheibe (1) erstreckt.
5. Fächerschleifscheibe (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die stoffschlüssige Verbindung (5) entlang der Abgrenzungskontur (4) lediglich
auf einer der Rotationsachse (6a) abgewandten Seite der Abgrenzungskontur (4) erstreckt.
6. Fächerschleifscheibe (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleiflamellen (3) untereinander einen Überlappungsbereich ausbilden, der der
Abgrenzungskontur (4) zugewandt ist und sich entlang der Seite der Abgrenzungskontur
(4), die der Rotationsachse (6a) abgewandt ist, erstreckt.
7. Fächerschleifscheibe (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgrenzungskontur (4) einteilig mit dem Trägerteller (2) ausgebildet ist.
8. Fächerschleifscheibe (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgrenzungskontur (4) in einer Ebene, in der die Rotationsachse (6a) verläuft,
in positive Richtung (7) konvex ausgebildet ist.
9. Fächerschleifscheibe (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerteller (2) einen radial äußeren Randabschnitt (10a) aufweist, dessen Kontur
auf der Vorderseite (8a) in einer oder der Ebene, in der die Rotationsachse (6a) angeordnet
ist, in einem Winkel von 0° bis 15° zu einer Geraden (12b) verläuft, die senkrecht
zu der Rotationsachse (6a) verläuft.
10. Fächerschleifscheibe (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerteller (2) mindestens einen Verbindungsabschnitt aufweist, der den Randabschnitt
(10a) mit der Abgrenzungskontur (4) verbindet, dass die Kontur des mindestens einen
Verbindungsabschnitts auf der Vorderseite (8a) des Trägertellers (2) in der Ebene,
in der die Rotationsachse (6a) angeordnet ist, einen größeren Winkel zur Geraden (12b)
aufweist, die senkrecht zu der Rotationsachse (6a) verläuft, als die Kontur des Randabschnitts
(10a) und dass insbesondere der Trägerteller (2) auf der der Rotationsachse (6a) zugewandten
Seite der Abgrenzkontur (4) eine Befestigungsnabe (11) zur Befestigung der Fächerschleifscheibe
(1) an einem Schleifwerkzeug (15) aufweist.
11. Fächerschleifscheibe (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Randabschnitt derart dimensioniert ist, dass die Schleiflamellen (3), die in
direktem physischem Kontakt mit der Kontur des Randabschnitts (10a) auf der Vorderseite
(8a) des Trägertellers (2) sind, in eine radiale Richtung, die senkrecht zur Rotationsachse
(6a) verläuft, den Trägerteller (2) um maximal 20%, 30%, 40% oder 50% ihrer radialen
Erstreckungslänge überragen.
12. Schleifwerkzeug (15), umfassend eine Fächerschleifscheibe (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.