[0001] Die Erfindung betrifft ein Schneidgerät zum Schneiden einer Dämmplatte nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist zum Beispiel aus der
DE 20 2004 009 850 U1 ein Schneidgerät für Dämmplatten mit einem Vorspanner zum Spannen des erhitzbaren
Schneiddrahtes bekannt. Die zu schneidende Dämmplatte wird an einer Grundplatte angelegt
und für den Schneidvorgang passend positioniert, sodass mit Hilfe des Schneiddrahts
die Platte nach Vorgabe zurechtgeschnitten werden kann. Der Benutzer hält die Dämmplatte
dabei fest und bewegt den Draht mit Hilfe des Schneidbügels, welcher relativ zur Grundplatte
bzw. zur Dämmplatte bewegt werden kann, um das Schneiden der Platte durchzuführen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schneidgerät vorzuschlagen, dessen Handhabung vereinfacht
werden kann.
[0004] Die Aufgabe wird, ausgehend von einem Schneidgerät der eingangs genannten Art, durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Durch die in den abhängigen Ansprüchen genannte Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen
und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
[0006] Das erfindungsgemäße Schneidgerät dient zum Schneiden bzw. Trennen von Dämmplatten,
die in der Regel aus Kunststoff, insbesondere Schaumstoff, Mineralwolle oder Verbundmaterialien
ausgebildet sind. Für den Trennvorgang wird ein Draht so stark erhitzt, dass er durch
eine solche Dämmplatte hindurch bewegt werden kann und die Platte dabei durchtrennt.
Solche Schneidgeräte werden mitunter direkt auf der Baustelle eingesetzt, um die Dämmplatten
vor dem Einbauen im Dach, in der Wand usw. eines Gebäudes exakt zuschneiden zu können.
Es erweist sich als Vorteil, wenn das Schneidgerät kompakt und platzsparend ausgebildet
ist, weil es oftmals sogar auf Baugerüsten platziert wird, um unmittelbar dort, wo
die Dämmplatte benötigt wird, arbeiten zu können.
[0007] Gerade unter solchen Bedingungen ist das Arbeiten mit der Dämmplatte jedoch erschwert;
denn auf dem Gerüst ist aufgrund der Höhe besondere Vorsicht geboten. Dennoch soll
die Dämmplatte präzise zugeschnitten werden, ohne dass höhere Sicherheitsrisiken bestehen.
[0008] Die Erfindung zeichnet sich nun dadurch aus, dass ein Fixierbügel zum klemmenden
Fixieren der Dämmplatte vorgesehen ist, und ermöglicht, dass der Benutzer die Dämmplatte
beim eigentlichen Schneidvorgang nicht selbst in der eingestellten Position festhalten
muss. Die Präzision beim Schneiden kann dadurch erhöht werden, weil die Gefahr geringer
ist, dass der Benutzer verrutscht, aus dem Gleichgewicht gerät oder dass z.B. durch
zu hohen Druck beim Drücken der Platte gegen deren Auflageelement gegebenenfalls das
Schneidgerät verrutscht. Die Hände können frei bleiben, und der Benutzer kann sich
beispielsweise, gerade auf dem Baugerüst, besser festhalten. Dämmplatte bzw. Hände
können vor weiteren Verschmutzungen bewahrt werden.
[0009] Gemäß der Erfindung besitzt das Schneidgerät zunächst ein Auflageelement, auf welches
die zu schneidende Dämmplatte gelegt oder gestellt wird. Das Auflageelement bildet
also für die flächige Dämmplatte eine Lagerungsebene. Damit die Dämmplatte aber nicht
vom Benutzer während des Schneidvorgangs festgehalten werden muss, während der Schneiddraht
durch die Dämmplatte hindurchgedrückt wird, sieht das erfindungsgemäße Schneidgerät
einen Fixierbügel vor, mit dem die Dämmplatte klemmend fixiert werden kann. Der Fixierbügel
ist hinsichtlich seiner Grundform U-förmig ausgebildet. Zum Fixieren wird der Basisschenkel
des Fixierbügels genutzt, der flächig an der Dämmplatte anliegen und dort angreifen
kann. Dieser Basisschenkel kann also parallel zur Lagerungsebene verlaufen und auch
parallel zur Lagerungsebene verschoben werden. Damit die Dämmplatte in das Auflageelement
gelegt werden kann, wird der Basisschenkel des Fixierbügels geöffnet, d.h. weiter
von der Lagerungsebene und somit von der Dämmplatte entfernt. Anschließend wird der
Basisschenkel an die Oberfläche der Dämmplatte herangefahren, um diese zu fixieren.
Der Basisschenkel wird dazu verschwenkt, bleibt jedoch parallel zur Oberfläche der
Dämmplatte, um Rechnung tragen zu können, dass verschiedene Dämmplatten unterschiedlich
dick sein können, d.h. der Basisschenkel kommt stets plan über die gesamte Länge mit
der Oberfläche der Dämmplatte in Kontakt. Auch kann somit eine gleichmäßig wirkende
Klemmkraft auf die Oberfläche einwirken, sodass nicht auf einer Seite Druckstellen
entstehen, weil der Druck dort stärker ist als an anderen Stellen.
[0010] Zur Lagerung des Basisschenkels des Fixierbügels ist dieser seitlich an seinen Enden
an den Schenkeln aufgehängt. Der Basisschenkel ist aber nicht direkt mit den seitlichen
Schenkeln verbunden, sondern über ein Bewegungsglied. An einem der beiden seitlichen
Schenkel ist dieses Bewegungsglied als Hebel ausgebildet. Am entsprechenden seitlichen
Schenkel ist eine Drehachse bzw. ein Drehpunkt angeordnet, über den der Hebel verschwenkt
werden kann. Der Abschnitt des Hebels zu einer Seite des Drehpunktes, an welcher vorteilhafterweise
ein Hebelgriff zur Handhabung angebracht sein kann, wird Kraftarm genannt, der andere
Abschnitt, der mit dem Basisschenkel verbunden ist, Lastarm. Denn der Teil des Hebels
oder der Hebelarm, auf den die bewegende Kraft einwirkt, heißt Kraftarm, während der
Teil des Hebels bzw. der Hebelarm, auf den die zu bewegende Last wirkt, Lastarm genannt
wird. Auf diese Weise kann der Basisschenkel leicht verschwenkt werden, bis er mit
der Oberfläche der Dämmplatte in Kontakt steht.
[0011] Damit der Basisschenkel aber nicht nur an der Dämmplatte anliegt, sondern auch wirklich
die Dämmplatte klemmt und somit hält, ist es notwendig, dass die Lagerung des Bewegungsglieds
gehemmt ist. Dies kann durch einen Gasdruckdämpfer bewerkstelligt werden, der zwischen
Bewegungsglied und seitlichen Schenkel geschaltet wird. Zum einen wird die Bewegung
des Hebels durch Betätigen des Kraftarms bzw. Hebelgriffs gehemmt, sodass der Benutzer
den Basisschenkel nicht ungebremst gegen die Dämmplatte schlägt. Zum anderen wird
der Basisschenkel in beliebiger Position aber auch wiederum daran gehindert, sich
von der Dämmplatte wegzubewegen und die Klemmung somit zu lösen. D.h. der Fixierbügel
sorgt für eine hinreichende Klemmung der Dämmplatte über den Basisschenkel, jedoch
ohne eine große Klemmkraft zu erzeugen, welche die Dämmplatte eindrücken könnte. Der
Gasdruckdämpfer bietet außerdem den Vorteil, dass er stufenlos arbeitet, also an grundsätzlich
jeder beliebigen Position und somit bei jeder beliebigen Dicke der Dämmplatte eine
Bewegung des Basisschenkels hemmt bzw. stoppt.
[0012] Bei einer Ausführungsform ist, gegebenenfalls als Alternative zum Gasdruckdämpfer,
auch prinzipiell möglich, das Bewegungsglied gegenüber dem entsprechenden seitlichen
Schenkel mit einem elastischen Element, etwa einer Feder, vorzuspannen. Die Federkraft
kann in vorteilhafter Weise so wirken, dass der Basisschenkel gegen die Dämmplatte
gedrückt wird. Auch hier ist eine stufenlose Einstellung möglich. Das elastische Element
muss jedoch so eingestellt sein, dass sie keine Druckstellen in der Dämmplatte erzeugt.
Außerdem ist eine geöffnete Stellung des Fixierbügels nur dann möglich, wenn der Basisschenkel
entgegen der Federkraft bewegt und dann gehalten wird, etwa durch eine Verriegelung.
[0013] Eine weitere Option könnte darin besten, ein Rastelement vorzusehen, sodass der Basisschenkel
an einer bestimmten Position einrasten kann (wie bei einer Ratsche). Nachteilig darin
ist jedoch, dass die Positionierung nicht stufenlos stattfinden kann und somit der
Dicke der Dämmplatte gegebenenfalls nicht hinreichend Rechnung getragen wird. Die
Dämmplatte kann also im Klemmbereich eingedellt werden. Zudem ist es notwendig, bei
gegenläufiger Bewegung das Einrasten wieder (in der Regel manuell) zu lösen.
[0014] Zum Schneiden der Dämmplatte wird ein Schneidbügel verwendet. Dieser ist in der Regel
ebenfalls U-förmig. Jedoch ist zum Beispiel darin ein Schneiddraht gelagert, der meistens
vorgespannt und erhitzt werden kann, sodass dieser gerade verläuft durch seine Hitze
die Dämmplatte durchdringt und auftrennt. Der Schneiddraht besitzt als Werkzeug den
Vorteil, dass ein sehr präzises Schneiden ohne großen Materialverlust und ohne Ausfransungen
(wie oftmals beim Sägen), Grate oder dergleichen möglich ist. Der Trennvorgang kann
präziser und ohne größere Kraftanstrengung erfolgen. Der Schneidbügel kann bei einer
Variante der Erfindung separat zum Fixierbügel ausgebildet sein. Dies besitzt auch
den Vorteil, dass der Fixierbügel prinzipiell für bestehende Schneidgeräte auch nachgerüstet
werden kann.
[0015] Beim Schneiden wird der Draht meistens relativ zur Dämmplatte bewegt. Daher kann
auch eine verschiebbare Lagerungseinheit zur Lagerung des Schneiddrahtes vorgesehen
sein, sodass diese relativ zur Dämmplatte bewegt wird. Der Draht kann an einem U-förmigen
Bügel starr gehalten werden, sodass dann der Bügel relativ zur Dämmplatte bewegt wird.
[0016] Grundsätzlich ist also auch denkbar, dass die beweglich geführte Lagerungseinheit
auch am Fixierbügel angeordnet bzw. gelagert ist. Ein separater Schneidbügel könnte
dann entfallen. Das Schneidgerät kann in diesem Fall insgesamt kompakter ausfallen.
Der Schneidbügel kann also auch in den Fixierbügel integriert sein.
[0017] Oftmals ist der Schneidbügel in einer Linearführung angeordnet, d.h. zum Abtrennen
wird der Schneidbügel mit dem erhitzten Schneiddraht insgesamt von Hand bewegt, und
der Schneidbügel wird durch die Dämmplatte geschoben. Eine andere Handhabung kann
dadurch ermöglicht werden, dass der Schneidbügel bzw. die Lagerungseinheit über einen
Hebel, insbesondere analog zum Hebel des Fixierbügels, bewegbar ist. Durch den Hebel
kann auch eine besonders präzise geführte Bewegung des Drahtes erfolgen.
Ausführungsbeispiel:
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
nachfolgend unter Angabe weiterer Einzelheiten und Vorteile näher erläutert.
[0019] Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Darstellung eines Schneidgeräts gem. der Erfindung,
- Fig. 2:
- eine schematische Darstellung des offenen Zustands des Fixierbügels, sowie
- Fig. 3:
- eine schematische Darstellung des geschlossenen Zustands des Fixierbügels.
[0020] Figur 1 zeigt ein Schneidgerät 1 gem. der Erfindung, welches ein Auflageelement 2
aufweist, auf das die zu schneidende Dämmplatte gelegt werden kann. Dieses Auflageelement
2 definiert eine Lagerungsebene 3. Es weist eine Auflageleiste 2A, welche die Dämmplatte
gegen die Schwerkraft hält, auf. Zur Erhöhung der Stabilität sind ferner zwei Seitenstreben
2B vorgesehen. Am Auflageelement 2 ist zunächst ein Schneidbügel 4 angebracht, der
senkrecht zur Lagerungsebene 3 geführt verschoben werden kann. Dabei hält der Schneidbügel
4 einen Draht 5, der in der Ebene, welche der U-förmige Schneidbügel 4 aufspannt,
entlang der längeren Seite des Schneidbügels 4, hier im Wesentlichen in senkrechter
Richtung, vorgespannt ist. Der Schneiddraht 5 wird erhitzt, um eine Dämmplatte durchschneiden
zu können. Der Schneidbügel 4 kann auch seitlich (hier: um eine Achse, die parallel
zum Draht verläuft) verschwenkt werden, um die Dämmplatte schräg durchschneiden zu
können.
[0021] Daneben ist ein Fixierbügel 6 angeordnet, welcher zwei seitliche Schenkel 7, 8 umfasst,
an denen jeweils ein Bewegungsglied 9, 10 drehbar angebracht ist. Diese Bewegungsglieder
9, 10 sind wiederum drehbar am Basisschenkel 11 zwischen den beiden seitlichen Schenkeln
7, 8 angeordnet. Das Bewegungsglied 9 ist um die Drehachse R1 drehbar am seitlichen
Schenkel 7 gelagert. Am Kraftarm, d.h. am dem Basisschenkel 11 vom Drehpunkt R1 aus
gesehen abgewandten Teil des Hebels 9, ist ein Hebelgriff 12 angebracht, mit dem der
Hebel 9 manuell verschwenkt werden kann. Über die Drehachse R2 ist der Hebel bzw.
das Bewegungsglied 9 mit dem Basisschenkel 11 drehbar verbunden. Auf der gegenüberliegenden
Seite des Basisschenkels 11 ist dieser über ein Bewegungsglied 10 sowie die Drehachse
R4 mit dem seitlichen Schenkel 8 über die Drehachse R3 schwenkbar verbunden. Bei Betätigung
des Hebels 9 wird der Basisschenkel 11 automatisch parallel zur Lagerungsebene 3 verschwenkt.
[0022] Das Prinzip der Klemmung des Fixierbügels 6 wird in den Figuren 2 und 3 erläutert:
In Figur 2 ist der offene Zustand gezeigt. Der Hebel 9 weist hier eine abgewinkelte
Formgebung auf. Der Kraftarm mit Hebelgriff 12 zeigt senkrecht nach oben. Über das
Gelenk R2 steht der Lastarm und somit der daran am Drehpunkt R2 gelagerte Basisschenkel
11 weiter nach außen, also weiter von der Lagerungsebene 3 weg. Daher ist mehr Platz
vorhanden, um eine Dämmplatte in das Auflageelement 2 auf die Lagerungsebene 2 zu
legen.
[0023] Wird der Bügel 9 verschwenkt, so verschwenkt also auch der Basisschenkel 11 und bleibt
parallel zur Lagerungsebene 3. Entsprechend ist in Figur 3 der geschlossene Zustand
des Fixierbügels 6 gezeigt. Der Hebelgriff 12 wurde gegenüber Figur 2 (gem. der Zeichnung)
entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt, sodass sich der Lastarm am Hebel 9 um den Drehpunkt
R1 in Richtung Lagerungsebene 3 bewegt und dabei den Basisschenkel 11 mitnimmt, der
wiederum parallel zur Lagerungsebene 3 ausgerichtet bleibt, jedoch näher an die Lagerungsebene
3 herangeführt wird, bis der Basisschenkel 11 mit der Oberfläche der an der Lagerungsebene
3 aufliegenden Dämmplatte in Kontakt kommt und dies klemmend fixiert.
[0024] Damit der Fixierbügel 6 vor allem dann, wenn sich die Schenkel 7, 8, 11 bzw. Bewegungsglieder
9, 10 leicht, ohne starke Reibung um die Drehpunkte R1, R2, R3, R4 drehen lassen,
im offenen Zustand oder auch beim Klemmen in der Position verharren kann, ohne dass
ein Zug am Hebelgriff 12 notwendig wäre, ist der seitliche Schenkel 7 über einen Gasdruckdämpfer
13 mit dem Hebel 9 verbunden, wodurch die Betätigung des Hebels 9 gehemmt wird. Im
offenen Zustand bleibt der Basisschenkel 11 in der in Figur 2 dargestellten Position
und schwenkt nicht, schwerkraftbedingt, weiter in Richtung Lagerungsebene 3. Durch
den Gasdruckdämpfer 13 wird aber auch die Klemmung der Dämmplatte ermöglicht. Durch
die stufenlose Einstellbarkeit des Gasdruckdämpfers 13 kann eine Anpassung an unterschiedliche
Plattendicken erfolgen, ohne dass die Dämmplatte eingedrückt werden müsse, um eine
Klemmung herzustellen.
[0025] Über ein Gestell 14 kann das Schneidgerät 1 auf einem Untergrund aufgestellt werden.
[0026] Allen Ausführungsbeispielen und Weiterbildungen der Erfindung ist gemeinsam, dass
ein Fixierbügel (6) zum klemmenden Fixieren der Dämmplatte vorhanden ist, wobei der
Fixierbügel (6) einen ersten und einen zweiten seitlichen Schenkel 7, 8 und einen
zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkel 7, 8 angeordneten Basisschenkel 11 aufweist,
sodass der Fixierbügel 6 eine U-förmige Grundform aufweist, wobei der Basisschenkel
11 parallel zur Lagerungsebene 3 angeordnet ist, der erste und der zweite Schenkel
7, 8 jeweils über ein Bewegungsglied 9, 10 mit dem Basisschenkel 11 verbunden sind,
wobei das Bewegungsglied (9) am ersten seitlichen Schenkel 7 als Hebel ausgebildet
ist, dessen Drehpunkt R1 ein Gelenk am ersten seitlichen Schenkel 7 ist, dessen Lastarm
mit dem Basisschenkel 11 gelenkig über einen Drehpunkt R2 verbunden ist und wobei
der Kraftarm einen Hebelgriff 12 zur Handhabung aufweist, wobei das Bewegungsglied
10 am zweiten seitlichen Schenkel 8 und am Basisschenkel 11 jeweils über ein Gelenk
R3, R4 verschwenkbar sind, sodass durch Bedienung des Hebelgriffs 12 der Basisschenkel
11 in Richtung der Lagerungsebene 3 und von der Lagerungsebene 3 weg bewegbar ist,
um die Dämmplatte beim Schneidvorgang zwischen dem Auflageelement 2 und dem Basisschenkel
11 klemmend fixieren zu können.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Schneidgerät
- 2
- Auflageelement
- 2A
- Auflageleiste
- 2B
- Seitenstreben
- 3
- Lagerungsebene
- 4
- Schneidbügel
- 5
- Schneiddraht
- 6
- Fixierbügel
- 7
- seitlicher Schenkel
- 8
- seitlicher Schenkel
- 9
- Bewegungsglied / Hebel
- 10
- Bewegungsglied /Hebel
- 11
- Basisschenkel
- 12
- Hebelgriff am Kraftarm
- 13
- Gasdruckdämpfer
- 14
- Gestell
- R1
- Drehpunkt
- R2
- Drehpunkt
- R3
- Drehpunkt
- R4
- Drehpunkt
1. Schneidgerät (1) zum Schneiden einer Dämmplatte, umfassend:
a. ein Auflageelement (2) zum Auflegen und Lagern der Dämmplatte während des Schneidvorgangs
innerhalb einer Lagerungsebene (3), und
b. einen Schneidbügel (4) zum Schneiden der Dämmplatte,
dadurch gekennzeichnet, dass
c. ein Fixierbügel (6) zum klemmenden Fixieren der Dämmplatte vorhanden ist,
d. wobei der Fixierbügel (6) einen ersten und einen zweiten seitlichen Schenkel (7,
8) und einen zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkel (7, 8) angeordneten Basisschenkel
(11) aufweist, sodass der Fixierbügel (6) eine U-förmige Grundform aufweist, wobei
der Basisschenkel (11) parallel zur Lagerungsebene (3) angeordnet ist,
e. wobei der erste und der zweite Schenkel (7, 8) jeweils über ein Bewegungsglied
(9, 10) mit dem Basisschenkel (11) verbunden sind,
f. wobei das Bewegungsglied (9) am ersten seitlichen Schenkel (7) als Hebel ausgebildet
ist, dessen Drehpunkt (R1) ein Gelenk am ersten seitlichen Schenkel (7) ist, dessen
Lastarm mit dem Basisschenkel (11) gelenkig über einen Drehpunkt (R2) verbunden ist
und wobei der Kraftarm (12) zum manuellen Ausüben und Übertragen der bewegenden Kraft
auf den Hebel (9) ausgebildet ist,
g. wobei das Bewegungsglied (10) am zweiten seitlichen Schenkel (8) und am Basisschenkel
(11) jeweils über ein Gelenk (R3, R4) verschwenkbar sind, sodass durch Bedienung des
Kraftarms (12) der Basisschenkel (11) in Richtung der Lagerungsebene (3) und von der
Lagerungsebene (3) weg bewegbar ist, um die Dämmplatte beim Schneidvorgang zwischen
dem Auflageelement (2) und dem Basisschenkel (11) klemmend fixieren zu können.
2. Schneidgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen wenigstens einem der Bewegungsglieder (11) und dem entsprechenden ersten
oder zweiten Schenkel (7, 8) ein Gasdruckdämpfer (13) angeordnet ist, sodass beim
Betätigen des Hebelgriffs (12) und Verschwenken des Bewegungsglieds (9, 10) eine Gegenkraft
gegen die Hebelbewegung ausgeübt wird und beim klemmenden Fixieren der Basisschenkel
(11) eine Haltekraft auf die Dämmplatte ausübt.
3. Schneidgerät (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen wenigstens einem der Bewegungsglieder (9, 10) und dem entsprechenden ersten
oder zweiten Schenkel (7,8 ) ein elastisches Element, insbesondere angeordnet ist,
sodass der Hebel vorgespannt ist und beim Betätigen des Hebelgriffs, um den Basisschenkel
von der Lagerungsebene weg zu bewegen, gegen eine durch das elastische Element ausgeübte
Gegenkraft gearbeitet werden muss und der Bewegungsschenkel beim klemmenden Fixieren
der Basisschenkel eine Haltekraft auf die Dämmplatte ausübt.
4. Schneidgerät (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen wenigstens einem der Bewegungsglieder (9, 10) und dem entsprechenden ersten
oder zweiten Schenkel (7, 8) ein Rastelement angeordnet ist, sodass beim Betätigen
des Hebelgriffs und Verschwenken des Bewegungsglieds der Basisschenkel eine eingestellte
feste Position einnehmen kann.
5. Schneidgerät (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Kraftarm ein Hebelgriff (12) zur manuellen Handhabung und Ausübung der den Hebel
(9) bewegenden Kraft angeordnet ist.
6. Schneidgerät (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidbügel (4) separat vom Fixierbügel (6) ausgebildet ist.
7. Schneidgerät (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidbügel (4) zur Führung eines erhitzbaren Schneiddrahts (5) ausgebildet
ist, um den Schneiddraht (5) beim Schneiden durch die Dämmplatte hindurch geführt
bewegen zu können.
8. Schneidgerät (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidbügel (4) eine verschiebbare Lagerungseinheit zur Lagerung des Schneiddrahtes
aufweist.
9. Schneidgerät (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidbügel (4) in den Fixierbügel (6) integriert ist, wobei der Fixierbügel
und/oder erster und zweiter Schenkel als Führung für die Lagerungseinheit ausgebildet
sind.
10. Schneidgerät (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidbügel (4) und / oder die Lagerungseinheit über einen Hebel, der gegenüber
einem in Bezug auf den Schneidbügel und/oder die Lagerungseinheit fest gelagerten
Drehpunkt verschwenkbar ist, verschiebbar oder verschwenkbar ist / sind, um den Schneiddraht
durch die Dämmplatte führen zu können.